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228. Welches Recht hat Recht?

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

Welches Recht hat Recht?

Welches Recht bestimmt eigentlich, ob jüdische Siedlungen in Judäa und Samaria existieren dürfen? Ist es die Genfer Konvention, die Bibel, oder der Koran? Mit welchem Recht nimmt sich die internationale Gemeinschaft heraus, zu entscheiden, dass die Palästinenser ein größeres Recht auf Judäa und Samaria haben als die Israelis?

Die Weltöffentlichkeit muss schließlich Partei ergreifen und entscheiden, ob das Volk Israel nach der Bibel Anspruch auf das Gelobte Land hat, oder die Palästinenser nach dem Koran. Das internationale Völkerrecht ist nur ein Mittel dazu. Das biblische Kernland Judäa und Samaria zählt 121 jüdische Siedlungen, die vom Staat Israel als offizielle Ortschaften anerkannt, aber von der internationalen Gemeinschaft als illegale Siedlungen im besetzten Westuferland verurteilt werden.

Die Annexion Ostjerusalems 1967 erkennt keine Nation außer Israel an. Darüber hinaus werden noch 26 jüdische Außenposten in Judäa und Samaria gezählt, die mehrheitlich nach dem Osloer Abkommen 1993 gegründet wurden, nachdem Ministerpräsident Jizchak Rabin den Amerikanern versprochen hatte, keine weiteren Siedlungen im biblischen Kernland zu errichten.
Als Reaktion auf die blutigen Terroranschläge in den 90er Jahren gründeten die Siedler auf den leeren Hügeln kleine Außenposten benannt nach den Namen der Opfer neben den jüdischen Siedlungen, die vom Staat nicht anerkannt wurden.

Gemäß der internationalen Gemeinschaft werden 480.000 jüdische Siedler in den umstrittenen Gebieten Judäa und Samaria, einschließlich Ostjerusalem gezählt. 300.000 in den 121 jüdischen Siedlungen und 180.000 jüdische Einwohner im Ostteil der israelischen Hauptstadt Jerusalem. Zu denen zählen ebenso die 12 jüdischen Wohnviertel in Ostjerusalem (darunter Gilo, Har Homa, Talpiot, Pisgat Seev und Ramot), die als illegale jüdische Siedlungen in den sogenannten besetzten Gebieten betrachtet werden. Washington besteht auf einem umfassenden Siedlungsstopp, auch in Jerusalem.

Angst vor Amerika
Mai 2009: Washington droht damit, seine wirtschaftliche und militärische Unterstützung Israels einzuschränken, sollte Israel den jüdischen Siedlungsbau, einschließlich den durch natürlichen Zuwachs bedingten, nicht sofort stoppen. „Wir haben Probleme“, schrieb der ehemalige Kanzleichef von Jitzchak Rabin und Publizist Eitan Haber nach dem Netanjahu-Obama-Treffen in Washington. Obama ist nicht wie seine Vorgänger. Er will die Feindschaft mit der islamischen Welt und die pakistanische und iranische Nuklearbedrohung entschärfen. Dafür lenkt er die Vereinigten Staaten in Richtung Versöhnung mit ihren Feinden. Dafür – ob es uns gefällt oder nicht – wird er Israel fallen lassen.“

Diese Versöhnungsdiplomatie ist eine Gefahr für Israel, und dies setzt Israels Regierung unter Netanjahu unter ernsthaften Druck. Deswegen werden die Stimmen in Jerusalem lauter, illegale Außenposten zu räumen und Washington zufrieden zu stellen. Vor der Staatsgründung Israels übte Washington in Gestalt des Pentagon und der CIA unbarmherzig Druck auf David Ben-Gurion aus, keinen unabhängigen Staat auszurufen, sondern nur eine Treuhand-Herrschaft unter der UNO.

Ben-Gurion sagte dazu klar nein.
Bibel oder Koran?
Auch, wenn Israel alle jüdischen Siedlungen in Judäa und Samaria um des Friedens willen räumen würde, würde dadurch doch kein Friede errungen. Bevor Judäa und Samaria im Sechstagekrieg 1967 erobert oder besser: befreit wurden, herrschte ebensowenig Liebe zwischen Juden und Arabern wie heute. Die Siedlungen sind nicht die Ursache des Unfriedens in dieser Region, sondern nur eine politische Ausrede. Der wahre Grund ist die bloße Existenz eines Judenstaats im Nahen Osten.

Wie die Moslems ihren politischen Anspruch auf den umstrittenen Landstreifen mit dem Koran begründen, so begründet Israel seinen Anspruch mit der Bibel. „Warum fordert die Welt von Israel, den jüdischen Siedlungsbau einzufrieren, aber nicht ebenso von den Palästinensern in ihren Ortschaften“, sagte der ehemalige Generalstabschef Bugi Yaalon zu israel heute. „Dieses Kernland ist doch ein politisch umstrittener Landstreifen?“

Dazu meint der Nahost- und USA-Experte Yoram Ettinger, dass der Streit mit den Palästinensern nicht um Land geht, sondern um die Existenz als solche. „Solange man glaubt, dass territoriale Kompromisse den Konflikt zwischen beiden Völkern lösen, werden wir weiterhin scheitern und in noch mehr Terrorserien und Kriege hineinstürzen“, so Ettinger zu israel heute. „Der zentrale Grund für den palästinensischen Terror ist die Erziehung zum Hass in den palästinensischen Schulen. Solange der blinde Hass in der palästinensischen Bevölkerung gegen die Juden nicht entwurzelt wird, wird es zu keiner positiven Wende im Friedensprozess zwischen beiden Völkern kommen.“

Greifbare Münze für Versprechen
Den größten Fehler beging Israel in den Augen Ettingers, indem es den Palästinensern immer wieder mit blanker Münze entgegengekommen ist. „Israel hat in den 17 Oslojahren zahlreiche Verträge mit den Palästinensern geschlossen und bezahlte mit klingender Münze, nämlich mit Land. Dafür erhielt Israel von den Palästinensern nichts als rhetorische Münzen, nämlich Versprechungen. Um zu echten Fortschritten zu gelangen, sollte Israel darauf bestehen, die Zusagen von palästinensischer Seite einer Probezeit von zehn Jahren zu unterziehen. Zehn Jahre keine Hasspropaganda gegen Juden, zehn Jahre echte Terrorbekämpfung und zehn Jahre Versprechen erfüllen.“

Die Palästinenser haben von Israel Land gegen leere Versprechungen erhalten. „Solange es nichts kostet, Zusagen zu brechen, wären die Palästinenser dumm, wenn sie ihr Verhalten ändern würden“, meint Ettinger. Aus diesem Grund kann die palästinensische Autonomieführung unter Mahmud Abbas mit der Haltung des neuen US-Präsidenten Barack Obama mehr als zufrieden sein. „Wir sehen endlich eine neue politische Linie in Washington, die klar die palästinensische Politik gegenüber Israel vertritt“, sagte der palästinensische Chefunterhändler in den Friedens verhandlungen mit Israel, Saeb Arekat. „Alles hängt vom illegalen Siedlungsbau der Israelis in den besetzten Gebieten ab. Solange dieser nicht endgültig aufhört, werden wir nichts erreichen.“
Anderer Meinung sind palästinensische Angestellte und Arbeiter, die in den jüdischen Siedlungen ihr Brot verdienen. „Wenn ihr weggeht, haben wir kein Einkommen mehr“, sagte Chaled (41) aus dem Palästinenserdorf Hussan. „Wir sind keine Politiker, wir sind einfache Menschen und wollen in Frieden und Ruhe leben, auch mit den Juden. Seit über 20 Jahren habe ich bei und mit Israelis gearbeitet. Sollte der Siedlungsbau wirklich gestoppt werden, so wird dies die palästinensische Bevölkerung härter treffen als die jüdische. Wir sind von der Wirtschaft der jüdischen Siedler abhängig.“

Fakten über Judäa und Samaria
Rechtlich waren Judäa und Samaria seit dem Ende der osmanischen Herrschaft 1917 niemals Teile eines souveränen Staates. Der UN-Teilungsplan 181 von 1947 sollte den israelisch-arabischen Konflikt aus der britischen Mandatszeit lösen und teilte das Land zwischen dem Mittelmeer und dem Jordanfluss in einen jüdischen und einen arabischen Staat auf. Jerusalem sollte unter internationale Kontrolle kommen. Die Juden stimmten dem zu, die Araber nicht.
Wenige Monate später, als Israel im Mai 1948 einen un abhängigen Staat ausrief, griffen arabische Nationen den neugeborenen Staat an. Infolge des Unabhängigkeitskrieges haben sich die Waffenstillstandslinien von 1947 verschoben und wurden im Waffenstillstand von Rhodos 1949 mit „grünem Stift“ neu gezogen, daher spricht man von der „grünen Linie“ um Judäa, Samaria und den Gazastreifen.

Gemäß internationalem Status besetzte Ägypten den Gazastreifen widerrechtlich, und Jordanien besetzte und annektierte Judäa und Samaria widerrechtlich. Da diese arabischen Länder keinen rechtlichen Anspruch auf die Territorien hatten, kann Israel nicht der Besatzung bezichtigt werden. Die UNO hat zu der illegalen 19 Jahre währenden Besatzung durch Ägypten und Jordanien geschwiegen.

Übrigens gilt die Genfer Konvention nur zwischen zwei Staaten. In diesem Fall beansprucht der Staat Israel Land, welches völkerrechtlich keiner anderen Nation gehört und daher verhandelbar wäre. Aus diesem Grund beschlossen die UN-Resolutionen des Sicherheitsrats 242 (1967) und 338 (1973), dass Israel nicht aus den gesamten Gebieten Judäa, Samaria und Gazastreifen abziehen, sondern der Konflikt auf dem Verhandlungswege gelöst werden müsse.

Autor: NAI Ludwig Schneider

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227. Was ist das Besondere an Israel?

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

Was ist das Besondere an Israel?

Die Juden sind nicht besser als alle anderen Menschen – aber auch nicht schlechter als andere. Nur weil das jüdische Volk von Gott auserwählt ist (5. Mose 7,7) und Er sie „nie verwerfen wird, was sie auch begangen haben“ (Jeremia 31,37), führt Gott die Juden wieder in ihre biblische Heimat zurück, denn Volk und Land gehören zusammen.

Ohne das Land verkümmerten die Juden in der Fremde zur Spottfigur und ohne das jüdische Volk wurde das Land zur Wüste. Jetzt, wo beide wieder zusammen sind, blühen Volk und Land wieder auf.
Der biblischen Verheißung aus Hesekiel 36,22-26 gemäß kehren die Juden jetzt wieder nach Zion zurück:

„So hat der HErr gesprochen: Nicht um euretwillen, Haus Israel, greife ich ein (helfe ich euch), sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr unter den Heidenvölkern überall entehrt habt, wohin ihr gekommen seid. So will ich meinen großen Namen, der unter den Heiden entheiligt worden ist, weil ihr ihn unter ihnen entheiligt habt, wieder zu Ehren bringen, damit die Heiden erkennen, dass ich der HErr bin – so lautet der Ausspruch Gottes des HErrn – wenn ich mich vor ihren Augen an euch als den Heiligen erweise, indem ich euch aus den Heidenvölkern heraushole und euch aus allen Ländern der Erde sammeln und euch in euer Land zurückbringen werde. Dann will ich reines Wasser über euch sprengen, damit ihr rein werdet von all euren Befleckungen.“

Obwohl Gott hier unmissverständlich sagt, dass die Juden Seinen heiligen Namen überall, wohin sie gekommen sind, entehrt haben, greift Er dennoch ein, um Sein Volk zu retten, um damit Seinen heiligen Namen vor den Augen der Heiden zu rehabilitieren. Und das geschieht darin, dass Er die Juden aus allen Ländern der Erde, wohin sie fast 2000 Jahre lang verstreut waren, herausholt und in ihr Land zurückbringt. Es gibt Theologen, die meinen, diese Verheißung habe sich bereits mit der Heimkehr der Juden aus Babylon erfüllt. Das kann nicht sein, denn damals kehrten sie aus nur einem Land nach Zion zurück. Hier aber spricht Gott von einer Heimkehr der Juden aus allen Ländern der Erde.

Ebenso ist das „ich will euch in EUER Land ZURÜCKbringen“ zu berücksichtigen, denn das EUER ist ein besitzanzeigender Begriff, wem das Land gehört. Es gehört demnach nicht den Palästinensern, sondern dem jüdischen Volk, dem Gott dieses Land auf ewig gegeben hat. Daraufhin weist auch das „ZURÜCKbringen“. Gott bringt Sein Volk dorthin zurück, von wo aus Er es zerstreut hat (Jer. 31,10), und das war nicht Polen oder die USA, sondern allein das Land Israel.

Wenn Gott Sein Volk nach Zion zurückgeführt hat, reinigt Er es von all seinen Sünden und gibt ihm ein neues Herz und einen neuen Geist, so dass es nach Seinen Satzungen wandelt und Seine Weisungen beachtet und für immer im Lande wohnen bleibt.

So ist der Zionismus in Wahrheit Gottes Sache. Die Zionisten sind nur Werkzeuge Gottes, die das ausführen, was Gott für unsere Zeit verheißen hat. So waren auch die biblischen Personen keine überirdischen Wesen, sondern Menschen wie wir. Noah und Abraham, Moses und Gideon, Petrus und Paulus waren Menschen wie Du und ich, sie ließen sich jedoch von Gott für Seine Sache einsetzen.
Genauso benutzt Gott auch heute ganz normale Menschen, um Seine Verheißungen zu erfüllen. So sind von den 5,7 Mio. Juden in Israel 14 % orthodox, 18 % streng religiös, 33 % traditionell religiös und 35 % bezeichnen sich als säkular, wollen aber nicht als Atheisten eingestuft werden, sondern sich nur von den Religiösen abgrenzen. So erfüllt Gott mit diesen verschiedenen Juden Seine Verheißung.
Jesaja 43,6-7 zufolge sollen alle Juden nach Zion zurückkehren:

„Ich will dem Norden gebieten: Gib sie heraus! Und dem Süden: Halte sie nicht zurück! Bringe alle meine Söhne von Ferne und alle meine Töchter vom Ende der Erde, alle, die nach meinem Namen genannt sind!“

Wer hätte z.B. vor 20 Jahren geglaubt, dass über Nacht mehr als eine Million Juden aus Russland nach Israel einwandern?
Es leben noch 7 Mio. Juden in der Diaspora. Dafür setzt Gott zuerst die Fischer ein, die sie in guten Zeiten nach Zion bringen. Danach kommen die Jäger, die sie durch Verfolgung nach Zion jagen (Jer. 16,16). Da bisher nur 20 % der nach Israel eingewanderten Juden dem Ruf der Fischer folgten, aus idealistischer Motivation nach Zion einwanderten und 80 % von antisemitischen Jägern nach Zion gejagt wurden, lässt dies erahnen, dass es in der Welt noch Judenverfolgungen geben wird, damit auch der letzte Jude verheißungsgemäß nach Zion zurückkehrt, denn Gott gibt Völker für Israels Seele (Jes. 43,1-7), nur um Sein Wort zu erfüllen.

NAI Ludwig Schneider

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226. Ups, Entschuldigung, schon wieder eine Falschmeldung

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

Während der Bodenoffensive im Gazastreifen wurde Israel wegen der Bombardierung der UNRWASchule in Gaza-Stadt verurteilt, bei der nach palästinensischen und UN-Quellen über 40 Palästinenser ums Leben gekommen sein sollen. Ende Januar hat die UNO in internen Untersuchungen festgestellt, dass dies nicht der Fall war.

Der UN Beauftragte in Gaza, John Ging, sagte der kanadischen Zeitung Globe and Mail, dass keine israelische Bombe das UNRWA-Schulgebäude getroffen hatte. Ging sagte auch, dass er dies niemals behauptete. Anfänglich hatten ausländische Medien berichtet, dass eine israelische Bombe neben dem Schulgebäude explodierte und nicht das Gebäude selbst traf.

Später behaupteten UN-Presseberichte das Gegenteil, die UN-Schule sei direkt getroffen worden. Ein Lehrer dieser Schule erklärte schließlich, dass nur einige Palästinenser im Schulhof Verletzungen erlitten hätten, jedoch niemand getötet wurde.

Wiederholt ist damit bewiesen, wie die UNRWA und palästinensische Quellen die Medien ausnutzen und sie mit falschen Angaben speisen. Israel hatte von Anfang an erklärt, nicht das Schulgebäude getroffen zu haben, sondern ein Ziel in dessen Nähe, von dem aus auf israelische Soldaten geschossen wurde. Diese Darstellung war jedoch den Medien keine Überprüfung wert.

NAI Ludwig Schneider

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225. Daniels Vision für unsere Zeit

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

Daniels Vision für unsere Zeit

Daniel wurde zusammen mit seiner adligen Familie und dem jüdischen Volk 587 v. Chr. von Nebukadnezar nach Babylon verschleppt. Als hoher Beamter diente er ab 604 v. Chr. 69 Jahre lang unter den Königen Nebukadnezar, Belsazar (Menetekel-König), Darius und Kyros.

Trotz seiner Karriere am heidnischen Königshof verleugnete er seinen Glauben an den Gott Israels nicht. Um seiner Karriere willen machte er keine Kompromisse. Er widerstand dem Einfluss Babylons und ließ sich auch nicht durch Denunzianten einschüchtern, die ihm als Jude die Position beim König nicht gönnten.

Daniel betete nicht den König an, wie es Befehl war, sondern allein den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Er aß nicht die Speisen, die am Königshof gegessen wurden, weil sie nach biblischem Gebot nicht koscher waren.
Daniel betete öffentlich für Jerusalem und hörte auch nicht auf, für Jerusalem zu beten, als seine Feinde ihn deswegen beim König anklagten. Er hätte hinter verschlossenen Fenstern für Jerusalem beten können, doch Daniel öffnete beim Beten sein Fenster, so dass alle erfuhren, dass er für Jerusalem betet – und das dreimal täglich. Damit bekannte sich Daniel nicht nur sporadisch auf einer Solidaritätskundgebung zu Jerusalem, sondern täglich. Diese Treue belohnte Gott mit Weisheit und prophetischer Sicht.

Daniel wurde 95 Jahre alt. Daniel starb in Susa, im heutigen Iran. Ich besuchte sein Grab und bat dort Gott um Daniels Mut und prophetischen Geist. Dazu nahm ich mir aus den Ruinen von Susa eine 2500 Jahre alte aus Stein gehauene Salbungsschale mit, die mich in Jerusalem an Daniels göttliche Salbung erinnert.

Das Buch Daniel wurde in Aramäisch verfasst. Daher findet man in manchen hebräischen Bibeln eine aramäische und eine hebräische Fassung. Daniels Buch ist die älteste Apokalypse. Sie wird von der neutestamentlichen Offenbarung des Johannes ergänzt.
Das Göttliche an Daniels Deutung ist, dass Gott ihm den Traum zeigte, den der König vergessen hatte. Das legitimiert seine Deutung als Deutung und nicht nur als Traumauslegung.

Daniel sah ein gewaltiges Standbild (Kap. 2). Damit tat Gott Daniel kund, „was in der Endzeit geschehen wird“ (2,28). Daniels Beschreibung dieser Kolossalfigur teilt die Weltgeschichte in vier Perioden auf. Hier muss betont werden, dass Daniels Prophetie sich nur mit den Weltreichen befasst, die in Beziehung zu Israel standen – und das auch nur, solange die Juden als Volk in ihrem Land Israel waren. Die Zeit, in der die Juden unter alle Völker zerstreut waren, wird ausgeklammert, als gäbe es sie nicht.

Mit der Zerstörung Jerusalems durch die Römer 70 n. Chr. setzt bis zur Staatsgründung Israels 1948 eine Pause ein, die erst mit der Rückkehr der Juden ins Land Israel Fortsetzung macht. Demnach hat sich die Offenbarung, die die ersten drei Abschnitte des Standbildes betreffen, mit dem Reich der Babylonier, Meder-Perser und Griechen erfüllt. Nur im vierten Reich, dem Reich der Römer, durch die die Juden unter alle Völker zerstreut wurden, wird eine Pause eingelegt, die mit der Rückkehr der Juden nach Zion im Jahre 1948 endet.

So sind die ersten drei Perioden des Standbildes: 1. Babylon als Haupt aus Gold, 2. Meder-Perser als Brust und Arme aus Silber und 3. Alexanders Griechenland als Bauch und Lenden aus Erz, bereits Vergangenheit.
Daher wenden wir uns dem für unsere Zeit bestimmten vierten und letzten Teil des Standbildes zu. Den Abschluss der Kolossalfigur bilden die Füße, die aus Eisen und Ton bestehen. Danach kommt nichts mehr, weil dies der endzeitliche Abschluss ist.

Da die Füße des Standbildes aus Eisen mit untergemengtem Ton bestehen, heißt dies, dass die Endzeit auf wackligen Füßen steht, denn durch den untergemischten Ton verliert das Eisen seine Stabilität. So besteht unsere Zeit aus Koalitionen. In den 1945 gegründeten Vereinten Nationen sind starke Diktaturen (Eisen) und schwache Demokratien (Ton) vereint. Trotz wirtschaftlicher Globalisierung ist es unmöglich, arm und reich auf einen Nenner zu bringen. Um alle gegensätzlichen politischen und religiösen Richtungen vereinen zu können, schafft man eine für alle Völker und Religionen verbindliche Weltregierung und Weltökumene.

So steht im interreligiösen Andachtsraum des UNO-Hauptquartiers in New York vielsagend ein alle Religionen verbindendes Symbol: ein auf tönernen Füßen stehender Stahlblock (siehe Foto).
Diese eisentönerne Weltregierung erreicht laut Daniel und Johannes durch den Antichristen und Falschen Propheten seinen Höhepunkt. Sie wird dann aber durch den von Daniel vorhergesagten Stein Gottes zerstört. Nur Israel bleibt ewig bestehen. Dies bekannte bereits Nebukadnezar: „Kein Zweifel, Daniels Gott ist ein Gott über alle Götter!“


NAI Ludwig Schneider

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224. Luxus-Einkaufszentren für Palästinenser

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

Luxus-Einkaufszentren für Palästinenser

Die Palästinenser haben sich in der Vergangenheit immer wieder mit Erfolg als unterdrückte, verarmte Flüchtlinge dargestellt, die unter einer „brutalen und niederdrückenden israelischen Besatzung” leiden. Da mutet es schon ein wenig merkwürdig an, dass nur wenige Medien über den durchschlagenden Erfolg eines neuen Luxus-Einkaufszentrums in Jenin berichten.

Die Stadt im nördlichen Teil des sogenannten Westjordanlands ist dafür bekannt, dass von dort immer wieder Selbstmordattentäter kommen.

Das fünfstöckige Hirbawi Home Center am Stadtrand kostete fünf Millionen Dollar. Zur Eröffnung im Mai wurde ein großes Feuerwerk veranstaltet. Zahlreiche Palästinenser haben das Einkaufszentrum bereits zu ihrem täglichen Ausflugsziel erkoren. Die Läden sind sehr unterschiedlich. Es gibt typische, regionale Waren zu kaufen, aber auch teure Importe wie Plasmafernseher oder noble Espressomaschinen, beides wichtige Statussymbole in der Region.

Der Bauunternehmer des Einkaufszentrums, Ziad Turabi, ist sich sicher, dass die palästinensischen Einwohner es sich leisten können, in solchen Zentren einkaufen zu gehen. Er gab an, dass er zur Zeit ein weiteres Hirbawi Home Center in Ramallah errichten lasse. Sollten die Profite dieser beiden Zentren die Erwartungen erfüllen, sollen weitere Einkaufszentren in Hebron, Nablus und Tulkarem folgen. „Das hört sich für Außenstehende vielleicht verrückt an”, sagte Turabi der israelischen Zeitung Haaretz, „aber für uns macht es Sinn. Wir rechnen mit guten Umsätzen. Viele Menschen in den besetzten Gebieten haben Geld. Was sie aber nicht haben, ist die Möglichkeit, dieses Geld auszugeben, wenn sie Qualität möchten. Wir bieten allerbeste Qualität.”

Gut für die Palästinenser: Ihr Geheimnis, dass sie nicht wirklich von den Israelis in Armut getrieben werden, wird wohl nicht aufgedeckt, weil die internationale Presse die Eröffnung der neuen Konsumtempel in den Palästinensergebieten völlig ignoriert hat. So bewahren sich die Palästinenser das Image einer mittellosen, hilfsbedürftigen Nation. Das hält den internationalen Druck auf Israel aufrecht und lässt Hilfsgelder in beträchtlichem Umfang fließen.

NAI Ludwig Schneider

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223. Namen Gottes

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

Namen Gottes

Als Gott Mose am brennenden Busch erschien und ihm den Auftrag gab, die Israeliten aus Ägypten herauszuführen, fragte Mose: „Was soll ich Pharao und den Israeliten sagen, wer mich gesandt hat?“

Da antwortete Gott: „Eheje ascher eheje!“ Das heißt korrekt übersetzt „Ich bin der Dabeiseiende!“
Das aber ist kein Name. Damit wollte Gott sagen, dass sein Name jetzt nicht wichtig ist, so als wollte er zuerst unter Beweis stellen, dass er sein Volk mit starker Hand aus der Sklaverei Ägyptens befreien kann. Hier unterscheidet sich Gott von all den Göttern mit ihren künstlichen Namen, Namen die „leer wie Bohnenstroh sind“, wie der Begriff „Götze“ übersetzt werden kann.

JHWH – Später offenbarte Gott seinen Namen JHWH. Davon sind uns nur die vier Konsonanten jud-he-waw-he bekannt, d.h. die dazugehörenden Vokale weiß niemand mehr. Weil der Hohepriester nur ein Mal im Jahr ihn am Jom Kippur Versöhnungstag aussprach, geriet er in der Diaspora in Vergessenheit. Daher ist jede Ausspracheform Jahwe oder Jehova reine Spekulation. So wird bei den Juden der Name Gottes nur noch in Umschreibungen genannt.

ADONAI – Die Bezeichnung Adon ist HErr und Adonai ist die Pluralform für Hochwürden und bleibt daher Gott vorbehalten, sie ist mit dem griechischen Kyrios vergleichbar.

ELOHIM – Elohim ist die Pluralform von Eloha und bezeichnet Gott bzw. Götter als Gattung, denn Elohim ist kein direkter Name, sondern ein Sammelbegriff. Auto ist ein Sammelbegriff, Mercedes oder Opel dagegen ist der Name des Autos. Die Bibel bezeichnet aber mit Elohim nicht mehrere Götter. Daher heißt es im Schöpfungsbericht „Am Anfang schuf Elohim Himmel und Erde“. Es heißt hier nicht „schufen“, sondern Singular schuf (hebr. bara) – also kein Plural.

HaKADOSCH – HaKadosch heißt übersetzt „Der Heilige“ und ist eine der gebräuchlichsten Formen der Umschreibung des Namens Gottes. Nach einem Gespräch sagt man „ha-Kadosch-baruch-Hu – Der Heilige, gepriesen sei Er!“

HaSCHECHINA – Mit HaSchechina bezeichnet man die Gegenwart bzw. die „Einwohnung Gottes“. So wie Gottes Schechina allezeit bei seinem Volk war, des Nachts mit der Feuersäule und des Tages in der Wolke, so war Gottes Gegenwart im Tempel und mit seinem Volk in der Zerstreuung und in Auschwitz und ist auch jetzt alle Tage bei seinem Volk in Israel.

HaSCHEM – HaSchem heißt ganz einfach „Der Name“. Damit meint man den heiligen Namen Gottes, den man – auch wenn man ihn kennen würde – nicht aussprechen dürfte. Daher nur „Der Name“. Damit ist ausschließlich der Name Gottes gemeint.

SCHADDAI – Diese Umschreibung Gottes, auch El Schaddai genannt, heißt „(Gott), der Allmächtige“. Der Anfangsbuchstabe von Schaddai, das Schin, ist auf den Mesusot-Kapseln (5.Mose 6,4-9; 11,13-21) an den Türpfosten zu sehen.

ZeWA’OTH – Dieser Name ist mehr unter ZEBAOTH bekannt und bedeutet „HErr, der Heerscharen“. Vor dem Thron Gottes preisen die Engel Gott mit „Heilig, heilig, heilig ist der HErr Zebaoth, der HErr der Heerscharen“ (Jes. 6,3).

EL-OLAM – Damit wird Gott als „Gott der Zeitalter – Weltzeiten“ verherrlicht und somit liegt auch unsere Zeit in seinen Händen. Der Name sagt, dass Gott der HErr des Heilsplans ist.

Es gäbe noch viele Namen, die die Eigenschaften Gottes beschreiben, wie z.B. „Unser Vater“, „Unser Arzt“, „Mein Hirte“, „Mein König“. Doch diese hier sind die wichtigsten Namen. Schon in den Zehn Geboten warnt Gott, dass wir seinen Namen nicht missbrauchen dürfen, denn er wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht (2.Mose 20,7). Dennoch: ER ist allezeit für uns da!

NAI Ludwig Schneider

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222. Es geht noch einmal um die Zahl 666

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

Es geht noch einmal um die Zahl 666

Da es in der hebräischen Sprache und im neutestamentlichen Griechisch keine Zahlenziffern gibt, verwendet man dafür Buchstaben. Wenn man die Buchstaben eines Namens, die demnach Zahlenwerte sind, zusammenaddiert, ergibt sich daraus eine Endsumme.

Daher schreibt Johannes in Offenbarung 13,16-18 über das zweite Tier (falscher Prophet), das dem ersten Tier (Antichristen) zur Macht verhalf:

„… Es bringt alle, die Kleinen wie die Großen, die Reichen wie die Armen, die Freien wie die Sklaven, dazu, sich ein Malzeichen an ihrer rechten Hand (Arm) oder an ihre Stirn anzubringen, und niemand soll etwas kaufen oder verkaufen dürfen, der nicht das Malzeichen trägt, nämlich den Namen des Tieres oder die Zahl (Zahlenwert) seines Namens. Hier kann sich wahre Klugheit zeigen. Wer Verstand hat, rechne die Zahl des Tieres aus; sie ist nämlich die Zahl eines Menschen(namens) und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.“

Hier handelt es sich um Mathematik bzw. um Gematria und nicht um Kabbala. Bibelwissenschaftler und Philologen wie auch Laien aller Zeiten haben versucht, diesen apokalyptischen Zahlencode zu knacken. Neuerdings behauptet man, dass es sich bei der Zahl 666 um die weltweite Internetvernetzung WWW handelt, da das W in der hebräischen Sprache den Zahlenwert 6 hat, was dreimal WWW = 666 ergibt. Da es sich hier aber nicht um den Zahlenwert eines Menschennamens handelt, sondern um ein technisches System, kommt WWW nicht in Frage.

Auch der Begriff Ökumene in neutestamentlich griechischer Schreibweise OIKOYMENA ergibt den Zahlenwert 666. (Ökumene heißt „bewohnter Erdkreis“ woraus die „Gesamtheit der Kirchen“ bzw. die „Gesamtheit der Religionen“ wurde).

Wir merken, höchste Wachsamkeit und unbestechliche Nüchternheit sind geboten. Es muss demnach noch eine Person auftreten, deren Name den Zahlenwert 666 ergibt. Interessant ist, dass der endzeitliche Namensträger 666 dann die bereits existierenden 666er Einrichtungen als einen für ihn geschaffenen Code benutzen wird. In allen drei antiken Sprachen: Hebräisch WWW, in Griechisch OIKOYMENA und in Latein VICARIUS FILII DEI ist die 666 enthalten.

Erstens:
Der letzte Weltdiktator wird die Internetvernetzung WWW-666 als weltweites Überwachungsinstrument benutzen, um den Menschen jede Privatsphäre zu rauben, was er mittels einer Weltpolizei erzwingen wird.

Zweitens:
In der OIKOYMENA werden alle Weltreligionen vertreten sein. Dann wird es nicht mehr erlaubt sein, persönliche Glaubensüberzeugen zu vertreten. Die Weltökumene wird zum Instrument totaler Intoleranz gegenüber gläubigen Juden und Christen.

Drittens:
Ein religiöser Führer macht als „Stellvertreter des Sohnes Gottes“ (VICARIUS FILII DEI) die Angehörigen aller Religionen zu „Kindern Gottes“, denn sein Titel sagt ja nicht, dass er der Stellvertreter Christi ist, sondern des „Sohnes Gottes“. Heute schon werden die Gläubigen aller Religionen als „Söhne Gottes“ angeredet.

Diese antigöttliche Trinität: der große Drachen, der Antichrist und der falsche Prophet, tragen in dreifacher Weise die Zahl 666. Dazu kommt, dass die Zahl 6 die Zahl der Gottesfeindschaft ist. Die dreimalige 6 (666) verkörpert somit den Höhepunkt menschlicher Feindschaft gegen Gott. Die Zahl 6 bedeutet im Griechischen Stigma, d.h. Malzeichen. Dass diese drei Erkennungszeichen gerade in unserer (End-) Zeit parallel miteinander auftauchen und zudem Babylon (siehe Offenbarung 17) wieder aktuell als Gegenspieler Jerusalems auf den Plan tritt, sollte uns aufhorchen lassen.

Ich hoffe mit diesem Artikel bezüglich der Zahl 666 die meisten Fragen beantwortet zu haben, wohlwissend, dass auch mein Wissen Stückwerk ist. Gleichzeitig warne ich vor voreiligen Schlüssen, und rufe dazu auf, stark in dem HErrn zu werden, um dem Bösen widerstehen zu können.

Doch auch OIKOYMENA ist nicht der Name eines Menschen, sondern der einer Organisation. Die Ökumene aller Weltreligionen nimmt bereits endzeitliche Formen an, indem der Ökumenische Rat der Kirchen schon jetzt den „religiösen Pluralismus fordert und den Proselytismus verbietet“.

O I K O Y M E N A
70 10 20 70 400 40 5 50 1
Nun taucht die Frage auf, welche Person trägt den Zahlenwert 666?

Ist es der Papst, der den 666er Titel trägt,
V I C A R I U S F I L I I D E I
5 1 100 1 5 1 50 1 1 500 1

denn zählt man diese Zahlen* zusammen, ergeben sie 666. Dazu kommt, dass „Vicarius Filii Dei“ übersetzt „Stellvertreter des Sohnes Gottes“ heißt, was im übertragenen Sinn Antichrist bedeutet, der an die „Stelle Christi“ tritt. Doch auch hier gilt die Frage: Ist der Papsttitel als Titel der Name eines Menschen?

NAI  Ludwig Schneider

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221. Israels Zukunft ist der Negev und Galiläa

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

Israels Zukunft ist der Negev und Galiläa

Die Bibel sagt, dass die Wüste eines Tages wieder blühen wird. Diesen Traum hatte auch Israels erster Ministerpräsident David Ben Gurion. Doch knapp 60 Jahre nach der Staatsgründung sind noch immer 60 % des Landes Wüste. Die israelischen Regierungen investieren bevorzugt dort, wo das Land dichter besiedelt ist.

Der fast menschenleere Negev, zum großen Teil Manövergebiet der israelischen Armee, steht daher nicht an oberster Stelle der israelischen Tagesordnung. Ende Juli betonte die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice im arabischen Rundfunk, dass die Zukunft Israels in der Wüste und in Galiläa zu sehen ist.
„Die israelische Besatzung im so genannten Westjordanland wird in absehbarer Zeit zu Ende gehen und ein Palästinenserstaat existieren. Israel wird sich zukünftig im Negev und in Galiläa weiterentwickeln“, erklärte Rice. Wenige Tage vorher hatte der amerikanische Präsident George W. Bush Israel denselben Vorschlag unterbreitet. „Israel muss sich auf den Negev und auf Galiläa konzentrieren und sich auf die Grenzen vor dem Sechstagekrieg von 1967 zurückziehen“, so Bush.

In den 36 verstreuten Kibbuzim, Moschavim und Entwicklungsstädten leben knapp 85.000 Israelis, davon 60.000 in den 6 Städten. Israels so genannte Hauptstadt des Negevs am Rande der Wüste, Beerscheva, zählt zusätzlich 200.000 Einwohner. Ferner leben 180.000 Beduinen im Negev. Die israelische Wüstenbevölkerung macht insgesamt weniger als 7 % der Gesamtbevölkerung aus, obwohl sie 60 % des Staatsgebiets bewohnt. Wenn man die israelischen Beduinen abzieht, so zählt die jüdische Wüstenbevölkerung (285.000) nur 4 % der israelischen Gesamtbevölkerung. Der Jude zieht also nur ungern in das trockene Wüstengebiet. 93 % der israelischen Bevölkerung (7,2 Millionen) leben also auf nur 40 % des israelischen Staatsgebietes.

Die Befreiung des biblischen Kernlandes Judäa und Samaria sowie die Wiedervereinigung Jerusalems vor 40 Jahren hat David Ben Gurion – so scherzt man im Land – noch immer nicht aus „seinem Traum einer grünenden Wüste“ geweckt. Die jüdische Siedlungspolitik in den vier Jahrzehnten verschob das politische Interesse von der Wüste im Süden in Richtung Judäa und Samaria im Landeszentrum.
In 125 jüdischen Siedlungen im umstrittenen Kernland Judäa und Samaria leben heute fast ebenso viele Juden wie in der Wüste, zusammen mit 1,5 Millionen Palästinensern. Dabei ist die Fläche von Judäa und Samaria etwa dreimal kleiner als die israelische Wüste. Israels Beduinen betonen immer wieder, dass sie den Traum des großen jüdischen Visionärs verwirklicht haben, denn sie leben in der Wüste, und alle 17 Jahre verdoppelt sich die Beduinenbevölkerung im Negev. Hochgerechnet bedeutet dies, dass es im Jahr 2024 360.000 sein werden, 720.000 im Jahr 2041 und 1,5 Mio. im Jahr 2058. Die Beduinenbevölkerung wächst also viermal schneller als die jüdische.

In Galiläa steht Israel ebenso vor einem demographischen Problem, denn 55 % der 1,2 Millionen Menschen im Nordbezirk Galiläa sind Araber, 670.000 an der Zahl. Die Hälfte des arabischen Bevölkerungsanteils Israels von 1,3 Millionen Menschen lebt innerhalb von 4500 Quadrat kilometern in Nordisrael. Die jüdische Bevölkerung in Galiläa ist bereits heute die Minderheit und zählt 150.000 Menschen weniger als die Araber. Galiläa ist ein sehr dichtbevölkertes Berg- und Hügelgebiet, in dem pro Quadratkilometer 261 Menschen leben. Aber schon jetzt wird es eng in Galiläa, und Spannungen zwischen Juden und Arabern häufen sich.

Der Negev und Galiläa sind also weniger die politische Lösung, sondern eher Teil des israelisch-arabischen Konflikts. Im Negev und in Galiläa spiegelt sich dieselbe demographische Gefahr wider, der sich Israel gegenüber den Palästinensern im biblischen Kernland konfrontiert sieht. So kommt es, dass manche israelischen Politiker die Meinung vertreten, dass Israels Negevwüste nur durch so etwas wie das Spielerparadies Las Vegas in der amerikanischen Wüste Nevada attraktiv würde. Aber dies ist bestimmt nicht im Sinne Gottes, und mit dem Traum eines Ben Gurion hat das gewiss auch nichts zu tun.

NAI Ludwig Schneider

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220. Friede in Nahost?

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

Friede in Nahost?

Wird der scheinbar unmögliche Traum von Frieden in Nahost zu guter Letzt doch noch wahr? Ja! Es wird zu einem Friedensabschluss kommen, der Israelis und Araber zufrieden stellen wird. Sowohl das Alte als auch das Neue Testament sprechen von einem Nahost-Frieden. Die Bibel verrät aber auch, dass die Welt, anstatt den Messias Israels anzunehmen, unter dessen Herrschaft der wahre Frieden aufgerichtet wird, zuerst auf einen falschen Messias, den Antichristen hereinfallen wird, der der Welt einen Pseudofrieden beschert.

Doch von den Politikern – auch wenn sie sich als wiedergeborene Christen bezeichnen – glaubt so gut wie keiner an die biblischen Prophezeiungen, denn sonst hätten sie Israel nicht dazu gedrängt, mittels Camp David- und Oslo-Abkommen, den Arabern gegenüber Kompromisse einzugehen, die nicht mit dem Wort Gottes vereinbar sind. So treiben sie im gutgemeinten Unglauben das Geschehen der Endzeitkatastrophe voran.

Die vielgepriesene Zweistaatenlösung, die Aufteilung des von Gott dem Volk Israel zugeschworenen Landes in einen Palästinenserstaat und einen Judenstaat, hört sich vernünftig an. Weil es sich vernünftig anhört, muss es aber nicht göttlich sein. Davor warnte schon Jesus den Petrus: „Du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist“ (Matth. 16,23).

Die so genannte „Road map“ (Straßenkarte), die zum Frieden führen soll, führt in Wahrheit zum Schlachtfeld, auf dem sich einmal alle Nationen versammeln werden, die Israel vernichten wollen, wie es in Sacharja 12 vorausgesagt wird. Der derzeitige Friedensprozess ist also nur ein Vorwand zur Vernichtung Israels. Solche Töne werden ungern gehört.

Man erwartet von Israel nur liebliche Friedensworte: Pflugscharen statt Schwerter. Dass dagegen militante Moslems – wie der iranische Präsident Ahmadinedschad – offen die Vertilgung Israels von der Landkarte fordern, wird nur kurz zur Kenntnis genommen, förmlich verurteilt, um dann die alte Politik fortzusetzen, dass das Land Israel geteilt werden muss.

NAI Ludwig Schneider

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219. Israel hängt von Gott ab, nicht von Koalitionen

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

Israel hängt von Gott ab, nicht von Koalitionen
Netanjahu hat den Palästinensern mehr Land abgegeben als wir alle zusammen“, sagte Arbeiterparteichef Ehud Barak im israelischen Parlament zu Kadima-Chefin Zippi Livni. Als beide nach einer Knessetsitzung Anfang März im Flur zusammen-trafen, versuchte Barak, seine Kollegin zu beruhigen.

Netanjahu sei weit weniger gefährlich, als viele denken. „Glaub mir, ich kenne Bibi. Er ist flexibler, als wir alle meinen“, fügte Barak hinzu. Den kurzen Austausch haben Berater um Barak an die Öffentlichkeit gebracht.

Barak will, anders als seine 12 Arbeiterparteigenossen, unbedingt in der Regierung Netanjahu Verteidigungsminister bleiben. „Ich habe zwar gesagt, wir gehen in die Opposition, habe aber nichts geschworen“, zitierte Israels Tageszeitung Maariv Barak wenige Tage später. Livni machte Benjamin Netanjahu mehrfach deutlich, dass Kadima ohne Rotation keiner Koalition mit dem Likud beitreten wird. Entweder dient sie zwei Jahre als Regierungschefin wie Netanjahu, oder gar nicht. Hinter einer linken Livni- oder Barak-Maske hätte Netanjahu es in der Außenpolitik leichter. Ohne Kadima und der Arbeiterpartei an seiner Seite wird Netanjahu in eine streng rechtsorientierte Koalition gedrängt. Und danach sieht es derzeit aus, obwohl noch alles offen ist.

Netanjahu schmiedet einen rechtsreligiösen/säkularen/orthodoxen Re gierungs block: Likud (27), Israel Beteinu (15), Schass (11), Vereinte Thora (5), Nationale Einheit (4) und Beit HaJehudi (3). Theoretisch müsste solch eine Rechtskoalition zusammenhalten, doch die Erfahrung lehrt das Gegenteil. „Eine ungefärbte Rechtsregierung lebt nicht lange“, meinte Ex-Meretz-Parteichef Yossi Beilin gegenüber israel heute. „Die nationalreligiösen Koalitionspartner Nationale Einheit und Beit HaJehudi würden keinen territorialen Kompromiss gegenüber den Arabern dulden und sofort die Koalition verlassen.“ In diesem Fall verliert Netanjahu automatisch die Mehrheit, womit in den Verhandlungen mit den Palästinensern und Syrern praktisch kein Handlungsspielraum besteht.

„In der Politik hat Netanjahu keine Prinzipien“, sagte Anfang März ein Mitglied der nationalreligiösen Nationalen Einheit, Jakov Katz (Katzale). Er und seine Parteifreunde wissen, dass sie sich auf Netanjahu nicht verlassen können, wenn es darum geht, das biblische Kernland Judäa und Samaria zu bewahren. Der im Ausland als Faschist und Ultrarechter verschrieene Avigdor Liebermann (Israel Beitenu) äußerte sich bereits in der Vergangenheit für den Verzicht auf die arabischen Wohnviertel in Ostjerusalem. Liebermann, der Israels nächster Außenminister werden möchte, ist eher mit der orthodoxen Schass uneins, als mit den Arabern.

Um die Welt von seiner Friedensbereitschaft zu überzeugen, muss Netanjahu Fortschritte bei den Friedensverhandlungen mit den Palästinensern vorweisen, und das bedeutet Gesten des Guten Willens und wohl auch Landabgaben. Möglicherweise gelingt es auch den zwei nationalreligiösen Parteien (7 Knessetsitze), Netanjahu davon abzuhalten, oder Netanjahu lädt unter diesen Umständen die Kadima-Partei und die Arbeiterpartei ein, seiner Koalition um des Friedensprozesses willen beizutreten. Aber diese können auch vorgezogene Wahlen vorziehen. Aus diesem Grund sind viele Kommentatoren der Meinung, dass eine streng rechtsorientierte Regierung keine Chance auf lange Stabilität hat. Ein Misstrauensantrag könnte dann Netanjahu stürzen.

Im Dezember 1998 stimmte die Knesset in dritter Lesung ihrer Auflösung und vorgezogenen Wahlen zu. Der Grund: Rechts-Politiker und nationalreligiöse Koalitionsmitglieder wie Benny Begin waren gegen Netanjahus Wye-Abkommen mit PLO-Chef Jassir Arafat, demzufolge Israel aus Hebron abzog. Weder eine Rechts-Regierung noch eine Einheitsregierung garantiert Israel Sicherheit und die biblischen Landesgrenzen.

„Grundsätzlich ist es egal, wer in Israel regiert, denn schließlich regiert Gott dieses Land“, sagte ein orthodoxer Jude an der Klagemauer zu israel heute. „Gott setzt Menschen ein, und ER setzt sie ab. Jetzt ist Bibi (Netanjahu) wieder an der Reihe, und sobald er Fehler macht, wird Bibi abgesetzt.“

Autor: NAI Ludwig Schneider

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Gott ist gut
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