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716. Christliche Beiträge zur Gründung Israels

Montag, 11. Oktober 2021 | Autor:

Liebe Besucher,

ein sehr interessanter Artikel von Doron Schneider über christliche Hilfe zur Gründung Israels. Einiges war mir neu und vielleicht interessiert es auch den ein oder anderen von meinen Blogbesuchern.

Ich danke Doron Schneider für die Genehmigung zur Veröffentlichung hier im Blog.

 

“Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz kraftlos geworden, ist, womit soll es gesalzen werden?” Matt. 5,13

Im Laufe der jüdischen Geschichte haben Christen sich als “kraftvolles Salz” bewiesen und einige wichtige Rollen zur Gründung des jüdischen Staates beigetragen.

Der Hauptschlüssel zu Herzls Denken und Erfolg war der Einfluss seiner christlichen Freunde. Als Herzl mit einflussreichen Juden darüber debattierte, wo ein Zufluchtsort für die Juden zu finden sei, sandte ihm Pfarrer William E. Blackstone eine Ausgabe des Alten Testaments, in dem überall die prophetischen Stellen markiert waren, die sich auf die Rückkehr der Juden in das Land Israel bezogen. Herzl war zwar Jude, aber auch ein bekennender Atheist und was ihn anfänglich zur Gründung eines jüdischen Staates antrieb, waren nicht die Prophetien, sondern der Wunsch, eine pragmatische Lösung für die Judenverfolgung zu finden.

Der Einfluss dieser christlichen Freunde ist der Beleg für eine unabweisbare Tatsache: Die Ursprünge der Zionistischen Bewegung sind viel älter als Herzl, sie sind in der Bibel festgelegt und in der tausendjährigen Hoffnung auf jüdische Rückkehr in das Land Israel, wie es die hebräischen Propheten versprochen haben. Und tatsächlich stellten sich Christen als die heraus, die mit der größten Gewissheit an diese prophetischen Verse glaubten und als die stärksten Fürsprecher der Rückführung der Juden nach Zion.

Die Geschichte der jüdischen Rückführung in das Land Israel ist voller Beispiele von Christen, die die prophetische Bedeutung der Rückkehr der jüdischen Exilanten und die Wiedergeburt Israels spürten, und die bei dem Heranwachsen des zionistischen Traumes eine bedeutende Rolle spielten, indem sie politische Schlüsselgestalten überredeten, auf folgenden reiche historische Ereignisse Einfluss nahmen, Juden vor der Vernichtung retteten und die Sicherheit und das Wohlergehen des modernen Staates Israel förderten.

Willian Hechlers Beitrag zur Staatsgründung Israels

Der eigentliche christliche Zionismus begann mit dem Entstehen des von Theodor Herzl vorangetriebenen politischen Zionismus und Herzls Bestreben, aus strategischen Gründen Nicht-Juden zur Unterstützung seiner Idee heranzuziehen: „Leider ist es so, dass die Angaben eines arischen Barons die upper Jews stärker beeinflussen, als was immer unsereiner sagen könnte.“, schrieb Theodor Herzl in seinem Tagebuch.

Der jüdische Zionismus hatte einen schwierigen Anfang. Herzl hatte viel Mühe die jüdische Gemeinde für seine Vision zu überzeugen, bis durch einen Christen sich plötzlich die Türen öffneten und der Zionismus sich entfalten konnte.

Rev. William Hechler mit seiner Familie

 

Rev. William Hechler war ein anglikanischer Pastor, bekannt als Herzls rechte-Hand und “Türöffner” für den christlichen Zionismus in Europa. Er wirkte noch als britischer Botschaftsgeistlicher in Wien, als er 1896 die Schrift Theodor Herzls las und von seiner Vision beeindruckt war, einen „Judenstaat“, vornehmlich in Palästina, zu gründen. Hechler gehörte bis zu Herzls Tod zu den getreuesten seiner Gehilfen, und ihm kam aufgrund seiner Bekanntschaft mit Großherzog Friedrich I. von Baden das Verdienst zu, den Kontakt zwischen dem Zionistenführer und Kaiser Wilhelm II. hergestellt zu haben. Bei den Begegnungen zwischen Herzl und dem deutschen Kaiser anlässlich der Palästinareise Kaiser Wilhelms II. 1898 fungierte Hechler als Kurier zwischen der zionistischen Delegation und dem kaiserlichen Zeltlager in Jerusalem.
„William ist ein feines Instrument für meinen Zweck“, schrieb Herzl noch in sein Tagebuch.

 

Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land

William Hechler trug dazu bei, den Grundstein für die Gründung eines jüdischen Staates in ihrer historischen Heimat zu legen. Er nutzte seine Verbindungen zum europäischen Königshaus, um Herzl dabei zu helfen, Treffen mit wichtigen Weltführern zu sichern. Herzl dankte ihm auf dem ersten Zionistenkongress in Basel 1897. Nur wenige Menschen arbeiteten so leidenschaftlich und intensiv für den Zionismus und das jüdische Volk.

Hechlers Theologie entsprach in ihren Grundzügen bis heute der Lehre der christlichen Zionisten: Die biblische Verheißung, dass die Juden am Ende der Zeiten nach Israel zurückkehren werden, erfülle sich gerade jetzt. Deshalb sei es die Pflicht der Christen, die Juden bei der Ansiedlung in Israel zu unterstützen.

 

Der Pfarrer auf dem Schiff, der eine Nation entstehen ließen

Diesmal war es der amerikanische Methodistenpastor, Rev. John Stanley Grauel auf dem legendären Exodus 1947 mit 4.500 Holocaust-Überlebenden Juden, der als Reporter auf dem Schiff mit seiner Berichterstattung für den Wendepunkt bei der UNSCOP sorgte, die Befürwortung eines jüdischen Staates in Palästina zu bewilligen.

Als sich das überfüllte Schiff in dunkler Nacht der israelischen Küste näherte, wurde es von einer britischen Flotte mit sechs Zerstörern umzingelt. Nachdem sieben Rammversuche es nicht schafften die Exodus zu versänken, stürmten britische Truppen, mit Maschinengewehren und Schlagstöcken auf das Schiff. Die schutzlosen Juden wehrten sich, so gut sie konnten. Drei wurden getötet und 150 verletzt. Letztendlich wurde die Exodus in den Hafen von Haifa geschleppt und alle verhafteten jüdischen Passagiere schließlich zurück nach Deutschland geschickt.

 

Britischer Soldat schaut weg von dem Schild auf der Exodus mit der Aussage: “Die Deutschen zerstörten unsere Familien und Namen – Zerstört nicht unsere Hoffnung!”

 

 

Doch die Briten konnten Rev. Grauel nicht festnehmen, da er Nichtjude und amerikanischer Staatsbürger war. Stattdessen setzten sie ihn in einem Hotel unter Hausarrest. Dort begann Grauel westlichen Reportern in demselben Hotel über die brutale Tortur auf See zu erzählen. Spät in der Nacht wurde er schließlich von der jüdischen Untergrundbewegung Hagana aus dem Hotel geschmuggelt und nach Jerusalem gebracht. Dort sollte er den Ausschussmitgliedern der UN selbst erzählen, was sich auf der Exodus 1947 ereignet hatte.

Der Ausschuss hatte in jenem Sommer Anhörungen durchgeführt, um die Lösung des “Palästina-Problems” vorzuschlagen. Doch die Kommission weigerte sich bis dato, jüdische Flüchtlinge zu treffen. Als Grauel ihnen jedoch aus erster Hand über den britischen Angriff auf die unbewaffneten Flüchtlinge an Bord der Exodus berichtete, hatte dies eine tiefgreifende Wirkung auf die Ausschussmitglieder. “Die Exodus hatte keine Waffen”, sagte Grauel vor der UNSCOP, “sie kämpften nur mit Kartoffeln, Konservendosen und ihren bloßen Händen.”
Die Not der Exodus-Passagiere beschäftigte so mehrere Monate lang die Weltöffentlichkeit.

Und der UN-Kommission wurde immer stärker bewusst, dass sie sich auf einer humanitären Mission befanden. Bis dahin war die Mehrheit ihrer Mitglieder gegen eine Teilung des Mandatsgebiet und die Schaffung eines jüdischen Staates eingestellt. Doch nachdem Grauel sich für die Juden ausgesprochen hatte, dauerte es nicht mehr lange, bis die UNSCOP-Mitglieder sich einig waren, dass das jüdische Volk einen eigenen Staat brauchte.

So wurde die Zeugenaussage eines christlichen Geistlichen über den britischen Angriff auf die Exodus zum Wendepunkt für die UNSCOP – sie waren nun bereit, einen jüdischen Staat zu akzeptieren.

Mit großer Spannung verfolgen die Juden im

Land die Abstimmung der UN-Vollversammlung

 

Die jüdische Gemeinde feierte nach

Bekanntwerden der Abstimmungsergebnisse am

29. November

 

Das führte zu der legendären Abstimmung der UN-Vollversammlung am 29. November 1947, wobei 33 Länder für, 13 gegen, und 10 Länder sich, für die Aufteilung des britischen Mandats in zwei Staaten, einen jüdischen und einen arabischen, enthalten haben.

 

Vizepräsident Mike Pence’ Vision

Mike Pence ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei. Von 2017 bis 2021 war er als Donald Trumps Stellvertreter der 48. Vizepräsident der Vereinigten Staaten.

Donald Trump kündigte am 6. Dezember an, dass die Vereinigten Staaten Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. Am bemerkenswertesten an seiner Rede war nicht, was er sagte oder wie er es sagte, sondern die Anwesenheit und das Verhalten von Vizepräsident Mike Pence. Obwohl ein Element in den zahlreichen Analysen nach Trumps Aussage fast vollständig fehlt, tragen Pences Überzeugungen viel dazu bei, Trumps Motivation zu erklären.

Washingtons Erklärung Jerusalems zur Hauptstadt Israels hat weltweit scharfe Kritik hervorgerufen, am stärksten im Nahen Osten, wo 57 Mitglieder der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) die Anerkennung Ost-Jerusalems als Hauptstadt eines palästinensischen Staates forderten. Dies mag in Trumps Weißem Haus wenig zählen, obwohl die Haltung der Europäischen Union im Allgemeinen und Frankreichs im Besonderen etwas besorgter sein könnte.

Pence begleitet Donald Trump bei seinen Äußerungen, nachdem er Jerusalem als
israelische Hauptstadt anerkannt hat.

 

Die weltweite Verurteilung der „Anerkennung“ Jerusalems als Hauptstadt Israels wirft die Frage auf: Warum ging Trump zu diesem Zeitpunkt so weit? Einige wiesen auf seine wiederholte Unterstützung für Israel während des Präsidentschaftswahlkampfs im Jahr 2016 und die Notwendigkeit hin, seine Kernbasis im Inland zu beliefern. Dies führt wiederum zu einer weiteren Frage: Warum sollte diese Basis die Jerusalem-Politik besonders unterstützen? Die Antworten liegen mit ziemlicher Sicherheit in einem bestimmten Element des evangelikalen Christentums, das am häufigsten als christlicher Zionismus bekannt ist, und einer seiner leidenschaftlichsten Unterstützer, Vizepräsident Mike Pence.

Von der Macht der „jüdischen Lobby“ in den USA zu sprechen, ist eigentlich irreführend, wenn die richtiger beschriebene „Israel-Lobby“ dank ihrer Verstärkung durch christliche Zionisten weitaus mehr Wahlmacht ausübt. Sie zählen zig Millionen Wähler im Vergleich zu der viel kleineren amerikanisch-jüdischen Bevölkerung, die ohnehin dazu neigt, häufiger die Demokratische Partei zu wählen.
Fast ein Drittel der Amerikaner, etwa 100 Millionen Menschen, neigen zum evangelikalen Christentum und von diesen vertritt mehr als ein Drittel die christlich-zionistische Perspektive.

„Der christliche Zionismus hat eine lange Geschichte in der amerikanischen Politik, aber er hat noch nie die schikanöse Kanzel des Weißen Hauses erobert. Frühere Regierungen verwendeten oft allgemeine biblische Sprache in Bezug auf Israel, aber noch nie war die amerikanische evangelikale Theologie des christlichen Zionismus so nah am politischen Entscheidungsapparat der Exekutive. Während seiner Amtszeit riskierte Pence die anhaltende Suche der Trump-Administration nach einem „ultimativen Deal“ zur Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts und untergräbt den Anspruch der USA, ein „ehrlicher Makler“ im Mittleren Osten zu sein.”

Der christliche Zionismus in den Vereinten Staaten und die Rolle von Mike Pence darin sind für jede ernsthafte Erklärung des politischen Kontexts von Trumps Erklärung zu Jerusalem von entscheidender Bedeutung.

 

Ihr seid das Salz der Erde

 

Obwohl ich nur drei christliche Beiträge zur Gründung des jüdischen Staates und der amerikanischen Botschaft in Jerusalem brachte, bin ich überzeugt, dass es noch viele weitere “kraftvolle Christen” – “Salz der Erde” gab und auch heute noch gibt.

Ihr, meine lieben Israelfreunde, seid das “Salz der Erde” indem ihr Israel und das jüdische Volk in verschiedenster Weise unterstützt. Seien es Lebens- oder andere Mittel zum Wohlergehen Israels und den Holocaust-Überlebenden Juden.

Viele von euch haben früher Bäume in Israel gepflanzt und damit Israel tüchtig bewaldet, so dass man heute sagen kann: “Christen haben die Wüste Israels begrünt”, wie die Propheten es verheissen haben. Oder Christen haben durch ihre Investitionen bei GanEden bzw. Darlehen die Wiederherstellung Israels beschleunigt, wie geschrieben steht: “Eines Tages werden Fremde deine Mauern [in Israel] bauen.” Jesaja 60,10

Liebe Grüße aus Jerusalem!
Euer Doron Schneider

 

 

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710. Der Glaube an Jesus ist keine Denomination

Samstag, 28. August 2021 | Autor:

Lieber Blogbesucher,

eine interessante Betrachtung von Doron Schneider die ich Ihnen hier zur Kenntnis geben möchte.

 

Was macht einen Christen aus.
Die Gemeinde? Die Denomination? Die Kirche?

Wenn man einem Christen begegnet, fragt man ihn gerne nach seiner «Denomination» oder seiner «Gemeindezugehörigkeit». Zugegebenermassen denken die meisten hier auch sehr stark in Schubladen. Das geht ja auch schneller. Wenn man weiss, dass jemand Pfingstler oder Baptist oder zu einer bestimmten Freikirche geht, z.B. Hillsong oder ICF, weiss man auch schon, was die Leute im Kern glauben, wie sie Glauben leben und in welche Schublade wir sie stecken können.

Als mich meine jüdisch-orthodoxen Geschäftspartner fragten, ob ich ein Messianischer Jude bin, kam ich in ein Dilemma, wie ich ihnen antworten soll, weil jede Gesellschaftsgruppe in Israel anders über die Messianischen Juden denkt. Dazu kommt noch, dass eigentlich jeder Jude messianisch ist, weil sie alle auf den Messias warten.

 

Wie denken die Juden in Israel über die Messianischen Juden?

Für die meisten orthodoxen Juden gelten Messianische Juden als Verräter, denn von dem Moment an, wenn ein Jude an Yeshua glaubt, ist er in ihren Augen zum “Feindeslager” über gegangen. Während den letzten 2.000 Jahren wurden Juden von Menschen, die sich Christen nannten durchgehend verfolgt und somit sind Christen zu ihren Feinden geworden. Wenn dann ein Jude plötzlich an Jesus glaubt, ist er also ein Christ bzw. ein Feind und Verräter geworden.

Für einen großen Teil der religiös-traditionellen und der orthodoxen Juden in Israel ist jeder Messianischer Jude automatisch auch ein Missionar. Und Missionare sind in Israel nicht beliebt. Das kommt von dem falschen Hintergedanken, dass heute die Missionare das jüdische Volk auf geistlicher Ebene vernichten wollen. Was Hitler damals nicht schaffte mit der physischen Vernichtung, versuchen heute die Missionare mit einer geistlichen Vernichtung des jüdischen Volkes, indem sie ihren Glauben zu einer anderen Religion konvertieren wollen.

Die säkularen Juden wiederum haben kein Problem mit uns Messianischen Juden. In ihren Augen sind wir keine Bedrohung, eher eine Bereicherung der Gesellschaft, weil viele von ihnen in Sondereinheiten in der Armee dienen, in Hilfsorganisationen helfen und treu ihre Steuern zahlen. Meine Kinder lernen in staatlichen Schulen und obwohl sie dort als Messianische Juden überall bekannt sind, haben sie dadurch niemals Probleme bekommen, sondern es bestand oft hohes Interesse über ihren Glauben seitens ihrer Schulkameraden.

Deswegen musste ich meine Antwort etwas genauer definieren und sagte: “Nein, so schnell lass ich euch mich nicht in eine Schublade stecken! Also, ich bin ein Jude der an Yeshua den Messias glaubt. Für mich ist das Neue Testament die Fortsetzung des Alten Testamentes.”

Mit offenen und interessierten Augen fragten sie mich: “Aber…, wie ist das möglich? Es sind doch zwei unterschiedliche Religionen?”

Daraufhin verwies ich auf einige Messias-Verheissungen, wie Jesaja 53, Sacharja 12,10 und Jeremia 31,31 hin, um ihnen zu zeigen, dass Jesus alle diese Verheissungen erfüllt hat.

Erstaunt blickten sie mich alle drei an, für ein paar Sekunden herrschte komplette Stille im Raum; in ihren Augen stand nur ein großes Fragezeichen mit der Frage “woher kennt er all diese Bibelstellen?”

“Ich muss zugeben, dass wir die Propheten und Schriften so gut wie gar nicht lesen und kennen, bei uns in der Yeshiva werden immer nur die 5 Bücher Mose studiert”, sagte ausgerechnet der strengste orthodoxe Jude unter ihnen, der sogar mit einem hohen schwarzen Pelzhut am Schabbat in die Synagoge geht.

Meine Geschäftspartner hätten mit einem Denominationsbegriff, wie Baptist oder Pfingstler nichts anfangen können, genau wie auch Jesus nicht.

 

Wie auch Jesus uns einmal nicht fragen wird zu welcher Gemeinde wir gehören, sondern ob wir seine Jünger sind?

Wir vergessen sehr schnell, dass es gar nicht darauf ankommt, in welche Gemeinde wir gehen oder zu welcher Konfession wir uns zugehörig zählen, sondern einzig und allein, ob wir zu Jesus gehören oder nicht. Wir geben der anderen Person doch gar keine Chance, uns als Glaubensgeschwister mit unseren individuellen Herausforderungen und Historien kennenzulernen. Das einzige, was uns oft interessiert, ist, wo der Mensch sonntags in den Gottesdienst geht. Was für ein Kleinglaube…

Wie gut hatten es da die ersten Jünger, die solche Themen überhaupt nicht kannten. Da gab es bei den Jüngern noch keine Baptisten, noch keine Hillsong-Hipster oder sonstige Religionsgemeinschaften. Da gab es nur Jünger, die ihrem Herrn nachgefolgt sind.

Doch auch bei den Jüngern war nicht alles idyllisch. Die Jünger hatten zwar nicht die Frage nach Denominationen (und vielleicht sogar, welche die Bessere sei), sondern wer von ihnen der Grösste ist. Wie kindisch!

Aber auch hier lehrt Jesus seine Jünger selbst Demut, indem er ihnen selbst die Füsse wäscht. Dies war zur damaligen Zeit eine der niedrigsten Aufgaben, die sonst nur Sklaven und Diener tun mussten.

Genauso kindisch lenkt die Frage nach Gemeindezugehörigkeit vielleicht auch von einer echten Begegnung ab. Wo zwei Jünger sich begegnen und sich gegenseitig über Jesus (nicht ihre Gemeinde, ihren Lebensstil, etc.) austauschen, ist Jesus mitten unter ihnen. «Aber auch das sage ich euch: Wenn zwei von euch hier auf der Erde meinen Vater im Himmel um etwas bitten wollen und sich darin einig sind, dann wird er es ihnen geben. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen, bin ich in ihrer Mitte.» (Matt. 18,19-20)

Es ist doch egal, zu welchem Verein ich gehöre. Die entscheidende Frage ist, ob ich Jesus nachfolge oder nicht. Die einen mit und die anderen ohne Kopftuch. Die einen heben und die anderen klatschen mit den Händen oder auch nicht. Jesus wird uns fragen: Bist Du mein Jünger oder nur Mitglied in einer Kirche? Das ist ein himmelweiter Unterschied.

 

Die Hütte-David-Gemeinde

Meine messianische Gemeinde in Jerusalem zählt zu keiner Denomination. Bei uns gibt es Gläubige Juden aus vielen Nationen, mit vielen Einwanderern aus Äthiopien und auch gebürtigen Israelis. Jeder drückt seinen Glauben etwas anders, wie sein Stuhlnachbar aus. Die einen hüpfen mit erhobenen Händen, während diejenigen in der Reihe davor beim Lobpreis sitzen bleiben. Manche Frauen tragen Kopftücher, die anderen nicht. Einzelne sprechen in Zungen oder haben Weissagungen, die anderen nicht. Das Schöne daran ist, dass wir alle nebeneinander sitzend oder stehend die Lieder singen, während wir unseren Glauben so sehr unterschiedlich ausdrücken und kommen nicht auf den Gedanken unseren Nachbarn zu ermahnen, weil wir es akzeptieren, dass Gott in Vielfältigkeit angebetet werden möchte. Es herrscht trotz der Vielfältigkeit ein Geist der Einheit in unseren Gottesdiensten am Schabbat.

Es ist wie in einem Orchestra, wo die vielen verschiedenen Instrumente eine wunderschöne Symphony ergeben. Das kann wiederum nur dann geschehen, wenn wir alle ein und den selben Dirigenten, Jesus vor uns stehen haben.

Jesus: “Bist du mein Jünger?”

 

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706. Der Krieg gegen Hamas

Freitag, 28. Mai 2021 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

ich möchte dazu keinen persönlichen Kommentar abgeben, weil ich dazu schon in der Vergangenheit einiges gesagt habe, und Doron Schneider der vor Ort mit seiner Kenntniss die Verhältnisse viel besser bewerten kann, als jemand hier in Deutschland.

Ich danke Doron Schneider für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieses Artikels.

 

Bild von NAI

 

Als die ersten Raketen aus Gaza abgeschossen wurden, befand ich mich mit meinem Sohn noch in der Sinai-Wüste, in Ägypten, um dort in Ruhe mein nächstes Buch zu schreiben. Ein ägyptisches Taxi brachte uns bis an die Grenze zu Israel in Eilat, wo wir dann mit meinem Auto durch die Negev-Wüste zurück nach Hause fuhren. Wir waren ungefähr eine Stunde unterwegs und sahen durch die Windschutzscheibe die Raketen aus Gaza kommen und wie sie auf ihrem Weg nach Beersheba von Israels “Eiserner Kuppel” abgefangen wurden. Und schon waren wir wieder in Israels Realität angekommen.

Zu Hause fand ich meine Familie gesund und wohlauf, aber die eine Rakete, die nur 2 Kilometer von unserem Haus in Kiryat Anavim fiel, hat ziemlich Spannung in das Schneiderhaus gebracht.

Hiermit möchte ich mich zuerst bei euch allen ganz herzlich bedanken für eure Gebete und Fürsorge, die mich auf verschiedenste Weise über die sozialen Medien, E-Mails, WhatsApp und Telefonanrufe erreicht haben. Ich bin gerührt zu wissen, dass wir und auch Israel so viele Unterstützer haben!

Mir und meiner Familie geht es so weit gut, aber wir haben viele Freunde und Verwandte in Ashqelon und anderen Städten, die momentan unter täglichem Beschuss stehen.

 

Bild von NAI

 

Über 3.000 Raketen auf Israels Städte

Schon fast zwei Wochen werden israelische Städte von der Terrororarmee Hamas mit 3.150 Raketen angegriffen. Raketen, die bis nach Jerusalem, Tel Aviv und in der Nähe des Flughafens eingeschlagen sind. Ein großer Teil der israelischen Bevölkerung rennt mehrmals am Tag in den Bunker. Daraufhin bombardierte Israel viele Gebäude, unterirdische Tunnels und Ziele der Hamas im Gazastreifen. Das schürte wiederum die Wut der Araber, die innerhalb Israels leben und führte sie auf die Straßen, wo sie ihre Wut an jedem vorbeilaufenden Israeli ausließen. Drei Israelis wurden brutal gelyncht. Das langjährige gute Zusammenleben zwischen Juden und Arabern in den gemischten Städten wie Lod, Ramla und Jaffa zerbrach durch heftige Krawalle auf Israels Straßen, wo zum Teil einer auf den anderen mit Gewehren und Pistolen schoss.

 

Der Auslöser für den Raketenbeschuss auf Israel

Machmud Abbas hat die Wahlen für die Palästinenser abgesagt, er ist also nicht wiedergewählt worden und regiert schon über 10 Jahre als Diktator, ohne von den Palästinensern rechtmäßig gewählt zu sein. Hamas wollte an den Wahlen teilnehmen und Abbas vom Thron schmeißen, um die palästinensische Szene auch im Westjordanland zu übernehmen und um dort wie im Gazastreifen zu regieren.

Die Wahlabsage war für Hamas wie gefundenes Fressen und eine Gelegenheit, um den Kampf gegen Israel anzufangen, zuerst am Tempelplatz in Jerusalem, dann auch im Westjordanland und seit Montag letzter Woche direkt aus dem Gazastreifen mit einem massiven Raketenbeschuss.

Es ist ein palästinensischer interner Konflikt um Macht. Es ist schon immer so gewesen, dass wenn die Palästinenser unter sich streiten, immer die Juden und Israelis bekämpft werden. Dadurch stoßen sie auf Gehör und Respekt unter den Palästinensern.

Bild von NAI

 

Was du noch über den Konflikt und Israels Strategie wissen solltest:

Wusstest du, dass …
… Israel die Terrororganisation Hamas innerhalb weniger Tage komplett in Grund und Boden stampfen könnte?

Die IDF tut das nicht, weil es zivile palästinensische Opfer vermeiden will. Die Terroristen wissen das und nutzen Israels Menschlichkeit aus.

Wusstest du, dass …
… die israelische Armee die einzige Armee auf der Welt ist, deren Luftwaffe vor jeder Bombardierung die Bewohner vorher mit “Klopfen auf dem Dach” warnt, damit sie in Sicherheit gehen und das Gebäude rechtzeitig verlassen können?

Es sind oft private Gebäude, in die die Hamas in einigen der Wohnungen Abschussrampen aufgestellt hat oder ihre Büros hat.

Ich bin stolz auf meine Armee, dass sie viel Zeit und Geld einsetzt, um keine unschuldigen Zivilisten zu töten und sogar in Kauf nimmt, dass auch die Terroristen darin sich aus dem Staub machen.

Wusstest du, dass …
… knapp 30% aller Raketen, die von der Hamas und Islamischem Dschihad in der letzten Woche aus Gaza auf Israel abgefeuert wurden, im Gazastreifen selbst gelandet sind? D. h. von 3.150 abgefeuerten Raketen sind ca. 900 im Gazastreifen eingeschlagen. Terroristen zielen und töten somit nicht „nur“ auf Israelis, sondern auch auf Palästinenser.

Wusstest du, dass …
… die palästinensischen Terrororganisationen an zivilen Opfern auf beiden Seiten interessiert sind?

Als Erstes wollen sie Juden töten, aber sie wollen der Welt auch viele Bilder von toten Frauen und Kindern zeigen, um dadurch – wie bei jedem Konflikt mit Israel – eine verdrehte Realität zu schildern; Israel würde Menschenrechte verletzen oder absichtlich auf Schulen schießen.

Wusstest du, dass …
… Israel sich NICHT im Krieg mit den Palästinensern, sondern mit den palästinensischen Terrororganisationen befindet?

Wusstest du, dass …
… WENN HAMAS die Waffen niederlegen, es zu besseren wirtschaftlichen Beziehungen, Aufbau von Vertrauen und letztendlich Frieden zwischen Israel und den Palästinensern kommen könnte?

WENN ISRAEL jedoch die Waffen niederlegt, wird es vernichtet und von der Weltkarte gelöscht.

“Scheiß Juden!” wieder auf deutschen Straßen

Wenn in Deutschland wieder Synagogen angegriffen werden oder man wieder auf den Straßen “Scheiß Juden” hört, dann hat das zum großen Teil mit der langjährigen einseitigen und verzerrten Berichterstattung zu tun. Wo Israel für ihre vielen und heftigen Luftangriffe beschuldigt und meistens nur im Nebensatz erwähnt wird, dass vorher Raketen aus Gaza abgeschossen wurden.

Man darf die Aktion der IDF und der israelischen Polizei in Jerusalem kritisieren und auch die Siedlungspolitik. Aber wenn diese Kritik als Vorwand benutzt wird, um Hass gegen alle Juden zu schüren, dann beginnt das Problem. Wenn man die israelische Politik kritisiert, aber Hamas verherrlicht, beginnt das Problem. Und genau das passiert in Deutschland. Es hat nichts mit Solidarisierung oder Solidarität mit den muslimischen Opfern zu tun.
Denn muslimische Opfer fallen jeden Tag in der arabischen Welt, in Syrien, im Irak, im Jemen. Vor kurzem wurde eine Schule in Afghanistan bombardiert. 50 Kinder starben durch den Terror der Taliban und es gab keine Demonstrationen von Muslimen auf Straßen in Deutschland. Und sie haben auch nicht geschrien: „Scheiß Taliban!“

Stellen wir uns vor, dass in Gelsenkirchen nicht “Scheiß Jude” gerufen worden wäre, sondern “Scheiß Moslem”, “Scheiß Flüchtlinge” oder “Scheiß Schwule”.

 

„Wenn Israel wählen muss, ob es zerstört und bemitleidet werden soll oder ob lieber lebendig mit einem schlechten Image, dann wählen wir lieber das Leben und haben ein schlechtes Image.“  Golda Meir

 

Israels Angriff auf einen Turm in Gaza, in dem ausländische Mediennetzwerke operierten, wie auch der militärische Geheimdienst von Hamas, wurde weltweit kritisiert, aber keiner hat sich gefragt, warum die Nachrichtenagenturen El-Jazeera und AP es zugelassen haben, dass Hamasterroristen in ihrem Gebäude operieren. Mediengebäude dürfen keine Schutzschilder für die Hamas werden.

Israels Abschreckungseffekt

Der massive Raketenbeschuss auf ganz Israel hat Israel überrascht, und das sollte uns Sorgen machen. Es ist ein Beweis, dass der Abschreckungseffekt gegen die Terroristen in Gaza vollständig untergraben wurde. Dieser Abschreckungseffekt ist für das kleine Israel, umzingelt von feindlichen Ländern, ein strategisches Asset, das dringend bewahrt werden muss, ansonsten werden bald die Iraner und Nasrallah im Libanon zum Schluss kommen: was Hamas Israel antun kann, können wir auch, sogar mit tausendfach größerem Schaden.
Das Konzept, an das die IDF und die politische Ebene bis letzte Woche festhielten, ist zusammengebrochen. Das Konzept besagte, dass je besser die wirtschaftliche und hygienische Situation im Gazastreifen und ihrer Bewohner ist, umso eher würde die Hamas für einer langfristigen Einigung und Ruhe mit Israel zustimmen. Die offensichtliche Logik dahinter war, dass die Hamas mehr als Angst habe, ihre Herrschaft im Gazastreifen zu verlieren und dass die Notlage der Bewohner ein bedrohlicher Faktor dafür sei. Daher habe die Hamas ein großes Interesse, die Bevölkerung zu unterstützen und ihre eigene Situation somit zu verbessern. Im Namen dieses Konzepts erlaubte Israel u. a. die monatliche Übergabe von 30 Millionen Dollar aus Katar an die Hamas-Regierung und reagierte mit Zurückhaltung auf mehrfache Provokationen in den letzten Jahren.

Diese Vorstellung brach komplett zusammen, als Israel am Vorabend des Ramadan und währenddessen große Anstrengungen unternahm, um dieses Geld nach Gaza zu bringen, und auch weitere Hilfe und Vorteile erbrachte, obwohl die Hamas zur selben Zeit das Feuer in Jerusalem anstachelte und entzündete.

Wie ein dürstender Mann in der Wüste, der bereit ist, alles für einen Tropfen Wasser zu geben, hat auch hier das nach Frieden und Ruhe dürstende Israel sich geweigert, dieses Konzept fallen zu lassen. Bis die ersten Raketen in Jerusalem und im Zentrum Israels eintrafen und uns allen klar machten, dass die verbessernde wirtschaftliche Situation in Gaza die ideologischen und dschihadistischen Bestrebungen der palästinensischen Hamas-Regierung nicht verringert.

Noch eine dringende Frage:

Hat sich irgendjemand eigentlich mal gefragt, wie es sein kann, dass die palästinensische Führung in Gaza in den Besitz von Tausenden moderner Raketen gekommen ist, die sie auf Israel abfeuert, aber angeblich kein Geld für Impfungen gegen Covid hat, um die eigene Bevölkerung zu versorgen?

Wenn wir Israelis eins aus der Geschichte und besonders dem Holocaust gelernt haben, dann ist es, dass wir uns auf niemanden in der Welt verlassen können, wenn es um unser eigenes Überleben geht.
Israel erwartet auch keine Hilfe durch internationalen Druck auf die arabische Welt bzw. Palästinenser, geschweige dass die EU oder Deutschland Kampfeinheiten nach Israel einfliegen wird.

Wir Israelis erwarten nur, dass man uns fair und nicht mit Doppelstandard behandelt. Wenn ein demokratischer Staat sich in einem Konflikt gegen eine Terrororganisation befindet, die zivile Gebäude als Kasernen, Terrorstützpunkte oder Abschussrampen für Raketen benutzt, dann darf, laut internationalem Gesetz, dieses Gebäude als legitimes Ziel betrachtet werden. Trotzdem tut Israel das nicht. Israel bombardiert erst, nachdem alle Zivilisten aus dem Haus raus und in Sicherheit sind.

 

ETWAS ZUM NACHDENKEN!

Den Muslimen geht es nicht gut!

Es geht ihnen nicht gut in Gaza, Westjordanland, Jordanien, Syrien, Ägypten, Irak, Iran, Saudi-Arabien, Jemen, Oman, Bahrain, Libanon, Türkei, Indonesien, Libyen …

Wo geht es ihnen gut?

In Israel, den USA, Deutschland, Schweiz, Österreich, Schweden, Holland, London, Frankreich, Australien, Kanada, Belgien, Dänemark, Norwegen …

Es geht ihnen überall da gut, wo keine islamische Regierung herrscht!

Und wer wird von ihnen beschuldigt?

Nicht der Islam. Nicht ihre Kultur. Nicht ihre Führung. Nicht sie selbst.
Sie beschuldigen die Juden, die Amerikaner, den Westen, alle, die ihnen Freiheit geben. Sie beschuldigen die Länder, in denen sie gut leben können. Es geht ihnen gut unter einer Demokratie zu leben, dort bekommen sie Gelder, soziale Sicherheit, Sozialdienstleistungen …

In westlichen Ländern genießen sie eine hohe Lebensqualität, dürfen sogar mitten auf der Straße beten und das Gesetz brechen.

 

 

 

 

 

 

 

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705. Jesus – erfüllte das Passah Fest

Dienstag, 4. Mai 2021 | Autor:

Lieber Besucher,

die jüdischen Feste sind es wert genauer betrachtet zu werden, darum dieser Beitrag von Doron Schneider. Es ist für mich immer hochinteressant die Hintergründe von Begebenheiten aus der Bibel zu erfahren.

 

Ich bedanke mich bei Doron Schneider für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieses Berichtes hier in meinen Blog.

 

Tausende Jahre feiert das jüdische Volk mit großer Aufmerksamkeit und Genauigkeit die drei Wallfahrtsfeste Pessach, Schavuot, Sukkot und die restlichen Feiertage des Judentums. Wenn Paulus über die biblischen Feiertage sagt, sie seien (Kolosser 2,17) »nur ein Schatten der Dinge, die kommen sollen, wovon aber der Christus das Wesen hat.«, was wollte er damit sagen? Warum hat Gott den Juden diese Feiertage gegeben?

Er wollte sie mittels der Feiertage auf ihren Messias, auf Jesus Christus und seinen Heilsplan vorbereiten, indem er ihnen nur ein Schatten der Dinge zeigte!
Sein kompletter Heilsplan bzw. das erste Kommen von Jesus und seine Wiederkunft sind in den Feiertagen für die einen noch verborgen, aber für die anderen schon offenbart. Denn ein Schatten zeigt uns nur einen Teil des Eigentlichen. So sind die jüdischen Feiertage ein Schattenbild von Jesus, »wovon aber der Christus das Wesen hat«.

 

Jesus im Passah-Fest

Drei Matzen (ungesäuerte Brote) liegen aufeinander in der Mitte des Tellers. Die oberste Matze deutet auf Gott, den Vater; die mittlere, welche Afikoman heisst (»der da kommen wird«), auf Jesus, den Sohn; und die dritte auf die »Schechina«, den Heiligen Geist.

 

Der Seder-Teller, die 3 Matzen (Vater – Sohn – Heiliger Geist), Kelch der Erlösung, Hagada mit dem “Lobpreis” den auch Jesus mit seinen Jüngern sang (Markus 14,26) und Schüssel mit Salzwasser, die an die Tränen der Sklaven in Ägypten erinnern sollen.

 

Während der Zeremonie wird die mittlere Matze, der »Sohn«, herausgenommen, in zwei Teile gebrochen und in ein weisses Leinentuch gewickelt und vom Hausvater im Haus bis nach der Hauptmahlzeit versteckt. Später dürfen die Kinder, welche auf die zukünftigen Generationen hinweisen, das versteckte Afikoman suchen. Wer es findet, darf sich vom Hausvater etwas wünschen. Das Geschenk bekommt er 50 Tage später.

Mit dem endlich gefundenen Afikoman, der in Leinentuch gewickelten und zerbrochenen Matze, wird der Segen über das Brot ausgesprochen. Dazu nimmt man einen Kelch Wein, den »Kelch der Erlösung«, und spricht den Segen über den Wein. So feiert das Volk Israel schon tausende Jahre die Passionsgeschichte Jesu, ohne es zu wissen. Auch feiern sie damit eigentlich das Abendmahl, welches in allen messianischen Häusern bewusst auf Jesus hin gedeutet und gefeiert wird.

Es ist vollbracht

 

 

Das Pessachfest hat sich durch Jesus am Kreuz erfüllt. Sein Leib wurde für uns gebrochen und sein Leichnam in weisse Leinentücher gewickelt. Für das jüdische Volk ist Jesus als Messias auch heute noch „versteckt“. 50 Tage oder sieben Wochen nach Pessach wird das jüdische Schavuotfest, also Pfingsten, gefeiert. Dort empfingen die Jünger Jesu den Heiligen Geist. Sie warteten 50 Tage auf die Erfüllung des Versprechens, dass Jesus ihnen einen Beistand schicken würde.

 

Die Kinder Israels mussten nicht mit den erstgeborenen Ägyptern durch den Todesengel sterben. Dafür sorgte das Blut eines unbefleckten Lammes, welches an alle Türpfosten gestrichen wurde (2. Mose 12,13). Interessant ist, dass die Israeliten sich eigentlich bekreuzigten, als sie die Türpfosten oben, rechts und links mit Blut bestrichen. So sind auch wir, die wir an Jesus glauben, unserer verdienten Todesstrafe entkommen. Das Blut Jesu, das am Kreuz von Golgatha für unsere Sünden vergossen wurde, bewahrt uns vor dem Tod.

Genau davon spricht Paulus, wenn er über die biblischen Feiertage in Kolosser 2,17 sagt, sie seien »die doch nur ein Schatten der Dinge sind, die kommen sollen, wovon aber der Christus das Wesen hat.«.

Fürchtet ihr euch nicht! Ich weiss wohl, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her, seht den Ort, wo der Herr gelegen hat!” (Matthäus 28,5-6).

 

 

Er ist wahrhaftig auferstanden!

 

Am Pessachabend, auch Sederabend genannt, wird die komplette Hagada gelesen, ein Liturgie-Büchlein, welches in verschiedensten Formen den Auszug aus Ägypten erzählt. Der Tisch wird für die Gäste wunderschön gedeckt. Mitten auf dem Tisch steht der grosse Sederteller mit den biblischen Symbolen, die alle auf Jesus deuten. Weil die Kinder Israel rasch aus Ägypten ausziehen sollten und deswegen nicht warten konnten, bis der Teig des Brotes gärte, essen sie bis heute während der Pessachtage ungesäuertes Brot. Ein weiteres Symbol auf dem Sederteller ist die Lammkeule, die einen unbeschädigten Knochen haben muss. Sie deutet auf das Lammesopfer hin, welches jede Familie der Israeliten in Ägypten schlachten musste und dessen Blut sie an die Türpfosten strichen. So blieben auch die Knochen des für uns am Kreuz gestorbenen Lammes ungebrochen (Johannes 19,28 – 37).

 

Reinigung der Herzen

Schon Wochen vor dem Pessachfest geraten die jüdischen Hausfrauen in Israel in eine Putzhysterie. Die ganze Wohnung wird bis in die hinterste Ecke geputzt, um jeden Krümel Sauerteig aus dem Haus zu entfernen. Am Vorabend des Festes durchsucht der Hausvater noch ein letztes Mal symbolisch jede Ecke mit einer Kerze und einer Feder, denn es darf sich nach jüdischem Gesetz während der Pessachzeit kein Krümel Sauerteig in der Wohnung befinden.

Dies hilft uns, den Brief von Paulus an die Korinther besser zu verstehen: »Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja bereits ungesäuert seid! Denn auch unser Passahlamm, Christus, ist geschlachtet. Darum lasst uns das Fest feiern, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit Ungesäuertem der Lauterkeit und Wahrheit!« (1. Korinther 5,6-8).

Durch das Opfer seines Sohnes Jesus Christus am Kreuz auf Golgatha hat Gott den Kreislauf des Todes ein für alle Mal beendet. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Osterzeit.

Euer Doron Schneider

 

 

Das biblische Shavuot- und Laubhüttenfest sind auch Schatten, die auf Jesus hinweisen und uns viel über seine Wiederkunft verraten.

Mehr darüber in meinem Buch “Israel – mehr als man denkt”!

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701. Macht es den Heidenvölkern kund!

Sonntag, 4. April 2021 | Autor:

Liebe Besucher,

ich möchte mich bei Doron Schneider für die Genehmigung dieses Artikels hier in meinem Blog sehr herzlich bedanken. Den vollständigen Bericht mit Bildern können Sie auch über diesen Link finden.

Viel Erkenntnis und Gewinn beim lesen.

 

“MACHT ES DEN HEIDENVÖLKERN KUND!”

JOEL, KAPITEL 4

Viele Christen kennen Joel 3, das Kapitel, in dem die Verheißung steht, daß “Eure Söhne und Töchter weissagen werden, eure Greise Träume haben und eure jungen Leute Gesichte sehen werden”. Doch das vierte Kapitel, das an die anderen Nationen gerichtet ist, ist wegen seiner unbequemen Aussagen in Vergessenheit geraten.

In diesem Kapitel prophezeit der Prophet das Urteil der Nationen aufgrund deren Haltung gegenüber Israel.

 

  1. Denn wisset wohl: in jenen Tagen und zu jener Zeit, wo ich das Geschick Judas und Jerusalems WENDEN werde,

 

…  mit der Staatsgründung Israels 1948 begann diese Wende.

Die Schriftrollen mit den originalen Texten von Jesaja mit den Verheißungen für die Wiederherstellung Israels wurden ein Jahr vorher in Qumran gefunden.

Viele haben eine falsche Vorstellung von den „letzten Tagen“ und denken dabei nur an die letzten Jahre oder Monate unmittelbar vor der Rückkehr Jesu oder der Entrückung der Kirche. In der Bibel können wir uns die letzten Tage als eine Ära vorstellen.

Meiner Meinung nach haben die “letzten Tage” begonnen, als sich die Welt offiziell gegen Gott gestellt hat. Als die Kreuze von den meisten Schulen entfernt werden mussten und man nicht mehr in der Schule beten durfte. Als unmoralisches Verhalten was Gott in der Bibel verbietet in der Welt gut geheißen wurde und sogar in der Schule gelehrt wird. Als Pastoren, die gegen Homosexualität predigen im Gerichtsaal verurteilt wurden. Als der Humanismus sich verbreitete und heutzutage immer das letzte Wort hat …

 

2a. da werde ich alle Heidenvölker VERSAMMELN und sie ins Tal Josaphat, wo der Herr richtet, HINABführen; 

 

… die 1945 gegründeten Vereinten Nationen vollführen die Sammlung der Völker. Seitdem wurde der kleine Jüdische Staat mit großem Abstand, mehr als jedes andere der 193 von der UNO vertretenden Ländern, verurteilt.
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 2020 70% mehr Resolutionen gegen Israel als gegen jedes andere Land der Welt zusammen verabschiedet. Von insgesamt 23 Resolutionen, waren 17 davon gegen Israel, wobei Deutschland 11 davon gegen Israel gestimmt hat.

Joel beschreibt hier die letzte Versammlung der Nationen, die sich in der Schlacht von Harmagedon gegen Gott auflehnen (Offenbarung 16,12-16). Es gibt keinen gewissen Ort in Israel, der als Tal Josaphat bekannt ist, aber der Name Josaphat bedeutet “Der Herr wird richten”. Es beschreibt Gottes Gerichtsort.
Der französische militärische und politische Führer Napoleon Bonaparte stand einst im Tal von Megiddo, einem großen Land- und Inlandstal südlich der Region Niedergaliläa in Israel, und bemerkte: “Alle Armeen der Welt könnten ihre Streitkräfte in dieser weiten Ebene manövrieren.” Napoleon gab zu dieser Zeit entweder wissentlich oder unwissentlich eine prophetische Erklärung ab, weil die Bibel ausdrücklich besagt, dass eines Tages alle Armeen der Welt tatsächlich an einem Ort zusammenlaufen und von Gott selbst im Kampf getroffen werden. Dieses Tal von Megiddo, von wo auch der Name Harmagedon stammt, wäre von seiner topographischen Lage und Größe ideal für die Lagerung der Armee aus den Vereinten Nationen.

 

2b. um dort mit ihnen ins Gericht zu gehen WEGEN ISRAELS, meines Volkes und meines EIGENTUMS, weil sie es unter die Heiden ZERSTREUT und mein Land AUFGETEILT haben.

 

… bei dem Urteil der Nationen, das auch in Matthäus 25,31-46 beschrieben wird, ist das Kriterium der Schuld nicht der Glaube an Jesus, sondern wie die Nationen das Volk Israel behandelt haben.

Die Nationen kommen wegen Israels ins Gericht, denn Israel ist Gottes Privateigentum (5.Mose 7,6-8). Die Heiden haben Israel in die ganze Welt zerstreut, zum wandernden Juden gezwungen und das Land per UNO-Beschluß aufgeteilt.

Der Völkerbund hat 1920 zugestimmt, im ganzen Britischen Mandatsgebiet Palästina (siehe weißes Gebiet auf Karte) eine „nationale Heimstätte“ für das jüdische Volk zu errichten. 1921 hat Winston Churchill 77% von diesem Gebiet (Transjordanien) an die Haschemitische Königsfamilie abgegeben, woraus später Jordanien entstand. Die restlichen 23% Land wurden 1947 von der UNO mit dem sogenannten Teilungsplan 181 wieder aufgeteilt, so das bei der Staatsgründung Israels den Juden nur der Sandstreifen an der Mittelmeerküste und die Negev-Wüste übrig blieb.

Bis zum heutigen Tag versuchen die Nationen das Land Israel aufzuteilen indem sie ihnen das biblische Kernland Judäa und Samarien wegnehmen wollen, um dort einen Palästinensischen Staat zu gründen.

 

  1. Über mein Volk haben sie das LOS geworfen, Knaben als PREIS für Lustdirnen hingegeben und die Mädchen um Wein verkauft, den sie vertrunken haben.

 

… Juden waren ein Spielball der Könige und Päpste; eine Handelsware bis in unsere Tage hinein: Nazis verkauften Juden für Lastwagen, Russen forderten für Juden Weizen und die Äthiopier verlangten für Juden Waffen.

 

4a. Und was habt auch ihr mit mir zu schaffen, was wollt ihr von mir, TYRUS und SIDON und alle ihr Bezirke der PHILISTER? 

 

… Tyrus und Sidon sind Städte nördlich von Israel im heutigen Libanon, von wo die Guerillaarmee Hisbollah Israel bedroht und vernichten will. Dort liegen über 150.000 Raketen für den nächsten Angriff auf Israel unter dem internationalen Flughafen, unter dem Fußballplatz von Beirut und in Dörfern neben Schulen.

Philister heißt auf lateinisch PALÄSTINENSER und somit ist mit dem Begriff “Bezirk der Philister” der Gazastreifen gemeint. Von dort aus versucht die Hamas-Terrororganisation Israel mit Raketen, Anschlägen und Terroristentunnels zu vernichten will.

Joel macht es deutlich, dass die Feinde Israels, die Hisbollah im Norden und die Palästinenser im Südosten, nicht Israel, sondern Gott herausfordern.

 

4b. Wollt ihr mir etwas vergelten, was ich euch angetan habe? Oder wollt ihr selbst mir etwas antun? Schnell und unverzüglich will ich euer Tun auf EUER HAUPT ZURÜCKFALLEN lassen!

 

… die Bekämpfung der Palästinenser gegen Israel (Intifada) hat sich heute zu 90% gegen ihre eigenen Leute gedreht.

Hamas-Palästinenser bekämpfen Fatah-Palästinenser und töten sich gegenseitig im Gazastreifen. Auch im Libanon dominiert und “terrorisiert” die Hisbollah das Volk. Immer mehr Libanesen fordern die Resignierung von Nassrallah, dem Anführer der Hisbollah. Jede Revolution gegen die Hisbollah-Regierung endet mit vielen Opfern.

 

  1. Ihr habt ja doch MEIN Silber und MEIN Gold geraubt und MEINE wertvollsten Kleinodien in eure Paläste gebracht;

 

… ehe man die 6 Millionen Juden tötete, raubte man ihnen ihre Immobilien, Kunstschätze, Bankkonten und Goldzähne. 850.000 Juden aus den arabischen Ländern wurden zwischen 1948 und 1957 ausgewiesen; ihnen wurde alles weggenommen, sie mussten alle ihre Eigentümer zurück lassen und kamen mit Nichts als Flüchtlinge nach Israel.

 

  1. und die Kinder Judas und die Kinder Jerusalems habt ihr an die GRIECHEN verkauft, um sie weit von IHRER HEIMAT ZU ENTFERNEN.

 

… die Phönizier waren als Menschendiebe bekannt und lieferten viele Sklaven an die Sklavenmärkte in Griechenland. Allein in der Stadt Delos sollen täglich etwa zehntausend Sklaven verkauft worden sein.Nicht nur ihre Körper auch ihr Geist wurde in den Hellenismus verkauft und dort von den Gesetzen Gottes entfernt.

 

7a. Wisset wohl: ich will sie wieder aufbrechen lassen von dem Orte, wohin ihr sie verkauft habt, 

 

… 1948 lebten nur 6% der Juden in Israel. Heute sind es bereits ca. 50% und die Zahl steigt von Jahr zu Jahr weiter an.
Bisher kehrten Juden bereits aus 150 Nationen zurück nach Zion. In den letzten 10 Jahren kehrten mehr als eine Viertelmillion Einwanderer zurück nach Israel.

 

7b. und will EUER TUN auf EUER HAUPT zurückfallen lassen.

 

… man hat die Juden vernichten wollen, nun hat Europa dafür die Moslems; man hat die Synagogen verbrannt, dafür entstehen jetzt überall Moscheen.
Die Nationen behandelten Gottes Volk mit Verachtung und hatten keinen Sinn für ihren Wert. Deshalb wird Gott es ihnen mit Verachtung zurückzahlen, er wird es auf ihr eigenes Haupt zurückfallen lassen, wie es zum Beispiel den Kaisern des Römischen Reiches passierte:
· Nero verlor 30.000 seiner Untertanen durch die Pest, ließ seine Armeen in Großbritannien völlig besiegen, erlitt eine Revolution in Armenien und wurde von den Senatoren Roms so gehasst, dass sie ihn zwangen, sich selbst zu töten.
· Domitian wurde von seinen eigenen Soldaten geschlachtet.
· Trajan starb an einer üblen Krankheit.
· Severus starb elend bei einem Feldzug in Großbritannien.
· Maximus wurde zusammen mit seinem eigenen Sohn in Stücke geschnitten.
· Decius starb als Exil in einem fernen Land.
· Baldrian wurde vom König von Persien, der ihn gefangen nahm, zu Tode gepeitscht.
· Aurelian wurde von seinen eigenen Soldaten getötet.
· Diokletian vergiftete sich.
· Maximum hat sich erhängt.

 

  1. Dann werden eure Söhne und Töchter um Judas willen an die Sabäer (Arabien) verkauft werden, an ein FERNWOHNENDES VOLK; denn der HERR hat’s geboten.

 

… der Golfkrieg 1991, der Krieg in Afghanistan seit 2001 und der Iraqkrieg 2003 waren Kriege in fernwohnende Völker.

 

9a. MACHT DIES UNTER DEN HEIDENVÖLKERN BEKANNT!

 

… wir predigen oft über den Tag an dem sich der Herr seinem Volk offenbaren wird und “sie auf ihn [Jesus] blicken werden, den sie durchbohrt haben” (Sacharja 12,10b), überlesen dabei oft den vorigen Vers 9, worin das Gericht über die Völker WEGEN ISRAELS vorangeht.

 

9b. Rüstet euch zum HEILIGEN KRIEG!  Weckt die Helden auf! Alle Krieger sollen einrücken und hinaufziehen!

 

… bis zum heutigen Tag weigern sich die Völker Jerusalem, als die Hauptstadt des jüdischen Staates Israel anzuerkennen, bis auf die USA, Tschechien und Guatemala. Der Vatikan will aus Jerusalem eine “universale Stadt” für alle drei Religionen machen. Die Moslems fordern Jerusalem für sich und bei ihrem Kampf gegen Israel ist ihr Ziel die Eroberung Jerusalems. “Zur selben Zeit will ich Jerusalem machen zum Laststein für alle Völker. Alle, die ihn wegheben wollen, sollen sich daran wund reißen; alle Völker auf Erden werden sich gegen Jerusalem versammeln.” (Sacharja 12,3)

Mit dem Begriff “heiligen Krieg” ist der Religionskrieg um Jerusalem gemeint. Gott ruft die Nationen zu diesem Krieg nach Jerusalem, weil er dort mit ihnen “abrechnen” will, wie wir in den folgenden Versen sehen werden.

 

  1. Schmiedet eure Pflugscharen zu Schwertern und eure Winzermesser zu Lanzenspitzen um und der Schwache sage: Ich bin ein Held!

 

… der Herr wird immer provokativer mit seinem Aufruf der Völker: ja kommt her, bereitet euch gut auf den Krieg vor! Investiert alle eure Ressourcen in Waffenherstellung, dass sogar die Schwachen wieder mutig und denken werden, sie seien Helden! Mit diesem Aufruf provoziert der Gott der Herr die Völker, die sich vorher so stark gegen das jüdische Volk fühlten und verhielten.

Wenn du gegen Gott kämpfen willst, solltest du jede Waffe zur Verfügung haben. Du solltest die Schwachen denken lassen: „Ich bin stark.“ Aber auch eine positive Einstellung wird nicht funktionieren, wenn sich der Mensch gegen seinen Schöpfer stellt. Es gab früher ein Broadway-Stück mit dem Titel “Deine Arme sind zu kurz, um mit Gott zu boxen.” Dies ist, was die Nationen nicht wissen, aber auf die harte Tour lernen werden.

 

  1. “EILT und kommt herbei, alle ihr Heidenvölker ringsum und scharet euch zusammen!” Dort wird der Herr deine Helden HINABfallen 

    … wenn Gott auf den Plan tritt, geschieht alles in Eile, jedes gegen Israel ankämpfen bedeutet ABSTIEG. Das gilt insbesondere für solche “Helden”, wie die Anführer des Irans, Hisbollah und Hamas, die die Vernichtung Israels ausrufen.

 

  1. Die Völker sollen sich aufmachen und in das Tal Josaphat hinabziehen; denn dort will ich zu Gericht sitzen über alle Heidenvölker.

 

… alle Völker auf Erden werden sich aufmachen und gegen Jerusalem versammeln, um den “Laststein Jerusalem” wegheben zu wollen, aber genau daran werden sie sich wund reißen.” (Sacharja 12,3)
“Wer Israel verflucht, den werde ich auch verfluchen. Wer Israel antastet, der tastet meinen Augapfel an. Um Zions willen schweige ich nicht, und um Jerusalems willen lasse ich nicht ab, bis seine Gerechtigkeit hervorbricht.” Gott hat die Völker oft genug gewarnt, aber jetzt kommt Gottes Gericht über die Völker.
“Warum geraten die Völker in Aufruhr? Weshalb schmieden sie Pläne, die doch zu nichts führen? Die Mächtigen dieser Welt rebellieren: Sie verschwören sich gegen Gott und den König, den er auserwählt und eingesetzt hat. »Kommt, wir wollen uns befreien«, sagen sie, »wir schütteln ihre Herrschaft ab!« Aber Gott im Himmel kann darüber nur lachen, nichts als Spott hat er für sie übrig. Dann stellt er sie voller Zorn zur Rede und versetzt sie in Angst und Schrecken. Er spricht: »Ich selbst habe meinem König die Herrschaft übertragen! Er regiert auf dem Zion, meinem heiligen Berg.«” (Psalm 2,1-6)

 

  1. Legt die Sichel an, denn die Ernte ist reif! Kommt und stampft, denn die Kelter ist voll, ja, die Kufen fließen über, denn ihre Gottlosigkeit ist groß!

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694. Ein persönlicher Eindruck, wie Amerika von hier aus aussieht

Freitag, 15. Januar 2021 | Autor:

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Liebe Besucher,

was wir in USA seit 2 Monaten erleben ist ohne Beispiel in der jüngsten Vergangenheit. Es zeigt sich in einer gottlosen Welt wie sehr die Wahrheit verdreht bzw. geleugnet wird und die Lügen hoffähig gemacht werden. Das ist mit Hilfe der Mainstreammedien noch leichter möglich geworden. Lesen Sie die Gedanken von Tsvi Sadan.

Auch bedanke ich mich hier ausdrücklich für die Freigabe zur Veröffentlichung dieses Berichtes hier in meinem Blog.

 

Vielleicht kommt es in der nächsten Woche ganz anders als gedacht, dass wäre nicht tragisch, denn wir wissen unser Gott ist in Kontrolle und er ist es der Geschicke dieser Welt führt. ER ist es der einsetzt und absetzt zu seiner Zeit, und da werden einige jetzt so hochgejubelte Personen sehr tief fallen.

 

Capitol _by_Bloi, Roland_pixelio.de

 

von  Tsvi Sadan NAI

Israel muss schnell aus dem Geschehen in Amerika lernen, damit bei uns nicht bald ähnliches passiert

 

Donald Trump, der entgegen der aktuellen Darstellung in den Medien immer noch der Präsident der Vereinigten Staaten ist, gab diese Woche eine beispiellose Notstandserklärung ab, in der der designierte Präsident Joe Biden auffallend wenig erwähnt wurde.

Einige hebräischsprachige Medien (wie z.B. der in Toronto ansässige private TV-Sender Perspectiva) spekulierten, dass am 20. Januar eine Überraschung bevorstehe, und dass, kurz gesagt, Trump das Weiße Haus nicht räumen werde. Normalerweise würde ich solche Szenarien abtun, aber dies sind keine normalen Zeiten. Wenn Sie mir vor einer Woche gesagt hätten, dass ein Hi-Tech-Riese einen amtierenden amerikanischen Präsidenten effektiv zum Schweigen bringen würde, sich gegen einen von Konservativen favorisierten Emporkömmling (Parler) verbünden würde und dass kommerzielle Unternehmen jedes Unternehmen ins Visier nehmen würden, das als Unterstützer von Trump identifiziert wird, hätte ich das auch nicht geglaubt.

Wenn ich von hier aus beobachte, was dort passiert, kommt mir die große Säuberung der 1930er Jahre in den Sinn, die von Joseph Stalin verübt wurde (nachdem ich diesen Artikel fertig geschrieben hatte, sah ich, dass Fox News über “die Säuberung” sprach), die mit einer massiven politischen Kampagne begann, um “Dissidenten” zu dämonisieren, die alle tot oder im Gulag endeten. Es ist so gut wie unmöglich, dass eine Säuberung im Stalin-Stil in den USA stattfindet, aber eine große Säuberung findet nichtsdestotrotz gerade jetzt statt.

Die Dreistigkeit derjenigen, die der neuen Regierung helfen, politische Gegner loszuwerden, ist wirklich beispiellos, zumindest in den USA. Aber die Wahrheit ist, dass dies alles vor vier Jahren mit Trumps Wahl begann, als eine Bewegung geboren wurde, die als “Cancel Culture” bekannt wurde, in der Trumpisten und sogar einfache alte Konservative bis zum Verlust von Jobs und Ansehen schikaniert wurden. Doch so heimtückisch Cancel Culture auch sein mag, zum größten Teil geht sie von NGOs und anderen privaten Gruppen aus.

Aber wenn Unternehmensgiganten wie Facebook und Twitter einer Vielzahl von “Andersdenkenden” den Teppich unter den Füßen wegziehen, tun sie dies mit dem vollen Wissen und Einverständnis der politischen Führer, die solche abweichenden Stimmen zum Verschwinden bringen wollen. Dies ist eine Säuberung durch (begeisterte) Stellvertreter, verübt von denen, die begierig sind, Rache zu nehmen und die Beute eines besiegten Feindes zu ernten, der in diesem Fall ein amerikanischer Mitbürger ist.

Als jemand, der die Geschehnisse in den USA aus der Ferne beobachtet, kommen mir die Ereignisse, die sich dort abspielen, wie eine Aufhebung der Demokratie vor. Nach der Unterzeichnung des Oslo-Abkommens 1993 und angesichts der Tatsache, dass dieses Abkommen durch politische Bestechung am helllichten Tag ermöglicht wurde, erklärte die damalige Bildungsministerin Yuli Tamir, dass die Demokratie manchmal ausgesetzt werden müsse, um bedeutende Veränderungen zu bewirken. Die Demokratie wird nun in Amerika aus genau demselben Grund ausgesetzt, was völlig gerechtfertigt ist, zumindest in den Augen einer Seite.

So bedauerlich es auch sein mag, das Unglück, das den armen Amerikanern jetzt widerfährt, könnte sich als Segen für die Israelis erweisen, die wissen, dass das, was die Demokraten dort drüben tun, die Linken auch hier tun werden, wenn sie die Chance dazu haben. Was wir jetzt erleben – der Hass, die Angst, die Säuberung – sollte jeden freiheitsliebenden Menschen unabhängig von seiner politischen Zugehörigkeit entsetzen. Das Ignorieren der Lektionen, die von unserem größten Verbündeten ausgehen, könnte Israel in das gleiche Chaos stürzen, das Amerika jetzt erlebt. Denn so schlecht wie diese Situation für Amerika ist, könnte sich der Import nach Israel als noch schädlicher erweisen.

 

Quelle: Israel heute

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690. „Der Koran beweist, dass Eretz Israel den Juden gehört“

Samstag, 26. Dezember 2020 | Autor:

Liebe Besucher,

Israel da werden Sie mir vielleicht zustimmen ist etwas Besonderes egal von welchen Gesichtspunkt man es betrachtet. Was wurde um dieses Fleckchen Erde schon gekämpft. Die UNO, sprich die Weltgemeinschaft befasst sich mit Israel mehr als mit einen anderen Land. Warum wohl?

Ich glaube es hat einen geistlichen Hintergrund. Diesen kann ich aber hier nicht ausführen, denn es würde den Rahmen für dieses Thema sprengen.

Bedanken will ich mich bei der NAI – Nachrichten für Israel – Redaktion und Autor Aviel Schneider für die Genehmigung diesen Artikel hier veröffentlichen zu dürfen.

 

Aviel Schneider

 

Dass geistliche Führer heute in Pakistan Israels biblisches Erbrecht gemäß dem Koran zugeben, ist eine große Wende im Islam. Aviel Schneider sprach mit dem Pakistaner Noor Dahri.

Noor Dahri Pakistan

 

„Der Koran erklärt klar und deutlich, dass Eretz Israel den Juden gehört“, sagte ein führendes Mitglied der pakistanischen Nationalversammlung Maulana Muhammad Khan Sherani vor der Kamera. „Das Haus Gottes wurden den Kindern Israels gebaut und nicht den Palästinensern.“

Diese dramatische Erklärung veröffentlichte der geistliche Führer der pakistanischen Partei Jamiat Ulema-e Islam (Gemeinschaft islamischer Kleriker) am letzten Schabbat in Pakistan. Wer mich auf die Wende in Pakistan und auf Maulana Sherani aufmerksam machte, war der in Großbritannien lebende Pakistaner Noor Dahri, Gründer und Exekutivdirektor der Islamischen Theologie der Terrorismusbekämpfung (ITCT). Dahri veröffentlichte Sheranis Statement auf seinem Twitterkonto. Wenige Stunden später sprachen wir am Telefon.

 

Sherani kündigte vor der Versammlung an, dass er für eine Normalisierung mit dem Judenstaat Israel sei. „Muslimische Gelehrte sollten den Koran lesen, in dem Mohammed zu Mose sagt: Wir haben das Land in deinem Namen gegeben und wir haben deinem Volk das Land gegeben. Moslems müssen den Koran lesen und den Text verstehen, was der Koran sagt. „Der Koran und die Geschichte beweisen uns, dass Eretz Israel den Juden gehört. König David baute das Haus Gottes in Jerusalem für die Israelis und nicht für die Palästinenser.“

Mit dem Begriff Haus Gottes meint Sherani den jüdischen Tempel Salomos, dort wo heute die Moscheen stehen. Dies wurde eine Woche nach einem geheimen Besuch einer Delegation aus islamischen Ländern in Asien in Israel verkündet.

Für Noor Dahri, dem 43-jährigen Salafi und Theologen, gehört das Heilige Land dem jüdischen Volk Israel. Er fundiert alles auf den Koran, der in diesem Punkt ganz deutlich ist. Dennoch sage ich ihm, dass die Mehrheit des Islam das Gegenteil behaupte. „Sind alle blind oder bist du und andere auf den Kopf gefallen?“, fragte ich nach. „Blinder Hass. Aus Hass gegenüber Juden und Israel haben geistliche Führer und Politiker im Islam den Koran über Jahrzehnte hinweg manipuliert“, unterstrich Dahri. „Das sind alles Lügen. Es gibt nur eine Wahrheit und diese stimmt in diesem Fall den Juden zu.“

Dass geistliche Führer heute in Pakistan Israels biblisches Erbrecht gemäß dem Koran zugeben ist für Dahri eine große Wende im Islam. „In den letzten drei Tagen erhielt ich Hunderte von Meldungen von Pakistanern aus der ganzen Welt, insbesondere aus Pakistan, die ihre Unterstützung für die Idee der Normalisierung mit Israel erklärten. Immer mehr Moslems im Nahen Osten sehen ein, dass Israel nicht das Übel ist, sondern ein Segen für die gesamte Region.“ Dazu helfen auch die letzten vier Normalisierungen oder Friedensabkommen zwischen Israel und arabischen Ländern. „Dies ermutigt die Pakistaner, denn sie sagen sich, wenn die VAE, Bahrain, Sudan und Marokko sich mit der jüdischen Regierung in Israel auf eine Normalisierung geeinigt haben, dann scheint es sich wohl zu lohnen.“

Vor etwa fünf Jahren, kurz nachdem letzten Krieg im Gazastreifen, Operation Starker Felsen (Tzuk Eitan), war Dahri der Groschen gefallen. Er ging allen politischen und religiösen Anklagen gegen Juden und Israel auf die Spur und erkannte, dass der Islam aus politischen Gründen lügt. „In den vielen Jahren, seit ich begonnen habe, mit meinen muslimischen Mitbürgern über ihre unbegründeten Argumente gegen Israel zu sprechen, konnte ich sehen, dass sie ohne Wissen argumentieren und Israel für alles schlechtmachen. Sie wiederholten die üblichen Mantras wie illegale Siedlungen, die Blockade des Gazastreifens, Diskriminierung der Palästinenser, unrechtmäßige Besatzung, das Heilige Land gehört den Palästinensern und Zionisten haben ihnen das Land gestohlen. Das sind alles Lügen. Menschen fliehen von der Wahrheit und interessieren sich nicht für die Wahrheit.“

Aber als er die Wahrheit in Bezug auf Israel erkannte, hat ihn seine Familie verbannt. Seitdem kann er auch nicht mehr Pakistan besuchen, denn dort wird er mit den Tode bedroht. Aber das stört ihn nicht, denn er sieht, was er in den letzten fünf Jahren in seinem Land gesät hat. „Eines Tages wird sich auch Pakistan mit Israel auf eine Normalisierung einigen“ versprach mir Dahri.

Die Vizepräsidentin der pakistanischen Muslimliga Maryam Nawaz retweetete vor wenigen Tagen eine Enthüllung von Noor Dahri, demnach er von einem langsamen Prozess der Normalisierung zwischen Pakistan und dem jüdischen Staat Israel hinwies. Er enthüllte auch geheime Treffen zwischen beiden Ländern. Mit ihren knapp 6 Mio. Anhängern im Twitter verursachte die Tochter des dreimaligen Premierministers Nawaz Sharif einen Sturm in den sozialen Netzwerken in Pakistan. Daher musste sie Dahris Tweet löschen.

 

Dann erwähnt er Verse aus dem Koran, die wir zum Teil vor über zehn Jahren in einem Artikel über die koranischen Verheißungen für das Volk Israel in zwei Artikeln vorgelegt haben. „Und gedenke als Mose zu seinem Volk (Kinder Israel) sprach: Oh Leute, gedenkt der Gnade Allahs gegen euch, da er unter euch Propheten erweckte und euch Könige einsetzte und euch gab, was er keinem von aller Welt gegeben hat. Oh Volk, betritt das Heilige Land, das Allah euch bestimmte; und kehret nicht den Rücken, auf dass ihr nicht als Verlorene umkehrt.“ (Sure 5, 20-21)“

„Und zum Erbe gaben wir dem Volk, das für schwach erachtet war, den Osten und den Westen der Erde, die wir gesegnet hatten, und erfüllt ward das schöne Wort deines Herrn an den Kindern Israel, darum dass sie standhaft geblieben sind. Und wir zerstörten die Werke und Bauten Pharaos und seines Volkes.“ (Sure 7, 137)“ (Reclam)

„Der Koran unterstützt in diesen Versen wie auch anderen das jüdische Land Israel“, erklärte Dahri. „Der Moslem muss nun entscheiden, ob er diese Verse leugnet oder diese Verse aus dem Koran auslöscht“, erklärte Dahri. „Wer diese Verse leugnet, leugnet damit seine eigene Religion. Das ist Blasphemie. Man muss dringend aufhören, die Religion in den israelisch-arabischen Konflikt zu verwickeln. Ein weiterer Punkt ist, wir dürfen nicht vergessen, dass wir Moslems an die israelischen Propheten in der Bibel glauben und akzeptieren, dass sie alle aus dem Stamm Israel (Jakob) stammten und zum Land Israel gehörten. Wir können diese Gründe nicht leugnen, also ist es besser, nicht über Religion in dieser Angelegenheit zu diskutieren und die religiösen Gründe in diesem Konflikt einfach zu ignorieren.“

Im Koran wird nicht ein einziges Mal erwähnt, dass Eretz Israel (Palästina) den Moslems heilig ist“, erklärte uns bereits vor Jahren Dr. Nissim Dana. In seiner Studie legt er Eretz Israel in Sicht des Korans vor. „Im Koran steht nirgendwo geschrieben, dass Eretz Israel den Moslems verheißen wurde. Im Gegenteil, trotz der judenfeindlichen Verse des Korans gibt der Koran zweifellos nur den Juden das Recht auf Israel.“

Für den pakistanischen Theologen in Großbritannien ist die Wahrheit das Ziel. Die Wahrheit macht Menschen frei und dafür müssen die die Lügen und der Hass in der islamischen Welt bekämpft werden. Das ist ein langer Prozess und darin sieht Dahri seine Aufgabe. „Die Palästinenser fälschen ihre Geschichte, um ihr politisches und religiöses Recht auf Israel zu bestätigen“, erklärt Dahri. „Sie haben eine gefälschte Geschichte, die älter ist als die jüdische Geschichte. Wenn sie behaupten, ihre Geschichte sei 5.000 bis 10.000 Jahre alt, dann geht die Geschichte der Palästinenser bis zur Weltschöpfung und Adam zurück.“ Auf alle Fälle haben wir beschlossen, dass wir uns nächstes Jahr in Jerusalem und ohne Covid-19 in der Luft treffen werden.

 

 

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670. Wer ist der Urheber der Geschichtslüge, dass Israel Palästina ist?

Sonntag, 20. September 2020 | Autor:

Liebe Leser,

wenn man den heutigen Medien Glauben schenkt, dann ist es mit der Wahrheit nicht so gut bestellt. Darum ist es immer gut sich aus anderen Quellen die rein sind, eine Information zu holen und dann eine eigene Meinung zu bilden. Dies schlage ich auch für diesen besonderen Fall vor.

Wünsche viel Gewinn beim lesen.

Möchte mich an dieser Stelle sehr herzlich bei Doron Schneider für die Genehmigung zur Veröffentlichung bedanken.

Doron Schneider

 

 

In den Sitzungen der UNO geht es um die Frage Israel oder Palästina, denn die Palästinenser verlangen ihren eigenen Palästinenserstaat.

Doch das ist nicht alles, denn Muslime fordern mittlerweile nicht nur die so genannte „Westbank“ (Judäa & Samaria), sondern das gesamte Land zwischen Mittelmeer und Jordanfluss einschließlich Jerusalem sowie das Gebiet vom Golan bis zum Roten Meer. Sie begründen ihre Forderung damit, dass dieses Gebiet, das – wie sie sagen – Israel widerrechtlich besetzt hat, historisch immer „Palästina“ war.

 

Sie berufen sich u.a. auf christliche Bibel-Ausgaben, denn in vielen Bibeln findet man im Anhang – also nicht in der Bibel selbst – Landkarten mit der Überschrift „Palästina zur Zeit des Alten Testamentes“ und „Palästina zur Zeit des Neuen Testamentes“. Man muss kein Historiker sein, um zu wissen, dass es weder zur Zeit des Alten Testamentes und auch nicht zur Zeit des Neuen Testamentes in den Grenzen Israels, das damals auch Judäa genannt wurde, ein palästinensisches bzw. philistäisches Reich gegeben hat.

 

 

 

Bronzestatue von Hadrian aus dem Legionslager in Tel Shalem (Judäa), Israel Museum

Bronzestatue von Hadrian aus dem Legionslager in Tel Shalem (Judäa), Israel Museum

 

Wer aber hat diese Geschichtslüge in die Welt gesetzt, die selbst von Theologen verbreitet wird? Gott nennt dieses Land immer nur „Judäa“ oder „Israel“. Wer gibt der Welt das Recht, das Land, das Gott „Israel“ nennt, in „Palästina“ umzubenennen?

Geht diese folgenschwere Namensveränderung auf einen alttestamentlichen Propheten oder einen neutestamentlichen Apostel zurück? Nein! Dafür ist allein Publius Aelius Hadrianus (76-138) verantwortlich, der von 117 bis 138 n. Chr. römischer Kaiser war. Zu Hadrians Imperium gehörte auch das winzige Land Israel, das damals Judäa genannt wurde.

Doch dieser jüdische Winzling machte Rom schwer zu schaffen, denn das römische Imperium, das eine Streitmacht besaß, die damals fast die gesamte Welt unterjocht hatte, musste 69 Jahre um den Judenstaat kämpfen. Zum Schluss im jüdischen Bar Kochba – Aufstand musste auch Hadrian noch drei Jahre, von 132 bis 135, seine besten Elitetruppen gegen Israel einsetzen.

Das war eine demütigende Blamage für die damalige Supermacht der Welt. Für diese Blamage rächte sich Kaiser Hadrian und nannte dafür im Jahre 135 Judäa/Israel in „Palästina“ um, „auf dass man Israel bzw. Judäa nimmermehr gedenke“, so wie es laut Psalm 83,5 Israels Feinde immer vorhaben. Hadrian wählte dafür den Namen von Israels Erzfeind.

Das waren damals wie heute die Philister, denn die lateinische Aussprache von „Philister“ ist „Palästinenser“ oder auf das Land bezogen „Philistäa“ bzw. „Palästina“. Dass Hadrian ausgerechnet die Philister nahm, hat damit zu tun, dass die Philister es nicht verkraftet hatten, dass der Riese Goliath – obwohl 1200 Jahre zurück – als Sprecher der Philister, gegen den jüdischen Knaben David verloren hatte.

Die Geschichtsverfälschung

So wandelte Kaiser Hadrian aus Rache posthum die Niederlage des Philisters Goliath in einen Sieg um, was bis heute noch in Kirchen und Medien und in der Politik gang und gäbe und eine Geschichtsverfälschung ist, die ganz aktuell von der UNO vertreten wird und erneut den Judenstaat Israel bekämpft.

Auslöser für den Kampf zwischen den Römern und den Juden, der zu dieser verhängnisvollen Namensänderung führte, war das von Kaiser Hadrian erlassene Beschneidungsverbot vetabantur mutilare genitalia. Die Römer sahen darin eine Verstümmelung der Geschlechtsteile. Die Beschneidung aber ist das Bundeszeichen, das Gott mit seinem jüdischen Volk vereinbart hat. Kaiser Hadrian nannte nicht nur Israel in Palästina um, sondern auch Jeruschalajim in Aelia Capitolina, d. h. er gab Jerusalem seinen Familiennamen Aelia.

Auf den Ruinen Jerusalems errichtete Hadrian eine neue Stadt, die völlig paganisiert wurde und Juden nicht mehr betreten durften; auf dem Gelände des jüdischen Tempels wurde ein Jupiter-Tempel errichtet mit einem Reiterstandbild von Kaiser Hadrian. Wie kann man nach solch einer historischen Grundlage anstelle „Israel“ noch „Palästina“ sagen?

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640. Heilungs – und Prophetenschule am Toten Meer 2018

Sonntag, 25. November 2018 | Autor:

Israelreise 2018

Liebe Blogbesucher,

ich möchte Ihnen hier einen kurzen Bericht zu einer Reise nach Israel am Toten Meer geben. Über das Gemeinde Magazin der Evangelischen Freikirche Taube Heidelberg haben wir von dieser Reise im April 2018 erfahren. Im Vorfeld wurde allen Interessierten an dieser Reise von der Gemeindeleitung der Taube im August 2018 einen Israelabend angeboten, bei dem über Einzelheiten und die Hintergründe dieser Reise berichtet wurde.

 

Es hatten sich über 160 Personen angemeldet die sich über diese Reise informieren wollten. Nach einem lockeren Empfang mit einem Glas Sangria wurde der Festsaal geöffnet, der von liebevollen Händen wunderschön vorbereitet war. Umrahmt von israelischen Lobpreisliedern wurde ein dreigängiges Menü mit israelischen Speisen serviert.

 

 

Pierrot Fey der Gemeindepastor der Taube erzählte eindrücklich wie ihm Gott vor Jahren eine Vision für eine Heilungszentrum in Israel gegeben hat. Am tiefsten Punkt der Erde nämlich am Toten Meer soll ein Heilungszentrum entstehen, wohin Menschen aus aller Welt kommen können, um geheilt zu werden. Auch die Juden werden von dort zurück gehen und erzählen, dass der Messias sie geheilt hat.

Am Ende des Gottesdienstes wurden noch Bilder von der Israel Reise 2017 gezeigt. Eindrückliche Erlebnisse wie die Taufe im Jordan oder die Gebetszeit auf den Golanhöhen und viele andere Erlebnisse wurden noch einmal lebendig gemacht.

Voller Erwartung und Neugier, was wohl auf uns Teilnehmer warten würde flogen wir nach Israel. Ein Bokek ist eine Oase in der Wüste am südlichen Teil des Toten Meeres in der Nähe vom biblischen Sodom und Gomorra. Dort unten am tiefsten Punkt der Erde kann man das Herz Gottes sehr stark spüren.

Am 02.11.18 starteten wir um 5:30 Uhr mit dem Bus von Heidelberg nach Frankfurt. In Frankfurt angekommen mussten sich alle Teilnehmer einer intensiven Kontrolle durch das Bodenpersonal der El Al Angestellten unterziehen. Mit einer Stunde Verspätung starteten wir dann um 10:50 Uhr Richtung Tel Aviv, dass wir um 15:45 Uhr Ortszeit erreichten.

 

 

 

 

Nach einer anstrengenden fünfzehnstündigen Anreise – Transfer Flughafen, Flug nach Tel Aviv, Bustransfer zum Toten Meer – kamen wir am 02.11.18 um 19 Uhr erschöpft im schönen Fünfsterne Hotel David an. Nach einem kurzen Imbiss, ging es um 20:30 Uhr zur ersten Zusammenkunft bei der uns Pierrot an drei Stichpunkten aufzeigte um was es in der Zeit bis 11.11.18 gehen sollte.

 

Entspannen – aufsaugen – selbst lieben!

 

An drei Tagen diente uns auch Gaby Wentland mit mehreren leidenschaftlichen, Herz ergreifenden und liebevollen Botschaften.

Der Jerusalem Besuch am 06.11.18 wurden von einem Großteil der Teilnehmer gebucht. Fast pünktlich um 9 Uhr starteten wir mit dem Bus Richtung Jerusalem. Zuerst besuchten wir den Ölberg den Jesus oft mit seinen Jüngern aufgesucht hat. Vom Ölberg aus spazierten wir zum Garten Gethsemane,  anschließend zum Damaskustor, dass dann am Ende des Tages unser Treffpunkt für die Rückreise war. Jeder hatte nun viel Zeit die Altstadt von Jerusalem auf eigene Faust zu erkunden. Auffällig war, dass sehr, sehr viele Touristen unterwegs waren. Für einen Mitteleuropäer ist natürlich immer wieder interessant durch diese engen Gassen mit den arabischen Flair und den unterschiedlichen Geräuschen und Gerüchen der Händler zu gehen. Man fühlt sich um viele hundert Jahre zurück versetzt. Nicht fehlen durfte natürlich der Besuch der Klagemauer und der Besuch des Gartengrabes indem Jesus nach seiner Kreuzigung gelegt worden war. Um ca. 18 Uhr sind wir alle wohlbehalten wieder im schönen Hotel David angekommen.

Jerusalem vom Ölberg aus gesehen

 

Für alle die noch mehr von diesem interessanten Land sehen wollten, wurden fast täglich Ausflüge angeboten, wobei jeder die Freiheit hatte mitzumachen oder die Zeit am Toten Meer zu genießen.

 

Der Höhepunkt dieser 10 Tage am Toten Meer waren für meine Frau und mich die Botschaften. Pierrot Fey verstand es fast immer uns das Vaterherz Gottes ganz nahe vor Augen zu malen, und uns auch sehr viel aus seinen Erfahrungen mit Gott mitzuteilen. Die Predigten waren so tiefgehend, anregend und hungrig machend, nach mehr von Gott, so dass die allermeisten noch gerne einige Tage diese gute geistliche Atmosphäre genossen hätten. Die warmen Temperaturen von 25 bis 30 Grad Celsius taten ein Übriges dass man diese Tage froh und dankbar genießen konnte.

 

Für alle die jetzt ebenfalls Lust auf eine solche Reise bekommen haben, sei gesagt, es gibt aller Voraussicht nach in 2019 wieder eine solche Reise. Wir können diese Reise jeden Interessierten nur wärmsten empfehlen.

 

M. + E. Treml

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639. Nachruf für Ludwig Schneider 1941 bis 2018

Mittwoch, 21. November 2018 | Autor:

Ludwig Schneider 1941 – 2018

 Vater, Journalist und Gottes Diener

NAI Dezember 2018

Liebe Blogbesucher,

die Nachricht vom körperlichen Tod von Ludwig Schneider hat mich in Israel am Toten Meer erreicht. Im ersten Moment war ich traurig und betroffen darüber, aber nach einigen Nachdenken dann auch dankbar, dass der Herr in von seinem jahrelangen körperlichen Leiden zu sich geholt hat. Ludwig Schneider habe ich seit mehr als 30 Jahren gekannt und geliebt, weil er wie ich auch die Dinge immer direkt beim Namen genannt hat, und man bei Ihm wusste wie man dran ist. Ehrlichkeit, Offenheit und Einfühlungsvermögen in jeder Situation so würde ich ihn beschreiben wenn ich gefragt würde. Er hat Spuren hinterlassen und darf sich jetzt alles von oben herab ansehen, wie es mit seinem angefangenen Werk weiter geht.

NAI Dezember 2018 Beerdigung L.Schneider

Bericht aus der NAI Dezember 2018

Viele Menschen kennen unseren Vater Ludwig Schneider aus ganz unterschiedlichen Zeiten. Er war immer viel unterwegs und bewegte durch seine Vorträge viele Menschen dazu, in Bezug auf Israel umzudenken. Israels Hauptrolle endet nicht in der Bibel, sondern ist bis in unsere heutige Zeit relevant. Dies erklärte er unterwegs auf Reisen in Gemeinden und Kirchen, via blauen “Nachrichten aus Israel” Presseblättern, den “Stimme aus Jerusalem” Telefonnachrichten, dem Israel Heute Magazin, im Internet, via Bibel-TV und Vorträgen in der Jerusalemer Redaktion. Seine Liebe für Israel und Gottes Wort bewegte sein Herz.

Ludwig kam 1941 in Magdeburg zur Welt. Seine Eltern mussten mit ihm und seinem Bruder vor den Nationalsozialisten fliehen. Nur einen siebenarmigen Leuchter und eine Hawdala-Besamimbüchse konnten die Eltern auf der Flucht mit sich nehmen. Der Leuchter steht noch heute auf Ludwigs Schreibtisch in Jerusalem. Ein Pfarrer rettete die junge Familie und versteckte sie im Hinterhof einer Kirche.

Sein Judentum haben die Eltern ihm als Kind verschwiegen. Es war ein gläubiger Jude, der ihn später zum Glauben an den Messias führte. 1965, nach der Hochzeit mit unserer Mutter Barbara, wanderten beide erstmals nach Israel aus und ließen sich im Kibbuz Einat nieder. „Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat“, lautete das Bibelwort, mit dem sie damals ins Land kamen. Im Kibbuz wurde Aviel geboren, dort arbeitete

Ludwig mehr als ein Jahr auf dem Weinberg. Danach gingen sie für 12 Jahre zurück nach Deutschland. In diese Zeit fällt die bekannte Israel-Hilfe und das Jesus-Haus. Als 1973 der Jom-Kippur-Krieg ausbrach, reiste Ludwig als Journalist an die Kriegsfront im Sinai, um von dort zu berichten. Fünf Jahre später kehrte er mit seiner siebenköpfigen Familie nach Israel zurück.

Seitdem sind 40 Jahre vergangen. Jahre, in denen er ein großes Erbe im Ludwig Schneider 1941 – 2018 Land hinterlassen hat. Unsere Eltern brachten zuallererst fünf Kinder auf die Welt, dazu kamen 23 Enkelkinder und mittlerweile auch das erste Großenkelkind.

Doch nicht nur die Familie wuchs, auch die Arbeit, der er sich mit Hingabe widmete. Als Journalist wollte er die Wahrheit über Israel verbreiten. Als externe Redaktionen seine Meldungen nicht veröffentlichen wollten, weil sie biblisch fundiert waren, nahm er die Sache selbst in die Hand und druckte blaue Presseblätter, die er an Privatadressen schickte. So entwickelte sich über Jahre hinweg das Werk „Nachrichten für Israel“, das später in „Israel Heute“ umbenannt wurde.

Ludwig Schneider war ein Visionär, ein Mann der Rhetorik, der Tat und des Glaubens. Und ob wir es nun zugeben wollen oder nicht – jedes einzelne von uns Kindern hat er auf verschiedene Art und Weise im Leben beeinflusst. Das haben wir während der Schiwa-Trauerwoche in der Wohnung unserer Mutter durch viele Erinnerungen und Gespräche erneut festgestellt. Ja, er war ein strenger Vater, aber immer mit einem offenen Ohr für alle und alles. Er liebte Gespräche und konnte zuhören. Nur in den letzten zwei Jahren war er still. Er lag im Bett und musste uns zuhören. Er starb, wie er es sich immer gewünscht hatte: Zuhause in seiner Jerusalemer Wohnung umgeben von all seinen Büchern. Trost spendet uns der Wochenabschnitt Chaije Sarah aus genau dieser Woche (1.Mose 23,1 bis 25,18). Dort geht es um den Heimgang Sarahs und Abrahams.

 

Im Jahr 2005 veröffentlichte unser Vater sein Buch 77 Lebenspuzzle, als ob er vorausgesehen hatte, dass er im 77 Lebensjahr heimgehen wird. Auf den ehemaligen Feldern der Weinberge liegt er nun im Kibbuz Einat begraben.

„Möge seine Erinnerung gesegnet sein!“

Von Aviel Schneider

 

Schalom Papa,

du weißt selbst, dass jeder Vater Fußstapfen hinterlässt. Schon sehr früh habe ich erkannt, dass ich nicht in deine Schuhgröße passe. Dass ich deine Fußstapfen nicht ausfüllen kann, hat mich nie gestört, auch dein Schatten nicht. Ich bin jemand anders, mein Name ist Aviel – ein Name, den du mir gegeben hast.

Du hast etwas gegründet, was nur dir und vielleicht auch nur in deiner Zeit möglich war. Es stimmt, du warst ein Perfektionist, das hast du selbst immer wieder von dir behauptet. Aber in meinen Augen warst du auch ein perfekter Zionist. Im Land Israel zu leben, war die Erfüllung deines biblischen Grundgedankens, so wie du es ja über Jahre hinweg in deutschsprachigen Ländern verkündet hast.

Das zu kopieren, ist nicht meine Aufgabe, sondern gehört dir und deiner Zeit. In unseren Morgengesprächen, die wir bis Sommer 2016 zweimal in der Woche führen durften, haben wir über vieles im Leben, über Arbeit und Gott diskutiert und philosophiert. Ich habe dich kennengelernt, und zwar auf ganz andere Weise, als sich viele Menschen im Ausland dich vielleicht vorstellen: bunt, reich und klar an Ideen und Gedanken.

Immer wieder hast du mir gesagt: „Aviel, du machst das anders und das ist gut so.“ Es stimmt, ich bin woanders geboren und in einer nderen Zeit aufgewachsen. Mir ist auch klar, dass sich die Welt verändert, die Bibel und Gottes Verheißung jedoch immer dieselben bleiben. Das Leben ist eine Reise, auf der Menschen, Zeit und Umfeld Sprache und neue Trends prägen. Die Richtung dagegen bleibt gleich, auch wenn Weg, Mittel und Methoden sich ändern.

Die Worte „Israel Heute bringt auch das, was andere weglassen“, leben nach deinem Gehen weiter. Menschen kommen und gehen, aber Gottes Wort bleibt und somit auch Sein Versprechen dem Volk Israel gegenüber. Darüber berichten wir, damit hast du vor genau 40 Jahren angefangen. Das machen wir heute aus derselben Überzeugung und Liebe. Ja, Papa, du bleibst ein Vorbild für mich, in vielem was ich sein und nicht sein möchte, im privaten und professionellen Leben. Ich danke dir dafür, wer ich bin.

Auf Wiedersehen!

Ich war 16, als ich Ludwig kennenlernte. Ich erinnere mich noch an den ersten Moment. Es war ein Schabbatabend in der Giladistraße in Talpiot. Ich besuchte Aviel, dafür musste ich durch das Wohnzimmer. Ludwig saß in seinem Sessel und begrüßte mich mit einem herzlichen, liebevollen Blick. Diese Herzlichkeit ist über die Jahre hinweg nur größer geworden. Eine Herzlichkeit und Wärme, in der ich mich wohl fühlte.

Als ich Fotografie studierte, half er mir sehr. In Deutschland klapperte er die Läden ab, bis er die richtige Kamera für mich gefunden hatte. Schließlich haben wir zusammengearbeitet. In Schwierigkeiten war er für mich wie ein Anker. Er hat mir schon früh zahlreiche Aufgaben anvertraut, Aufgaben mit Verantwortung. „Ludwig, du hast mir vertraut, hast mich auf eine Weise verstanden, wie es oberflächlich nicht zu sehen war.“

In schweren Momenten war er meine Adresse. Ich konnte ihm alles sagen. Und auch er hat mir sein Herz ausgeschüttet. Wenn er von einer Vortragsreise nach Hause kam, ist er immer mit seinem roten Schreibheft in mein Arbeitszimmer gekommen. Sein Report war immer ausführlich und ohne Fehler. Lange haben wir zusammengesessen und über vieles geredet. Meistens habe ich ihm und seinen spannenden Geschichten zugehört.

Als vor drei Jahren mein Vater starb, hat er mir ein tiefempfundenes Beileid geschickt. Darauf antwortete ich, dass „du nun noch mehr auf dich achtgeben musst, denn nun bist nur du als mein Vater übriggeblieben“. Gleich am nächsten Tag hat er uns in der Schiwa-Trauerwoche besucht. Obwohl er kaum noch gehen konnte, bestand er darauf, alle Treppen zu steigen, um mich und meine Familie zu trösten.

„Du warst ein Mensch der Menschen. Du hast das Leben geliebt. Du wusstest, wie man das Leben lebt. Trotz deiner äußerlichen Härte warst du innen so weich. Du hattest einen einzigartigen Humor und liebtest das Lachen. Ich erinnere mich an einen weiteren besonderen Moment, in dem du mir sehr geholfen hast. Das war, als meine Kinder Teenager waren. Einer meiner Söhne stellte auf einer Gemeinde-Freizeit Blödsinn an und wurde deswegen nach Hause geschickt. Ich habe dir mein Herz ausgeschüttet und du hast gesagt: „Alle können über meinen Enkel sagen, was sie wollen, ich bin sein Großvater und liebe ihn so, wie er ist.“ So habe ich meinen Schwiegervater Ludwig kennengelernt und ihn daran gemessen. „Ein lieber Vater. Ein Mensch der Liebe. Du hast uns allen ein großes Erbe hinterlassen. Vielen Dank dafür, Ludwig! Du fehlst mir.“

 

Lena u.Ruth

 

Mein lieber Vater,

ich möchte mich mit wenigen Worten für die wunderbaren Jahre bei dir bedanken und verabschieden. Du hast in unsere Herzen Wahrheit, Werte und Liebe eingepflanzt. Es war dein Wille, ins Heimatland des jüdischen Volkes zurückzukehren, und wir alle folgten dir und Mama. Mit Gottes Hilfe und Gnade werde ich, mein Mann und meine Kinder die folgenden Generationen im Volk Israel weiterführen. Amen!

Möge seine Erinnerung gesegnet sein.

Ruthi Deri

Ich danke dir Papa,

du warst ein Abenteurerheld, vor 40 Jahre hast du uns als Kinder wieder nach Israel gebracht. Dafür bedanke ich mich, besonders für die Liebe für das Land, in das du uns eingepflanzt hast. Du hast Menschen aller Schattierungen geliebt. Danke für das ungewöhnliche und faszinierende Leben an deiner Seite, und dass du unsere gewählten Wege im Leben niemals verurteilt hast. Du hast uns so geliebt, wie wir sind. Danke Papa, für dein großes Herz für uns alle in der Familie, für Mama, Kinder und alle deine 23 Enkelkinder. Du warst ein starker,

entschlossener, beeindruckender und großzügiger Vater und Mensch. Und immer mit einem kleinen Schuss Humor. Papa, schon jetzt vermisse ich dich.

Lena Danon

 

Erinnerungen aus dem Leben von Ludwig Schneider

 

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