848. Lebensmission Haiti für die Ärmsten der Armen
Montag, 13. April 2026 | Autor: intern

Lieber Besucher,
es ist nun schon fast zwei Jahrzehnte her, dass ich mit meiner Frau zusammen ein Heilungsseminar besucht habe und wir uns beim Abendessen über verschiedene biblische Themen unterhielten. Dabei traf uns eine Bibelstelle direkt ins Herz:
Spr 19,17 Wer sich des Armen erbarmt, der leiht dem HERRN, und der wird ihm vergelten, was er Gutes getan hat.
Dieses Wort ist seit dieser Zeit ein ständiger Begleiter geblieben, weil, wenn wir die Nöte um uns herum und in der Welt sehen, wir dankbar geworden sind, über all die Dinge die uns der Herr Tag für Tag schenkt. Die Folge davon für einen Jünger Jesu sollte sein, dass wir, das was uns der Herr schenkt mit anderen teilen denen es nicht so gut geht wie uns.
Kinderdorfmutter mit Kindern
Kinderdorf
Das Herzstück unserer Arbeit
Haitis Zukunft
liegt in jedem einzelnen neugeborenen Kind. Wir möchten besonders Benachteiligten eine Umgebung ermöglichen, in der sie sich geschützt entwickeln können.
Unser Kinderdorf bietet 30 Kindern
ein geschütztes und liebevolles Zuhause. Es ist eine kleine grüne Oase im staubigen Gonaives. In fünf Häusern betreuen je zwei fachlich ausgebildete Kindermütter maximal sechs Kinder. Diese familiäre Struktur macht enge Beziehungen untereinander und eine intensive Betreuung möglich.
Wir nehmen in erster Linie Vollwaisen auf,
in Einzelfällen auch Halbwaisen, sowie misshandelte oder ausgesetzte Kinder. Die Kindermütter werden durch Haushaltshilfen beim Waschen und Kochen entlastet, durch eine Sozialpädagogin stetig weitergebildet und durch die Kinderdorfleitung betreut. So ermöglichen wir eine heilsame Lebensumgebung, denn jedes unserer Kinder hat sein eigenes Päckchen an traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten.
Neben der liebevollen Erziehung
und der qualitativen Schulbildung ist uns der Kontakt zur Herkunftsfamilie ein besonderes Anliegen. Mit etwa 19 Jahren verlassen unsere jungen Erwachsenen das Kinderdorf, um sich in die Gesellschaft zu integrieren. Die Berufsausbildung bzw. das Studium wird in dieser Zeit soweit möglich weiterhin durch Paten unterstützt. So beeinflussen unsere Kinderdorfkinder ihre eigene Familie sowie ihr weiteres Umfeld und helfen aktiv mit, Haiti voranzubringen.
Patenschaften
Nach der Gründung des Kinderdorfes in Gonaives
durch die Lebensmission vor mehr als 50 Jahren wurden für die Kinderdorfkinder Patenschaften eingerichtet. So konnte die Versorgung der aufgenommenen Kinder auch langfristig sichergestellt werden und es entwickelten sich manche gute Kontakte zwischen Paten und Patenkind im Kinderdorf. Im Kinderdorf werden die Kinder rundum und ganzheitlich versorgt (siehe auch Kinderdorf ). Eine Patenschaft für ein Kinderdorfkind ist ab 80 EUR monatlich möglich.
Zu Beginn der Arbeit
der Lebensmission in Gonaives wurden nur für die Kinder im Kinderdorf Patenschaften eingerichtet. Ende der Achtzigerjahre konnte das Programm um Schulpatenschaften erweitert werden, um Kinder und Familien außerhalb des Kinderdorfes zu unterstützen.
Ziel einer Schulpatenschaft
ist es, einem Kind die Schulbildung zu ermöglichen, aber auch seine Grundversorgung zu sichern. Denn nur allein durch Bildung wird es den Menschen in Haiti möglich sein, aus der Spirale der Armut zu entkommen.Da das Leben in Haiti im Vergleich zu anderen Ländern (z. B. in Asien) relativ teuer ist, kostet eine Schulpatenschaft ab 40 EUR monatlich (Stand Januar 2026).
Dank wachsender Bereitschaft
in Europa nahm die Zahl der vermittelten Patenkinder im Laufe der Jahre kontinuierlich zu. Im April 2026 können so bereits 215 Patenkinder in und um Gonaives regelmäßig unterstützt werden. Vier haitianische Mitarbeiter übernehmen die Betreuung vor Ort.
Die Hilfe und Unterstützung beschränkt sich dabei nicht auf die Auszahlung der monatlichen Beträge. Die Patenkinder und ihre Familien werden regelmäßig besucht. Neben dieser individuellen Betreuung finden auf dem Gelände der ‚Mission de Vie‘ in Gonaives regelmäßig Schulungen über verschiedene Themen, wie z. B. Hygieneaufklärung, medizinische Grundlagen, Alltagsbewältigungsstrategien, etc. statt, aber auch die geistlichen Seminare werden von den Patenfamilien dankbar in Anspruch genommen.
Mikrokreditkasse
Wie in ganz Haiti
leben auch rund um das Gelände der ‚Mission de Vie‘ viele Haitianer unterhalb der Armutsgrenze, da sie keine feste Arbeit haben. Viele, vor allem Frauen, versuchen einen Kleinhandel aufzubauen oder mit einer Dienstleistung sich und ihrer Familie den Lebensunterhalt zu sichern.
Ein Mikrokredit
ist dabei eine große Starthilfe. Dank einiger großer Spenden konnte die Lebensmission Mitte der Neunzigerjahre die Mikrokreditkasse ins Leben rufen. Seither konnten bereits hunderte von Krediten mit einer durchschnittlichen Höhe von 100-150 EUR – meist an Frauen – vergeben werden. Die Mikrokredite der Lebensmission werden nur gering verzinst und fast alle Kreditnehmer erweisen sich treu in der Rückzahlung ihrer Kredite.
Zusätzlich gibt es
verpflichtende Seminare zu verschiedenen Themen, um ihnen Kenntnisse über die Führung eines Handels zu vermitteln und sie dabei zu unterstützen, langfristig unabhängig zu werden.
HABITAT-HT
Das Bauprojekt HABITAT-HT wurde im Juli 2010 vom Bauingenieur Dieufort Wittmer ins Leben gerufen.
Ziel ist es, erdbebensichere Häuser
für obdachlose Familien in Haiti zu bauen und ihnen somit einen sicheren und würdigen Lebensraum zu ermöglichen. Um den Standard in Haiti für die Zukunft anzuheben, gehören elektrische Hausinstallationen sowie hygienische sanitäre Anlagen zur normalen Grundausstattung unserer Hausmodelle. Durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Aus- und Weiterbildung von jungen Haitianern gewähren wir nicht nur umfassende Hilfe zur Selbsthilfe, sondern auch eine effektive Nachhaltigkeit.
Wenn sie dieser Bericht berührt hat, dann würden sich viele Kinder über eine Spende freuen.
VR-Bank Südpfalz
Kontoinhaber: Lebensmission Haiti e.V.
BIC: GENODE61SUW
IBAN: DE65 5486 2500 0000 7832 00
Thema: Lebendiger Glaube | Beitrag kommentieren

























