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649. Klimaschutz – Macht und Möglichkeiten

Mittwoch, 7. August 2019 | Autor:

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Liebe Blogbesucher,

dass was wir derzeit in Deutschland zum Thema Klimaschutz erleben ist im Punkto Hektik, Kopflosigkeit und Unvernunft kaum mehr zu toppen. Hier machen sich einige selbsternannte Klimaretter zum Maßstab aller Dinge. Das traurige dabei ist, dass sich der Großteil der Bürger dies alles so gefallen lässt und sich nicht öffentlich dazu äußert; was natürlich in unserer Zeit Mut und Überzeugung erfordert.

Weil mit Karin Heepen hier vollkommen der gleichen Meinung bin, will ich diesen Beitrag auch einer größeren Leserschaft bekannt machen.

Ich bedanke mich bei Karin Heepen für die Genehmigung zur Veröffentlichung hier in meinem Blog.

 

 

 

Klimaschutz – Macht und Möglichkeiten

Der Mensch muss das Klima retten. So der Konsens von Wissenschaft und Politik der westlichen Industriestaaten. Bereits Ende Juli 2018 sorgte eine Studie der Universität Lund (Schweden) für Irritationen, die Paaren empfiehlt, auf Kinder zu verzichten, da sie die größten Klimakiller seien. Mittlerweile wird „kinderfrei“ als Klimaschutz propagiert und gleichzeitig demonstrieren tausende Kinder und Jugendliche „FridaysforFuture“.

Der folgende Beitrag zeigt einige Denkmuster und Strategien auf, die den Umgang mit der Erderwärmung und mit ökologischen Fragen generell in der westlichen Welt bestimmen, und stellt diesem eine theologisch fundierte, beziehungsorientierte Sichtweise gegenüber.

Die aktuelle Situation 

Die Klimapolitik will die globale Erderwärmung eindämmen mittels Vermeidung von Treibhausgasen, erneuerbaren Energien, höherer Energieeffizienz und Energieeinsparung. Außerdem werden Strategien zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels entwickelt. Dahinter steht die Theorie, dass vom Menschen erzeugte Treibhausgase wie CO2 für den Klimawandel verantwortlich sind, und diese vor allem durch die Verbrennung fossiler Stoffe (Erdöl, Erdgas und Kohle) erzeugt werden. Andere Studien hinterfragen die Auswirkungen des vom Menschen zusätzlich erzeugten CO2, da der Anteil am natürlich vorhandenen sehr gering ist. Es ist außerdem nicht geklärt, ob der CO2-Anstieg in der Atmosphäre Ursache oder Begleiterscheinung der Erderwärmung ist.

Wer ein globales Problem lösen will, kann das nur mit einem weltweit verfolgten Ansatz, also mittels internationaler Zusammenarbeit, nationalen und lokalen Standards und politischen Maßnahmen auf allen Ebenen, um sein Ziel zu erreichen. Dazu braucht es eine gemeinsame Theorie. Auf der anderen Seite steht und fällt jede Zusammenarbeit erkennbar mit den Beziehungen zwischen Nationen, zwischen Regierungen und ihren Regionen und zwischen Institutionen und Individuen.

Um die zwischen Klimaskeptikern und Klima – Alarmismus verhärtete Diskussion auf eine andere Ebene als die scheinbar rational-sachliche zu heben, schlagen wir deshalb eine beziehungsorientierte Sicht auf die Problematik vor. Nach dem biblischen Zeugnis ist der Mensch in Beziehung zu Gott, zu seinem Mitmenschen und zur Schöpfung geschaffen und in Verantwortung gesetzt. Dabei geht die oberste Autorität von Gott aus, der Zeit und Raum geschaffen und die Menschen über die Schöpfung gesetzt hat. Bei Missachtung der ersten beiden, übergeordneten Beziehungsaspekte wird die Beziehung des Menschen zur Schöpfung zwangläufig auch in eine Schieflage geraten.

Politik in der Verantwortung vor Gott

Wir sollen uns laut Schöpfungsauftrag die Erde untertan machen und über die Schöpfung herrschen (1Mose 1,28). Ein gewaltiger Auftrag, den die Wissenschaft des christlichen Abendlandes seit der philosophischen Revolution der Aufklärung in Unabhängigkeit vom Schöpfer unserer Welt wahrnimmt. Spätestens seit der industriellen Revolution zeitigt das gewaltige Nebenwirkungen: zerstörte Landschaften, verschmutzte Luft, kontaminierte Böden und Gewässer, vergiftete und ausgestorbene Arten, kranke Menschen. Die Schöpfung leidet. Das ökologische Gleichgewicht wurde an vielen Stellen gestört. Es erscheint schlüssig, auch die Klimaveränderungen darunter einzuordnen.

Wir lesen gleichzeitig nirgends in der Bibel, dass diese Erde gerettet werden wird oder wir sie retten sollen, sondern dass Himmel und Erde vergehen werden (Mt 24,35) und dass wir vorher einige Katastrophen erleben. Das heißt nicht, dass wir Gott dabei helfen, die Erde weiter mutwillig zerstören oder Zerstörung hinnehmen sollen. Aber es ist uns nirgends gesagt, dass wir auf dieser Erde ein Paradies oder das ewige Leben haben werden. Wir lesen in Röm 8,19-22, dass die Schöpfung der Vergänglichkeit unterworfen ist und darauf wartet, dass die Kinder Gottes offenbar werden. Kinder Gottes leben und wirken aus dem Geist Gottes, und nicht aus der Furcht um ihr irdisches Leben (Röm 8,14-16), die Greta Thunberg und ihre Freunde antreibt („I want you to panic“). Wir haben dazu in 1Mose 8,22ff die Zusage Gottes, dass nicht ewig, aber solange die Erde steht, der Rhythmus der Jahreszeiten, Frost und Hitze nicht aufhören werden. Umweltpolitik braucht Menschen, die in diesem Vertrauen in den Schöpfer und Erhalter der Welt agieren. Priorität in Gottes Rettungsplänen in Zeit und Ewigkeit hat die Erlösung von Menschen aus Furcht und Selbstüberschätzung. Mit erlösten Menschen, die verstanden haben, dass sie nicht Gott, sondern selbst Geschöpf sind, kann auch die Schöpfung erlöst werden (Röm 8,21).

Die Erlösung des Menschen ist nicht der Auftrag der Naturwissenschaftler. Sie dürfen bei ihrem Fach bleiben, die Erde zu erforschen, sich die Abläufe der Naturgesetze zunutze zu machen und wo möglich sie zu beherrschen.  Wenn dies jedoch nicht in Abhängigkeit und Rechenschaft vor Gott geschieht, entwickelt die Wissenschaft sich verselbständigende Heilslehren und versklavt die Menschen an ihre Doktrin, damit sie sich schlussendlich der Schöpfung unterordnen, statt verantwortlich ihre Autorität über sie auszuüben – und zwar nicht nur die Wissenschaft, sondern die Menschheit als Gesamtheit. Damit wird zum einen die Hierarchie der Schöpfungsordnung umgekehrt und der Mensch macht sich statt seinem Schöpfer der Schöpfung Untertan. Hier haben wir den Ursprung der neuen Klimareligion. Zum anderen wird mit einem rein irdisch zementierten System wie den Szenarien des Klimawandels Macht ausgeübt über Nationen, über die Wirtschaft, über Lehre und Forschung, Medien und die gesamte Gesellschaft.

Wenn letztlich gar Menschen vermieden oder geopfert werden sollen, um das Klima zu retten, wie nach der Studie der Universität Lund, dann fragt man sich, für wen: für Wale, Elefanten und den Regenwald? War das der Plan Gottes für seine Haushalter, dass sie am besten von der Erde verschwinden, um diese zu erhalten? Und wer entscheidet dann darüber, welche Menschen sein dürfen und welche nicht?

Die Beziehungen zum Mitmenschen als Prüfstein

Aus einer christlichen Perspektive kann Klimapolitik nicht über dem Schutz des Menschen stehen, auch nicht unter der Vorgabe, dass sie langfristig dem Erhalt der Menschheit mittels Erhalt seiner Umwelt diene. Wo Beziehungen zwischen Menschen, Regierungen und Nationen diesem Ziel geopfert werden, steht der Erhalt der Menschheit und der Umwelt lange vorher auf dem Spiel, wie wir aus den Kriegen dieser Welt wissen. Wer sich um das Klima des Planeten mehr Sorgen macht als um das zwischenmenschliche Klima, ist auf dem Holzweg. Der europäische Pazifismus verwirklicht entweder glaubhaft diese zwischenmenschliche und zwischenstaatliche Beziehungsdimension oder er wird in der zunehmenden Polarisierung der europäischen Gesellschaften zerrieben. Ob der Klimawandel verhindert wird, steht in den Fragezeichen der Zukunft. Deshalb heiligt der Zweck nicht die Mittel. Ein Votum für die Bewahrung der Schöpfung schließt hingegen den Menschen entweder ein, und zwar kompromisslos hier und heute, oder es kann sich nicht auf einen christlichen Konsens berufen.

Ein Instrumentarium zur Erreichung weltweiter Klimaziele wurde 1997 mit dem Kyoto-Protokoll der Vereinten Nationen geschaffen. Ein Kernpunkt der Maßnahmen ist der Emissionsrechtehandel, mit dem vor allem die Industrienationen weltweit von eigenen Investitionen in den Klimaschutz profitieren und gut verdienen. Auf der anderen Seite des Globus werden Entwicklungsländer mit Klimaschutzverpflichtungen unter Druck gesetzt, die die Abholzung von Regenwäldern, nachholende Industrialisierung und insbesondere die Bevölkerungszunahme begrenzen sollen. Diese Verpflichtungen erschweren und verteuern nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung der ärmsten Länder und versuchen ihnen das gescheiterte westliche Familienethos aufzuzwingen. Es werden damit arme Länder in Haftung für die Sünden der reichen genommen, die unter der Annahme des vom Menschen verursachten Klimawandels durch ihre exzessive Industrialisierung für diesen verantwortlich zeichnen müssten.

Hier wird die Schieflage deutlich in der Verteilung der Lasten, der Kosten und des Nutzens der Klimaziele und die Machtausübung der westlichen Industrienationen. Die Lieferung „sauberer“ Technologien an Entwicklungsländer verschärft diese Machtausübung eher, da sie einem technischen Standard entspricht, den diese Länder oft weder bezahlen noch bedienen können. Die Beziehung zwischen den Entwicklungsländern und ihren ehemaligen Kolonialherren wird dadurch nicht geheilt, sondern sie werden wiederum bevormundet statt als Partner behandelt.

Auf nationaler und regionaler Ebene wehren sich vor allem die Kommunen gegen eine überzogene, repressive Umweltpolitik. Wenn Städte gezwungen werden, mit hohem finanziellen und Verwaltungsaufwand Umweltzonen einzugrenzen, obwohl diese nachweislich in mehreren Experimenten bereits keine oder eine minimale Verminderung der Feinstaubbelastung bewirkt haben, dann geht es nicht um das Wohl der Anwohner, sondern um Maßnahmen für eine EU-Richtlinie, um Strafen zu vermeiden.

Wenn sogar Waldflächen, die als CO2-Speicher gelten, zur Abholzung freigegeben werden sollen für immer mehr Windräder, die keinen stabilen Strom liefern, aber ganze Landstriche verunstalten und die Gesundheit von Anwohnern gefährden, wird nicht dem Gemeinwohl gedient, sondern die Widersprüchlichkeit eines Systems offenbar, das auf falschen Grundannahmen beruht.

In einer Demokratie sollte die Macht vom Volk ausgehen und nicht von einem Machtsystem, das über dessen Bedürfnisse bestimmt. Wer Demokratie erhalten will, ist zudem auf Akzeptanz politischer Maßnahmen vonseiten der Bevölkerung angewiesen. Politische Bildung ist zur Förderung dieser Akzeptanz solange ein legitimes Mittel, wie verschiedene Sichtweisen auf das Problem thematisiert werden und jeder die Möglichkeit hat, sich eine ausgewogene Meinung dazu zu bilden unter Abwägung aller kurz- und langfristigen Nutzen- und Gefahrenpotenziale. Leider ist das in der Klimadebatte nicht der Fall und es ist gelungen, mit einseitigen Informationen in der nächsten Generation Angstszenarien zu schüren, die nun deren Proteste und Forderungen befeuern. Damit wird nicht zuletzt ein Keil zwischen die Generationen getrieben und es werden bereits gemäßigte Stimmen als Gefährder des Gemeinwohls gebrandmarkt. Unzufriedenheit und Ohnmacht, Unterwanderung, Verschwörungstheorien und Unfrieden sind die Folgen – mit möglicherweise ernsterem Gefahrenpotenzial für das Zusammenleben, als es die Klimaveränderungen langfristig bergen. In den zunehmenden internationalen Spannungen ist es zudem fahrlässig, mit der Abschaltung von AKWs und Kohleverstromung die eigenständige Energieversorgung aufs Spiel zu setzen.

Balance zwischen Mensch und Natur schaffen

Kann der Mensch das Klima und den Planeten retten? Vor dem Hintergrund der Vergänglichkeit der Schöpfung (Röm 8,20-22) ist der im christlichen Denken verankerte Begriff der Bewahrung der Schöpfung zu differenzieren. Was wir können, ist der umsichtige Umgang mit unseren Ressourcen mittels einer nachhaltigen statt konsumorientierten Wirtschaft. Die westlichen Industrienationen haben gigantische technische Leistungen vollbracht, hochfunktionale Städte und Infrastrukturen errichtet. Diese Wunder menschlichen Schaffens will sicher niemand stilllegen. Beispiele wie der Berliner Flughafen zeigen aber, dass dieses Schaffen an seine Grenzen kommt. Die Komplexität der Abläufe droht uns zu entgleiten. Zu wenig Nachwuchs und fehlende Fachkräfte stellen das weitere Wirtschaftswachstum der westlichen Industrie in Frage. Angesichts dieser Entwicklung kann die Frage nicht immer weiter lauten: Was können und wollen wir alles und mit welchem Großprojekt wollen wir uns das nächste Denkmal setzen?

Sondern: Wie erhalten wir einen Lebensstandard, der unsere technischen Möglichkeiten, die Umwelt und die personellen Ressourcen bestmöglich nutzt und entwickelt? Statt der Wachstumsdoktrin muss es um Erhalt des Geschaffenen, der Natur und des menschlichen Zusammenlebens gehen. Und statt immer größere Müllberge zu produzieren um die Frage: Was brauchen wir wirklich?

Globalisierung wird nicht ohne Rückkopplung an regionale Strukturen auskommen und Umweltpolitik nicht ohne Akzeptanz der Bevölkerung. Maßnahmen wie Fahrverbote verspielen diese Akzeptanz. Wer die Umwelt und die Natur retten will, muss sie lieben und muss die Menschen lieben, um zu sehen, was beiden wirklich dient, statt sie zum Objekt einer zentralistischen Umweltpolitik zu machen.

Prioritäten für die konkrete Politik

Seit 2016 ist absehbar, dass nicht die Entwicklungsländer, sondern die G20-Länder ihre eigenen, bei der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 vereinbarten Klimaziele verfehlen, die den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur unter zwei Grad Celsius halten sollen. Verantwortlich gemacht werden dafür zu niedrige Investitionen in erneuerbare Energien. Kann man den Effekt erneuerbarer Energien auf die Erderwärmung wirklich voraussagen?

Ein beziehungsorientierter Wirtschaftsplan für Europa und darüber hinaus fragt nicht zuerst nach Klimazielen, sondern danach, welche Gefahren im Jetzt die Welt bedrohen und wie ihnen begegnet werden kann. Dabei stellt ein auf Schulden basierendes Finanzsystem und die daran gebundene Funktionsweise der Kapitalmärkte einen der größten Risikofaktoren für die Beziehungen zwischen Völkern, Institutionen, Interessengruppen und Individuen und im Blick auf zukünftige Generationen dar, wie uns einschneidende Wirtschafts- und Finanzkrisen bereits vor Augen geführt haben. Europa braucht einen Weg, um nachhaltige Investitionen zu stimulieren, ohne die beispiellose Schuldenlast weiter zu erhöhen, sondern zu reduzieren, weil diese kurz- und mittelfristig verheerenderen Schaden bringen könnte als anerkannte Bedrohungen wie der Anstieg des Meeresspiegels.

Klimaveränderungen sollen nicht ignoriert, sondern Maßnahmen zur Anpassung unserer Lebensweise und zur Gefahrenabwehr den notwendigen Platz erhalten. Wir werden weder das Klima noch die Welt retten, noch kommende Naturkatastrophen verhindern (Lk 21,11). Aber wir können in Verantwortung vor Gott der Gesellschaft zum Besten dienen und die Auswirkungen kommender ökologischer Veränderungen begrenzen.

Eine verantwortliche Klimapolitik investiert deshalb nicht zuerst in Klimaziele, sondern in Anpassungsmaßnahmen, technologische Innovation und Katastrophenschutz. Das ist kein Fatalismus, sondern Nüchternheit. Eine nachhaltige Umweltpolitik kann auf einer ethischen Grundlage entwickelt werden, die den Zusammenhalt in der Gesellschaft bewahrt und international in gegenseitiger Achtung der Nationen und ihrer Prioritäten agiert.

 

Karin Heepen

Bundesvorsitzende

Bündnis C – Christen für Deutschland

30.07.2019

 

Thema: Denke einmal nach! | Beitrag kommentieren

648. Politiker und Bürger Deutschlands – wie wäre es damit?

Freitag, 7. Juni 2019 | Autor:

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Liebe Blogbesucher,

als ich dieses Gebet gelesen habe, musste ich sofort an die Zustände in Deutschland denken. Da ich glaube, dass Gott nichts unmöglich ist, habe ich dieses Gebet des Senators für alle unsere Politiker in Deutschland stellvertretend gebetet. Die Wahrheit ist in Deutschland relativiert worden. Ich glaube aber, dass Gott unseren Land noch eine Gnadenzeit schenkt, soll heißen, es ist noch ein Zeitfenster offen, dass uns Gelegenheit gibt von all den verkehrten Wegen umzukehren. Wenn wir dies nicht tun, müssen wir die Konsequenzen tragen. Schon viele Nationen haben dies erleben müssen. Ich würde mir wünschen, dass viele Menschen dieses Gebet in ihr Herz aufnehmen und einen Entschluss zur Sinnesänderung ausführen.

Meine Frage:

Wer ist der erste Politiker im deutschen Bundestag der solch ein Gebet von Herzen spricht? Man könnte sicher sein, dass sich auch in Berlin der Saal bei bestimmten Parteien leeren würde.

 

 

 

Zum Nachdenken

 

Das Gebet des Senators

 

Als Senator Joe Wrigth gebeten wurde, in Topeka, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Kansas, die neue Wahlperiode des Senats zu eröffnen, erwarteten alle Teilnehmer die üblichen Allgemeinsätze, hörten jedoch folgendes Gebet:

 

„Himmlischer Vater,

wir treten heute vor Dich und bitten um Vergebung und suchen Deine Weisung und Führung. Wir wissen, daß Dein Wort sagt: Wehe denen, die Böses gut nennen’, aber genau das haben wir getan.

 

– wir haben unser geistliches Gleichgewicht verloren und unsere Werte verdreht. Wir bekennen das.

Wir haben die absolute Wahrheit Deines Wortes lächerlich gemacht und das Pluralismus genannt.

– wir haben Perversion gut geheißen und das alternativen Lebensstil genannt.

– wir haben die Armen ausgebeutet und das ihr Los genannt.

– wir haben Faulheit belohnt und das Wohlstand genannt.

– wir haben unsere Ungeborenen getötet und das Selbstbestimmung genannt.

– wir haben Menschen, die Abtreibungen vornahmen, entschuldigt und das Recht genannt.

– wir haben es vernachlässigt, unseren Kindern Disziplin beizubringen und das Selbstachtung genannt.

– wir haben Macht mißbraucht und das Politik genannt.

– wir haben den Besitz unseres Nachbarn beneidet und das Strebsamkeit genannt.

– wir haben den Äther mit Pornographie und weltlichen Dingen verschmutzt und das Pressefreiheit genannt.

– wir haben die Werte unserer Vorväter belächelt und das Aufklärung genannt.

 

Erforsche uns, o Herr, und erkenne heute unser Herz, reinige uns von allen Sünden und mach uns frei davon. Führe und segne die Männer und Frauen, die gesandt sind, um uns in das Zentrum Deines Willens zu führen, daß wir offen danach fragen im Namen Deines Sohnes, des lebendigen Erlösers, Jesus Christus”.

Die Antwort kam sofort. Einige der Abgeordneten verließen schon während dem Gebet provokativ den Saal. In den folgenden sechs Wochen gingen mehr als 5000 Telefonanrufe in der Kirche ein, in der Senator Joe Wrigth auch Pastor ist. Nur 47 Anrufer reagierten negativ.

Weiter erhielt die Kirche Bitten um Kopien des Gebets aus vielen Ländern, z. B. aus Indien, Afrika und Korea.

In einem Radiokommentar strahlte Paul Harvey das Gebet in der Sendung “The Rest of the Story” aus und bekam daraufhin mehr Zuschriften, als er je zuvor zu irgendeiner Sendung bekommen hatte.

Mit der Hilfe des Herrn möge dieses Gebet über unsere Nation hinwegfegen und eine tiefe Sehnsucht in unseren Herzen wecken, eine Nation unter der Leitung Gottes zu werden.

 

(Quelle: Voice 01/2005)

Thema: Christ und Politik | Beitrag kommentieren

647. Klimaschutz – Offener Brief an Greta Thunberg

Sonntag, 5. Mai 2019 | Autor:

 

Liebe Blog Besucher,

das Thema Klimaschutz ist seit Jahren in aller Munde, und dieses Thema wird von einer gewissen Spezies sehr ideologisch angeheizt und auch für viele andere Nebenschauplätze benutzt. Darum hat mir der Beitrag von Frau Karin Heepen so gut gefallen, weil er in unaufgeregter und sachlicher Weise dieses Thema sehr gut beleuchtet. Es ist natürlich auch nicht erstaunlich, dass die Bundesvorsitzende der neuen christlichen Partei “Bündnis C” dazu etwas zu sagen hat, weil Gott den Menschen diese Erde anvertraut hat, sie zu bebauen und zu bewahren. Das sollte auch ein Aspekt von Gottes Furcht sein, was aber ein Großteil unserer Bevölkerung nicht mehr kennt.

 

Liebe Greta,

 

Du streikst fürs Klima, mittlerweile mit vielen tausenden Schülern zusammen. Ja, das Klima ändert sich an vielen Orten in der Welt. Die Wissenschaftler sagen, das liegt daran, dass wir zu viel Kohle, Gas, Öl, Holz, … verbrennen. Das kann sein. Aber die Alternativen müsst Ihr erst noch mit schaffen.

 

Oder wollt Ihr im Winter im Kalten sitzen ohne Heizung? Wollt Ihr Industriebetriebe einfach abschalten, weil sie zu viel Energie verbrauchen? Wollt Ihr weniger herumreisen und fliegen und Euch dafür zuhause mehr um Eure Familien und Freunde kümmern? Wie wollt Ihr Euch was zu essen kochen und wo die Tiefkühlpizza einfrieren? Woher kommt der Strom für die Server, die Eure digitale Welt versorgen? Und woher der Strom für die Elektroautos, die nur noch fahren sollen?

 

Natürlich kann man Kerzen anzünden, wenn der Strom ausfällt. Aber die sind auch schädlich, sagt man. Man kann AKWs und Kohlekraftwerke abschalten. Aber dann verlassen wir uns auf Gas und Öl aus anderen Teilen der Welt, wenn Wasser, Wind und Sonne nicht reichen.

 

Ihr habt recht, vieles kann und muss man noch erfinden, damit wir weniger Öl und Kohle verbrauchen, die irgendwann zu Ende gehen. Dafür brauchen wir Euch, dass Ihr in der Schule und im Studium lernt, wie das geht, forscht und geniale Ideen in die Tat umsetzt. Die Welt wird nicht auf Demonstrationen verändert, sondern von denen, die täglich dafür ihre Arbeit tun.

 

Ihr habt recht, wir brauchen kein Wirtschaftswachstum um jeden Preis und keinen sinnlosen Konsum, der immer mehr Müll produziert. Weil wir in unserem Teil der Welt mehr als genug haben und verbrauchen, auch auf Kosten anderer. Wir können auf manches verzichten und bescheidener leben. Aber dazu können wir nicht andere zwingen, sondern nur bei uns selbst anfangen. Und dazu brauchen wir neue Wirtschaftsmodelle, die miteinander funktionieren und alle beteiligen. Dafür müsst Ihr gute Ökonomen werden, sie mit erfinden und in die Tat umsetzen.

 

Und Ihr habt recht, wir sind eine Welt und füreinander verantwortlich. Wir müssen uns gegenseitig helfen, auch in den Katastrophen, die wir auf dieser Erde erleben. Auch dadurch erleben, dass sich das Wetter ändert. Aber wir werden diese Naturkatastrophen nicht verhindern können. Dafür sind wir als Menschen zu klein. Über das Klima haben wir keine Macht.

 

Ihr habt Recht, wir dürfen nicht weiter Raubbau mit unserer Erde betreiben. Aber wer immer Euch antreibt, dass Ihr diesen Planeten retten müsst: das müsst Ihr nicht und das könnt Ihr nicht. Es gibt schon einen Retter der Welt: Jesus Christus.

 

Die Erde und alles, was drauf ist, wurde von einem genialen Schöpfer geschaffen, Ihr auch! Er wacht über unsere Welt, über Sonne, Wind und Wetter, auch über Euch und Eure Zukunft. Unser Leben und das unserer Erde ist in Seiner Hand. Dieses Leben sollen wir schützen und nicht weiter verderben: Menschen, Tiere, Pflanzen, Bodenschätze, Landschaften, Luft und Meere. Das können wir, und das wollen wir mit Euch gemeinsam tun.

 

Aber unseren Planeten werden wir damit nicht retten. Das ist Utopie. Irgendwann, zu Gottes Zeit, werden der Himmel und diese Erde vergehen. Das ist aber nicht das Ende, sondern der Anfang einer neuen Welt, die Gott bereits schafft, ohne Egoismus und Machtgier. Lasst Euch von Jesus Christus in diese neue Welt hineinrufen, heute, damit sie jetzt und hier schon beginnt – mit Euch und uns, mitten auf unserer geplagten Erde.

 

Wir lieben Euch.

 

Quelle: Magazin Nr.13 – 2019/2 “EINDRUCK”

Autorin: Karin Heepen, Bundesvorsitzende Bündnis C – Christen für Deutschland

Thema: Wichtiges! | Beitrag kommentieren

646. Geistlicher Missbrauch

Samstag, 15. Dezember 2018 | Autor:

Hirte in Bethlehem-Yeshua.at

Liebe Blogbesucher,

dieses Thema ist in vielen christlichen Gemeinden sehr aktuell. Mehr will ich dazu von meiner Seite nicht sagen. Bilden Sie sich selbst eine Meinung.

Geistlicher Mißbrauch

Ich erinnere mich noch sehr lebhaft an die erste Zeit nach meiner Bekehrung. Es gab nur Jesus für mich. Zeit mit Ihm zu verbringen war das Schönste im Leben. Ihn zu lieben war mein ganzer Herzenswunsch. Mit anderen Gläubigen den Herrn zu preisen – einfach herrlich! Füreinander zu beten – wunderbar, wie wir die Liebe Gottes ganz praktisch erfahren haben.

Wir alle konnten nicht genug davon bekommen. Es war so schön! Endlich wahres Leben, so ganz anders als in der Welt, aus der Jesus uns heraus gerettet hat. Endlich frei, voller Liebe, Gnade und Barmherzigkeit! Das ist es, was der Herr unter Gemeinde versteht!

 

Er baute wunderschöne Beziehungen unter uns Gläubigen, die unser Leben so bereicherten.

 

Das alles änderte sich schlagartig, als andere Einflüsse in unsere Kreise kamen und wir in Gemeinden, Hauskreise und dergleichen waren, wo nicht mehr nur Jesus im Mittelpunkt stand. Ja, es wurde so geredet; aber es war nicht so. Menschen standen im Mittelpunkt. Menschen haben geleitet, nicht der Heilige Geist auf ganz natürliche Weise. Leiter haben nicht demütig gedient, sie haben geherrscht. Wir sollten einem ‘geistlichen Programm’ folgen. Es wurde definiert und in Punkten aufgeschrieben, wie ‘Nachfolge von Jesus’ auszuschauen hat. Wo kamen alle diese Regeln her?

Wir kamen in Gemeinden und Gruppen, in der geistlicher und seelischer Mißbrauch betrieben, gebilligt und gedeckt wurde. Und das wurde noch dazu im Namen des Herrn gerechtfertigt.

 

“Im Licht leben”

 

Ich habe viele Zeugnisse von Christen (und auch Ungläubigen) gelesen und gehört, die Mißbrauch in christlichen Gemeinden oder Hauskreisen erlebt haben. Ihre Erfahrungen sind sehr ähnlich. Einige von ihnen kennen das seit kurzer Zeit. Manche haben schon viele Jahre damit Erfahrung. Es fängt oft klein an, und wird immer schlimmer.

Der entscheidende Punkt ist wahrscheinlich der, daß es den Menschen, die Mißbrauch betreiben, nicht um den Vater und Seine Ehre geht, sondern um sich selbst. Es geht ihnen nicht um Beziehungen, sondern um Macht. Dabei wird oft so vorgegangen, daß betroffene Menschen, die Probleme ansprechen, selber zum angeblichen Problem gemacht werden. Das (scheinbar) gute Bild nach außen hin soll gewahrt werden. Viele Dinge werden unter den Teppich gekehrt. Es wird versucht, den Leuten ‘einen Maulkorb umzubinden’. Menschen sollen mit verschiedensten, gottlosen Mitteln dazu gebracht werden, zu schweigen. Sie werden unter Druck gesetzt. Die Freiheit wird genommen. Durch Schuldgefühle sollen sie zum Schweigen gebracht werden. Wenn jemand dann nicht mit der ‘Gemeinde-Linie’ übereinstimmt oder etwas anders sieht (selbst wenn es biblisch ist!), muß er gehen. Der Herr und Sein Wort werden nicht gesucht, um Probleme zu lösen. Alle die unzähligen Mahnungen aus dem Buch der Sprüche, korrigierbar zu sein, bleiben unberücksichtigt. Ja, wer korrigiert eigentlich den Pastor?

Dieses Phänomen tritt nicht nur in christlichen Gemeinden auf, es ist überall in der Welt. Der religiöse Geist wirkt in der Welt und vielerorts in der Gemeinde. In religiösen Kreisen verstärkt es sich noch dadurch, daß angeblich ‘im Namen Gottes’ gesprochen und gehandelt wird. Es ist ganz so, wie es Jesus in Matt 10:17-18 beschreibt: “Nehmt euch vor den Menschen in acht, denn sie werden euch den Gerichten überliefern und euch in ihren Synagogen [Gemeinden, Amtsgebäuden, …] geißeln. Auch vor Statthalter und Könige [Obrigkeiten, Leiter] werdet ihr um Meinetwillen geführt werden.” Ich habe es selber erlebt, wie Menschen, die ich für Freude gehalten habe, durch blindes Folgen der Gemeindeleitung plötzlich gegen mich standen. Unsere Freundschaft spielte nur mehr eine untergeordnete Rolle.

Dabei wollen viele, die Probleme ansprechen, sehr oft nur offen und ehrlich über Dinge sprechen. Es liegt ihnen sehr viel an Beziehungen. Sie haben zum Ziel, Probleme auch wirklich zu lösen!

 

Die Folgen

 

von geistlichem und seelischem Mißbrauch sind katastrophal: viele wertvolle Brüder und Schwestern im Herrn werden desillusioniert und demotiviert. Beziehungen werden zerstört; Freude geht verloren; es geht nicht mehr nur um Jesus; und die herzliche Gemeinschaft zueinander … ist weg! Es ist genau, wie Jesus sagt: “Die Liebe der Vielen erkaltet” (Matt 24:12) – als Folge von Sünde.

Gemeinde wird als eine Organisation, als Strukturgebilde gesehen. Es wird wie bei einem Verein gehandelt. ‘Veranstaltungen’ werden abgehalten. Kaum Platz für echte, biblische Gemeinschaft von Herz zu Herz miteinander. Dabei ist Gemeinde doch ein dynamischer Organismus, der vom Herrn abhängig ist und wirklich nur von Ihm geleitet wird!

 

Dominanz, Kontrolle, Manipulation

 

sind die die drei Hauptwaffen, die in diesen Fällen eingesetzt werden. (Das kann übrigens nicht nur in Gemeinde-Situationen, sondern im Alltag genauso sein. Es kann bei einem Ehepaar auftreten, bei einem Besuch von Freunden, in Firmen, in der Politik, bei Behörden, usw..) Worum geht es dabei?

 

Dominanz sagt: ‘Das, was ICH will, muss geschehen.’

 

Kontrolle sagt: ‘Ich werde überprüfen, ob das, was ich will, geschieht.’

 

Manipulation sagt: ‘Ich werde dafür sorgen, dass das, was ich will, geschieht.’

 

Es sehr gutes Beispiel dafür sehen wir in Johannes 9. Jesus, unser wunderbarer Erlöser und Messias, ist voller Barmherzigkeit für einen blinden Mann. Er heilt ihn! Den geistlichen Leitern paßt es nicht in ihr (falsches!) religiöses Denken, denn Yeshua hatte an einem Shabbat geheilt. Anstatt sich über das Wunder des Herrn zu freuen, quälen sie den Mann mit Fragen. Sie verhören ihn, setzen ihn unter Druck. Sie glauben ihm nicht, haben eine vorgefasste Meinung. Der Mann entgegnet ihnen mit einfachen, ehrlichen Antworten. Ihre Schlechtigkeit wird bloßgestellt. Da greifen sie noch mehr zu den Waffen der Finsternis und begehen geistlichen und seelischen Mißbrauch: “Sie antworteten und sprachen zu ihm: ‘Du bist ganz und gar in Sünden geboren, und du willst uns belehren?’ Und sie stießen ihn aus.” (Joh 9:34)

Es ist sehr aufschlußreich, was hier geschieht. Die Leiter stellen sich über den ‘einfachen Mann’. Sie sind stolz. Sie operieren mit Schuldgefühlen (“Du bist ganz und gar in Sünden geboren”). Sie machen ihn klein und überheben sich über ihn. Dann pochen sie auf ihre (angebliche) geistliche Autorität, … weil sie doch die Leiter sind! (“Und DU willst UNS belehren?”) Und dann entfernen sie ihn aus der Gemeinde (“Und sie stießen ihn aus.”). Wahrheit wurde nicht gesucht, eine Beziehung wurde zerstört.

Doch es ist noch nicht vorbei. Jesus begegnet diesem Mann! Und Er zieht ihn zu Sich. Er hatte ihn körperlich geheilt, jetzt heilt er ihn geistlich (“Glaubst du an den Menschensohn?”) und seelisch.

 

Dominanz, Kontrolle und Manipulation sind die Hauptmittel, wie geistlicher Mißbrauch geschieht.

 

 

Das stößt viele Menschen ab und es ist ein Grund, warum der Leib Christi so klein ist. Gläubige gehen oder werden gegangen, Ungläubige bleiben von vorn herein fern. Verständlich, wer will bei so einem Verein dabei sein?

 

Geistlicher Mißbrauch geschieht dort, wo

  • es nicht mehr nur um den Herrn geht
  • nicht Wahrheit gesucht wird
  • Menschen Jesus verdrängen
  • unbiblische Hierarchie herrscht – biblisches Leiten geht anders: “dienen”, “ihr alle seid Brüder”
  • Freiheit im Herrn genommen wird
  • mit Schuldgefühlen gearbeitet wird
  • dem Perfektionismus freien Lauf gegeben wird
  • nach außen hin ein gutes Bild gewahrt werden soll
  • andere unter falschen Druck gesetzt werden
  • anderen Schuld zugewiesen wird, statt das eigene Herz zu durchforschen

 

 

Mißbrauch des Wortes Gottes

 

Ein ‘beliebtes’ Mittel ist auch das angebliche(!) prophetische Wort. Es ist ein Mißbrauch im Namen Gottes. Dem anderen wird vorgesetzt: ‘Gott sagt das und das – du MUSST es tun. Wenn nicht, dann versündigst du dich gegen den Herrn.’ Er ist ungehorsam! Er ist rebellisch! Aber – ist es wirklich ein Wort vom Herrn gewesen? Ich habe zum Beispiel selber erlebt, wie die Frau eines Pastors zu mir kam und ein ‘Wort vom Herrn’ weitergab. Dabei meinte sie, ich solle doch die Probleme, die es zwischen ihnen und mir gibt, ignorieren und die Gemeinde verlassen. Dann würde ich in meinem Dienst aufblühen. Der Hintergrund: ich hatte die Leitung auf verschiedene unbiblische Dinge in der Gemeinde angesprochen. Sie wollte das nicht hören und wollte mich auf diese Art ‘loswerden’, damit sie ‘ungestört’ weiter machen könnten. Durch Unterscheidung im Geist hat der Herr mir geholfen, klar zu sehen.

Ein anderes, erschreckendes Beispiel des Mißbrauches habe ich vor Kurzem selber miterlebt: Eine Großmutter war alleine, der Großvater war vor ein paar Wochen gestorben. Eine der Töchter hatte mit Familie bei ihr im Haus mitgelebt, auch andere waren da, um der alten Dame zu helfen. Die Zeit kam, daß diese junge Familie von der (Groß-)Mutter in ein anderes Land zog. Als sie umzogen, sagte die Großmutter zu ihrem 5-jährigen(!) Enkel: “Na, gehst Du weg und läßt deine arme, alte Großmutter ganz alleine?” Sie machte einem 5-jährigen Buben Vorwürfe. Sie erzeugte Schuldgefühle, die ihn natürlich überforderten. Seelischer Mißbrauch in der Familie.

 

Autorität

 

Wir alle haben in unserem Leben Autoritätspersonen. Dabei gibt es 2 Gruppen: solche, die der Herr eingesetzt hat (wie z. B. unsere Eltern) und solche, die wir selber gewählt haben. Es sind Menschen, die wir schätzen, ehren und respektieren. Wir erlauben ihnen, in unser Leben zu sprechen. Mit anderen Worten, wir hören auf sie. Wir lassen uns von ihnen etwas sagen. Das alles geschieht aber – und das ist entscheidend und gleichzeitig sehr schön – in Freiheit! Geistlicher oder seelischer Mißbrauch geschieht dort, wo diese Freiheit verletzt wird. Es tritt dort auf, wo Autoritätspersonen ‘höher’ als andere gesehen werden oder sich über andere drüberstülpen. Wo Jesus doch sagt: “Ihr seid alle Brüder.” (Matt 23:8) Oder wo der Leiter zu wichtig wird, denn er nimmt eine Position ein, die nur Jesus haben soll! Das kann speziell bei jüngeren oder unsicheren Menschen auftreten. Denn Vorbilder zu haben ist nicht schlecht. Paulus hat Timotheus ermutigt, sich an ihm ein Beispiel zu nehmen. Und speziell jüngere und unsichere Menschen wollen ‘dazu gehören’.

Autorität ist etwas, was 1. Gott gibt und 2. Menschen geben. Echte Autorität kommt von Gott. Er gibt Mose Autorität. Er salbt David zum König. Er setzt Männer als Häupter der Familie ein. Und diese, von Gott gegebene Autorität wird von Menschen anerkannt. Das Volk Israel hatte Mose als Anführer angenommen. Sie hatten gesehen, daß er wirklich von Gott berufen war (Ex 4:31). Das Volk machte David zum König und erfüllte so, was Gott durch den Propheten Samuel bereits getan hatte (2 Sam 2:4; 2 Sam 5:1-5). Frauen respektieren und akzeptieren die Leitung der Männer, ohne sich fürchten zu müssen (1 Pet 3:1-6).

Der Vater im Himmel hat alle wahre Autorität. Er hat sie Jesus gegeben (Matt 28:18). Jesus verteilt sie an verschiedene Menschen. Das betrifft alle Bereiche unseres Lebens. Männer in den Familien, Eltern über Kinder, Leiter in Gemeinden, Lehrer, staatliche Obrigkeiten, usw.. Johannes der Täufer lehrt uns: “Kein Mensch kann sich etwas nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel her gegeben ist.” (Joh 3:27) Wenn sich jemand selbst zum Pastor ernennt, ist er deswegen noch lange nicht von Gott eingesetzt. Wenn sich jemand selber als Prophet aufspielt, ist er deswegen nicht von Gott gesandt. Es ist eine Frage der Persönlichkeit: viele Beispiele gibt es, bei denen Menschen aus Mangel oder einem Schrei nach Anerkennung sich selber etwas genommen haben, um ‘etwas zu gelten’. David wartete nach seiner Salbung zum König auf die Zeit des Herrn, zu der Er Sein Wort bestätigte und erfüllte.

 

Die Lösung

 

Mißbrauch zu erleben verletzt tief. Oft haben wir nach Mißbrauch eine Überreaktion: ‘Ich will gar nichts mehr damit zu tun haben.’ Nicht selten rebellieren wir gegen jede Autorität. Das ist kein guter Weg. Wir sollten fragen: ‘Ich habe etwas Falsches erlebt. Herr, wie ist es richtig?’

Ich habe diese Art von Mißbrauch persönlich von Pastoren, Lobpreisleitern, Hauskreisleitern und viele anderen Menschen erlebt. In katholischen Kreisen, evangelischen, freikirchlichen, charismatischen, evangelikalen Gemeinden, Brüdergemeinden, bei Baptisten. Es ist keine Frage der Denomination. Es tritt dort auf, wo Menschen sind. Menschen, die nicht vom Herrn geführt sind. Deswegen ist es so wichtig, daß unser Herz rein ist, wir eine starke, persönliche Beziehung zum Vater haben, Seine Stimme gut hören, bereit sind, korrigiert zu werden, demütig sind und gehorsam leben.

 

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn! Wenn wir vor dem Herrn rein sein wollen, müssen wir zuerst auf unser eigenes Herz schauen.

 

Die Lösung? Statt Stolz, Demut. Statt Herzenshärte, Barmherzigkeit. Fokussieren auf Jesus. Mein Ich muß sterben. Beziehungen sind wichtiger als Rechthaberei.

 

Diese Schritte können helfen:

 

  • Voll auf Jesus ausgerichtet sein und Ihm vertrauen. Dann werde ich fest stehen und auch nicht unsicher sein.
  • Stark im Wort Gottes sein, um nicht verführt zu werden.
  • Unterscheidung im Geist haben.
  • Vergeben, wo ich Mißbrauch erlebt habe; Jesus um Freisetzung und Heilung bitten. Vorsicht vor Überreaktionen!
  • Gute Beziehungen zu anderen Menschen, die Jesus lieben, pflegen.
  • Es kann notwendig sein, dass wir falsche Autoritätspersonen aus unserem Herzen entfernen müssen. Ich meine damit nicht unbedingt, die Beziehungen abzubrechen (obwohl das manchmal notwendig ist – vielleicht nur vorübergehend). Sondern ein Grund, warum wir mißbraucht werden konnten, ist, daß wir den falschen Personen in unserem Leben Autorität gegeben haben. Daß Timotheus Paulus als Vorbild hatte, war gut. Wenn er aber Demas als Vorbild gehabt hätte, wäre es schlecht gewesen (2 Tim 4:10). Prüfen wir vor dem Herrn, wem wir vertrauen. Prüfen wir ALLES – ganz egal, wer es sagt – und behalten wir das Gute (1 Thess 5:21 – das wird gerade im Bezug auf ein ‘Wort vom Herrn’ gesprochen!).
  • Unser Gehorsam ist alleine Gott gegenüber – nicht Menschen. (Gal 1:10)Wir sind nicht dazu verpflichtet, dem Leiter zu folgen oder zu gehorchen, was immer er sagt. Wir folgen dem Herrn und Seinem Wort – nicht dem, was Menschen sagen. Aufgabe der Leiter ist es, die anderen bei ihrem geistlichen Wachstum zu fördern.
  • Wenn du Leiter bist, frage den Herrn: ‘Habe ich Menschen mißbraucht oder verletzt?’ Wenn ja, suche aktiv Heilung der Beziehungen.
  • Wenn du Leiter bist, frage dich: ‘Hast mich wirklich der Herr dazu berufen?’. Wenn Nein, bitte sei demütig und überlaß es demjenigen, den der Herr wirklich berufen hat. Wenn ja, frage weiter: ‘Höre ich vom Vater oder bestimme ich unser Gemeinde-Programm?’. Das hat nichts mit Jesus zu tun. Sondern: zu Seinen Füßen sitzen und warten, bis Er spricht. Dann gehorsam sein und dienen. Nimm dir David als Vorbild, wie er jeden Schritt mit dem Herrn gemacht hat. Er hat oft gefragt: ‘Herr, soll ich das oder das tun oder nicht?’
  • Sowohl persönlich, als auch in einer Gemeinde-Situation ist es vorrangig Gottes Ziel, in alle Wahrheit zu führen und Beziehungen aufrecht zu erhalten.
  • Leider ist nicht selten der einzige Weg, wegzugehen und echte Gemeinschaft im Herrn wo anders zu suchen und zu finden.

 

Der Herr kennt unsere Situation und weiß um alles Bescheid. Eine Situation nach Mißbrauch ist eine große Gelegenheit, dem Vater noch viel näher zu kommen. Er wird die, die mit ehrlichem Herzen suchen, auch finden lassen. Er führt uns auf grüne Weiden. Er kann und wird alle Wunden von geistlichem oder seelischem Mißbrauch heilen, wenn wir zu Ihm kommen. Denn Er ist … der gute Hirte unserer Seelen!

 

“Jahwe ist mein Hirte, ich leide nicht Not. Auf grünender Weide läßt er mich lagern.” (Ps 23:1-2)

 

“Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu töten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Fülle haben. Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe.” (Joh 10:10-11)

“Denn ihr seid umhergeirrt wie Schafe; nun aber seid ihr heimgekehrt zum Hirten und Hüter eurer Seelen.” (1 Pet 2:25)

Autor – Helmut Leinfellner

Quelle: Yeshua.at

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645. Die geistliche Verführung ist gefährlicher als die Verfolgung

Dienstag, 11. Dezember 2018 | Autor:

Idea Spektrum 26. 2016

Liebe Blogbesucher,

als ich den Artikel von Ulrich Parzany im Jahr 2016 im idea – Spektrum gelesen habe, ist mir sofort das Bibelwort 2.Tim. 3, Verse 1 – 9 eingefallen, und es bewahrheitet sich von Tag zu Tag mehr. Seit Beginn der Menschheit ist der Mensch Gott ungehorsam und muss darum die Folgen seines Ungehorsams auf tragische Weise erdulden. Leider muss man feststellen, dass auch viele Christen dem Wort Gottes gegenüber ungehorsam sind, allen voran die sogenannten Namenschristen die das Wort Gottes mit Füssen treten. Lesen Sie selbst die Fakten, die, die Christenheit in Deutschland und Europa zu verantworten haben.

Idea Spektrum 26. 2016

GESELLSCHAFT Nie hatten Christen in den westlichen Demokratien mehr Freiheiten als heute. Doch in diesen postmodernen Gesellschaften lauert auch die Gefahr der Gleichgültigkeit bzw. vor allem der Anpassung. Einer der bekanntesten evangelischen Pfarrer im deutschsprachigen Europa – Ulrich Parzany (Kassel) – über die Verführung der Christen heute in Europa.

 

Die komfortable Lage der Christen in Europa steht in krassem Gegensatz zur Verfolgung der Christen in vielen Teilen der Welt – auch in den Flüchtlingsunterkünften in Deutschland, wie vor kurzem Hilfsorganisationen veröffentlicht haben (idea berichtete). Auf diese Not wies in einem flammenden Aufruf „Vergesst die Christen nicht!“ auch die Journalistin Regina Mönch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (10. Mai, S. 11) hin:

 

„Wie kann es sein, dass sich in unserem Land, wo Hunderttausende ihre ‚Willkommenskultur‘ monatelang feierten und jeden angifteten, der auf offensichtliche Probleme hinwies, ein solcher Skandal ohne nennenswerte Gegenwehr entwickelte?“ Und sie weist auf den beschämenden Tatbestand hin: „Aber es gibt auch Bischöfe, die diese Not immer noch herunterspielen und, wie es neudeutsch heißt, darum keinen Handlungsbedarf sehen, zumal die ‚Beweislage‘ schwierig sei.“

 

Idea Spektrum 26. 2016

 

Wir haben alle Freiheit

Die europäischen Länder garantieren die Freiheit des Glaubens, die ungestörte Religionsausübung, die Versammlungsfreiheit, das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten. Diese Rechte stehen in Europa nicht nur auf dem Papier – wie in den Verfassungen vieler Staaten weltweit –, sie können gelebt werden und sind einklagbar. Davon gehen wir als Bürger der europäischen Länder selbstverständlich aus. Umso größer ist der Skandal, dass christliche Flüchtlinge diese Rechte faktisch nicht genießen können. Seit Jahren sind auch in Deutschland manche ehemalige Muslime, die Christen geworden sind, schutzlos den Todesdrohungen ihrer Familien oder des iranischen Geheimdienstes ausgesetzt und müssen sich verstecken. Nicht nur dieser Widerspruch weist daraufhin, dass wir Christen unsere Freiheit nicht angemessen nutzen. Nicht Verfolgung ist unser Problem, sondern Verführung.

 

Die ersten Christen zahlten oft mit dem Leben

Wir alle haben ein Grundbedürfnis nach Anerkennung und Bestätigung. Der Gefällt-mir-Daumen von Facebook könnte unser Erkennungszeichen sein. Er wird milliardenfach geklickt. Viele sind süchtig danach. Aber auch wer mit Facebook nichts zu tun hat, achtet darauf, was bestimmte Leute über ihn denken und sagen. Besonders bequem fühlt es sich an, wenn die Mehrheit so denkt, redet und handelt wie man selbst. Schwimmen mit dem Strom kostet keine Kraft.

 

Sie lebten gegen die Moral der Mehrheitsgesellschaft

Die Christen in den ersten Jahrhunderten schwammen gegen den Strom der Mehrheitsgesellschaft. Sie folgten Jesus, der in der Bergpredigt gesagt hat: „Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden!“ (Matthäus 7,13 f). Diese Christen lebten, wo nötig, auch gegen die Moral der Mehrheitsgesellschaft und bezeugten fröhlich ihren Glauben an Jesus. Sie zahlten dafür einen Preis – oft mit dem Leben. Dann wurde das Christentum im 4. Jahrhundert Staatsreligion. Die Christen kamen an die Macht. Sie nutzten sie leider auch zur Verfolgung ihrer Gegner. In Europa herrschte auch nach der Reformation der Grundsatz „cuius regio, eius religio“. Wer die Macht hatte, durfte bestimmen, was die Untertanen zu glauben hatten.

 

Religion wurde zur Privatsache …

Das hat sich erst im Zuge der Säkularisierung im 19. Jahrhundert und der Trennung von Kirche und Staat im 20. Jahrhundert geändert. Jetzt galt: Religion ist Privatsache. Der Einzelne durfte bestimmen, was er glauben wollte. Religion wurde nicht mehr vom Staat verordnet. Im deutschsprachigen Europa wurden die Kirchen weiter freundlich behandelt und hatten Einfluss in der Gesellschaft.

 

Das Evangelium muss frei verkündet werden

Die christlichen Erneuerungsbewegungen (Pietismus, Erweckungsbewegungen) begriffen die Chancen dieser Entwicklung. Die Zwangsverordnung des Christentums von oben hatte der Glaubwürdigkeit des Evangeliums von Jesus Christus geschadet. Wer zum Glauben zwingt, produziert Heuchelei. Das Evangelium aber muss frei verkündet werden. Liebe kann nicht zwingen. Menschen werden zu eigenen Entscheidungen eingeladen. Das nennen wir Evangelisation.

Foto Montage Agentur PJI Integration-Z1.

… und dann kam der Islam

In den westlichen Demokratien lebten Christen und Nichtchristen aller Art friedlich miteinander, so lange keiner versuchte, dem anderen seine Weltanschauung mit Gewalt aufzuzwingen. Man dachte, man hätte in Europa eine Art des friedlichen Zusammenlebens gefunden. In den letzten zwei Jahrzehnten aber mischte der radikale Islam die Lage wieder auf. Der Islam versteht sich eben nicht zuerst als Privatsache, sondern als Gemeinschaftssache. Mohammed war nicht nur Prophet einer privaten Religiosität, er war von frühen Zeiten an der politische und militärische Führer der muslimischen Gemeinschaft. Viele Europäer haben das zunächst gar nicht verstanden, weil sie Religion nur als Privatsache kannten. In den letzten Jahren schlug das gesellschaftliche Klima bei uns um. Viele sehen nun die freie, offene, pluralistische, demokratische Gesellschaft durch den totalitären Anspruch der Religionen wieder bedroht. Zunächst schien sich die Kritik gegen den Islam zu richten. Aber viele wie z. B. die „Neuen Atheisten“ oder der Münchener Soziologe Prof. Ulrich Beck (1944–2015) richteten ihre Kritik gegen alle Religionen, vor allem die monotheistischen mit ihrem exklusiven Wahrheitsanspruch. Die Christen versuchten, sich gegen die Kritik zu wehren. Sie verwiesen auf Toleranz und Liebe.

 

„Jetzt habt ihr Kreide gefressen“

Die Kritiker betonten dagegen die Jahrhunderte der Machtausübung der Kirchen durch die Staatsreligion. Motto: „Jetzt habt ihr Kreide gefressen, weil ihr keine Macht mehr habt.“ Das gesellschaftliche Klima der freundlichen Duldung ist in eine manchmal feindselige Stimmung gegenüber Christen, die ihren Glauben offen bekennen und ihn öffentlich vertreten, umgeschlagen. Und da entsteht unser Problem der Verführung.

 

„Wir wollen natürlich nicht missionieren“

Auch wir Christen möchten gern anerkannt sein. Bei Vorstellungen neuer Pfarrerinnen und Pfarrer in Zeitungen wird lobend erwähnt, was sie selber sagen: „Wir wollen natürlich nicht missionieren.“ Denn Mission ist pfui. Bischöfe sehen bei Nachrichten über misshandelte Christen in Flüchtlingsunterkünften keinen Handlungsbedarf. Sie wollen ja nicht als islamophob gelten – siehe oben.

 

Sind Evangelisationen nicht mehr zeitgemäß?

Nicht wenige Gemeinden halten öffentliche Evangelisationsveranstaltungen nicht mehr für zeitgemäß. Sie setzen auf persönliche Kommunikation. Das hört sich gut an. Es ist aber nicht wirklich gut, wenn sich Christen in die privaten Nischen zurückziehen, um nicht anzuecken. Das Evangelium ist eine persönliche Nachricht und eine öffentliche Botschaft. Gott ist nämlich der Schöpfer, Erhalter, Retter, Richter und Vollender des Universums. Kein privater Nischen-Götze. Er ist der Gott für alle. Er will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1. Timotheus 2,4). Die Verkündigung des Evangeliums von Jesus muss in die Öffentlichkeit. Wir haben alle Freiheit dazu. Keiner verbietet es uns, wenn nicht wir selbst.

 

Von Christus sprechen, ohne anderen zu nahe zu treten?

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) lässt aus Anlass des anstehenden Reformationsjubiläums verlauten, dass sie das Alleinstellungsmerkmal des christlichen Glaubens nicht mehr vertreten will. Die Apostel haben vor Gericht in Jerusalem über Jesus gesagt: „Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen gerettet werden“ (Apostelgeschichte 4,10). Die EKD erklärt: „Die Herausforderung besteht darin, von Christus zu sprechen, aber so, dass dabei nicht der Glaube des anderen abgewertet oder für unwahr erklärt wird. So wie für den Christen das Gehören zu Christus der einzige Trost im Leben und im Sterben ist, so ja auch für den Anhänger der anderen Religion sein spezifischer Glaube. Dies darf auf beiden Seiten des Gespräches anerkannt werden“ (Rechtfertigung und Freiheit, S. 58). Die Apostel sahen es anders als die EKD! Wie sieht nun das von der EKD erwähnte Gegenüber aus? Die Mehrheitsgesellschaft tickt nicht christlich. Doch wir möchten so gern anerkannt und bestätigt werden …

 

Konflikte sind für Christen unvermeidlich

Wenn ein Christ ehrlich sein will, aber das Pech hat, bei einem Unternehmer angestellt zu sein, der nicht tüchtig genug ist, um ehrliche Geschäfte zu machen, muss er um seinen Job fürchten. Wenn ein Prediger oder Pastor Geiz oder Habgier in seiner Gemeinde anprangert, muss er mit Spendenausfall rechnen. Wenn er Ehebruch und anderen außerehelichen Sex kritisiert, wird er vielleicht Mitarbeiter verlieren und die Spaltung seiner Gemeinde riskieren. Wenn ein Theologe die Bibel für Gottes Wort und für den allein gültigen Maßstab für Glauben und Leben hält, wird er als Fundamentalist beschimpft. Ob er in der Kirche noch einen Arbeitsplatz findet, falls er nicht schon drin und verbeamtet ist, ist unsicher. Wer sich gegen die Trauung gleichgeschlechtlicher Paare ausspricht, kommt für Leitungsämter – vom Dekan bzw. Superintendenten angefangen – in den Landeskirchen nicht mehr infrage.

 

„Ich bin okay, du bist okay“

Jeder Christ hat die Verpflichtung, von seinem Glauben an Jesus Christus weiterzuerzählen. Dabei besteht die Verführung darin, sich anzupassen. Sollten wir also nicht lieber vermeiden, die Menschen als Sünder zu bezeichnen? Nach dem Motto: „Ich bin okay, du bist okay.“ Oder: „Gott liebt uns alle, wie wir sind.“ Und stillschweigend klingt mit: Und wir dürfen bleiben, wie wir sind – selbstgerechte Ehebrecher, Geizkragen, Betrüger. Der Kunde ist König. Der Prediger ist beliebt. Aber diese „billige Gnade“ ist Betrug.

 

Diakonie ohne Evangelisation

Taten der Liebe, Diakonie und soziale Verantwortung, sind wesentliche Lebensäußerungen der Christen-Gemeinden. Aber die Verführung lauert auch hier. Für soziales Engagement werden die Christen gelobt. Wenn sie aber anderen offen und öffentlich von Jesus erzählen, werden sie oft als Sekten verachtet. Also lassen sie die Evangelisation – wenigstens vorläufig – und hoffen, durch soziale Dienste „gesellschaftlich relevant“ zu werden.

 

 

Wir haben so viele Möglichkeiten

Der einstige württembergische Landesbischof Gerhard Maier schrieb einmal: „Verführung ist für die Gemeinde gefährlicher als Verfolgung. Verfolgung eint die Gemeinde. Verführung spaltet sie. Verfolgung lässt das Echte hervortreten, Verführung das Unechte triumphieren.“ Ja, Verführung ist auch deshalb gefährlicher, weil sie schleichend wirkt. Hilfe kann nur kommen, wenn wir uns der schleichenden Gefahr bewusstwerden. „Ihr habt doch den Mann vom Kreuz im Kreuz“, sagte mir einmal ein Journalist, der die Christen aus fragender Distanz betrachtete. Ich füge hinzu: Und wir haben den auferstandenen und wiederkommenden Herrn Jesus vor uns. Der Rücken ist frei, die Zukunft ist offen. Keine Angst!

Die pluralistische, demokratische Gesellschaft bietet uns Wirkungsmöglichkeiten, wie sie wenige Christen in der Welt haben. Deshalb: Lasst sie uns nutzen – alle und überall!

 

Autor: Ulrich Parzany

Quelle – idea Spektrum

Thema: Deutschland wach auf! | Beitrag kommentieren

644. Weihnachtsmarktreklame – gegen Jesus

Donnerstag, 6. Dezember 2018 | Autor:

Arno Backhaus

 

Liebe Blogbesucher,

Arno Backhaus ist ein Original von ganz besonderem Format. Ich durfte mit Ihm Mitte der 90er Jahre einmal ein Aktionswochenende in Bamberg verbringen und war begeistert von seiner Kreativität. Gemeinden die keine Ideen haben wie man die Menschen der Welt in den Fußgängerzonen der Städte mit der frohen Botschaft erreichen kann, sollten Arno einmal einladen und sich inspirieren lassen.

 

„Glauben sie ja nicht an Jesus!“

 

Mit diesem Schild stehe ich auf dem Weihnachtsmarkt und alle schauen mich verwundert an. Normalerweise macht man ja eher f ü r  etwas Reklame, aber so offen gegen etwas zu sein, dazu noch gegen Jesus, das fällt schon aus dem Rahmen. Antireligiöse Werbung haben die meisten bisher nicht erlebt. Viele Leute sind zwar nicht sonderlich für Jesus, sind aber auch nicht so gegen ihn, dass sie vor ihm warnen würden. Umso mehr reizt es sie, von mir zu erfahren, warum ich denke, dass sie nicht an Jesus glauben sollen. Passanten kommen zu mir, fragen mich, was mich zu dieser Aussage veranlasst. Ich sage ihnen, dass dieser Weihnachts-Jesus nichts mit dem Jesus der Bibel zu tun hat. Weihnachten ist neben dem Friedhof der Bereich wo am meisten gelogen wird:

 

  • Sie reden von Jesus, aber meinen ihre gefüllte Kasse;
  • sie singen von Frieden, aber verkaufen auf dem Weihnachtsmarkt den Kindern Plastikmaschinengewehre aus Taiwan;
  • sie geben unzählige “geistliche” Weihnachts- und Adventskonzerte aber meinen nur ihr Kunstverständnis für klassische Musik, statt geistlicher Inhalte;
  • sie hören begeistert unzähligen schwarzen Gospelgruppen zu, die die frömmsten Texte singen. Wenn die gleichen Texte von Weißen in Deutsch gesungen würden, würden diese als Fanatiker, Spinner, Schwärmer oder Sektierer abgestempelt;
  • sie erzählen vom Fest der Familie, aber flüchten in den sonnigen Süden um nicht mit den Eltern und Schwiegereltern zusammen sein zu müssen;
  • sie beten Jesus an, aber meinen ihre Gefühle;
  • sie sprechen von der Zeit der Besinnung, aber keine Zeit ist hektischer als diese;
  • sie spenden für Hilfsbedürftige aber befriedigen nur ihr schlechtes Gewissen;
  • sie predigen, dass Gott Mensch wurde, unternehmen aber nichts dagegen, dass in keiner Zeit wie dieser so viele unmenschliche gewaltverherrlichende DVD- und Computerspiele verkauft werden.

 

Wird vielleicht deshalb in dieser Zeit so viel Glühwein konsumiert, um das ganze Lügengebäude ertragen zu können? „Glauben sie ja nicht an Jesus!“ An den Jesus, der hier auf dem Weihnachtsmarkt „verkauft“ und vermarktet wird, sollen sie nicht glauben. Der ist nur zuständig für zwei Monate gutes Geschäft, für die Kaufleute und für vier Wochen gutes Gefühl in der Familie. Dieser Jesus wird im November vom Boden oder Keller geholt, wird abgestaubt, und muss herhalten für Business und Emotionen. Dieser Teilzeit-Jesu ist aus Watte, oder Plastik. Der Jesus, der in der Bibel vorgestellt wird, ist aus Fleisch und Blut, an den können sie und sollten sie glauben. Er ist zuständig für das ganze Jahr, und nicht nur für Augenblicke der Freude, sondern auch des Leids, des Ärgers, der Frustration. Der Weihnachts-Jesus vernebelt meine Sicht, lullt ein, der Alltags-Jesus macht mich wach, verschafft mir eine klare Sicht für mich, meine Situation und diese Welt und Gottes Willen.

Autor – Arno Backhaus

Quelle – Homepage

 

Thema: Weihnachtsgeschichten | Beitrag kommentieren

643. Humanismus – Vorreiter des Antichristen

Donnerstag, 6. Dezember 2018 | Autor:

Derek Prince IBL

Liebe Blogbesucher,

ich kenne wenige Bibellehrer die mit einer solchen Tiefgründigkeit die Bibel ausgelegt haben wie Derek Prince. Ich durfte durch viele Vorträge und Videos viel für mein Glaubensleben von Ihm lernen. Darum gebe ich Ihnen hier einen Vortrag über ein nicht unwichtiges Thema des 21.Jahrhunderts nämlich “Humanismus” zur Kenntnis.

Wünsche Ihnen viel Gewinn für ihr eigenes Leben.

Humanismus: Vorreiter des Antichristen

“Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.”

(Eph. 6,12, Rev. Luther-Bibel)

 

Als Nachfolger Jesu Christi befinden wir uns in einem Himmel und Erde umspannenden Konflikt. Die Mächte, denen wir begegnen, sind “Personen ohne Körper” – böse, geistige Kräfte im Bereich des Unsichtbaren, die alle wahre Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit bekämpfen und danach trachten, die Herrschaft Satans weltumspannend zu errichten.

Unsere Verantwortung in diesem Konflikt ist einzigartig, denn Christus hat alleine uns den geistlichen Durchblick und die Waffen, die notwendig sind um den Sieg zu erlangen, anvertraut. Die Regierungen und Armeen dieser Welt, die ausschließlich auf natürlicher Ebene operieren, haben keinerlei Verständnis und Einsicht bezüglich dieses Konflikts, und sie haben auch nicht die Kraft und die Macht, um mit den satanischen Mächten im unsichtbaren Bereich angemessen umzugehen. Ganz im Gegenteil: Ohne es wahrzunehmen, werden sie von diesen Kräften manipuliert und kontrolliert.

Eine wesentliche Voraussetzung, um den Sieg zu erlangen, ist, das Wesen dieser Kräfte in ihrer Vorgehensweise in jeder Situation zu erkennen. In den vergangenen letzten Monaten habe ich tief über die Entwicklung in der Welt – im speziellen in den U.S.A und Israel – nachgedacht, und ich glaube, dass Gott mir das wahre Wesen der bösen, betrügerischen Kraft geoffenbart hat, die der Satan in Bewegung setzt, um in der Endzeit seinen Plan zur Vollendung zu führen. Es ist der HUMANISMUS.

Ich war immer der Meinung, dass der Humanismus eine verhältnismäßig harmlose Form der Lebenseinstellung sei. Als ich aber ein Lexikon zur Hand nahm, um mir einmal die Definition dieses Wortes anzuschauen, war ich überrascht, um nicht zu sagen bestürzt:

“Die Verneinung jeglicher Kraft oder moralischer Werte, die dem Menschen (der Schöpfung) übergeordnet ist; die Zurückweisung und Ablehnung von Religion zugunsten des Glaubens, dass sich die Menschen (die Schöpfung) aus eigenem Antrieb weiterentwickeln wird.”

Ich erkannte daraufhin, dass der Humanismus keine geistlich neutrale Kraft ist. Ganz im Gegenteil, es ist eine vorsätzliche Verneinung und eine Ablehnung der Kraft Gottes und seiner Autorität. Es ist eine anti-christliche Religion. Aus diesem Grund kann diese Anschauung – und sie wird es auch – im Lehrplan der Schulen angeboten werden und schiebt somit einen Riegel vor die christliche Lehre als solche.

So entschloss ich mich, Humanismus durch die Geschichte zurück zu verfolgen, angefangen beim Traum Nebukadnezars von einem Bildnis, dessen Kopf aus Gold war, seine Arme und seine Brust aus Silber, sein Leib und seine Lenden aus Bronze und seine Beine aus Eisen. Daniel legte dies so aus: Der Traum ist eine Vorschau auf heidnische Reiche, die sich wie folgt erheben würden: der Kopf war Babylon, Brust und Arme Media-Persien, der Leib und die Lenden Griechenland und die Beine Rom. (Dan. 2, 31-40)

Ein Hauptfaktor machte einen großen Eindruck auf mich, nämlich, dass die Organe, die zur Fortpflanzung dienen, in dem Teil des Bildnisses zu finden waren, die mit Griechenland zu identifizieren waren, Leib und Lenden. Mit meinem Hintergrundwissen der griechischen Philosophie bekam diese Erkenntnis für mich eine enorme Lebendigkeit. Mir wurde deutlich, dass es Griechenland ist, mehr als all die anderen angeführten Reiche, das sich – durch seine Philosophie – in späteren Kulturen fortpflanzen würde.

Zwei der frühen griechischen Philosophen, von denen wir noch heute Aufzeichnungen besitzen, sind Heraklitus und Protagoras. Drei der von ihnen überlieferten Aussagen lauten: “Alle Dinge sind im Fluss befindlich”, “Du kannst niemals zweimal in den gleichen Fluss eintreten” und “Der Mensch ist das Maß aller Dinge”. Es ist erstaunlich, in wie weit diese drei Aussagen den Grundgedanken des Humanismus zusammenfassen. Sie behaupten, dass alles relativ sei; es gäbe keine moralischen oder gesetzlichen Absolute; und der Mensch sei die höchste Autorität im Universum.

Es ist außerhalb des Blickfeldes dieser Studie zu analysieren, inwieweit diese Denkweise sich formgebend ausgewirkt hat, und zwar zunächst auf Europa – als Konzept der zeitgenössischen “Zivilisation”. Die Griechen verehrten den menschlichen Geist. Ein perfekter Geist, der sich selber betrachtet, über sich selber nachsinnt – das war das Konzept von Gott, das Aristoteles als gültig ansah. Denn er fand, dass nichts Geringeres es wert war, betrachtet zu werden. Aus dieser ganzen Philosophie hat sich der Rationalismus entwickelt.

Zusätzlich zu dieser Philosophie beinhaltete die griechische Kultur als ein weiteres Element die Überbetonung des athletischen Wettbewerbs. Ihre Olympischen Spiele repräsentieren das, was man als Vergötterung der athletischen Tapferkeit bezeichnen könnte. Und diese Einstellung ist im gegenwärtigen Jahrhundert wieder zu neuem Leben erwacht. Die Fernsehsendungen, die heute die weitest gehende Beachtung finden, sind die, welche die großen internationalen Sportwettbewerbe zeigen.

Die Griechen neigten ebenfalls dazu, die eheliche Beziehung zwischen Mann und Frau herabzuwürdigen, und die homosexuelle Beziehung zwischen zwei Männern als “intellektuell befriedigender” anzusehen. In ihrer Bildhauerei wurde die – ihrem Geschmack nach – ideale, männliche Körperform gewöhnlich nackt dargestellt, wogegen die weibliche Form immer mit irgendeiner Form von Kleidung bedeckt war.

Die sogenannten “Götter” der Griechen stellten alle die menschlichen, moralischen Unzulänglichkeiten zur Schau: Begierde, Unzucht, Eifersucht, Rachsucht und hinterlistige Täuschung – so wird also das völlige Fehlen jedweder bindender, moralischer Grundwerte deutlich erkennbar.

Diese Einstellung brachte den Menschen dazu, sich frei zu fühlen, sich selbst als Gott zu sehen, und seine eigenen moralischen Grundwerte festzulegen. Denn selbstverständlich kann man ja von Niemandem erwarten, dass er über dem Stand seiner eigenen Götter lebt.

All diese Auswirkungen dieses griechischen Humanismus wurden im gegenwärtigen Jahrhundert in der westlichen Kultur in zunehmendem Maße deutlich sichtbar. Jedoch im Jahre 1992 hat der Geist des Humanismus gegen die U.S.A und Israel einen gewaltigen Angriff gestartet. Eine Wolke undurchdringlicher geistlicher Dunkelheit senkte sich fast gleichzeitig über beide Nationen.

In ihren nationalen Wahlen in diesem Jahr drang die geistliche Macht in beide Länder ein, einerseits durch die Clinton-Administration in den U.S.A., und andererseits durch die Labor-Koalition in Israel. Die Kraft, die diesen beiden Regierungen ins Amt verhalf, war grober, purer Humanismus. Beide Regierungen stehen für offene und vorsätzliche Ablehnung der gerechten Gebote Gottes, und sie lehnen sich auf gegen den Bund, den Gott mit den Menschen gemacht hat, zunächst mit Mose und später dann durch Jesus Christus. Sie haben demonstriert, dass – wenn bis ins Ultimative durchgeführt – der Humanismus dazu verführt, alles zu glauben außer der Wahrheit, und alles zu tolerieren außer Rechtschaffenheit.

Diese Erhebung des Menschen ist eine Kraft, die letztendlich zur Erhebung des Antichristen führen wird, dessen Namen wird die Zahl eines Menschen sein (Off. 13, 18), der Mensch der Gesetzlosigkeit, der rebelliert, und sich über alles, was sich Gott nennt oder angebetet wird, hinwegsetzt und sich selbst zum Gott proklamiert (2.Thess. 2, 3-4).

Die Hl. Schrift offenbart uns, dass der Antichrist alle jene unter seinen Herrschaftsbereich bringen wird, die sich der Liebe zur Wahrheit entgegen gestellt haben. Aus diesem Grunde wird Gott eine Verblendung über sie kommen lassen, damit sie die Lüge – die Grundlüge – glauben. Das ist die, mit der Satan bereits unsere ersten Eltern betrogen hat: “Du wirst sein wie Gott…” oder “wie Götter”. Diese Erhebung des Menschen, den Platz Gottes einzunehmen, wird in eine “Zeit großer Gerichte” einmünden… eine Zeit weltweiten Leidens, so furchtbar, dass es sogar den Holocaust 1939-1945 übertreffen wird. (Math.24, 21-22).

Bevor aber diese “Zeit großer Gerichte” losbricht, hat Gott noch große Dinge mit Israel und seiner Gemeinde vor. Eine Erntezeit der Gnade wird der Erntezeit des Gerichtes vorausgehen. Gottes Vorbereitung für diese Zeit wird folgendermaßen in Sacharja 9, 13 zum Ausdruck gebracht:

…Ich wecke deine Söhne, Zion, gegen die bewährten Kämpfer Griechenlands …“

Die “Söhne Griechenlands” sind solche, die sich die Lüge des Humanismus zu eigen machen. Die “Söhne Zions” sind solche, die sich auf das unfehlbare Wort Gottes stellen; die sich beides, seine Verheißungen und seinen Bund inniglich zu eigen machen. Sie werden sich vom natürlichen Israel und den Traditionskirchen abwenden, und sich zum Israel Gottes und seinem Leib bekennen. Von ihnen wird man sagen:

” Sie überwinden ihn (Satan) durch des Lammes Blut und durch das Wort, und dadurch, dass sie ihr Leben nicht mehr lieben als Gott”.

Sie werden Menschen sein mit der überragenden Priorität in ihrem Leben, den Willen Gottes zu tun. Das ist ihnen wichtiger, als an ihrem Leben festzuhalten.

Wenn wir nun der Herausforderung gegenüber stehen, müssen wir uns folgende Frage stellen:” Bin ich bereit, fest zu stehen als einer der Söhne Gottes?”

Der Anzahl nach sind wir gewaltig in der Unterzahl gegenüber den Mächten des Humanismus. Dennoch können wir Mut fassen, wenn wir Asa, den König aus Juda, als Beispiel betrachten. Als er sich den Eindringlingen einer überragenden Armee gegenüber sah, verwandelte er die sichere Niederlage durch sein verzweifeltes, eindringliches Gebet in einen totalen Sieg. Für uns heute zeigt dieses Gebet ein wunderbares Modell auf, mit dem wir der selbsterhebenden Macht des Humanismus entgegen treten können.

“Herr, es ist nicht schwer, dem Schwachen gegen den Starken zu helfen. Hilf uns, Herr, unser Gott; denn wir verlassen uns auf dich, und in deinem Namen sind wir gekommen gegen diese Menge, HERR, du bist unser Gott, gegen dich vermag kein Mensch etwas.” (2. Chr. 14, 10, Rev. Luther-Bibel).

Lasst uns vereint im Gebet stehen!

 

„HERR, außer dir ist keiner, der helfen könnte

im Kampf zwischen einem Mächtigen und einem

Kraftlosen. Hilf uns, HERR, unser Gott! Denn wir

stützen uns auf dich, und in deinem Namen sind

wir gegen diese Menge gezogen. Du bist der

HERR, unser Gott! Kein Mensch kann etwas

gegen dich ausrichten.

(2Chr 14,10)

 

Verbunden mit euch im Dienst für unseren Herrn und Meister

Quelle: IBL Deutschland

Autor: Derek Prince

 

 

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642. Endzeit – Antichrist – Trübsal – Entrückung

Mittwoch, 28. November 2018 | Autor:

Gemälde von Michael Willfort

Lieber Blogbesucher,

nachdem ich vor Jahren schon einmal einen Artikel zu diesem Themenkomplex veröffentlicht habe, will ich Ihnen heute eine andere Sicht zur Kenntnis geben. Ich habe diesen Artikel aus einen Vortrag von Hartwig Henkel stichpunktartig mitgeschrieben, so dass hier kein Anspruch auf Vollständigkeit besteht. Zum Nachdenken ist es aber allemal geeignet. Viel Freude, Weisheit, Erkenntnis und Offenbarung beim lesen.

Gemälde von Michael Willfort

Es wird behauptet es gibt zwei Wiederkommen Jesu.

Einmal für die Gemeinde und dann kommt Jesus mit der Gemeinde, also dreimal mit Bethlehem. Das findet man nicht in der Bibel.

 

Es gibt 150 Kapitel in der Bibel die von der Endzeit berichten. Es ist also kein unwichtiges Thema. Die Offenbarung ist das einzige Buch wo Segen verheißen wird, wenn man es liest. Kein anderes Buch in der Bibel zeigt das auch.

Die Trübsal wird die schlimmste Zeit sein die die Menschheit je erlebt hat. Matthäus 24, 21

Die Gemeinde ist bis zum Ende hier auf der Erde.

Seit 1830 glauben viele Christen, dass die Gemeinde vor der Trübsal entrückt wird.

Die Bibel sagt, Matthäus 24, 29…nach der Bedrängnis…kommt Jesus zurück und sammelt die Gläubigen, d.h., erst bei der Wiederkunft Jesu wird die Entrückung stattfinden.

Die Sammlung der Gläubigen geschieht bei seiner Wiederkunft beim Schall der letzten Posaune.

2.Thess. 2, 1..ff…dieser Tag…Ankunft und dann Vereinigung.

Zwei Dinge die vor der Wiederkunft passieren:

 

Abfall und Antichrist

Erst Abfall( 1.Thess. 4, 1), dann Entrückung. Das ist die Verwandlung der Gläubigen. Wir kommen zu Jesus.

Wir werden entrückt ihn entgegen, und dann kommen wir zusammen mit ihm auf dieser Erde. Er bleibt und wir bleiben. Die Idee von Entrückung ist nicht ein göttlicher Fluchtplan. Wir werden entrückt, weil die Zeit gekommen ist das Jesus wieder kommt. Die Theorie von, es gibt keine Entrückung weil die Gemeinde immer stärker wird und somit Jesus repräsentiert, ist nicht biblisch.

  1. Kor. 15,…bei Wiederkunft werden wir verwandelt und dann entrückt, sonst können wir nicht „fliegen“.

Wir bekommen dieselbe Art von Leib wie Jesus. Nicht mehr den Naturgesetzen unterworfen.

Joh. 6,39…am letzten Tag weckt er die Gläubigen auf die in 2000 Jahren gestorben sind. V.40,…auf erwecken am letzten Tag V.44,…auferwecken am letzten Tag. Es kann somit keine Entrückung 7 Jahre vorher geben.

Es kann vorher keine Entrückung vor der Trübsal geben, denn sonst müssten die Gläubigen vorher auferweckt werden, das geschieht aber am letzten Tag.

Joh. 11,…Martha…Auferweckung am letzten Tag

Off. 20,…und ich sah…. (hier wird Rückschau gehalten, Offenbarung ist nicht in zeitlicher Abfolge geschrieben)

Es gibt 7 Posaunen, die 7 Posaune Off. Kap. 11, 15… der 7te Engel…hier beginnt die Herrschaft Christi

Der letzte Tag ist der Beginn der Herrschaft(hat er an Ostern bekommen) Christi auf Erden. Die Gemeinde ist auf Erden bis zum Ende. Seine Herrschaft tritt er bei seinem Wiederkommen an.

 

Warum muss die Gemeinde durch die Trübsal?

Es braucht die Hure und den Antichrist um die Braut zu vollenden. Gott missbraucht den Teufel für seine Ziele. Der Druck der Trübsal kann nur ausgehalten werden ohne Kompromisse. Gott benutzt Ungerechtigkeiten um etwas Herrliches hervor zu bringen(Josef). Es geht Gott nicht darum, dass bei uns alles gut ist. Er will unser Herz.

Ist Wachstum immer von Gott? Was ist dann bei Wachstum der Zeugen Jehovas und anderen. Wahres Leben kommt aus Tod – wenn Weizenkorn in die Erde fällt und stirbt.

Wir sind berufen zur Heiligung, zum dienen, Reinheit, Christus zu verherrlichen, Gott zu erfreuen.

Vollendung des Glaubens = Matthäus 22, 37/ Römer 8, 38  Endzeitgemeinde

Alle die Gott selig werden wollen, müssen Verfolgung leiden. Das muss man üben.

 

Teil 2 Gemeinde in der großen Trübsal

Gott benutzt Druck, dass die Gemeinde zubereitet wird.

Gemeinde ist dazu berufen zu überwinden. Sünde muss gemeinsam in der Gemeinde überwunden werden. Es geht nicht dass einer in Sünde lebt. Der Stolze bekommt keine Gnade, nur der Demütige.

  1. Tim. 3, …wir haben ein falsches Verständnis von Liebe. Wenn Gott sagt, wende dich ab, dann meint er auch wende dich ab. Das ist in diesen Fall die Liebe Gottes, das ist die Wahrheit.

Paulus sagt wende dich ab. Viele von uns sagen aber, wer wird diesen Leuten denn helfen. Das heißt, wir maßen uns an unsere Liebe größer darzustellen als Gottes Liebe.

 

Wie behüten wir unser Herz?

 

Lukas 21, 34…hütet euch…wacht und betet.

2017 war laut Münchner Rückversicherung das teuerste Jahr der Geschichte aufgrund von Naturkatastrophen.

Überwinde die Anklage des Teufels, Verdammnis ist ein Geist, überwinde durch das Wort.

Wenn wir dagegen aufstehen, werden wir siegen und stark werden.

Je klarer eine Gemeinde lebt, desto größer wird die Anklage des Feindes.

Bete machtvolle Gebete und Gott wird helfen. Der Teufel klagt die Heiligen an.

Apg. 10, 42…die Botschaft an die Welt ist nicht. Gott liebt dich! Die Bibel sagt: Gott ist der Richter. Wenn wir dies sagen, dann begreifen Menschen, dass sie Gnade brauchen. Unsere Verkündigung ist falsch. Wir haben eine Welt die in Aufruhr ist gegen Gott. Unser Auftrag ist dies den Menschen zu sagen. Das Wort kann die Menschen zur Umkehr bringen. In der Kirchengeschichte sehen wir dass klare Verkündigung zur Bekehrung und Aufbrüchen geführt hat. Die Botschaft: Komm zu Jesus und alles wird gut, war den Predigern vor 150 Jahren unbekannt.

Jes. 61….zweite Teil – Tag der Rache fehlt bei Lukas 4. Jesus hat bei Lukas etwas weggelassen und zwar: Den Tag der Rache unseres Gottes. Wenn dies die Gläubigen der Welt sagen z.B. zu jenen die abgetrieben haben, die betrogen haben usw., dann werden die Medien und die Welt in Aufruhr sein.

Off. 6, 15…Könige der Erde…fallt auf uns…vor den Zorn des Lammes…wenn die Gerichte kommen, werden die Heiden wissen das es sich um die Rache Gottes handeln wird.

 

Zentrale Aufgabe der Gemeinde in der Endzeit

Jes. 56, 6….die Söhne. Verse vorher: Sie erwählen woran er Gefallen hat.

Haus Gottes = Bethaus für alle Völker. Haus Gottes = die Gemeinde. Wir müssen beten, dass der Welt die Augen geöffnet werden. Der Name Gottes soll ausgerufen werden. Wir sollen ein Segen für andere sein, darum sind wir gesegnet. Wir kommen nicht zusammen für uns. Wir sollen die Mächte der Finsternis zum schweigen bringen. Gott dieser Welt hat die Menschen verblendet. Da hilft auch kein Traktat im Briefkasten.

Paulus sagt: 2.Kor. 4,4…sie verblenden den Ungläubigen den Sinn, Sie können sich nicht bekehren. Die Menschen werden mit allem möglichen Mist von den Medien zu gemüllt. Der Sinn dieser Vermüllung ist, dass die Menschen nicht nachdenken. Apg.,26, 17…so hat Paulus seinen Dienst verstanden. Erst Fürbitte, dann Evangelisation. Ps. 8, 1-2!!! Menschen die Texte und fremde Sprachen übersetzten werden vom Teufel attackiert, weil Sie zur Wiederkunft Jesu einen Beitrag leisten. Das hasst der Teufel. Für solche Menschen sollen wir beten. Warum kommt Jesus wieder? Um die Herrschaft des Teufels zu beenden. Er will Gerechtigkeit aufrichten.

Apg. 15, 15    Hütte Davids = eine veränderte Form von Versammlung, Lobpreis, Fürbitte, Bekenntnis von Sünde, Proklamation usw.

Armenspeisung bringt Jesus nicht näher, das kann die Welt besser. Wir sollen beten für das Ende der Finsternis und das Kommen Jesu.

 

Die Gemeinde in der großen Trübsal

Jes. 61…der Geist des Herrn ist auf mir…….

Lukas 4…Jesus hat den Endteil von Matthäus 4 der Aussage weggelassen. Es endet damit…auszurufen das Gnadenjahr des Herrn. Jesaja geht weiter. Jesus hat dies bewusst weggelassen, weil es nicht die Zeit war diesen zweiten Teil der Gemeinde der Endzeit zu verkündigen. Den Tag der Rache..Off. 6,…zeigt eine siegreiche Gemeinde V.15…ff

Die Gemeinde geht durch die Trübsal. Es gibt biblisch keine andere Aussage.

Trübsal soll die Gemeinde stark machen.

Gemeinde soll überwinden

Siehe die 7 Sendschreiben, falsche Lehre, falsche Methode der Welt….

Sünde überwinden, die Gemeinde übernimmt Verantwortung für jeden Einzelnen. Gott sieht Gemeinde als eine Einheit. Wenn Sünde da ist bei Einzelnen – siehe Achat – dann müssen alle darunter leiden.

Sünde geht die ganze Gemeinde an.

In Gottes Augen muss Gemeinde rein sein. Herzen werden offenbar, es kommt Reinigung. Gemeinde in Ephesus wurde  gelobt, weil sie das Böse nicht geduldet hat. Der Stolze bekommt keine Gnade, nur der Demütige.

Wir müssen aufhören mit den falschen Bild von Liebe, siehe 2.Tim. 3, 1-5…Paulus sagt: Wende dich ab…

Apg. 15, 15…Hütte Davids ist eine veränderte Form von Versammlung: Anbetung, Lobpreis, Fürbitte, Bekenntnis, Führung durch den Hl. Geist.

Warum kommt Jesus wieder? Um die Herrschaft des Teufels zu beenden. Es geht nicht um uns. Es geht um Gerechtigkeit.

 

M.Treml  28.11.18

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641. Die Macht der Vergebung

Mittwoch, 28. November 2018 | Autor:

Gemälde von Hannes Stets

Die Macht der Vergebung

Es ist eine Sache über Vergebung zu reden und eine andere Sache, Vergebung zu leben.

Das Wort kommt vom Verb  „geben, weggeben“.  „Vergeben“ geht von der Vorstellung aus, dass man jemandem etwas schenkt, das man von ihm zu beanspruchen hat.

Im „Vaterunser“ lehrt Jesus: „Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben“. Was hat das tägliche Brot mit dem Vergeben von Schuld gemeinsam? Das kleine Wort “und“ besagt, dass wir Menschen die tägliche Vergebung so  nötig haben wie das tägliche Brot.

Das Leben in Vergebung hat drei Beziehungsebenen: Gott zum Menschen, Mensch zu Mensch und der Mensch zu sich selbst. Gott hat uns Menschen durch Jesu stellvertretenden Tod  alle Schuld vergeben (Ps 103.3). Paulus schreibt: „Vergebt einander, so wie auch Gott in Christus euch vergeben hat“ (Eph 4.32).  Es ist Gottes Geschenk an alle Menschen. Aber ein Geschenk gehört mir erst dann, wenn ich es angenommen habe. Dann habe ich Vergebung von Gott, die mir der Heilige Geist bestätigt, eine neue Beziehung zum himmlischen Vater. Aufgrund dieser Kraft bin ich fähig, anderen Menschen Vergebung zu gewähren und um Vergebung zu bitten. Dann bin ich auch fähig, mir selbst zu vergeben, wo mir mein Gewissen ständig meine Schuld vorhalten will. Es gibt  Sünden oder Fehlentscheidungen im zurückliegenden Leben, die man sich selbst nicht vergeben kann oder will. Darüber muss man sprechen. Ein seelsorgerliches Gespräch kann ich in diesem Fall nur dringend empfehlen.

Der ehemalige Nürnberger Krebsmediziner Prof. Dr. Renner sagte: „Vergeben Sie allen, alles und allezeit – das ist Ihr Beitrag zu Ihrer eigenen Gesundheit, das ist heilende Selbstliebe.“ In diesen psychosomatischen Zusammenhängen erkennen wir die „Macht der Vergebung“. Vergebung ist Teil einer ganzheitlichen Medizin. Gestörte Beziehungen zu Gott, zum Mitmenschen oder zu sich selbst können den Körper krank machen.

Das erinnert mich an Frau Vundla, die ich 1982 in Sowjeto, Südafrika kennen lernte. Sie war die Frau  vom ANC-Chef, hasste wegen der Apartheid wie alle Schwarzen die Weißen. Als sie sich mit ihrem Mann zu Jesus bekehrt hatten, wurden beide frei vom Hass. Einige Jahre später erzählte sie mir: „Meine Tochter lag eines Morgens tot im Bett.“ Der Schwiegersohn hatte sie ermordet. Für sie ein schwerer Schlag. Die Warumfrage wuchs zur Anklage gegen Gott. In ihrer tiefen Trauer hörte sie auf zu beten und die Bibel zu lesen. Sie wurde körperlich krank, ging zum Arzt, der ihr dringend riet, wieder anzufangen zu beten und die Bibel zu lesen. Gehört, getan. Sie bat Gott um Vergebung, kam wieder zu Kräften und lebte erneut in der Freiheit der Kinder Gottes.

Petrus fragte Jesus: „Herr wie oft muss ich meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Reicht siebenmal? Jesus: Nein, siebzigmal siebenmal!“ (Mt 18.21). Rechnerisch heißt das pro Tag: bei 16 Stunden jede zweite Minute vergeben. Sollte ein Bruder, eine Schwester mich jede zweite Minute verletzen, bin ich aufgefordert, zu vergeben. Nicht aus eigener Kraft, sondern aus der Kraft Christi, weil ich die alten Kleider ausgezogen und die neuen Kleider angezogen habe. Oder wie es Römer 6 sagt: weil mein alter Mensch mit Christus gekreuzigt, gestorben und begraben wurde durch die Taufe, kann ich in einem neuen Leben wandeln.“ Durch Non-stop-vergeben bewahre ich mir einen freien Geist. Das Gegenteil von einem schwermütigen Geist. Ich muss auch nicht ständig irgend etwas „nachtragen“. Viele Christen schleppen alte Verletzungen mit, die sie längst abgeworfen haben sollten.

Vergebung ist kein Karussell, wo immer wieder dieselben alten Dinge angesprochen werden. Sondern das Ziel der Vergebung ist die Befreiung zu einem neuen Sein. „In Christus sind wir eine neue Schöpfung,  das alte ist vergangen, es ist alles neu geworden“ (2.Kor. 5.17). Das gilt es zu leben! Die Macht der Vergebung hat etwas mit einem neuen Geist zu tun. Der Kern unserer Persönlichkeit ist der Geist, dem sich die Seele unterordnen sollte. Der unerlöste Geist dient dem Geist Satans, der Welt und des Fleisches. Der erlöste, befreite Geist dient Gott, dem Vater, Sohn und Heiligen Geist. „So seid erneuert im Geist eurer Gesinnung“ (Eph. 4.23). Hier geht es um das Neudenken durch die Vergebungskraft Christi!

Rebecca Kiessling erzählte vor wenigen Tagen aus ihrem Leben: Rebecca ist das Kind einer Vergewaltigung. Die Mutter versuchte sie dreimal abzutreiben. Die Versuche schlugen fehl. Rebecca suchte später nach ihrer Mutter. Mutter und Tochter werden unendlich glücklich, als sie sich endlich kennenlernen. Rebecca konnte der Mutter vergeben, weil ihr Geist durch Jesus erneuert war. Die Mutter allerdings brauchte sechs Jahre, bis sie ihre Tochter ganz annehmen konnte. Der Heilungsprozess ihres inwendigen Menschen brauchte Zeit. Aber die Macht der Vergebung war stärker als alle Zerstörungsmacht Satans.

Als ich bei der Schalom-Konferenz 2007 in Oswiecim/Auschwitz als Deutscher öffentlich die Polen um Vergebung bat für das, was meine Vätergeneration im Krieg – bei dem auch mein  Vater dabei war – dem polnischen Volk angetan hatten, kam ein Jahr später die junge Frau Teresa zu mir und erzählte: „Ich habe die Deutschen gehasst, denn die Nazis erschossen 1939 meinen Großvater und andere Menschen vor den Augen der Kinder. Aber als ich deine Bitte um Vergebung hörte, begann ich umzudenken. Ich begann meine Tanten auszufragen und sammelte Fotos in der Verwandtschaft von damals.“  So zeigte sie mir diese Bilder und sagte freudig: „Jetzt liebe ich die Deutschen.“  Wir umarmten uns.  Hier fand Versöhnung statt, Versöhnung in der 2. und 3. Generation.

 

Vergebung ist einseitig, aber Versöhnung ist wechselseitig. Versöhnung wird nur dann gelingen wenn auch der Andere dazu bereit ist. Niemals aber sollte ein Jünger Jesu versäumen, den „ersten Schritt“ zu tun.

 

Jesus warnte: „Wenn ihr den Menschen ihre Fehler nicht vergebt, wird euch der himmlische Vater auch nicht vergeben“ (Mt. 6.15). Vergebung und Liebe sind Schwestern. Liebe zum Nächsten wächst durch Vergeben. Wer in der Vergebung lebt, lebt im Kraftfeld der Liebe Gottes. Vergebung ist der Wille Gottes und damit gelebter Glaube.

 

Okt. 2013, Hansjürgen Kitzinger, www.ak-sdsb.de

 

by_Reinhard Sandbothe_pixelio.de

 

Durch Vergebung zur eigenen Gesundheit beitragen

 

Das Thema des bekannten ehemaligen Krebsmediziners in Nürnberg Prof. Dr. Helmut Renner war “Vergebung und Versöhnung – was trägt der Mensch zu seiner Gesundheit bei?” Für viele Hörer wurde sein Vortrag zu einem Schlüsselerlebnis für ihr Leben. Sie nahmen die These persönlich auf:

 

“Vergeben sie allen, alles und allezeit – das ist heilende Selbstliebe.”

 

Prof. Renner sprach von Vergebung als Teil einer ganzheitlichen Medizin. Die seelischen und geistigen Aspekte des Menschen sind für seine körperliche Heilung wichtig. Gestörte Beziehungen zum Mitmenschen oder zu sich selbst können den Körper krank machen. 85% aller Krankheiten haben ihre Ursachen im seelischen Bereich. Deshalb ist die körperliche Krankheit oft nur die Spitze des Eisbergs der seelischen Verletzungen, die mir von anderen zugefügt wurden oder umgekehrt.

Vergeben ist für jeden Kranken ein “Muss”, wenn er gesund werden will. Vergeben ist Egoismus pur. Durch Nichtvergeben schadet sich der Mensch selbst. Wer nach-trägt ist der Leid-tragende. Das Schlüsselwort der Vergebung heißt “Ich vergebe dir”, und zwar ohne Bedingungen, ohne Wenn und Aber. Natürlich ist es nicht immer leicht, denn der zugefügte Schmerz kann sehr groß sein.

Viele Verletzungen im Leben liegen lange zurück und “schlummern” im Unbewussten. Sie sind vergessen aber nicht vergeben. Die Ablehnung eines Kindes während der Schwangerschaft kann sich bis ins spätere Leben desselben auswirken, wenn z.B. eine Mutter ihr Kind abtreiben wollte. Es stellen sich manchmal in späteren Jahren bei diesem Menschen Bitterkeit, Angst, Ablehnung, Misstrauen, auch Depression oder Sarkasmus ein, ohne die Ursache zu kennen.

Im Buch “Lysander – Grenzerfahrung einer Mutter” erzählt Marianne Neeb von ihrem tiefen Schmerz nach der Tötung ihres Kindes Lysander in ihrem Leib. Sie bat Lysander und Gott um Vergebung und schreibt “ich weiß, dass er mir vergeben  hat” (ISBN 3-8334-5230-7). Auch Verstorbenen muss, wenn nötig, vergeben werden. Ein seelsorgerliches Gespräch ist hierbei in jedem Fall zu empfehlen.

Die Steigerung von Vergebung ist Versöhnung. Vergebung ist einseitig, Versöhnung ist wechselseitig. Das Schlüsselwort für Versöhnung ist “Bitte vergib mir”. Vergebung ist immer möglich, Versöhnung wird nicht immer gelingen, wenn der andere nicht oder noch nicht bereit ist.

Versöhnung mit Gott allerdings ist immer möglich, weil Er jeden bedingungslos liebt. Liebe ist die Voraussetzung der Vergebung, Vergebung und Liebe hängen zusammen. Nur wer in der Vergebung lebt, lebt in der Liebe Gottes. Vergebung ist der Wille Gottes und ist gelebtes Christsein. Deshalb sollte jeder Mensch schon hier dem Mittler Jesus Christus danke sagen. Dann fällt es auch leichter, meinem Mitmenschen, vielleicht auch nur für eine Teilschuld, zu sagen „Bitte vergib mir“.

 

Bericht von einem Vortrag von Prof. Dr. H. Renner.   –    Von C&H. Kitzinger, www.ak-sdsb.de

 

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640. Heilungs – und Prophetenschule am Toten Meer 2018

Sonntag, 25. November 2018 | Autor:

Israelreise 2018

Liebe Blogbesucher,

ich möchte Ihnen hier einen kurzen Bericht zu einer Reise nach Israel am Toten Meer geben. Über das Gemeinde Magazin der Evangelischen Freikirche Taube Heidelberg haben wir von dieser Reise im April 2018 erfahren. Im Vorfeld wurde allen Interessierten an dieser Reise von der Gemeindeleitung der Taube im August 2018 einen Israelabend angeboten, bei dem über Einzelheiten und die Hintergründe dieser Reise berichtet wurde.

 

Es hatten sich über 160 Personen angemeldet die sich über diese Reise informieren wollten. Nach einem lockeren Empfang mit einem Glas Sangria wurde der Festsaal geöffnet, der von liebevollen Händen wunderschön vorbereitet war. Umrahmt von israelischen Lobpreisliedern wurde ein dreigängiges Menü mit israelischen Speisen serviert.

 

 

Pierrot Fey der Gemeindepastor der Taube erzählte eindrücklich wie ihm Gott vor Jahren eine Vision für eine Heilungszentrum in Israel gegeben hat. Am tiefsten Punkt der Erde nämlich am Toten Meer soll ein Heilungszentrum entstehen, wohin Menschen aus aller Welt kommen können, um geheilt zu werden. Auch die Juden werden von dort zurück gehen und erzählen, dass der Messias sie geheilt hat.

Am Ende des Gottesdienstes wurden noch Bilder von der Israel Reise 2017 gezeigt. Eindrückliche Erlebnisse wie die Taufe im Jordan oder die Gebetszeit auf den Golanhöhen und viele andere Erlebnisse wurden noch einmal lebendig gemacht.

Voller Erwartung und Neugier, was wohl auf uns Teilnehmer warten würde flogen wir nach Israel. Ein Bokek ist eine Oase in der Wüste am südlichen Teil des Toten Meeres in der Nähe vom biblischen Sodom und Gomorra. Dort unten am tiefsten Punkt der Erde kann man das Herz Gottes sehr stark spüren.

Am 02.11.18 starteten wir um 5:30 Uhr mit dem Bus von Heidelberg nach Frankfurt. In Frankfurt angekommen mussten sich alle Teilnehmer einer intensiven Kontrolle durch das Bodenpersonal der El Al Angestellten unterziehen. Mit einer Stunde Verspätung starteten wir dann um 10:50 Uhr Richtung Tel Aviv, dass wir um 15:45 Uhr Ortszeit erreichten.

 

 

 

 

Nach einer anstrengenden fünfzehnstündigen Anreise – Transfer Flughafen, Flug nach Tel Aviv, Bustransfer zum Toten Meer – kamen wir am 02.11.18 um 19 Uhr erschöpft im schönen Fünfsterne Hotel David an. Nach einem kurzen Imbiss, ging es um 20:30 Uhr zur ersten Zusammenkunft bei der uns Pierrot an drei Stichpunkten aufzeigte um was es in der Zeit bis 11.11.18 gehen sollte.

 

Entspannen – aufsaugen – selbst lieben!

 

An drei Tagen diente uns auch Gaby Wentland mit mehreren leidenschaftlichen, Herz ergreifenden und liebevollen Botschaften.

Der Jerusalem Besuch am 06.11.18 wurden von einem Großteil der Teilnehmer gebucht. Fast pünktlich um 9 Uhr starteten wir mit dem Bus Richtung Jerusalem. Zuerst besuchten wir den Ölberg den Jesus oft mit seinen Jüngern aufgesucht hat. Vom Ölberg aus spazierten wir zum Garten Gethsemane,  anschließend zum Damaskustor, dass dann am Ende des Tages unser Treffpunkt für die Rückreise war. Jeder hatte nun viel Zeit die Altstadt von Jerusalem auf eigene Faust zu erkunden. Auffällig war, dass sehr, sehr viele Touristen unterwegs waren. Für einen Mitteleuropäer ist natürlich immer wieder interessant durch diese engen Gassen mit den arabischen Flair und den unterschiedlichen Geräuschen und Gerüchen der Händler zu gehen. Man fühlt sich um viele hundert Jahre zurück versetzt. Nicht fehlen durfte natürlich der Besuch der Klagemauer und der Besuch des Gartengrabes indem Jesus nach seiner Kreuzigung gelegt worden war. Um ca. 18 Uhr sind wir alle wohlbehalten wieder im schönen Hotel David angekommen.

Jerusalem vom Ölberg aus gesehen

 

Für alle die noch mehr von diesem interessanten Land sehen wollten, wurden fast täglich Ausflüge angeboten, wobei jeder die Freiheit hatte mitzumachen oder die Zeit am Toten Meer zu genießen.

 

Der Höhepunkt dieser 10 Tage am Toten Meer waren für meine Frau und mich die Botschaften. Pierrot Fey verstand es fast immer uns das Vaterherz Gottes ganz nahe vor Augen zu malen, und uns auch sehr viel aus seinen Erfahrungen mit Gott mitzuteilen. Die Predigten waren so tiefgehend, anregend und hungrig machend, nach mehr von Gott, so dass die allermeisten noch gerne einige Tage diese gute geistliche Atmosphäre genossen hätten. Die warmen Temperaturen von 25 bis 30 Grad Celsius taten ein Übriges dass man diese Tage froh und dankbar genießen konnte.

 

Für alle die jetzt ebenfalls Lust auf eine solche Reise bekommen haben, sei gesagt, es gibt aller Voraussicht nach in 2019 wieder eine solche Reise. Wir können diese Reise jeden Interessierten nur wärmsten empfehlen.

 

M. + E. Treml

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