Home

Archiv für die Kategorie » Israel «

218. Israel der Feigenbaum – Teil 1 und 2

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

Israel der Feigenbaum – Teil 1
Es gibt viele endzeitbezogene Auslegungen über Israel als Feigenbaum, denn Jesus sagt in seiner Endzeitpredigt in Matthäus 24, 24, dass wir vom Feigenbaum lernen sollen. Doch warum mit dem Feigenbaum Israel gemeint ist, ist wenig bekannt.
Der Feigenbaum (lat. Ficus carica L.) gehört neben dem Ölbaum und dem Weinstock zu den wichtigsten Fruchtbäumen Israels. Der Feigenbaum ist auch der einzige Baum des Garten Edens, der namentlich erwähnt wird (hebr. Te’enah), siehe 1. Mose 3,7.

Adam und Eva, denen vor ihrem Sündenfall nicht auffiel, dass sie nackt waren, erschraken nach dem Essen der verbotenen Frucht vor Scham und flochten sich Lendenschurze von den Blättern des Baumes, unter dem sie gerade standen, und das war ein Feigenbaum. So war die verbotene Frucht, die sie gerade gegessen hatten, wohl nichts anderes als eine Feige. Demnach war der Feigenbaum der Baum, von dem Gott sagte: „Von allen Bäumen des Gartens darfst du nach Belieben essen; aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, von dem darfst du nicht essen“ (1. Mose 16-17).

So ist der Feigenbaum, der von Gott aus allen übrigen Bäumen abgesonderte und damit auserwählte Baum, der in der Mitte des Paradieses stand (1. Mose 2,9). Genauso hat Gott das Volk Israel aus allen Völkern der Erde auserwählt (5. Mose 7,6- 7) und ebenso mitten unter die Völker gestellt (Hesekiel 5,5).

Der Feigenbaum wurde für die ersten Menschen zur folgenschweren Prüfung: Entweder dem Gebot Gottes zu gehorchen und damit in paradiesischer Reinheit zu leben oder den Einflüsterungen Satans zu glauben und sich gegen Gottes Willen aufzulehnen, mit der Folge, dass wir heute in einer Welt von Furcht und Schrecken leben. Genauso fordert Gott die Menschheit gegenüber Israel heraus.
Die Herausforderung, sich für oder gegen Israel zu entscheiden, ist in Wahrheit eine Entscheidung für oder gegen Gott, d.h. ob wir es akzeptieren, dass Gott Israel auserwählt hat – und genau das soll uns der Feigenbaum lehren. Oft höre ich die Frage, warum hat sich Gott ausgerechnet für das jüdische Volk entschieden? Gab es nicht größere und kulturellere Völker, die, wie z. B. Ägypten und Griechenland, zum Weltkulturerbe imposantere Beiträge leisteten als Israel?

Israel der Feigenbaum – Teil 2

Jesus sagt in seiner Endzeitrede in Matthäus 24,32-33, dass wir vom Feigenbaum lernen sollen. Sobald seine Zweige saftig werden und er Blätter bekommt – obwohl er noch keine Früchte hat – ist der Sommer nahe, d.h. der Messias (Menschensohn) steht vor der Tür.

Im 1. Teil beschrieb ich den mitten im Paradies stehenden Feigenbaum, dessen Früchte man nicht essen durfte (1.Mose 3,3). Nachdem Adam und Eva aber von der unantastbaren Frucht gegessen hatten, sahen sie, dass sie nackt waren und flochten sich, weil sie unter dem Feigenbaum standen, aus Feigenblättern Schürzen. Daher wird die Frucht eine Feige gewesen sein (Schimon bar Jochai, um 150).

So ist Israel das von Gott auserwählte Volk, das Er mitten unter die Völker gesetzt hat (5.Mose 7,6-7; Hesekiel 5,5), das die Völker nicht antasten dürfen (Sacharja 2,12).
Der in Israel beheimatete Feigenbaum (Ficus carica L.) trägt dreimal im Jahr Früchte: Die ersten Feigen sind die paggim-Feigen, sie setzen um Pessach ein; die zweite Ernte ist die bikkurah-Frühfeige, sie ist im Juni reif und die dritte, die te´enah-Spätfeige, ist im September reif.
Lesen Sie dazu den 1. Teil dieses Feigen-Artikels, der in der April 2007-Ausgabe veröffentlicht wurde und auch hier zu finden ist.

Weil Rabbanim wie Hillel (30 v.-10 n. Chr.) und sein Zeitgenosse Schammai sowie der Tannait Gamaliel (um 140) sich mit der Frage befassten, ab wann die Früchte eines Baumes verzehntet werden müssen1, kennen wir das Geheimnis des Feigenbaumes, von dem wir lernen sollen. Dazu gehört Jesu Aussage in Matthäus 21,19, als er den Feigenbaum verfluchte, weil er keine Früchte an ihm fand.
Im Gegensatz zu anderen Bäumen, wie der Ölbaum oder die Dattelpalme, hat der Feigenbaum drei Entwicklungsphasen, die interessanterweise genau mit dem alt- und neutestamentlichen Festzyklus übereinstimmen.

Vom Saftigwerden der Feigenblätter bis zum Ernten der noch ungenießbaren paggim-Feige in der Pessachwoche bzw. Karwoche, die man deswegen „Trauerfeige“ nennt, dauert es 50 Tage bis zur bikkurah-Feige, der „Fallobstfeige“, die zu Schawuot-Pfingstzeit geerntet wird, und von da an dauert es noch zweimal 50 Tage bis zur guten und dauerhaften te´enah- Feige, die zu Sukkot, dem Laubhüttenfest, in großen Mengen geerntet wird und daher als eigentliche Endzeit-Feige gilt (Gamaliel und Raschi).

Das heißt, in der Pessachwoche, die Jesu Passionswoche war, konnte Jesus naturbedingt am Feigenbaum keine Früchte finden, sondern nur Blätter. Darum fordert uns Jesus auf, vom Feigenbaum zu lernen, auch wenn er erst nur Blätter trägt, d.h. man soll Israel schon jetzt akzeptieren und nicht erst wenn Israel so genannte „christliche“ Früchte trägt.
Rabbiner wie Nechemja und Chijja (um 200) lehren, dass die Feige nur zu ihrer ausgereiften Fruchtzeit gepflückt werden darf. Wenn man die Früchte vorzeitig erntet, ist das nicht nur schädlich für die Frucht (sie fault), sondern auch schädlich für den Baum. Jede voreilige Aussage „dann und dann kommt der Herr“ schadet nicht nur dem Gläubigen selber, sondern auch dem Baum, d.h. es schadet der Glaubwürdigkeit des prophetischen Wortes im Allgemeinen.

Wir sollen uns damit begnügen, dass der Feigenbaum Israel vorerst nur grünt, denn Tag und Stunde der Ankunft Jesu bleiben uns unbekannt, wir dürfen also keine unreifen prophetischen Aussagen machen (Apg. 1,7).
Der Feigenbaum lehrt uns ferner, dass Juden und Christen zusammengehören. Erstens ist er eine Metapher für Israel, weil er wegen seiner Auserwählung wie Israel unantastbar ist (1.Mose 3,3; Sacharja 2,12). Zweitens zeigt er den Heilsweg, denn die drei Erntestadien mit den jeweils dazwischen liegenden 50 Tage-Abschnitten sind die drei biblischen Wallfahrtsfeste: 1. Pessach bzw. die Passion Jesu; 2. Schawuot bzw. Pfingsten als Geburtstunde der Gemeinde Jesu und 3. ein Hinweis auf das Kommen des Messias bzw. auf die Wiederkunft Jesu, für das – weil dies noch aussteht – das Laubhüttenfest prädestiniert ist, denn für alle Feste gibt es ein christliches Pendant, nur noch nicht für Sukkot, das Laubhüttenfest, denn dieses Fest ist laut Sacharja 14 dem Kommen des Messias vorbehalten.

1. Erfolgt der Fruchtansatz vor dem 15. des jüdischen Monats Schewat, müssen die Früchte noch in demselben Jahr verzehntet werden, erfolgt der Fruchtansatz nach dem 15. Schewat, müssen die Früchte erst im folgenden Jahr verzehntet werden.

NAI Ludwig Schneider

Thema: Israel | Beitrag kommentieren

217. Gott mit uns

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

Gott mit uns
In der Weihnachtsgeschichte, so wie sie uns Matthäus überliefert, finden wir den Satz: „Dies alles ist geschehen, damit das Wort erfüllt würde, das der HErr durch den Propheten gesprochen hat, der da sagt (Jesaja 7,14): „Siehe eine Jungfrau wird guter Hoffnung und Mutter eines Sohnes werden, dem man den Namen Immanuel geben wird“, das heißt übersetzt „Gott mit uns!“

Warum man sich nicht an diese Anweisung gehalten hat, und den Knaben Jeschua (Jesus) und nicht Immanuel genannt hat, wird dadurch erklärt, dass Josef im Traum den Auftrag bekam, das Kind Jeschua – Jesus zu nennen (Matthäus 1,21). Der Name Immanuel „Gott mit uns!“ galt als Hoffnungsträger für Israel in Kriegszeiten.

So sagte der Prophet Jesaja schwere Zeiten voraus, verhieß aber zugleich, dass der von einer Jungfrau geborene Knabe sie aus aller Not herausretten wird, weswegen er „Gott mit uns“ genannt werden sollte. Der ihm tatsächlich gegebene Name Jeschua bedeutet inhaltlich dasselbe, nämlich Retter aus aller Not.

Man kann dies mit dem von seinen Brüdern verkauften Josef vergleichen, der, solange er in Ägypten den Nichthebräern der Retter vor dem Hungerstod war, Zaphenat Panea hieß, was übersetzt „Brot des Lebens“ bedeutet (1.Mose 41,45). Erst als seine eigenen Brüder nach Ägypten kamen, gab er sich ihnen wieder unter seinem richtigen Namen Josef zu erkennen (1.Mose 45,3).

Daher könnte es sein, dass der von den Nichtjuden Jesus genannte Messias, wenn er sich seinem Volk Israel zu erkennen geben wird, mit seinem Namen Immanuel offenbart, weil er sie aus einer Kriegskatastrophe herausrettet (Sacharja 12).

Weil der Name Immanuel „Gott ist mit uns“ bedeutet, wurde er immer wieder von Kriegsherren, Kaisern und Diktatoren missbraucht. Da braucht man nur an den Dreißigjährigen Krieg (1618- 1648) zu denken, in dem sich Katholiken und Protestanten solange bekämpften, bis zwei Drittel von Europa in Schutt und Asche lagen und über 20 Millionen Menschen vernichtet waren. Das Makabere war, dass der Schlachtruf des protestantischen Heeres unter Gustav Adolf „Gott mit uns!“ lautete, der daraufhin von Wallensteins Katholiken übernommen wurde, so dass sie sich gegenseitig mit „Gott mit uns!“ umbrachten.

„Gott mit uns“ war seit 1701 auch die Devise des preußischen Königtums; 1817 wurde „Gott mit uns“ dem deutschen Staatswappen hinzugefügt und nach der Reichsgründung 1871 dem Wappen des deutschen Kaisers. Eine Inschrift am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig lautet „Gott mit uns!“. Dann übernahm die Reichswehr von 1925 bis 1936 das Motto „Gott mit uns“, das von der deutschen Wehrmacht von 1936 bis 1945 als Koppel getragen wurde.

Im Bild: Koppel aus der Zeit Kaiser Wilhelms

NAI Ludwig Schneider

Thema: Israel | Beitrag kommentieren

216. Glaube oder Vernunft

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

Glaube oder Vernunft

Das hebräische Wort für Glauben ist Emunah und bedeutet in seiner Wurzel etwas anderes als von den meisten angenommen, denn für die meisten ist Glauben der Gegensatz von Vernunft. So hört man z.B.: „Ich glaube nur, was ich sehe, dass z.B. ein Pfund Rindfleisch eine gute Suppe gibt“.
Dumm, denn ein Pfund Rindfleisch in 100 Liter Wasser gekocht ergibt keine gute Suppe. Wo bleibt hier die Vernunft?

Und die Frommen weisen richtiger Weise auf Hebräer 11,1 hin, dass „der Glaube ein zuversichtliches Vertrauen auf das ist, was man hofft, ein festes Überzeugtsein von Dingen, die man mit den Augen nicht sehen kann“. Das heißt aber nicht, dass man, um richtig glauben zu können, die Augen schließen muss. Nein, der Glaube ist nicht Ausschalten der Vernunft, sondern Erweiterung der Vernunft. Da, wo unserer Vernunft Grenzen gesetzt sind, überschreitet der Glaube diese Barriere, so dass unsere Vernunft in neue Dimensionen vorstößt, wodurch unsere Kraft verzehnfacht wird.
Die Wurzel des hebräischen Wortes für Glauben (Emunah) bedeutet Standhaftigkeit bzw. Beharrlichkeit. Abraham wurde zum Vater des Glaubens, weil er unerschütterlich daran festhielt, dass Sara ihm trotz ihres Greisenalters noch einen Sohn (Isaak), den Verheißungsträger des jüdischen Volkes, gebären würde. Mose hielt furchtlos und unbeirrbar seine Arme hoch, damit die Israeliten gegen die feindlichen Amalekiter siegen konnten. Glauben ist also keine Gefühlssache, sondern ein beharrliches Festhalten an den Verheißungen Gottes.

NAI Ludwig Schneider

Thema: Israel | 2 Kommentare

215. Gesetzlosigkeit ist Gottlosigkeit

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

Gesetzlosigkeit ist Gottlosigkeit

Heute sind viele Menschen im Hinblick auf ihre Zukunft verunsichert. Sie werden daher immer orientierungsloser, was wiederum dazu führt, dass sie moralisch immer haltloser werden.
Jesus sagte in Matthäus 24, dass die Endzeit eine Zeit sein wird, wie sie in den Tagen Noahs war; eine Zeit, die keinen Gott mehr kennt und nur im Vergnügen nach Sinnspendern des Lebens sucht.
Obwohl Gott verheißen hat, dass keine Sintflut mehr kommen wird (1. Mose 8,21), können wir in der Natur einen schädlichen Klimawandel beobachten, übersehen dabei aber, dass gleichzeitig ein geistlicher Klimawechsel stattfindet. Denn biblische Maßstäbe, die früher die Grenzwerte unserer Moral waren, sind mittlerweile in einem religiösen Ozonloch verschwunden.

Wer sich als Jude oder als Christ klar zu seinem Glauben bekennt, ist als orthodoxer Eigenbrötler oder als evangelikaler Phantast verschrien. So gelten bibeltreue Juden und bibelgläubige Christen als Störenfriede. Die Gottlosen haben dagegen durch das Abholzen biblischer Werte in sich eine Leere verursacht, die sie nun mit ungehemmtem Lebensstil auffüllen wollen. Sie beklagen das Abholzen der Regenwälder, treiben aber an sich moralisch derart Raubbau, dass sie glaubensmäßig schon entwurzelt sind.

Leider holzt man auch in vielen Kirchen und sogar in freien Gemeinden großflächig biblische Wahrheiten ab, weil man die „Freiheit in Christo“ missversteht. Das fängt bereits damit an, dass man unter dem Begriff „Meinungsfreiheit“ nur noch das versteht, was der eigenen Vorstellung dient. Medien, die von anderen Meinungsfreiheit verlangen, verweigern selber anderen die Meinungsfreiheit, wenn es sich bei den Anderen um Menschen handelt, die versuchen, noch nach biblischen Richtlinien zu leben.

Selbst christliche Medien tun sich schwer mit der Meinungsfreiheit; besonders wenn es um Israel geht. Das beginnt damit, dass sie alles, was jüdisch ist – damit meine ich nicht „messianisch-jüdisch“ (judenchristlich), sondern was alttestamentlich ist – als eine „andere Religion“ verwerfen und es neben den Islam und Buddhismus stellen.

Wann endlich lernen die Christen, dass sie gegenüber dem Judentum keine neue Religion sind, sondern dass das Christentum die in Gottes Heilsbaum eingepfropfte Fortsetzung von Gottes ewigem Bund mit Israel ist: „So hat der HErr (!) gesprochen: Sollten die festen Ordnungen (des Himmels und der Erden) jemals aufhören, erst dann soll die Nachkommenschaft Israels aufhören. Ebenso wenig will ich die gesamte Nachkommenschaft Israels verwerfen wegen alles dessen, was sie begangen haben.“ (Jer. 31) – wenn das keine Gnade ist?!

Auch Paulus lehrt: „Hat Gott sein Volk verstoßen? Keineswegs!“ (Römer 11,1) „Verstockung ist über einen Teil der Israeliten gekommen bis zu der Zeit, da die Vollzahl aus den Heiden in die Gemeinde Gottes eingegangen sein wird. Auf diese Weise wird Israel in seiner Gesamtheit (!) gerettet werden“ (11,25-26).
Wie kann man hier noch vom Judentum als Religion ohne Zukunft reden. Daher warnt Paulus Christen, die nichts mit dem Judentum zu tun haben wollen: „Sei nicht hochmütig! Sonst wirst du wieder aus dem Ölbaum Gottes herausgerissen“ (11,20-22).

Doch da, wo die Kirchen Israel verwerfen, nimmt die Gottlosigkeit immer mehr zu. Was aber heißt Gottlosigkeit? Gottlosigkeit ist Gesetzlosigkeit! Denn was nutzt es uns, wenn wir an Gott glauben, uns aber weigern, seinen Willen zu tun? Auch der Teufel glaubt an Gott, tut aber nicht seinen Willen (Jak. 2,19). Gottes Wille aber ist sein Gesetz, genau das, was von vielen Christen als jüdisch abgelehnt wird.
Indem Christus die Gemeinde erlöst hat, hat er sie – wie das jüdische Volk zu seinem Eigentumsvolk – erkauft. Die Christen können nun durch die Gnade Christi aus freien Stücken das machen, was Gott von ihnen verlangt. Jesus lehrte seine Jünger z.B.: „Den Alten ist geboten: Du sollst nicht ehebrechen! Ich dagegen sage euch: Wer eine Ehefrau auch nur begehrlich anblickt, hat schon mit ihr die Ehe gebrochen!“ (Matth. 5,27-28). So wurde das Gesetz durch Christus nicht abgeschafft, sondern sogar verschärft. So ist Gottlosigkeit in Wahrheit Gesetzlosigkeit.

NAI Ludwig Schneider

Thema: Israel | 2 Kommentare

214. Das Blut

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

Das Blut

Das Blut ist eines der lebenswichtigsten Organe. Die roten und weißen Blutkörperchen sind wie Mann und Frau, die unser Leben in Gang halten. Eine der Hauptaufgaben des Blutes ist der Sauerstofftransport von den Lungen zu den Geweben.

Die Bibel beschreibt das Blut als Träger des Lebens: „Das Leben des Fleisches ist im Blut“ (3. Mose 17,11). Hier heißt das hebräische Wort für Blut Nefesch und bedeutet Seele. Den Juden ist der Genuss des Blutes streng verboten. Um zu erreichen, dass kein Blut im Fleisch bleibt, muss das Blut bei der Schlachtung (Schechita) in einem Zug wie schnelles Wasser aus dem Tier herausströmen. Das aber kann nur mit einem sehr scharfen und schartenfreien Messer geschehen. Nur so bleibt kein Blut in den Adern zurück. Jede Verzögerung beim Schnitt würde den Strom des Blutes verlangsamen und dazu führen, dass Blut in den Adern zurückbleibt.

Als Gott nach der Sintflut Noahs Familie segnete und ihr auftrug „Seid fruchtbar und mehret euch!“ sprach er: „Alles, was da lebt, soll euch zur Nahrung dienen – nur Fleisch, in dem noch die Seele (in dem noch Blut) ist, dürft ihr nicht essen“ (1. Mose 9,1-4). Laut 3. Mose 17,10 will Gott alle, die Blut genießen, aus seinem Volk ausrotten (hebr. karet). Dies gilt nicht nur dem jüdischen Volk und den messianischen Juden, sondern auch den nichtjüdischen Christen. Das lesen wir in Apostelgeschichte 15,20 u. 28: „Es ist des Heiligen Geistes und unser Beschluss, euch Christen aus den Heiden keine weiteren Lasten aufzuerlegen als folgende Stücke, die unerlässlich sind: dass ihr euch von Götzenopferfleisch, vom Blutgenuss, vom Fleisch erstickter Tiere und von Unzucht fernhaltet“.

Da dies nicht nur ein Beschluss der Apostel, sondern auch ein Beschluss des Heiligen Geistes war, ist es unverständlich, dass Christen, die voll Heiligen Geistes sein wollen, z.B. Blutwurst essen, weil sie meinen, dies in der Freiheit Christi tun zu dürfen, obwohl es ausdrücklich gegen den Willen des Heiligen Geistes verstößt. Nun kommt das Argument „Alles, was feil ist auf dem Fleischmarkt, das esst“ (1.Korinther 10,25) und „Niemand soll sich um der Speisen und Getränke willen ein Gewissen machen“ (Kolosser 2,16).

Stimmt: Durch Christus sind die Christen frei von den 613 Ge- und Verboten des Alten Bundes, jedoch mit Ausnahme der Gebote, die auf Anordnung des Heiligen Geistes auch auf die Neutestamentler übertragen worden sind. Und dazu gehört u.a. kein Blut und kein Ersticktes zu essen sowie die Zehn Gebote einzuhalten.

Wie gründlich Juden die Entfernung des Blutes aus dem Fleisch vornehmen, das gegessen werden soll, sieht man nicht nur am Schächten, sondern auch daran, dass das Fleisch eine halbe Stunde in Wasser eingeweicht, dann mit Salz bestreut eine Stunde lang liegen bleiben muss, damit das Salz das restliche Blut herausziehen kann. Selbst ein Ei, in dem sich ein Blutstropfen befindet, darf nicht gegessen werden. Eine Bluttransfusion ist aber erlaubt, weil es in 1. Mose 9,4 nur heißt, dass man Blut nicht essen (lo tochlu) darf.

Trotz dieser strengen Beachtung, kein Blut zu genießen, wurden die Juden immer beschuldigt, Blut von nichtjüdischen Kindern zu trinken. Die erste Blutbeschuldigung gegen Juden und Judenchristen wird auf Apion (1. Jh. n. Chr.) zurückgeführt, der auch im Abendmahl der Christen „blutrünstigen Genuss“ sah. Im Mittelalter wurde die Blutbeschuldigung zur häufigsten Anklage gegen Juden, die über die Nazizeit bis zu den Palästinensern reicht. Da Blutgenuss Sünde ist, ist es für Juden unverständlich, dass Christen beim Abendmahl „Blut“ trinken, obwohl dies nach christlichem Verständnis ein erlaubtes Mysterium ist.

Ergänzung zum Artikel „WEIN ODER SAFT?“, der in unserer Mai-Ausgabe 2008 erschien:
Da Jesus das Abendmahl während des Pessachfestes eingesetzt hat (Matth. 26), und das Pessachfest im Monat April stattfindet, kann Jesus keinen ungegorenen Saft genommen haben, da es zu dieser Zeit noch keinen frischen Traubensaft gibt (die Weinernte ist erst im Herbst), und weil es damals keine Kühlschränke gab, um den Traubensaft unvergoren zu halten, konnte er nur gegorenen Wein genommen haben.

NAI Ludwig Schneider

Thema: Israel | Beitrag kommentieren

213. Der Neue Antisemitismus

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

NAI

 

Der Neue Antisemitismus
Geht es eigentlich nur um Frieden oder um die Ausmerzung der jüdischen Bevölkerung? Jüdische Einwohner in Judäa und Samaria haben einen neuen Begriff geprägt: „Anti-Schemiut Chadascha – Neuer Antisemitismus”. Dieser Term meint den Druck der westlichen Mächte, der darauf abzielt, selbst das natürliche Wachstum ihrer Ortschaften einzufrieren, um in letzter Konsequenz den Weg freizumachen für einen neuen arabischen Staat, in dem es keine Juden gibt.

Die internationale Gemeinschaft besteht darauf, dass es sich um einen rein politischen Vorgang handelt, dass lediglich bereinigt werden soll, was den Menschen in der Region in den letzten Kriegen an Unrecht zugefügt wurde. Weltweit plappern führende Politiker alles nach, was von arabischer Seite behauptet wird, nämlich dass es keinen Frieden geben könne, es sei denn, Israel verzichte auf das eroberte Land. Die natürliche Schlussfolgerung ist, dass Land im Austausch für Frieden gegeben wird und es am Ende nur Gewinner gibt. Eine simple Formel.
Doch die Juden in Judäa und Samaria wissen, dass etwas Böses unter der Ober-fläche brodelt, und sie nennen es Rassismus, oder präziser, Antisemitismus. „Die Vorstellung, das Leben einer halben Million Menschen hier einzufrieren, sehen wir als Rassismus an”, sagt Rechtsexperte Shimon Halevi, Einwohner der jüdischen Siedlung Neve Tzuf, zu israel heute.
Israelkritiker werfen den Juden bekanntlich immer wieder vor, sie würden allzugern den „Rassismus-Joker” spielen. Dies sei ein beliebter Trick, weil niemand auch nur entfernt mit dem Holocaust in Verbindung gebracht werden will. Halevi legt dar, dass Rassismus trotz allem die einzige Erklärung für das ist, was hier vor sich geht: Europa und die USA erwarten von Israel, Bauvorhaben in Judäa und Samaria aufzugeben, was sich allein an die Juden richtet.
„Viele israelische Araber leben hier und bauen, und keinen interessiert es”, sagt er. Auf die Frage, ob die Araber, auf die er sich bezieht, wirklich „israelische Araber” oder „Palästinenser” seien, antwortet Halevi, er könne an Checkpoints nach Samaria immer wieder beobachten, dass viele Araber auf ihrem Weg zur Arbeit mit israelischen Autos und israelischen Kennzeichen passieren.
Ein „Palästinenser” sei nicht in der Lage, israelische Autokennzeichen zu beziehen, es sei denn, er ist israelischer Staatsbürger. „Araber mit israelischer Staatsbürger-schaft leben überall hier”, so Halevi. „Einige haben diese Staatsbürgerschaft durch israelisches Gesetz erlangt. Andere sind Israelis, die hierher gezogen sind. Es gibt Zahlen, die davon sprechen, dass mehr als 250.000 Palästinenser im Besitz eines israelischen Passes sind.”
Warum also schließt der Westen in seinen Forderungen nach israelischem Bau-stopp die palästinensischen Bauprojekte nicht ein? Der Grund ist natürlich, dass die Palästinenser nicht jüdisch sind, was Halevi und viele andere israelische Juden mit der Frage konfrontiert: Wenn nun „Palästina” eine vorherbestimmte Lösung ist, ein Land ganz ohne Juden – riecht das nicht gewaltig nach Rassismus?

„Die Errichtung eines neuen Staates, in dem es keine jüdischen Einwohner geben darf, klingt in unseren Ohren wie ein Rückschritt in die Zeit des Zweiten Weltkriegs”, sagt Halevi. „Wir leben friedlich unter der Sonne, an unserem angestammten Ort, und nun kommt Präsident Obama und hat die Vision, genau hier einen Staat zu errichten, in dem es keine Juden gibt.”

Die Bibel sagt, dass Gott sich nicht spotten lässt und dass es Sein Wille ist, dass die Juden wieder in dieses Land zurückkehren. Die weltlichen Anstrengungen, das Land von den Juden zu reinigen, werden letzten Endes scheitern. Selbst neueste Statistiken zeigen, dass sie versagen, und zwar hochgradig. Seit Obama und mit ihm die Europäische Union das Einfrieren des Ausbaus jüdischer Siedlungen in Judäa und Samaria fordern, schoss die Nachfrage nach Häusern in diesen Gebieten steil nach oben. Im Jerusalemer Vorort Maale Adumim, der im sogenannten Westjordanland liegt, sind nur wenige der im Bau befindlichen 450 neuen Wohneinheiten noch verfügbar. Die gesteigerte Nachfrage führt zu einem höheren Wert der Immobilien, was wiederum die jüdische Wirtschaft ankurbelt.

Autor: NAI Ludwig Schneider

Thema: Israel | Beitrag kommentieren

212. Der Begriff Endzeit

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

NAI

 

Der Begriff Endzeit

Im frühen Judentum gab es eine zweifache Auffassung von Zeit:

1. Eine kalendarisch messbare Zeit, die Zeit des sichtbaren Naturablaufs und der erlebten Geschichte und

2. eine überirdisch herrschende Zeit der Gottesdienstordnung mit dem Schabbatzyklus und dem Festkalender mit seinen Siebenerperioden.

Der Begriff Endzeit

Ungeachtet dieses in sich zyklisch geordneten Zeit- und Geschichtsverlaufes besteht eine biblisch-jüdische Tradition, die besagt, dass der gesamte Zeitprozess auf ein bestimmtes Ziel zuläuft. Bereits vom babylonischen Exil an (ab 586 v. Chr.) befassten sich Juden mit den letzten Dingen (hebr.: kez-hajamim; griechisch: eschaton), weshalb die zeitliche Erforschung der in Erfüllung gehenden Verheißungen Eschatologie genannt wird.

Die Endzeiterwartung war keine Eigentümlichkeit der Juden, denn in der gesamten Spätantike gab es Zukunftserwartungen mehr oder minder phantastischer Art.
Juden und Christen verband dagegen die Endzeit mit der Naherwartung des kommenden Messias bzw. des wiederkommenden Christus und mit dem Beginn eines „goldenen Zeitalters“ bzw. mit der „Trübsal“, dem Gottesgericht über eine von Gott abgefallene Menschheit.

Das Besondere der jüdischen Eschatologie besteht in der Annahme, dass der Geschichtsablauf von Israels Erfüllung seiner Erwählungsverpflichtung – der Thora – abhängt, im Sinne von Gehorsam und Ungehorsam.
Nach dem Untergang der Reiche Israel (722 v. Chr.) und Juda (586 v. Chr.) verdichteten sich die Zukunftshoffnungen auf eine Wende zum Heil, deren Bestimmung ein Gegenstand ständiger Spekulationen und Berechnungsversuche darstellte. Naturkatastrophen und große politisch-militärische Ereignisse, die den bevorstehenden Untergang bestehender Ordnungen und antigöttlicher Mächte andeuteten, haben immer wieder zur Annahme verleitet, der endzeitliche Termin sei gekommen.

In Krisenzeiten kam es daher regelmäßig zu akuten Endzeiterwartungen, die literarisch zu verschiedenen Apokalypsen und zu pseudo-messianischen Bewegungen führten. Über 100 solcher Termine sind im Laufe der jüdischen Geschichte nachweisbar.
Auch in der Gegenwart bestimmt das Grundkonzept der auf die Endzeit ausgerichteten Geschichtsauffassung, mit dem vermeintlichen Zwang zur endgültigen Verwirklichung der Gottesherrschaft durch das jüdische Volk im Land Israel, zu einem nicht geringen Teil das Geschehen im Nahen Osten.

Zur lehrmäßigen Ausgestaltung der jüdischen Eschatologie gehört die Erwartung eines Idealkönigs aus dem Hause Davids, des Messias, ferner die Restauration biblischer Verhältnisse mit einem neuen Tempel in Jerusalem auf dem biblischen Tempelplatz und die Einsammlung der Juden aus der Diaspora inklusive der Israeliten aus dem Zehn-Stämme-Reich.
Das Neben- und Miteinander, einerseits von heilsgeschichtlichen, auf das irdische Israel ausgerichteten und andererseits von kosmologisch-universalen Endzeiterwartungen, hat immer wieder zu Verquickungen geführt.

So interpretieren die Einen alles auf die zukünftige himmlische Welt und die Anderen sehen in den Endzeitverheißungen Dinge, die für unsere Zeit hier auf Erden bestimmt sind. So nennt man die irdisch und zeitlich begrenzte Heilszeit „Tage des Messias“ und den endgültigen Heilszustand die „Kommende Welt“.

In der Zeit der Aufklärung und Emanzipation hat man die endzeitlichen Aussagen der Bibel zu symbolischen und ethischen Metaphern abgewertet. Das Reformjudentum ging sogar soweit, die messianische Erfüllung mit dem moralischen Fortschritt der Menschheit zu identifizieren, was jedoch durch die Kriege und Perversität unserer Zeit widerlegt wird.

In den orthodoxen Kreisen blieb dagegen die traditionelle Hoffnung auf das tatsächliche Kommen des Messias lebendig. Durch die Einwanderung der Juden ins Land Israel erhielt die jüdische Endzeiterwartung eine reale Machtbasis, weshalb die religiösen Juden von den bereits sichtbaren „Fußspuren des Messias“ sprechen.

Nicht nur die Heimkehr der Juden nach Zion und die Urbarmachung der Wüste und der Wiederaufbau der zerstörten biblischen Städte, sondern auch Israels Einzug in die Altstadt Jerusalems beweisen trotz der daraus entstandenen politischen Problematik, dass die Verheißung Gottes, dass dieses Land dem jüdischen Volk gehört, eines der wichtigsten Zeichen der jüdischen Eschatologie ist, denn vor dem Kommen des Messias muss die Endzeitverheißung aus Hesekiel 36,24 in Erfüllung gehen: „Ich werde euch aus den Heidenvölkern herausholen und euch wieder in euer Land zurückbringen“ – und genau das geschieht!

NAI Ludwig Schneider

Thema: Israel | Beitrag kommentieren

180. Darf man sich verbrennen lassen?

Sonntag, 26. Dezember 2010 | Autor:

NAI 180 Wenn das feuer kommt

Das Judentum verbietet Bezug nehmend auf die Bibel die Einäscherung, da es eine schwere Sünde ist, einen Toten zu verbrennen. Das galt auch bei Israels Nachbarvölkern, die nur ihre Feinde verbrannten, um damit das Gedächtnis an sie auszulöschen.
Weil die Moabiter die Gebeine des Königs von Edom verbrannten, übergab Gott sie als Strafgericht den Flammen (Amos 2,1). Und nur weil bösartige Propheten verkündet hatten, dass der Leichnam des Königs Zedekia in der babylonischen Gefangenschaft verbrannt worden sei, erlitten sie das gleiche Schicksal, denn allein durch ihr Bekanntmachen, dass Zedekia verbrannt wurde, hatten sie ihn öffentlich entehrt (Jeremia 29,21-23).

Die Heiden der Antike verbrannten die Körper ihrer Feinde in der Auffassung, damit deren Auferstehung zu verhindern. Im Judentum dagegen darf selbst ein Feind oder einer, der wegen eines todeswürdigen Verbrechens hingerichtet wurde, nicht verbrannt werden, sondern muss begraben werden (5.Mose 21,22-23).

Eine Ausnahme bildete Adolf Eichmann, der verbrannt wurde, damit aus seinem Grab keine Gedenkstätte für Neonazis wird. Es ist auch verboten, auf einem jüdischen Friedhof Urnen beizusetzen, mit Ausnahme der Asche derer, die gegen ihren Willen z.B. im Holocaust oder auf Scheiterhaufen verbrannt worden sind. Nach jüdischem Recht sind Kinder nicht verpflichtet, die im Testament verfügte Einäscherung ihrer Eltern zu respektieren, denn jeder, der sich verbrennen lässt, verleugnet damit die Existenz Gottes.

Die ersten Christen dachten genauso und sahen es als ihre Pflicht an, für eine würdevolle Bestattung zu sorgen. Daher ermahnten die römischen Presbyter den Klerus von Karthago, die während der decischen Christenverfolgung (249 n. Chr.) umgekommenen Christen trotz der großen Anzahl nicht zu verbrennen, sondern zu bestatten. Bei der Christenverfolgung um 350 n. Chr. klagten die Christen, dass ihre Verfolger sie dazu zwingen wollen, ihre Toten zu verbrennen, was sie aber als Gottesfrevel ablehnten und dafür lieber des Nachts mit bloßen Händen ihre Toten bestatteten.

Daher ließen sich Juden wie auch Christen „zur Ehre Gottes, nach dessen Ebenbild sie geschaffen wurden“ in Katakomben oder auf offenen Friedhöfen bestatten, denn es heißt: „Ki afar ata we-el afar taschuw – Denn du bist Erde und zur Erde kehrst du zurück!“(1.Mose 3,19). Und Paulus schreibt: „Es wird gesät verweslich, damit das Verwesliche die Unverweslichkeit anziehen kann“ (1.Korinther 15,42-53), was jedoch nicht heißt, dass Gott nicht auch unfreiwillig (!) zu Asche verbrannte Menschen auferstehen lassen kann. Doch die freiwillige Entscheidung, sich verbrennen zu lassen, ist Rebellion gegen Gott.
Übrigens, das erste Krematorium wurde 1878 in Gotha eingeweiht.

Quelle: NAI

Thema: Israel | 6 Kommentare

179. Stimmt das – nur noch ein Papst?

Sonntag, 26. Dezember 2010 | Autor:

Papst_web_R_by_Oliver Weber_pixelio.de

„Man sagt: der neue Papst Benedikt XVI. (ehemals Kardinal Josef Ratzinger) sei ein Antisemit?“
Nein, das stimmt nicht! Ich sprach 1994 mit ihm in Jerusalem, als er noch Kardinal und der Vorsitzende der päpstlichen Glaubenskongregation war.
Da sagte er mir im Beisein von Kardinal König, was er hinterher öffentlich wiederholte:

„Die Juden sind nicht am Tod Jesu schuld, denn allein unsere Sünden brachten Jesus ans Kreuz. Durch Christus wurden Juden und Christen EIN Volk Gottes. Israels Glaube wurde durch Jesus universal und der verheißene Segen für alle Völker. Das „Schma Israel, unser Gott ist EINS“ blieb in den Evangelien rechtskräftig. Es gibt auch jetzt nur EINEN Gott! Ist an der Zeit, dass die katholische Kirche sich bei den Juden für ihre Feindseligkeit entschuldigt.“

Im Jahre 1138 hatte der irische Priester Malachi eine Vision, wonach nach dem zu seiner Zeit amtierenden Papst Innozenz II. noch 103 Päpste kommen würden. Gemäß dieser Vision brachte man im Vatikan 266 Medaillons an, worin das Bild des jeweiligen Papstes eingesetzt werden soll. Papst Benedikt XVI. füllt den 265., d.h. den vorletzten Rahmen. Wenn es nach dieser Vision geht, würde „wenn sich alles wie ein Wirbelsturm um Jerusalem dreht“ nach Benedikt XVI., dem Friedenspapst „Gloria olivae“ nur noch ein Papst kommen, der aber setzt sich wieder die Tiara-Krone mit dem VICARIVS FILII DEI (Zahlenwert 666) auf und führt alle Religionen zu der verheißenen apokalyptischen Ökumene aller Weltreligionen.

 

 Quelle NAI

Waren die Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul II. judenfreundlich, was der neue Papst auch ist, so soll der letzte, der 266., das Gegenteil sein. Daher verheißt die Vision des Malachi, wird der jetzige Papst eines unnatürlichen Todes sterben. In Rom kann man das Poster mit allen 265 Päpsten plus letztem Freifeld kaufen (Realizzato da Memmo Caporilli, Tel.: 06-3202871).

Quelle: NAI

Thema: Israel | Beitrag kommentieren

178. „Die Welt ist naiv“

Sonntag, 26. Dezember 2010 | Autor:

NAI

Die Welt sieht jahrelangem Raketenbeschuss auf Israel wortlos zu, aber Israels Verteidigung gegen die Hamas-Terroristen im Gazastreifen stößt auf heftigste Ablehnung. Auf beiden Seiten kommen unschuldige Menschen ums Leben, in Israel wie im palästinensischen Gazastreifen.

NAI

 

In Bezug auf die Palästinenser drückt die Welt aber stets ein Auge zu, solange Israel stillhält. Gibt der Judenstaat aber irgendwann seine Passivität auf und schlägt zurück, wird er unausgewogen kritisch beäugt. Einem Automatismus folgend wird Israel für sein „unverhältnismäßiges Vorgehen“ von der internationalen Gemeinschaft verurteilt.
Dem internationalen Recht zufolge hat Israel das legitime Recht, auf den Raketenbeschuss zu reagieren, obwohl die palästinensische Zivilbevölkerung darunter leiden muss. Diese Rechtsauffassung teilt Prof. Robi Seibel. Der Jurist gehört der Hebräischen Universität Jerusalem an. Im Gespräch mit israel heute erklärte er: „Natürlich muss Israel vorsichtig sein und darf nicht absichtlich auf Zivilisten schießen. Wenn sich Terroristen aber in Wohnvierteln verschanzen, dann überwiegt Israels Recht auf Selbstverteidigung. Es darf, ja, es muss die Raketenabschussrampen zerstören, um seine eigene Zivilbevölkerung zu schützen. Aber alles hat sein Maß, und zu viele getötete Zivilisten sind problematisch.“
Um dieses Maß nicht zu überschreiten, verzichtet Israel auf Raketen und Artillerie, und geht gegen die Kassam-Abschussrampen mit Infanterieeinheiten vor. Damit riskiert Israel Leib und Leben vieler eigener Soldaten, schont aber wiederum dadurch das Leben palästinensischer Zivilisten. In der israelischen Regierung werden nun die Stimmen für ein Umdenken lauter. „Warum bekämpfen wir die Raketenrampen nicht auch mit Raketen“, schlug der stellvertretende Ministerpräsident Haim Ramon kürzlich vor.
„Wir kämpfen mit einer auf dem Rücken festgebundenen Hand“, kommentierte Israels Außenministerin Zippi Livni, auf den internationalen Druck anspielend, der Israels Verteidigungsrecht in Frage stellt. Robi Seibel glaubt: „Die Kassam-Angriffe sind internationalem Recht zufolge Kriegsverbrechen. Die Hamas als Terrororganisation hält sich jedoch grundsätzlich an keine internationale Vereinbarung. Auf diese Leute hat die Welt keinen Einfluss. Dagegen ist Israel als demokratischer Staat dem internationalen Recht unterworfen.“
Der Rechtsexperte weist darauf hin, dass der Gazastreifen nicht mehr unter israelischer Besatzung ist und von einer feindlichen Hamasherrschaft regiert wird. „Aber dennoch wollen internationale Behörden im Westen weiterhin Israel gegenüber den Palästinensern in die Pflicht nehmen.“
Zur Frage nach Israels Obliegenheiten wie im jetzigen Konfliktfall antwortete der Juraprofessor: „Während des Krieges ist Israel nicht verpflichtet, seine Feinde mit Strom und Öl zu versorgen. Aber Israel tut gut daran, eine humanitäre Katastrophe nicht zuzulassen.“
Die Hamas-Terroristen missbrauchen die eigene Bevölkerung als lebendigen Schutzschild. Hinter der Zivilbevölkerung verschanzt, locken sie Israels Soldaten in den Häuserkampf. Diese menschenverachtende Taktik macht es Israel unmöglich, sein legitimes Recht auf Selbstverteidigung auszuüben, ohne dabei palästinensischen Zivilisten zu schaden.
„Je mehr Tote, desto giftiger unsere Propaganda gegen die Zionisten!“, sagte Hamaschef Mahmud A Zahar Anfang März im Hamas-Rundfunk. „Von mir aus soll ganz Gaza für die Befreiung Palästinas zum Friedhof und zur Hölle werden!“ 120 tote Palästinenser wurden in Israels Gazaoperation „Warmer Winter“ gezählt, in der Mehrzahl Terroristen. Die Welt nimmt die Todesbilanz durch ihre selbstgewählte Brille wahr: 120 tote Palästinenser in nur wenigen Tagen gegenüber 12 toten Israelis durch Kassam-Raketen. Ihr Fazit: Israel hat übertrieben!

„Die Welt ist naiv und glaubt uns alles“, sagte Achmed Atuwan (37), Hamas-Sympathisant aus Jabaljia im Gazastreifen im Telefoninterview mit israel heute. Achmeds Bruder Haled arbeitete vor Jahren in israelischen Haushalten in Gusch Katif. „Israel hält sich brav an internationale Regeln. Wir kennen nur Allahs Gebot – alle Ungläubigen zu vernichten. Allah hu Akbar!“

Quelle:  NAI

Thema: Israel | Beitrag kommentieren

Gott ist gut
Datenschutzübersicht

Wir verwenden Cookies, die es uns ermöglichen, die Benutzung der Webseite zu analysieren. So können wir die Seite weiter verbessern. Durch die Nutzung unserer Webseite stimmst Du der Nutzung von Cookies zu. In unserer Datenschutzerklärung findest Du mehr Informationen und kannst die Cookies deaktivieren.
(Datenschutzerklärung)