Home

Archiv für die Kategorie » Christ und Politik «

846. Das Königreich Gottes

Freitag, 10. April 2026 | Autor:

 

DIE SHARIA VON JESUS

Ich bezeichne das Königreich Gottes als ein Lager voller Lösungen made in Heaven für Probleme made in hell. Wie sähe also eine auf dem Königreich Gottes basierende Lösung für das derzeitige intensive und kostspielige Kriegsszenario im Nahen Osten aus, das bereits den größten Teil der Welt betrifft? Noch mehr Bomben werfen? US-Soldaten auf iranischem Boden? Gespräche mit einem Regime, das lieber stirbt, als zu reden? „Friedens“-Märsche, UN-Resolutionen, Sanktionen, die Drosselung der Ölproduktion? Ein weiteres britisches Kriegsschiff nach Zypern schicken?

Nichts davon wird das Kernproblem des Konflikts mit dem radikalen Islam lösen, sondern nur die Oberfläche behandeln, die Symptome des Islamismus, nicht dessen Wurzel. Die Wahrheit ist: Ein religiöses Problem erfordert eine religiöse Lösung. Und der Kern des Kerns des Konflikts mit dem radikalen Islam ist die Rolle der Scharia, des islamischen Rechts, das ich als „Verfassung Allahs“ bezeichne. Sie ist nicht nur das rechtliche Fundament des radikalen Islam, sondern sein Herzschlag, sein Betriebssystem. Das arabische Wort für Scharia bedeutet ursprünglich „Weg zur Wasserquelle“, und umfasst in der Praxis einige tausend Regeln für ein Allah gefälliges Leben und den von Allah vorgegebenen moralischen und rechtlichen Weg.

 

ERINNERN WIR UNS AN AFGHANISTAN

Erinnern Sie sich an die Taliban? Die Scharia spielt im von den Taliban regierten Afghanistan eine zentrale Rolle. Die Absicht ist, dass das Land vollständig nach ihrer Auslegung der Scharia regiert werden soll, anstatt nach säkularem Recht oder demokratischer Gesetzgebung. Gerichte wenden die islamische Rechtswissenschaft an, wie sie von den religiösen Autoritäten der Taliban ausgelegt wird. Dazu gehören Hudud-Strafen (wie Amputationen oder öffentliche Hinrichtungen) für bestimmte Verbrechen sowie die Regulierung von Kleidungsvorschriften, Geschlechterbeziehungen, öffentlichem Verhalten, Bildung und Medien. Russland marschierte 1979 in Afghanistan ein und zog sich 1989 erfolglos zurück. Die USA
marschierten dann 2001 in das Land ein. Obwohl sie einen Großteil der Infrastruktur von Al-Qaida in Afghanistan zerstörten und den Anführer von Al-Qaida, Osama bin Laden, im Jahr 2011 töteten, bezeichnen die meisten Analysten das Gesamtergebnis als strategischen Verlust oder Misserfolg. Nach 20 Jahren Krieg, als die USA 2021 das Land verließen, erlangten die Taliban schnell wieder die Kontrolle über das Land; die afghanische Regierung und Armee brachen zusammen, sobald sich die US-Streitkräfte zurückzogen – und wer regiert Afghanistan mittlerweile? Die Taliban, basierend auf der Scharia.

 

UNSER BLUT IST GELB, NICHT ROT

Eine Hisbollah-Frau aus dem Libanon wurde kürzlich im Fernsehen interviewt. Sie sagte: „Unser Blut ist gelb, nicht rot.“ Die Aussage bezieht sich auf die gelbe Farbe der Hisbollah-Flagge und symbolisiert völlige Loyalität und Identität, untrennbar mit der Bewegung selbst verbunden. Sie deutet auf die Bereitschaft hin, für die Sache Blut zu vergießen oder zu sterben, auf die Bereitschaft, alles für die Mission der Hisbollah zu opfern. Im Kern steht die Ideologie des „Widerstands“ gegen Israel und den westlichen Einfluss. Diese „gelbe Ideologie“ ist tief in der Familienkultur der Hisbollah-Welt verwurzelt, wird allen Kindern von Kindesbeinen an eingeimpft und ist Teil ihrer Erziehung. Manche Anthropologen würden sagen, dass im Kern jeder Kultur eine religiöse These steht, eine historische, axiomatische Narrative religiöser Natur, die die ethnische DNA, den Ursprung, die Bedeutung und das Ziel eines bestimmten Volkes oder einer bestimmten Kultur definiert. Ein historisches Element des frühen Islam war etwa die Aufteilung der Welt in Dar al-Salam – (Salam = Frieden), womit Nationen bezeichnet wurden, die bereits unter islamischer Herrschaft standen – und Dar al-Harb (harb = Krieg), Nationen, die noch nicht unter muslimischer Herrschaft standen und noch vom Islam erobert werden mussten. Während viele in gemäßigten oder liberalen muslimischen Gesellschaften dies nicht mehr als ihre Agenda betrachten, wendet eine kleine, aber äußerst aktive Zahl islamistischer oder militanter Gruppen diesen
Grundgedanken nach wie vor streng an. Viele Beobachter und Experten sowie ehemalige Islamisten betrachten die ungezügelte Verherrlichung von Gewalt und Märtyrertum als nichts Geringeres als die Elemente eines nationalen Todeskults.

 

ERINNERN WIR UNS AN GUANTÁNAMO

Buchstäblich alle der rund 780 Insassen von Guantánamo, jenem nach dem 11. September 2001 eingerichteten US-Gefangenenlager auf Kuba, waren Islamisten. Von den 765 Gefangenen, die seit 2002 freigelassen wurden, liegt die Rückfallquote (Rückkehr zu terroristischen Aktivitäten) laut Schätzungen von Studien der US-Regierung bei etwa 27 % (vermutet oder bestätigt). Das bedeutet, dass sich jeder vierte Gefangene als unverbesserlich erwiesen hat und sich weiterhin einem islamistischen Leben verschrieben hat, egal was passiert.

 

DIE ENTNAZIFIZIERUNG IN DEUTSCHLAND

Die Geschichte hat gezeigt, dass das Deutschland der Nachkriegszeit einer „Entnazifizierung“ bedurfte – ein Programm, das von den Alliierten von 1945 bis 1949 umgesetzt wurde, um die Nazi-Ideologie und ihren Einfluss aus der deutschen Gesellschaft, Regierung, Bildung und Industrie zu entfernen. Dies umfasste nicht nur die Entfernung vieler Persönlichkeiten aus öffentlichen Ämtern, sondern auch die Förderung demokratischer Werte zum Wiederaufbau des politischen Systems Deutschlands. Die Alliierten gingen davon aus, dass „ein sehr großer Teil der erwachsenen Deutschen“ auf Nazi-Ideologie untersucht werden musste. Über 13 Millionen Menschen wurden wegen ihrer Mitgliedschaft in Nazi-Organisationen oder verbundenen Gruppen zur Entnazifizierung registriert. Als die CDU (Christlich-Demokratische Union)
1945 gegründet wurde, propagierte sie ausdrücklich eine „christliche“ Sozialethik als Alternative sowohl zum Nationalsozialismus als auch zum atheistischen Kommunismus – ein moralisches Rahmenwerk, das auf der persönlichen Würde innerhalb einer höheren moralischen Ordnung beruhte und damit in direktem Gegensatz zur nationalsozialistischen Rassenideologie stand.

 

WIE VIELE IRANER SIND RADIKALISIERT?

Die regulären Streitkräfte des Iran, die Artesh, werden allgemein auf etwa 350.000 Mann geschätzt. Hinzu kommt das Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC / Sepah) mit schätzungsweise 150.000 bis 190.000 Mann. Darüber hinaus gibt es die Basij-Miliz, deren Mitgliederzahl auf Millionen geschätzt wird und die für Mobilisierung, Überwachung, Indoktrination und Unterdrückung rekrutiert wurde. Den größten Teil der iranischen Bevölkerung, die mit der Basij-Ideologie indoktriniert wurde, bilden die Millionen von Kindern und Jugendlichen, die in Schulen und Universitäten einer Gehirnwäsche unterzogen wurden, um religiöse Kämpfer zu sein oder zu werden.

 

ERINNERN WIR UNS AN BOKO HARAM IN NIGERIA

Der kurze Militäreinsatz von US-Truppen in den Lagern der Boko-Haram-Dschihadisten im Norden Nigerias im Jahr 2025 war eine kurzfristige Operation, bei der etwa 200 Militanten getötet wurden. Nigerianische Beamte schätzten aber, dass die Militäraktion nur etwa 30 % des Problems gelöst habe. Boko Haram/ISWAP und verbündete Gruppen setzten ihre Angriffe im Jahr 2026 fort, darunter Massaker und Überfälle kurz nach den Luftangriffen. Dies zeigt, dass der Angriff die Aufständischen nicht grundlegend geschwächt hat.

 

VON SCHAM UND NICHT VON SCHULD GESTEUERTE GESELLSCHAFTEN

Die meisten westlichen Kulturen sind Schuld-orientierte Gesellschaften: Das Schlimmste, was einer Person (oder einer Gruppe) passieren kann, ist ein Fehler, ein Irrtum, bei dem jemand dabei ertappt wurde, etwas falsch zu machen. Dies führt zu Schuldgefühlen, die typischerweise nur durch das öffentliche Eingestehen eines Fehlers gesühnt werden können, wie etwa bei den vielen Politikern, die sagen mussten: „Ja, ich habe Teile meiner Doktorarbeit plagiiert und werde daher von meinem Amt zurücktreten.“ Nicht so in vielen nicht-westlichen Kulturen wie in islamischen Gesellschaften; diese sind keine schuldorientierten, sondern schamorientierte, auf Ehre basierende Gesellschaften, in denen das schlimmste Szenario für eine Person oder eine Gruppe darin besteht, das Gesicht zu verlieren. Das Kernprinzip solcher Gesellschaften lautet: Ehre durch Loyalität. Wird die eigene Ehre beschädigt, kann sie nicht durch Frieden (oder Friedensgespräche) wiederhergestellt werden, sondern nur durch die Demütigung der anderen, die ihre Ehre verletzt haben.

 

NEGATIVE IDENTITÄT, WIE IN GENESIS 16,12 VORAUSGESAGT

Als Hagar, die Magd von Sara, der Frau Abrahams, Ismael zur Welt brachte, wurde dieser später zum Patriarchen, dem Stammvater der arabischen Völker. Der Engel des Herrn sagte über ihn: „Er wird ein wilder Esel von einem Mann sein; seine Hand wird gegen alle sein und die Hand aller gegen ihn, und er wird in Feindschaft zu all seinen Brüdern leben.“ Wenn wir bereit sind das zu sehen, ist das Verhältnis der meisten arabischen Nationen zu ihren umliegenden Völkern eine direkte Erfüllung dieser Prophezeiung, da viele, wenn nicht sogar die meisten, in Opposition zu ihren Nachbarn leben. Die Psychologie definiert heute eine negative Identität als die Geisteshaltung eines Volkes, das seine Identität in dem sucht, was es nicht ist, in dem, was es ablehnt: „Wir sind nicht wie die anderen!“ Dies ist auch der Grund, warum es so viele aktive Fehden innerhalb arabischer Clans gibt; Experten sprechen von Hunderten, wenn nicht Tausenden davon. Doch die größte und ursprünglichste „Fehde“ für Araber ist die historische Spannung zwischen Isaak und Ismael, den Söhnen Abrahams.

 

MAN KANN AUS ISLAMISTEN DIE SCHARIA NICHT WEGBOMBEN

Kaum eine Nation hat mehr praktische Erfahrung im Kampf gegen den radikalen Islam und dessen invasive, imperialistische Agenda als die USA und Israel. In ihrem Umgang mit der Hamas und der Hisbollah im Gazastreifen, im Libanon, den Huthi im Jemen, der Muslimbruderschaft, dem IS(IS) und nun dem Iran sollten sie inzwischen wissen, was funktioniert und was nicht. Und eines ist überaus klar: Man kann die Scharia nicht aus den Herzen der Islamisten herausschießen oder herausbomben. Tatsächlich hat sich gezeigt, dass rein militärische Maßnahmen gegen Islamisten die Lage aus mindestens drei Gründen verschlimmern: Weil sie den Kern des Problems nicht berühren, bekämpfen sie nur die
Symptome, nicht die Ursache; weil sie Islamisten in die Enge treiben, verstärken sie deren grimmige Entschlossenheit zu ultimativen Maßnahmen und Opfern; und schließlich radikalisieren sie islamische Jugendliche dazu, Rache für die Tötung ihrer Familienangehörigen und Idole zu suchen und in deren Fußstapfen zu treten.

 

Was also ist eine Lösung, die das Königreichs in diesem Fall anbietet?

 

REGIMEWECHSEL AN DER SPITZE UND AUF HERZEBENE

Der einzige Weg zu einem echten Regimewechsel im Iran oder im Libanon besteht darin, die Rolle der Scharia durch etwas Besseres zu ersetzen – und zwar ohne weiteres Blutvergießen. Es gibt etwas weitaus Mächtigeres als ein von der Scharia bestimmtes Dasein: ein Leben nach einem Gesetz, das auf Liebe und Vergebung basiert, und genau das ist die Verfassung des Reiches Gottes. Jesus sagte: „Wenn ihr mich liebt, haltet ihr meine Gebote; und: Lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe!“ Im wahrsten Sinne des Wortes ist Jesus Christus sowohl „der Weg“ (Johannes 14,6) als auch das lebendige Wasser (Johannes 4). Er verkörpert persönlich eine weitaus bessere Scharia und ein Leben, wie es sein sollte: ein Leben unter seiner Königsherrschaft, gegründet auf das Gesetz Christi, die Wirtschaft des Reiches Gottes und die
Führung des Heiligen Geistes. Die westlichen „christlichen“ Nationen haben genau diese vier Eckpfeiler des Reiches Gottes fast vollständig aus dem Christentum verbannt und führen – aus muslimischer Sicht – ein Leben voller Doppelmoral, Heuchelei und Machtlosigkeit. Die amerikanische Verfassung etwa ist im Leben selbst amerikanischer Christen mindestens 100 Mal präsenter als die Verfassung ihres eigenen Königs, Jesus Christus. Mit anderen Worten: Militärische Macht und Wirtschaftssanktionen gegen Islamisten werden niemals dauerhaften Frieden schaffen. Der wahre Kern des Problems besteht darin, ihre Scharia durch eine bessere zu ersetzen – die Scharia von Jesus – und ihnen zu sagen: Schließt euch
Ibrahim an! (Abraham auf Arabisch), eurem eigenen Patriarchen. Er wurde im Hebräerbrief als jemand beschrieben, der nach einem besseren Heimatland sucht. Diese Heimat ist genau das Land, nach dem sich jeder Mensch, einschließlich all derer, die als Muslime geboren wurden, zutiefst sehnt. Alle Menschen haben Heimweh nach einem Land, in dem sie noch nie waren – dem Königreich Gottes. Und diese Botschaft vom Reich Gottes allen Völkern zu verkünden, wurde von Jesus selbst in Mt 24,14 als der letzte entscheidende Wendepunkt vor seiner Wiederkunft vorhergesagt. Zuverlässige Untersuchungen zeigen, dass Millionen von Iranern Träume und sogar Erscheinungen eines „Mannes in Weiß“ haben, der zu ihnen sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ Wenn ein Muslim, einschließlich eines Dschihadisten, aus einer solch dramatischen Begegnung erwacht, hat er zwei brennende Fragen: Wer ist der Mann in Weiß – und was will er von mir?

Wenn die Regierungen der USA und Israels sowie ihr Militär einen solchen Rat als einen weitaus tiefgreifenderen, effektiveren und nachhaltigeren Ansatz im Umgang mit dem radikalen Islam auf einer Ebene annehmen würden, die wirklich etwas bewirkt, wäre der Himmel buchstäblich die Grenze für einen ansonsten endlosen und blutigen Krieg.

 

WENN SIE DIES NÄHER UNTERSUCHEN MÖCHTEN,

können Sie ein kleines, kostenloses PDF herunterladen: „The Kingdom Passport“, das erklärt, was es bedeutet, Bürger des Reiches Gottes zu sein oder zu werden, unter diesem Link: www.kingdompassport.eu
Dort finden Sie Versionen auf Englisch, Deutsch und sogar Farsi, der von mehr als der Hälfte der iranischen Bevölkerung gesprochen wird. Leiten Sie diesen Link am besten an Ihre iranischen Kontakte weiter.

Wenn Sie mehr über die Verfassung des Reiches Gottes erfahren möchten, gibt es ein Buch , das ich zu diesem Thema veröffentlicht habe, unter diesem Link: https://www.amazon.de/dp/3945333164

Wolfgang Simson – wolfsimson@compuserve.com

 

Thema: Christ und Politik | Beitrag kommentieren

773. WAS MORGEN ZÄHLT…

Sonntag, 14. April 2024 | Autor:

Dr. Siegfried Buchholz

 

 

Liebe Besucher,

es ist jetzt schon einige Jahrzehnte, dass ich das Magazin von Christen im Beruf mit Begeisterung und Gewinn lese. Ich freue mich immer wieder wenn das Heft „Voice“ vierteljährlich bei mir ankommt. Darin werden immer wieder, so gute Lebenszeugnisse abgedruckt, die mein Herz berühren. Hier bewahrheitet sich der Satz den ich vor Jahren einmal gehört habe: „Ein Lebenszeugnis ist die beste Predigt.“

Jetzt im neuen Heft fand ich den Artikel „Was morgen zählt…“ von Dr. Siegfried Buchholz. Ich durfte Herr Dr. Buchholz vor Jahrzehnten einmal persönlich bei einem Vortrag in Bamberg erleben und habe mir danach viele seiner Vorträge immer wieder angehört, weil sie so viel Wahrheit und Hilfe für Beruf und Familie gebracht haben.

Nun ist er im Alter von 93 Jahren im Februar 2024 in Baden bei Wien gestorben. Er war ein Lehrer, Berater und Vorbild als Christ. Seine Empfehlung war, dass wir Gottes Wort als Maßstab für unser Leben nehmen, auf Jesu Kraft vertrauen und auf den Heiligen Geist als Ratgeber im Alltag hören. Als Zeichen der Wertschätzung wurde jetzt dieser Artikel „Was morgen zählt“ noch einmal abgedruckt.

Ich danke Herr Georg Damböck(Redaktionsleitung) für die Genehmigung zur Veröffentlichung hier in meinem Blog. Allen Lesern hier kann ich das Magazin „Voice“ von Christen im Beruf sehr empfehlen. Schauen sie mal hinein, es lohnt sich.

Wünsche Ihnen nun viel Freude und Erkenntnis beim Lesen.

 

 

WAS MORGEN ZÄHLT…

 

Von Dr. Siegfried Buchholz

Dieser Artikel ist die von B. v. Schnurbein für die VOICE 3/97 gekürzte Fassung eines Kapitels von Siegfried Buchholz aus dem Buch „Was morgen zählt“, herausgegeben von M. L. Landmesser und J Sczepan (Hg.), Hänssler-Verlag, Stuttgart 1996, S.77-99.

 

Eines steht fest: Zu keiner Zeit haben hinter diesem Satz „Was morgen zählt“ mehr Fragezeichen gestanden als heute. Und zu keiner Zeit waren die Antworten bunter – was in sich ein Spiegelbild der ungeheuren Vielzahl und Vielfalt von Veränderungs-prozessen ist, die sich in der Gegenwart – und wohl noch mehr in der Zukunft – abspielen. Dag Hammarskjöld, der vielleicht bekannteste UNO-Generalsekretär, ein gläubiger Christ, sagte einmal: Sorge nicht, wohin dich der einzelne Schritt führt. Nur wer weit blickt, findet sich zurecht.“

 Dieser Beitrag möchte Sie ermutigen, diese Wahrheit zu beherzigen. Dabei sind mir drei Gesichtspunkte besonders wichtig: Hellwach zu sein, selbstständig sein und verankert sein. Ich möchte behaupten, dass nur derjenige in den eskalierenden Umwälzungen unserer Welt eine sichere Orientierung findet, der sich diese drei Einsichten zu eigen macht.

 

S.-Buchholz-2.png

 

1.Was morgen zählt: Hellwach sein!

Es gibt drei starke Motoren, welche die globalen Änderungsprozesse anstoßen, betreiben und in Gang halten. Erstens: Das Zerschlagen von Werten, die früher Sinnfindung ermöglichten. Zweitens: das Entwickeln von technischen Werkzeugen, die eine neue Art von gigantischer Herrschaft ermöglichen. Drittens: der Verlust langfristiger Perspektiven, die früher Hoffnung ermöglichten.

Wir haben mittlerweile eine gewaltige technische Potenz entwickelt, deren Einsatz kulturell beziehungslos geschieht, weil am Anfang keine Werte stehen und am Ende keine Hoffnung mehr besteht. Die Folge: Nie zuvor wurde in unserer Welt eleganter, brutaler und internationaler ausgebeutet als heute. Nie zuvor haben sich solche Kontraste zwischen ultrareich und ultraarm gebildet. Nie zuvor hatten wir eine technische Möglichkeit, so viele Menschen weltweit durch Information an diesen Entwicklungen teilhaben zu lassen, was zu extrem eskalierenden Prozessen mit ungeheurem Konfliktpotential führt.

In dieser sich verändernden Welt sind mittlerweile völlig neue Machteliten entstanden.

 

Gleichzeitig wird die Anzahl der Menschen, die noch einen gewissen Überblick über diese komplexen Trends haben, immer kleiner. Nach einer Schätzung des „World-Economic-Forum“ existiert derzeit eine Informationselite von ca. 100.000 Menschen. Mehr nicht. Der Rest ist deutlich uninformierter, tut aber oft so, als wüsste er alles, weil er den falschen Informationsquellen zuhört, wie beispielsweise Fernsehen und Zeitungen.

 

S.-Buchholz-3.png

 

Wir müssen uns mit dem Gedanken vertraut machen, dass wir derzeit in einem epochalen weltweiten Umbruchprozess stehen, wirtschaftlicher Art, politischer Art und geistiger Art. Wir leben inmitten einer globalen Kulturrevolution. Diese Erkenntnis kann grundsätzlich zweierlei Reaktionen zur Folge haben. Sie führt entweder zu einem Gefühl der grundsätzlichen Orientierungslosigkeit und Orientierungsunmöglichkeit, die dann entweder in Verzweiflung und Depression oder in Panik und Aggression mündet. Oder die zunehmende Beunruhigung führt zu einer ganz bewussten Suche nach echter Orientierung. Beide Gruppen von Menschen finden wir derzeit in unserer Gesellschaft. Ich hoffe, Sie gehören zu dieser zweiten Gruppe.

 

  1. Was morgen zählt: Selbstständig sein!

Wir erleben heute das Ende der unselbstständigen Arbeit. Mehr und mehr werden aus Arbeitnehmern Auftragnehmer. Darum brauchen wir eine neue Kultur der Selbstständigkeit, aus der heraus wieder eine neue Wagniskultur entstehen kann, die zu einem neuen Pioniergeist führt, den wir dringend benötigen

Es wird immer hilflose, unselbstständige Menschen geben: Kranke, Schwache, Alte und Verarmte. Diese Menschen müssen wir liebevoll betreuen. Das ist ein Auftrag Gottes an seine Menschen. Und wir werden alles versuchen müssen, um so viel selbstständige Menschen zu haben wie nur irgendwie möglich.

Erfolg in der Zukunft gehört nur denen, die nicht damit rechnen, dass ihnen dieser Erfolg einfach zufällt, und die auch nicht glauben, dass er ihnen zusteht, nur weil sie ein gutes Abgangszeugnis einer hoch angesehenen Schule haben. Gehen Sie davon aus, dass die Zeiten des sicheren Erfolgs und des sicheren hohen Einkommens vorbei sind. Die Zukunft wird nur denen gehören, die Misserfolge verkraften und Erfolge erarbeiten und beides in ihrem Leben richtig einordnen können.

Das wird eine ganz neue Art von Selbstständigkeit voraussetzen. Aber es gibt dabei eine schmerzhafte Lektion, die wir alle lernen müssen. Die lange Zeit des Wohlstands, die Zeit des Friedens und der Annehmlichkeiten hat uns etwas sehr Wertvolles gekostet. Wir haben nicht nur unseren Biss, unsere Dankbarkeit und unsere Verzichtsbereitschaft verloren, sondern wir haben alle auch verdrängt, dass wir als Menschen nicht auf „leichtes Leben“ programmiert sind. Wir Menschen sind auf Anstrengung und Unsicherheit programmiert. Das war immer so und wird auch immer so sein. Nur dadurch werden wir immer wieder lebenstüchtig und überlebensfähig.

 

S.-Buchholz-4.png

 

  1. Was morgen zählt: Verankert sein!

Vor nicht allzu langer Zeit besuchte mich einmal ein bemerkenswerter junger Mann in meinem Büro. Er war als wiedergeborener Christ in einem sehr bekannten Büromöbelunternehmen beschäftigt und wollte einige krumme Methoden der Kundenbetreuung nicht mitmachen. Dies führte zu seiner Entlassung. Als wir uns trafen, war er gerade auf Arbeitssuche und ich fragte ihn, ob er in seiner Bewerbung den Grund seiner Entlassung nannte, worauf er mir sein Bewerbungsschreiben zum Lesen gab. Darin stand: „… Es zeigte sich jedoch, dass die Filialleitung geschäftliches Vorgehen von mir verlangte, welches in krassem Widerspruch zu meiner Auffassung von Geschäftsethik stand, sodass mir keine andere Wahl gelassen wurde, als mein Dienstverhältnis zu beenden. Mein erfolgreiches Bestreben war und ist, stets mit Gespür, Engagement und Qualität Kunden gegenüberzutreten. Dies sehe ich auch als Basis für meine künftige Tätigkeit …“

Das ist mutig, sehr mutig. Einige Zeit später rief er mich wieder an und sagte: „Ich habe jetzt einen viel besseren Job als vorher, habe viel mehr Verantwortung und verdiene viel mehr Geld.“ Dieser junge Mann war in einem starken Gott verankert. Deshalb konnte er sich auch rauen Winden aussetzen.

Worin wir verankert sind und woran wir uns orientieren, entscheidet darüber, wie wir in den rauen geistigen, religiösen, wirtschaftlichen und politischen Winden unserer Tage bestehen werden. Doch wo finden wir diesen zuverlässigen Halt? Während der zweiten Ölkrise 1979 erinnerte uns plötzlich jemand daran, dass es vor langer Zeit einmal eine breite Neuorientierung gab, die damals fast die ganz bekannte Welt erfasste. In dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ schrieb einer der Redakteure:

„Die Christen im späten Imperium Romanum erregten Anstoß und Spott, mit ihren merkwürdigen Heiligen, ihren strengen Diätvorschriften und ihren wunderlichen Wertvorstellungen. Die Christen ahnten oder sahen die Krise voraus und stellten sich beizeiten darauf ein. Sie entwickelten eine Ideologie für bescheidene Leute und bescheidene Zeiten. Eine Ideologie, die dem Seelenheil höhere Bedeutung zumaß als dem kaum mehr erreichbaren Erfolg des Einzelnen. Und siehe da, die neue Moral, die Selbstbescheidung und der Gemeinschaftsgeist der Erfolgsleute des Erlösers erwiesen sich in der bösen Welt als eine äußerst erfolgreiche Überlebensstrategie. Die Christen waren es, und niemand sonst, die aus den Wirren der antiken Übergangsepoche als Sieger auftauchten und ganz Europa geistig eroberten.“ Das schreibt „Der Spiegel“.

 

Geistiges Führungspotential durch Christen

Hier wird den Christen geistige Führung zuerkannt. Krisenbewusstsein plus Bescheidenheit plus moralische Maßstäbe plus Gemeinschaftsgeist als erfolgreiche Überlebensstrategie. Geistige Führung aus einer Position der festen Verankerung gegen die Maßlosigkeit der damaligen Welt. Könnte so etwas noch einmal passieren, heute, in Europa?

Es gibt ein Geheimnis in dieser Welt: In fast jedem Menschen steckt eine tiefe Sehnsucht, zumindest einmal in seinem Leben bei etwas Großartigem dabei sein zu dürfen. Genau das war damals das Angebot des Jesus aus Galiläa. Er sagte: „Gott besucht diese Welt und will neue Menschen machen.“ Als dieses Angebot Menschen erreichte, bekamen sie die Kraft und Ausdauer, die bisher stärkste Kulturepoche Europas an die Seite zu schieben. Jesus macht auch Ihnen das ungewöhnlichste Angebot, das jemals Menschen gemacht wurde. Sie können es im Matthäusevangelium im Kapitel 16 nachlesen. Es hört sich ungefähr so an:

„Jeder, der sich einmal entschlossen hat, sich kompromisslos auf meine Seite zu schlagen, der wird auf eigene Wege und eigene Ziele verzichten. Er wird bereit sein, jeden Preis zu bezahlen, um zu mir zu gehören. Denn genau das, was ein Mensch aus eigener Kraft festhalten möchte, wird er todsicher verlieren. Wer glaubt, sich selbst verwirklichen zu können, der wird die Wirklichkeit des eigentlichen Lebens verpassen. Wer aber bereit ist, den ganzen Ballast der eigenen Weltanschauungen, Vorstellungen, Wünsche und privaten Ziele abzuwerfen, um ganz sicher auf meiner Seite zu sein, der wird mit meiner Hilfe das eigentliche Leben finden und es in Fülle erleben. Überlege doch einmal ganz nüchtern: Was hätte ein Mensch davon, wenn er sich alles leisten könnte, was diese Welt zu bieten hätte, aber als Preis dafür mit seiner Selbstzerstörung zahlen müsste.“

Was morgen zählt?

Bei etwas Großartigem dabei zu sein – besonders, wenn ER wiederkommt: JESUS!

 

 

 

Thema: Christ und Politik | Ein Kommentar

708. Bundestagswahl 2021 – Stimme an Bündnis C eine verlorene Stimme? NEIN!!!

Freitag, 27. August 2021 | Autor:

 

Liebe Blogbesucher,

ich frage mich seit Wochen was mit den Bürgern dieses Landes aber besonders den Christen los ist. Immer wenn ich auf die kommende Bundestagswahl zu sprechen komme muss ich mit Erschrecken feststellen, dass die einzige christliche Partei völlig unbekannt ist, obwohl man ja seit Jahren von allen Altparteien bitter enttäuscht ist, – angesichts von Lügen, Korruption, Manipulation, Freiheit – und Menschenrechtsberaubung – kümmert man sich in keiner Weise darum eine Alternative zu finden.

Komme ich dann auf die Partei „Bündnis C“ zu sprechen, höre ich immer wieder das gleiche Argument von der verlorenen Stimme. Meine Gegenfrage ist dann immer. Warum haben Sie dies vor 30 Jahren nicht genauso gestellt bei der Partei der Grünen? Meist ist das Ergebnis schweigen.

Also frage ich mich, ist alles Christliche in diesen Land inzwischen verpönt. Merkt man immer noch nicht wie weit man dieses Land mit der „Grünen, Rot, Linken Ideologie“ in den Dreck gefahren hat? Ein solches Verhalten lässt sich meiner Meinung nach nur so erklären, dass man Gott aus seinen Leben verbannt hat und selber Gott spielt. Schaut euch die Programme der Altparteien an, dann wisst ihr wovon ich rede.

Damit jeder sich einmal Gedanken über dieses falsche Argument der „verlorenen Stimme“ eine Meinung bilden kann, gebe ich hier den Artikel aus dem Magazin von Bündnis C zur Kenntnis.

Ich bedanke mich ausdrücklich bei der 1.Vorsitzenden Karin Heepen für die Genehmigung zur Veröffentlichung hier in meinen Blog.

 

 

Eine Stimme an eine Kleinpartei – eine verlorene Stimme? – Nein!!!

 

 

 

 

Eine Stimme an eine Kleinpartei – eine verlorene Stimme? – Nein!!!

Gerade aus diesen Gründen wählen Sie uns: Bündnis C – Christen für Deutschland

Immer wieder wird von den etablierten Parteien zum Wahlboykott gegen die Kleinparteien aufgerufen, wobei häufig falsche Darstellungen die Bürger täuschen.

Es wird behauptet, die Stimmen der Wähler einer Kleinpartei seien verloren, da diese auf jene Parteien „verteilt“ würden, die nach der Wahl ins Parlament einziehen. Das ist eine irreführende Darstellung, die nicht den Tatsachen entspricht. Es ist zwar so, dass diese Stimmen bei der Zusammensetzung des Bundestags nicht ins Gewicht fallen, aber sie werden keineswegs „verteilt“ (d.h. aufgeteilt), so dass der Wähler einer Kleinpartei seine Stimme anteilsmäßig der Linken, der AFD, der FDP oder auch der SPD und der CDU/CSU gibt. Nicht die Stimmen an eine Kleinpartei (eine Partei also, die nicht über die 5%-Marke gelangt) werden aufgeteilt, sondern die der Nichtwähler. Denn die Parteien-Prozente werden nicht von der Summe der Wahl-Berechtigten errechnet, sondern von der Summe der Wahl-Beteiligten, also der tatsächlich wählenden Bürger.

Bei einer Wahlbeteiligung von 65 % bleiben also nicht 35 % der Abgeordnetensitze im Landtag oder Bundestag leer. Die Nichtwähler „wählen“ also indirekt doch. Sie stimmen faktisch der neuen Zusammensetzung des Parlaments zu, weil sie ihre Stimme keiner Alternativpartei gegeben haben. Wer das vermeiden will, der sollte

  1. Entweder zur Wahl gehen und eine kleine Partei ankreuzen, die es ggfs. nicht über die 5%-Hürde schafft
  2. Oder auch dann zur Wahl gehen, wenn er keine Partei findet, mit der er sich solidarisieren kann – und dann eine ungültige Stimme Denn diese erscheint ebenso wie die Stimmen für die Kleinparteien unter der Rubrik „Sonstige“.

Das Wahlrecht der Staatsbürger, ihre Wahlberechtigung, ist eine der tragenden Säulen der Demokratie und soll sicherstellen, dass die Volkssouveränität gewahrt bleibt. Deshalb: immer wählen gehen!

Warum sind die dargestellte Unterscheidung und Wahlbeteiligung so wichtig?

  1. Weil es zum einen um die Frage der demokratischen Verantwortung geht. Die Landtage bzw. der Bundestag sollten möglichst mit einer hohen Wahlbeteiligung gewählt werden, um die Zusammensetzung des Parlaments mit einer hohen Legitimation auszustatten.
  2. Zum anderen geht es ggfs. um die individuelle Mitschuld. Eine Demokratie ist eine Volksregierung, die durch gewählte Volksvertreter ausgeübt wird. Daher ist jeder Wähler mit seiner Stimme mitverantwortlich – und ggf. mitschuldig – für alles, was die von ihm indirekt (durch Nichtwahl) mitgewählten Parteien tun oder lassen!

 

Joachim Hübel

Thema: Christ und Politik | Beitrag kommentieren

654. Aktuelle Entwicklungen und Peinlichkeiten in der EKD

Donnerstag, 3. Oktober 2019 | Autor:

Wahrheit-Lüge_by_Gerd-Altmann_pixelio.de_.jpg

 

Lieber Blogbesucher,

wenn ich an die EKD erinnert werde wie bei diesem Artikel, dann bin ich immer wieder bestätigt in meiner Entscheidung, dass ich mich vor Jahrzehnten aus diesem Verein e.V. verabschiedet habe. Als ein Mensch der sein Christsein biblisch leben möchte, kann man zu vielen Themen mit den vielen Kompromissen einfach nicht Ja sagen.

Eine Kirche die sich evangelisch oder christlich sehen will, hat von Gott einen Auftrag bekommen. Das was in der EKD am laufen ist, hat sich von Gottes Auftrag weit, weit entfernt. Mehr will ich dazu nicht sagen. Lesen Sie selbst den folgenden Beitrag und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung dazu.

Obdachloser_web_R_by_Anna-Lena-Ramm_pixelio.de_.jpg

 

 

Ich bedanke mich bei Heinz – Jürgen Heuhsen von IFI- D für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

 

„Seenotrettung“: Wie in unserem Septemberbeitrag dargestellt, ist dieser Begriff an sich falsch und irreführend. Nun ist die EKD in diesem Bereich aktiv geworden:

„Die Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer ist umstritten. Dennoch will sich die Evangelische Kirche in Deutschland künftig selbst daran beteiligen. Ihre Forderungen gehen aber noch weiter. Die Evangelische Kirche in Deutschland will selbst ein Schiff zur Seenotrettung von Flüchtlingen ins Mittelmeer schicken. Nach gründlicher Prüfung habe der Rat der EKD beschlossen, eine entsprechende Resolution des jüngsten Kirchentages umzusetzen… Bedford-Strohm zufolge wird die EKD das Rettungsschiff nicht selbst kaufen und betreiben. Dies solle über einen Trägerverein ‚in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis‘ geschehen… Er verlangte zudem, dass die staatliche Seenotrettung im Mittelmeer wieder aufgenommen wird.“

https://www.welt.de/vermischtes/article200194964/Seenotrettung-Evangelische-Kirche-beteiligt-sich-mit-Schiff-im-Mittelmeer.html

 

 

Eine weitere Bischöfin in der EKD: „Beate Hofmann (55) ist am Sonntag in Kassel als Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in ihr Amt eingeführt worden. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, legte ihr als Zeichen des Amtes in der voll besetzten Martinskirche das Bischofskreuz um.“

https://www.evangelisch.de/inhalte/160812/29-09-2019/beate-hofmann-ist-neue-kurhessische-bischoefin

 

In dem Gottesdienst wurde die Bischöfin verpflichtet, ihr Amt gemäß „den Ordnungen der ev. Kirche“ auszuführen – von den Ordnungen der Bibel war nicht die Rede.

Wir beten nach Psalm 98:

Retter: Wir danken für Jesus als Lamm Gottes und für Sein Blut, das allein Heil und Rettung bewirkt.

Richter: Wir bekennen überall da, wo es sichtbar wird, dass die Gemeinde von Seinem Weg und Willen abweicht (konkrete Punkte benennen), unsere Rebellion und bitten um den Geist der Buße und darum, dass Gott uns jetzt richtet: Denn die Zeit ist gekommen, dass das Gericht anfange bei dem Haus Gottes (1 Petr 4,17). Gericht soll zur Buße und gottesfürchtigem Leben führen.

König: Wir erheben Jesus als König, der auf dem Thron sitzt und von dem allein Rettung kommt. Wir unterstellen uns Seiner Herrschaft und bitten, dass Er uns lehrt, wie wir beten und handeln sollen, damit Sein Reich kommt und Sein Wille geschieht.

Wir beten, dass Pastoren, Leiter, Älteste in ihrem Leben als Vorbilder vorangehen. „Bemühe dich darum, dich vor Gott zu erweisen als einen rechtschaffenen und untadeligen Arbeiter, der das Wort der Wahrheit recht austeilt.“ (2 Tim 2,15)

 

Meine Frage zum Schluss:

Warum kümmert sich die EKD nicht um das Tausendfache Morden im Mutterleib?

Warum verkündet die EKD nicht mehr das unverfälschte Wort Gottes?

Warum kümmert sich die EKD nicht um die Kranken und Armen in unserem Land?

Man könnte endlos weiter fragen, aber es würde nichts nützen. Denn wenn eine Kirche den Heiligen Geist ausgeschlossen hat, dann bemerkt Sie auch nicht mehr, dass Sie ein totes Pferd reitet.

 

 

Thema: Christ und Politik | Beitrag kommentieren

648. Politiker und Bürger Deutschlands – wie wäre es damit?

Freitag, 7. Juni 2019 | Autor:

Reichstag_web_R_B_by_LouPe_pixelio.de

 

Liebe Blogbesucher,

als ich dieses Gebet gelesen habe, musste ich sofort an die Zustände in Deutschland denken. Da ich glaube, dass Gott nichts unmöglich ist, habe ich dieses Gebet des Senators für alle unsere Politiker in Deutschland stellvertretend gebetet. Die Wahrheit ist in Deutschland relativiert worden. Ich glaube aber, dass Gott unseren Land noch eine Gnadenzeit schenkt, soll heißen, es ist noch ein Zeitfenster offen, dass uns Gelegenheit gibt von all den verkehrten Wegen umzukehren. Wenn wir dies nicht tun, müssen wir die Konsequenzen tragen. Schon viele Nationen haben dies erleben müssen. Ich würde mir wünschen, dass viele Menschen dieses Gebet in ihr Herz aufnehmen und einen Entschluss zur Sinnesänderung ausführen.

Meine Frage:

Wer ist der erste Politiker im deutschen Bundestag der solch ein Gebet von Herzen spricht? Man könnte sicher sein, dass sich auch in Berlin der Saal bei bestimmten Parteien leeren würde.

 

 

 

Zum Nachdenken

 

Das Gebet des Senators

 

Als Senator Joe Wrigth gebeten wurde, in Topeka, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Kansas, die neue Wahlperiode des Senats zu eröffnen, erwarteten alle Teilnehmer die üblichen Allgemeinsätze, hörten jedoch folgendes Gebet:

 

„Himmlischer Vater,

wir treten heute vor Dich und bitten um Vergebung und suchen Deine Weisung und Führung. Wir wissen, daß Dein Wort sagt: Wehe denen, die Böses gut nennen‘, aber genau das haben wir getan.

 

– wir haben unser geistliches Gleichgewicht verloren und unsere Werte verdreht. Wir bekennen das.

Wir haben die absolute Wahrheit Deines Wortes lächerlich gemacht und das Pluralismus genannt.

– wir haben Perversion gut geheißen und das alternativen Lebensstil genannt.

– wir haben die Armen ausgebeutet und das ihr Los genannt.

– wir haben Faulheit belohnt und das Wohlstand genannt.

– wir haben unsere Ungeborenen getötet und das Selbstbestimmung genannt.

– wir haben Menschen, die Abtreibungen vornahmen, entschuldigt und das Recht genannt.

– wir haben es vernachlässigt, unseren Kindern Disziplin beizubringen und das Selbstachtung genannt.

– wir haben Macht mißbraucht und das Politik genannt.

– wir haben den Besitz unseres Nachbarn beneidet und das Strebsamkeit genannt.

– wir haben den Äther mit Pornographie und weltlichen Dingen verschmutzt und das Pressefreiheit genannt.

– wir haben die Werte unserer Vorväter belächelt und das Aufklärung genannt.

 

Erforsche uns, o Herr, und erkenne heute unser Herz, reinige uns von allen Sünden und mach uns frei davon. Führe und segne die Männer und Frauen, die gesandt sind, um uns in das Zentrum Deines Willens zu führen, daß wir offen danach fragen im Namen Deines Sohnes, des lebendigen Erlösers, Jesus Christus“.

Die Antwort kam sofort. Einige der Abgeordneten verließen schon während dem Gebet provokativ den Saal. In den folgenden sechs Wochen gingen mehr als 5000 Telefonanrufe in der Kirche ein, in der Senator Joe Wrigth auch Pastor ist. Nur 47 Anrufer reagierten negativ.

Weiter erhielt die Kirche Bitten um Kopien des Gebets aus vielen Ländern, z. B. aus Indien, Afrika und Korea.

In einem Radiokommentar strahlte Paul Harvey das Gebet in der Sendung „The Rest of the Story“ aus und bekam daraufhin mehr Zuschriften, als er je zuvor zu irgendeiner Sendung bekommen hatte.

Mit der Hilfe des Herrn möge dieses Gebet über unsere Nation hinwegfegen und eine tiefe Sehnsucht in unseren Herzen wecken, eine Nation unter der Leitung Gottes zu werden.

 

(Quelle: Voice 01/2005)

Thema: Christ und Politik | Beitrag kommentieren

604. Christen geraten unter Druck

Freitag, 29. September 2017 | Autor:

 

Liebe Blog Besucher,

zu diesem Thema muss man nur ganz wenige Ausführungen machen, denn wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, dann wird man diesen Bericht zustimmen können. Darum möchte ich den Autor hier ganz alleine zu Wort kommen lassen.

 

Der christliche Glaube kommt auch im Westen zunehmend unter Druck. Das zeigt sich etwa in der

Diskriminierung von Christen und in der Darstellung des Christlichen in den Medien.

 

Ich bedanke mich bei der Redaktion von Factum für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieses Beitrages.

 

So konnte der Politiker Markus Hollemann von der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) nach einer Medienkampagne nicht Leiter des Referats für Gesundheit und Umwelt in der Münchner Stadtverwaltung werden. Grund ist seine Mitgliedschaft in der Lebensschutzorganisation «Aktion Lebensrecht für Alle» (ALfA). Thomas Schürer von der Organisation «Faire-Medien aktiv» kritisierte «die Diffamierung eines unbescholtenen und ehrenwerten christlichen Politikers, der sich für den Schutz allen Lebens ausspricht». Die damit verbundene

Einschränkung der Meinungsfreiheit sei nicht hinnehmbar, der Einsatz für das Lebensrecht aller Menschen dürfe nicht zu beruflicher Diskriminierung führen.

 

In London wurde die christliche Erzieherin Sara Mbuyi wegen Verstosses gegen das Antidiskriminierungsgesetz entlassen, weil sie mit einer Kollegin über deren Homosexualität gesprochen hatte. Sie war von dieser nach der biblischen Sicht auf Homosexualität gefragt worden. Dies berichtete die «Sunday Times».

Der britische staatliche Gesundheitsdienst NHS hat strenge Richtlinien gegen «Missionierung» am Arbeitsplatz erlassen. Eine Ergotherapeutin wurde neun Monate suspendiert, weil sie mit einer muslimischen Kollegin auf deren Wunsch hin gebetet hatte. Ein Arzt im mittelenglischen Walsall verlor seinen Arbeitsplatz, weil er E-Mails mit christlichem Inhalt an Kollegen verschickt hatte.

 

In der Vergangenheit war es den Gideons, die unter anderem in Hotels Bibeln auslegen, ohne Problem möglich, auch in Polizeiwachen Bibeln als Geschenke anzubieten. In Baden-Württemberg ist das jetzt nicht mehr erlaubt. Das Innenministerium hat «im Sinne des Neutralitätsgebots» entschieden, dass die Verteilung religiöser Schriften bei Einrichtungen der Landespolizei nicht mehr zugelassen ist.

 

Autor: Thomas Lachenmaier

 

Thema: Christ und Politik | Beitrag kommentieren

587. Gebet für Europa

Montag, 8. Mai 2017 | Autor:

Europa_by_Wilhelmine Wulff_pixelio.de

Liebe Blog Besucher,

jeder von Ihnen der die EU Politik in den letzten Jahren einwenig verfolgt hat wird sich bei vielen Entscheidungen doch sehr gewundert haben. Mich hat besonders eine Entscheidung dieser Politiker in Brüssel traurig und besorgt gemacht, nämlich, die Nicht – Einbeziehung des Gottesbezuges in die Präambel der Verfassung. Leider sind solche Entscheidungen für viele Europäer kein Grund mehr ihre Stimme zu erheben. Aber der Herr aller Herren, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs sitzt im Regiment und ER regiert. Sie können es vielleicht als Zufall betrachten – ich tue es nicht – , dass fast genau 12 Jahre nach der Nicht – Einbeziehung des Gottesbezuges, nämlich am 23.06.2016 das Votum der Briten pro Brexit erfolgte. Die Zahl 12 hat in der Bibel eine heraus ragende Bedeutung. Jeder kann sich da selbst einmal schlau machen.

Wenn man weiß, dass seit vielen Jahren tausende Christen in Deutschland und Europa für gute und von Gott geführte Entscheidungen beten, dann kann man im Rückblick über manche Ereignisse nur staunen und Gott dafür danken.

Aus diesen genannten Hintergründen heraus ist das Gebet für Europa, das Ortwin Schweitzer verfasst hat, entstanden. Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen des Wächterrufs für Deutschland, dass ich dieses Gebet hier veröffentlichen darf.

 

Vater im Himmel,

Du bist ein großer und heiliger Gott! Du bist es wert, dass man Dich ehrt!

Du hältst diese Welt und die Geschicke der Völker in Deinen Händen.

Du hast sie aus Deiner Liebe durch Dein schöpferisches Wort ins Dasein gerufen und lenkst ihre Wege.

So lenkst Du auch die Nationen Europas und führst alles zum Ziel. Du vollendest diese Welt nach Deinem wunderbaren Plan.

Wir beten Dich an, heiliger Gott. „Denn von Dir und durch Dich und zu Dir hin sind alle Dinge. Dir sei die Ehre in Ewigkeit“ (Röm 11,36).

 

Vater im Himmel,

wir danken Dir für alles, was Du unserem Kontinent, sowie unserem Volk, unseren Familien und Deiner Kirche geschenkt hast.

Wir danken Dir für unsere Nachbarvölker.

Wir danken Dir für die Menschen, die uns das Evangelium gebracht und uns Jüngerschaft gelehrt haben.

Wir danken Dir für die Erweckungen in Europa in vergangenen Zeiten.

Wir danken Dir auch, dass Du uns nach dem 2. Weltkrieg Jahrzehnte des Waffenstillstandes geschenkt hast, dass wir im Westen und nach dem Fall der Mauer auch im Osten in Frieden, Freiheit und Wohlstand leben durften.

Wir danken Dir für die demokratische Grundordnung und die Rechtsstaatlichkeit in unseren Ländern, für Wissenschaft, Kultur und Sozialwesen und für die Schönheit unserer Länder und Städte. Für all das danken wir Dir von Herzen, denn Du sagst: „Wer Dank opfert, der preiset mich und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes“ (Psalm 50,23).

 

Vater im Himmel,

weil Du die Menschen unseres Kontinents liebst, bitten wir Dich, dass die Länder Europas von Deinem Geist neu erweckt werden.

Wir bitten Dich um eine geistgewirkte Erneuerung Deiner Kirche. Hilf ihr, Heimat zu werden für die vielen, denn wir haben Deine Verheißung gehört, dass Du Millionen berühren und verwandeln willst.

Darum bitten wir Dich, dass sich Deine Königsherrschaft ausbreitet: in allen Regierungen Europas und in den Institutionen der EU, in Wirtschaft und Finanzwelt, auch in allen Bereichen der Gesellschaft auf nationaler und europäischer Ebene, damit „Dein Reich komme und Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden“ (Matthäus 6,10).

 

Vater im Himmel,

wir haben als Christen versagt, für die europäischen Völker und den Prozess ihres Zusammenwachsens einzutreten.

Wir haben jahrzehntelang die Politiker unbegleitet gelassen und keine Verantwortung im Gebet übernommen. Vater, vergib uns !

Wir beugen uns nun aber auch stellvertretend vor Dir unter die Sünden unserer Volksvertreter in den EU-Institutionen, die Dich nicht in Deiner Herrschaft anerkennen wollten und die den Gottesbezug nicht in die Präambel der Europäischen Verfassung aufgenommen haben. Dies tut uns von ganzem Herzen leid.

Wir bekennen vor Dir als Vertreter der Völker Europas den Mangel an Gottesfurcht, Ausbeutungen aller Art, sexuellen Libertinismus, millionenfache Abtreibungen, Korruption, Menschenhandel und viel Fremdenhass.

Wenn Du darum die Völker Europas jetzt wegen ihren Sünden richtest, wenn gesellschaftliche Unruhen, Anschläge, finanzielle Zusammenbrüche, Seuchen und Naturkatastrophen kommen, dann hast Du vollkommen Recht und wir beugen uns vor Dir darunter. Aber Du hast in Deinen Gerichten immer auch unsere Besserung im Blick. Aber, Vater, wir vermögen das nicht aus eigener Kraft. Darum gieß Deinen Geist noch einmal aus über uns, dass wir das neue Herz bekommen und den veränderten Geist, den Du versprochen hast.

Wir bitten Dich um Vergebung und Heilung für unsere Völker durch das Blut deines Sohnes.

Vater, wir stellen uns unter Dein Wort der Ermahnung und Heilung: „Wenn mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen“ (2. Chron. 7,14). Tu es, Gott, in Europa, ja, tu es !

 

Vater im Himmel,

wir rufen Deine Königsherrschaft aus über Europa und rühmen über unseren Völkern den Namen Jesu.

Wir rühmen die Macht des Blutes Christi über allen gottfeindlichen Mächten, über allen geistlichen Bollwerken, die unsere Kultur heimlich durchdrungen haben.

So rühmen wir Jesus als Sieger über dem Glauben an die Vernunft, dem Glauben an alle die antichristlichen Ideologien und Religionen, sowie dem Glauben an alte und neue heidnischen Kulte. Wir glauben den Sieg Jesu auch über dem „Glauben“ an das Geld und dem Glauben an uns selbst.

Wir rufen den Sieg Jesu auch konkret aus über der Wirtschaft, den Banken, den Finanzmärkten, auch über dem Bildungswesen und allen politischen Entscheidungen.

So rühmen wir den Namen Jesus, der der Name über alle Namen ist. „Denn in Seinem Namen müssen sich beugen alle Knie im Himmel, auf Erden und unter der Erde, und müssen bekennen: Jesus ist der Herr“ (Phil. 2,10-11) !

 

Vater im Himmel,

in Deinem Auftrag segnen wir nun die Länder und die Menschen, die auf dem europäischen Kontinent ihre Heimat haben und auch alle, die hier Schutz bei uns suchen. Du liebst sie alle mit großer und heiliger Liebe.

Es komme über uns Dein Heil und Deine Heilung, Deine Hoffnung und Dein Friede.

Dein Wille ist es, uns Gutes zu tun, denn Du sagst:

„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.

Der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden“ (4. Mose 6,24-26).

Es komme über uns der Segen des Dreieinigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Amen.

 

Quelle: Wächterruf Deutschland

Abdruck bitte mit dem Copyright © Ortwin Schweitzer 2017

Thema: Christ und Politik | Beitrag kommentieren

545. BREAK – XIT

Dienstag, 26. Juli 2016 | Autor:

 

Liebe Blogbesucher,

viele von Ihnen werden die Wochen und Monate vor der Abstimmung miterlebt haben. Was da manipuliert, getrixt und gelogen wurde ging auf keine Kuhhaut. Alles dies hat nichts genutzt, unser Herr hat die Geschichte so geschrieben wie es sein Plan war. Dazu hat mein Freund und Bruder in Christus Wolfgang Simson einen guten Beitrag geschrieben, den ich meinen Besuchern hier nicht vorenthalten möchte.

 

Europaparlament Straßburg_Erich-Westendarp_pixelio.de

 

 

England hat “raus” gewählt. Selten war eine Nation so gespalten über einer Frage, die Gott wohl völlig anders sieht als die meisten Teilnehmer an der Brexit‐Debatte. Fast die Hälfte der Bevölkerung muss nun erst einmal verdauen, dass die andere Hälfte des Landes gegen sie gestimmt hat. Und das nach all den Kampagnen, Diskussionen und Plakat‐Aktionen, die den Leuten suggerieren sollten, sie könnten mit ihrer Wahl das Land retten. Das Land ist nun zerrissen, die Bevölkerung gespalten, die Lage deprimiert, der Premier nimmt seinen Hut.

Das ganze Land hat die meisten menschlichen Aspekte der Brexit‐Themas rauf und runter diskutiert: Migranten, der Fischfang, die Wirtschaft, die Löhne. Erstaunlich ist für manche, wie ungeheuer falsch informiert alle vermeintlichen Experten waren: So gut wie jeder pro‐EU‐Politiker „hat es nicht kommen sehen“, die Meinungs‐Forschungs‐Institute lagen alle falsch, die Buchmacher völlig falsch, die hochdotierten Börsen‐Experten waren komplett daneben. Ohne Gottes Perspektive wird der Mensch eben kurzsichtig.

Denn was „ein schlechter Tag für die EU“ war (Siegmar Gabriel, SPD), war „ein sensationell guter Tag für das Königreich Gottes“(Wolfgang Simson; parteilos). Dazu gleich mehr. Nur einige wenige prophetische Stimmen in England sprachen von einer „Loslösung von Europa“, um eine „Nation unter Gott“ zu werden. Das völlig perplexe Mediengehabe und die scheinbare Weltuntergangs‐Stimmung an den Börsen gehören zwar oberflächlich gesehen zu einer streng kontrollierten Medienstrategie, die von Angst lebt. In Wirklichkeit sind unsere Gesellschaften, und ihre Medien, aber im vernebelnden Griff der „Madame Torheit“, englisch Folly, von der das Buch der Sprüche (Kap 7‐9) spricht, jener „unordentlichen Frau“ die so viel redet, und doch so wenig zu sagen hat. Darauf kommen wir gleich noch mal zurück.

Das momentan wichtigste Ergebnis des britischen EU‐Referendums ist Spaltung, das Auftun eines neuen Grabenbruchs, der die gesamte englische Gesellschaft durchzieht. Vergessen wir dabei nicht, dass es global operierende Gruppen gibt, die Spaltung, gesellschaftliche Verwerfungen und Krisen, geradezu lieben, weil sie genau dann ihre eigenen globalen Agenden voranbringen können, wenn jeder damit beschäftigt ist, seine Wunden zu lecken. Divide et impera – teilen und herrschen ‐ ist zwar keine neue Idee, aber sie funktioniert noch immer.

Egal wie Großbritannien gewählt hätte, das Land hätte so oder so verloren. Im Kern geht es nicht um EU oder Nicht‐EU, sondern darum, ob ein Land a) ein Mitglied des Commonwealth Babylons ist, oder b) ein Mitglied des Commonwealth des Königreichs Gottes. In Gottes Augen zählt nur, ob ein Land eine Provinz von a oder b ist. Das Commonwealth Babylons, dieses Mammon‐getriebene, Elite‐dominierte, weltweite dämonische Spinnen‐Netz ist die wahre geistliche Heimat jeder Volkswirtschaft, die nicht im Königreich Gottes verankert ist. Die „Hure Babylon“, von der das Buch der Offenbarung spricht, bietet jeder Regierung, jeder Firma und jeder Kirche einen Deal an: Schlaf mit mir, halte dich an meine Regeln, und ich werde dir eine Fälschung dessen geben, was nur Gott geben kann: Identität, Sicherheit, Zukunft. Wo Nationen sich der globalen Markt‐Wirtschaft verschreiben, verschreiben sie sich einem Götzen, einem Ersatz‐Gott, der keiner ist. Jede Nation, Firma oder Kirche, die einen solchen Deal macht, indem sie auf die Prinzipien der Marktwirtschaft setzt, macht einen Pakt mit dem Drachen. Die Zukunft wird sein, wie wenn man mit einer Hexe verheiratet ist. Das gilt auch für England. Die Zukunft der Nationen, ob in der EU oder nicht, ist sehr düster, solange sie nicht die wirklich entscheidende Wahl treffen, sich ausdrücklich in den Herrschafts‐ und Wirtschaftsraum Gottes einzuklinken und eine „gehorsame Nation“ zu werden. Jesus hat uns eben gerade nicht nur befohlen, Einzelne aus den Nationen zu Jüngern zu machen, sondern er sagte: Macht die Nationen zu Jüngern! Eine Jünger‐Nation ist eine Nation, die der einzigartigen Einladung folgt, sich dem Herrschaftsraum des Königreichs anzuschliessen. Das ist wie das frühere „British Commonwealth“, dem heute sogenannten „Commonwealth of Nations“, zu dem derzeit 53 Nationen gehören, mit dem entscheidenden Unterschied, dass das Regierungszentrum nicht London, sondern der Himmel ist. Im Commonwealth of God herrscht nicht die Queen, sondern der König aller Könige, Jesus Christus.

Jesus prophezeite einmal den Juden: Das Königreich wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringt (Mt 21,43). Wem wird das Königreich gegeben, nur Einzelnen? Nein, einem Volk! Was bedeutet das für England? Es bedeutet, dass eine Zeit kommen wird, in der die Nationen ein komplett neues Evangelium hören werden. Es geht nicht mehr um das alte Saatgut; es geht um neues Saatgut! Es geht nicht mehr um das altbekannte, kurzsichtige, ich‐zentrierte, unapostolische „Evangelium“ der Einzelbekehrung, das christliche Einzelgänger produziert, die sich je nach Laune und Belieben eine Kirche aussuchen wie einen Supermarkt: Ich gehe hierhin, du dorthin. Es geht um das Verkündigen des Evangeliums vom Königreich (Mt 24,14), der Verlautbarung der Tatsache, dass es einen ultimativen König gibt, ein ultimatives Land, einen ultimativen Rechtsraum, in dem Liebe und Gerechtigkeit herrscht, ein ultimatives Commonwealth, Gottes Neue Weltordnung. Und alles, was wirklich zählt, für Nationen, Kirchen, Einzelne, ist: Sind wir in or out, sind wir da dabei, oder nicht? Jeder wird diese Entscheidung fällen müssen, und niemand kann sich dieser Wahl entziehen. Neutralität gibt es in dieser Frage nicht, und es reicht auch nicht, selbstgenügsam abzuwarten und nur sich selbst zu vertrauen. Das ist letztlich der Kern der Gottlosigkeit und Rebellion des Menschen, dass er bis zum letzten Moment versucht, sich alleine, ohne Gott, durchzuschlagen. Barack Obama hat es in seinem Obama‐Gospel auf den Punkt gebracht: „We can do it!“ (Merkels Version: „Wir schaffen das!“). Jesus sagt dazu nur: Nein, lieber Barack, nein, liebe Angela. Ohne mich könnt ihr nichts tun. Seht selbst.

Der Brexit ist ein geschichtlicher Wendepunkt, der Beginn des Auseinanderfallens Europas, der vor tausenden von Jahren bereits Daniel offenbart wurde. Dort, in Dan 2, finden wir eine Prophetie, die vorhersagt, dass die 10 Zehen (die 10 Königreiche, die aus dem Römischen Reich hervorgehen), auseinanderfallen werden. Wenn das geschieht, zur Zeit solcher auseinanderfallender Könige und  ihrer Reiche, dann wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten! Diese 10 Zehen sind die 10 historischen Gründernationen Europas, wozu auch die Angelsachsen gehören. Sie sind, so wie das Römische Reich vor ihnen, aus Eisen und Ton. Auch wenn sie versuchten, sich nach Menschengeblüt zu vermischen (durch politische Hochzeiten und Verträge), halten sie doch nicht aneinander – sie werden zerfallen! Und wenn das passiert, wenn „Die Vereinigten Staaten von Europa“ zerfallen, dann erfüllt sich vor unseren Augen eine gewaltige, jahrtausendealte Prophetie: Wenn die 10 Zehen‐Nationen auseinanderfallen, die letzte Bastion des römischen Imperialismus, dann wird eine Zeit beginnen, in der alle menschlichen Strukturen wie Spreu auf der Sommertenne zerblasen werden (Dan 2,35). Es wird ein Zermalmen und Verstören von Königreichen geben (Dan 2,44), und alles, was erschüttert werden kann, wird erschüttert werden, sodass das einzig unerschütterliche bleiben wird: das Königreich, das zu einem Berg (prophetische Sprache für: Herrschaftsraum) werden wird, der die ganze Erde erfüllt.

 

Lies nochmals selber diese zentralen Stellen nach: Daniel 2,3‐44; Hebr 12,25‐29, denn diese Tage haben jetzt begonnen, verpasse diesen historischen Moment nicht!

Wer sich in dieses Thema mehr hineinlesen möchte, kann dies mit dem Kingdom Manifest tun, das es weiterhin als Gratis‐Download auf unserer Webseite www.simsonmedia.com  gibt unter Gratis‐Ebooks.

Thema: Christ und Politik | Ein Kommentar

368. Sollen sich Christen von dem schmutzigen Geschäft der Politik fernhalten?

Sonntag, 26. Mai 2013 | Autor:

 

Das verstehe ich unter einmischen..

 

Lieber Blog Besucher,

die Meinungen die ich zu diesen Thema immer wieder höre: Christen sollen sich von der Politik fernhalten. Ist eine solche Haltung auch biblisch? Auch da gehen die Meinungen weit auseinander. Warum ist das so? Ich glaube, man beachte dazu die biblischen Aussagen zu wenig bzw. man ist vom sogenannten „Gemeindegeist“ zu sehr geprägt. Denn, es gibt auch Gemeinden die das Verhältnis zwischen Politik und Christ durchaus klarer sehen.

Nehmen wir doch einfach einmal eine Aussage des Apostel Paulus, der wie ich meine doch eine klare Sicht der Dinge hatte, und wie ich behaupten möchte, mit viel mehr Weisheit und Erkenntnis von Gott ausgestattet war, als ich.

Da schreibt doch Paulus in Titus 3, 1 zum Beispiel folgendes:

„Erinnere die Christen daran, dass sie sich dem Staat und seinen Behörden unterzuordnen haben. Sie sollen die Gesetze des Staates befolgen und sich tatkräftig für das Gemeinwohl einsetzten“.

Ich frage Sie jetzt: Wie soll das gehen? Wenn wir uns von Politik fernhalten? Sobald wir diesen Wort der Bibel gehorsam sind, sind wir doch mitten drin in der Politik.

Die Mahnung des Apostel Paulus, dass die Christen sich tatkräftig für das Gemeinwohl einsetzten sollen, fand große Beachtung. Ihre öffentlichen Stellungnahmen zu Götzendienst, Wahrsagerei, Unmoral und Korruption im Staate waren streng genommen politische Aussagen. Zwar gab es damals noch keine politischen Parteien in unserem Sinne, doch bildeten die ersten Christen in Wahrheit eine eigene FRaktion im Staate. Nicht zuletzt hatten sie ihre eigenen sozialen Hilfsprogramme für die Armen und kümmerten sich um Witwen und Waisen sowie um die Kranken. Damit handelten die ersten Christen wie eine sozialreformerische Partei. Sie machten nicht nur leere Worte, sondern wirkten konstruktiv am Aufbau einer gesunden Gesellschaft mit.

Sätze wie die schmutzige Politik, waren nicht Bestandteil ihres Wortschatzes.

Da wir in 2013 wieder zu wählen haben und es unter den Parteien durchaus Parteien gibt, die für einen Christen nicht wählbar sind, können die nachfolgenden Beiträge vielleicht einmal dazu beitragen, sich zum einen Gedanken zu machen, und zum zweiten in die „schmutzige“ Politik in irgendeiner Form einmal etwa einzumischen. Viel Weisheit und Erkenntnis wünsche ich Ihnen.

 

M.T.

 

Die Christen und „die Obrigkeit“ …

Biblische Basis:

Was haben Christen mit Politik zu tun?

Christ und Politik? „Das eine hat mit dem andern nichts zu tun“, denken immer noch viele Menschen – und zwar sowohl in der Politik als auch in der christlichen Gemeinde. Das Anliegen einer strikten Trennung von Politik und Religion / Kirche / Glaube wird von Politikern und Bürgern aus unterschiedlichen Gründen verlangt. Zu stark ist der jahrhundertealte Filz und Missbrauch der unheiligen Allianz zwischen Thron und Altar gewesen. Auch in der Bibel – so wird gerne argumentiert – werden doch beide Bereiche strikt unterschieden:

Hier das Reich Gottes – da die Welt (der Politik). Aber werden sie auch voneinander getrennt? Haben sie wirklich nichts miteinander zu tun? Sollen sich Christen von dem schmutzigen Geschäft der Politik fernhalten? Ist nicht „unser Bürgerrecht (politeuma) im Himmel“ (Phil 3, 20)?

Diese Fragen werden oft allzu schnell einseitig beantwortet und damit ein Rückzug aus der bösen Welt (der Politik) begründet.

 

Was sagt die Bibel zu diesem Thema?

Jesus verkündete das Reich Gottes (Mt 4, 17). Das war seine Botschaft und das ist sie bis heute geblieben. Dieses „Reich ist nicht von dieser Welt“ (Joh 18, 36), entfaltet seine Wirksamkeit aber mitten in ihr. Jesus hatte sehr häufig mit leitenden Persönlichkeiten des Volkes Israel zu tun – und da ging es auch um politische Fragen. Einmal antwortet er auf eine ihrer Fangfragen mit dem berühmten Satz, der geradezu ein sozialethisches Paradigma darstellt: „Gebt dem Kaiser, was des Kaiser und Gott, was Gottes ist“ (Lk 20, 25). Zwei Reiche werden von Christus unterschieden, aber nicht voneinander geschieden. Im Reich der Welt gelten andere Maßstäbe als im Reich Gottes. Die darf man nicht vermischen. Als Christen leben wir in beiden Reichen zugleich und sollen beiden das geben, was ihnen zusteht. Da Gott der Herr des Lebens ist, gehört ihm alles: Leib und Leben, Ehre und Anerkennung. Aber auch dem König / der Obrigkeit / dem Staat gebühren Ehre und Respekt. Im Konfliktfall jedoch „muss man Gott mehr gehorchen als den Menschen“, sagt Petrus vor dem Hohen Rat (Apg 5, 29). Man darf also keine falsche Alternative aufstellen: Gott oder Kaiser, sondern muss als Christ beiden gerecht werden: Gott und Kaiser. In einem der zentralen Texte des Neuen Testaments zu diesem Thema, Röm 13, 1 – 7, wird von Paulus die Aussage Jesu vor Pilatus: „Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben her gegeben wäre“ (Joh 19, 11) näher ausgeführt: „Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott angeordnet“ (Röm 13, 1).

Diese grundlegende Aussage muss uns in allen Überlegungen im Blick auf das Verhältnis der Christen zur Politik leiten. Auch wenn diese Verhältnisbestimmung im Lauf der Kirchengeschichte und heute recht unterschiedlich interpretiert werden kann, muss man doch festhalten:

Gott ordnet Obrigkeiten in diese Welt an, um Ordnung und Struktur in einer durch Sünde und Chaos angerichteten Welt zu schaffen. Er gibt und überträgt ihnen die Macht und den Auftrag, einen politischen Rahmen zu schaffen, in dem Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit gedeihen; in dem Gutes belohnt und Böses bestraft wird. Die Obrigkeit ist als weltliche Einrichtung gleichzeitig „Gottes Dienerin, dir zugut“. Gott hat ihr „das Schwert“ gegeben, um mit dieser Macht Gerechtigkeit und Frieden zu gewährleisten. Die Obrigkeit „vollzieht das Strafgericht an dem, der Böses tut“ (Röm 13, 4).

Die Aufgaben der Obrigkeit und der Kirche sind sehr gut in der 5.These der Barmer Theologischen Erklärung von 1934 (der Grundlagentext der Bekennenden Kirche während des Dritten Reichs) formuliert:

„Fürchtet Gott, ehrt den König (1. Petr 2,17). Die Schrift sagt uns, dass der Staat nach göttlicher Anordnung die Aufgabe hat, in der noch nicht erlösten Welt, in der auch die Kirche steht, nach dem Maß menschlicher Einsicht und menschlichen Vermögens unter Androhung und Ausübung von Gewalt für Recht und Frieden zu sorgen. Die Kirche erkennt in Dank und Ehrfurcht gegen Gott die Wohltat dieser seiner Anordnung an. Sie erinnert an Gottes Reich, an Gottes Gebot und Gerechtigkeit und damit an die Verantwortung der Regierenden und Regierten. Sie vertraut und gehorcht der Kraft des Wortes, durch das Gott alle Dinge trägt.“

Die Weltregierung Gottes (Martin Luther) vollzieht sich in diesem Äon bis zur Wiederkunft Christi also u.a. durch die „Obrigkeit“, nicht durch die Gemeinde. (Immer, wenn die Kirche zur weltlichen Macht griff, hat sie sich vergriffen.) Auch wenn Gott die Obrigkeit angeordnet hat, heißt das nicht, dass alle Obrigkeiten gut sind. Es gibt böse, korrupte und unfähige Obrigkeiten. Es gibt solche, die sich unrechtmäßig selbst eingesetzt haben und solche, die demokratisch gewählt wurden. Petrus, der im Grundsatz dasselbe wie Paulus schreibt, spricht von der Obrigkeit als einer „menschlichen Schöpfung“ (1 Petr 2, 11 – 17). Obrigkeiten sind von Gott zwar angeordnet, aber eben menschliche, d.h. fehlbare und begrenzte Institutionen. Ob Monarchien oder Parlamentarische Demokratien – als Christen sollen wir diesen menschlichen Schöpfungen mit Respekt und Verantwortung begegnen: „Ehrt jedermann, habt die Brüder lieb, fürchtet Gott, ehrt den König“ (1 Petr 2, 17). Die Gestaltung der Verantwortung sieht für Christen unter einer Militärjunta oder einem Diktator anders aus als in der deutschen Demokratie.

 

 

Plenarsaal_web_R_K_by_Siegfried Baier_pixelio.de

Als Christ in der Demokratie leben

Nun haben wir schon lange keinen König oder Kaiser mehr. Die Monarchie ist einer Demokratie gewichen. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist ein freiheitlicher Rechtsstaat entstanden, der – aus den Fehlern der Vergangenheit geläutert und durch das 1949 gegebene Grundgesetz geordnet – als einer der bestmöglichen bezeichnet werden kann. Gelten dann aber überhaupt noch die Aussagen aus dem Römer- und 1.Petrusbrief, die im Kontext römischer Kaiser und ihrer okkupierenden Ordnungsstrukturen an die Christen verfasst wurden? Ja, denn sie formulieren Grundsätze, die nicht durch andere zeitgeschichtliche Einflüsse und politische Gestaltungsformen aufgehoben werden.

Die in diesem Zusammenhang häufig gemachte Aufforderung, der Obrigkeit „untertan [zu] sein“ (Rö 13, 1Tit 3, 1; 1 Petr 2, 13), muss man als ein bewusstes Einordnen und verantwortliches Mitgestalten verstehen. Dass aktive Verantwortung gegenüber allen Menschen dem Willen des Herrn entspricht, geht auch aus 1 Petr 3, 15 hervor: „Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann…“ Das betrifft auch die Obrigkeit. Aus den biblischen Texten kann man – mit Ausnahmen – keine direkten politischen Handlungsanweisungen für Christen ableiten. Weil es keine christliche Politik geben kann (sie muss für alle da sein), müssen Christen, die sich politisch engagieren, mit politischem Sachverstand an christlichen Grundwerten orientieren und sich für den freiheitlichen Rechtsstaat einsetzen. Weil – wie Ernst Wolfgang Böckenförde richtig erkannt hat – „der freiheitliche, säkularisierte Staat …von Voraussetzungen [lebt], die er selbst nicht garantieren kann“, sollen Christen genau immer wieder an diese Voraussetzungen ihrer Kultur erinnern: Christentum, Humanismus und Aufklärung.


1. Christen sollen um Gottes willen die Obrigkeit anerkennen

(Röm 13, 1.5.7; Tit 3, 1.2; 1 Petr 2, 13.17).

 

Das bedeutet in erster Linie, für die Obrigkeit zu beten (1Tim 2, 1.2), wählen zu gehen und sich einzumischen. Gerade die Frage, welche Partei, welche Kandidaten man überhaupt wählen soll, zeigt, wie wichtig das aktive Informieren über die Parteiprogramme und das Ethos ihrer Kandidaten ist. Christen sollten darauf hinweisen, politische Entscheidungen auf der Grundlage eines christlich-jüdischen Menschenbildes und des freiheitlichen Rechtsstaats zu treffen. Dass auch das Zahlen von Steuern und Zöllen für Christen zur Anerkennung der Obrigkeit dazugehört, wird im Neuen Testament betont (Röm 13, 7).

 

2. Sich aktiv für das Gute einsetzen (Röm 13, 3; 1 Petr 2, 15).

 

Darüber hinaus sollen sich Christen aktiv für das Gute einsetzen. Sie sollen „der Stadt Bestes“ suchen (Jer 29, 7). Sie sollen „zu allem guten Werk bereit“ sein (Tit 3, 1). Sie sollen die Obrigkeit darin unterstützen, das Gute zu tun (Röm 13, 3). Darüber hinaus sollen sie sich für Freiheit und Gerechtigkeit einsetzen. Es waren in der Geschichte häufig Christen, deren innovatives Engagement große gesellschaftliche Veränderungen eingeleitet haben. William Wilberforce hat sein Leben für die Abschaffung der Sklaverei investiert (siehe Seite 13). August Hermann Francke hat sich für nachhaltige Bildung und Fortschritt eingesetzt. Friedrich Wilhelm Raiffeisen ist als deutscher Sozialreformer in die Geschichte eingegangen. Johann Hinrich Wichern hat mit seinem „Rettungsdorf“, dem „Rauen Haus“ gesellschaftliche Reformen eingeleitet, weil er Jugendlichen Heimat und Arbeit gegeben hat.

 

3. Eine prophetisch-kritische Existenz leben

 

Christen sind im konstruktiven Sinn kritische Zeitgenossen. Sie weisen aufgrund ihres Gewissens, das an Gottes Wort gebunden ist, und ihrer Verantwortung auf gesellschaftliche und politische Missstände hin. Friedrich v. Bodelschwingh der Jüngere hat sich – nach anfänglicher Kooperation mit dem NS-Staat – gegen die Obrigkeit gestellt und ist seinem christlichen Gewissen gefolgt. Dadurch hat er ethische und politische Zeichen gesetzt.

Weil christliche Existenz auch kritische Existenz ist, sollen Christen gerade auch die Politik und ihre Vertreter kritisch-verantwortlich begleiten. Gut ist es, wenn sie persönlich Zugang zu ihnen gewinnen. Dass sie für sie beten, ist nach 1Tim 2 ihre Pflicht. Weil Christen in dem allen um die Vorläufigkeit ihres politischen Engagements wissen, trachten sie zuerst nach dem Reich Gottes. Weil sie um das Endgültige wissen und darin verankert sind, können sie sich auch in großer Freiheit für das Vorläufige – die Politik und die Gesellschaft – einsetzen.

Beitrag aus Magazin EINS 2/2013

  Horst Afflerbach ist Leiter der Biblisch-Theologischen

  Akademie Wiedenest, Mitglied im Hauptvorstand der

  Deutschen Evangelischen Allianz und im Arbeitskreis Politik.

 

 

 

 

 

Thema: Christ und Politik | Beitrag kommentieren

325. Marsch des Lebens! 2012

Montag, 24. September 2012 | Autor:

 

 

Lieber Blogbesucher,

ich war dabei, beim „Marsch des Lebens“ am 22.09.2012 in Berlin. Obwohl die Teilnehmerzahl von 2100 in 2011 dieses Jahr auf über 3000 Teilnehmer gestiegen war, finde ich es traurig, dass es nur 3000 waren. Denn hier sind wir Christen gefragt, unsere Stimme zu erheben und Flagge zu zeigen, weil unschuldiges Leben ermordet wird, und unser Staat und die Europäische Union dies noch finanziell und straffrei unterstützt.

 

Bilder wie dieses machen mich schmerzerfüllt, aber auch wütend, weil der Großteil der Christen dies ignoriert.

 

Foto Lebensgeschichten.de foetus_11wochen2-k.

Warum schweigen Christen gegen solch ein Unrecht?

 

Meine Frage lautet schon lange:

Warum verkriecht sich der Großteil der Christenheit  in ihren Kirchengebäuden und steht gegen ein solches Unrecht nicht auf? Gott wird uns eines Tages danach fragen.

Natürlich werden wir angefeindet wenn wir unsere Stimme erheben oder bei solchen Schweigemärschen mit machen.

Sie können sich kaum verstellen, welch ein Hass in Form von Worten und Gesten uns am Samstag entgegen schlug. Diese armen Menschen verfolgten den Schweigemarsch auf der gesamten Länge mit Drillerpfeifen und Beschimpfungen. Uns blieb nur für sie zu beten. Der Teufel persönlich hat sein Personal hier losgeschickt um diesen Marsch zu verunglimpfen.

Die Gegenseite – die Abtreibungsbefürworter

Was da alles gerufen wurde will ich hier nicht schreiben, Sie können es bei den Pressemeldungen schwarz auf weiß nachlesen.

 

Jesus hat uns nichts anderes voraus gesagt, wenn wir solches tun. Aber ER wird uns auch beistehen und uns schützen. Außerdem wurde der gesamte Zug von einer Hundertschaft der Berliner Polizei von Anfang bis zum Ende begleitet und beschützt. Ganz schlaue Gegner die sich in den Schweigemarsch eingeschleust hat, und mit Drillerpfeifen und Kondome auf sich aufmerksam machten, wurden durch die Polizei aussortiert.

Polizeischutz vom Anfang bis zum Ende des Marsches

Ja, es kostet Zeit und Geld, aber für welch sinnlose Dinge geben wir oft unser Geld aus. Wir fuhren mit dem Bus um 5 Uhr in der Frühe los und kamen um 3:30 Uhr am Sonntagmorgen wieder zu Hause an. Na und, für einen solchen Einsatz kann man einmal auf einige Stunden Schlaf verzichten und Geld und Zeit investieren.

 

Gefreut habe ich mich, dass viele junge Menschen, auch aus Polen mit gemacht haben.

Ich bin mir sicher, dass dies vom Herrn reich gesegnet wird, weil er uns diesen Auftrag gegeben hat, dass wir uns für die Hilflosen(Kinder im Mutterleib und Alten) einsetzten sollen. Es hat mit Gehorsam zu tun, den will er von uns, aber freiwillig.

Mit den folgenden Link will ich versuchen einen kleinen Eindruck des Marsches mittels bewegter Bilder zu vermitteln. Leider ist die Qualität aufgrund meiner Billigkamera nicht besser möglich.

Mein Gebet ist es, dass sich am 21.09.2013 mindestens 10.000 Christen oder mehr entzünden lassen, und den Ungeborenen Menschen eine Stimme geben. Wir haben Augen, Ohren, Mund und Füße von Gott bekommen, damit wir sie für das Gute einsetzen.

Das ist kein Witz, es ist bitterer Ernst
Ein Mann ruft zum Himmel: „Oh Gott, warum schickst Du uns nicht Menschen die Aids und Krebs heilen, die den Hunger aus der Welt schaffen, die für den Frieden einstehen“. Antwort vom Himmel:“Ich habe sie geschickt“. Nachfrage: „Wo sind sie denn?“ Antwort: „Ihr habt sie umgebracht, Ihr habt sie abgetrieben“.

Ich will 2013 wieder kommen und meine Stimme erheben

M.T.

Thema: Christ und Politik | 2 Kommentare

Gott ist gut
Datenschutzübersicht

Wir verwenden Cookies, die es uns ermöglichen, die Benutzung der Webseite zu analysieren. So können wir die Seite weiter verbessern. Durch die Nutzung unserer Webseite stimmst Du der Nutzung von Cookies zu. In unserer Datenschutzerklärung findest Du mehr Informationen und kannst die Cookies deaktivieren.
(Datenschutzerklärung)