Home

Archiv für die Kategorie » Christliche Seite «

659. Wann erhört Gott unsere Gebete?

Dienstag, 22. Oktober 2019 | Autor:

 

Liebe Blogbesucher,

wie oft habe auch ich mir diese Frage schon gestellt und wie viele Antworten habe ich dazu schon bekommen. Meist gehen wir bei dieser Fragestellung von falschen Voraussetzungen aus. Ich glaube, dass wir auf diese wichtige Frage immer eine richtige Antwort im Wort Gottes finden.

Ich bedanke mich bei Brd. Schmidt von der Redaktiosleitung der Herold Schriftenmission e.V. für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieses Beitrages, der den einen oder anderen sicher ein Stück weiter helfen wird bei dieser Frage.

 

John Hendryx

Erhört Gott unsere Gebete als Gläubige nur, solange wir über die Sünde triumphieren und uns nichts zuschulden kommen lassen?

Die Antwort ist ganz klar: Nein! Gott erhört unsere Gebete, damit wir über die Sünde triumphieren. Und wenn wir über Sünde triumphieren, dann ist dies ein Werk der Gnade Gottes in Jesus Christus.

Wir kommen mit leeren Händen zu Ihm, und haben nichts zu bringen als unsere Schuld und Sünde. Alles Gute in uns verdanken wir allein der Gnade und Barmherzigkeit Gottes. Christus ist der Retter, deshalb wird Er niemals von uns erwarten, dass wir uns zuerst selbst retten und die Sünde überwinden, bevor wir zu Ihm kommen dürfen. Wir brauchen seine Gnade also nicht nur, um zu Ihm zu kommen, sondern wir brauchen sie jeden Tag, um gegen die Sünde ankämpfen zu können. Niemand überwindet die Sünde aus fleischlicher Kraft. Wenn wir das erste Mal zu Christus kommen, dann tun wir dies, um durch Ihn von der Schuld und der Macht der Sünde befreit zu werden. Wir bitten nicht: „HERR, erlöse mich von der Schuld; das mit der Überwindung der Sünde schaffe ich schon allein!“ Und in derselben Weise kommen wir täglich im Gebet zu Ihm, um von Ihm die Weisheit, Stärke und Macht zu bekommen, ein Leben zu Seiner Ehre zu führen; denn auf uns allein gestellt hätten wir keine Hoffnung im Kampf gegen die Sünde (oder darauf, irgendetwas Gutes hervorbringen zu können). Es ist allein Gottes Gnade, die uns errettet und es ist allein Seine Gnade, die uns festhält.

Daher würde ich sagen: Gott erhört unsere Gebete, wenn wir unsere Sünden bekennen und anerkennen, dass wir voll und ganz unfähig und in allem von seiner Gnade abhängig sind. Das ist die Grundlage, auf der wir vor Gott treten müssen; und auf diese Weise kommt Gott allein alle Ehre zu, wenn wir Gutes tun oder Sünde überwinden.

Würde Gott unsere Gebete nur erhören, wenn wir uns nichts zuschulden kommen lassen, dann wäre seine Erhörung eine Gegenleistung für unsere Werke und keine Gnade. Doch die Bibel sagt, dass wir Ihm alles verdanken, was wir sind und haben „damit sich kein Mensch vor Gott rühme“ und „wir im Geist Gottes dienen und uns in Jesus Christus rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen“ (1.Kor 1,29; Phil 3,3).

 

Quelle: Herold Schriftenmission e.V.

 

 

Thema: Christliche Seite | Beitrag kommentieren

658. Wie kann man den Willen Gottes erkennen?

Dienstag, 22. Oktober 2019 | Autor:

Erkennen wir den Willen Gottes in Israel?

 

Liebe Blogbesucher,

ich denke, dass jeder von Neuem geborene Mensch sich schon einmal die Frage gestellt hat: Wie kann ich den Willen Gottes erkennen. Allein wenn uns die Frage beschäftigt zeigt dies doch, dass wir etwas suchen was wir noch nicht gefunden haben. Es ist deshalb eine gute Frage. Im Wort Gottes steht: Wer sucht der findet. Ich selbst beschäftige mich mit dieser Frage auch schon lange Zeit und habe deshalb diesen Artikeln sehr hilfreich gefunden.

Ich bedanke mich bei Brd. Schmidt von der Redaktionsleitung der Herold Schriftenmission e.V. für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

Wünsche allen Lesern Erkenntnis, Weisheit und Offenbarung in dieser Frage.

 

Autor: James Montgomery Boice

Wie kann man den Willen Gottes erkennen? Ist es für einen Menschen überhaupt möglich, Gottes Willen zu kennen? Wenn Gott einen Plan für dein Leben hat, wie kannst du wissen, wie dieser Plan aussieht? Kann ein sündiger, begrenzter Mensch wissen, was ein heiliger und allmächtiger Gott plant?

In Philipper 3,15 wird uns gesagt, dass Gott uns alles offenbaren wird, was wir für unser Leben wissen müssen. Ich führte einmal ein Gespräch mit einem Hobbypiloten, der mir erklärte, wie man beim Fliegen mittels Radar den genauen Kurs hält. Denn schließlich kann ein Pilot nicht immer sehen, was auf ihn zukommt, insbesondere bei schlechtem Wetter. Im besten Falle sieht er einhundert Kilometer voraus. Und doch ist es ihm möglich, auch bei den schlechtesten Wetterverhältnissen das Flugzeug sicher zu steuern, weil ihm das Radar den genauen Kurs weist. Sollte ein Flugzeug einmal nach rechts oder links vom Kurs abweichen, ertönt sofort ein Warnsignal. Ich finde, dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie Gott uns führt. Philipper 3,15 sagt nicht, dass wir in unserem Christenleben immer mehrere Schritte voraussehen; manchmal kann es sogar sein, dass wir nicht einmal den nächsten Schritt genau kennen. Aber wir dürfen aus diesem Vers sicher wissen, dass Gott einen Plan für das Leben jedes Christen hat und dass Er uns verspricht, uns genug zu offenbaren, damit wir seinen Weg gehen können.

Den Grund dafür finden wir in Gottes Charakter. Es entspricht Seinem Wesen, sich uns Menschen zu offenbaren und uns Seine Absichten mitzuteilen. Vor einigen Jahren, als ich noch am biblischen Seminar studierte, lernte ich eine sehr bekannte Aussage aus dem Westminster Katechismus auswendig (§ 7): „Gott ist Geist, unendlich, ewig und unveränderlich in Seiner Existenz, Seiner Weisheit, Seiner Macht, Seiner Heiligkeit, Seiner Gerechtigkeit, Seiner Güte und Seiner Wahrhaftigkeit.“ Jemand, der diesen Satz zum ersten Mal hört, könnte denken, dass bereits alles, was wir über Gott sagen könnten, in diesem einen Satz zusammengefasst sein muss – einfach, weil es ein sehr langer Satz ist. Doch je mehr ich die Bibel studierte, um so mehr stellte ich fest, dass es noch sehr viel mehr über Gottes Charakter zu sagen gibt. Denn die Definition aus dem Katechismus sagt uns nichts über die Liebe Gottes. Und es ist sicherlich keine Frage, dass Gott auch in Bezug auf seine Liebe „unendlich, ewig und unveränderlich“ ist. Und ich bin fest davon überzeugt, dass man auch noch hinzufügen müsste, „Gott ist unendlich, ewig und unveränderlich in … seinem Begehren, sich dem Menschen zu offenbaren.“

Denn letztendlich ist alles, was Gott je getan hat, diesem einen Ziel gewidmet: Gott erschuf die Welt, um denen, die in dieser Welt leben würden, Sein Wesen zu offenbaren. Die Schöpfung offenbart uns Gott. „Denn“, so schreibt es Paulus, „sein unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es wahrnimmt, ersehen an seinen Werken, sodass sie keine Entschuldigung haben“ (Röm 1,20); als Gott den Schreibern und Propheten des Alten und des Neuen Testaments eingab, was sie niederschreiben sollten, geschah auch dies, um Sich den Menschen zu offenbaren; und nachdem Gott durch die Schöpfung Seine Macht und durch die Heiligen Schriften Seinen Plan offenbart hatte, offenbarte Er Sein ureigenstes Wesen durch Seinen Sohn, Jesus Christus. Daher sagte Jesus auch: „Wer mich sieht, der sieht den Vater“ (Joh 14,9).  

Es gehört zu Gottes Charakter, Sich zu offenbaren. Und Teil der Offenbarungen Gottes ist es, dass Er Einzelnen Seinen Willen offenbart. Dr. Donald Grey Barnhouse, der bekannte Radioprediger, sprach zurecht immer wieder davon, dass es für einen Christen, der aufrichtig nach Gottes Willen fragt, unmöglich wäre, Gottes Willen nicht zu erkennen.

Diese Aussage von Barnhouse bringt uns bei der Frage danach, ob wir Gottes Willen für unser Leben erkennen können, zu einem ersten biblischen Prinzip in Bezug auf diese Frage. Und dieses biblische Prinzip lautet:

Wenn wir nach Gottes Willen fragen, dann müssen wir auch fest entschlossen sein, Seinen Willen zu befolgen, noch bevor wir wissen, was Sein Wille ist. 

Jesus sprach in Johannes 7,17: „Wenn jemand bereit ist, Gottes Willen zu erfüllen, wird er erkennen, ob das, was ich lehre, von Gott ist oder ob ich aus mir selbst heraus rede.“ Auch wenn Jesus hier in erster Linie davon spricht, dass die jüdischen Leiter seine Lehren ablehnen werden, so beinhaltet seine Aussage zugleich auch die Tatsache, dass den Willen Gottes zu erkennen in direktem Zusammenhang steht mit dem Entschluss, Gottes Willen auch zu befolgen.

Wenn Du also an den Punkt gelangst, dass Du bereit bist, Gottes Willen zu befolgen, wirst Du auch einsehen, dass sich etwas in Dir dagegen sträubt, dies zu tun. Wer von sich behauptet, immer und ohne weiteres Gottes Willen tun zu wollen, der betrügt sich selbst. „Weil die Gesinnung des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist, denn sie ist dem Gesetz Gottes nicht untertan, denn sie kann das auch nicht“ (Röm 8,7). Und schlussendlich steckt in jedem Christen noch immer ein Stück fleischlicher Gesinnung.

In diesem Punkt gleichen wir sehr stark den Israeliten, kurz nachdem sie aus Ägypten befreit worden waren. Die Bibel sagt, dass es eine Schar von ca. 600.000 Männer war, Frauen und Kinder nicht mitgerechnet. Zusammengenommen waren es vermutlich fast zwei Millionen Menschen. Und diese riesige Menschenmenge führte Gott mitten in die Wüste – an einen Ort, an dem die Temperaturen tagsüber mindestens 40°C erreichten und nachts nahe am Gefrierpunkt waren. Im Sommer 1961 verbrachte ich einige Wochen in Ägypten, in der Stadt Luxor. Dort lagen die Temperaturen teilweise sogar bei 60°C. Und in der Wüste war es sogar noch heißer. Unter diesen extremen Bedingungen wäre das Volk ganz sicher verendet, wenn Gott sie nicht in Seiner großen Macht auf wundersame Weise errettet hätte.

Dieses Wunder geschah in Form einer Wolke, die Gottes Gegenwart repräsentierte und mit der Er das Volk durch die Wildnis führte. Am Tage spendete die Wolke dem Volk Schatten und bewahrte es vor der sengenden Sonne, und des Nachts verwandelte sie sich in eine Feuersäule und schenkte Licht und Wärme. Außerdem gab dieses göttliche Zeichen das Tempo an, mit dem das Volk vorangehen sollte. Wenn die Wolke sich bewegte, musste das Volk folgen, und wenn die Wolke stillstand, ließ sich das Volk nieder. Ohne Zweifel war die Wolke das Bemerkenswerteste an ihrer Wanderschaft.

„Sooft sich die Wolke von der Wohnung erhob, brachen die Söhne Israel auf, auf all ihren Wanderungen. Wenn sich aber die Wolke nicht erhob, dann brachen sie nicht auf bis zu dem Tag, an dem sie sich erhob“ (2.Mose 40,36-37). An manchen Tagen bewegte sich die Wolke häufiger, an anderen blieb sie völlig stehen. Ich kann mir vorstellen, dass diese Zeit nicht leicht war und manche sich über die Wolke ärgerten. Doch es blieb ihnen nichts anderes übrig, als ihr zu folgen, denn ohne diese Wolke wären sie entweder in der Hitze der Wüstensonne verdurstet oder in der kalten Nacht erfroren. Und auch wenn nicht jeder von Gottes Führung begeistert war, so schuf Gott sich auf diese Weise ein Volk aus einem Haufen ehemaliger Sklaven, hin zu einer geordneten Streitmacht, die eines Tages fähig sein würde, das Land Kanaan einzunehmen; Er lehrte sie stillen Gehorsam.

Dasselbe tut Gott mit uns. Weder du noch ich haben von Natur aus Gefallen an Gottes Willen. Wir wollen das tun, was selbst gefällt. Und ganz besonders da, wo uns Gottes Willen auf unbequeme Wege führt. Aber wir müssen da durch. Denn nur so lernen wir, zu sagen: „Vater, auch wenn es mir nicht gefällt, auf welche Wege du mich gerade führst, so weiß ich doch, dass deine Wege die besten Wege sind; sie sind nötig, damit ich geistlich wachse. Also führe mich den Weg, der dir gefällt!“ Und Gott wird es tun! Denn um Gottes Willen zu erkennen, müssen wir zuerst bereit sein, ihn zu befolgen.

Das zweite Prinzip, um Gottes Willen zu erkennen, lautet:

Gottes Wille steht niemals im Widerspruch zu Gottes Wort!

 

Der Gott, der dich heute leitet, ist derselbe Gott, der uns sein inspiriertes Wort gegeben hat. Und Er wird seinen Geboten niemals untreu. Daher wird sein Wille für dein Leben auch niemals dem widersprechen, was Er in seinem Wort sagt.

Sein Wort offenbart Gottes Willen auf verschiedene Weisen. Nehmen wir zum Beispiel Johannes 6,40 (ich nenne dies den Willen Gottes für alle Ungläubigen): „Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag“ (Joh 6,40). Wenn du kein Christ bist, wird Gott dir wohl kaum eine Antwort darauf geben, ob du eine Anstellung bei Firma A oder Firma B annehmen sollst. Er wird dir nicht sagen, wen du heiraten sollst. Es geht Ihm darum, dass du an Jesus Christus glaubst und Ihn als deinen Erlöser annimmst. Das ist Sein Wille! Und bevor du einen Schritt weitergehen kannst, muss du diese göttliche Aufforderung akzeptieren.

Ein anderer Bibelvers ist Römer 12,1-2 (eine Aufforderung an alle Gläubigen): „Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“ Wenn du ein Christ bist, dann kannst du dies als unveränderliches Prinzip des Willens Gottes für dein Leben ansehen, durch das Er dich in der Heiligung wachsen lässt. Daher widerspricht alles, was dich in deinem geistlichen Wachstum hindert, dem Willen Gottes. Gott will dich seinem Sohn, Jesus Christus, ähnlicher machen.

Kolosser 3,23 drückt Gottes Willen für deinen Arbeitsalltag aus:

„Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen.“

Meines Erachtens betrifft dies vor allem junge Menschen. Eine Schwester meiner Gemeinde sagte kürzlich, dass viele junge Leute glauben, Herausforderungen und Probleme im Berufsleben oder im Schulalltag wären stets ein Zeichen von Gott, dass das, was sie tun, gegen den Willen Gottes verstoße, während es aber vermutlich auch ein Zeichen von Gott sein könnte, dass sie das, was sie tun, einfach mit Ausdauer tun sollten. Alles, was wir tun, sollen wir zu Seiner Ehre tun.

Ein weiteres Prinzip, das diesem sehr ähnlich ist, finden wir in Epheser 6,5-6:

„Ihr Sklaven, seid gehorsam euren irdischen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, wie ihr Christus gehorcht; nicht mit Dienst allein vor Augen, um den Menschen zu gefallen, sondern als Sklaven Christi, die den Willen Gottes tun von Herzen.“

Wenn du einen schwierigen Chef oder Lehrer hast, dann sagt Gott dir mit diesem Bibelwort: Hüte dich davor, schlecht über ihn oder sie zu reden, sondern erfülle deine Pflicht – ganz gleich ob du dabei gesehen wirst oder nicht, denn du dienst damit Gott und nicht Menschen.

Vielleicht sagst du: „Nun, diese Prinzipien sind gut aber sie betreffen nicht die Bereiche, mit denen ich zu kämpfen habe.“ Möchtest du wissen, ob du als Christ ins Kino gehen, in den Sportverein eintreten oder mit deinen Arbeitskollegen Freundschaft schließen und mit ihnen abends etwas unternehmen darfst? Dann lass mich dir ein weiteres biblisches Prinzip nennen:

„Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was einen guten Ruf hat, was eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht“ (Phil 4,8). Kurz gesagt: Gott will, dass du nach den guten Dingen im Leben strebst. Und wenn dies zu den guten Dingen gehört, dann tu es. Falls aber nicht, dann wähle einen anderen Weg. In allen Dingen stelle sicher, dass die Bibel dein Leitfaden ist.

Ein drittes Prinzip ist nicht weniger wichtig:

Halte täglich, ja sogar stündlich, Gemeinschaft mit dem HERRN. In Psalm 32,8 steht: „Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten.“ Gott möchte uns mit seinen Augen leiten. Doch zuvor muss Er unsere Augen auf Sich richten, und das heißt, dass wir täglich Ihn suchen und auf Ihn schauen sollen. Der HERR weiß, wie leicht wir vom Weg abirren – in Worten und in Taten. Wir neigen schnell dazu Dinge zu tun, die Gott missfallen. Deshalb müssen wir es uns zur Gewohnheit machen, unseren Blick immer wieder auf Christus zu richten – während des Gottesdienstes, während unserer Stillen Zeit, während unseres Alltags. Wir müssen von Ihm lernen, Ihn nachzuahmen. Wenn wir das tun, wird Er uns unterweisen, seinen Weg zeigen und uns mit seinen Augen leiten.

Es gibt noch einen Punkt, den ich deutlich machen will:

Wenn du wirklich daran interessiert bist, den Willen des HERRN zu erkennen, dann musst du auch bereit sein, neue Wege einzuschlagen.

Wenn ich etwas über Gottes Lebensführung gelernt habe, dann, dass Er nicht immer nach dem gleichen Muster führt. Er ist kreativ. Er ist grenzenlos. Und Er ist dies auch in seinem Plan für seine Kinder.

David Wilkerson, der Autor von Das Kreuz und die Messerhelden, ein Pastor, der ein großer Segen für viele junge Leute war, berichtet im ersten Kapitel seines Buches, wie Gott ihn ganz neue Wege in der geistlichen Arbeit führte. Wilkerson war früher Prediger einer Pfingstgemeinde und im Grunde lief es sehr gut. Die Gemeinde wuchs, es entstanden neue Gemeindehäuser, und doch war er unzufrieden. Eines Tages entschied er sich, den Abend, statt wie gewohnt vor dem Fernseher, im Gebet zu verbringen. Er verkaufte seinen Fernseher und verbrachte mehr Zeit mit dem HERRN. Nach einiger Zeit des Betens wurden ihm die Jugendlichen immer mehr zum Anliegen, die ihre Zeit auf der Straße, mit Drogen und Alkohol verschwendeten und er begann, eine christliche Jugendarbeit in Manhattan aufzubauen. Gottes Wille für David Wilkerson war es, einen ländlichen Prediger in das Herz einer Großstadt zu senden, um die Herzen der Notleidenden mit dem Evangelium zu erreichen.

Wenn du nach Gottes Willen fragst, mit der Bereitschaft, seinen Willen zu befolgen noch bevor du weißt, was sein Wille im Einzelnen sein wird; wenn du auf Ihn schaust und dich von seinem Wort leiten lässt, dann wird Gott dir seinen Weg zeigen. Er wird an deiner Seite sein und dich auf dem Weg führen, den du gehen sollst.

James M. Boice (1938-2000) war ein amerikanischer Pastor, Bibellehrer und ein starker Verfechter der Irrtumslosigkeit der Bibel. Neben seinem Engagement für die Irrtumslosigkeit der Bibel und der Rückbesinnung auf das Evangelium verfasste er Bücher über Jüngerschaft, Kommentare zu biblischen Büchern und biblischen Personen und hielt Radiopredigten.

 

Quelle: Herold Schriftenmission e.V.

 

Thema: Christliche Seite | Beitrag kommentieren

606. Demut

Freitag, 29. September 2017 | Autor:

Gemälde von Michael Willfort

Liebe Blog Besucher,

dieses Thema ist in der Christenheit wenig bekannt bzw. attraktiv. Ich selbst habe damit täglich zu kämpfen und würde es nicht annähernd schaffen, wenn Gott der Vater, Gott Jesus und Gott der Heilige Geist mir nicht helfen würden.

 

Gemälde von Michael Willfort

 

Ich danke Hartwig Henkel für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

 

Die ersten Apostel lebten so nahe am Herrn, dass sie Sein Herzensverlangen nicht nur kannten, sondern auch in sich selbst als treibende Kraft erlebten. Der Apostel Petrus schreibt: „Wachset in der Gnade und der Erkenntnis des Herrn!“ Das ist der sehnliche Wunsch des Herrn für Seine Gemeinde. Der Herr hat noch so viele Gnadengeschenke für uns bereit, und Sein Verlangen ist, Seine Gemeinde mit gewaltigen Kräften und himmlischer Weisheit auszustatten. Wir sollen befähigt werden, immer deutlicher das Wesen Christi zu erkennen, um es auch in uns zu haben. Die Welt wartet auf die Manifestation der reifen Söhne und Töchter Christi. Zur Zeit der Naziherrschaft gab es in Deutschland die entsetzliche Parole „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.“ Für diesen Ausdruck höchsten Stolzes, der direkt von Satan stammt, schäme ich mich sehr. Die Welt wird nur gesund durch die Begegnung mit dem Wesen Christi. Die Aufgabe der Gemeinde ist es, dieses wunderbare Wesen Christi, diese unvergleichliche Mischung von Löwe und Lamm, von Herrschaft in Autorität und Gerechtigkeit verbunden mit Demut, Dienerschaft und Leidensbereitschaft für das Gute und Wahre, auszuleben.

Von den Ältesten in der Gemeinde erwartet Paulus (und natürlich mehr noch der Herr), dass sie nicht eigenmächtig seien. (Tit 1,7) Dieses Wort bedeutet „sich selbst gefallend, anmaßend, rücksichtslos, eigensinnig, überheblich“.

Wie viele Probleme entstehen in den Gemeinden und zwischen den Gemeinden, weil Leiter sich diese Fehlhaltungen erlauben! Manchmal fordern Pastoren Gehorsam und Unterordnung, aber sie selbst haben oft trotz offizieller Zugehörigkeit zu einem Bund oder einer Gemeindegruppierung niemand, der in ihr Leben und ihren Dienst hineinschaut und ihnen mit korrigierenden und ermahnenden Worten dient. Aber wer nicht unter geistlicher Autorität steht, kann nach den Ordnungen Gottes auch keine echte, göttliche Autorität ausüben. Wenn ich den christlichen Büchermarkt anschaue fällt mir auf, dass ich im gesamten deutschsprachigen Bücherangebot nur zwei oder drei brauchbare Bücher über Demut finden kann. ( Für gute Literaturhinweise bin ich immer dankbar.)

Gerade wenn der Herr uns segnet und uns beginnt, groß zu machen und unseren Einfluß zu mehren, wächst die Gefahr, dass wir diese göttlichen Segnungen und Bestätigungen uns selbst zuschreiben. So war es auch bei dem König Usija.

Und er machte in Jerusalem kunstvoll erdachte Maschinen, die auf den Türmen und auf den Mauerecken stehen sollten, um mit Pfeilen und mit großen Steinen zu schießen. Und sein Name ging aus bis in die Ferne. Denn wunderbar wurde ihm geholfen, bis er sehr mächtig war. Und als er mächtig geworden war, wurde sein Herz hochmütig, bis er verderblich handelte.
Und er handelte treulos gegen den HERRN, seinen Gott, und drang in den Tempel des HERRN ein, um auf dem Räucheraltar zu räuchern. (2.Chron 26, 15-16)

Der Hochmut im Herzen wächst an, bis er eines Tages in unserem verderblichen Tun offenbar wird. Interessanterweise drückte sich Usijas Treulosigkeit darin aus, dass er fromme Dinge tat. Stolz macht uns blind für unsere vom Herrn gesetzten Grenzen.

Die Antwort auf die Neigung des menschlichen Herzens zu Stolz und Überheblichkeit ist die Demut Christi. Paulus ermahnt uns, dass wir nichts aus Eigennutz oder eitler Ruhmsucht tun, sondern dass in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst; ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen! Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, (Phil 2,3-5)

Die Strongs-Konkardanz erklärt den Begriff „Eigennutz“ so:
für Lohn arbeiten, zum eigenen Nutzen arbeiten, [aus unehrlichen Motiven] einer Partei dienen bzw. ihre Gunst suchen, das Volk bestechen, sich Ämter oder Würden erschleichen Eigennutz ist die Haltung bzw. Einstellung der Selbstsucht, Pl.: Selbstsüchteleien; der Ehrgeiz. (Röm 2:8 2.Ko 12:20 Ga 5:20 Phil 1:17 2:3 Jak 3:14,16)

Und zum Begriff „eitle Ruhmsucht“ liest man:
Der ( Irr)wahn, die hohe Meinung über sich selbst, der Irrtum. die eitle Prahlerei: grundlose Aufgeblasenheit, die Eingebildetheit, die nichtige und leere Ruhmsucht, die (maßlose) Selbstüberschätzung

Unser Herz ist in der Lage, in solche Täuschungen über sich selbst zu fallen und dann andere zu täuschen. Die Erlösung muss deshalb auch bis in diese Bereiche unseres Herzens hinein wirksam werden.

Bevor wir die Demut unseres Herrn als ganz grundlegende und wichtige Eigenschaft nicht erkennen und wertschätzen, werden wir sie auch nicht begehren. Aber was wir nicht begehren, wird der Herr uns nicht schenken. Also beginnt alles damit, dass wir geöffnete Augen bekommen, die Schönheit der Demut Christi zu sehen. Petrus schreibt von der Gnade, die uns gebracht wird in der Offenbarung Jesu Christi!(1.Pe 1,13 b) Und noch einmal lesen wir bei ihm:

Gnade und Friede werde euch immer reichlicher zuteil in der Erkenntnis Gottes und Jesu, unseres Herrn! (2.Pe 1,2)

Die Gnade Gottes, die Kraftzuteilungen, die uns befähigen, in Seinen Wegen zu leben, kommen zu uns durch die Erkenntnis des Herrn. Das ist der Grund, warum die Apostel bei den ersten Christen so großen Wert auf die Erkenntnis Gottes legten. Das tritt besonders stark bei den Gebeten von Paulus und seinen Mitarbeitern für die Gläubigen hervor.

Durch das geschriebene Wort UND durch den Dienst des Heiligen Geistes können wir das Wesen Christi erkennen. Es braucht das Wort, aber dann dazu auch den Dienst des Geistes, der uns offenbart, was man nicht mit dem Verstand und Sinneserfahrungen erfassen kann. (Siehe 1.Kor 2,9-12) Wir können auf Jesus sehen, Ihn betrachten, indem wir die Beschreibungen im Wort Gottes auf uns wirken lassen.

In allem, was Er tat, wollte Jesus den Vater ehren und erfreuen. Er wurde abgelehnt und schließlich verurteilt und gekreuzigt, weil er Gott als Seinen Vater bekannte. Kein Druck der Anklage, kein Schmerz der Verhöhnung und Ablehnung, keine physische Qual konnte Jesus dazu bewegen, Seinen Vater zu verleugnen oder bitter gegenüber Seinen Peinigern zu werden. Die Schönheit dieser Hingabe innerlich wahrzunehmen, wird unser Herz bewegen und in uns den Wunsch entstehen lassen, unserem Herrn in dieser Herzenshaltung immer ähnlicher zu werden. Nur durch das Sehen der Herrlichkeit Christi werden wir verändert. (2.Kor 3,18)

Wenn Christi Demut uns bestimmt, werden wir nicht in Neid und Konkurrenz mit anderen geistlichen Leitern leben und müssen unsere kleinen Werke nicht mit übertriebenen Zahlen größer machen als sie in Wahrheit sind. Wir wollen niemand mehr von unserer Wichtigkeit und Größe überzeugen, weil unser herrlicher Gott uns allein wichtig ist. Wir werden auch die anerkennen und schätzen, die nicht „zu uns“ gehören, die dem Herrn in einem anderen Lager oder Bund oder Beziehungsgeflecht dienen. Manche „großen“Männer Gottes mit regionalem oder nationalem Einfluss meinen oder drücken sogar unverhohlen aus, jeder, der sich ihnen nicht unterstelle, sei ein Rebell. Wahre Demut beansprucht nichts und verurteilt die nicht, die unsere eigene Größe nicht so sehen können oder wollen, wie wir selbst sie sehen. Hier liegt ein wesentlicher Unterschied zwischen wahren und falschen Aposteln.

Die Demut Christi ist der Schlüssel zu wahrer Einheit und echtem Frieden im Volk Gottes. Die Entwicklungen der letzten wenigen Jahre zeigen, wie sehr uns das Thema der falschen Einheit noch beschäftigen wird. Mein vor sieben Jahren geschriebener Artikel „Die Einheit und das Kreuz“ ist heute aktueller als je zuvor. Ohne Abhängigkeit vom Herrn, die immer auch kompromisslose Unterordnung unter Seine Wahrheit und Wahrhaftigkeit in unseren Motiven mit einschließt, kann es keine geistliche Einheit geben. Eine Einheit mit einem menschlichen, religiösen Demutsverständnis, das die Wahrheit beiseite schiebt und zusammenbringt, was nicht zusammen gehört, ist niemals ein Werk des Heiligen Geistes, sondern wird großen Schaden im Reich Gottes anrichten.

 

Autor: Hartwig Henkel

 

In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch werbend hinweisen auf das kleine, aber sehr wichtige Buch „Demut“ von Andrew Murray, das man beim Brunnnen-Verlag erwerben kann.

Thema: Christliche Seite | Beitrag kommentieren

597. Staunen über Gottes Wunder

Donnerstag, 14. September 2017 | Autor:

Gemälde von Michael Willfort

 

Lieber Blog Besucher,

 

kann man den biblischen Berichten über Wundern überhaupt glauben?

Lesen Sie diese Broschüre selbst aufmerksam und betend, dann wird diese Frage klarer werden.

 

Staunen über Gottes Wunder

Thema: Christliche Seite | Beitrag kommentieren

589. “Was sagt die Bibel zur Säuglingstaufe?”

Samstag, 27. Mai 2017 | Autor:

Taufe_by_Cornelia-Menichelli_pixelio.de_

 

Liebe Blog Besucher,

nicht nur beim Thema Taufe auch bei vielen anderen wichtigen Fragen spricht die Bibel von Gehorsam gegenüber Gottes Wort und dem Herrn Jesus selbst. Schon die Wortwahl Babytaufe ist falsch. Taufe kommt von Baptizo bedeutet „ganz einzutauchen“ – dabei geht es um die Taufe im Wasser, im Heiligen Geist und darum voll in das Leben einzutauchen, das Gott für uns vorbereitet hat.

Wenn man dann sieht wieviel hierzu hin und her diskutiert wird, nur um irgend welche Argumente für die Babybesprenkelung zu finden, dann braucht man nicht mehr weiter zu diskutieren. Ein Jünger Jesu tut das was Jesus ihm sagt ohne wenn und aber. Punkt.

Wassertaufe durch untertauchen

 

Frage: “Was sagt die Bibel zur Säuglingstaufe?”

Antwort: Es gibt viel Verwirrung über die Taufe in verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen. Dies ist jedoch kein Resultat einer verwirrenden Lehre der Bibel zur Taufe. Die Bibel sagt eindeutig aus, was die Taufe ist, wozu sie da ist, und was dadurch erreicht wird. In der Bibel werden nur Gläubige, die ihren Glauben in Jesus gesetzt hatten, getauft – zum öffentlichen Zeugnis ihres Glaubens und der Identifizierung mit ihm (Apostelgeschichte 2,38; Römer 6,3-4). Die Wassertaufe durch das Untertauchen ist ein Gehorsamsschritt nach dem Glauben an Jesus. Es ist ein Ausruf des Glaubens in Christus, eine Erklärung des Gehorsams an ihn und eine Identifizierung mit seinem Tod, Begräbnis und der Auferstehung.

Mit diesem Hintergrund ist die Säuglingstaufe keine biblische Praxis. Ein Säugling kann seinen oder ihren Glauben nicht in Christus setzen. Ein Säugling kann keine wissentliche Entscheidung Christus zu gehorchen, treffen. Ein Baby kann nicht verstehen, was die Wassertaufe symbolisiert. Die Säuglingstaufe ist der Ursprung des Besprengens und Schüttens als Taufmethode, da es unsicher ist ein Baby unter das Wasser zu halten. Auch die Methode, wie Säuglinge getauft werden, ist nicht in Übereinstimmung mit der Bibel. Wie stellt das Schütten oder Besprengen den Tod, das Begräbnis und die Auferstehung Jesus Christus dar?

Viele Christen, die die Säuglingstaufe praktizieren tun dies, weil sie die Säuglingstaufe als neuen Bund, gleichzusetzen mit der Beschneidung, verstehen. Genauso wie die Beschneidung einen Hebräer mit dem Bund Abrahams und Moses verbunden hat, so verbindet die Taufe eine Person mit dem Neuen Bündnis der Rettung durch Jesus Christus. Dieser Gesichtspunkt ist nicht biblisch. Das Neue Testament verbindet nirgends die Taufe und die Beschneidung. Das Neue Testament beschreibt auch nicht die Taufe als das Zeichen des Neuen Bündnisses. Es ist der Glaube an Jesus Christus, die eine Person befähigt den Segen des Neuen Bündnisses zu genießen (1.Korinther 11,25; 2.Korinther 3,6; Hebräer 9,15).

Die Taufe errettet niemanden. Es ist gleichgültig, ob man durch das Untertauchen, Beschütten oder Besprengen getauft wurde – wenn man nicht zuerst an Christus für seine Rettung geglaubt hat, ist die Taufe (egal mit welcher Methode) bedeutungslos. Die Wassertaufe durch das Untertauchen ist ein Gehorsamsschritt, der nach der Rettung als ein öffentliches Zeichen des Glaubens an Christus und der Identifizierung mit ihm getan wird. Die Säuglingstaufe passt nicht in die biblische Definition der Taufe oder der biblischen Methode der Taufe. Wenn christliche Eltern ihr Kind Christus weihen möchten, ist eine Babyweihung angebracht. Aber auch Babys die Christus geweiht wurden, müssen dennoch wenn sie aufwachsen eine persönliche Entscheidung treffen, an Jesus Christus zu glauben, um gerettet zu werden.

 

Quelle: GotQuestions.org

Thema: Christliche Seite | Beitrag kommentieren

556. Der Brexit – ein Weckruf für Europa?

Donnerstag, 22. Dezember 2016 | Autor:

Lieber Blog Besucher,

was ist bei diesem Thema im Vorfeld alles geschrieben, geredet und manipuliert worden. Für mich ist es immer wieder schön festzustellen, dass der Gott des Himmels und der Erde die Dinge in seiner Hand hat. Und wenn Menschen IHN suchen, dass es dann auch ein gutes Ende nimmt.

 

 

Ich bedanke mich bei Harald Eckert für die Genehmigung diesen seinen Vortrag hier veröffentlichen zu dürfen.

Vermag der Austritt Großbritanniens die Völker Europas und die christliche Kirche wieder an ihre jüdisch-christlichen Wur­zeln zu erinnern?

 

Ein biblischer Denkanstoß von Harald Eckert – Christen an der Seite Israels

Theodor Heuss, der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutsch­land, hatte ein klares Bild von Europa. Er sah den Kontinent auf drei Hügeln gebaut: Die Akropolis in Athen, Golgatha in Jerusalem und das Kapitol in Rom. Geistesgeschichtlich gesprochen steckt in dieser Beob­achtung viel Wahrheit. Aber sind diese drei Quellen europäischer Geis­tesgeschichte wirklich miteinander vereinbar? Die Zerreißprobe, der sich die Völker Europas (und auch die Kirche in Europa) derzeit gegenüber sieht und die durch den Austritt Großbritanniens eine neue Dimension erreicht hat, gibt dieser Frage eine besondere Brisanz und Aktualität.

Sind Athen (Hellenismus) und Jerusalem (Judentum) wirklich miteinan­der vereinbar? Ist Rom (Vatikan) mehr von „Athen“ oder mehr von „Jeru­salem“ beeinflusst? Biblisch gesprochen – mit Genesis als Ausgangspunkt und dem Buch Offenbarung als Zielpunkt der biblischen Offenbarungsge­schichte – stellt sich die gleiche Frage nochmals etwas anders: Wie verhal­ten sich Jerusalem und Babylon zueinander?

 

Jerusalem oder Babylon?

Babylon ist biblisch gesprochen der Inbegriff der menschlichen Hybris und der anti-göttlichen Verführungskraft: Macht, Gier, Gotteslästerung, übermäßiger Stolz und die Anbetung des Menschen und seiner Werke (Humanismus) werden durch „Babylon“ versinnbildlicht. Im Gegensatz dazu Jerusalem: Jerusalem wird in Psalm 48,3 und in Matthäus 5,35 als die „Stadt des großen Königs“ (David, Jesus) bezeichnet. Sie ist gleichzeitig auch eine priesterliche und eine prophetische Stadt. Sie ist die Stadt, in der Jesus ge­wirkt hat, gestorben und auferstanden ist. Jerusalem hat als Stadt vor Gott und in der Bibel eine einzigartige Bedeutung. Welcher Einfluss auf Europa ist prägender: Der babylonisch-hellenistische oder der jüdisch-christliche?

Die Gründungsväter Europas hatten nach der Katastrophe zweier Weltkriege mehrheitlich eine Rückbesinnung zu den jüdisch-christlichen Grundwerten vor Augen. Die Absage an den Gottesbezug in der europäi­schen Verfassung (2004/2005) spricht allerdings eine andere Sprache – hier dominiert eine anti-christliche Tendenz. Etwas vereinfacht kann man sagen, dass es die älteren, tendenziell christlich-konservativeren Kräfte in Groß­britannien waren, die in Richtung Brexit gedrängt haben. Im Rest-Europa verläuft die Hauptlinie der Zerreißprobe entlang der ehemaligen Ost-West-Grenze: Die Osteuropäer neigen in Richtung christlich-konservativer Werte (die Werte, die ihnen halfen, die kommunistische Hybris zu überwinden) – im Gegensatz zu den hellenistisch-humanistischen Werten des Westens.

 

Die Schwäche der Kirche

Die Kirche hätte eigentlich eine große Chance, in dieser Zeit der wach­senden Orientierungslosigkeit eine Leuchtturmrolle wahrzunehmen und „Salz und Licht“ für ein strauchelndes Europa zu sein. Ein Europa der De­mut, der Versöhnung, der guten Nachbarschaft und Nächstenliebe, des Respekts, des Maßhaltens, der Integrität und der Gottesfurcht hätte eine Chance, sich im Segen Gottes zu entwickeln. Die Schwäche der Kirche liegt meines Erachtens darin, dass sie weithin selbst an die Aussage des ersten Bundespräsidenten Heuss von den drei europäischen Hügeln glaubt und diese aus traditioneller Prägung heraus lebt und verkörpert. Mit anderen Worten: Die Kirche Europas ist selbst zu sehr von „Athen“ und „Rom“ ge­prägt, um aus der Kraft „Jerusalems“ heraus Europa eine klare Orientierung vermitteln zu können. Die Kirche selbst braucht Erneuerung aus „Jerusa­lem“ – um wirkungsvoll zu einer Erneuerung der jüdisch-christlichen Wur­zeln Europas beitragen zu können.

 

Die drei Hügel Jerusalems

„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von denen mir Hilfe kommt …“ betet der Psalmist in Psalm 121, Vers 1. Dieser Vers erinnert uns daran, dass die wichtigsten drei Hügel der Menschheitsgeschichte alle in Jerusa­lem stehen: Der Hügel Moria, auf dem Abraham bereit war, seinen Verhei­ßungssohn Isaak zu opfern (heute: Tempelberg), der Hügel Golgatha (der Kreuzigungsort Jesu) und der Ölberg (der Ort der Himmelfahrt und der verheißenen Wiederkunft Jesu). Diese Berge sind genug. Von diesen Ber­gen möge beides ausgehen: Erneuerung der Kirche und eine segensvolle Orientierungshilfe hin zu den Völkern Europas.

Ja – die Kirche hat sich immer an Golgatha erinnert, aber Moria (das Erbe Abrahams und des Alten Testamentes) und den Ölberg (der biblisch vor­hergesagte Ort der Wiederkunft Jesu in Macht und Herrlichkeit zum Heil und zum Gericht) hat die Christenheit Europas weithin aus dem Blick verlo­ren. Aber nur alle drei Hügel gemeinsam repräsentieren adäquat die gan­ze Tiefenschärfe in Geschichte und Verheißung, für die „Jerusalem“ steht. Und nur aus diesem jüdisch-christlichen Wurzelstock heraus können jene fettigen Säfte fließen (Römer 11), welche der Kirche die nötige Vollmacht verleihen, um den Völkern Europas wirkungsvoll „Salz und Licht“ zu sein. –

Thema: Christliche Seite | Ein Kommentar

546. Legen Sie Ihre Probleme in Gottes Hände

Dienstag, 2. August 2016 | Autor:

Lieber Blogbesucher,

dieser Beitrag hat mir persönlich sehr geholfen und darum möchte ich, dass viele Menschen auch einen Anstoß bekommen. Es ist ein Thema, dass denke ich jeden Menschen betrifft, und viele Menschen in unserer heutigen Zeit wissen nicht mehr so richtig wie Sie mit ihren Problemen umgehen müssen. Ich hoffe, dass der ein oder andere Leser großen Gewinn aus diesen Gedanken von Isolde Müller zieht.

 

Isolde Müller Okt.13

Isolde Müller

Legen Sie Ihre Probleme in Gottes Hände

 

Johannes 16,26 u. 27: An jenem Tag werdet ihr bitten in meinem Namen, und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde; denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich geliebt und geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Der Vater liebt Sie! Jesus sagt: Ich brauche gar nicht für euch bitten, denn der Vater liebt euch. Jesus und der Vater sind eins. Der Vater liebt uns, weil wir an Jesus glauben.

 

  1. Petrus 5, 6 und 7: Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit, indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft; denn er ist besorgt für euch. Gott liebt Sie und deshalb ist er besorgt um Sie. Er kümmert sich um Sie und er möchte, dass Sie frei sind von Bedrückung und Sorgen. Werfen Sie alle Ihre Sorgen auf ihn! Damit zeigen Sie Ihre Demut vor Gott, weil Sie eingestehen, dass Sie es nicht selber tun können. Wenn wir uns demütigen, gestehen wir unsere Schwachheit ein. Wir sind machtlos – doch für Gott ist nichts unmöglich. Stolz sagt: Wir schaffen das alleine und probieren dies und jenes aus. Doch Gott belohnt, wenn wir unser Vertrauen auf ihn setzen. Vertrauen Sie ihm Ihre ganzen Sorgen an! Seien Sie um nichts besorgt, so wie es dieser Bibelvers sagt. Philipper 4, 6 und 7: Seid um nichts besorgt, sondern lasst in allem durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus. Wenn wir Dank sagen für alles, kommt Friede in unser Herz. Friede, der so gewaltig ist, dass wir es gar nicht begreifen können. Dieser Friede wird unser Herz und unsere Gedanken bewahren.

 

Wenn wir uns keine Sorgen machen, kann uns der Feind nicht angreifen und uns damit beschweren. Weder in unserem Herzen durch Schuldgefühle oder ein schlechtes Gewissen oder Depressionen noch in unseren Gedanken – weil wir gar nicht mehr darüber nachdenken! Sobald wir unsere Probleme loslassen, kann Gott die Dinge ändern. Er verwandelt Negatives in Positives. Fluch in Segen. Nichts – aber auch gar nichts, kann Sie trennen von der Liebe Gottes. Römer 8,31: Was sollen wir nun hierzu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer ist gegen uns? Wer kann gegen uns etwas ausrichten, wenn Gott für uns ist? Niemand! So sagt es die Bibel. Gott wird den Fluch in Segen verwandeln, weil er Sie liebt. Gleich im nächsten Vers heißt es: Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat: wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken? Alles will er Ihnen schenken, weil Jesus für Sie gestorben ist. Vers 33: Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben? Gott ist es, der rechtfertigt.

Wer ist, der verdamme? Wer will Sie anklagen oder Ihnen Böses tun? Keiner kann Anklage gegen Sie erheben, weil Sie in Gottes Hand sind. Vers 34 u. 35: Christus Jesus ist es, der gestorben, ja noch mehr, der auferweckt, der auch zur Rechten Gottes ist, der sich auch für uns verwendet. Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Seien Sie sich gewiss, niemand vermag Sie zu trennen von Gott, außer Sie selbst. Dazu sagt Paulus in Vers 38: Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Römer 8,28: Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind. Alles wird Gott in Ihrem Leben zum Guten wenden. Auch wenn wir Fehler machen. Der einzige Mensch, der keine Fehler gemacht hat, war Jesus Christus, als er auf dieser Erde war. Oft machen wir Fehler und kommen selbst verschuldet in schwierige Situationen, wenn wir Dinge tun, obwohl wir genau wissen, dass wir das nicht sollten und Gott ungehorsam sind. Fehler, die uns gewaltig zu schaffen machen! Dinge, die wir auch manchmal nicht wiedergutmachen können und sie unser ganzes Leben mit uns herumschleppen. Niemand ist perfekt! Vielleicht denken Sie jetzt: Dann kann ich ja tun und lassen was ich will – Gott wird immer alles ausbügeln und zum Guten wenden. Dieser Gedanke ist nicht richtig. Sünde ist Trennung von Gott – da sind wir weg von Gott! Gott macht aus unseren Fehlern etwas Gutes, wenn sie vergeben sind! Durch diese Vergebung haben wir wieder Zugang zu Gott. Gott liebt die Menschen trotzdem, auch wenn sie in Sünde leben, aber er kann nichts tun, weil sie sich entfernt haben von ihm. Durch Vergebung kommen wir wieder zurück in Gottes Gegenwart. Wenn unsere Fehler mit Sünde zusammenhängen, muss die Sünde vergeben und ausgeräumt werden – sonst kann Gott nichts Gutes daraus machen. Gott kann aus unseren Fehlern Wunder machen. Das beste Beispiel dafür ist David.

Er hat viele Fehler gemacht und trotzdem hat Gott gesagt: Ein Mann nach meinem Herzen. Er war ein Freund Gottes! David hat Ehebruch begangen. Er hatte einen Mann auf dem Gewissen, den er absichtlich in den Tod geschickt hat. Uria, den Mann von Batseba. Er war Gott ungehorsam und hat eine Volkszählung veranlasst, obwohl Gott das gar nicht wollte. Die Konsequenz dieser Fehler war, dass sein Sohn gestorben ist und 70 000 Menschen umkamen. David tat das einzig Richtige: Er demütigte sich vor Gott und Gott hat ihm vergeben. Er bereute, was er getan hatte. Das zweite Kind, das er mit Batseba hatte, war Salomo und wir lesen im 2. Samuel 12,24: Und der HERR liebte ihn. Nachdem David sich gedemütigt hat und Vergebung erlangte, konnte Gott ihn wieder segnen. Gott macht aus unseren Fehlern etwas Gutes, wenn wir uns vor ihm demütigen und um Vergebung bitten. In 2. Samuel 24, Vers 10 und 11 lesen wir diese Geschichte von David: Aber nachdem David das Volk gezählt hatte, schlug ihm das Herz. Und David sagte zum HERRN: Ich habe sehr gesündigt mit dem, was ich getan habe. Und nun, HERR, lass doch die Schuld deines Knechtes vorübergehen, denn ich habe sehr töricht gehandelt. Und als David am Morgen aufstand, da geschah das Wort des HERRN zu dem Propheten Gad, dem Seher Davids, wie folgt: Geh hin und rede zu David: … Vers 14 und 15: Und David sagte zu Gad: Mir ist sehr angst! Lass uns doch in die Hand des HERRN fallen, denn seine Erbarmungen sind groß! Aber in die Hand der Menschen lass mich nicht fallen! Da gab der HERR die Pest in Israel, vom Morgen an bis zu der bestimmten Zeit. Und es starben von dem Volk, von Dan bis Beerscheba, 70 000 Mann. Vers 17-19: Und als David den Engel sah, der das Volk schlug, sprach er zu dem HERRN und sagte: Siehe, ich habe gesündigt, und ich habe verkehrt gehandelt! Aber diese Schafe, was haben sie getan? Lass doch deine Hand gegen mich und gegen das Haus meines Vaters sein! Und Gad kam zu David an jenem Tag und sagte zu ihm: Geh hinauf, errichte dem HERRN einen Altar auf der Tenne des Jebusiters Arauna. Da ging David hinauf nach dem Wort Gads, ganz wie der HERR geboten hatte. Vers 25: Und David baute dort dem HERRN einen Altar und opferte Brandopfer und Heilsopfer. Da ließ der HERR sich für das Land erbitten, und die Plage wurde von Israel abgewehrt. David hatte einen gravierenden Fehler gemacht, so wie wir auch oft Fehler machen und manchmal sind bei unseren Fehlern andere betroffen und das tut dann besonders weh. David gibt seine Schuld zu und sagt: Mir ist sehr angst! Er hat das nicht auf die leichte Schulter genommen und hat sich unter die Hand Gottes begeben. Trotzdem sind 70 000 Menschen umgekommen durch die Pest. Erst als David dem Herrn opferte auf dem Altar, d. h. sich reinigte von seiner Schuld – hat Gott vergeben und eingegriffen. Gott wendet unsere Fehler zum Guten, wenn wir vor ihm bekennen, dass es falsch war, was wir getan haben. Gott hat David diesen großen Fehler vergeben und Gott wird dasselbe auch für Sie tun! Egal was Ihr Fehler war oder ist! Gott ist immer noch derselbe und somit tut er das Gleiche auch für Sie. Nichts – gar nichts kann Sie trennen von der Liebe Gottes. Bringen Sie Ihre Fehler in Ordnung vor dem Herrn und er kann auch aus Ihren Fehlern Wunder machen. Gott wird Sie nicht verlassen, wenn es noch so schlimm aussieht. Gott steht zu Ihnen, wenn Sie Ihre Fehler ausräumen und bekennen. Betrachten wir die Begebenheiten der Bibel, sehen wir überall unvollkommene Menschen. Mose hat Fehler gemacht – als er den Ägypter erschlug oder als er den Felsen schlug, statt zu ihm zu reden. Abraham hat Fehler gemacht – die Sache mit Hagar oder als er Sarah als seine Schwester ausgab. Und doch hat Gott alles zum Guten gewendet. Kein Mensch ist perfekt.

 

Das Gegenbeispiel zu David ist König Saul. Er wurde von Gott berufen und alles war gut. Mit dem Unterschied, dass bei ihm nicht alles zum Guten ausging. Saul wurde stolz und hatte Menschenfurcht – und er blieb stolz und hat sich nicht gebeugt vor Gott. 1. Samuel 15,10 und 11: Da geschah das Wort des HERRN zu Samuel: Es reut mich, dass ich Saul zum König gemacht habe; denn er hat sich von mir abgewandt und hat meine Worte nicht ausgeführt. Saul hat es gar nicht gekümmert, was Gott wollte. Er hat einfach seine Sache gemacht. Er hat gelogen, hat die Schuld auf andere geschoben und Gottes Gebot bezüglich des Opferns missachtet. In 1. Samuel 15,2 gibt Gott ihm den Befehl, gegen Amalek zu kämpfen und alle Beute zu vernichten – er tut dies aber nicht. Saul rechtfertigt sein Tun in Vers 21: Aber das Volk hat von der Beute genommen: Schafe und Rinder, das Beste vom Gebannten, um es dem HERRN, deinem Gott, in Gilgal zu opfern. Saul schiebt hier die Verantwortung dem Volk zu. Er sagt: Sie waren es! Und in Vers 30 sagt dann Saul zu Samuel: Und er sprach: Ich habe gesündigt! Aber ehre mich doch vor den Ältesten meines Volkes und vor Israel und kehre mit mir um, dass ich den HERRN, deinen Gott, anbete! Saul sagt lapidar: „Ich habe gesündigt, aber ich will die Ehre von Gott, dass ich vor den Menschen gut dastehe.“ Was für ein Hochmut! Saul war sich inzwischen sein eigener Gott, rechthaberisch und uneinsichtig. Er machte gravierende Fehler, doch er hatte keine Einsicht und keine Reue. Er wollte nicht umkehren und wollte die Vergebung Gottes nicht. Ehre von Menschen war ihm wichtiger als Gottes Segen. Wir kennen das Ende der Geschichte: Gott hat das Königtum von Saul genommen und David gegeben. Das Problem war nicht, dass Saul Fehler gemacht hat, sondern wie er damit umging! Er hat sich Gott widersetzt und wollte alles selber machen.

Auch im NT finden wir unvollkommene Menschen, die Fehler gemacht haben. Das Leben der Jünger Jesu war ein ständiges Auf und Ab. Umhergeschüttelt von Emotionen und Rückschlägen. Petrus z. B. war sehr ungestüm und ist in so manches „Fettnäpfchen“ getreten bzw. hat so manchen Fehler gemacht. Er wollte sogar Jesus abhalten, nach Jerusalem zu gehen, um den Weg des Kreuzes zu gehen – er tadelte Jesus deswegen. Jesus sagte dann zu ihm: Geh hinter mich Satan! Du bist mir ein Ärgernis …Nachzulesen in Matthäus 16,23. Es ist nicht schön, von Jesus als „Ärgernis“ bezeichnet zu werden. Er wollte Gott vorschreiben, was er zu tun habe. Die bekannteste Geschichte aber ist wahrscheinlich die, als er Jesus bei seiner Gefangennahme verleugnete. Nachzulesen in Matthäus 26,69-75. Das ist eine Geschichte, wo wir denken könnten: Was will Gott mit so einem anfangen? Einer, der seinen besten Freund verleugnet – der sich selbst verflucht – und sogar schwört, dass er ihn nicht kennt. Bester Freund Jesu! Hoffnungsträger – und versagt kläglich. Haben Sie auch schon einmal versagt und dachten, Gott will bestimmt mit Ihnen nichts mehr zu tun haben? Sind Sie vielleicht einmal ausgerastet oder haben jemand beschimpft. Sie waren im Unrecht und haben sich völlig danebenbenommen?

Da sind Sie in bester Gesellschaft. Petrus ging es genauso. Als er zur Besinnung kam, weinte er bitterlich. Was ging wohl in seinem Herzen vor? Die Bibel schweigt über das, was Petrus zu Jesus sagte bzw. betete. Er konnte ihn ja danach nicht mehr persönlich sprechen, doch aus der Tatsache, dass er bitterlich weinte, können wir schließen, wie weh ihm das tat. Wenn es ihm egal gewesen wäre, hätte er nicht bitterlich geweint. Petrus hat einen Fehler gemacht und hat ihn sofort bereinigt, als es ihm bewusst wurde und was hat Gott aus ihm gemacht? Er war einer der größten Männer Gottes. Bei seiner Pfingstpredigt kamen 3000 Menschen zu Jesus! Gott hat sein Leben umgedreht und aus seiner Schwachheit etwas Großes gemacht. Auch Ihre Schwachheit verwandelt Jesus in Stärke! Alle Dinge werden Ihnen zum Guten werden, so sagt es uns die Bibel. Auch bei Paulus war es so. Saulus war der größte Gegner von Jesus. Auch wenn Sie der größte Gegner von Jesus sind oder waren – Gott kann aus Ihnen etwas Großartiges machen. Es ist nicht die Frage, ob wir Fehler machen oder nicht – sondern wie wir damit umgehen. Jesus verspricht uns, dass nichts – aber auch gar nichts – uns scheiden kann von seiner Liebe. Er ist treu – wenn wir zu ihm kommen.

 

Quelle: Missionswerk Karlsruhe – Der Weg zur Freude

Autorin: Isolde Müller

Thema: Christliche Seite | Beitrag kommentieren

468. Nachdenkliches für Manager – Aus der Spur geraten 4-96

Sonntag, 18. Oktober 2015 | Autor:

Lieber Blog Besucher,

die tiefsinnigen Gedanken von Karlheinz Binder haben mich viele Jahre erfreut und immer wieder zum Nachdenken angeregt. Genießen Sie diese Worte und nehmen Sie davon etwas in Ihrem Alltag mit.

 

 

Aus der Spur geraten

Die Fußgängerampel sprang auf Rot. Ich fuhr langsam heran an den Überweg und erkannte plötzlich unter den Passanten Yvonne, die Schwester von der chirurgischen Abteilung des örtlichen Krankenhauses. In den drei Jahren, die ich sie nicht gesehen hatte, war sie noch hübscher geworden. Ich winkte ihr zu, aber der Gruß blieb unbemerkt.
Meine Gedanken wanderten die 36 Monate zurück: Ich hatte damals Schmerzen bekommen, mein Hausarzt schickte mich zum Facharzt in die Klinik und der sah mich nach der Untersuchung freundlich an und sagte: “Wir müssen operieren und zwar schnell. Sie finden sich am Mittwoch hier ein, dann treffen wir alle Vorbereitungen und Donnerstagfrüh sind Sie dran”.
Er machte sich in seinem beeindruckenden DIN-A4-Kalender eine Notiz und als ich in die Brusttasche nach meinem eigenen Planer griff, lächelte er mich in einer Art an daß ich wußte: Hier war nichts abzustimmen, es hatte keinen Zweck Termine zu vergleichen, das war entschieden.
Wir klappten unsere Bücher zu, gaben uns die Hand und ich ging.
Im Büro schaute ich auf meinen Tagesplänen nach, was für die nächsten Wochen anstand und unter dem Druck höherer Gewalt fügte sich plötzlich alles ganz einfach: Die Konferenz am 17. würde auch ohne mich laufen, den Inhalt einer Geschäftsreise erledigte ich durch ein 5-Minuten-Telefonat, andere Anlässe delegierte ich an Mitarbeiter und Kollegen und erntete hier und da ein freudiges Lächeln über den Vertrauensbeweis und als alles geklärt war fragte ich mich nachdenklich, ob eigentlich erst so etwas notwendig ist, um unsere Wichtigkeit und Bedeutung auf das Wirkliche zu reduzieren.

Als sie mich mit meinem Klinikbett durch die sich leise surrend öffnende Tür in der Operationssaal fuhren, war ich noch ganz der alte. Ich scherzte mit dem Anästhesisten, machte dem Chefarzt ein Kompliment über seinen grünen, offensichtlich maßgeschneiderten Kittel und fühlte mich wie immer, als einer, der gut trainiert war, körperlich fit.
Meine letzte Wahrnehmung bestand in einer Stimme, die zu mir sagte: “Machen Sie schon mal die Augen zu, gleich werden sie schlafen” und dann versank ich in samtene Dunkelheit.

Als ich wieder aufwachte, schien die Sonne ins helle Zimmer, ich hatte keine Schmerzen, aber meine Kraft war weg.
Seltsam, dachte ich, da kommt plötzlich eine Situation in unser Leben, unerwartet, unangemeldet, reißt uns aus unserem Rhythmus, unserem Selbstverständnis, dem gewohnten Rahmen, zwingt uns eine veränderte Umgebung, Geltung, einen anders gültigen Stellenwert auf, innerhalb von ein paar Stunden wandelt sich ein Mensch vom Bestimmenden zum Duldenden. Einer, der sonst auf seine Energie und Tüchtigkeit als Normalität vertraut, wird zum Abhängigen. Da zeigt es sich: Die Fundamente unserer gewohnten Sicherheiten sind viel dünner als vermutet. Eine Krankheit, ein unachtsamer Augenblick hinter dem Steuer, ein falscher Tritt auf einer Treppenstufe, selbst ein falsches Wort im falschen Augenblick können zu einem eigendynamischen sozialen oder biologischen Prozeß werden, zur verändernden Weichenstellung ins nicht mehr durch uns selbst Planbare.
Ich beobachtete die freundlichen Ordensschwestern in ihren weißen Trachten, mit ihrer gütigen Freundlichkeit, ihren fleißigen, helfenden Händen, die nur deshalb so unermüdlich sein konnten, weil sie in der unsichtbaren Verborgenheit unablässig zum Gebet gefaltet waren. Die deshalb Herzlichkeit ausstrahlten, weil ihre Liebe aus dem Wissen stammte, daß da einer war, der seinen Leuten gesagt hatte: “Liebet einander, wie ich Euch geliebt habe”, Jesus Christus. Ihre Lebensaufgabe ist das Dienen, eine Gabe Gottes, aber wer strebt schon nach ihr.
Ist nicht Befehlen, Anordnen, Dirigieren, viel attraktiver, erhebender? Das ist doch etwas anderes, als jemand die Bettpfanne unterzuschieben, ihm den Rücken mit Franzbranntwein einzureiben, die Arme und Achselhöhlen zu waschen?
Gehört Krankheit, das Zurückgeworfensein auf unsere vergängliche Physis, dazu, wieder Mensch zu werden?

Da fühlen wir Verantwortlichen, Tonangeber, Opinion-Leaders uns so sicher in unser Art und Wichtigkeit, wir achten darauf, daß unser Image stimmt, man uns die Beachtung schenkt, die uns zukommt, wir wirken entschieden, dynamisch, überzeugend, vertrauenerweckend und schätzen uns selber auch so ein und dann wirft uns irgend ein Ereignis aus dem so spursicheren Selbstverständnis.

Was hatte Yvonne, die hübsche Krankenschwester gesagt, als sie den Kopf durch die Tür meines Zimmers steckte?: “Sind Sie der Karlheinz Binder, der in “Geschäftsmann und Christ” Artikel schreibt? Ich hatte mit dem Kopf genickt und mit einem herzlichen Gefühl der Dankbarkeit an die Chefredaktion in Zürich gedacht, die sich durchgerungen hatte, von mir endlich ein Foto zu bringen, auf dem selbst ich mich wiedererkannte.
“Dann schreiben Sie doch mal” meinte Yvonne, “etwas über Ihre Zeit hier im Krankenhaus, denn wenn es Situationen gibt, die Menschen nachdenklich machen könnten, dann doch wohl hier, oder?”
“Ja”, sagte ich zu ihr, “ich werde einen Artikel schreiben und Sie kommen darin vor”.
Wie immer Sie heißen, ich grüße sie herzlich und mit einer besonderen Empfehlung von Yvonne.

Karlheinz Binder

Thema: Christliche Seite | Beitrag kommentieren

451. Das Missverständnis des Glaubens

Dienstag, 22. September 2015 | Autor:

WolfgangWegert

Lieber Blog Besucher,

mich sprach der Predigttext und die Gedanken die sich Pastor Wolfgang Wegert von der Arche Gemeinde Hamburg dazu gemacht hat, sehr an. Ich hoffe, dass auch Sie einen Gewinn davon haben.

Die Bibel sagt zum Thema Glauben folgenden wichtigen Satz:

Der Glaube ist der tragende Grund…….

 

Hier nun der Predigttext

Arche Hamburg

Arche Gemeinde Hamburg

Thema: Christliche Seite | Beitrag kommentieren

432. Wie verfolgte Christen den Islam erleben

Montag, 9. März 2015 | Autor:

weltverfolgungsindex2015

Foto von open doors

Lieber Blog Besucher,

seit Jahren hat es mir Gott aufs Herz gelegt, für meine verfolgten Geschwister weltweit täglich zu beten. Der monatliche Gebetskalender von open doors ist da eine große Hilfe. Wenn man sich mit dieser Problematik täglich auseinander setzt dann kommt sehr oft ein Gedanke von Wut und Verzweiflung. Da ich aber weiß, dass Gott alles was auf dieser Erde gesieht in seiner Hand hat, bete ich weiterhin mit Zuversicht und Hoffnung.

Was mich aber immer wieder traurig macht ist die Tatsache, dass viele Christen hier im Westen keinerlei Anteil am Schicksal unserer Geschwister nehmen, obwohl dies Jesus ausdrücklich befohlen hat. Lieber spult man seine eigenen Programme Tag für Tag herunter und bleibt in der christlichen Komfortzone. Nach dem Motto – nur nicht auffallen.

Ein weiterer Punkt der mich erschüttert ist die Tatsache dass Kirchenführer sich den Islam andienen, obwohl es doch mehr als deutlich ist, dass Allah nicht der Gott der Bibel ist. Wenn ein Pastor in Bremen nun so etwas in seiner Predigt deutlich macht, dann wird er von diesen Leuten samt der Politik “an die Wand” gestellt.

Jeder der ernstlich an der Wahrheit interessiert ist, sollte diesen Bericht von Markus Rode einmal mit offenen Augen und Ohren des Herzens lesen, und den Heiligen Geist um Offenbarung bitten. Der Herr segne Sie.

 

 ImageHandler.ashx

Foto von open doors

2015_Weltverfolgungsindex_Karte_Open Doors_

 

Ein Kommentar von Markus Rode, Leiter Open Doors Deutschland

Am 7. Januar hat Open Doors den Weltverfolgungsindex 2015 veröffentlicht, um auf die fehlende Religionsfreiheit von Millionen Christen weltweit aufmerksam zu machen. Namhafte Medien haben daraufhin die Rangliste der 50 Länder veröffentlicht, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. 40 dieser 50 Länder haben muslimische Regierungen und sind vom Islam geprägt. Als Haupttriebkraft der zunehmenden Christenverfolgung gilt der islamische Extremismus, der weltweit und auch in der westlichen Gesellschaft immer deutlicher hervortritt.

Am Tag der Veröffentlichung des Weltverfolgungsindex ereignete sich in Paris der schreckliche Anschlag auf das Satire-Magazin Charlie Hebdo. Medien, Politiker, Kirchenvertreter und muslimische Verbände erklärten angesichts der erschütternden Nachrichten wie schon häufig zuvor, dass Terror und Gewalt nichts mit dem Islam zu tun hätten.

The YouTube ID of Fi7bXznyXu0#t is invalid.

 

Der Islam, so der Tenor der meisten Beiträge, sei, richtig verstanden, eine friedliche Religion. Wenn wir verfolgten Christen, die seit Generationen in islamischen Ländern leben, erklären würden, der Islam sei friedlich, so würden sie das als eine weitere Demütigung und Ungerechtigkeit empfinden. Denn sie zahlen gerade deshalb einen hohen Preis, weil sie mit einem Islam konfrontiert sind, der ihnen verbietet, ihren Glauben frei zu bekennen.

Werfen wir einen kurzen Blick auf die aktuelle Lebensrealität einiger Christen in islamischen Ländern, deren Leid stellvertretend für viele steht. Im Sudan wurde die Ärztin und Christin Meriam Ibrahim wegen Apostasie (Abfall vom Islam)
zum Tode verurteilt. Dabei ist sie bei ihrer christlichen Mutter aufgewachsen und hat sich selbst zeitlebens als Christin betrachtet. Ihr zweites Kind musste sie – mit Ketten gefesselt – im Gefängnis zur Welt bringen. In Pakistan wurde ein christliches Ehepaar wegen angeblicher Entweihung des Korans von einem aufgebrachten Mob grausam gelyncht. Im gleichen Land wurden in Lahore etwa 150 christliche Familien von mehreren Tausend Muslimen aus ihren Häusern gezerrt und vertrieben. Auslöser war der Vorwurf gegen einen Christen, er habe den Propheten Mohammed beleidigt.

Wie wirkt die Aussage, der Islam sei eine friedliche Religion, auf die pakistanische Christin Asia Bibi, die 2010 von einem islamischen Gericht wegen angeblicher Blasphemie zum Tod verurteilt wurde und seitdem in einer Todeszelle sitzt? Wie auf die Christen muslimischer Herkunft, die im islamischen “Gottesstaat” Iran wegen Apostasie (Abfall vom Islam) in Gefängnissen gefoltert werden?

Auch wenn die große Mehrheit der Muslime in unserem Land einen friedlichen Islam praktiziert, müssen Millionen von Christen im Nahen und Mittleren Osten, in Zentralasien und Afrika seit vielen Jahren als Minderheit unter einem Islam leben, der ihnen das Menschenrecht auf Religionsfreiheit verweigert. Daran sind nicht nur extremistische Gruppen wie IS, Boko Haram, Al Kaida oder Hamas beteiligt. Auch viele andere verstehen sich deshalb als die “wahren” Muslime, weil sie den Worten des Propheten vorbehaltlos Gehorsam leisten wollen. Diesen Muslimen wie auch ganzen Staaten gilt das “göttliche” Gesetz der Scharia höher als jedes von Menschen gemachte Gesetz. Sie bekämpfen Christen, aber auch zunehmend gemäßigte Muslime, die den “wahren” Islam aus ihrer Sicht verraten. Dies gilt u.a. auch für Länder wie Sudan oder Saudi-Arabien, in denen die Regierenden einen Islam durchsetzen, der die Menschenrechte der Christen und Andersgläubiger völlig missachtet.

Auch wenn der Islam in seiner extremistischen Ausprägung Hauptursache für die weltweite Christenverfolgung ist, sieht die weitaus größte Zahl der betroffenen Christen es nicht als ihre Aufgabe an, gegen den Islam vorzugehen. Stattdessen sind sie bestrebt, allen Muslimen nach dem Vorbild Jesu in Liebe zu begegnen und ihnen seine Botschaft des Friedens mit Gott und
den Menschen weiterzugeben.

Der Gründer von Open Doors, Bruder Andrew, buchstabiert das Wort “ISLAM” auf ganz eigene Weise: I Sincerely Love All Muslims (Ich liebe alle Muslime).

Weil der Preis immer höher wird, den unsere Glaubensgeschwister durch die Zunahme der Verfolgung zahlen, brauchen sie umso mehr unsere Gebete und Unterstützung.

 

www.opendoors.de

Ich danke der Pressestelle von open doors für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

Thema: Christliche Seite | Ein Kommentar