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316. Finanzkrise – ohne Ende ?

Dienstag, 3. Juli 2012 | Autor:

Geldverschwendung – Margot Kessler Pixelio

Der Geldmarkt ist heute größer als der Markt für Waren und Dienstleistungen. Das birgt Gefahren der Instabilität und gibt Anlass, über den Sinn des Geldes und Stabilisierungsmaßnahmen nachzudenken.

 

Vom Tauschhandel zu Derivaten

 

Das Geld wurde erfunden, um vom reinen Tauschhandel loszukommen und mit dem leicht zu transportieren-den Geld bezahlen zu können. Ursprünglich hatte Bargeld auch einen realen Wert, zum Beispiel als Edelmetall, das durch Prägung als Geld erkennbar in genormten Stücken zählbar gemacht wurde. Dann wurde das Papier-geld erfunden, welches fast keinen real nutzbaren Materialwert hat, aber durch das Verbot von Nachmachen knapp gehalten und damit wertvoll gemacht wird. Dies Papier wird als Zahlungsmittel anerkannt, wiederum in genormten, zählbaren Stücken, den Banknoten. Der Inhaber von Banknoten hat ein Anrecht auf Umtausch in Hartgeld. Der nächste Schritt in der Geldentwicklung sind Schuldverschreibungen. Das sind Rechte am Ver-mögen eines Anderen. Konnte früher eine Privatperson die Schuld nicht zurückzahlen, so konnte der Gläubiger sie in den Schuldturm sperren oder unentgeltlich für sich arbeiten lassen (so entstand die Leibeigenschaft). Bei Aktien erstreckt sich das Recht des Gläubigers nicht auf die Person sondern nur auf einen bestimmten Besitz des Schuldners mit dem Ziel, am wirtschaftlichen Ertrag teilzuhaben. Mit Sachwerten und mit Aktien und anderen Rechten kann gehandelt werden, das erleichtert Besitzwechsel und kann Vermögen dorthin bringen, wo es gebraucht wird. So weit, so gut. Bei Aktien weiß man in der Regel auch, welche Sachwerte bzw. Unternehmen damit verbunden sind. Doch jetzt wurden Derivate erfunden, das sind Anrechte an anderen Anrechten. Sie verschleiern den Blick auf die reale Wirtschaft und machen den Geldmarkt selbst zum Unter-nehmen. Hier geht es nicht mehr darum, ein reales Unternehmen mit Startkapital auszustatten und an deren Gewinn und Risiko teilzuhaben. Der Umfang des Derivathandels übersteigt inzwischen den der realen Wirt-schaft um ein Vielfaches. Dadurch haben Spekulationsgeschäfte eine starke Rückwirkung auf den Markt. Das bewirkt Schwankungen, die stärker sind als die Schwankungen der realen Wirtschaftsleistung. Interessant ist, dass die Volks – und Raiffeisenbanken nicht in die jüngste Finanzkrise (wir berichteten darüber in Salz&Licht 2009/3 unter den Titel „Frucht der Gier: Die Finanzkrise“) hineingezogen wurden. Die Erklärung ist ganz ein-fach. Sie gehören als Genossenschaften vorwiegend den eigenen Kunden. Damit sind sie mehr an der Zusam-menarbeit mit der Realwirtschaft vor Ort interessiert als an globalen Spekulationsprojekten. Ähnliches gilt für die an ihren realen Geschäftszweck gebundenen Bausparkassen. Anderseits gibt es gefährliche Extrem-fälle. So überprüft zur Zeit die US-Notenbank Derivatgeschäfte mit Griechenland, weil der Verdacht besteht, dass damit die Möglichkeit geschaffen wurde, Staatsschulden zu verschleiern, indem man sie als Währungsge-schäfte bucht. Und der Machtkampf zwischen Porsche und Volkswagen in 2009 wurde offenbar durch den Ausgang einer Spekulation auf dem Kapitalmarkt entschieden.

 

Gerd Altmann Pixelio

Steuer als Spekulationsbremse

 

Was kann man tun? Wir brauchen Instrumente, welche den Handel mit Derivaten und die damit verbundenen Spekulationen eindämmen, ohne die Geldversorgung für die Realwirtschaft zu behindern. Der Handel mit Derivaten ist zu einem Wettspiel geworden, bei dem man sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen kann und in jedem Fall aus den Kursbewegungen Gewinn zu erzielen hofft. Diese Händler sind an Instabilität des Geldmarktes interessiert, weil dann am meisten Bewegung herrscht.

 

Die Entwicklung der Realwirtschaft interessiert dann kaum noch.

 

Im Handel mit Anrechten an der Realwirtschaft dagegen, also im Aktienmarkt, gilt die Empfehlung „Kaufen und Halten“, damit der Aktienwert mit dem Unternehmen wächst und man die bei Unternehmenserfolg ausge-schütteten Dividenden erhält. Hier sind die Kurzzeitschwankungen der Kurse uninteressant. Also: Die einen wollen schwankende Kurse und schnellen Handel, die anderen langfristige Entwicklungen. Den Unterschied in der Umsatzhäufigkeit kann man nutzen, indem man eine Umsatzsteuer auf Börsengeschäfte einführt. Die Idee dazu wurde bereits 1972 von dem Nobelpreisträger James Tobin für Währungsgeschäfte entwickelt. Diese Tobin-Steuer bedeutet, dass von jedem Börsenumsatz ein kleiner Anteil als Steuer abzuführen ist. Schon bei einem Steuersatz von 0,05% würden den Währungshändlern bei heutigen Umsätzen an Währungen und Währungsderivaten weltweit ca. 400 Mrd. Euro pro Jahr entzogen werden. Das träfe besonders die Tages-händler mit ihren häufigen Transaktionen und würde das Kurzzeitgeschäft unattraktiv machen. Eine andere Störquelle sind massive Angriffe auf Kurse durch Großkäufe oder – Verkäufe, welche eine Spekulationswelle auslösen, die den Kurs langfristiger stark verändert (So geschehen mit der Währung von Thailand). Dagegen gibt es einen Erweiterungsvorschlag zur Tobin-Steuer von dem Wirtschaftswissenschaftler Paul Bernd Spahn. Er schlägt vor, bei plötzlichen starken Kursänderungen den Steuersatz so stark anzuheben, das weitere Käufe oder Verkäufe, welche diese Kursänderungen weiter verstärken würden, unattraktiv werden. Hier werden bis zu 100% Umsatzsteuer erwogen, sobald die Abweichung vom Kurs-mittelwertes der letzten Tage gewisse Toleranzen überschritten hat. Das hätte eine ähnlich Wirkung wie das Aussetzen des Handels, welches heute in Katastrophenfällen vorkommt, wäre aber ein marktwirtschaftliches, automatisch greifendes Verfahren.

 

Die PBC setzt sich deshalb für die kombinierte Tobin-/Spahn-Steuer gegen Spekulation in der inter-nationalen Staatengemeinschaft ein. Wohin die einzunehmenden Steuermilliarden fließen sollen, kann man getrennt diskutieren. Es gibt Vorschläge, sie der Entwicklungshilfe, internationalen Organisationen zu deren Eigenfinanzierung oder nationalen Regierungen als Anreiz zum Mitmachen zukommen zu lassen. Im Vorder-grund muss im Sinne von Tobin das Ziel stehen, die Finanzmärkte stabil gegen Spekulationsattacken zu machen.

 

Wallstreet_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de

Die Macht des Geldes

 

Die Regierungen müssen die Kontrolle über die Geldpolitik zurückgewinnen. Es darf nicht sein, dass Regierungen durch die Gesamtheit der Geldhändler ‚erpressbar’ werden und sich gezwungen sehen, Banken zu retten, die bei dem entarteten Wettspiel verloren haben. Was war denn Schlimmes an der Finanzkrise dran? Haben da nicht vorwiegend reiche Anleger Geld verloren? Können da nicht die kleinen Leute, welche sowieso keine Anlagen haben, Schadenfreude hegen, weil die Großen jetzt mal was draufgekriegt haben? Warum haben Regierungen Banken gerettet, welche man ruhig hätte in die Pleite gehen lassen sollen, als Strafe für ihre durch Gier getriebene Missachtung von Risiken? Die Antwort steckt in dem Wort ‚systemrelevant’. Dieses bedeutet, dass wegen der allgemeinen wirtschaftlichen Verflechtungen der Sturz einer Bank wie bei einer Dominokette den Sturz anderer Banken nach sich ziehen würde. Davon sind dann so viele Anleger und so viele Wirtschaftsunternehmen und auch staatliche Projekte abhängig, dass diese mangels Liquidität unzumutbar geschädigt würden. Zu viel Geld würde aus Angst vor neuen Risiken festgehalten statt in der Wirtschaft eingesetzt zu werden. Deshalb haben Regierungen neues Geld in den Kreislauf gepumpt, leider durch Kreditaufnahme, woran wiederum die Banken verdienen. Dieser drohende Zusammenbruch einer ganzen Volkswirtschaft macht die Regierung erpressbar. Die Macht im Land muss aber bei den Regierungen sein und nicht bei den Banken! Geld und Macht sind für eine große Organisation notwendig. Sie sind auch nicht falsch, wenn sie im Dienst der Menschen eingesetzt werden. Deshalb ist die innere Verankerung der Macht und Geldinhaber so wichtig, welche im Grundgesetz der BRD steht: „In der Verantwortung vor Gott und den Menschen…“. Wer betet, sieht Gott im Hintergrund bei der Frage, welche Regierung uns zugemutet wird. Doch schon bei der Einsetzung von Saul bekam das Volk – gegen den Rat von Samuel – was es haben wollte.

Michael Wilfort – Beten

Abraham war reich und mächtig. Das wurde kein Anlass zu Kritik, aber zu einem Auftrag für ein neues Projekt, aus dem später Israel entstand. Gott ließ jedoch Menschen, die als Selbstzweck Geld und Macht sammelten, ermahnen: „Mein ist das Gold“. Im neuen Testament ist nicht nur vom Teilen die Rede sondern auch von der verantwortlichen Nutzung aller Gaben, die wir haben. Dazu zählt auch die Verwaltung der Güter, die uns anvertraut worden sind. Wer Gott als seinen höchsten Herrn anerkennt, wird sie zum Wohl der Gesamtheit einsetzen und Gott zur Ehre.

Dr. Detleff Karstens

Stellv. Bundesvorsitzender PBC

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305. S.O.S Titanic

Sonntag, 4. März 2012 | Autor:

Gedankengebäude von Michael Wilfort

 

Lieber Blog Besucher,

vor 100 Jahren am 10. April 1912. Die Titanic, der größte LuxusPassagierdampfer seiner Zeit, startet mit 2.200 Passagieren zur Jungfernfahrt von Southampton nach New York. Wegen seines besonderen Schottensystems galt die Titanic als unsinkbar.
„Gott selbst kann das Schiff nicht versenken!“, hieß es.

Mir fiel beim lesen des Textes auf, dass der Mensch sehr oft glaubt er hat alles in Griff. Das ist ein Glaube an den technischen Fortschritt, an die eigene Inteligenz oder ganz einfach Größenwahn. Wie oft haben wir denn jetzt in unserer jüngsten Geschichte schon erlebt, dass Gott die Erde nur wenige Sekunden einmal erschüttert, und all unsere sicher geglaubten Bauwerke sind in Schutt und Asche gelegt.

Mir fällt dabei sehr oft das Bibelwort aus Galater 6, Vers 7 ein: Irret euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.

Lesen Sie die Geschichte der Tintanic einmal weiter, die zeigt wie vermessen wir Menschen oft sind.

S.O.S

 

Ich wünsche Ihnen die richtige Entscheidung für Ihr Leben. Denn, Sie haben nur das eine Leben hier, danach ist es für eine Entscheidung zu spät.

 

M.T.

 

 

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304. GEBET eines „modernen“ Menschen

Donnerstag, 9. Februar 2012 | Autor:

 Wikipedia Manfred Werner(Tsui) – Alice_Schwarzer Z6

 

GEBET eines „modernen“ Menschen

lch bin der Herr, mein Gott.
Mein Bauch gehört mir.
Meine Seele dem Vergnügen.
Mein Geist New Age und dem Okkultismus.
Die Zukunft bestimmt das Horoskop.
lch beherrsche die Welt mit Computern.
ln Schwierigkeiten hilft mir Yoga.
Bei Problemen nehme ich Psychopharmaka.
Mein Gewissen beschwichtigt „Brot für die Welt“.
lch bin mir selbst oberstes Gesetz.
Alles, was Spaß macht, ist erlaubt.
lch frage nie: WOHER – WOHIN?
Nur vorwärts, aufwärts die Karriere!
Wenn Freude fehlt – Alkohol ist da.
Wenn Unruhe mich jagt – Zigarette liegt griffbereit.
Für die Gesundheit sorgen Kupferarmband und „heilende Steine“.
Für Gott habe ich keine Zeit.
Für Fernsehen und Video opfere ich viele Stunden.
Meine Kinder sind mir fremd geworden.
Meinen Ehepartner teile ich mit jemand anderem.
An mein Ende denke ich nicht.
Gedanken an den Tod werden verdrängt.
Sinn des Lebens? Unbekannt!
Amen!

Foto vfa-ev.de Z6 Christa Meves 

 

GEBET eines denkenden Menschen

Gott, ich danke Dir, dass Du da bist.
lch bin nicht verlassen in der Weite des Alls.
Du Schöpfer alles Lebens – Erhalter aller Kreatur.
Über die Kompliziertheit und Schönheit Deiner
Werke staune ich. – Deine wunderbaren Gedanken erkenne ich in der Bibel.
Doch Schuld und Sünde trennen mich von Dir.
Meine Seele ist leer und friedlos ohne Dich!
Herr Jesus, Licht des Lebens, werde hell in mir!
Du sagst, dass Du mich liebst und für meine Schuld am Kreuz gestorben bist.
Du bist auferstanden und lebst!
lch staune, dass Du mir alle Schuld vergeben willst.
Du löst mich von jeder Last der Unfreiheit.
Du befähigst mich, Dir zu dienen.
Dir vertraue ich mein Leben an. Verfüge über
Zu Ende ist die lrrfahrt vergangener Jahre.
Du bist nun Ziel und lnhalt meines Lebens.
Wie tröstet mich Dein Wort. – Du hörst, wenn ich zu Dir rede.
lch brauche mich nicht mehr zu beunruhigen.
Auch im Leid hält mich Deine Liebe fest umschlungen.
Nichts kann mich von Dir scheiden.
lch freue mich, in Ewigkeit bei Dir in der Herrlichkeit zu sein.
Und für dieses neue, ewige Leben danke ich Dir.
Es beginnt jetzt und wird nie enden.

Amen!

 

Gemälde Michael Wilfort

Vielleicht haben Sie das zweite Gebet mit besonderer Aufmerksamkeit gelesen. Möchten Sie auch so innig beten können? Oder wollen Sie hoffnungslos in der totalen Sinnlosigkeit und ewigen Nacht enden, wie es der Inhalt des ersten Gebetes aufzeigt? Warum lassen Sie „das Gebet des denkenden Menschen“ dem Inhalt nach nicht zu ihrem Gebet werden? Jesus Christus sagt: “So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ Johannes 3, 16

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303. Die Welt braucht Männer und Frauen…

Donnerstag, 9. Februar 2012 | Autor:

 

 

 

Die Welt braucht Männer und Frauen…

 

die nicht gekauft werden können
die ihre Versprechen halten
die Charakter über Geld stellen
die eine Meinung und Willen besitzen
die innere Größe über äußere Karriere stellen
die nicht zögern, Glaubensschritte zu wagen
die ihre Identität nicht in der Menge verlieren
die ehrlich im Kleinen wie im Grossen sind
die keinen Kompromiss mit Falschheit eingehen
deren persönliche Ambitionen nicht auf persönliche Vorteile eingeschränkt sind
die nicht sagen:“ Wir machen es, weil alle anderen es auch machen“
die ihren Freunden bei Erfolg und Misserfolg treu bleiben
die nicht glauben, dass Raffinessen, Tricks und Berechnungen die einzigen Schlüssel zum Erfolg sind
die sich nicht schämen, für die Wahrheit zu stehen, auch wenn sie unpopulär ist
die mit Entschiedenheit „nein“ sagen können, auch wenn die ganze Welt „ja“ sagt

verfasst von Dr.Elijah Morgan/ Peter Riederer

 

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302. Mission sollte so aussehen: Die 90 – 10 These

Donnerstag, 9. Februar 2012 | Autor:

Erde schützen_by_Thorben Wengert_pixelio.de

 

Die 90 – 10 These von Wolfgang Simson

Die christliche Gemeinde ist nicht zum Selbstzweck erschaffen, sondern hat eine apostolische Bestimmung von Jesus erhalten: „Macht zu Jüngern alle Nationen“ (Matth. 28,18-20). Es gibt heute etwa 10 Nationen, in denen ein Drittel oder mehr aller Menschen bewusste Nachfolger von Jesus Christus – nicht nur passive Kirchenmitglieder – sind und weitere 25 Nationen, in denen über 20% der Bevölkerung lebendige Christen sind. Kann das auch für andere Nationen Wirklichkeit werden? Wenn ja, wie? Was passiert, wenn nichts passiert? Wenn alles so bleibt wie es ist?

Wenn in den meisten anderen Ländern die bestehenden traditionellen Kirchen (einschließlich der existierenden missionarischen und evangelistischen Bewegungen) nicht nur weiterhin so arbeiten wie bisher, sondern beträchtliche Zugewinne – ja Verdoppelungen – in den nächsten 30 Jahren verzeichnen, werden sie möglicherweise bis zu 10% der Aufgabe erfüllen können, die Christus den Kirchen gab: „Macht zu Jüngern alle Nationen“.

 

90% dieser missionarischen Aufgabe bleiben hiervon jedoch unberührt.

 

Wenn daher durch die traditionellen Kirchen und evangelistisch-missionarischen Konzepte 90% der missionarischen Aufgabe realistischerweise nicht einmal angegangen wird, dann muss eine „zweite Säule“, ein zweites Programm, daneben treten, ein Ansatz, der bewusst darauf abzielt, die Segmente der Bevölkerung zu erreichen, die von den bestehenden Gemeinden und Kirchen aller Wahrscheinlichkeit nie erreicht werden, selbst wenn viele ihrer kühnsten Träume wahr werden.

 

Ich möchte einige Gründe dafür aufzählen:

* Im Westen sagen die meisten Menschen, die nicht in Kirchen gehen, heute: „Gott ja – Kirche (so wie wir sie kennen) nein.“ Deshalb braucht es „unkirchliche“ Wege, um diese Mehrheit zu erreichen
* Die bestehenden Kirchen verbrauchen durchschnittlich 90% aller Resourcen (Zeit, Geld, Menschen) für sich selbst. Das wird sich auch in Zukunft nicht radikal ändern
* PBK (Planen, budgetieren, kontrollieren): Eine Struktur, die in oder gar vor der industriellen Revolution entstand, ist nicht wirklich zukunftsfähig, die Reibungsverluste mit der Wirklichkeit betragen über 90%
* Traditionelle Gemeinden und Evangelisationen haben eine evangelistische Effektivität von nur etwa 10% (10 kommen durch die Vordertür, 9 gehen wieder durch die Hintertür)
* 90% Imput bleibt auf der Strecke, etwa der klassische Kommunikationsverlust nach der Sonntagspredigt
* 90% aller Finanzen werden vom „Gebäudekomplex plus Pastorengehalt“ aufgefressen

* Selbstbegrenzung: 90% aller traditionellen Gemeinden gründen nie eine weitere Gemeinde

 

 

Können Hauskirchen die 90%-Lücke füllen?

Ich möchte hier einige Gründe aufzählen, die darauf hindeuten, dass Hauskirchen ein Potential in sich tragen, das echte Hoffnung für unsere Länder machen kann. Das Hauskirchen-Modell

 

* ist ein ur-europäisches Modell von Gemeinde und kein importiertes Konzept
* ist ein „Starter-Modell“, also ein Gemeindemodell das vor allem für Neugründungen geeignet ist
* verändert Menschen durch einen intensiven, verbindlichen, gemeinschaftlichen Prozess
* ist resourcenfreundlich, man kann mit wenig Einsatz viel erreichen
* ist als Netzwerk weniger verwundbar durch Einzelrückschläge
* stößt in das relationale Vakuum unserer Gesellschaft
* stößt auf ein breites geistliches Echo
* ermöglicht exponentielles Wachstum
* ist näher an der Bibel
* ist einfach – jeder kann sich beteiligen
* bietet authentische Nähe
* überwindet die Klerus-Laien -Grenze
* entwickelt eine verfolgungs-sicherere Struktur
* ist ein multiplizierbares Jüngerschaftsmodell
* ist frei von traditionellen Wachstumsbarrieren
* passt von der Struktur zum postmodernen Menschen
* beteiligt mehr Menschen weitaus effektiver am Gemeindeleben
* bietet Dienst- und Arbeitsmöglichkeiten für viel mehr Menschen
* löst das Seelsorge-Dilemma (je mehr Mitglieder, desto oberflächlicher der Kontakt)
* ist ein idealer Platz für die Neuintegration von Menschen
* ist ein billigeres Gemeindemodell (bis zu 90% der Finanzen können außerhalb der Gemeinde eingesetzt werden)
* Fördert die Einheit der Christen durch Bildung von Stadt- und Regionalkirchen löst die klassische Leiterfrage, weil der mittelgroße Veranstaltungscharakter entfällt

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295. Mission und Toleranz

Sonntag, 30. Oktober 2011 | Autor:

Foto VfA

 

Lieber Blog Besucher,

diesen Vortrag habe ich bei einen Vortragsabend im Jahre 1993 von Daniel Herm mitgeschrieben. Wenn man diese Worte im Nachhinein bedenkt, stellt man fest, dass er damals schon einen sehr guten Blick in die Zukunft getan hat.

Wir sehen zur Zeit wie sich vieles davon bewahrheitet. Wenn Christen den Auftrag von Jesus Christus folgen, dann werden sie bei uns von den Medien als Fundamentalisten beschimpft und mit islamischen Terroristen, die sich mit Kofferbomben oder Sprengstoffgürtel ausrüsten und Menschen töten, gleich gesetzt. Was sind wir nur für ein Volk geworden. Deutschland war einmal eine Nation die in der Mission führend war, und dies hat Gott gesegnet. Schauen Sie sich bei uns um. Selbst Moslem sagen, dass Sie sich von einen christlichen Land eine andere Vorstellung gemacht haben. Den größten Schmutz und Dreck darf man bei uns verbreiten und verkaufen, und kein Mensch regt sich mehr darüber auf.

Schauen Sie sich einmal ohne Vorurteile in der Welt um, was Christen – ich meine hier nicht religiöse Spinner – an Barmherzigkeitsdiensten tun, und wie es aussehen würde, wenn es diese Dienste nicht gebe. Aber vielleicht ist das schon wieder zu anmaßend, und zu direkt an der Wahrheit. Wir haben es ja heutzutage lieber mit Halbwahrheiten.

Ein Beispiel gefällig:

Da hat ein Großvater in Indien den Göttern seinen Enkel geopfert und wir im Westen schreiben und empören uns darüber. Wie können Menschen nur so primitiv sein.

Bei uns aber werden für den Götzen Bequemlichkeit und Wohlstand, täglich tausend Babys geopfert, und wer es Mord nennt, kriegt Ärger. Das was man an heidnischen Bräuchen in Indien und anderswo tut ist natürlich nicht in Ordnung. Aber wir in der westlichen Welt finden das völlig normal und nennen das Selbstbestimmung: „Mein Bauch gehört mir“.

Die allermeisten Abtreibungen fallen unter die sogenannte soziale Indikation, d.h. wir wollten jetzt in die Karibik fahren, wir wollten uns gerade was schöne anschaffen, wir haben gerade ein Hausbau geplant, gerade die, gerade jenes, usw. und Babys werden geopfert. Wir haben keine Ahnung was dies für ein Schmerz im Herzen Gottes ist, und welch einen Zorn dies in ihm bewirkt.

Ich bin fest davon überzeugt, dass sich sehr bald die Spreu vom Weizen trennen wird. Was ich damit meine, können Sie hier lesen.

Gemälde Michael Wilfort

Mission und Toleranz

Die streng islamisch gläubigen Patanen, unter denen wir, in Pakistan an der afghanischen Grenze gearbeitet haben, haben fast für alle Lebenssituationen viele Sprichwörter und ich habe damals versucht, viele von ihnen auch zu lernen, weil man in vielen Situationen damit ein Gespräch führen konnte oder sich aus einer schwierigen Situation herausmogeln konnte, sozusagen mit einem Sprichwort, das alle kennen und wo sie dann Lächeln oder Lachen und wo dann manchmal die Situation gerettet ist. Eines dieser Sprichwörter heißt „Par din ke sor nischta“, d.h. in der Religion gibt es keinen Zwang, also der Islam eine tolerante Religion, keinen Zwang.

Was heißt das überhaupt und was wollen wir damit sagen, wenn wir von Mission und Toleranz sprechen. Nun ich denke, ich muss den Begriff und die Tatsache und den Auftrag der Mission heute Abend hier nicht besonders erklären. Unter Mission verstehen wir ja doch die Sendung der Gemeinde Jesu Christi hinein in diese Welt mit den beiden großen Aufträgen der Verkündigung und der Diakonie, und da könnte man natürlich den Missionsbefehl zitieren oder die verschiedenen Ausprägungen des Missionsbefehls in den Evangelien.

Wir könnten Apostelgeschichte 1 Vers 8, nennen, dass wir seine Zeugen sein werden, Jerusalem, Judäa, Samaria, bis an das Ende der Erde.

Wir könnten sicher auch mit dem Apostel Paulus im 2. Korinther 5 sprechen und sagen, dass Gott in uns niedergelegt hat, das Wort der Versöhnung und wir darum die Menschen bitten lasst Euch versöhnen mit Gott oder wir könnten sogar mit dem Apostel Paulus dieses ganz persönliche Wort sagen, im 1.Korinther 9, von Vers 9 bis 23, wo er verschiedene Situationen schildert und schließlich sagt, ich tue alles und ich bin allen alles geworden, damit ich einige gewinne.

Alles das ist Mission, Verkündigung in der Erwartung, dass Menschen dieses Evangelium hören und umkehren, zur Bekehrung kommen, ewiges Leben und heiligen Christus empfangen. Also, dass wo sie jetzt sind, verlassen, umkehren, etwas Bestehendes als nicht wahr erkennen und die Wahrheit erkennen.

In der Diakonie, das brauche ich ja sicher nicht zu sagen, da liegt sicher kein Zwang, wenn Paulus im Titus-Bericht davon spricht im Vers 8 im 3 Kapitel – dass all die Glaubenden Sorge tragen sollen, gute Werke zu vollbringen, die gut sind für alle Menschen, dann liegt darin sicher etwas sehr Positives und kein Zwang und keine Intoleranz.

 

Erde-schützen_by_Thorben-Wengert_pixelio.de

 

Mission, aber was verstehen wir nun unter Toleranz?

Ein in unserer Zeit viel gebrauchtes Wort. Wir unterscheiden dabei Formen dieses Wortes und deren Inhalt. Wir sprechen zunächst von der formalen Toleranz“. Damit meinen wir eine Duldung, besonders die Duldung einer anderen Religion oder Ideologie. Diese Form der Toleranz ist der christlichen Kirche, der Gemeinde Jesus Christi, bekannt seit jenem Vertrag, seit jenem Abkommen im Jahre 313, genannt Toleranzedikt von Mailand, wo die christliche Kirche, die Gemeinde Jesu Christi, nach langen Jahrzehnten härtester Verfolgung als Religionsgemeinschaft innerhalb des römischen Reiches geduldet wurde. Wir wissen, dass sich diese Situation dann sehr bald verändert hat. Unter Konstantin wurde schließlich das Christentum zur Staatsreligion, wenn wir dann in die Geschichte dieses Christentums und dieser Kirche hineinschauen, dann müssen wir leider feststellen, dass das, was einmal diese Kirche selbst erfahren hatte, zunächst die Verfolgung und dann die Toleranz, nämlich die Duldung, sie selbst später nicht bereit war, zu praktizieren.

Die römisch-katholische Kirche war über viele Jahrhunderte absolut intolerant! Selbst die Christianisierung der Germanen und schon erst recht die Christianisierung Lateinamerikas, die Kämpfe der Konquistadoren und alles das, was sich damit vollzogen hat, war nichts von Toleranz, sondern hier zeigte sich ganz klare Intoleranz, d.h. dass man den Standpunkt des anderen, die Religion des anderen nicht anerkennt und sogar sich verpflichtet sieht, den anderen mit Gewalt, wenn es geht, von dieser Religion oder dieser Weltanschauung zu lösen, ihn zur Umkehr zu bringen, wenn es sein muss mit Gewalt.

Diese Intoleranz, dass wissen wir, hat sich über lange Zeit gehalten, selbst im Jahre 1803 hat die römisch-katholische Kirche dagegen protestiert in Bayern, dass den Protestanten die gleichen Bürgerrechte eingeräumt würden. Bis dahin waren sie Bürger 2. Klasse. Wenn wir also von Mission und Toleranz sprechen, dann müssen wir, wenn wir in die Geschichte hineinschauen, schon zugeben, dass da auch im Raum des Christentums manches an Intoleranz gewesen ist. Luther sagte dann angesichts dieser Intoleranz, man sollte die Ketzer mit den Schriften und nicht mit Feuer überwinden, d.h. mit dem Wort überzeugen, aber nicht verbrennen. Aber schon bald haben seine Nachfolger die Täufer ertränkt in Zürich und darüber hinaus. Und wir müssen feststellen, dass religiöse Intoleranz immer da besonders hervorgetreten ist, wo sie sich mit staatlicher Macht verbunden hat, wo also Thron und Altar zueinander gehalten haben oder sogar in persona verbunden waren, da entdecken wir immer wieder die religiöse Intoleranz.

Darum ist es auch verständlich, dass der Islam im Kern an sich intolerant ist, weil er immer die Herrschaft, die weltliche Herrschaft und die religiöse Herrschaft zusammen sieht, wenn möglich in einer Hand, nämlich in der Hand des Kalifen, des Stadthalters Allah auf dieser Erde, das ist das islamische Idealverständnis von religiöser und säkularer, also weltlicher Herrschaft.

Diese formale Toleranz ist etwas, was in den letzten Jahrzehnten weltweit man versucht hat durchzusetzen, nämlich die Duldung der Religion des anderen in einem Staatswesen oder wo es auch sei z.B. durch die Karta der Menschenrechte und in dem man immer mehr versucht hat, diese Karta der Menschenrechte auch verpflichtend für die einzelnen Länder, die den vereinten Nationen beigetreten sind, zu machen.
Dann gibt es allerdings eine 2. Art der Toleranz, wir nennen sie die inhaltliche Toleranz, über die wir gleich noch näher sprechen werden. Wenn wir von der inhaltlichen Toleranz sprechen, dann sprechen wir davon, dass wir den Inhalt dessen, was der andere glaubt und für wahr hält, anerkennen. Als mögliche religiöse Wahrheit und Erfahrung, vor allen Dingen als mögliche religiöse Erfahrung, und wir sehen, dass wir hier schon einen weiteren Schritt getan haben in eine Richtung, über die wir gleich noch sprechen werden, nämlich in die Richtung der Relativierung. Wenn wir jetzt über Mission und Toleranz sprechen, dann werden wir, sobald wir etwa das Wort des Petrus in Apostelgeschichte 4, Vers 12 oder das, was wir eben gelesen haben, aus 2. Korinther 5, wenn wir das verkündigen, dann werden wir entdecken, dass die Toleranz sich da entscheidet, wo es um die Einzigartigkeit und die Ausschließlichkeit Jesus Christi geht und darum heute Abend, so das Unterthema, die gegenwärtige Infragestellung der Einzigartigkeit Jesu Christi, und ich denke diese Infragestellung erleben wir in 4-facher Hinsicht.

1. wir erleben sie aus den anderen Religionen heraus,

2. wir erleben sie in der Geistes-geschichtlichen Entwicklung der westlichen Welt hin zum Relativismus.

Wir erleben sie 3. innerhalb der christlichen Kirchen, und ich glaube, wir müssen dann auch sagen, wir erleben sie auch durch unser persönliches Leben.


Aber nun zum 1.
Wir erleben sie durch die anderen Religionen, und ich möchte hier nur 2 Religionen beispielhaft nennen, nämlich den Islam und den Hinduismus, d.h. einmal in der radikalen Ablehnung der Einzigartigkeit Christi, das war an sich damals nichts Neues, und wenn wir von der radikalen Ablehnung dieser Einzigartigkeit unseres Herren sprechen, dann beginnt sie ja nicht erst mit den heidnischen Philosophien, die es auch mit der synkretistischen Methode versucht haben, auch nicht erst mit dem Islam, sondern es beginnt ja schon im Judentum.

Dieses Wort in Apostelgeschichte 4, 12 ist ja doch im Angesicht der obersten der Juden jener Zeit, des St. Hedrins gesprochen, aufgrund der Tatsache, dass man das, was die Apostel verkündigten in Frage stellte und schließlich ihnen verbot und wo sie dann in Apostel 5 jenes bekannt Wort sagen, dass sie Gott mehr gehorchen müssen als den Menschen, in der Verkündigung der Einzigartigkeit, der Jesus von Nazareth, des Christus, des Messias.

Klage mauer_by_johnnyb_pixelio.de

Und wir müssen sehen, dass das orthodoxe Judentum bis heute diesen Jesus als den Messias radikal ablehnt und das gläubige Juden in Israel zum Teil benachteiligte und verfolgte Menschen sind, von der orthodoxen Seite her, obwohl sich Israel als säkularer Staat versteht.

Der Islam hat in gewisser Hinsicht, wie er vieles aus dem alten und neuen Testament übernommen hat, in gewisser Hinsicht diese Radikalität übernommen, aber erst spät im Leben Mohammeds. Zunächst hatte er damit gerechnet, dass Juden und Christen ihn als Propheten anerkennen würden, als das nicht geschah rund er von Mekka nach Medina zog, und in Medina die Araber ihn anerkannten, die Juden aber nicht, gab es eine große jüdische Kolonie von etwa 700 Familien, hat Mohammed vieles, was er in Mekka verkündigt hatte, verändert, etwa 270 Verse des Koran aus der Zeit von Mekka sind verändert worden, aufgrund der Haltung der Juden und wo er nun selbst den Juden und Christen gegenüber eine radikal ablehnende Haltung einnimmt.
Und nun, wenn wir diese Infragestellung beobachten und näher betrachten, dann müssen wir einmal feststellen, dass es nicht die Infragestellung, sehr oft einer Lehre ist, sondern eben vor allen Dingen die InfragestelIung der Person, der Person mit Namen Jesus Christus, Sohn Gottes, Heiland der Welt. Es geht um die Person.

Und 2. geht es jetzt besonders beim Islam nicht nur um die Person, sondern um das, was wir das Heilswerk Jesus Christi nennen. Die Infragestellung des Islam betrifft nicht Jesus als Propheten, Jungfrauengeburt, seine Wunder, seine Entrückung in den Himmel, seine Wiederkunft, alles akzeptiert der Islam. Ist also im Blick auf die Jungfrauengeburt z.B. wesentlich bibeltreuer als viele Theologen unserer Zeit. Aber die radikale Ablehnung kommt da, wo es um das Eigentliche dieser Person geht, nämlich, das was diese Person einzigartig macht, den Jesus, nämlich seine Gottes Sohnschaft. Du bist Christus, der Sohn Gottes, das war jenes Bekenntnis des Petrus.

2. um den Kreuzestod, im Sinne des Sühnetodes und 3. im Blick auf die Auferstehung.

Wenn der Islam alles andere akzeptiert, diese 3 Heilstatsachen, die grundlegenden Heilstatsachen, ohne die Jesus eben nicht der Ausschließliche und Einzigartige wäre, diese werden radikal abgelehnt. Allah, der Einzige, ist nicht gezeugt und zeugt nicht und Kufr ist die größte Sünde, die ein Mann an einem Menschen begehen kann, nämlich dass man Gott, jemanden, wieder, wie es im arabischen heißt, beigesellt, d.h. jemand an seine Seite stellt, als ihm irgendwie nahe oder ebenbürtig. Das ist die größte Sünde.

Also nicht Sohn Gottes. Sie kreuzigten ihn nicht, sie kreuzigten sein Ebenbild, entweder, so unterschiedlich die Interpretation dieser Koranstelle, hat man einen anderen für Jesus gehalten und ihn gekreuzigt oder aber Allah hat im letzten Augenblick sozusagen ausgewechselt und ein anderer, der so ähnlich aussah, ist gekreuzigt worden, aber nicht Jesus, der Prophet.

Also kein Sühnetod und darum auch keine Auferstehung, sondern ein Lebendiges in den Himmel genommen sein. Infragestellung der Einzigartigkeit Jesu Christi in der radikalen Ablehnung und ich denke, es ist ganz wichtig, zu sehen für uns, was hier abgelehnt wird, denn Satan, der große Nachahmer Gottes, weiß wohl, was das Entscheidende ist und das Entscheidende, das Einzigartige, das ausschließlich in ihm, in Christus Gesehene, das wird abgelehnt, nicht die Wunder, nicht einmal die Jungfrauengeburt und vieles andere, aber das Entscheidende, das Zentrale.

Ganz anders nun im Hinduismus. Hier wird Jesus, wir könnten sagen, vereinnahmt“ Der Hinduismus ist eine gewachsene, eigentlich eine immer neu werdende Religion mit großen Veränderungen. Keiner weiß eigentlich richtig, wie viele Gottheiten es im Hinduismus gibt, wie viele Formen, wie viele Möglichkeiten Mokscha, das Heil zu erreichen, wie viele Wege, 3 ganz bestimmte, ja und das ist der eine, sogenannte Bag Di Marga, d.h. nämlich, dass sich der Hinduismus eine der Gottheiten, sagen wir Krishna, die 7. Inkarnation von Wischnu, auswählen kann und dieser Gottheit opfert, sie anbetet, uns erwartet, eigentlich glaubensvoll erwartet, dass diese Gottheit ihn auf die letzten Stufen der Kasten hindurch bringt in Brahman, in die aller Seele, von wo aus eine Inkarnation nicht wieder notwendig ist. Warum nicht Jesus wählen. Kein Problem“ Gottes Sohnschaft, natürlich all diese Gottheiten sind irgendwie Gottes Söhne, kein Problem. Gestorben und auferstanden, natürlich, wer reinkarniert wird, wer also diese Avatara durchmacht, der muss ja sterben und dann wird er wieder leben – Reinkarnation.

Kein Problem. Alles wird sozusagen verschlungen, alles wird geduldet, alles ist möglich, und ich habe selbst Hindu-Plakate gesehen, auf denen neben den vielen Gottheiten auch Jesus so abgebildet war, wie die Christen ihn auch auf Ihren Kalendern dort in Indien abgebildet haben. Vereinnahmt, vereinnahmt geduldet, solange er nicht der Weg ist, und die Wahrheit und das Leben und wenn man dann mit einem Hindu spricht, dann sagt er ja, weißt du, wir sind tolerant. Unsere Wege, die 3 großen Wege, die wir gehen können, das sind Suchwege und wir alle suchen und dann kommt jenes bekannte Beispiel von den Blinden, die Elefanten alle einen anfassen, ihr kennt das sicher, ja.

Elefant_web_R_K_B_by_Rosel Eckstein_pixelio.de

 

Vielleicht sage ich es doch mal:
Der eine Blinde fasst den Rüssel und denkt, ein Elefant ist wie ein Stock, ein dicker Stock, und der andere fasst seinen Bauch an und denkt, der Elefant ist wie ein riesiger Ballon und ein anderer fasst um eines seiner riesigen Beine und denkt, der Elefant ist wie ein Baum, und der nächste fasst das Ohr an und sagt der Elefant ist wie ein riesiges Baumblatt und sagt der Hindu, so sind die Religionen, ein Gott, wir kommen von verschiedenen Seiten, haben verschiedene Erfahrungen, fassen sozusagen verschiedene Seiten der Gottheit an, aber in Wirklichkeit ist alles eins. Alles geduldet.

Aber die Infragestellung, die Infragestellung, die Ablehnung, sogar der Hass kommen dann, wenn man von dem einen Weg spricht, der nun nicht ein Suchweg ist, sondern der Weg, und kein anderer.

Und die Wahrheit und das eine Leben, das sich nicht immer wiederholt, sondern das eine ewige Leben, dann kommt die Ablehnung, dann kommt die Infragestellung und wir sehen, dass es oft nicht einmal nur um die Person geht, sondern um diese Ausschließlichkeit und die Einmaligkeit dessen, was Jesus getan hat und die Einmaligkeit dessen, wer er ist.

Wir haben nun diese Form der Vereinnahmung des Synkretismus in verschiedenen Arten und Weisen heute unter uns, der Sufismus im Norden Indien ist eine solche synkretische Religion mit christlichen Komponenten, die bei Bahireligion ganz typisch dafür, die Anthroposophie und vieles andere mehr in unserer Zeit ganz ähnlich.

In ihnen ist Jesus vereinnahmt, mit vielen, was er gesagt und getan hat, aber in allen diesen kommt die Ablehnung, die Infragestellung, der Widerstand, ja der Hass, wenn es um die Einigartigkeit dessen geht, was Jesus getan hat und wer er ist.

Nun, diese Infragestellung kennen wir nun nicht nur durch die Religionen, auch in unserer Gegenwart und Zeit, sondern wir haben diese Infragestellung auch in unserer geistes – geschichtlichen Entwicklung in Europa. und ich denke, das ist wichtig zu sehen. Diese Form der inhaltlichen Duldung, d.h. dass man nicht nur die Religion des anderen, eine Weltanschauung duldet, sondern den Inhalt anerkennt als religiöse oder ideologische Wahrheit und mögliche Form der religiösen Erfahrung, ist etwas, was seit der Aufklärung mehr und mehr in unserer westlichen weit praktiziert und gefordert worden ist.

Gotthilf Efraim Lessing hat das in seinem Drama „Nathan, der Weise“ sehr deutlich einprägsam zum Ausdruck gebracht. Da ist der Vater mit seinen 3 Söhnen, die er alle in gleicher Weise liebt und da ist der eine Ring, den er zu vergeben hat, wem gibt er nun diesen Ring. Und der Mann lässt genaue Kopien dieses Ringes anfertigen und gibt jedem der Söhne einen Ring und keiner weiß, wer der ursprüngliche, echte Ring ist und der ganzen Sache, so möchte man sagen, setzt Lessing die Krone auf , in dem er sagt, der echte Ring wahrscheinlich ging verloren, also ist keiner echt. und es ist ganz deutlich, dass er mit diesen 3 Ringen Judentum, Christentum und Islam meint, dass will er damit zum Ausdruck bringen.

D.h. also, da ist der Vater und er hat diesen 3 Religionen etwas gegeben was sie sozusagen als gleichwertig zu akzeptieren haben, da niemand mehr weiß, was eigentlich die ursprünglichre Wahrheit, das ursprüngliche gewesen ist und vielleicht ging sogar das Ursprüngliche ganz verloren und keiner hat mehr die Wahrheit. Alles ist relativ. Keiner kann mehr absolut behaupten, ich habe den echten Ring, ich habe die Wahrheit empfangen.

Das ist das, womit wir in unserer westlichen Welt im Allgemeinen denken seit Humanismus und Aufklärung zu tun haben. Die Ablehnung des Absoluten, das Leben mit dem Relativen, aber damit natürlich auch vieles wird andere auch relativiert und das erleben wir in unserer Zeit in der Gesellschaft, aber darauf möchte ich jetzt nicht weiter eingehen, wo es keine absoluten Maßstäbe mehr gibt, keine absolute Ordnung mehr, keine absoluten Gebote und Ordnungen Gottes mehr, weil alles relativ ist, kommen wir hinein in eine Situation und in Entwicklungen, in denen wir uns heute in gewisser Hinsicht befinden.

Aber das wird nun von uns heute erwartet. Der fortgeschrittene Mensch ist ein Mensch, der diese inhaltliche Toleranz praktiziert, dass er nämlich nicht nur die Religion des anderen duldet, sondern dass er die Religion und den Inhalt dieser Religion beim anderen anerkennt als legitim, als wahr und als gute, mögliche religiöse Erfahrung, und nun sehen wir, dass hier in diesem Augenblick wo die Menschen, die der Norm der Schrift glauben und das Zeugnis der Schrift verkündigen, dass diese Menschen unserer Gesellschaft allmählich die Intoleranten werden.

Liebe Brüder und Schwestern,
es wird gar nicht lange dauern, dann sind die, ich will es mal so ausdrücken, in unserer Gesellschaft, die christlichen Fundamentalisten genauso intolerant verschrien, wie heute die islamischen Fundamentalisten. weil wir diese inhaltliche Toleranz nicht akzeptieren und weil wir uns dem Relativismus nicht beugen, sondern noch das, was absolut ist, in der Offenbarung Gottes durch Christus noch akzeptieren, glauben und bezeugen.

Aber diese Infragestellung begegnet uns leider nun auch innerhalb der christlichen Kirche und da begegnet sie uns in gewisser Hinsicht auch in einer 2-fachen Weise. Einmal möchte ich sagen durch eine Hinzufügung, durch eine Addition. Da ist es nicht mehr allein Christus und nicht mehr allein die Gnade und nicht mehr allein der Glaube, sondern da sind plötzlich neben dem Christus die Maria und die Heiligen und die Tradition und die Werke und die Buße und die Opfer und vieles mehr.

Die Einzigartigkeit Jesu Christi wird verdunkelt. Er ist nicht mehr der alleinige Fürsprecher vor dem Vater, wie Johannes sagt, sondern Maria bitt für uns. Was heißt das? Dass hier die Einzigartigkeit Christi zwar nicht abgelehnt wird, im Sinne des Islams vielleicht, aber dass diesem Jesus Christus andere Namen, diesen einen Namen, andere Namen hinzugefügt werden, die in etwa gleiche Bedeutung haben. Also in etwa gleich, einmalig sind und gibt es ja nicht.

Einmalig ist einmalig. Aber in dem man das tut, nimmt man diesen einen Namen, in dem das Heil ist, die Kraft, die eigentliche Kraft zum Heil.

Und ich denke, das ist wichtig, das zu sehen, ohne hier Menschen zu verurteilen, ohne jetzt zu belächeln vielleicht was sie glauben. Man muss ja immer einen Menschen erst das Größere, das Herrlichere zeigen, bevor man ihm das nimmt, woran er jetzt hängt. Aber hier ist die Gefahr, gerade auch in den gegenwärtigen Entwicklungen der römisch-katholischen Kirche unter dem gegenwärtigen Papst, die Gefahr, dass die Einmaligkeit und die Ausschließlichkeit in dieser Kirche durch ihre offizielle Lehre und Praxis verdunkelt verliert wird und damit dieser Name die Kraft zum Heil für alle Menschen. Aber nicht nur in der katholischen Kirche begegnen wir dieser Infragestellung, und nun könnte ich natürlich einen ganzen Abend füllen mit Aussagen der sogenannten protestantischen liberalen Theologie.
Während der Zeit in Pakistan in Kohat, man muss sich vorstellen, dort an der afghanischen Grenze, sozusagen ganz weit im Hinterland, begegnete ich an einem Tage einen Mann, der hat auf seinem Fahrrad, sah recht intelligent aus, war gut gekleidet und fuhr auf seinem Fahrrad mit einer Bibel durch die Stadt. Ich denke, na waren doch nur so wenige Christen in der Stadt, den kenne ich nicht, wer ist das. Vielleicht ein Evangelist von irgendwo her. Ich spreche ihn an. Nein, sagt er, ich bin Amadia Moslem und ich sage, wozu die Bibel. Ja, sagte er, ich war in Europa, nicht lange, und da bin ich der liberalen Theologie begegnet und jetzt gehe ich hier zu den Christen und sage Ihnen, was ihre eigenen Theologen in Europa sagen über Jesus. Interessant, interessant – es wäre zum Heulen, dass ein Moslem mit den Argumenten der liberalen Theologie einfache Christen in Pakistan einfängt. Er kann es ihnen schwarz auf weiß zeigen, Gottes Sohnschaft, wieso Jungfrauengeburt, Sühnetod, wer spricht noch vom Sühnetod. Es war schon einige Jahre her, da sagte der Studienleiter der Missionsakademie in Hamburg, für unsere Generation hat der Sühnetod Jesus keine Bedeutung. Welche Bedeutung, dann?

Liebe Geschwister,
wir haben im letzten Jahr um diese Zeit, als wir das Thema dieser Konferenz gewählt haben, wir tun das immer nach viel Nachdenken und Gebeten, nicht gewusst, dass einige Tage vorher der Kirchentag in München sein würde. Wir wussten auch nicht, was alles dort gesagt und nicht gesagt werden würde, aber ich denke, nachdem wir vielleicht etwas von dem gelesen haben, was dort sich vollzogen hat und was gesagt und nicht gesagt worden ist, denken wir, das Thema ist innerhalb unserer Gesellschaft, innerhalb der Kirchen, ja ich möchte sagen, innerhalb der Gemeinden, höchst aktuell, höchst aktuell und liebe Geschwister die Versuchung und die Anfechtung macht nicht halt vor den Toren unserer Gemeinden und Jugendgruppen und sie macht nicht halt vor den Toren unserer eigenen Herzen, und darum bin ich so dankbar, dass ein Bruder* vorhin sagte es geht ja nicht nur um eine Bestätigung dessen, was sie immer schon geglaubt haben, in diesen Tagen, sondern es geht darum, dass wir neu, tatsächlich durch den heiligen Geist, diese einzigartige Offenbarung Jesu Christi, Gottes in Jesus Christus, neu erfassen und dass sie tief in unseren Herzen, ich möchte mal sagen, tiefere Wurzeln schlägt und eine große Freude und Dankbarkeit in uns auslöst.
Innerhalb der protestantischen Theologie, also die Infragestellung, auch wiederum jeder nicht so sehr der Lehre Jesu, die Bergpredigt akzeptiert jeder, jener, wunderbare Lehre, wer würde schon die Bergpredigt ablehnen, aber hat er damit schon den Jesus Christus der Schrift anerkannt, bei weitem nicht und die Infragestellung der Einzigartigkeit Jesu Christi ist wieder die Infragestellung des Heilswerkes, Gottes Sohnschaft, genau wie vom Islam her, Sühnetod und Auferstehung und wir wissen, wie unterschiedlich hier die Begriffe gefüllt werden können. Es ist wahr, Jesus ist auferstanden, aber wohin. In die Botschaft, in das Leben der Gemeinde usw. aber doch nicht leibhaftig. Wir kennen alle diese Aussagen und Argumente.
Einer der sich hier, der nun kein Protestant ist, einer der sich hier ganz weit vorgewagt hat, ist Karl Rahner. Ich möchte nur mal als Beispiel zeigen, wie weit man hier kommen kann, wenn man biblischen Boden verlässt und die Spekulation beginnt. Karl Rahner spricht nämlich von den sogenannten anonymen Christen, die es gibt und zwar spricht er vor allem Dingen vom Hinduismus, von den anonymen Christen im Hinduismus. Da Gott, wie Rahner jetzt richtig sagt, er zitiert sogar Kolosser 1, in Christus die Welt mit sich selbst versöhnt, sind auch alle Hindus durch Christus mit Gott versöhnt. Sie wissen es nur nicht.

Der diese Versöhnung vollzogen hat, ist natürlich Christus. Aber solange die Hindus diesen Namen Christus nicht gehört haben, beten Sie als Versöhnte unter einem anderen Namen, Krishna oder Brahman oder Wischnu oder Schiwa, eigentlich Christus an und Mission und das sind dann die anonymen Christen und Mission ist nun weiter nichts als diesen Hindu zu sagen, du hast es eigentlich schon, aber unter einer Chiffre, unter einem anderen Namen, du musst jetzt nur, du brauchst nicht umzukehren, du hast nichts falsches geglaubt, du musst nur jetzt anstelle von Krishma Christus sagen und alles ist in Ordnung. Soweit kann man kommen und seht ihr, hier wird nun nicht nur Christus infrage gestellt, sondern hier wird er sogar seines Namens beraubt, sozusagen und wird eine anonyme Größe irgendwo in der hinduistischen Religion unter einem anderen Namen.

Was kann man, so möchte ich einmal fragen, was kann man unseren Herrn noch mehr antun als das, wo es doch um den Namen geht, Apostelgeschichte 4, Vers 12, kein anderer Name. Da ist er plötzlich anonym irgendwo und das ganze der Vorstoß, der Vordenken einer christlichen Theologie.

Ein anderer, der Sekretär der Abteilung für Weltmission und Evangelisation beim ökumenischen Rat der Kirchen hat das anderes ausgedrückt, als er auf der letzten Missionskonferenz gefragt wurde, ob denn nun wirklich Jesus der Weg sei und die Wahrheit und das Leben. Da hat er gesagt, für mich selbst kann ich dazu sagen ja, ob das für alle Menschen gilt, weiß ich nicht. Was treibt denn dann noch zur Verkündigung, Evangelisation und Mission? Wenn ich nicht weiß, ob der andere diesen Jesus Christus braucht, und ob dieser Jesus Christus ihn überhaupt helfen kann oder ob er nicht besser aufbewahrt ist in der Religion, in der er sich jetzt befindet.
Nicht wahr, und dann kommen solche Aussagen auf dem Kirchentag jetzt in München, eine Frau, die sich bewusst christliche Therapeutin nennt, sagt, dass sie es sehr hilfreich findet, wenn sie von Christus träumt und ihn in Gestalt eines Delphins sieht. Eine namhafte Münchner Tageszeitung nannte den Dalai Lama einen Gott zum Anfassen, einen Gott sozusagen, der unter uns ist, zum Anfassen. Was sagt Petrus, was wir gesehen, was wir gehört, was wir betastet haben. Da war der eine, der eine, den man sehen konnte, das war Gott zum Anfassen. Aber als solcher wurde Christus auf dem Kirchentag nur ganz wenigen bezeugt und genannt, aber der Dalai Lama, Vertreter einer verhältnismäßig kleinen Gruppe des Buddhismus und ich muss jetzt zum Schluss kommen, einer Richtung des Buddhismus, von der jeder weiß, dass die dämonisch und okkult durchsetzt ist, ganz bewusst, das ist plötzlich der Gott zum Anfassen auf dem Kirchentag in unserem Land.

Die Infragestellung Jesus Christi, der Einzigartigkeit, der Ausschließlichkeit.

Wir haben über andere gesprochen, wir bekennen mir großer Freude und Gewissheit, das es dieser eine Name ist, in dem wir Vergebung, Heil, ewiges Leben gefunden haben und bei dem wir auch bleiben. Gut. Aber liebe Geschwister, ich möchte den Abend nicht beenden, ohne uns zu fragen, bekennen wir das auch mit unseren Leben, die Einzigartigkeit und die Ausschließlichkeit Jesu Christi. Paulus sagt, ich achte alles für Verlust um der unübertrefflichen Größe der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herren Wille? Ich achte alles für Verlust um der übertrefflichen Größe der Erkenntnis Jesu Christi, meines Herren Will?

Können wir das auch so sagen?

Alles Verlust, nur einer ist groß, nur einer ist herrlich, nur einer ist einzigartig und er gilt, und er ist der Herr und ihm gehören wir, ihm gehöre ich oder wenn Paulus in Kolosser 1 davon spricht, dass er in allen den Vorrang haben muss oder wie wir auch sagen können, in allem der Erste. Und wir sehen, liebe Geschwister, und ich sage mir das selbst, dass es mit unserem verbalen Bekenntnis und bekennen, auch bei allem Gegenwind und bei aller Infragestellung, die uns begegnet. Aber die Menschen hören ja nicht nur unsere Worte, sondern sehen ja auch unser Leben. Und ich glaube, dass Gott in diesen Tagen nicht nur will, dass wir Christen als einmalig und ausschließlich neu und dankbar bekennen, sondern ich glaube, dass Gott zu uns reden will und wird und uns verändern will, damit das an unserem Leben deutlich wird. Dass er der Einzigartige ist und dass mit ihm nichts zu vergleichen ist und dass er der Erste ist und den ersten Platz hat in unserem Leben und dass von daher alles andere bestimmt wird und dass von daher die Prioritäten gesetzt werden und dass wir von daher die Entscheidungen treffen.

Die Einzigartigkeit unseres Herrn Jesu Christus, die Ausschließlichkeit dessen, wer er ist und dessen, was er getan hat, wollen wir neu lernen, bewusst zu bekennen. Wir wollen es aber auch neu lernen es auszuleben in unserem Alltag, damit seine Einzigartigkeit auch von unserem Leben abzulesen ist und andere erkennen, dass er der Erste ist in unseren Gemeinden, in unseren Familien, in unserem persönlichen Leben und dass er in allem Vorrang hat. Amen.

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294. Luftnummern auf die so viele reinfallen

Donnerstag, 27. Oktober 2011 | Autor:

Foto Wikipedia Rayn Lawer Z2 Wallstreet

 

Liebe Freunde,

was ist eigentlich „sicher“?

Nicht erst in unseren Tagen wird danach gefragt, wobei uns Deutschen noch eine besonders ausgeprägte „Vollkaskomentalität“ nachgesagt wird, die aus einem ausgeprägten „Bedenkensträgertum“ gespeist wird.

Um die Sache in Grenzen zu halten, werde ich mich bei meinen Betrachtungen allerdings nur auf die materiellen Dinge beschränken.

Wer Sachwerte besitzt, meint, damit etwas „Sicheres“ zu haben. Haus- und Grundbesitz, Edelmetalle, Wertgegenstände, Produktionsanlagen und was da so mehr ist, scheinen vielen bedeutend sicherer zu sein als „bunt bedrucktes Papier“, zu dem Geldscheine und auch Wertpapiere, manchmal schneller als gedacht, werden können.

Aber was macht denn eine Sache wertvoll und damit sicher?

Eine Sache ist immer dann wertvoll, wenn sie knapp ist weil sie von vielen benötigt wird. Daraus ergibt sich, dass Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. So haben wir es gelernt, und das ist richtig. Deshalb ist zum Beispiel ein bebaubares Grundstück in der Stadt mehr wert, als ein gleich großes Stück Ackerland in einer abgelegenen Gegend, und der Preis für Benzin steigt, wenn die Erdöl-Fördermenge nicht ausreicht um den Bedarf zu decken.

Hieran wird erkennbar, dass die Parameter, die den Wert einer Sache bestimmen, relativ sind. Eine Sache kann an Wert verlieren, wenn sie plötzlich im Überfluss vorhanden ist, nicht mehr benötigt wird oder, aus welchen Gründen auch immer, uninteressant geworden ist.

So können neue Erfindungen und Entdeckungen, neue Produktionsmethoden oder Veränderungen in den Wertvorstellungen, bisher wertvolle Dinge wertlos werden lassen.

Und so kann eine Sache, auf die man gesetzt hat, um etwas „Sicheres“ zu haben, plötzlich nichts mehr wert sein.

Wikipedia Fukushima by_Digital_Globe

 

Bedenkt man die Relativität von Werten, wobei auch der Glaube an den Wert einer Sache eine Rolle spielt, kann man erahnen, warum Gerüchte ausreichen, um an der Börse eine Panik auszulösen, aufgrund derer Werte plötzlich „in den Keller gehen“.

Man wundert sich ohnehin, wenn man von „Leergeschäften“ hört, bei denen zuvor geborgte Wertpapiere verkauft und anschließend wieder zurückgekauft werden, wobei sich ein erheblicher Gewinn ergeben kann, wenn die Wertpapiere zwischen Verkauf und Rückkauf an Wert verloren haben.

Ganz ähnlich ist es mit Spekulationsgeschäften, bei denen beispielsweise ganze Ernten aufgekauft werden, um anschließend, durch eine künstliche Verknappung, erhöhte Weiterverkaufspreise zu erzielen oder wenn Wetten auf Staatsbankrotte abgeschlossen werden, bei denen es ebenfalls viel zu gewinnen gibt, wobei das gewünschte Ergebnis, durch entsprechende Manipulationen, herbeigeführt werden kann.

Eigentlich müsste solcherart Geschäften seitens der Politik ein dauerhafter Riegel vorgeschoben werden, denn anders als in einer Spielbank, wo sich allenfalls ein einzelner Spieler ruinieren kann, können bei den Zockereien an der Börse ganze Volkswirtschaften in den Abgrund gerissen werden.

Dass hier nicht eingegriffen wird, zeigt, dass in Wirklichkeit andere Mächte das Sagen haben, denen eine unschlüssige und in sich zerstrittene Politik, die es allen recht machen will, nichts entgegenzusetzen hat. Und wer weiß, ob vielleicht der eine oder andere Politiker selbst nicht auch zu den Gewinnern undurchsichtiger Finanzgeschäfte gehört.

Deutlich wurde die Handlungsunfähigkeit jetzt auch wieder bei den Randalen von Kindern und Jugendlichen in England. Das wäre aber ein Thema für sich.

Deshalb wird es vielleicht, neben den bekannten Naturkatastrophen, wie Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Tsunamis, Hurrikanen usw., künftig noch eine völlig neue Art von Katastrophen, in Form eines plötzlichen, unvorhersehbaren totalen Durchknallens enthemmter Massen geben? Begünstigt dadurch, dass nicht mehr entschieden gehandelt, sondern stattdessen sozialphilosophische Diskussionen geführt werden.

Es geht mir heute aber um etwas anderes, wozu die bisherigen Worte nur etwas einstimmen sollen.

Unter der Überschrift, „Die Revolution frisst ihre Kinder“, erschien in FOCUS Nr. 28/2011, ein interessanter Beitrag des FOCUS-Redakteurs Michael Miersch, den er wie folgt einleitet:

„Die Energiewende soll uns als grüne Großtat verkauft werden. Sie ist das Gegenteil davon: Massive Umweltzerstörung mit Biosiegel“ und „Was gestern noch schützenswerte Natur war, steht heute dem öko-industriellen Komplex im Wege.“

Der Autor beginnt mit dem Weißkopfseeadler, der vor dem Aussterben gerettet werden konnte, weil die amerikanische Biologin Rachel Carson, mit ihrem 1962 erschienenen weltberühmten Buch „Der stumme Frühling“, vor dem übermäßigen und sorglosen Gebrauch von Pestiziden gewarnt hatte. Das wurde zum Zündfunken für die globale Umweltbewegung.

Dazu schreibt der FOCUS-Redakteur:

Heute machen sich kalifornische Naturschützer neuerlich Sorgen um den Weißkopfseeadler und andere Greifvögel, die zunehmend zerhackt unter Windkraftanlagen gefunden werden. Auch Hunderttausende anderer Vögel und Fledermäuse werden durch Windparks getötet.

„The Green Killer“ betitelte die britische „Daily Mail“ einen Bericht über den Vogeltod für Ökostrom.

Kernkraftgegner machen sich große Sorgen darüber, dass durch den GAU in Fukushima ein Radius von 30km nuklear belastet ist und wahrscheinlich für lange Zeit unbewohnbar. Allerdings sind hierzulande weitaus größere Flächen unbewohnbar durch Windfarmen, Solarfelder, Pumpspeicherkraftwerke und die endlosen Maismonokulturen zur Gewinnung von Biogas und E 10.

Riesige Urwaldgebiete werden in Südostasien abgebrannt, um dort Ölpalmen zur Biodieselproduktion anzupflanzen.

Ein Aufschrei wäre durch die Republik gegangen, hätte jemand ein Naturschutzgebiet in Frage gestellt, um Platz für Industriebauten, Wohnungen oder Straßen zu schaffen. Es genügte ein Feldhamster, um Infrastrukturprojekte lahmzulegen.

Jetzt soll das Naturschutzrecht im Schnellverfahren aufgeweicht werden, um noch im letzten Winkel Wind- und Solarkraftwerke aufstellen zu können. Ein CSU-Abgeordneter forderte bereits Windmasten im Nationalpark Bayerischer Wald.

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Was gestern noch schützenswerte Natur war, steht heute dem öko-industriellen Komplex im Wege. Immer häufiger wird die grüne Ideologie zum Zerstörer der Umwelt.

Energiesparlampen, die unter fragwürdigen Bedingungen in China produziert werden, enthalten giftiges Blei. Lungenärzte warnen: Durch übertriebene Wärmedämmung in Kombination mit Biomülleimern werden Wohnungen zu Schimmelbiotopen. Egal: Hauptsache wir leben atomfrei und klimafreundlich.

Umweltschutz war einmal ein umfassendes Thema. Es ging dabei um die Gesundheit der Menschen, um saubere Luft, Wälder und vitale Gewässer, um den Erhalt natürlicher Landschaften und der Wildtiere, die darin leben. All das zählt nicht mehr.

Bis heute schaffen es die Profiteure der Energiewende, sich als tapfere Idealisten hinzustellen, die die Welt vor Klimakollaps und Atomverseuchung retten wollen. Doch das sind längst die Großinvestoren, die sich um die Investitionstöpfe scharen.

Natur ist für sie nichts weiter als der Dreck am Kotflügel ihrer E-10 betankten Geländewagen.

Bemerkenswert ist das Fazit, das der Autor daraus zieht:

Das grüne Trauerspiel erinnert an die Geschichte einer anderen Weltanschauung. Kaum war der Sozialismus an der Macht, passierte genau das Gegenteil dessen, was seine Propheten einst gepredigt hatten:
Die Arbeiter wurden immer ärmer, und sie hatten weniger demokratische Rechte. Was den Sozialisten die Arbeiterklasse ist den Grünen die Umwelt.

Und genau das ist es!

Alle Weltverbesserungsideologien scheitern daran, dass immer dann, wenn die jeweiligen Weltverbesserer das Sagen haben, exakt das Gegenteil von dem eintritt, was eigentlich beabsichtigt war.

Es ist überhaupt nichts gegen die Bewahrung der Schöpfung und gegen die Erschließung alternativer Energiequellen zu sagen. Beides hat ganz eindeutige und vielfältige Vorteile.

Bedenklich wird es aber immer dann, wenn eine, im Grunde gute Idee, zu einer Ideologie mutiert, um dann, mit einem weltanschaulichen Sendungsbewusstsein, rücksichtslos vorangetrieben zu werden.

Merkmal einer Ideologie ist eine Terminologie, die aus speziellen Begriffen und Wortschöpfungen besteht, mit denen etwas ganz Bestimmtes gemeint ist. Was zu DDR-Zeiten die Worte „Sozialismus“ und „sozialistisch“ waren, sind jetzt die Begriffe „Ökologie“ und „ökologisch“.

Daraus lassen sich weitere Begriffe wie „qualitatives Wachstum“, „ökologisch-soziale Modernisierung“, „Mobilitätskonzept“, „Ressourcenschonung“, „ökologisch verträglich“, „Ökonomie und Ökologie“ usw. ableiten.

Mit dem, was sich so die harmlos anhört, ist tatsächlich gemeint, dass sich das gesamte Leben an ökologischen Vorgaben auszurichten hat, wobei das, was ökologisch und damit „gut“ ist, von einer Partei bestimmt wird. Das war im „real existierenden Sozialismus“ nicht anders.

So soll Baden-Württemberg zu einem „ökologischen Musterländle“ werden. Die Grünen wurden von 25% der Wähler gewählt. Bezogen auf die gesamte Einwohnerzahl von Baden-Württemberg, die Nichtwähler eingeschlossen, stehen hinter den Grünen tatsächlich nur 16% der Bürger.

Und etwas kommt noch hinzu: Sobald es etwas zu verdienen gibt, werden Ideale schnell über den Haufen geworfen. Da wird dann öffentlich Wasser gepredigt und heimlich Wein getrunken. Auch das war im „real existierenden Sozialismus“ nicht anders.

Siehe „ARD-exklusiv“ vom 17.9.2011, 21:45, „Rot-grün macht Kasse“, wo sich sogar ein Obergrüner, wie Joschka Fischer, als Berater für den Kernkraftbefürworter REW engagiert hat. In der Tat wäre die Kernkraft, sieht man die völlig neuen Techniken, die es mittlerweile gibt, weiterhin eine vernünftige Alternative.

Daran zeigt sich, dass Passivverhalten und Leichtgläubigkeit ausreichen, um Minderheiten an die Macht zu bringen, fragwürdige Techniken zu bejubeln und wie wichtig es ist, wählen zu gehen und sich selbst ausreichend zu informieren.

Wenn ich die Parolen in Sachen „Atomausstieg“ und „Energiewende“ höre und sie den realen Fakten gegenüberstelle, wird für mich erkennbar, dass ziemlich unüberlegt und blindwütig vorgegangen wurde, was nur den Schluss zulässt, dass wir uns entweder in Richtung einer Ökodiktatur oder des größten Flops aller Zeiten bewegen.

Und das nicht nur wegen des beabsichtigten totalen Umbaus der Landschaft eines ganzen Landes, sondern auch wegen des mittlerweile verfestigten Aberglaubens an einen, durch menschlichen Einfluss bewirkten Klimawandels, einer unbewiesenen Vermutung, gestützt auf fragwürdigen und passend gemachten Daten und lückenhaften Prämissen, die einer objektiven Prüfung nicht standhalten.

Auf die Kämpfe zwischen den Förderern erneuerbarer Energien und den Naturschützern darf man schon jetzt gespannt sein und hoffen, dass sich die Vernunft insoweit durchsetzt, dass es zu keinen Stromausfällen und nachhaltigen volkswirtschaftlichen Schäden kommt.

Und hier schließt sich der Kreis: Die einen glauben an die Sicherheit materieller Güter und die anderen setzen auf Weltverbesserungsideologien, investieren vielleicht in alternative Energieprojekte, und in beiden Fällen bauen sie auf unsicherem Grund.

Was sagt das Wort Gottes dazu?

Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet. Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein, und sein Fall war groß.

Und es begab sich, als Jesus diese Rede vollendet hatte, dass sich das Volk entsetzte über seine Lehre; denn er lehrte sie mit Vollmacht und nicht wie ihre Schriftgelehrten.

Matthäus 7, Verse 24 bis 29

Der obige Text ist zwar ein ganzer Abschnitt. Trotzdem habe ich zwischendrin einen Absatz gemacht.

Im ersten Absatz geht es darum, dass man gut daran tut, sich auf Gott und sein Wort zu halten und danach zu tun. Wer das tut, hat einen sicheren Grund, der auch in Katastrophen hält.

Wer hingegen auf sein Vermögen oder auf menschliche Weltverbesserungstheorien setzt, baut auf Sand. Vermögen kann schnell verrinnen oder sich als nutz- und wertlos erweisen und menschliche Lehren zerbrechen über kurz oder lang an ihren inneren Widersprüchen und den Realitäten, wobei
die Folgen jeweils katastrophal sein können.

Im zweiten Absatz geht es um die Reaktionen der Hörer. Wie würden diese wohl heute reagieren, wenn ihnen vollmächtig klargemacht würde, wie dünn der Boden ist, auf dem sie stehen oder wenn ihnen der Flop „Energiewende“ bewusst würde?

Zum Glück müssen wir aber nicht überall mitmachen, alles glauben und auf Sand bauen. Dem Herrn sei Dank, dass er uns hier noch andere Alternativen eröffnet.

Es grüßt
Jörgen

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285. Kinderbesprenkelung – oder – biblische Taufe?

Montag, 15. August 2011 | Autor:

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Einführung

lm Neuen Testament, dem Fundament des christlichen Glaubens, findet man über 40 Stellen, die über die Taufe sprechen. Die Lehre darüber nahm also unter den ersten Christen einen weiten Raum ein, während in unserer sonst so „aufgeklärten“ Zeit viel Unkenntnis über diese für Christen äußerst wichtigen Frage herrscht.
Durch Beantwortung nachfolgender Fragen, die bei seelsorgerlichen Gesprächen immer wieder auftauchen, soll der Versuch gemacht werden, vielen Wahrheitssuchenden zur Erkenntnis der Wahrheit über die biblische Taufe zu verhelfen. ln allem wollen wir uns an die Lehre JESU halten, denn ER sagt in Johannes 8,31.32: ,,So ihr bleiben werdet an meiner Rede, so seid ihr meine rechten Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch freimachen.“

Frage 1:

Ist die Taufe von Gott angeordnet oder von Menschen eingeführt?

Eine ähnliche Frage stellte Jesus auch Seinen Gegnern und Kritikern in Markus 11, 30: „War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen? Antwortet mir“

Damals versuchten die Gegner Jesu sich um eine klare Antwort zu drücken. Heute aber wollen wir uns ganz auf die Seite der Bibel stellen und bekennen, dass die Taufe eines gläubigen Menschen von Gott verordnet ist. Kompromisslos betonte JESUS Christus immer wieder: „Es steht geschrieben!“ Damit verwies Er unmissverständlich auf die Autorität der Heiligen Schrift, auch als Er einst einem Schriftgelehrten die Frage stellte: ,,Wie steht geschrieben, was liesest du?“ (Lukas 10, 26.) So wird auch heute jedermann, der Gottes Wort ernst nimmt, zu der Erkenntnis kommen: „Die Taufe eines Menschen ist Gottes heiliger Wille“.

 

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Ein Mensch der schläft wenn er seinen Glauben bekennt

 

Frage 2:

Gehört die Taufe an den Anfang oder an das Ende des christlichen Lebens?

Laut Hebräer 6, 1 gehört die Taufe zu den Anfangslehren des christlichen Lebens. Es ist gewissermaßen nach der persönlichen Hingabe an Gott und Glauben an das Versöhnungsopfer JESU auf Golgatha der zweite Schritt eines Christen auf dem Weg des Heils. Verschiedene Beispiele im Worte Gottes zeigen, dass an den Herrn JESUS Christus gläubig gewordene Menschen gleich am Anfang ihres Glaubenslebens sich taufen ließen. Selbst der Herr Jesus ließ sich zu Beginn Seines irdischen Dienstes von Johannes dem Täufer taufen. In seiner ersten Predigt an Pfingsten in Jerusalem fordert der Apostel Petrus die Zuhörer zur Umkehr vom alten Leben und zur sofortigen Taufe auf. Diesem Ruf zur Buße folgten dann spontan dreitausend Seelen, die sich an Ort und Stelle auch taufen ließen (Apostelgeschichte 2,37 -41). Kapitel 8 und 10 der Apostelgeschichte berichten über die Bekehrung des Finanzministers aus Äthiopien bzw. des römischen Hauptmanns Kornelius, die sich sofort, nachdem sie zum ersten Male die Predigt des Evangeliums gehört hatten, taufen ließen. Nirgendwo steht etwas, dass ein Mensch erst nach jahrelangem frommen Wandel, nachdem er einen bestimmten Grad von ,,Heiligkeit“ erreicht hat, gewissermaßen zur Krönung seines Lebens sich taufen lassen soll.

Frage 3:

Ich bin schon lange ein Gotteskind, wozu soll ich mich noch taufen lassen?

In Apostelgeschichte 10, 47 u. 48  lesen wir, wie der Menschenfischer Petrus befiehlt, gläubige Menschen, die schon den Heiligen Geist empfangen hatten, zu taufen. Hier handelt es sich um Menschen, die genauso den Heiligen Geist empfingen wie die Apostel an Pfingsten. Niemand sagte: ,,Nun sind wir Gotteskinder und haben den Heiligen Geist, wir brauchen keine Taufe mehr.“ Nein, gerade weil sie Gotteskinder und mit dem Heiligen Geist erfüllt waren, erteilte Petrus den Befehl zur Taufe, und alle Gläubigen gehorchten. Nach Apostelgeschichte 19, 1-7 kam der Apostel Paulus eines Tages nach Ephesus. Dort fand er zwölf Jünger. Er fragte sie: „Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, da ihr gläubig wurdet?“ Diese Epheser waren erstaunt, denn sie hatten noch nie davon gehört. Paulus fragte weiter: „Worauf seid ihr denn getauft?“ Taufe und Geistesempfang haben also nach Paulus einen inneren Zusammenhang. Es stellte sich heraus, dass diese Leute schon mit ,,der Taufe des Johannes“ getauft waren, die ja von Gott verordnet war. Nach einer kurzen Belehrung über die Taufe Christi durch den Apostel ließen sich diese Gläubigen nochmals taufen, und zwar auf den Namen des Herrn Jesu und empfingen sogleich den Heiligen Geist, redeten mit Zungen und weissagten. Die Taufe ist also nicht für ,,Heiden“, sondern für Gotteskinder, die den Herrn JESUS aufrichtig lieben.

Frage 4:

Ist die Taufe nur eine äußerliche Sache, auf die es nicht weiter ankommt?

Von Johannes dem Täufer steht in Markus 1, 4 und Lukas 3, 3: ,,Er predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden.“ Jeder, der nun wollte, brachte sein Leben mit Gott in Ordnung und ließ sich taufen. Selbst Jesus kam eines Tages zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Jedoch sträubte sich dieser zunächst, Ihn, den Sohn Gottes, zu taufen. Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: ,,Lass es jetzt so sein; denn also gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen“ (Matthäus 3, 15). Er stellte sich als Lamm Gottes als Erster unter die Sünder und sagte: ,,Also gebührt es uns.“ Jesus sagte ,,uns“, damit meinte Er sich und Seine ganze Gemeinde. Wenn ich zu Seiner Gemeinde gehören will, was hält mich dann zurück, diesen Schritt in die Taufe zu tun? Wäre die Taufe des Johannes eine äußere Sache gewesen, hätte sich Jesus bestimmt nicht taufen lassen. Ebenso wenig ist auch die Taufe auf den Namen Jesu eine nur mehr oder weniger bedeutungslose äußere Handlung.

Michael Willfort

Frage 5:

Was ist die eigentliche Bedeutung der Taufe?

Römer 6, 3-4 sagt: “..Wisset ihr nicht, dass alle, die wir in Jesus Christus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod.“ Genauso steht in Kolosser 2, 12: „In dem ihr mit ihm begraben seid durch die Taufe; in welchem ihr auch seid auferstanden durch den Glauben, den Gott wirkt, welcher ihn auferweckt hat von den Toten.“ Somit ist also die Taufe eine sinnbildliche Beerdigung des alten Menschen, der durch Buße und Bekehrung der Sünde gestorben und samt Ihm gekreuzigt ist (1.Petri 2, 24; Römer 6, 6). Von einer Beerdigung des alten Menschen bei einer Kindertaufe kann also niemals die Rede sein. In 1.Petri 3, 19-21 erklärt uns der Apostel Petrus den Sinn der Taufe von einer anderen Seite. Er erinnert an die Zeit Noahs, wie damals die Menschen wegen ihres Unglaubens und ihres Besserwissens durch Wasser verloren gingen, während Noah alles tat, was Gott ihm befahl (1.Mose 6,22) und dadurch gerettet wurde. Was für die Welt Gericht war, erwies sich für Noah als d i e Rettung. Gerettet durchs Wasser! So ist es in unserer Zeit, die ja der Herr Jesus selber mit der Zeit Noahs verglich (Matthäus 24, Vers 37). Gott hat uns durch Sein Wort nicht nur das kommende Gericht eröffnet, nein, Er hat uns auch den Weg und die Mittel zur Errettung verkündet. Jedermann hat es selber in der Hand, den Weg der Errettung zu gehen oder ihn besserwissend zu missachten.

Frage 6:

 

Welches ist die richtige Form der Taufe?

Auch hier wollen wir nur gelten lassen, was die Bibel uns lehrt. Menschliche Aufsätze von Weihwasser, Salz, anhauchen durch den Priester, Taufpaten und Taufschleierchen wollen wir beiseite lassen. Dagegen lesen wir in Matthäus 3, Vers 16 und Markus 1, 10: „Und da Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser.“ Er war also ganz ins Wasser gegangen, um sich taufen zu lassen, und zwar durch Untertauchen; denn der ursprüngliche Sinn von taufen heißt „untertauchen“, nicht besprenken. Jesus wurde nicht nur im Wasser stehend mit einer Schale oder einer Handvoll Wasser begossen, sondern Er wurde untergetaucht. In Johannes 3, 23 steht geschrieben: „Johannes taufte auch noch zu Enon, nahe bei Salim: denn es war vie I Wasser daselbst.“ Johannes der Täufer ging also an eine Stelle, wo der Jordan tief genug war, um die Täuflinge im Wasser unterzutauchen.
Hätte er sie nur besprengt, dann würde die Bibel nichts von der Stelle des Jordans erwähnen, wo viel Wasser war. Über die Taufe des Kämmerers aus dem Mohrenland berichtet Apostelgeschichte B, 38. 39, dass beide, der Täufer und der Täufling, ins Wasser hinab stiegen und auch beide wieder heraufstiegen. Interessant ist, dass man heute noch in alten Kirchen und Kathedralen, z. B. in Italien und Frankreich, große Taufbecken findet, die davon zeugen, dass man einst erwachsene Menschen durch Untertauchen getauft hat.

Michael Willfort

Frage 7:

Was ist Voraussetzung zur Taufe?

Nach Markus 16, 16 sagte JESUS kurz vor Seiner Himmelfahrt: ,,Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden.“ Aus diesen Worten JESU geht eindeutig hervor, dass vor jeder Taufe der Täufling durch das Hören der Predigt des Wortes Gottes erst zum Glauben kommen muss (Römer 10, 17). Da den Säuglingen noch nicht gepredigt wird, versteht sich, dass der HERR nur an Menschen denkt, die Verstand haben, um das Wort Gottes aufzunehmen. So sehen wir auch aus mehreren Schriftstellen, dass eine Belehrung der Menschen in jedem Fall der Taufe vorausging. Zum Beispiel wurde am Pfingsttag die Menge in Jerusalem durch Petrus belehrt (Apostelgeschichte 2, 38; Saulus bzw. Paulus erhielt vor seiner Taufe von Ananias eine Unterweisung (Apostelgeschichte 9,17); der Hauptmann Kornelius und seine Leute hörten Petrus (Apostelgeschichte 10, 47); Philippus belehrte den Kämmerer (Apostelgeschichte 8, 35.36); die Jünger in Ephesus wurden vor ihrer Taufe durch Paulus aufgeklärt (Apostelgeschichte 19, Vers 4-5). Die Voraussetzung zur Taufe ist demnach eine gründliche Unterweisung im Worte Gottes und ein daraus sich ergebender Glaube. Selbstverständlich ist, dass ein Mensch durch die Annahme des Wortes Gottes seine Sünden erkannt, bekannt und somit Vergebung erlangt hat. Für jeden so an den Herrn JESUS gläubig gewordenen Menschen ergibt sich die Frage des Kämmerers in Apostelgeschichte 8,36: „… was hindert’s, dass ich mich taufen lasse?“ Ist es vielleicht meine eigene, von den Vätern überlieferte unbiblische Meinung, die mich von der Taufe zurückhält, oder ist es die Furcht vor den Angehörigen oder Verwandten, die mich wegen der Taufe verspotten oder gar verstoßen könnten?

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Frage 8:

Muss ich mich nochmals taufen lassen, wenn ich als Kind schon getauft wurde?

Inzwischen wurde an Hand der Heiligen Schrift gezeigt, dass die Täuflinge in den Tagen der Apostel ,,sich taufen ließen“. Die Entscheidung, wer, wann und wo getauft wurde, fällten nicht die Eltern oder die Taufpaten, sondern der Täufling selbst. Dazu musste er also ein gewisses Alter erreicht haben, um sich für oder gegen die Taufe entscheiden zu können. Bei der Kindertaufe bestimmen ja die Eltern, ob und nach welchem Ritus das Kind getauft wird, ohne dass das Kind um seine Meinung gefragt wird. Es handelt sich dabei um ein „getauft werden“, genauer gesagt um ein mit ,,Wasser besprengt werden“ und nicht um ein biblisches „sich taufen lassen“.
Da Kindertaufe in der Bibel mit keinem Wort erwähnt ist, hat sie als rein menschliche Lehre in den Augen Gottes gar keinen Wert. Somit kann auch nicht von einer Wiedertaufe die Rede sein, wenn ein gläubig gewordener Mensch sich taufen lässt. Erst wenn der Mensch nach persönlicher Hingabe an Gott und Glaube an das Erlösungswerk von Golgatha sich gemäß dem Vorbild Jesu im Wasser taufen lässt, ist er getauft. „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“, so schreibt der Apostel in Epheser 4, Vers 5. Es gibt also nur e i n e Taufe, die Gültigkeit hat bei Gott, und das ist die biblische Taufe eines Menschen, der wiedergeboren ist zu einer lebendigen Hoffnung (,l. Petrus 1, 3) und sich freiwillig zu diesem Schritt ins Taufwasser entschließt.

Die alte Bibel weiß es

Frage 9:

Sind getaufte Christen besser als ungetaufte?

Oft hört man aus Kreisen, die der biblischen Taufe ablehnend gegenüberstehen, den Einwand, dass getaufte Christen auch nicht besser und geistlicher seien als solche, die nicht getauft sind. Sicher gibt es getaufte Christen. die nicht würdig in ihrer Berufung wandeln. Darüber gibt uns auch die Bibel Bericht in Apostelgeschichte 8, 13 von Simon dem Zauberer, der sich taufen ließ und dann von Petrus zurechtgewiesen wurde. Die Apostel ließen sich dadurch aber nicht in ihrer Verkündigung der Frohen Botschaft aufhalten, nur weil da jemand nicht so wandelte, wie es sein sollte. Ein getaufter Christ steht und fällt ja seinem Herrn und muss sich vor Ihm verantworten. Neben diesem negativen Beispiel lesen wir von dem Kämmerer in demselben Kapitel der Apostelgeschichte in Vers 39, dass, nachdem er sich taufen ließ, er seine Straße fröhlich zog. Er war also nicht traurig darüber, sondern wurde mit dem langersehnten Frieden im Herzen erfüllt, und von Stund an war „die Freude im Herrn seine Stärke“. Taufe bedeutete für ihn einen vermehrten Zustrom göttlicher Kraft in seinem Leben.
Durch den erwiesenen Glaubensgehorsam öffnen sich für den Täufling neue Kraftquellen Gottes. Viele Gläubige, die nach anfänglichem Zögern sich eines Tages doch taufen ließen, können über wunderbare Erfahrungen mit dem Herrn berichten, wie zum Beispiel über auffällige Heilungen von körperlichen und seelischen Leiden oder Bekehrungen von lieben Angehörigen, für die man schon lange gebetet hatte. Genau wie bei JESUS nach Seiner Taufe sich der Himmel öffnete, der Heilige Geist auf Ihn herabkam und der himmlische Vater Sein Wohlgefallen bekundete, wird jeder aufrichtige Täufling durch seinen Gehorsam besonderen Segen von Gott empfangen.

Frage 10:

Was ist mit kleinen Kindern, wenn sie nicht getauft sind?

Die Allgemeinheit denkt, dass, wenn kleine Kinder ungetauft sterben, sie verloren gehen. Demgegenüber steht aber das Wort aus dem Munde Jesu in Matthäus 19, 14: ,,Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solcher ist das Himmelreich.“ Der Meister sagte kein Wort davon, dass man die Kinder taufen soll, und, wenn sie nicht getauft sind, sie verloren gehen. Nein, Jesus sagte: „Solcher – nämlich der Kinder -, ist das Himmelreich.“ Nach der Heiligen Schrift werden kleine Kinder nicht gegen ihren Willen und ohne persönlich glauben zu können, getauft. Wie das Kind Jesu von seiner Mutter Maria und Joseph in den Tempel gebracht wurde (Lukas 2,22ft), um Gott geweiht zu werden, so werden auch heute kleine Kinder von gläubigen Eltern in die Gemeinde gebracht, wo man für sie in besonderer Weise um den Segen des HERRN bittet. Während die Kinder dann heranwachsen, werden sie im Worte Gottes unterwiesen und können nach einer persönlichen Bekehrung zu JESUS selbst entscheiden, wann sie sich taufen lassen wollen.

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Frage 11:

 

 

Ist es Sünde, wenn ich mich nicht taufen lasse?

Aus den Abschiedsworten Jesu (Matthäus 28, 19; Markus 16, 16) und der Praxis der Apostel erkennt man überall klar den Befehl zur Taufe. Wer also seinem Herrn gefallen will, der wird ohne Widerspruch sich Seinem Befehl unterordnen. Wenn zum Beispiel ein Soldat im Kriegsfall sich den Anordnungen seines vorgesetzten Heerführers widersetzt, wird er kurzerhand wegen Befehlsverweigerung an die Wand gestellt. Bis zum Tage der Erscheinung Jesu Christi in den Wolken des Himmels (Lukas 21, 27.28) steht die Gemeinde Jesu im Kampf gegen den Fürsten der Finsternis. Jetzt kommt es darauf an, dass die Streiter Christi ihrem himmlischen Heerführer gehorchen, andernfalls werden sie vom Feind erbarmungslos, „abgeschossen“. Um siegreich den verordneten Kampf zu bestehen, hat Jesus vor Seiner Himmelfahrt den Jüngern die Kraft des Heiligen Geistes versprochen, mit der sie an Pfingsten ausgerüstet wurden. Petrus trat dann mit seiner ersten Predigt an die Öffentlichkeit und erklärte der nach Errettung fragenden Menge: „Tut Buße und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen“ (Apostelgeschichte 2, 38). Nach Apostelgeschichte 5, 32 gibt Gott den Heiligen Geist denen, die Ihm gehorchen. Sich nicht taufen lassen ist und bleibt Ungehorsam gegenüber dem HERRN. Wegen dieses Ungehorsams kann Er viele Seiner Kinder nicht so mit göttlicher Kraft ausrüsten, wie Er gerne möchte. Anstatt ein Überwinderleben zur Ehre Jesu zu führen, sind solche Christen immer am Klagen und Jammern und schlechte Zeugen Seiner Auferstehungskraft.

Michael Willfort

Frage 12:

 

Werde ich auch ohne Taufe errettet?

Es steht nirgends geschrieben, dass man ohne Taufe verloren geht. Der Verbrecher, der mit Jesus hingerichtet wurde, hatte zum Beispiel keine Gelegenheit mehr, sich taufen zu lassen, und doch versprach ihm Jesus das Paradies, Wenn aber ein Mensch die Möglichkeit hat, sich taufen zu lassen, und es nicht tut, dann ist es einfach Ungehorsam gegenüber des Herrn Wort. Nach 1. Samuel 15, 23 hat der König Saul nicht g e n a u das Wort des Herrn befolgt und wurde wegen Zaubereisünde und Abgötterei von Gott verworfen. Saul fürchtete das Volk mehr als Gott, und das war sein Untergang. Wer auch heute noch, zum Beispiel in der Tauffrage, mehr auf Menschen als auf Gott hört, muss, ebenso wie Saul, damit rechnen, von Gott bestraft zu werden. Wie in einer Familie der ungehorsame, widerspenstige Sohn eines Tages von seinem Vater enterbt werden kann, so kann auch ein Kind Gottes durch Ungehorsam sein himmlisches Erbe verlieren.
In Matthäus 7,21 sagt Jesus: ,,Es werden nicht alle, die zu mir Herr, Herr sagen, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“

Frage 13:

Wird man durch die Taufe Mitglied einer Kirche?
Von den Bewohnern Jerusalems, die an Pfingsten der Predigt des Petrus zugehört hatten, lesen wir, dass, wer nun Sein Wort gern annahm, sich taufen ließ und zur Gemeinde hinzugetan wurde (Apostelgeschichte 2, 41). Diese Menschen wurden zur Gemeinde des HERRN getan, der Gemeinde der Erstgeborenen, deren Namen im Himmel angeschrieben sind (Hebräer 12, 23). Daneben waren sie auch Glieder in der lokalen Christengemeinde in JERUSALEM. Hier in dieser Lokalgemeinde wurde jeder einzelne Gläubige mehr im Wort Gottes unterwiesen, um so ein brauchbares Glied am Leibe JESU zu sein. Auch heute wird jeder wahrhaftige Christ nach seiner Taufe Gemeinschaft mit Gläubigen in einer biblisch orientierten lokalen Gemeinde suchen und finden. Denn nur in der Gemeinschaft mit anderen Christen wird er für seine Seele die Nahrung finden, die er für ein gesundes, geistliches Wachstum braucht. So wird ein wiedergeborenes Gotteskind durch die Taufe nicht automatisch Mitglied in einer Kirche, sondern Glied in der Gemeinde JESU, in der es seine Pflichten und Aufgaben gegenüber den anderen Gliedern erfüllt.

Gemälde Michael Willfort

 

Frage 14:

Ist Wassertaufe wichtiger als Geistestaufe?

Wer die Bibel kennt, wird diese Frage nicht stellen, denn hierbei kann es nicht um eine Bewertung dieser beiden ,,Taufen“ gehen. Zunächst sei festgestellt, dass wir in der Bibel den Begriff ,,Geistestaufe“ gar nicht finden. Lediglich wird uns im Zusammenhang mit der Taufe JESU berichtet, dass Johannes der Täufer auf einen Stärkeren wie er hinweist, der ,,mit dem Heiligen Geist taufen wird“. Vor der Himmelfahrt erinnert JESUS selbst noch einmal an diese Prophezeiung (Apostelgeschichte 1, 5), die sich an Pfingsten im Leben der ersten Jünger erfüllte. Dieses Erlebnis des „ Erfülltwerdens mit dem Heiligen Geist“ wie die ersten Christen in Jerusalem, nennt man Taufe mit dem Heiligen Geist oder auch ,,Geistestaufe“.
Hierbei ist nun zu beachten, dass der Empfang des Heiligen Geistes und die Taufe im Wasser zwei verschiedene Dinge sind. Das ,,Getauft werden mit dem Heiligen Geist“ ist von Gott v e r h e i ß e n, dagegen sich taufen zu lassen im Wasser von Gott b e f o h I e n. Die Verheißung erfüllt Gott, das, was befohlen ist, müssen aber wir Menschen tun. Jeder, der nun von Herzen an JESUS glaubt und Ihn liebt, wird Sein Gebot der Taufe befolgen und auf Grund seines Gehorsams zu Gott die Erfüllung mit dem Heiligen Geist (Geistestaufe) erleben.

,,. wir sind seine Zeugen über diese Worte und der heilige Geist, welchen Gott gegeben hat, denen, die ihm gehorchen“ (Apostelgeschichte 5, 32).

Frage 15:

Welchen Wert hat die Kindertaufe?

Vorstehende Ausführungen bewiesen zur Genüge, dass die Kindertaufe nichts mit dem Worte Gottes gemein hat. Da der Begriff ,,Taufe“ im ursprünglichen Sinne des Neuen Testaments ein völliges Untertauchen im Wasser bedeutet, kann bei einer Kleinkindertaufe, bei der dem Kind nur einige Tropfen Wasser auf den Kopf gesprengt werden, nicht einmal von einer Kinderlaufe, sondern bestenfalls von einer Säuglingsbesprenkelung gesprochen werden.
Diese Lehre vom Besprengen kleiner, unwissender Säuglinge ist eine rein menschliche Erfindung. Zum Befolgen solcher Gebote sagt der Herr JESUS in Markus 7, 6.7: ,,Dies Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist ferne von mir. Vergeblich aber ist’s, dass sie mir dienen, dieweil sie lehren solche Lehre, die nichts ist denn Menschengebot.“ Da kann auch keine spätere Konfirmation mit schönen Worten den Glaubensgehorsam ersetzen, denn eine unbiblische Lehre und Einstellung kann man nicht durch eine weitere unbiblische Feier wieder in Ordnung bringen. Da hilft nur ein ,,Zurück zur Bibel“, zurück zu einem ,,Glauben wie die Schrift sagt“. Denn nur solchen Gläubigen verheißt der HERR ,,Ströme lebendigen Wassers“ (Johannes 7, 3B). Wo man sich aber in seiner Selbstgerechtigkeit auf eine unbiblische Handlung stützt, verschließt man sich für den Segen Gottes und erstarrt in toten Formen und Traditionen.
Die Taufe ist nicht, wie manche Theologen fälschlicherweise lehren, die W i e d e r g e b u r t, sondern nur für W i e d e r g e b o r e n e.

 

Frage 16:

Ist die Lehre von der biblischen Taufe erst in jüngster Zeit aufgekommen?

Vielfach besteht die Meinung, dass die Lehre über die biblische Taufe erst in neuerer Zeit aufgekommen ist. Tatsächlich hat sie aber ihren Ursprung aus den Tagen Jesu und der Apostel selbst. Die Säuglingsbesprenkelung dagegen taucht lange nach der Zeil der Apostel auf und fand erst ihre Verbreitung im 4. Jahrhundert, als durch Kaiser Konstantin das Christentum Staatsreligion wurde. lm Schatten der ,,allmächtigen“ großen Kirche, die alle Welt ,,geblendet“ hat, übersah man in den folgenden Jahrhunderten beinahe das helle Licht des Evangeliums, so dass es heute so scheint, als sei die Lehre von der biblischen Taufe neu.
Tatsache ist jedoch, dass in all diesen Zeiten Tausende treuer Zeugen JESU sich allein an Seinem Wort orientierten. Zum Beispiel gab es zur Zeit der Reformation, als die Wahrheiten der Bibel neu auf den Leuchter gestellt wurden, vor allem in der Schweiz und Süddeutschland Tausende meist junger Märtyrer, die um der biblischen Taufe willen blutigst verfolgt wurden. Auch heute, am Ende der Gnadenzeit, wirkt Gott mit Macht. In allen Erdteilen gibt es viele Menschen, die dem Befehl des Herrn JESU folgen und sich gemäß ihres Glaubens taufen lassen. Durch Berichte in Zeitungen und Illustrierten, durch Rundfunk und Fernsehen bekommen Millionen in aller Welt Gelegenheit, von diesem Geschehen zu erfahren.
So dienen auch diese Mittel, um die froh- und freimachende Botschaft, zu der auch die Taufe gehört, aller Welt kund zu tun, denn JESUS sagt: ,,Und es wird gepredigt werden das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt, zu einem Zeugnis über alle Völker, und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24, 14).

Frage 17:

Ist die Lehre über die Taufe nur eine Besonderheit einiger Glaubensgemeinschaften?

Viele vertreten die Ansicht, dass die Lehre über die Taufe nur das Steckenpferd einiger fanatischer Glaubensgemeinschaften sei. Demgegenüber zeigt uns Gottes heiliges Wort, die Bibel, dass es ein fester, untrennbarer Bestandteil des Evangeliums von JESUS Christus ist. Laut Apostelgeschichte 8, 35 predigte Philippus dem Finanzminister der Königin aus Äthiopien „das Evangelium von JESU“. Was er im Einzelnen sagte, wissen wir nicht, doch eins steht fest, Philippus erwähnte in dieser seiner einzigen Predigt des Evangeliums auch die Taufe. Als nämlich ein wenig später der Äthiopier Wasser sah, begehrte er sofort getauft zu werden. Dieses Verlangen nach der Taufe konnte nur auf Grund der gehörten Predigt geweckt worden sein. Für Philippus war also die Lehre über die Taufe keine unwichtige Sache, sondern fester Bestandteil der Frohen Botschaft. Er wagte nicht, etwas von Gottes Wort unter den Tisch fallen zu lassen, nur weil es vielleicht einzelnen Menschen nicht gefiel. Als geisterfüllter Zeuge JESU Christi gab es für ihn nur eins, das zu tun, was JESUS sagte:“… und lehret sie halten a l le s, was ich euch befohlen habe“ (Matthäus 28, 20). Somit stehen alle die Glaubensgemeinschaften, die ein klares Evangelium von JESUS m i t biblischer Taufe verkünden, voll und ganz auf dem Boden der Heiligen Schrift.

Frage 18:

Was sagen namhafte Theologen zur Taufe?

Immer wieder liest man in der Presse von Pfarrern und Theologen, die eine der großen Masse der Gleichgültigen entgegengesetzte Meinung vertreten. Zum Beispiel weigern sich Pfarrer, kleine, unwissende Säuglinge zu taufen und von den Paten ein Versprechen abzunehmen, von dem sie von vornherein wissen, dass es nur Lüge ist, weil diese Paten selber nicht an Gott glauben. So setzt sich auch in diesen Kreisen die Tendenz durch: ,,Zurück zur Bibel!“

Michael Willfort

Hier einige Zitate verschiedener Theologen:

Prof. Dr. Barth:
„Das Gebot der Kindertaufe findet sich weder im Mund JESU noch sonst im Neuen Testament.“

Prof. D. Beyschlag:
„Alles, was man in der Apostelgeschichte von Kindertaufe hineingelesen hat, ist pure Phantasie.“

Prof. Dr. Böhmer:
„Von der Kindertaufe weiß das echte Evangelium, wie es von Christo und Seinen unmittelbaren Jüngern verkündigt worden ist, nichts. Wir können dem Evangelium nicht eine Einrichtung der Kirche aufdrücken, die durch das Evangelium nicht empfohlen wird.“

Prof. Jakobi:
„Gegen die apostolische Einsetzung der Kindertaufe spricht auch 1. Kor. 7, 14. Wäre damals Kindertaufe üblich gewesen, so hätte dieses Argument keine Kraft gehabt, denn sie wären ja dann heilig gewesen durch die christliche Taufe.“

Zum Thema Kinderbesprenkelung und Konfirmation schreibt Stadtpfarrer Meyer, Tübingen:

„Ich halte es für eine Sünde, unreife Kinder auf irgendeine Wahrheit zu verpflichten und ihnen ein das ganze Leben umspannendes Versprechen abzunehmen. Bin ich ein Geistlicher der Landeskirche, so stehe ich ohne allen Zweifel unter dem Apostelwort: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“, und die Kirche weist damit, dass sie eine sündige Einrichtung geschaffen hat, deutlich genug darauf hin, dass sie zur Kategorie Mensch gehört.“

Frage 19:

Hat Jesus auch persönlich getauft?

Manche Gegner der biblischen Taufe führen das Argument an, dass JESUS ja selber nie persönlich getauft habe, deshalb sei die Taufe gar nicht so wichtig.
Doch ein genaues Bibelstudium gibt ein anderes Bild. So schreibt Johannes in Kapitel 3, Vers 22: „Danach kamen Jesus und seine Jünger in das jüdische Land und hatte daselbst sein Wesen mit Ihnen und taufte.“ Hier wird also bezeugt, dass JESUS zu einer Zeit Menschen taufte, während der Johannes der Täufer auch n o c h taufte (Vers 23). Später kamen verschiedene Zuschauer zu Johannes dem Täufer und berichteten diesem von JESUS, dass Er tauft (Kapitel 3, 26); ebenso erfahren auch die Pharisäer, dass JESUS m e h r Jünger machte und taufte als Johannes (Kapitel 4, 1). Aus diesen Aufzeichnungen des Evangelisten Johannes ist also klar zu entnehmen, dass JESUS persönlich Menschen im Wasser taufte. Diesen drei Aussagen der Heiligen Schrift, dass JESUS persönlich taufte, steht nun Johannes 4, 2 gegenüber:“… wiewohl Jesus selber nicht taufte, sondern seine Jünger.“ Der Kritiker sieht in dieser Stelle einen Widerspruch in der Bibel, der sich jedoch bei einiger Überlegung aufklärt.
Als JESUS am Anfang Seines Dienstes hier auf Erden stand, musste Er zunächst Seine ersten Nachfolger persönlich taufen. Danach gab Er diesen Jüngern den Auftrag, weitere Menschen, die Ihm nachfolgen wollten, zu taufen. Laut Lukas 10 hatte JESUS vor Seinem Tode zeitweise eine aktive Jüngerschaft von 70 Personen, die sicher alle getauft waren; denn sonst hätte Er sie bestimmt nicht zum Dienst an den Verlorenen und Kranken ausgesandt. Die Frage, ob JESUS selber getauft hat, kann also trotz der Stelle in Johannes 4, 2 mit ,,ja“ beantwortet werden. „Eine Sache bestehe auf zweier oder dreier Zeugen Mund“, sagt JESUS in Matthäus 18, 16 In diesem Fall sind es drei Zeugen die bestätigen, dass JESUS persönlich
getauft hat.

Frage 20:

Soll ich mich taufen lassen auch ohne direkten persönlichen Befehl des Herrn?

Oft hört man den Einwand: “Ich lass mich erst taufen, wenn der Herr es mir persönlich klar macht, dass ich mich taufen lassen soll.“ Diese Menschen erwarten wohl erst eine spezielle Offenbarung des Herrn, ehe sie tun wollen, was der Meister uns in Seinem Wort befiehlt. Sie gleichen Menschen, die erst an Jesus glauben wollen, nachdem sie ein Wunder gesehen haben, wie zum Beispiel die Gegner Jesu, die Hohenpriester, Schriftgelehrten und Ältesten, die erst an Ihn glauben wollten, wenn Er vor ihren Augen vom Kreuze stiege (Matthäus 27, 41 . 42), oder wie jene Kritiker in Matthäus 12, 38, die gerne ein persönliches Zeichen sehen wollten und dafür vom Herrn zurechtgewiesen wurden.
Damals wie heute verlangt Jesus von allen, die Seine Herrlichkeit einst schauen wollen, bedingungslosen, kindlichen Glauben und Gehorsam. Von den Pharisäern und Schriftgelehrten lesen wir in Lukas 7, 30, dass sie im Zusammenhang mit Johannes dem Täufer Gottes Rat gegen sich verachteten und sich n i c h t taufen ließen. Sie stellten ihre menschlichen Meinungen über Gottes Wort mit dem Ergebnis, dass sie es waren, die Jesus verwarfen, und damit sich und andere ins Unglück stürzten.

Darum, lieber Leser, tritt aus den Reihen der Kritiker in die Reihen der Jünger Jesu und höre den Befehl des Meisters: ,,Was zögerst du? Stehe auf und lass dich taufen“ (Apostelgeschichte 22, Vers 16).
Warte nicht auf eine persönliche Offenbarung des Herrn, die wirst du nie bekommen, sondern gehorche dem Wort, wie es geschrieben steht; denn Jesus sagt in Johannes 14,21: ,,Wer meine Gebote hat und hält sie, d e r ist es, der mich liebt.“ Liebst du Ihn, dann beweise es durch deinen Gehorsam.

Autor: Gerhard Heinzmann

Schlußbemerkung:

Ich habe mich mit 36 Jahren taufen lassen, weil diese Frage in mir innerhalb weniger Wochen vom Heiligen Geist wichtig gemacht wurde. Voraussetzung dafür war aber, dass ich mich mit Gottes Wort beschäftigt habe, und als Konsequenz daraus, ganz einfach dass tat, was mir das Wort Gottes sagt. Im Gehorsam das tun, was auch Jesus getan hat. Das ganze diskutieren in unserer Zeit ob Glaubenstaufe oder Kinderbesprengung – ich weigere mich in diesen Zusammenhang von Taufe zu reden – richtig ist, ist eine reine Scheindiskussion. Wenn Jesus es getan hat – er ist mein Herr – und es im Wort Gottes so klar und deutlich steht, dann ist es keine Frage dies auch zu tun. Ich glaube nicht irgend einen Pfarrer oder irgend einer Kirche. Ich bin allein meinen Lebensretter Jesus – der mich durch sein Blut erlöst hat – gehorsam. Wie weit die meisten sogenannten Christen in unserer Zeit – die eine Kindersprengung verteidigen – schon abgestumpft sind, kann man feststellen, wenn man das Thema diskutiert. Da werden Argumente angegeben, das man nur noch heulen könnte. Wie wichtig Taufe ist, kann man auch daran sehen, dass wenn z.B. Muslime sich taufen lassen, von Ihrer Familie verstoßen oder getötet werden. Dieses Problem haben Sie aber erst dann, wenn Sie sich taufen lassen. Dass allein zeigt schon, wie der Teufel verhindern will, dass sogenannte Christen, dass tun was Gott in seinen Wort angeordnet hat.

Für mich ist in dieser Frage, das Wort Gottes der alleinige Maßstab. Und wenn Jesus in Matthäus 3, Vers 15 sagt: „Lass es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerchtigkeit zu erfüllen“. Wer bin ich, daran zu zweifeln oder zu diskutieren, wie er das gemeint haben könnte.

Solche Diskussionen zeigen nur, wie ungehorsam und weit weg manche von ihren Herrn und Erlöser schon sind. Das Wort Gottes nennt so etwas, den geistlichen Tod.

M.T.

Thema: Denke einmal nach! | Ein Kommentar

278. Schuld sind die Christen und Juden – das war schon immer so

Donnerstag, 4. August 2011 | Autor:

PBC Christentum – Islam

 

Liebe Freunde,

über das Attentat am 22.07.2011 in Norwegen, wo ein Anders Behring Breivik zuerst in Oslo eine gigantische Bombe detonieren ließ um anschließend auf der Ferieninsel Utoya Jugendliche zu Zielscheiben zu machen und über 70 zu erschießen, ist hinsichtlich des Tatherganges ausführlich und minutiös berichtet worden, weshalb ich das hier nicht wiederholen muss.

Auch ich habe hier keine Antwort parat. Bewundernswert ist allerdings die nüchterne Gelassenheit, mit welcher die Norweger auf dieses schlimme Geschehen bislang reagiert haben, einschließlich des Aufrufes keine Hexenjagd gegen die freie Meinungsäußerung zu beginnen.

Wie zu hören war, bleibt Norwegen weiterhin eine offene Gesellschaft, weshalb die entsprechenden Trauerfeiern sowohl in Kirchen als auch Moscheen stattfanden, wobei Einigkeit demonstriert wurde.

Auch das macht nachdenklich. Nicht auszudenken wären die hysterischen Überreaktionen zu denen es bei uns gekommen wäre, wenn so etwas bei uns passiert wäre. Allein das ist schon Grund genug, Gott um Bewahrung vor solch schlimmen Dingen zu bitten.

Mir geht es deshalb darum auf die Begleitumstände, mögliche Ursachen und Folgen hinzuweisen.

Was mich zuerst nachdenklich machte, war folgende Meldung, die ich von dem mir bekannten Dr. Hans Penner, erhielt:

Jerusalem, 24. Juli 2011 – Einen Tag vor dem Massaker auf der Insel Utøya bei Oslo wurde in dem sozialistischen Jugendlager im Beisein von Norwegens Außenminister Jonas Gahr Støre eine Anerkennung des „Staates Palästina“ und ein Boykott Israels thematisiert.

Wie die israelische Zeitung Jedijot Achronot und norwegische Zeitungen berichten, hielten Teilnehmer des Jugendcamps ein Spruchband mit der Aufschrift „Boykott Israel“ hoch, als der Außenminister auf der Insel ankam. Støre beteiligte sich an einer Podiumsdiskussion mit einer norwegischen Journalistin und der Leiterin eines christlichen Hilfsfond.

Beide seien bekannt für ihre anti-israelische Positionen, berichtet die israelische Zeitung. Støre stimmte zu, dass den Palästinensern ein Staat zustehe, wollte sich aber nicht zu einem Boykott Israels äußern. Mehrere jugendliche Überlebende des Massakers berichteten, dass sie die Schießerei des als Polizist verkleideten Mörders zunächst für eine Simulierung israelischer Verbrechen an Palästinensern in den besetzten Gebieten hielten. Sie glaubten, dass ihnen so die „Gräuel der israelischen Besatzung“ vor Augen geführt werden sollten.

Dass die Jugendlichen derartige Schlüsse zogen, lässt auf eine starke Indoktrination der sozialdemokratischen Jugend Norwegens schließen, wobei nachdenklich machen könnte, dass die Mordaktion, „wie eine Antwort“, im Anschluss an die Verurteilung des Staates Israels erfolgte. Ich will hier aber keine Spekulationen anstellen.

Anmerkung: Die Palästinenser sind die „Erfinder“ der erpresserischen Flugzeugentführungen, mit denen sie vor ca. 40 Jahren begannen, um auf sich aufmerksam zu machen, in deren Folge die Flughäfen festungsartig ausgebaut und mit strengen Kontrollen begonnen wurde.

Vordergründig stellt sich die Frage nach den Ursachen für derartige Taten. Die wohlfeilen Antworten, wie „rechtsradikal“ oder „christlicher Fundamentalist“, sind mir zu einfach, da Amokläufe und Terrorakte nichts spezifisch „Rechtsradikales“ oder gar „Christliches“ sind.

Insbesondere ist die Bezeichnung „christlicher Fundamentalist“, wie er von verschiedenen Medien gebraucht wurde, eine nicht zu akzeptierende Ungehörigkeit, weil dadurch, in böswilliger Weise, Stimmung gegen das Christentum, insbesondere bibelgläubige Christen, gemacht wird, die damit mit islamistischen Terroristen auf eine Stufe gestellt werden.

Und der türkische Ministerpräsident Erdogan erkühnt sich, wie der Presse zu entnehmen war, eine „Debatte über den „Christlichen Fundamentalismus“ zu fordern. Gleichzeitig lesen wir, dass islamistische Milizen derzeit massiv die Versorgung der Hungernden am Horn von Afrika verhindern.

Nach Erdogans Ansicht ist die Unterscheidung in Islam und Islamismus falsch, weil es nur einen Islam gibt. Wundern muss man sich dann allerdings, warum sich Erdogan überhaupt noch über die „Vorurteile“ gegenüber dem Islam wundert, deren Ursache angeblich im „Christlichen Fundamentalismus“ zu suchen ist.

Nicht jeder der irgendwann mal getauft wurde und verquere Vorstellungen hinsichtlich des Christentums hat, ist ein „christlicher Fundamentalist“.

Eigentlich sollte man erwarten, dass seitens der Kirche ganz entschieden und energisch gegen eine solche Wortwahl protestiert wird. Wer das erwartet sieht sich aber getäuscht, erfährt man von den Aussagen des Württembergischen Landesbischofs July gegenüber der Presse, über die vom Christlichen Informationsdienst MEDRUM, am 26.07.2011, unter anderem, folgendes mitgeteilt wurde:

Anlässlich der Gewalttaten in Norwegen hat sich der evangelische Landesbischof July gegen christlichen Fundamentalismus ausgesprochen:

Frank Otfried July, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Württemberg hat sich in einem Interview mit der Schwäbischen Post vom 24. Juli 2011 von christlichem Fundamentalismus distanziert. Er glaube schon, dass die Kirchen gegen christlichen Fundamentalismus vorgehen müssten, meinte Bischof July zum Terrorakt in Norwegen, bei dem am 22. Juli 2011 nach korrigierten Angaben der Polizei mindestens 76 Menschen von einem islamfeindlich gesinnten Gewalttäter ermordet wurden. Der Täter gibt vor, die Politik des multikulturellen Zusammenlebens in Europa mit gewaltsamen Anschlägen bekämpfen zu müssen.

Es folgen dann noch die üblichen Aussagen hinsichtlich eines friedlichen Zusammenlebens, gegenseitigen Respekts und Toleranz, wobei July den württembergischen Pietismus nicht als fundamentalistisch bezeichnete. (Wie schön für mich, der ich auch dem Pietismus angehöre.)

Durch diese allgemein gehaltenen und angepassten Formulierungen räumt der Bischof allerdings ein, dass es einen „bekämpfenswerten“ und damit gefährlichen „christlichen Fundamentalismus“ gibt.

Solche Aussagen könnten mit dazu beitragen, den Mordanschlag in Norwegen zu instrumentalisieren, um ihn als Vorwand zur Einschränkung der Meinungsfreiheit zu missbrauchen, wodurch es möglich wird, jeden, der sich nicht so ausdrückt, wie es der gewünschten politisch korrekten Meinung entspricht, der „Begünstigung rechtsradikaler, terroristischer Umtriebe“ zu bezichtigen.

Im negativen Sinne „wegweisend“, könnten hier die Vorstellungen des linksorientierten Philosophen Herbert Marcuse sein, der bereits 1965 von einer „befreienden Toleranz“ schwadronierte, die darin bestehe, gegen die „Tyrannei der Mehrheit“ vorzugehen.

Diese „befreiende Toleranz“ müsse Intoleranz gegenüber Bewegungen von rechts bedeuten und Duldung von Bewegungen von links. Den Rechten müsse die Toleranz bereits „auf der Stufe der Kommunikation in Wort, Druck und Bild entzogen“ werden, noch ehe sie überhaupt praktisch tätig werden können.

Das ist eine Perversion des Begriffs Toleranz und ein Aufruf zur Beseitigung der Meinungsfreiheit, wie man es nur von Diktaturen kennt, in denen die Staatsideologie als die „einzige Wahrheit“, gilt, weshalb alles andere, als falsch und verkehrt verhindert und bestraft werden muss.

Bezogen auf unsere Zeit würde die Verwirklichung solcher Utopien – die ganz im Sinne mancher Linker sind, die das bereits ansatzweise praktizieren – alle diejenigen treffen, die sich gegen den Zeitgeist stellen, unbequeme Wahrheiten äußern und damit automatisch als „rechts“ gelten.

Denn der schwammige Begriff „rechts“ lässt sich mittlerweile auf alles, was nicht multikulturell, islamfreundlich, homofreundlich, ökologisch, relativistisch, genderistisch usw. ist, und zu allem Überfluss dazu vielleicht noch christlich-bibeltreu orientiert ist, anwenden.

Und deshalb habe ich dem Bischof auch in einer Mail einen von mir verfassten Leserbrief geschickt:

Es wäre Sache des Herrn Landesbischofs gewesen, keine theoretischen Betrachtungen über den „christlichen Fundamentalismus anzustellen, gegen den man vorgehen muss“, womit er indirekt einräumt, dass es in der Christenheit einen „bekämpfenswerten und bedrohlichen“ Fundamentalismus gibt, sondern auf das Energischste dagegen zu protestieren, dass im Zusammenhang mit dem Attentat in Norwegen überhaupt ein Begriff wie „christlicher Fundamentalismus“ gebraucht wird.
Das ist eine Ungeheuerlichkeit, auf die es nicht ausreicht, mit dem üblichen vieldeutig-nichtssagenden Worten zu reagieren.

Hier gilt es in aller Deutlichkeit klarzumachen, dass nicht jeder Straftäter, der unter anderem Glied einer Kirche ist und ein verschwommenes Verständnis vom Christentum hat, automatisch ein „christlicher Fundamentalist“ ist, und dass sich zudem sektiererische Christen, die ein verbissenes Glaubensverständnis haben und deshalb als „Fundamentalisten“ bezeichnet werden, meilenweit von islamistischen Fundamentalisten unterscheiden. Bischof July hat hier neuerlich das schwache Bild bestätigt, das man von unserer Evangelischen Kirche haben muss.

Weltkarte zur Verfolgung von Christen

Zufälligerweise erhielt ich am gleichen Tag noch folgende Meldung:

Da ich regelmässig von “The Voice of the Martyrs” (Stimmer der Märtyrer) per e-Mail informiert werde über Neuigkeiten bzgl. verfolgter und gefangener Christen in aller Welt, erhielt ich kürzlich dieses beigefügte e-Mail über den Fall von der christlichen Ehefrau und Mutter Asia Bibi in Pakistan, die bereits seit dem 19.06.2009 (!) wegen ihres Bekenntnisses zu Jesus Christus im Gefängnis festgehalten wird und auf ihre Todesstrafe wartet. Ihre Anwälte haben sich bei dem Hohen Gericht von Lahore/Pakistan bereits für sie eingesetzt, aber wenn dies nichts nützen würde, dann wäre Aisa Bibi die erste Frau, die gesetzesmässig hingerichtet werden würde aufgrund des Blasphemie-Gesetzes in Pakistan …!!

(In der angefügten Mail ging es um eine Unterschriftensammlung zu Gunsten der inhaftierten Christin.)

Diese Meldung habe ich dann gleich angefügt, damit der Herr Landesbischof über den Begriff „Fundamentalismus“ nachdenken kann und diesen nicht länger fahrlässig im Zusammenhang mit dem Christentum verwendet.

Darüber, wie und warum sich Menschen zu solchen Tätern wie der norwegische Massenmörder entwickeln können, kann man nur spekulieren.

Denkbar wäre, dass der allgemeine Verfall verbindlicher ethischer Werte in Westeuropa, der mit Atheismus, Relativismus und Vereinsamung einhergeht, solche psychopathischen Entwicklungen begünstigt. Wenn dann Multikulturalismus wahnhaft als Ursache für das eigene Unwohlsein ausgemacht wird, kann es zu solchen extremen Taten kommen.

Das war bei den RAF-Terroristen nicht anders, die den Grund für ihr „Unwohlsein“ ebenso in gesellschaftlichen Zuständen, nur unter anderem Vorzeichen, sahen.

Wie kann das im Lichte des Wortes Gottes gesehen werden?

Denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.
1. Mose 8, 21

Warum ein Mensch und damit „einer von uns“ so handeln kann, bleibt uns unverständlich. Alle Erklärungen, wie „rechtsextrem“ oder die böswillige Unterstellung „christlicher Fundamentalist“ greifen ebenso kurz wie „Geltungsdrang“ oder „der Wunsch in den Geschichtsbüchern verewigt zu werden“ und ähnliches.

Der obige Vers, stellt die richtige Diagnose:

Das Menschenherz, der innerste Wesenkern des Menschen, ist es, der zu jeder Gemeinheit und Bösartigkeit fähig ist, der sich im Alltag in „kleineren Gemeinheiten auslebt“ und im Extremfall dann auch, wie im Fall des Oslo-Attentäters oder der El-Kaida Terroristen, in ungeahntem Maße ausarten kann.

Es bringt deshalb nichts die unterschiedlich motivierten Taten abzugleichen und gegeneinander „aufzurechnen“, weil die letzte und eigentliche Ursache, nämlich das Böse, nicht in den Griff zu bekommen ist, weil derjenige, der das Böse bekämpfen will, als Mensch bereits selbst vom Bösen infiziert ist.

Das Wort Gottes will uns diesen Sachverhalt nüchtern und klar bewusst machen und uns gleichzeitig davor bewahren die Gründe in endlosen, tiefschürfenden Analysen und damit an der falschen Stelle zu suchen.

Analysen haben zwar durchaus ihr Berechtigung, wenn es um die strafrechtliche Bewertung einer Tat und um Vorsichtsmaßnahmen geht – das „Geheimnis der Bosheit“, von dem die Schrift spricht, lässt sich auf diese Weise aber nicht ergründen.

Und deshalb bleibt nach allen Amokläufen und Terrorakten immer eine große Ratlosigkeit zurück. Ebenso bleibt bei allen Vorsichtsmaßnahmen immer ein Restrisiko, an dem alle verbissenen Versuche, dieses auf Null zu minimieren, scheitern müssen und wo alle diesbezüglichen Vorwürfe und „Besserwissereien“ nichts bringen, weil das Leben und die Menschen nun mal unberechenbar und damit „lebensgefährlich“ bleiben.

Und welche Haltung nehmen wir hierzu als Christen ein?

Von den üblichen Vorkehrungen, weiteren Verboten und endlosen Sicherheitsvorschriften abgesehen, die alle keine absolute Sicherheit bieten, können wir nur Gott bitten, dass er uns vor dem Bösen in uns und um uns herum bewahrt.

Und hier ist es Jesus Christus, der das Böse als einziger besiegt und im Griff hat und an den wir uns deshalb halten müssen, damit er uns verändert, zu neuen Menschen macht und das Böse in uns, in Gestalt des „Alten Adams“ und der „Alten Eva“, die wir in diesem Leben nicht loswerden, im Zaum hält.

Es grüßt

Jörgen Bauer FCDI – Quelle

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254. Krisenfabrik Europa

Freitag, 4. März 2011 | Autor:

Foto Montage Agentur PJI UG – Sterbendes Europa

 

Autor: SIEGFRIED H. BUCHHOLZ

Der von der RAF ermordete und meines Erachtens bisher beste Chef der Deutschen Bank, Alfred Herrenhausen, sagte einmal: «Die meisten Probleme entstehen dadurch, dass wir die Dinge nicht zu Ende denken.»

Es dürfte kaum eine bessere Erklärung für das Zustandekommen der derzeitigen Krise geben. Es ist schon schmerzhaft, mitzuerleben, welche Umwege und Abwege das erstmals geeinte Europa geht bei dem Versuch, sich selbst ein Gesicht zu geben. Die erste Europa-Regierung der Geschichte existierte nur wenige Jahre, bis ein Controller (und Christ) aus Belgien beweisen konnte, dass die neue Europa-Elite so korrupt agierte, dass sie abtreten musste. Die derzeitige Regierung erlaubt offensichtlich noch mehr Korruption, sorgt aber dafür, dass kein neuer Kontrolleur mehr genügend Fakten sammeln darf. Kein Nationalstaat der Welt und auch kein großes Wirtschaftsunternehmen bezahlt seine Mitarbeiter so üppig wie die Europäische Kommission – könnte es sein, dass Athen von Brüssel gelernt hat, wie man den lockeren Umgang mit Geld rechtfertigt? Es gibt da bemerkenswerte Parallelen.

Fast alle Fachleute sind sich einig, dass das Geld-Paket an Griechenland kein Ausweg aus der Krise ist.

Das tägliche Sensationsgeschwätz einiger Massenmedien verstellt vielen von uns immer mehr den Blick dafür, wie die derzeitige Krise entstand und was sie ihrem Charakter nach ist. Alles begann mit der US-Immobilienkrise, an der Goldman Sachs gut verdiente. Das führte zu einer Bankenkrise, an der die Wall Street (New York) gut verdiente. Erst jetzt schwappte der Prozess nach Europa über und es entstand die Euro-Krise, an der viele Spekulanten gut verdienen. Vieles spricht dafür, dass die Euro-Krise der Eintritt in eine tiefer gehende Gesellschaftskrise sein könnte, bei der es dann nicht mehr viele Gewinner gibt. Eines muss jedoch deutlich sein: Die Euro-Krise haben uns nicht die Amerikaner eingebrockt, die hat Europa selbst gestartet. Europäische Politiker haben unsere Hartwährung weich geklopft. Alles begann 2004, als die beiden Euro-Schwergewichte Deutschland und Frankreich den Stabilitätspakt mit seinen strikten Defizit-Grenzen ausser Kraft setzten. Sie hätten sonst wegen Verletzung der Maastricht-Kriterien 10 bzw. 7,5 Mrd. Euro zahlen müssen. Auch der Versuch von Eurostat, die «Trickser» zu zähmen, wurde abgewürgt.

Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» analysiert das derzeitige Debakel etwasprovokant: «Am Ende ist der Spekulant doch der letzte Verbündete des Bürgers im Kampf gegen ausufernde Staatsverschuldung – quasi als disziplinierende Kraft!» Mittlerweile haben die Euroländer über sieben Billionen Euro (12 Nullen!) Schulden zusammengebracht. Das Schweizer IMD-Institut hat einen «Staatsschulden-Stresstest» erstellt, d. h. eine Schätzung, wann jedes Land seine Schuldenberge wieder auf ein tragbares Mass reduziert hat. Unter optimalen Bedingungen wird das für Deutschland 2028 sein. Sollte uns das alles nicht nachdenklich stimmen? Die gleiche politische Führungselite,
die sich noch vor einigen Jahren grosse Mühe gab, bei der Konstruktion des neuen Europa jeglichen Gottesbezug aus der Verfassung herauszudrängen, versucht heute, dieses bewusst ohne Gott gebaute Konstrukt mit einem Geld-Hilfsprojekt nach Griechenland zu retten. Fast alle Fachleute sind sich einig, dass das kein Ausweg aus der Krise ist, wahrscheinlich kommt es zu einer (europäischen) Neuauflage von Lehman Brothers.

Unser eigentliches Problem sind nicht gierige Banker, gerissene Hedgefond- Manager und bestechliche Rating-Agenturen, unser eigentliches Problem ist das Versagen der politischen Eliten,
denen Popularität wichtiger ist als Professionalität. Aber so kann man Machtlosigkeit nicht kaschieren. Der Apostel Paulus hatte seinen Freunden in Rom damals schon erklärt (Röm. 1,28), dass Krisenmanagement ohne Gottes Hilfe für uns oft eine Nummer zu gross ist: «Weil Menschen es für unnötig hielten, nach Gott zu fragen und ihn ernst zu nehmen, hat Gott sie ihrem untauglich gewordenen Verstand überlassen!» Als Gott aufgefordert wurde, die EU zu verlassen – hat er da den Verstand der Führenden vielleicht mitgenommen?

Schlußbemerkung:

Wir haben in unseren Ländern und in Europa inzwischen eine Politiker Diktatur, die dabei ist die Reste von Demokratie in den nächsten Jahren zu nichte machen. Die Menschen in Europa wollen Gott nicht, also werden Sie die Folgen zu tragen haben( was der Mensch sät, dass wird er ernten).

Ein Wort der Bibel, dass in Sprüche 29, Vers 18 zu lesen ist, bewahrheitet sich schon jetzt:

„Wenn keine Vision da ist, verwildert das Volk.“ Der Grund für Stagnation im Privatleben, Kirche und Wirtschaft sind Menschen, die das Augenlicht noch haben, jedoch visionslos durchs Leben gehen(A.Herrmann).

M.T.

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