Home

Archiv für die Kategorie » Denke einmal nach! «

285. Kinderbesprenkelung – oder – biblische Taufe?

Montag, 15. August 2011 | Autor:

Einführung

lm Neuen Testament, dem Fundament des christlichen Glaubens, findet man über 40 Stellen, die über die Taufe sprechen. Die Lehre darüber nahm also unter den ersten Christen einen weiten Raum ein, während in unserer sonst so „aufgeklärten“ Zeit viel Unkenntnis über diese für Christen äußerst wichtigen Frage herrscht.
Durch Beantwortung nachfolgender Fragen, die bei seelsorgerlichen Gesprächen immer wieder auftauchen, soll der Versuch gemacht werden, vielen Wahrheitssuchenden zur Erkenntnis der Wahrheit über die biblische Taufe zu verhelfen. ln allem wollen wir uns an die Lehre JESU halten, denn ER sagt in Johannes 8,31.32: ,,So ihr bleiben werdet an meiner Rede, so seid ihr meine rechten Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch freimachen.“

Frage 1:

Ist die Taufe von Gott angeordnet oder von Menschen eingeführt?

Eine ähnliche Frage stellte Jesus auch Seinen Gegnern und Kritikern in Markus 11, 30: „War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen? Antwortet mir“

Damals versuchten die Gegner Jesu sich um eine klare Antwort zu drücken. Heute aber wollen wir uns ganz auf die Seite der Bibel stellen und bekennen, dass die Taufe eines gläubigen Menschen von Gott verordnet ist. Kompromisslos betonte JESUS Christus immer wieder: „Es steht geschrieben!“ Damit verwies Er unmissverständlich auf die Autorität der Heiligen Schrift, auch als Er einst einem Schriftgelehrten die Frage stellte: ,,Wie steht geschrieben, was liesest du?“ (Lukas 10, 26.) So wird auch heute jedermann, der Gottes Wort ernst nimmt, zu der Erkenntnis kommen: „Die Taufe eines Menschen ist Gottes heiliger Wille“.

 

Ein Mensch der schläft wenn er seinen Glauben bekennt

 

Frage 2:

Gehört die Taufe an den Anfang oder an das Ende des christlichen Lebens?

Laut Hebräer 6, 1 gehört die Taufe zu den Anfangslehren des christlichen Lebens. Es ist gewissermaßen nach der persönlichen Hingabe an Gott und Glauben an das Versöhnungsopfer JESU auf Golgatha der zweite Schritt eines Christen auf dem Weg des Heils. Verschiedene Beispiele im Worte Gottes zeigen, dass an den Herrn JESUS Christus gläubig gewordene Menschen gleich am Anfang ihres Glaubenslebens sich taufen ließen. Selbst der Herr Jesus ließ sich zu Beginn Seines irdischen Dienstes von Johannes dem Täufer taufen. In seiner ersten Predigt an Pfingsten in Jerusalem fordert der Apostel Petrus die Zuhörer zur Umkehr vom alten Leben und zur sofortigen Taufe auf. Diesem Ruf zur Buße folgten dann spontan dreitausend Seelen, die sich an Ort und Stelle auch taufen ließen (Apostelgeschichte 2,37 -41). Kapitel 8 und 10 der Apostelgeschichte berichten über die Bekehrung des Finanzministers aus Äthiopien bzw. des römischen Hauptmanns Kornelius, die sich sofort, nachdem sie zum ersten Male die Predigt des Evangeliums gehört hatten, taufen ließen. Nirgendwo steht etwas, dass ein Mensch erst nach jahrelangem frommen Wandel, nachdem er einen bestimmten Grad von ,,Heiligkeit“ erreicht hat, gewissermaßen zur Krönung seines Lebens sich taufen lassen soll.

Frage 3:

Ich bin schon lange ein Gotteskind, wozu soll ich mich noch taufen lassen?

In Apostelgeschichte 10, 47 u. 48  lesen wir, wie der Menschenfischer Petrus befiehlt, gläubige Menschen, die schon den Heiligen Geist empfangen hatten, zu taufen. Hier handelt es sich um Menschen, die genauso den Heiligen Geist empfingen wie die Apostel an Pfingsten. Niemand sagte: ,,Nun sind wir Gotteskinder und haben den Heiligen Geist, wir brauchen keine Taufe mehr.“ Nein, gerade weil sie Gotteskinder und mit dem Heiligen Geist erfüllt waren, erteilte Petrus den Befehl zur Taufe, und alle Gläubigen gehorchten. Nach Apostelgeschichte 19, 1-7 kam der Apostel Paulus eines Tages nach Ephesus. Dort fand er zwölf Jünger. Er fragte sie: „Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, da ihr gläubig wurdet?“ Diese Epheser waren erstaunt, denn sie hatten noch nie davon gehört. Paulus fragte weiter: „Worauf seid ihr denn getauft?“ Taufe und Geistesempfang haben also nach Paulus einen inneren Zusammenhang. Es stellte sich heraus, dass diese Leute schon mit ,,der Taufe des Johannes“ getauft waren, die ja von Gott verordnet war. Nach einer kurzen Belehrung über die Taufe Christi durch den Apostel ließen sich diese Gläubigen nochmals taufen, und zwar auf den Namen des Herrn Jesu und empfingen sogleich den Heiligen Geist, redeten mit Zungen und weissagten. Die Taufe ist also nicht für ,,Heiden“, sondern für Gotteskinder, die den Herrn JESUS aufrichtig lieben.

Frage 4:

Ist die Taufe nur eine äußerliche Sache, auf die es nicht weiter ankommt?

Von Johannes dem Täufer steht in Markus 1, 4 und Lukas 3, 3: ,,Er predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden.“ Jeder, der nun wollte, brachte sein Leben mit Gott in Ordnung und ließ sich taufen. Selbst Jesus kam eines Tages zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Jedoch sträubte sich dieser zunächst, Ihn, den Sohn Gottes, zu taufen. Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: ,,Lass es jetzt so sein; denn also gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen“ (Matthäus 3, 15). Er stellte sich als Lamm Gottes als Erster unter die Sünder und sagte: ,,Also gebührt es uns.“ Jesus sagte ,,uns“, damit meinte Er sich und Seine ganze Gemeinde. Wenn ich zu Seiner Gemeinde gehören will, was hält mich dann zurück, diesen Schritt in die Taufe zu tun? Wäre die Taufe des Johannes eine äußere Sache gewesen, hätte sich Jesus bestimmt nicht taufen lassen. Ebenso wenig ist auch die Taufe auf den Namen Jesu eine nur mehr oder weniger bedeutungslose äußere Handlung.

Gemälde von Michael Willfort

Frage 5:

Was ist die eigentliche Bedeutung der Taufe?

Römer 6, 3-4 sagt: “..Wisset ihr nicht, dass alle, die wir in Jesus Christus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod.“ Genauso steht in Kolosser 2, 12: „In dem ihr mit ihm begraben seid durch die Taufe; in welchem ihr auch seid auferstanden durch den Glauben, den Gott wirkt, welcher ihn auferweckt hat von den Toten.“ Somit ist also die Taufe eine sinnbildliche Beerdigung des alten Menschen, der durch Buße und Bekehrung der Sünde gestorben und samt Ihm gekreuzigt ist (1.Petri 2, 24; Römer 6, 6). Von einer Beerdigung des alten Menschen bei einer Kindertaufe kann also niemals die Rede sein. In 1.Petri 3, 19-21 erklärt uns der Apostel Petrus den Sinn der Taufe von einer anderen Seite. Er erinnert an die Zeit Noahs, wie damals die Menschen wegen ihres Unglaubens und ihres Besserwissens durch Wasser verloren gingen, während Noah alles tat, was Gott ihm befahl (1.Mose 6,22) und dadurch gerettet wurde. Was für die Welt Gericht war, erwies sich für Noah als d i e Rettung. Gerettet durchs Wasser! So ist es in unserer Zeit, die ja der Herr Jesus selber mit der Zeit Noahs verglich (Matthäus 24, Vers 37). Gott hat uns durch Sein Wort nicht nur das kommende Gericht eröffnet, nein, Er hat uns auch den Weg und die Mittel zur Errettung verkündet. Jedermann hat es selber in der Hand, den Weg der Errettung zu gehen oder ihn besserwissend zu missachten.

Frage 6:

 

Welches ist die richtige Form der Taufe?

Auch hier wollen wir nur gelten lassen, was die Bibel uns lehrt. Menschliche Aufsätze von Weihwasser, Salz, anhauchen durch den Priester, Taufpaten und Taufschleierchen wollen wir beiseite lassen. Dagegen lesen wir in Matthäus 3, Vers 16 und Markus 1, 10: „Und da Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser.“ Er war also ganz ins Wasser gegangen, um sich taufen zu lassen, und zwar durch Untertauchen; denn der ursprüngliche Sinn von taufen heißt „untertauchen“, nicht besprenken. Jesus wurde nicht nur im Wasser stehend mit einer Schale oder einer Handvoll Wasser begossen, sondern Er wurde untergetaucht. In Johannes 3, 23 steht geschrieben: „Johannes taufte auch noch zu Enon, nahe bei Salim: denn es war vie I Wasser daselbst.“ Johannes der Täufer ging also an eine Stelle, wo der Jordan tief genug war, um die Täuflinge im Wasser unterzutauchen.
Hätte er sie nur besprengt, dann würde die Bibel nichts von der Stelle des Jordans erwähnen, wo viel Wasser war. Über die Taufe des Kämmerers aus dem Mohrenland berichtet Apostelgeschichte B, 38. 39, dass beide, der Täufer und der Täufling, ins Wasser hinab stiegen und auch beide wieder heraufstiegen. Interessant ist, dass man heute noch in alten Kirchen und Kathedralen, z. B. in Italien und Frankreich, große Taufbecken findet, die davon zeugen, dass man einst erwachsene Menschen durch Untertauchen getauft hat.

Gemälde von Michael Willfort

Frage 7:

Was ist Voraussetzung zur Taufe?

Nach Markus 16, 16 sagte JESUS kurz vor Seiner Himmelfahrt: ,,Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden.“ Aus diesen Worten JESU geht eindeutig hervor, dass vor jeder Taufe der Täufling durch das Hören der Predigt des Wortes Gottes erst zum Glauben kommen muss (Römer 10, 17). Da den Säuglingen noch nicht gepredigt wird, versteht sich, dass der HERR nur an Menschen denkt, die Verstand haben, um das Wort Gottes aufzunehmen. So sehen wir auch aus mehreren Schriftstellen, dass eine Belehrung der Menschen in jedem Fall der Taufe vorausging. Zum Beispiel wurde am Pfingsttag die Menge in Jerusalem durch Petrus belehrt (Apostelgeschichte 2, 38; Saulus bzw. Paulus erhielt vor seiner Taufe von Ananias eine Unterweisung (Apostelgeschichte 9,17); der Hauptmann Kornelius und seine Leute hörten Petrus (Apostelgeschichte 10, 47); Philippus belehrte den Kämmerer (Apostelgeschichte 8, 35.36); die Jünger in Ephesus wurden vor ihrer Taufe durch Paulus aufgeklärt (Apostelgeschichte 19, Vers 4-5). Die Voraussetzung zur Taufe ist demnach eine gründliche Unterweisung im Worte Gottes und ein daraus sich ergebender Glaube. Selbstverständlich ist, dass ein Mensch durch die Annahme des Wortes Gottes seine Sünden erkannt, bekannt und somit Vergebung erlangt hat. Für jeden so an den Herrn JESUS gläubig gewordenen Menschen ergibt sich die Frage des Kämmerers in Apostelgeschichte 8,36: „… was hindert’s, dass ich mich taufen lasse?“ Ist es vielleicht meine eigene, von den Vätern überlieferte unbiblische Meinung, die mich von der Taufe zurückhält, oder ist es die Furcht vor den Angehörigen oder Verwandten, die mich wegen der Taufe verspotten oder gar verstoßen könnten?

Frage 8:

Muss ich mich nochmals taufen lassen, wenn ich als Kind schon getauft wurde?

Inzwischen wurde an Hand der Heiligen Schrift gezeigt, dass die Täuflinge in den Tagen der Apostel ,,sich taufen ließen“. Die Entscheidung, wer, wann und wo getauft wurde, fällten nicht die Eltern oder die Taufpaten, sondern der Täufling selbst. Dazu musste er also ein gewisses Alter erreicht haben, um sich für oder gegen die Taufe entscheiden zu können. Bei der Kindertaufe bestimmen ja die Eltern, ob und nach welchem Ritus das Kind getauft wird, ohne dass das Kind um seine Meinung gefragt wird. Es handelt sich dabei um ein „getauft werden“, genauer gesagt um ein mit ,,Wasser besprengt werden“ und nicht um ein biblisches „sich taufen lassen“.
Da Kindertaufe in der Bibel mit keinem Wort erwähnt ist, hat sie als rein menschliche Lehre in den Augen Gottes gar keinen Wert. Somit kann auch nicht von einer Wiedertaufe die Rede sein, wenn ein gläubig gewordener Mensch sich taufen lässt. Erst wenn der Mensch nach persönlicher Hingabe an Gott und Glaube an das Erlösungswerk von Golgatha sich gemäß dem Vorbild Jesu im Wasser taufen lässt, ist er getauft. „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“, so schreibt der Apostel in Epheser 4, Vers 5. Es gibt also nur e i n e Taufe, die Gültigkeit hat bei Gott, und das ist die biblische Taufe eines Menschen, der wiedergeboren ist zu einer lebendigen Hoffnung (,l. Petrus 1, 3) und sich freiwillig zu diesem Schritt ins Taufwasser entschließt.

Die alte Bibel weiß es

Frage 9:

Sind getaufte Christen besser als ungetaufte?

Oft hört man aus Kreisen, die der biblischen Taufe ablehnend gegenüberstehen, den Einwand, dass getaufte Christen auch nicht besser und geistlicher seien als solche, die nicht getauft sind. Sicher gibt es getaufte Christen. die nicht würdig in ihrer Berufung wandeln. Darüber gibt uns auch die Bibel Bericht in Apostelgeschichte 8, 13 von Simon dem Zauberer, der sich taufen ließ und dann von Petrus zurechtgewiesen wurde. Die Apostel ließen sich dadurch aber nicht in ihrer Verkündigung der Frohen Botschaft aufhalten, nur weil da jemand nicht so wandelte, wie es sein sollte. Ein getaufter Christ steht und fällt ja seinem Herrn und muss sich vor Ihm verantworten. Neben diesem negativen Beispiel lesen wir von dem Kämmerer in demselben Kapitel der Apostelgeschichte in Vers 39, dass, nachdem er sich taufen ließ, er seine Straße fröhlich zog. Er war also nicht traurig darüber, sondern wurde mit dem langersehnten Frieden im Herzen erfüllt, und von Stund an war „die Freude im Herrn seine Stärke“. Taufe bedeutete für ihn einen vermehrten Zustrom göttlicher Kraft in seinem Leben.
Durch den erwiesenen Glaubensgehorsam öffnen sich für den Täufling neue Kraftquellen Gottes. Viele Gläubige, die nach anfänglichem Zögern sich eines Tages doch taufen ließen, können über wunderbare Erfahrungen mit dem Herrn berichten, wie zum Beispiel über auffällige Heilungen von körperlichen und seelischen Leiden oder Bekehrungen von lieben Angehörigen, für die man schon lange gebetet hatte. Genau wie bei JESUS nach Seiner Taufe sich der Himmel öffnete, der Heilige Geist auf Ihn herabkam und der himmlische Vater Sein Wohlgefallen bekundete, wird jeder aufrichtige Täufling durch seinen Gehorsam besonderen Segen von Gott empfangen.

Frage 10:

Was ist mit kleinen Kindern, wenn sie nicht getauft sind?

Die Allgemeinheit denkt, dass, wenn kleine Kinder ungetauft sterben, sie verloren gehen. Demgegenüber steht aber das Wort aus dem Munde Jesu in Matthäus 19, 14: ,,Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solcher ist das Himmelreich.“ Der Meister sagte kein Wort davon, dass man die Kinder taufen soll, und, wenn sie nicht getauft sind, sie verloren gehen. Nein, Jesus sagte: „Solcher – nämlich der Kinder -, ist das Himmelreich.“ Nach der Heiligen Schrift werden kleine Kinder nicht gegen ihren Willen und ohne persönlich glauben zu können, getauft. Wie das Kind Jesu von seiner Mutter Maria und Joseph in den Tempel gebracht wurde (Lukas 2,22ft), um Gott geweiht zu werden, so werden auch heute kleine Kinder von gläubigen Eltern in die Gemeinde gebracht, wo man für sie in besonderer Weise um den Segen des HERRN bittet. Während die Kinder dann heranwachsen, werden sie im Worte Gottes unterwiesen und können nach einer persönlichen Bekehrung zu JESUS selbst entscheiden, wann sie sich taufen lassen wollen.

Frage 11:

 

Ist es Sünde, wenn ich mich nicht taufen lasse?

Aus den Abschiedsworten Jesu (Matthäus 28, 19; Markus 16, 16) und der Praxis der Apostel erkennt man überall klar den Befehl zur Taufe. Wer also seinem Herrn gefallen will, der wird ohne Widerspruch sich Seinem Befehl unterordnen. Wenn zum Beispiel ein Soldat im Kriegsfall sich den Anordnungen seines vorgesetzten Heerführers widersetzt, wird er kurzerhand wegen Befehlsverweigerung an die Wand gestellt. Bis zum Tage der Erscheinung Jesu Christi in den Wolken des Himmels (Lukas 21, 27.28) steht die Gemeinde Jesu im Kampf gegen den Fürsten der Finsternis. Jetzt kommt es darauf an, dass die Streiter Christi ihrem himmlischen Heerführer gehorchen, andernfalls werden sie vom Feind erbarmungslos, „abgeschossen“. Um siegreich den verordneten Kampf zu bestehen, hat Jesus vor Seiner Himmelfahrt den Jüngern die Kraft des Heiligen Geistes versprochen, mit der sie an Pfingsten ausgerüstet wurden. Petrus trat dann mit seiner ersten Predigt an die Öffentlichkeit und erklärte der nach Errettung fragenden Menge: „Tut Buße und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen“ (Apostelgeschichte 2, 38). Nach Apostelgeschichte 5, 32 gibt Gott den Heiligen Geist denen, die Ihm gehorchen. Sich nicht taufen lassen ist und bleibt Ungehorsam gegenüber dem HERRN. Wegen dieses Ungehorsams kann Er viele Seiner Kinder nicht so mit göttlicher Kraft ausrüsten, wie Er gerne möchte. Anstatt ein Überwinderleben zur Ehre Jesu zu führen, sind solche Christen immer am Klagen und Jammern und schlechte Zeugen Seiner Auferstehungskraft.

Gemälde von Michael Willfort

Frage 12:

 

Werde ich auch ohne Taufe errettet?

Es steht nirgends geschrieben, dass man ohne Taufe verloren geht. Der Verbrecher, der mit Jesus hingerichtet wurde, hatte zum Beispiel keine Gelegenheit mehr, sich taufen zu lassen, und doch versprach ihm Jesus das Paradies, Wenn aber ein Mensch die Möglichkeit hat, sich taufen zu lassen, und es nicht tut, dann ist es einfach Ungehorsam gegenüber des Herrn Wort. Nach 1. Samuel 15, 23 hat der König Saul nicht g e n a u das Wort des Herrn befolgt und wurde wegen Zaubereisünde und Abgötterei von Gott verworfen. Saul fürchtete das Volk mehr als Gott, und das war sein Untergang. Wer auch heute noch, zum Beispiel in der Tauffrage, mehr auf Menschen als auf Gott hört, muss, ebenso wie Saul, damit rechnen, von Gott bestraft zu werden. Wie in einer Familie der ungehorsame, widerspenstige Sohn eines Tages von seinem Vater enterbt werden kann, so kann auch ein Kind Gottes durch Ungehorsam sein himmlisches Erbe verlieren.
In Matthäus 7,21 sagt Jesus: ,,Es werden nicht alle, die zu mir Herr, Herr sagen, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“

Frage 13:

Wird man durch die Taufe Mitglied einer Kirche?
Von den Bewohnern Jerusalems, die an Pfingsten der Predigt des Petrus zugehört hatten, lesen wir, dass, wer nun Sein Wort gern annahm, sich taufen ließ und zur Gemeinde hinzugetan wurde (Apostelgeschichte 2, 41). Diese Menschen wurden zur Gemeinde des HERRN getan, der Gemeinde der Erstgeborenen, deren Namen im Himmel angeschrieben sind (Hebräer 12, 23). Daneben waren sie auch Glieder in der lokalen Christengemeinde in JERUSALEM. Hier in dieser Lokalgemeinde wurde jeder einzelne Gläubige mehr im Wort Gottes unterwiesen, um so ein brauchbares Glied am Leibe JESU zu sein. Auch heute wird jeder wahrhaftige Christ nach seiner Taufe Gemeinschaft mit Gläubigen in einer biblisch orientierten lokalen Gemeinde suchen und finden. Denn nur in der Gemeinschaft mit anderen Christen wird er für seine Seele die Nahrung finden, die er für ein gesundes, geistliches Wachstum braucht. So wird ein wiedergeborenes Gotteskind durch die Taufe nicht automatisch Mitglied in einer Kirche, sondern Glied in der Gemeinde JESU, in der es seine Pflichten und Aufgaben gegenüber den anderen Gliedern erfüllt.

Gemälde von Michael Willfort

 

Frage 14:

Ist Wassertaufe wichtiger als Geistestaufe?

Wer die Bibel kennt, wird diese Frage nicht stellen, denn hierbei kann es nicht um eine Bewertung dieser beiden ,,Taufen“ gehen. Zunächst sei festgestellt, dass wir in der Bibel den Begriff ,,Geistestaufe“ gar nicht finden. Lediglich wird uns im Zusammenhang mit der Taufe JESU berichtet, dass Johannes der Täufer auf einen Stärkeren wie er hinweist, der ,,mit dem Heiligen Geist taufen wird“. Vor der Himmelfahrt erinnert JESUS selbst noch einmal an diese Prophezeiung (Apostelgeschichte 1, 5), die sich an Pfingsten im Leben der ersten Jünger erfüllte. Dieses Erlebnis des „ Erfülltwerdens mit dem Heiligen Geist“ wie die ersten Christen in Jerusalem, nennt man Taufe mit dem Heiligen Geist oder auch ,,Geistestaufe“.
Hierbei ist nun zu beachten, dass der Empfang des Heiligen Geistes und die Taufe im Wasser zwei verschiedene Dinge sind. Das ,,Getauft werden mit dem Heiligen Geist“ ist von Gott v e r h e i ß e n, dagegen sich taufen zu lassen im Wasser von Gott b e f o h I e n. Die Verheißung erfüllt Gott, das, was befohlen ist, müssen aber wir Menschen tun. Jeder, der nun von Herzen an JESUS glaubt und Ihn liebt, wird Sein Gebot der Taufe befolgen und auf Grund seines Gehorsams zu Gott die Erfüllung mit dem Heiligen Geist (Geistestaufe) erleben.

,,. wir sind seine Zeugen über diese Worte und der heilige Geist, welchen Gott gegeben hat, denen, die ihm gehorchen“ (Apostelgeschichte 5, 32).

Frage 15:

Welchen Wert hat die Kindertaufe?

Vorstehende Ausführungen bewiesen zur Genüge, dass die Kindertaufe nichts mit dem Worte Gottes gemein hat. Da der Begriff ,,Taufe“ im ursprünglichen Sinne des Neuen Testaments ein völliges Untertauchen im Wasser bedeutet, kann bei einer Kleinkindertaufe, bei der dem Kind nur einige Tropfen Wasser auf den Kopf gesprengt werden, nicht einmal von einer Kinderlaufe, sondern bestenfalls von einer Säuglingsbesprenkelung gesprochen werden.
Diese Lehre vom Besprengen kleiner, unwissender Säuglinge ist eine rein menschliche Erfindung. Zum Befolgen solcher Gebote sagt der Herr JESUS in Markus 7, 6.7: ,,Dies Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist ferne von mir. Vergeblich aber ist’s, dass sie mir dienen, dieweil sie lehren solche Lehre, die nichts ist denn Menschengebot.“ Da kann auch keine spätere Konfirmation mit schönen Worten den Glaubensgehorsam ersetzen, denn eine unbiblische Lehre und Einstellung kann man nicht durch eine weitere unbiblische Feier wieder in Ordnung bringen. Da hilft nur ein ,,Zurück zur Bibel“, zurück zu einem ,,Glauben wie die Schrift sagt“. Denn nur solchen Gläubigen verheißt der HERR ,,Ströme lebendigen Wassers“ (Johannes 7, 3B). Wo man sich aber in seiner Selbstgerechtigkeit auf eine unbiblische Handlung stützt, verschließt man sich für den Segen Gottes und erstarrt in toten Formen und Traditionen.
Die Taufe ist nicht, wie manche Theologen fälschlicherweise lehren, die W i e d e r g e b u r t, sondern nur für W i e d e r g e b o r e n e.

 

Frage 16:

Ist die Lehre von der biblischen Taufe erst in jüngster Zeit aufgekommen?

Vielfach besteht die Meinung, dass die Lehre über die biblische Taufe erst in neuerer Zeit aufgekommen ist. Tatsächlich hat sie aber ihren Ursprung aus den Tagen Jesu und der Apostel selbst. Die Säuglingsbesprenkelung dagegen taucht lange nach der Zeil der Apostel auf und fand erst ihre Verbreitung im 4. Jahrhundert, als durch Kaiser Konstantin das Christentum Staatsreligion wurde. lm Schatten der ,,allmächtigen“ großen Kirche, die alle Welt ,,geblendet“ hat, übersah man in den folgenden Jahrhunderten beinahe das helle Licht des Evangeliums, so dass es heute so scheint, als sei die Lehre von der biblischen Taufe neu.
Tatsache ist jedoch, dass in all diesen Zeiten Tausende treuer Zeugen JESU sich allein an Seinem Wort orientierten. Zum Beispiel gab es zur Zeit der Reformation, als die Wahrheiten der Bibel neu auf den Leuchter gestellt wurden, vor allem in der Schweiz und Süddeutschland Tausende meist junger Märtyrer, die um der biblischen Taufe willen blutigst verfolgt wurden. Auch heute, am Ende der Gnadenzeit, wirkt Gott mit Macht. In allen Erdteilen gibt es viele Menschen, die dem Befehl des Herrn JESU folgen und sich gemäß ihres Glaubens taufen lassen. Durch Berichte in Zeitungen und Illustrierten, durch Rundfunk und Fernsehen bekommen Millionen in aller Welt Gelegenheit, von diesem Geschehen zu erfahren.
So dienen auch diese Mittel, um die froh- und freimachende Botschaft, zu der auch die Taufe gehört, aller Welt kund zu tun, denn JESUS sagt: ,,Und es wird gepredigt werden das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt, zu einem Zeugnis über alle Völker, und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24, 14).

Frage 17:

Ist die Lehre über die Taufe nur eine Besonderheit einiger Glaubensgemeinschaften?

Viele vertreten die Ansicht, dass die Lehre über die Taufe nur das Steckenpferd einiger fanatischer Glaubensgemeinschaften sei. Demgegenüber zeigt uns Gottes heiliges Wort, die Bibel, dass es ein fester, untrennbarer Bestandteil des Evangeliums von JESUS Christus ist. Laut Apostelgeschichte 8, 35 predigte Philippus dem Finanzminister der Königin aus Äthiopien „das Evangelium von JESU“. Was er im Einzelnen sagte, wissen wir nicht, doch eins steht fest, Philippus erwähnte in dieser seiner einzigen Predigt des Evangeliums auch die Taufe. Als nämlich ein wenig später der Äthiopier Wasser sah, begehrte er sofort getauft zu werden. Dieses Verlangen nach der Taufe konnte nur auf Grund der gehörten Predigt geweckt worden sein. Für Philippus war also die Lehre über die Taufe keine unwichtige Sache, sondern fester Bestandteil der Frohen Botschaft. Er wagte nicht, etwas von Gottes Wort unter den Tisch fallen zu lassen, nur weil es vielleicht einzelnen Menschen nicht gefiel. Als geisterfüllter Zeuge JESU Christi gab es für ihn nur eins, das zu tun, was JESUS sagte:“… und lehret sie halten a l le s, was ich euch befohlen habe“ (Matthäus 28, 20). Somit stehen alle die Glaubensgemeinschaften, die ein klares Evangelium von JESUS m i t biblischer Taufe verkünden, voll und ganz auf dem Boden der Heiligen Schrift.

Frage 18:

Was sagen namhafte Theologen zur Taufe?

Immer wieder liest man in der Presse von Pfarrern und Theologen, die eine der großen Masse der Gleichgültigen entgegengesetzte Meinung vertreten. Zum Beispiel weigern sich Pfarrer, kleine, unwissende Säuglinge zu taufen und von den Paten ein Versprechen abzunehmen, von dem sie von vornherein wissen, dass es nur Lüge ist, weil diese Paten selber nicht an Gott glauben. So setzt sich auch in diesen Kreisen die Tendenz durch: ,,Zurück zur Bibel!“

Gemälde von Michael Willfort

Hier einige Zitate verschiedener Theologen:

Prof. Dr. Barth:
„Das Gebot der Kindertaufe findet sich weder im Mund JESU noch sonst im Neuen Testament.“

Prof. D. Beyschlag:
„Alles, was man in der Apostelgeschichte von Kindertaufe hineingelesen hat, ist pure Phantasie.“

Prof. Dr. Böhmer:
„Von der Kindertaufe weiß das echte Evangelium, wie es von Christo und Seinen unmittelbaren Jüngern verkündigt worden ist, nichts. Wir können dem Evangelium nicht eine Einrichtung der Kirche aufdrücken, die durch das Evangelium nicht empfohlen wird.“

Prof. Jakobi:
„Gegen die apostolische Einsetzung der Kindertaufe spricht auch 1. Kor. 7, 14. Wäre damals Kindertaufe üblich gewesen, so hätte dieses Argument keine Kraft gehabt, denn sie wären ja dann heilig gewesen durch die christliche Taufe.“

Zum Thema Kinderbesprenkelung und Konfirmation schreibt Stadtpfarrer Meyer, Tübingen:

„Ich halte es für eine Sünde, unreife Kinder auf irgendeine Wahrheit zu verpflichten und ihnen ein das ganze Leben umspannendes Versprechen abzunehmen. Bin ich ein Geistlicher der Landeskirche, so stehe ich ohne allen Zweifel unter dem Apostelwort: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“, und die Kirche weist damit, dass sie eine sündige Einrichtung geschaffen hat, deutlich genug darauf hin, dass sie zur Kategorie Mensch gehört.“

Frage 19:

Hat Jesus auch persönlich getauft?

Manche Gegner der biblischen Taufe führen das Argument an, dass JESUS ja selber nie persönlich getauft habe, deshalb sei die Taufe gar nicht so wichtig.
Doch ein genaues Bibelstudium gibt ein anderes Bild. So schreibt Johannes in Kapitel 3, Vers 22: „Danach kamen Jesus und seine Jünger in das jüdische Land und hatte daselbst sein Wesen mit Ihnen und taufte.“ Hier wird also bezeugt, dass JESUS zu einer Zeit Menschen taufte, während der Johannes der Täufer auch n o c h taufte (Vers 23). Später kamen verschiedene Zuschauer zu Johannes dem Täufer und berichteten diesem von JESUS, dass Er tauft (Kapitel 3, 26); ebenso erfahren auch die Pharisäer, dass JESUS m e h r Jünger machte und taufte als Johannes (Kapitel 4, 1). Aus diesen Aufzeichnungen des Evangelisten Johannes ist also klar zu entnehmen, dass JESUS persönlich Menschen im Wasser taufte. Diesen drei Aussagen der Heiligen Schrift, dass JESUS persönlich taufte, steht nun Johannes 4, 2 gegenüber:“… wiewohl Jesus selber nicht taufte, sondern seine Jünger.“ Der Kritiker sieht in dieser Stelle einen Widerspruch in der Bibel, der sich jedoch bei einiger Überlegung aufklärt.
Als JESUS am Anfang Seines Dienstes hier auf Erden stand, musste Er zunächst Seine ersten Nachfolger persönlich taufen. Danach gab Er diesen Jüngern den Auftrag, weitere Menschen, die Ihm nachfolgen wollten, zu taufen. Laut Lukas 10 hatte JESUS vor Seinem Tode zeitweise eine aktive Jüngerschaft von 70 Personen, die sicher alle getauft waren; denn sonst hätte Er sie bestimmt nicht zum Dienst an den Verlorenen und Kranken ausgesandt. Die Frage, ob JESUS selber getauft hat, kann also trotz der Stelle in Johannes 4, 2 mit ,,ja“ beantwortet werden. „Eine Sache bestehe auf zweier oder dreier Zeugen Mund“, sagt JESUS in Matthäus 18, 16 In diesem Fall sind es drei Zeugen die bestätigen, dass JESUS persönlich
getauft hat.

Frage 20:

Soll ich mich taufen lassen auch ohne direkten persönlichen Befehl des Herrn?

Oft hört man den Einwand: “Ich lass mich erst taufen, wenn der Herr es mir persönlich klar macht, dass ich mich taufen lassen soll.“ Diese Menschen erwarten wohl erst eine spezielle Offenbarung des Herrn, ehe sie tun wollen, was der Meister uns in Seinem Wort befiehlt. Sie gleichen Menschen, die erst an Jesus glauben wollen, nachdem sie ein Wunder gesehen haben, wie zum Beispiel die Gegner Jesu, die Hohenpriester, Schriftgelehrten und Ältesten, die erst an Ihn glauben wollten, wenn Er vor ihren Augen vom Kreuze stiege (Matthäus 27, 41 . 42), oder wie jene Kritiker in Matthäus 12, 38, die gerne ein persönliches Zeichen sehen wollten und dafür vom Herrn zurechtgewiesen wurden.
Damals wie heute verlangt Jesus von allen, die Seine Herrlichkeit einst schauen wollen, bedingungslosen, kindlichen Glauben und Gehorsam. Von den Pharisäern und Schriftgelehrten lesen wir in Lukas 7, 30, dass sie im Zusammenhang mit Johannes dem Täufer Gottes Rat gegen sich verachteten und sich n i c h t taufen ließen. Sie stellten ihre menschlichen Meinungen über Gottes Wort mit dem Ergebnis, dass sie es waren, die Jesus verwarfen, und damit sich und andere ins Unglück stürzten.

Darum, lieber Leser, tritt aus den Reihen der Kritiker in die Reihen der Jünger Jesu und höre den Befehl des Meisters: ,,Was zögerst du? Stehe auf und lass dich taufen“ (Apostelgeschichte 22, Vers 16).
Warte nicht auf eine persönliche Offenbarung des Herrn, die wirst du nie bekommen, sondern gehorche dem Wort, wie es geschrieben steht; denn Jesus sagt in Johannes 14,21: ,,Wer meine Gebote hat und hält sie, d e r ist es, der mich liebt.“ Liebst du Ihn, dann beweise es durch deinen Gehorsam.

Autor: Gerhard Heinzmann

Schlußbemerkung:

Ich habe mich mit 36 Jahren taufen lassen, weil diese Frage in mir innerhalb weniger Wochen vom Heiligen Geist wichtig gemacht wurde. Voraussetzung dafür war aber, dass ich mich mit Gottes Wort beschäftigt habe, und als Konsequenz daraus, ganz einfach dass tat, was mir das Wort Gottes sagt. Im Gehorsam das tun, was auch Jesus getan hat. Das ganze diskutieren in unserer Zeit ob Glaubenstaufe oder Kinderbesprengung – ich weigere mich in diesen Zusammenhang von Taufe zu reden – richtig ist, ist eine reine Scheindiskussion. Wenn Jesus es getan hat – er ist mein Herr – und es im Wort Gottes so klar und deutlich steht, dann ist es keine Frage dies auch zu tun. Ich glaube nicht irgend einen Pfarrer oder irgend einer Kirche. Ich bin allein meinen Lebensretter Jesus – der mich durch sein Blut erlöst hat – gehorsam. Wie weit die meisten sogenannten Christen in unserer Zeit – die eine Kindersprengung verteidigen – schon abgestumpft sind, kann man feststellen, wenn man das Thema diskutiert. Da werden Argumente angegeben, das man nur noch heulen könnte. Wie wichtig Taufe ist, kann man auch daran sehen, dass wenn z.B. Muslime sich taufen lassen, von Ihrer Familie verstoßen oder getötet werden. Dieses Problem haben Sie aber erst dann, wenn Sie sich taufen lassen. Dass allein zeigt schon, wie der Teufel verhindern will, dass sogenannte Christen, dass tun was Gott in seinen Wort angeordnet hat.

Für mich ist in dieser Frage, das Wort Gottes der alleinige Maßstab. Und wenn Jesus in Matthäus 3, Vers 15 sagt: „Lass es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerchtigkeit zu erfüllen“. Wer bin ich, daran zu zweifeln oder zu diskutieren, wie er das gemeint haben könnte.

Solche Diskussionen zeigen nur, wie ungehorsam und weit weg manche von ihren Herrn und Erlöser schon sind. Das Wort Gottes nennt so etwas, den geistlichen Tod.

M.T.

Thema: Denke einmal nach! | Ein Kommentar

278. Schuld sind die Christen und Juden – das war schon immer so

Donnerstag, 4. August 2011 | Autor:

 

Liebe Freunde,

über das Attentat am 22.07.2011 in Norwegen, wo ein Anders Behring Breivik zuerst in Oslo eine gigantische Bombe detonieren ließ um anschließend auf der Ferieninsel Utoya Jugendliche zu Zielscheiben zu machen und über 70 zu erschießen, ist hinsichtlich des Tatherganges ausführlich und minutiös berichtet worden, weshalb ich das hier nicht wiederholen muss.

Auch ich habe hier keine Antwort parat. Bewundernswert ist allerdings die nüchterne Gelassenheit, mit welcher die Norweger auf dieses schlimme Geschehen bislang reagiert haben, einschließlich des Aufrufes keine Hexenjagd gegen die freie Meinungsäußerung zu beginnen.

Wie zu hören war, bleibt Norwegen weiterhin eine offene Gesellschaft, weshalb die entsprechenden Trauerfeiern sowohl in Kirchen als auch Moscheen stattfanden, wobei Einigkeit demonstriert wurde.

Auch das macht nachdenklich. Nicht auszudenken wären die hysterischen Überreaktionen zu denen es bei uns gekommen wäre, wenn so etwas bei uns passiert wäre. Allein das ist schon Grund genug, Gott um Bewahrung vor solch schlimmen Dingen zu bitten.

Mir geht es deshalb darum auf die Begleitumstände, mögliche Ursachen und Folgen hinzuweisen.

Was mich zuerst nachdenklich machte, war folgende Meldung, die ich von dem mir bekannten Dr. Hans Penner, erhielt:

Jerusalem, 24. Juli 2011 – Einen Tag vor dem Massaker auf der Insel Utøya bei Oslo wurde in dem sozialistischen Jugendlager im Beisein von Norwegens Außenminister Jonas Gahr Støre eine Anerkennung des „Staates Palästina“ und ein Boykott Israels thematisiert.

Wie die israelische Zeitung Jedijot Achronot und norwegische Zeitungen berichten, hielten Teilnehmer des Jugendcamps ein Spruchband mit der Aufschrift „Boykott Israel“ hoch, als der Außenminister auf der Insel ankam. Støre beteiligte sich an einer Podiumsdiskussion mit einer norwegischen Journalistin und der Leiterin eines christlichen Hilfsfond.

Beide seien bekannt für ihre anti-israelische Positionen, berichtet die israelische Zeitung. Støre stimmte zu, dass den Palästinensern ein Staat zustehe, wollte sich aber nicht zu einem Boykott Israels äußern. Mehrere jugendliche Überlebende des Massakers berichteten, dass sie die Schießerei des als Polizist verkleideten Mörders zunächst für eine Simulierung israelischer Verbrechen an Palästinensern in den besetzten Gebieten hielten. Sie glaubten, dass ihnen so die „Gräuel der israelischen Besatzung“ vor Augen geführt werden sollten.

Dass die Jugendlichen derartige Schlüsse zogen, lässt auf eine starke Indoktrination der sozialdemokratischen Jugend Norwegens schließen, wobei nachdenklich machen könnte, dass die Mordaktion, „wie eine Antwort“, im Anschluss an die Verurteilung des Staates Israels erfolgte. Ich will hier aber keine Spekulationen anstellen.

Anmerkung: Die Palästinenser sind die „Erfinder“ der erpresserischen Flugzeugentführungen, mit denen sie vor ca. 40 Jahren begannen, um auf sich aufmerksam zu machen, in deren Folge die Flughäfen festungsartig ausgebaut und mit strengen Kontrollen begonnen wurde.

Vordergründig stellt sich die Frage nach den Ursachen für derartige Taten. Die wohlfeilen Antworten, wie „rechtsradikal“ oder „christlicher Fundamentalist“, sind mir zu einfach, da Amokläufe und Terrorakte nichts spezifisch „Rechtsradikales“ oder gar „Christliches“ sind.

Insbesondere ist die Bezeichnung „christlicher Fundamentalist“, wie er von verschiedenen Medien gebraucht wurde, eine nicht zu akzeptierende Ungehörigkeit, weil dadurch, in böswilliger Weise, Stimmung gegen das Christentum, insbesondere bibelgläubige Christen, gemacht wird, die damit mit islamistischen Terroristen auf eine Stufe gestellt werden.

Und der türkische Ministerpräsident Erdogan erkühnt sich, wie der Presse zu entnehmen war, eine „Debatte über den „Christlichen Fundamentalismus“ zu fordern. Gleichzeitig lesen wir, dass islamistische Milizen derzeit massiv die Versorgung der Hungernden am Horn von Afrika verhindern.

Nach Erdogans Ansicht ist die Unterscheidung in Islam und Islamismus falsch, weil es nur einen Islam gibt. Wundern muss man sich dann allerdings, warum sich Erdogan überhaupt noch über die „Vorurteile“ gegenüber dem Islam wundert, deren Ursache angeblich im „Christlichen Fundamentalismus“ zu suchen ist.

Nicht jeder der irgendwann mal getauft wurde und verquere Vorstellungen hinsichtlich des Christentums hat, ist ein „christlicher Fundamentalist“.

Eigentlich sollte man erwarten, dass seitens der Kirche ganz entschieden und energisch gegen eine solche Wortwahl protestiert wird. Wer das erwartet sieht sich aber getäuscht, erfährt man von den Aussagen des Württembergischen Landesbischofs July gegenüber der Presse, über die vom Christlichen Informationsdienst MEDRUM, am 26.07.2011, unter anderem, folgendes mitgeteilt wurde:

Anlässlich der Gewalttaten in Norwegen hat sich der evangelische Landesbischof July gegen christlichen Fundamentalismus ausgesprochen:

Frank Otfried July, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Württemberg hat sich in einem Interview mit der Schwäbischen Post vom 24. Juli 2011 von christlichem Fundamentalismus distanziert. Er glaube schon, dass die Kirchen gegen christlichen Fundamentalismus vorgehen müssten, meinte Bischof July zum Terrorakt in Norwegen, bei dem am 22. Juli 2011 nach korrigierten Angaben der Polizei mindestens 76 Menschen von einem islamfeindlich gesinnten Gewalttäter ermordet wurden. Der Täter gibt vor, die Politik des multikulturellen Zusammenlebens in Europa mit gewaltsamen Anschlägen bekämpfen zu müssen.

Es folgen dann noch die üblichen Aussagen hinsichtlich eines friedlichen Zusammenlebens, gegenseitigen Respekts und Toleranz, wobei July den württembergischen Pietismus nicht als fundamentalistisch bezeichnete. (Wie schön für mich, der ich auch dem Pietismus angehöre.)

Durch diese allgemein gehaltenen und angepassten Formulierungen räumt der Bischof allerdings ein, dass es einen „bekämpfenswerten“ und damit gefährlichen „christlichen Fundamentalismus“ gibt.

Solche Aussagen könnten mit dazu beitragen, den Mordanschlag in Norwegen zu instrumentalisieren, um ihn als Vorwand zur Einschränkung der Meinungsfreiheit zu missbrauchen, wodurch es möglich wird, jeden, der sich nicht so ausdrückt, wie es der gewünschten politisch korrekten Meinung entspricht, der „Begünstigung rechtsradikaler, terroristischer Umtriebe“ zu bezichtigen.

Im negativen Sinne „wegweisend“, könnten hier die Vorstellungen des linksorientierten Philosophen Herbert Marcuse sein, der bereits 1965 von einer „befreienden Toleranz“ schwadronierte, die darin bestehe, gegen die „Tyrannei der Mehrheit“ vorzugehen.

Diese „befreiende Toleranz“ müsse Intoleranz gegenüber Bewegungen von rechts bedeuten und Duldung von Bewegungen von links. Den Rechten müsse die Toleranz bereits „auf der Stufe der Kommunikation in Wort, Druck und Bild entzogen“ werden, noch ehe sie überhaupt praktisch tätig werden können.

Das ist eine Perversion des Begriffs Toleranz und ein Aufruf zur Beseitigung der Meinungsfreiheit, wie man es nur von Diktaturen kennt, in denen die Staatsideologie als die „einzige Wahrheit“, gilt, weshalb alles andere, als falsch und verkehrt verhindert und bestraft werden muss.

Bezogen auf unsere Zeit würde die Verwirklichung solcher Utopien – die ganz im Sinne mancher Linker sind, die das bereits ansatzweise praktizieren – alle diejenigen treffen, die sich gegen den Zeitgeist stellen, unbequeme Wahrheiten äußern und damit automatisch als „rechts“ gelten.

Denn der schwammige Begriff „rechts“ lässt sich mittlerweile auf alles, was nicht multikulturell, islamfreundlich, homofreundlich, ökologisch, relativistisch, genderistisch usw. ist, und zu allem Überfluss dazu vielleicht noch christlich-bibeltreu orientiert ist, anwenden.

Und deshalb habe ich dem Bischof auch in einer Mail einen von mir verfassten Leserbrief geschickt:

Es wäre Sache des Herrn Landesbischofs gewesen, keine theoretischen Betrachtungen über den „christlichen Fundamentalismus anzustellen, gegen den man vorgehen muss“, womit er indirekt einräumt, dass es in der Christenheit einen „bekämpfenswerten und bedrohlichen“ Fundamentalismus gibt, sondern auf das Energischste dagegen zu protestieren, dass im Zusammenhang mit dem Attentat in Norwegen überhaupt ein Begriff wie „christlicher Fundamentalismus“ gebraucht wird.
Das ist eine Ungeheuerlichkeit, auf die es nicht ausreicht, mit dem üblichen vieldeutig-nichtssagenden Worten zu reagieren.

Hier gilt es in aller Deutlichkeit klarzumachen, dass nicht jeder Straftäter, der unter anderem Glied einer Kirche ist und ein verschwommenes Verständnis vom Christentum hat, automatisch ein „christlicher Fundamentalist“ ist, und dass sich zudem sektiererische Christen, die ein verbissenes Glaubensverständnis haben und deshalb als „Fundamentalisten“ bezeichnet werden, meilenweit von islamistischen Fundamentalisten unterscheiden. Bischof July hat hier neuerlich das schwache Bild bestätigt, das man von unserer Evangelischen Kirche haben muss.

Weltkarte zur Verfolgung von Christen

Zufälligerweise erhielt ich am gleichen Tag noch folgende Meldung:

Da ich regelmässig von “The Voice of the Martyrs” (Stimmer der Märtyrer) per e-Mail informiert werde über Neuigkeiten bzgl. verfolgter und gefangener Christen in aller Welt, erhielt ich kürzlich dieses beigefügte e-Mail über den Fall von der christlichen Ehefrau und Mutter Asia Bibi in Pakistan, die bereits seit dem 19.06.2009 (!) wegen ihres Bekenntnisses zu Jesus Christus im Gefängnis festgehalten wird und auf ihre Todesstrafe wartet. Ihre Anwälte haben sich bei dem Hohen Gericht von Lahore/Pakistan bereits für sie eingesetzt, aber wenn dies nichts nützen würde, dann wäre Aisa Bibi die erste Frau, die gesetzesmässig hingerichtet werden würde aufgrund des Blasphemie-Gesetzes in Pakistan …!!

(In der angefügten Mail ging es um eine Unterschriftensammlung zu Gunsten der inhaftierten Christin.)

Diese Meldung habe ich dann gleich angefügt, damit der Herr Landesbischof über den Begriff „Fundamentalismus“ nachdenken kann und diesen nicht länger fahrlässig im Zusammenhang mit dem Christentum verwendet.

Darüber, wie und warum sich Menschen zu solchen Tätern wie der norwegische Massenmörder entwickeln können, kann man nur spekulieren.

Denkbar wäre, dass der allgemeine Verfall verbindlicher ethischer Werte in Westeuropa, der mit Atheismus, Relativismus und Vereinsamung einhergeht, solche psychopathischen Entwicklungen begünstigt. Wenn dann Multikulturalismus wahnhaft als Ursache für das eigene Unwohlsein ausgemacht wird, kann es zu solchen extremen Taten kommen.

Das war bei den RAF-Terroristen nicht anders, die den Grund für ihr „Unwohlsein“ ebenso in gesellschaftlichen Zuständen, nur unter anderem Vorzeichen, sahen.

Wie kann das im Lichte des Wortes Gottes gesehen werden?

Denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.
1. Mose 8, 21

Warum ein Mensch und damit „einer von uns“ so handeln kann, bleibt uns unverständlich. Alle Erklärungen, wie „rechtsextrem“ oder die böswillige Unterstellung „christlicher Fundamentalist“ greifen ebenso kurz wie „Geltungsdrang“ oder „der Wunsch in den Geschichtsbüchern verewigt zu werden“ und ähnliches.

Der obige Vers, stellt die richtige Diagnose:

Das Menschenherz, der innerste Wesenkern des Menschen, ist es, der zu jeder Gemeinheit und Bösartigkeit fähig ist, der sich im Alltag in „kleineren Gemeinheiten auslebt“ und im Extremfall dann auch, wie im Fall des Oslo-Attentäters oder der El-Kaida Terroristen, in ungeahntem Maße ausarten kann.

Es bringt deshalb nichts die unterschiedlich motivierten Taten abzugleichen und gegeneinander „aufzurechnen“, weil die letzte und eigentliche Ursache, nämlich das Böse, nicht in den Griff zu bekommen ist, weil derjenige, der das Böse bekämpfen will, als Mensch bereits selbst vom Bösen infiziert ist.

Das Wort Gottes will uns diesen Sachverhalt nüchtern und klar bewusst machen und uns gleichzeitig davor bewahren die Gründe in endlosen, tiefschürfenden Analysen und damit an der falschen Stelle zu suchen.

Analysen haben zwar durchaus ihr Berechtigung, wenn es um die strafrechtliche Bewertung einer Tat und um Vorsichtsmaßnahmen geht – das „Geheimnis der Bosheit“, von dem die Schrift spricht, lässt sich auf diese Weise aber nicht ergründen.

Und deshalb bleibt nach allen Amokläufen und Terrorakten immer eine große Ratlosigkeit zurück. Ebenso bleibt bei allen Vorsichtsmaßnahmen immer ein Restrisiko, an dem alle verbissenen Versuche, dieses auf Null zu minimieren, scheitern müssen und wo alle diesbezüglichen Vorwürfe und „Besserwissereien“ nichts bringen, weil das Leben und die Menschen nun mal unberechenbar und damit „lebensgefährlich“ bleiben.

Und welche Haltung nehmen wir hierzu als Christen ein?

Von den üblichen Vorkehrungen, weiteren Verboten und endlosen Sicherheitsvorschriften abgesehen, die alle keine absolute Sicherheit bieten, können wir nur Gott bitten, dass er uns vor dem Bösen in uns und um uns herum bewahrt.

Und hier ist es Jesus Christus, der das Böse als einziger besiegt und im Griff hat und an den wir uns deshalb halten müssen, damit er uns verändert, zu neuen Menschen macht und das Böse in uns, in Gestalt des „Alten Adams“ und der „Alten Eva“, die wir in diesem Leben nicht loswerden, im Zaum hält.

Es grüßt

Jörgen Bauer FCDI – Quelle

Thema: Denke einmal nach! | Beitrag kommentieren

254. Krisenfabrik Europa

Freitag, 4. März 2011 | Autor:

 

Autor: SIEGFRIED H. BUCHHOLZ

Der von der RAF ermordete und meines Erachtens bisher beste Chef der Deutschen Bank, Alfred Herrenhausen, sagte einmal: «Die meisten Probleme entstehen dadurch, dass wir die Dinge nicht zu Ende denken.»

Es dürfte kaum eine bessere Erklärung für das Zustandekommen der derzeitigen Krise geben. Es ist schon schmerzhaft, mitzuerleben, welche Umwege und Abwege das erstmals geeinte Europa geht bei dem Versuch, sich selbst ein Gesicht zu geben. Die erste Europa-Regierung der Geschichte existierte nur wenige Jahre, bis ein Controller (und Christ) aus Belgien beweisen konnte, dass die neue Europa-Elite so korrupt agierte, dass sie abtreten musste. Die derzeitige Regierung erlaubt offensichtlich noch mehr Korruption, sorgt aber dafür, dass kein neuer Kontrolleur mehr genügend Fakten sammeln darf. Kein Nationalstaat der Welt und auch kein großes Wirtschaftsunternehmen bezahlt seine Mitarbeiter so üppig wie die Europäische Kommission – könnte es sein, dass Athen von Brüssel gelernt hat, wie man den lockeren Umgang mit Geld rechtfertigt? Es gibt da bemerkenswerte Parallelen.

Fast alle Fachleute sind sich einig, dass das Geld-Paket an Griechenland kein Ausweg aus der Krise ist.

Das tägliche Sensationsgeschwätz einiger Massenmedien verstellt vielen von uns immer mehr den Blick dafür, wie die derzeitige Krise entstand und was sie ihrem Charakter nach ist. Alles begann mit der US-Immobilienkrise, an der Goldman Sachs gut verdiente. Das führte zu einer Bankenkrise, an der die Wall Street (New York) gut verdiente. Erst jetzt schwappte der Prozess nach Europa über und es entstand die Euro-Krise, an der viele Spekulanten gut verdienen. Vieles spricht dafür, dass die Euro-Krise der Eintritt in eine tiefer gehende Gesellschaftskrise sein könnte, bei der es dann nicht mehr viele Gewinner gibt. Eines muss jedoch deutlich sein: Die Euro-Krise haben uns nicht die Amerikaner eingebrockt, die hat Europa selbst gestartet. Europäische Politiker haben unsere Hartwährung weich geklopft. Alles begann 2004, als die beiden Euro-Schwergewichte Deutschland und Frankreich den Stabilitätspakt mit seinen strikten Defizit-Grenzen ausser Kraft setzten. Sie hätten sonst wegen Verletzung der Maastricht-Kriterien 10 bzw. 7,5 Mrd. Euro zahlen müssen. Auch der Versuch von Eurostat, die «Trickser» zu zähmen, wurde abgewürgt.

Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» analysiert das derzeitige Debakel etwasprovokant: «Am Ende ist der Spekulant doch der letzte Verbündete des Bürgers im Kampf gegen ausufernde Staatsverschuldung – quasi als disziplinierende Kraft!» Mittlerweile haben die Euroländer über sieben Billionen Euro (12 Nullen!) Schulden zusammengebracht. Das Schweizer IMD-Institut hat einen «Staatsschulden-Stresstest» erstellt, d. h. eine Schätzung, wann jedes Land seine Schuldenberge wieder auf ein tragbares Mass reduziert hat. Unter optimalen Bedingungen wird das für Deutschland 2028 sein. Sollte uns das alles nicht nachdenklich stimmen? Die gleiche politische Führungselite,
die sich noch vor einigen Jahren grosse Mühe gab, bei der Konstruktion des neuen Europa jeglichen Gottesbezug aus der Verfassung herauszudrängen, versucht heute, dieses bewusst ohne Gott gebaute Konstrukt mit einem Geld-Hilfsprojekt nach Griechenland zu retten. Fast alle Fachleute sind sich einig, dass das kein Ausweg aus der Krise ist, wahrscheinlich kommt es zu einer (europäischen) Neuauflage von Lehman Brothers.

Unser eigentliches Problem sind nicht gierige Banker, gerissene Hedgefond- Manager und bestechliche Rating-Agenturen, unser eigentliches Problem ist das Versagen der politischen Eliten,
denen Popularität wichtiger ist als Professionalität. Aber so kann man Machtlosigkeit nicht kaschieren. Der Apostel Paulus hatte seinen Freunden in Rom damals schon erklärt (Röm. 1,28), dass Krisenmanagement ohne Gottes Hilfe für uns oft eine Nummer zu gross ist: «Weil Menschen es für unnötig hielten, nach Gott zu fragen und ihn ernst zu nehmen, hat Gott sie ihrem untauglich gewordenen Verstand überlassen!» Als Gott aufgefordert wurde, die EU zu verlassen – hat er da den Verstand der Führenden vielleicht mitgenommen?

Schlußbemerkung:

Wir haben in unseren Ländern und in Europa inzwischen eine Politiker Diktatur, die dabei ist die Reste von Demokratie in den nächsten Jahren zu nichte machen. Die Menschen in Europa wollen Gott nicht, also werden Sie die Folgen zu tragen haben( was der Mensch sät, dass wird er ernten).

Ein Wort der Bibel, dass in Sprüche 29, Vers 18 zu lesen ist, bewahrheitet sich schon jetzt:

„Wenn keine Vision da ist, verwildert das Volk.“ Der Grund für Stagnation im Privatleben, Kirche und Wirtschaft sind Menschen, die das Augenlicht noch haben, jedoch visionslos durchs Leben gehen(A.Herrmann).

M.T.

Thema: Denke einmal nach! | Beitrag kommentieren

249. Geschichte des Atheismus: Ein Zeitalter der Umwälzungen

Sonntag, 27. Februar 2011 | Autor:

Geschichte des Atheismus: Ein Zeitalter der Umwälzungen
Unsere Geschichte des Atheismus verlässt die klassische Ära der Griechen und Römer und kommt in einer Welt an, die man das christliche Abendland nennt. Die christliche Kirche hält die Gesellschaft zusammen und obwohl verschiedene Strömungen aufkommen, vermitteln sie dem Volk den Glauben an Gott.

Das 18. Jahrhundert wird allgemein als eines der umwälzendsten und dynamischsten Perioden der Geschichte angesehen. Es war eine Zeit voller ungetrübtem Fortschrittsdenken. Revolution hing in der Luft. Zum ersten Mal, so dachte man, könne man es schaffen, die Fehler der Vergangenheit nicht mehr zu wiederholen. Vorne lag eine schöne neue Welt. Es gab unter den Revoluzzern wenig Zweifel darüber, was das Hindernis für den menschlichen Fortschritt war.

Die Kirche, die mit ihren Dogmen die Menschen unterdrückte hielt den Fortschritt auf. Noch dazu arbeitete sie mit den korrupten Monarchien zusammen, die das Volk verhungern ließen. Sie verlor immer mehr an Rückhalt in der Bevölkerung. Vor allem in Frankreich war das der Fall, wo sich der ganze Zorn in der berühmten Revolution entladen sollte. Die Kritik an der Macht der Kirche richtete sich schnell auch an den christlichen Glauben, auf dem die Kirche basierte. In Nordamerika wurden Kirche und Staat getrennt. Viele sehen darin den Grund, weshalb Amerika zum wichtigsten christlichen Land auf der Welt wurde. Denn wo keine korrupte Kirche zu kritisieren war, stellten sich auch atheistische Ideen als unfruchtbar heraus. Zunächst wollen wir jedoch nach Großbritannien schauen.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts hatten britische Intellektuelle die Nase voll von institutionalisierter Religion. Der englische Bürgerkrieg (1642-49) hatte zu einer Vorherrschaft von einem für England sehr untypischen religiösen Extremismus geführt, deren Moral den Meisten auf Dauer zu restriktiv war. Oliver Cromwell schwang sich an die Macht, ließ Weihnachten verbieten und sogar ‚plum pudding‘, eine kulinarische Besonderheit auf der Insel, die nicht gerade als ein Paradies für Feinschmecker angesehen wird.

Denker schrieben sich die Finger wund um eine derartige Diktatur in Zukunft zu verhindern. Seit dieser kurzen Zeit ohne König haben sich die Engländer geschworen, nie wieder die Monarchie aufzugeben. Als ein König sich offen römisch-katholisch zeigte wurde er vertrieben und durch den toleranten protestantischen William III, Prince of Orange ersetzt. Der Philosoph John Locke schrieb als Antwort auf diese turbulente Zeit in England seine Letters Concerning Toleration, in denen er für Glaubens- und Gewissensfreiheit eintrat. Es sollte nicht mehr eine bestimmte Religion bevorzugt werden, das hatte er aus der Zeit des Fanatismus und der Intoleranz gelernt. Die Kritik in England war zwar schon gegen gewisse Aspekte des christlichen Glaubens gerichtet, aber noch nicht offen atheistisch. Man machte sich lustig über die Kirche aber kritisierte nicht den christlichen Glauben an sich. Das war zu einem großen Teil auch die Folge der relativ großen politischen Freiheit, welche die Engländer seit ihrer Glorious Revolution (1688) genossen.

Das wichtigste Bollwerk gegen die Ausbreitung atheistischer Gedanken war allerdings der sogenannte Pietismus, der im 18. Jahrhundert vor allem in England enormen Einfluss hatte. Diese Bewegung hatte seinen Ursprung in Deutschland. In den lutherischen deutschen Gebieten waren Viele von den langweiligen theologischen Diskussionen der Scholastiker enttäuscht. Schriftsteller wie Philip Jacob Spener betonten die persönliche Komponente des Glaubens. Auf den britischen Inseln kamen diese Gedanken in den 1730ern massiv durch die Predigten und Lieder von John und Charles Wesley in Umlauf. Die Entscheidung des Individuums geriet in den Mittelpunkt. Die Kirche war nicht mehr notwendig für das Seelenheil. Das menschliche Herz wird das Tor zum Himmel. Die Kirche ist wichtig für Lehre und Unterweisung, aber sie verwaltet nicht mehr die Rettung der Seelen. Die Kirche von England war erbost über die Freiluftprediger, die ihren Einfluss schmälerten.

Der Pietismus machte es möglich, die Kirche als Institution zu kritisieren und gleichzeitig den christlichen Glauben zu leben. Er schuf die Verbindung zwischen Glaube und dem individuellen subjektiven Bewusstsein. Ein Glaube, der lebendig ist und den man erfährt ist schwierig zu kritisieren. Leute kritisieren selten etwas, was ihnen etwas bedeutet.
Anders entwickelten sich die Dinge in Frankreich. Während der Pietismus den protestantischen Christen half, den Kopf mit dem Herzen zu verbinden, sah es in diesem römisch-katholischen Land ganz anders aus. Pietismus oder etwas Ähnliches konnte dort keinen Fuß fassen. Ansätze wurden von den Jesuiten unterdrückt. Die Französische Revolution stieß die Vormacht der Kirche schließlich um. Radikale atheistische Ideen fanden im Frankreich des 18. Jahrhunderts den geeigneten Nährboden ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen. Die Folgen waren dramatisch und schufen ein goldenes Zeitalter für den Atheismus.

Autor: Conrad

Thema: Denke einmal nach! | Beitrag kommentieren

248. Relativismus

Sonntag, 27. Februar 2011 | Autor:

 

Relativismus

Ein weitverbreitetes Ideal der heutigen Zeit ist der Relativismus. Es lohnt sich, näher zu untersuchen, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Grundsätzlich besagt der Relativismus, dass alle Wahrheit relativ ist. Absolut gültige Wahrheiten gibt es demnach nicht. Die Begründung dafür ist, dass jede logische Schlussfolgerung von bestimmten Denkvoraussetzungen ausgeht. Diese Voraussetzungen wiederum sind die Schlussfolgerungen aus anderen Denkvoraussetzungen und so fort. Eine Argumentation ist also nie frei von Unbewiesenem. Am folgenden Beispiel eines Heißluftballons wird das veranschaulicht. Die Denkvoraussetzungen dabei sind: „Warme Luft steigt nach oben.“ und „Im Ballon ist warme Luft.“. Ausgehend davon kann man logisch schlussfolgern: „Ein Ballon voll warmer Luft wird nach oben steigen.“ Diese Schlussfolgerung ist aber nur zutreffend, wenn auch die beiden Voraussetzungen zutreffend waren. Der nächste Schritt ist also, auch die Voraussetzungen zu beweisen: Die erste Voraussetzung „Warme Luft steigt nach oben.“ ist nur dann richtig, wenn man von folgenden Denkvoraussetzungen ausgeht: „Warme Luft ist leichter als kalte Luft.“ und „Das Gravitationsgesetz gilt immer und überall.“ Auch diese beiden Voraussetzungen müssten wiederum bewiesen werden. Dazu muss man allerdings wieder auf andere Denkvoraussetzungen zurückgreifen. Um das Gravitationsgesetz zu beweisen, muss man von folgenden Denkvoraussetzungen ausgehen: „Die Ergebnisse eines Gravitationsversuches gelten nicht nur am Ort der Versuchsdurchführung, sondern überall.“ und „Eine Beobachtung, die in der Vergangenheit gemacht wurde, wird sich in der Zukunft wiederholen.“ So kann man das logische Schlussfolgern immer weiter betreiben. Dieses Schlussfolgern hat kein Ende. Zu einem letztlich schlüssigen Beweis kommt man nie. Denn jede Denkvoraussetzung müsste wieder neu bewiesen werden.

Wenn man also den Anspruch hätte, nur solche Entscheidungen zu treffen, deren Richtigkeit bewiesen ist, dann könnte man überhaupt nicht mehr handeln. Da dann aber das komplette Leben auf der Erde still stehen würde, ist man gezwungen, von einer ersten Voraussetzung auszugehen, die nicht weiter bewiesen wird. Beispielsweise davon, dass das Gravitationsgesetz ein immerwährendes Naturgesetz ist. Weil dies aber letztendlich nicht beweisbar ist, sollte diese, wie auch jede andere Wahrheit als relativ bezeichnet werden. Der Relativismus gibt uns eine realistische Sichtweise davon, wie leistungsfähig der menschliche Verstand ist. Der Verstand kann demnach nichts letztlich beweisen. Das heißt, jeder muss glauben. Trotzdem ist der Verstand ein wichtiges Werkzeug, weil er die logischen Verbindungsfäden zieht zwischen den geglaubten Annahmen und den Folgen, die sich aus diesen Annahmen ergeben.

Der Relativismus macht keine Aussage darüber, was man glauben soll, sondern nur wie man glauben soll. Das heißt, er sagt nichts Inhaltliches, beispielsweise ob Gott existiert oder nicht. Sondern nur, dass logische Begründungen, egal ob sie für oder gegen die Existenz Gottes sprechen, nur relativ, aber nicht absolut richtig sind.

Bei der Betrachtung des Relativismus muss man sehr genau vorgehen, weil Details leicht übersehen werden. Manche Relativisten sagen nämlich, dass Wahrheit relativ ist, wohingegen man genaugenommen nur sagen kann: „Wahrheit ist mittels des Verstands nur relativ beweisbar.“ Ob die Wahrheit aber letztlich relativ oder absolut ist, kann man nicht zeigen. Vielleicht ist die Wahrheit absolut, aber sie ist zumindest nicht mit dem Verstand als absolut beweisbar.

Welchen Unterschied macht es für das reale Leben überhaupt, ob etwas nicht absolut, sondern nur relativ beweisbar ist? Hat die ganze Überlegung überhaupt einen realen Wert oder ist sie nur ein bedeutungsloses Gedankenspiel?
Im Hier und Jetzt macht der Relativismus keinen greifbaren Unterschied. Sein Nutzen liegt nur im Hinblick auf die Zukunft. Er sagt nämlich: „Egal, welche Ansichten man vertritt, sie sollten immer vorläufig sein.“. Das bewahrt einen davor, kritik- und korrekturunfähig auf schädlichen Ansichten zu verharren. Diese Erkenntnis hilft einem, im Denken beweglich zu bleiben und das Ohr vor sachlichen Argumenten nicht zu verschließen. Sollte man einen schädlichen Weg eingeschlagen haben, dann sorgt die Vorläufigkeit der Denkposition dafür, dass man noch umkehren kann, um einen anderen Weg einzuschlagen.

Die Notwendigkeit von Absolutem

Was das reale Leben im Hier und Jetzt angeht, hat der Relativismus keine Bedeutung. Es ist für ein normales Leben sogar notwendig, bestimmte Sachen als absolut anzusehen. Sobald man eine Entscheidung trifft und ausführt, hat sich die Gedankenwelt unwiderruflich in eine Tatsache verwandelt. Und zwar hat sie sich derart verwandelt, das man vernünftigerweise von einer absoluten Tatsache sprechen sollte. Eine absolute Tatsache meint hier, dass sich alles andere an dieser Tatsache orientieren muss. Sie steht fest. Am folgenden Beispiel wird das deutlich: Es gibt Menschen, die aus einer bestimmten Denkposition zu dem Entschluss kamen, eine hohe Steinmauer zu bauen, beispielsweise wie in Berlin, Belfast, der Westbank oder quer durch China. Die inhaltliche Begründung für diese Entscheidung kann dabei unterschiedlich sein. Beispiele für Begründungen sind: „Schutz vor Terroristen, verfeindeten Nachbarsvölkern, wilden Tieren oder Naturkatastrophen; Sicherstellung von Herrschaftsansprüchen, von ethnischer, ideologischer oder wirtschaftlicher Trennung.“. Sobald der Entschluss ausgeführt wird und die Mauer aufgebaut wird, tut der vernünftige Mensch gut daran, die Mauer als absolute Tatsache zu akzeptieren. Alles andere wäre schädlich. Denn wenn er sie nur als relativ real verstehen würde, könnte er auf die schmerzvolle Idee kommen, durch die Mauer hindurchlaufen zu können. In diesem Sinne sollte man manche Tatsachen als absolut ansehen. Natürlich ist die Mauer insofern relativ, dass es durchaus möglich ist, sie in Zukunft wieder abzureißen. Aber eben nur in der Zukunft. Man sieht auch hier, dass der Relativismus nur im Hinblick auf die Zukunft seinen Wert hat, nicht aber im Hier und Jetzt. Er hat keinen Wert, was den Umgang mit der jetzigen Realität um uns herum betrifft.
Es ist irrelevant, ob der Entschluss zum Bau der Mauer aus einer relativen oder aus einer absoluten Denkposition hervor kommt, denn sobald er ausgeführt wird, ist er absolut. Und sobald der Entschluss, die Mauer wieder einzureißen, ausgeführt wird, sollte man die Mauer auch im absoluten Sinne als nicht mehr existent ansehen. Denn sonst würde man sich unnötigerweise einschränken. Man würde innerhalb der früheren Mauerbegrenzung bleiben, obwohl man mittlerweile wieder mehr Freiheit hat. Die zu Grunde liegende Denkposition sollte aber offen für Kritik bleiben, denn sonst hätte man nach dem Bau der Mauer keine Möglichkeit mehr, umzudenken und die Mauer wieder einzureißen.

Die Realität im Hier und Jetzt lässt nicht mit sich diskutieren. Sie ist absolut. Es interessiert die Realität nicht, ob man glaubt, man sei nur relativ durch die Führerscheinprüfung gefallen. Denn man hat dann absolut keinen legalen Führerschein. Es interessiert die Realität nicht, ob man glaubt, dass der Partner nur im relativen Sinne weggelaufen sei. Denn er ist im Moment absolut weg. Es interessiert die Realität nicht, ob man glaubt, dass der Kühlschrank nur relativ leer sei, wenn er im Moment absolut leer ist. Das führt zu definitiv vorhandenem Hunger, unabhängig davon, ob man Nahrungsaufnahme nur als relativ wichtig ansieht. Es interessiert die Realität nicht, ob man glaubt, ein Automobil würde nur relativ 12000 Euro kosten. Denn nach dem Kauf befinden sich auf dem Bankkonto absolut 12000 Euro weniger, wenn alles mit rechten Dingen vor sich geht. Es interessiert die Realität nicht, ob man AIDS-Viren nur als relativ existent ansieht. Denn sie werden definitiv das Immunsystem schädigen. Es interessiert die Realität nicht, ob man die Steindecke eines einstürzenden Hochhauses nur als relativ schwer ansieht. Oder ob man die Steine nur als relativ existent betrachtet. Denn sie werden einen absolut erschlagen, wenn sie genügend Masse haben. Die Realität im Hier und Jetzt ist völlig intolerant.

Was das Hier und Jetzt angeht, spielt der Inhalt einer Denkposition eine Rolle, nicht aber, ob dieser Inhalt in relativer oder absoluter Weise vertreten wird. Das heißt, es spielt eine Rolle, ob man eine Steinmauer bauen will oder nicht. Es spielt keine Rolle, ob dieser Entschluss aus einem relativen oder absoluten Denksystem entsprungen ist. Der Relativismus macht keine Aussage, ob Umweltschutz, Atheismus oder Kapitalismus gut oder schlecht sind. Genauso wenig, ob die Verwendung menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken, Globalisierung, Terrorismus, Krieg oder Diplomatie, Auto- oder Fahrradfahren, Familien- oder Singledasein, Scheidung, Pornografie, Prostitution, Pflichtbewusstsein, Disziplin, Fleiß, Hilfsbereitschaft, Abtreibung, Feminismus, Homosexualität, Entwicklung künstlicher Intelligenz, Sterbehilfe, Entwicklung von Massenvernichtungswaffen, Erlebnisorientierung, exzessive Partys, Alkoholismus, Fernsehkonsum, Süßigkeitenverzehr, Spiritualität, Religiosität, Gottglaube, Geisterglaube, Demokratie, ein heliozentrisches Weltbild, die inhaltlichen Aussagen von Mohammed, Buddha oder des Dalai Lama, Kommunismus und Gentechnik etwas Gutes oder etwas Schlechtes sind. Die einzige relevante Aussage des Relativismus ist: „Wenn du einen dieser Inhalte als gut verteidigst oder wegen Schädlichkeit bekämpfst, dann bleibe offen für Kritik.“.

Es wird versucht, mittels Rhetorik die Begriffe „relativ“ und „absolut“ zu missbrauchen. Indem bestimmte Ansichten und Personen als absolut gebrandmarkt werden, stellt man sie als gefährlich dar. Die Analyse der Begriffe zeigt, dass eine solche Vorgehensweise letztlich ein Unterstellen von Böswilligkeit, die in Form von Kritikunfähigkeit auftritt, ist.

Autor: Daniel

Alles klar?

Thema: Denke einmal nach! | Beitrag kommentieren

247. Wann ist ein Christ ein Christ?

Sonntag, 27. Februar 2011 | Autor:

Gemälde Anbetung Hannes Stets

 

Wann ist ein Christ ein Christ?
Ulrich Fritschle

Herbert Grönemeyer singt: Wann ist ein Mann ein Mann?
Doch auf diese Frage kommt es im Leben wirklich nicht an!
Eine Frage wird nie gestellt, die viel wichtiger ist.
Es ist die Frage: „Wann ist ein Christ ein Christ“

Du behauptest lautstark „Du bist ein Christ“.
Doch sagst du nie, worauf dein „Christsein“ denn begründet ist.
Sei nicht naiv und glaube nicht du bist ein Christ
nur weil du in einer „christlichen“ Familie geboren bist.

Oder denkst du deine Babytaufe hat dich zum Christ gemacht?
Dann hast du darüber noch niemals gründlich nachgedacht.
Auch die Sakramente deiner Kirche sollten dich nicht in falsche Sicherheit betten.
Denn auch diese werden dich nicht vor der ewigen Verdammnis retten.

Oder bist du sicher: du bist ein Christ
weil du in genau der richtigen Kirche Mitglied bist?
Vielleicht bist du sicher Christ zu sein weil du dir vor Augen malst,
dass du ja dein Leben lang treu die Kirchensteuer zahlst?

Vielleicht meinst du, du hast auf den Himmel gar ein Recht,
denn schließlich bist du als Mensch doch gar nicht mal so schlecht.
Und so bist du dir auch ganz sicher: „du bist ein Christ“
weil man niemals bei dir deine „guten Werke“ vermisst.

Nennst du dich Christ, weil du regelmäßig zur Kirche gehst
obwohl die Bibel dich nicht interessiert und du sowieso nichts verstehst?
Nennst du dich Christ weil du glaubst an eine höhere Macht?
Täusch dich nicht, so hat schon mancher gedacht.

Dir scheint die christliche „Religion“ vielleicht angenehm
und gegenüber anderen Religionen auch recht bequem.
Und da du glaubst, dass Gott in allen Religionen zu finden ist
bist du vielleicht genau deshalb ein Christ?

Ein bisschen Esoterik, New Age, Buddhismus, so etwas von Allem?
Hat dein „Christsein“ vielleicht gar daran sein Gefallen?
Oder denkst du wenn du dich Christ nennst und tust so „als ob“
kommst du nach dem Tod ganz sicher in den Himmel, – Gott lob?

Möglicherweise flüstert dir jemand dein „Christsein“ auch nur ins Ohr?
„Du arbeitest ja mit, und singst dazu auch noch im Kirchenchor“.
Du liebst deine Kirche oder deine Ortsgemeinde
und hast als „Christ“ natürlich keinerlei Feinde?
Und du bist dir sicher: weil es auch genau so ist
kannst du von dir behaupten: Du bist ein Christ.

Aber du lehnst es ab wenn andere mit der Bibel argumentieren.
Glaube mir, das kann ich wirklich nicht kapieren.
Wo doch die Bibel Grundlage für das Leben des Christen ist.
Diese „Grundlage“ lehnst du ab und nennst dich trotzdem Christ?

Auch lehnst Du ab Jesus Christus als das größte Geschenk
und behauptest: Größer ist es wenn ich an mich selber denk!
Wenn du darüber nachdenkst, – wird dir da nicht schlecht?
Dann noch zu behaupten Christ zu sein, woher nimmst du dir das Recht?

Wenn Christus für dich nicht der Größte ist
wieso benutzt du seinen Namen und nennst dich Christ?
Obwohl Jungfrauengeburt und Auferstehung für dich nur Legende ist
bist du so dreist zu behaupten du bist Christ.

Mein Freund ich muss dir da mal etwas sagen:
Du bist einer der vielen „Namenschristen“ aus unseren Tagen.
Ein billiger „Lippenbekenner“, – weil das ja so einfach ist,
aber niemals im Sinne der Bibel ein echter Christ. (1)

Ich sage es dir hier ganz ehrlich:
der Zustand in dem du lebst ist gefährlich!
Die Bibel sagt: jeder Mensch ist ein Sünder, durch und durch schlecht.
Das ist keiner der gut ist, keiner ist gerecht. (2)

Das willst du nicht glauben, das ist mir klar. (3)
Und genau darum bist du in großer Gefahr.
Die Bibel weiß, dass der Mensch sich selbst täuschen kann,
darum mahnt sie auch die Prüfung des eigenen Glaubens an. (4)

Am Ende stellst du fest: du hast dich dein Leben lang Christ „genannt“
und wenn du vor Jesus steht muss er dir sagen: „ich habe dich nie gekannt“ (5)
denn du hast nach deinen eigenen Zielen und Willen gelebt,
den Willen Gottes zu tun, danach hast du aber nie gestrebt. (6)

Hast du nun erkannt, dass du noch immer ein verlorener Sünder bist
und niemals im Sinne der Bibel ein geretteter Christ?
Ein Sünder, der unter dem Zorne Gottes steht, (7)
der am Tag des Gerichtes in die ewige Verdammnis geht? (8)

Das ist es aber nicht, was Gott dein Schöpfer will
denn dazu liebt er seine Schöpfung viel zu viel. (9)
Er will, dass der Mensch die Wahrheit über seinen Zustand erkennt
und nicht ohne Sündenerkenntnis und Vergebung ins Verderben rennt.

Du feierst Weihnachten und Ostern doch denkst du nie daran,
dass Jesus Christus zur Vergebung deiner Sünden auf diese Erde kam.
Du musst begreifen, dass du ein verlorener Sünder bist
und Rettung erlangen kannst nur durch den Glauben an Jesus Christ. (10)

 

Weder Maria der Papst oder deine Kirche kann dich vor der Verdammnis retten
Du musst dich im Glauben in das Heil Jesu Christi betten.
Nach Busse und Umkehr von deinem alten Leben
danach solltest du vor allem Anderen streben.

Jesus Christus deine Schuld und Sünde bekennen.
Ihn um Vergebung bitten und ihn HERR über dein Leben nennen.
Mit dem Herzen an Jesus glauben um gerecht zu werden,
das ist, was wirklich zählt hier auf Erden.

Und dann mit deinem Munde Jesus Christus als deinen Retter bekennen,
erst dann hast du das Recht, dich Christ zu nennen. (11)
Damit sind alle deine „Sündenketten“ zerissen
und du darfst mit absoluter Sicherheit wissen,
dass du vor der ewigen Verdammnis gerettet bist, (12)
denn erst jetzt bist du im Sinne der Bibel ein „echter“ Christ.

Durch den Glauben hat Gott dich von neuem geboren, (13)
du hast nun ewiges Leben und gehst nicht mehr verloren.
Du musst wissen, – im Sinne des Evangeliums ist nur der ein echter Christ,
der durch Glaube, Busse und Vergebung von Gott wiedergeboren ist.
Es gibt nur diese eine Wahrheit nach der musst du streben:
Jesus Christus sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben (Joh 14, 6)

Noch einmal, damit du es nicht vergisst:

…….nichts von alledem macht dich zu einem Christ!

Du meinst nun ich bilde mir ein, ich sei etwas Besseres als du.
Nein, nein, so ist das nicht, hör gut zu:

Ich bin ein Sünder, wie jeder andere Mensch auf dieser Welt,
aber ich habe durch Jesus Christus Vergebung erlangt, das nur zählt!
Weil ER mein persönlicher HERR und RETTER ist,
darum nenne ich mich auf Grundlage der biblischen Wahrheit „Christ“

(1) 2. Tim 3,5 dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab!

(2) Römer 3, 10-12 wie geschrieben steht: »Es ist keiner gerecht, auch nicht einer, 11 es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. 12 Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer.

(3) Joh 3, 18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.

(4) 2.Kor 13, 5 5 Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellt euch selbst auf die Probe! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, daß ihr unecht wärt!

(5) Mt 7, 23 Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!

(6) Mt 7, 21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut

(7) Kol 3, 6 um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des
Ungehorsams;

(8) Mt 10, 28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle!

(9) 1.Tim 2, 4 welcher will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

(10) Joh 14, 6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!

(11) Röm 10,9 Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.

(12) 1.Jo 5, 13 Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, und damit ihr [auch weiterhin] an den Namen des Sohnes Gottes glaubt

(13) Joh3,3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Wir stellen heute zunehmend fest, dass Menschen von sich behaupten sie seien Christen und die dennoch die schlichten Wahrheiten der Bibel leugnen, ja diese Wahrheiten und jene, welche sie vertreten sogar angreifen. Von Francis Schaeffer stammt der Ausspruch: „Das Wort >Christ< hat seine eigentliche Bedeutung praktisch verloren……Weil das Wort als Zeichen nur noch wenig bedeutet, kann es heute alles oder nichts bedeuten“.

Im Sprachgebrauch unserer Zeit kann das Wort für jede Person stehen, die in irgendeiner Weise Jesus Christus eine Bedeutung beimisst. Dieses zeigt auch das folgende Beispiel der „Unitarischen Geistlichen“ Marylin Sewell, welche den bekannten Atheisten Hitchens interviewte.

KeepBelieving.com (1.2.10) Auszüge: Neulich, während einer Reise nach Portland, Oregon, stellte der bekannte Atheist Christopher Hitchens eine wirklich gute Theologie auf.

Die meisten Leute kennen Hitchens als Autor des Bestsellers, Gott ist nicht groß: Warum Religion alles vergiftet. Seit der Veröffentlichung des Buchs 2007 ist Hitchens im Land herum gereist und hat mit einer Reihe von Religionsführern debattiert, einschließlich einiger wohlbekannter evangelikaler Denker.

In Portland wurde er von der Unitarischen Geistlichen Marilyn Sewell interviewt. Der folgende Schlagabtausch fand kurz vor Anfang des Interviews statt.
Sewell: Die Religion, die sie in ihrem Buch zitieren, ist im Allgemeinen der fundamentalistische Glaube in seinen verschiedenen Formen. Ich bin ein liberaler Christ und ich glaube nicht wörtlich an die Geschichten der Schrift. Ich glaube nicht an die Lehre des Sühnopfers Christi (zum Beispiel, dass Jesus für unsere Sünden starb). Machen sie irgendeinen Unterschied zwischen fundamentalistischem Glauben und liberaler Religion?

Hitchens:

Ich würde sagen, wenn sie nicht glauben, dass Jesus von Nazareth der Christus und Messias war und dass er von den Toten auferstand und dass durch sein Opfer unsere Sünden vergeben sind, sind sie in keiner sinnvollen Weise ein Christ.

Sewell wollte diese Diskussion nicht führen, somit waren ihre nächsten Worte, „Lassen sie uns woandershin gehen“. Dieses kleine Schnipsel zeigt einen wichtigen Punkt des religiösen „Gott-Geredes“. Man kann sich als alles Mögliche bezeichnen, aber wenn man nicht glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der am Kreuz für unsere Sünden starb und dann von den Toten auferstand, dann ist man „in keiner sinnvollen Weise ein Christ“. Das trifft den Nagel auf den Kopf. In einer der köstlichen Ironien unserer Zeit, erfasst ein offener Atheist unserer Zeit die zentrale Lehre des Christentums besser als viele [Namens] Christen. Was sie über Christus glauben macht wirklich einen Unterschied.

Das Grab ist leer. Jesus ist auferstanden.

Thema: Denke einmal nach! | Ein Kommentar

245. Gibt es Gott?

Mittwoch, 16. Februar 2011 | Autor:

Gründliches Nachdenken führt zum Glauben an den Schöpfergott. Das prophetische Wort und die Tatsache, dass es Persönlichkeit, Werte und Gewissen gibt, belegen die Wahrheit der Bibel.

BRUNO SCHWENGELER
Kann man beweisen, dass es Gott nicht gibt? Nein, das kann man nicht! Der Philosoph Bertrand Russel schrieb in seinem Buch «What I believe», er gebe nicht vor, beweisen zu können, dass es keinen Gott gibt. Dennoch war er Atheist.

Und Nietzsche sagte Folgendes:

«Wenn man uns diesen Gott der Christen beweisen würde, könnten wir noch weniger an ihn glauben.» Der Biochemiker Ernest Kahane bekannte in einem Vortrag im Kernforschungszentrum CERN: «Es ist absurd und absolut unsinnig zu glauben, dass eine lebende Zelle von selbst entsteht, aber dennoch glaube ich es, denn ich kann es mir nicht anders vorstellen.» Solche Aussagen berühmter und bekennender Atheisten zeigen: Der Atheismus ist eine Sicht, die auf blindem Glauben beruht.

Platon hatte wohl recht mit seiner Definition: «Der Atheismus ist eher eine Krankheit der Seele als ein Irrtum des Geistes.» Nietzsche fand das Leben ohne Gott unerträglich und wurde schließlich wahnsinnig. Der englische Schriftsteller Gilbert Keith Chesterton meinte mit grosser Weisheit: «Wenn Menschen aufhören, an Gott zu glauben, glauben sie nicht an gar nichts, sie glauben an alles.»

Weil es schwierig ist, den Atheismus zu verteidigen, nehmen viele unreligiöse Menschen eine agnostische Haltung ein: Man könne nicht wissen, ob Gott existiert oder nicht. Demzufolge postulieren heute viele Menschen, es gebe keine Wahrheit, nur noch Wahrheiten, die für den jeweils Einzelnen bedeutsam sind. Häufig hört man den Satz: «Was die Bibel sagt, mag für dich wahr sein, für mich aber nicht.» Man geht davon aus, dass das Evangelium für einige wahr sein könnte, für andere aber nicht.

Russel: «Kann nicht
beweisen, dass es
keinen Gott gibt.»

Platon: «Atheismus
ist eine Krankheit
der Seele.»

Chesterton: «Wer
aufhört, an Gott zu
glauben, glaubt
nicht an gar nichts,
sondern an alles.»

Die Wahrheit ist nur relativ, nicht absolut und nicht allgemein gültig. Was bedeutet das letztlich? Nun, wenn Wahrheit relativ ist, dann ist niemand jemals auf dem falschen Weg. Viele Menschen hassen die Vorstellung, dass es irgendetwas geben könnte, das in irgendeinem Sinn wertend oder richtend über ihnen steht. Nicht ihr Verstand hindert sie, an den Gott der Bibel zu glauben, sondern die Angst, sich diesem Gott unterordnen zu müssen. Man will die Wahrheit gar nicht wissen, aus Angst, dass die Antwort unbequem sein könnte. Aber: Kann es sein, dass die Wahrheit relativ ist, es Wahrheit also überhaupt nicht gibt? Kann der Mensch im Supermarkt der Meinungen und Religionen überhaupt erkennen, was Wahrheit ist? Ich behaupte: Ja, das kann er. Trotz einer Fülle von Religionen ist der Mensch in der Lage, die Wahrheit zu erkennen. Die Bibel sagt in Johannes 1,9: «Das war das wahrhaftige Licht, das, in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet. » Schon vor mehr als 3000 Jahren hing Nofretete mit ihrem Gatten Echnaton religiösen Betrachtungen nach. Schliesslich setzte der junge Pharao gegen den Widerstand einer mächtigen Priesterschaft durch, dass nur noch ein einziger Gott verehrt werden durfte. Die zahlreichen Götter wurden abgeschafft. Echnaton lebte zurückgezogen und verfasste voller Hingabe Hymnen an den einzigen Gott, den er als Schöpfer und Erhalter des Lebens besang: «Es gibt niemanden sonst, der dich kennt. Erlöse deinen Sohn Echnaton.» Wie kam ein ägyptischer König vor rund 3500 Jahren dazu, solch ein Gebet zu formulieren?

Von den Athenern, im 6. Jahrhundert vor Christus, wissen wir, dass sie «Dem unbekannten Gott» einen Altar widmeten. Der Apostel Paulus ist Jahrhunderte später diesem Altar begegnet und hat die Verkündigung des Evangeliums damit verknüpft.

Wir sind heimatlos, weil wir das Land unserer Herkunft und Bestimmung verloren haben.

Auch bei den Inkas finden wir den Glauben an den einen Schöpfergott. Die Inkas beteten ursprünglich die Sonne – Inti – an. Eines Tages bemerkte der König Pachacuti, dass die Sonnenstrahlen durch jede vorbeiziehende Wolke abgeschwächt wurden. Und er sagte sich: Wenn Inti wahrer Gott wäre, könnte kein anderes Ding sein Licht verdunkeln. Plötzlich wurde Pachacuti überwältigt von der Erkenntnis, dass er nur einen Gegenstand als Schöpfer angebetet hatte. Mutig griff er die unausweichliche Frage auf: Wenn Inti nicht der wahre Gott ist, wer ist es dann? Es können hier viele ähnliche Beispiele von Naturvölkern, etwa die Karen in Burma oder das Volk der Santal in Indien, genannt werden. Wahrscheinlich enthalten 90 oder mehr Prozent der Urreligionen auf diesem Planeten die klare Erkenntnis von der Existenz eines allerhöchsten Gottes. Tatsache ist: Der Glaube an Gott ist kein Sprung ins Ungewisse. Dies im Gegensatz zum Atheismus. In der Bibel, im Buch Prediger (Kap. 3,11), finden wir eine plausible Erklärung. Da steht, dass Gott dem Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt hat. Deshalb fragt der Mensch nach Gott, deshalb ist er ruhelos. Es gibt einen Raum des Glücks, den wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln nicht öffnen können. C. S. Lewis spricht von einem «Verlangen nach unserem eigenen weit entfernten Land, das wir nie bereist haben, von dem Duft der Blume, die wir nicht gefunden haben, von dem Klang der Melodie, die wir nicht gehört haben». Wir sind heimatlos, weil wir das Land unserer Herkunft und Bestimmung verloren haben. «Unruh. Wenn der Schöpfer Himmels und der Erde das Vakuum unseres Herzens nicht füllen kann, dann tut es Zeichen für den Geisteszustand unserer aufgeklärten Welt. Man bildete sich ein, Gott überholt zig ist unser Herz, bis dass es Ruhe findet in Gott», betete Augustinus. Der Mensch ist unheilbar religiösu haben. der Aberglaube. Dass heute Kartenleger und Astrologen so gut im Geschäft sind, ist ein schlechtes Jesus hat man zu einem guten, aber schwachen Menschen degradiert. Der Himmel ist entzaubert, die Erde voller Probleme. Menschen betreten den Mond und greifen nach den Sternen. Aber sie glauben an eine schwarze Katze! Wenn die Welt ihre Ursache nur dem Zufall verdankt, weshalb stossen wir dann allenthalben auf den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung? Ebenso wenig rational ist die Annahme, dass eine Welt, die auf Ursache und Wirkung basiert, selbst keine Ursache hat. Gründliches Nachdenken führt zurück zum Glauben an den Schöpfer. Von Isaac Newton, wohl dem grössten Physiker aller Zeiten, ist die Aussage überliefert: «Wer oberflächlich Physik betreibt, der kann an Gott glauben. Wer sie bis zu Ende denkt, der muss an Gott glauben.»

Überall in der Natur entdeckt man Beweise für einen Plan. Das Radar der Fledermaus, das Navigationssystem einer Schwalbe oder die vollkommene Harmonie physikalischer Gesetze. Überall finden sich Belege für einen grossartigen Schöpfer. Die Natur bezeugt den Schöpfer. Albert Einstein sagte: «Meine Religiosität besteht in der demütigen Bewunderung des unendlich überlegenen Geistes, der sich in dem Wenigen offenbart, das wir mit unserer schwachen und hinfälligen Vernunft vor der Wirklichkeit zu erkennen vermögen.» Alles spricht dafür, dass die Welt entworfen wurde, damit die Menschen in ihr leben können. Es gibt einen Schöpfergott, der seine Zeugen selbst erschaffen hat. «Der Himmel verkündigt die
Herrlichkeit Gottes und das Firmament bezeugt seine wunderbaren Werke», lesen wir in Psalm 19,2. In diesem Vers steckt ebenso viel Wahrheit wie in dem Spruch: «Die Narren sprechen in ihrem Herzen: ‹Es gibt keinen Gott›» (Psalm 14,1). Manche Wissenschaftler versuchen das Leben auf das zu reduzieren, was messbar ist. Menschen sind für sie lediglich Protoplasma-Klümpchen. Aber sie und ich – wir sind mehr als Materie. Die Existenz von Persönlichkeit ist eine Tatsache. Doch wie kann ich das sein, wenn es keinen Gott gibt? Fliesst ein Fluss höher als die Quelle? Natürlich nicht! Wie also soll menschliche Persönlichkeit aus anorganischer Materie entstehen? Die Tatsache, dass es Persönlichkeit gibt, ist ein weiterer beeindruckender Hinweis auf Gott, der uns nach seinem Bild erschaffen hat. Das Gleiche gilt für das Vorhandensein von Werten. Wir alle haben Wertvorstellungen, doch wie sind sie zu erklären, wenn es keinen Gott gibt? Materie bringt keine Moral hervor. Auch der Frage nach der Wahrheit haben die Menschen immer grosse Bedeutung beigemessen. Doch warum sollten sie das tun, wenn es keine höchste Realität gibt? Wahrheit zählt, weil sie ein Wesensmerkmal Gottes, der höchsten Realität, ist. Wir verehren Schönheit, doch sie ist bedeutungslos, wenn auch sie nur aus dem Chaos hervorging. Auch Schönheit und Güte sind Wesensmerkmale Gottes, und jede gute Tat und jeder schöne Augenblick vermitteln uns eine Ahnung von der guten und schönen Quelle, aus der sie hervorgingen. Auch die Tatsache, dass der Mensch ein Gewissen hat, ist ein überzeugender Beweis für die Existenz Gottes. Natürlich ist das Gewissen nicht die konkrete und unmittelbare Stimme Gottes, es ist vielmehr durch alle möglichen Dinge verzerrt: durch unsere Prägung, unsere Vernunft, unsere Neigung zum Ungehorsam. Trotz aller Verschiedenheit der menschlichen Kulturen gibt es eine bemerkenswerte Übereinstimmung bei den grundlegenden Werten, auf die uns das Gewissen verweist: die Verurteilung von Mord oder Diebstahl, Ehebruch, ungezügelte Begierde, Entführung und Folter. C. S. Lewis fasste dies folgendermassen zusammen: «Wenn nicht ein bestimmtes Repertoire moralischer Vorstellungen besser wäre als ein anderes, gäbe es keinen Grund, die bürgerliche Moral der Nazi-Moral vorzuziehen. In dem Augenblick, in dem man behauptet, dass eine moralische Haltung besser sei als eine andere, werden beide an einem absoluten Massstab gemessen. » Moral, Gewissen, der Unterschied zwischen Recht und Unrecht sind unübersehbare Hinweise auf einen Gott, der ein Interesse am Richtigen und Guten und Wahren hat. Er ist keine blinde Macht, kein sonderbarer Konstrukteur, sondern ein persönlicher Gott, der uns in seinem Bilde geschaffen hat. Im Brief an die Römer (1,20–22) schreibt Paulus die bedeutungsschweren Worte: «Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, so dass sie keine Entschuldigung haben. Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden. » Die Bibel ist nicht ein Buch wie jedes andere, sondern Gottes Wort. Das stärkste Argument für den übernatürlichen Charakter der Information der Bibel ist jedoch die Prophetie. Nach dem Verständnis der Mathematik kann die Zukunft prinzipiell nicht vorausgesagt werden. Und doch gibt es in der Bibel hunderte Voraussagen, die geschichtlich überprüfbar sind. Sie beziehen sich auf Städte, Weltreiche, Herrscher, vor allem aber auf die Geschichte Israels. Tausende Jahre zuvor wurde die Staatsgründung Israels vorhergesagt. Mathematiker haben berechnet, dass bereits die Eintrittswahrscheinlichkeit für acht erfüllte Prophezeiungen bei 1 : 10 hoch 17 liegt. Bei den Hunderten von eingetroffenen Prophezeiungen wäre die Eintrittswahrscheinlichkeit 1 gegen 10 hoch Zigtrilliarden. Die Prophetie ist das wissenschaftlich überzeugendste Argument dafür, dass die Informationen der Bibel nicht von Menschen stammen können.
Die Wahrheit, Jesus Christus, macht frei von Gebundenheiten. Er macht frei, zu vergeben, zu lieben, selbst da, wo nichts Liebenswertes ist. Durch die Jahrhunderte hindurch haben das Menschen in aller Welt erfahren. Ist diese verändernde Kraft nicht Beweis genug?
Heute erleben wir, dass der Atheismus selbst zu einer fanatischen Religion geworden ist, die Andersdenkenden die Meinungsfreiheit nehmen will. Auch Atheisten glauben etwas ganz fest, nämlich, dass es den Gott der Bibel nicht gibt. Sie beanspruchen für sich eine absolute Wahrheit, die es nach ihrer Sicht nicht gibt! Das ist intellektuell unredlich.
Interessant ist, dass die meisten Verfechter dieser Bewegung in Zeiten grosser Not oder vor ihrem Tod den anrufen, den es ihrer Meinung nach gar nicht gibt. Lenin bat am Ende seines Lebens Gott und die Welt um Vergebung seiner Schuld. Engels kehrte im hohen Alter zu Gott zurück: «Das Leben muss zu dem einen zurückgebracht werden, der am Kreuz für alle Menschen gestorben ist.» Marx erklärte: «So habe ich den Himmel verscherzt, ich weiss es genau Meine Seele, die einst Gott gehörte, ist nur für die Hölle bestimmt.»

Wenn die Welt ihre Ursache nur dem Zufall verdankt, weshalb stossen wir dann allenthalben auf den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung?
Mao Tsetung wurde 1936 sehr krank. Er bat darum, getauft zu werden. In einem Interview sagte er 1971: «Bald werde ich vor Gott erscheinen müssen.» Die Wahrheit dessen, was ich glaube, ist entscheidend. Denn wenn das, was ich glaube, nicht stimmt, dann ist auch mein Glaube falsch. An der Wahrheitsfrage entscheidet sich letztlich alles. Was aber ist Wahrheit wirklich? Diese Frage wurde schon vor 2000 Jahren von Pontius Pilatus gestellt. Die damals herrschenden Römer, die sich weder um Götter noch um Ideologien scherten, verstanden unter Wahrheit Macht, das, was zum Erfolg und zum Sieg führt. Und nun fragte ein Statthalter dieses Reiches Jesus, einen Gefangenen, der ihm ausgeliefert war (wenigstens in seinen Augen), nach dem, was Wahrheit ist! Zuvor hatten die Juden Anklage gegen Jesus erhoben, er mache sich zu Gottes Sohn, zum Messias, zum König. «Bist du das», hatte Pilatus den Angeklagten gefragt, «König?» Jesus aber löste seine Königswürde von der Machtfrage. Als er auf diese Erde kam, verzichtete er auf alle Macht, die ihm vom Himmel gegeben war. Aber er verbindet seinen Anspruch auf sein Königtum mit der Wahrheitsfrage:

«Du sagst es, dass ich ein König bin. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme» (Joh. 18,37).

Wahrheit ist Jesus selbst, sein Wesen, sein Ursprung, seine Bestimmung. An anderer Stelle sagt Jesus über sich: «Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich» (Joh. 14,6). Wahrheit ist demzufolge mehr als nur richtige Fakten. Die Wahrheit ist eine Person. Jesus selbst stellt diesen Absolutheitsanspruch. Er allein ist das Leben und nur durch ihn allein kommt man zum Leben, zum ewigen Leben.

Der christliche Anspruch basiert auf einer historischen Person, die den meisten Verfassern des Neuen Testaments persönlich bekannt war. Jesus sagt von sich, dass er Gottes endgültige Selbstoffenbarung an die Menschen sei.

NAI

 

Nicht ihr Verstand hindert die Menschen, an den Gott der Bibel zu glauben, sondern die Angst, sich vor diesem Gott verantworten zu müssen.

Das Volk der Juden kehrt in sein Land zurück: Das prophetische Wort
Er unterstützt diese Behauptung mit einer unvergleichlichen Lehre, mit seinem sündlosen Leben – das selbst seine Feinde bezeugen mussten – und seiner Auferstehung. Die Tatsache der Auferstehung Jesu ist von vielen hundert Zeugen bestätigt. Kaum ein anderes Ereignis ist geschichtlich so gut dokumentiert. Selbst die fanatischen Feinde Jesu seiner Zeit kamen nicht daran vorbei: Jesus ist auferstanden und lebt. Und er gibt denen sein Leben, die an ihn glauben und ihm vertrauen. Der Geist der Wahrheit wird den Jüngern geschenkt (Joh. 14,26). Die Wahrheit ist da, wo Jesus ist. Wahrheit lässt sich nur finden, wenn jemand in Beziehung zu Jesus tritt: «Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen» (Joh. 8,31–32).

Alle diese genannten Tatsachen machen es schwer, Gottes Existenz vernünftigerweise zu leugnen. Sie verweisen auf einen mächtigen Gott, der fähig ist, die Bahnen der Sterne und die Entwicklung eines Fötus zu ersinnen. Sie verweisen auf einen Gott, der der Ursprung der menschlichen Persönlichkeit und deshalb selbst ein persönlicher Gott ist. Er ist die ultimative Quelle unserer Werte, des Lebens, der Sprache, von Wahrheit, Schönheit und Güte. Und er möchte, dass wir ihn kennen und uns an ihm freuen, dass wir ihn verehren und mit ihm leben.

Gemälde Michael Willfort – Gedanken

Thema: Denke einmal nach! | Beitrag kommentieren

237. Christus kommt wieder

Freitag, 21. Januar 2011 | Autor:

Das Grab ist leer, ich habe mich selbst überzeugt, und Jesus kommt wieder,

dass weiß ich gewiß.



Christus kommt wieder

Sehr unterschiedlich sind die Auffassungen der Menschen, wenn sie von der Wiederkunft Christi hören. Wie soll ein Toter wieder erscheinen, das fragten sich Menschen schon zur Zeit des Völkerapostels Paulus. „Wie sagen denn etliche unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten? Gibt es aber keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist auch euer Glaube vergeblich.“(1. Korinther 15:12) Das ist die Schlussfolgerung!

Wer sagt, Christus kommt wieder, der sagt damit auch, Christus ist auferstanden!

Viele Menschen sind von der bevorstehenden Wiederkunft Christi nicht überzeugt. Und das wird sich sicherlich auch nicht ändern. Wir Menschen wollen uns nicht gerne etwas sagen lassen, was unter Umständen unangenehm sein könnte. Denn es kann schon unangenehm sein, plötzlich das eigene Leben nicht mehr gestalten zu können. Und wir stehen dann vor vollendeter Tatsache, dass nun ein anderer bestimmen wird.

Es ist ähnlich wie bei Wirbelstürmen, Überschwemmungen oder Erdbeben. Was gewesen ist, ist vorbei. Es muss neu begonnen werden. Allerdings ganz anders, ganz neu wird es sein. Das alte Dasein ist nicht mehr möglich, etwa wie nach Aufräumarbeiten oder Beseitigung der Schäden. Der Wechsel vom bisherigen Leben zum zukünftigen Leben ist so radikal, wie es im Katastrophenfall eben noch nicht ist. Da knüpfte man am Vergangenen an. Völlig anders aber wird es sein, wenn Jesus kommen wird, „zu richten die Lebenden und die Toten“ (1. Petrus 4:5). Martin Luther fasste es in die einprägsamen Worte zusammen: Christus wird „am jüngsten Tag mich und alle Toten auferwecken, und mir, samt allen Gläubigen in Christus ein ewiges Leben geben“.

Das ist gewiss spannend. Wer möchte nicht ein Leben haben, das befreit ist von Angst und Schmerz, Schuld und Versagen, Krankheit und Niederlagen? Wir wollen doch ein Dasein mit Erfolg, Freude, Dankbarkeit, Güte, Liebe, Harmonie und vielem mehr.
Und das soll keine Utopie sondern Wirklichkeit sein? Da sagt jemand, „das ist zu schön, um wahr zu sein!“ Halt: Es ist wahr. Es ist deshalb wahr, weil es derjenige verspricht, der niemals lügt. Als Jesus zu seiner Zeit mit Vertretern seines Volkes sprach, entgegnete er ihnen: „Nun aber sucht ihr mich zu töten, einen solchen Menschen, der ich euch die Wahrheit gesagt habe, die ich von Gott gehört habe.“ (Johannes 8:40) In diesem Gespräch kam es schließlich so weit: „Da hoben sie Steine auf, dass sie auf ihn würfen. Aber Jesus verbarg sich und ging zum Tempel hinaus.“

Wer hätte die Erfahrung noch nicht gemacht, dass die Wahrheit keineswegs stets gern gehört wird und man sich ihr stellt. Wir basteln uns unsere Gedanken selber zusammen und verschließen uns oft genug dem Wort der Wahrheit. Bei Jesus können wir lernen, uns ihm gegenüber nicht mit Lügen verteidigen zu müssen, sondern uns als die Schwachen, die des Arztes bedürfen, als die Geängsteten, die des Trostes bedürfen, als die Hoffnungslosen, die der Hoffnung bedürfen, zu verhalten. Die Bibel nennt es einfach „glauben“.

Der Mitstreiter von Martin Luther an der Wittenberger Universität ist Philipp Melanchthon gewesen. Von ihm haben wir eine schöne Erklärung über den Glauben. „Der Glaube ist nicht bloß ein Wissen im Verstande, sondern auch ein Vertrauen im Willen, das heißt, er ist ein Wollen und Empfangen dessen, das in der Verheißung dargeboten wird, nämlich die Versöhnung und die Vergebung der Sünden. So gebraucht die Schrift das Wort „Glaube“.
Wie nun aber bekommen wir solchen Glauben? Das ist rasch zu beantworten. Solcher Glaube wird uns geschenkt. Gott schenkt ihn uns, denn er will unsere Rettung. Sein Mittel ist das Wort der Bibel. Diesem Wort vertrauen wir. Hören wir auf das Wort der Heiligen Schrift, dann wird Gottes Geist an unserem „inneren Menschen“ arbeiten. Bleiben wir offen für das Wort, auch dann, wenn es dabei zu Widerständen kommt. Denn davon lesen wir auch. Es gibt Menschen, die dem Wort nicht vertrauen wollen, es ablehnen und damit auch ihre eigene Zukunft bestimmen. Bei Jesu Wiederkunft werden auch solche sein, „die sagen zu den Bergen: Fallet über uns! Und zu den Hügeln: Decket uns!“ (Offenbarung 6:16)

„Die Kräfte des Himmels werden ins Wanken kommen. Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden kommen und sehen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit … Dann werden zwei auf dem Felde sein, einer wird angenommen, und der andere wird verworfen werden. Zwei werden mahlen auf der Mühle, eine wird angenommen, und die andere wird verworfen werden. Darum wachet, denn ihr wisset nicht, welchen Tag euer Herr kommen wird … Darum seid auch ihr bereit! Denn des Menschen Sohn kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint.“

Dr. Hans Lindemann

Thema: Denke einmal nach! | Beitrag kommentieren

236. „Und dann stehst du vor Gott …!“

Freitag, 21. Januar 2011 | Autor:

Gemälde Anbetung Hannes Stets

 

„Und dann stehst du vor Gott …!“

Gott wird uns einmal fragen …

Im Zug saß er eine Reihe vor mir, und obwohl ich ihn nicht sehen konnte, war es unmöglich, ihn nicht zu überhören. Und was ich zu hören bekam, störte mich vom ersten Moment an. Ich bin normalerweise ein freundlicher Zeitgenosse. Doch wenn es um pausenloses „Um Gottes Willen“, „o Gott, o Gott“, „Ach Gott nochmal“ und ähnliche Gedankenlosigkeiten geht, werde ich fast immer nervös, wenn sie lautstark vorgetragen werden auch etwas agressiv. Zuerst wollte ich einfach weghören – keine Chance. Dann lagen mir ein paar spitze Bemerkungen auf der Zunge – „das kommt genauso schlecht!“ mahnte mich meine Frau zu Recht. Aber irgendetwas muss man doch tun, dachte ich reichlich genervt, aber auch schon ein bisschen resigniert, denn die genannten Phrasen hörten nicht auf, sondern verstärkten sich eher noch. Da mir nichts Vernünftiges einfiel, blieb ich schließlich gegen meinen inneren Impuls sitzen, bis sich das Problem an einer der nächsten Haltestellen von selbst löste. Als ich am Abend noch einmal über diese Begebenheit nachdachte – etwas frustriert und auch ein bisschen beschämt – wurde ich an einige Sätze erinnert, die man im Lübecker Dom entdecken kann. In Stein gemeißelt steht da:

Ihr nennt mich Retter – und lasst retten euch nicht.
Ihr nennt mich das Licht – und glaubt an mich nicht.
Ihr nennt mich den Weg – und geht ihn nicht.
Ihr nennt mich das Leben – und begehret mich nicht.
Ihr nennt mich Meister – und folget mir nicht.
Ihr nennt mich herrlich – und liebet mich nicht.
Ihr nennt mich weise – und fraget mich nicht.
Ihr nennt mich Herr – und dienet mir nicht.
Ihr nennt mich allmächtig – und vertrauet mir nicht.
Kenn ich euch einstens nicht – so wundert euch nicht.

Bernhard Matzel

Thema: Denke einmal nach! | Beitrag kommentieren

234. Anstößiges zu Geld & Glück Thema: Glückspiel

Freitag, 21. Januar 2011 | Autor:

Anstößiges zu Geld & Glück

Thema: Glückspiel

Drei Ratschläge und sechs Richtige
Mein erster Rat in diesem Monat lautet: Kaufen Sie einen Lottoschein! Geben Sie nicht zu viel Geld aus – aber tun sie es. Ja, wirklich. Wundert Sie das? Warum eigentlich, der Lottoschein ist doch die Verkörperung unseres Themas: Geld und Glück! Und in Ihrem Fall ist es vermutlich die einzige Chance, dass Sie noch in diesem Leben richtig reich werden. Die Wahrscheinlichkeit beim Schweizer Zahlenlotto (6 aus 45) zu gewinnen ist 1 zu 8.145.060. Um sich diese Zahl vorstellen zu können, denken Sie sich einfach einen Turm aus gestapelten Einfranken-Münzen. Dieser Turm hätte eine Höhe von 12.2 Kilometern. Zugegeben, die Wahrscheinlichkeit ist recht klein – aber unendlich viel größer, als wenn sie keinen Lottoschein kaufen! Immerhin werden auch rund fünfzig Prozent der eingesetzten Gelder wieder an die Gewinnerinnen und Gewinner ausgeschüttet und der Rest kommt gemeinnützigen Zwecken zugute. Im Jahr 2003 wurden in Deutschland 8,2 Mrd. Euro für Lotto ausgegeben. Mehr als ein Drittel aller Erwachsenen gehen in Deutschland jede Woche zur Lotto-Annahmestelle.

Mein zweiter Rat lautet: Sorgen Sie sich nicht um statistische Wahrscheinlichkeiten, sondern gewinnen Sie! Ich garantiere Ihnen, wenn Sie gewinnen, sind Ihnen die Statistiker und die Millionen Verlierer völlig egal. Sie gehören dann zu den 4.129 DM-Millionären und über 200 Euro-Millionären, die es seit dem Lotto-Start in Deutschland im Oktober 1955 gibt. Ist das nicht ein hoffnungsvoller Blick in den nächsten Monat?
Wenn Sie übrigens nicht wissen, welche Zahlen sie tippen sollen, dann folgt hier mein dritter Rat: 38 – 26 – 25 – 27 – 31 – 43. Das sind die Zahlen, die in den bis am 15. September 2004 erfassten 4.265 Deutschen Ziehungen am häufigsten gekommen sind. Falls Sie statistisch sensibel sind, dann rate ich Ihnen: 13 – 28 – 45 – 10 – 20 – 15. Das sind die Zahlen, die am seltensten gezogen wurden.

Das Spiel ums Glück
Haben Sie sich auch schon mal gefragt, warum Glückspiele „Glückspiele“ heißen? Es braucht ja kein Glück, um spielen zu können. Stimmt, es braucht Glück, um zu gewinnen. Warum heißt es dann nicht „Glücksgewinnen“? Vielleicht darum, weil wir beim Glückspiel um unser Glück spielen? Darum geht es doch. Hinter der Hoffnung auf den großen Gewinn steht der Wunsch nach Lebensglück. Das kann ich gut verstehen. Es gibt wohl keine effizientere Art, reich und glücklich zu werden: Wenig Input bringt sehr viel Output in kurzer Zeit. Eigentlich wäre alles gut, wenn da nicht diese Warnung in der Bibel wäre: „Hastig errafftes Gut zerrinnt; wer aber ruhig sammelt, bekommt immer mehr“ (Sprüche 13,11). Das schnell gewonnene Geld scheint nicht lange zu bleiben und nicht wirklich glücklich zu machen.
„Mit gewonnenem Geld haben außerordentlich viele Leute Probleme“, sagt der Braunschweiger Psychologe Heiner Erke. Den Grund sieht er darin, dass den Lottogewinnern bewusst ist, dass sie das Geld im buchstäblichen Sinne nicht verdient haben. Sie haben einfach nur Glück gehabt. „Wir wissen aus vielen Untersuchungen, dass viele Lottogewinner nach einigen Jahren wieder genauso arm bzw. genauso reich sind, wie vor ihrem Glückstreffer, sagt der

Berliner Psychotherapeut Wolfgang Krüger. Der Grund: Die meisten Menschen haben nie gelernt, mit Geld umzugehen.
Interessant ist auch die Reaktion von Gewinnern. Da ist zum Beispiel dieses ältere dänische Ehepaar, das die Lottogesellschaft bat, den Millionengewinn doch wieder zurückzunehmen. Sie hätten auch nach langer Überlegung keine Verwendung für das Geld gefunden. „Ich konnte ihnen nur mit Mühe erklären, dass Glücksspiel nun mal das Risiko des Gewinns in sich birgt“, berichtet ein Angestellter der Lottogesellschaft. Ein Lotto-Gewinner aus Dortmund hat dieses Jahr seinen ganzen Gewinn von 9,1 Millionen Euro, gespendet. „Er hatte einfach Angst vor dem plötzlichen Reichtum“, sagte ein Lotto-Sprecher. Diese Reaktionen werden bestätigt durch eine Umfrage bei Lottomillionären in Dänemark: „Glück und Freude“ empfanden nur 26 Prozent. 2 Prozent berichteten von «Übelkeit, Schlaflosigkeit und Angst». Im Juli 2004 haben ZDF-Journalistinnen das Thema „Lottomillionäre“ recherchiert. Sie kommen zum Schluss: „Wir haben im Laufe der Dreharbeiten gelernt, dass mit einem Millionengewinn nicht nur Glück und Sorglosigkeit einhergehen. Eine Summe von fünf Millionen Euro kann den Gewinner schnell überfordern. Im schlimmsten Fall scheitert man sogar an dem Gewinn. Es stimmt, Geld macht noch lange nicht glücklich.“

Anstöße
Angesichts dieser Erkenntnisse gebe ich Ihnen – als zukünftige Lottogewinnerinnen und Lottogewinner – wie immer ein paar Anstöße zur Erhaltung ihres Glückes:

– Sagen Sie niemandem, dass Sie gewonnen haben. Sie dürfen Ihre Freude mit niemandem teilen. Wenn Sie es doch tun, dann sagen Sie es nur ganz wenigen Menschen. Geben Sie keine genauen Zahlen an und untertreiben Sie, ohne zu lügen. Lernen Sie so schnell als möglich „nein“ zu sagen, „Freunden“ zu misstrauen und mit ständigem Betteln und Neid zu leben.

– Versuchen Sie, Ihr Leben ohne jede sichtbare Veränderung weiter zu führen. Kündigen Sie nicht, reduzieren Sie Ihre Arbeitszeit und -leistung nicht und geben Sie nicht mehr Geld aus.

– Spielen Sie nie mehr Lotto oder andere Glücksspiele. Es besteht nur eine verschwindend kleine Wahrscheinlichkeit, dass Sie nochmals gewinnen, aber eine hohe, dass Sie spielsüchtig werden.

Haben Sie die Lust am Lottogewinn verloren? Das kann ich gut verstehen. Kaufen Sie trotzdem einen Schein, denn der nächste Infoletter kommt bestimmt und wird Ihnen helfen, mit dem Geld glücklich zu werden.

Mit freundlichen Grüssen.

Dr. rer. pol. Thomas Giudici

P. S.: Bitte vergessen Sie auf keinen Fall, mir 10% Ihres Gewinnes mit den oben genannten Zahlen zu überweisen.

Thema: Denke einmal nach! | Beitrag kommentieren

Gott ist gut
Datenschutzübersicht

Wir verwenden Cookies, die es uns ermöglichen, die Benutzung der Webseite zu analysieren. So können wir die Seite weiter verbessern. Durch die Nutzung unserer Webseite stimmst Du der Nutzung von Cookies zu. In unserer Datenschutzerklärung findest Du mehr Informationen und kannst die Cookies deaktivieren.
(Datenschutzerklärung)