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661. Weihnachtsgeschichte 2019 – Weihnachtszeit – Geschichtenzeit

Montag, 18. November 2019 | Autor:

Weihnachtskrippe Immanuel Gemeinde Nürnberg

 

Liebe Blog Besucher,

jedes Jahr aufs neue ist es spannend eine neue Weihnachtsgeschichte aufzufinden, die auch etwas aussagt, über den Sinn des Weihnachtsfestes. Leider gibt es in Deutschland und Europa immer weniger Menschen die den eigentlichen Sinn von Weihnachten noch kennen. Wenn man Menschen in den Fußgängerzonen in der Adventszeit befragt, wissen Sie warum wir Weihnachten feiern. Dann hört man Antworten wie: Es ist ein Familienfest. Es ist das Fest der Liebe. Man hat drei freie Tage. Es gibt Geschenke und gutes Essen. Die grasseste Antwort die meiner Meinung mal gegeben wurde. Ich bin nicht von hier; weil man glaubte, dass dieses Fest einen regionalen Bezug hat.

Ist dies nicht ein trauriger Zustand in einem Land das sich als christlich bezeichnet? Ich bin sehr traurig darüber und versuche mit vielen Artikeln in diesem Blog viele Menschen zum nachdenken anzuregen. Noch wichtiger aber ist es, dass die weniger als 1% Wiedergeborene Christen(lese Johannes Evangelium Kapitel 3) für die restlichen 99% Menschen in unserem Land beten.

So nun wünsche ich Ihnen viel Freude beim lesen der diesjährigen Weihnachtsgeschichte.

 

Weihnachtskrippe Immanuel Gemeinde Nürnberg

 

 

Ich bedanke mich bei Bernd Matzel von Marburger Medien für die Genehmigung zur Veröffentlichung hier in meinem Blog.

 

Weihnachtszeit – Geschichtenzeit

Die Kirche war alt und ziemlich heruntergekommen, in welcher der junge Pfarrer seinen Dienst antrat. Früher hatten hier bekannte Theologen auf der Kanzel gestanden und gepredigt. Reiche und arme Menschen waren zum Gottesdienst gekommen und alle hörten dieselbe Botschaft von der rettenden Liebe Gottes, die er uns durch Jesus Christus schenkt.

Gute Zeiten – schlechte Zeiten

Doch diese Zeiten waren längst vorbei. Viele, die früher zur Gemeinde gehörten waren verstorben oder verzogen und auch äußerlich machte die Kirche einen miserablen Eindruck. „Die guten Tage in der Gegend sind vorbei!“, sagten manche, wenn man darauf zu sprechen kam. Doch der junge Pastor und seine Frau glaubten an ihre Kirche. Sie hatten das Gefühl, dass mit Werkzeug und Farbe und vor allem mit Gottvertrauen einiges wieder repariert werden könnte. Gemeinsam fingen sie an und bald sah man tatsächlich die ersten Früchte ihrer Bemühungen.

Der Mensch denkt – Gott lenkt

Im Dezember zog ein schwerer Sturm durch das Flusstal und richtete an der kleinen Kirche großen Schaden an. Ein großes Stück Putz fiel aus der Innenwand der Kirche, direkt hinter dem Altar. Das war ein schwerer Schlag, denn der Schaden war erheblich und besonders auffällig. Traurig beseitigten der Pastor und seine Frau die Gesteinsbrocken und entfernten den gröbsten Schmutz aus dem Altarraum – das Loch hinter dem Altar ließ sich jedoch nicht verstecken. Es klafft breit und auffällig mitten in der Wand. Immer wieder stand der Pastor grübelnd und ratlos vor der großen „Wunde“ im Mauerwerk. Schließlich blieb ihm nichts anderes übrig, als zu sagen: „Dein Wille geschehe“, und seine Frau zu trösten, die ein wenig weinte, als sie traurig bemerkte: „Und in zwei Tagen ist Heiligabend.“

Das geheimnisvolle Tischtuch

Am Nachmittag gingen die Beiden zu einer Auktion, deren Erlös für die Jugendgruppe der Gemeinde bestimmt war. Im Lauf der Versteigerung wurde eine große Schachtel geöffnet und zum Vorschein kam ein edles Tafeltischtuch mit einer elfenbeingoldenen Spitze. Es war riesig groß – fast viereinhalb Meter lang – und stammte aus einer scheinbar längst vergangenen Zeit. Niemand hatte mehr Bedarf für so eine gigantische Tischdecke. So staunte man zwar darüber, aber niemand wollte es wirklich haben. Doch plötzlich hatte der Pastor eine geniale Idee. Er ersteigerte das Tuch für wenig Geld und freute sich über seinen guten Kauf. Die fragenden Blicke seiner Frau beantwortete er mit den Worten: „Lass mich nur machen …!“ Dann schleppte er die große Schachtel in die Kirche. Als sie vor dem hässlichen Loch standen, wusste auch seine Frau, was der Mann vorhatte. Gemeinsam falteten sie das riesige Tafeltuch auseinander und begannen es vorsichtig an der Wand hinter dem Altar zu befestigen. Dann traten sie zurück und betrachteten staunend ihr Werk. Das Loch war verschwunden und das edle Tuch machte sich richtig gut über dem Altar. Die wunderbare Handarbeit warf sogar einen hellen Schein auf die dunkle Kanzel. Glücklich ging der Pastor in sein Arbeitszimmer, um die Weihnachtspredigt vorzubereiten.

Verworrene Lebensfäden

Am Heiligen Abend gegen Mittag öffnete der Pastor die Kirche. Dabei sah er eine Frau in der Kälte an der Bushaltestelle stehen. „Der Bus kommt erst in 40 Minuten”, rief er ihr zu und lud sie ein, in die geheizte Kirche zu kommen, um sich etwas aufzuwärmen.
Als sie ein wenig ins Gespräch kamen, erzählte die Frau, dass sie am Morgen aus der Stadt gekommen war, um sich für einen Job als Kindermädchen zu bewerben. Doch es hatte nicht geklappt. Sie war als Kriegsflüchtling in die USA gekommen und ihr Englisch war noch ziemlich schlecht. Die Frau setzte sich in eine Bank, rieb ihre Hände und ruhte sich aus. Nach einer Weile begann sie still zu beten. Sie sah auf, als der Pastor damit beschäftigt war, das Tafeltuch an einigen Stellen noch etwas gerade zu hängen. Wie gebannt schaute sie auf das schöne Stück. Dann stand sie langsam auf, trat in den Altarraum und stand direkt unter dem Tuch. Der Pastor lächelte und erzählte ihr von dem Sturmschaden und der Auktion und seiner guten Idee. Doch die Frau schien ihm gar nicht zuzuhören. Völlig abwesende nahm sie eine Falte des Tuches in ihre Hand und rieb den Stoff eine ganze Weile zwischen den Fingern. Dann sagte sie plötzlich: „Das ist mein Tafeltuch”. Sie hob eine Ecke hoch und zeigte dem überraschten Pastor, dass Initialen eingearbeitet waren.

Kaum zu glauben

Mein Mann hat das Tuch extra für mich in Brüssel machen lassen. Es kann kein anderes geben, das genauso aussieht.” In den nächsten Minuten unterhielten sich der Pastor und die Frau angeregt. Sie erzählte ihm, dass sie ursprünglich in Wien zuhause war. Sie und ihr Mann hatten sich öffentlich gegen die Nazis gestellt und entschieden, das Land zu verlassen. Man hatte ihnen geraten, sich getrennt auf den nicht ungefährlichen Weg zu machen. Obwohl sie in ihrem Inneren wusste, dass dies ein Fehler sei und sie sich nicht von ihrem Mann trennen sollte, löste die Frau ein Schiffsticket, während ihr Mann sich in einen Zug in die Schweiz setzte. Er wollte nachkommen, sobald er eine Möglichkeit hatte, den Haushalt hinter die Grenze bringen zu lassen. „Ich habe meinen Mann nie wieder gesehen“, sagte sie traurig. „Später bekam ich die Nachricht, dass er in einem Konzentrationslager gestorben sei“, meinte sie noch, während ihre Augen immer wieder zu dem Tischtuch wanderten. „Ich hatte immer das Gefühl, dass es mein Fehler war, ohne ihn zu gehen” sagte sie. „Vielleicht sind diese Jahre der Wanderschaft der Preis dafür.“ Der Pastor versuchte sie zu trösten und drängte sie, das Tuch mitzunehmen. Aber das wollte sie nicht. Dann verabschiedete sie sich und fuhr wieder in die Stadt.

Zu schön, um wahr zu sein

Die Kirche füllte sich für den Weihnachtsgottesdienst. Das Tafeltuch sah im Kerzenlicht wunderbar aus. Nach dem Gottesdienst stand der Pastor am Ausgang und wünschten allen Besuchern gesegnete Weihnachten. Viele bemerkten, dass die Kirche wunderbar ausgesehen hätte und erwähnten dabei vor allem das schöne Tuch. Ein Mann mit freundlichem Gesicht sah allerdings etwas verwirrt aus. Man kannte ihn in der Gegend als Fachmann, der jede Uhr reparieren könne. „Es ist eigenartig”, sagte er mit einem leichten Akzent. „Vor vielen Jahren hatten meine Frau – Gott hab sie selig – und ich genau so ein Tafeltuch.” Mit einem Lächeln erzählte er weiter. „In unserem Haus in Wien legte es meine Frau nur auf, wenn der Bischof zu Besuch kam.” Plötzlich war der Pastor ganz aufgeregt. Er erzählte dem Uhrmacher von der Frau, die am Mittag in der Kirche gewesen war. Erschrocken fasste der Mann den Arm des Pastors. „Kann es sein, dass sie noch lebt?“

Der Rest ist schnell erzählt. Gemeinsam suchten die beiden Männer die Familie auf, bei der sich die Frau beworben hatte. Danach fuhren sie im Auto des Pastors in die Stadt. Und an diesem Heiligabend fanden sich zwei Menschen wieder, die viele Jahre lang, einsame Weihnachten gefeiert hatten.

Allen, die diese Geschichte hörten, ahnten, dass es eine wunderbare Fügung Gottes gewesen war, die damit begann, dass der Sturm die Kirchenmauer beschädigt hatte. Manche sprachen auch von einem Wunder, einem richtigen Weihnachtswunder. Ich denke, dem kann man nur zustimmen.

 

Quelle: Marburger Medien

nach einer Geschichte von Howard C. Schade

Das waren Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14

 

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