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365. Büßerhaltung und die Folgen

Mittwoch, 22. Mai 2013 | Autor:

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Büßerhaltung und die Folgen

 

 

Man sollte es nicht glauben und doch entspricht es den Tatsachen:

In der letzten Aprilwoche 2013 versammelte sich im “Palais des Nation” in Genf der Uno-Menschenrechtsrat, um den Vertreter der Bundesrepublik ins Gebet zu nehmen, denn es gab in Sachen Bundesrepublik “erhebliche Beanstandungen”, die zur Sprache gebracht werden mussten.

Der Iran bemängelte die Islamophobie in Deutschland, Nordkorea die eingeschränkte Versammlungsfreiheit, Russland, Weißrussland und Usbekistan die Gewaltexzesse der Polizei, Nicaragua sorgte sich um die Straßenkinder und Bahrain um die Zigeuner in Deutschland.

Kurzum: Gerade diejenigen, die allen Grund dazu hätten, vor der eigenen Türe zu kehren, weil in ihren Ländern ständig in grober Weise gegen die Menschenrechte verstoßen wird – man denke nur an Nordkorea, und die Presse- und Versammlungsfreiheit in den anderen Ländern – erkühnen sich, Deutschland, wegen eben dieser Dinge, auf die Anklagebank zu setzen.

 

Auch die Verbündeten Deutschlands konnten sich Seitenhiebe nicht verkneifen:
Die Amerikaner forderten Maßnahmen gegen die Neonazis und ein britischer Diplomat sinnierte über einen “institutionellen Rassismus”, der die NSU-Morde begünstigt habe.

Der Vertreter der Bundesrepublik Deutschland, Markus Löning, Beauftragter für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Fragen – kurz Menschenrechtsbeauftragter – wies die Anschuldigungen nicht etwa als “unerträgliche Frechheit” zurück, sondern gab sich reuig, lernbereit und unterwürfig.

Zwar gibt es bei uns, in Ansätzen eine Unterdrückung unbequemer und politisch unkorrekter Meinungen, und es gäbe hier manches mit Recht zu beanstanden, aber doch nicht so, wie es von den Verklägern hingestellt wird.

Man kann unterschiedlicher Meinung darüber sein, ob die Dreistigkeit mit der die Anklagen, die gegen Deutschland vorgebracht wurden, die Folge unserer ständigen Selbstanklagen, Reue –, Scham- und Schuldbekenntnisse sind, oder ob man Deutschland, das sich, im Umkehrschluss, weltweit ständig als Moralapostel aufspielt, eine Retourkutsche verpassen wollte.

Ebenso kann man unterschiedlicher Meinung darüber sein, was der Grund für die rückgratlose und devote Haltung des deutschen Vertreters ist.

Auch der türkische Vertreter nutzte die Gunst der Stunde um seine Hypothesen zum mutmaßlichen Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) vorzutragen und Maßnahmen gegen Fremdenfeindlichkeit zu verlangen und die Forderung nach der doppelten Staatsangehörigkeit zu bekräftigen.

 

Ein starkes Stück ist auch folgendes:

Die Vereinten Nationen haben die Bundesregierung zu einer Stellungnahme aufgefordert, warum Thilo Sarrazin für seine Thesen nicht strafrechtlich verfolgt wurde. Hintergrund ist eine Anzeige des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg gegen Sarrazin wegen Volksverhetzung und Beleidigung. Sarrazin hatte in einem 2009 veröffentlichten Interview davon gesprochen, dass viele der in Berlin lebenden Türken und Araber keine produktive Funktion hätten, außer für den Obst- und Gemüsehandel.

Keine Frage, dass auch linke “Menschrechtskreise” in Deutschland in dieses Horn stoßen woran erkennbar ist, welche Gefahren der Meinungsfreiheit in Deutschland drohen.

Die Bundesregierung muss sich nun innerhalb von 90 Tagen dazu äußern, was sie zu tun gedenke (Junge Freiheit [JF] vom 18.04.13 – Im JF Archiv – Internet – nachlesbar).

Während man die “Anschuldigungen” der übrigen Länder als Farce abtun kann, ist hinsichtlich der Türkei, der daran gelegen ist weitere Türken bei uns einzugliedern und die sich gerne in innerdeutsche Angelegenheiten einmischt, eine andere Sichtweise geboten, dies insbesondere im Hinblick auf die Erpressbarkeit der deutschen Politik.

 

Foto Montage Agentur PJI Integration-Z1

 

Zur angeblichen “Islamophobie” in Deutschland folgende Zahlen:

Der Meinung, dass der Islam nicht in die westliche Welt passt, ist in Prozenten ausgedrückt, in der Bevölkerung anteilmäßig wie folgt verbreitet:

Spanien 65%, Israel 60%, Schweiz 59%, Frankreich, 55%, Deutschland 51%, USA 43%, Türkei 25% (Quelle: Bertelsmann Stiftung, veröffentlicht in ideaSpektrum, vom 02.05.2013 S.6)

Was die “Islamophobie” anbelangt, steht Deutschland demnach nicht alleine da.

Man muss davon ausgehen, dass 95% der bei uns wohnenden Muslime friedfertig ind. Die Frage ist aber, ob es so bleiben muss, denn das könnte sich spätestens dann ändern, wenn Muslim zu sein, einmal Vorteile bringen sollte.

Vergleichbares gab es auch bei den Deutschen. Als die Zuwanderung aus dem Osten einsetzte, wollten auf einmal alle Deutsche sein. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war es gerade umgekehrt. Ein typisch menschlicher Zug.

Hinzu kommt, dass der Islam potentiell gefährlich ist. Zwischen Islam und Islamismus besteht kein grundsätzlicher, sondern lediglich ein gradueller Unterschied, was jeder echte Muslim, wie der türkische Ministerpräsident Erdogan, jederzeit bestätigen wird.

Folgende Aussagen lassen deshalb aufhorchen:

“Europa wird ein einziger moslemischer Staat werden.” (Imam Ali Abu Al-Hassan, Ägypten) “Wenn wir 50% erreicht haben, muss das Grundgesetz weg und der Koran regieren.” Moslem Rassoul, Köln, bei einem Gespräch mit der Vereinigung “Christen begegnen Muslime”)

Der Deutsch-Afghane Walid Nakschbandi, von Beruf Journalist, meint: “Ihr (Deutsche) seid bei diesem Prozess lediglich Zaungäste, lästige Gaffer!” Und wie mit ihnen zu verfahren ist, postulierte der Turiner Imam Mohammed Kohalia: “Man muss sie töten und damit basta.”

Der belgische Politiker und Islamist Redouance Ahrouch will nach einem Sieg seiner flämischen Islampartei die Scharia einführen und verstieg sich in einem Interview zu der Behauptung, dass der Islam als universelle Religion erst das Aufkommen der europäischen Zivilisation ermöglicht habe.

In stark moslemisch geprägten Gebieten, wie in Kopenhagen kommt es immer wieder zu Übergriffen auf Christen und Islamkritiker.

In Dänemark fordert die Vereinigung “Ruf zum Islam” spezielle Schariazonen für moslemische Gebiete. Eine spezielle Moralpolizei soll auf Alkoholkonsum und Glücksspiel achten.

Am stärksten ist die Anpassung an muslimische Interessen in Großbritannien fortgeschritten. Das reicht vom Verbot Schweine auf Neujahrskalendern und Geschenkartikeln abzubilden, bis hin zum Alkoholbann an der Londoner Metropolitan Universität, wo 20% der Studenten Moslems sind. Mittlerweile verweigern muslimische Bus- und Taxifahrer blinden Fahrgästen die Mitnahme ihrer Führerhunde, weil Hunde als unrein gelten (JF 19/13, 03.05.2013).

Das mag man bei uns noch als Ausnahmefälle ansehen, entspricht aber voll und ganz dem religiösen Hinterwäldlertum in islamischen Ländern, wo man nach muslimischer Regel, einen Raum mit dem rechten Fuß betritt und mit dem linken Fuß zuerst verlässt.

Da muss man sich über die angebliche “Islamophobie” nicht wundern.

Leider ist man hierzulande weitgehend blind und naiv und völlig unkritisch. Auch kirchliche Kreise üben sich im Verharmlosen, was dazu führt, dass den Muslimen mehr und mehr Sonderrechte zugebilligt werden. Wenn wir nicht bald aufwachen sind wir bald nicht mehr die Herren im eigenen Land, weil wir einen Staat im Staate zulassen.

Von daher könnte der ägyptische Imam, der ein zukünftiges islamisch geprägtes Europa sieht, durchaus richtig liegen. Wobei anzumerken ist, dass wir hierzu, aufgrund unserer verkehrten Lebensweise, die zu einer Überalterung der Bevölkerung führt, noch einen zusätzlichen Beitrag leisten.

Was kann aus der Sicht des Wortes Gottes dazu gesagt werden:

Und ich sah den Himmel aufgetan: und siehe ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß treu und wahrhaftig und trägt einen Namen geschrieben auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte: König aller Könige und Herr aller Herren.
Offenbarung 19, Verse 11 und 16

Wer wollte nicht schon alles die Welt unterwerfen: “Heute gehört uns Deutschland und morgen die ganze Welt”, tönten die Nazis, und zu meiner Kindheit und Jugendzeit war man davon überzeugt, dass der Kommunismus irgendwann die ganze Welt beherrschen wird, und heute ist es der Islam, von dem man befürchtet, dass er immer mehr Macht und Einfluss gewinnt, und wenn wir weiterhin so naiv, blauäugig und gutgläubig-einfältig sind, kann das durchaus passieren.

Aber genau so, wie die Ideologien des 20. Jahrhunderts untergegangen sind, wird auch der Islam seine Zeit haben, weil die Zukunft einem anderen Herrn gehört, der einen neuen Himmel und eine neue Erde hervorbringen wird.

Deshalb müssen wir uns vor dem Widersacher und seinen diversen Lügenpropheten nicht fürchten.

Ungewiss ist nur, wie viel Zeit den Irrlehren zur Verfügung steht, welche Ausbreitung sie erreichen und inwieweit wir betroffen sind. Sicher ist nur, dass diesem allen Grenzen gesetzt sind.

Wichtig ist, dass wir als treu erfunden werden.

Jörgen Bauer

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364. Instrumentalisierung des NSU

Mittwoch, 22. Mai 2013 | Autor:

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Instrumentalisierung des NSU


Der Begriff NSU war mir bislang in einem positiven Zusammenhang bekannt:

Ich denke dabei an den NSU Ro 80, der, als erstes Auto mit Wankelmotor, in den 60er Jahren des letzten Jahrhundert entwickelt wurde, bevor die Firma NSU in den VW bzw. Audikonzern aufging.

Weniger positiv besetzt ist der Begriff “NSU” wenn er als Kürzel für “Nationalsozialistischer Untergrund” verwendet wird, denn hier sind einige Dinge, die mir sehr unangenehm auffallen. Das fängt damit an, dass uns ständig vermittelt wird, wie wir die Ereignisse zu sehen und zu bewerten haben. Womit ich bereits beim Thema bin.

Vorab folgendes:

In jedem Land gibt es eine rechtsextreme Minderheit. Man könnte das, psychologisierend, als die Folge eines gesellschaftlichen gruppendynamischen Prozesses beschreiben, wonach sich in der menschlichen Gesellschaft immer bestimmte Gruppierungen herausbilden, wobei extreme Gruppen ein bestimmtes Ausmaß allerdings nicht überschreiten dürfen.

Bedingt durch die Nazivergangenheit wurde hierzulande eine Hysterie gegen alles was wirklich oder auch nur vermeintlich “rechts” ist, herangezüchtet. Bei der typisch deutschen Neigung zur Gründlichkeit ist zu befürchten, dass auch hier weiterhin maßlos übertrieben wird, wodurch wir uns letztlich in Richtung einer Diktatur des “absolut Korrekten” bewegen.

Die Anzeichen sind unübersehbar.

Dem Rassismus, der den Deutschen hinsichtlich des 3. Reiches zur Last gelegt wird, liegt eine der typisch atheistischen “wissenschaftlichen” Theorien des 19. Jahrhunderts zugrunde, die nicht nur in Deutschland prominente Befürworter fand. In Deutschland wurde diese Theorie von vielen verinnerlicht und dann von Hardlinern mit “deutscher Gründlichkeit” umgesetzt.

Und eben dieser “Wissenschaftsglaube” war und ist das Bedenkliche!

Wenn man die “wissenschaftlichen” Theorien sieht, die heute herumgeistern, man denke an den angeblich menschengemachten Klimawandel, den Genderisms, den Feminismus, die Homoideologie, kurzum die ganzen, der Schöpfungsordnung zuwiderlaufenden Ideologien, dann erkennt man, dass die Gefahren heute nur aus einer anderen Richtung kommen.

Gegenüber diesen ist man blind, bedingt durch die Fixierung auf die Vergangenheit.

Nun zur eigentlichen Sache, dem NSU. Um Missverständnissen vorzubeugen:

Den Mordopfern und deren Hinterbliebenen ist kriminelles Unrecht geschehen. Dafür müssen die Täter verurteilt und die Hinterbliebenen nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) entschädigt werden. Nach dem OEG gelten für Verbrechensopfer die gleichen Regeln wie für Kriegs- und Wehrdienstbeschädigte, deren Angehörige und Hinterbliebene.

Anlass zur Kritik ist die Art und Weise wie der Fall in Medien und Politik “vermarktet” wird.

Zur Erinnerung:

Die Sache nahm ihren Anfang mit den Selbstmorden von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt am 04. November 2011, in Zwickau. Kurz darauf brannte die Wohnung der beiden Männer aus.

Dringend der Brandstiftung verdächtig ist die ständige Begleiterin von Mundlos und Böhnhardt, Beate Zschäpe. Bei den Ermittlungen ergaben sich erste Hinweise dass das Trio möglicherweise als Täter für die Morde an acht Türken, einem Griechen und einer deutschen Polizisten, in den Jahren 2000 bis 2006, verantwortlich ist. Dabei ergaben sich Hinweise auf Verbindungen zu rechtsradikalen Kreisen.

Kaum dass sich die ersten Hinweise auf die Täterschaft des Trios und deren rechtsradikalen Hintergrund ergeben hatten, setzte, noch bevor die Zusammenhänge eindeutig geklärt waren – sie sind es im Übrigen bis heute nicht – sofort die medial gelenkte Empörung mit den bekannten Betroffenheitsritualen, Selbstanklagen, Vermutungen und Vorverurteilungen ein, die seither anhält.

Der Grund für das große Medieninteresse und das der Politik liegt darin, dass es sich bei den Opfern um “Mitbürger mit Migrationshintergrund” handelt. Die begangenen Taten bekommen dadurch, im Verhältnis zu anderen, ebenso schweren Straftaten, ein besonderes Gewicht, weil es hier sofort zu dem Angstreflex als fremdenfeindlich usw. zu gelten kommt, wobei die Gefahren die von rechtsextremen Umtrieben ausgehen, als besonders groß herausgestrichen werden.

Daneben wird regelmäßig über den Fortgang der Ermittlungen und den Befindlichkeiten der Hinterbliebenen der Mordopfer – sofern diese einen Migrationshintergrund haben – berichtet, wobei diesen Raum zur Selbstdarstellung, zur Anklage und zu Forderungen geboten wird. Dabei fehlt es nicht an medialer Anteilnahme und Versprechungen seitens der Politik. Und das, obwohl die Taten bislang überhaupt nicht restlos aufgeklärt sind.

Dabei fällt auf, dass hinsichtlich der ermordeten Bereitschaftspolizisten Michele Kiesewetter kein derartiger Aufwand betrieben wird. Was weiter auffällt ist, dass es auch genügend Deutsche gibt, die Opfer von Übergriffen durch “Mitbürger mit Migrationshintergrund” wurden, ohne das dieses besonders erwähnt wird.

Wie sieht es z.B. mit mafiösen Strukturen in Großstädten, wie z.B. Berlin, aus, wo ganze Stadtteile rechtsfreie Räume sind, weil sie in allen Bereichen total von Großfamilien mit “Migrationshintergrund” dirigiert und terrorisiert werden? Die Polizei traut sich dort nicht mehr hin.

In solchen Fällen wird, „um nicht als fremdenfeindlich zu gelten und um der Fremdenfeindlichkeit keinen Vorschub zu leisten“, gezielt vertuscht und schon gar nicht geprüft ob ein “deutschenfeindlicher Hintergrund” vorliegt.

Ganz anders im umgekehrten Fall. Ist ein “Mitbürger mit Migrationshintergrund”, zumeist Türke oder Araber, betroffen, wird sofort ein rechtsradikales Motiv vermutet. Liegt ein solches nicht vor, wird dies am Ende der Nachrichten besonders betont, so, als wenn das Gegenteil der Normalfall ist.

Das geht, wie zu lesen war, sogar soweit, dass in einem rot-grün regierten Bundesland, die Anweisung erging, die Kriminalstatistik nochmals zu überarbeiten, weil, nach Auffassung der Regierenden, in dieser zu wenig „rechtsextreme Straftaten“ erfasst sind.

Hierzu ist anzumerken, dass das Raster, im Vergleich zu linksextremen Straftaten, erheblich enger ist, wenn es um „rechtsextreme Straftaten“ geht. Während auf der einen Seite bereits eine unkorrekte Äußerung ausreicht, muss es auf der anderen Seite eine Randale, wie die zum 1. Mai üblichen, sein.

Durch diese einseitige Fixierung entsteht der Eindruck, dass es bei uns jede Menge rechtsradikaler Gewalttäter gibt, die nur darauf lauern, über unschuldige Mitbürger mit Migrationshintergrund herzufallen. Im Ausland muss so der Eindruck entstehen dass Deutschland für Ausländer ein gefährliches Pflaster ist und eine Machtübernahme durch die Neonazis unmittelbar bevorsteht.

Die weitere Folge ist, dass die im vorliegenden Fall Verdächtigen bereits verurteilt sind, noch bevor der Prozess, der am 17. April 2013 beginnen sollte, überhaupt begonnen hat. Nach unserem Rechtsverständnis, gelten Beschuldigten solange als unschuldig, bis sie rechtskräftig verurteilt sind.

Weil der Prozess gegen die Verdächtigen das Zeug zum Schauprozess hat, legte das Bayerische Oberlandesgericht größten Wert darauf, dass alle Formalien eingehalten werden. Bei der Platzvergabe für die Medienvertreter wurden türkische Vertreter nicht mehr berücksichtigt, weil sie sich, aus Unkenntnis, zu spät gemeldet hatten.

Auf Drängen der türkischen Pressevertreter und nachdem diese das Bundesverfassungsgericht angerufen hatten, wurden die Plätze für die Medienvertreter jetzt durch ein Losverfahren nochmals neu vergeben. Dabei werden türkischen Medien angemessen berücksichtigt. Im Hintergrund waren bereits weitere Forderungen, wie die der Teilnahme türkischer Diplomaten und Politiker am Prozess, zu hören.

Angesprochen wurde auch eine Übertragung im Fernsehen. Der Beginn des Prozesses wurde auf den 6. Mai 2013 vertagt.

Allerdings stieß die jetzt vorgenommene Verlosung neuerlich auf Kritik, weil führende große deutsche Zeitungen leer ausgingen. Neue Beschwerden und Klagen wurden angekündigt. Hier muss man aufpassen, dass das ganze nicht zu einer Art Komödie wird.

Im Verfahren kann es nur darum gehen, ein Urteil darüber zu fällen, ob und in welcher Weise sich die Angeklagten im Sinne des Anklage schuldig gemacht haben und welche Strafen dafür zu verhängen sind.

Aufgrund des Medienwirbels wird eine harte Bestrafung der mutmaßlichen Täter erwartet. Was geschieht aber, wenn die erhobenen Beweise und Indizien zu einer Verurteilung nicht ausreichen? Sieht sich das Gericht dann genötigt den Erwartungen nach einer Verurteilung unter allen Umständen zu entsprechen, weil andernfalls eine gewaltiger “Shit-Storm” zu erwarten ist?

Über den weiteren Verlauf darf man gespannt sein.

Was kann uns das Wort Gottes dazu sagen?

Beim Richten sollt ihr die Person nicht ansehen, sondern sollt den Kleinen hören, wie den Großem und vor niemand euch scheuen; denn das Gericht ist Gottes.
5. Mose 1, Vers 17

Das ist eine nahezu klassische Aussage, die wir bereits in der Bibel finden. Das ist das klassische Ideal der Rechtsprechung, wie sie in der antiken Gestalt der Justitia, mit verbundenen Augen, dem Schwert in der rechten und der Waage in der linken Hand dargestellt wird.

Im Bibelwort kommt noch hinzu, dass das Richten nicht allein Menschensache ist, sondern, dass letztlich Gott der Richter ist, der, wie es in Römer 13 gesagt wird, der Obrigkeit lediglich die Macht zum Richten verliehen hat. Der Richter ist bleibt damit Gott gegenüber verantwortlich. Das heißt, er muss gerecht, ohne Ansehen der Person und ohne sich einschüchtern zu lassen, richten.

Es war ein guter Brauch, als an der Wand hinter dem Richtertisch noch ein Kruzifix hing, um die Verantwortung des Richters gegenüber Gott zu verdeutlichen.

Unabhängig davon, wie dies von den Gerichten heute gesehen wird, tun wir selbst gut daran, wenn wir uns bei der Beurteilung einer Sache vom Wort Gottes leiten lassen.

Jörgen Bauer

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363. Sodom und Gomorrha heute

Dienstag, 21. Mai 2013 | Autor:

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Lieber Blogbesucher,

die nachfolgende Aufzählung sagt alles aus, dazu braucht es keine weiteren Erklärungen.

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Sodom und Gomorrha heute

 

Zuerst wurde die Gotteslästerung freigegeben.

Dann die Pornographie.

Dann die Abtreibung.

Jetzt folgen Homosexualität und Lesbianismus.

Und bald auch Polygamie und Euthanasie,

Inzest und Sodomie.

Diese Reihenfolge ist zwangsläufig.

Wenn die letzte Stufe erreicht ist,

befindet sich die Menschheit im gleichen Zustand

wie die Zeitgenossen Noahs vor der Sintflut

und die Städte Sodom und Gomorrha vor ihrem Untergang.

Dann gibt es nur noch EINE Steigerung nach unten:

die weltweite offene Anbetung Satans

und seines Sohnes, des Antichristen,

vorbereitet durch eine weltweite Vernetzung,

durch eine Religion der Beliebigkeit

und durch den immer offensichtlicher werdenden Kampf

gegen Jesus Christus als den einzigen Weg zu Gott dem Vater.

“Aber der feste Grund Gottes besteht und hat dieses Siegel:

Der HERR kennt die Seinen.

Und: Es lasse ab von Ungerechtigkeit,

wer den Namen des HERRN nennt”

(2. Timotheus 2,19).

 

 

Begriffserklärung:

Pornographie = Darstellung von unzüchtigen Handlungen

Homosexualität = erotische Neigung zum eigenen Geschlecht; gleichgeschlechtliche Liebe

zwischen Männern

Lesbianismus = gleichgeschlechtliche Liebe zwischen Frauen

Polygamie = “Vielehe”, Zusammenleben mit mehreren Partnern des anderen Geschlechts

Euthanasie = “Sterbehilfe”; aktive Euthanasie = Tötung aufgrund einer Krankheit oder

Behinderung

Inzest = Geschlechtsverkehr mit nahen Blutsverwandten (Eltern, Kinder, Geschwister u.a.)

Sodomie = sexueller Verkehr mit Tieren

Dr. Lothar Gassmann

Der schmale Weg Nr. 2 / 2013

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362. Taufe wie Jesus sie befohlen hat – und nicht wie es die Kirche tut

Montag, 20. Mai 2013 | Autor:

 

Lieber Blog Besucher,

über die Taufe wie sie in Europa besonders aber in Deutschland von den Großkirchen praktiziert wird, wurde schon viel diskutiert.

Ich möchte mich daran nicht mehr beteiligen. Eines nur ist mir in all den Jahren klar geworden. Von einer Taufe im biblischen Sinne kann bei der zurzeit gängigen Praxis nicht gesprochen werden. Es ist eine Besprengelung eines 6 wöchigen alten Babys, dass in die Kirche getragen wird.

Die biblische Taufe, so wie sie das Wort Gottes beschreibt und Jesus vorgeschrieben hat, kann man im nachfolgenden Beitrag nachlesen.

 

Die Taufe im Neuen Testament

 

Mit freundlicher Genehmigung von

© 1986 Ernst G. Maier (Konferenz für Gemeindegründung) Alle Rechte vorbehalten.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der „Konferenz für Gemeindegründung“ www.kfg.org,Deutsche Gemeinde-Mission e.V. www.dgm-online.org

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361. 33 Argumente für Gott

Montag, 20. Mai 2013 | Autor:

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Lieber Blog Besucher,

so viele Menschen unserer Zeit versuchen mit allen möglichen Argumenten Gott für tot oder nicht existent zu erklären. Teilweise mit Argumenten die an den Haaren herbei gezogen sind. Warum man dies immer wieder und mit allen Mitteln versucht, hat damit zu tun, dass wir nicht gegen Fleisch und Blut kämpfen – lese Epheser 6, 12 – sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.

Jeder Leser der die folgenden Zeilen aufmerksam und ohne Vorurteil liest und bewertet wird bei ehrlicher Betrachtung ein großes Stück in seiner Sicht zu Gott weiter kommen, dass verspreche ich Ihnen.

M.T.

Je nach DSL Geschwindigkeit, kann das herunterladen einige Minuten dauern

33Arg

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Mit freundlicher Genehmigung von

 

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360. Die neue Weltordnung!

Sonntag, 7. April 2013 | Autor:

Gemälde Michael Willfort

 

Lieber Blogbesucher,

ein Thema, dass sehr spannend und interessant ist, und es gibt kein Buch auf diesen Erdboden, dass bessere und genauere Angaben dazu macht, als die Bibel. Gott selbst hat dieses Buch heraus gegeben. Ich sehe schon wieder viele lächeln und spotten, aber wie heißt ein altes Sprichwort so schön: Wer zuletzt lacht, der lacht am besten. Jeder der nicht nur in den Tag hinein leben will, sondern sich Gedanken über seine Zukunft macht, oder zumindest einmal fünf Minuten darüber nachdenken will, der ist herzlich eingeladen.

 

Gedankengebaeude – Gemälde von Michael Willfort

 

Wache Bibel lesende Christen wissen, aus den Zusammenhängen der biblischen Prophetien betreffs der Endzeit, dass der Antichrist nicht erst kommen und sich vollends entfalten kann, wenn nicht schon vorher der Nährboden dafür gelegt wurde.

Im zweiten Thessalonicherbrief, des Neuen Testamentes, schreibt Paulus im zweiten Kapitel über den großen Abfall und dem „Sohn des Verderbens“, mit dem auch Judas bezeichnet wurde.

Das Lexikon zur Bibel schreibt zu Abfall:
„Vor der Wiederkunft Jesu Christi muß nach Paulus der große A. (apostasia ) kommen (2Thess 2,3; 1Tim 4,1). Dieser letzte A. ist eine Abwendung von der Offenbarung der Gnade Gottes in seinem Sohn, eine bewußte Verleugnung Christi, eine offene Lossagung von der Gemeinde und allem Christlichen. Dieser A. wird seine zerstörenden Wirkungen in den Lebensbereichen der Familie, des Staates, des allgemeinen Lebens und der Gemeinde offenbaren (2Tim 3,1 ). Seinen Höhepunkt wird er erreichen, wenn das zweite bedeutende Vorzeichen des Tages des Herrn sich erfüllt, wenn der Sohn des Verderbens offenbar wird (2Thess 2,3). Ein Vorspiel dieses durch verschiedene Stufen hindurchgehenden Abfalls der Christenheit bietet die Geschichte Israels, bes. in der Zeit vor der Zerstörung Jerusalems (vgl. 2Chr 36,16; Jer 44,4; 7,24; 11,8).“1 So wie bei Hitler, müssen die Herzen der Menschen vorbereitet werden, um einen „Erlöser“ zu begrüßen, der die Probleme scheinbar lösen wird. Und dies muss weltweit passieren. Und damit die gesamt Welt mitzieht, braucht es eine Anpassung. Politiker sprechen vermehrt über eine „New World Order“. Eine neue Weltordnung. Im religiösen bedeutet „Order“ Ordnung. Unter Recht und Rechtswesen kann man es mit Beschluss (beim Gericht) und Gebot übersetzen. Und des Weiteren kann man „Order“ mit Anweisung, Befehl oder Auftrag übersetzen. Präsident Bush sprach bereits schon öffentlich von einer „New World Order“. Desgleichen auch der frühere US Außenminister Henry Kissinger und auch Gordon Brown, britischer Politiker und seit dem 27. Juni 2007 Premierminister des Vereinigten Königreichs von
Großbritannien und Nordirland. Und auch Politiker in der EU sprechen von einer „New World Governance“ (Governance kann mit Regierungsform, Staatsführung, Herrschaft, Kontrolle und Führung übersetzt werden).
Was müssen wir uns darunter vorstellen und wie bereiten wir uns und unsere Kinder vor, damit wir vor der Verführung bewahrt bleiben?

Lesen Sie hier weiter…..Die neue Weltordnung – Wie bereite ich mich vor

 

 

Mit freundlicher Genehmigung des Autors

Wolfgang Lindemeyer

 

 

 

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Thema: Wichtiges! | Beitrag kommentieren

359. Anthroposophie – Waldorfpädagogik

Samstag, 6. April 2013 | Autor:

Lieber Blogbesucher,

wir erleben es in unserer Zeit wie noch nie, dass Menschen einen Fixpunkt für Ihr Leben suchen. Leider versagen die allermeisten Kirchen, wenn es darum geht, den Menschen diesen Fixpunkt in Form der frohen Botschaft von Jesus Christus, konkret vorzuleben. Es gibt da soviel Lippenbekenntnisse und Formalismus, soviel Herrschaft des Fleisches und des Menschen, dass man kein Hinweis auf die Liebe Gottes in Jesus Christus sein kann.

Deshalb suchen die allermeisten Menschen dann an Stellen, die Sie in die Irre führen. Nur, weil Gott aus Gnade und Liebe, jeden Menschen mehrfach in seinen Leben anspricht und zur Umkehr ermuntert, erkennen Menschen die Irrwege und haben die Chance den wahren Sinn Ihres Lebens zu finden.

Die Serie über diese Irrlehren soll helfen, dass Menschen mit Gottes Hilfe zur Umkehr finden. Ich glaube, dass der Heilige Geist hier sein Werk tun wird.

Entstehung und Wachstum

 

Rudolf Steiner gründete diese Bewegung, die zu einem umfassenden religiösen System geworden ist. In praktischer Hinsicht manifestiert sie sich in den Bereichen Bildung (Waldorf-schulen)*, Arbeit mit Behinderten, ganzheitliche Medizin, ökologischer Landbau (Demeter-Produkte), Theater, Kunst und Architektur.

Steiner wurde 1861 als Kind römisch-katholischer Eltern in dem Dorf Kraljevec (damals Österreich-Ungarn, heute Kroatien) geboren. Er starb 1925 in Dornach in der Schweiz.

Während seiner Studienzeit in Wien wurde er stark von den Werken Goethes beeinflusst;  später galt er als ein anerkannter Goethe-Fachmann.

Bereits früh zeigte sich bei Ihm eine Art übersinnliches Wahrnehmungsvermögen. Er glaubte an eine Verbindung zwischen einer geistigen Welt und dem normalen Wahrnehmungsvermögen.

Ende des 19.Jahrhunderts lernte Steiner in Berlin die Theosophie* kennen. Er wurde häufig als Dozent in der Theosophischen Gesellschaft aktiv. 1899 hatte er eine geheimnisvolle Vision der Kreuzigung Christi; sie erleuchtete ihn und zeigte ihm die wahre Bedeutung des Christentums.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Steiner Generalsekretär der Theosophischen Gesellschaft in Deutschland. Als es zwischen ihm und dem europäischen Führungsgremium zum Konflikt kam, trat Steiner 1913 zusammen mit anderen aus und gründete die „Anthroposophische Gesellschaft“.

Steiner gründete das Zentrum der Gesellschaft in Dornach in der Schweiz. Zusammen mit seinen Nachfolgern errichtete er ein Gebäude, das auch architektonisch die religiösen Gedanken der Bewegung repräsentieren sollte. Das Hauptmerkmal ist dabei der Dom, der die geistliche Rettung symbolisiert.

In den verbleibenden Jahren seines Lebens entwickelte er Konzept und Praxis der „Geistes-Wissenschaft“ *. F. Rittelmeyer, lutherischer Pastor und Anhänger Steiners, bildete mit Steiners Unterstützung die Christengemeinschaft (christlicher Zweig der Anthroposophie). Sie gab der Gesellschaft eine Liturgie und ein kongregationalistisches Gepräge. In Dornach richtete Steiner die „Schule für Geistes-Wissenschaften“ ein – eine Eliteschule für Persönlichkeitsentwicklung durch die Anwendung verschiedener spiritueller Techniken. In Stuttgart wandte er seine bildungstheoretischen Prinzipien an und gründete die Waldorf-Schule.

Nach Steiners Tod weitete sich die Bewegung schnell von Europa über den Atlantik nach Nordamerika aus. Nach Gründung der Bewegung in der Schweiz sind in der gesamten westlichen Welt „Anthroposophische Gesellschaften“ entstanden. Es gibt bedeutende Gemeinschaften in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und den USA.

Vor kurzem hat sich die „Anthroposophische Gesellschaft“ bis nach Osteuropa ausgedehnt. Mitgliedszahlen werden nicht veröffentlicht, aber Schätzungen belaufen sich auf ca. 40 000 Mitglieder weltweit. Die Mehrheit der Mitglieder ist deutschsprachig. Die „Anthroposophische Gesellschaft“ konzentriert sich in den Gebieten Hamburg, München, Stuttgart und Baden-Württemberg. 1981 waren allein mehr als 32 000 Kinder in Waldorf-Schulen. In England gründeten die Anthroposophen die sogenannte „Camphill Community“; diese Bewegung hat sich auch auf andere Länder ausgedehnt. Die „Camphill Community“ bietet Hilfe für körperlich und geistig behinderte Kinder und für geistig behinderte Erwachsene an.

 

Was glauben und lehren die Anthroposophen?

 

In einer so kurzen Darstellung wie dieser kann man die komplizierte Lehre Steiners nicht sachgemäß wiedergeben; man kann höchstens die prinzipiellen Aspekte dieser Bewegung andeuten: „Anthroposophie“ , „Weisheit vom Menschen“ und „Geistes-Wissenschaft“ sind Begriffe, die Steiners religiöses Gedankensystem beschreiben. Es ist eine komplizierte Mischung aus bekannten Begriffen wie Evolution, Karma*, Reinkarnation und Meditation.

Welt und Menschheit werden vorwiegend aus einer geistigen Perspektive heraus verstanden. Alle Lebewesen haben eine Reihe von Reinkarnationen durchlebt; in immer höheren Stufen der Selbstwerdung entfalten sich die Lebewesen von einem geistigen Dasein zu einem materiellen, bevor sie wieder zum geistigen Dasein zurückkehren. Die höchste Ebene wird „Supersensible Perception“ (Supersensible Wahrnehmung*) genannt.

Steiner behauptete, Anthroposophie führe zu Christus. Daher ist Christus aus anthroposophischer Sicht sehr bedeutsam. Er ist der Höhepunkt der menschlichen Entwicklung. Nur Christus durchlief eine einzige Inkarnation anstelle einer Folge von Reinkarnationen, die für alle anderen Menschen notwendig sind. Christus war bis zu seiner Taufe ein normaler Mensch. In der Taufhandlung erhielt er die „Christus-Essenz“ * (das für Christus Wesentliche). Die Auferstehung Christi war allerdings nur ein geistiges Geschehen. Der auferstandene Christus war nur ein Phantom, das seine Jünger durch psychische Wahrnehmung sehen konnten. Nur durch Meditation können Menschen Zugang zu Christus haben. Angesichts des Jüngsten Gerichts ist Christus „Herr des Karmas“, was Steiner dazu führte, sein eigenes System als „christlichen Okkultismus“* zu bezeichnen.

 

Wie praktizieren die Anthroposophen ihre Religion?

 

Die Christengemeinschaft ist anders als die anderen anthroposophischen Organisationen. Nicht alle Anthroposophen sind Mitglieder der Gemeinschaft. Trotzdem ist ihr Charakter typisch  anthroposophisch. Sie betont die sogenannten „christlichen Aspekte“ der Bewegung. Die Priester der Gemeinschaft führen umfassende Rituale für die Gläubigen durch. Symbole und Farben, die die Offenbarungen Steiners repräsentieren, werden häufig verwendet. Die sieben Sakramente sind Kommunion (mit dem wichtigsten Bestandteil der Taufe), Konfirmation, Eheschließung, Seelsorge, letzte Ölung (als Vorbereitung auf den Tod) und 0rdination. Es gibt eine Hierarchie in der Priesterschaft. Ca. zwei Drittel aller Priester gehören der Schule für Geistes-Wissenschaften an.

Die Praxis der Meditation ist für Anthroposophen von grundlegender Bedeutung. Durch Meditation zieht man sich von der physischen Welt zurück, um sich auf eine bedeutende universale Wirklichkeit zu konzentrieren. Dies führt zur Supersensiblen Wahrnehmung. Für einige führt es auch zu einer hellseherischen Erfahrung.

 

Wie sollen sich Christen im Umgang mit Anthroposophen verhalten?

 

Einige generelle Prinzipien im Umgang von Christen mit Anhängern anderer Religionen gelten auch hier. Christen sollten eine gesunde GIaubenserfahrung mit Jesus Christus gemacht haben. Sie sollten ein Leben führen, dass Christus ehrt, und sie sollten ein möglichst umfassendes Verständnis von der Bibel haben. Offenheit und Iiebevolles Interesse helfen am ehesten weiter. Am besten legt man seinen Schwerpunkt auf die eigene, persönliche Glaubenserfahrung. Eine persönliche Freundschaft, die dem anderen demütige und geduldige Nächstenliebe entgegenbringt, ist unbedingt wichtig.

Man sollte die philosophischen Wurzeln der Anthroposophie zu differenzieren wissen und jene Lehren ausmachen, die dem christlichen Glauben konträr gegenüberstehen. Zuweilen ist es notwendig, das Denken und die Aktivitäten der Anthroposophen herauszufordern. Vom richtigen, biblischen Verständnis Christi sollte Zeugnis abgelegt werden. Man sollte es aber vermeiden, auf Steiner selbst oder das System einen Angriff zu wagen, um sich nicht in Argumentationen zu verstricken. Einfühlungsvermögen, Fairness, Respekt und Scharfsinn sind gefordert. Ziel ist es, das Vertrauen des anderen in Freundschat zu gewinnen und ihn vorsichtig zu überzeugen.

 

 

* Spezielle Begriffe

 

Christus-Essenz

Die geistige Kraft, die in Jesus von Nazareth einging, und die ihn zu der wichtigen Rolle als Höhepunkt der menschlichen Entwicklung und zum Schlüssel der Supersensible Wahrnehmung machte.

 

Karma

Ein universales Gesetz von Ursache und Wirkung der Handlungen eines Menschen. In bezug auf diese ist das Karma also entweder gut oder schlecht. Das Karma eines Menschen bestimmt, in welcher Form die nächste Reinkarnation (Wiedergeburt) stattfinden wird.

 

Okkultismus

Der Bereich geheimnisvoller, übernatürlicher Praktiken mit dem Ziel, Geschehnisse oder Personen zu kontrollieren.

 

Geistes-Wissenschaft

Ein Synonym für Anthroposophie.

 

Supersensible Wahrnehmung

Eine Meditationsmethode, um geistige Wirklichkeiten zu unterscheiden.

 

Theosophie

Bedeutet „Weisheit von Gott“. Es ist ein religiöses System, das universale Bruderschaft, naturwissenschaftliche Untersuchungen, Philosophie und Religion fördert. Das Potential physischer Kräfte im menschlichen Geist wird ebenfalls gefördert. Praktiken aus dem Spiritismus werden benutzt, um höhere Weisheit zu erlangen.

 

Waldorfschulen

Eine schulische Bildung, bei der das Kind ein Erwachen des geistigen Bewusstseins durch Selbst-Werdung erfährt. Diese wird durch einen bestimmten Malstil und durch eine rhythmische Verbindung von  Körperbewegung und Sprache gefördert (Eurythmie). Unterschwellig fließt immer wieder anthroposophisches Denken in den Schulalltag ein. Damit müssen Eltern rechnen.

 

Mit freundlicher Genehmigung

Heimatmission EFG

Dr Earl Martin

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358. Vereinigungskirche Mun-Gruppe

Samstag, 6. April 2013 | Autor:

Lieber Blogbesucher,

wir erleben es in unserer Zeit wie noch nie, dass Menschen einen Fixpunkt für Ihr Leben suchen. Leider versagen die allermeisten Kirchen, wenn es darum geht, den Menschen diesen Fixpunkt in Form der frohen Botschaft von Jesus Christus, konkret vorzuleben. Es gibt da soviel Lippenbekenntnisse und Formalismus, soviel Herrschaft des Fleisches und des Menschen, dass man kein Hinweis auf die Liebe Gottes in Jesus Christus sein kann.

Deshalb suchen die allermeisten Menschen dann an Stellen, die Sie in die Irre führen. Nur, weil Gott aus Gnade und Liebe, jeden Menschen mehrfach in seinen Leben anspricht und zur Umkehr ermuntert, erkennen Menschen die Irrwege und haben die Chance den wahren Sinn Ihres Lebens zu finden.

Die Serie über diese Irrlehren soll helfen, dass Menschen mit Gottes Hilfe zur Umkehr finden. Ich glaube, dass der Heilige Geist hier sein Werk tun wird.

 

Entstehung und Wachstum

 

San Myung Mun (engl.: Moon) wurde 1920 in Nordkorea geboren. Er wuchs unter dem Einfluss von pfingstlerischen Gruppen und Presbyterianern auf. Als er mit 16 Jahren ein auf einem Berg zu Gott betete, hatte er eine Vision von Jesus, der ihn  beauftragte, seine gescheiterte Mission zu Ende zu bringen.

Während seiner Studienzeit war er auf Grund von Untergrundaktivitäten in Japan im Gefängnis. Nach seiner Entlassung 1945 kehrte er nach Korea zurück. Er war Mitglied der Presbyterianischen Kirche, die ihn jedoch ausschloss, nachdem er einer messianischen Gemeinschaft beigetreten war. 1948-1950 wurde er von den Kommunisten gefangen gehalten. Nach seiner Entlassung begann ’seine Karriere als Prediger des „göttlichen Prinzips“. 1954 gründete er in Seoul die Vereinigungskirche – „die Gemeinschaft vom Heiligen Geist für die Vereinigung der Weltchristenheit“.

Zu Anfang wuchs die Bewegung nur langsam, aber als sich Studenten und Professoren der Bewegung anschlossen, nahm das Wachstum rasch zu. Zu der Zeit wurden Mun und seine Bewegung aufgrund von besonders anstößigen Riten bei neuen weiblichen Mitgliedern auf das Heftigste angegriffen.

Als Mun 1960 Hak Ja Han heiratete – nach einigen Berichten seine vierte Frau – bildeten sie das perfekte Paar die wahren Eltern, Vater und Mutter, die gemäß Gottes erster Idee das Universum wiederherstellen. Die Heirat setzte einen Gegenpol zur der sündigen Verbindung zwischen Adam und Eva.

Mun und seine Frau haben zwölf Kinder. Heute hat die Vereinigungskirche weltweit mehr als zwei Millionen Mitglieder.

 

Was glaubt und lehrt die Vereinigungskirche?

 

Die autoritativen Lehren der Kirche sind in Muns Buch ,,Das göttliche Prinzip“ und den Schriften seiner führenden Theologin, einer Frau namens Young 0on Kim, niedergeschrieben. Kims Theologie verleugnet die Jungfrauengeburt, die Gottheit Jesu, die volle Bettungskraft seines Todes am Kreuz und seine körperliche Auferstehung. Johannes der Täufer soll Jesus betrogen haben; er behinderte die Mission Jesu, in der er davon sprach, das himmlische Reich Gottes auf Erden zu gründen. Daher muss Gott einen weiteren Messias senden, um das durchzuführen, was Jesus nicht getan hat. Obwohl Mun es nicht in der Öffentlichkeit sagt, gibt es doch hinreichend Andeutungen dafür, dass er sich selbst für den erwarteten neuen Messias hält.

Durch den Prozess der „Vergütung“ können Menschen ihre Sünden durch Bußtaten ableisten. Es ist eine Zeit der Vorbereitung, in der die Mun – Anhänger Opferdienste tun und in strikter Enthaltsamkeit leben. Die „Vergütung“ führt zur Werkgerechtigkeit. Rettung ist viel mehr als nur eine persönliche Erfahrung – es ist eine fortlaufende Wiederherstellung von Gottes idealer Welt, d.h. die Aufrichtung des perfekten Himmelreiches auf Erden.

Gott ist nicht einfach maskulin, sondern er hat auch feminine Qualitäten. Die Hochzeit verdeutlicht die duale Natur Gottes. Die Einheit von Mann und Frau repräsentiert besser als die traditionellen christlichen Gotteslehren, wie Gott wirklich ist. Es gibt beim Fall des Menschen zwei Ereignisse. Der geistige Fall geschah, als Eva Geschlechtsverkehr mit dem Satan (Luzifer) hatte. Dies infizierte Eva mit der Sünde und hatte seine Konsequenz in der Geburt Kains. Sie versuchte, durch Geschlechtsverkehr mit Adam Gottes Ansehen wieder zu erlangen. Stattdessen infizierte Eva Adam mit Sünde. Dies war der physische Fall. Deshalb wurden Adam und Eva zu Dienern Satans; die Erbsünde wurde in all ihre Nachkommen gelegt. Durch den Geschlechtsverkehr mit Adam wurde Abel geboren. Der Antagonismus zwischen Kain und Abel beschreibt die Probleme der Menschen in der Geschichte.

Mun – Anhänger teilen die Welt in zwei Lager: Kommunismus und Demokratie. Die zwei „Fälle“ der Menschheit verhinderten, dass Adam und Eva Gottes Ideal der Perfektion erreichen konnten – das „Göttliche Prinzip“. Dies rief bei Gott Frustration und Trauer hervor. Es bedeutete, dass Gott die Kontrolle an den Satan verloren hatte. Er wartete auf den Messias, der die Menschen retten würde. In der Reihe fehlgeschlagener Versuche stehen Noah, Abraham, Moses und Jesus. Der Tod Jesu am Kreuz bewirkte nur zu einer Hälfte die Erfüllung der Erlösung – es war nur eine Seite der Rettung. Zur physischen Rettung musste Jesus die perfekte Frau heiraten. Sein Tod hielt ihn davon ab, dies zu tun. Erst durch die Erscheinung San Myung Mun, dem dritten Adam, sah Gott die Erfüllung seines lang erhofften Wunsches. Der Messias musste im Osten oder im Orient geboren werden. Das einzige Land, das sich dafür qualifiziert, ist Korea. Der neue Christus wird größer sein als Jesus, weil er die zweite Hälfte der Rettung durch die Heirat mit einer perfekten Frau bringen wird. Mun, der Herr der zweiten Wiederkunft, erfüllte diese Auflage durch die Heirat mit Hak Ja Han. Das bedeutet, die Trinität besteht aus Gott, dem dritten Adam (Mun) und seiner perfekten Ehefrau. Dies kennzeichnet den Beginn des neuen Zeitalters. Menschen können durch die persönliche Segnung Muns volle Rettung erlangen.

 

Wie praktiziert die Vereinigungskirche ihre Religion?

 

Der absolute Weg zur Rettung ist der durch eine Ehe, die von Mun arrangiert und gesegnet wird. Eine bestehende Ehe ist unreif oder nicht ausreichend, bis das Paar diese Segnung erhält. Solche Ehen werden aufgelöst. Das Paar muss sich trennen, bis Mun sie zu einem späteren Zeitpunkt mit seiner feierlichen Sanktion wieder zusammenführen wird. Um das Wohlwollen Muns zu erlangen, müssen die Anwärter drei neue Mitglieder in die Kirche werben. Alleinlebende Personen müssen keusch bleiben und sieben Jahre arbeiten, bevor ihre Heirat gestattet wird. Es gibt einen bestimmten Repräsentanten Muns, der die Trauungen arrangiert. Oft kennen sich die Paare bis zur Trauung nicht. Heiraten mit Partnern unterschiedlicher Rassen werden gefördert. 1988 hielt Mun eine Massenhochzeit in Korea ab, bei der 6 516 Ehepaare getraut wurden. Nach der Hochzeit müssen die Ehepartner 40 Tage getrennt voneinander leben. Ehepaare dürfen bis zum 35. Lebensjahr keine Kinder haben. Kinder, die geboren werden, sind perfekt. Sie werden von ihren Eltern getrennt und wachsen mit anderen Kindern der Gemeinschaft auf.

Ein wichtiger Teil im Leben eines Mun- Anhängers ist der wöchentliche „Pledge Service“. Jeden Sonntag um 5.00 Uhr versammeln sie sich vor einem Bild Muns. Sie neigen sich dreimal zum himmlischen Vater und zum wahren Elternteil (Mun). Dann rezitiert einer der Teilnehmer eine lange Zusage des Versprechens (pledge) gegenüber Mun. Sie endet mit der dreimaligen Wiederholung des Satzes: „Dies verspreche und schwöre ich.“ Das Gebet richtet sich an Mun. Bei Gebetsversammlungen ist bekannt, dass sie in emotionalen Darbietungen von Freude oder Trauer explodieren. Personen können an Trancen, Seancen“ oder Divinationen“ (Vergöttlichungen) teilnehmen. Viele der Praktiken sind okkulter Natur“.

 

Wie sollten sich Christen gegenüber der Vereinigungskirche verhalten?

 

Einige generelle Prinzipien im Umgang von Christen mit Anhängern anderer Religionen gelten auch hier. Christen sollten eine gesunde Glaubenserfahrung mit Jesus Christus gemacht haben. Sie müssen ein Leben führen, das Christus ehrt, und sie sollten möglichst umfassende Kenntnisse von der Bibel haben. Offenheit und liebevolles Interesse helfen am ehesten weiter. Am besten legt man seinen Schwerpunkt auf die eigene, persönliche Glaubenserfahrung. Eine persönliche Freundschaft, die dem anderen demütige und geduldige Nächstenliebe entgegenbringt, ist unbedingt wichtig.

Zuweilen ist es notwendig, den Glauben und die Praxis des anderen herauszufordern. Man sollte es aber vermeiden, auf den Gründer oder das System einen Angriff zu wagen, um sich nicht in Argumentationen zu verstricken. Einfühlungsvermögen, Fairness, Respekt und Scharfsinn sind nötig. Ziel ist es, das Vertrauen des anderen in Freundschaft zu gewinnen und ihn vorsichtig zu überzeugen.

Die Organisation Muns lehrt, dass alle Nicht-Mitglieder Anhänger des Satans sind. Dies macht es für einen Christen besonders schwierig, ein entspanntes Gespräch auf freundschaftlicher Basis zu führen. Eine Freundschaft, die vom Vertrauen geprägt ist, bildet die richtige Basis für einen Christen, um Lehren zu hinterfragen, die dem christlichen Glauben und Leben konträr gegenüberstehen. Entscheidende Gesprächspunkte sind die Autorität und Alleingültigkeit der Bibel, Schöpfung, Sünde und Sündenfall, Jesus Christus und die Rettung durch seine Gnade.

Muns Lehren über die Bedeutung menschlicher Sexualität müssen angesprochen werden. Die Mun –Anhänger arbeiten unter schwerem psychologischen und emotionalen Druck. Viele sehnen sich innerlich nach einem Weg aus ihrem Sklavendasein gegenüber der Bewegung.

 

* Spezielle Begriffe

 

Divination (Vergöttlichung)

Eine magische Methode, um das Unbekannte zu entdecken und um die Zukunft vorauszusagen.

 

Okkultismus

Der Bereich geheimnisvoller, übernatürlicher Praktiken mit dem Ziel, Geschehnisse oder Personen zu kontrollieren.

 

Seance

Ein Ereignis, bei dem die versammelten Personen versuchen, eine Verbindung mit bereits verstorbenen Personen herzustellen. Dies geschieht mit Hilfe einer Person, einem „Medium“, das diese besondere Fähigkeit für sich beansprucht, wie im Spiritismus.

 

 

Mit freundlicher Genehmigung

Heimatmission EFG

Dr Earl Martin

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357. Zeugen Jehovas – Wachtturm-Gesellschaft

Samstag, 6. April 2013 | Autor:

Lieber Blogbesucher,

wir erleben es in unserer Zeit wie noch nie, dass Menschen einen Fixpunkt für Ihr Leben suchen. Leider versagen die allermeisten Kirchen, wenn es darum geht, den Menschen diesen Fixpunkt in Form der frohen Botschaft von Jesus Christus, konkret vorzuleben. Es gibt da soviel Lippenbekenntnisse und Formalismus, soviel Herrschaft des Fleisches und des Menschen, dass man kein Hinweis auf die Liebe Gottes in Jesus Christus sein kann.

Deshalb suchen die allermeisten Menschen dann an Stellen, die Sie in die Irre führen. Nur, weil Gott aus Gnade und Liebe, jeden Menschen mehrfach in seinen Leben anspricht und zur Umkehr ermuntert, erkennen Menschen die Irrwege und haben die Chance den wahren Sinn Ihres Lebens zu finden.

Die Serie über diese Irrlehren soll helfen, dass Menschen mit Gottes Hilfe zur Umkehr finden. Ich glaube, dass der Heilige Geist hier sein Werk tun wird.

 

Entstehung und Wachstum

 

Der Gründer dieser Bewegung ist C.T. Russell (1852-1916) Er war anfangs Presbyterianer, bevor er unter den Einfluss von Siebenten-Tags-Adventisten kam. Aufgrund seines intensiven Bibelstudiums sagte er die Wiederkehr Jesu Christus für 1874 voraus. Als diese Vorhersage nicht eintraf, erklärte er, dass Jesus unsichtbar wiedergekommen sei. Diese Wiederkunft bedeute den Beginn der Schlacht von Harmagedon* (vgl. Offb.16,16) und die Aufrichtung des Reiches Gottes im Himmel. 1884 gründete Russell die Organisation. Er gab ihr später den Namen „Wachtturm-Bibel- und Traktat-Gesellschaft (WTG)“ und gründete ihr Hauptquartier 1909 in Brooklyn. Die Schlacht von Harmagedon sollte im Oktober 1914 beendet sein; zu diesem Zeitpunkt würde ein tausendjähriger Frieden beginnen, und zugleich sollte die Herrschaft der Heiden ein Ende haben. Stattdessen brach 1914 der Erste Weltkrieg aus. Durch die falsche Vorhersage verloren viele Anhänger ihr Vertrauen gegenüber der Organisation. Nachdem Russell 1916 gestorben war, bestritt die Wachtturm-Organisation bald jegliche Verbindung zu ihm.

 

Sein Nachfolger war J.F. Rutherford (1869-1942). Er verlegte die Wiederkunft Christi von 1874 auf 1914. Dies bedeute, dass Christus auf seinen himmlischen Thron gestiegen sei, er habe den Teufel gerichtet und das Tausendjährige Reich aufgerichtet. Satan sei aus dem Himmel auf die Erde verbannt worden, wo er gegenwärtig über alle Völker herrsche. Rutherford, ein ausgezeichneter Organisator, bildete die Gesellschaft in eine straff geführte Organisation um. Er befürwortete ein Programm der aktiven Ablehnung des Christentums. 1941 nannte sich die Organisation zum ersten Mal „Zeugen Jehovas“.

 

Nach dem Tode Rutherfords wurde N.H. Knorr (1905-1977) Präsident. Er gab die Wachtturm-Übersetzung „Die Neue Welt – Übersetzung der Heiligen Schrift“ heraus. Als fähiger Administrator führte er die Gesellschaft zu Wachstum und Fortschritt. Seine nicht eingetroffene Vorhersage der Wiederkunft Christi und des Endes der Welt 1975 waren für die Zeugen Jehovas ein schwerer Rückschritt. Viele Anhänger verließen die Bewegung. Von 1977-1992 war F.W Franz Präsident. Er wurde 99 Jahre alt. Unter ihm wurde die Führung zu einer Herrschaft. Der seit 1993 amtierende Präsident heißt M. Henschel. Die Bewegung hat insgesamt viele Kontroversen und schwere Verfolgungen durchlitten.

 

Es gibt mehr als 3 Millionen Zeugen Jehovas in 206 Ländern. Ihre Wachstumsrate liegt bei 4%. In letzter Zeit sind sie mit einer Wachstumsrate von 8% in Osteuropa aufgetreten. Nachdem sie bislang in den meisten osteuropäischen Ländern verboten waren, haben sie jetzt eine offizielle Anerkennung in Polen, Ungarn, Rumänien und in Rußland erhalten. 1990 nahmen 32 000 Menschen aus den osteuropäischen Ländern an einem Kongress der Zeugen Jehovas in Warschau teil.

 

 

Was glauben und lehren die Zeugen Jehovas?

 

Die Zeugen Jehovas halten ihre Bibelübersetzung für die unfehlbare Autorität in Lehre und Praxis. Ihr Hauptanliegen bei der Predigt ist das kommende Ende der Welt. Das himmlische Reich Jehovas steht nahe bevor. In der Schlacht von Harmagedon werden die Bösen vernichtet werden. Jehova wird mit jenen, die ihm treu geblieben sind, sein Reich auf Erden errichten. Die Zeugen sprechen von Jesus als „Gottes Sohn“, nicht aber als „Sohn Gottes“, d.h. er ist für sie nicht göttlichen Ursprungs. Er ist der Erstgeborene der Schöpfung Gottes, aber er ist Jehova untergeordnet. Jesus ist der „Hauptzeuge“. Er führte das Leben eines perfekten Menschen. Sein Tod am Marterpfahl (nicht am Kreuz) war das Lösegeld für die Sünden Adams.

Die Zeugen beten Jehova durch Christus an. Sie lehnen die Dreieinigkeit ab – folglich lehnen sie auch den Heiligen Geist als Person ab. Der Geist ist eine unpersönliche, unsichtbare Kraft. Drei Dinge sind notwendig: Glaube an Jehova, Glaube an die erlösende Tat Christi und gute Werke. Die guten Werke sind die Taufe, Arbeit für die Gesellschaft, rechtes Leben, beständiges Zeugnisgeben. Nur 144 000 auserwählte Zeugen, die die erste oder geistliche Auferweckung erleben, werden in den Himmel kommen. Als Priester und Könige werden sie gemeinsam mit Christus über die neue Erde herrschen. Es ist nicht deutlich, wie man Mitglied dieser auserwählten Gruppe wird; es geschieht durch einen besonderen Weiheritus. Die Vielzahl der gläubigen Zeugen wird die zweite oder körperliche Auferweckung erleben. Sie bleiben als Untertanen des Reiches Christi in der neuen Welt. Da die Zeugen Jehovas die Existenz der Hölle ablehnen, lehren sie eine vollkommene Vernichtung all jener, die nicht zu ihnen gehören. Vor dem Jüngsten Gericht werden die Nicht-Zeugen eine letzte Chance haben, Jehova anzunehmen.

 

 

Wie praktizieren die Zeugen Jehovas ihren Glauben?

 

Neue Mitglieder kommen zu dieser Bewegung, indem sie (durch Untertauchen) getauft werden. Sie müssen an einem ganzen Schulungsprogramm des Zeugnisgebens teilnehmen. Der Besuch der wöchentlichen Bibelstunde ist unbedingt gefordert. Das Gedächtnismahl – unser Abendmahl – feiern sie nur einmal im Jahr.

Folgende Praktiken sind verboten: Sonntagsgottesdienst in einer Kirche, Verehrung von Bildern, das Feiern von Weihnachten oder Ostern, Spiritismus*, Teilnahme an überkonfessionellen Treffen und die Anerkennung einer kirchlichen Obrigkeit. Da sie sich als ,,Fremdlinge“ auf Erden verstehen und für sie alle Regierungen böse sind, dürfen die Zeugen weder wählen, noch Militärdienst leisten. Die Tatsache, dass Bluttransfusionen jeglicher Art bei ihnen strengstens verboten sind, hat zu vielerlei öffentlichen Kontroversen geführt.

 

Zwei Missionsmethoden gehen Hand in Hand: systematische Besuche von Tür zu Tür und die Verteilung von Literatur. Sie veröffentlichen unglaubliche Mengen. Sie sind gehalten, vor dem unmittelbaren Ende dieser Generation allen zu Predigen. Jeder Zeuge ist ein Verkündiger*. Die Zeugen wenden dafür viel Zeit und Kraft während ihres Lebens auf. Christus, der Hauptzeuge, der in der Öffentlichkeit und den Häusern predigte, ist oberstes Vorbild. Jedem Zeugen wird ein bestimmtes Gebiet zugeordnet. Man muss Pro Jahr zwei Besuche in jedem Haushalt in diesem Gebiet machen. Jeder Zeuge macht im Durchschnitt zehn Besuche pro Woche. Mit ihrer sorgsamen Buchhalterschaft notierten sie 1975 mehr als 382 Millionen Stunden Hausbesuche. Gewöhnlich gehen sie zu zweit. Sie sind immer bereit, mit Menschen über ihre Lehre zu sprechen. Wenn sie jedoch nicht in einen Haushalt gelangen, müssen sie den Wohnungsinhabern wenigstens ihre Literatur in die Hände drücken. Zuerst werden sie kontroverse Themen vermeiden und sich stattdessen auf Bibelstellen berufen, die die Zeugen Jehovas besonders schätzen. Der Angesprochene soll ermutigt werden, die Literatur zu lesen. Zeugen versuchen immer, einen Rückbesuch“ zu arrangieren. Sie laden den Angesprochenen ein, eine der wöchentlichen Bibelstunden in einer Wohnung in der unmittelbaren Gegend zu besuchen. Zeigt jemand Interesse, dann wird der Angesprochene eingeladen, um eine Bibelstunde im Königreichssaal* zu besuchen, wo sich die Gemeinde vor Ort versammelt. So geworbene Menschen werden ermutigt, auch ihre Familienangehörigen und Freunde zu den Treffen mitzubringen.

 

 

Wie sollen sich Christen gegenüber Zeugen Jehovas verhalten?

 

Einige generelle Prinzipien im Umgang von Christen mit Anhängern anderer Religionen gelten auch hier. Christen sollten eine gesunde Glaubenserfahrung mit Jesus Christus gemacht haben. Sie müssen ein Leben führen, dass Christus ehrt, und sie sollten eine möglichst umfassende Kenntnisse der Bibel haben. Offenheit und liebevolles Interesse helfen am ehesten weiter. Am besten legt man seinen Schwerpunkt auf die eigene, persönliche Glaubenserfahrung. Eine persönliche Freundschaft, die dem anderen demütige und geduldige Nächstenliebe entgegenbringt, ist unbedingt wichtig.

Zuweilen ist es notwendig, den Glauben und die Praxis des anderen herauszufordern. Man sollte deshalb immer wieder jene Wachtturm- Lehren hinterfragen, die der christlichen Überzeugung widersprechen. Man sollte es aber vermeiden, auf den Gründer oder das System einen Angriff zu wagen, um sich nicht in Argumentationen zu verstricken Einfühlungsvermögen, Fairness, Respekt und Scharfsinn sind gefordert. Ziel ist es, das Vertrauen des anderen in Freundschaft zu gewinnend ihn vorsichtig zu überzeugen. In Gesprächen mit den Zeugen Jehovas sollte man die ihnen geläufige Bibelübersetzung „Die Neue Welt – Übersetzung der Heiligen Schrift“ benutzen. Wichtig ist es, immer wieder darauf hinzuweisen, dass das Wort Gottes Vorrang hat vor jeder menschlichen Organisation und deren Interpretation. Wichtig ist es auch, den von den Zeugen Jehovas für Gott bevorzugten Namen „Jehova“ zu akzeptieren!

 

 

* Spezielle Begriffe

 

 

Harmagedon

Die große Schlacht am Ende der Tage, wenn die Kräfte des Bösen und das Heer Gottes gegeneinander kämpfen. Das Heer Gottes wird den Sieg behalten (vgl. Offb. 16,16).

 

Rückbesuch

Ein nochmaliger Besuch in der Wohnung vorher Angesprochener.

 

Königreichssaal

Ein Gebäude mit einfacher Architektur und schlichten Möbeln, das als Treffpunkt für die Zeugen Jehovas dient.

 

 

Verkündiger

Der Zeuge Jehovas, der als Prediger der Wachtturm-Nachricht arbeitet.

 

Spiritismus

Eine religiöse Praxis, die die Kommunikation zwischen Verstorbenen oder anderen Geist-Wesen und Menschen herstellt. Ein solcher Kontakt wird möglich durch eine Person (Medium), die in dieser Hinsicht besonders begabt ist.

 

 

Mit freundlicher Genehmigung

Heimatmission EFG

Dr Earl Martin

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356. Scientologie – Dianetik

Samstag, 6. April 2013 | Autor:

 

Lieber Blogbesucher,

wir erleben es in unserer Zeit wie noch nie, dass Menschen einen Fixpunkt für Ihr Leben suchen. Leider versagen die allermeisten Kirchen, wenn es darum geht, den Menschen diesen Fixpunkt in Form der frohen Botschaft von Jesus Christus, konkret vorzuleben. Es gibt da soviel Lippenbekenntnisse und Formalismus, soviel Herrschaft des Fleisches und des Menschen, dass man kein Hinweis auf die Liebe Gottes in Jesus Christus sein kann.

Deshalb suchen die allermeisten Menschen dann an Stellen, die Sie in die Irre führen. Nur, weil Gott aus Gnade und Liebe, jeden Menschen mehrfach in seinen Leben anspricht und zur Umkehr ermuntert, erkennen Menschen die Irrwege und haben die Chance den wahren Sinn Ihres Lebens zu finden.

Die Serie über diese Irrlehren soll helfen, dass Menschen mit Gottes Hilfe zur Umkehr finden. Ich glaube, dass der Heilige Geist hier sein Werk tun wird.

Entstehung und Wachstum

 

L. Ron Hubbard (1911-1986) gründete die Scientology-Bewegung in den frühen 50er Jahren. Ursprünglich war er Autor für Science Fiction – Romane. 1951 wurde sein Buch „Dianetik. Die moderne Wissenschaft der geistigen Gesundheit“ zu einem Bestseller, obwohl Wissenschaft und medizinische Fachkräfte die Praktiken der Dianetik* kritisierten. Dessen ungeachtet dehnte sich die Bewegung schnell aus. Hubbard gründete 1966 eine wichtige Organisation, das „Guardian Office“. Es dient dazu, die rechte Lehre zu bewahren und Kritikern entgegenzutreten und bildet eine Art eigenen Geheimdienst. Administrative Aufgaben und der Kontakt zur Öffentlichkeit werden von diesem Büro wahrgenommen; es ist zum mächtigen rechtlichen Arm der Scientologen geworden.

Die geschichtliche Entwicklung der Gruppe kennzeichnen Kontroversen. Sie mußte einen lang anhaltenden Kampf mit mehreren Abteilungen der US-Regierung überstehen, da es Unstimmigkeiten über ihre steuerliche Einordnung, ihre Spionage – Praktiken und die Benutzung von E – Metern* gab. Scientologen waren lange Zeit auch mit der australischen Regierung in öffentliche Streitereien verwickelt. Der Hamburger Senat aberkannte der Scientology-Gruppe 1991 die Gemeinnützigkeit.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz erwägt, sie auf Grund ihrer totalitären Ansprüche zu observieren.

In den 90er Jahren versuchte Scientology, ihre Aggressivität zu reduzieren und ihr Bild in der Öffentlichkeit zu verbessern. Trotz aller Kontroversen wächst die Bewegung weiter. In den 60er und 70er Jahren wuchsen sie durch missionarische Bemühungen um ein Vielfaches. Anfang der 90er Jahre gab es 700 Missionszentren in 65 Ländern. Die Mitarbeiter sind oft Verfolgungen ausgesetzt.

Scientology scheint den Ruf als „Verfolgte“ zu genießen.

Die Scientologen sind in den meisten europäischen Hauptstädten vertreten. Aufgrund eigener Angaben haben sie mehr als 8 Millionen Mitglieder. Trotzdem ist es realistischer, davon auszugehen, daß die Zahl der aktiven Mitglieder zwischen 50000 und 600000 liegt; weitere vier Millionen Sympathisanten kommen noch einmal hinzu. Die meisten Scientology-Anhänger kommen aus der Mittelschicht. Viele von ihnen sind ehemalige bekennende Christen zwischen 20 und 30 Jahren. Einige Forscher halten Scientology für die am schnellsten wachsende religiöse Bewegung.

 

Was glauben und lehren die Scientologen?

 

Um die Lehren der Scientologen verstehen zu können, muß man ein ganz neues Vokabular lernen. Es enthält viele neue Wörter und viele alte Wörter, die eine neue Bedeutung bekommen haben. Die Grundlehre bestätigt, daß jeder Mensch im Grunde seiner Person gut ist. D.h. in seinem eigenen Ich, dem Thetan*. Jeder Mensch hat oder ist ein Thetan. Ein Thetan ist einer von den vielen allmächtigen Schöpfergöttern, die ihren übernatürlichen Status aufgegeben haben, um das Leben auf diesem Planeten kennenzulernen. Durch den Prozeß der Evolution haben sie sich durch mehrere Feinkarnationen (Wiedergeburten) eines Menschen hindurchgearbeitet, um Mensch zu werden.

Es gibt zwei Teile im menschlichen Gehirn (engl.: Mind): einen analytischen und einen reaktiven Teil. Der analytische Mind funktioniert wie das normale Bewußtsein. Dabei macht es sich das Gute im Menschen bewußt. Der reaktive Mind verleugnet jedoch die menschliche Güte. Er zeichnet im Unterbewusstsein Engramme* auf, d.h. schockierende und negative Lebenserfahrungen. Dies verursacht viele geistige und emotionale Probleme. In dieser Hinsicht verhindert der reaktive Mind, daß das individuelle Thetan das eigene wahre Potential erfüllen kann. Die Existenz eines Menschen wird durch die Engramme vorheriger Daseinsweisen erschwert, die manchmal mehrere Millionen von Jahren zurückreichen. Man muß die belastenden Engramme abwerfen, um zu überleben, d.h. man muß die eigenen Probleme aufdecken.

Es gibt acht „Dynamiken“ zum Überleben. Sie sind Grund der menschlichen Existenz: das eigene Leben, sexuelle Aktivität, Sozialbeziehungen, die Menschheit an sich, alles Tier- und Pflanzenleben, das physische Universum, der geistige Bereich, Unsterblichkeit und unendliche Göttlichkeit. Das Ziel ist, auf die achte Ebene zu kommen. Menschen, die dies erreichen und die Auswirkungen des reaktiven Minds überwinden, sind „Operating Thetans“.

Das letztgültige Ziel ist es, den Planeten von allem Einfluß der reaktiven Minds zu befreien der Zustand des „Clear“. Dies bringt universelle menschliche Vernunft, totaIen Frieden und das Ende von Umweltverschmutzung, Drogen und Kriminalität mit sich.

 

Scientology ist eine Mischung von Ideen aus der Psychologie, Science Fiction, Hinduismus, Buddhismus und dem Okkultismus*.

Wie praktizieren Scientologen ihre Religion?

 

Ein Mensch, der sich für die Scientologen entscheidet, ist ein sogenannter „Preclear“*. Der Auditor* benutzt ein E-Meter, ein Gerät, das einem Lügendetektor ähnlich ist. Es mißt die Hautreaktionen auf elektrische Impulse, während der Preclear sich seine negativen Erlebnisse in Erinnerung ruft. Dies ist eine sehr kosten- und zeitintensive Prozedur. Es ist für eine Person nicht ungewöhnlich, wenn die Untersuchung ca. 20000 DM kostet. Wohlhabende Menschen haben Tausende von DM für die Therapie ausgegeben. Im Prozeß des Clearing erfährt der Mensch eine Verbesserung seiner physischen und intellektuellen Fähigkeiten. Die Person, der es gelingt, sich selbst von allen zerstörerischen Engrammen zu säubern, wird zu einem „Operating Thetan“ (OT). Solche Menschen erhalten ihre übersinnlichen Kräfte zurück, wie z.B. Hellseherei oder Reisen außerhalb des Körpers. Dann sind sie in der Lage, physische und mentale Krankheiten wie Grippe, Blindheit, Rückenschmerzen und Depression zu heilen. Er kann auch andere Menschen von den Lasten ihrer Engramme befreien.

 

Wöchentliche Gottesdienste folgen bestimmten festgesetzten Zeremonien. Die besonderen Feiertage sind: Geburtstag des Gründers am 13. März und der 9. Mai, der Tag, an dem Hubbards erstes Buch veröffentlicht wurde.

 

Wie sollen sich Christen gegenüber Scientologen verhalten?

 

Einige generelle Prinzipien im Umgang von Christen mit Anhängern anderer Religionen gelten auch hier. Christen sollten eine gesunde GIaubenserfahrung mit Jesus Christus gemacht haben. Sie müssen ein Leben führen, das Christus ehrt, und sie sollten ein möglichst umfassendes Verständnis von der Bibel haben. Offenheit und liebevolles Interesse helfen am ehesten weiter. Am besten legt man seinen Schwerpunkt auf die eigene, persönliche Glaubenserfahrung. Eine persönliche Freundschaft, die dem anderen demütige und geduldige Nächstenliebe entgegenbringt, ist unbedingt wichtig.

Zuweilen ist es notwendig, den Glauben und die Praxis des anderen herauszufordern. Man sollte es aber vermeiden, auf den Gründer oder das System einen Angriff zu wagen, um sich nicht in Argumentationen zu verstricken. Einfühlungsvermögen, Fairness, Scharfsinn und Respekt vor dem anderen sind nötig. Ziel ist es, das Vertrauen des anderen in Freundschaft zu gewinnen und ihn vorsichtig zu überzeugen.

Der Christ sollte die Punkte genau kennen, an denen die Bibel und die Lehre der Scientologen in bezug auf Gott, menschliche Natur, Jesus Christus, Karma, Wiedergeburt und Rettung sich widersprechen. Wenn ein Mensch offen zum Gespräch ist, dann kann man den Scientologen fragen, ob er den Prozeß der Dianetik jemals angezweifelt hat. Wenn die Ansprüche der Scientologen benannt werden, sollte man um ausführlichere Details bitten. Es geht aber nicht nur darum, Zweifel über ihre Lehre zu wecken, sondern den Scientologen für die Vergebung durch Jesus Christus zu öffnen.

 

 

* Spezielle Begriffe

 

Auditor/Auditing

Bei den Scientologen ist der Auditor/ das Auditieren eine Art Seelsorge oder Bekenntnis zwischen einem bestimmten Seelsorger und einem Preclear. Es ist ein Prozeß,  in dem ein E-Meter benutzt wird(s. u.), bei dem ein Preclear sein vorheriges Leben (oder seine vorherigen Existenzweisen) auf die Probe stellen muß, um die eigenen Engramme zu entdecken, damit er sie später entfernen kann Ein Auditor ist der dazu bestimmte Seelsorger.

 

Dianetik

Eine systematische Gedanken-Technologie, um „durch die eigene Seele“ zu denken. Man muß die eigenen Engramme identifizieren, um sie zu lösen und zu entfernen.

 

Engramm

Es ist die negative Aufnahme eines vergangenen Traumas im Unterbewusstsein des Gehirns.

 

E-Meter

Ein elektronisches Gerät, das dem Lügendetektor ähnelt Es wird beim Auditing (s. o.) benutzt, um die Veränderungen eines Gehirns zu messen.

 

Okkultismus

Ein Bereich geheimnisvoller, übernatürlicher Praktiken mit dem Ziel, Geschehnisse oder Personen zu kontrollieren.

 

Preclear

Ein Mensch, der von seinen Engrammen noch nicht befreit ist. Er wird einem Auditor unterstellt, um von ihnen loszukommen.

 

Thetan/ Operating Thetan

Vom griechischen Buchstaben „Theta“ abgeleitet, ist Thetan die kontinuierliche, geistige, göttliche Substanz eines Menschen Es ist eine allmächtige Gottheit, die ihre übernatürliche Existenz aufgegeben hat, um zu den Menschen zu kommen. Ein „Operating Thetan“ ist einer, der „clear“ ist und über jegliches andere erhoben. Er hat seine Probleme überwunden und kann anderen helfen, ebenfalls ein „Operating Thetan“ zu werden.

 

 

Mit freundlicher Genehmigung

Heimatmission EFG

Dr Earl Martin

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Gott ist gut
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