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737. Die Impflüge kommt ans Licht

Freitag, 11. November 2022 | Autor:

 

 

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Liebe Besucher,

im Wort Gottes finden wir bei Jer 8,6 das Wort:

 

Ich sehe und höre, dass sie nicht die Wahrheit reden. Es gibt niemand, dem seine Bosheit leid wäre und der spräche: Was hab ich doch getan!

 

Dieses Wort erinnert mich täglich daran was seit vielen Jahren – besonders seit März 2020 – in unserem Land an Lügen und Ungerechtigkeiten geschieht und niemand kümmert dies anscheinend, außer einer kleinen Schar von Christen die ihr Leben ihren Retter Jesus Christus anvertraut haben.

Diese kleine Schar betet seit Jahren, dass die Wahrheit ans Licht kommt und alle Lügner zur Rechenschaft gezogen werden. Wenn nicht in dieser Welt, dann aber totsicher, wenn sie eines Tages vor Gott stehen werden. Dies kann von einen Tag auf den anderen Tag geschehen. Jeder, der das Böse tut sollte dies bedenken, denn Gott läßt sich nicht spotten.

Es ist in den letzten Monaten zu beobachten, dass nach und nach die Lügen ans Licht kommen und auch ganz “weltliche” Menschen die sich wenig mit dem Wort Gottes befasst haben, den Weg der Wahrheit suchen und mithelfen aufzuklären.

 

Hören Sie sich einmal an was Herr Köppel von der Weltwoche zu diesen ganzen Vorgängen zu sagen hat.

 

Impf – Lüge!!!

 

Die grosse Impf-Lüge: Manipulation, Machtmissbrauch, Milliardengeschäfte. Die Covid-Impfung ist gar keine Impfung. Wie schädlich ist die Impfung? Kartell der Vertuscher. Totalversagen der Medien. Auch ich habe geschlafen

 

Insa-Umfrage ergibt: Fast jeder vierte Deutsche verspürte nach der Covid-Impfung «erhebliche Nebenwirkungen»

 

▫️Impfstatus von neu aufgenommenen COVID19- Patienten auf Intensivstationen▫️

🔹11,4 % (326 Fälle) aller COVID-19-Neuaufnahmen hatten keine Impfung
♦️3,0 % (85 Fälle) hatten eine Impfung
♦️8,9 % (254 Fälle) hatten zwei Impfungen,
♦️57,0 % (1.634 Fälle) hatten drei Impfungen
♦️19,8 % (566 Fälle) hatten vier oder mehr Impfungen

RKI Bericht Seite 18
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Wochenbericht/Wochenbericht_2022-10-20.pdf?__blob=publicationFile

Das ist’s aber, was ihr tun sollt: Rede einer mit dem andern Wahrheit und richtet recht, schafft Frieden in euren Toren.

Die Bibel –  Sacharja 8, Vers 16

 

Impfstoff dringt in jeden Teil des Körpers deshalb sterben die Menschen

 

 

Diese Seite wird fortlaufend ergänzt.

 

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736. Weihnachtsgeschichte 2022 – mit Freuden beschenkt

Freitag, 11. November 2022 | Autor:

Liebe Besucher,

wir haben ein weiteres Jahr mit allen Facetten der Plandemie erlebt und die Angst hat bei den Menschen nicht abgenommen, sondern zu genommen. Das ist mein Eindruck, wenn ich mit Leuten über diesen Wahnsinn rede der da abläuft. Die Allermeisten habe keine anderen Sorgen mehr als ihren Impfstatus aufrecht zu halten, den giftigen PCR – Test, durchzuführen und die zweifelhafte Sklavenmaske wieder für alle zu fordern.

Menschen die noch ihren Verstand zum Denken benutzen, müssen feststellen, dass alle drei dieser von der Regierung geforderten Maßnahmen nichts geholfen haben, nein, ganz im Gegenteil, sie schaden unserer Gesundheit. Beweise liegen tausendfach vor, werden aber von Politik und Lügenpresse nicht akzeptiert. Ja, so sieht Demokratie im besten Deutschland aller Zeiten aus.

 

Wie gut, dass Christen eine ewige und feste Hoffnung haben. Diese feiern wir an Weihnachten. Es ist unser HERR JESUS CHRISTUS, der vor über 2000 Jahren in Betlehem geboren wurde, so wie es Jahrhunderte vorher gesagt worden war.

Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie diese einzige Wahrheit erkennen, ergreifen und glauben. Dann kann es auch in ihrem Herzen Weihnachten werden und Freude kehrt ein in ihre Seele und alle Angst wird weichen müssen. Lesen Sie die nachfolgende Geschichte, die sich durchaus auch in unserer Zeit ähnlich abspielen könnte, wenn wir nach Osten schauen.

 

 

 

 

Mit Freuden beschenkt

Mit vier Jahren erlebte ich erstmals die Vorweihnachtszeit ganz bewusst mit all ihrem Zauber und Geheimnis. Wir Kinder konnten in jener Zeit -1945 – wahrlich keine großartigen Geschenke erwarten und mit üppigen Festlichkeiten rechnen. Es waren vielmehr die kleinen Dinge, die uns mit Vorfreude erfüllten. Wir dachten an den Baum und seinen Schmuck, an die Lichter und ihren Glanz, an die Stube und ihren weihnachtlichen Duft. Mit allen Sinnen warteten wir auf das große Fest und die vielen kleinen Dinge, die es zu sehen und zu hören, zu riechen und zu schmecken, zu fühlen und zu erleben gab.

Für unsere Mutter war diese wunderbare Zeit der Lichter und Geheimnisse von dunklen Schatten und tiefem Bangen überdeckt. Noch immer hatte sie keine Nachricht von unserem Vater Die Hoffnung, dass er noch lebt und aus russischer Gefangenschaft nach Hause kommt, musste immer wieder gegen die Angst und Sorge um sein Ergehen ankämpfen.

Es wird Heiligabend. Die Spannung in den Kinderherzen erreicht ihren Höhepunkt. Aufgeregt rennen wir durch die Wohnung. Es klingelt, der Postbote bringt einige Briefe. Mutter setzt sich an den Tisch und beginnt zu lesen. Wir springen davon, lachen und singen, toben und balgen. Als wir in die Küche kommen, bleiben wir erschrocken stehen und verstummen. Mutter sitzt über einen Brief gebeugt, der in ihren Händen zittert, und weint. Die Tränen laufen auf den Brief hinab, tropfen auf die Erde. Nur mühsam gelingt die Erklärung: Ein Kriegskamerad hat uns mitgeteilt, dass unser Vater in einem russischen Gefangenenlager erkrankt und am 15. Oktober verstorben ist.

Obwohl das ganze Ausmaß der Schreckensnachricht nicht in unsere Kinderherzen eindringen kann, spüren wir, dass etwas zerbricht, zusammenstürzt und abreißt. Wir drücken uns an die Mutter. Traurigkeit erfüllt den Raum. Die Tränen mischen sich. Lange finden sich keine Worte. Es ist totenstill. Mitten hinein in die stumme Verzweiflung dringt meine kindlich besorgte Frage: “Mutti, fällt Weihnachten jetzt aus?” Meine Mutter stutzt, gibt sich einen Ruck, nimmt mich in den Arm und sagt:

„Nein, jetzt feiern wir erst recht Weihnachten!” Und dann beginnt meine Mutter, ihre Traurigkeit und ihr Leid damit zu bewältigen, dass sie uns Kindern die Weihnachtstage gestaltet.

Die Weihnachtsbotschaft von der Freude fällt nicht aus, weil es in unserer Welt so viel Leid und Tränen, Angst und Sorge gibt, sondern gerade deswegen und dann „erst recht” werden Geburt und Kommen Christi verständlich. Weihnachten fällt nicht aus, wenn Trauer und Leid die Menschen bedrängen, sondern es fällt hinein in die ganze Dunkelheit irdischen Lebens. Mitten in Leid und Weh, Schuld und Not müssen wir „erst recht” Weihnachten feiern, das Kommen Christi besingen, den Retter anbeten und den Heiland finden. Das Kommen Gottes in die Welt hat ja mit unserer Not und Trauer, unserem Leben und Sterben zu tun.

Autor: Axel Kühner

 

Quelle: Marburger Medien

 

 

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS.

Joh.1,14

So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.

 

Die Bibel: Johannes 3,16

 

 

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735. Johannes Evangelium

Montag, 7. November 2022 | Autor:

 

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Liebe Besucher,

ich habe während der Corona Plandemie wieder einmal den Schatz der Evangelien und Psalmen zu schätzen gelernt. Besonders hat mich dabei das Johannes Evangelium Kapitel 16 und der Psalm 91 angesprochen. Natürlich aber auch all die anderen Schätze. Es wurde mir wieder ganz deutlich, dass das Wort Gottes Macht hat Umstände zu  verändern, wenn wir diesen Wort glauben. Natürlich ist es Voraussetzung, dass wir eine persönliche Beziehung zu Gott Vater, zu Jesus Christus und zum Heiligen Geist durch die Lebensübergabe, d.h. durch Wiedergeburt erfahren haben. Wenn dies nicht der Fall ist, dann sind die Worte der Bibel für jeden der sie liest toter Buchstabe. Ich glaube aber auch, dass Gott aufgrund seiner Allmacht einen Menschen der diese Wiedergeburt noch nicht erfahren hat, durch sein Wort überführen kann.

 

Ich wünsche Jeden der sich jetzt in dieses Wort vertieft, Freude, Frieden und Offenbarung.

 

 

 

Psalm91

 

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734. Corona Ungereimtheiten – Zum Nachdenken

Mittwoch, 26. Oktober 2022 | Autor:

 

 

Liebe Besucher,

ich danke Gott, dass es noch Politiker gibt die ein Gewissen haben und sich für die Ungerechtigkeiten der Corona Maßnahmen in den letzten 2 1/2 Jahren entschuldigen. Ich hoffe und bete, dass noch viele Regierende zum gleichen Schluss kommen. Denn wenn Sie dies nicht tun, werden Sie eines Tages vor dem Herrn aller Herren und König aller Könige Rechenschaft ablegen müssen. Dann werden Sie keine Ausreden mehr bringen können. Dann ist es zu spät.

 

Corona Fakten zu Nachdenken

 

 

Wir werden nicht umhin kommen diese Ungerechtigkeiten aufzuarbeiten. Hören Sie sich diesen Bericht einmal an.

 

 

Es ist ja nur ein Schnelltest. Lesen Sie was dahinter steckt!

 

Toxische Stäbchen werden eingesetzt und die Menschen machen immer noch mit.

 

 

Thema: Corona | Ein Kommentar

733. Kirche ist Gott ungehorsam

Dienstag, 25. Oktober 2022 | Autor:

Liebe Besucher,

was sich die “christlichen” Kirchen seit März 2020 “geleistet” haben spottet jeder Beschreibung. Jesus hat dieser Institution einen klaren Auftrag gegeben, den die Leiter und das Volk seit Jahrhunderten nicht erfüllen. Ganz im Gegenteil. Sie gehorchen nicht Gott sondern gottlosen Regierungen.

Wir wollen jetzt gar nicht bis ins 3 Jahrhundert zurück gehen oder bis ins Mittelalter. Betrachten wir die Zeit seit März 2020. Die Kirchenfürsten der Landeskirchen mit allen Angestellten einschließlich des Großteiles aller Freikirchen haben sich in einer beispiellosen Aktion den unbiblischen Anordnungen des Staates gebeugt.

Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich dies einmal erleben würde, was meine Vorfahren vor 90 Jahren erlebt haben. Die sogenannten “Deutschen Christen” gehorchten Hitler und seinen Surken.

Unser HERR Jesus Christus sagt uns in seinem Wort deutlich was er von Leuten hält die Gott nicht gehorchen.

 

Hier nochmal für alle die ein kurzes Gedächtnis haben, was diese Kirche sich erlaubt hat:

 

1. Man hat an Ostern – den höchsten Fest der Christenheit – 2020 alle Versammlungen abgesagt. Lesen Sie diesen Bericht von Markus Kettner einmal aufmerksam, dann wird Ihnen klar werden was da geschehen ist.

A Versagen der Kirchen Markus Kettner

 

2. Man hat sich eine Sklavenmaske aufzwingen lassen, die nachweislich gesundheitsschädlich ist.

3. Man hat sich den Lobpreis Gottes verbieten lassen.

4. Man hat sich einer zweifelhaften Impfaktion unterworfen und alle Gläubigen die sich nicht gefügt haben aus den Gottesdiensten ausgeschlossen. 3G(geimpft – getestet – genesen)

5. Man hat den Geschwistern Egoismus bzw. fehlende Nächstenliebe vorgeworfen.

6. Man hat die “soziale” Distanz eingeführt, d.h., Geschwister durften nicht berührt werden.

7. Man hat Geschwister denunziert und beleidigt.

 

Alle diese Merkmale einer biblischen Gemeinschaft hat man über Bord geworfen wegen eines zweifelhaften Virus. Jetzt nach zweieinhalb Jahren kommen diese Lügen und Impfnebenwirkungen ans Licht.

Diese “Christen” sind jetzt nachdem der Spuk etwas abgeklungen ist zur Tagesordnung übergegangen. Das heißt man spielt jetzt seine Rolle wieder wie vor Corona, als wenn nichts gewesen wäre.

 

 

Gott sagt uns aber deutlich, dass wir Busse tun sollten.

2. Chronik 7, 14

14 und wenn mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel herhören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen.

 

Urheber ( © Tiki Küstenmacher)

Diese beiden Karikaturen sagen viel aus. Jeder kann sich dazu seine eigenen Gedanken machen.

 

Dieser Sprecher bringt es auf den Punkt

 

 

 

 

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732. Wissenswertes zur Corona – Impfung Teil 1 und 2

Montag, 24. Oktober 2022 | Autor:

Broschüre 1 – Wissenswertes zu Corona – Impfung

 

 

Liebe Besucher,

noch nie in der Geschichte der Menschheit wurden Menschen so belogen und betrogen wie in den letzten 2 1/2 Jahren der Corona Plandemie. Die Bosheit hat Hochkonjunktur und zeigt sich in voller “Stärke”. Regierungen auf der ganzen Welt machten sich zu Handlangern von einigen Leuten. Ihr Auftrag wäre Schaden von ihren Völkern abzuwenden.

Diese beispiellosen Vorgänge konnten alle Menschen weltweit verfolgen und der Großteil hat in Schockstarre all diese Maßnahmen mit Stillschweigen akzeptiert. Ja, man hat sich Injektionen verabreichen lassen die in keinster Weise erprobt waren.

Menschen wurden durch Bilder und Berichte von massenweisen Toten in Angst und Schrecken versetzt und auch dazu missbraucht, Mitmenschen die gegen diese Maßnahmen waren zu denunzieren. Jetzt nach 2 1/2 Jahren stellt sich heraus wie recht diese Menschen hatten, die sich die Injektionen nicht verabreichen ließen(von Youtube wurden alle Videos gelöscht, dazu braucht es keinen Kommentar), weil sie ihr eigenen Denken nicht fragwürdigen Politikern, Ärzten, Lehrern und Pharmalobbyisten überließen.

Lesen Sie diese beiden Broschüren aufmerksam und handeln sie dann selbstbestimmt. Dazu wünsche ich Ihnen Weisheit und Gottes Segen.

 

 

Broschüre 2 – Wissenswertes zur Corona – Impfung   Bilanz nach 2 Jahren

 

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731. „Das Hygiene-Evangelium ist ihnen heilig“

Montag, 24. Oktober 2022 | Autor:

 

Liebe Besucher,

die Zustände der letzten 2 Jahre sind für normale Menschen unerträglich gewesen, weil das Böse in einer Form überhandgenommen hat, dass man es kaum glauben konnte, dass so etwas in einer Demokratie möglich ist. Unsere Nachbarländer schauen mit Erstaunen auf Deutschland und haben teilweise auch die Befürchtung, dass sich das Wort: “Am deutschen Wesen muss die Welt genesen” wieder Platz schafft. Ich bete mit vielen Christen, dass dies nie wieder geschehen wird. Mein Gebet ist, dass Gottes Wille geschieht und dass er bald eingreifen wird.

Lesen Sie selbst wie es einen Pfarrer ergangen ist der sich für die Wahrheit eingesetzt hat.

 

 

Wie ergeht es einem Pfarrer, der sich lieber auf die Bibel beruft als auf die „Pseudo-Religion des Coronismus“? Hanns-Martin Hager geriet ins Räderwerk einer modernen Inquisition. Mit TWASBO sprach er über die Regierungsfrömmigkeit der Geistlichen, das Ausbluten der Amtkirche – und über den Ausweg „Reformation 2.0“

 

Lesen Sie selbst was Oliver Driesen dazu geschrieben hat.

 

 

Ich danke Herrn Driesen für diese klare Darstellung.

 

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730. Kirche auf der falschen Seite

Montag, 24. Oktober 2022 | Autor:

Pfarrer Lothar Mack

 

Liebe Besucher,

wenn man die Rolle der Kirchen in den letzten 2 Jahre Revue passieren lässt, dann kann man sich nur noch wundern. Es ist ungeheuerlich was dieser “Verein” der sich Kirche nennt an den Tag gelegt hat. Wenn die Menschen sich alle diese Schandtaten genauer betrachten würden, dann müssten die Kirchensteuereinnahmen eigentlich gegen Null gehen. Leider sind aber noch viele in dieser “christlichen” Religion gefangen und scheuen sich zu handeln.

Lesen Sie den Bericht von Lothar Mack selbst mit Aufmerksamkeit und schlagen Sie sich auf die Seite des wahren Evangeliums von JESUS CHRISTUS. Er ist der einzige Weg zum Vater. Nicht eine Kirche in dieser Form. Lesen Sie die Bibel und suchen sie sich Menschen die eine persönliche Beziehung zu Jesus von Nazareth haben. Seien sie dem Wort Gottes gehorsam und nicht irgendwelchen Blindenleitern.

Foto: BCFC/Shutterstock.com

 

 

Wechselt die Seite!

Es ist höchste Zeit, dass sich die Kirchen im Jahr 1 nach Corona auf die Seite der Leidenden und Betrogenen stellen.

Nein, sie durften ihre alte Mutter nicht im Pflegeheim besuchen, auch nicht als nächste Angehörige. Sie war zwar todkrank, aber sie lag ja „noch nicht im Sterben“. Zwei Tage später dann der Anruf: „Oh, es tut uns leid. Heute Morgen ist sie überraschend gestorben.“ — So geschehen vor einigen Wochen im Kanton Aargau. Kein Aufschrei einer Kirchenleitung angesichts solcher Ereignisse und Maßnahmen, keine Anklage gegen diejenigen, die sie erlassen haben und aufrechterhalten. Reihum nur himmelschreiendes Schweigen zu einer Menschenverachtung im Namen der „Gesundheit“ und eiserne Duldsamkeit auf „Teufel komm raus“.

Man folgte und folgt unkritisch den Empfehlungen und Verordnungen einiger weniger Experten und Politiker. Keine Fakten wurden geprüft, keine Zusammenhänge betrachtet, keine Folgerungen abgewogen, nicht die leiseste Kritik wurde laut vonseiten der Kirchen. Einsam Sterbende in den Heimen und Krankenhäusern, depressive Kinder zuhause, arbeitslose Männer und Frauen, Tausende Tote wegen abgesagter Operationen, nach UN-Schätzungen eine zusätzliche Million Hungertote in der Dritten Welt durch eine provozierte Rezession im reicheren Teil der Welt — alles das liegt offenbar weit unter jeglicher klerikaler Wahrnehmungsschwelle.

Für den Chefkommentator der Welt sind jedoch abgesagte Oster-Gottesdienste und anderes kein Zeichen von „Duckmäusertum“, sondern eine „berührende zivile Modernität“ (1). In einem gewissen Sinne mag der Mann sogar recht haben: Maulkörbe, auch selber umgeschnallte, werden wieder modern.

 

Bitte genauer hinschauen

 

„Zustände wie in Italien“ habe man vermeiden wollen. — Aha. Worin bestanden und bestehen die, wenn man von effektheischenden und zum Teil bewusst manipulierten Bildern und Berichten absieht? Die bestehen darin, dass Italien die im Durchschnitt älteste Bevölkerung von ganz Europa aufweist, dass 99 Prozent der „Corona-Toten“ eine oder mehrere schwere Vorerkrankungen hatten, dass jeder Tote mit Corona-Viren als an diesen Viren verstorben gilt (so auch die Zählweise in den anderen Ländern!), dass das Land einen Bruchteil an Spital- und Intensivbetten hat im Vergleich zu seinen nördlichen Nachbarn, dass in der Lombardei bis kurz vor jenen Bildern eine umstrittene Impfung gegen Hirnhautentzündung durchgeführt wurde, dass …

Man führe sich einige weitere Fakten vor Augen:

Je mehr Menschen getestet werden, desto mehr Infizierte findet man — aber deren Prozentsatz, die Infektionsrate, kann dabei sinken. — Schau einer an!

Ohnehin habe sich herausgestellt, dass diese Mehrzahl der zunächst „positiven“ Tests nachweislich falsche Ergebnisse geliefert hatte. Corona-Viren gibt es seit vielen Jahren, und dass Asiaten und Europäer auf ähnliche Erreger unterschiedlich reagieren, das ist ebenfalls eine Binsenweisheit. Das relativiert zum Beispiel jeden Vergleich mit China oder dem Iran.

Alle diese Informationen sind nicht neu. Sie kursierten schon Anfang März in den Nachrichten, und wenig später wurde offenkundig, dass die Sterberate der Infizierten im unteren Durchschnitt einer normalen Grippe liegt. Dutzende nicht politisch gebundener Mediziner werden nicht müde, auf diese und weitere Zusammenhänge hinzuweisen. All dies war und ist also bekannt, jedenfalls für die, die es wissen wollen. Die Kirchenleute wollten es offenbar nicht wissen. — Warum nicht?

 

Betäubt von Magie und Moralin

 

Fühlt man sich fachlich nicht hinreichend qualifiziert, um mitzureden oder auch nur kritische Fragen zu stellen? Aber wie war das dann beim Thema Umweltschutz oder gar beim „Klimaschutz“? Da war der Mut zum eigenen Wort doch da! War man denn hier ausreichend kompetent? Oder eher doch nicht? Virologen tragen immerhin einen weißen Kittel — und der wirkt. Allgemein kann man wohl sagen, dass, „wenn immer die Naturwissenschaft sich an ein rechtmäßiges, aber nichtwissenschaftliches Publikum wendet, die Verwandtschaft von Naturwissenschaft und Magie augenscheinlich hervortritt“, Eugen Rosenstock-Huessy 1951 (2). „Der Mann aus dem Volke (…) wirft sich dem Wissenschaftler in die Arme, dem einzigen Priester der modernen Gesellschaft“, Georges Bernanos 1931 (3). Der Glaube an die eigene Vernunft, geschweige denn an den sie gewährenden Gott, verflüchtigt sich.

Noch weitreichender und scheußlicher wirkt ein anderer Automatismus: der moralistische. „Vom Triumph der Gesinnung über die Urteilskraft“ lautet der Untertitel des Büchleins Politischer Moralismus, verfasst bereits in den 1980er-Jahren vom Zürcher Philosophen Hermann Lübbe (4). Feminismus, Klimaschutz, Corona-Gebote: „Wir retten die Frauen!“ „Wir retten den Planeten!“ „Wir retten die Menschheit!“ Eine Kirche, der das Wort vom Glauben, gar vom „richtigen“, im Halse stecken bleibt, weiß sich bedeutsam, anerkannt, unhinterfragt, wenn sie an edle Gesinnungen appelliert und diese selber dienstfertig zur Schau stellt.

Nichts mehr mit selbständigem klaren Denken. Der Impfstoff dagegen heißt Moralin. Je reichlicher er gespritzt wird, desto folgsamer werden die Kirchen. Dass dieses Mittel zu Lähmungserscheinungen führt, ist keineswegs eine unerwünschte Nebenwirkung, sondern dürfte eher seiner beabsichtigten Wirkung entsprechen. Der gute Zweck hat schon immer seine Mittel geheiligt und jede Willfährigkeit legitimiert. Der Teufel kommt daher als Engel des Lichts. Eigentlich nichts Neues, aber immer wieder blendend schön.

 

Nieder mit dem Verstand!

 

Doch „ein vernünftiger Bürger, wäre ihm auch jedes religiöse Dogma absolut fremd, kann nicht unbeteiligt zuschauen, wie eine gewisse Art Menschen durch weitgehende Kontrolle, die sie über den Wortschatz der Moral haben, fast auf das Gewissen der ganzen Menschheit einen Einfluss ausüben“. Denn „bei einem gewissen Grad der Verfälschung richten gute Prinzipien die Welt weit unfehlbarer zugrunde als böse“, schrieb der Franzose Georges Bernanos 1942 (5), und der Amerikaner Henry David Thoreau wollte „ebenso gern ein guter Nachbar wie ein schlechter Untertan“ sein. Er legte Wert darauf, zu wissen, „welche Auswirkungen meine Loyalität hat“ (6).

Wer hingegen dem offiziellen Diktum von der „lebensbedrohenden Pandemie“ folgt, wer also weder die 2009 zweckdienlich geänderte Definition von Pandemie genauer betrachtet noch die Sponsoren und Amtsträger einer „Weltgesundheitsorganisation“ und wer eine Impfung samt Nano-Chip als Rückfahrschein in eine vermeintliche Normalität hinnimmt, der darf sich als Gefolgsmann im Dienste einer guten Sache wähnen, für die nun halt jeder seinen Preis zu bezahlen habe: an Rechten und an Freiheiten und an Leib und Leben. Und der darf auch salbungsvolle Appelle an die gegenseitige Solidarität erlassen, nette Bibelstellen zum allgemeinen Trost zücken und hingebungsvoll zur Besinnung auf Gott aufrufen.

Ich sage: Wenn die Besinnung auf Gott zwei andere Arten der Besinnung ersetzen soll, nämlich jene auf die eigene Vernunft und jene auf den eigenen Auftrag, dann wird dieser Name Gottes gelästert; dann wird er missbraucht für eine institutionalisierte Spiritualität des gepflegten Biedermeier.

Die Reihenfolge der Fragen muss lauten:

  1. Worum geht es gerade?
  2. Für wen bin ich, sind wir da?
  3. Was bedeutet das jetzt?

Derzeit erleben wir eine Umkehrung dieser Reihenfolge:

  1. Die „Bedeutung“ geben einige wenige weiße Kittel und eine Handvoll grauer — beziehungsweise gefärbter — Damen und Herren vor, die ihrerseits keine Diskussionen fördern.
  2. Die Kirchen helfen mit, diese Wertungen in der ihnen eigenen herb-galanten Mischung ins Volk zu tragen.
  3. Sachkritische Fragen kommen gar nicht erst auf.

„Es besteht die Gefahr, (…) dass man die Rückgraterweichung des aufrechten Mannes mit christlicher Demut und christlichem Gehorsam zu entschuldigen sucht“, Emmanuel Mounier 1943/44 (7).

 

Freie Rede für freie Christen

 

Ich frage mich, ob „unsere“ Kirchen überhaupt je in der Demokratie angekommen sind. Den Lutheranern steckt die gütige Hand von Luthers Kurfürsten noch in den Knochen; sie degenerierte im Lauf der Zeit zu einer allgemeinen Folgsamkeit nach oben. „Zwei-Reiche-Lehre“? Wenn es drauf ankommt, ist es immer nur ein Reich. Den Reformierten ist das Konsensstreben dermaßen in Fleisch und Blut übergegangen, dass die Anpassung ans Mittelmaß als eine „transzendente Auffassung der Bürgerpflicht“ erscheint, Bernanos 1931 (8).

Katholische Leiter erkaufen mit dem Deckmantel staatlichen Gehorsams Anerkennung und Geltung. Ihre Bischöfe leisten seit Adolfs Zeiten unverändert ihren Eid auf die Landesherren, was ihnen selbst auch Ansehen, Gehalt und Einfluss sichert. Selbstkastration nenne ich das.

Und die Freikirchen, die „freien Kirchen“? Wie frei sind ihre Leiter von den Meinungen und Stimmungen der zahlenden Mitglieder? Sie mögen das selber beantworten.
„Ich weiß nicht, ob sie (diese Lehren) an Häresie grenzen, wie es manchmal scheint. Jedenfalls versuchen sie, aus Christenmenschen große Tröpfe zu machen. Und das genügt, sie zu verurteilen“, Emmanuel Mounier (9).

Der Überdruck an Fakten und Stimmungen musste schon gewaltig anwachsen, bis es zu jener dankbar frischen Mahnung einiger katholischer Kardinäle, Bischöfe und Priester vor einem weltweiten Missbrauch der „Pandemie“ vom 7. Mai 2020 hat kommen können (10).

Die Geschwindigkeit, mit der nun einige Übergetreue im Handumdrehen das schöne Wort von der V-Theorie ins Feld führen, wächst umgekehrt proportional zu deren Bereitschaft, die eigenen Augen aufzumachen und den eigenen Verstand einzuschalten. Man verschwört sich also gegen dieselbe Aufklärung, die nicht hoch genug gepriesen werden kann, wenn sie sich gegen das Christentum anführen lässt. Wer ablenkt ins Schimpfen, der hat nichts zu sagen, und „wer die Augen verschließt, der denkt verkehrt“, steht in der Bibel (11).

 

Gefangene Untertanen

 

Aber jetzt soll ja alles wieder besser werden, hört man. Mit etwas Verspätung kehrt doch noch der Merkel- und Berset-Frühling ein, jedenfalls mit ersten Knospen und frei von „Orgien“ (O-Ton Angela Merkel). Während die Schweiz auf diesen Gnadenerlass noch etwas länger warten muss, dürfen in Deutschland — oh Wunder — wieder Gottesdienste abgehalten werden.

Ein paar Reminiszenzen an die Atmosphäre der Bedrohung — durch die Viren natürlich — müssen aber eingebaut bleiben. Auf 10 Quadratmeter 1 Person, heißt es im Nordosten Deutschlands. Und Singen erhöht natürlich die Ansteckungsgefahr. Die Lieder mitsummen, das muss reichen. Ja, und die Teilnehmerlisten nicht vergessen! Man will ja eine Infektion zurückverfolgen können; was denn sonst!

In Bayern läuft das Ganze nur mit dem berüchtigten Mundschutz. Es soll Leute geben, bei denen sich die Bedeckung bis über die Augen und das Hirn zieht. Es hat sich ja herumgesprochen, was statthaft ist und welchen Äußerungen nicht stattgegeben wird. „Man muss sich klar sein, dass der Gottesdienst nicht der gleiche sein wird wie vor der Krise“, meint ein Herr Bedford-Strohm. So hört sich Defaitismus an, Variante fein-herb.

Im „Schutzkonzept für Gottesdienste“ der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz vom 15. Mai 2020 liest sich diese Haltung folgendermaßen: „In diesem Engagement zeigen sich die sozialintegrative Kraft der Kirchen und ihr vorrangiger Einsatz zum Wohl der Gemeinschaft.“ Dieses geschehe aber „schon gar nicht mit der Intention, gegenüber den Behörden auf eine möglichst baldige Öffnung des Veranstaltungsverbots für Gottesdienste hinzuwirken“, wie die Verfasser eigens betonen.

Die Antwort auf diesen Bankrott gab Georges Bernanos neunzig Jahre im Voraus: „Die Erfahrung zeigt, dass der Teufel es für weitaus schwieriger erachtet, uns durch den Geist der Empörung zu verderben als uns durch den Geist der Knechtsgesinnung zu schänden.“ — „Der Freie allein kann lieben“ (12).

 

Befreit zum Recht

 

„Ihr müsst nur vor dem Kaiser niederfallen, dann könnt ihr ungestört eure Versammlungen abhalten!“, hieß es vor 1.800 Jahren. „Nur den Rahmen akzeptieren; den Rest könnt ihr selber bestimmen“, heißt es sinngemäß heute.

Mit welchem Recht verlangt ein Staat von seinen Bürgern und „seinen“ (?) Kirchen Loyalität gegen irrationale Verordnungen, wenn er diese Loyalität seinem eigenen Recht verweigert? Grundlegende Menschenrechte werden willkürlich mit Füßen getreten. Aber Maskensummen soll der neue Chorgesang und Abstand das neue Miteinander sein?

Man schaut gerne aufs Dritte Reich, um aus dieser Zeit Lehren zu ziehen. Wie waren damals die Offiziere im Widerstand mit ihrem Führereid umgegangen? Waren sie nicht trotz allem an ihn gebunden? Die Lösung, ihre Loslösung, bestand in der Einsicht: Wenn der „Führer“ nicht mehr zum Wohle des Volkes handelt, dann hat er selber diesen Eid bereits gebrochen. Also mussten auch sie ihm nicht mehr Folge leisten. Das Recht steht über dem Eid, über dem Gesetz, über der Verordnung. Diese Rangfolge müssen wir uns wieder vor Augen führen.

Beide Sphären, Recht und Gesetz, in eins zu setzen, bedeutet das Ende jeglicher Gewissensfreiheit und jeglicher Rechtssicherheit. Es ist vollzogene Diktatur.

Nichts und niemand bleibt zum Appellieren übrig; Unrecht wird per Gesetz zur Notwendigkeit umbenannt. Die Begründungen dafür sind ebenso willkürlich wie vielfältig. Nur eines haben sie gemeinsam: Man kann und darf sie nicht mehr hinterfragen, weil ihre Schöpfer zugleich deren übergeordnete Instanz sind.

„Ich erkannte, dass der Staat einfältig ist, ängstlich wie eine Jungfer mit ihren silbernen Löffeln, und dass er seine Freunde nicht von seinen Feinden unterscheiden kann, und ich verlor noch die letzte Achtung vor ihm und bedauerte ihn“, Henry David Thoreau 1849 (13). Umgekehrt kann einem Staat nichts Besseres passieren, als dass er immer wieder auf ein Gegenüber trifft, das ihn zur Besinnung ruft, und das heißt: zurück zum Recht. Die Staatsform der Demokratie würde genau hierfür den Rahmen liefern. Ja, „warum ermutigt die Regierung ihre Bürger nicht, sie wachsam auf Fehler hinzuweisen und damit selbst besser zu handeln, als sie es bislang von ihnen verlangt hat?“ „Wenn das Gesetz aber so beschaffen ist, dass es dich dazu braucht, um einem anderen Unrecht zu tun, dann, sage ich, brich das Gesetz“, Henry David Thoreau (14). Dazu gehört auch das Erste Gebot guter Kirchlichkeit, das da lautet:

„Du sollst keine andere Meinung haben neben der genehmen.“

 

Falsches und richtiges Stillhalten

 

„Was hindert’s, dass ich getauft werde?“ fragte der Kämmerer den Philippus in Apostelgeschichte, Kapitel 8.

Was hindert’s, diesen Weg der Freiheit aus Verantwortung — der Verantwortung aus Freiheit — zu beschreiten? In erster Linie wohl das Gesetz der Trägheit, oder netter gesagt: das Beharrungsvermögen.

Die meisten Menschen stehen in Lohn und Brot, und die anderen wagen Schritte ins Ungewisse umso weniger.

Die Beispiele für Repressionen häufen sich. Auch alte Menschen sind an friedlichen Demonstrationen nicht mehr dagegen gefeit, von Uniformierten weggeschleppt zu werden: Bestrafe einen, erziehe tausend!

Wo bleibt der Aufschrei aus den Kirchen? Wurde er im Voraus erstickt von einer Theologie, die „in würdigen Formen den Glauben der Vergangenheit“ begräbt statt auf neue Glaubenstaten vorbereitet? „Geist, der nicht die Zukunft hervorruft, ist kein Geist, sondern Intellekt“ (15).

Der Druck steigt, und wenn jetzt „meine Jünger schweigen“, dann werden bald tatsächlich „die Steine schreien“ samt der Menschen (Lukas 19,40).

Dies alles „hindert’s“. Und „was fördert’s“? Wie kommen wir in den Kirchen oder als nicht institutionalisierte Christen zu einem Aufbruch aus und in der, ja vielleicht gerade durch diese Krise? „Durch Stillesein und Vertrauen würdet ihr stark sein“, sagt der bedrängte Prophet Jeremia (in 30,15).

„Der Glaube kann nicht leben, wenn er nicht unterbrochen wird“; dieses Widerfahrnis führt oft ins Stillhalten, Eugen Rosenstock-Huessy 1954 (16).

„Zeitweilig müssen die Gedanken versiegt sein, vorübergehend muss uns die Sprache versagt haben, ehe der Geist aufbrechen kann“ (17).

Man lasse sich seine allzu fromme Seele dadurch läutern, dass man ihr Anteil gibt an den Erschütterungen der Zeit: „Ich weiß es erst einmal auch nicht! Wir als Kirche sind zunächst ratlos!“ Aber nicht hilflos. Wir fliehen darum nicht in die Geborgenheit des Mittelmaßes oder in unbedachte Dienstfertigkeit, sondern wir wollen die Frage hinter und in der Not wahrnehmen. „Darum geht es also“, schrieb der junge Jesuitenpater Alfred Delp „Im Angesicht des Todes“ 1944/45, „dass in jedem Geschlecht eine gewisse Anzahl von Menschen sich finden, die fähig sind, das allgemeine Anliegen zu sehen und immer neu zu sagen. (…)“ Ich meine, hier wäre aus vielen Gründen eine geschichtliche Möglichkeit und Aufgabe der Christen, nicht seine Hauptaufgabe, aber eine Funktion, zu der er kraft seines Wissens um das übergeschichtliche Thema der Geschichte befähigt ist, wenn er sich selbst ernst nimmt (18).

Der Christenmensch findet sich also wieder zwischen alter Ordnung und neuer Frage; und es gibt Zeiten, in denen man nicht beiden Herren dienen kann, sondern wo man sich genötigt weiß, einen von beiden zu verleugnen.

Das ist, wenn man so will, die theologische Begründung der schmissigen Aufforderung Thoreaus zum Gesetzesbruch. „Es muss jemand sein Amt (…) vergessen können (…) um einer neuen Fragenot willen“ (19). „Denn der Fortschritt hängt ab von denen, die sich auf etwas festnageln lassen, ziemlich oft an ein Kreuz“, Eugen Rosenstock-Huessy 1952 (20). Dieses Kreuz der Entschiedenheit markiert den Frontverlauf.

 

Tapferes um Gottes willen

 

Ich rufe dazu auf, von unten her Zeichen zu setzen. Keine gefühligen Alibi-Übungen wie in die Fenster gestellte Kerzen und anderer „pastoraler Budenzauber“ (21), sondern neue Formen nach außen und nach innen.

Nach außen werden es Worte und Taten des Protestes sein: Aufklären über Zusammenhänge, unbedingtes Ernstnehmen der provozierten Nöte, Benennen des Unrechts, Bezeugen gläubiger Freiheit. Nach innen finden wir unter Gleichgesinnten zusammen, ob im Freien oder in den Häusern, als „die angemessene Antwort auf die erzwungene Reduktion ins Private“ (22). Das wird eine anteilgebende Gemeinschaft sein, in der die aktuellen Fragen und Nöte weder ausgespart werden noch fremdbeantwortet bleiben und die den Bogen spannt hin zum Beten und zum neuen Hören.

Diese Treffen können klassisch-gottesdienstlichen Charakter haben oder angesichts der vorgerückten Unzeit stärker gesellschaftlich oder politisch ausgerichtet sein. Die Übergänge werden fließend sein; dass sie fließen, darin liegt die Verheißung. Dies ermöglicht es, „souverän in diese Gesellschaft einzudringen und damit die Widerstandsbewegung (…) bis in die niedrigsten, ungreifbarsten Bereiche dieser Zwangsordnung hineinzuführen“ (23), schrieb Werner von Trott zu Solz 1958 in seinem Buch „Widerstand heute oder Das Abenteuer der Freiheit“.

Sein praktischer Rat für die Umsetzung ist dieser:

„Um sich heute im Politischen wirklich verständigen zu können, muss man sich zuerst persönlich begegnet sein, muss man sich zuerst im Privaten gemeinsam der Gefährlichkeit und Ausgesetztheit unserer Lage gestellt haben, muss zuerst im persönlich-verbindlichen Zusammenleben eine ursprüngliche Unabhängigkeit gegenüber dem öffentlichen Räsonnement erreicht worden sein“ (24).

Von Trotts eigene Lehrzeit war der Widerstand im Dritten Reich.

In dieselbe Richtung weist eine Begegnung des Schweizer Pfarrers Walter Lüthi. Im Jahr 1946 reiste er im Auftrag eines neugegründeten Schweizer Hilfswerks durch das kriegsversehrte Deutschland. In seinem Bericht „Deutschland zwischen gestern und morgen“, zitiert er den Rat eines Baufachmanns: „Die zerstörten Kirchen dürften eigentlich nicht wieder aufgebaut werden, denn die Gestalt der kommenden Kirche wird verborgener sein“ (25).

 

„Die Luft wird klar werden“

 

Es ist dies eine Kirche, die die „Freiheit eines Christenmenschen“ (Luther), eines kollektiven, wahrnimmt und auf Ansprüche und Selbstdarstellung verzichtet. Sie hat sich freigemacht von der schalen Freude eines „Jetzt dürfen wir wieder Gottesdienste feiern“; freigemacht von dem treuherzigen Blick eines Bettlers, der seinem Gönner von unten herauf für die milde Gabe dankt.

Die Würde dieser „kommenden Kirche“ braucht nicht die Stützen hehrer Gebäude oder prunkvoller „Center“ und auch keine staatliche Erlaubnis, um zusammenzukommen. Sie lebt und webt frei in den Häusern und auf den Plätzen, wo Not und Hoffnung eine Sprache finden, wo man Umstände heilig verwünscht und Änderung sehnlich erfleht; wo man dem Elend ins Auge schaut, weil der Glaube dafür den Mut gibt, und wo eine Welt, die ihr eigenes Ende nicht schnell genug herbeiführen kann, wieder eine Blaupause dessen ahnt, was Menschsein und Miteinander heißen können.

Sprengkraft also für jede Beklommenheit des Herzens und des Verstandes. In den Ländern, in denen Kirche verfolgt wird, nehmen die Regierenden eben dies wahr. Sie fühlen sich davon infrage gestellt; denn hier klagt und lobt und lebt eine Schar, die innerlich offenbar jedem System entwachsen ist. Sie weiß sich ihrem Umfeld dienst-lich verbunden, aber nicht wesent-lich zugehörig. Die Polizeieinheit, die als erste eine solche Versammlung auflöst, darf für sich reklamieren, Geburtshelfer einer neuen Untergrundkirche geworden zu sein.

Sein Leben „mitten im Anwachsen des Welt-Zwanges“ werde „den Glaubenden fähig machen, im Ortlosen und Ungeschützten zu stehen und Richtung zu wissen“, schreibt Romano Guardini im „Ende der Neuzeit“ (1951), wie denn „Vertrauen und Tapferkeit überhaupt den Charakter der Endzeit bilden“ (26). — „Die Luft wird klar werden. Voll Feindschaft und Gefahr, aber sauber und offen“ (27).


Quellen und Anmerkungen:

(1) Artikel vom 24. April auf welt.de.
(2) Eugen Rosenstock-Huessy, Der Atem des Geistes, Frankfurt 1951, Seite 176.
(3) Georges Bernanos, Die große Furcht der Wohlanständigen, 1931, in: Vorhut der Christenheit, Düsseldorf 1950, Seite 91.
(4) Hermann Lübbe, Politischer Moralismus. Vom Triumph der Gesinnung über die Urteilskraft, Berlin 1989.
(5) Georges Bernanos, Brief an die Engländer, 1942, in: Vorhut der Christenheit, Düsseldorf 1950, Seite 75.
(6) Henry David Thoreau, Vom Ungehorsam gegen den Staat, Köln 2010 (amerikanisches Original 1849), Seite 54.
(7) Emmanuel Mounier, Der Christ stellt sich, Frankfurt 1954, verfasst 1943/44, Seite 74.
(8) Georges Bernanos 1931, Vorhut der Christenheit, 1950, Seite 96.
(9) Emmanuel Mounier, Seite 94.
(10) „Appeal for the Church and the World“, 7. Mai 2020.
(11) Die Bibel, Sprüche 16,30; Schlachter-Übersetzung.
(12) Georges Bernanos, Brief an die Engländer, 1942, in: Vorhut der Christenheit, Düsseldorf 1950, Seite 152.
(13) Thoreau, Seite 45.
(14) Thoreau, Seite 31.
(15) Eugen Rosenstock-Huessy, Heilkraft und Wahrheit. Konkordanz der politischen und der kosmischen Zeit, Stuttgart 1952, Seite 48.
(16) Eugen Rosenstock-Huessy, Des Christen Zukunft oder Wir überholen die Moderne, München 1955 (amerikanisches Original 1946), Seite 113.
(17) Eugen Rosenstock-Huessy, Heilkraft und Wahrheit, Seite 45.
(18) Alfred Delp, Im Angesicht des Todes, Frankfurt am Main 1954 (verfasst 1944/55), Seite 126.
(19) Eugen Rosenstock-Huessy, Heilkraft und Wahrheit, Seite 57.
(20) Ebenda, Seite 61.
(21) Prof. Daniel Bogner, CH-Fribourg, 26. März 2020: „Diese Krise wird auch die Kirche verändern„,
(22) Ebenda.
(23) Werner von Trott zu Solz, Widerstand heute oder Das Abenteuer der Freiheit, Düsseldorf 1958, Seite 16.
(24) Ebenda, Seite 33.
(25) Walter Lüthi, Deutschland zwischen gestern und morgen. Ein Reisebericht, Basel 1947.
(26) Romano Guardini, Das Ende der Neuzeit. Ein Versuch zur Orientierung, Würzburg 1951, Seite 124.
(27) Ebenda, 121.

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729. Das andere «Wort zum Sonntag» oder: Polizei und Dienst und Bibel

Freitag, 21. Oktober 2022 | Autor:

Liebe Besucher,

geht es ihnen nach mehr als 2 Jahren Corona Terror immer noch gut? Haben Sie sich in dieser Zeit einmal ernsthaft die Frage gestellt ob hier alles noch mit rechten Dingen zugeht. Wenn Sie dies getan haben, dann sollten Sie auf Widerstand gestoßen sein wie es auch viele andere erlebt haben.

Die Wahrheit ist nicht mehr gefragt. Warum auch, wenn an der Spitze eines Staates Leute stehen die es mit Lügen, Manipultation und Korruption nicht so genau nehmen.

Leider ist gegen diesen Sumpf bisher nur ein kleiner Teil der Menschen aufgestanden. Der Rest sitzt in der Komfortzone. Jeder aber der die Wahrheit gesagt hat wurde massiv bedroht, bis zum Arbeitsplatzverlust und Gesundheit.

So erging es auch meinen Glaubensbruder Lothar Mack.

Lesen Sie selbst einmal was er dazu zu sagen hat.

 

Pfarrer Lothar Mack

 

 

Macht ist kein Wert an sich. Es kommt darauf an, in wessen Auftrag sie ausgeübt wird. Das unterscheidet Willkür von Dienst.

Veröffentlicht am 23. April 2022 von LM.


Man hat es nun schwarz auf weiss: dass etwas faul ist im Staate Deutschland. «Die Polizeigewalt ist ein blinder Fleck», ja, es breite sich «eine Kultur der Toleranz für Polizeigewalt» aus, so dass es «nur eine Frage der Zeit» sei, bis «die Bevölkerung ihrerseits die Polizei als Feind wahrzunehmen beginnt».

 

Demonstranten würden «als Staatsfeinde dargestellt» und auch «rein verbale Widerrede sofort mit Gewalt gebrochen». Wenn das weiterhin toleriert werde, entarteten bisherige Rechtsstaaten zu «Schönwetter-Demokratien».

 

Welcher Querdenker da so vor sich hinschimpft? Nun, er heisst Nils Melzer, ist Rechtsprofessor aus der Schweiz und war – man höre und staune – noch bis vor kurzem der UNO-Sonderberichterstatter über Folter. In dieser Funktion flogen ihm Beschwerden aus deutschen Landen frisch auf den Schreibtisch, Beschwerden über «unverhältnismässige Übergriffe bei Demonstrationen gegen die Coronamassnahmen durch Polizisten». Denen ist er von Amtes wegen nachgegangen. Mit oben beschriebenem Fazit.

 

Das biblische Mass für die Exekutive ist also deutlich verrutscht. Menschenverachtung und Ignoranz lassen sich einfach nicht unter einen Hut bringen mit dem Leitwort, «Dienerin Gottes» zu sein. Nicht weniger aber ist der Auftrag einer «Autorität», die sich als eben dafür «eingesetzt» verstehen dürfte.

 

Diese Zitate stammen aus dem vielmissbrauchten Anfang vom 13. Kapitel des Römerbriefs. Klassischer- wie leidvollerweise werden diese Sätze immer noch als eine Zustandsbeschreibung gelesen statt als Zuspruch und Massgabe. Entsprechend rosige Zeiten erlebt die Exekutive von seiten derer, die eigentlich mit dem Ausrichten dieser Botschaft betraut wären.

 

Oder vorsichtiger formuliert: Welches Kirchengremium hat sich je grundlegend zu einem Amtsmissbrauch durch Behörden oder gar zu willkürlicher Gewalt von seiten der Polizei vernehmen lassen? Schuld bekennen im nachhinein fällt mitunter leichter als in der Gegenwart ein mahnendes Wort ergreifen. «Dienerin Gottes» zu sein ist Zielvorgabe jeder ausführenden Gewalt. Wer ihr das hingegen per se zuspricht, der rechtfertigt pauschal jedes Unrecht, das sie begeht. Der vermeintliche Heiligenschein pervertiert zum Persilschein.

 

Schauen wir noch genauer hin. «Dienerin Gottes» sei eine Behörde, eine Regierung, eine Polizei; wörtlich: ein «Leitourgos», das heisst jemand, der «für das Volk tätig» ist. Man dient also dort Gott, wo man dem Volk dient. Wer in seiner Position nicht «für das Volk tätig» ist, sondern Massnahmen ergreift und umsetzt, die sich explizit gegen das Volk richten, der missbraucht sein Amt und schändet seine wie dessen Bestimmung.

 

Säkular «selbständig» gewordenen Machtstrukturen mag das egal geworden sein. – Ich sage: Umso schlimmer! Umso schlimmer für die Menschen, die auf diese Weise geknebelt werden; umso schlimmer für das Gewissen der Ausführenden und umso schlimmer für Kirchenleute, die solche Strukturen und Verbrechen mit ihrem Schweigen legitimieren. Am Portal der Marienkapelle in Würzburg ist das Jüngste Gericht dargestellt. Auf der Seite derer, die mit einer Kette weggeschleppt werden, befindet sich – ein schlafender Bischof.

Corona Fakten zu Nachdenken

 

Der Bericht eines internationalen Folterbeauftragten sollte Weckruf genug sein, um zum einen in den Kirchen die eigene Botschaft wiederzufinden und zum anderen, um gerade als Polizist (wie auch Polizistin) zu dem ebenso demütigen wie erhabenen Ethos des Dienstes zurückzukehren. Wer seine Vorgaben und Befehle permanent abgleicht mit dieser guten Bestimmung, der entwickelt wie von selbst ein Gespür für Recht und Unrecht und einen Massstab für Gesetze, Verordnungen und Umgangsweisen.

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Ostern 2022: Einfach hinhören

Lothar Mack war als Gemeindepfarrer und bei verschiedenen Hilfswerken und Redaktionen tätig. Sein kritischer Blick auf Kirche und Zeitgeschehen hat ihn in die Selbständigkeit geführt. Er sammelt und ermutigt Gleichgesinnte über Artikel und Begegnungen und ruft auch an Kundgebungen zu eigenständigem gläubigem Denken auf.

 

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728. Das Versagen der Kirche

Freitag, 21. Oktober 2022 | Autor:

 

Liebe Besucher,

ich hätte es nicht gedacht, dass ich das Versagen der “christlichen” Kirchen so wie vor 80 Jahren einmal erleben werde. Aber es ist passiert und zwar noch in einer verstärkten Form von Heuchelei, Manipulation und Lügen. Alles Merkmale des Bösen. Als mir dieser Tage ein Bruder in Christus diesen Bericht zusandte war für mich klar, dass man diese Fakten nicht selbst behalten darf, sondern einer großen Öffentlichkeit bekannt machen sollte.

 

 

Foto: lunamarina/Shutterstock.com

 

 

Das Versagen der Kirche

Zur Coronazeit bestand eine besonders unselige Verbindung zwischen Staat und Kirche.

 

Vor zweieinhalb Jahren wurde von Staats wegen weltweit eine neue Form von Kriegszustand ausgerufen. Der französische Präsident Emanuel Macron hatte zu Beginn der sogenannten „Corona-Pandemie“ in seiner Fernsehansprache aus dem Élysée-Palast am 16. März 2020 mit großem Pathos unter mehrfacher Wiederholung in die weltweit zugeschalteten Kameras die Worte gesprochen: „Nous sommes en guerre!“ — „Wir sind im Krieg!“ — Die Regierungen der Welt marschierten fortan im Gleichschritt und verhängten überall strikte Kontaktbeschränkungen, um den Krieg gegen das Virus zu gewinnen. Social Distancing wurde als neue Tugend ausgerufen. Durch die Atomisierung der Gesellschaft gedachte man, den Krankheitserreger zu bekämpfen.

In jedem Krieg ist es überall seit jeher Aufgabe der Kirchen gewesen, ihre Feldgeistlichen zu schicken. Die Regierenden erwarten dabei, dass sich alle, die für Beamtenbezüge im Namen der Kirche arbeiten, den staatlich befohlenen Entscheidungen unterwerfen. Bedingungslose Staatsräson wird unausgesprochen von allen Geistlichen gefordert. Und sobald sie ihre Stimme im Namen Gottes erheben, haben sie die Aufgabe, dem Volk gegenüber ihre unhinterfragte wie absolute Loyalität zu den Regierenden auszudrücken.

In der Corona-Krise hat die kirchliche Chefetage sich genau an dieses Verhaltensmuster gehalten. Minutiös wurden die staatlich angeordneten Maßnahmen zur gesellschaftlichen Isolation im kirchlichen Raum umgesetzt. Ja, man musste im März 2020 den Eindruck haben, dass da gerade ein epochaler Paradigmenwechsel stattfand: Hygienekonzepte standen in den Kirchengemeinden und den ihnen angeschlossenen Organisationen plötzlich über allem. Über Nacht entstand eine Art Gesundheitsreligion, in der die ursprüngliche Grundlage des christlichen Glaubens — die Botschaft des Zimmermanns Jesus aus Nazareth — allem weichen musste, was dem Hygiene-Imperativ entgegenstand.

Auffallend in diesen ersten Monaten der sogenannten „Pandemie“ war: Die gerade für die protestantische Kirchen so essentielle kritisch-prophetische Dimension ihres Auftrages wurde komplett ausgeblendet. Das kirchliche Wächteramt gegenüber den Mächtigen wurde schlicht außer Kraft gesetzt. Seit den Zeiten der Propheten des Alten Testaments ist es die Aufgabe der religiösen Weisen, im Namen Gottes Einspruch zu erheben gegen die Entscheidungen der Mächtigen. Kritische Propheten begleiteten das Reden und Handeln der Könige. So hatte zum Beispiel der Prophet Jesaja versucht, Kriegsvorbereitungen zu verhindern. Als Prophet war es seine Pflicht, den König zu kritisieren, wenn dieser dem Volk nicht Gerechtigkeit widerfahren ließ. Dieses essentielle Wächteramt hat die Kirche mit Proklamation der sogenannten „Pandemie” komplett verraten.

Da wurde also der Krieg gegen ein ominöses Virus ausgerufen und die Kirche segnete unterwürfig ohne Diskussion und ohne jeden Widerspruch alle staatlichen Maßnahmen ab.

Das ging so weit, dass sich die großen Religionsgemeinschaften im Frühjahr 2020 im Zuge des staatlich angeordneten Hausarrestes die im Grundgesetz niedergelegten unveräußerlichen Rechte der freien Religionsausübung nehmen ließen. Man beachte die Sprachregelung: Im schicken wie euphemistischen Anglizismen-Jargon wurde dieser Hausarrest von allen Leitmedien unisono fortan nur noch „Lockdown“ genannt — ein Begriff aus dem Strafvollzug mit der Bedeutung „Einschluss“, nämlich dem von Häftlingen in ihren Zellen.

Für mehrere Wochen bestand in den Kirchen erstens ein Verbot von gottesdienstlichen Versammlungen — in den „Lockdown“ fiel auch Ostern, das bedeutendste christliche Hochfest — sowie zweitens das Verbot, Alte, Kranke und Sterbende zu besuchen und seelsorgerisch entsprechend zu begleiten.

Derartige staatliche Übergriffe auf das religiöse Leben hat es seit der vor 1.600 Jahren geschlossenen religionspolitischen Zweck-Ehe zwischen Thron und Altar im vielgepriesenen christlichen Abendland noch nie gegeben, nicht in Pestzeiten und nicht in den dunkelsten Diktaturen.

Statt der Osterpredigt in den Kirchen war am Abend des Ostersonntag, dem 12. April 2020, in den ARD-Tagesthemen die Verkündigung des neuen Impfevangeliums durch einen weder fachlich noch demokratisch legitimierten „Apostel“ zu hören. Der IT-Oligarch Bill Gates durfte nach den entsprechenden Stichwortfragen des Moderators Ingo Zamperoni neun Minuten lang seine Frohe Botschaft verbreiten, die in dem Satz gipfelte: „Wir werden den zu entwickelnden Impfstoff letztendlich sieben Milliarden Menschen verabreichen.“ Dabei blieb ungeklärt, wer sich hinter diesem generösen „Wir“ verbirgt.

Es ist ein bisher nie dagewesener Skandal und ein Verrat an ihrem geistlichen Auftrag, dass die beiden großen Kirchen sich im Frühjahr 2020 widerspruchslos haben verbieten lassen, Gottesdienste zu halten und ihre schwächsten Gläubigen zu besuchen: die Alten, Kranken und Sterbenden. Auch wenn bis heute kein Vertreter der kirchlichen Eliten diesen Verrat an der Botschaft Jesu auch nur im Ansatz selbstkritisch hinterfragt hat, ist davon auszugehen, dass den Kirchenfürsten dieses skandalöse Verhalten bis zum Jüngsten Tag in ihrem Gewissen nachhängen wird. De facto hat für die Zeit des „Lockdowns“ im Frühjahr 2020 die protestantische Kirche gemäß ihrer nach wie vor gültigen Bekenntnisschrift aus dem Jahr 1530, der Confessio Augustana — alle Geistlichen werden in ihrer Ordination auf dieses historische Dokument verpflichtet —, aufgehört zu existieren. Dort heißt es in Artikel 7 zu der Frage, was Kirche ist:

„Es wird auch gelehrt, daß allezeit eine heilige, christliche Kirche sein und bleiben muß, die die Versammlung aller Gläubigen ist, bei denen das Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakramente laut dem Evangelium gereicht werden.“

Diese beiden essentiellen Kennzeichen von Kirche — „Live“-Versammlung der Gläubigen sowie leibhafter Empfang der Sakramente — waren im Frühjahr 2020 nicht mehr gegeben. Das konnten auch virtuelle Gottesdienste in digitaler Form nicht ersetzen.

Hinsichtlich der Form der Gottesdienste verstieg sich Rainer Bayreuther, Musikwissenschaftler und Dozent an der Hochschule für Kirchenmusik in Bayreuth, in einem Artikel der Zeitschrift „Gottesdienst und Kirchenmusik“ (Nr. 3/2020, S.2 ff.) sogar zu der Behauptung, dass der Gottesdienst im Gefolge der Corona-Krise keine physische Vollversammlung an einem Ort benötige, um religiöse Erfahrung zu ermöglichen.

Auch im weiteren Fortgang der Corona-Krise machten sich die Vertreter des kirchlichen Establishments als eilfertige wie gehorsame Partner der religionspolitischen Zweck-Ehe zum verlängerten Arm der staatlich verordneten, einzig legitim erscheinenden Rhetorik. Im Zuge der seit Ende 2020 auf allen Nachrichtenkanälen ausgestrahlten regierungsamtlichen Impfpropaganda betonten einflussreiche Mitglieder der kirchlichen Obrigkeit unermüdlich, den staatlichen Impfappell zur solidarischen Christenpflicht zu erheben.

So sieht etwa der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende und Sozialethiker Wolfgang Huber eine „moralische Pflicht“ zur Impfung. Er sprach von der „Impfbereitschaft als einem klassischen Fall gelebter Liebe zu sich selbst, gelebter Liebe zum Nächsten und damit auch gelebter Liebe zu Gott.“

Rochus Leonhard, Professor für Systematische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig, kritisierte als einer von ganz wenigen theologischen Wissenschaftlern die Tendenz zur Sakralisierung der Impfung gegen das Corona-Virus in den Kirchen in seinem Artikel „Demokratieunfähigkeit reloaded? — Wider die aufdringliche ‚Impffrömmigkeit‘ in den Landeskirchen der EKD“, erschienen in der Zeitschrift „Zeitzeichen — Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft“, Februar 2022. Darin schreibt er:

„Insgesamt gilt: Es ist in den meisten Gegenden Deutschlands kaum möglich, eine evangelische Kirche oder ein evangelisches Pfarrhaus zu besuchen, ohne mit dem plakatierten Motto „Impfen ist Nächstenliebe“ konfrontiert zu werden.

Es ist klar, dass angesichts des hier hergestellten direkten Zusammenhangs zwischen wahrhaft gelebtem Christentum und Impfbereitschaft die Impfskeptiker bestenfalls als Christen zweiter Klasse und schlimmstenfalls als Sünder zu stehen kommen.“

Am Ende lautet sein Fazit:

„Die Predigt sowie die Sakramente der Taufe und des Abendmahls bilden das Fundament des kirchlichen Protestantismus. Die Predigt ist durch die Kanzel, beide Sakramente sind durch das kelchförmige Taufbecken repräsentiert. Allerdings: Es wird weder gepredigt noch getauft. Das Eigentliche spielt sich vielmehr zwischen Taufbecken und Kanzel ab: die Spendung des „Impfsakraments“, also der Vollzug desjenigen Initiationsritus, der die Bekehrung zur heilbringenden Mehrheitsmeinung signalisiert und ins gelobte Land zu führen verspricht. — Mehr Impffrömmigkeit ist schwerlich denkbar.“

Festzuhalten ist: Die Mitglieder der diversen kirchlichen Chefetagen oberhalb der Ebene der einzelnen Kirchengemeinden tragen die Hauptverantwortung für die rigorose Umsetzung der staatlichen Maßnahmen sowie für die Impfpropaganda an der kirchlichen Basis. Auch wenn es nicht bewiesen werden kann, sei hier die Hypothese aufgestellt:

Hätten die großen christlichen Kirchen sich nicht derartig unterwürfig zu Steigbügelhaltern der Regierung machen lassen, wäre die Corona-Krise anders verlaufen.

Wagte es auch nur ein Geistlicher, der offiziell verordneten Rhetorik zu widersprechen und die beiden genannten Verbote während des Lockdowns im Frühjahr 2020 als skandalträchtig auch nur zu benennen, gab es Konsequenzen, bis dahin, dass man aus dem Amt gemobbt wurde. Genau das ist dem Autor dieser Zeilen widerfahren.

Im Magazin „Chrismon“ (11/2020, S.10) schreibt der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Heinrich Bedford-Strohm, über eine wünschenswerte Kommunikationskultur in kontroversen Zeiten. Unter anderem verweist er darin auf den regierungskritischen Propheten Nathan. Der Artikel wird eingeleitet mit den wohlfeilen Worten: „Wer sich öffentlich zu strittigen Themen äußert, muss mit Hass und Beleidigung rechnen. Daran sollten wir uns nicht gewöhnen.“ Der tatsächliche Umgang mit Kritikern in den eigenen Reihen zeigt, was diese Worte aktuell wert sind: Nichts!

Zweieinhalb Jahre nach Beginn der durch die Corona-Krise bedingten Umwälzungen in Politik und Gesellschaft verzeichnen die beiden großen christlichen Kirchen nach wie vor einen starken Schwund ihrer Mitglieder, der sich zu einer wachsenden Erosion auswachsen könnte. Nach den aufmerksamen Beobachtungen des Autors wenden sich viele Menschen angesichts der staatlichen Corona-Hörigkeit ihrer Kirche von den kirchlichen Institutionen ab. Sie lehnen sich auf, indem sie abwandern, und zwar nicht einfach in ein atheistisches oder esoterisches Milieu.

Zunehmend treffen sich die Gläubigen im überschaubaren Umfeld privater Häuser, um dort die Botschaft des Zimmermanns Jesus aus Nazareth zu hören und zu feiern, der den Menschen seiner Zeit ohne Berührungsängste, Abstandsgebote oder Gesichtsmasken auf Augenhöhe begegnet ist, um ihnen zuzuhören, um ihnen zu predigen, um sie zu trösten und zu heilen.

Viele Menschen, die früher in den geistigen wie architektonischen Räumen ihrer Kirchengemeinde zu Hause waren, ziehen sich dorthin zurück, wo der christliche Glaube seinen Ursprung hat: im kleinen Kreis. Die unselige Verbindung zwischen Staat und Kirche hat nicht erst in den vergangenen zweieinhalb Jahren zum Vertrauensverlust in die religiösen Großorganisationen geführt.

Sigmund Freund, Entwickler der Psychoanalyse und kein besonders frommer Mensch, hat es vor fast 100 Jahren bereits auf den Punkt gebracht. In „Die Zukunft einer Illusion“ (1927) beschreibt er die Religion als zeitgenössisches soziales Phänomen und resümiert:

„Es braucht nicht gesagt zu werden, daß eine Kultur, welche eine so große Zahl von Teilnehmern unbefriedigt läßt und zur Auflehnung treibt, weder Aussicht hat, sich zu erhalten, noch es verdient.“ (Sigmund Freud, Studienausgabe, Bd. IX, S. 146 Bd IX, Frankfurt a. M. 2000)

Die jahrhundertelange Blutspur, die das Christentum in Gestalt von Kreuzzügen, Hexenjagden, Ketzerverfolgungen und Waffensegnungen in seiner Zweck-Ehe mit dem Staat hinterlassen hat, sollte Anlass genug sein, endlich eine strikte Trennung von Staat und Kirche zu vollziehen. Die Botschaft des Jesus aus Nazareth ist zu wichtig und zu revolutionär, als dass man sie einem kirchlichen Establishment mit seinen regierungshörigen Vasallen überlässt, die sie um der Staatsräson willen verraten hat.

Diese einmalige Botschaft braucht einen in jeder Hinsicht neuen, freien, geistigen Horizont, damit sie sich wahrhaft entfalten kann.

 

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