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645. Die geistliche Verführung ist gefährlicher als die Verfolgung

Dienstag, 11. Dezember 2018 | Autor:

Idea Spektrum 26. 2016

Liebe Blogbesucher,

als ich den Artikel von Ulrich Parzany im Jahr 2016 im idea – Spektrum gelesen habe, ist mir sofort das Bibelwort 2.Tim. 3, Verse 1 – 9 eingefallen, und es bewahrheitet sich von Tag zu Tag mehr. Seit Beginn der Menschheit ist der Mensch Gott ungehorsam und muss darum die Folgen seines Ungehorsams auf tragische Weise erdulden. Leider muss man feststellen, dass auch viele Christen dem Wort Gottes gegenüber ungehorsam sind, allen voran die sogenannten Namenschristen die das Wort Gottes mit Füssen treten. Lesen Sie selbst die Fakten, die, die Christenheit in Deutschland und Europa zu verantworten haben.

Idea Spektrum 26. 2016

GESELLSCHAFT Nie hatten Christen in den westlichen Demokratien mehr Freiheiten als heute. Doch in diesen postmodernen Gesellschaften lauert auch die Gefahr der Gleichgültigkeit bzw. vor allem der Anpassung. Einer der bekanntesten evangelischen Pfarrer im deutschsprachigen Europa – Ulrich Parzany (Kassel) – über die Verführung der Christen heute in Europa.

 

Die komfortable Lage der Christen in Europa steht in krassem Gegensatz zur Verfolgung der Christen in vielen Teilen der Welt – auch in den Flüchtlingsunterkünften in Deutschland, wie vor kurzem Hilfsorganisationen veröffentlicht haben (idea berichtete). Auf diese Not wies in einem flammenden Aufruf „Vergesst die Christen nicht!“ auch die Journalistin Regina Mönch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (10. Mai, S. 11) hin:

 

„Wie kann es sein, dass sich in unserem Land, wo Hunderttausende ihre ‚Willkommenskultur‘ monatelang feierten und jeden angifteten, der auf offensichtliche Probleme hinwies, ein solcher Skandal ohne nennenswerte Gegenwehr entwickelte?“ Und sie weist auf den beschämenden Tatbestand hin: „Aber es gibt auch Bischöfe, die diese Not immer noch herunterspielen und, wie es neudeutsch heißt, darum keinen Handlungsbedarf sehen, zumal die ‚Beweislage‘ schwierig sei.“

 

Idea Spektrum 26. 2016

 

Wir haben alle Freiheit

Die europäischen Länder garantieren die Freiheit des Glaubens, die ungestörte Religionsausübung, die Versammlungsfreiheit, das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten. Diese Rechte stehen in Europa nicht nur auf dem Papier – wie in den Verfassungen vieler Staaten weltweit –, sie können gelebt werden und sind einklagbar. Davon gehen wir als Bürger der europäischen Länder selbstverständlich aus. Umso größer ist der Skandal, dass christliche Flüchtlinge diese Rechte faktisch nicht genießen können. Seit Jahren sind auch in Deutschland manche ehemalige Muslime, die Christen geworden sind, schutzlos den Todesdrohungen ihrer Familien oder des iranischen Geheimdienstes ausgesetzt und müssen sich verstecken. Nicht nur dieser Widerspruch weist daraufhin, dass wir Christen unsere Freiheit nicht angemessen nutzen. Nicht Verfolgung ist unser Problem, sondern Verführung.

 

Die ersten Christen zahlten oft mit dem Leben

Wir alle haben ein Grundbedürfnis nach Anerkennung und Bestätigung. Der Gefällt-mir-Daumen von Facebook könnte unser Erkennungszeichen sein. Er wird milliardenfach geklickt. Viele sind süchtig danach. Aber auch wer mit Facebook nichts zu tun hat, achtet darauf, was bestimmte Leute über ihn denken und sagen. Besonders bequem fühlt es sich an, wenn die Mehrheit so denkt, redet und handelt wie man selbst. Schwimmen mit dem Strom kostet keine Kraft.

 

Sie lebten gegen die Moral der Mehrheitsgesellschaft

Die Christen in den ersten Jahrhunderten schwammen gegen den Strom der Mehrheitsgesellschaft. Sie folgten Jesus, der in der Bergpredigt gesagt hat: „Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden!“ (Matthäus 7,13 f). Diese Christen lebten, wo nötig, auch gegen die Moral der Mehrheitsgesellschaft und bezeugten fröhlich ihren Glauben an Jesus. Sie zahlten dafür einen Preis – oft mit dem Leben. Dann wurde das Christentum im 4. Jahrhundert Staatsreligion. Die Christen kamen an die Macht. Sie nutzten sie leider auch zur Verfolgung ihrer Gegner. In Europa herrschte auch nach der Reformation der Grundsatz „cuius regio, eius religio“. Wer die Macht hatte, durfte bestimmen, was die Untertanen zu glauben hatten.

 

Religion wurde zur Privatsache …

Das hat sich erst im Zuge der Säkularisierung im 19. Jahrhundert und der Trennung von Kirche und Staat im 20. Jahrhundert geändert. Jetzt galt: Religion ist Privatsache. Der Einzelne durfte bestimmen, was er glauben wollte. Religion wurde nicht mehr vom Staat verordnet. Im deutschsprachigen Europa wurden die Kirchen weiter freundlich behandelt und hatten Einfluss in der Gesellschaft.

 

Das Evangelium muss frei verkündet werden

Die christlichen Erneuerungsbewegungen (Pietismus, Erweckungsbewegungen) begriffen die Chancen dieser Entwicklung. Die Zwangsverordnung des Christentums von oben hatte der Glaubwürdigkeit des Evangeliums von Jesus Christus geschadet. Wer zum Glauben zwingt, produziert Heuchelei. Das Evangelium aber muss frei verkündet werden. Liebe kann nicht zwingen. Menschen werden zu eigenen Entscheidungen eingeladen. Das nennen wir Evangelisation.

Foto Montage Agentur PJI Integration-Z1.

… und dann kam der Islam

In den westlichen Demokratien lebten Christen und Nichtchristen aller Art friedlich miteinander, so lange keiner versuchte, dem anderen seine Weltanschauung mit Gewalt aufzuzwingen. Man dachte, man hätte in Europa eine Art des friedlichen Zusammenlebens gefunden. In den letzten zwei Jahrzehnten aber mischte der radikale Islam die Lage wieder auf. Der Islam versteht sich eben nicht zuerst als Privatsache, sondern als Gemeinschaftssache. Mohammed war nicht nur Prophet einer privaten Religiosität, er war von frühen Zeiten an der politische und militärische Führer der muslimischen Gemeinschaft. Viele Europäer haben das zunächst gar nicht verstanden, weil sie Religion nur als Privatsache kannten. In den letzten Jahren schlug das gesellschaftliche Klima bei uns um. Viele sehen nun die freie, offene, pluralistische, demokratische Gesellschaft durch den totalitären Anspruch der Religionen wieder bedroht. Zunächst schien sich die Kritik gegen den Islam zu richten. Aber viele wie z. B. die „Neuen Atheisten“ oder der Münchener Soziologe Prof. Ulrich Beck (1944–2015) richteten ihre Kritik gegen alle Religionen, vor allem die monotheistischen mit ihrem exklusiven Wahrheitsanspruch. Die Christen versuchten, sich gegen die Kritik zu wehren. Sie verwiesen auf Toleranz und Liebe.

 

„Jetzt habt ihr Kreide gefressen“

Die Kritiker betonten dagegen die Jahrhunderte der Machtausübung der Kirchen durch die Staatsreligion. Motto: „Jetzt habt ihr Kreide gefressen, weil ihr keine Macht mehr habt.“ Das gesellschaftliche Klima der freundlichen Duldung ist in eine manchmal feindselige Stimmung gegenüber Christen, die ihren Glauben offen bekennen und ihn öffentlich vertreten, umgeschlagen. Und da entsteht unser Problem der Verführung.

 

„Wir wollen natürlich nicht missionieren“

Auch wir Christen möchten gern anerkannt sein. Bei Vorstellungen neuer Pfarrerinnen und Pfarrer in Zeitungen wird lobend erwähnt, was sie selber sagen: „Wir wollen natürlich nicht missionieren.“ Denn Mission ist pfui. Bischöfe sehen bei Nachrichten über misshandelte Christen in Flüchtlingsunterkünften keinen Handlungsbedarf. Sie wollen ja nicht als islamophob gelten – siehe oben.

 

Sind Evangelisationen nicht mehr zeitgemäß?

Nicht wenige Gemeinden halten öffentliche Evangelisationsveranstaltungen nicht mehr für zeitgemäß. Sie setzen auf persönliche Kommunikation. Das hört sich gut an. Es ist aber nicht wirklich gut, wenn sich Christen in die privaten Nischen zurückziehen, um nicht anzuecken. Das Evangelium ist eine persönliche Nachricht und eine öffentliche Botschaft. Gott ist nämlich der Schöpfer, Erhalter, Retter, Richter und Vollender des Universums. Kein privater Nischen-Götze. Er ist der Gott für alle. Er will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1. Timotheus 2,4). Die Verkündigung des Evangeliums von Jesus muss in die Öffentlichkeit. Wir haben alle Freiheit dazu. Keiner verbietet es uns, wenn nicht wir selbst.

 

Von Christus sprechen, ohne anderen zu nahe zu treten?

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) lässt aus Anlass des anstehenden Reformationsjubiläums verlauten, dass sie das Alleinstellungsmerkmal des christlichen Glaubens nicht mehr vertreten will. Die Apostel haben vor Gericht in Jerusalem über Jesus gesagt: „Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen gerettet werden“ (Apostelgeschichte 4,10). Die EKD erklärt: „Die Herausforderung besteht darin, von Christus zu sprechen, aber so, dass dabei nicht der Glaube des anderen abgewertet oder für unwahr erklärt wird. So wie für den Christen das Gehören zu Christus der einzige Trost im Leben und im Sterben ist, so ja auch für den Anhänger der anderen Religion sein spezifischer Glaube. Dies darf auf beiden Seiten des Gespräches anerkannt werden“ (Rechtfertigung und Freiheit, S. 58). Die Apostel sahen es anders als die EKD! Wie sieht nun das von der EKD erwähnte Gegenüber aus? Die Mehrheitsgesellschaft tickt nicht christlich. Doch wir möchten so gern anerkannt und bestätigt werden …

 

Konflikte sind für Christen unvermeidlich

Wenn ein Christ ehrlich sein will, aber das Pech hat, bei einem Unternehmer angestellt zu sein, der nicht tüchtig genug ist, um ehrliche Geschäfte zu machen, muss er um seinen Job fürchten. Wenn ein Prediger oder Pastor Geiz oder Habgier in seiner Gemeinde anprangert, muss er mit Spendenausfall rechnen. Wenn er Ehebruch und anderen außerehelichen Sex kritisiert, wird er vielleicht Mitarbeiter verlieren und die Spaltung seiner Gemeinde riskieren. Wenn ein Theologe die Bibel für Gottes Wort und für den allein gültigen Maßstab für Glauben und Leben hält, wird er als Fundamentalist beschimpft. Ob er in der Kirche noch einen Arbeitsplatz findet, falls er nicht schon drin und verbeamtet ist, ist unsicher. Wer sich gegen die Trauung gleichgeschlechtlicher Paare ausspricht, kommt für Leitungsämter – vom Dekan bzw. Superintendenten angefangen – in den Landeskirchen nicht mehr infrage.

 

„Ich bin okay, du bist okay“

Jeder Christ hat die Verpflichtung, von seinem Glauben an Jesus Christus weiterzuerzählen. Dabei besteht die Verführung darin, sich anzupassen. Sollten wir also nicht lieber vermeiden, die Menschen als Sünder zu bezeichnen? Nach dem Motto: „Ich bin okay, du bist okay.“ Oder: „Gott liebt uns alle, wie wir sind.“ Und stillschweigend klingt mit: Und wir dürfen bleiben, wie wir sind – selbstgerechte Ehebrecher, Geizkragen, Betrüger. Der Kunde ist König. Der Prediger ist beliebt. Aber diese „billige Gnade“ ist Betrug.

 

Diakonie ohne Evangelisation

Taten der Liebe, Diakonie und soziale Verantwortung, sind wesentliche Lebensäußerungen der Christen-Gemeinden. Aber die Verführung lauert auch hier. Für soziales Engagement werden die Christen gelobt. Wenn sie aber anderen offen und öffentlich von Jesus erzählen, werden sie oft als Sekten verachtet. Also lassen sie die Evangelisation – wenigstens vorläufig – und hoffen, durch soziale Dienste „gesellschaftlich relevant“ zu werden.

 

 

Wir haben so viele Möglichkeiten

Der einstige württembergische Landesbischof Gerhard Maier schrieb einmal: „Verführung ist für die Gemeinde gefährlicher als Verfolgung. Verfolgung eint die Gemeinde. Verführung spaltet sie. Verfolgung lässt das Echte hervortreten, Verführung das Unechte triumphieren.“ Ja, Verführung ist auch deshalb gefährlicher, weil sie schleichend wirkt. Hilfe kann nur kommen, wenn wir uns der schleichenden Gefahr bewusstwerden. „Ihr habt doch den Mann vom Kreuz im Kreuz“, sagte mir einmal ein Journalist, der die Christen aus fragender Distanz betrachtete. Ich füge hinzu: Und wir haben den auferstandenen und wiederkommenden Herrn Jesus vor uns. Der Rücken ist frei, die Zukunft ist offen. Keine Angst!

Die pluralistische, demokratische Gesellschaft bietet uns Wirkungsmöglichkeiten, wie sie wenige Christen in der Welt haben. Deshalb: Lasst sie uns nutzen – alle und überall!

 

Autor: Ulrich Parzany

Quelle – idea Spektrum

Thema: Deutschland wach auf! | Beitrag kommentieren

644. Weihnachtsmarktreklame – gegen Jesus

Donnerstag, 6. Dezember 2018 | Autor:

Arno Backhaus

 

Liebe Blogbesucher,

Arno Backhaus ist ein Original von ganz besonderem Format. Ich durfte mit Ihm Mitte der 90er Jahre einmal ein Aktionswochenende in Bamberg verbringen und war begeistert von seiner Kreativität. Gemeinden die keine Ideen haben wie man die Menschen der Welt in den Fußgängerzonen der Städte mit der frohen Botschaft erreichen kann, sollten Arno einmal einladen und sich inspirieren lassen.

 

„Glauben sie ja nicht an Jesus!“

 

Mit diesem Schild stehe ich auf dem Weihnachtsmarkt und alle schauen mich verwundert an. Normalerweise macht man ja eher f ü r  etwas Reklame, aber so offen gegen etwas zu sein, dazu noch gegen Jesus, das fällt schon aus dem Rahmen. Antireligiöse Werbung haben die meisten bisher nicht erlebt. Viele Leute sind zwar nicht sonderlich für Jesus, sind aber auch nicht so gegen ihn, dass sie vor ihm warnen würden. Umso mehr reizt es sie, von mir zu erfahren, warum ich denke, dass sie nicht an Jesus glauben sollen. Passanten kommen zu mir, fragen mich, was mich zu dieser Aussage veranlasst. Ich sage ihnen, dass dieser Weihnachts-Jesus nichts mit dem Jesus der Bibel zu tun hat. Weihnachten ist neben dem Friedhof der Bereich wo am meisten gelogen wird:

 

  • Sie reden von Jesus, aber meinen ihre gefüllte Kasse;
  • sie singen von Frieden, aber verkaufen auf dem Weihnachtsmarkt den Kindern Plastikmaschinengewehre aus Taiwan;
  • sie geben unzählige “geistliche” Weihnachts- und Adventskonzerte aber meinen nur ihr Kunstverständnis für klassische Musik, statt geistlicher Inhalte;
  • sie hören begeistert unzähligen schwarzen Gospelgruppen zu, die die frömmsten Texte singen. Wenn die gleichen Texte von Weißen in Deutsch gesungen würden, würden diese als Fanatiker, Spinner, Schwärmer oder Sektierer abgestempelt;
  • sie erzählen vom Fest der Familie, aber flüchten in den sonnigen Süden um nicht mit den Eltern und Schwiegereltern zusammen sein zu müssen;
  • sie beten Jesus an, aber meinen ihre Gefühle;
  • sie sprechen von der Zeit der Besinnung, aber keine Zeit ist hektischer als diese;
  • sie spenden für Hilfsbedürftige aber befriedigen nur ihr schlechtes Gewissen;
  • sie predigen, dass Gott Mensch wurde, unternehmen aber nichts dagegen, dass in keiner Zeit wie dieser so viele unmenschliche gewaltverherrlichende DVD- und Computerspiele verkauft werden.

 

Wird vielleicht deshalb in dieser Zeit so viel Glühwein konsumiert, um das ganze Lügengebäude ertragen zu können? „Glauben sie ja nicht an Jesus!“ An den Jesus, der hier auf dem Weihnachtsmarkt „verkauft“ und vermarktet wird, sollen sie nicht glauben. Der ist nur zuständig für zwei Monate gutes Geschäft, für die Kaufleute und für vier Wochen gutes Gefühl in der Familie. Dieser Jesus wird im November vom Boden oder Keller geholt, wird abgestaubt, und muss herhalten für Business und Emotionen. Dieser Teilzeit-Jesu ist aus Watte, oder Plastik. Der Jesus, der in der Bibel vorgestellt wird, ist aus Fleisch und Blut, an den können sie und sollten sie glauben. Er ist zuständig für das ganze Jahr, und nicht nur für Augenblicke der Freude, sondern auch des Leids, des Ärgers, der Frustration. Der Weihnachts-Jesus vernebelt meine Sicht, lullt ein, der Alltags-Jesus macht mich wach, verschafft mir eine klare Sicht für mich, meine Situation und diese Welt und Gottes Willen.

Autor – Arno Backhaus

Quelle – Homepage

 

Thema: Weihnachtsgeschichten | Beitrag kommentieren

643. Humanismus – Vorreiter des Antichristen

Donnerstag, 6. Dezember 2018 | Autor:

Derek Prince IBL

Liebe Blogbesucher,

ich kenne wenige Bibellehrer die mit einer solchen Tiefgründigkeit die Bibel ausgelegt haben wie Derek Prince. Ich durfte durch viele Vorträge und Videos viel für mein Glaubensleben von Ihm lernen. Darum gebe ich Ihnen hier einen Vortrag über ein nicht unwichtiges Thema des 21.Jahrhunderts nämlich “Humanismus” zur Kenntnis.

Wünsche Ihnen viel Gewinn für ihr eigenes Leben.

Humanismus: Vorreiter des Antichristen

“Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.”

(Eph. 6,12, Rev. Luther-Bibel)

 

Als Nachfolger Jesu Christi befinden wir uns in einem Himmel und Erde umspannenden Konflikt. Die Mächte, denen wir begegnen, sind “Personen ohne Körper” – böse, geistige Kräfte im Bereich des Unsichtbaren, die alle wahre Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit bekämpfen und danach trachten, die Herrschaft Satans weltumspannend zu errichten.

Unsere Verantwortung in diesem Konflikt ist einzigartig, denn Christus hat alleine uns den geistlichen Durchblick und die Waffen, die notwendig sind um den Sieg zu erlangen, anvertraut. Die Regierungen und Armeen dieser Welt, die ausschließlich auf natürlicher Ebene operieren, haben keinerlei Verständnis und Einsicht bezüglich dieses Konflikts, und sie haben auch nicht die Kraft und die Macht, um mit den satanischen Mächten im unsichtbaren Bereich angemessen umzugehen. Ganz im Gegenteil: Ohne es wahrzunehmen, werden sie von diesen Kräften manipuliert und kontrolliert.

Eine wesentliche Voraussetzung, um den Sieg zu erlangen, ist, das Wesen dieser Kräfte in ihrer Vorgehensweise in jeder Situation zu erkennen. In den vergangenen letzten Monaten habe ich tief über die Entwicklung in der Welt – im speziellen in den U.S.A und Israel – nachgedacht, und ich glaube, dass Gott mir das wahre Wesen der bösen, betrügerischen Kraft geoffenbart hat, die der Satan in Bewegung setzt, um in der Endzeit seinen Plan zur Vollendung zu führen. Es ist der HUMANISMUS.

Ich war immer der Meinung, dass der Humanismus eine verhältnismäßig harmlose Form der Lebenseinstellung sei. Als ich aber ein Lexikon zur Hand nahm, um mir einmal die Definition dieses Wortes anzuschauen, war ich überrascht, um nicht zu sagen bestürzt:

“Die Verneinung jeglicher Kraft oder moralischer Werte, die dem Menschen (der Schöpfung) übergeordnet ist; die Zurückweisung und Ablehnung von Religion zugunsten des Glaubens, dass sich die Menschen (die Schöpfung) aus eigenem Antrieb weiterentwickeln wird.”

Ich erkannte daraufhin, dass der Humanismus keine geistlich neutrale Kraft ist. Ganz im Gegenteil, es ist eine vorsätzliche Verneinung und eine Ablehnung der Kraft Gottes und seiner Autorität. Es ist eine anti-christliche Religion. Aus diesem Grund kann diese Anschauung – und sie wird es auch – im Lehrplan der Schulen angeboten werden und schiebt somit einen Riegel vor die christliche Lehre als solche.

So entschloss ich mich, Humanismus durch die Geschichte zurück zu verfolgen, angefangen beim Traum Nebukadnezars von einem Bildnis, dessen Kopf aus Gold war, seine Arme und seine Brust aus Silber, sein Leib und seine Lenden aus Bronze und seine Beine aus Eisen. Daniel legte dies so aus: Der Traum ist eine Vorschau auf heidnische Reiche, die sich wie folgt erheben würden: der Kopf war Babylon, Brust und Arme Media-Persien, der Leib und die Lenden Griechenland und die Beine Rom. (Dan. 2, 31-40)

Ein Hauptfaktor machte einen großen Eindruck auf mich, nämlich, dass die Organe, die zur Fortpflanzung dienen, in dem Teil des Bildnisses zu finden waren, die mit Griechenland zu identifizieren waren, Leib und Lenden. Mit meinem Hintergrundwissen der griechischen Philosophie bekam diese Erkenntnis für mich eine enorme Lebendigkeit. Mir wurde deutlich, dass es Griechenland ist, mehr als all die anderen angeführten Reiche, das sich – durch seine Philosophie – in späteren Kulturen fortpflanzen würde.

Zwei der frühen griechischen Philosophen, von denen wir noch heute Aufzeichnungen besitzen, sind Heraklitus und Protagoras. Drei der von ihnen überlieferten Aussagen lauten: “Alle Dinge sind im Fluss befindlich”, “Du kannst niemals zweimal in den gleichen Fluss eintreten” und “Der Mensch ist das Maß aller Dinge”. Es ist erstaunlich, in wie weit diese drei Aussagen den Grundgedanken des Humanismus zusammenfassen. Sie behaupten, dass alles relativ sei; es gäbe keine moralischen oder gesetzlichen Absolute; und der Mensch sei die höchste Autorität im Universum.

Es ist außerhalb des Blickfeldes dieser Studie zu analysieren, inwieweit diese Denkweise sich formgebend ausgewirkt hat, und zwar zunächst auf Europa – als Konzept der zeitgenössischen “Zivilisation”. Die Griechen verehrten den menschlichen Geist. Ein perfekter Geist, der sich selber betrachtet, über sich selber nachsinnt – das war das Konzept von Gott, das Aristoteles als gültig ansah. Denn er fand, dass nichts Geringeres es wert war, betrachtet zu werden. Aus dieser ganzen Philosophie hat sich der Rationalismus entwickelt.

Zusätzlich zu dieser Philosophie beinhaltete die griechische Kultur als ein weiteres Element die Überbetonung des athletischen Wettbewerbs. Ihre Olympischen Spiele repräsentieren das, was man als Vergötterung der athletischen Tapferkeit bezeichnen könnte. Und diese Einstellung ist im gegenwärtigen Jahrhundert wieder zu neuem Leben erwacht. Die Fernsehsendungen, die heute die weitest gehende Beachtung finden, sind die, welche die großen internationalen Sportwettbewerbe zeigen.

Die Griechen neigten ebenfalls dazu, die eheliche Beziehung zwischen Mann und Frau herabzuwürdigen, und die homosexuelle Beziehung zwischen zwei Männern als “intellektuell befriedigender” anzusehen. In ihrer Bildhauerei wurde die – ihrem Geschmack nach – ideale, männliche Körperform gewöhnlich nackt dargestellt, wogegen die weibliche Form immer mit irgendeiner Form von Kleidung bedeckt war.

Die sogenannten “Götter” der Griechen stellten alle die menschlichen, moralischen Unzulänglichkeiten zur Schau: Begierde, Unzucht, Eifersucht, Rachsucht und hinterlistige Täuschung – so wird also das völlige Fehlen jedweder bindender, moralischer Grundwerte deutlich erkennbar.

Diese Einstellung brachte den Menschen dazu, sich frei zu fühlen, sich selbst als Gott zu sehen, und seine eigenen moralischen Grundwerte festzulegen. Denn selbstverständlich kann man ja von Niemandem erwarten, dass er über dem Stand seiner eigenen Götter lebt.

All diese Auswirkungen dieses griechischen Humanismus wurden im gegenwärtigen Jahrhundert in der westlichen Kultur in zunehmendem Maße deutlich sichtbar. Jedoch im Jahre 1992 hat der Geist des Humanismus gegen die U.S.A und Israel einen gewaltigen Angriff gestartet. Eine Wolke undurchdringlicher geistlicher Dunkelheit senkte sich fast gleichzeitig über beide Nationen.

In ihren nationalen Wahlen in diesem Jahr drang die geistliche Macht in beide Länder ein, einerseits durch die Clinton-Administration in den U.S.A., und andererseits durch die Labor-Koalition in Israel. Die Kraft, die diesen beiden Regierungen ins Amt verhalf, war grober, purer Humanismus. Beide Regierungen stehen für offene und vorsätzliche Ablehnung der gerechten Gebote Gottes, und sie lehnen sich auf gegen den Bund, den Gott mit den Menschen gemacht hat, zunächst mit Mose und später dann durch Jesus Christus. Sie haben demonstriert, dass – wenn bis ins Ultimative durchgeführt – der Humanismus dazu verführt, alles zu glauben außer der Wahrheit, und alles zu tolerieren außer Rechtschaffenheit.

Diese Erhebung des Menschen ist eine Kraft, die letztendlich zur Erhebung des Antichristen führen wird, dessen Namen wird die Zahl eines Menschen sein (Off. 13, 18), der Mensch der Gesetzlosigkeit, der rebelliert, und sich über alles, was sich Gott nennt oder angebetet wird, hinwegsetzt und sich selbst zum Gott proklamiert (2.Thess. 2, 3-4).

Die Hl. Schrift offenbart uns, dass der Antichrist alle jene unter seinen Herrschaftsbereich bringen wird, die sich der Liebe zur Wahrheit entgegen gestellt haben. Aus diesem Grunde wird Gott eine Verblendung über sie kommen lassen, damit sie die Lüge – die Grundlüge – glauben. Das ist die, mit der Satan bereits unsere ersten Eltern betrogen hat: “Du wirst sein wie Gott…” oder “wie Götter”. Diese Erhebung des Menschen, den Platz Gottes einzunehmen, wird in eine “Zeit großer Gerichte” einmünden… eine Zeit weltweiten Leidens, so furchtbar, dass es sogar den Holocaust 1939-1945 übertreffen wird. (Math.24, 21-22).

Bevor aber diese “Zeit großer Gerichte” losbricht, hat Gott noch große Dinge mit Israel und seiner Gemeinde vor. Eine Erntezeit der Gnade wird der Erntezeit des Gerichtes vorausgehen. Gottes Vorbereitung für diese Zeit wird folgendermaßen in Sacharja 9, 13 zum Ausdruck gebracht:

…Ich wecke deine Söhne, Zion, gegen die bewährten Kämpfer Griechenlands …“

Die “Söhne Griechenlands” sind solche, die sich die Lüge des Humanismus zu eigen machen. Die “Söhne Zions” sind solche, die sich auf das unfehlbare Wort Gottes stellen; die sich beides, seine Verheißungen und seinen Bund inniglich zu eigen machen. Sie werden sich vom natürlichen Israel und den Traditionskirchen abwenden, und sich zum Israel Gottes und seinem Leib bekennen. Von ihnen wird man sagen:

” Sie überwinden ihn (Satan) durch des Lammes Blut und durch das Wort, und dadurch, dass sie ihr Leben nicht mehr lieben als Gott”.

Sie werden Menschen sein mit der überragenden Priorität in ihrem Leben, den Willen Gottes zu tun. Das ist ihnen wichtiger, als an ihrem Leben festzuhalten.

Wenn wir nun der Herausforderung gegenüber stehen, müssen wir uns folgende Frage stellen:” Bin ich bereit, fest zu stehen als einer der Söhne Gottes?”

Der Anzahl nach sind wir gewaltig in der Unterzahl gegenüber den Mächten des Humanismus. Dennoch können wir Mut fassen, wenn wir Asa, den König aus Juda, als Beispiel betrachten. Als er sich den Eindringlingen einer überragenden Armee gegenüber sah, verwandelte er die sichere Niederlage durch sein verzweifeltes, eindringliches Gebet in einen totalen Sieg. Für uns heute zeigt dieses Gebet ein wunderbares Modell auf, mit dem wir der selbsterhebenden Macht des Humanismus entgegen treten können.

“Herr, es ist nicht schwer, dem Schwachen gegen den Starken zu helfen. Hilf uns, Herr, unser Gott; denn wir verlassen uns auf dich, und in deinem Namen sind wir gekommen gegen diese Menge, HERR, du bist unser Gott, gegen dich vermag kein Mensch etwas.” (2. Chr. 14, 10, Rev. Luther-Bibel).

Lasst uns vereint im Gebet stehen!

 

„HERR, außer dir ist keiner, der helfen könnte

im Kampf zwischen einem Mächtigen und einem

Kraftlosen. Hilf uns, HERR, unser Gott! Denn wir

stützen uns auf dich, und in deinem Namen sind

wir gegen diese Menge gezogen. Du bist der

HERR, unser Gott! Kein Mensch kann etwas

gegen dich ausrichten.

(2Chr 14,10)

 

Verbunden mit euch im Dienst für unseren Herrn und Meister

Quelle: IBL Deutschland

Autor: Derek Prince

 

 

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642. Endzeit – Antichrist – Trübsal – Entrückung

Mittwoch, 28. November 2018 | Autor:

Gemälde von Michael Willfort

Lieber Blogbesucher,

nachdem ich vor Jahren schon einmal einen Artikel zu diesem Themenkomplex veröffentlicht habe, will ich Ihnen heute eine andere Sicht zur Kenntnis geben. Ich habe diesen Artikel aus einen Vortrag von Hartwig Henkel stichpunktartig mitgeschrieben, so dass hier kein Anspruch auf Vollständigkeit besteht. Zum Nachdenken ist es aber allemal geeignet. Viel Freude, Weisheit, Erkenntnis und Offenbarung beim lesen.

Gemälde von Michael Willfort

Es wird behauptet es gibt zwei Wiederkommen Jesu.

Einmal für die Gemeinde und dann kommt Jesus mit der Gemeinde, also dreimal mit Bethlehem. Das findet man nicht in der Bibel.

 

Es gibt 150 Kapitel in der Bibel die von der Endzeit berichten. Es ist also kein unwichtiges Thema. Die Offenbarung ist das einzige Buch wo Segen verheißen wird, wenn man es liest. Kein anderes Buch in der Bibel zeigt das auch.

Die Trübsal wird die schlimmste Zeit sein die die Menschheit je erlebt hat. Matthäus 24, 21

Die Gemeinde ist bis zum Ende hier auf der Erde.

Seit 1830 glauben viele Christen, dass die Gemeinde vor der Trübsal entrückt wird.

Die Bibel sagt, Matthäus 24, 29…nach der Bedrängnis…kommt Jesus zurück und sammelt die Gläubigen, d.h., erst bei der Wiederkunft Jesu wird die Entrückung stattfinden.

Die Sammlung der Gläubigen geschieht bei seiner Wiederkunft beim Schall der letzten Posaune.

2.Thess. 2, 1..ff…dieser Tag…Ankunft und dann Vereinigung.

Zwei Dinge die vor der Wiederkunft passieren:

 

Abfall und Antichrist

Erst Abfall( 1.Thess. 4, 1), dann Entrückung. Das ist die Verwandlung der Gläubigen. Wir kommen zu Jesus.

Wir werden entrückt ihn entgegen, und dann kommen wir zusammen mit ihm auf dieser Erde. Er bleibt und wir bleiben. Die Idee von Entrückung ist nicht ein göttlicher Fluchtplan. Wir werden entrückt, weil die Zeit gekommen ist das Jesus wieder kommt. Die Theorie von, es gibt keine Entrückung weil die Gemeinde immer stärker wird und somit Jesus repräsentiert, ist nicht biblisch.

  1. Kor. 15,…bei Wiederkunft werden wir verwandelt und dann entrückt, sonst können wir nicht „fliegen“.

Wir bekommen dieselbe Art von Leib wie Jesus. Nicht mehr den Naturgesetzen unterworfen.

Joh. 6,39…am letzten Tag weckt er die Gläubigen auf die in 2000 Jahren gestorben sind. V.40,…auf erwecken am letzten Tag V.44,…auferwecken am letzten Tag. Es kann somit keine Entrückung 7 Jahre vorher geben.

Es kann vorher keine Entrückung vor der Trübsal geben, denn sonst müssten die Gläubigen vorher auferweckt werden, das geschieht aber am letzten Tag.

Joh. 11,…Martha…Auferweckung am letzten Tag

Off. 20,…und ich sah…. (hier wird Rückschau gehalten, Offenbarung ist nicht in zeitlicher Abfolge geschrieben)

Es gibt 7 Posaunen, die 7 Posaune Off. Kap. 11, 15… der 7te Engel…hier beginnt die Herrschaft Christi

Der letzte Tag ist der Beginn der Herrschaft(hat er an Ostern bekommen) Christi auf Erden. Die Gemeinde ist auf Erden bis zum Ende. Seine Herrschaft tritt er bei seinem Wiederkommen an.

 

Warum muss die Gemeinde durch die Trübsal?

Es braucht die Hure und den Antichrist um die Braut zu vollenden. Gott missbraucht den Teufel für seine Ziele. Der Druck der Trübsal kann nur ausgehalten werden ohne Kompromisse. Gott benutzt Ungerechtigkeiten um etwas Herrliches hervor zu bringen(Josef). Es geht Gott nicht darum, dass bei uns alles gut ist. Er will unser Herz.

Ist Wachstum immer von Gott? Was ist dann bei Wachstum der Zeugen Jehovas und anderen. Wahres Leben kommt aus Tod – wenn Weizenkorn in die Erde fällt und stirbt.

Wir sind berufen zur Heiligung, zum dienen, Reinheit, Christus zu verherrlichen, Gott zu erfreuen.

Vollendung des Glaubens = Matthäus 22, 37/ Römer 8, 38  Endzeitgemeinde

Alle die Gott selig werden wollen, müssen Verfolgung leiden. Das muss man üben.

 

Teil 2 Gemeinde in der großen Trübsal

Gott benutzt Druck, dass die Gemeinde zubereitet wird.

Gemeinde ist dazu berufen zu überwinden. Sünde muss gemeinsam in der Gemeinde überwunden werden. Es geht nicht dass einer in Sünde lebt. Der Stolze bekommt keine Gnade, nur der Demütige.

  1. Tim. 3, …wir haben ein falsches Verständnis von Liebe. Wenn Gott sagt, wende dich ab, dann meint er auch wende dich ab. Das ist in diesen Fall die Liebe Gottes, das ist die Wahrheit.

Paulus sagt wende dich ab. Viele von uns sagen aber, wer wird diesen Leuten denn helfen. Das heißt, wir maßen uns an unsere Liebe größer darzustellen als Gottes Liebe.

 

Wie behüten wir unser Herz?

 

Lukas 21, 34…hütet euch…wacht und betet.

2017 war laut Münchner Rückversicherung das teuerste Jahr der Geschichte aufgrund von Naturkatastrophen.

Überwinde die Anklage des Teufels, Verdammnis ist ein Geist, überwinde durch das Wort.

Wenn wir dagegen aufstehen, werden wir siegen und stark werden.

Je klarer eine Gemeinde lebt, desto größer wird die Anklage des Feindes.

Bete machtvolle Gebete und Gott wird helfen. Der Teufel klagt die Heiligen an.

Apg. 10, 42…die Botschaft an die Welt ist nicht. Gott liebt dich! Die Bibel sagt: Gott ist der Richter. Wenn wir dies sagen, dann begreifen Menschen, dass sie Gnade brauchen. Unsere Verkündigung ist falsch. Wir haben eine Welt die in Aufruhr ist gegen Gott. Unser Auftrag ist dies den Menschen zu sagen. Das Wort kann die Menschen zur Umkehr bringen. In der Kirchengeschichte sehen wir dass klare Verkündigung zur Bekehrung und Aufbrüchen geführt hat. Die Botschaft: Komm zu Jesus und alles wird gut, war den Predigern vor 150 Jahren unbekannt.

Jes. 61….zweite Teil – Tag der Rache fehlt bei Lukas 4. Jesus hat bei Lukas etwas weggelassen und zwar: Den Tag der Rache unseres Gottes. Wenn dies die Gläubigen der Welt sagen z.B. zu jenen die abgetrieben haben, die betrogen haben usw., dann werden die Medien und die Welt in Aufruhr sein.

Off. 6, 15…Könige der Erde…fallt auf uns…vor den Zorn des Lammes…wenn die Gerichte kommen, werden die Heiden wissen das es sich um die Rache Gottes handeln wird.

 

Zentrale Aufgabe der Gemeinde in der Endzeit

Jes. 56, 6….die Söhne. Verse vorher: Sie erwählen woran er Gefallen hat.

Haus Gottes = Bethaus für alle Völker. Haus Gottes = die Gemeinde. Wir müssen beten, dass der Welt die Augen geöffnet werden. Der Name Gottes soll ausgerufen werden. Wir sollen ein Segen für andere sein, darum sind wir gesegnet. Wir kommen nicht zusammen für uns. Wir sollen die Mächte der Finsternis zum schweigen bringen. Gott dieser Welt hat die Menschen verblendet. Da hilft auch kein Traktat im Briefkasten.

Paulus sagt: 2.Kor. 4,4…sie verblenden den Ungläubigen den Sinn, Sie können sich nicht bekehren. Die Menschen werden mit allem möglichen Mist von den Medien zu gemüllt. Der Sinn dieser Vermüllung ist, dass die Menschen nicht nachdenken. Apg.,26, 17…so hat Paulus seinen Dienst verstanden. Erst Fürbitte, dann Evangelisation. Ps. 8, 1-2!!! Menschen die Texte und fremde Sprachen übersetzten werden vom Teufel attackiert, weil Sie zur Wiederkunft Jesu einen Beitrag leisten. Das hasst der Teufel. Für solche Menschen sollen wir beten. Warum kommt Jesus wieder? Um die Herrschaft des Teufels zu beenden. Er will Gerechtigkeit aufrichten.

Apg. 15, 15    Hütte Davids = eine veränderte Form von Versammlung, Lobpreis, Fürbitte, Bekenntnis von Sünde, Proklamation usw.

Armenspeisung bringt Jesus nicht näher, das kann die Welt besser. Wir sollen beten für das Ende der Finsternis und das Kommen Jesu.

 

Die Gemeinde in der großen Trübsal

Jes. 61…der Geist des Herrn ist auf mir…….

Lukas 4…Jesus hat den Endteil von Matthäus 4 der Aussage weggelassen. Es endet damit…auszurufen das Gnadenjahr des Herrn. Jesaja geht weiter. Jesus hat dies bewusst weggelassen, weil es nicht die Zeit war diesen zweiten Teil der Gemeinde der Endzeit zu verkündigen. Den Tag der Rache..Off. 6,…zeigt eine siegreiche Gemeinde V.15…ff

Die Gemeinde geht durch die Trübsal. Es gibt biblisch keine andere Aussage.

Trübsal soll die Gemeinde stark machen.

Gemeinde soll überwinden

Siehe die 7 Sendschreiben, falsche Lehre, falsche Methode der Welt….

Sünde überwinden, die Gemeinde übernimmt Verantwortung für jeden Einzelnen. Gott sieht Gemeinde als eine Einheit. Wenn Sünde da ist bei Einzelnen – siehe Achat – dann müssen alle darunter leiden.

Sünde geht die ganze Gemeinde an.

In Gottes Augen muss Gemeinde rein sein. Herzen werden offenbar, es kommt Reinigung. Gemeinde in Ephesus wurde  gelobt, weil sie das Böse nicht geduldet hat. Der Stolze bekommt keine Gnade, nur der Demütige.

Wir müssen aufhören mit den falschen Bild von Liebe, siehe 2.Tim. 3, 1-5…Paulus sagt: Wende dich ab…

Apg. 15, 15…Hütte Davids ist eine veränderte Form von Versammlung: Anbetung, Lobpreis, Fürbitte, Bekenntnis, Führung durch den Hl. Geist.

Warum kommt Jesus wieder? Um die Herrschaft des Teufels zu beenden. Es geht nicht um uns. Es geht um Gerechtigkeit.

 

M.Treml  28.11.18

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641. Die Macht der Vergebung

Mittwoch, 28. November 2018 | Autor:

Gemälde von Hannes Stets

Die Macht der Vergebung

Es ist eine Sache über Vergebung zu reden und eine andere Sache, Vergebung zu leben.

Das Wort kommt vom Verb  „geben, weggeben“.  „Vergeben“ geht von der Vorstellung aus, dass man jemandem etwas schenkt, das man von ihm zu beanspruchen hat.

Im „Vaterunser“ lehrt Jesus: „Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben“. Was hat das tägliche Brot mit dem Vergeben von Schuld gemeinsam? Das kleine Wort “und“ besagt, dass wir Menschen die tägliche Vergebung so  nötig haben wie das tägliche Brot.

Das Leben in Vergebung hat drei Beziehungsebenen: Gott zum Menschen, Mensch zu Mensch und der Mensch zu sich selbst. Gott hat uns Menschen durch Jesu stellvertretenden Tod  alle Schuld vergeben (Ps 103.3). Paulus schreibt: „Vergebt einander, so wie auch Gott in Christus euch vergeben hat“ (Eph 4.32).  Es ist Gottes Geschenk an alle Menschen. Aber ein Geschenk gehört mir erst dann, wenn ich es angenommen habe. Dann habe ich Vergebung von Gott, die mir der Heilige Geist bestätigt, eine neue Beziehung zum himmlischen Vater. Aufgrund dieser Kraft bin ich fähig, anderen Menschen Vergebung zu gewähren und um Vergebung zu bitten. Dann bin ich auch fähig, mir selbst zu vergeben, wo mir mein Gewissen ständig meine Schuld vorhalten will. Es gibt  Sünden oder Fehlentscheidungen im zurückliegenden Leben, die man sich selbst nicht vergeben kann oder will. Darüber muss man sprechen. Ein seelsorgerliches Gespräch kann ich in diesem Fall nur dringend empfehlen.

Der ehemalige Nürnberger Krebsmediziner Prof. Dr. Renner sagte: „Vergeben Sie allen, alles und allezeit – das ist Ihr Beitrag zu Ihrer eigenen Gesundheit, das ist heilende Selbstliebe.“ In diesen psychosomatischen Zusammenhängen erkennen wir die „Macht der Vergebung“. Vergebung ist Teil einer ganzheitlichen Medizin. Gestörte Beziehungen zu Gott, zum Mitmenschen oder zu sich selbst können den Körper krank machen.

Das erinnert mich an Frau Vundla, die ich 1982 in Sowjeto, Südafrika kennen lernte. Sie war die Frau  vom ANC-Chef, hasste wegen der Apartheid wie alle Schwarzen die Weißen. Als sie sich mit ihrem Mann zu Jesus bekehrt hatten, wurden beide frei vom Hass. Einige Jahre später erzählte sie mir: „Meine Tochter lag eines Morgens tot im Bett.“ Der Schwiegersohn hatte sie ermordet. Für sie ein schwerer Schlag. Die Warumfrage wuchs zur Anklage gegen Gott. In ihrer tiefen Trauer hörte sie auf zu beten und die Bibel zu lesen. Sie wurde körperlich krank, ging zum Arzt, der ihr dringend riet, wieder anzufangen zu beten und die Bibel zu lesen. Gehört, getan. Sie bat Gott um Vergebung, kam wieder zu Kräften und lebte erneut in der Freiheit der Kinder Gottes.

Petrus fragte Jesus: „Herr wie oft muss ich meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Reicht siebenmal? Jesus: Nein, siebzigmal siebenmal!“ (Mt 18.21). Rechnerisch heißt das pro Tag: bei 16 Stunden jede zweite Minute vergeben. Sollte ein Bruder, eine Schwester mich jede zweite Minute verletzen, bin ich aufgefordert, zu vergeben. Nicht aus eigener Kraft, sondern aus der Kraft Christi, weil ich die alten Kleider ausgezogen und die neuen Kleider angezogen habe. Oder wie es Römer 6 sagt: weil mein alter Mensch mit Christus gekreuzigt, gestorben und begraben wurde durch die Taufe, kann ich in einem neuen Leben wandeln.“ Durch Non-stop-vergeben bewahre ich mir einen freien Geist. Das Gegenteil von einem schwermütigen Geist. Ich muss auch nicht ständig irgend etwas „nachtragen“. Viele Christen schleppen alte Verletzungen mit, die sie längst abgeworfen haben sollten.

Vergebung ist kein Karussell, wo immer wieder dieselben alten Dinge angesprochen werden. Sondern das Ziel der Vergebung ist die Befreiung zu einem neuen Sein. „In Christus sind wir eine neue Schöpfung,  das alte ist vergangen, es ist alles neu geworden“ (2.Kor. 5.17). Das gilt es zu leben! Die Macht der Vergebung hat etwas mit einem neuen Geist zu tun. Der Kern unserer Persönlichkeit ist der Geist, dem sich die Seele unterordnen sollte. Der unerlöste Geist dient dem Geist Satans, der Welt und des Fleisches. Der erlöste, befreite Geist dient Gott, dem Vater, Sohn und Heiligen Geist. „So seid erneuert im Geist eurer Gesinnung“ (Eph. 4.23). Hier geht es um das Neudenken durch die Vergebungskraft Christi!

Rebecca Kiessling erzählte vor wenigen Tagen aus ihrem Leben: Rebecca ist das Kind einer Vergewaltigung. Die Mutter versuchte sie dreimal abzutreiben. Die Versuche schlugen fehl. Rebecca suchte später nach ihrer Mutter. Mutter und Tochter werden unendlich glücklich, als sie sich endlich kennenlernen. Rebecca konnte der Mutter vergeben, weil ihr Geist durch Jesus erneuert war. Die Mutter allerdings brauchte sechs Jahre, bis sie ihre Tochter ganz annehmen konnte. Der Heilungsprozess ihres inwendigen Menschen brauchte Zeit. Aber die Macht der Vergebung war stärker als alle Zerstörungsmacht Satans.

Als ich bei der Schalom-Konferenz 2007 in Oswiecim/Auschwitz als Deutscher öffentlich die Polen um Vergebung bat für das, was meine Vätergeneration im Krieg – bei dem auch mein  Vater dabei war – dem polnischen Volk angetan hatten, kam ein Jahr später die junge Frau Teresa zu mir und erzählte: „Ich habe die Deutschen gehasst, denn die Nazis erschossen 1939 meinen Großvater und andere Menschen vor den Augen der Kinder. Aber als ich deine Bitte um Vergebung hörte, begann ich umzudenken. Ich begann meine Tanten auszufragen und sammelte Fotos in der Verwandtschaft von damals.“  So zeigte sie mir diese Bilder und sagte freudig: „Jetzt liebe ich die Deutschen.“  Wir umarmten uns.  Hier fand Versöhnung statt, Versöhnung in der 2. und 3. Generation.

 

Vergebung ist einseitig, aber Versöhnung ist wechselseitig. Versöhnung wird nur dann gelingen wenn auch der Andere dazu bereit ist. Niemals aber sollte ein Jünger Jesu versäumen, den „ersten Schritt“ zu tun.

 

Jesus warnte: „Wenn ihr den Menschen ihre Fehler nicht vergebt, wird euch der himmlische Vater auch nicht vergeben“ (Mt. 6.15). Vergebung und Liebe sind Schwestern. Liebe zum Nächsten wächst durch Vergeben. Wer in der Vergebung lebt, lebt im Kraftfeld der Liebe Gottes. Vergebung ist der Wille Gottes und damit gelebter Glaube.

 

Okt. 2013, Hansjürgen Kitzinger, www.ak-sdsb.de

 

by_Reinhard Sandbothe_pixelio.de

 

Durch Vergebung zur eigenen Gesundheit beitragen

 

Das Thema des bekannten ehemaligen Krebsmediziners in Nürnberg Prof. Dr. Helmut Renner war “Vergebung und Versöhnung – was trägt der Mensch zu seiner Gesundheit bei?” Für viele Hörer wurde sein Vortrag zu einem Schlüsselerlebnis für ihr Leben. Sie nahmen die These persönlich auf:

 

“Vergeben sie allen, alles und allezeit – das ist heilende Selbstliebe.”

 

Prof. Renner sprach von Vergebung als Teil einer ganzheitlichen Medizin. Die seelischen und geistigen Aspekte des Menschen sind für seine körperliche Heilung wichtig. Gestörte Beziehungen zum Mitmenschen oder zu sich selbst können den Körper krank machen. 85% aller Krankheiten haben ihre Ursachen im seelischen Bereich. Deshalb ist die körperliche Krankheit oft nur die Spitze des Eisbergs der seelischen Verletzungen, die mir von anderen zugefügt wurden oder umgekehrt.

Vergeben ist für jeden Kranken ein “Muss”, wenn er gesund werden will. Vergeben ist Egoismus pur. Durch Nichtvergeben schadet sich der Mensch selbst. Wer nach-trägt ist der Leid-tragende. Das Schlüsselwort der Vergebung heißt “Ich vergebe dir”, und zwar ohne Bedingungen, ohne Wenn und Aber. Natürlich ist es nicht immer leicht, denn der zugefügte Schmerz kann sehr groß sein.

Viele Verletzungen im Leben liegen lange zurück und “schlummern” im Unbewussten. Sie sind vergessen aber nicht vergeben. Die Ablehnung eines Kindes während der Schwangerschaft kann sich bis ins spätere Leben desselben auswirken, wenn z.B. eine Mutter ihr Kind abtreiben wollte. Es stellen sich manchmal in späteren Jahren bei diesem Menschen Bitterkeit, Angst, Ablehnung, Misstrauen, auch Depression oder Sarkasmus ein, ohne die Ursache zu kennen.

Im Buch “Lysander – Grenzerfahrung einer Mutter” erzählt Marianne Neeb von ihrem tiefen Schmerz nach der Tötung ihres Kindes Lysander in ihrem Leib. Sie bat Lysander und Gott um Vergebung und schreibt “ich weiß, dass er mir vergeben  hat” (ISBN 3-8334-5230-7). Auch Verstorbenen muss, wenn nötig, vergeben werden. Ein seelsorgerliches Gespräch ist hierbei in jedem Fall zu empfehlen.

Die Steigerung von Vergebung ist Versöhnung. Vergebung ist einseitig, Versöhnung ist wechselseitig. Das Schlüsselwort für Versöhnung ist “Bitte vergib mir”. Vergebung ist immer möglich, Versöhnung wird nicht immer gelingen, wenn der andere nicht oder noch nicht bereit ist.

Versöhnung mit Gott allerdings ist immer möglich, weil Er jeden bedingungslos liebt. Liebe ist die Voraussetzung der Vergebung, Vergebung und Liebe hängen zusammen. Nur wer in der Vergebung lebt, lebt in der Liebe Gottes. Vergebung ist der Wille Gottes und ist gelebtes Christsein. Deshalb sollte jeder Mensch schon hier dem Mittler Jesus Christus danke sagen. Dann fällt es auch leichter, meinem Mitmenschen, vielleicht auch nur für eine Teilschuld, zu sagen „Bitte vergib mir“.

 

Bericht von einem Vortrag von Prof. Dr. H. Renner.   –    Von C&H. Kitzinger, www.ak-sdsb.de

 

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640. Heilungs – und Prophetenschule am Toten Meer 2018

Sonntag, 25. November 2018 | Autor:

Israelreise 2018

Liebe Blogbesucher,

ich möchte Ihnen hier einen kurzen Bericht zu einer Reise nach Israel am Toten Meer geben. Über das Gemeinde Magazin der Evangelischen Freikirche Taube Heidelberg haben wir von dieser Reise im April 2018 erfahren. Im Vorfeld wurde allen Interessierten an dieser Reise von der Gemeindeleitung der Taube im August 2018 einen Israelabend angeboten, bei dem über Einzelheiten und die Hintergründe dieser Reise berichtet wurde.

 

Es hatten sich über 160 Personen angemeldet die sich über diese Reise informieren wollten. Nach einem lockeren Empfang mit einem Glas Sangria wurde der Festsaal geöffnet, der von liebevollen Händen wunderschön vorbereitet war. Umrahmt von israelischen Lobpreisliedern wurde ein dreigängiges Menü mit israelischen Speisen serviert.

 

 

Pierrot Fey der Gemeindepastor der Taube erzählte eindrücklich wie ihm Gott vor Jahren eine Vision für eine Heilungszentrum in Israel gegeben hat. Am tiefsten Punkt der Erde nämlich am Toten Meer soll ein Heilungszentrum entstehen, wohin Menschen aus aller Welt kommen können, um geheilt zu werden. Auch die Juden werden von dort zurück gehen und erzählen, dass der Messias sie geheilt hat.

Am Ende des Gottesdienstes wurden noch Bilder von der Israel Reise 2017 gezeigt. Eindrückliche Erlebnisse wie die Taufe im Jordan oder die Gebetszeit auf den Golanhöhen und viele andere Erlebnisse wurden noch einmal lebendig gemacht.

Voller Erwartung und Neugier, was wohl auf uns Teilnehmer warten würde flogen wir nach Israel. Ein Bokek ist eine Oase in der Wüste am südlichen Teil des Toten Meeres in der Nähe vom biblischen Sodom und Gomorra. Dort unten am tiefsten Punkt der Erde kann man das Herz Gottes sehr stark spüren.

Am 02.11.18 starteten wir um 5:30 Uhr mit dem Bus von Heidelberg nach Frankfurt. In Frankfurt angekommen mussten sich alle Teilnehmer einer intensiven Kontrolle durch das Bodenpersonal der El Al Angestellten unterziehen. Mit einer Stunde Verspätung starteten wir dann um 10:50 Uhr Richtung Tel Aviv, dass wir um 15:45 Uhr Ortszeit erreichten.

 

 

 

 

Nach einer anstrengenden fünfzehnstündigen Anreise – Transfer Flughafen, Flug nach Tel Aviv, Bustransfer zum Toten Meer – kamen wir am 02.11.18 um 19 Uhr erschöpft im schönen Fünfsterne Hotel David an. Nach einem kurzen Imbiss, ging es um 20:30 Uhr zur ersten Zusammenkunft bei der uns Pierrot an drei Stichpunkten aufzeigte um was es in der Zeit bis 11.11.18 gehen sollte.

 

Entspannen – aufsaugen – selbst lieben!

 

An drei Tagen diente uns auch Gaby Wentland mit mehreren leidenschaftlichen, Herz ergreifenden und liebevollen Botschaften.

Der Jerusalem Besuch am 06.11.18 wurden von einem Großteil der Teilnehmer gebucht. Fast pünktlich um 9 Uhr starteten wir mit dem Bus Richtung Jerusalem. Zuerst besuchten wir den Ölberg den Jesus oft mit seinen Jüngern aufgesucht hat. Vom Ölberg aus spazierten wir zum Garten Gethsemane,  anschließend zum Damaskustor, dass dann am Ende des Tages unser Treffpunkt für die Rückreise war. Jeder hatte nun viel Zeit die Altstadt von Jerusalem auf eigene Faust zu erkunden. Auffällig war, dass sehr, sehr viele Touristen unterwegs waren. Für einen Mitteleuropäer ist natürlich immer wieder interessant durch diese engen Gassen mit den arabischen Flair und den unterschiedlichen Geräuschen und Gerüchen der Händler zu gehen. Man fühlt sich um viele hundert Jahre zurück versetzt. Nicht fehlen durfte natürlich der Besuch der Klagemauer und der Besuch des Gartengrabes indem Jesus nach seiner Kreuzigung gelegt worden war. Um ca. 18 Uhr sind wir alle wohlbehalten wieder im schönen Hotel David angekommen.

Jerusalem vom Ölberg aus gesehen

 

Für alle die noch mehr von diesem interessanten Land sehen wollten, wurden fast täglich Ausflüge angeboten, wobei jeder die Freiheit hatte mitzumachen oder die Zeit am Toten Meer zu genießen.

 

Der Höhepunkt dieser 10 Tage am Toten Meer waren für meine Frau und mich die Botschaften. Pierrot Fey verstand es fast immer uns das Vaterherz Gottes ganz nahe vor Augen zu malen, und uns auch sehr viel aus seinen Erfahrungen mit Gott mitzuteilen. Die Predigten waren so tiefgehend, anregend und hungrig machend, nach mehr von Gott, so dass die allermeisten noch gerne einige Tage diese gute geistliche Atmosphäre genossen hätten. Die warmen Temperaturen von 25 bis 30 Grad Celsius taten ein Übriges dass man diese Tage froh und dankbar genießen konnte.

 

Für alle die jetzt ebenfalls Lust auf eine solche Reise bekommen haben, sei gesagt, es gibt aller Voraussicht nach in 2019 wieder eine solche Reise. Wir können diese Reise jeden Interessierten nur wärmsten empfehlen.

 

M. + E. Treml

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639. Nachruf für Ludwig Schneider 1941 bis 2018

Mittwoch, 21. November 2018 | Autor:

Ludwig Schneider 1941 – 2018

 Vater, Journalist und Gottes Diener

NAI Dezember 2018

Liebe Blogbesucher,

die Nachricht vom körperlichen Tod von Ludwig Schneider hat mich in Israel am Toten Meer erreicht. Im ersten Moment war ich traurig und betroffen darüber, aber nach einigen Nachdenken dann auch dankbar, dass der Herr in von seinem jahrelangen körperlichen Leiden zu sich geholt hat. Ludwig Schneider habe ich seit mehr als 30 Jahren gekannt und geliebt, weil er wie ich auch die Dinge immer direkt beim Namen genannt hat, und man bei Ihm wusste wie man dran ist. Ehrlichkeit, Offenheit und Einfühlungsvermögen in jeder Situation so würde ich ihn beschreiben wenn ich gefragt würde. Er hat Spuren hinterlassen und darf sich jetzt alles von oben herab ansehen, wie es mit seinem angefangenen Werk weiter geht.

NAI Dezember 2018 Beerdigung L.Schneider

Bericht aus der NAI Dezember 2018

Viele Menschen kennen unseren Vater Ludwig Schneider aus ganz unterschiedlichen Zeiten. Er war immer viel unterwegs und bewegte durch seine Vorträge viele Menschen dazu, in Bezug auf Israel umzudenken. Israels Hauptrolle endet nicht in der Bibel, sondern ist bis in unsere heutige Zeit relevant. Dies erklärte er unterwegs auf Reisen in Gemeinden und Kirchen, via blauen “Nachrichten aus Israel” Presseblättern, den “Stimme aus Jerusalem” Telefonnachrichten, dem Israel Heute Magazin, im Internet, via Bibel-TV und Vorträgen in der Jerusalemer Redaktion. Seine Liebe für Israel und Gottes Wort bewegte sein Herz.

Ludwig kam 1941 in Magdeburg zur Welt. Seine Eltern mussten mit ihm und seinem Bruder vor den Nationalsozialisten fliehen. Nur einen siebenarmigen Leuchter und eine Hawdala-Besamimbüchse konnten die Eltern auf der Flucht mit sich nehmen. Der Leuchter steht noch heute auf Ludwigs Schreibtisch in Jerusalem. Ein Pfarrer rettete die junge Familie und versteckte sie im Hinterhof einer Kirche.

Sein Judentum haben die Eltern ihm als Kind verschwiegen. Es war ein gläubiger Jude, der ihn später zum Glauben an den Messias führte. 1965, nach der Hochzeit mit unserer Mutter Barbara, wanderten beide erstmals nach Israel aus und ließen sich im Kibbuz Einat nieder. „Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat“, lautete das Bibelwort, mit dem sie damals ins Land kamen. Im Kibbuz wurde Aviel geboren, dort arbeitete

Ludwig mehr als ein Jahr auf dem Weinberg. Danach gingen sie für 12 Jahre zurück nach Deutschland. In diese Zeit fällt die bekannte Israel-Hilfe und das Jesus-Haus. Als 1973 der Jom-Kippur-Krieg ausbrach, reiste Ludwig als Journalist an die Kriegsfront im Sinai, um von dort zu berichten. Fünf Jahre später kehrte er mit seiner siebenköpfigen Familie nach Israel zurück.

Seitdem sind 40 Jahre vergangen. Jahre, in denen er ein großes Erbe im Ludwig Schneider 1941 – 2018 Land hinterlassen hat. Unsere Eltern brachten zuallererst fünf Kinder auf die Welt, dazu kamen 23 Enkelkinder und mittlerweile auch das erste Großenkelkind.

Doch nicht nur die Familie wuchs, auch die Arbeit, der er sich mit Hingabe widmete. Als Journalist wollte er die Wahrheit über Israel verbreiten. Als externe Redaktionen seine Meldungen nicht veröffentlichen wollten, weil sie biblisch fundiert waren, nahm er die Sache selbst in die Hand und druckte blaue Presseblätter, die er an Privatadressen schickte. So entwickelte sich über Jahre hinweg das Werk „Nachrichten für Israel“, das später in „Israel Heute“ umbenannt wurde.

Ludwig Schneider war ein Visionär, ein Mann der Rhetorik, der Tat und des Glaubens. Und ob wir es nun zugeben wollen oder nicht – jedes einzelne von uns Kindern hat er auf verschiedene Art und Weise im Leben beeinflusst. Das haben wir während der Schiwa-Trauerwoche in der Wohnung unserer Mutter durch viele Erinnerungen und Gespräche erneut festgestellt. Ja, er war ein strenger Vater, aber immer mit einem offenen Ohr für alle und alles. Er liebte Gespräche und konnte zuhören. Nur in den letzten zwei Jahren war er still. Er lag im Bett und musste uns zuhören. Er starb, wie er es sich immer gewünscht hatte: Zuhause in seiner Jerusalemer Wohnung umgeben von all seinen Büchern. Trost spendet uns der Wochenabschnitt Chaije Sarah aus genau dieser Woche (1.Mose 23,1 bis 25,18). Dort geht es um den Heimgang Sarahs und Abrahams.

 

Im Jahr 2005 veröffentlichte unser Vater sein Buch 77 Lebenspuzzle, als ob er vorausgesehen hatte, dass er im 77 Lebensjahr heimgehen wird. Auf den ehemaligen Feldern der Weinberge liegt er nun im Kibbuz Einat begraben.

„Möge seine Erinnerung gesegnet sein!“

Von Aviel Schneider

 

Schalom Papa,

du weißt selbst, dass jeder Vater Fußstapfen hinterlässt. Schon sehr früh habe ich erkannt, dass ich nicht in deine Schuhgröße passe. Dass ich deine Fußstapfen nicht ausfüllen kann, hat mich nie gestört, auch dein Schatten nicht. Ich bin jemand anders, mein Name ist Aviel – ein Name, den du mir gegeben hast.

Du hast etwas gegründet, was nur dir und vielleicht auch nur in deiner Zeit möglich war. Es stimmt, du warst ein Perfektionist, das hast du selbst immer wieder von dir behauptet. Aber in meinen Augen warst du auch ein perfekter Zionist. Im Land Israel zu leben, war die Erfüllung deines biblischen Grundgedankens, so wie du es ja über Jahre hinweg in deutschsprachigen Ländern verkündet hast.

Das zu kopieren, ist nicht meine Aufgabe, sondern gehört dir und deiner Zeit. In unseren Morgengesprächen, die wir bis Sommer 2016 zweimal in der Woche führen durften, haben wir über vieles im Leben, über Arbeit und Gott diskutiert und philosophiert. Ich habe dich kennengelernt, und zwar auf ganz andere Weise, als sich viele Menschen im Ausland dich vielleicht vorstellen: bunt, reich und klar an Ideen und Gedanken.

Immer wieder hast du mir gesagt: „Aviel, du machst das anders und das ist gut so.“ Es stimmt, ich bin woanders geboren und in einer nderen Zeit aufgewachsen. Mir ist auch klar, dass sich die Welt verändert, die Bibel und Gottes Verheißung jedoch immer dieselben bleiben. Das Leben ist eine Reise, auf der Menschen, Zeit und Umfeld Sprache und neue Trends prägen. Die Richtung dagegen bleibt gleich, auch wenn Weg, Mittel und Methoden sich ändern.

Die Worte „Israel Heute bringt auch das, was andere weglassen“, leben nach deinem Gehen weiter. Menschen kommen und gehen, aber Gottes Wort bleibt und somit auch Sein Versprechen dem Volk Israel gegenüber. Darüber berichten wir, damit hast du vor genau 40 Jahren angefangen. Das machen wir heute aus derselben Überzeugung und Liebe. Ja, Papa, du bleibst ein Vorbild für mich, in vielem was ich sein und nicht sein möchte, im privaten und professionellen Leben. Ich danke dir dafür, wer ich bin.

Auf Wiedersehen!

Ich war 16, als ich Ludwig kennenlernte. Ich erinnere mich noch an den ersten Moment. Es war ein Schabbatabend in der Giladistraße in Talpiot. Ich besuchte Aviel, dafür musste ich durch das Wohnzimmer. Ludwig saß in seinem Sessel und begrüßte mich mit einem herzlichen, liebevollen Blick. Diese Herzlichkeit ist über die Jahre hinweg nur größer geworden. Eine Herzlichkeit und Wärme, in der ich mich wohl fühlte.

Als ich Fotografie studierte, half er mir sehr. In Deutschland klapperte er die Läden ab, bis er die richtige Kamera für mich gefunden hatte. Schließlich haben wir zusammengearbeitet. In Schwierigkeiten war er für mich wie ein Anker. Er hat mir schon früh zahlreiche Aufgaben anvertraut, Aufgaben mit Verantwortung. „Ludwig, du hast mir vertraut, hast mich auf eine Weise verstanden, wie es oberflächlich nicht zu sehen war.“

In schweren Momenten war er meine Adresse. Ich konnte ihm alles sagen. Und auch er hat mir sein Herz ausgeschüttet. Wenn er von einer Vortragsreise nach Hause kam, ist er immer mit seinem roten Schreibheft in mein Arbeitszimmer gekommen. Sein Report war immer ausführlich und ohne Fehler. Lange haben wir zusammengesessen und über vieles geredet. Meistens habe ich ihm und seinen spannenden Geschichten zugehört.

Als vor drei Jahren mein Vater starb, hat er mir ein tiefempfundenes Beileid geschickt. Darauf antwortete ich, dass „du nun noch mehr auf dich achtgeben musst, denn nun bist nur du als mein Vater übriggeblieben“. Gleich am nächsten Tag hat er uns in der Schiwa-Trauerwoche besucht. Obwohl er kaum noch gehen konnte, bestand er darauf, alle Treppen zu steigen, um mich und meine Familie zu trösten.

„Du warst ein Mensch der Menschen. Du hast das Leben geliebt. Du wusstest, wie man das Leben lebt. Trotz deiner äußerlichen Härte warst du innen so weich. Du hattest einen einzigartigen Humor und liebtest das Lachen. Ich erinnere mich an einen weiteren besonderen Moment, in dem du mir sehr geholfen hast. Das war, als meine Kinder Teenager waren. Einer meiner Söhne stellte auf einer Gemeinde-Freizeit Blödsinn an und wurde deswegen nach Hause geschickt. Ich habe dir mein Herz ausgeschüttet und du hast gesagt: „Alle können über meinen Enkel sagen, was sie wollen, ich bin sein Großvater und liebe ihn so, wie er ist.“ So habe ich meinen Schwiegervater Ludwig kennengelernt und ihn daran gemessen. „Ein lieber Vater. Ein Mensch der Liebe. Du hast uns allen ein großes Erbe hinterlassen. Vielen Dank dafür, Ludwig! Du fehlst mir.“

 

Lena u.Ruth

 

Mein lieber Vater,

ich möchte mich mit wenigen Worten für die wunderbaren Jahre bei dir bedanken und verabschieden. Du hast in unsere Herzen Wahrheit, Werte und Liebe eingepflanzt. Es war dein Wille, ins Heimatland des jüdischen Volkes zurückzukehren, und wir alle folgten dir und Mama. Mit Gottes Hilfe und Gnade werde ich, mein Mann und meine Kinder die folgenden Generationen im Volk Israel weiterführen. Amen!

Möge seine Erinnerung gesegnet sein.

Ruthi Deri

Ich danke dir Papa,

du warst ein Abenteurerheld, vor 40 Jahre hast du uns als Kinder wieder nach Israel gebracht. Dafür bedanke ich mich, besonders für die Liebe für das Land, in das du uns eingepflanzt hast. Du hast Menschen aller Schattierungen geliebt. Danke für das ungewöhnliche und faszinierende Leben an deiner Seite, und dass du unsere gewählten Wege im Leben niemals verurteilt hast. Du hast uns so geliebt, wie wir sind. Danke Papa, für dein großes Herz für uns alle in der Familie, für Mama, Kinder und alle deine 23 Enkelkinder. Du warst ein starker,

entschlossener, beeindruckender und großzügiger Vater und Mensch. Und immer mit einem kleinen Schuss Humor. Papa, schon jetzt vermisse ich dich.

Lena Danon

 

Erinnerungen aus dem Leben von Ludwig Schneider

 

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638. Weihnachtsgeschichte 2018 – es war das schönste Geschenk

Dienstag, 20. November 2018 | Autor:

 

Es war das schönste Geschenk

Mein schönstes Weihnachtsgeschenk war ein Schokoladenherz. Ich war ein kleiner Knirps, der normalerweise nicht viel Süßigkeiten bekam. Doch an Weihnachten war alles anders. Dieses wunderbare Herz war richtig schön groß, für mein Empfinden schon fast riesig. Umhüllt mit rotem Glanzpapier, bestand die Füllung aus Nougatmasse – für mich fast ein  Heiligtum. Immer wieder nahm ich es staunend in die Hand und legte es andächtig wieder unter den Weihnachtsbaum. Auspacken kam überhaupt nicht in Frage. Dazu war es mir viel zu wertvoll. So hütete ich meinen Schatz bis Ostern und widerstand allen eigenen und fremden Versuchen, ihn aufzuessen.

Während ich daran denke, werde ich an ein anderes Herz und an ein ganz besonderes Erlebnis erinnert. Es ereignete sich an einer Feier am Weihnachtsabend in einem Heim für behinderte Kinder. Die Jungs und Mädchen wurden gefragt, warum Jesus denn zu uns auf die Erde kam. „Warum verließ er den Himmel? Was hat er vermisst in seiner ewigen Herrlichkeit? Was fehlte ihm so sehr, dass er auf all das verzichtete?“ Eine schwere Frage, die zunächst große Sprachlosigkeit auslöste. Doch irgendwann stellte sich ein kleines Mädchen auf seinen Stuhl und rief vor Aufregung ganz laut in die nachdenkliche Stille: „Es fehlten ihm unsere Herzen!“

 

siepmannH_pixelio.de

Ich denke, so ist es. Darum geht es tatsächlich an Weihnachten. Dass Jesus Christus, dessen Geburt wir feiern, unser Herz findet und wir ihm unsere Herzen schenken. Diese Botschaft wurde in unzähligen Versen, Liedern und Geschichten thematisiert. So sagte Angelus Silesius einmal: „Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in dir, du bliebest doch in Ewigkeit verloren.“

 

Und in dem wunderbaren Weihnachtslied „Zu Bethlehem geboren“ bringt Friedrich Spee es besonders anschaulich zum Ausdruck: „In seine Lieb versenken, will ich mich ganz hinab; mein Herz will ich ihm schenken und alles, was ich hab.“  In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!“

 

Autor: Bernhard Matzel

Quelle: Marburger Medien   

 

Das Lied für Kinder

 

Das Lied für Erwachsene

 

 

Das waren Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14

 

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637. Warum sollten Christen Freunde Israels sein?

Sonntag, 7. Oktober 2018 | Autor:

Israelfahne in einem Gebetshaus

 

Liebe Blogbesucher,

ich muss mich beim Thema Israel immer wieder wundern, welch verquerte Meinungen und Ansichten bei den Menschen der Welt aber auch bei Christen vorhanden sind. Wenn man aber einmal nachforscht woher diese Menschen ihre Meinung und Ansichten beziehen, dann braucht man sich nicht zu wundern. Das westliche Europa wird seit der 68er Bewegung durch eine einseitige grün – links – rote Medienlandschaft gesteuert und manipuliert. Diese Ideologen haben sich nie mit Israel wirklich beschäftigt und auch das Christentum ist ihnen weitgehend fremd. Humanismus und Gleichschaltung sind ihre Werkzeuge mit denen Sie die Menschen indoktrinieren.

Übrigens – ohne den Juden Jesus gäbe es kein Christentum und keine Vergebung unserer Schuld.

 

Ich habe mich deshalb gefreut als ich vor einiger Zeit einen Artikel zum 70jährigen Jubiläum von Israel in einer freikirchlichen Gemeinde in Nürnberg gefunden habe.

Ich danke den Autor und Israelkenner Hansjürgen Kitzinger vom Arbeitskreis „Suchet der Stadt Bestes“ aus Nürnberg für die Genehmigung zur Veröffentlichung hier in meinem Blog.

 

 

13 wichtige Gründe für Freundschaft mit ISRAEL…..

1. Weil Gott einen immerwährenden Vertrag mit den Nachkommen von Abraham, Isaak und Jakob machte. Und weil Gott seinem Vertrag mit dem jüdische Volk bis heute treu geblieben ist, indem er die Juden immer als ein identifizierbares Volk bewahrt hat.

1.Mo 17, 7 Und ich will meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir von Geschlecht zu Geschlecht, dass es ein ewiger Bund sei; also, dass ich dein Gott sei und deines Samens nach dir. Röm11,1. 2.29 Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! … Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er vorher erkannt hat … Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar.

 

2. Weil der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs zugleich der einzige Gott Israels und der Christen ist und sowohl Juden als auch Christen sich zu Ihm bekennen.

 

3. Weil unsere Rettung durch das jüdische Volk gekommen ist. Jesus wurde von einer jüdischen Mutter geboren, er war ein Sohn des jüdischen Volkes. Dem jüdischen Volk verdanken wir Jesus. Die Bibel, die von unserer Rettung spricht, wurde von Juden geschrieben. Die Jünger, die zuerst die Nachricht Gottes von der Rettung zu den Nichtjuden brachten, waren Juden.

Joh 4,22  „…ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn das Heil ist aus den Juden“.

 

4. Weil Juden und Christen sich gemeinsam zu den „Zehn Geboten“ bekennen, die unser Ver-hältnis zu Gott und dem Nächsten regeln (2. Mose 20; Matth. 5).

 

5. Weil die Gemeinde Jesu ihre historischen Wurzeln im religiösen Judentum hat und weil wir ihrer Sorgfalt die Bibel verdanken.

Röm 11,17-18  Wenn aber etliche der Zweige ausgebrochen wurden und du als ein wilder Ölzweig unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaums teilhaftig geworden bist, so rühme dich nicht wider die Zweige! Rühmst du dich aber, so wisse, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich!

 

6. Weil Israel und die Gemeinde Jesu – beide zu Recht – „Volk Gottes“ sind.

5. Mo7,6 Denn du bist ein heiliges Volk (Israel) den HERRN, deinem Gott. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind.

1.Petrus 2,9 Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat …

Und weil Gott beide zusammen segnen will.

Eph 2,11-22  Die Einheit der Gemeinde aus Juden und Heiden.

Darum denkt daran, dass ihr, die ihr von Geburt einst Heiden wart und Unbeschnittene genannt wurdet von denen, die äußerlich beschnitten sind, dass ihr zu jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und Fremde außerhalb des Bundes der Verheißung; …

Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft. Durch das Opfer seines Leibes hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache und die beiden versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst. Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren. Denn durch ihn haben alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater. …

 

7. Weil es Gottes Auftrag an die „Heiden“ ist.

In den folgenden Versen spricht Gott zu den Völkern und zur neutestamentlichen Gemeinde.

Jes 40,1  Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott.

Jes 52,7  Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König!

Jes 61,10  Gehet ein, gehet ein durch die Tore! Bereitet dem Volk den Weg! Machet Bahn, machet Bahn, räumt die Steine hinweg! Richtet ein Zeichen auf für die Völker!

Jer 31,6  Denn es wird die Zeit kommen, dass die Wächter auf dem Gebirge Ephraim rufen: Wohlauf, lasst uns hinaufziehen nach Zion zum HERRN, unserm Gott!

Jer 31,7  Denn so spricht der HERR: Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzet über das Haupt unter den Völkern. Ruft laut, rühmt und sprecht: Der HERR hat seinem Volk geholfen, dem Rest Israels!

 

8. Weil Gott die Gemeinde berufen hat als Hoffnung für Israel.

Röm 11,11 So frage ich nun: Sind sie gestrauchelt, damit sie fallen? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall ist den Heiden das Heil widerfahren, damit Israel ihnen nacheifern sollte.

Röm 11,14  ob ich vielleicht meine Stammverwandten zum Nacheifern reizen und einige von ihnen retten könnte.

 

9. Weil das Land Israel, einschließlich Judäa und Samaria („Westbank“), der zentrale Schauplatz der Welt- und Heilsgeschichte war, ist und sein wird.

 

10. Weil das jüdische Volk während der Zeit seiner 2000-jährigen Zerstreuung von Teilen der Christenheit schändlich behandelt und verfolgt wurde.

1.Mo 12,3  Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

 

11. Wir bejahen die Rückkehr der Juden und Wieder-errichtung eines jüdischen Staates in Israel, weil er gottgewollt ist. Wir treten deshalb ein für Israels Existenz innerhalb gesicherter Grenzen mit Jerusalem als seiner Hauptstadt.

Jer 30,3   Denn siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich das Geschick meines Volks Israel und Juda wenden will, spricht der HERR; und ich will sie wiederbringen in das Land, das ich ihren Vätern gegeben habe, dass sie es besitzen sollen.

Jer 32,41  Es soll meine Freude sein, ihnen Gutes zu tun, und ich will sie in diesem Lande einpflanzen, ganz gewiss, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.

Hes 11,17 Darum sage: So spricht Gott der HERR: Ich will euch zusammenbringen aus den Völkern und will euch sammeln aus den Ländern, in die ihr zerstreut seid, und will euch das Land Israels geben.

 

12. Weil Israel nach Gottes Plan ein Segen für die arabischen Nationen sein wird.

Jes 19, 23-25  Zu der Zeit wird eine Straße sein von Ägypten nach Assyrien, dass die Assyrer nach Ägypten und die Ägypter nach Assyrien kommen und die Ägypter samt den Assyrern Gott dienen.  24 Zu der Zeit wird Israel der Dritte sein mit den Ägyptern und Assyrern, ein Segen mitten auf Erden;  25 denn der HERR Zebaoth wird sie segnen und sprechen: Gesegnet bist du, Ägypten, mein Volk, und du, Assur, meiner Hände Werk, und du, Israel, mein Erbe!

 

13. Weil das jüdische Volk mehr denn je Christen braucht, die sich offen zu Israel stellen, für das Land und die Menschen im Gebet eintreten.

Die Freundschaft und Unterstützung der Christen für das jüdische Volk und die Nation Israel haben einen klaren biblischen Auftrag in dieser Stunde der Geschichte. Der Bibel treue Christen sind gerufen, das Recht Israels auf Existenz zu unterstützen; ja die aufstehen gegen anti-jüdische und anti-israelische Entwicklungen in unserer Gesellschaft und die Israel mit einer kritisch-helfenden Solidarität begleiten.  In diesem Zusammenhang sind wir dankbar für die Menschen, die sich zum jüdischen Volk gestellt haben, auch wenn es ihr Leben gekostet hat.

Psalm 105, 8-11  Er gedenkt ewiglich an seinen Bund, an das Wort, das er verheißen hat für tausend Geschlechter, 9 an den Bund, den er geschlossen hat mit Abraham, und an den Eid, den er Isaak geschworen hat. 10 Er stellte ihn auf für Jakob als Satzung und für Israel als ewigen Bund  11 und sprach: »Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbteils«

 

Als Christen bekennen wir uns zum jüdischen Volk.  Jesus Christus (Christus = hebr „Messias”) wusste sich zuerst zu seinem Volk, zum Hause Israel gesandt. Er hat bis zum Kreuzestod für dieses Volk gebetet. Christen, die seinen Namen tragen, dürfen sich nicht von diesem Volk abwenden.

Die frühe Gemeinde war jüdisch. Die Christenheit entsprang aus jüdischen Wurzeln und hat nie aufgehört, ihnen verpflichtet zu sein (Rö 11,18).

Wir glauben, dass die Wiedereinsetzung des jüdischen Volkes in das Land Israel den im Wort Gottes enthaltenen Verheißungen entspricht, und die Zeit Gottes „Zion vor aller Welt zu bestätigen“, begonnen hat.

Wir glauben, dass Israel (Land, Leute und Nation) eine göttlich bestimmte Zukunft hat und dass Gott sein jüdisches Volk nicht auf Dauer verstoßen hat.

Uns ist bewusst, dass die Barrieren, die heute zwischen Juden und Christen existieren, vor allem durch christlichen Antisemitismus und christliche Verfolgung des jüdischen Volkes verursacht wurden.

Wir sind uns auch heute der jüdischen Wurzeln unseres Glaubens bewusst.

Unser Beistand für Israel ist der Beistand eines Freundes. Sprüche 17.17 „Ein Freund liebt zu jeder Zeit…“

Unser Beistand für Israel ist nicht von ihrer religiösen oder soziologischen Struktur abhängig.

 

Zeichen der Versöhnung:

Gedenkstein „Wald Nürnberg“, einer Pflanzung von 5.000 – 10.000 Bäumen durch Initiative vom AK „Suchet der Stadt Bestes – Nürnberg“ im Wald der deutschen Länder mit insgesamt 500.000 Bäumen in derNegev-Wüste.

 

ISRAEL (hebr. Jisrael)(„er streitet mit Gott“) dem Stammvater Jakob von Gott verliehener Name (1.Mose 32,29;35,10)

Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Israel.svg

FLÄCHE                   22.380 km

Hauptstadt         Jerusalem

Amtssprachen  Hebr./Arabisch

Bevölkerung        8.700.000

Juden                            75 %

Nichtjuden                 25 %

Gepflanzte Bäume  260 mio

 

 

Wissenwertes

Gebiet verschiedenster Landschaftsformen. Im Norden befindet sich der Berg Hermon mit 2814m. Mittel-meerlandschaft östlich von Jerusalem, Wüste ab Beer Sheva. Das Jordantal liegt 213m u. d. M., am Toten Meer sinkt es auf 400m u. d. M. ab (tiefster Punkt der Erdoberfläche).

Eigentlich ist Israel klein und arm, jedoch war es am Geschehen der Weltgeschichte beteiligt, wie kein anderes Land. Geografisch liegt es am Knotenpunkt 3er Kontinente (Afrika, Asien, Europa), zwischen 2 Meeren (Indischer Ozean/Mittelmeer) und zwischen 3 Wüsten (im O die Syrische Wüste, im S die arabische und SW die Sahara).

Es gibt, Statistiken zu folge, indem kleinen Land 3000 versch. Pflanzenarten –  auf den Britischen Inseln (2 1/2 x so groß) nur 1800 oder 1500 in Ägypten (10x so groß). Kein anderes Land der Welt verfügt über diesen Pflanzenreichtum. Gegenwärtig gibt es in Israel 450 Vogelarten (England: 560 oder USA: 725).

 

Gott nennt dieses Land: ein „KLEINOD“.

 

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636. 70 Jahre Staat Israel – ein umkämpftes Wunder. Mazal tov!

Sonntag, 7. Oktober 2018 | Autor:

Blick vom Ölberg in Jerusalem

 

Liebe Blogbesucher,

ich muss mich beim Thema Israel immer wieder wundern, welch verquerte Meinungen und Ansichten bei den Menschen der Welt aber auch bei Christen vorhanden sind. Wenn man aber einmal nachforscht woher diese Menschen ihre Meinung und Ansichten beziehen, dann braucht man sich nicht zu wundern. Das westliche Europa wird seit der 68er Bewegung durch eine einseitige grün – links – rote Medienlandschaft gesteuert und manipuliert. Diese Ideologen haben sich nie mit Israel wirklich beschäftigt und auch das Christentum ist ihnen weitgehend fremd. Humanismus und Gleichschaltung sind ihre Werkzeuge mit denen Sie die Menschen indoktrinieren.

Übrigens – ohne den Juden Jesus gäbe es kein Christentum und keine Vergebung unserer Schuld.

 

Ich habe mich deshalb gefreut als ich vor einiger Zeit einen Artikel zum 70jährigen Jubiläum von Israel in einer freikirchlichen Gemeinde in Nürnberg gefunden habe.

Ich danke den Autor und Israelkenner Hansjürgen Kitzinger vom Arbeitskreis “Suchet der Stadt Bestes” aus Nürnberg für die Genehmigung zur Veröffentlichung hier in meinem Blog.

 

Seit König Pharao gab es in jeder Generation Jemand, der das Volk Israel vernichten wollte. Die Wurzeln des jüdischen Volkes lassen sich 4000 Jahre zurück verfolgen. Fast genau so alt ist der Slogan “Lasst uns sie ausrotten, dass sie kein Volk mehr seien und des Namens Israel nicht mehr gedacht werde“ (Psalm 83.5).

Der römische Judenhasser Kaiser Hadrian 135 n.C. wollte den Namen Israel ausradieren und nannte Judäa „Syrie Palestina“, damit man „des Namens Judäa Israel nimmermehr gedenke.“

Nach dem Ende der türkisch-ottomanischen Herrschaft im Heiligen Land im Jahr 1917 übernahm die britische Regierung die Verwaltung über „Palästina“. 1920/22 wurden die Briten vom Völkerbund (UN) beauftragt, dort eine „nationale Heimstätte für die Juden“ einzurichten, und zwar ausdrücklich aufgrund der „historischen Verbindung“ des jüdischen Volkes mit diesem Land.

1923 richtete Großbritannien im Bereich östlich des Jordan das arabische Emirat Transjordanien ein (seit 1950 Jordanien). Damit verblieb nur noch das Gebiet westlich des Jordan für die Wiedererrichtung eines jüdischen Staates. Nach Spannungen zwischen Juden und Arabern gaben die Briten das Mandat 1947 an die UN zurück, ohne den Auftrag für eine “nationale Heimstätte für die Juden” erfüllt zu haben. Dann verabschiedete die UN am 29.11.1947 in ihrer Resolution 181 mit großer Mehrheit einen Teilungsplan für das Gebiet zwischen Mittelmeer und dem Jordan. Es sollte ein jüdischer und ein arabischer Staat errichtet werden.

Die Juden nahmen den Plan an, die arabisch-islamischen Staaten lehnten geschlossen ab. Gleich darauf gingen die Araber in Palästina zum bewaffneten Widerstand über. Überall im Land kam es zu Bombenanschlägen und Feuerüberfällen auf jüdische Dörfer und Wohnbezirke. Die jüdische Bevölkerung zählte 650.000. Nachdem der letzte britische Hochkommissar abgereist war, wurde gemäß der UN-Resolution am 14.5.1948 von David Ben Gurion der Staat Israel mit folgenden Worten ausgerufen:  „2000 Jahre haben wir auf diese Stunde gewartet und nun ist es geschehen. Wenn die Zeit erfüllt ist, kann Gott nichts widerstehen. Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft.“

Wenige Stunden danach fielen arabische Streitkräfte aus Syrien, Ägypten, Libanon, Transjordanien und aus dem Irak in Israel ein. Die Entstehung des Staates sollte in letzter Minute mit Gewalt verhindert werden. Der junge Staat musste sich verteidigen, der Unabhängigkeitskrieg endete mit mehreren Waffen­stillstandsabkommen im Jahre 1949. Danach kamen Judäa und Samaria (Westjordanland) unter jordanische, der Golan unter syrische und der Gazastreifen unter ägyptische Verwaltung. Jordanien war Besatzermacht der uralten jüdischen Gebiete Judäa und Samaria einschließlich Ost-Jerusalem. Ein „palästinensisches Volk“ gab es nicht. Erst 1968 bezeichnete Arafat die „Araber in Palästina“ als „Palästinenser“. Der Staat Israel anerkannte 1994 die PLO als „Vertreterin des palästinensischen Volkes“. In fünf Kriegen musste sich  Israel verteidigen, hinzu kamen der Libanonrückzug   und zwei Gaza-Kriege.

Der Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 wurde Israel zur Selbstverteidigung aufgezwungen. Die jüdische Armee brachte das gesamte Gebiet westlich des Jordan einschl. Ost-Jerusalem unter seine Kontrolle. Der Wunsch Israels nach Friedensverträgen beantworteten die arabischen Staaten in Khartum  mit einem dreifachen “Nein”: Nein zu Verhandlungen, zum Frieden und zur Anerkennung des jüdischen Staates. Bis heute erkennen außer Jordanien und Ägypten die arabischen Staaten das Existenzrecht Israels nicht an.  

Die Terroranschläge gegen Israel von der 1964 gegründeten PLO, später von der Hamas, der Hisbolla u.a. wollten nicht enden. Trotzdem gab Israel ab 1994 mehrere Städte und Gebiete an die palästinensische Autonomiebehörde  zur Selbstverwaltung.  Im Sommer 2005 zog sich Israel  aus dem Gaza-Streifen und aus vier jüdischen Orten in Nord-Samaria ohne Gegenleistung zurück. Daraufhin wurden in den drei folgenden Jahren weit über 6000 Raketen und Granaten aus Gaza auf Israel  abgefeuert.

Durch die insgesamt 12.000 Raketen, die seit dem Jahr 2000 in Israel  niedergingen, wurden eine Viertelmillion israelische Bürger tyrannisiert und traumatisiert. Deshalb hat Israel am 27.12.2008 eine Militäroperation gegen die Hamas im Gaza-Streifen eingeleitet. Raketen und Granaten schlugen jedoch weiterhin im Süden Israels ein, von der Hisbolla aus Libanon im Norden. Darüber hinaus feuerten Terroristen 250 Raketen auf Israels Ballungsräume.

Am 08.07.2014 eskalierte der Konflikt zum 50-Tage-Gaza-Krieg. 4.200 Raketen  wurden aus Gaza auf Israel abgefeuert. Davon konnten  durch das Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ Hunderte abgefangen werden. So wurde verhindert, dass große Wohngebiete in Israel getroffen wurden. Es wurden 38 Terrortunnel zerstört, durch die die Terroristen in Israel eindringen wollten. Die Hamas baut neue Terrortunnel in Gaza u. lagert Tausende Raketen in Gaza, die Hisbolla ebenfalls  angeblich 140.000 im Libanon. In den letzten fünf Jahren sind 850 Raketen aus Gaza auf Israel abgefeuert worden

Frage: Was würden wir tun, wenn täglich auf unsere Stadt Raketen und Granaten abgefeuert werden? Nach dem Raketenalarm durch die Sirene bis zur Explosion hat man 15-60 Sekunden Zeit, um in einen Schutzraum zu flüchten.

Die Existenz des Staates Israel gründet sich völkerrechtlich auf den Beschluss der UNO neben dem historischen, natürlichen und göttlichen Recht des jüdischen Volkes auf ein eigenes Staatswesen. Israel ist ein säkulärer Rechtsstaat und die einzige Demokratie in Nahost.

Aus 144 Nationen sind die Juden aus der Zerstreuung nach Zion heimgekehrt und diese „Alijah“ (Heimkehr) dauert an. Trotz Gazakrieg und Terror wanderten seit 2014 jährlich rund 25.000 Juden in Israel ein. Junge Juden wollen im wachsenden Hightec-Staat in Freiheit leben. Juden und Christen sind sich einig, dass Gott die lenkende und zentrale Autorität hinter Menschen und Nationen ist. Israel ist die einzige Nation in der Geschichte der Menschheit, die nach zweitausend Jahren wieder erstanden ist.

Christen und Juden wissen aus der Bibel: Israel ist aus göttlicher Inspiration heraus entstanden. Letztendlich erfüllt sich, was Gott in seinem Wort versprochen hat: “Ich nehme die Kinder Israel aus den Völkern heraus, wohin sie gezogen sind und ich sammle sie auf ihrem Boden. Und ich mache sie zu einer Nation im Land.” (Hes. 37.21).

Israel ist kein Auslaufmodell, der Apostel Paulus wusste um Gottes bleibende Treue zu seinem Bundesvolk: “Gott hat sein Volk nicht verstoßen, welches er zuvor ersehen hat” (Röm. 11.2). Durch den Propheten Jeremia sagt Gott: „Bevor das Volk Israel aufhört zu existieren, werden Sonne, Mond und Sterne vergehen“  (31.36), und „Wer es antastet, der tastet seinen Augapfel an” (Sach. 2.12). In den Augen vieler Völker ist Israel ein vermeintliches  Hindernis auf dem Weg zum Weltfrieden, “Jerusalem ein Taumelbecher und Laststein für alle Völker, die sich wund reißen, wenn sie ihn beseitigen wollen” (Sach.12.2-3). Wer Israel zerstören will, zerstört sich selbst.

Israel – das 4000 Jahre alte Volk, lebt in einem jungen Staat seit 70 Jahren. Nach 2000 Jahren in der Diaspora findet es trotz schmerzvoller Prozesse wieder zusammen.

Der Prophet Jesaja spricht von einem einmaligen Ereignis in der Völkergeschichte (Jes. 66.8): „Wer hat so etwas je gehört? Wer hat dergleichen je gesehen? Kann denn ein Land an einem einzigen Tage ins Dasein gerufen oder ein Volk plötzlich geboren werden? Kaum in Wehen, hat Zion schon ihre Kinder geboren.“

Israels Hauptstadt ist Jerusalem.  Seit 1967 ist die Stadt wiedervereinigt und Regierungssitz.  Nie wurde die Stadt seit 3000 Jahren von einer Fremdmacht zu ihrer Hauptstadt erklärt. Jerusalem  ist der Lebensnerv des jüdischen Volkes und des Staates Israel.  Das moderne Jerusalem entwickelte sich seit 1844 mit den Juden als größter Bevölkerungsgruppe und als die ersten Wohnviertel außerhalb der Stadtmauern gebaut wurden. Jerusalem zählt heute 870.000 Einwohner. Sie ist die größte Stadt Israels.

Die Zukunft Israels unterliegt nicht der Willkür seiner Feinde sondern der Erwählung Adonais.
(Lese-Empfehlung: „Das Buch Sacharja“)

Am ISRAEL Chai – Das Volk Israel lebt!

 

„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist!“

David Ben Gurion, erster Ministerpräsident, 1948

 

Autor: Hansjürgen Kitzinger,  Arbeitskreis „Suchet der Stadt Bestes“

Postfach: 81465, D-90249 Nürnberg     www.ak-sdsb.de

 

 

Dr. Thomas Bauer Regierungspräsident Mittelfranken

 

Grußwort von Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer bei der Festveranstaltung „70 Jahre Staat Israel“ am 6. Mai 2018 in Nürnberg

 

Werte Veranstalter,

werte Ehrengäste,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

ein herzliches „Grüß Gott“ auch von meiner Seite und ein herzlicher Dank für die Einladung zur heutigen Festveranstaltung, die mir die Gelegenheit gibt, Ihnen als Schirmherr auch die besten Grüße der Bayer. Staatsregierung zu übermitteln.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

bestimmte Werte sind konstitutiv für Deutschland und Bayern: die Achtung vor der Würde des Menschen, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Sozialstaatlichkeit, der Schutz der Menschenrechte. Das Grundgesetz benennt diese Werte ausdrücklich.

Ein weiteres Element des deutschen Staatsverständnisses wird in der Verfassung nicht erwähnt. Angela Merkel hat es in ihrer Rede am 18. März 2008 – der ersten Rede eines deutschen Bundeskanzlers vor der Kneset (und überhaupt eines ausländischen Regierungsschefs) – so formuliert:

„Die historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes. Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar.“

Auch der Bundestag hat sich anlässlich des Geburtstags Israels im vergangenen Monat erneut zum Existenzrecht des jüdischen Staates und zum Kampf gegen Antisemitismus in Deutschland bekannt. Ja, Deutschland steht in einem einzigartigen Verhältnis zu Israel. Dies ist begründet durch die Verantwortung Deutschlands für die Shoa, dem systematischen Völkermord an etwa sechs Millionen Juden Europas, in der Zeit des Nationalsozialismus. Ja, Deutschland steht ein für das Existenzrecht des Staates Israel und dies ist auch nicht verhandelbar. Und dennoch: Nicht alle in Deutschland teilen diese Auffassung.

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung aus dem Jahr 2015 unter der Überschrift „Deutschland und Israel heute – Verbindende Vergangenheit, trennende Gegenwart?“ hat über 2.000 Menschen aus Deutschland und Israel befragt. Das Ergebnis: die meisten Israelis haben ein positives Deutschlandbild, für sie ist Deutschland heute eine freundlich gesinnte Nation und ein Verbündeter. Bei Deutschen ist der Blick eher skeptisch auf Israel gerichtet, insbesondere unter den jüngeren Deutschen gibt es in Teilen eine ablehnende Haltung gegenüber Israel.

Woher kommt diese Diskrepanz zwischen den staatlichen Beziehungen und der Sichtweise von Teilen der deutschen Bevölkerung? Die Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt, dass die Haltung Israel gegenüber bei den meisten Deutschen nicht nur durch die Vergangenheit geprägt ist, sondern von der Wahrnehmung des israelisch-palästinensischen Konflikts und hier vor allem der Siedlungspolitik Israels überlagert und beeinflusst wird. Die Studie zeigt aber auch, wie erschreckend hoch die Zustimmung zu verschiedenen Formen des Antisemitismus ist und wie sich dieser Antisemitismus zunehmend gegen Israel richtet.

Wollen wir ehrlich sein! Der Antisemitismus war in Deutschland nie verschwunden. Daran konnten auch die Entnazifizierung und intensive schulische und politische Bildungsangebote nichts ändern. Allerdings bewegte sich der braune Bodensatz meist im Untergrund, er war für viele schlicht nicht sichtbar. Auch heute wird kaum jemand öffentlich in Deutschland sagen, er sei Antisemit, „die Juden seien unser Unglück“. Die Begriffe sind vorsichtiger gewählt. Sie lauten „Israel-Kritik“, es heißt Israel sei das einzige Hindernis für einen Frieden im Nahen Osten. Es werden faschistische Begriffe wie „das internationale Finanzjudentum“ in „das internationale Finanztum“ umgewandelt, es heißt „hinter Amerika stehe eine andere Macht“, für die Finanzkrise seien die „Banker von der Ostküste“ verantwortlich oder es werden jüdisch klingende Namen verwendet, wie Rothschild oder Goldman-Sachs.

Auch politisch weht der Wind nicht mehr nur aus der bekannten rechten Richtung, sondern er kommt auch von links und wird dort die „Befreiung Palästinas“ betitelt. Gerne werden hier auch Verschwörungstheorien gepflegt. Niemand spricht von Ritualmorden der Juden, aber Mahmud Abbas erhält Beifall im Europäischen Parlament für seine Aussage, Israel würde das Wasser in Palästina vergiften.

Und der Antisemitismus kommt ökonomisch. Auch wenn niemand ruft „Kauft nicht bei Juden“, gibt es doch Boykott-Aufrufe gegen Produkte aus Israel.

Was können wir tun, um Antisemitismus, der sich als „Israel-Kritik“ tarnt, zu bekämpfen? Was können wir tun, damit die deutsche „Staatsräson“ auch zur „Bürgerräson“ der Menschen dieses Staates wird? Ich sehe vor allem ein wichtiges Handlungsfeld, wir müssen Fakten gegen „Fake-News“ setzen.

Die Informationen über die fundamentalen Unterschiede zwischen Israel als einziger Demokratie im Nahen Osten und den Nachbarstaaten Israels müssen noch klarer vermittelt werden, so wie sie beispielsweise der deutsche Blogger Gerd Busemann vor kurzem beschrieben hat.

Nicht allen Menschen ist etwa klar, dass in Israel über 1,69 Millionen Muslime friedlich mit Juden zusammenleben. Sie sind miteinander durch den demokratischen Rechtsstaat verbunden, der ihr Zusammenleben schützt und sie auf eine rechtliche Stufe stellt, ebenso wie er auch unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe oder sexueller Orientierung allen Staatsbürgern gleiche Rechte verschafft.

 

Ein Fünftel der Staatsbürger Israeli sind Muslime und 77 Prozent davon sagen laut einer repräsentativen Umfrage der Harvard Kennedy School, in keinem anderen Land lieber leben zu wollen, als in Israel!

 

Dort sind sie Arbeitskollegen, Lehrer, Anwälte, Abgeordnete, Feuerwehrmänner, Nachbarn von Juden. Sie lachen, leben, essen, weinen und streiten zusammen. Außerhalb Israels sieht es anders aus. Die Hamas fordert die Vernichtung des ganzen jüdischen Volkes (Gründungscharta Artikel 7) und die Zerstörung Israels (Artikel 13). Offizielle Vertreter der Hamas rufen zur Vernichtung aller Juden auf, sie nennen sie „Ungeziefer“ und „Bakterien“, bezeichnen und wünschen, dass ihnen die Kehlen durchgeschnitten und ihre Familien ermordet werden.

Wer Israel pauschal verunglimpft, wie es die BDS-Boykott-kampagnen tun, will nicht wahrhaben, dass er sich gegen ein Land wendet, das alle staatliche Krankenhäuser mit Gebetsräumen für alle Religionen ausstattet, weil ein Muslim erfolgreich beim Supreme Court Israels geklagt hatte, weil er vor einer Klinik in Tel Aviv im Freien beten musste.

Als Jude im Gaza-Streifen oder in Saudi-Arabien haben sie keinen eigenen Gebetsraum in Krankenhäusern, sie haben noch nicht mal eine Aufenthaltserlaubnis dort, denn es ist dort verboten, Jude zu sein. Genauso wie sie als israelischer Staatsbürger auch Kraft Gesetzes von Kuwait Airways nicht befördert werden.

Weitgehend unbekannt ist auch, dass seit Gründung des Staates Israel 3.134 Zivilisten Opfer von Terroranschlägen geworden sind. Und trotzdem wurde der israelische Kampfsanitäter Elor Asaria, der im März 2016 einen verletzt am Boden liegenden palästinensischen Attentäter mit einem Kopfschuss getötet hatte, von einem Militärgericht wegen Totschlags verurteilt. Israel ist ein Rechtsstaat.

Diese Unterschiede werden meines Erachtens noch nicht klar genug und nicht oft genug öffentlich herausgestellt. Das wäre zumindest ein Anfang.

Ich meine zum Schluss: Deutschland tut nicht nur gut daran, die Sicherheit Israels aus historischen Gründen zum Teil seiner eignen Staatsinteressen zu machen, der Blick auf Israel und die Sensibilität für Antisemitismus tun Deutschland auch im Inneren gut, weil sie uns die Augen öffnen für den Zustand unserer eigenen Gesellschaft.

 

70 Jahre Israel sind daher nicht nur ein Grund zum Mitfeiern als Freunde des jüdischen Volkes und aller israelischen Staatsangehörigen, sondern auch für Deutschland selbst.

 

Alles Gute Israel für die nächsten 70 Jahre!

 

 

 

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