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637. Warum sollten Christen Freunde Israels sein?

Sonntag, 7. Oktober 2018 | Autor:

Israelfahne in einem Gebetshaus

 

Liebe Blogbesucher,

ich muss mich beim Thema Israel immer wieder wundern, welch verquerte Meinungen und Ansichten bei den Menschen der Welt aber auch bei Christen vorhanden sind. Wenn man aber einmal nachforscht woher diese Menschen ihre Meinung und Ansichten beziehen, dann braucht man sich nicht zu wundern. Das westliche Europa wird seit der 68er Bewegung durch eine einseitige grün – links – rote Medienlandschaft gesteuert und manipuliert. Diese Ideologen haben sich nie mit Israel wirklich beschäftigt und auch das Christentum ist ihnen weitgehend fremd. Humanismus und Gleichschaltung sind ihre Werkzeuge mit denen Sie die Menschen indoktrinieren.

Übrigens – ohne den Juden Jesus gäbe es kein Christentum und keine Vergebung unserer Schuld.

 

Ich habe mich deshalb gefreut als ich vor einiger Zeit einen Artikel zum 70jährigen Jubiläum von Israel in einer freikirchlichen Gemeinde in Nürnberg gefunden habe.

Ich danke den Autor und Israelkenner Hansjürgen Kitzinger vom Arbeitskreis „Suchet der Stadt Bestes“ aus Nürnberg für die Genehmigung zur Veröffentlichung hier in meinem Blog.

 

 

13 wichtige Gründe für Freundschaft mit ISRAEL…..

1. Weil Gott einen immerwährenden Vertrag mit den Nachkommen von Abraham, Isaak und Jakob machte. Und weil Gott seinem Vertrag mit dem jüdische Volk bis heute treu geblieben ist, indem er die Juden immer als ein identifizierbares Volk bewahrt hat.

1.Mo 17, 7 Und ich will meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir von Geschlecht zu Geschlecht, dass es ein ewiger Bund sei; also, dass ich dein Gott sei und deines Samens nach dir. Röm11,1. 2.29 Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! … Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er vorher erkannt hat … Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar.

 

2. Weil der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs zugleich der einzige Gott Israels und der Christen ist und sowohl Juden als auch Christen sich zu Ihm bekennen.

 

3. Weil unsere Rettung durch das jüdische Volk gekommen ist. Jesus wurde von einer jüdischen Mutter geboren, er war ein Sohn des jüdischen Volkes. Dem jüdischen Volk verdanken wir Jesus. Die Bibel, die von unserer Rettung spricht, wurde von Juden geschrieben. Die Jünger, die zuerst die Nachricht Gottes von der Rettung zu den Nichtjuden brachten, waren Juden.

Joh 4,22  „…ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn das Heil ist aus den Juden“.

 

4. Weil Juden und Christen sich gemeinsam zu den „Zehn Geboten“ bekennen, die unser Ver-hältnis zu Gott und dem Nächsten regeln (2. Mose 20; Matth. 5).

 

5. Weil die Gemeinde Jesu ihre historischen Wurzeln im religiösen Judentum hat und weil wir ihrer Sorgfalt die Bibel verdanken.

Röm 11,17-18  Wenn aber etliche der Zweige ausgebrochen wurden und du als ein wilder Ölzweig unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaums teilhaftig geworden bist, so rühme dich nicht wider die Zweige! Rühmst du dich aber, so wisse, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich!

 

6. Weil Israel und die Gemeinde Jesu – beide zu Recht – „Volk Gottes“ sind.

5. Mo7,6 Denn du bist ein heiliges Volk (Israel) den HERRN, deinem Gott. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind.

1.Petrus 2,9 Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat …

Und weil Gott beide zusammen segnen will.

Eph 2,11-22  Die Einheit der Gemeinde aus Juden und Heiden.

Darum denkt daran, dass ihr, die ihr von Geburt einst Heiden wart und Unbeschnittene genannt wurdet von denen, die äußerlich beschnitten sind, dass ihr zu jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und Fremde außerhalb des Bundes der Verheißung; …

Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft. Durch das Opfer seines Leibes hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache und die beiden versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst. Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren. Denn durch ihn haben alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater. …

 

7. Weil es Gottes Auftrag an die „Heiden“ ist.

In den folgenden Versen spricht Gott zu den Völkern und zur neutestamentlichen Gemeinde.

Jes 40,1  Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott.

Jes 52,7  Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König!

Jes 61,10  Gehet ein, gehet ein durch die Tore! Bereitet dem Volk den Weg! Machet Bahn, machet Bahn, räumt die Steine hinweg! Richtet ein Zeichen auf für die Völker!

Jer 31,6  Denn es wird die Zeit kommen, dass die Wächter auf dem Gebirge Ephraim rufen: Wohlauf, lasst uns hinaufziehen nach Zion zum HERRN, unserm Gott!

Jer 31,7  Denn so spricht der HERR: Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzet über das Haupt unter den Völkern. Ruft laut, rühmt und sprecht: Der HERR hat seinem Volk geholfen, dem Rest Israels!

 

8. Weil Gott die Gemeinde berufen hat als Hoffnung für Israel.

Röm 11,11 So frage ich nun: Sind sie gestrauchelt, damit sie fallen? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall ist den Heiden das Heil widerfahren, damit Israel ihnen nacheifern sollte.

Röm 11,14  ob ich vielleicht meine Stammverwandten zum Nacheifern reizen und einige von ihnen retten könnte.

 

9. Weil das Land Israel, einschließlich Judäa und Samaria („Westbank“), der zentrale Schauplatz der Welt- und Heilsgeschichte war, ist und sein wird.

 

10. Weil das jüdische Volk während der Zeit seiner 2000-jährigen Zerstreuung von Teilen der Christenheit schändlich behandelt und verfolgt wurde.

1.Mo 12,3  Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

 

11. Wir bejahen die Rückkehr der Juden und Wieder-errichtung eines jüdischen Staates in Israel, weil er gottgewollt ist. Wir treten deshalb ein für Israels Existenz innerhalb gesicherter Grenzen mit Jerusalem als seiner Hauptstadt.

Jer 30,3   Denn siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich das Geschick meines Volks Israel und Juda wenden will, spricht der HERR; und ich will sie wiederbringen in das Land, das ich ihren Vätern gegeben habe, dass sie es besitzen sollen.

Jer 32,41  Es soll meine Freude sein, ihnen Gutes zu tun, und ich will sie in diesem Lande einpflanzen, ganz gewiss, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.

Hes 11,17 Darum sage: So spricht Gott der HERR: Ich will euch zusammenbringen aus den Völkern und will euch sammeln aus den Ländern, in die ihr zerstreut seid, und will euch das Land Israels geben.

 

12. Weil Israel nach Gottes Plan ein Segen für die arabischen Nationen sein wird.

Jes 19, 23-25  Zu der Zeit wird eine Straße sein von Ägypten nach Assyrien, dass die Assyrer nach Ägypten und die Ägypter nach Assyrien kommen und die Ägypter samt den Assyrern Gott dienen.  24 Zu der Zeit wird Israel der Dritte sein mit den Ägyptern und Assyrern, ein Segen mitten auf Erden;  25 denn der HERR Zebaoth wird sie segnen und sprechen: Gesegnet bist du, Ägypten, mein Volk, und du, Assur, meiner Hände Werk, und du, Israel, mein Erbe!

 

13. Weil das jüdische Volk mehr denn je Christen braucht, die sich offen zu Israel stellen, für das Land und die Menschen im Gebet eintreten.

Die Freundschaft und Unterstützung der Christen für das jüdische Volk und die Nation Israel haben einen klaren biblischen Auftrag in dieser Stunde der Geschichte. Der Bibel treue Christen sind gerufen, das Recht Israels auf Existenz zu unterstützen; ja die aufstehen gegen anti-jüdische und anti-israelische Entwicklungen in unserer Gesellschaft und die Israel mit einer kritisch-helfenden Solidarität begleiten.  In diesem Zusammenhang sind wir dankbar für die Menschen, die sich zum jüdischen Volk gestellt haben, auch wenn es ihr Leben gekostet hat.

Psalm 105, 8-11  Er gedenkt ewiglich an seinen Bund, an das Wort, das er verheißen hat für tausend Geschlechter, 9 an den Bund, den er geschlossen hat mit Abraham, und an den Eid, den er Isaak geschworen hat. 10 Er stellte ihn auf für Jakob als Satzung und für Israel als ewigen Bund  11 und sprach: »Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbteils«

 

Als Christen bekennen wir uns zum jüdischen Volk.  Jesus Christus (Christus = hebr „Messias”) wusste sich zuerst zu seinem Volk, zum Hause Israel gesandt. Er hat bis zum Kreuzestod für dieses Volk gebetet. Christen, die seinen Namen tragen, dürfen sich nicht von diesem Volk abwenden.

Die frühe Gemeinde war jüdisch. Die Christenheit entsprang aus jüdischen Wurzeln und hat nie aufgehört, ihnen verpflichtet zu sein (Rö 11,18).

Wir glauben, dass die Wiedereinsetzung des jüdischen Volkes in das Land Israel den im Wort Gottes enthaltenen Verheißungen entspricht, und die Zeit Gottes „Zion vor aller Welt zu bestätigen“, begonnen hat.

Wir glauben, dass Israel (Land, Leute und Nation) eine göttlich bestimmte Zukunft hat und dass Gott sein jüdisches Volk nicht auf Dauer verstoßen hat.

Uns ist bewusst, dass die Barrieren, die heute zwischen Juden und Christen existieren, vor allem durch christlichen Antisemitismus und christliche Verfolgung des jüdischen Volkes verursacht wurden.

Wir sind uns auch heute der jüdischen Wurzeln unseres Glaubens bewusst.

Unser Beistand für Israel ist der Beistand eines Freundes. Sprüche 17.17 „Ein Freund liebt zu jeder Zeit…“

Unser Beistand für Israel ist nicht von ihrer religiösen oder soziologischen Struktur abhängig.

 

Zeichen der Versöhnung:

Gedenkstein „Wald Nürnberg“, einer Pflanzung von 5.000 – 10.000 Bäumen durch Initiative vom AK „Suchet der Stadt Bestes – Nürnberg“ im Wald der deutschen Länder mit insgesamt 500.000 Bäumen in derNegev-Wüste.

 

ISRAEL (hebr. Jisrael)(„er streitet mit Gott“) dem Stammvater Jakob von Gott verliehener Name (1.Mose 32,29;35,10)

Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Israel.svg

FLÄCHE                   22.380 km

Hauptstadt         Jerusalem

Amtssprachen  Hebr./Arabisch

Bevölkerung        8.700.000

Juden                            75 %

Nichtjuden                 25 %

Gepflanzte Bäume  260 mio

 

 

 

 

Wissenwertes

Gebiet verschiedenster Landschaftsformen. Im Norden befindet sich der Berg Hermon mit 2814m. Mittel-meerlandschaft östlich von Jerusalem, Wüste ab Beer Sheva. Das Jordantal liegt 213m u. d. M., am Toten Meer sinkt es auf 400m u. d. M. ab (tiefster Punkt der Erdoberfläche).

Eigentlich ist Israel klein und arm, jedoch war es am Geschehen der Weltgeschichte beteiligt, wie kein anderes Land. Geografisch liegt es am Knotenpunkt 3er Kontinente (Afrika, Asien, Europa), zwischen 2 Meeren (Indischer Ozean/Mittelmeer) und zwischen 3 Wüsten (im O die Syrische Wüste, im S die arabische und SW die Sahara).

Es gibt, Statistiken zu folge, indem kleinen Land 3000 versch. Pflanzenarten –  auf den Britischen Inseln (2 1/2 x so groß) nur 1800 oder 1500 in Ägypten (10x so groß). Kein anderes Land der Welt verfügt über diesen Pflanzenreichtum. Gegenwärtig gibt es in Israel 450 Vogelarten (England: 560 oder USA: 725).

 

Gott nennt dieses Land: ein „KLEINOD“.

 

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636. 70 Jahre Staat Israel – ein umkämpftes Wunder. Mazal tov!

Sonntag, 7. Oktober 2018 | Autor:

Blick vom Ölberg in Jerusalem

 

Liebe Blogbesucher,

ich muss mich beim Thema Israel immer wieder wundern, welch verquerte Meinungen und Ansichten bei den Menschen der Welt aber auch bei Christen vorhanden sind. Wenn man aber einmal nachforscht woher diese Menschen ihre Meinung und Ansichten beziehen, dann braucht man sich nicht zu wundern. Das westliche Europa wird seit der 68er Bewegung durch eine einseitige grün – links – rote Medienlandschaft gesteuert und manipuliert. Diese Ideologen haben sich nie mit Israel wirklich beschäftigt und auch das Christentum ist ihnen weitgehend fremd. Humanismus und Gleichschaltung sind ihre Werkzeuge mit denen Sie die Menschen indoktrinieren.

Übrigens – ohne den Juden Jesus gäbe es kein Christentum und keine Vergebung unserer Schuld.

 

Ich habe mich deshalb gefreut als ich vor einiger Zeit einen Artikel zum 70jährigen Jubiläum von Israel in einer freikirchlichen Gemeinde in Nürnberg gefunden habe.

Ich danke den Autor und Israelkenner Hansjürgen Kitzinger vom Arbeitskreis „Suchet der Stadt Bestes“ aus Nürnberg für die Genehmigung zur Veröffentlichung hier in meinem Blog.

 

Seit König Pharao gab es in jeder Generation Jemand, der das Volk Israel vernichten wollte. Die Wurzeln des jüdischen Volkes lassen sich 4000 Jahre zurück verfolgen. Fast genau so alt ist der Slogan “Lasst uns sie ausrotten, dass sie kein Volk mehr seien und des Namens Israel nicht mehr gedacht werde“ (Psalm 83.5).

Der römische Judenhasser Kaiser Hadrian 135 n.C. wollte den Namen Israel ausradieren und nannte Judäa „Syrie Palestina“, damit man „des Namens Judäa Israel nimmermehr gedenke.“

Nach dem Ende der türkisch-ottomanischen Herrschaft im Heiligen Land im Jahr 1917 übernahm die britische Regierung die Verwaltung über „Palästina“. 1920/22 wurden die Briten vom Völkerbund (UN) beauftragt, dort eine „nationale Heimstätte für die Juden“ einzurichten, und zwar ausdrücklich aufgrund der „historischen Verbindung“ des jüdischen Volkes mit diesem Land.

1923 richtete Großbritannien im Bereich östlich des Jordan das arabische Emirat Transjordanien ein (seit 1950 Jordanien). Damit verblieb nur noch das Gebiet westlich des Jordan für die Wiedererrichtung eines jüdischen Staates. Nach Spannungen zwischen Juden und Arabern gaben die Briten das Mandat 1947 an die UN zurück, ohne den Auftrag für eine „nationale Heimstätte für die Juden“ erfüllt zu haben. Dann verabschiedete die UN am 29.11.1947 in ihrer Resolution 181 mit großer Mehrheit einen Teilungsplan für das Gebiet zwischen Mittelmeer und dem Jordan. Es sollte ein jüdischer und ein arabischer Staat errichtet werden.

Die Juden nahmen den Plan an, die arabisch-islamischen Staaten lehnten geschlossen ab. Gleich darauf gingen die Araber in Palästina zum bewaffneten Widerstand über. Überall im Land kam es zu Bombenanschlägen und Feuerüberfällen auf jüdische Dörfer und Wohnbezirke. Die jüdische Bevölkerung zählte 650.000. Nachdem der letzte britische Hochkommissar abgereist war, wurde gemäß der UN-Resolution am 14.5.1948 von David Ben Gurion der Staat Israel mit folgenden Worten ausgerufen:  „2000 Jahre haben wir auf diese Stunde gewartet und nun ist es geschehen. Wenn die Zeit erfüllt ist, kann Gott nichts widerstehen. Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft.“

Wenige Stunden danach fielen arabische Streitkräfte aus Syrien, Ägypten, Libanon, Transjordanien und aus dem Irak in Israel ein. Die Entstehung des Staates sollte in letzter Minute mit Gewalt verhindert werden. Der junge Staat musste sich verteidigen, der Unabhängigkeitskrieg endete mit mehreren Waffen­stillstandsabkommen im Jahre 1949. Danach kamen Judäa und Samaria (Westjordanland) unter jordanische, der Golan unter syrische und der Gazastreifen unter ägyptische Verwaltung. Jordanien war Besatzermacht der uralten jüdischen Gebiete Judäa und Samaria einschließlich Ost-Jerusalem. Ein „palästinensisches Volk“ gab es nicht. Erst 1968 bezeichnete Arafat die „Araber in Palästina“ als „Palästinenser“. Der Staat Israel anerkannte 1994 die PLO als „Vertreterin des palästinensischen Volkes“. In fünf Kriegen musste sich  Israel verteidigen, hinzu kamen der Libanonrückzug   und zwei Gaza-Kriege.

Der Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 wurde Israel zur Selbstverteidigung aufgezwungen. Die jüdische Armee brachte das gesamte Gebiet westlich des Jordan einschl. Ost-Jerusalem unter seine Kontrolle. Der Wunsch Israels nach Friedensverträgen beantworteten die arabischen Staaten in Khartum  mit einem dreifachen „Nein“: Nein zu Verhandlungen, zum Frieden und zur Anerkennung des jüdischen Staates. Bis heute erkennen außer Jordanien und Ägypten die arabischen Staaten das Existenzrecht Israels nicht an.  

Die Terroranschläge gegen Israel von der 1964 gegründeten PLO, später von der Hamas, der Hisbolla u.a. wollten nicht enden. Trotzdem gab Israel ab 1994 mehrere Städte und Gebiete an die palästinensische Autonomiebehörde  zur Selbstverwaltung.  Im Sommer 2005 zog sich Israel  aus dem Gaza-Streifen und aus vier jüdischen Orten in Nord-Samaria ohne Gegenleistung zurück. Daraufhin wurden in den drei folgenden Jahren weit über 6000 Raketen und Granaten aus Gaza auf Israel  abgefeuert.

Durch die insgesamt 12.000 Raketen, die seit dem Jahr 2000 in Israel  niedergingen, wurden eine Viertelmillion israelische Bürger tyrannisiert und traumatisiert. Deshalb hat Israel am 27.12.2008 eine Militäroperation gegen die Hamas im Gaza-Streifen eingeleitet. Raketen und Granaten schlugen jedoch weiterhin im Süden Israels ein, von der Hisbolla aus Libanon im Norden. Darüber hinaus feuerten Terroristen 250 Raketen auf Israels Ballungsräume.

Am 08.07.2014 eskalierte der Konflikt zum 50-Tage-Gaza-Krieg. 4.200 Raketen  wurden aus Gaza auf Israel abgefeuert. Davon konnten  durch das Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ Hunderte abgefangen werden. So wurde verhindert, dass große Wohngebiete in Israel getroffen wurden. Es wurden 38 Terrortunnel zerstört, durch die die Terroristen in Israel eindringen wollten. Die Hamas baut neue Terrortunnel in Gaza u. lagert Tausende Raketen in Gaza, die Hisbolla ebenfalls  angeblich 140.000 im Libanon. In den letzten fünf Jahren sind 850 Raketen aus Gaza auf Israel abgefeuert worden

Frage: Was würden wir tun, wenn täglich auf unsere Stadt Raketen und Granaten abgefeuert werden? Nach dem Raketenalarm durch die Sirene bis zur Explosion hat man 15-60 Sekunden Zeit, um in einen Schutzraum zu flüchten.

Die Existenz des Staates Israel gründet sich völkerrechtlich auf den Beschluss der UNO neben dem historischen, natürlichen und göttlichen Recht des jüdischen Volkes auf ein eigenes Staatswesen. Israel ist ein säkulärer Rechtsstaat und die einzige Demokratie in Nahost.

Aus 144 Nationen sind die Juden aus der Zerstreuung nach Zion heimgekehrt und diese „Alijah“ (Heimkehr) dauert an. Trotz Gazakrieg und Terror wanderten seit 2014 jährlich rund 25.000 Juden in Israel ein. Junge Juden wollen im wachsenden Hightec-Staat in Freiheit leben. Juden und Christen sind sich einig, dass Gott die lenkende und zentrale Autorität hinter Menschen und Nationen ist. Israel ist die einzige Nation in der Geschichte der Menschheit, die nach zweitausend Jahren wieder erstanden ist.

Christen und Juden wissen aus der Bibel: Israel ist aus göttlicher Inspiration heraus entstanden. Letztendlich erfüllt sich, was Gott in seinem Wort versprochen hat: „Ich nehme die Kinder Israel aus den Völkern heraus, wohin sie gezogen sind und ich sammle sie auf ihrem Boden. Und ich mache sie zu einer Nation im Land.“ (Hes. 37.21).

Israel ist kein Auslaufmodell, der Apostel Paulus wusste um Gottes bleibende Treue zu seinem Bundesvolk: „Gott hat sein Volk nicht verstoßen, welches er zuvor ersehen hat“ (Röm. 11.2). Durch den Propheten Jeremia sagt Gott: „Bevor das Volk Israel aufhört zu existieren, werden Sonne, Mond und Sterne vergehen“  (31.36), und „Wer es antastet, der tastet seinen Augapfel an“ (Sach. 2.12). In den Augen vieler Völker ist Israel ein vermeintliches  Hindernis auf dem Weg zum Weltfrieden, „Jerusalem ein Taumelbecher und Laststein für alle Völker, die sich wund reißen, wenn sie ihn beseitigen wollen“ (Sach.12.2-3). Wer Israel zerstören will, zerstört sich selbst.

Israel – das 4000 Jahre alte Volk, lebt in einem jungen Staat seit 70 Jahren. Nach 2000 Jahren in der Diaspora findet es trotz schmerzvoller Prozesse wieder zusammen.

Der Prophet Jesaja spricht von einem einmaligen Ereignis in der Völkergeschichte (Jes. 66.8): „Wer hat so etwas je gehört? Wer hat dergleichen je gesehen? Kann denn ein Land an einem einzigen Tage ins Dasein gerufen oder ein Volk plötzlich geboren werden? Kaum in Wehen, hat Zion schon ihre Kinder geboren.“

Israels Hauptstadt ist Jerusalem.  Seit 1967 ist die Stadt wiedervereinigt und Regierungssitz.  Nie wurde die Stadt seit 3000 Jahren von einer Fremdmacht zu ihrer Hauptstadt erklärt. Jerusalem  ist der Lebensnerv des jüdischen Volkes und des Staates Israel.  Das moderne Jerusalem entwickelte sich seit 1844 mit den Juden als größter Bevölkerungsgruppe und als die ersten Wohnviertel außerhalb der Stadtmauern gebaut wurden. Jerusalem zählt heute 870.000 Einwohner. Sie ist die größte Stadt Israels.

Die Zukunft Israels unterliegt nicht der Willkür seiner Feinde sondern der Erwählung Adonais.
(Lese-Empfehlung: „Das Buch Sacharja“)

Am ISRAEL Chai – Das Volk Israel lebt!

 

„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist!“

David Ben Gurion, erster Ministerpräsident, 1948

 

Autor: Hansjürgen Kitzinger,  Arbeitskreis „Suchet der Stadt Bestes“

Postfach: 81465, D-90249 Nürnberg     www.ak-sdsb.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

70 Jahre

Staat Israel

ein umkämpftes

Wunder

 

 

 

 

Mazal tov !

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635. Erkennen wir die Zeichen der Zeit…?

Mittwoch, 3. Oktober 2018 | Autor:

NAI-Wenn-das-Feuer-kommt

 

Liebe Blogbesucher,

dieser Artikel hat mir so gut gefallen, dass ich ihn hier meiner Leserschaft zur Kenntnis geben möchte.

Ich danke meinen Bruder Traugott Joachim Mall für die Genehmigung und der Redaktion von Herzen für Israel.

 

NAI

 

Erkennen wir die Zeichen der Zeit…?

 

Liebe Leser, die Sonne “brennt” derzeit vom Himmel. Hitze brütet über unserem Land, und vielen anderen auch. Portugal erleidet einmal mehr verheerende Waldbrände, so auch Kalifornien. Vom Gazastreifen her senden von Hamasshass aufgestachelte Palästinenser Heliumballons mit glühenden Kohlen und stiften Brände, fast ohne Ende.

Was für ein Irrsinn.

Ferien sind angesagt. Wetter soll da nur die Sonnenrolle spielen und der Gedanke an die “Bedürfnisse der gesamten Natur” (die sich nach Erlösung sehnt) sind außen vor. Im Radio höre ich eine Ansage vom Chef des B.U.N.D., der im Bezug auf “Klimarettung” der Politik “Versagen vorwirft”. Anscheinend hat er nicht verstanden, dass der Begriff Klima nichts Weiteres meint als Wetteraufzeichnung über einen Zeitraum von 30 Jahren. Da allerdings gibt es nur geringfügige Abweichungen im 0, 5 % Bereich.

Die Vorstellung der Weltrettung auf der Basis der Theorie vom menschengemachten Klimawandel, ist insbesondere in Deutschland “quasireligiös” und dieses “Feuer eines Irrgeistes” heizt “Windrädle- Emotionen” und “Dieselfahrverbote” an und führte bereits zu eigenmächtigen politischen Fehlentscheidungen, z.B zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz, das uns die teuersten Energiepreise in Europa beschert, die vielleicht besten Atomkraftwerke der Welt abgeschaltet hat und dazu führt, dass um uns herum in Europa ein Atomkraftwerk nach dem anderen gebaut wird.

Die Vorstellung, dass “sobald der Müll in der Trennung klingt, die Seele aus dem Fegfeuer springt” ist halt, und das kann man seit 501 Jahren wissen, ein IRRGLAUBE, der nicht in den Himmel, sondern auf den “Highway to Hell” führt. Dies ist der Titel eines alten Rocksongs der Heavymetal (okkult) Band ACDC, der auch in Deutschland seit Jahren von Hunderttausenden mitgegrölt wird.

Denn sie wissen nicht, was sie tun!

 

Warum nicht? Weil wir ganz offensichtlich unsere Christenpflichten vergessen haben.

  1. Für den Frieden Jerusalems zu beten.

Darüber könnte ich, kurz nach dem vergangenen Sonntag, dem ISRAEL-SONNTAG (laut EKD-Definition) ein Liedchen singen! Ein postmodernes Klagelied, das mir von Israelfreunden aus allen Landesteilen fast gleichlautend- und klingend in den Ohren gellt. Seit über 30 Jahren in einer ev. freikirchlichen Gemeinde, kann ich nur konstatieren, dass die Gebetstreffen überaus dünn besetzt sind und ein mitgegründeter Stadtgebetskreis an anderem krankt. Das scheint mir symptomatisch zu sein.

  1. Für alle Obrigkeit zu beten.

Dem Vernehmen nach hat der CDU- Politiker Volker Kauder, Redner im Rahmen der Allianzkonferenz in Bad Blankenburg, auf die Frage einer Israelfreundin nach dem C in der Parteiwortmarke folgendes zur Antwort gegeben: “ Die im Bundestag sind, sind gewählt. Wenn das keine Christen sind, dann liegt es daran, dass Christen keine Christen wählen, oder diese bibelgläubigen Leute nicht für politische Ämter zu Verfügung stehen!” Vielleicht ist damit auch ein Stück Missionsbefehl missachtet. Im Paulus-Sinne den “Juden ein Jude”, den “Griechen ein Grieche” dem “Punk ein Punk” und dem “Politiker ein Politiker”.

Als Herzen für Israel haben wir immer gewagt, auch in diesen Raum hinein “missionarisch” tätig zu sein. Damals über das FAXGERÄT als Möglichkeit, Tausende von Botschaften strategisch zu versenden, später per e-mail erweiterte Personenkreise gezielt zu erreichen.

Diese Möglichkeiten sind inzwischen durch Kontrollmechanismen, die von Heiko Maas eingeführt wurden, zusehends erschwert oder stellenweise verunmöglicht worden. Nein, es ist eben nicht “Freiheit die ich meine” sondern “Kontrolle an der falschen Stelle, die ich verneine”!

Als Christen können wir wissen was da auf uns zukommt. In “luziferischem Licht positiv erscheinend”. Wie der Zeitgeist eben zu allen Zeiten war. Mal “braun” mal “rot-blau” mal (frech-geklaut) “Regenbogenbunt” und leider bleibt es laut Goethe auch weiterhin dabei: “Den Teufel spürt das Völkchen nie, auch wenn er es am Kragen hätte”!

Die ernste Frage: “Erkennen wir die Zeichen der Zeit und verhalten uns entsprechend”?

Den Versuch (2.) hatten wir mit unserem “Brief an Merkel” gemacht. Haben Sie sich beteiligt und wenn ja Erfahrung damit gemacht? Bitte lassen Sie`s uns wissen.

Ebenso mit der Kartenaktion in Sachen Judensau. (1.) Noch haben wir eine Restauflage zum Weitergeben. Bitte melden Sie sich, wenn Sie noch, oder nochmals weitergeben und versenden wollen. Dies gilt übrigens auch für die “Happy birthday” ISARELKARTEN, mit nunmehr noch vier verschiedenen Motiven. Solange Vorrat reicht, senden wir Ihnen gerne die gewünschte Menge zu!

In JAKOBUS 4 begegnet uns eine sehr ernste Ansage, die ich vorhin kurz angedeutet hatte. Allerdings muss ich mich gleich mal “an die eigene Nase fassen”

Hier der Text:

Warnung vor Unfriede

1 Woher kommt Streit, woher Krieg unter euch? Kommt’s nicht daher: aus euren Gelüsten, die da streiten in euren Gliedern?

2 Ihr seid begierig und erlangt’s nicht; ihr mordet und neidet und gewinnt nichts; ihr streitet und kämpft; ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet;

3 ihr bittet und empfangt’s nicht, weil ihr in übler Absicht bittet, nämlich damit ihr’s für eure Gelüste vergeuden könnt.

4 Ihr Ehebrecher, wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein.

5 Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: Der Geist, den er in uns wohnen ließ, drängt nach Neid;

6 doch Gott gibt größere Gnade. Darum heißt es (Sprüche 3,34): »Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. «

7 So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.

8 Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen.

9 Klagt, trauert und weint; euer Lachen verkehre sich in Weinen und eure Freude in Traurigkeit.

10 Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.

11 Verleumdet einander nicht. Wer seinen Bruder verleumdet oder seinen Bruder verurteilt, der verleumdet und verurteilt das Gesetz. Verurteilst du aber das Gesetz, so bist du nicht ein Täter des Gesetzes, sondern ein Richter.

12 Einer ist der Gesetzgeber und Richter, der selig machen und verdammen kann. Wer aber bist du, dass du den Nächsten verurteilst? Warnung vor Selbstsicherheit

13 Wohlan nun, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die oder die Stadt gehen und wollen ein Jahr dort zubringen und Handel treiben und Gewinn machen –,

14 und wisst nicht, was morgen sein wird. Was ist euer Leben? Dunst seid ihr, der eine kleine Zeit bleibt und dann verschwindet.

15 Dagegen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will, werden wir leben und dies oder das tun.

16 Nun aber rühmt ihr euch in eurem Übermut. All solches Rühmen ist böse.

17 Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut’s nicht, dem ist’s Sünde.

 

Wir befinden uns in einer “finsteren Welt”. Nichts Neues, denn das war sie von Anfang an. Immer mehr jedoch frage ich mich, wie es möglich war, so viele Jahre meines Lebens zu glauben, dass es (neben dem “Göttlichen” und dem “Luziferischen”) tatsächlich noch andere “Quellen der Weisheit und Erkenntnis = Licht” gäbe. Vielleicht durch die Tatsache in einer von Humanismus (= griechischem Denken) geprägten Welt aufgewachsen zu sein und seit langem in einer Stadt zu leben, die insbesondere auf “ihren” Reuchlin so stolz ist (den sie mit gleichnamiger Medaille würdigt – die sie dann an “bedeutungsvolle” Zeitgenossen als Preis weitergibt, die sich im Sinne der “Humanität” hervorgetan haben! – was auch immer das heißen mag!)

In einem früheren Anschreiben hatte ich darauf hingewiesen, dass wir uns ja, als “Kinder des Lichts” in einen Krieg hinein gestellt wissen. Licht versus Finsternis. Ein Krieg, in dem es wie in allen nur drei Hauptziele gibt:

  1. Den Enthauptungsschlag gegen das HAUPTQUARTIER, in unserem Falle die Störung oder Zerstörung unserer ganz persönlichen Beziehung zu GOTT. Der zweite “Schlag” gilt den KOMMUNIKATIONSMÖGLICHKEITEN der Truppenteile untereinander. In unserer geistlichen Sicht, das Verwirrung stiften zwischen Ehepartnern, in Familien und Gemeinden. Drittens der Angriff auf den NACHSCHUB UND DIE NACHSCHUBWEGE. In unserem Fall Gebet und finanzielle Hilfen, ohne die eine erfolgreiche Missionsarbeit nicht möglich ist.

Jakobus nennt uns Gründe und Ursachen, Fehlhaltungen die dringend korrigiert, behoben und geheilt werden müssen, damit Reich-Gottes-Arbeit eben nicht gehindert wird, sondern erfolgreich vorwärts gehen kann.

Einen Tipp zu Punkt 1 verdanken wir Doron Schneider, der von den “ältesten Olivenbäumen in Jerusalem sprach”. Schnell relativierte er die “Werbeaussage”, “aus der Zeit Jesu” auf offiziell geschätzte 1200 Jahre.

Seine Darstellung: “ Christliche Mönche haben auf die Wurzeln dieser Ölbäume immer wieder neue Zweige eingepfropft. Dadurch sind sehr dicke Stämme entstanden die reiche Frucht trugen – bis zum heutigen Tag! Ohne diese Arbeit wäre die Wurzel vertrocknet. Das Aufpfropfen hat sie am Leben erhalten und reiche Frucht – durch die Zeiten hindurch – bewirkt! Ein gutes Bild für unsere Aufgabe als “aus den Nationen” auf den auserwählten Ölbaum “Eingepfropfte”. Nehmen wir diese Bitte ernst.

Im Rückblick auf die vergangenen Jahre, die für uns sehr große Herausforderungen parat hatten – wie für so viele unserer Generation: Kümmern um die “Altvorderen” so gut das geht, die Kinder in die Welt entlassen und im Rahmen der Möglichkeiten begleiten. Im Sinne des Besprochenen die Arbeit vorwärtsbringen:

Wir sind dankbar, dass wir “jüngst zu Pfingsten” einen “Partnerverein” aus der Taufe heben konnten. Jetzt ist deutsch-israelische Freundschaft nochmals praktischer geworden (fünf deutsche und drei israelische Gründungsmitglieder).

Eine Volontärin und meine Frau sind für geraume Zeit vor Ort und bemühen sich, alles Notwendige “auf die Reihe zu kriegen”

 

Traugott Joachim Mall & Team

 

Thema: Denke einmal nach! | Beitrag kommentieren

634. Schalom!

Mittwoch, 3. Oktober 2018 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

dieser Artikel hat mir so gut gefallen, dass ich ihn hier meiner Leserschaft zur Kenntnis geben möchte.

Ich danke meinen Bruder Traugott Joachim Mall für die Genehmigung und der Redaktion von Herzen für Israel.

 

 

Schalom!

Nochmals möchte ich die Bedeutung dieser Begrüßung an den Anfang dieses Anschreibens stellen. Einfach deshalb, weil wir in einer Zeit leben und uns sogar ein Stück weit daran gewöhnt haben, grußlos aneinander vorüber zu gehen. Den anderen nicht mehr wahrzunehmen. Das mag gehen bis hin zum “Was guckst Du” als einem Ausdruck einer oft unbewusst und tief sitzenden Furcht vor dem “bösen Blick”. Sicherlich ein Stück weit auch abhängig vom kulturellen Background. Mancher handfeste Raufhändel mag in einem solchen bewussten, “den anderen sehen” seinen Ursprung gehabt haben.

In Supermärkten kommt man nicht mehr unbedingt ins Gespräch. Manchmal ernte ich erstaunte Blicke, wenn ich den Versuch mache, eine Wortbrücke zum Nächsten zu bauen. Ein herzliches “Grüß Gott” oder eine nette Bemerkung können da schon leicht den Unterschied machen und dazu führen, dass man miteinander ins Gespräch kommt. (Nicht nur einmal habe ich erlebt, dass ich für Menschen, denen ich so beim Einkaufen begegnet bin, konkret beten durfte).

Noch distanzierter ist in aller Regel der Umgang bei Begegnungen in Bankvorräumen, dort wo sich die Kassenautomaten befinden. Manchmal ist regelrecht Furcht vor dem anderen spürbar. Zu bestimmten Tageszeiten und abhängig vom jeweiligen Umfeld und der temporären Zusammenfügung der Leute, die sich gerade mal eben wegen der Teilhabe an der “Weltmacht Geld” zusammengefunden haben. “Darf ich mit tippen und wir machen halbe halbe” hat schon oft zur überraschten Erheiterung und Lockerung der Atmosphäre beigetragen.

Vor wenigen Jahren bot die Post noch ein Häuschen an, von dem aus man seine privaten Gespräche führen konnte. Dann ließ uns die Telekom mit ihren pinkfarbenen Säulen im Regen stehen. Inzwischen haben wir fast alle diese Telefone, die als “smart” (klug) gelten und die uns für alle fast immer erreichbar gemacht haben. Mühsam mussten wir lernen, dass lautstarkes Streiten am Telefon auf den Straßen in der Großstadtnacht ruhestörend ist und daher besser unterbleiben und Privatgespräche im Bus nicht jeden interessieren und schon gar nicht interes-sieren müssen.

Auch in Stammgaststätten mit Freundes- und Familientischen zeichnet sich als klug aus, wer das “Mobil” in der Tasche lässt. Einige Gastronomen haben inzwischen auf dieses Bedürfnis reagiert, und bieten sogar den Tischen zugeordnete Schließfächer an.

Ich führe diese kleinen Alltagssituationen deshalb an, weil sie alle Ausdruck sind für fehlenden Frieden. Umgekehrt zeigen mir die gemachten Erfahrungen wie groß bei vielen die Sehnsucht ist, als Mensch, als Gegenüber wahrgenommen zu werden. Da kommt diesem Grüßen tatsächlich eine besondere Bedeutung zu.

Ich grüße Sie also ganz herzlich und wünsche Ihnen Schalom:

Auf der Basis der Bibelübersetzung “Neue King James” sind folgende Begriffe zu lesen, die im Schalom beinhaltet sind:

“Komplett sein, Ganzheit, Gesundheit, Frieden, Wohlstand, Wohlergehen, Sicherheit, Ausgeglichenheit, Sattsein, Ruhe, Fülle, Ausruhen, Harmonie, Wachstum, Perfektion, Abwesenheit von Störungen und Agitation” Schalom stammt vom Wurzelbegriff “shalem” ab. Dieser bedeutet. “Ganz sein, erfüllt sein, perfekt sein” Im modernen Hebräisch gibt es offensichtlich verwandte Begriffe, wie z.B.“shelem” das “bezahlen” bedeutet und “shulam” das “voll bezahlt werden” meint.

 

Beides kommt in unserem Wirtschafts-Leben immer seltener vor. Zumindest im Bezug auf immer größere Kreise unserer Gesellschaft. Allen anderslautenden politischen Verlautbarungen zum Trotz. Vieles wird nicht oder nur unzureichend honoriert und voll bezahlt werden oft diejenigen, die eh schon herausragend entlohnt werden. Aber das war und ist Teil dieser finsteren Welt, in der wir leben.

Markus 10, 42 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisset, dass die Mächtigen dieser Welt ihre Völker unterdrücken. 43 Aber also soll es unter euch nicht sein. Sondern welcher will groß werden unter euch, der soll euer Diener sein; Johannes 1, 16 Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. 17 Denn das Gesetz ist durch Moses gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden.…

Philipper 4, 19 Gott aber wird ausfüllen allen Mangel gemäß seinem Reichtum in der Herrlichkeit in Christo Jesu.

Schabbat! Im ursächlichen Zusammenhang mit dem Schalom steht der Schabbat. Deutlich an den Aspekten Ausgeglichenheit, Sattsein, Ruhe, Fülle, Ausruhen und Harmonie.

2.Mose 20:11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.

Es liegt über 25 Jahre zurück, als mein damaliger Chef mich eines Sonntags in der Frühe anrief und mit für ihn außergewöhnlichen Worten: “Schau mal was unser Herrgott für Wetter schenkt” mich auf eine für ihn wichtige Geschäftsreise schicken wollte. Entgegen meiner sonstigen Ruheabsicht machte ich mich mit meinem umfangreichen Fotoequipment, das ich im Fahrgastraum verstaut hatte, auf den Weg. Schon nach wenigen Kilometern machte mir der ekelhaft penetrante Benzingeruch derart zu schaffen, dass ich nur mit offenen Fenstern weiterfahren konnte und sofort an der nächsten Tankstelle anhielt um der Ursache auf den Grund zu gehen. Ich war nicht wenig erstaunt, als ich den Kofferraum treibstoffgeflutet vorfand, weil die in den Tank eingelassene Vorrichtung für das Messgerät aufgebrochen war und damit der Tankinhalt sich in den Kofferraum hatte ergießen können. Langer Rede kurzer Sinn. Das gesamte Unterfangen musste ich abbrechen und habe mich daraufhin festgelegt, nicht mehr sonntags zu arbeiten. Die so mit erzwungener Verspätung durchgeführten Arbeiten waren dann derart erfolgreich, dass am Ende des Gesamtprojektes sogar eine internationale Auszeichnung stand.

 

Es bleibt dabei: An Gottes Segen ist eben alles gelegen. Und, Sein Wort ist wahr und was Er zusagt, das hält er gewiss. Jedes SEINER WORTE ist Wahrheit und LICHT auf dem Weg zum Leben. Licht in einer dunklen Welt. Was kann aus der Dunkelheit anderes als Dunkel kommen?

Wie kann man von Menschen die im Finstern wandeln, Erhellendes erwarten? Tatsächlich – und das wird mir immer deutlicher – sind all die angeblich klugen Einsichten, Erkenntnisse, Erklärungen, Konzepte, Pläne, wie sie uns tagtäglich auf allen inzwischen medial möglichen Wegen begegnen (seit Gutenbergs Zeiten in Bergen von Büchern erschlagen) eben nichts anderes als irdisch, menschlich, verderbliche Ware, deren Verfallsdatum schon bei der Drucklegung überschritten ist.

Angesichts der medialen Revolution mutet ein Satz wie “nichts ist älter als die Zeitung von gestern” antiquiert an. Beim “Alten Buch” ist das ganz anders: Hierin und in dem, der dahinter steht, finden wir alles, was wir zum Leben brauchen – und zu einem “seligen Tod”.

Zurück: Es gibt eine Diskussion um die Bedeutung des Sonntags als Schabbat-ersatz versus dem Schabbat als echtem biblisch verbrieften Gottesgebot. Diese Diskussion möchte ich hier jedoch nicht führen, denn es geht beim Schabbat prinzipiell dann doch um sehr viel mehr.

Aus der Fülle der uns inzwischen bekannten “Naturgesetze”, die wir natürlich als vom Schöpfer erschaffen und festgelegt wissen, greifen wir – sozusagen exemplarisch – den Schabbat heraus:

Wer das menschliche Wachstum anschaut wird feststellen, dass kulturübergreifend bestimmte Wachstumsschritte, so wie Wachstumsknoten bei Pflanzen, auf dieser Siebener-Abfolge stattfinden (Bei uns im Westen so definiert z.B. als Sieben (Schulreife), 14 (Jugendliche), 21 (Erwachsen) 28 etc. Überprüfen Sie das gerne mal selbst im Rückblick auf Ihr eigenes Leben!

Im Bezug auf den Boden wissen wir um das Schabbatjahr, bei dem die Felder unbearbeitet sich erholen sollen. Die industrielle Welt hat sich schon lange über dieses Gebot hinweggesetzt. Chemische Dünger, Pflanzenschutzmittel und Insektenvernichter sind seit vielen Jahren fester Bestandteil einer Gottes Gebote missachtenden Unkultur.

“Ohne Gott und Sonnenschein, bringen wir die Ernte ein”, war nur einer der Slogans, welche der “real existent gewesene” Sozialismus in die Hirne gepresst hat. Mit deprimierenden Folgen bis heute.

Heute setzt sich eine ebenso gottlose Regentenclique selbst über den gesunden Menschenverstand hinweg. Wenn z.B. Bayer den US-Konzern Monsanto aufkauft, der durch hochgiftige Produkte wie Round-Up für massive negative Folgen in die Ernährungskette hinein gesorgt hat, ist das nicht nur der anhängigen Klagen wegen dumm. Monsanto hat seinen Saaten die Keimfähigkeit genetisch wegmanipuliert und hat damit die Erzeuger in eine Abhängigkeit von Round-up resistenten Arten und notwendigen begleitenden Produkten geführt.

Viele Farmer in Indien haben sich aufgrund dieser Verschuldungsfalle das Leben genommen. Bis der Staat eingegriffen hat, und Monsanto dort seine Produkte vom Markt nehmen musste.

Andere Folgen der Intensivlandwirtschaft sind z.B das Insekten- und Bienensterben, das natürlich auch andere Arten betrifft. Eine Abnahme von Nährstoffen in fast allen unseren Lebensmitteln (Obst, Gemüse) lässt sich ab 1990 festmachen.

Bis dahin konnte man davon ausgehen, dass z.B eine Kartoffel das an Wertstoff lieferte, was man erwarten konnte. Seit dem – so ernst zu nehmende Studien – hat sich der Gehalt um mehr als die Hälfte reduziert. Wie gesagt in fast allen agrarischen Erzeugnissen. (Fazit: Mangelernährung trotz vollem Teller!)

Hinzu kommt, dass viele unserer Lebensmittel inzwischen angereichert sind mit schädlichen Stoffen, die sich, weil unzureichend abbaubar, in unserem Organismus nachweisen lassen. Gestiegenes Krebsrisiko sowie Veränderung der Erbinformation stehen als Gefahren im “Körper-Raum”. Missliebige Forschungsergebnisse “unter den Teppich zu kehren”, ist leider böse “industrielle” Art geworden.

(Siehe Abgasskandal) Nicht zu leugnende Tatsachen sind die Vielzahl von Fällen in der Fläche unseres Landes, die auf eine generelle Schwächung des Immunsystems hinweisen. Die starke Zunahme von unterschiedlichsten Allergien ist nur ein Ausdruck davon.

Dieser Hinweis auf die Konsequenzen, die auf das Missachten des Schabbat-gebotes zurückzuführen sind, soll uns einladen uns mehr mit dieser Thematik zu befassen. Tatsächlich geht es aber um den sich abzeichnenden “Endkampf” zwischen dem Schöpfer Himmels und Erde, der seinerzeit seinem Auserwählten Mose, eben diese “Grundgesetze” zu gelingendem Leben für alle Menschen aller Rassen, Völker und Nationen aller Zeiten stellvertretend anvertraut hat, und dem großen Widersacher, dem Diabolos (Durcheinanderbringer), “Vater der Lüge” Luzifer (Lichtbringer), der damals Moses Bruder Aaron missbrauchen konnte, um im “Goldenen Kalb” und dem damit verbundenen “Baalsdienst” (Sex, Drugs, “Rock`n Roll” seine ebenso gültige “Antithese” in die Weltzeit zu bringen.

Paulus weist in 1.Timotheus 6, 9 darauf hin: “Denn die da reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Stricke und viel törichte und schädliche Lüste, welche versenken die Menschen ins Verderben und Verdammnis. 10 Denn (die Liebe zum Geld) Geiz ist eine Wurzel alles Übels; das hat etliche gelüstet und sind vom Glauben irregegangen und machen sich selbst viel Schmerzen”.

Wie mir vor kurzem ein Landwirt der sich auf dem Weg zu einer Getreidemühle (die leider auch am Verschwinden sind) befand, mitteilte, sei seine Ernte von 2019 bereits an der Börse “verzockt” (so funktioniert unser “Weltwirtschaftssystem” eben) und er kämpfe aufgrund der geringen Erzeugerpreise um sein “Überleben”.

Dem Mammon wurde und wird nicht nur an den Börsen der Welt gehuldigt.

Mit größtem Einfluss strippenziehen die “Hohen Priester”, die Privatbanker der “Federal Reserve” (siehe Federal Reserve Act seit 1913), denen es gelungen ist, im “IWF”, der Weltbank, in den Herren der Zentralbanken, ihren “Klerus” eingesetzt zu haben. In dem Wunsch, dass ihr “Messias” sozusagen als “Schlussstein der Pyramide” einmal auf dem Thron in der neuerbauten Replik des “Tempel Salomonis” in Jerusalem sitzen möge.

Bibelleser wissen mehr und sind sicher, dass der im Himmel sitzt, ihrer spottet. (Psalm 2)

Sein Reich komme, Sein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

 

So bei Ihnen und mir, IHR

Traugott Joachim Mall & Team

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633. Das Energie Chaos der Politik

Samstag, 22. September 2018 | Autor:

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Liebe Blogbesucher,

immer wenn mir dieses Thema in die Quere kommt muss ich an eine bestimmte Partei im Bundestag und an den Rattenfänger von Hameln denken. Dabei kommt unweigerlich auch der Gedanke auf, ist es denn möglich, dass die angeblich so intelligenten Menschen des 21. Jahrhunderts auf die Finden einer leicht durchschaubaren Idelogie herein fallen. Und ich muss feststellen, ja es ist möglich, und besonders bei den deutschen Bürgern. Welch eine Tragik.

Schalten Sie beim lesen des nachfolgenden Artikel einfach mal ihren gesunden Menschenverstand ein, und urteilen Sie dann selbst.

PV Anlage

 

Liebe Freunde,

die JUNGEN FREIHEIT befasst sich in ihrer Ausgabe vom 24. August 2018 mit den natürlichen Schranken der Energiewende und bringt dazu folgendes Beispiel:

Der russische Eisbrecher “Arktika” ist mit zwei kleinen Kernreaktoren ausgestattet, welche die Energie für zwei Generatoren mit einer Gesamtleistungvon 55,2 Megawatt liefern. Auf Photovoltaik statt auf Uran angewiesen, gliche der Eisbrecher einem gewaltigen Flugzeugträger, weil für eine vergleichbare

Leistung Sonnenstrom 5,5 Quadratkilometer Deckfläche für Solarzellen nötig wären. Wollte man den Eisbrecher mit Windkraft betreiben, müsste man ein Ungetüm konstruieren, das 42 Turbinen des modernsten Typs Enecron E 126 (198 Meter hoch und mit jeweils 1,3 Megawatt Leistung) zu tragen hätte.

Mit dieser Thematik befasst hat sich Horst-Joachim Lüdecke, bis 2008 Professor für Informatik, Operations Research und Physik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlands, heute im „Unruhestand“ und ein scharfer Kritiker des von der Bundesregierung betriebenen Ausstiegs aus Kohle und Kernkraft.

Es ist wohl so, dass den Politikern, die aus ideologischen Gründen die Energiewende und den Ausstieg aus bisherigen Technologien betreiben, sowohl die Kenntnis als auch das Verständnis für physikalische Gesetzmäßigkeiten abgeht.

Atomkraftwerk_by_Daniel Bleyenberg_pixelio.de

 

 

Entscheidende Parameter sind Energiedichte und Leistungsdichte, die sich auf der Hüllrohrfläche eines Reaktors oder der Brennkesselwand entfalten. Bei Uran und Kohle mit einer Leistungsdichte von 300.000 bzw. 250.000 Watt pro Quadratmeter entfaltet sich die Energie schon auf kleinen Flächen.

Wind und Sonne bringen es hier nur auf kümmerliche 45 bis 200 Watt bei Turbinen und nur 10 Watt pro Quadratmeter bei Solarzellen. Hinzu kommt, dass sich die Leistung bei Verschmutzung oder bei Zuschneien dem Wert Null nähert.

Diese geringe Leistung kann nur mittels immer noch gigantischerer Windräder und immer noch riesigerer Solarzellenfelder ausgeglichen werden, wobei man an natürliche Grenzen stößt, weil es einfach nicht möglich ist, gewaltige Landstriche mit Solarzellen zu versiegeln oder mit gigantischen Windrädern zuzudecken.

Was weiterhin fehlt, sind entsprechende Stromtrassen, mittels derer der Strom weitergeleitet werden kann und ebenso gibt es noch keine brauchbare Speichertechnik, so dass weiterhin auf konventionelle Kraftwerke zurückgegriffen werden muss.

Das Einzige, was die “Energiewende” bislang gebracht hat, ist, dass wir in Deutschland die höchsten Strompreise in Europa haben. Das “Erneuerbare-Energie-Gesetz” kostet Industrie und privaten Stromkunden 30 Milliarden Euro pro Jahr, die damit die unter freien Marktverhältnissen gar nicht konkurrenzfähige Energieform mitsamt den für den wetterabhängigen “Wackelstrom” unverzichtbaren konventionellen Kraftwerken subventionieren.

 

Wie ist das alles zu bewerten?

 

Die Bundeskanzlerin neigt zu nicht nachvollziehbaren spontanen Einfällen, zu denen auch der “Ausstieg aus der Kernenergie” und die damit verbundene “Energiewende” gehören. Was verwundert ist, dass eine Kanzlerin so selbstherrlich wie eine absolutistische Herrscherin über das Parlament hinweg bestimmen kann, ohne dass sich Widerstand regt.

Wenn Frau Merkel wirklich Physikerin ist und ihr Diplom nicht im “russischen Roulette” als Gegenleistung für ihre Gesinnungstreue gewonnen hat, muss ihr das alles klar sein. Aber als “Honeckers Trojanerin”, wie sie schon apostrophiert wurde, ist sie gehalten, unserem Land zu schaden.

Das Element Silizium kommt nicht nur im Kosmos, sondern auch auf der Erde sehr häufig vor. In reiner Form wird es für die Herstellung von Solarzellen benötigt. Es ist allerdings so, dass auch das reinste Silizium noch keine elektrolytischen Eigenschaften hat.

Diese hat es erst, wenn es zuvor mit hochgiftigen Zusatzstoffen wie Cadmium und Tellur “dotiert” wurde. Erst dann ist es für die Energieerzeugung zu gebrauchen und kann in Solarzellen verbaut werden. In Deutschland unterliegt die Verarbeitung der genannten giftigen Elemente strengen Bestimmungen oder ist überhaupt verboten.

Wir haben hier ein ähnliches Problem wie mit dem Atommüll, weil auch die Solarzellen nicht ewig halten, sondern irgendwann entsorgt werden müssen. Wie gewinnt man dann die hochgiftigen Bestandteile aus den Solarzellen zurück?

Solarzellen haben aber noch eine andere unangenehme Eigenschaft, die aus Gründen politischer Korrektheit verschwiegen wird: Da sie ständig unter Spannung stehen, erschweren sie im Brandfall die Löscharbeiten, weil sie die Feuerwehrleute gefährden. Man lässt ein Haus dann lieber abbrennen.

Auch die Windräder sind der Schrott von Morgen, der irgendwann entsorgt werden muss. Die sehr gesundheitsbewussten Deutschen, die überall Gefahren wittern, fühlen sich mittlerweile auch durch Windräder belästigt, die deshalb einen bestimmten Abstand zu bewohnten Ortschaften einhalten müssen.

Als lästig wird das Wummern der Rotoren empfunden, und außerdem soll von den Rotoren ein gesundheitsschädlicher Infraschall ausgehen, der zwar nicht hörbar ist, aber erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen bewirken soll, zumal der Infraschall selbst Wände durchdringt und innerhalb der Häusermauern durch Reflexion verstärkt wird.

Infraschall ist das Gegenteil von Ultraschall. Also ein Schall mit einer niedrigen Frequenz, die unterhalb der Hörgrenze liegt. Also nicht nur lästiger Lärm kann stören, sondern auch unhörbarer Lärm.

Die gesundheitlichen Beschwerden der Anwohner, unter anderem in Dänemark, haben dort zu einem Stopp des Baus von Windkraftanlagen geführt.

Auch bei uns bilden sich Bürgerinitiativen gegen den Bau von Windrädern.

Bei den Windrädern kommt noch hinzu, dass ihre Leistung bei nachlassendem Wind überproportional sinkt. Die Betonmassen für aktuell 28.000 Windräder sind das Äquivalent für 6.860 Autobahnkilometer.

Und eine weitere “Gefahr” habe ich noch gar nicht erwähnt: Nämlich den “gesundheitsschädlichen Elektrosmog”, der möglicherweise von Hochspannungsleitungen bzw. Stromtrassen ausgeht.

Mir fällt hierzu eine Dame ein, die durch einen Sendemast in ihrer Nähe ganz erhebliche gesundheitliche Beschwerden erlitt, wobei die Beschwerden bereits auftraten, als der Mast noch gar nicht in Betrieb war.

Das entbehrt nicht einer gewissen Komik, denn von irgendwoher muss der Strom ja kommen.

Gegen Kernkraft und Kohle wurde bzw. wird Front gemacht, und wie ich sehe, hat sich die wirkliche oder auch nur eingebildete Gefahrensituation durch die Energiewende nicht verringert.

Ein rotierendes Windrad erreicht an seinen Flügelspitzen Geschwindigkeiten von 300-400 km/h, weshalb dadurch auch Vögel geschreddert werden. Nachweislich gefährlich sind Windräder damit nur für die Vögel.

Die Idee, die im Sonnenlicht und im Wind enthaltene Energie zu verwerten, ist nicht schlecht und im kleineren Rahmen sicher auch sinnvoll. Was man bei uns allerdings vorhat, ist total überzogen.

Ich meine, dass die Energie der Zukunft die Kernenergie ist, auf die man früher und später zurückkommen wird, nachdem man genügend Reinfälle mit erneuerbaren Energien erlebt und damit ausreichend Lehrgeld gezahlt hat. Die Zukunft liegt meines Erachtens in der Kernfusion, wie sie auch in der Sonne stattfindet. Das wäre dann wirkliche “Sonnenenergie”.

Aus ideologischen Gründen wird bei uns hier nicht weitergeforscht. Die Entwicklungen und das Geschäft werden, wenn wir den technischen Fortschritt verpassen, dann von anderen gemacht. Denn für unsere Solarzellen –und Windrad-Ladenhüter wird sich niemand mehr interessieren.

 

Was kann vom Wort Gottes dazu gesagt werden?

Was der Gottlose fürchtet, das wird ihm begegnen;

Sprüche 10, Vers 24

 

In der Psychologie spricht man hier von “Erfüllungszwang”. Dass heißt, dass derjenige, der sich vor etwas fürchtet, durch sein unsicheres und zwanghaftes Verhalten dazu beiträgt, dass genau das passiert, was er am meisten befürchtet.

Das liegt daran, dass das bei uns weit verbreitete Bedenkenträgertum vor lauter Bedenken und Einwänden zu keinen Entscheidungen kommt und damit genau das eintritt, was eigentlich verhindert werden sollte.

Ich las dieser Tage die Geschichte vom Eselskelett, das zwischen zwei Heuhaufen gefunden wurde. Der Esel verendete, weil er sich nicht entscheiden konnte, von welchem Heuhaufen er fressen wollte.

Christen sind nicht leichtsinnig oder unvorsichtig. Aber im Vertrauen auf Gott, der alles in Händen hat, haben sie den Mut, neue Dinge anzupacken.

Aber woher soll der Mut in einer zunehmend gottlosen Gesellschaft kommen?

 

Es grüßt

Jörgen

 

 

Thema: Deutschland wach auf! | Ein Kommentar

632. Skandalöse Entwicklungen in Deutschland

Samstag, 22. September 2018 | Autor:

Demo für alle

Liebe Blogbesucher,

immer wenn mir dieses Thema Gender, Ehe für alle und dergleichen über den Weg läuft dann muss ich an einen Ausspruch denken, den mir vor Jahren mal jemand gesagt hat.

Wenn Gott die Sünden in unserem Volk und in unserer Politik ansieht, dann müsste er sich nachträglich – muss ER natürlich nicht, weil er ja Gott ist – bei Sodom und Gomorrah entschuldigen. Der Verfall von Werten hat in den letzten zwei Jahrzehnten so dramatisch zugenommen, dass man sich fast keine Steigerung des Abfalls mehr vorstellen kann. Wenn man aber das Wort Gottes kennt, dann weiß man das es eine Zuspitzung der Gotteslästerung gibt. Gott wird dann in dramatischer Art und Weise eingreifen, so dass die ganze Schar der Gotteslästerer in Angst und Schrecken kommen werden und dann wird das Ende kommen. Das heißt, Gott wird die Lebenden und die Toten richten. Dann wird keiner der Schreier und Lästerer nur noch einen Ton von den Lippen bekommen, und es wird für all diese Menschen keine Chance mehr zur Umkehr geben.

Viele Christen beten zurzeit noch für diese Menschen, dass Sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und umkehren. Leider erleben wir dies im Wohlstandsland – Deutschland sehr wenig. In Ländern denen es wirtschaftlich viel schlechter geht, bekehren sich Menschen zu Zehntausenden täglich zu Jesus – denn Er allein ist der Weg zu Gott.

 

 

Demo für alle in Köln – die Gegenspieler

Ich bedanke mich bei Frau Hedwig von Beverfoerde für die Genehmigung zur Veröffentlichung von Text und Bild hier auf meinem Blog.

Hedwig_Freifrau_von_Beverfoerde(Wikipedia)

Ehe für alle

 

Nachdem eine Normenkontrollklage gegen das verfassungswidrige Ehe-Öffnungsgesetz vorerst in die Ferne gerückt ist und homosexuelle Paare das Recht auf „Ehe“ haben, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie auch ein Recht auf eigene Kinder einfordern werden. Der Ruf nach Legalisierung der in Deutschland zu Recht verbotenen Leihmutterschaft und Eizellspende, um auch schwulen Männern ihren Kinderwunsch zu erfüllen, wird jedenfalls immer lauter.

Das wachsende Interesse der Medien an dem Thema (siehe Presseschau Leihmutterschaft) und der große Andrang auf der 2. „Kinderwunsch“-Messe vor kurzem in Berlin sind dafür ein alarmierender Beleg. Ausländische Leihmütter- und Eizellspenderfirmen warben dort offensiv für ihre Dienste. Die erste Kinderwunsch-Messe vor einem Jahr hatte zumindest bei Fachärzten noch für Kritik gesorgt. Sie warnten „vor unseriöser Geldmacherei“. In diesem Jahr richteten sich die Messebetreiber ganz explizit auch an Lesben und Schwule als neue potentielle Kunden. Die nächste Kinderwunsch-Messe soll „aufgrund der großen Nachfrage“ bereits am 13./14. Oktober 2018 in Köln stattfinden.

Die Wirtschaft hat großes Interesse an dem „Geschäft mit dem Produkt Kind“. Flankierend dazu fordern der deutsche Ethikrat und die einflußreiche Wissenschaftsakademie Leopoldina ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz, wonach u.a. die Elternschaft von in Deutschland aufwachsenden Kindern ausländischer Leihmütter rechtlich anerkannt werden soll. So werden Straftatbestände in Deutschland salonfähig gemacht und in Salamitaktik die Legalisierung der Leihmutterschaft vorangetrieben. Besonders aufrüttelnd haben dies auf unserem Symposium zu den Folgen der Ehe-Öffnung Dr. Stephanie Merckens und Birgit Kelle in ihren Vorträgen zur Leihmutterschaft ausgeführt – Videos anschauen.

Leihmutterschaft ist zutiefst menschenverachtend: Frauen werden ausgebeutet und das Kind zur Ware degradiert. Wir werden uns deshalb im Rahmen unseres Einsatzes für Ehe und Familie jetzt auch darauf konzentrieren, die Legalisierung von Leihmutterschaft und Eizellspende zu verhindern.

 

Hedwig von Beverfoerde

 

Birgit Kelle: »Leihmutterschaft: Wie Menschenhandel wieder salonfähig gemacht wird«

 

 

Dr. Stephanie Merckens: »Leihmutterschaft auf dem Vormarsch – die rechtlich-ethische Situation«

 

 

 

 

Thema: Deutschland wach auf! | Beitrag kommentieren

631. Wofür starb Jesus?

Donnerstag, 20. September 2018 | Autor:

Gemälde von Michael Willfort

Liebe Blogbesucher,

der Großteil der westeuropäischen Bevölkerung ist weit davon entfernt sich mit einer solchen Frage auseinander zu setzen. Grund ist meiner Meinung nach, dass man sich vom christlichen Glauben weit entfernt hat. In Regierungskreisen und Parteien wird dieser Trend noch stärker sichtbar. Der kleine Rest von Christen in Deutschland sollte sich davon nicht entmutigen lassen. Denn, ich habe das Buch der Bücher die Bibel bis zum Ende der Offenbarung 22, Vers 21 gelesen, und darin ist jeden Gläubigen eine wunderbare Zukunft verheißen.

Ich bedanke mich bei der Redaktion von „Christen an der Seite Israel“ für die Genehmigung, diesen Artikel hier in meinem Blog veröffentlichen zu dürfen.

 

Wofür starb Jesus?

Von Pfr. Henk Poot

In der Kirche glauben wir, dass Je­sus um unsrer Sünden willen starb. Das stimmt auch. Johannes der Täufer weist auf Jesus hin und sagt: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“ Der Apostel Paulus schreibt in seinen Briefen davon: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Chris­tus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist“ (Römer 5,8). Wenn wir aber auf Israel sehen, so erblicken wir noch mehr.

Was hat das Leiden des Messias für Israel zu bedeuten? Gott hat ihn ja an erster Stelle für Israel ge­sandt (Apostelgeschichte 4,26). Im Evangelium des Johannes und im Hebräerbrief ist die Rede von Rei­nigung. Gott hat durch das Opfer, durch Christi Blut, Israel von seinen Sünden gereinigt: der Sohn Gottes hat sich zur Rechten Gottes gesetzt, nachdem er die Reinigung von den Sünden bewirkt hat (Hebräer 1,3). Es erinnert mich an die Worte des Paulus, wo er schreibt (Epheser 5,25-27), dass Christus die Gemein­de „geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, um sie zu heiligen, sie reinigend durch das Wasserbad im Wort, damit er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei“. Und ich glaube, dass man da bei dem Wort Gemeinde, ekklesia, an das ur­alte Volk der Auserwählten denken muss. Gott hat Israel ja den Händen seines Sohnes anvertraut.

 

Miteinander verbunden

 

Es fällt mir aber auch Jeremia 31 ein. Dort lesen wir, dass Gott Israel einen neuen Bund verheißt: „Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da schließe ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neu­en Bund“ (Vers 31). Der alte war in den Tagen Moses geschlossen wor­den. Mose hatte am Sinai im Namen Gottes die besondere Stellung und Berufung Israels verlesen. Die Isra­eliten hatten gehört, dass Gott sie dazu befreit hatte, ihm zum Eigen­tum zu sein, ihm zu dienen als ein heiliges Priestervolk. Dazu hatten sie wie aus einem Mund „Amen“ gesagt. Da errichtete man für den Herrn einen Altar, es wurden Tiere geschlachtet, deren Blut aufgefan­gen wurde. Dieses Blut war auf Got­tes Altar ausgegossen worden. Das Volk, das dabei stand, wurde damit besprengt. Durch dieses Blut wur­den Gott und Israel miteinander verbunden. So wurden die Israeli­ten gereinigt und geheiligt.

 

Bestätigung der Berufung Israels

 

Jesus redet am Abend vor seinem Sterben vom neuen Bund. Durch ihn tritt dieser jetzt in Kraft und der Schreiber des Hebräerbriefs gibt dazu die weiteren Erklärun­gen: Jesus ist der Mittler des neuen Bundes, er hat das vollkommene Opfer dargebracht und sein Blut ins himmlische Heiligtum gebracht. Durch sein Blut wurde Israel wiede­rum geheiligt und bereit gemacht, dem lebendigen Gott zu dienen (Hebräer 9,11+14; 10,14).

So sehen wir denn auch kurze Zeit nach der Himmelfahrt, wie Christus selber am Pfingstfest die Gaben des neuen Bundes austeilt. Nicht nur die Vergebung aller Sünden, aber auch den Heiligen Geist. Israel erfährt Be­stätigung seiner Berufung. So dau­ert es nicht lange und es wird der Welt der Name Gottes wie noch nie zuvor durch die zwölf Jünger, die Vertreter und künftigen Herrscher Israels, verkündet (Matthäus 19,28).

 

Gottes Pläne gelingen

 

Da ist aber noch mehr. Wenn Jesus stirbt, nimmt er die Sünden Israels und der Welt mit in den Tod und ins Grab. Das bedeutet nicht weniger, als dass der Teufel, der Fürst der Welt, seine Machtgrundlage ver­liert. Jesus sagt auch, dass er den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen sah und spricht von seinem Sterben als einer Stunde seiner Ver­herrlichung (Johannes 12,23).

Jetzt wird der Fürst der Welt gerich­tet und hinausgeworfen. Jetzt kön­nen alle Verheißungen Gottes zur Wirklichkeit werden. Die Macht der Sünde kann dem Heilsplan Gottes nichts mehr in den Weg legen. Die zerstreuten Kinder Israels können aus der Diaspora befreit und heim­gebracht werden (Johannes 11,52; 12,32; Jesaja 49,22-25).

Der Hebräerbrief sagt, dass vieles noch verhüllt ist. Nicht verhüllt aber ist die Tatsache, dass der Satan ent­thront und Christus mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt ist (Hebräer 1,8). Die Angst vor dem Tod wurde weggenommen. Gottes Pläne ge­lingen. Der Messias selber wird sie ausführen (Jesaja 53,10).

Für Israel hängt das Leiden Jesu zu­sammen mit Reinigung, mit Erneu­erung im Dienst Gottes, mit dem Ende des Exils, mit der Wiederher­stellung Jerusalems, mit der Neu­machung aller Dinge. Wir dürfen Zeugen sein, ja sogar daran teilha­ben. Auch für uns ist die Bedeutung vom Sterben Jesu noch größer, als wir manchmal glauben.

Thema: Wichtiges! | Beitrag kommentieren

630. Jesus, der Jude, Messias und Herr

Mittwoch, 16. Mai 2018 | Autor:

Jerusalem

Lieber Blogbesucher,

viele Christen missachten das Alte Testament und haben dadurch große Defizite zur Person Jesus. Als ich den Artikel in der Zeitschrift Christen an der Seite Israels gefunden habe, habe ich mich sofort bemüht hierzu eine Genehmigung zur Veröffentlichung auf dieser Seite zu bekommen.

Ich danke den Autor Tobias Krämer sehr herzlich für diese Genehmigung und kann Ihnen den nachfolgenden Artikel sehr empfehlen.

Ultra-orthodoxe Juden in der Torat Emet-Jeschiwa in Jerusalem. Eine Jeschiwa (Mehrzahl: Jeschiwot) ist eine jüdische Hochschule,
an der sich die Schüler dem Tora-Studium, besonders dem Talmud-Studium widmen. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

 Jesus, der Jude, Messias und Herr

„Gottes Sohn wurde nicht Fleisch, Mensch […] in irgendeiner Allgemein­heit, sondern jüdisches Fleisch. Die ganze kirchliche Inkarnations- und Versöhnungslehre wurde abstrakt, billig, bedeutungslos in dem Maß, als man das für eine beiläufige und zufäl­lige Bestimmung zu halten begann.“ (Karl Barth) (1)

Jesus war und ist Jude. Nach dem großen Theologen Karl Barth ist das keine Nebensächlichkeit. Karl Barth hat hier offenbar etwas begriffen, was sich vielen Christen entzieht: Dass das Heil vom Judesein Jesu ab­hängt. Eine gewaltige und gewagte Aussage! Im folgenden Beitrag wird versucht, diese Wahrheit zu ent­schlüsseln und zugänglich zu ma­chen. Dabei wird sich herausstellen, dass man an Jesus tatsächlich nur glauben kann, wenn man ihn durch die jüdische Brille sieht. Christlicher Glaube ist ohne Judentum nicht möglich, denn der christliche Glaube ist von seiner Substanz her jüdisch.

 

Einführung: Jesus aus der Sicht seiner Zeitgenossen (2)

 

Jesus wuchs als Junge in einem frommen, jüdischen Elternhaus auf. Er wurde am achten Tag beschnit­ten, so dass er unter der Tora war, mit der Tora erzogen wurde und von Anfang an mit Gottes Willen vertraut gemacht wurde. Auf diese Weise wuchs er unter dem Schutz der Tora heran. Vermutlich erhielt Jesus Tora- Unterricht, möglicherweise in einer Tora-Schule in einer Synagoge in Nazareth. Auf diese Weise wurde er mit dem Tanach bekannt, der jüdi­schen Bibel (= Altes Testament), was erklärt, dass er zielsicher bestimmte Passagen finden konnte (Lk 4,16-21). Als Jugendlicher wurde bei Jesus be­reits ein besonderer Draht zu Gott sichtbar, doch blieb er zunächst bei seinen Eltern, ordnete sich ihnen un­ter und nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Men­schen (Lk 2,41-52). Das Neue Testa­ment lässt keinen Zweifel daran, dass Jesu Umfeld ihn als einen der Ihren gesehen hat, wenngleich viele auch wahrnahmen, dass Jesus in einem besonderen Verhältnis zu Gott stand (Mk 6,1-3).

Als Jesus später eigenständig wur­de, bewegte er sich frei im damali­gen jüdischen Umfeld. Sein innerster Antrieb war es, dass durch ihn Gott zum Zuge kommen sollte. Dies hat Gott auf herausragende Weise bestä­tigt, indem überall, wo Jesus diente, die Herrschaft Gottes durchbrach: Menschen wurden zurechtgebracht und fanden wieder den Weg ins Le­ben, viele wurden geheilt und von dunklen Mächten befreit, manche wurden sogar von den Toten aufer­weckt. Das hatte es in der Weise in Israel zuvor nicht gegeben. Zugleich wurde deutlich, dass Jesus ein be­gnadeter Lehrer und Hirte war. Wer Jesus begegnete, der begegnete in einer überraschenden Unmittelbar­keit Gott selbst und seiner Liebe. In Jesus wurde Gott sichtbar. Durch ihn floss auf vielfältige Weise die Kraft Gottes, durch ihn kam Gott selbst zu Gehör. Jesus war sozusagen „das Wort Gottes in Person“. Das drückte der Evangelist Johannes mit dem be­rühmten Diktum aus: „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.“ (Joh 1,14) Das heilige, ewige und unver­änderliche Wort Gottes war in dem Menschen Jesus gegenwärtig und erfahrbar. Dies muss für die Zeitge­nossen Jesu, die dafür einen Sinn hatten, ungeheuer beeindruckend gewesen sein.

 

 1.Jesus im jüdischen Kontext des 1. Jahrhunderts

Zur Zeit Jesu gab es verschiedene Gruppierungen und Bewegungen in Israel. Sie wetteiferten miteinan­der um das richtige Verständnis der Schrift und des Glaubens. Wir wissen, dass Jesus zweien davon besonders nahestand. Den einen schätzte er über alle Maßen, die anderen kriti­sierte er herzhaft. Die Rede ist von Johannes dem Täufer und den Pha­risäern.

Nach dem Zeugnis aller vier Evan­gelien hat sich Jesus von Johannes taufen lassen. Damit begann seine öffentliche „Laufbahn“. Seine Beweg­gründe wissen wir nicht, aber die Symbolik spricht für sich: Durch die Taufe hat Jesus den Täufer als Lehrer und Propheten anerkannt und hat ihm Respekt gezollt. Jesus ordnete sich dem Täufer zu und schloss sich der Täuferbewegung an. Damit ver­ankerte er sich selbst und die ihm Folgenden in der Täuferbewegung. Jesus wollte, dass sein Dienst im Licht des Täufers gesehen wird. Dies hat einen Grund. Aus Jesu Sicht gab es keinen Größeren als Johannes den Täufer (Lk 7,28). Das ist ein großes Wort. Die Einzigartigkeit des Täufers bestand darin, dass er eine landes­weite Buß- und Erweckungsbewe­gung auslöste, durch die Israel zurück in den Bund mit Gott gebracht und auf das Kommen des Reiches Gottes vorbereitet werden sollte. Deshalb war Johannes der letzte und wich­tigste Prophet. Nach ihm kam nur noch der Messias, der das Werk des Täufers aufgreifen sollte und eines Tages zur Vollendung führen wird. Jesus ließ sich von Johannes taufen und bestätigte damit diesen Bußpre­diger als großen Gottesmann. Diesen Akt der Demut bestätigte wiederum Gott, indem er im Rahmen der Tau­fe Jesus bestätigte: Gott öffnete die Himmel, ließ den Heiligen Geist auf Jesus fallen und bezeichnete ihn als „geliebten Sohn“ – ein jüdischer Aus­druck für den Messias (Mk 1,9-11). Das heißt: Die Salbung zum Messias Israels empfing Jesus im Rahmen sei­ner Taufe.

Neben dem Täufer stand Jesus den Pharisäern nahe. Doch hier war das Verhältnis zwiespältig. Während Jesus über den Täufer nur positive Worte fand, bekamen die Pharisäer ordentlich „ihr Fett ab“. Jesu Kritik an den Pharisäern wird oft als Abrech­nung mit ihnen oder gar dem ganzen Judentum verstanden. Das aber ist ein Missverständnis. Im Gegenteil: Je­sus hielt sich sogar zu den Pharisäern (wie Paulus auch), denn sie waren „die Frommen“ seiner Zeit, die es ernst meinten mit dem Wort Gottes und dem Leben mit Gott. Insofern ist Jesu Kritik nicht an andere gerichtet (an die „Opposition“), sondern sozusa­gen an die eigene Partei. Grundsätz­lich schätzte Jesus die Ernsthaftigkeit der Pharisäer, aber manchmal war es mit ihnen auch zum Verzweifeln. Deshalb rang Jesus mit ihnen um das rechte Verständnis des jüdischen Glaubens. Jesus wäre nie auf den Ge­danken gekommen, Israel oder das Judentum an sich zu hinterfragen. Im Gegenteil, er wusste sich gesandt „zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel“ (Mt 15,24).

 

2.Jesus als Schrifttheologe, Lehrer und Exeget

Jesus kannte die jüdische Bibel gut. Gerne ließ er sich in Gespräche über das Wort Gottes verwickeln, so wie jeder Rabbi dies tat. Die Bergpre­digt (Mt 5 – 7) ist ein gutes Beispiel, wie sich Jesus als Bibelausleger betä­tigt. Dabei kommt er auch auf die 10 Gebote zu sprechen, also den inners­ten Kern der Tora. Mehrfach beginnt Jesus seine Ausführungen mit dem Satz:

„Ich aber sage euch.“ Dieser be­kannte Einleitungssatz wurde oft so verstanden, dass Jesus sich gegen die jüdische Tora stellte und stattdessen seine eigene „Jesus-Lehre“ aufrichte­te. Doch das ist ein Missverständnis. Jesus war ein frommer Jude und hätte nie etwas gegen die Tora gesagt. Das betont er schon in der Einleitung zu seinen Ausführungen: „Ich bin nicht gekommen, die Tora aufzulösen, sondern zu erfüllen …“ (Mt 5,17-19). Erfüllen heißt tun bzw. verwirklichen. Jesus baut hier dem Missverständ­nis vor, er würde sich gegen die Tora aussprechen. Jesus wollte, dass die Tora getan wird. Das war und ist sein Ziel. Die Einleitungsformel ist vom hebräischen Hintergrund gar nicht so konträr gemeint, wie Christen das oft verstehen. Denn so haben die Rabbiner häufig ihre Redebeiträge eingeleitet. Zunächst wurde referiert, was die Schrift oder andere Rabbiner sagten, und dann gab man sein eige­nes Votum ab. Somit könnte man die Einleitungsformel folgendermaßen paraphrasieren: „Die Tora sagt bzw. Rabbi xy sagt und dazu sage ich …“. Was nun kommt, ist also eine Ausle­gung oder eine aktuelle Anwendung der Tora, ein weiterführender Gedan­ke oder eine Ergänzung, eben ein eigener Diskussionsbeitrag. Und weil aus christlicher Sicht Jesus der Messi­as war (und ist), ist seine Auslegung von besonderem Rang.

Jesu Auslegung geschah im Sin­ne der Tora. Das gilt sogar für das bekannte „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ (Mt 5,38-42). Zunächst ist zu sagen, dass dies nichts mit Rache oder Vergeltung zu tun hat. Es han­delt sich um eine rechtliche Rege­lung, wie Schadenersatz zu leisten ist, nämlich nach dem Prinzip der Ver­hältnismäßigkeit. Dies wurde schon im Alten Testament und später auch zur Zeit Jesu durch Ersatzzahlungen erreicht. Dass einer ein Auge verlor und daraufhin dem Täter seines aus­gestochen hätte, war nicht der Fall – das ist Fantasie. Doch sorgten Richter dafür, dass gerechte Entschädigung vorgenommen wurde. Für ein Auge der Gegenwert eines Auges, für ei­nen Zahn eben der Gegenwert eines Zahns. Dafür gab es sogar Listen mit konkreten Sätzen und Beträgen. Wie bei uns heute auch. Jesus hat nun das Anliegen, dass dieses Prinzip nicht in den privaten Bereich übernommen wird. In zwischenmenschlichen Kon­flikten soll es nicht zu einem „Wie du mir, so ich dir“ kommen. Denn dabei fühlt sich jeder vom anderen über den Tisch gezogen und am Ende eskaliert die Sache. Also: kein Aus­gleich. Doch spricht Jesus auch nicht von einem simplen Ertragen von Ungerechtigkeiten und Machtmiss­brauch. Worauf Jesus hier abhebt, ist die Möglichkeit, auf unerwartete und kreative Weise Unrecht offenzu­legen. Nicht mit Gewalt oder simplen Retourkutschen. Dazu nennt er drei unterschiedliche Beispiele aus dem Alltag: Beleidigung (die Ohrfeige mit dem Handrücken; V. 39), das „letz­te Hemd“ ausgezogen bekommen (weil man Schulden nicht zurückzah­len kann; V. 40) und von Römern zu Hilfsdiensten gezwungen werden (beispielsweise das Tragen von Reise­gepäck; V. 41). (3) Diese Anweisungen sind Protestnoten, doch bestechen sie durch ihre unerwartete Anders­artigkeit. Das Machtgefüge wird je aufgebrochen und die Mächtigen finden sich in Situationen wieder, die ihnen unangenehm sind. Eine Form des Protests, die weniger von Härte, als vielmehr von Intelligenz geleitet ist und auf Gewalt verzichtet.

Jesus hat seine Lehre aus der Tora, dem Judentum und konkreten Fra­gen seines Volkes heraus entwickelt. Wie es sich für den jüdischen Messias gehört.

Anmerkungen

1 Karl Barth, Kirchliche Dogmatik. Band IV/1, Zollikon 1953, S. 181f.
2 Einen kurzweiligen Überblick bietet der Video-Clip: „Wer war Jesus Christus?“ (Katholisch für Anfänger, von katholisch.de, zu finden auf You­tube, Dauer 8 Min).
3 Wenn man bedenkt, dass die Menschen der damaligen Zeit meist nur zwei Kleidungsstücke trugen (Untergewand und Mantel) und der Mantel überlebenswichtig und somit unpfändbar war, ist das zweite Bei­spiel durchaus markant.

 

3. Jesu Wirken und Anspruch als „Messias “

In den Evangelien ist Jesus der Messias. Das hebräische „Maschiach“ heißt im Griechischen „Christus“ und übersetzt „der Gesalbte“. Diese Be­zeichnung ist im Neuen Testament so zentral, dass sie sogar zum Namens-bestandteil geworden ist: Jesus Christus.

Dies ist kein simpler Name, son­dern ein Glaubensbekenntnis: Jesus aus Nazareth ist der Messias. Dass Je­sus der Messias war, stand ihm aller­dings nicht auf die Stirn geschrieben. Manche sahen ihn so, andere nicht (Mk 8,27-30).

Mit dem Anspruch, der Messias zu sein, ist Jesus nicht hausieren ge­gangen, doch lag dies in der Luft. Jesu Handeln deutete darauf hin: Die Sammlung der 12 Jünger als Symbol für die 12 Stämme Israels, die Tem­pelreinigung, messianische Zeichen und Wunder, all das führte zu Anfra­gen von außen und zu Diskussionen im eigenen Jüngerkreis. Nicht ohne Grund ist Jesus als Messiasanwärter (als „König der Juden“) gekreuzigt worden.

Der Messias ist im Judentum so etwas wie eine universale Heilsfigur, in der die verschiedenen Heilser­wartungen des Judentums zusam­menkommen. Doch sind die Vorstel­lungen recht unterschiedlich. Grob kann man sagen: Der Messias ist der, der die Heilszeit einläuten und alles in Ordnung bringen wird. Was das konkret heißt, ist eine andere Frage. Deshalb gab es im Judentum recht verschiedene, nämlich königliche, priesterliche und prophetische Mes­siaskonzepte. Im königlichen Kon­zept sollte der Messias als Nachfahre Davids kommen, um Israel als Nation Gottes wieder zu alter Größe zu ver­helfen. Im priesterlichen Konzept war der Messias der endgültige Versöh­ner zwischen Gott und Israel, durch den alle Schuld gesühnt werden wird, und im prophetischen Konzept stellte der Messias Israel wieder her, indem er ganz Israel zur Tora zurück­führte.

Nicht umsonst wird Jesus als kö­niglicher, priesterlicher und prophe­tischer Messias gesehen.

Manche meinten auch, dass ein Messias nicht genügt, und erwar­teten zwei: einen königlichen und einen priesterlichen. Andere rechne­ten damit, dass der Weg des Messias ein Leidensweg sein könnte, wie dies bei den Propheten Israels oft der Fall war. Und wieder andere waren der Meinung, dass Gott keinen Messias braucht, sondern eigenhändig die Heilszeit einläuten wird. Was auf den ersten Blick diffus und widersprüch­lich wirkt, hat einen gemeinsamen Nenner: Israel und die Welt liegen im Argen und es braucht Gottes Initiati­ve, um diesen Missstand in Ordnung zu bringen. Genau dies ist die Aufga­be des Messias.

 

4. Jesu Kreuzestod und Auferweckung

Jesu Tod bedeutete das schmähli­che und grausame Ende eines Messi­asanwärters. Das messianische Hoff­nungsprojekt war mit Jesus (wieder einmal) gestorben. Doch kurze Zeit später wendete sich das Blatt. Jesus war auferstanden – und das änderte alles. Dass Jesus wieder zum Leben erweckt worden war, konnte ja nur heißen, dass das Projekt Jesu wei­terging und nicht am Kreuz ende­te. Gott hatte Jesus auferweckt, der Messias war am Leben! Aus dieser Perspektive musste man sagen, dass Jesus von Gott in eindrücklicher Wei­se bestätigt worden war – und er tat­sächlich der Messias ist. Somit stand auch Jesu Kreuzestod in einem völlig neuen Licht da. Jesu Tod war offen­bar kein Scheitern, sondern hatte eine andere Bedeutung. Aber welche nur? Diese Frage stellte sich für die ersten Gläubigen und sie hatten nur eine Möglichkeit, sie zu beantworten: Mit Hilfe der jüdischen Bibel. Hier fan­den sie die entscheidenden Katego­rien: Stellvertretung und Sühne – Je­sus starb für uns. Sein Tod diente zur Erlösung Israels, ja aller Menschen, sein Kreuz wendete das Schicksal der Welt! Ähnliches galt auch für Jesu Auferweckung. Auch ihre Bedeutung musste erst einmal begriffen werden und auch hier blieben nur die Schrift und die jüdische Tradition als Schlüs­sel. Auch an dieser Stelle wurde schnell deutlich: Die Auferweckung Jesu erfolgte für uns. Jesus hat den Tod überwunden und ewiges Leben erworben. Er ist, wie Paulus es aus­drückt, der „Erstling aus den Toten“. Der Erstling steht in der jüdischen Bi­bel stellvertretend für das Ganze. Ist nun Jesus der „Erstling aus den Toten“, dann bedeutet das, dass mit ihm die endzeitliche Totenaufer­weckung ihren Anfang genommen hat. Wenn der Erste auferstanden ist, dann werden auch all diejenigen auferstehen, die zu ihm gehören und die er repräsentiert. Das wurde den ersten Gläubigen anhand der Schrift klar. Die Bahn ins ewige Leben war gebrochen! (1 Kor 15,20-22)

Dieses Denken findet sich beispiel­haft und gebündelt in Jes 53. Am be­kanntesten ist Vers 5: „Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir ge­heilt.“ Doch lohnt es sich, das ganze Kapitel zu studieren, um zu sehen, wie Gott seinen Knecht zum Heil für die Menschen einsetzt. Passion, Tod und Auferweckung Jesu werden hier beispielhaft vorweggenommen, so dass sich der Text wie ein erläutern­der Kommentar zu Jesu Leidensweg liest. Nicht umsonst ist es in verschie­denen jüdisch-orthodoxen Kreisen verboten, diesen Text zu studieren. Denn er führt manchen orthodoxen Rabbi zu nah an Jesus heran.

Ohne die schriftgelehrte Arbeit der ersten Jesusgläubigen hätten wir nie erfahren, was es mit Tod und Aufer­weckung Jesu auf sich hat. Vielleicht hätten wir die Auferstehung Jesu als Wunder bestaunt, aber weiter wä­ren wir nicht gekommen. Ohne das Licht des Judentums wären wir blind geblieben, denn die Schlüssel zum Verstehen hätten uns gefehlt. Der Zu­gang zur geistlichen Bedeutung von Kreuz und Auferweckung Jesu wäre verschlossen geblieben, das Evan­gelium wäre weder formuliert noch verkündigt worden. Das Judentum ist der Schlüssel zum Evangelium.

 

5. Jesu Hoheit

Jesu Auferweckung ist aber nicht nur als Sieg über den Tod zu ver­stehen. Sie ist verbunden mit Jesu Himmelfahrt, so dass die Jünger von Anfang an wussten: Jesus ist im Him­mel bei Gott. Was aber macht er da? Auch hier konnte nur die jüdische Bi­bel weiterhelfen. Dort war beispiels­weise zu lesen: „Der HERR sprach zu meinem Herrn: ‚Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel unter deine Füße lege.‘“ (Ps 110,1) Dieses Wort hatte sich in Jesus erfüllt. Jesus ist „zur Rechten Gottes“ eingesetzt und auf diese Weise mit hohen Ehren bedacht worden. Zur Rechten Gottes zu sitzen, das ist ne­ben Gott die höchste Position, die es gibt. In dieser Position kann Jesus – sozusagen als „Rechte Hand Gottes“ – als König herrschen. So übt er die Herrschaft aus, die Gott innehat. Er kann sich aber auch Gott zuwenden und für die Menschen Fürbitte tun. Als Anwalt und Versöhner. Beides ist in dieser Position möglich und ver­bindet sich mit ihr. Durch seine Erhö­hung wurde Jesus also zum „Mittler“ zwischen Gott und Menschen.

Er repräsentiert Gott vor den Menschen und umgekehrt auch die Menschen vor Gott. Das ist die zent­rale Funktion, die Jesus hat. 1 Tim 2,5 bringt dies markant auf den Punkt: „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus.“

In Apg 2 wird dieser Vorgang de­tailliert beschrieben: „So wisse nun das ganze Haus Israel gewiss, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus ge­macht hat.“ (V. 36) Die Auferweckung Jesu führte dazu, dass Gott Jesus „zum Herrn und Christus gemacht hat“, ihn also im Himmel in diese ho­hen Ämter eingesetzt hat. Wer nun wissen will, wer der Herr bzw. der Messias ist, bekommt eine klare Ant­wort: Jesus, der Gekreuzigte und Auf­erweckte. Folglich haben Christen „einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm, und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn“ – einen Gott und einen Herrn (1 Kor 8,6). Jesu Auferweckung bedeutete seine Ein­setzung im Himmel zur Rechten Got­tes. Diese Einsetzung erfolgte durch Gott – das sagt die Schrift (Ps 110). Und aufgrund dieser Einsetzung wird Jesus eines Tages wiederkommen. Denn noch ist sein messianisches Werk nicht vollendet. (1)

 

6. Jesu Parusie (Wiederkehr)

Weil Jesus der Messias ist, wird er eines Tages (wieder-)kommen, Israel wiederherstellen und die Welt in Ord­nung bringen. Das ist als Messias sein Job. Neben der Auferweckung ist die Parusie Jesu somit das zweite große Heilsdatum, das im Neuen Testament mit Jesus verbunden wird. Das geht auch gar nicht anders, denn wenn Je­sus der Messias ist, dann muss er wie­derkommen. Die gesamte frühjüdi­sche Messiaserwartung funktioniert so, dass der Messias kommt. Dies ist auch nötig, denn noch ist sein Werk nicht abgeschlossen. Er kommt, von Gott gesandt, auf die Erde und voll­endet die Gottesherrschaft. Darauf warten die Christen. Darauf warten aber auch die Juden – wir warten also gemeinsam. In Apg 1,6-12 wird diese Perspektive deutlich. Kurz vor seiner Himmelfahrt wird Jesus von den Jün­gern gefragt: „Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel?“ Für die Jünger war dies das Nächstliegende:

Jesus wird kommen, um das Reich aufzurichten – mit Israel im Zentrum. So hatten es die Propheten ja verhei­ßen und das ist die Aufgabe des Mes­sias. Jesus stimmte seinen Jüngern zu, dass dies eines Tages geschehen wird, doch machte er den Jüngern zweierlei klar: (1.) Es steht ihnen nicht zu, „Zeit und Stunde zu wissen“, denn der Zeitpunkt ist allein Gottes Sache. Es kann also schnell gehen oder län­ger dauern. (2.) In der Zwischenzeit haben die Jünger einen Auftrag zu erfüllen: Sie sollen das Evangelium bis an das Ende der Erde bringen. Jesus wird kommen und er wird das endzeitlich-messianische Frie­densreich für Israel aufrichten, das ist keine Frage. Nur weiß niemand, wann das sein wird, und so soll die Zwischenzeit genutzt werden, um die Menschen mit dem Evangelium bekannt zu machen.

 

Ultra-orthodoxe Juden in Israel feiern die Einweihung einer neuen Tora-Rolle. Foto: Yaakov Naumi/Flash90

 

„Jeschua“

Der eigentliche Name unseres Herrn ist „Jeschua“, und weil er der Messias ist, wird er „Jeschua HaMaschiach“ genannt. Messi­as bedeutet „der Gesalbte“ und wird auf Griechisch mit „Christós“ wiedergegeben, während man Jeschua mit „Iesoús“ gräzisiert hat. Eingedeutscht wurde daraus „Jesus Christus“ und so reden die Christen ihren Herrn meist mit „Jesus“ oder „Herr Jesus“ an.

Wer den Namen verwenden möchte, der ihm tatsächlich ge­geben wurde, muss auf „Jeschua“ umsteigen. Der Unterschied ist ungefähr so, wie wenn man ei­nen deutschen Johannes mit dem englischen John ansprechen würde.

Gott hat Jesus zum Herrn und Christus gemacht. Als Herr herrscht Jesus bereits jetzt zur Rechten Got­tes, als Messias wird er eines Tages gesandt werden, um die Herrschaft auf Erden durchzusetzen. Beides ist wesentlich und gehört zusammen.Jesus wird eines Tages wiederkom­men und die Erde Schritt um Schritt von all seinen Feinden, von allen widergöttlichen Mächten und Kräf­ten befreien. Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. Dann ist Jesu Sieg vollkommen aufgerichtet (1 Kor 15,20-28). Jesus hat aber die Herrschaft nur inne, bis alle Feinde überwunden sind. Wenn dies er­reicht ist, wird er die Herrschaft an den Vater zurückgeben, „auf dass Gott sei alles in allem“ (V. 28). Dann ist das Ziel der Geschichte erreicht: Die Erde wird wieder voll und ganz von Gott bestimmt sein und vollstän­dig unter seiner Herrschaft stehen. Diese grandiosen Heilserwartungen sind jüdisch-messianischer Natur. Der Messias Jesus wird erfüllen, was in der heiligen Schrift der Juden ver­heißen ist. Die Schrift spannt den endzeitlichen Horizont auf, in dem sich Jesus bewegt.

 

7. Zurück zum Anfang: Wer ist Jesus?

Nachdem den Jüngern nach Os­tern all dies vor Augen stand, stellte sich nochmals neu die Frage, wer Je­sus überhaupt ist. Jesus war und ist voll und ganz Mensch, das war kei­ne Frage. Aber doch kein normaler Mensch „wie du und ich“. Er war auch nicht nur Prophet, Weisheitslehrer oder Wundertäter – er war mehr. In ihm war in einzigartiger Weise der Gott Israels präsent. Das war offen­kundig. Auf Erden war Jesus der he­rausragende Repräsentant Gottes gewesen und im Himmel bekleidet er nun die höchsten Ämter. Das war einzigartig und so musste auch von Jesus in einzigartiger Weise gespro­chen werden.

Ein Hoheitstitel, der an dieser Stelle eine zentrale Rolle spielt, ist „Sohn Gottes“. Das hebräische Wort für „Sohn“ (ben) bezeichnet die Her­kunft bzw. die Zugehörigkeit in recht allgemeiner Weise und so ist der Titel „Gottessohn“ auch nicht auf Jesus beschränkt. Die Einzigartigkeit Jesu wird allerdings dadurch zum Aus­druck gebracht, dass Jesus der Sohn ist (vgl. Hebr 1,2; Joh 5,19-27 u. ö.): der eine und einzigartige Sohn. Die­ses Verständnis führt wieder zum Messias hin, denn der Sohn Gottes ist frühjüdisch kein anderer als der Mes­sias. Durch ihn wird Gott sein ewiges Friedensreich aufrichten. Dies ist die Aufgabe des Messias, des Sohnes Gottes. Als Sohn wurde Jesus von Gott gesandt. Gesandt zu seinem jü­dischen Volk und „unter die Tora“ ge­tan (Gal 4,4). Dies war aus mehreren Gründen notwendig: (1.) Damit Jesus unter dem Schutz der Tora aufwach­sen konnte, (2.) damit er die Tora aufrichten konnte, (3.) damit er die erreichen konnte, die unter der Tora sind (die Juden) und (4.) damit er der Messias in all seinen Funktionen sein konnte.

Jesus musste Jude sein. Daran hängt alles. Daran hängen seine Per­son und sein Werk, seine Worte und Taten, sein Kreuzestod und seine Auf­erweckung. Es ist von daher viel zu wenig, wenn man von Jesus abstrakt als vere Deus et vere homo („wahrer Gott und wahrer Mensch“) spricht, wie es auf den altkirchlichen Kon­zilien von griechisch-philosophisch denkenden Theologen definiert wur­de. Von Jesus muss vor allem jüdisch gesprochen werden. Denn daran hängt die gesamte Bedeutung Jesu. Nur vom Judentum her ist Jesus zu begreifen.

Wir verstehen Jesus entweder jü­disch oder wir missverstehen ihn. Wenn wir durch die jüdische Brille schauen, sehen wir Jesus als Erlöser, Retter, Hei­land und Herrn. Das weckt Glauben und führt zur Erlösung. Wenn wir durch irgendeine andere Brille schauen, dann sehen wir nur einen besonderen Men­schen – und das Heil zerrinnt uns zwi­schen den Fingern.

Das Heil – unser Heil! – hängt an Jesu Judesein. An Jesus glauben kann man nur, wenn man ihn als Juden sieht. Das sagt auch Jesus selbst, wenn er betont:

 

„Das Heil kommt von den Juden.“ (Joh 4,22)

 

Anmerkung

1 Diese Ämter sind mit jüdischen Titeln verbunden, die „Hoheitstitel“ genannt werden. Einige wurden hier schon vor­gestellt: Der Messias-König, der Herr, der Mittler und der Gottesknecht. Weitere fin­den sich unter www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/themenkapitelnt, im Ka­pitel „Christologische Hoheitstitel“. –

Quelle: Israel aktuell Ausgabe April/ Mai 2018

 

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629. „Ich wünsche uns Ehrfurcht vor dem Leben“

Sonntag, 6. Mai 2018 | Autor:

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Liebe Blogbesucher,

ich freue mich, wenn ich Berichte wie den von Frau Hannelore Reichert lese, dann habe ich immer noch Hoffnung, dass diese Gesellschaft „nicht ganz den Bach hinunter geht“. Menschen wie Frau Reichert bräuchte unser Land viel mehr, dann sehe vieles, sehr viel besser aus. Da die Hoffnung zuletzt stirbt und Christen wissen, dass Gott im Regiment sitzt, geben wir nicht auf, die Menschen auf den Weg Gottes hinzuweisen.

 

 

Lesen Sie in Ruhe dieses wunderbare Lebenszeugnis von Frau Reichert.

Persönlich erzählt: Eine Abtreibung – und die Folgen

Ich bin eine Beschenkte. Beschenkt, weil ich leben darf (geboren 1944, keine gute Zeit für ein Neugeborenes). Weil ich durch und mit Jesus leben darf. Beschenkt mit 10 Kindern: eigenen, adoptierten und Stiefkindern. Beschenkt mit 20 Enkeln und 10 Urenkeln.

Überreich beschenkt. Mit größeren und kleineren Kinder, dicken und dünnen, mit hellen Locken und dunklen glatten Haaren, stille Kinder, laute Kinder, sportliche, musikalische, auch an Körper und Geist behinderte Kinder. Wunderbare Kinder. Jedes etwas ganz Besonderes, Originale eben.

Kinder sind ein Geschenk. Leben mit Kindern, Mutter oder Vater oder Oma sein ist ein Geschenk. Es ist nicht selbstverständlich, dass Kinder in unseren Familien sind. Jedes in seiner Einmaligkeit anzunehmen, ist eine wunderbare Aufgabe. Zu erleben, welche Talente und Fähigkeiten jedes Kind entwickelt, ihm ins Leben und in den Glauben zu helfen – es gibt nichts Größeres.

 

Kaputte Beziehungen

Aber. Zu meinem Leben gehören auch drei fehlgeborene Kinder und eine Abtreibung. Von diesen Kindern gibt es kein Foto, kein Jäckchen, keinen ersten Zahn, keine Grabstelle.

Wie kam es dazu? Ich bin aufgewachsen in Ostdeutschland, geprägt durch ein sozialistisches Schul- und Wertesystem: „Ohne Gott und Sonnenschein bringen wir die Ernte ein.“ Mit einer gesetzlichen Regelung: Es gibt (ab 1972) das Recht auf Unterbrechung einer Schwangerschaft. Ohne Beratung, ohne Begründung. Unterbrechung?

Ohne darüber nachzudenken, habe ich meinem Kind das Leben verwehrt. Obwohl ich schon mehrere Kinder geboren hatte und hätte wissen sollen, wie weit entwickelt ein Kind in der 10. Schwangerschaftswoche ist. In freier Entscheidung habe ich das Leben meines Kindes beendet. Ich habe abgetrieben.

Was mir nicht klar war, waren die Folgen: Verletzungen an Körper, Seele und Geist, und lauter kaputte Beziehungen:

Eine kaputte, nicht tragfähige Beziehung zu Gott, soweit überhaupt vorhanden aus der Kinderzeit. Eine kaputte Beziehung zum Ehemann. Zwischen uns lag nun ein totes Kind. Nicht ein gestorbenes, nein: ein getötetes Kind. Kaputte Beziehungen zu meinen Kindern. Wie kann eine Mutter liebevoll, verständnisvoll, mitfühlend sein mit dieser Last?

Was folgte, waren Süchte, als eine Möglichkeit zum Überleben, 20 Jahre lang, bis zum Zusammenbruch.

Aber Jesus ist mir nachgegangen. Er stellte mir Menschen in den Weg, die mich auffingen. Und annahmen. Ich durfte meine Schuld erkennen, umkehren und mit Gottes Hilfe mein Leben neu ordnen, Vergebung und Heilung erfahren.

 

Und heute?

Ich bin angenommen, geliebt, geborgen. Die Verletzungen aus Kindheit und Ehe sind geheilt, die Beziehungen zu den Kindern vergeben. Es gibt Hoffnung, Heilung. Gott heilt auch heute noch, zur rechten Zeit und vollständig. Das darf ich weitersagen, ich könnte sonst meine Geschichte nicht erzählen.

Mit dieser Erfahrung und mehreren Ausbildungen in der Laienseelsorge begleite ich seit 25 Jahren Frauen und Familien in Konfliktschwangerschaften oder nach Abtreibung.

 

Was ich sagen möchte:

Jedes Kind, jeder Mensch ist von Gott gewollt. Danken wir Gott für jedes Kind, auch in schwieriger Lebenslage! Und für Gottes Lebensplan mit ihm als Ärztin, Forscher, Musiker, Lehrerin, Gemeindeleiter, Bundeskanzlerin, Vater und Mutter. Heißen wir jedes Kind willkommen!

Beten wir aber auch für diejenigen, die Kraft und Mut für ein Kind nicht hatten und sich für eine Abtreibung entschieden haben.

Wie tragen wir als christliche Gemeinden mit an dem Leid der verletzten Ehefrauen und Mütter, den zerbrochenen Familien, der Flucht in Süchte? Beten wir für sie, unsere Nächsten?

Wo immer Menschen erkennen, was da tatsächlich geschehen ist bei der Tötung eines ungeborenen Menschen, braucht es Hilfe und behutsame Begleitung. Sagen wir ihnen: Es gibt Hoffnung und Heilung. Vergebung. Jesus ist für alle meine Schuld ans Kreuz gegangen. Er hat sich geopfert, damit ich frei sein kann.

Ich wünsche uns Ehrfurcht vor dem Leben, es sei jung oder alt, gesund, behindert oder pflegebedürftig, geboren oder ungeboren. Leben, das allein Gott gibt. Er allein hat das Recht, Leben zu beenden. Und ich wünsche uns das Vertrauen, dass Gott zu der Aufgabe auch die Kraft gibt.

Hannelore Reichert hat ihre Geschichte im Herbst 2017 erzählt anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Vereins „Rahel“, der sich um Frauen kümmert, die eine Konfliktschwangerschaft und Abtreibung hinter sich haben (www.rahel-ev.de).

 

 

Autorin: Hannelore Reichert

Quelle: Magazin EINS

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628. Nicht mitmachen bei Abtreibungen!

Sonntag, 6. Mai 2018 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

es ist für mich immer wieder erschütternd wenn ich höre, wie wir in Deutschland und weltweit mit diesen Thema umgehen. Jeder, der noch ein Gewissen hat wird nicht zur Tagesordnung übergehen, wenn er von diesen millionenfachen Morden(weltweit zwischen 40 bis 56 Millionen) auf dieser Erde Kenntnis bekommt. Jeder ob Christ oder Atheist muss sich darüber im Klaren sein, dass er für das was er gemacht hat eines Tages Rechenschaft vor Gott ablegen muss. Ob er dies jetzt glaubt oder nicht, ist nicht entscheidend, jeder wird es erleben. Die Menschen unserer Zeit wollen in fast allen Lebensbereichen Gewissheit und Sicherheit haben, bei den entscheidenden Fragen des Lebens gehen sie aber sehr sorglos mit Ihrer Zukunft um. Bedauerlich, aber Gott zwingt niemanden zu irgendeiner Entscheidung, das heißt jeder ist für sich selbst verantwortlich. Ich bin gewiss, dass da viele wenn sie den letzten Atemzug hier auf der Erde getan haben, sehr überrascht sein werden.

Wie weit unsere Gesellschaft und Politik inzwischen Gottes Gebote ignoriert, bzw. selbst Gott spielt, und wie man Menschen die sich an Gottes Gebote halten benachteiligt, verunglimpft und verfolgt, ist ein Spiegel unserer Zeit. Ein Arzt hat die Aufgabe Leben zu erhalten. Dr.Börner wollte man gezwingen seinen Eid zu brechen. Christen die den Geboten Gottes Folge leisten werden gemoppt und verfolgt. Das Recht auf eine eigene Meinung wird nicht mehr akzeptiert. Wie weit ist dieses ehemals christliche Deutschland gesunken. Wir werden dafür die Ernte sehen, ja wir sehen schon jetzt in vielen Bereichen wie es bei uns aussieht. Ein Beispiel nur: Wir hätten genügend Fachkräfte, wenn wir unsere Ungeborenen Kinder leben lassen würden und ausbilden. Was machen wir?

Lesen Sie einmal diesen Bericht von Dr.Börner. Vor Menschen wie Ihn ziehe ich meinen Hut und bin überzeugt, dass Gott mit Ihn einen guten und gesegneten Weg für den Rest seines Lebens haben wird.

 

 

Dr.Thomas Börner

Mein Zeichen für das Lebensrecht:

Thomas Börner, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, geriet vor gut einem Jahr in die öffentlichen Schlagzeilen. Als Chefarzt der gynäkologischen Abteilung in der Capio-Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg (Niedersachsen) entschied er, dass keine Abtreibungen (außer aus medizinischen Gründen) mehr vorgenommen werden dürften – auch nicht von anderen Ärzten. In Medien, bei Verbänden und in der Politik stieß das Verbot auf Kritik. Als auch die Leitung des schwedischen Konzerns, zu dem die Klinik gehört, die Forderung Börners ablehnte, verließ er die Klinik. Für EiNS beschreibt er seine Haltung.

Als ich nach dem Medizinstudium meine erste Stelle als Assistenzarzt in der Gynäkologie antrat – in einem nicht-konfessionellen Krankenhaus im Ruhrgebiet –, war eine der ersten Ansagen meines damaligen Chefs, dass in seiner Abteilung keine Schwangerschaftsabbrüche nach der Fristenlösung stattfinden dürfen. So bin ich ausgebildet worden, und dies entsprach auch meiner Einstellung.

Nach nunmehr 27 Jahren bin ich dabei geblieben, dass das von Gott gegebene „Du wirst nicht töten“ auch für das Kind im Bauch der Mutter gilt. Diese Entscheidung des Gewissens wird in Deutschland durch das Gesetz unterstützt. In §12 des Schwangerschaftskonfliktgesetzes heißt es z.B., dass niemand zur Mitwirkung am Schwangerschaftsabbruch verpflichtet sei (außer in den Notfällen, in denen es sich sonst um unterlassene Hilfeleistung handeln würde).

Diejenigen, die im Schwangerschaftskonflikt meinen, den Frauen mit einer Abtreibung zu „helfen“, müssen sich fragen lassen, wo das Gewissen eine Grenze setzen soll. In Deutschland bei rund 100.000 Abbrüchen auf 700.000 Geburten? Oder in Frankreich mit 200.000? Bei 42 (von 135) Millionen Geburten weltweit?

Von den 99.237 Abbrüchen 2015 in Deutschland wurden 3.879 aus medizinischer Indikation und 20 nach kriminologischer Indikation vorgenommen. Das bedeutet: Der ganz überwiegende Teil geht nach der Fristenlösung. Und diejenigen, die der Frau zur Abtreibung geraten haben, sind hinterher nicht mehr da, wenn die Depression kommt, wenn echte Hilfe erforderlich ist.

 

Eine wichtige Frage

Wer sich heute gegen den Mainstream stellt und Abtreibung für nicht richtig hält, ist mindestens ein „Gutmensch“ (als wenn wir „Schlechtmenschen“ werden sollten). Auf dem „Marsch für das Leben“ wird man beschimpft und bespuckt.

Und man kann seinen Job als Chefarzt verlieren. Es wurde nicht geduldet, dass ich den Schwangerschaftsabbruch für meine Abteilung nicht zulassen wollte. Ein Medienaufschrei in ganz Deutschland, ein Propst, der sich über meine Entscheidung „entsetzt“ zeigte, eine Sozialministerin, die dem Krankenhausträger mit dem Entzug von Fördermitteln drohte. Bei so viel Gegenwind kann man nicht gewinnen. Ich musste aufgeben.

Mein Posten war weg, meine Pläne waren nicht Gottes Pläne. Darin liegt aber auch der Trost und die Zuversicht: Gott wird alles zum Guten wenden, er hält die Welt im Innersten zusammen. Er hatte mich mit einem Traum vorbereitet – und hat mir einen Anschluss-Job gegeben. Wenn wir Gott mehr gehorchen als den Menschen, wird er uns nicht fallen lassen, auch wenn wir es manchmal anders empfinden. Dazu gehörte etwa, dass ich durch unzählige Briefe, E-Mails, Telefonate, persönliche Besuche, Petitionen und meine Ortsgemeinde getröstet und in meiner Entscheidung ermutigt wurde. Ich hätte mir niemals träumen lassen, einmal in die Situation zu geraten, plötzlich der umstrittenste Gynäkologe Deutschlands zu sein.

Ich habe nicht mitgemacht. Vielleicht ist das eine wichtige Option auch in anderen Bereichen und für andere Menschen: Einfach nicht mitmachen. Zeichen setzen, Licht und Salz sein wollen, damit etwas von Gottes Geist noch durch unser Land weht – obwohl oder gerade weil wir uns unserer Unvollkommenheit vor Gott bewusst sind.

Manchmal stelle ich mir eine wichtige Frage: Was würde Jesus sagen, wenn ich so oder so handeln oder reden würde? Eines würde er aber bestimmt sagen: Mach nicht überall mit!

 

Autor: Thomas Börner

Quelle: Magazin EINS

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