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561. Das biblische Familienbild

Sonntag, 9. April 2017 | Autor:

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Liebe Blogbesucher,

wenn man den Werteverfall in unserer Gesellschaft in den letzten 30 Jahren betrachtet, dann fällt einem automatisch auch die Familie ein. Nach der Ursache braucht man nicht lange zu suchen, wenn man ehrlich mit sich selber ist. Es ist klar und deutlich der Mensch der Gott und sein Wort aus seinem Leben gestrichen hat kommt zu solchen Ergebnissen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ideologie der Grünen, die DDR Philosophien der Linken und dazu kommt noch die Ehe von Homos von den Roten. Mehr will ich dazu gar nicht ausführen, weil der Artikel von Pastor Wegert aus der Arche Gemeinde Hamburg alles bestens auf den Punkt bringt.

Im Jahr 2016 war jede zweite Wohnung in Hamburg ein Single-Haushalt. Außerdem besagt eine aktuelle Studie, dass nur noch in 18 % aller Haushalte Kinder leben. Wegen dieser Entwicklung hat sich nun der Oppositionsführer der Stadt zu Wort gemeldet und eine aktivere Familienpolitik gefordert. Er sagte: „Es ist Aufgabe der Politik, sich diesem Trend entgegenzustellen. Deutschland und Hamburg müssen familienfreundlicher werden. Wir brauchen ein Klima, in dem Paare wieder den Mut finden, sich für Kinder zu entscheiden.“ Auch wir glauben in der Tat, dass es höchste Zeit ist, sich wieder auf die Familie zu besinnen. Weil allerdings auch unter Christen nicht immer klar ist, wie Familie von Gott her zu verstehen ist, hier auszugsweise eine Predigt von Pastor Wolfgang Wegert, die er am 01.03.2009 in der Arche zu Hamburg gehalten und für den Druck selbst überarbeitet hat. Es ist unser Gebet, dass diese Botschaft vielen Lesern Hilfe und Orientierung gibt!

 

„Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie sich’s gebührt in dem Herrn. Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie. Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in allen Dingen; denn das ist wohlgefällig in dem Herrn“ (Kolosser 3,18-20).

 

Paulus spricht hier die Kernmitglieder einer Familie an, indem er sagt: „Ihr Frauen …, ihr Männer …, ihr Kinder…“ Er definiert damit, was die Bibel grundsätzlich unter „Familie“ versteht – ein Ehepaar aus Mann und Frau, das ein oder mehrere Kinder hat. Die können eigen oder adoptiert oder auch mit in die Ehe gebracht worden sein. Letzteres ist in der Regel bei einer Verwitwung der Fall, aber auch aufgrund von biblisch berechtigter Scheidung. Da Gott Sünden vergibt und sie auch nicht mehr anrechnet, gehören auch die Kinder zur biblischen Familie, die aus einer sündhaften Beziehung stammen. Entscheidend ist, dass ein Mann und eine Frau miteinander vor Gott und der Obrigkeit verheiratet sind und denen die Mutterschaft bzw. Vaterschaft für die bei ihnen lebenden Kinder zusteht.

 

Wie die erste Familie entstanden ist

Eine solche Familienstruktur ist nicht das Ergebnis einer Kultur. Nein, sie ist Schöpfung Gottes, die stattfand, bevor überhaupt irgendeine menschliche Kultur begann. Die Behauptung, das biblische Familienbild sei kulturbedingt und könne sich je nach gesellschaftlicher Entwicklung immer wieder ändern, ist schlichtweg falsch. Die Familienfrage hat überhaupt nichts mit Kultur oder Zivilisation zu tun, sondern sie ist in der Schöpfung ein für alle Mal geklärt: Gott schuf als Erstes einen Mann von der Erde. Und weil der alleine nicht zurechtkam, gab Gott ihm eine Frau, die Er nicht wiederum aus Erde, sondern aus dem Leib des Mannes erschuf. Dann sollten die beiden ein Fleisch werden. Sie sollten fruchtbar sein und sich mehren. Und so entstand nach Gottes Ratschluss die erste Familie – als ein Prototyp und Beispiel, wie Gott Familie haben will: Ein Mann und eine Frau und Kinder.

 

 

Die Autoritätsstruktur der biblischen Familie

Die Reihenfolge, wie die Familie entstanden ist, sagt auch etwas über die Autoritätsstruktur in der Familie aus, wie Gott sie haben will.

Fangen wir beim letzten Glied an, den Kindern. Was sagt ihnen die Bibel? „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird“ (2. Mose 20,12). Und unser Ausgangswort oben ermahnt: „Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in allen Dingen.“ Vater und Mutter haben also Autorität über die Kinder. Und deshalb sollen sie sich ihnen unterordnen. In diesem Wort steckt der Begriff „Ordnung“. Es geht Paulus also um die Aufrechterhaltung einer göttlichen Ordnung und nicht um die Herabsetzung der Wertigkeit von Kindern. Denn vor Gott hat ein Kind die gleiche Würde wie Vater oder Mutter. Jesus hat gesagt, dass man dem, der einem Kind Schaden zufügt, besser einen Mühlstein um den Hals hängen sollte. Kinder sind nicht deshalb, weil sie ihren Eltern untertan sein sollen, Menschen zweiter Klasse. Im Gegenteil, die Bibel will Kinder geliebt, wertgeachtet und sogar geehrt wissen. Aber sie brauchen einen Ordnungsrahmen, der ihnen in ihrer Entwicklung hilft. Und deshalb hat Gott Vater und Mutter über sie gesetzt. Deshalb, liebe Eltern, übt eure Verantwortung aus – aber bitte nicht, indem ihr eure Autorität missbraucht, sodass eure Kinder euch hassen und verbittern.

Nun kommen wir zum zweiten Entstehungsglied der Familie. So, wie die ersten Kinder von den Eltern kamen, kam die erste Frau vom Mann. Und der gab ihr auch ihren Namen. Denn als er das erste Mal seine Eva sah, rief Adam: „Das ist … Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch! Die soll Männin heißen; denn sie ist dem Mann entnommen!“ (1. Mose 2,23). Der Schöpfungsbericht und auch Paulus leiten von dieser Erschaffungsreihenfolge nun auch die Führungsrolle des Mannes in der Ehe ab. Der Apostel schreibt dem Timotheus: „Denn Adam wurde zuerst gemacht, danach Eva“ (1. Timotheus 2,13). Ähnlich formuliert es Paulus in seinem ersten Brief an die Korinther: „Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau von dem Mann. Und der Mann ist nicht geschaffen um der Frau willen, sondern die Frau um des Mannes willen“ (1. Korinther 11,8-9).

 

Obwohl das so ist, ist die Frau aber nicht geringer als der Mann, sondern absolut gleichwertig mit ihm, was der Apostel in den anschließenden Versen wunderbar zum Ausdruck bringt. Allerdings besteht die Gleichwertigkeit von Mann und Frau nicht in ihrer Egalisierung, sodass sie unterschiedslos und beliebig austauschbar wären. Wiewohl Mann und Frau vor Gott absolut gleich an Bedeutung sind und in Christus nicht mehr Mannsein oder Frausein etwas gilt (Galater 3,28), bleiben wir schöpfungsgemäß unterschiedliche Geschlechter und haben deshalb auch innerhalb der Familie unterschiedliche Berufungen. So, wie Gott es gefallen hat, den Mann zuerst zu erschaffen, hat es Ihm auch gefallen, dem Mann die primäre Verantwortung für Frau und Kinder zu übergeben, weshalb es in unserem anfänglichen Bibelwort heißt: „Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie sich’s gebührt in dem Herrn. Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie.“

 

 

Die biblische Familie – ein Abglanz der Trinität

Diese Autoritätsstruktur „Vater-Mutter-Kind“ entspricht also voll und ganz der Schöpfung und soll deshalb auch Basis für ein Gott wohlgefälliges Familienleben sein.

Aber Gott hat dieses Familienbild nicht willkürlich gewählt. Denn auch innerhalb der Trinität gibt es eine ähnliche Autoritätsstruktur. Gott der Vater ist alles in allem (1. Korinther 15,28), der Sohn Gottes ist Ihm untergeordnet und gehorcht dem Vater. Und der Heilige Geist ist dem Vater und dem Sohn untergeordnet, denn Er ist Gesandter sowohl des Vaters als auch des Sohnes und wirkt auf der Erde nach ihren Anweisungen (Johannes 14,26; 16,7). Diese Autoritätsabstufung innerhalb der Trinität kommt auch sehr schön durch die Art der Aufzählung ihrer Personen zum Ausdruck. Denn Jesus sagt: „… taufet sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Matthäus 28,19). Er wählt diese und keine andere Reihenfolge, weil sie dem innergöttlichen Ordnungsgefüge entspricht.

Aber beachte: Obwohl sich Christus dem Vater unterordnet, fühlt Er sich nicht deklassiert, entwürdigt oder gar entrechtet. Im Gegenteil: Auch in der Unterordnung ist und bleibt Er Gott. Gerade auch wegen ihrer erhabenen, inneren Führungsregelung ist die dreieinige Gottheit so glorreich. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind absolut gleichwertig. Sie sind gleichermaßen göttlich, und doch wirken sie in unterschiedlichen Rollen. Und die Bibel hat auch kein Problem damit, wenn Paulus schreibt: „Ich lasse euch aber wissen, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau“ und: „Gott aber ist das Haupt Christi“ (1. Korinther 11,3). Wir sehen, dass die Herrlichkeit der Trinität gerade auch durch das Hauptsein und Untergeordnetsein zum Ausdruck kommt. Und diese göttliche Schönheit soll auch in jeder Familie zu sehen sein. Wenn Vater, Mutter und Kind diese gottgewollte Autoritätsbalance ausleben, dann strahlen sie den Glanz des dreieinigen Gottes wider, dessen Ebenbild sie sind. Gott hat die Familie als eine geistliche Einheit gedacht, die Sein eigenes Wesen widerspiegelt. Von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass das biblische Familienbild so unter Beschuss steht. Denn wer Gott hasst, der hasst zwangsläufig auch die Familie.

 

 

Konsequenzen aus der biblischen Familienlehre

Aber als wiedergeborene Christen wollen wir uns nicht durcheinanderbringen lassen, sondern wir wollen von Herzen der Bibel folgen und Familien aufbauen, die Gottes Herzen entsprechen. Deshalb ist nun die Frage: Welche Konsequenzen haben wir aus der biblischen Familienlehre für uns zu ziehen? Wovon sollte ein Brautpaar ausgehen, wenn es sich anschickt zu heiraten? Dazu hat Dietrich Bonhoeffer in einer niedergeschriebenen Traupredigt ganz Fundamentales gesagt. Er schrieb sie 1943 in der Nazihaft und ließ sie aus seiner Zelle herausschmuggeln. Dort lesen wir folgende fundamentale Sätze (aus: Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung, Siebenstern Taschenbuch, Zweite Auflage 1965, Seite 31):

„… mit eurer Ehe gründet ihr ein Haus. Dazu bedarf es einer Ordnung. Und diese Ordnung ist so wichtig, dass Gott selbst sie setzt, weil sonst alles aus den Fugen ginge. In allem seid ihr frei bei der Gestaltung eures Hauses. Nur in einem seid ihr gebunden: Die Frau sei dem Manne untertan, und der Mann liebe seine Frau. … Es ist die Ehre der Frau, dem Manne zu dienen, ihm eine Gehilfin zu sein (1. Mose 2,20). Und es ist die Ehre des Mannes, seine Frau zu lieben wie sein eigenes Fleisch. … Es sind ungesunde Zeiten und Verhältnisse, in denen die Frau ihren Ehrgeiz darin sucht, zu sein wie der Mann, und der Mann in der Frau nur das Spielzeug seiner Herrschsucht erblickt. Es ist der Beginn der Auflösung und des Zerfalls aller menschlichen Lebensordnungen, wenn das Dienen der Frau als Zurücksetzung, ja als Kränkung ihrer Ehre und die ausschließliche Liebe des Mannes zu seiner Frau als Schwäche oder gar als Dummheit angesehen wird.

Der Ort, an den die Frau von Gott gestellt ist, ist das Haus des Mannes. Was ein Haus bedeuten kann, ist heute bei den meisten in Vergessenheit geraten. … Es ist … eine Burg im Sturm der Zeit, eine Zuflucht, ja ein Heiligtum; … Es ist eine Gründung Gottes in der Welt, der Ort, an dem … Friede, Stille, Freude, Liebe, Reinheit, Zucht, Ehrfurcht, Gehorsam und Glück wohnen soll. … Es ist die Berufung und das Glück der Frau, diese Welt in der Welt dem Manne aufzubauen und in ihr zu wirken. Wohl ihr, wenn sie erkennt, wie groß und reich diese ihre Bestimmung und Aufgabe ist.

Wenn nun der Mann als das Haupt der Frau bezeichnet wird und sogar unter dem Zusatz ‚gleichwie Christus ist das Haupt der Gemeinde‘, so fällt damit auf unsere irdischen Verhältnisse ein göttlicher Abglanz, den wir erkennen und ehren sollen. Die Würde, die dem Mann hier zugesprochen wird, liegt nicht in seinen persönlichen Fähigkeiten und Anlagen, sondern in seinem Amt. … Mit dieser Würde umkleidet soll ihn die Frau sehen. Ihm selbst aber ist diese Würde höchste Verantwortung. Als das Haupt trägt er die Verantwortung für die Frau, für die Ehe und für das Haus. Ihm fällt die Sorge und der Schutz für die Seinen zu, er vertritt sein Haus gegenüber der Welt, er ist der Halt und Trost der Seinen, er ist der Meister des Hauses, der ermahnt, straft, hilft, tröstet und der für sein Haus vor Gott steht. Es ist gut, weil göttliche Ordnung, wenn die Frau den Mann in seinem Amt ehrt und wenn der Mann auch wirklich seines Amtes waltet. Klug sind der Mann und die Frau, die die Ordnung Gottes erkennen und halten; töricht ist, wer meint, an ihre Stelle eine andere, dem eigenen Willen und Verstand entspringende Ordnung setzen zu können.“

 

 

Hochzeitspaar_Dirk Mertens_pixelio.de

Die Rollenschwerpunkte von Mann und Frau

Aber kann das heute überhaupt noch so gelebt werden? Leiden nicht immer noch viele Frauen unter der Knute ihrer Männer (und manchmal auch umgekehrt Männer unter der ihrer Frauen)? Dass es auf diesem Gebiet viel Not gibt, liegt aber nicht daran, dass das biblische Ehekonzept falsch ist, sondern daran, dass die Sünde in unser aller Leben eingedrungen ist. Wenn ein Mann in seiner Familie herrscht, ist dadurch nicht erwiesen, dass das biblische „Hauptsein“ des Mannes verkehrt ist. Dadurch ist nur bewiesen, dass er sündigt. Dass wir die biblische Balance unserer ehelichen Rollen nicht hinbekommen, liegt nicht daran, dass das Prinzip nicht in Ordnung ist, sondern daran, dass wir es mit unserer Sünde beflecken. Deshalb besteht die Lösung nicht darin, dass wir unsere Unterschiedlichkeit abschaffen, sondern darin, dass wir unser Mannsein und Frausein mit dem Evangelium erfüllen. Und das tun wir, wenn wir die Eheordnung der Heiligen Schrift mit voller Freude bejahen und als Ehepartner unser Herz unter die Herrschaft Gottes stellen.

Wenn ein erlöster Ehemann in lebenslanger Treue eine liebevolle, dienende und demütige Führung übernimmt und eine ebenfalls erlöste Ehefrau ihn darin weise, freudig und liebend unterstützt, werden sie den Abglanz des himmlischen Glücks erleben, von dem Christus und Seine Gemeinde auf ewig erfüllt sein werden.

 

Welche besonderen Rollen haben denn aber Mann und Frau von der Schöpfung her? Zur Frau sagte der Herr: „Unter Mühen wirst du Kinder gebären“ (1. Mose 3,16). Mit diesen Worten spricht Gott über das, was die Frau trotz Sündenfall einzigartig macht, nämlich Mutter zu sein. Und zum Mann spricht Er von den Mühen, die dieser bei seiner harten Arbeit haben wird: „Mit Mühsal sollst du dich … nähren dein Leben lang. … Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen“ (1. Mose 3,17-19). Aus diesen Worten geht hervor, dass die primäre Aufgabe des Mannes darin besteht, der Brotverdiener zu sein. Das schenkt der Frau den nötigen Freiraum und die Ruhe und Sicherheit, um Kinder zu gebären und sie auch in den ersten Jahren als Mutter zu hegen und zu pflegen. Deshalb sagt Paulus nicht nur jungen Witwen, sondern auch den anderen, dass sie „heiraten, Kinder zur Welt bringen, den Haushalt führen und dem Widersacher keinen Anlass geben zu lästern“ (1. Timotheus 5,14). Ähnlich schreibt er dem Titus bezüglich der Frauen in der Gemeinde, „dass sie ihre Männer und ihre Kinder lieben und … häuslich seien“ (Titus 2,4-5).

 

Häuslichkeit war für Paulus also eine Tugend, die die Liebe einer Ehefrau und Mutter zu ihrer Familie zum Ausdruck brachte. Selbstverständlich dürfen wir diese Schriftstellen nicht so interpretieren, als sei jegliche Arbeit außer Haus für eine Ehefrau tabu. Die niedrigen Löhne, die heute viele Männer mit nach Hause bringen, zwingen Frauen häufig dazu, sich am Broterwerb für ihre Familie zu beteiligen. Auch alleinerziehenden Müttern bleibt nichts anderes übrig, oder wenn der Ehemann chronisch krank oder Invalide ist. Selbst die heldenhafte Frau in Sprüche 31, die jeder Bibelleser gut kennen sollte, arbeitete auch außer Haus und packte auf allen Ebenen mit an – allerdings nicht aus Emanzipationsgründen, sondern zum Wohle ihrer Familie.

 

Und das ist eine wichtige Feststellung. Deshalb sollte sich jedes Ehepaar die Frage stellen: Warum geht die Frau arbeiten? Weil sie Selbstverwirklichung und Karriere anstrebt? Weil es ihr gesellschaftliche Anerkennung einbringt? Oder weil sich beide Ehepartner einen hohen Lebensstandard leisten wollen? Wenn solche Gründe vorliegen, geht das meist zu Lasten der Kinder. Entweder möchte man gar keine haben oder erst dann, wenn man selbst „etwas vom Leben gehabt hat“ und die guten Jahre schon vorüber sind. Und wenn dann endlich Kinder da sind, übergibt man sie meist weltlichen Kitas, in denen sie schon im frühesten Alter mit gottlosem und okkultem Gedankengut vollgestopft werden.

 

Wenn wir fragen, wie die Bibel die Rolle einer Ehefrau sieht, dann kommen wir nicht umhin, auch bei allen Notsituationen, die es gibt, ihren Lebensmittelpunkt in ihrem Zuhause zu sehen. Und selbst wenn sie nicht eine Ganztags-Hausfrau sein kann, wird es dennoch ihre Hauptzielrichtung sein, für ihren Mann und ihre Kinder da zu sein.

 

Deshalb möchte ich euch, ihr lieben Frauen, ermutigen: Lasst euch nicht von den Denkmodellen dieser Weltzeit unter Druck setzen! Sie sind gottlos und zugleich zerstörend. Sie wollen uns unsere geschlechtliche Identität rauben und uns egalisieren. Wir sind demnach nicht mehr wirklich Mann oder Frau, sondern nur noch neutrale Wesen, für alles und jedes auswechselbar. Kein Wunder, dass dabei ein Gesellschaftsmix aus Homosexuellen, Lesben, Transvestiten und ehelosen Sexpartnern herauskommt – nur eines nicht: gesunde Familien, die die Zukunft unseres Volkes sichern.

 

Deswegen noch einmal, ihr lieben gottgeweihten Mütter: Widersteht in euerm Geist eurer gesellschaftlichen Ächtung und seid mit Freuden eine häusliche Frau und Mutter, die edelste aller irdischen Berufungen. Muttersein ist ein bildungsrelevanter Vollzeitberuf, den ein Staat großzügig vergüten würde, wenn er klug ist. Auch wir Männer sollten mehr schätzen, was unsere Frauen leisten. Wer eine solche unter ihnen gefunden hat, „hat mehr gefunden als die köstlichsten Perlen. 11 Auf sie verlässt sich ihres Mannes Herz. … 12 Sie erweist ihm Gutes und nichts Böses ihr ganzes Leben lang. … 27 Sie behält ihre Haushaltung im Auge und isst nie das Brot der Faulheit. 28 Ihre Söhne wachsen heran und preisen sie glücklich: … 29 Ihre Töchter werden tüchtig, aber sie übertrifft sie alle. … 30 Eine Frau, die den HERRN fürchtet, die soll man loben“ (Sprüche 31,10-30).

 

Frauen in der Bibel wussten sich deshalb immer gesegnet, wenn sie Kinder bekamen und für diese beteten und sie zu gottgeweihten Söhnen und Töchtern erzogen. Denken wir nur an Hanna, die Mutter des Samuel. Von ihr lesen wir, dass der Herr ihren Leib verschlossen hatte (1. Samuel 1,5). Das lehrte sie, dass man auf Kinder keinen Anspruch hat, sondern dass sie eine Gabe der Gnade sind. Und so flehte Hanna zum Herrn. Und was geschah, als sie Samuel geboren hatte? Alsbald brachte sie ihn in den Tempel. Sie betete für ihn und weihte ihn dem Herrn. Was für ein gewaltiger Mutterdienst!

 

Der große Prediger Campbell Morgan bekannte: „Meine Predigtberufung ist mütterlicherseits!“ Sie war eine leidenschaftliche Beterin für ihren Sohn, der dann auch alsbald eine Leidenschaft für die Bibel entdeckte. Seine vier Söhne wiederum wurden auch Verkündiger. Und als ihn jemand einmal fragte, wer denn der größte Prediger in der Familie sei, antwortete er: „Meine Mutter!“ Auch die Mutter von George Washington war eine Beterin. Sie ging regelmäßig zu einem kleinen Felsvorsprung nahe ihrem Haus, um dort allein für ihren Sohn zu beten. Und der spätere Präsident der Vereinigten Staaten bekannte: „Meine Mutter war die schönste Frau, die ich jemals gesehen habe, und wenn einem Menschen, dann schulde ich alles ihr. Alles, was ich bin, schreibe ich der wunderbaren Erziehung meiner Mutter zu, die ich von ihr empfangen habe!“ Auch Abraham Lincoln erzählte: „Ich erinnere mich sehr genau an die Gebete meiner Mutter, sie sind mir immer nachgefolgt und verließen mich nicht mein Leben lang!“ Die Kraft einer betenden Mutter kann man nicht hoch genug einschätzen. Ihre Fürbitte kann sogar den Lauf ganzer Nationen nachhaltig beeinflussen.

Welch einen gewaltigen Einfluss hatten doch auch die Mutter und Großmutter von Timotheus. Er war ein Jünger des Paulus, aber später auch einer der großen und prägenden Lehrer der frühen Christenheit. Ihr lieben Mütter, euch wurde die edle Berufung zuteil, Lebensspenderin zu sein und durch euern aufopfernden Einsatz für Kinder ein großer Segen für kommende Generationen zu sein.

 

Ihr Männer, seid nicht bitter gegen sie

Obwohl die Ehefrau und Mutter den meisten Kontakt zu den Kindern hat und ihr deshalb auch eine hohe Pflicht zufällt, zieht die Bibel dennoch den Ehemann und Vater für die Erziehung und Aufsicht der Kinder zur Verantwortung. Ein christlicher Vater sollte einer sein, „der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat“ (1. Timotheus 3,4). Wie kann aber ein Ehemann und Vater dieses gute Familienoberhaupt sein? Unser Ausgangsvers lautete: „Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie.“

 

Hier ist eine große Not. Warum wollt ihr herrschen und eure Frauen frustrieren? Und warum habt ihr kein gutes Verhältnis zu euren Kindern? Wisst ihr nicht, dass geschrieben steht: „Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn“ (Epheser 6,4)? Das könnt ihr nur leisten, wenn ihr euch als Familienoberhäupter wirklich in eure Familien investiert. Diese leiden oft deshalb, weil der Ehemann und Vater abtaucht – in die Beschäftigung mit sich selbst und seinen Liebhabereien. Auf diese Weise sind wir ein Heer von vaterlosen Häusern geworden. Der Papa fehlt.

 

Nach einer amerikanischen Statistik (aus: John Piper, Wayne Grudem; Die Rolle von Mann und Frau in der Bibel; Kapitel 22: Wo steckt Papa?), die wir durchaus auch auf unser Land übertragen können, hat ungefähr jedes vierte Kind, schon wenn es geboren wird, keinen Vater. Nur 41 % wachsen in einer Familie mit zwei Elternteilen auf. Jedes Jahr verlieren fast eine Million Kinder ein Elternteil wegen Scheidung. Und 90 % dieser Kinder bleiben bei ihrer Mutter. Und hier noch eine erschreckende Zahl: Im Durchschnitt gibt ein amerikanischer Vater seinen Kindern nur drei Minuten ungeteilte Aufmerksamkeit am Tag. Wie in den USA kennen Millionen Kinder auch in Deutschland kaum einen Mann in ihrem Erziehungsverlauf. Zu Hause haben sie fast nur Kontakt mit der Mutter, im Kindergarten betreuen sie fast nur weibliche Leiter, und in der Schule unterrichten zu 85 % Lehrerinnen. Das Fehlen eines männlichen Rollenvorbildes behindert nicht nur den Lernprozess von Jungen, sondern hat nachweislich auch zu schweren Persönlichkeitsstörungen geführt, die sehr viele Straffälligkeiten nach sich ziehen.

 

Deshalb meine lieben Brüder und Väter: Nehmt eure Berufung ernst! Richtet sie nach dem Vatersein Gottes aus. Es wird so lange keine Hoffnung für viele Kinder geben, auch in der Gemeinde nicht, bis die Väter aus dem Exil ihres eigennützigen Verhaltens wieder heraustreten und die Verantwortung ernst nehmen, die ihnen Gott als Ehemann und Vater gegeben hat.

 

Wenn wir wirklich von göttlicher Natur erfüllt sein wollen, dann müssen wir uns an unserem himmlischen Vater orientieren. Seine Vaterschaft ist das Muster für unser Vatersein. Hört einmal, was Paulus schreibt: „Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden“ (Epheser 3,14-15). Wenn wir Gott, unseren Vater im Himmel, betrachten, dann sehen wir keinen passiven, desinteressierten Vater, keinen, der davonrennt, sich versteckt und Seine Familie im Stich lässt. Er ist kein halbherziger, lauwarmer und bequemer Vater, der sich nur auf sich selbst konzentriert. Nein, Er ist ein fürsorgender, ein zuhörender, beschützender, treuer und sich aufopfernder Vater. Dieses Bild finden wir auch in Jesus Christus, dem Abglanz der Herrlichkeit des Vaters. Jesus ist der Bräutigam und Ehemann Seiner Gemeinde. So wie Er sich für sie hingegeben hat bis zum Tod am Kreuz, sollen auch wir Väter unsere Frauen und Kinder lieben.

 

Also, lieber Papa, wenn du wissen willst, wie du deine Rolle als Ehemann und Vater ausüben kannst, dann schau auf den himmlischen Vater und auf Jesus Christus. Blicke auf die göttliche Dreieinigkeit, dann werden wir das Wesen gottwohlgefälliger Vaterschaft und biblischen Familienlebens verstehen und Ihn darin ehren. Das schenke der Herr in Seiner Gnade uns allen. Amen!

 

Quelle – Arche Gemeinde Hamburg

Autor – Pastor Wolfgang Wegert

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560. Wie Gerechtigkeit und Barmherzigkeit falsch verstanden wird

Freitag, 30. Dezember 2016 | Autor:

Liebe Blog Besucher,

die Einwanderungsprobleme in Deutschland werden von Tag zu Tag größer. Grund dafür sind meiner Meinung nach unsere Gesetze und die zeitweise Aufhebung von Gesetzen durch die Bundesregierung. Ein weiterer Grund ist, dass unsere herbei gerufenen „Gäste“ unsere Gastfreundschaft mit Füßen treten. Würde ein deutscher Staatsbürger sich im Nahen Osten ähnlich verhalten, wäre es ganz schnell um ihn geschehen. Wenn hier der Staat nicht schnellsten wieder Ordnung, Sicherheit und Recht herstellt, kann dies zu einen sehr großen Konflikt in Deutschland führen. Gott möge den Regierenden Weisheit und Stärke schenken.

 

NAI Okt.15

 

„Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer“

Weihnachten – ein Fest der Gerechtigkeit

oder

Wie man Barmherzigkeit falsch verstehen kann

 

Kürzlich sollen vier junge Männer in Hamburg eine 14-Jährige mehrfach brutal vergewaltigt haben. Sie filmten das Verbrechen mit ihrem Smartphone und warfen das halbnackte Mädchen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt schließlich irgendwo draußen in eine Ecke. Passanten hörten das Wimmern der Gequälten, deren Leben trotz schwerer Unterkühlung gerade noch gerettet werden konnte. Eine Gefängnisstrafe erhielt nur der 21-Jährige. Die anderen drei bekamen lediglich Jugendstrafen auf Bewährung. Das heißt, von ihnen muss keiner in Haft. Als das Urteil gesprochen war, sollen die Angeklagten gejohlt und Siegeszeichen proklamiert haben. Und der Richter meinte noch, dass das Urteil auch deswegen so milde ausgefallen sei, weil die Täter eine günstige Sozialprognose hätten.

Bemerkenswert ist aber, dass empörte Bürger wegen dieses skandalösen Urteils eine Petition gegen diese Gerichtsentscheidung starteten, die innerhalb kürzester Zeit von rund hunderttausend Menschen unterzeichnet wurde. Warum begehren so viele gegen diese „freiheitlich, demokratisch“ gefällten Schuldsprüche auf? Warum rumort es im Volk, in dessen Namen doch solche huldreichen Urteile gesprochen werden? Und warum wenden sich immer mehr Wähler von den etablierten Parteien ab, die eine solche liberale Gesetzgebung zu verantworten haben?

 

Hunger nach Gerechtigkeit

 

Die Menschen haben Hunger nach Gerechtigkeit. Natürlich prangt vor unseren Gerichtsgebäuden immer noch die Justitia mit ihren beiden sich die Waage haltenden Schalen, aber von einem echten und gerechten Ausgleich zwischen Opfer und Täter kann leider nur noch selten gesprochen werden. Immer ist von der notwendigen Resozialisierung, von der Wiedereingliederung der Täter in die Gesellschaft und von der ihnen zustehenden „zweiten Chance“ die Rede. Aber die lebenslang geschädigten Opfer haben meistens keine Chance mehr – wenn sie umgebracht wurden, sowieso nicht. Wo bleibt denn ihre Menschenwürde, die sonst immer angemahnt wird? Ruft jemand dennoch nach einem gerechteren Ausgleich, wird er sofort bezichtigt, eine Rache-Justiz zu wollen. Meistens wird dann auch noch das biblische „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ verfälscht und gesagt, dass wir doch wohl nicht ins rachsüchtige Alte Testament zurückkehren wollen. Interessanterweise gelingt es den herrschenden Meinungsmachern trotz ihrer massiven Einflussnahme dennoch nicht, die Gesellschaft zu mehr Verständnis für Gesetzesbrecher zu erziehen.

Das hängt mit der Natur des Menschen zusammen. Obwohl er gefallen ist und seine Ebenbildlichkeit mit dem Schöpfer äußerst entstellt ist, existiert in ihm aber immer noch ein Restbestand des Wesens Gottes. Und dazu gehört auch die Gerechtigkeit. Weil sie von Gott her im menschlichen Wesen verankert ist, sehnt sich jeder Mensch nach ihr. Seine Seele dürstet sogar nach ihr. Und wenn ideologisch verbrämte Politik nicht mehr Gerechtigkeit im Lande walten lässt, statt Strafe nur noch Resozialisierung verordnet und Wiedergutmachung als Rache bezeichnet, geht das Volk instinktiv nicht mit, sondern wählt sich andere Parteien – wie zurzeit in vielen westlichen Teilen der Welt zu sehen. Dabei droht jedoch die ernste Gefahr, dass das Pendel in die entgegengesetzte Richtung ausschlägt. Und in welch eine Katastrophe uns das wiederum führen kann, hat uns die Geschichte gezeigt. Darum lautet das biblische Fazit: Obwohl der Mensch große Sehnsucht nach Gerechtigkeit hat, ist er aber aufgrund seiner Gefallenheit zur ihr nicht fähig.

 

Zion wird durch Recht erlöst und seine Bekehrten durch Gerechtigkeit

 

Darum sollten Verkündiger des Evangeliums auch besser nicht Politik betreiben, sondern lieber den Einen verkündigen, der allein die Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit stillen kann. Und das ist kein anderer als Jesus Christus. Darum sagt schon das bekannte Wort, das wir gern zu Weihnachten lesen: „Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; … dass er sein Königreich gründe und festige mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit“ (Jesaja 9,5-6). Es ist also einseitig und falsch, wenn man Weihnachten nur als das „Fest der Liebe“ bezeichnet. Es ist auch das Fest der Gerechtigkeit. Entsprechend heißt es in dem anderen bekannten Adventwort: „Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin“ (Sacharja 9,9). Die Verheißungen des kommenden Messias betreffen also nicht nur Seine Barmherzigkeit und Gnade, sondern wir lesen auch: „Zion wird durch Recht erlöst werden und seine Bekehrten durch Gerechtigkeit“ (Jesaja 1,27).

Aber wie das denn? Wir haben doch immer gehört, dass wir durch Gnade und Barmherzigkeit erlöst worden sind. Ja, das ist wahr und das bleibt auch wahr. Aber die Barmherzigkeit des Herrn gibt es nie ohne Seine Gerechtigkeit, nie auf Kosten des Rechts. Das zeigt uns das Kreuz von Golgatha auf überwältigende Weise. An ihm sehen wir, dass Gott uns Gesetzesbrechern Seine Güte nicht in der Weise schenkt, dass Er Recht und Gerechtigkeit einfach unter den Teppich kehrt. Uns wird keine einzige Sünde vergeben, ohne dass sie nicht auch bestraft wird. Uns wird keine einzige Schuld erlassen, ohne dass sie nicht auch bezahlt wird. Denn von dem Gott der Bibel heißt es: „Du liebst die Gerechtigkeit und hasst die Gesetzlosigkeit“ (Psalm 45,8). Damit ist klar, dass Gott keine einzige Sünde ungestraft lässt – sei sie noch so klein –, sondern Er wird dafür sorgen, dass der kleinste Buchstabe und jedes Tüpfelchen am Gesetz zur Geltung kommt (Matthäus 5,18). Denn: „Es ist leichter, dass Himmel und Erde vergehen, als dass ein einziges Strichlein des Gesetzes falle“ (Lukas 16,17).

 

Niemand bilde sich ein, dass Gott in dem Sinne großzügig sei, dass Er Sünde nicht mehr Sünde nennt und einfach nur mit dem Schwamm über sie drüberwischt. Manche meinen, dass Er dazu sogar verpflichtet sei, weil das die Menschenliebe gebiete. Solche Leute wollen Gott auffordern, im Namen der Liebe gesetzlos und im Namen der Barmherzigkeit rechtswidrig zu sein. Es ist schon genug, dass wir solche Zustände hier auf Erden haben. Im Königreich Gottes jedenfalls wird es solche Verhältnisse nicht geben. Denn die Grundfesten Seines Thrones sind Recht und Gerechtigkeit (Psalm 89,15).

Jesus –der König der Gerechtigkeit

 

Wenn das so ist, wie kann Gott uns dann aber dennoch gnädig sein? Wie schon erwähnt, liegt das Geheimnis im Kreuz. Dort erbarmt sich Gott in Jesus Christus über Sünder, verschafft dem Recht aber dennoch seine Gültigkeit. Der Allmächtige bleibt hinter Seiner heiligen Gerechtigkeit nicht einen Millimeter zurück, Er drückt kein Auge zu, sondern Er straft jede Sünde, ohne einen Nachlass zu gewähren. Das Überwältigende ist aber nun, dass dieses gerechte Gericht nicht über uns Schuldige ergeht, sondern über Seinen geliebten Sohn Jesus Christus. Er hat sich freiwillig dazu bereit erklärt, Gottes gerechtes Gericht stellvertretend für uns zu tragen. Und so nahm Er am Kreuz die volle Wucht des Zornes Gottes auf sich, sodass wir frei ausgehen. „Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten“ (Jesaja 53,5).

 

Wir halten also dringend noch einmal fest: Wir gehen nicht deshalb frei aus, weil Gott in Sachen Übertretung toleranter geworden wäre, sondern weil Er strikt an Seiner Gerechtigkeit festhaltend die unerlässliche Sühne für unsere Schuld auf Jesus gelegt hat. Es ist Jesus Christus, der alle von Gott geforderte Gerechtigkeit im Leben und im Sterben uns zugut erfüllt hat. Darum nennt Ihn die Bibel auch den „König der Gerechtigkeit“ (Hebräer 7,2). Wir gewinnen ein völlig falsches, heutzutage aber sehr im Trend liegendes Bild von Jesus, wenn Er so dargestellt wird, als ob Er nicht am Gesetz interessiert sei, nicht an Strafe und Gericht, sondern nur am pauschalen Freispruch für alle. Eine solche Verfälschung der Person Christi ehrt nicht Seine Barmherzigkeit und Güte, sondern degradiert Ihn zu einem Anarchisten.

Nein, Jesus ist kein politliberaler Gutmensch, der vor lauter Milde jede Ordnung übergeht, sondern Er ist Einer, der zur Aufrechterhaltung von Gottes Recht und Gerechtigkeit Sein Blut und Leben gegeben hat, der bereit war, für die Ehre und Gültigkeit des Gesetzes Gottes am Kreuz zu sterben, damit wir durch den Glauben an Ihn leben können. In dieser Welt nimmt die Gesetzlosigkeit überhand, die Liebe erkaltet in vielen (Matthäus 24,12) und die Verrohung der Menschen nimmt auf dramatische Weise zu. Aber es gibt Hoffnung. Jesus kommt wieder und „wird als König regieren und weise handeln und wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden“ (Jeremia 23,5). Ja, „Er wird den Erdkreis richten in Gerechtigkeit und den Völkern das Urteil sprechen, wie es recht ist“ (Psalm 9,9). Und dann wird Friede sein für Zeit und Ewigkeit. Maranatha, ja, komme bald, Herr Jesus!

 

 

Autor: Wolfgang Wegert

Herausgeber: Arche Hamburg

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559. Gottes Wort zu Weihnachten

Donnerstag, 22. Dezember 2016 | Autor:

Liebe Blog Besucher,

von Maria Prean Gründerin von Vision für Afrika habe ich die nachfolgenden kraftvollen Worte zum Weihnachtsfest 2016 erhalten. Es ist so mutmachend, dass man es vielen Menschen nicht vorenthalten darf. Ich wünsche Ihnen beim lesen viel Freude und Ermutigung.

 

Herzlichen Dank Maria für die Genehmigung.

Geliebte Freunde und Geschwister im Herrn!

Bald ist wieder Weihnachten und wir feiern den Geburtstag unseres Herrn Jesu Christi.

 

 

In unseren oft sehr verworrenen Zeiten ist es umso wichtiger , dass wir uns des vollen Segens bewusst werden, den Jesus uns durch Sein Leben, sein Sterben und seine Auferstehung geschenkt hat.

 

Bereits am Kreuz hat Er gesagt: „Es ist vollbracht!“

 

Und mit Seiner Auferstehung hat Er alle die an IHN glauben, auf eine neue Ebene des Sieges, des Lebens, der Freude, der Kraft versetzt. Nicht umsonst hat ER uns in Seinem Wort gesagt: „Ich bin gekommen, damit ihr Leben habt, und Leben in Fülle.“

Wenn Du den Verheißungen Gottes in Seinem Wort mehr vertraust als Deinen Erfahrungen, Deinen Umständen, dann wirst Du reichlichst beschenkt werden mit:

 

FREIWERDEN VON FURCHT.

„Da ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus all meiner Furcht.“ Psalm 34:5

„Ich habe Dir keinen Geist der Angst, der Furcht, der Verzagtheit gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und des gesunden Hausverstandes.“ 2. Tim. 1:7

ERFOLG

„ Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.! Römer 8:28

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles andere zufallen.“ Matth 6:33

„Wenn Ihr in mir bleibt und meine Worte in Euch bleiben, dann könnt ihr bitten, was ihr wollt und es wird euch gegeben. Joh 15:7

FREUDE

„Die auf Gott sehen, werden strahlen vor Freude! „ Psalm 34:6

„Ich freue mich in meinem Herrn und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott!“ Jesaja 61:10

„Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude in Fülle, und die Wonne zu deiner Rechten ewiglich.! Psalm 16.11

„Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!“ Phil 4:6

FREUNDSCHAFT

„Niemand liebt mehr als der, der sein Leben für seine Freunde opfert.“ Johannes 15:13

„Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.“ Jer. 29:13-14

FRIEDEN

„Gott wird euch seinen Frieden schenken, den Frieden, der all unser Verstehen, all unsere Vernunft übersteigt. Phil 4;7

„Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen.“ Kol 3:15

„Denn ich weiss wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides.! Jer. 29:11

STÄRKUNG UND ERQUICKUNG

„Er gibt den Müden Kraft, und Stärke den Unvermögenden.“ Jesaja 40:29

„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid: ich will euch erquicken.“ Matth. 11:28

„Aber die auf den Herrn harren, empfangen immer neue Kraft.“ Jesaja 40:31

Ich, der Herr, mache dich stark, ja ich helfe dir; ich halte dich mit meiner sieghaften Rechten. Jes. 41:10

GESUNDHEIT

„Herr, mein Gott, ich schrie zu dir, da machtest du mich gesund.“ Psalm 30:3

„Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was ER dir Gutes getan hat: der dir all deine Sünden vergibt und all deine Gebrechen heilt.“ Psalm 103:2-3

„Vom Brot allein kann niemand leben. Leben kann nur, wer Gottes Wort aufnimmt und befolgt.“ Matth 4:4

GLAUBE

„Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich!“ Lukas 1:37

„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“ Hebr 11:1

„Wer also von Herzen an Christus glaubt und seinen Glauben auch bekennt, der erlebt, was es heißt, von Christus erlöst zu sein.“ Römer 10:10

HILFE

„Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Psalm 121:2

„Der Herr lässt uns niemals im Stich.“ Psalm 3:9

HOFFNUNG

„Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen.“ Psalm 145:18

„Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor IHM aus; Gott ist unsere Zuversicht.“ Psalm 62:9

LEBEN

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben: niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ Joh. 14:6

„Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmer dürsten.“ Joh. 6:35

„Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“Johannes 5:12

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.“ Joh. 11:25

LIEBE

„Liebe den Herrn, deinen Gott von ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit allen Kräften und mit deinem ganzen Gemüt und deinen Nächsten, liebe ihn wie dich selbst. Matth. 22:37, 39

„Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ Joh. 3:16

„Das ist Liebe: nicht wir haben Gott geliebt, sondern Er hat uns geliebt.“1. Joh. 4:19

SCHUTZ

„Von allen Seiten umgibst du mich und hältst Deine Hand über mir.“ Psalm 139:5

„Keiner Waffe, die gegen mich geschmiedet ist, wird es gelingen, mir zu schaden.“

„Gott hält treu zu denen, die sich auf IHN verlassen.“ Psalm 14:5

SICHERHEIT

„Der Herr hilft mir, und ich brauche mich vor nichts und niemandem fürchten. Was kann mir ein Mensch schon antun?“ Hebr. 13:6

„Ich liege und schlafe ganz in Frieden; denn allein du Herr, hilfst mir, dass ich sicher wohne. Psalm 4:9

SORGENFREIES LEBEN

„Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden.“ Phil 4:6

„Alle eure Sorge werfet auf ihn, denn Er sorgt für euch.“ 1. Petrus 3:5

„Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Psalm 23:1

VERTRAUEN

„Verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern setze dein Vertrauen ungeteilt auf den Herrn.“ Sprüche 3:5

„Denn des Herrn Wort ist wahrhaftig und was er zusagt, das hält er gewiss.“ Psalm 33:4

„Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten. Psalm 32:8

„Wer das Urteil der Menschen fürchtet, gerät in ihre Abhängigkeit; wer dem Herrn vertraut, ist gelassen und sicher.“ Sprüche 29:25

ZUVERSICHT

„Der Herr ist mein Licht und mein Heil – vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?“ Psalm 27:1

„.Befiel dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohl machen und wird deine Gerechtigkeit heraufführen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag.“ Psalm 37:5-6

„Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ Matth 28:20

Sollten wir nicht jubeln und jauchzen und von Herzen dankbar sein für das Kommen unseres Herrn Jesus Christus und für seine wunderbaren Zusagen, die er auch einhält!

 

Lasst uns seinen Geburtstag feiern und IHM RAUM IN UNSEREN HERZEN BEREITEN:

Mit allerliebsten Dankes- und Segensgrüßen im Namen aller Mitarbeiter in Europa und Afrika

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558. Der Brexit – ein Weckruf für Europa?

Donnerstag, 22. Dezember 2016 | Autor:

Lieber Blog Besucher,

was ist bei diesem Thema im Vorfeld alles geschrieben, geredet und manipuliert worden. Für mich ist es immer wieder schön festzustellen, dass der Gott des Himmels und der Erde die Dinge in seiner Hand hat. Und wenn Menschen IHN suchen, dass es dann auch ein gutes Ende nimmt.

 

 

Ich bedanke mich bei Harald Eckert für die Genehmigung diesen seinen Vortrag hier veröffentlichen zu dürfen.

Vermag der Austritt Großbritanniens die Völker Europas und die christliche Kirche wieder an ihre jüdisch-christlichen Wur­zeln zu erinnern?

 

Ein biblischer Denkanstoß von Harald Eckert

Theodor Heuss, der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutsch­land, hatte ein klares Bild von Europa. Er sah den Kontinent auf drei Hügeln gebaut: Die Akropolis in Athen, Golgatha in Jerusalem und das Kapitol in Rom. Geistesgeschichtlich gesprochen steckt in dieser Beob­achtung viel Wahrheit. Aber sind diese drei Quellen europäischer Geis­tesgeschichte wirklich miteinander vereinbar? Die Zerreißprobe, der sich die Völker Europas (und auch die Kirche in Europa) derzeit gegenüber sieht und die durch den Austritt Großbritanniens eine neue Dimension erreicht hat, gibt dieser Frage eine besondere Brisanz und Aktualität.

Sind Athen (Hellenismus) und Jerusalem (Judentum) wirklich miteinan­der vereinbar? Ist Rom (Vatikan) mehr von „Athen“ oder mehr von „Jeru­salem“ beeinflusst? Biblisch gesprochen – mit Genesis als Ausgangspunkt und dem Buch Offenbarung als Zielpunkt der biblischen Offenbarungsge­schichte – stellt sich die gleiche Frage nochmals etwas anders: Wie verhal­ten sich Jerusalem und Babylon zueinander?

 

Jerusalem oder Babylon?

Babylon ist biblisch gesprochen der Inbegriff der menschlichen Hybris und der anti-göttlichen Verführungskraft: Macht, Gier, Gotteslästerung, übermäßiger Stolz und die Anbetung des Menschen und seiner Werke (Humanismus) werden durch „Babylon“ versinnbildlicht. Im Gegensatz dazu Jerusalem: Jerusalem wird in Psalm 48,3 und in Matthäus 5,35 als die „Stadt des großen Königs“ (David, Jesus) bezeichnet. Sie ist gleichzeitig auch eine priesterliche und eine prophetische Stadt. Sie ist die Stadt, in der Jesus ge­wirkt hat, gestorben und auferstanden ist. Jerusalem hat als Stadt vor Gott und in der Bibel eine einzigartige Bedeutung. Welcher Einfluss auf Europa ist prägender: Der babylonisch-hellenistische oder der jüdisch-christliche?

Die Gründungsväter Europas hatten nach der Katastrophe zweier Weltkriege mehrheitlich eine Rückbesinnung zu den jüdisch-christlichen Grundwerten vor Augen. Die Absage an den Gottesbezug in der europäi­schen Verfassung (2004/2005) spricht allerdings eine andere Sprache – hier dominiert eine anti-christliche Tendenz. Etwas vereinfacht kann man sagen, dass es die älteren, tendenziell christlich-konservativeren Kräfte in Groß­britannien waren, die in Richtung Brexit gedrängt haben. Im Rest-Europa verläuft die Hauptlinie der Zerreißprobe entlang der ehemaligen Ost-West-Grenze: Die Osteuropäer neigen in Richtung christlich-konservativer Werte (die Werte, die ihnen halfen, die kommunistische Hybris zu überwinden) – im Gegensatz zu den hellenistisch-humanistischen Werten des Westens.

 

Die Schwäche der Kirche

Die Kirche hätte eigentlich eine große Chance, in dieser Zeit der wach­senden Orientierungslosigkeit eine Leuchtturmrolle wahrzunehmen und „Salz und Licht“ für ein strauchelndes Europa zu sein. Ein Europa der De­mut, der Versöhnung, der guten Nachbarschaft und Nächstenliebe, des Respekts, des Maßhaltens, der Integrität und der Gottesfurcht hätte eine Chance, sich im Segen Gottes zu entwickeln. Die Schwäche der Kirche liegt meines Erachtens darin, dass sie weithin selbst an die Aussage des ersten Bundespräsidenten Heuss von den drei europäischen Hügeln glaubt und diese aus traditioneller Prägung heraus lebt und verkörpert. Mit anderen Worten: Die Kirche Europas ist selbst zu sehr von „Athen“ und „Rom“ ge­prägt, um aus der Kraft „Jerusalems“ heraus Europa eine klare Orientierung vermitteln zu können. Die Kirche selbst braucht Erneuerung aus „Jerusa­lem“ – um wirkungsvoll zu einer Erneuerung der jüdisch-christlichen Wur­zeln Europas beitragen zu können.

 

Die drei Hügel Jerusalems

„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von denen mir Hilfe kommt …“ betet der Psalmist in Psalm 121, Vers 1. Dieser Vers erinnert uns daran, dass die wichtigsten drei Hügel der Menschheitsgeschichte alle in Jerusa­lem stehen: Der Hügel Moria, auf dem Abraham bereit war, seinen Verhei­ßungssohn Isaak zu opfern (heute: Tempelberg), der Hügel Golgatha (der Kreuzigungsort Jesu) und der Ölberg (der Ort der Himmelfahrt und der verheißenen Wiederkunft Jesu). Diese Berge sind genug. Von diesen Ber­gen möge beides ausgehen: Erneuerung der Kirche und eine segensvolle Orientierungshilfe hin zu den Völkern Europas.

Ja – die Kirche hat sich immer an Golgatha erinnert, aber Moria (das Erbe Abrahams und des Alten Testamentes) und den Ölberg (der biblisch vor­hergesagte Ort der Wiederkunft Jesu in Macht und Herrlichkeit zum Heil und zum Gericht) hat die Christenheit Europas weithin aus dem Blick verlo­ren. Aber nur alle drei Hügel gemeinsam repräsentieren adäquat die gan­ze Tiefenschärfe in Geschichte und Verheißung, für die „Jerusalem“ steht. Und nur aus diesem jüdisch-christlichen Wurzelstock heraus können jene fettigen Säfte fließen (Römer 11), welche der Kirche die nötige Vollmacht verleihen, um den Völkern Europas wirkungsvoll „Salz und Licht“ zu sein. –

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557. Lobpreis bahnt den Weg zum Herzen Gottes

Montag, 19. Dezember 2016 | Autor:

Liebe Blog Besucher,

ich bin überzeugt davon wenn die Christenheit im Gehorsam Gott das Lobopfer bringen würde dass IHM allein zusteht, es sehr gut mit der Christenheit stünde. Aber der Ungehorsam dem Wort Gottes gegenüber und die Bequemlichkeit der westlichen Christenheit spiegelt den „Zustand“ wider den wir zur Zeit vor Augen haben. Mein Gebet ist es was im Psalm 50, Vers 23 geschrieben steht: „Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes“.

Herzlichen Dank an Matthias Allgaier von Missionswerk Stimme des Glaubens für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieser Lobpreisbetrachtung aus dem Heft: Die Macht des Lobpreises.

 

Gebet und Lobpreis dürfen nie voneinander getrennt werden. Gebet und Lobpreis sind die zwei Flügel, durch die unsere Seele in den Himmel liegt. Wenn einer vernachlässigt wird, fahren wir nicht auf mit Flügeln wie Adler (Jes 40,31).

Gebet und Lobpreis sind die zwei Schritte, mit denen das Heer des Herrn vorwärtsgeht. So gewiss, wie die Soldaten immer »links, rechts, links, rechts« marschieren, müssen wir unseren Lobpreis genauso üben undpflegen wie unser Gebet, wenn wir vorwärtsschreiten wollen.

Wir stehen alle in Gefahr, das Gebet zu vernachlässigen, und wir stehen vielleicht alle in noch größerer Gefahr, den Lobpreis zu vernachlässigen. Manch eine Gebetsstunde würde neu belebt werden und neue Kraft empfangen, wenn die Menschen beginnen würden, Gott zu loben.

Wenn es einen besseren Maßstab für das geistliche Leben gibt als das Gebetsleben, dann ist es das Leben des Lobpreises. Satan fürchtet das Gebet. Wenn es etwas gibt, was er noch mehr fürchtet als das Gebet, dann ist es der Lobpreis. Lobpreis verleiht dem Christen den Wohlgeruch.

Gott wartet auf die Stimme Seiner Kinder. Das ist die schönste Musik für Seine Ohren. Wenn Er etwas lieber hört als die Stimme des Gebets, ist es die Stimme des Lobpreises und der Anbetung.

Wenn es etwas gibt, das das Christenleben noch wohlriechender macht, ist es Lobpreis. Es soll hier nicht um Gebet oder Lobpreis gehen. Die beiden gehören zusammen. Wir sollen beten ohne Unterlass und sollen auch viel Zeit mit Loben verbringen (Luk 21,36; 1.Thes 5,17; Heb 13,12-15).

Lobpreis verschönert die Seele. Das Loben ist vielleicht die schönste Tätigkeit der Seele. Ein Leben, das mit Lobpreis erfüllt ist, wird fast engelhaft. Lobpreis, Danksagung, Liebe, Anbetung bringen das Leben zum Leuchten.

Die Herrlichkeit Gottes umgibt das Leben, das allezeit fröhlich ist, Dank sagt in allen Dingen und reine Liebe zu Gott und Menschen ausstrahlt (1.Thes 5,16-18; Röm 5,5). Lobpreis macht die Stimme süßer und die Seele lieblicher. Lobpreis erfüllt das Leben mit Gesang, das Herz mit Freude und verleiht dem ganzen Wesen einen Glanz.

Der Lobpreis sollte im Gebet an erster Stelle stehen. Es ist bedeutsam, dass in der verheißenen zukünftigen Herrlichkeit die Mauern »Heil« und die Tore »Lob« heißen sollen (Jes 60,18). »Geht zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben« (Ps 100,4).

Es gibt keinen würdigeren Eingang in die Gegenwart Gottes, als den Eingang des Lobpreises. Loben öffnet die Tore zum Segen. Loben bahnt den Weg zu erhörtem Gebet. Loben bahnt den Weg zum Herzen Gottes. »Mögen sie den Herrn preisen wegen seiner Güte und wegen seiner Wundertaten an den Menschenkindern; und Opfer des Lobes opfern und mit Jubel erzählen seine Taten!« (Ps 107,21-22).

Es ist ein Geheimnis des gesegneten Lebens, dass Lobpreis nicht nur Segen hinzufügt, sondern auch jeden Segen Gottes vermehrt. Lobpreis erfüllt ein Leben mit der Atmosphäre des Himmels.

Es gibt Zeiten, in denen das Loben nicht leichtfällt. »So lasset uns nun opfern durch ihn das Lobopfer Gott allezeit, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen« (Heb 13,15). Wenn du beginnst zu loben, verschwindet langsam die Unruhe aus deinem Herzen und die Furcht aus deiner Seele wie der Nebel vor der Sonne.

Wenn du anfängst zu loben, wird der Friede deiner Seele vermehrt. Wenn du anfängst zu loben, wird deine Sorge in Freude verwandelt.

Wenn du anfängst zu loben, verstummen Murren und Kritik, der Odem des Himmels bläst die Wolken weg, und du fühlst dich wieder rein und neu. Wenn du anfängst zu loben, wendet sich Satan mit Schrecken ab und flieht.

Der Lobpreis Gottes bahnt dem Heiligen Geist den Weg in deinem Leben. Der Lobpreis Gottes erhebt dich über die Anklagen Satans. Der Lobpreis Gottes verwandelt deine Berge der Schwierigkeiten in Hügel des Segens.

Der Lobpreis Gottes verleiht dir Adlerflügel, und mit dem Glaubensauge siehst du schon den Sieg! Der Lobpreis Gottes vermehrt deinen Glauben und erfüllt dich mit Freude und Frieden im Glauben (Röm 15,13).

Der Lobpreis Gottes scheint dich mit dem Glauben Gottes selbst zu füllen und dich mit der Kraft des Heiligen Geistes zu stärken. Der Lobpreis Gottes wandelt dich und die Situationen vor deinen Augen um. Gott zu loben, bahnt Wundern den Weg.

Der Lobpreis Gottes bringt alle Hilfsquellen des Himmels zu deiner Unterstützung herbei. Die Engel Gottes erkennen den Ton des Lobpreises und eilen, dir in der Erringung des Sieges behilflich zu sein. Der Lobpreis Gottes bringt den Siegesruf mitten im Kampf.

In der Schlacht zur Zeit Josaphats, als König und Volk sich demütigten und Gottes Angesicht suchten, gab der Herr durch Seinen Geist einem unbekannten Leviten eine Botschaft der Hoffnung. Sie glaubten der Verheißung Gottes und zogen mit Lobgesang in die Schlacht. »Und da sie anfingen mit Danken und Loben, ließ der Herr einen Hinterhalt kommen über die Ammoniter und Moabiter und die vom Gebirge Seir, die wider Juda gekommen waren, und sie wurden geschlagen« (2Chr 20,22). Lobpreis stellt dem Teufel einen Hinterhalt. Kein Wunder, dass er lieht, wenn er Lobpreis hört! Als Israel Gott pries, fielen die Mauern von Jericho. Als Paulus und Silas beteten und Gott lobten, öffnete der Herr die Gefängnistüren zu Philippi (Apg 16,23-24).

Und wenn du beginnst, den Herrn zu loben, werden auch dir neue Siege geschenkt.

Das war das Geheimnis, das David lernte, und wir alle müssen es immer wieder lernen.

David bezeugt: »Ich will den Herrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein« (Ps 34,2).  Meine Zunge soll … dich täglich preisen« (Ps 35,28). »Lass meinen Mund deines Ruhmes und deines Preises voll sein täglich« (Ps 71,8).

»Wer kann die großen Taten des Herrn ausreden und alle seine löblichen Werke preisen?« (Ps 106,2). »Ich aber will immer harren und will immer deines Ruhmes mehr machen… Ich gehe einher in der Kraft des Herrn« (Ps 71,14.16). Kannst du nun erkennen, warum David ein Mann nach dem Herzen Gottes war? (Apg 13,22).

Möchte jeder Tag ein Tag des Lobpreises werden. Beginne, indem du dein Herz mit Lobpreis erfüllst, wo du auch sein magst. Beginne, gleich am Morgen als erstes, den Herrn zu preisen. Jedes Mal, wenn du versucht wirst zu zweifeln, dich zu fürchten, zu sorgen, zu kritisieren, irgendeiner Versuchung nachzugeben, fange an, Gott zu preisen. Lobpreis erfüllt dich mit Glauben und Kraft. Lobpreis kleidet dich mit der Schönheit des Himmels. Lobpreis öffnet dem Segen die Tür. Lobpreis gewinnt die Schlacht für Gott.

»Lobe den Herrn, meine Seele! Ich will den Herrn loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, solange ich hier bin« (Ps 146,1-2).

Autor: W.Duewel

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556. Ein Platz am Tisch des Königs

Montag, 19. Dezember 2016 | Autor:

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Ich bedanke mich bei Isolde Müller für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieser Predigt.

 

Das Leben Davids in der Bibel spiegelt viele Facetten wider. David als Hirte, als König, als er Goliath besiegte oder eine andere, weniger bekannte Geschichte, die das Herz Davids offenbart. Er war ein außerordentlicher Mensch. Gott nennt ihn: ein Mann nach meinem Herzen. David hat viele Fehler gemacht und auch große Fehler, doch sein Geheimnis war ein bußfertiges Herz. Immer wieder lesen wir, dass es ihm leidtat, nachdem er Fehler gemacht hatte. Daraus sehen wir, dass Gott keine Übermenschen oder perfekte Menschen braucht, um zu sagen: ein Mann oder eine Frau nach meinem Herzen! David war ein Mensch wie Sie und ich. Mit allen Fehlern und Schwächen. Es kommt alleine auf unsere Herzenseinstellung an, die wir zu Gott haben. Darauf, ob wir überhaupt daran denken, unsere Fehler bei Gott zu bereinigen! Kommen Sie mit Ihren Fehlern unter die Vergebung Gottes und bewahren Sie sich ein reines Herz! So wie David es tat. In der Bibel lesen wir eine Geschichte, die mich selber sehr berührt hat und ich musste denken: Was für ein Herz hatte dieser David! Es ist die Geschichte eines Mannes, der am Tisch des Königs David sitzen durfte. Dieser Mann hatte viel Leid erlebt und lebte versteckt, ohne dass ihn jemand wahrnahm. Wir lesen von ihm, als er noch ein kleiner Junge war. Er war fünf Jahre alt und war, durch einen Sturz, an beiden Beinen gelähmt. Eine furchtbare Geschichte für einen Jungen, der in dieser damaligen Zeit lebte. Sein ganzes Leben war ruiniert seit diesem Sturz. Damals gab es keine Hilfe, keine Krankenversicherung, keine Hilfsmittel, keinen Rollstuhl. Lahme Menschen waren dazu bestimmt, betteln zu gehen. Der Name dieses kleinen Jungen war Mefi-Boschet und er war der Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, also der Enkel von Saul.

 

Die Geschichte beginnt in 2. Samuel, Kapitel 4, Vers 4: Und Jonatan, der Sohn Sauls, hatte einen an beiden Füßen gelähmten Sohn. Er war fünf Jahre alt, als die Nachricht von Saul und Jonatan aus Jesreel kam; da hatte ihn seine Amme aufgenommen und war geflohen. Und es geschah, als sie hastig floh, dass er hinfiel und gelähmt wurde. Und sein Name war Mefi-Boschet. Man kann sich diese Panik vielleicht vorstellen. Die Nachricht kam, dass Saul und Jonatan tot waren und jeder dachte, nichts wie weg hier. In diesem Aufruhr fiel dieser kleine Junge so unglücklich, dass er von diesem Moment an gelähmt war. Wir würden heute sagen, sein Kindermädchen hat ihn auf der Flucht fallen lassen. Das war in dieser Zeit eine furchtbare Sache, denn er konnte sich bestenfalls mit Krücken fortbewegen und sonst nichts. Die Bibel schweigt lange über sein Leben. Er war von den Menschen vergessen. Keiner dachte mehr an ihn, er wurde überhaupt nicht wahrgenommen.

Doch Gott hatte ihn nicht vergessen! Auch Sie sind nicht vergessen, wenn Sie in einer ausweglosen Situation stecken, wie dieser kleine Junge. Vielleicht haben Sie auch schon gedacht: Jetzt ist alles zu Ende – niemand kann mir noch helfen! Vielleicht sind Sie verzweifelt, wie es dieser Junge bestimmt auch war, als er merkte, dass er nicht mehr gehen konnte. Sind auch Sie an so einem Punkt, wo es nicht mehr weitergeht? Ich möchte Ihnen sagen: Gott hat Sie nicht vergessen!“ Egal wo Sie versteckt sind. Vielleicht werden auch Sie nicht wahrgenommen, leben zurückgezogen, ohne Freunde? Doch Gott hat Sie nicht vergessen!

 

Sehen wir weiter in unserer Geschichte. Inzwischen ist David König über Israel. In 2. Samuel 8, Vers 15 heißt es: Und David war König über ganz Israel. Und David übte Recht und Gerechtigkeit an seinem ganzen Volk. Und plötzlich kommt es David in den Sinn: Gibt es vielleicht noch jemand, der vom Haus Sauls übrig geblieben ist, damit ich Gnade an ihm erweise, um Jonatans willen? (2. Samuel 9,1). David erinnert sich plötzlich – da waren doch noch mehr Familienangehörige. Was für ein Herz hatte David! Den Angehörigen von Saul will er Gnade erweisen. Er selber wurde verfolgt, nicht für voll genommen, verspottet, man wollte ihn umbringen – wie hat ihn doch Saul drangsaliert. Und nun wollte er Gnade erweisen an den Nachkommen vom Hause Sauls. Kein Groll war da – keine Rachegedanken, kein: Geschieht ihnen recht, wenns ihnen schlecht geht! Sein Herz war voller Barmherzigkeit und Gnade. Ein wunderbares Bild auf Jesus! Jesus als König übt Recht und Gerechtigkeit an seinem ganzen Volk. Auch er hat nicht gesagt: Geschieht ihnen recht, wenns ihnen schlecht geht! Warum haben sie mich abgelehnt oder verfolgt oder wollten nichts von mir wissen! Nein! Jeden Menschen nimmt er an, wenn wir nur zu ihm kommen. Jesus hat Barmherzigkeit und Gnade für jeden von uns, wenn wir sie nur haben wollen. So wie es hier auch bei David war.

 

Lange Zeit ist vergangen und Mefi-Boschet ist inzwischen erwachsen. Er fristet sein Leben weitab bei Menschen, die ihm helfen. 2. Samuel 9,2: Es war aber ein Knecht vom Haus Sauls, sein Name war Ziba, … Vers 3-7: Und der König sagte: Ist niemand mehr da vom Haus Sauls, damit ich Gottes Gnade an ihm erweise? Da sagte Ziba zum König: Es ist noch ein Sohn Jonatans da, der an beiden Füßen gelähmt ist. Und der König sagte zu ihm: Wo ist er? Ziba sagte zum König: Siehe, er ist im Haus Machirs, des Sohnes Ammiels, in Lo-Dabar. Da sandte der König David hin und ließ ihn aus dem Haus Machirs, des Sohnes Ammiels, aus Lo-Dabar holen. Da kam Mefi-Boschet, der Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, zu David und fiel auf sein Angesicht und warf sich nieder. Und David sagte: Mefi-Boschet!Er sagte: Siehe, dein Knecht. Und David sagte zu ihm: Fürchte dich nicht! Denn ich will nur Gnade an dir erweisen um deines Vaters Jonatan willen, und ich will dir alle Felder deines Vaters Saul zurückgeben; du aber sollst ständig an meinem Tisch das Brot essen. Jetzt gab es eine Wende in Mefi-Boschets Leben. Der König hatte ihn gesehen! Wenn der König Sie sieht, gibt das auch Ihrem Leben eine Wende. Hier sehen wir eine wunderbare Parallele: König David rief ihn mit Namen und er antwortete und David sagte: Fürchte dich nicht! Denn ich will nur Gnade an dir erweisen … Jesus ruft auch Sie beim Namen: Er kennt Ihren Namen. Wenn Sie ihm geantwortet haben und Ihr Leben ihm gegeben haben, hat er Ihren Namen in das Buch des Lebens geschrieben. Sie sind von nun an berechtigt, am Tisch des Königs zu sitzen und wenn man beständig am Tisch sitzt, ist man zu Hause, man gehört zur Familie. Am Tisch zu Hause versammelt man sich, um Dinge zu besprechen, um wichtige Entscheidungen zu fällen. Da hört man, was der Vater sagt. Da bekommt man die Gedanken und Entscheidungen mit, die dort gefällt werden. Wenn Sie in der Gemeinschaft des Vaters, Jesus und des Heiligen Geistes sind, hören Sie, was sie Ihnen zu sagen haben. Jesus selbst sagt, dass er seinen Kindern das mitteilt, was er vom Vater hört.

Wenn Sie beständig in der Gemeinschaft sind, kennen Sie auch den Willen des Vaters und wie er es meint. Jesus sagt auch zu Ihnen: Fürchte dich nicht! Wenn wir zu unserem König Jesus Christus kommen, verändert sich unser Leben radikal! Gnade heißt die Wendung. Wir erfahren Gnade und alle Furcht weicht. Gnade, weil Jesus für uns am Kreuz von Golgatha gestorben und siegreich auferstanden ist. Deshalb fließt Gnade in unser Leben. Begnadigt zu sein, kann nur einer verstehen, der Schuld auf sich geladen hat. Vergebung zu erlangen, aus lauter Liebe. Nicht mehr draußen zu sein, weit weg, wie Mefi-Boschet, sondern aufgenommen in die Familie – am Tisch des Königs. Er brauchte sich nicht mehr zu verstecken. Da war plötzlich Geborgenheit. Nicht mehr der Außenseiter – ausgestoßen! Nein, David sagte zu ihm: „Fürchte dich nicht!“ Gott sagt auch zu seinem Volk, ja zu jedem Einzelnen: „Fürchte dich nicht! Ich bin bei dir! Ich halte dich, durch meine Gerechtigkeit!“ Wenn wir ganz nahe beim König sind, brauchen wir uns nicht mehr zu fürchten. Was oder wer kann uns etwas anhaben, wenn der allmächtige Gott mit uns ist? Römer 8,31: Wenn Gott für uns ist, wer ist gegen uns?

Lesen wir in unserer Geschichte weiter, lässt uns Mefi-Boschet in sein Herz schauen. Es ist ein gebrochenes Herz, voller Angst. 2. Samuel 9, Vers 8: Da warf er sich nieder und sagte: Was ist dein Knecht, dass du dich einem toten Hund zugewandt hast, wie ich einer bin? Man kann hier den Schmerz herauslesen und die Hoffnungslosigkeit, die sein Leben im Griff hatten. Er beschreibt sich als toten Hund. Er hatte sich selber aufgegeben. Fallen gelassen von seiner Amme. Gelähmt, ohnmächtig seiner Situation gegenüber, verletzt und verlassen, nutzlos. Kennen wir das heute nicht auch? Fallen gelassen von unseren Freunden – am Arbeitsplatz in der Familie – von Nahestehenden um uns herum? Vielleicht haben Sie sich auch schon aufgegeben. Doch, noch viel freundlicher, wie David sich Mefi-Boschet zuwendet, wendet sich Jesus Ihnen zu. Denken Sie nicht, dass er Sie hat fallen lassen. Im Gegenteil: Er fängt Sie auf. Egal wie Sie sich fühlen. Egal was Sie von sich denken – auch wenn Sie sich schon aufgegeben haben. Sie fallen nie tiefer als in Gottes Hand, das ist sicher. Er hebt Sie wieder auf, wenn Sie am Boden liegen. Fühlen Sie sich geistlich gelähmt, wie tot? Enttäuschung, Ohnmacht, nutzlos? Bleiben Sie nicht an dem Ort, wo Mefi-Boschet war. Der König ruft Sie! So wie wir gelesen haben: Gibt es vielleicht noch jemand, der … übrig geblieben ist, damit ich Gnade an ihm erweise …? Ich füge hinzu: Um Jesu willen! Kommen Sie zum Tisch des Königs. Sie sind eingeladen. Dort, am Tisch des Königs, sitzen alle, die zur Familie gehören. Söhne und Töchter! Als Mefi-Boschet am Tisch des Königs Platz genommen hatte, war alles anders. Seine Würde war wiederhergestellt. Seine Angst verschwunden. Vergessen die vielen Jahre der Hoffnungslosigkeit. Er fasste wieder Vertrauen. David sagt in Vers 10: Mefi-Boschet selbst aber, der Sohn deines Herrn, soll ständig das Brot an meinem Tisch essen. Am Tisch des Königs war Versorgung. Vorher war er Bettler – jetzt Königssohn. Was für eine Wendung! Sie brauchen nicht zu betteln. Kommen Sie zum Tisch des Königs, da ist Versorgung. Jeder, der zur Familie Gottes gehört, darf am Tisch des Königs essen.

Lesen wir noch den letzten Vers in unserer Geschichte, den Vers 13: So wohnte Mefi-Boschet in Jerusalem, denn er aß beständig am Tisch des Königs. Er war aber gelähmt an beiden Füßen. Wir denken oft, wir seien unvollkommen und deshalb nicht würdig, am Tisch des Königs zu sitzen. Mefi-Boschet war auch unvollkommen. Er hatte ein körperliches Leiden. Sie müssen nicht perfekt sein – niemand ist perfekt! Sie denken vielleicht jetzt: Ich müsste doch so sein oder so, wie es die Bibel sagt. Das Einzige was zählt ist unsere Haltung und unser Herz! Wenden Sie Ihr Herz dem König zu. Wenn Sie am Tisch des Königs sind, hilft er Ihnen, so zu werden, wie er ist. Stück für Stück Veränderung. Stück für Stück Erkenntnis. Kommen Sie zum Tisch des Königs. Sie sind gerufen! Egal wie Sie sich fühlen, egal wie krank Sie sind, egal wie groß Ihre Not oder Sorge ist. Am Tisch des Königs ist alles anders! Da ist Versorgung, Befreiung, Heilung und Wiederherstellung. Es gibt nichts, was für den König zu schwierig ist. Er hat den Feind besiegt am Kreuz von Golgatha – und deshalb ist alles möglich – und Gnade für uns alle. Es ist noch Platz am Tisch des Königs! Wenn Sie noch nicht Platz genommen haben, ist Ihr Platz noch frei. Vielleicht stehen Sie in der Ferne und schauen zu und denken: „Wenn ich doch nur wüsste, ob ich da hingehen kann?“ Kommen Sie, der König ruft Sie! Oder vielleicht möchten Sie ganz neu Ihren Platz einnehmen am Tisch des Königs. Haben Sie Ihren Platz vernachlässigt oder viel Zeit dort ausgelassen? Ihr Platz ist frei und der König wartet auf Sie. Auch Sie sollen ständig das Brot am Tisch des Vaters essen welch ein Vorrecht!

 

Quelle: Missionswerk Karlsruhe

Autor: Isolde Müller

 

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555. Die herrliche Tatsache unserer Auferstehung

Montag, 19. Dezember 2016 | Autor:

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Das Grab ist leer

Herzlichen Dank dem Autor Benjamin Schmidt für die Genehmigung diesen guten Bericht hier veröffentlichen zu dürfen.

 

Im vorletzten Punkt des Apostolischen Glaubensbekenntnisses heißt es: „Ich glaube an die Auferstehung der Toten.“

Die Errettung in Jesus Christus beinhaltet nicht nur unsere Seele, sondern uns als gesamte Person und somit auch unseren Körper. Wenn wir diese Tatsache übersehen, dann übersehen wir einen sehr entscheidenden Teil von Gottes Offenbarung von unserer Errettung und des christlichen Glaubens.

Wenn ein Gläubiger stirbt, dann verlässt seine Seele seinen Körper und geht unmittelbar zu Christus. Davon spricht der Apostel Paulus, wenn er sagt, er habe „Lust, den Leib zu verlassen und daheim zu sein bei dem Herrn“ (2Kor 5,8). Wenn Jesus Christus wiederkommt, so sagt es die Bibel, werden die Leiber aller verstorbenen Gläubigen auferstehen und wieder mit ihren Seelen vereint (vgl. 1 Thess 4,16-17; 1 Kor 15,52). In demselben Augenblick werden die Körper der noch lebenden Gläubigen verwandelt werden und gemeinsam mit den auferstandenen Gläubigen und mit Christus im Himmel vereint.

Da die Auferstehung der Toten bei der Wiederkunft Jesu geschieht, wissen wir, dass alle Christen in demselben Moment verherrlicht werden. Wir kamen alle zu unterschiedlichen Zeitpunkten zum Glauben, wir haben zu unterschiedlichen Zeitpunkten gelebt, aber wir werden alle in ein und demselben Moment verherrlicht werden (vgl. 1 Thess 4,16-17; Hebr 11,39). Diese Tatsache ist einfach wunderbar. Wir werden mit Christus und mit allen Gläubigen aus allen Generationen gemeinsam verherrlicht werden (vgl. Röm 8,17). Zwar sagt uns die Schrift, dass Christus bereits verherrlicht ist (vgl. Apg 2,33-36; Phil 3,21), sie zeigt uns aber auch, dass der finale Akt der Erhöhung und Verherrlichung Jesu dann erreicht sein wird, wenn Er in Macht und Herrlichkeit wiederkommt, um Seine Gläubigen endgültig zu erlösen.

 

Wie werden wir verherrlicht werden?

Die Bibel klärt uns darüber auf, dass unser Körper nach unserer Auferstehung und Verherrlichung dem von Jesus gleich sein wird. In Philipper 3,20-21 lesen wir zum Beispiel: „Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, so dass er seinem verherrlichten Leib gleich sein wird, nach der Kraft, durch die er sich selbst auch alles unterwerfen kann.“

Stellen wir zuerst einmal fest, dass Jesus auch nach der Auferstehung noch immer Seinen Körper besaß. Wir neigen leicht dazu, zu glauben, dass Jesus nach Seiner Himmelfahrt aufgehört hätte menschlich zu sein. Aber das ist nicht so. Er wird für alle Ewigkeit wahrer Gott und wahrer Mensch bleiben, ausgerüstet mit einem menschlichen Körper. Schließlich spricht Paulus in Philipper 3 von „seinem verherrlichten Leib.“ Zum einen wissen wir, dass Jesu Grab leer war. Warum? Weil Er leiblich auferstanden ist. Die Jünger konnten Ihn nicht nur sehen, sie aßen auch mit Ihm und berührten Ihn (vgl. Apg 10,41; Mt 28,9; Joh 20,27). Jesus forderte sie selbst auf: „Seht meine Hände und meine Füße, ich bin’s. Fasst mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch noch Knochen, wie ihr seht, dass ich sie habe“ (Lk 24,39).

 

Die Auferstehung der Gläubigen

Da die Schrift sagt, dass Jesu Auferstehung das Vorbild für unsere Auferstehung ist, dürfen wir mit Recht erwarten, dass auch wir leiblich auferstehen werden. Unsere „Leiber der Niedrigkeit“ werden umgestaltet und verherrlicht, wenn Christus wiederkommt. Mit anderen Worten: Wir werden Körper bekommen, die dem Leib Christi gleich sind. „Wie wir das Bild des Irdischen (Adam) an uns getragen haben, so werden wir einmal das Bild des Himmlischen (Christus) tragen“ (1 Kor 15,49).

Eine der Stellen, die dies sehr deutlich zeigt, finden wir in Römer 8, wo Paulus davon spricht, dass wir auf die „Erlösung unseres Leibes“ hoffen (V. 23). Unsere sterblichen, vergänglichen Leiber werden also nicht übergangen, sie werden erneuert, wiederhergestellt, lebendig! Ist das nicht wundervoll?

Jesus sagt selbst: „Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich’s auferwecke am Jüngsten Tag. Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag“ (Joh 6,39). Diese Erwartung hatten bereits die Gläubigen des Alten Testaments. Der Prophet Daniel darf vorausschauend bezeugen: „Viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen; die einen zum ewigen Leben, die anderen zur ewigen Schmach und Schande“ (Dan 12,2). Bei Hiob finden wir dieselbe Erwartung: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und zuletzt wird er sich über den Staub erheben. Und nachdem diese meine Hülle zerbrochen ist, werde ich, von meinem Fleisch los, Gott schauen; ja, ich selbst werde ihn schauen, und meine Augen werden ihn sehen, ohne ihm fremd zu sein. Danach sehnt sich mein Herz in mir!“ (Hiob 19,25-27).

Wenn dies aber stimmt, dass Christus uns zu neuem physischen Leben auferwecken wird, damit wir als Gläubige in Ewigkeit bei Gott wohnen, wie sind dann solche Stellen aus 1. Korinther 15 zu verstehen, die in Verbindung mit der Auferstehung von einem „geistlichen Leib“ sprechen (V. 44) oder erklären, „dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können“ (V. 50)? Nun, diese Stellen widersprechen nicht den Stellen, die von einer leiblichen Auferstehung sprechen. Vielmehr verweist Paulus hier auf die geistliche Vorbedingung derer, die als Kinder Gottes Sein Reich erben sollen. Diejenigen, die in Gottes ewigem Reich leben werden sind „geistlich“ – im Sinne von „aus Gottes Geist geboren“; Paulus erklärt weiter, dass „Fleisch und Blut“, also Menschen, die nicht geistlichen Ursprungs sind und keine geistliche Gesinnung, sondern eine fleischliche haben, die also auf ihre Abstammung und ihre Werke vertrauen, statt auf Christus, nicht in Gottes ewiges Reich kommen können. Jesus formulierte dieselbe Wahrheit in Johannes 3 so: „Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist (V. 5-6).“ „Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen“ (V. 3).

Wer also allein auf Christi Werk am Kreuz vertraut, darf die zukünftige Wiederherstellung seines Körpers erwarten – eine Wiederherstellung oder Erneuerung, die weitaus besser ist, als alles Bisherige; „denn das Verwesliche (unser alter Körper) muss Unverweslichkeit anziehen (unseren neuen Körper), und das Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen … dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: ‚Der Tod ist verschlungen in Sieg!‘“ (V. 53 u. 54b).

 

Die Wiederherstellung aller Dinge

Und dies betrifft nicht nur uns, nein, wir lesen in Römer 8, dass „die Schöpfung selbst befreit werden soll von der Knechtschaft der Sterblichkeit“ (V. 21). Also wird nicht nur der Körper der Gläubigen zu neuem physischen Leben erweckt, nein, auch die Neue Schöpfung wird eine physische, greifbare sein. Häufig halten Christen das ewige Leben, den „Himmel“, für einen rein geistlichen Ort. Aber dies ist nur die halbe Wahrheit. In der „Ewigkeit“ werden die geistlich-himmlische Welt und die neue physische Schöpfung miteinander vereint sein. Wie wir bereits gesehen haben, wird „die Schöpfung frei von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes“ (Röm 8,21). Offenbarung 21,1 sagt uns auch, dass es einen „neuen Himmel und eine neue Erde“ geben wird und im nächsten Vers offenbart uns Johannes, dass die ewigen Örter, das „neue Jerusalem von Gott aus dem Himmel herabsteigen“ wird. Der Himmel kommt auf die (neue) Erde und Gott wird mitten unter uns (seinem Volk) wohnen. Das ist unvorstellbar, oder? Wir werden Zutritt zum Himmel haben; wir werden mitten in einem erneuerten, unvorstellbar herrlichen und unendlichen Universum leben; und das alles gemeinsam mit dem dreieinigen Gott in Ewigkeit! Wir könnten nicht einmal erahnen, wie herrlich all das sein wird, selbst wenn wir die Möglichkeit hätten, die tiefsten Tiefen der Schöpfung und von Gottes Wesen zu ergründen!

 

Die Auferstehung der Ungläubigen

Die Auferstehung, Verherrlichung und das ewige Leben der Gläubigen unter Gottes Herrschaft sind wundervolle Tatsachen. Aber wir sind hier noch nicht am Ende. Die Bibel spricht nicht nur von der leiblichen Auferstehung der Gläubigen, sondern davon, dass die Leiber aller Menschen auferweckt werden. Allerdings besteht ein entscheidender Unterschied. Die Leiber der Gläubigen werden auferweckt zu einem Leben in ewiger Herrlichkeit, währen die Leiber der Ungläubigen auferweckt werden zur „ewigen Schmach und Schande“ (Dan 12,2 u.a.).

Ich möchte nur einige der vielen Bibelstellen nennen, die davon sprechen:

„Ich habe die Hoffnung zu Gott, … dass es eine Auferstehung der Gerechten wie der Ungerechten geben wird“ (Apg 24,15).

„Es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und hervorkommen werden; die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben zur Auferstehung des Gerichts“ (Joh 5,28-29).

„Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als auch Leib zu verderben vermag in der Hölle“ (Mt 10,28).

 

Schon heute ein Vorgeschmack der Ewigkeit

Die „Ewigkeit“ scheint uns sehr häufig weit entfernt, als würde sie uns noch nicht persönlich betreffen. Dabei ist die „Ewigkeit“ etwas, das heute schon beginnt und das jetzt bereits erfahrbar werden kann. Auch wenn das ewige Leben mit allen sichtbaren Auswirkungen noch vor uns liegt, dürfen wir bereits hier und jetzt einen Vorgeschmack haben. Denn „ewiges Leben“ bedeutet nicht bloß ein nie endendes Leben, es ist vor allem ein Leben ohne Vergänglichkeit und mit einer nie endenden und ungetrübten Beziehung zu Gott.

Kurz bevor Jesus seinen Freund Lazarus von den Toten aufweckte, sprach Er zu Martha: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer lebt und an mich glaubt, der wird niemals mehr sterben“ (Joh 11,25-26). Diese Aussage von Jesus zeigt uns zwei wichtige Dinge: Er hat die Macht, ewiges Leben zu geben – ein Leben, über das der Tod keine Macht mehr hat – und dieses unzerstörbare Leben verheißt Er all jenen, die an Ihn glauben. Hier gelangen wir wieder an denselben Punkt, von dem vorhin bereits die Rede war: Ein Leben ohne Vergänglichkeit, mit einer nie endenden und ungetrübten Beziehung zu Gott, in Seinem Reich können nur die erleben, die von sich wissen, dass sie mit ihrem verdorbenen fleischlichen Wesen Gott niemals gefallen und Seine Herrlichkeit niemals erreichen können, die aber darauf vertrauen, dass in Christus – in Seiner Person, in Seinem völligen Gehorsam, in Seinem stellvertretenden Tod und in Seiner Auferstehung – das wahre Leben zu finden ist; ein Leben ohne Sünde, ein Leben in Gerechtigkeit vor Gott und in endloser und ungetrübter Gemeinschaft mit Ihm. Wer in dieser Weise völlig auf Christus vertraut, „der hat das ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er hat den Schritt vom Tod zum Leben bereits getan“ (Joh 5,24).

 

Autor: Benjamin Schmidt

Quelle – Herold

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554. Mangelnder Schutz von Christen in Deutschland

Mittwoch, 30. November 2016 | Autor:

 

Lieber Blogbesucher,

als ich diese Berichte von Open Doors in meine Hand bekam stellte ich mir die Frage:

In welchen Land leben wir denn überhaupt?

Frau Merkel lädt großzügig alle Verfolgten in unser sogenanntes christliches Land – schön wenn wir es noch wären – ein, und wenn diese Christen(diese sind es tatsächlich) in unser Land kommen, dann werden Sie von denen massiv bedroht und verletzt vor denen Sie in den Herkunftsländern geflohen sind.

Kann dies wirklich wahr sein?

Täglich Berichte wie dieser sind eine Schande für unser angeblich so christliches Land

 

Warum unternimmt diese Regierung so gut wie nichts dagegen?

Warum müssen erst Gewalttaten in erheblichen Ausmaß geschehen und diese von christlichen Organisationen angeprangert werden, bevor man hier überhaupt einen Finger rührt?

Ich verstehe eine solche Situation nicht. Christenverfolgung in Deutschland statt Christenschutz, dass kann keinen Segen für unser Land bringen.

 

Lesen Sie selbst einmal und bilden sich ein Urteil.

 

Christenverfolgung von Christen aus islamischen Ländern in Deutschland

 

Verfolgung von Christen in Flüchtlingsheimen

 

 

 

Ich bitte alle Christen in Deutschland und Europa den HERRN aller HERREN im Gebet diese Situation zu bringen. JESUS hat uns dies befohlen und IHM ist Gehorsam wichtiger als irgendwelche Opfer.

M.T.

 

 

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553. Für die Regierung beten

Dienstag, 29. November 2016 | Autor:

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Lieber Blog Besucher,

mir fällt es manchesmal sehr schwer für die Regierung zu beten. Trotzdem will ich es tun, weil mir es Gott in seinem Wort aufträgt. Alles was er sagt ist sehr gut, und es wird mir und jeden der seinem Wort gehorsam ist zum Segen geleiten.

Ich danke Helmut Leinfellner sehr herzlich für die Erlaubnis diesen Bericht hier veröffentlichen zu dürfen. Gerade ein Jahr vor einer sehr wichtigen Wahl in Deutschland und anderen europäischen Ländern ist es wichtig, dass wir unsere Politiker vor Gott bringen.

Für die Regierung beten

Es ist unsere Aufgabe als Christen, für die Regierung zu beten. Was aber, wenn es nur Kandidaten gibt, die entweder ohne Gott leben oder gegen Gott stehen, wie es z. B. zur Zeit bei uns in Österreich vor der Bundespräsidentenwahl der Fall ist? Wenn es nur Kandidaten gibt, die nach biblischem Maßstab einfach nicht gewählt werden können, weil sie sich beide (offen oder versteckt) gegen Gottes Wort stellen? Was, wenn sie alle als „zu leicht befunden“ werden? Wie sollen sich wiedergeborene Christen allgemein gegenüber der Regierung und speziell in so einer Situation verhalten?

 

 

Die Autorität des Herrn durch Gebet ausüben

Viele Christen kämpfen mit ihrem Gebetsleben und fragen sich, ob ihre Gebete wirklich etwas bringen. Doch Du kannst die Menschheitsgeschichte durch Deine Gebete verändern. Gott ist es nicht schwer, durch viele oder durch wenige zu helfen. Die Frage ist: wirst Du einer sein, den Gott verwenden kann? Gott hat die Macht, selbst alle bösen Pläne des Teufels oder des Antichristen oder des falschen Propheten zu verwenden, um letztendlich Seine Pläne durchzuführen (Off 17:17). Durch Fürbitte hebt Gott uns in die himmlischen Sphären empor – und zu Seinen endlosen Möglichkeiten. Wir „herrschen mit Messias“ durch Gebet.

Seit der Schöpfung war es Gottes Ziel, seine Herrschaft über die Welt mit uns Menschen zu teilen (Gen 1:26). Durch den Fall des Menschen wurden wir zu Sklaven der Sünde. Jesus hat uns aber durch Sein vollkommenes Werk der Erlösung wieder in die Position der Autorität versetzt. Wir sind zu „Königen und Priestern“ gemacht worden. Das bedeutet einerseits, als Priester zu dienen, andererseits, als Könige zu herrschen. Unser Dienst ist heilig (1. Pet 2:5) und königlich (1. Pet 2:9).

Wie Jesus als König „inmitten Seiner Feinde“ herrscht (Ps 110), so auch wir. Wie Jesus als dienender Priester in Fürbitte eintritt, so auch wir. Beides geschieht ganz praktisch durch unser Gebet. Und in beiden Fällen üben wir die Autorität Seines Namens aus.

Fürbitte ist eine der höchsten Berufungen eines Christen. Es ist das, was Jesus seit seiner Himmelfahrt tut: er tritt allezeit in Fürbitte für uns beim Vater ein (Heb 7:25). Fürbitte geschieht mit Glauben, Überzeugung und Freimut. Fürbitte tritt vor den Thron des allmächtigen Gottes. Und wenn wir seinen Willen kennen und entsprechend beten, wissen wir, dass wir das, was wir von ihm erbitten, bereits besitzen.

 

Gläubige Christen haben eine einzigartige Position in dieser Welt: den Lauf der Geschichte zusammen mit Gott mitzubestimmen.

 

2. Chr 7:13-14 – Gottes Verheißung

Unser Land braucht Heilung. Keine politischen Wahlversprechen, die nicht gehalten werden. Der Schlüssel zur Heilung unseres Landes liegt bei Dir und mir. Denn wir sind das Salz der Erde. Wir sind die Verteidiger dieses Landes. Denn nur wir haben die Autorität im Namen des Herrn. Jesus sagt, wir sind das Salz der Erde. Salz gibt Geschmack und so sollen wir der Welt den Geschmack Gottes geben. Salz konserviert, und so sollen wir die Gesellschaft, in der wir leben, durch die Werte aus der Bibel erhalten – moralisch, sozial und politisch. Jesus sagt: „Wenn aber das Salz fade geworden ist, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten werde.“ (Matt 5:13) Wenn wir als Christen unsere Aufgabe nicht erfüllen, Salz der Erde zu sein, werden Menschen kommen und uns unter den Füßen zertreten. Ich sehe in dieser Warnung von Jesus keinen Raum für Ausreden vielerlei Art, die oft gehört werden, wie: „Ich lasse mich nicht unter Druck bringen.“ oder „Das ist mir zu gesetzlich.“ oder „Der Herr hat mir diesen Dienst nicht gegeben.“

Gott verheißt uns, dass er unser Land heilt, wenn wir 4 Dinge erfüllen:

(1) Wenn wir uns demütigen; bitte beachten wir, dass das unsere Entscheidung ist. Gott wird uns nicht demütig machen. Das müssen wir selber tun. Sich vor Gott zu demütigen mag ja noch der einfache Teil zu sein; aber das Wort Gottes sagt uns auch, dass sich bestimmte Personen vor anderen demütigen sollen: „Ehefrauen, seid euren Männern wie dem Herrn untertan.“ – „Kinder, gehorcht euren Eltern im Herrn.“ – „Ihr Knechte, gehorcht euren leiblichen Herrn mit Furcht und Zittern.“ Das alles spricht über eine reine Herzens-Einstellung. Manche Christen sagen: „Ich bin demütig und untergeordnet.“ Wenn Du aber siehst, wie sie in ihren Beziehung zu anderen Menschen leben, wird klar, dass sie es nicht sind.
Ich erinnere mich sehr gerne an eine Zeit ca. 2 Jahre nach meiner Bekehrung, in der Gott mich von vielen Sünden in meinem Leben überführt hat. Ich hatte mir einmal Zeit genommen, ihn in einem Zimmer, wo ich alleine war und mich niemand hören oder sehen konnte, zu suchen. Als die Gegenwart des Herrn so stark über mich kam, lag ich buchstäblich auf meinem Angesicht vor ihm und habe zu ihm geschrieen, dass er mir sein Erbarmen gibt. Ich sah Seine Heiligkeit und meine Sünde – und war tief erschrocken. Gott gab mir Sein Erbarmen – bis heute immer wieder – und durch diese Erfahrungen hat Er mich näher zu sich gezogen und verändert.

(2) Wenn wir den ersten Punkt erfolgreich abgeschlossen haben – uns also vor Gott und Menschen gedemütigt haben – kommt der nächste Punkt: beten. Zuerst müssen wir uns demütigen, dann beten. Jesus sagt auch, dass wir anderen vergeben sollen, bevor(!) wir beten: „Und wenn ihr steht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemanden habt, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Fehler vergebe. Wenn ihr aber nicht vergebt, so wird auch euer Vater im Himmel eure Fehler nicht vergeben.“ (Mar 11:25-26)

(3) Der dritte Punkt ist, Gottes Angesicht zu suchen. Das bedeutet, direkt in die Gegenwart Gottes zu kommen. Nicht bei jedem Gebets-Treffen sind wir in der direkten und überwältigenden Gegenwart Gottes. Ich glaube, dieser dritte Punkt spricht nicht über etwas Einmaliges, was wir bei einem gemeinsamen Treffen erledigen und dann abhaken können. Sondern es spricht über etwas, was wir immer wieder tun, einen Lebensstil, den wir uns angewöhnt haben. Der Herr sagt uns durch den Propheten Jesaja: „Aber die, die auf Jahwe hoffen [warten], schöpfen neue Kraft.“ (Jes 40:31) Aus der Gegenwart Gottes, die wir täglich suchen, schöpfen wir dann die Kraft, um zu überwinden: die eigenen Sünden und die Fehler der anderen, um von Herzen zu vergeben.

(4) Der vierte Punkt ist, dass wir von unseren bösen Wegen umkehren. Oh, Moment, da muß ein Fehler unterlaufen sein. Christen haben doch keine „bösen Wege“. Die Ungläubigen haben sie. OK, vielleicht manche Christen, aber wir doch nicht! Na ja, andere schon, aber ich doch nicht! Wenn Du so denkst, lass mich Dir eines darauf antworten: wenn Du glaubst, dass Du keine bösen Wege in Deinem Herzen hast, bist Du so weit von Gott und Seinem Licht entfernt, dass Du deine bösen Wege einfach nicht siehst. Unser Fleisch ist durch und durch böse (Jer 17:9-10; Röm 7:18). Und genau diese Dinge sind es, die echter Erweckung im Weg stehen. Das Gericht beginnt beim Haus Gottes (1 Pet 4:17). „Denn welchem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen.“ (Luk 12:48)

Was wird Gott für uns tun, wenn wir diese 4 Punkte erfüllen? Er wird vom Himmel her hören, unsere Sünde vergeben und unser Land heilen. Und das brauchen wir! Die Heilung unseres Land durch den allmächtigen Gott!

 

Gebet für die Regierung

Eine der grundlegendsten Aufgaben, die Gott uns als gläubige Menschen gegeben hat, ist, für die Regierung zu beten:

„So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen für alle Menschen darbringe, für Könige und alle, die in hervorragender Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit führen können; denn solches ist gut und angenehm vor Gott unserem Retter, der will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (1 Tim 2:1-4)

Dabei spielt es keine Rolle, ob der „König“ gut oder böse ist – wir sollen in jedem Fall für die Obrigkeiten beten. Gottes Ziel ist eine gute, gottesfürchtige Regierung, durch die er verherrlicht wird und Seine Pläne ausführen kann. Gott verwendet menschliche Regierungen, um Seine Pläne in der Menschheitsgeschichte zu verwirklichen. Speziell bei bösen Regierungen zeigt er seine Souveränität und Macht (Dan 4:34-35).

Gott erwartet von menschlichen Leitern, dass sie gerecht und gottesfürchtig sind (2. Sam 23:2-4). Auch in den Sprüchen findet wir viele Stellen, dass ein Thron durch Gerechtigkeit, nicht durch Sünde, Bestand hat.

In der Geschichte war es oft so, dass Gott böse Regierungen gibt, wenn Sein Volk rebellisch und ungehorsam ist. Gottes Volk muß dann „Gehorsam durch Leiden“ lernen. Selbst der Sohn Gottes ging durch diese Schule! (Heb 5:8) Gläubige, gottesfürchtige Menschen identifizieren sich dann mit dem Rest des Volkes, treten in den Riss und bitten Gott um Erbarmen und Erlösung. Wenn sich Gottes Volk vor Gott demütigt und betet, Sein Angesicht sucht und von seinen bösen Wegen umkehrt – wird Gott vom Himmel her hören, seine Sünden vergeben und sein Land heilen. Gott wird dann Erbarmen haben und die böse Regierung ändern: entweder durch Tod, oder durch Krankheit oder durch (Neu-)Wahlen oder indem das Herz des bösen Königs verändert wird. Sowohl in der Geschichte der Könige Israels als auch in unserer Zeit sehen wir, dass gute und böse Machthaber einander oft abwechseln können. Gott will sich (auch) durch menschliche Leiter verherrlichen – seien sie gut oder böse. Er zeigt Seine Autorität und Souveränität, wenn er böse Leiter und ihre Pläne überstimmt und außer Kraft setzt.

 

„Das Herz des Königs, in der Hand des HERRN, wie Wasserbäche leitet er es, wohin er will.“ (Spr 21:1)

Die Kraft Gottes wird durch Gebet aktiv

Wir brauchen echtes, ehrliches und anhaltendes Gebet. Wir müssen beten, bis es uns im Bauch weh tut! Wir müssen Menschen des Gebets werden. Die Lasten des Herrn tragen.

Wofür sollen wir beten? Gott will, dass wir für alle(!) in Autorität beten. Das sind Präsident, Regierung, Amtsmänner, Richter, Polizei und so weiter. Je mehr wir für sie beten, umso weniger werden wir sie kritisieren. Was ist kraftvoller? Andere durch Kritik herunter zu ziehen oder für sie nach Gottes Wort zu beten und sie zu segnen?

Eph 6:12-18 und viele andere Stellen zeigen, dass die natürlichen Dinge eine Folge der geistlichen Dinge sind. Der Sieg im Geistlichen – durch unser Gebet – wirkt sich im Natürlichen aus. Die Lösung unserer Probleme ist nicht politisch, wirtschaftlich oder sozial – sondern geistlich. Wenn wir den geistlichen Kampf, in dem wir stehen, annehmen, wenn wir kämpfen und gewinnen, werden die Probleme unseres Landes gelöst werden. Viele Erweckungen in der Vergangenheit in unterschiedlichen Teilen und Kontinenten der Welt haben das immer wieder gezeigt. Warum geschieht das bei uns nicht? Weil wir uns nicht demütigen, weil wir nicht beten, weil wir nicht beständig Gottes Angesicht suchen und weil wir nicht von unseren bösen Wegen umkehren …

Durch unser Gebet haben wir Zugang zum geistlichen Bereich. Nur wir haben durch diesen Zugang die Möglichkeit, den Sieg zu erringen. Genau deshalb tragen wir Verantwortung, zu handeln. Natürlich ist es Gott, der den Sieg gibt, aber er erwartet von uns, dass wir mit ihm zusammenarbeiten. Konkret: 1. Wir beten immer für die Regierung; egal, ob gut oder böse. 2. Wir beten in Übereinstimmung mit dem Wort Gottes. 3. Wir beten im Glauben an Seine Verheißungen. 4. Wir beten solange, bis es einen Durchbruch gibt.

In Daniel 10 sehen wir ein sehr gutes Beispiel dafür, wie die Geschehnisse in der unsichtbaren Welt die Ereignisse in der sichtbaren Welt beeinflussen. Daniel betete, und ein Engel wurde zu ihm gesandt. Der Engel sagte ihm, dass seine Gebete gleich am ersten Tag gehört wurden. Doch es gab einen geistlichen Kampf, weil sich der „Fürst des Königreichs Persien“ entgegen stellte. Manchmal erleben wir nicht gleich Gebets-Erhörungen. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Einer davon ist mit Sicherheit, dass es einen Kampf in der unsichtbaren Welt gibt. Gebet ist ein Kampf. Jesus sagt uns, dass wir mit Ausdauer beten und nicht den Mut verlieren sollen (Luk 18:1-8). Bei all den oben angeführten großen Erweckungen und Durchbrüchen war das anhaltende Gebet vieler Christen in Einheit miteinander ein entscheidender Faktor.

 

Unsere Entscheidung

Es ist zu einem großem Teil unsere Entscheidung. Sehr deutlich zeigt Gott uns das auch in Hesekiel 22:30-31. Hier sagt der Herr: „Und ich suchte einen Mann unter ihnen, der eine Mauer bauen und vor mir für das Land in den Riß treten könnte, damit es nicht zugrunde gehe; aber ich fand keinen! Da schüttete ich meinen Zorn über sie aus, rieb sie im Feuer meines Grimmes auf und brachte ihren Wandel auf ihren Kopf, spricht der Herr Jahwe.“ (Hes 22:30-31)

Sehen wir, was Gott hier sagt? Ein Mann, ein einziger Mann, hätte das Gericht über eine ganze Nation abwenden können! Aber niemand wollte.

Ein spezieller Aspekt, den viele Christen heute gar nicht mehr hören können, ist, dass Gott hier nach einem Mann(!) sucht. Es wird Zeit, dass christliche Männer aufstehen und Männer werden. Gott hat Leiterschaft nie für Frauen gedacht. Doch wenn keine Männer bereit sind, was dann? – die Arbeit im Reich Gottes muß weiter gehen. Das ist ein warnendes Wort an Männer und(!) an Frauen. Denn christliche Männer haben weltweit ihre Position als Ehemänner, Väter und Leiter nicht eingenommen, und Frauen haben sich an ihre Stelle gedrängt. Männer und Frauen, wir alle müssen Buße tun. Das soll natürlich nicht heißen, dass Frauen nicht beten und in den Riß treten sollen!

Gott sucht nur einen einzigen Mann, der eine Mauer baut und für sein Land in den Riß tritt! Wenn Du nicht siehst, dass Du hier Verantwortung hast, möge der Herr Dir die Augen öffnen. Möge Er Dich segnen, indem er Dich zur Buße führt.

Gott hat uns Seine Autorität gegeben – Sein Wort, Seinen Geist und unser Gebet. Jetzt wartet er darauf, dass wir aktiv werden, damit er Segen über uns ausgießen kann.

 

Autor – Helmut Leinfellner

Quelle – Yeshua.at

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552. Krankheit – ein Leiden um Christi willen

Mittwoch, 16. November 2016 | Autor:

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Ligamenta Wirbelsäulenzentrum_pixelio.de.

 

 

Liebe Blog Besucher,

als ich im Oktober 2016 das Magazin „Taube“ der Arche Gemeinde Hamburg in die Hände bekam, stach mir der Artikel „Krankheit – ein Leiden um Christi willen“ ganz besonders ins Auge.

Ich saugte die Worte förmlich auf, weil Sie auf meine Situation und die meiner Frau in ganz besonderer Weise seit einigen Jahren zutreffen.

Genau dass was Pastor Wolfgang Wegert hier beschreibt erleben wir und können dazu nur AMEN sagen. Danke, Danke, Danke, dass Sie sich vom Heiligen Geist so haben führen lassen.

Dankeschön

Das Sie mir auch die Genehmigung zur Veröffentlichung hier in meinem Blog erteilt haben, auch dafür meinen herzlichen Dank. Ihnen, Ihrer Familie und der gesamten Gemeinde wünsche ich Gottes reichen Segen.

WolfgangWegert

 

Von Wolfgang Wegert

Immer wieder fragen Christen, wie denn ihre Krankheit zu sehen ist. Ist sie Strafe für ihre Sünde? Gewiss kann sie die Konsequenz eines ungöttlichen Lebensstils sein, den manchmal leider auch Gläubige führen. Auch kann sie ein Erziehungsmittel Gottes sein, durch das sie reifen und geistlich wachsen. Aber kann sie auch ein Leiden um Christi willen sein? Einige verneinen das vehement. Sie meinen, dass zwar Verfolgung, Gefängnis oder Martyrium Leiden um Christi willen sind, niemals aber Krankheit. Ist das wirklich so?
Um diese Frage zu beantworten, schauen wir uns die Worte des Apostels Paulus im Kolosserbrief an. Sie lauten: „Jetzt freue ich mich in meinen Leiden, die ich um euretwillen erleide, und ich erfülle meinerseits in meinem Fleisch, was noch an Bedrängnissen des Christus aussteht, um seines Leibes willen, welcher die Gemeinde ist“ (Kolosser 1,24).

Leidensfreude
Paulus beginnt diesen Vers mit den Worten: „Ich freue mich in meinen Leiden, die ich um euretwillen erleide.“ Was will er damit sagen? In Verfolgungen werden meist die Leiter der Gemeinden verhaftet. So wie zur Anfangszeit der Gemeinde Jesu nicht alle Christen eingesperrt wurden, sondern in erster Linie die Apostel, war es durch die gesamte Geschichte hindurch. Immer griff man zuerst nach den Leitern – beispielsweise in der ehemaligen Sowjetunion. Immer wurden die Pastoren, die Häupter der Gemeinde, nach Sibirien in die Arbeitslager verschleppt. Dort litten sie stellvertretend für die ganze Gemeinde. Natürlich nicht in dem Sinn, dass sie für die Sünden der Gläubigen gelitten und bezahlt hätten. Nein, das hat Christus allein stellvertretend für uns getan. Und so war auch Paulus im Gefängnis in Rom, weil er die Speerspitze der Gemeinde war.

Und er freute sich über diese Rolle, über die Verantwortung, die er im Reich Gottes einnehmen durfte! Er freute sich darüber, dass er von Gott gewürdigt worden war, Leitfigur der Christenheit zu sein und stellvertretend für alle in Haft genommen worden zu sein. So dürfen wir seine Worte verstehen: „Ich freue mich in meinen Leiden, die ich um euretwillen erleide.“

Was an Leiden noch fehlt
Und dann schreibt Paulus weiter: „… und ich erfülle meinerseits in meinem Fleisch, was noch an Bedrängnissen des Christus aussteht, um seines Leibes willen, welcher die Gemeinde ist“ (V. 24 b). Es „stehen noch Bedrängnisse aus“. Das deutet daraufhin, dass der Gemeinde Jesu bis zu Seiner Wiederkunft ein festgesetztes Maß an Leiden bestimmt ist, das die Gotteskinder noch tragen müssen. Und vor diesem Hintergrund sieht Paulus sein Leiden als einen Anteil an diesem noch ausstehenden Maß an Leiden. Daraus geht klar hervor, dass die Gemeinde Jesu zum Leiden berufen ist. Das ist Gottes Absicht mit Seiner Kirche. Und solange Jesus verzieht, stehen noch Leiden und Bedrängnisse aus, an denen wir alle je nach Berufung teilhaben.
Was ist damit gemeint? So wie Christus in der Welt gehasst wird, wird auch Seine Gemeinde gehasst. So wie Er bekämpft wird, wird auch die Gemeinde bekämpft – bis heute und solange der Herr noch verzieht. Denn sie ist Sein Leib, und die einzelnen Christen, die durch den Heiligen Geist wiedergeboren worden sind, sind Glieder an Seinem Leib. Wir sind so sehr eins mit Ihm, dass wir die Schläge abbekommen, die Christus gelten. Das heißt konkret: Die Wut, die der Teufel immer noch an Jesus auslassen möchte, lässt er an uns aus. Das Haupt kann er nicht mehr erreichen, aber den Leib und Seine Glieder. Darum hat Jesus gesagt:

„Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen“ (Johannes 15,20). Warum? Weil wir Jesus angehören, weil wir eins mit Ihm sind! Damit steht fest: Christen müssen leiden. Sonst sind sie keine Christen. Wenn Fische nicht schwimmen, sind sie keine Fische, und wenn Christen keine Bedrängnisse erfahren, sind sie keine Christen. Denn wenn sie Christen sind, zeichnen sie das Leben Christi nach. Und so wie es keinen Jesus Christus ohne Leiden gibt, so gibt es auch keinen Wiedergeborenen ohne Leiden.

Das hebt Paulus an die Korinther deutlich hervor, wenn er schreibt: „Denn die Leiden des Christus ergießen sich reichlich über uns“ (2. Korinther 1,5). Und Petrus erklärt: „Dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt“ (1. Petrus 2,21). Christus war uns ein Vorbild in allen Bereichen des Lebens, und Er war uns auch ein Vorbild im Leiden. Es steht also noch ein festgesetztes Maß an Bedrängnissen und Leiden aus. Darum brauchen wir uns nicht über Christenverfolgung zu wundern – lasst uns aber für unsere leidenden Geschwister sehr viel beten!

Krankheit – ein geistlicher Kampf
Aber was ist mit uns? Haben Christen im Westen keinen Anteil an der Erfüllung des Leides, das noch fehlt, das noch aussteht, weil sie keine Verfolgung leiden? Wir werden zwar nicht im vollen Sinn des Wortes verfolgt, aber doch leiden auch wir unter der zunehmenden Missachtung des christlichen Glaubens in der Gesellschaft und in den Medien. Allerdings ist das nur ein sehr geringfügiger Beitrag an den noch ausstehenden Leiden Christi, den wir damit erbringen. Denn trotz viel Widerspruch und Benachteiligung haben wir dennoch Glaubensfreiheit.

Aber unser Beitrag an den noch fehlenden Leiden Christi besteht gewiss auch in den Krankheiten, die wir erleiden. Denn sie sind auch Bedrängnisse um Christi willen, ja auch Verfolgung. Die Trübsale und Krankheiten des Hiob beispielsweise waren Verfolgungsangriffe vonseiten des Teufels. Hiob wurde nicht von Menschen um seines Glaubens willen verfolgt – und doch wurde er bitter und bis aufs Blut bekämpft. Es war der Teufel, der ihn angriff. Was hatte der vor mit den Hautgeschwüren, den körperlichen Leiden, die er Hiob versetzte? Wollte er ihn einfach nur krank machen? Nein! Er wollte den Glauben und das Gottvertrauen Hiobs zerrütten! Darum sagte seine Frau alsbald: „Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit? Sage Gott ab und stirb!“ (Hiob 2,9). Seine Krankheit war eine Krankheit um seines Glaubens willen – um Christi willen. Genauso war es mit den Fäusten eines Satansengels, die Paulus schlugen. Dieser „Pfahl im Fleisch“ beschrieb mehr als nur körperliches Leiden. Er beschrieb einen geistlichen Kampf, den Paulus um Christi willen auszufechten hatte.

Der Krebs eines Gotteskindes und der Krebs eines Gottlosen sind – obwohl äußerlich dasselbe – doch zwei völlig verschiedene Dinge! Im Falle des Gotteskindes handelt es sich um Angriffe aus der finsteren Welt mit dem klaren Ziel, seinen Glauben zu unterwandern und ihn ihm zu rauben. Du sollst verzagen, du sollst zweifeln, du sollst hadern und deine Heilsgewissheit aufgeben. Du sollst dem Herrn absagen. Darum scheinen Christen manchmal mehr Krankheitsnot in ihrem Leben zu haben als die Menschen in der Welt. Dass es den Nichtgläubigen oft viel besser ergeht als den Gotteskindern, wusste schon Asaph, den diese Tatsache fast zum Straucheln gebracht hätte (Psalm 73). Wundern auch wir uns nicht, dass Christen oft mehr leiden als Gottlose!

Denn Erkrankung bei Gotteskindern geht immer einher mit einem Glaubenskampf, einem geistlichen Kampf zwischen Licht und Finsternis. Oft merken wir gar nicht, dass die Krankheit – wie bei Hiob – nichts anderes ist als ein Frontalangriff auf unseren Glauben, auf unser Gottvertrauen, auf unsere Herzensbeziehung zu Jesus. Wenn wir unsere Leiden so einordnen, dann gehen wir anders mit ihnen um. Dann sagen wir, dass sie zu unserem Leben als Christ dazugehören, denn wir gehen in Jesu Fußstapfen. Dann sprechen wir mit Paulus:

„Jetzt freue ich mich in meinen Leiden … und erfülle meinerseits in meinem Fleisch, was noch an Bedrängnissen des Christus aussteht, um seines Leibes willen, welcher die Gemeinde ist“ (Kolosser 1,24).

Also vergiss in deinen Krankheiten und Leiden nicht, dass hinter ihnen immer ein Angriff des Bösen steckt, der deinen Glauben zermürben will! Der Teufel hat nicht in erster Linie deine körperliche Zerstörung im Sinn, sondern die Zerrüttung deines Gottvertrauens. Er will dich von Jesus lösen. Bei Wiedergeborenen gibt es also keine Krankheit, die nicht zugleich auch eine geistliche Auseinandersetzung ist. Weil der Teufel Jesus direkt nicht mehr angreifen kann, greift er dich an. Und deswegen ist es völlig korrekt, auch bei Krankheit von Leiden um Christi willen zu sprechen.
Der Herr Jesus allerdings hat mit Krankheit bei Seinen Kindern ein völlig anderes Ziel als der Böse. Jesus schickt uns in diesen Kampf, damit wir in Ihm geistlich reifen und zu siegen lernen. Unser Glaube soll durch unsere Leiden nicht geschwächt, sondern gestärkt werden. Wenn du wegen deines Zeugnisses von Christus auch nicht im Gefängnis sitzt, sondern „nur“ sogenannte zivile Leiden zu erdulden hast, so wisse, dass auch diese Leiden Verfolgung um Christi willen sind. Denn du wirst angegriffen, weil du zu Jesus gehörst. Darum lass dich von keiner Not durcheinanderbringen, sondern halte in ihr im Glauben fest an Christus, wie einst Daniel in der Löwengrube. Der Herr wird bei dir sein und dich stärken, bis der Kampf vorüber ist! Denn unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.

Wolfgang Wegert

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