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415. JESUS ALLEIN

Donnerstag, 16. Oktober 2014 | Autor:

Gemälde von Michael Willfort

Lieber Blogbesucher,

vor vielen Jahren kaufte ich mir einmal das Büchlein „JESUS ALLEIN“ vom Christlichen Verlagshaus Stuttgart. Der Autor Karl Layer hat in diesen Büchlein die wichtigen Fakten zu diesen Thema so gut und klar heraus gestellt, dass ich es mit viel Gewinn mehrmals gelesen habe.

In den letzten zwei Jahren bin ich dann immer wieder auf dieses Thema gestoßen und deshalb habe ich mich bemüht die Genehmigung für die Veröffentlichung hier in diesen Blog zu erhalten. Nach längerer Recherche bin ich jetzt im Oktober 2014 fündig geworden. Herr Karl Layer hat mir die Genehmigung für die Veröffentlichung mit Freude erteilt. Hier will ich mich noch einmal ganz herzlich für die Freundlichkeit und Genehmigung bedanken.

Gemälde von Michael Willfort

Vorwort

Ist Allah, der arabische Name für Gott, derselbe wie der Gott, der sich uns in der Bibel vorstellt? Müssen wir Christen endlich den Absolutheitsanspruch aufgeben, den wir den anderen Religionen gegenüber vertreten? Ist es nicht geboten, die anstehenden Weltprobleme in einer Weltgemeinschaft aller Religionen anzupacken, weil es – wie der vorstehende Leserbrief deutlich machen will – „keinen Weltfrieden ohne Religionsfrieden“ geben könne? Ist Mission alten Stils nicht längst überholt? Können wir nicht dem stattgeben, dass jeder nach seiner Fasson selig werden soll? Hat sich Christus getäuscht, als er behauptete, dass niemand zum Vater kommt ohne ihn? Und haben sich die Apostel getäuscht, als sie folgerichtig verkündigten: „Es ist in keinem anderen Heil“?

Ich habe Frage auf Frage getürmt, weil ich der Meinung bin, dass hier ein brennendes und lebenswichtiges Problem vorliegt. Der Frageturm ließe sich noch erhöhen: Ist die Forderung nach Toleranz der Ausweg? Für die einen scheint Toleranz tatsächlich das Schlüsselwort für die Problemlösung zu sein, für die anderen ist es ein Reizwort. Können Christen tolerant sein? Wenn ja, dann stellt sich die Frage, wo und wieweit? Der Titel dieses Heftes ist eine Behauptung: Jesus allein! Ich versuche nachzuweisen, dass diese berechtigt ist. Zweifler möchte ich herzlich einladen, sich auf das Abenteuer meiner „Beweisführung“ einzulassen. Natürlich kann ich keinen Beweis im mathematischen Sinn liefern. Aber wer gutwillig ist, kann meine Gründe nachprüfen. Ob er sich dadurch überzeugen lässt, steht auf einem andern Blatt. Er müsste bereit sein, sich auf Christus einzulassen, und dazu ist eine persönliche Entscheidung nötig. Zu einer solchen Entscheidung für

Christus lade ich recht herzlich ein!

Es ist mir ein Anliegen, allen, die bereits christusentschieden leben, ihr Glaubensfundament „Jesus allein“ kräftig zu festigen und für das Gespräch mit Andersdenkenden und Andersglaubenden Handreichung zu bieten. Es ist nötig, dass wir als Christen einen festen Standpunkt haben, ohne fanatisch zu sein. Und es ist ebenso nötig, dass die Liebe Gottes, die ausgegossen ist in unsere Herzen (Römer 5,5) – das kann, nur für Christen gelten! -, nicht zu einer Allerweltsliebe verkommt. Deshalb liegt mir das Thema „Jesus allein“ am Herzen.

Karl Layer

 

Gemälde von Michael Willfort

Jesus allein?

In einem Gespräch mit einem Inder wurde ich einmal kräftig herausgefordert. Wir begegneten uns anlässlich einer Tagung und konnten an mehreren Abenden zwanglos miteinander reden. Mein Gesprächspartner gehörte dem hinduistischen Glauben an. Weil wir beide an einem oberflächlichen Gespräch nicht interessiert waren, kamen wir bald auf eine Frage zu sprechen, die heute zu den brennendsten gehört, wenn die verschiedenen Religionen einander begegnen. Es ist die zentrale Frage nach der Einmaligkeit und Einzigartigkeit der Person Jesu Christi.

Mein Gegenüber war sehr tolerant. Er ließ Jesus gelten als eine Möglichkeit, zu Gott zu kommen. Nun erwartete er von mir dieselbe Toleranz mit folgendem Satz: „Es gibt viele Wege zu Gott; denn schließlich sind wir ja alle Gottes Kinder.“ Gerade diese wörtlich wiedergegebene Begründung „denn schließlich sind wir ja alle Gottes Kinder“ ließ mich aufhorchen. Hier konnte ich nicht ungeteilt zustimmen. Meine Antwort lautete deshalb: „Wir sind alle Gottes Geschöpfe, aber Gottes Kinder werden wir nur durch Jesus.“

Dieser Dialog hat sich mir unvergesslich eingeprägt. War meine Antwort richtig? Oder hätte ich nachgiebiger sein müssen? Mich hat die Frage nach der Einzigartigkeit Jesu seitdem nicht mehr losgelassen. Wieso können wir behaupten, dass nur Jesus Christus der einzig richtige Weg zum Gott der Bibel ist?

Ich möchte im folgenden den Nachweis führen, dass wir auf festem Grund stehen, wenn wir dies behaupten. Vor allem können wir anhand der Bibel diesen Nachweis führen. Jedoch nicht so, dass wir Aussage gegen Aussage stellen, indem wir die „heiligen“ Bücher der verschiedenen Religionen zitieren. Dies ergäbe am Ende immer nur ein Patt der Überzeugungen. Nein, die Bibel enthält eine nachprüfbare Tatsache, die aus dem Nachweis fast einen Beweis macht, freilich nicht im Sinne eines mathematischen Beweises. Einen solchen gibt es bei Glaubensüberzeugungen nie. Deshalb habe ich auch „fast“ geschrieben. Im folgenden will ich meinen „Beweisgang“ entfalten.

 

 

Gemälde von Michael Willfort

 

1. Der Nachweis der Einzigartigkeit Jesu

Unser Glaube gründet auf dem Buch der Bücher, der Bibel. Wir gestehen es den Gläubigen anderer Religionen zu, dass sie ebenso ihre „heiligen Bücher“ ernst nehmen. Wir dürfen dies als Christen nicht von vorneherein verurteilen. So wie wir dies den anderen zugestehen, erwarten auch wir das Zugeständnis, dass wir mit unserer Bibel argumentieren dürfen. Deshalb zitieren wir daraus.

Jesus hat es gesagt.

Im Neuen Testament sind uns viele Jesusworte überliefert. Aus der Vielzahl zitiere ich solche, in denen Jesus selbst seine Einzigartigkeit anspricht. Den entscheidenden Satz finden wir im Johannesevangelium 14, 6: „Jesus spricht zu Thomas: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ Dieser Satz beinhaltet auf den ersten Blick eine der intolerantesten Aussagen Jesu. Daran ist nicht zu rütteln. Hier kann man auch nicht umdeuten, als ob wir zu einer Korrektur berechtigt wären. Jesu Sendungsbewusstsein schließt eindeutig sein Wissen um seine Einmaligkeit mit ein. Er kann auffordern: „Glaubet an Gott und glaubet an mich!“

Scheinbar im Widerspruch dazu lautet der folgende Satz: „Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.“ Jesus will einerseits von sich weg auf den Vater weisen und zugleich seine Verbundenheit mit ihm deutlich machen.

Diese Verbundenheit mit dem Vater ist so stark, dass „der Sohn nichts von sich aus tun kann, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn“ (Johannes 5, 19). Weil Jesus sagte, Gott sei sein Vater, machte er sich selbst Gott gleich (Johannes 5, 18). Dies war der entscheidende Grund für den Tötungsbeschluss der Hohenpriester und Schriftgelehrten. Im Verhör vor dem Hohen Rat spitzt sich die Verhandlung auf die Frage zu: „Bist du denn Gottes Sohn? Er sprach zu ihnen: Ihr sagt es, ich bin es“ (Lukas 22, 70)

Auch im Markusevangelium wird diese Aussage Jesu bestätigt. Ich halte es für spitzfindig, wenn die Formulierung, wie sie Matthäus überliefert, zu der Behauptung führt, Jesus selbst habe nie gesagt, dass er Gottes Sohn sei. Matthäus 26, 63.64: „Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes. Jesus sprach zu ihm: Du sagst es.“

Wer das Selbstzeugnis Jesu bezweifelt, betont das „Du“ in der Antwort Jesu: „Du -der Hohepriester – sagst es, nicht ich!“ Diese Lesart käme einer Umdeutung des Textes gleich.

Auch Jesu Wissen, dass er nach seinem Tod am Kreuz auferstehen wird – er hat dies seinen Jüngern mehrfach vorausgesagt -, gehört zur Einzigartigkeit seiner Person. Wir sehen hier das Herzstück des Evangeliums angesprochen: Wir haben einen lebendigen, weil auferstandenen Herrn. Welche Religion kann dies für sich in Anspruch nehmen?  Als Mohammed (570-632) gestorben war, trat sein Freund Omar vors Zelt, schwang seinen krummen Säbel und schrie: „Dem schlage ich das Haupt ab, der behauptet, Mohammed sei tot. Mohammed wird auferstehen!“ Ein paar Tage später aber ließ es sich nicht mehr verheimlichen: Mohammed war tot! Auch bei ihm behielt der Tod, der Feind des Lebens, das letzte Wort. (Aus: Heinz Schäfer „Hört ein Gleichnis“, Seite 84, Christliches Verlagshaus).

 Es ist offensichtlich, dass das Selbstzeugnis Jesu über die Einzigartigkeit seiner Person zwar alle, die an ihn glauben, überzeugt. Aber das muss Andersgläubige nicht unbedingt auch überzeugen. Im Gespräch kann mir mein Gegenüber antworten: „Das ist Ihre Überzeugung, ich habe eine andere.“ Dann steht Überzeugung gegen Überzeugung. Müssen wir das Gespräch nun abbrechen? Ich denke nicht. In meinem „Beweisgang“ führe ich ein weiteres Argument an:

Die Apostel haben es gesagt.

Der verschreckte und verschüchterte Jüngerkreis – ausgelöst durch den gewaltsamen Kreuzestod Jesu – ist von dem auferstandenen Herrn aus seiner Lethargie gerissen worden. Die Jünger wären selber dazu gar nicht in der Lage gewesen. Jesus hat die Apostel von seiner Lebendigkeit und damit Einmaligkeit überzeugt.

Lukas berichtet: „Als sie aber davon redeten (von dem Bericht der Emmausjünger, denen der Auferstandene begegnet ist)7 trat er selbst, Jesus, mitten unter sie.. Sie erschraken aber und fürchteten sich und meinten, sie sähen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz? Seht meine Hände und meine Füße, ich bin’s selber. Fasst mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich sie habe“ (Lukas 24,36-39).

Lukas hat als Arzt etwas von Anatomie verstanden. Deshalb ist sein Bericht über die Erscheinung des auferstandenen Jesus im Jüngerkreis so anschaulich. Er fährt fort: „Als sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Und sie legten ihm ein Stück gebratenen Fisch vor. Und er nahm’s und aß vor ihnen“ (24,41-43).

Jesus hat den Jüngern die Augen geöffnet, als sie seinen Geistleib befühlen konnten und er vor ihnen gegessen hatte. Das war Überzeugungsarbeit! Jetzt erst konnten die Jünger auftreten und bezeugen, dass Jesus lebt.

Zum Beispiel Petrus. Er ist uns vor allem bekannt als Verleugner seines Herrn in der Nacht des Verrats. Eigentlich war sein Versagen nicht weniger schlimm als das des Judas. Dass er nach der Wiederannahme durch seinen Herrn zum mutigen Bekenner wurde, sollten wir uns immer wieder ins Gedächtnis rufen. Ausgerechnet Petrus liefert uns für unser Gespräch einen wichtigen Punkt. Bereits schon gefangen gesetzt und damit einem ersten Einschüchterungsversuch unterworfen, dann vor den Hohen Rat zum Verhör  gebracht, bekennt Petrus freimütig: „In keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden“ (Apostelgeschichte 4, 12). Niemand, auch nicht die Macht des Hohen Rates, der in Sachen Glauben maßgebende und richterliche Instanz war, konnte Petrus und die andern Apostel von dieser Aussage abbringen. Sie alle bezeugten die Einzigartigkeit der Person Jesu.

In Anbetracht dessen ist es schon merkwürdig, dass in unserem Jahrhundert von einem Dr. Floyd H. Ross folgender Satz geschrieben wurde: „Dass die ersten Christen übereifrig gewesen sein könnten, dieses (gemeint ist die Ausschließlichkeitsaussage des Petrus) so zu proklamieren, ist eine Möglichkeit mit der der Christ leben muss“ (Aus: Theophil Rehse, „Ökumene auf dem Weg zur Weltkirche?“, S.79). Natürlich ist dies vorsichtig formuliert. Aber es wird doch kräftig am Fundament unseres Glaubens gerüttelt. Wir sind nicht berechtigt, den Aposteln nachträglich am Zeug zu flicken, wir, die wir doch mit unserem Glauben „auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist“ (Epheser 2,20), gegründet sind. Oder erscheint uns Petrus nicht so sehr glaubwürdig, weil er von Hause aus eine übereifrige Natur hatte?

Zum Beispiel Johannes. Ihn stelle ich Petrus an die Seite, denn er hat das Zeugnis vor dem Hohen Rat mitgetragen. Er schreibt in seinem ersten Brief (1. Johannes 5, 12): „Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“

Deutlicher kann man die Ausschließlichkeit Jesu nicht formulieren. Am Schluß dieses Briefes bezeugt er: „Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben“ (5,20).

In seinem Evangelium schreibt Johannes:

„Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch (gemeint ist „sein“ Evangelium). Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen“ (Johannes 20,30.31).

Unser Glaube, dass Jesus allein Retter und Erlöser ist, wird erst recht befestigt, wenn wir Paulus in seinen Briefen abhorchen. Er ist so etwas wie ein Kronzeuge, weil an ihm besonders die Umkehrkraft Jesu deutlich geworden ist. Als Saulus und wütender Verfolger der Gemeinde Jesu hätte Paulus niemals die folgenden Aussagen machen können. Er bringt sein Glaubensbekenntnis gleich am Anfang des Römerbriefes auf den Hauptnenner:

„Ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen“ (das bedeutet: alle Menschen) (Römer 1, 16).

An seinen geistlichen Sohn Timotheus schreibt er: „Es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung“ (1 Timotheus 2,5.6).

Warum Paulus dieses „Jesus allein“ so stark betonen konnte, belegt er mit einer Aussage im Kolosserbrief: „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“ (2, 9).

Unverrückbar in seiner Aussage ist auch der Christuspsalm im Brief an die Philipper: „Ein jeder sei gesinnt, wie Jesus Christus auch war. Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters“ (2, 5-11).

Würde man die Apostel heute fragen, warum sie dies so ausschließlich formulieren – und man hat sie gefragt – , dann würden sie immer noch die Antwort geben, die der Hohe Rat damals aus ihrem Mund hörte: „Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gehört und gesehen haben“ (Apostelgeschichte 4,20).

Ich möchte das Festhalten der Apostel an der Einmaligkeit und Einzigartigkeit Jesu Christi an einem Beispiel veranschaulichen: Angenommen, es gäbe einen Arzt, der ein sicheres Mittel gegen den Krebs hätte, und er selbst sowie alle durch ihn Geheilten würden dies nicht bekannt machen, so käme dies einem Verbrechen gleich. Die Bekanntmachung aber müsste lauten: „Nur dieser Arzt und nur dieses Mittel!“ Hier müsste um des Helfens willen diese Heilungsmöglichkeit als einmalig und einzigartig herausgestellt werden. Kein Mensch käme auf die Idee, sie als intolerant zu verwerfen.

Dieser Vergleich lässt sich auf Jesus Christus anwenden. Er ist der einmalige Arzt, der den Grundschaden bei uns Menschen heilen kann. Gewiss ist er mehr als nur ein Mittel gegen den Krebs. Sein Opfertod am Kreuz für unsere Sünden ist das vollbrachte Heil, das seitdem bekannt gemacht wird. Es käme einem Verbrechen gleich, dies zu verschweigen, wenn nur dieser Eine die Lösung, d.h. die Erlösung hat. Darum waren die Apostel und sind bis heute alle von Christus überzeugten Christen so leidenschaftlich bereit, ihren Erlöser als die einzige Möglichkeit eines Lebens mit Gott in Zeit und Ewigkeit zu bekennen.

Religiosität, viel Einsatz, Opfer und Hingabe, bis hin zum Goethe-Zitat: „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“ – mit einem Satz: Die zum Scheitern verurteilte Selbsterlösung findet sich in allen Religionen, Philosophien und Ideologien. Wirklich helfen kann nur Jesus Christus. Das kann man erfahren indem wir Verbindung mit ihm aufnehmen. Er will uns überzeugen und unserem Leben Ausrichtung und Frieden verleihen.

An dieser Stelle möchte ich wieder an die Aussage Jesu über seine eigene Person anknüpfen. Ich sprach von dem Hinweis, dass Überzeugung gegen Überzeugung steht, wenn mein Gegenüber andersgläubig ist. Auch jetzt ist dies noch so. Zwar ist die „Beweislast“ größer geworden durch eben die Menschen, die kurze Zeit nach Tod und Auferstehung Jesu als seine Zeugen aufgetreten sind. Es waren Menschen und keine Engel. Gott sei Dank, muss man sagen, weil sonst die Ablehnung ihres Zeugnisses eher möglich wäre.

Als Jesus in der Gegend von Cäsarea Philippi – dem heutigen Banyas bei den Jordanquellen am Fuße des Hermon – die entscheidende Frage stellte „Wer sagt denn ihr, dass ich sei?“, da antwortete Petrus mit seinem klaren Bekenntnis: „Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“ (Matthäus 16, 13-16). Für Jesus selbst war dies ein wichtiger Augenblick; denn nun hörte er zum ersten Mal aus Menschenmund, dass die Göttlichkeit seiner Person erkannt wurde. Petrus und mit ihm die anderen Jünger hatten „Feuer gefangen“.

Überraschend und vielsagend zugleich ist die Tatsache, dass von da an Jesus seine Leidensankündigungen machte, die die Jünger nicht verstanden. Ein Christus, der leidet, stirbt und aufersteht, passte nicht in ihre Vorstellung. Wie wichtig ist gerade dieses ehrliche Eingeständnis in den Evangelien. Die Jünger werden nicht zu frommen Übermenschen gemacht. Umso überzeugender ist ihr späteres Bekenntnis!

Aber noch ist mein Gesprächsgegenüber nicht überzeugt. Ihn dazu zu zwingen, ist nicht möglich und würde das Gegenteil bewirken. Ich möchte deshalb den anderen Weg gehen und die „Beweise“ vermehren. Zu den Aposteln waren viele Menschen dazugekommen, die an die alles überragende Person Jesu Christi glaubten.  Deshalb:

Viele haben es seitdem gesagt.

Jetzt wäre es möglich, eine „Wolke von Zeugen“ (Hebräer 12, 1) – das meint ein ganzes Heer von Bekennern – aufmarschieren zu lassen. Ich greife beispielhaft einige heraus: Da ist der Kirchenvater Augustin. Nach einem unbefriedigenden, weil sinnentleerten Leben fand er zu einem Leben mit Christus. Von ihm stammt der Satz: „Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Gott“. Dieses Ruhen in Gott ist nur durch Christus möglich. Im so genannten pelagianischen Streit – ein Mönch namens Pelagius war sein Kontrahent -kämpfte er für die Reinerhaltung des Evangeliums von allen menschlichen Zusätzen. Er hatte persönlich die große Gnade Gottes erlebt und konnte deshalb entschieden für ein Gnadenevangelium kämpfen.

Jesus allein? Für Augustin war dies keine Frage.

Da ist Martin Luther. Ehemals Augustinermönch. In seinem Verhältnis zu Gott geplagt und geschunden, unruhig und umgetrieben, bis er zum „Jesus allein“ hindurchfand. Als Reformator konnte er deshalb die drei „allein“ herausstellen: allein die Gnade, allein der Glaube, allein das Wort Gottes.

Jesus allein? Für Martin Luther war dies ebenfalls keine Frage.

Da ist John Wesley. Ehemals anglikanischer Pfarrer, Missionar in Amerika. Unter dem Eindruck, wie getrost sich Herrnhuter Missionare in der Todesgefahr verhielten, kam er zu dem verzweifelten Ausruf: „Ich bin nach Amerika gegangen, um die Indianer zu bekehren; wer bekehrt aber mich?“ Er fand zum lebendigen Glauben an Jesus Christus und wurde Kirchengründer wider Willen. Bekanntlich geht die Evangelischmethodistische Kirche auf ihn zurück.

Jesus allein? Für John Wesley keine Frage.

Da ist Sadhu Sundar Singh. Ehemals Hindu. Vom hinduistischen Glauben unbefriedigt, suchte er nach dem Sinn des Lebens. Christus offenbarte sich ihm auf wunderbare Weise. Er fand Christus als den tragenden Grund für sein Leben. Er wurde ein entschiedener Christuszeuge in seinem Land Indien. Auf einer Europareise kam er mit dem „Christentum“ ins Gespräch. Er wurde gefragt, was er denn Besonderes am Christentum entdeckt habe. Er antwortete: „Christus!“ Der Fragesteller fühlte sich wohl nicht richtig verstanden. Er fragte noch einmal. Es müsse ihm als ehemaligem Hindu doch an der Lehre etwas aufgefallen sein. Sadhu Sundar Singh blieb bei seiner Antwort: „Christus!“

Jesus allein? Auch für Sadhu Sundar Singh keine Frage.

Ich kann von jener Frau berichten, die auf dem Frankfurter Bahnhof begeistert auf einen Afrikaner zugestürmt kam – offenbar von der anderen Hautfarbe angezogen -, um ihm freiweg zu sagen: „Ich bin auch Buddhist!“ Der so überraschend Angesprochene erwiderte: „Das tut mir aber leid; da haben Sie ein Brot gegen einen Stein eingetauscht. Ich bin Christ!“ Der Angesprochene war ein methodistischer Bischof aus Afrika und weilte zu Besuch in der Bundesrepublik.

Oder ich denke an eine Frau, die eines Tages mit dem Wunsch zu mir kam, getauft zu werden. Sie war im Islam erzogen worden und fand durch eine Evangelisation zum Glauben an Christus. Dies weckte bei ihr den Wunsch, getauft zu werden und einer christlichen Gemeinde anzugehören. Ich wollte diesen wichtigen Schritt mit einem besonderen Akzent versehen. Vor der Taufe sollte sie in ihrem neuen Glauben unterwiesen werden. Das so genannte Katechumenat schloss mit einer „Prüfung“ ab, deren Ergebnis ich der Gemeinde mitteilte. Als ich im Gespräch die Frage stellte, worin sie den Unterschied zwischen Koran und Bibel sehe, kam nach kurzem Überlegen die Antwort: „Im Koran steht nur das drin, was der Mensch tun muss; in der Bibel steht vor allem das drin, was Gott für uns getan hat.“ Treffsicherer kann man es nicht sagen!

Ob diese Auswahl aus der „Wolke von Zeugen“ mein Gesprächsgegenüber überzeugt, kann ich natürlich nicht garantieren. Ob es ihn wenigstens nachdenklich macht? Wer ehrlich und offen ist, kann durch diese „Beweislast“ mindestens fragend werden. Jedoch sind wir in unserem Gesprächsgang immer noch im Subjektiven, d.h. im Bereich persönlicher Überzeugung. Müssen wir darin stecken bleiben? Kommt es jetzt zum Patt? Bleibt jetzt nichts anderes übrig, als „jeden nach seiner Fasson selig werden zu lassen“? Müssen wir jetzt die Waffen stecken und kapitulieren: „Hauptsache, es glaubt einer überhaupt etwas; was – ist nicht so wichtig!“? Dies wäre ein Verrat am Auftrag Christi.

Was aber ist zu tun? Das Gespräch abbrechen und unverrichteter Dinge wieder auseinander gehen?  Ich glaube nicht, dass dies nötig ist, wenngleich missionarische Gespräche durchaus unbefriedigend enden können. Ich habe aber noch einen wichtigen Punkt in meiner „Beweisführung“ anzubieten. Er ist eigentlich mein Hauptargument, weil er einen Sachverhalt aufzeigt, der objektiv nachprüfbar ist. Jetzt können wir aus dem subjektiv geführten Gespräch mit unterschiedlichen Überzeugungen heraustreten. Natürlich ist auch hier eine ehrliche und gutwillige Prüfung wichtig. Es geht um die Tatsache:

Die Propheten haben es vorausgesagt.

Dass die Entstehungsgeschichte unserer Bibel einen Zeitraum von über tausend Jahren umfasst, ist hierfür von Vorteil. Der Koran ist in 40 Jahren entstanden und gilt in seinen Aussagen buchstabengetreu als gesichert. Das kann man von der Bibel nicht sagen. Doch ist diese „Schwäche“ der Bibel für unser Anliegen gerade ihre Stärke. Weil so viele Menschen in einem solch langen Zeitraum an den prophetischen Voraussagen im Blick auf die Person Jesu beteiligt waren, kann man eindeutig eine menschliche, eigenmächtige, selbsterdachte Konstruktion ausschließen. Gott war am Werk, als er im „prophetischen Wort“ seine Heilsgeschichte „programmierte“.

Ich möchte an dieser Stelle eine Fragestellung einschalten, die mich persönlich lange Zeit innerlich blockierte: „Warum hat Gott im Alten Testament seine Voraussagen auf Christus nicht einheitlicher, eindeutiger, zwingend überführender aufschreiben lassen?“ Ich will diese Blockade noch näher beschreiben: Da weist etwa Mose ganz versteckt schon beim Sündenfall auf den Erlöser hin. In den Psalmen Davids, der prophetisch dichtete, finden sich Hinweise auf den Messias und die messianische Zeit. Jesaja zeigt mit einer großartigen prophetischen Schau das planmäßige Handeln Gottes bis zum Endziel auf. Jeremia, Hesekiel, Micha, Sacharja – ja fast alle Propheten – sprechen vom kommenden Messias. – Aber warum so versteckt und verstreut?

Wie gesagt: Dieser Sachverhalt brachte mich selbst ins Fragen und Zweifeln, bis mir eines Tages aufging, dass es Gott mit seinen Voraussagen gemacht hat wie mit einer Goldader im Erdinnern. Diese ist auch nicht auf der Straße sichtbar. Man kann sie nicht mühelos im Tagebau gewinnen. Man muss graben, suchen und sich mühen. So ist es mit der „Goldader“ des prophetischen Wortes in der Bibel. Wer sucht und gräbt, findet sie.

Oder es ist wie mit den Wundern in der Schöpfung Gottes: Nicht der wird sie entdecken, der nur Kilometer „frisst“. Man muss sich die Mühe machen, z.B. auf einer Wanderung die Größe Gottes auch im Kleinen entdecken zu wollen. Als ich das erkannte, war ich geheilt vom Zweifeln; ich konnte mich fröhlich auf die Suche nach Gottes „Goldader“ in der Bibel machen.

Über 300 Ankündigungen auf den Messias finden sich im Alten Testament. Dies gibt es sonst in keinem anderen Buch. Hier müssen alle heiligen Bücher der anderen Religionen passen. Die Stärke der Überzeugungskraft liegt darin, dass Mose nicht mit Jesaja oder Sacharja absprechen konnte, wer was über den Messias schreibt. Eine menschliche Konstruktion ist also wegen der langen und vielgestaltigen Entstehungsgeschichte der Bibel ausgeschlossen. Hier wird göttliche Regie sichtbar. Allein Gott ist in der Lage, von langer Hand zu planen und seinen Plan gleichsam als Webmuster in den Teppich seines Wortes hineinweben zu lassen. Dieses Muster gilt es zu entdecken.

Dass Micha Bethlehem als Geburtsort für den Messias angibt, ist eigentlich unbestritten (Micha 5, 1). Was muss aber geschehen, damit sich diese Prophezeiung auch erfüllen kann? Josef und Maria lebten bekanntlich in Nazareth, etwa 120 Kilometer nördlich. Dass nun ausgerechnet Augustus, der göttlich verehrte Kaiser in Rom, mit seinem Steuererlass dafür sorgen musste, dass sich Gottes Wort erfüllt, war ihm selbst sicherlich nicht bewusst. Aber der Ratschluss Gottes hatte dafür gesorgt. Josef und Maria machten sich auf den beschwerlichen Weg, und der Gottes- und Menschensohn kam in Bethlehem zur Welt – wie prophetisch angekündigt.

Ein anderes Beispiel: Psalm 22 gilt als der Leidenspsalm Christi. Wahrscheinlich hat er ihn am Kreuz gebetet. Dieser Psalm stammt von David. Er beschreibt Einzelheiten des Kreuzigungsvorgangs bis hin zum Teilen der Kleider (Vers 19). Überraschend ist, dass David die Todesart der Kreuzigung nicht kennen konnte. Diese war zu jener Zeit in Israel unbekannt. Dennoch hat Gott ihm in Mund und Feder gelegt, was später beim Tode Jesu geschehen wird. Dabei hatten die Soldaten mit ihren rauhen Gepflogenheiten sicherlich mit keinem Gedanken daran gedacht, Erfüller des prophetischen Wortes zu sein. Und doch’war es so.

Ich bin heute fest davon überzeugt, dass Jesus seinen Weg aus dem prophetischen Wort des Alten Testaments herausgelesen hat.

Dazu ein weiteres Beispiel: Der Königseinzug Jesu nach Jerusalem. Alle Evangelien berichten davon: Matthäus 21, 1-10; Markus 11, 1-10; Lukas 19,29-38; Johannes 12, 12-19. Matthäus und Johannes weisen ausdrücklich auf Sacharja 9,9 hin: „Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin.“ So steht es beim Propheten. Dass Jesus diese Weissagung auf sich bezogen und ausdrücklich selbst erfüllt hat, ist offensichtlich. Er wollte sich damit als der Verheißene proklamieren.

Es ließen sich noch viele Zusammenhänge zwischen Verheißung und Erfüllung aufzeigen bis hin zum „dritten Tag“, an dem Jesus auferstanden ist. In 1. Mose 22, 1-19 ist uns die Geschichte von der Opferung Isaaks berichtet. Mitten in den Erzählgang hineinverwoben ist, dass Abraham die Opferstätte „am dritten Tage“ sah. Tod und Auferstehung Jesu Christi wurden hier vorausdargestellt. In Hebräer 11, 19 wird dies erklärt: „Abraham dachte: Gott kann auch von den Toten erwecken; deshalb bekam er ihn auch als Gleichnis dafür wieder.“ In Hosea 6,2 wird der „dritte Tag“ ebenfalls angekündigt: „Er macht uns lebendig nach zwei Tagen, er wird uns am dritten Tag aufrichten, dass Wir vor ihm leben werden.“

Solche Zusammenhänge wird freilich nur entdecken, wer bereit ist, die in der Bibel vorhandene Linie von Verheißung und Erfüllung zu akzeptieren.

Halten wir fest: Aufgrund der prophetischen Voraussagen im Alten Testament hat Gott selbst dafür gesorgt, dass in dem Tatbestand von Verheißung und Erfüllung ein Nachweis der Einzigartigkeit der Person Jesu Christi vorliegt. Dieser Tatbestand ist objektiv nachprüfbar.

Nun gilt es noch, einen Verdacht auszuräumen: War es purer Zufall, dass sich die Verheißungen im Alten Testament gerade in der Person Jesu erfüllten? Ausgeschlossen, sagt ein Mathematiker, der nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung folgendes errechnete: bei 50 Prophezeiungen wäre eine „zufällige“ Erfüllung in einer Person geringer als 1:1125 000 000000 000 (12 Nullen). Wenn für diese Wahrscheinlichkeitsrechnung noch 2 Punkte dazugenommen werden – also die Zahl 52-, dann wird eine Verhältniszahl erreicht, die für uns völlig unvorstellbar ist. Nun sind es aber über 300 Verheißungen, die sich „zufällig“ in der Person Jesu erfüllt hatten. Dies bedeutet, dass ein Zufall völlig ausgeschlossen ist (Nach John Meldau: „Der Messias in beiden Testamenten“, Seite 15).

Darum noch einmal: Der Nachweis der Einmaligkeit und Einzigartigkeit Jesu Christi ist uns mit den prophetischen Ankündigungen im Alten Testament, die sich nur auf seine Person beziehen können, objektiv gegeben.

In unserem Gesprächsgang haben wir jetzt den Punkt erreicht, an dem ein Überzeugen möglich ist, sofern sich unser Gegenüber als fragender und suchender Mensch auf eine solche Gesprächsführung einlässt. Es gehört zu Gottes Größe und Überlegenheit, dass er in sein Buch, das er sich zudem noch von Menschen hat schreiben lassen, ein solch großartiges Geheimnis hineingelegt hat. Als menschliches Gefäß, das die Bibel ist, leuchtet sie hier in ihrer Göttlichkeit auf. Dass dies auch in meinem Gesprächspartner aufleuchtet, kann ich natürlich nicht machen. Bei aller logischen Gedankenführung, die gewiss gute Hilfsdienste tun kann, gehört zum Überzeugen die Gnadenzuwendung unseres Herrn, in dessen Auftrag wir bezeugen.

Gemälde von Michael Willfort

Ich will nun

2. Die Bedeutung der Einzigartigkeit Jesu Christi

skizzieren. Es kann sich tatsächlich nur um ein Skizzieren handeln; denn die Bedeutung dieser Tatsache ist viel umfassender.

Wenn Jesus einmalig ist, dann müssen wir „intolerant“ sein.

Wir – das sind alle Christen, die an Christus glauben. Christus ist uns zum unaufgebbaren Lebensinhalt geworden. Wir können nicht den schmalen Weg breiter machen, wenn unser Herr gesagt hat, dass der Weg in seiner Nachfolge schmal ist und – ich füge hinzu – auch bleibt! Es sind auch keine anderen oder zusätzlichen Wege zum Vater erlaubt, wenn Christus ausdrücklich gesagt hat, dass niemand ohne ihn zum Vater kommt. Wir müssen deutlich machen, dass es nicht stimmt, wenn neuerdings immer wieder behauptet wird, Allah sei derselbe Gott wie der Gott der Bibel. Ich möchte es so sagen: Allah will gar nicht derselbe Gott sein. Er ist zum Gott der Bibel in Konkurrenz getreten und lässt durch Mohammed in seinem Buch behaupten, dass Allah keinen Sohn hat.

Im Koran lauten diesbezügliche Stellen folgendermaßen: „Auch das sind Ungläubige, welche sagen: Allah ist der dritte (einer) von dreien; denn es gibt nur einen einzigen Gott. Christus, der Sohn Marias, ist nur ein Gesandter, so wie ihm auch Gesandte vorangegangen sind“ (Aus Sure 5). „Das ist nun Jesus, der Sohn der Maria; das Wort ist Wahrheit, das sie bezweifeln. Aber nicht ziemt es sich für Allah, dass er einen Sohn hätte. Lob und Preis sei ihm!“ (Aus Sure 19). „Im Namen Allahs, des Allbarmherzigen! Sprich: Allah ist der alleinige, einzige und ewige Gott (der Unwandelbare). Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt, und kein Wesen ist ihm gleich“ (Sure 112).

In der mir vorliegenden ungekürzten Koranausgabe aus dem Jahr 1959 schreibt Dr. Leo Winter in seiner Einführung: „Mohammed verkündet die ihm von Fall zu Fall gewordenen Offenbarungen Allahs, des „alleinigen einzigen Gottes seit Ewigkeit, Welterschaffers und Herrn aller Weltenbewohner, der keinen Sohn und Helfer besitzt und benötigt“.“

Diese Zitate sprechen deutlich gegen die Gottessohnschaft Jesu Christi.

Die Kreuzigung Jesu wird im Koran ausdrücklich abgelehnt. Ich zitiere den entsprechenden Text: „Und wenn sie sprechen: Wir haben den Messias Jesus, den Sohn der Maria, den Gesandten Allahs, ermordet – sie ermordeten ihn doch nicht, noch töteten sie ihn am Kreuze, sondern es erschien ihnen nur so. Vielmehr erhöhte ihn Allah zu sich, und Allah ist allmächtig und weise.“ Die zentrale Bedeutung von Kreuz und Auferstehung Jesu Christi wird von keinem Muslim anerkannt oder auch nur verstanden. Nach muslimischer Auffassung war „Jesus der letzte große Prophet vor Mohammed, ein Musterbild der Armut und Bescheidenheit, dem es fern lag, göttliche Ehren zu beanspruchen.“ (Aus: Heiler, „Religionen der Menschheit“, Seite 826.) Wenn wir das bisher Beschriebene in Betracht ziehen, ist es offensichtlich, dass Islam und Christentum durch einen breiten Graben getrennt sind. Ihn einfach zuzuschütten, ist nicht möglich – es sei denn, der Christ gibt das Herzstück seines Glaubens auf. Eine Einheit der Religionen anzustreben, wie dies immer deutlicher betrieben wird, müssen wir um der biblischen Wahrheit willen ablehnen. Es mag gut gemeint sein und dem Druck der notvollen Weltverhältnisse, die immer zwingender eine Welteinheit fordern, entsprechen, aber der Preis der Einzigartigkeit Christi ist zu hoch.

Wir können tolerant sein. Weil Christus die Seinen zur wahren Liebe befreit und mit seiner Liebe beschenkt, ist die Liebe das Grundprinzip für ihr Handeln. Liebe kann nicht fanatisch sein. An dieser Stelle könnte das Hohelied der Liebe durchbuchstabiert werden, wie es Paulus in 1. Korinther 13 beschreibt, z.B.: „Die Liebe eifert nicht.“

Dass ein Glaube ohne Liebe fanatisch macht, zeigen die so genannten Fundamentalisten jeglicher Glaubensform. Auch Christen haben an diesem Punkt schon schrecklich gesündigt. Ich erinnere an die blutigen Verfolgungen und Hinrichtungen Anders-gläubiger. Wenn heute islamische Fundamentalisten in Ägypten Reisebusse überfallen, ist dies gewiss verwerflich. Christen können aber nicht Gleiches mit Gleichem vergelten.

Als in einer Stadt, in der ich tätig war, die Muslime ein Gebäude für ihre Zusammenkünfte erwerben wollten, wurde ich bestürmt, bei der Stadt Einspruch zu erheben. Ich sollte eine christliche Gegenaktion starten, zumal dieses Gebäude auch noch in der Nähe unserer Kirche stand. Ich konnte diese Gegenaktion nicht durchführen. Meine Antwort war, dass wir vielmehr den Muslimen freundlich begegnen und sie von der „Überlegenheit“ christlicher Liebe überzeugen sollten. Das meine ich mit dem Satz: Wir können tolerant sein.

Diese Toleranz hat freilich auch eine völkerrechtliche Seite. Die Toleranz, die Muslime aufgrund der gesetzlich verankerten Religionsfreiheit bei uns erfahren, sollte christlichen Gemeinden in ihren Herkunftsländern auch gewährt werden, entspricht sie doch der allgemein gültigen Menschenrechte. Aber einklagen können wir sie nicht. Wir können darauf hinweisen und unter Umständen eine Regelung von Regierung zu Regierung anstreben. Die Pflicht zur Nächstenliebe besteht für Christen aber unabhängig davon.

Jesus selbst hat für eine so verstandene Toleranz ein Beispiel gegeben. Ich zitiere Markus 9, 38~0: „Johannes sprach zu ihm: Meister, wir sahen einen, der trieb böse Geister in deinem Namen aus, aber wir verboten’s ihm, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus aber sprach: Ihr sollt’s ihm nicht verbieten. Denn niemand, der ein Wunder tut in meinem Namen, kann so bald übel von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.“

Ein weiteres Mal musste Jesus bei seinen Jüngern eine falsche Intoleranz zurechtrücken. Als sie auf dem Weg nach Jerusalem waren, sollte in einem Dorf der Samariter Herberge gemacht werden. Die Samariter lehnten das ab, weil sie keine Gemeinschaft mit den Juden hatten. Die Jünger waren darüber so erbost, dass sie einen Racheakt erbaten: sie wollten Feuer vom Himmel fallen lassen. Jesus wehrte ihnen mit dem Wort: „Wisst ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid?“ (Lukas 9,55).

Christen sind Gottes Kinder und durch den Geist Gottes mit der Kraft der göttlichen Liebe begabt. Dass dies keine billige Allerweltsliebe ist, die einfach alles toleriert, formuliert Paulus mit dem Satz „Die Liebe freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit“ (1. Korinther 13, 6).

Wie ist es möglich, Intoleranz und Toleranz gleichzeitig zu praktizieren, ohne dass ein angepasstes Situationsverhalten entsteht? Anders gefragt: Wie kann ich herausfinden, wo und wann ich Liebe üben bzw. wo und wann ich um der Liebe willen kompromisslos bleiben muss? Nochmals anders gefragt: Wo und wann kann ich ja sagen bzw. wo und wann muss ich nein sagen?

Die Lösung für diese gewiss nicht leichte Fragestellung liegt meines Erachtens in der Fähigkeit zur Unterscheidung:

Wir unterscheiden Sache und Person.

Am Beispiel der Muslime müssen wir dann die Lehre des Islam ablehnen – das ist die Sache -, dem Muslim als Person aber müssen wir in der Liebe Christi begegnen. Ich habe den Eindruck, dass dies häufig durcheinander gebracht wird. Was böse, verkehrt und ungerecht ist, kann nicht mit dem Hinweis auf die Liebe geduldet werden. Obwohl Gott in seiner Liebe barmherzig, gnädig, geduldig und von großer Güte ist, setzt er seine Gerechtigkeit im Gericht durch. Er lässt nicht einfach alles durchgehen. Er sagt zum Bösen in jeder Gestalt nein. Er hat zum Beispiel die Homosexualität deutlich verneint (3. Mose 18, 22). Trotzdem ist in der Christenheit eine heiße Diskussion darüber entbrannt, ob sie unter gewissen Umständen doch bejaht werden könnte. Als ich einmal in einem Gespräch darauf hinwies, dass Gottes Wort zur Homosexualität ein klares Nein sage, war die Antwort, dass dies im Alten Testament so sei, weil dort das Kinderkriegen als besonderer Segen Gottes gewertet wurde. Bei Homosexuellen sei dies ja offensichtlich nicht möglich. Darum das Verbot. Als ich darauf hinwies, dass Paulus in Römer 1, 18ff. ebenso deutlich spreche, kam die Erwiderung: „Paulus hat dort als Jude gesprochen!“ Das sollte heißen: „Das ist für uns nicht verbindlich.“ Eine solche Schriftverdrehung kann ich nicht akzeptieren. Dabei liegt es mir fern, über einen homosexuell gebundenen Menschen den Stab zu brechen. Das kann niemand tun. Aber wir müssen Sache und Person unterscheiden! Wir müssen Sünde und Sünder unterscheiden.

Wenn wir aus falsch verstandener Liebe nicht mehr wagen zu sagen, was Sünde ist -dabei ist und bleibt uns die Bibel der Maßstab-, dann öffnen wir Tor und Tür für das Böse. Der Grundsatz „den Sünder lieben und die Sünde hassen“ ist nicht veraltet. Er ist göttlichen Ursprungs.

Ich müsste dem homosexuell Gebundenen sagen, dass sein Verhalten vor Gott und Menschen Sünde ist. Ich könnte aber in einem Atemzug hinzusetzen, dass er als Sünder von Gott geliebt ist. Notwendig ist allerdings, dass er sich von der Sünde distanziert. Das ist in der Sprache der Bibel Buße. Jesus hat gesagt, dass im Himmel Freude ist über einen Sünder, der Buße tut (Lukas 15, 7). Wir können nicht gleichzeitig Gottes vergebende Liebe wollen und an der Sünde festhalten. Der Prophet Jesaja spricht einen Weheruf aus, der mich schon immer erschüttert hat und der heute immer mehr an Aktualität gewinnt: „Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen“ (Jesaja 5,20). Der Prophet sagte dies dem Volk Gottes! Wenn bei ihm eine derartige Verdrehung Eingang gefunden hatte, dann konnte die Gerichtsantwort Gottes nicht mehr fern sein. Das musste Israel als Gottesvolk erfahren. Das wird auch die Gemeinde Jesu Christi erfahren, weil das „Gericht am Hause Gottes anfängt“ (1. Petrus 4, 17).

Schwierig wird es, wenn eine Person an einer falschen Sache (sprich: Sünde) festhält. In diesem Fall erfährt die „Sache“ (z.B. eine offensichtlich falsche Lehre) eine Steigerung durch das falsche (nämlich gottwidrige) Verhalten. Der Lösungsvorschlag, Sache und Person zu unterscheiden, ,wird dann ungemein erschwert. Es kann Situationen geben, wo aus dem Unterscheiden ein Scheiden wird, wenn Sünder und Sünde sich nicht trennen. Mein Nein zur Sünde kann dann auch zu einem Nein zum Sünder werden, wiewohl das Angebot der Liebe Gottes immer bestehen bleibt. Als Christ bin ich ein Vertreter der Liebe Gottes.

Damit komme ich zu einem weiteren Grundgedanken: Wir missionieren im Dialog.

Wenn „Mission Dank für Golgatha ist“, dann kann sich kein wahrer Christ dem Missionsauftrag entziehen. Unsere Missionsfähigkeit ist der Echtheitstest für unseren Glauben. Im Dialog der Religionen wird immer lauter die Meinung vertreten, dass Gott in jeder Religion vorhanden sei. Des halb sei jeder Bekehrungsversuch seitens der Christen ein hochmütiges Unterfangen. Es gehe heute lediglich nur noch um einen Dialog, d.h. um das Gespräch. Und dies wohl auch ganz unverbindlich.

Wer von der Einzigartigkeit Christi überzeugt ist, kann dem nicht zustimmen. Er würde seinen Herrn verraten und den Andersgläubigen der Verlorenheit überlassen. Mit echter Liebe hat dies nichts zu tun, auch wenn eine solche Weitherzigkeit damit begründet wird. Es gibt auch falsche Liebe!

Ich meine mit Dialog nicht das unverbindliche Gespräch, sondern das Gespräch als missionarische Methode. Das ist eine Möglichkeit unter vielen anderen. Die Botschaft vom einzigen Retter der Welt sollte auf allen „Wellenlängen“ weitergegeben werden: rufen, predigen, einladen, erzählen, warnen, mahnen, evangelisieren vor vielen und vor einzelnen, über die Medien und im kleinen Kreis, durch Lautsprecher und unter vier Augen, durch Wort und Wandel, dringlich und zurückhaltend, in angreifender und abwartender Liebe, im Zupacken und Loslassen… In allem spielt das Gespräch eine wichtige Rolle. Es hat Brückenfunktion. Das Wort ist das Transportmittel, durch das die Botschaft zum Gesprächspartner gebracht werden soll. Der Apostel Paulus hat seinem geistlichen Sohn Timotheus geschrieben: „Predige (wörtlich: herolde) das Wort, steh dazu, es sei zurzeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren“ (2. Timotheus 4,2-4). Ob diese Zeit heute ist? Ich meine ja!

Um so mehr gilt, was ich mit dem nächsten Grundgedanken formulieren möchte:

Wir können als Überzeugte überzeugen. Das ist gewiss kein Erfolgsrezept. Aber ohne persönlich davon überzeugt zu sein, dass uns in Jesus Christus die „Wahrheit in Person“ gegeben ist, kann unser Zeugendienst nicht gelingen. Es ist dringend notwendig, bei dem einen zu bleiben (oder wieder dahin zurückzukehren?), was einzig Not tut: die Rettung unserer Welt und jedes einzelnen in „Jesus allein“ zu bezeugen. Ich vergesse nicht den drastischen Vergleich, den Kurt Tucholsky, Schriftsteller und Zeitkritiker am Anfang unseres Jahrhunderts, den Kirchen angehängt hat. Er verglich sie mit einer heraushängenden Zunge, ausgelöst durch die vielen Aktivitäten und dadurch, dass sie jeglicher Neuerung hinterherhetzen müssen: Wir auch! Wir auch! Das alles können wir auch! Den schrecklichen Vorwurf, die Kirchen seien rückständig, galt es auszuräumen. Darum alles mitmachen: Wir auch! Die ersten Christen aber hatten gesagt: Wir!

Von diesem „Wir auch“ müssen wir wieder loskommen. Treffsicher ist in dem „Wir“ die Überzeugung auf einen Nenner gebracht, dass „Jesus allein“ nötig ist und völlig genügt.

Wem diese Überzeugung ins Herz geschrieben ist, der kann sich nicht in hundert Experimente verlieren. Er wird zwar in seinen Methoden hundert Möglichkeiten erwägen, aber in seiner Zielsetzung bleibt er bei dem einen: Menschen von der Einzigartigkeit Christi zu überzeugen. Voraussetzung ist, dass ich selber glaube, was ich vertrete. Den Vorwurf, ich sei einseitig oder nicht zeitgemäß oder nicht tolerant genug oder rückständig oder hochmütig oder engstirnig oder… (da kann vieles zusammenkommen!) kann ich getrost auf mir sitzen lassen. Nicht umsonst ist der Zeuge im Griechischen der „martys“. In diesem Wort steckt der Begriff „Märtyrer“.

Ich habe den Eindruck, dass wir diese Haltung wieder neu lernen müssen. „Leide mit als ein guter Streiter Jesu Christi“, schreibt Paulus an Timotheus (2. Timotheus 2,3). Wir alle müssen es uns von Paulus immer wieder sagen lassen.

Ich möchte noch etwas zum Thema Überzeugen sagen: Es kann nicht gemeint sein, dass ich es selbst in der Hand habe, einen anderen Menschen zum Glauben zu bringen. Ich kann lediglich Hilfs- und Wegweiserdienste leisten. Aber diese muss ich überzeugt tun und mit der ständigen Herzensbitte: Herr Jesus, überzeuge du! Es ist immer ein Wunder der Gnade Gottes, wenn ein Mensch zum Glauben an Jesus Christus findet.

In einem letzten Grundgedanken will ich den Dauerauftrag für Christen beschreiben:

Wir wollen Menschen für „Jesus allein“ gewinnen.

Auch bei diesem Thema kann uns der Apostel Paulus als Vorbild dienen. Er schreibt im 2. Korintherbrief (5, 11): „Weil wir nun wissen, dass der Herr zu fürchten ist, suchen wir Menschen zu gewinnen.“ Und im Brief an die Kolosser heißt es (1,28): „Den (Christus) verkündigen wir und ermahnen alle Menschen und lehren alle Menschen in aller Weisheit, damit wir einen jeden Menschen in Christus vollkommen machen.“

Zu dieser Aufgabe der „Seelenrettung“ -wie dies früher hieß – hat uns Jesus selbst beauftragt. Zu dem Jünger Petrus sagt er nach dem überraschenden Fischzug: „Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen“ (Lukas 5, 10). Dass dies nicht Jagd auf Menschen im üblen Sinn bedeuten kann, ist klar. Trotzdem muss betont werden, dass der missionarische Dienst der Christen nicht Menschenfängerei ist, wie sie die Gurus aller Spielarten betreiben. Diese versklaven, Christus befreit. Zu diesem Freiwerden rufen wir, wenn wir auf Jesus hinweisen.

Unser Dienst der Rettung ist ein Wegweiserdienst. Im Wirrwarr der vielen Meinungen und Angebote sagen wir, dass „Jesus allein“ wirkliche Hilfe bringt. Wir sagen auch, dass nur eine Bindung an Jesus Christus wahre Freiheit bedeutet. Deshalb kann es auch nie um eine Bindung an Menschen gehen.

Am Anfang steht die Glaubensverbindung mit Jesus. Damit diese entstehen kann, verkündigen wir das Evangelium. Der andere muss zuerst zu hören bekommen, dass es eine Rettung und den Retter gibt. Es muss ihm gesagt werden. Aus dem Hören kann der Glaube entstehen. Glaube ist die positive Reaktion auf das, was ich im Evangelium angeboten bekomme. ,Ich nehme die Opfertat Christi als für mich geschehen an. Weil es in dieser Welt niemand gibt, der für unsere und für die Sünden der ganzen Welt (1. Johannes 2,2) den Loskaufpreis bezahlt hat als „Jesus allein“, darum kann das Ziel unseres Zeugendienstes nur sein, dass Menschen Christus im Glauben erfassen.

Daraus ergibt sich folgendes: Jesus hat in dieser Welt „seinen Leib“, das ist seine Kirche oder Gemeinde, die Schar aller Christusgläubigen. Wer zum Glauben an ihn findet, der kommt zur Gemeinde hinzu. Er bleibt nicht allein. Er schwebt mit seinem Glauben nicht im luftleeren Raum. Christus bindet die Seinen an sich und an seine Gemeinde. Dies kann aber niemals eine neue Versklavung im Sinne einer Menschenknechtschaft bedeuten, sondern Gemeinschaft der Heiligen. Gemeinde ist der Ort der Glaubensgemeinschaft, wo im Hören auf das Wort die Sammlung (sprich: das Auftanken) geschieht für die Sendung in die Welt hinein. Der Missionierte und für Jesus Gewonnene wird selbst zum Missionar für „Jesus allein“.

Quelle: Christliches Verlagshaus Stuttgart

Autor: Karl Layer

Thema: Buch Betrachtungen | Beitrag kommentieren

414. Die Wahrheit über den Islam

Sonntag, 28. September 2014 | Autor:

Lieber Besucher,

seit vielen Jahren erzählen uns Politiker, Geistliche und viele andere Gutmenschen, wie friedlich der Islam ist. Jeder, der nicht alles ungeprüft übernimmt, hat die Möglichkeit all die falschen Geschichten über den Islam im Buch der Islamisten den Koran nachzulesen. Da steht schwarz auf weiß was das Ziel des Islam ist.

Ich kann ich versprechen, dass Ihnen viele Dinge klar werden, wenn Sie den nachfolgenden Bericht aufmerksam lesen. Dieser Bericht wird Ihnen die Augen öffnen. Sicher wird er den ein oder anderen auch ins Gebet führen, was sehr notwendig ist.

Mit freundlicher Genehmigung vom Gebetshaus Augsburg, Autor J.Hartl

Einige Gedanken zur Situation im Nahen Osten….und die meisten von ihnen kennen ihre eigene Religion nicht gut genug, um zu wissen, dass das, was ISIS tut, der konsequente Islam ist. Es ist exakt die Nachfolge dessen, was Mohammed vorgelebt hat….

 

Islam-oder-Christentum Quelle PBC

 

Thema: Denke einmal nach! | Ein Kommentar

413. Konflikte in der Ukraine und Naher Osten

Dienstag, 2. September 2014 | Autor:

Gemälde von Michael Willfort

 

Liebe Blogbesucher,

ich würde mich sehr freuen wenn viele Leser sich hier mit einbringen würden. So wie es Hans Heidelberger hier schon klar zum Ausdruck gebracht hat, ist die Liebe die Lösung dieser Probleme und nicht der grenzenlose Hass.

Seid gesegnet

M.T.

 

Gemälde von Michael Willfort

Kreislauf von Hass….in Deutsch

Kreislauf von Hass….in Englisch

Kreislauf von Hass….in Ukrainisch

Kreislauf von Hass….in Russisch

Wer kreative Ideen, Aktionen, Geschichten, Fotos, Gedichte, Videoclips, Songs usw. zu dieser Thematik hat, soll uns dies doch bitte per Email office@nehemia-team.de mitteilen, oder auf der von uns dafür neu auf Facebook eingerichteten Gruppe „Love opens eyes“ posten: https://www.facebook.com/groups/1464651367152978/?fref=ts

Mit lieben Grüßen

Hans Heidelberger mit dem nehemia team

Thema: Denke einmal nach! | Beitrag kommentieren

412. Vorsicht vor der Tagesschau

Freitag, 22. August 2014 | Autor:

Foto – NAI

Vorsicht vor der Tagesschau

Die Tagesschau hat sich gerade wieder einmal „modernisiert“. Stolz präsentiert man den neuen Tisch.Ansonsten bleibt alles beim Alten: Herrschaften über vierzig mit finsterer Miene verlesen Nachrichten von DIN-A4-Blättern. Der deutsche Zuschauer hört und sieht die reine Wahrheit – so denkt er jedenfalls. 

 

Aber vielleicht ist ja die konservative Verstocktheit der Tagesschau der Garant für Professionalität und Wahrhaftigkeit? Mitnichten. Seit Jahren verfolge ich die Tagesschau und erlebe hautnah, wie die ARD das Geschehen hier in Israel in tendenziöse Berichte verpackt, während sie sich offiziell ihrer Ausgewogenheit rühmt. Die Tagesschau verfälscht Fakten, verdreht die Abfolge von Geschehnissen, verschweigt Wichtiges, übertreibt anderes – und immer rückt sie dabei Israel in ein schlechtes Licht.

Die Tagesschau berichtet überproportional in Sachen Israel. Die ARD hat im vergleichsweise winzigen Israel mehr Korrespondenten als in China. Dreißig afrikanische Länder werden von vier Journalisten abgedeckt – genau so viele wie Israel. Das führe zwangsläufig dazu, schrieb mir die Tagesschau, dass über Israel mehr berichtet werde als über andere Länder. Israel bekommt in der Tagesschau mehr Aufmerksamkeit als Russland, China und viele andere wichtige und große Länder. Dabei sind die Beziehungen zu Israel für Deutschland weder wirtschaftlich noch militärisch oder anderweitig existentiell. Über Israel wird mit einer Intensität berichtet, als sei es das 17. Bundesland.

Das in Israel kritischste Blatt, die linke Haaretz, hat von vier nationalen Tageszeitungen mit Abstand die wenigsten Leser. Zugleich ist es für die Tagesschau die Quelle Nummer Eins, während die populärste israelische Tageszeitung, die I s r a e l HaYom (Mitte-Rechts) überhaupt nicht zitiert wird und die Zeitungen der Mitte, Yediot Achronoth und Maariv, nur ab und zu. Auch die englischsprachige Jerusalem Post(Mitte-Rechts) hat keine Chance. Die Tagesschau bevorzugt willentlich die Haaretz.

Die Tagesschau bringt Stories, die Israel in ein negatives Licht stellen (ein wegen Vergewaltigung verurteilter ehemaliger Staatspräsident, eine Umweltverschmutzung oder der Mord an einem Homosexuellen) an prominenter Stelle, während Raketenbeschuss oder Terroranschläge mit jüdischen Opfern meist nicht einmal erwähnt werden. Es sei denn, die Tagesschau kann von einer israelischen „Vergeltung” berichten. In solchen Fällen verdreht die Tagesschau auch gern die Reihenfolge der Ereignisse. Die israelische Reaktion erscheint dann in der Überschrift wie ein Übergriff.

Inoffiziell erreichte mich die Aussage eines Tagesschau-Mitarbeiters, wonach die Tagesschau von ihren Berichterstattern‚ „israelkritische“ Berichte wünscht, in denen Palästinenser grundsätzlich nicht als „Terroristen“ zu bezeichnen sind. Man kann das selbst überprüfen. Allenfalls sind es „Radikale“, „Militante“ oder „Aktivisten“, nie aber „Terroristen“.

Die Tagesschau deklariert Tel Aviv gelegentlich fälschlicherweise als „israelische Hauptstadt“. Beim Bildmaterial setzt man vornehmlich auf israelisches Militär und arabische „Opfer“. Bewaffnete Hamaskämpfer und andere Terroristen sowie israelische Beerdigungen und verletzte Israelis sind kaum zu sehen. Israels Premierminister wird stets finster blickend gezeigt. Besonders gern stellt die Tagesschau Netanjahu als einen Manipulator hin, der mit den angeblich irrationalen Ängsten der Bürger spielt und sie für antidemokratische Machenschaften missbraucht, während das Volk angeblich immer mehr von ihm abrückt. In Wahrheit ist Netanjahu mehrheitlich gewählt und bekommt bei Umfragen heute noch größere Zustimmung als vor seiner Wahl. Auf der anderen Seite hütet sich die Tagesschau sehr vor Kritik an Mahmud Abbas, der defacto ein Diktator ist. Er kontrolliert die PA seit Jahren ohne Wahlen mit einem korrupten und brutalen Polizeiapparat, lässt offiziell Terroristen als Helden und Vorbilder feiern und propagiert offen einen judenreinen Staat auf israelischem Boden.

Warum positioniert sich die Tagesschau antiisraelisch? Warum werden Millionen Zuschauer absichtlich gegen den jüdischen Staat vereinnahmt? Sind es die Redakteure und Korrespondenten, die ihre Berichte antiisraelisch färben? Oder befriedigt man eine mehrheitlich antiisralische Nachfrage? Oder arbeitet man einfach nur naiv und unprofessionell, die skrupellos lügende palästinensische Propaganda nachplappernd?

Vielleicht ist es von allem etwas. Auf meine vielen E‑Mails, die ich der Tagesschau schrieb, bekam ich auch hier und da mal eine Antwort. Mir wurde mitgeteilt, dass Wahrhaftigkeit für die Tagesschauredaktion quantitativ festzustellen sei. Denn, so erklärten sie, wenn Zuschriften eine antiisraelische Berichterstattung kritisierten, andere aber eine proisraelische, so sei dies als Erweis ihrer Ausgewogenheit zu werten. In einer Antwort heißt es:

„Für die Bedeutung für unser Programm kann ich sagen: Israel hat eine große Relevanz. Das liegt zum einen am hohen Gewaltanteil in dieser Region, der historisch bedingt und daher in den Köpfen der Menschen präsent ist. Dass dies der Fall ist, scheint mir historisch an die deutsche Verantwortung für das Schicksal der jüdischen Menschen gekoppelt. Ihre Redaktion tagesschau.de”.

Von Ulrich J. BECKER

Ausgabe NAI August 2014

Thema: Zeitgeist | Beitrag kommentieren

411. Was Medien in Deutschland unter Wahrheit verstehen

Freitag, 22. August 2014 | Autor:

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Rufmordkampagne gegen die Zwölf Stämme

(18.08.2014)

Rufmordkampagnen, das gibt und gab es schon immer, und auch bei uns kann man in der jüngeren Zeit auf eine ungute “Tradition” zurückblicken.

Ich denke hier an den Fall Martin Hohmann, der in Ungnade fiel, weil er die Juden angeblich als “Tätervolk” bezeichnet haben soll. Ich bin der Sache damals nachgegangen, dabei auf sehr interessante Details gestoßen und dabei festgestellt, dass wir sehr einseitig informiert werden und uns vieles vorenthalten wird.

Tatsächlich hatte Martin Hohmann gesagt, dass die Juden, ebenso wenig wie die Deutschen, ein Tätervolk seien, und mit dieser Aussage lag er völlig richtig, was man erkennt, wenn man sich über die geschichtlichen Zusammenhänge informiert hat.

Und danach war ein Teil der Juden maßgeblich am bolschewistischen Terror beteiligt, der Angst und Schrecken verbreitete, wobei die diesem zugrundeliegenden Ideologien von Juden als “typisch jüdische Ideen” bezeichnet wurden.

Und das so überzeugend, dass selbst der damalige US-Präsident Wilson und Winston Churchill geneigt waren an eine jüdische Weltverschwörung zu glauben. Berüchtigt waren unter anderem die Räterepubliken, die sich nach dem Ersten Weltkrieg in Europa ausbreiteten und von Juden dominiert wurden.

Es gibt hierüber ein aufschlussreiches Buch mit dem Titel “Jüdischer Bolschewismus” – ISBN 3-935063-14-8. Ebenso einen Beitrag in den FCDI Christlichen Impulsen unter dem Titel “Rufmordkampagnen”.

Hohmann war der Auffassung dass man diese Geschehnisse ebenso wenig allen Juden anlasten könne, wie den Deutschen die Gräueltaten der Nazis. Es ist allerdings nicht opportun einen solchen Vergleich zu ziehen. So weit geht die Meinungsfreiheit dann doch nicht.

Ich erinnere mich an Eva Herman, die für das Deutsche Fernsehen dadurch “unmöglich” wurde, weil sie sich eine Rolle als Hausfrau und Mutter gut vorstellen konnte. So etwas passt aber nicht zum Zeitgeist. Eva Herman wurden ihre Worte später im Mund herumgedreht, um sie als eine Anhängerin des Dritten Reiches hinstellen zu können.

Denken wir an die katholischen Bischöfe Mixa und den Limburger Bischof Tebartz van Elst, über den dreiste Lügengeschichten erfunden und insgesamt sieben Verleumdungskampagnen gefahren wurden. Siehe FCDI Christliche Impulse, “Bischof Mixa Rücktritt” und “Medienkampagnen gegen Unbequeme.”

Man könnte fortfahren mit den aufgebauschten Missbrauchsfällen in der Katholischen Kirche – wobei Vergleichbares in anderen, unter staatlicher Aufsicht und Förderung stehenden Bereichen, diskret verschwiegen wird. Siehe Beiträge “Sexueller Missbrauch” und “Gewollter Missbrauch” in den FCDI Christlichen Impulsen.

Und da ist auch der “Staatsmobbing” gegen den Bundespräsidenten Christian Wulff. Siehe Beitrag “Staatsmobbing” in den FCDI Christlichen Impulsen.

Die Beispiele ließen sich fortsetzen.

Bei all diesen Rufmordkampagnen spielen die Medien eine fragwürdige Rolle. Eine beliebte Methode ist es, sich das Vertrauen eines Opfers zu erschleichen, in dem man echtes Interesse oder Hilfsbereitschaft vortäuscht, um die dabei gewonnenen Erkenntnisse gegen das Opfer zu verwenden, wobei einmal in die Welt gesetzte Falschmeldungen auch dann nicht berichtigt werden, wenn sie sich ganz offensichtlich als falsch erweisen.

Im Fall der Zwölf Stämme war es ein RTL-Reporter, der sich, Interesse an einem Leben bei den Zwölf Stämmen vortäuschend, eingeschlichen hatte, um dann ein “belastendes” Video zu produzieren, in dem die Zwölf Stämme, als eine ihre Kinder misshandelnde Sekte vorgeführt wurde. Das gab dann den entscheidenden Anstoß für den behördlichen Kindesentzug.

Nachdem bekannt sein müsste, wie in den Medien mit der Wahrheit umgegangen wird, muss man sich über die naive Leichtgläubigkeit einer Behörde, in diesem Fall eines Jugendamtes, wundern, das voll auf einen solchen Sensationsbericht abfährt.

Besagtes Video wurde von einem Diplom Sozialpädagogen, zur Vorlage bei Gericht, analysiert. Das vollständige Stellungnahme liegt mir vor. Ich gebe diese auszugsweise wieder:

Vorweg sei erwähnt, dass ich niemanden der Glaubensgemeinschaft der Zwölf Stämme persönlich kenne, so dass sich diese Stellungnahme auf die „Videobeweise“ bezieht, die der Reporter Wolfram Kuhnigh gedreht hat (unter vorsätzlicher Lüge mit dem Ziel der Diffamierung) und die von RTL ausgestrahlt wurden.
Auffallend war das ständige diffamierende als „Sekte“ bezeichnen der Glaubensgemeinschaft und das regelrechte „ausschlachten“ dieser „Story“ ohne jeglichem sozialpädagogischen Sachverstand.
Nun zu den „Videobeweisen“, die als Kindsmisshandlung ausgelegten Rütchenhiebe auf das Gesäß:
-Auffallend war, dass die Kinder keineswegs mit Angst reagierten.
-Es lief alles in einem ruhigen Ton ohne herum zu schreien ab.
-Es wurde auch in kindgerechten Bildern (z. B. vom starken Baum –
ein Vergleich den das Kind einzuordnen wusste) vermittelt, warum diese Erziehungsmaßnahme („ein paar auf den Hintern“) erfolgte. Leider wurde in den „Videobeweisen“ das Wesentliche davor und danach herausgeschnitten, dass der Rahmen der Erziehungsmaßnahme nicht ersichtlich war und das Bild ausschließlich auf die Rütchenhiebe verengt wurde, welches dann einseitig als Misshandlung bewertet wurde….
Die Streiche waren so schwach, dass wohl eine Verletzung ausgeschlossen werden konnte.
Damit wird deutlich, dass die Erziehungspersonen keinesfalls die Kinder verletzen wollten. Von den Reaktionen der Kinder zu urteilen, wird ein positives Vertrauensverhältnis der Kinder zu ihren Erziehungsperson deutlich, da die Züchtigung als solche auch von den Kindern angenommen wurde. Diese Reaktionen der Kinder (u. a. kein Wehren gegen die Züchtigung) scheint mir nicht durch Einschüchterung, sondern durch das liebevolle „Eingebettet sein in eine Eltern-Kind-Beziehung“ begründet. Dies macht deutlich, dass der Rahmen und die Gesamtatmosphäre in der das Kind aufwächst von entscheidender Bedeutung ist.
Fazit: Eine Misshandlung der Kinder konnte ich auf den bis ins Extrem kommentierten Videoaufnahmen keineswegs erkennen. Ganz im Gegenteil. Wir sollten es wieder achten, wenn Eltern ihre Kinder in Liebe und Strenge (beides gehört zusammen) tatsächlich auch erziehen. „Ein paar auf den Hintern“ oder misshandelndes Schlagen von Kindern sind jedoch grundsätzlich zwei verschiedene Dinge!….

Bis dahin die Stellungnahme des Diplom Sozialpädagogen.

Den bei den Zwölf Stämmen lebenden Familien wurden daraufhin in einem “Rundumschlag”, ohne Prüfung des Einzelfalles, sämtliche Kinder entzogen, was an sich eine seelische Misshandlung und Grausamkeit darstellt, die geeignet ist, bei den Kindern bleibende psychische Schäden hervorzurufen.

Die Kinder werden also durch diese bürokratische Amtshandlung, die man formalrechtlich begründen können mag, erst recht geschädigt und damit genau das bewirkt, was man eigentlich verhindern wollte.

Aus den Schilderungen der durch die Behörde gemaßregelten Eltern ist zu schließen, dass die Kinder jetzt vielfältiger Gewalt durch Gleichaltrige und Diskriminierungen ausgesetzt sind.

Sehr interessant sind die brieflichen Schilderungen aus der Sicht der entzogenen Kinder, bei denen der Eindruck entstehen könnte, dass diese wie Terrorverdächtige behandelt wurden, weil von Kontaktsperre, Isolation, Postkontrolle, ständiger Kontrolle und Überwachung berichtet wird.

Berichtet wird auch von einer länger andauernden Vernehmung durch die Kriminalpolizei, bei der man für die Eltern belastende Einzelheiten in Erfahrung bringen wollte.

Die Kinder wollen nach Hause zu ihren Eltern, wo es ihnen gut ging, und sie werden jetzt gegen ihren Willen festgehalten. Dass die Kinder möglicherweise verstört und krank vor Heimweh sind, muss eine Behörde, die “nur ihre Pflicht tut” und “ganz genau weiß, was für die Kinder das Beste ist”, nicht weiter stören.

Hier erinnere ich mich an einen schon viele Jahre zurückliegenden Fall, wo Erwachsene mehrere Monate in Untersuchungshaft zubrachten, weil man diesen unbedingt sexuellen Missbrauch Minderjähriger nachweisen wollte.

Die “Beweise” bezogen sich auf die “Gutachten” von Psychologinnen, die sich u.a. auf Suggestivfragen und Zeichnungen der Kinder gründeten, wobei von diesen verwendete Redewendungen, Begriffe und Bildelemente als verdeckte Zeichen sexuellen Missbrauchs gedeutet wurden.

Obwohl die Psychologie, wenn sie ernsthaft und seriös betrieben wird und ihre Grenzen kennt, sehr brauchbar ist, wird sie im anderen Fall schnell zur Scharlatanerie. Dazu könnten auch die Psychologischen Gutachten” zählen, die allen Eltern der Zwölf Stämme pauschal “Erziehungsuntauglichkeit” attestieren.

In FOCUS 28/14 erschien eine Mitteilung, wonach die überwiegende Zahl der psychologischen Gutachten, die in familienrechtlichen Dingen erstellt werden, jeder fachlichen Systematik entbehren und mehr nach Gefühl erstellt werden. Aufgrund solcher unqualifizierten “Gutachten” werden dann Entscheidungen getroffen und Urteile gefällt.

Vermutlich liegen die Eltern nicht auf der Linie des Zeitgeistes und teilen nicht die indirekt vorgeschriebene Meinung. Man kennt solches eigentlich nur von totalitären Regimen.

Gott bewahre uns vor solchen “Psychologen”!

Wie ist das alles zu bewerten?

Ich hatte nochmals Gelegenheit mit Vertretern der Zwölf Stämme zu sprechen, die in der Innenstadt von Nördlingen (Reimlinger-Straße, Einfallstraße aus Richtung Donauwörth) eine Informations- und Begegnungsstätte unterhalten.

Die Leute, die sich dort aufhielten, aus unterschiedlichen Altersgruppen, Berufen und Familien stammen, die gesprächsfreudig und offen sind, die über viele Kontakte und Besucher berichten können, erweisen sich als völlig normale Menschen.

Rufmordkampagnen haben den, vermutlich beabsichtigten, Nebeneffekt, dass sich über die Diffamierten ein “Shitstorm” ergießt, das heißt, dass sie allerlei Beschimpfungen, hauptsächlich in Form von e-Mails, ausgesetzt sind. So auch hier. Es gab aber auch ermutigende und unterstützende Botschaften.

Der “Fehler” der Zwölf Stämme” ist, dass sie nach christlichen Grundsätzen leben, weshalb sie zum Ziel von Angriffen werden, was derzeit allgemein zu beobachten ist, wenn es um christliche Überzeugungen, Einrichtungen oder Veranstaltungen geht.

Dazu kann man in Konflikt mit der staatlichen Gewalt geraten. Denn es gibt Gesetze, die beachtet werden müssen, und das auch dann, wenn sie uns nicht immer zusagen.

Da ist zuerst die allgemeine Schulpflicht, die grundsätzlich segensreich ist. Dass die Schule zur Spielwiese für Ideologen geworden ist und auch Dinge gelehrt werden, die uns nicht gefallen können, ist sehr bedauerlich.

Man kann nur versuchen das Beste daraus zu machen. Ob eine weitere Aufsplitterung der Schullandschaft unbedingt nur positiv wäre, und ob man es allen und jedem überlassen kann, seine Kinder selbst zu unterrichten, ist fraglich.

Die Zwölf Stämme verfügten deshalb bereits einmal über eine eigene Schule, die nachweislich erfolgreich lief und den Anforderungen genügte, die an die Erfüllung der Schulpflicht gestellt werden. Damit war jedoch Schluss, nachdem ein Aussteiger einen negativen Bericht – und auch hier wieder an eine Zeitschrift – gesandt hatte.

Die daraufhin vorgenommenen amtlichen Ermittlungen konnten die von den Medien vorgebrachten Anklagen nicht bestätigen. Die Leichtgläubigkeit gegenüber Medienberichten führte auch hier dazu, dass die Zwölf Stämme weiter beschuldigt wurden.

Dabei wurde verkannt, dass es immer und überall etwas auszusetzen gibt, wobei Aussteiger naturgemäß negativ berichten.

In Sachen der evangelischen Lukas Schule in München lief das ganz ähnlich, nachdem eine Mutter der Schule zweifelhafte Lerninhalte und Methoden vorgeworfen hatte, worauf das übliche mediale Erregungs- Verdächtigungs- und Empörungsprogramm ablief.

Das “Vergehen” bestand wohl darin, dass in der christlichen PrivatSchule auch mal was Christliches geäußert wurde. Das typisch schwache Bild gab hier die Landeskirche ab, die sogleich eine Prüfung einleitete, statt die Vorwürfe entschieden zurückzuweisen.

Da die Schule in den Eltern einen starken Rückhalt hat, lief die versuchte Verleumdungskampagne ins Leere.

Ins BGB wurde ein Recht auf gewaltfreie Erziehung – § 1631 Abs. 2 BGB – eingegliedert, der wie folgt lautet:

Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.

Sicher ist schon mal soviel, dass das Jugendamt bei den entzogenen Kindern seelische Verletzungen bewirkt und damit den Anspruch der Kinder auf eine gewaltfreie Erziehung missachtet hat.

Weiter ist anzumerken, dass das Bürgerliche Gesetzbuch – BGB – Privatrecht, und im Gegensatz zum zwingenden öffentlichen Recht, nachgiebiges Recht ist, das Ansprüche definiert, die geltend gemacht werden können.

Bei dem genannten Recht auf „gewaltfreie Erziehung“ kann allerdings der Eindruck einer “gutmenschlich-weltfremd-ideologischen Färbung“ entstehen, weshalb die Aussage hinsichtlich der “körperlichen Bestrafung” weiterhin umstritten und zu fragen ist, ob die bisherigen Gesetze, wie z.B. § 225 StGB – Misshandlung von Schutzbefohlenen – nicht schon ausreichend gewesen wären.

Auch wenn die Mehrheit, Umfragen zufolge, für eine gewaltfreie Erziehung plädiert, verhält es sich, Umfragen zufolge, in der Wirklichkeit tatsächlich ganz anders, und man schlägt nach wie vor zu. Aber wo kein Kläger, da ist auch kein Richter.

Der Begriff “gewaltfrei” ist zudem dehnbar. Sind leichte Schläge mit dem “Rütchen”, die überlegt und dosiert ausgeführt und vom Kind verstanden werden, hinnehmbar? Der beste Weg in der Erziehung ist der durch Überzeugung, Vorbild und notwendigen Sanktionen. Wie jeder weiß, muss manches leider auch “eindrücklicher” vermittelt werden.

Ob etwas als Gewalt empfunden wird, hängt zudem in erster Linie davon ab, wie das von den Betroffenen empfunden wird. Verantwortlich handelnde und liebevolle Eltern, werden ihre Kinder aber niemals durchprügeln.

Bei den Kindern der Zwölf Stämme wurden bei diversen Untersuchungen im Übrigen nie Spuren von Gewaltanwendung festgestellt.

Der Verwaltung kann über manches hinwegsehen, wenn aber erst einmal eine Kampagne, so wie im vorliegenden Fall, losgetreten wurde, hat das Jugendamt gar keine andere Wahl, als tätig zu werden, will es sich nicht dem Vorwurf der Untätigkeit aussetzen, und wenn so, wie hier, die Verwaltung bereits mit Vorurteilen behaftet ist, wird man überziehen und das Kind mit dem Bade ausschütten.

Auch daran erkennbar, dass den Zwölf Stämmen die Möglichkeit entzogen wurde, auf dem Wochenmarkt in Nördlingen ihre Produkte feilzubieten und sie sich, bis zur “Klärung der Vorwürfe”, auch an keiner öffentlichen Veranstaltung beteiligen dürfen.

Verwaltung und Gerichte mögen nach bürokratischen Maßstäben “richtig” gehandelt haben, sittlich und moralisch aber keinesfalls. Aber wie ich immer sage, “Recht und Gerechtigkeit stehen im gleichen Spannungsverhältnis zueinander wie Politik und Moral, beides muss nichts miteinander zu tun haben”.

Was kann vom Wort Gottes dazu gesagt werden?

Ein Herrscher der auf Lügen hört, hat nur gottlose Diener.

Sprüche 29, Vers 12

Mit diesem Zitat schließt ein, an das Publikum gerichtetes Informationsblatt der Zwölf Stämme. Wie kann man diese Aussage verstehen?

Als Menschen haben wir von Natur aus ein gestörtes Verhältnis zur Wahrheit, daran erkennbar, dass jeder die Dinge aus seiner Sicht so schildert, wie es für ihn günstig ist, wobei er alles das weglässt, was ihn selbst in einem ungünstigen Licht erscheinen lässt.

Davon machen natürlich auch die Mitglieder der Zwölf Stämme keine Ausnahme, weshalb man auch ihre Aussagen kritisch prüfen muss.

An einen Herrscher, in unserem Fall die staatlichen Behörden und Gerichte, werden hinsichtlich der Wahrheitsfindung besonders hohe Anforderungen gestellt.

Sie dürfen nicht alles glauben, was ihnen erzählt und insbesondere von den Medien kreiert wird, die auf Klamauk und Sensationen aus sind, die auf die Macht (zurechtgeschnittener) Bilder setzen und es dabei mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

Eine Staatsmacht die sich insoweit beeinflussen lässt und nicht selbst gründlich vor Ort recherchiert, hat zwangsläufig Mitarbeiter, die gar nicht anders können, als unrecht zu handeln.

Es bleibt zu wünschen, dass den Zwölf Stämmen Gerechtigkeit widerfährt.

Jörgen Bauer

Zum besseren Verständnis wird auf den vorangegangenen Beitrag
“Zwölf Stämme” in den FCDI Christlichen Impulsen verwiesen.

 

 

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Zwoelf Staemme

(21.07.2014)
Schon mal was von den “Zwölf Stämmen” gehört? Nach den Auskünften, die man aus dem Internet bekommt, handelt es sich hier um eine “gefährliche Sekte”, der man seitens des Jugendamts die Kinder entzogen hat. Erst dieser Tage machte die “Sekte” wieder durch ein großes Polizeiaufgebot von sich Reden.

Zwei der entzogenen Kinder waren aus der vom Jugendamt vermittelten Betreuung, zu ihren Eltern geflüchtet, konnten aber von dem überraschend, in aller Frühe auftauchenden Polizeiaufgebot, nicht dingfest gemacht werden.

Mit einer Mailpartnerin, die sich über den Kindesentzug empörte, diskutierte ich heftig und meinte, dass man die Kinder unmöglich bei einer solchen Sekte lassen könne und dass es für die Kinder besser wäre, wenn sie in fremde Obhut kämen.

Die Mailpartnerin meinte, dass ich wohl auch auf die Pressemeldungen hereinfallen würde. Sie kenne diese Gemeinschaft als eine ganz andere und riet mir, doch selbst einmal dorthin zu fahren, was ich dann auch tat.

Die Gemeinschaft der Zwölf Stämme hat in der Nähe von Nördlingen, nahe der Ortschaft Deinigen, ein ehemaliges Klostergelände, namens Klosterzimmern, gekauft, das etwa 45 km von uns entfernt ist.

Meine Frau war zunächst sehr skeptisch, als wir an einem Sonntagmorgen losfuhren.

Am Ortseingang von Klosterzimmern stand ein „bärtiger Bruder“, der uns fragte, ob wir auch zum Gottesdienst wollten. Auf dem Gelände befindet sich nämlich eine evangelische Kirche, in der, einmal im Monat, ein Gottesdienst stattfindet.

Ich verneinte und sagte dem “bärtigen Bruder”, dass wir nur deshalb gekommen seien, um uns mal die “unmöglichen Menschen” anzusehen, die hier wohnen sollen.

Es entspann sich sofort ein Gespräch, wobei sich aus der leicht sächselnden Sprache des “bärtigen Bruders” ergab, dass dieser, so wie auch ich, aus Leipzig kommt, dass er Diplomingenieur ist und ehemals Technischer Direktor in einem Großbetrieb war.

Vom Alter sei er der Älteste, und er sei froh, hier eine Heimat in einer Großfamilie gefunden zu haben, weshalb er sich hinsichtlich seines Alters keine Sorgen machen müsse. Altersheim oder Pflegeheim kämen für ihn nicht mehr infrage.

Er begleitete uns dann in den Hofladen, wo Produkte der Gemeinschaft zum Verkauf angeboten werden und wo man auch beieinander sitzen kann.

Es entspann sich ein langes Gespräch, bei dem wir hinsichtlich der Lehre des Evangeliums, der Ehe und des Familienlebens, völlig übereinstimmten. Was die Menschen dort glauben und leben ist voll christlich.

Auch die anderen Leute, die wir dort sahen und zum Teil auch sprachen, machten einen lockeren, freundlichen und unverkrampften Eindruck.

Aber was ist denn das Besondere, was die Zwölf Stämme so “unmöglich” macht?

Hierzu ist festzustellen, dass jede Sondergemeinschaft, ich vermeide hier den etwas abwertenden Begriff “Sekte”, eine biblische Aussage in den Mittelpunkt stellt und darum herum die anderen Aussagen der Bibel anordnet.

Bei den Zwölf Stämmen ist das Apostelgeschichte 2. 44 und 4. 32 ff, in denen es um die Gütergemeinschaft der ersten Christen geht. Die Zwölf Stämme leben nach diesen Grundsätzen, was in unserer Zeit ungewöhnlich, aber deshalb nicht falsch ist, zumal Jesus Christus und sein Erlösungswerk weiterhin der eigentliche Mittelpunkt ist, und nur auf diesen kommt es an.

Was allerdings als “sektenhaft” wahrgenommen werden kann, ist dass die Aussage in Apostelgeschichte 2, 44 – “Alle aber die gläubig waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam”, verabsolutiert wird, wobei dieser Zustand “in den letzten Tagen auf der Erde wiederhergestellt wird, weil dies der einzige Hoffnungsschimmer für die Befreiung vom Unterdrücker ist”. Hier entsteht der Eindruck einer Sonderlehre.

Hinsichtlich der zukünftigen Ereignisse ist die biblische Prophetie kein Fahrplan, weshalb es unterschiedliche Auslegungen gibt. Wir glauben an die Wiederkunft des Herrn, die Auferstehung der Toten und das ewige Leben in Gottes neuer Schöpfung, wobei das Heil nicht von menschlichen Zusammenschlüssen, sondern allein durch Jesus Christus bewirkt wird.

Die “Zwölf Stämme” sehen sich hier als „die Wiedergeburt der uralten Stammeskultur Israels, wonach Gott am Ende seine Schafe wieder zu einer Herde sammelt“, wozu auch die Zwölf Stämme gehören, die sich hier in der Tradition des Alten Israels sehen.

Wie ich den Traktaten der Zwölf Stämme entnehme gehen sie davon aus. dass es ein Volk geben muss, das alle Feinde Gottes überwindet.

Das sind Auffassungen denen ich so nicht folgen kann. Hier scheint man einiges durcheinander zu bringen. Erfahrungsgemäß ist die Bibel “sehr auslegungsfähig”, und da gibt es, bei entsprechender Fantasie, nichts, was sich nicht “schlüssig begründen” ließe, und wie nicht anders zu erwarten, kommen die Zwölf Stämme, wie die allermeisten Sonderlehren aus Amerika, wo das Klima dafür besonders fruchtbar zu sein scheint, wobei die Zwölf Stämme noch ziemlich jung sind.

Wenn es so wäre, wie die Zwölf Stämme glauben, dann müsste im Wort Gottes ununterbrochen auf die Gütergemeinschaft als heilsnotwendig hingewiesen werden. Das tut sie aber nicht, weshalb man ebenso gut auch eine andere biblische Aussage in den Mittelpunkt stellen könnte.

Ich kritisiere aber diese Sichtweise der Zwölf Stämme nicht. Wichtig ist, dass sie damit klar kommen und den zentralen Aussagen des Evangeliums glauben.

Richtig ist, dass die Christen Gemeinschaft untereinander haben müssen, in der man füreinander da ist und füreinander einsteht, so wie es in dem Lied, “Das sollt ihr, Jesu Jünger, nie vergessen”, von Johann Andreas Cramer 1780, heißt:

“Wenn wir in Frieden beieinander wohnten,
Gebeugte stärkten und die Schwachen schonten,
dann würden wir den letzten heilgen Willen
des Herrn erfüllen.”

Die Zukunft wird zeigen, ob die Sondergemeinschaft der Zwölf Stämme Bestand hat.

Wie ist das zu bewerten?

Eine natürliche menschliche Reaktion gegenüber Gruppen oder auch Einzelpersonen, die für andere rätselhaft sind, ist, dass sie misstrauisch beäugt werden. Das Unbekannte wird, solange es nicht bekannt ist, rein vorsorglich, als potentielle Gefahr angesehen.

Und das gilt auch für die Zwölf Stämme, obwohl dort jeder willkommen ist und auch an deren regelmäßigen Festivitäten teilnehmen kann. Im Übrigen ist es nicht so, dass die Angehörigen der Zwölf Stämme ihren Wohnort nicht verlassen würden. Bislang sind sie auch in der Öffentlichkeit aufgetreten.

Was bei den Zwölf Stämmen allerdings “erschwerend” hinzukommt ist, dass sie christlich ausgerichtet, damit grundsätzlich verdächtig sind und deshalb ein “gefundenes Fressen” für unsere “freie Presse” ist, deren Freiheit darin besteht, Dinge hinzuzufügen oder auch wegzulassen, wobei man sich eines “kreativen Umgangs” mit der Wahrheit bedient.

Man nimmt es also mit der Wahrheit nicht so genau und erfindet auch mal was oder unterschlägt etwas.

Und wer etwas Nachteiliges finden will, wird das, bei entsprechender Suche, auch finden. So wie man mittels der Bibel unterschiedliche Lehren kreieren kann ist es umgekehrt mit Fakten, die man unterschiedlich gewichten und passend hinbiegen kann.

Nicht nur Presse und Medien, sondern auch das Internet sind deshalb mit großer Vorsicht zu genießen, weshalb es notwendig ist, sich selbst ein Bild zu machen und sich aus unabhängigen Quellen zu informieren.

Insbesondere hat sich RTL hier durch einen Negativbericht hervorgetan, der im Gutachten eines unabhängigen Sozialpädagogen als manipuliert beschrieben wird.

Antworten auf Fragen, die an die 12 Stämme gestellt wurden:
Da die Antworten sehr umfangreich sind wurden sie auf das Wesentliche gekürzt.

Wir möchten unsere Kinder verantwortungsbewusst erziehen. Unsere Kinder wurden in vielen Situationen für ihr freies, selbstbewusstes, freundliches Auftreten gelobt und anerkannt. Dennoch sind sie Kinder geblieben und durften das auch sein, mit allen wunderbaren Aspekten und Eigenschaften, die ein Kind eben hat. Wir erziehen unsere Kinder nicht antiautoritär, weil sowohl unser Gemeinschaftsleben, wie auch überhaupt das Leben in der Gesellschaft, von verantwortlichen Menschen geführt wird. Wir sind überzeugt davon, dass es ein Mensch, der ohne Grenzen aufwächst, später einmal schwer damit haben wird, Grenzen zu respektieren.

Isolierung der Kinder? – Besuch bei Verwandten und Freunden, spielen unserer Kinder mit Gästekindern, gemeinsames Baden im Fluss, große Spielwiese mit vielen Geräten und gemeinsamen Spielen. Gäste waren und sind immer willkommen. Durch unseren Cafébetrieb waren wir jahrelang täglich in der Stadt Nördlingen anwesend, wir wohnten dort und an vielen anderen Orten, wo bei Einkäufen oder auf Spielplätzen viele Kontakte geknüpft wurden.

Uns liegt viel daran, dass unsere Kinder zu selbstständigen Menschen heranwachsen, die einmal eine eigene Überzeugung für ihr Leben haben werden. Natürlich haben wir Eltern einen Glauben, den wir ihnen weitervermitteln wollen.

Zu vielen Gelegenheiten versäumen wir nicht mit den Jugendlichen in Städte oder zu Veranstaltungen zu gehen auf denen wir israelische Folklore Musik machen und Tanzworkshops anbieten die stets gute Möglichkeiten boten auf Menschen zu zugehen und auch über den Sinn und Zweck unseren Lebens zu sprechen, was grundsätzlich auf Apg.2,44 zurückgeht. Dieses Leben in Apostelgeschichte war letztlich nur die Frucht des hingebungsvollen Lebens, Sterbens und der Wiederauferstehung Jahschuas (hebräisch für Jesus). Das Fundament dieses Glaubens beruht also auf dem Vorbild der ersten gläubigen Gemeinschaften, die damals, vor ca. 2000 Jahren, das „Muster“ eines normalen Gemeindelebens nach Apg.2,44-46 und Apg.4,32 vorlebten.

Anzumerken ist noch, dass alle Familien in der Gemeinschaft eigen- und selbstverantwortlich leben und die Gemeinschaft als solche recht produktiv ist.

Bei dem, was den Schülern in den Schulen heute so alles vermittelt wird, ist es nachvollziehbar, wenn Eltern ihre Kinder nicht dem öffentlichen Schulbetrieb anvertrauen wollen. Eine Zeitlang konnten die Zwölf Stämme eine eigene Schule mit qualifizierten Lehrkräften betreiben.

Das Problem mit der öffentlichen Schule, die sich mehr und mehr als eine Spielwiese für Ideologen erweist, wäre aber ein Thema für sich.

Wie uns gesagt wurde, werden die Kinder nicht daran gehindert, weiterführende Schulen zu besuchen.

Die Eltern befürchten nun, dass das, was die Eltern ihren Kindern bislang an Positiven vermittelt haben, verlorengeht.

Die Behauptung eines Vertreters des Jugendamtes, dass die Kinder nicht einmal wüssten was ein Lichtschalter ist, belegt welche Vorurteile hinsichtlich der Zwölf Stämme bestehen. Für mich ist der Entzug der Kinder jetzt nicht mehr nachvollziehbar.

Was kann vom Wort Gottes dazu gesagt werden?

Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen.

Matthäus 5, Vers 11

Auch die Mitglieder der Zwölf Stämme wissen, dass sie aus der Vergebung leben und von daher nicht vollkommen sind. Aber aufgrund ihrer erkennbar christlichen Grundhaltung, sind sie Fremdkörper in einer von Gott abgefallenen Welt, weshalb sie ganz zwangsläufig von der Welt abgelehnt werden.

Die Angehörigen der Zwölf Stämme haben die unterschiedlichste Herkunft und sind freiwillig beieinander, weil sie dort das gefunden haben, was sie frohmacht und erfüllt.

Wir leben anders, und es ergibt sich aus der Apostelgeschichte auch keine Verpflichtung zur Gütergemeinschaft. Weil aber das Gemeindeleben und die Gemeinschaft für alle Christen unverzichtbar ist, wobei dieses auf vielfältige Weise gelebt werden kann, können die Zwölf Stämme für uns insoweit beispielhaft sein.

Jörgen Bauer

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410. Wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott.

Samstag, 16. August 2014 | Autor:

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Lieber Blogbesucher,

trotz großen Wohlstands in unserem Land ist nicht zu übersehen, dass es auch immer mehr Arme und Hilfsbedürftige gibt. Wenn wir über unsere Landesgrenzen hinaus sehen, dann wird dies noch deutlicher. Es werden von Jahr zu Jahr mehr die oft ohne eigenes Verschulden in Armut fallen. Wie schnell dies oft geht, davon können viele ein Lied singen.

Ich möchte mit diesen Beitrag einmal zum nachdenken anregen. Nehmen Sie sich einmal einige Minuten Zeit zur Information und handeln Sie dann nach der Stimmung Ihres Herzens. Ich wünsche Ihnen und den Armen eine gute Entscheidung.

 

„Armut und Gerechtigkeit“

 

Jesus sagt: „Wer ein Kind aufnimmt, der nimmt mich auf“.

Matth. 18, 5

Kinder aus Bulgarien

Waisenkinder aus Uganda

Mk 9,37 Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

Maria m.Kinder

Maria mit Ihren drei angenommenen Kindern

Meine Schwester im Glauben, Maria Prean hat mit Gottes Hilfe ein großartiges Werk innerhalb kurzer Zeit in Uganda geschaffen. Sehen Sie selbst.

Vision für Afrika

 

Es gibt noch viele andere Werke die sich um das Leid von armen Menschen kümmern, so z.B.

Micha Initiative

Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott. (Micha 6, Vers 8)

 

Ich wünsche Ihnen Gottes Führung und Segen bei allem was Sie tun.

M.T.

Thema: Lebendiger Glaube | Ein Kommentar

409. Palästinensische Bevölkerung – hasst die Hamas

Montag, 4. August 2014 | Autor:

 

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Lieber Blogbesucher,

es vergeht kein Tag an den die westlichen Medien nicht irgendwelche Lügen über Israel verbreiten. Man muss sich immer wieder die Frage stellen. Warum? Bei keinem anderen Volk wird so viel negativ manipuliert und gelogen, wie bei Israel. Aber das ist noch nicht alles. Die EU und somit auch Deutschland unterstützen die Feinde Israels, obwohl bekannt ist, dass die Führung der Palästinenser Terroristen sind, die seit Jahrzehnten die Vernichtung der Juden als Ziel ausgeben. Dass aber stört die Verantwortlichen in Brüssel überhaupt nicht. Man kann darüber nur entsetzt sein, und für diese Leute um Weisheit und Erkenntnis beten.

Wie Israel mit seinen Feinden umgeht wird in den linken westlichen Medien total verschwiegen. Darum möchte ich heute diesen Bericht einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Ich kenne weltweit keine Regierung die sich einen solchen Terror so lange und geduldig gefallen lies wie Israel.

Ich kenne keinen Kriegsgegner der die Bevölkerung vor einen Angriff durch Flugblätter warnt. Nicht umsonst hat Israel bei der palästinensischen Bevölkerung große Sympathien.

Lesen Sie selbst was Menschen aus Gaza zu den Terroristen Hamas sagen.

 

Foto aus NAI Nr.427

 

 

Die Hölle neben Israel

Wie oft haben Hamasführer von einer Hölle gepredigt, die sie für Israels Bodentruppen im Gazastreifen vorbereitet haben. Sie haben Recht, aber vor allem ist Gaza eine Hölle für die palästinensische Zivilbevölkerung. „Gaza ist nichts anderes als eine Hölle“, haben uns palästinensische Händler aus der Küstenstadt Gaza am Telefon mitgeteilt.

Ausgebrochen ist der Krieg, nachdem Hamasterroristen drei israelische Jugendliche entführt und ermordet hatten.

Das Volk trauerte um die drei ermordeten Kinder. Wenige Tage später haben sechs Juden aus Rache den 16-Jährigen Palästinenserjungen Mohammed Abu Khdeir entführt und umgebracht. Das führte zu heftigen Unruhen in Jerusalem.

Das radikale Hamasregime will keinen Frieden und hat nur die Absicht, Israel zu vernichten. Dafür ist es bereit, sein eigenes Volk zu opfern. „Israel hatte keine andere Wahl, als in diesen Krieg gegen die Hamas zu ziehen“, unterstrich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. „Dies ist ein gerechter Krieg, denn es ist unsere Pflicht, unser Volk zu verteidigen.“

„Starker Felsen“ heißt Israels dritte Operation in den vergangenen sechs Jahren gegen das radikale Hamasregime im Gazastreifen. 2009 war es „Gegossenes Blei“ und 2012 „Wolkensäule“.

In den ersten zehn Operationstagen agierten Israels Luftwaffe, Artillerie sowie die Marine von der Küste aus gegen die täglichen Raketenangriffe, die bis nach Haifa reichten. Überall im Land heulten die Sirenen. Menschen rannten in die Bunker und das öffentliche Leben wurde gelähmt. Israel zögerte, eine Bodenoffensive zu starten. Aber als im Süden, in der Nähe des Kibbuzes Kerem Schalom, 13 Hamasterroristen auf der israelischen Seite aus der Ackererde gekrochen sind, ist im israelischen Sicherheitskabinett der Groschen gefallen. Die Terroristen wurden noch rechtzeitig entdeckt und getötet. Nun hatte Israel verstanden, dass die unterirdischen Terrortunnel eine zu große Gefahr darstellen. Durch einen Tunnel war 2006 der israelische Soldat Gilad Schalit entführt worden, was wenige Tage später zum zweiten Libanonkrieg führte.

Am nächsten Tag wurde der Befehl gegeben, mit Bodentruppen in den Gazastreifen einzumarschieren. Ziel: das Tunnelsystem und die versteckten Raketenrampen müssen vernichtet werden. Die Bilanz nach 13 Tagen: 18 gefallene israelische Soldaten, zwei tote israelische Zivilisten, 450 getötete und 2000 verletzte Palästinenser.

Foto aus NAI Nr.427

Die UNRWA, eine Organisation der Vereinten Nationen, hat auf dem Gelände in einer Schule im Gazastreifen 20 versteckte Raketen entdeckt. „Dies ist nach dem Völkerrecht ein eklatanter Verstoß gegen die Unverletzlichkeit unserer Räumlichkeiten”, schrieb die UNRWA in ihrer Erklärung und fügte hinzu, dass „der Vorfall Zivilisten, darunter Mitarbeiter der UNRWA und die wichtige Mission der Organisation in Gaza, zu helfen und zu schützen, gefährdet.” Jahre schon behauptet Israel, dass die Terroristen Raketen und Waffen in Schulen, Häusern, Krankenhäusern und Moscheen verstecken.

Am 13. Kampftag sind in der Nacht zum 20. Juli 13 israelische Soldaten im östlichen Gaza-Wohnviertel Sadschaija gefallen, das nur zwei Kilometer vom israelischen Kibbuz Nahal Oz entfernt liegt. Ein israelisches Kettenfahrzeug wurde wahrscheinlich von einer Panzerfaust getroffen, alle sieben Insassen sind umgekommen. Es kam zu heißen Gefechten in der eng besiedelten Nachbarschaft, wobei unschuldige Palästinenser umkamen. Israel musste schließlich mit der Luftwaffe angreifen, weil Hamasterroristen versuchten, die Leichname der gefallen Soldaten zu entführen. Wegen der isolierten Situation und den heftigen Schießereien hatten Israels Rettungseinheiten Schwierigkeiten einzugreifen. So musste Israel aus der Luft die Hamasterroristen vom Tatort fernhalten. In einem der Häuser haben die Soldaten einen Tunneleingang entdeckt, der über zwei Kilometer in 30 Metern Tiefe bis in die Mitte eines israelischen Kibbuz führte. In Sadschaija kamen laut palästinensischen Angaben 70 Palästinenser ums Leben und 200 wurden verletzt. Zu Erinnerung, dasselbe passierte im Jahr 2002 in der Operation Davidschild in Dschenin, als die Palästinenser in den ersten Stunden von 500 toten Palästinensern und einem Massaker redeten. Schließlich sank die Todeszahl auf 45 uniformierte und bewaffnete Palästinenser sowie 23 tote Fallschirmspringer.

Israel warnte schon 24 Stunden vor der Operation in Sadschaija die Zivilbevölkerung mit Flugblättern und SMS Meldungen und forderte sie auf, ihre Häuser zu verlassen. Das Problem ist, dass die Hamasführer im palästinensischen Rundfunk und auf den Straßen die Menschen zurück in ihre Häuser drängten. Nicht zu glauben, aber wahr. „Die Tatsache, dass Menschen bereit sind, ihr Leben gegen Israels Kriegspläne zu opfern, um damit ihr Haus zu behüten, hat sich als erfolgreiche Strategie erwiesen“, sagte am 9. Juli Hamassprecher Sami Abu Zuhri im palästinensischen Fernsehkanal Al-Aksa. „Wir, die Hamas, rufen unsere Bürger auf, diese Praxis sofort umzusetzen.“ Er wie auch andere Hamasführer zwingen die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen, als menschliche Schutzschilde zu dienen.

Wiederholt muss Israel im Medienkrieg die Hintergründe vor den Bildern toter Palästinenserkinder erklären. Aber wer grundsätzlich ein Problem mit Israel und den Juden hat, wird Israels Erklärungen immer abweisen.

Die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen leidet, aber dafür ist zuerst ihre Hamasführung verantwortlich, die ihr eigenes Volk in die Hölle zieht. Dies haben in den israelischen Medien etliche Palästinenser mehrfach zugegeben. Es war eine Palästinenserin aus Gaza zu sehen, die ihre Hamasführer verfluchte und sie als Feiglinge anschrie, die sich in den Bunkern verstecken. Demgegenüber sind in den Kämpfen israelische Offiziere an der Front gefallen und erlitten Verletzungen, wie der Golani-Befehlshaber Major Rasan Aliyan, ein Druse.

„Alle hassen Hamas“, sagte der palästinensische Taxifahrer Abu Ali der amerikanischen Nachrichtenagentur AP. „Aber alle fürchten sich, dies öffentlich zuzugeben. Unsere Nahrungsmittel bekommen wir aus Israel und wir beschießen Israel mit Raketen.“ Er ist nicht der einzige Palästinenser, der die Hamas hasst. Die palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen befindet sich in der Klemme, zwischen der Hamas und Israels gezielten Angriffen. Selbst die arabischen Medien berichten immer häufiger, dass die Hamas für die Eskalation verantwortlich ist.

Am 14. Juli sagte der ehemalige Redaktionschef der arabischen Zeitung Al Quds Al Arabi , Abed Al Bari Atwan, im libanesischen Fernsehen, dass die arabischen Staatsführer im Nahen Osten dafür beten, dass Israel mit der Hamas ein für alle Male Schluss macht. „Alle verstehen, dass die Hamas eine Terrororganisation ist und unterstützen insgeheim Israels Angriff im Gazastreifen“, so Atwan.

Dennoch baute Israel am Gaza-Grenzübergang Erez ein Feldlazarett für die verwundeten Palästinenser auf. Israel hilft seinen Feinden, obwohl dies von der Weltöffentlichkeit nicht gesehen wird.

Bis zum Redaktionsschluss dieser Zeitschrift hatte Israel noch politische Rückendeckung für seine Militäroperation. Dies gaben Deutschland, Frankreich, England und die USA öffentlich bekannt. Das kann sich erfahrungsgemäß jeden Moment ändern. Das israelische Sicherheitskabinett hat eingesehen, dass es die Operation diesmal bis zum Knockout gegen die Hamas und ihre Terrortunnel führen muss. In Israel wird angenommen, dass über 1000 Tunnel gegraben wurden. Die Finanzhilfe, die die Palästinenser von westlichen Staaten erhielten, wurde für das Terrorlabyrinth unter der Erde verschwendet. Laut israelischen Angaben handelt es sich um hunderte Millionen US-Dollar, die die Hamas in den vergangenen zehn Jahren für den Tunnelbau ausgegeben hat. Aus diesem Grund besteht Israel nun auf einer Entmilitarisierung des Gazastreifens. Diese Situation ist unter anderem der internationalen Gemeinschaft zu zuschreiben, die ohne Kontrolle Geld in den Gazastreifen fließen ließ. Aber auch Israels Wachsamkeit hat nachgelassen. Man hat nicht geahnt, wie gefährlich diese Tunnel unter den Füßen sind. Der ehemalige ägyptische Präsident Anwar el Sadat wusste ganz genau, weshalb er den Gazastreifen im Friedensabkommen mit Israel 1978 um keinen Preis zurückhaben wollte, obwohl dieser ein Teil der Sinai-Halbinsel war.

 

Mit freundlicher Genehmigung von Nachrichten aus Israel

Von Aviel Schneider

Thema: Israel | Ein Kommentar

408. Israel ist schuld – na klar! Stimmt das?

Dienstag, 29. Juli 2014 | Autor:

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NAI

Lieber Blog Besucher,

wenn man zur Zeit wieder die Schlagzeilen der grünen Gutmenschen Presse verfolgt, dann könnte man weinen, wenn man nicht wüßte wie die Wahrheit tatsächlich aussieht. Leider lassen sich viele Europäer von den Medien belügen ohne dass Sie sich um die Wahrheit kümmern. Sie reden die Lügen nach die man Ihnen vorsetzt.

Ist das ein gutes Zeugnis für eine gebildete Gesellschaft wie wir von uns immer behaupten? Lesen Sie die folgenden Zeilen einmal selbst in Ruhe nach und bilden Sie sich ein Urteil. Sie können diese Fakten nachprüfen, anders als bei den Pressemitteilungen die Ihnen die Medien Tag für Tag vorgesetzen.

 

NAI

„Warum sperrt Israel die Palästinenser aus den israelischen Städten aus?“

Wer das sagt, lügt oder weiß es nicht besser, weil er blindlings unseriösen Medien glaubt. Oder er will es nicht anders wissen, weil er den Israelis oder den Juden generell nichts Gutes zutraut. Deswegen muss man ihn nicht gleich Antisemit schimpfen. Zuerst muss klargestellt werden, dass sich die Araber, die israelische Staatsbürger sind, nicht „Palästinenser“ nennen, sondern „Araber“. Damit wollen sie sich von den Palästinensern abheben, die entweder in der Palästinensischen Autonomiezone (sog. Westbank) leben oder von den Hamas-Islamisten im Gazastreifen regiert werden.

Nun kommen wir zu der falschen Behauptung, dass in israelischen Ortschaften keine Araber wohnen dürfen, denn von Israels Staatsbürgern sind 20,6 Prozent Araber, d.h. über 1.700.000 Araber leben im Judenstaat Israel. Dagegen aber lebt in den von Palästinensern regierten Gebieten nicht ein Prozent Juden. In Israel leben 20,6 Prozent Araber mit den Juden zusammen, aber Israelis können und dürfen nicht in den von Palästinensern verwalteten Gebieten leben. Erstens weil sie dort ihres Lebens nicht sicher sind und zweitens, weil man Israelis dort nicht wohnen lässt, denn das Veto der Palästinenser ist gegen die rund 350.000 jüdischen Siedler, die in der Wüste, relativ weit ab von arabischen Ortschaften, Siedlungen errichtet haben.

Hier sieht man, wie unseriöse Medien Tatsachen total auf den Kopf stellen, denn die oben gestellte Frage müsste in Wahrheit heißen:

„Warum sperren die Palästinenser die Juden aus ihrem Gebiet aus?“ Wenn Sie mir nicht glauben, prüfen Sie bei Ihrem nächsten Besuch in Israel folgende Fakten:

In Jerusalem leben 36 % Araber,

in Akko 30 %,

in Lod 28 %,

in Ramle 22 %

in Ober-Nazareth 18 %,

in Haifa 10 %,

in Tel Aviv-Jaffa 4 %

in Eilat 4 %

 

Oder besuchen Sie einfach Israels Hospitäler in Jerusalem, die Hadassah-Kliniken in Ein-Kerem und auf dem Mount Skopus. Da finden Sie so viele Moslems, dass Sie meinen, Sie seien in Kuweit. In den Palästinensergebieten dagegen werden Sie vergeblich nach Juden suchen.

 

Von Ludwig Schneider

 

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407. Die CO 2 Verarsche der Grünen Gutmenschen

Mittwoch, 9. Juli 2014 | Autor:

Gletscherspalten_web_R_B_by_Erich Westendarp_pixelio.de

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Scheitern einer Prophetie

Die Vorhersagen über die Erwärmung des Weltklimas treffen nicht ein. Seit 15 Jahren stagniert die Temperatur. Jetzt kommt auch die kritische Mehrheit der Forscher zu Wort.

Von Thomas Lachenmaier
Quelle: Factum - Magazin sehr empfehlenswert

Vor mehr als fünf Jahren, im Mai 2008, erschien factum mit der Titelgeschichte «Die überhitzte Prognose – Fakten und Meinungen rund um den Klimawandel». Die Interviews und Berichte waren eine kritische Bestandsaufnahme der damaligen Berichterstattung in den Medien: Inwieweit entsprach die Behandlung des Themas der journalistischen Verpflichtung zur Wahrhaftigkeit?

Die Bilanz fiel ernüchternd aus. Wissenschaftliche Fakten und Ereignisse, die gegen einen anthropogenen (von Menschen verursachten) Klimawandel sprechen, wurden ausgeblendet. Sie wurden schlicht nicht berichtet. Fast alle Medien, auch die Politik, vermittelten den Eindruck, in der Wissenschaft bestünde Einigkeit darüber, dass es eine dramatische Klimaerwärmung gäbe – ja, dass eine globale Katastrophe schier unausweichlich sei.

Die erste Aussage erwies sich damals (wie auch heute) als falsch. Die Medienwissenschaftler Prof. Mathias Kepplinger und Senja Post hatten im Rahmen einer Studie alle 239 professionellen Klimaforscher Deutschlands im Range eines Professors befragt, wie sie zu dem Thema stehen. Ergebnis: Nur eine Minderheit der Klimaforscher glaubte 2008 an einen von Menschen verursachten Klimawandel(1).  Als Mediennutzer musste man zu einem anderen, einem ganz falschen Eindruck kommen. Die Meinung der Mehrheit der Forscher fand in den Medien keinen Widerhall. 2008 gab es praktisch keine Berichterstattung über Aussagen von Wissenschaftlern, darunter viele Nobelpreisträger, die dem Mainstream widersprachen.

Das hat sich inzwischen geändert, seit der Klimarat einräumen musste, dass die Temperatur der Erde seit 15 Jahren unverändert ist. Und doch herrscht in der Öffentlichkeit noch immer ein falsches Bild von vielen Fakten, vor allem, weil Medien auf Übertreibung und Katastrophismus getrimmt sind. So glauben heute wie damals die meisten, dass es ein dramatisches globales Abschmelzen von Gletschern gäbe.

Für diese Behauptung fehlt aber jede wissenschaftliche Grundlage: Nur ein winziger Bruchteil der Gletscher, im Promillebereich, wird überhaupt untersucht. Von weltweit 160 000 Gletschern liegen gerade einmal von 120 Daten vor, berichtet der Gletscherforscher Jonathan Bember. Und keinesfalls alle Gletscher, über die Informationen vorliegen, schmelzen. Manche wachsen, manche werden kleiner.

Ebenso sind die meisten Menschen der Meinung, es bestehe ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Rückgang von Gletschern und der postulierten Erwärmung durch menschliche Einflüsse. Tatsache ist aber, dass es auch in früherer Zeit starke Gletscherschmelzen (und auch erneutes Wachstum) gab. Vor allem ist zu bedenken, dass der gegenwärtige Rückgang von Alpengletschern bereits 1860 begann, zu einer Zeit also, als menschliches Verhalten schwerlich der Grund gewesen sein konnte.

 

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Medien sind süchtig nach der Katastrophe und dem Skandal, weil ihre Nutzer genau dies nachfragen. Dass der Nordpol aktuell einen Zuwachs von 1,6 Millionen Quadratkilometern Eisfläche hat (60 Prozent mehr als im Spätsommer 2012) stand in kaum einer Zeitung. Auch wurde kaum vermeldet, dass der Südpol 2012 so viel Eisfläche hatte wie noch nie seit Beginn der Messungen. Hingegen stand die Rekordschmelze des Nordpols von 2012 auf jedem Titel. Die Einstellung der Bevölkerung wird von veröffentlichter Meinung geprägt, nicht von Tatsachen.

Aus wissenschaftlicher Sicht kann man sich auch fragen, welchen Sinn es hat, CO2 zu einer Art Grunderkrankung des Erdballs zu erklären. Ohne CO2 gäbe es kein Leben auf der Erde. Steigende Werte bewirken eine Vitalisierung alles Lebendigen. Pflanzen wachsen schneller, sind robuster und ertragreicher. Schweizer Forscher stellten fest, dass höhere CO2-Werte die Biodiversität im Alpenraum erhöhen. Schwankende CO2-Werte sind kein Phänomen unserer Zeit. Es gab sie immer. Wie es dazu kam, dass der industrielle Ausstoss von CO2 zum wichtigsten klimarelevanten Stoff deklariert wurde, hat der ehemalige Greenpeace-Aktivist Jeremy Leggett in dem Buch «The Carbon War» in erstaunlicher Offenheit geschildert. Es war eine politische Entscheidung, keine wissenschaftliche.

In der Februar-Ausgabe der «Prodeecings of the National Academy of Sciences », einem der weltweit angesehensten wissenschaftlichen Magazine, kommen Forscher der Universität von Washington in Seattle zu dem Ergebnis, dass der anthropogene Anteil an der globalen Erwärmung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts masslos überschätzt werde. Kollegen der Universität Oslo kommen in einer aktuellen Studie zu einem ähnlichen Ergebnis. Sogar eine Verdopplung des CO2-Ausstosses hätte demnach bei Weitem nicht die behauptete dramatischen Auswirkung.

 

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Am Anfang stand das Postulat, die Erdtemperatur steige an, als Folge menschlichen Handelns. Es wurde nicht hinterfragt. Gemessene Werte wurden in dieses Paradigma gezwängt.

Darauf, dass die Wirkung von CO2 auf die Erdtemperatur überschätzt wird, weist sogar dessen aktueller Bericht hin: Trotz einem Anstieg von CO2 blieb die Erwärmung aus. Der postulierte Zusammenhang fehlt offenbar. Auch im vergangenen Jahrhundert verlief das Auf und Ab der CO2-Werte nicht synchron mit dem Temperaturverlauf. Ungeachtet der Fakten hält der Klimarat nicht nur an der Erwärmung fest, sondern behauptet zudem, jetzt stehe «mit 95-prozentiger Sicherheit» fest, dass der Mensch schuld sei. Aufgrund welcher Fakten, an welcher Erwärmung?

Nüchtern betrachtet wirken auch die Daten von 1951 bis 1998 wenig dramatisch, geschweige denn katastrophal: 0,12 Grad Erwärmung in einer Dekade. Seither der Stillstand mit 0,05 Grad. Dabei muss man noch wissen, dass eine solche Temperaturmessung eine Wissenschaft für sich ist und dass es sich beim Klima der Erde um ein gigantisches und unendlich komplexes System handelt, welches zudem zu annähernd 100 Prozent von kosmischen Faktoren bestimmt wird, vor allem von der Sonne. Die Vorstellung, die Erdtemperatur sei nur bei 0,000 Grad Veränderung «gesund», 0,05 Grad Veränderung sei katastrophal, ist unsinnig. Ist überhaupt vorstellbar, dass die Parameter eines so gigantischen, interdependenten und komplexen, quasi lebendigen Systems sich statisch verhalten, unverändert bleiben?

Die gegenwärtige Entwicklung ist keine Erwärmung. Das war von 950 bis 1250 n. Chr., als die Wikinger ins grüne Grönland zogen und Ackerbau betrieben – und erst recht beim Klimaoptimum in biblischer Zeit – anders. Klimaerwärmung und -abkühlung sind normale Phänomene. Höhere Temperaturen waren immer zum Wohl der Menschen wie der ökologischen Systeme. Klima ist Wandel.

Auf Messergebnisse kann der Weltklimarat seine Bedeutung nicht gründen – weil die Wirklichkeit diese Daten nicht hergibt. Er versucht, durch möglichst erschreckende, ja apokalyptische Aussagen die Menschen zu einer Folgsamkeit aus Furcht zu führen. Sein politisches Gewicht, seine Macht gründet auf seinen Zukunftsvorhersagen, nicht auf objektiven Messungen. Völlig zu Unrecht erweckt er den Anschein, ein wissenschaftliches Gremium zu sein.

Aber ebenso wie der Weltklimarat kein wissenschaftliches, sondern ein politisches Gremium ist, so ist auch dessen Bericht kein wissenschaftliches, sondern ein politisches Dokument. Politiker und Verbandsvertreter feilschen um die Formulierungen. So versuchten deutsche Politiker die ausbleibende Erwärmung der vergangenen anderthalb Jahrzehnte in der Zusammenfassung des Berichts unter den Tisch fallen zu lassen.

Mit dem Klimarat ist die Wissenschaft in die Hände der Politik geraten. Es entstand eine Art bürokratisch-politischer Komplex, der Zugang zu den Geldtöpfen nationaler und internationaler Behörden und Institutionen und zu den Medien gefunden hat. Seine Haupttätigkeit besteht darin, Öffentlichkeitsarbeit für seine eigene Existenzberechtigung zu machen. Die Aussagen des IPPC widersprechen empirischen Erkenntnissen. Das scheitert jetzt und das musste auch scheitern. Langsam dreht sich der Wind.

 

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Kein Mensch kann die Zukunft vorhersagen und es gibt auch keine wissenschaftliche Methode, die dies leisten könnte. Eine aktuelle, in der Fachzeitschrift «Nature Climate Change» publizierte Studie hat 117 der Prognosen zur Entwicklung der Welttemperatur überprüft. Die Trefferquote ist praktisch bei Null. Die Prophetien lagen fast alle (114) falsch und überschätzten die Temperatur. Prophetische Aussagen taugen nur zur Verifizierung einer Theorie und stärken nur dann die Autorität des Propheten, wenn sie eintreffen. Das ist hier nicht der Fall.

Am Beginn des Medienereignisses Klimawandel stand zuerst die Festlegung, dass es einen solchen (menschengemacht und katastrophal) unzweifelhaft gibt und danach begann die «wissenschaftliche» Arbeit: Bestehende und neue Daten wurden anschliessend in das bestehende, nicht mehr hinterfragte Paradigma eingebaut. Das ist vergleichbar mit dem Paradigma von den «geologischen Zeiträumen», die unzweifelhaft Millionen Jahre alt seien. Zuerst wurde diese Feststellung getroffen, anschliessend wurden die gesammelten Daten in dieses Modell integriert. Den Wissenschaftlern macht das zunehmend Mühe. Früher ging man davon aus, dass es hunderte von Millionen Jahre dauert, bis eine auch nur millimeterdünne Gesteinsschicht entsteht. Heute weiss man, weil es vielfach bei Naturkatastrophen beobachtet wurde, dass sogar dicke Schichtfolgen in kürzester Zeit entstehen können. Da dies mit dem Paradigma von den unendlich langen Zeiträumen kollidiert, postulieren Geologen jetzt, die langen Zeiträume lägen nicht in den sichtbaren Schichten, sondern sie lägen zwischen den Schichten.

So ist es mit dem Klimawandel, hier postuliert schon das Wort die Unanzweifelbarkeit des Sachverhaltes. Dabei ist es absolut unwissenschaftlich, von der Unanzweifelbarkeit auszugehen. Es kann sich, aus wissenschaftlicher Sicht, nur um eine Theorie handeln. Darauf weist auch der Physik-Nobelpreisträger Prof. Ivar Giaver hin: «Die Aussage, ein menschengemachter Klimawandel sei ‹unwiderlegbar›, ist unwissenschaftlich und unhaltbar.»

Der ehemalige britische Finanzminister Lord Nigel Lawson hat dazu bemerkt: «Der Glaube an einen menschengemachten Klimawandel trägt religiöse Züge: Dies erklärt auch, warum er in Europa, wo sich die Kirchen leeren, wesentlich stärker ist als etwa in den USA.»

Mit dem postulierten direkten Zusammenhang von CO2 und Erdtemperatur verliert die Klimapolitik ihre Grundlage. Wer übernimmt dafür die Verantwortung? Die wirtschaftlichen Folgen dieser Verschwendung öffentlicher Gelder sind immens. Die Folgen tragen vor allem die ärmeren Bevölkerungsschichten.

 

Nur weniger als ein Promille der 160 000 Gletscher der Erde werden vermessen.

 

Die ökologischen Folgen der Klimapolitik sind schwerwiegend: Dazu zählen, neben vielem anderen, die Brandrodung riesiger Urwälder in Indonesien, um aus Nahrungsmitteln «Biosprit» zu machen. Kaum eine Zeitung interessiert sich für diese Naturzerstörung oder für die Klagen von Ornithologen und Vogelschützern über die Tausende Vögel und Fledermäuse, die durch Windräder jämmerlich verenden. Eine im Wildlife Society Bulletin veröffentlichte Studie nennt die Zahl von 573 000 Vögeln, die jedes Jahr getötet werden, davon 83 000 Greifvögel.

Das christliche Hilfswerk «Brot für die Welt» beklagt die verheerenden Folgen der buchstäblich menschenverachtenden, ja menschenopfernden Energiewende: Nur noch knapp die Hälfte (47 Prozent) der weltweiten Getreideernte dient der menschlichen Ernährung. Der Anteil, der zu Sprit verarbeitet wird, steigt ständig. Praktisch die ganze amerikanische Maisernte wird verflüssigt. Auch in Europa werden die Flächen zum Anbau von Getreide, aus dem Sprit gemacht wird, ständig ausgedehnt. Gewaltige Mengen, ein Drittel der benötigten Energiepflanzen, wird importiert, um die halbe Welt transportiert, vor allem aus Südamerika und Indonesien, wo Bauern von ihrem Land vertrieben werden und für Hungerlöhne arbeiten müssen. Der Ernährungsexperte von «Brot für die Welt», Bernhard Walter, sagt: «Hunger und Armut sind die Folgen.» Weder aus ökologischer noch aus christlicher Sicht ist es zu vertreten, aus Nahrungsmitteln Treibstoff herzustellen.

Die Theorie vom Klimawandel ist längst milliardenschwere Politik geworden. Sie wird nicht so schnell vergehen wie jene zur Bewahrung vor dem in den 90er-Jahren prophezeiten Waldsterben. Zu sehr konnte sie sich schon global in den Institutionen implementieren. Sie ist Teil eines Systems geworden, welches mit der Notwendigkeit, die Welt zu retten, eine alternativlose «Weltinnenpolitik », eine Weltregierung, anstrebt. Und doch: Mit der Glaubwürdigkeit verliert die Klimatheorie auch als Angstszenario an Kraft.

Viel Geld wurde verschwendet, um das prophezeite Waldsterben abzuwenden. Unimogs quälten sich durch das Unterholz und sprühten hunderttausende Tonnen Kalk in den Wald. Förster, die den Unsinn nicht mitmachen wollten, konnten froh sein, wenn sie nicht strafversetzt wurden. Viele Menschen waren verunsichert, geängstigt durch die schrecklichen Aussichten. Die Schriftstellerin Zoë Jenny erinnert sich an ihre Schulzeit: «Monatelang stand das Thema Waldsterben auf der Tagesordnung. Mit neun Jahren war ich überzeugt, dass es irgendwann, wenn ich gross bin, auf dieser Welt keine Bäume mehr geben wird. Warum konnte man uns nicht auf die Schönheiten der Natur hinweisen und uns auf diese Weise Respekt vor der Umwelt beibringen?»

Mit dem Alarmruf «Waldsterben» war die für die Medien bis dato wenig interessante Forstwissenschaft plötzlich en vogue. «Kritische» Forstwissenschaftler wurden zu gefragten Gästen von Sondersendungen Sondersendungen.

Deren Modellrechnungen über den Gesundheitszustand von Bäumen waren der «Beweis» für eine katastrophale Entwicklung. Die Meinungen besonnener Forstwirte konnte kein Journalist für seine Story brauchen – allenfalls als Beleg dafür, dass auch im aufgeklärten Zeitalter im Dunkel des sterbenden Waldes noch immer Hinterwäldler hausen. Kein Politiker hätte es sich leisten können, nicht auf den Zug aufzuspringen, Betroffenheit zu zeigen und Gelder zu bewilligen. Heute geht es dem Wald bestens, der Flächenzuwachs in Deutschland, der Schweiz und Österreich ist enorm und der Wald wird immer naturnaher.

Andere Drohgebäude werden den Klimawandel ersetzen. Es wird, und muss, wieder ein globales Bedrohungsszenario sein. Die Theorie von der angeblichen Versauerung der Meere bietet sich als Projektionsfläche an. Das ist dann die Neuauflage der Theorie von der Versauerung der Wälder – diesmal im globalen Massstab.

Schneller kann man kein gutes Gewissen bekommen als durch den Glauben an derlei Katastrophismus. Die Handlungen, die er einem abverlangt, sind leicht zu erfüllen. Der postmoderne Vorteil dieses Glaubens ist, dass er durch solche religiösen Ersatzhandlungen von der Notwendigkeit zu befreien scheint, tatsächlich auf sein Gewissen zu hören. Denn ein Merkmal haben alle Untergangsszenarien gemeinsam: Sie kollektivieren die Schuld und sie begründen eine starke politische, (welt-)zentrale Macht, die entschlossen, notfalls undemokratisch handeln muss, weil ja «Gefahr im Verzuge» ist. Sie verlagern also politische Macht nach oben und  gewähren dafür dem zustimmungswilligen Fussvolk die Absolution des guten Gewissens.

Aber: Schuld ist immer persönlich, jeder trägt allein an seiner Schuld und muss – seinem echten Gewissen folgend, das Richtige tun. Das gilt für ein tatsächlich ökologisch verantwortetes Handeln (welches die Natur schützt) genauso wie für die Fragen nach persönlicher Schuld und Erlösung.

 

1 Senja Post: «Klimakatastrophe oder Katastrophenklima? 
Die Berichterstattung über den Klimawandel aus Sicht der
Klimaforscher». Medien Skripten, Bd. 51, Verlag Reinhard Fischer, 2008.

Thema: Denke einmal nach! | Ein Kommentar

406. Bei Kindern hört der Spass auf

Mittwoch, 9. Juli 2014 | Autor:

Wikipedia Montrealais aus Z2 Homo

Bei Kindern hört der Spass auf

Jedes Kind hat eine biologische Mutter und einen biologischen Vater. Von homosexuellen Paaren adoptierte Kinder müssen gezwungenermassen mindestens ein leibliches Elternteil entbehren.

Andreas Lombard

Der Schriftsteller Mario Vargas Llosa sagte jüngst, alle Kulturen für gleichwertig zu halten, setze ein «kolossales Vorurteil» voraus. Ein Vorurteil? Unsere Vorurteile haben wir doch eben erst abgelegt! Nein, sagte Vargas Llosa, das neue Vorurteil entspringt gerade dem Wunsch, alle Vorurteile aus der Welt zu schaffen. Gleichwertigkeit gibt es nur bei geschlossenen Augen.

Gleichwertigkeit steht aber hoch im Kurs. Oder ist es nur eine Blase? «Stellt gleich, was gleich ist!», forderte vor Wochen ein offener Brief zur Homo-Ehe. Das Bundesverfassungsgericht verlangt die steuerliche Gleichbehandlung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Eine sexuelle Minorität gilt, weil es sie gibt, als gleichwertig. Wo steckt hier das «kolossale Vorurteil»?

Erinnern wir uns. «Homosexuell» nennen wir nicht die Vereinigung von Mann und Frau, sondern zweier Männer oder zweier Frauen. Unterschied Nummer eins. Aus der homosexuellen Verbindung entstehen keine Kinder.

Unterschied Nummer zwei. Zugegeben, auch Männer und Frauen zeugen immer häufiger keine Kinder. Andererseits haben oft gerade die Leute Kinder, die ihre Sexualität gar nicht so wichtig finden.

Jedes Kind hat einen biologischen Vater und eine biologische Mutter. Jedes Kind, selbst wenn es im Labor gezeugt wird, hat eine zweigeschlechtliche Abstammungslinie, für die es sich früher oder später lebhaft interessieren wird. Keine Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften kann daran etwas ändern, kein Adoptionsrecht und keine künstliche Befruchtung auf Staatskosten.

Juristische «Elternschaft» kann die biologische nicht ersetzen. Unterschied Nummer drei. Neuerdings heisst es aber, zwei Männer oder zwei Frauen hätten «ein Kind bekommen». Kaum wurde die fehlende Zeugungsfähigkeit als unerheblich ausgeklammert, weil sie die Fiktion von Gleichheit störte, wurde eine «Elternschaft» der faulen Tricks ausgerufen und ein «Recht auf Kinder», das es sinnvollerweise nicht gibt.

Das Adoptionsrecht war bislang für Kinder da – und nicht «für» eine Gruppe von Erwachsenen, von der niemand genau weiss, ob sie keine Kinder zeugen kann oder will. Das Verbot, gleichgeschlechtliche Paare zu  benachteiligen, würde übrigens im Handumdrehen die Vergabepraxis auf den Kopf stellen. Homosexuelle Adoptionsbewerber dürften im Unterschied zu ihren Konkurrenten nicht abgelehnt werden, denn das wäre Diskriminierung.

Händeringend gesucht werden übrigens nur Pflegeeltern. Egal, das Recht muss es richten. Auch wenn die schöne, neue Gleichheit hässliche Ungleichheiten zeugt.

Das grösste Problem ist die künstliche Befruchtung. Ein homosexuelles Paar, das mit technischer Hilfe zu «Eltern » wird, hat einen Dritten im Bunde, der zurücktreten muss: den anderen biologischen Elternteil. Vater Samenspender oder Mutter Eizellspenderin, um von der Leihmutter ganz zu schweigen, überlassen dem zahlenden Elternteil und seinem gleichgeschlechtlichen Partner das Familienfeld.

Das Kind gleichgeschlechtlicher «Eltern » muss mindestens ein Elternteil entbehren. Auf dessen Platz wird ihm eine Person präsentiert, mit der es nichts zu tun hat. Ähnliches kennen wir von Kuckuckskindern, Scheidungskindern und Halbwaisen. Dort gilt es aber als trauriges Schicksal. Von nun an werden diese traurigen Kinderschicksale zwecks Gleichstellung von sexuellen Präferenzen vorsätzlich herbeigeführt – ein grausames Novum in der Geschichte der Menschheit.

Wie sagte Vargas Llosa? Das kolossale Vorurteil unserer Tage besteht darin, eine Sache, bloss weil es sie gibt, als gleichwertig anzusehen. Manche Kinder werden es in ihrer Entwicklung sehr schwer haben, nur weil Mama oder Papa nicht auf das andere Geschlecht «stehen». Oder nicht nur. Oder nicht mehr. Früher sagte man: «Bei Kindern hört der Spass auf.»

 

Welch ein Glück für Kinder wenn Sie so aufwachsen dürfen.

So war und ist es vom Schöpfer aller Dinge geplant.

 

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Thema: Zeitgeist | Ein Kommentar

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