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178. „Die Welt ist naiv“

Sonntag, 26. Dezember 2010 | Autor:

NAI

Die Welt sieht jahrelangem Raketenbeschuss auf Israel wortlos zu, aber Israels Verteidigung gegen die Hamas-Terroristen im Gazastreifen stößt auf heftigste Ablehnung. Auf beiden Seiten kommen unschuldige Menschen ums Leben, in Israel wie im palästinensischen Gazastreifen.

NAI

 

In Bezug auf die Palästinenser drückt die Welt aber stets ein Auge zu, solange Israel stillhält. Gibt der Judenstaat aber irgendwann seine Passivität auf und schlägt zurück, wird er unausgewogen kritisch beäugt. Einem Automatismus folgend wird Israel für sein „unverhältnismäßiges Vorgehen“ von der internationalen Gemeinschaft verurteilt.
Dem internationalen Recht zufolge hat Israel das legitime Recht, auf den Raketenbeschuss zu reagieren, obwohl die palästinensische Zivilbevölkerung darunter leiden muss. Diese Rechtsauffassung teilt Prof. Robi Seibel. Der Jurist gehört der Hebräischen Universität Jerusalem an. Im Gespräch mit israel heute erklärte er: „Natürlich muss Israel vorsichtig sein und darf nicht absichtlich auf Zivilisten schießen. Wenn sich Terroristen aber in Wohnvierteln verschanzen, dann überwiegt Israels Recht auf Selbstverteidigung. Es darf, ja, es muss die Raketenabschussrampen zerstören, um seine eigene Zivilbevölkerung zu schützen. Aber alles hat sein Maß, und zu viele getötete Zivilisten sind problematisch.“
Um dieses Maß nicht zu überschreiten, verzichtet Israel auf Raketen und Artillerie, und geht gegen die Kassam-Abschussrampen mit Infanterieeinheiten vor. Damit riskiert Israel Leib und Leben vieler eigener Soldaten, schont aber wiederum dadurch das Leben palästinensischer Zivilisten. In der israelischen Regierung werden nun die Stimmen für ein Umdenken lauter. „Warum bekämpfen wir die Raketenrampen nicht auch mit Raketen“, schlug der stellvertretende Ministerpräsident Haim Ramon kürzlich vor.
„Wir kämpfen mit einer auf dem Rücken festgebundenen Hand“, kommentierte Israels Außenministerin Zippi Livni, auf den internationalen Druck anspielend, der Israels Verteidigungsrecht in Frage stellt. Robi Seibel glaubt: „Die Kassam-Angriffe sind internationalem Recht zufolge Kriegsverbrechen. Die Hamas als Terrororganisation hält sich jedoch grundsätzlich an keine internationale Vereinbarung. Auf diese Leute hat die Welt keinen Einfluss. Dagegen ist Israel als demokratischer Staat dem internationalen Recht unterworfen.“
Der Rechtsexperte weist darauf hin, dass der Gazastreifen nicht mehr unter israelischer Besatzung ist und von einer feindlichen Hamasherrschaft regiert wird. „Aber dennoch wollen internationale Behörden im Westen weiterhin Israel gegenüber den Palästinensern in die Pflicht nehmen.“
Zur Frage nach Israels Obliegenheiten wie im jetzigen Konfliktfall antwortete der Juraprofessor: „Während des Krieges ist Israel nicht verpflichtet, seine Feinde mit Strom und Öl zu versorgen. Aber Israel tut gut daran, eine humanitäre Katastrophe nicht zuzulassen.“
Die Hamas-Terroristen missbrauchen die eigene Bevölkerung als lebendigen Schutzschild. Hinter der Zivilbevölkerung verschanzt, locken sie Israels Soldaten in den Häuserkampf. Diese menschenverachtende Taktik macht es Israel unmöglich, sein legitimes Recht auf Selbstverteidigung auszuüben, ohne dabei palästinensischen Zivilisten zu schaden.
„Je mehr Tote, desto giftiger unsere Propaganda gegen die Zionisten!“, sagte Hamaschef Mahmud A Zahar Anfang März im Hamas-Rundfunk. „Von mir aus soll ganz Gaza für die Befreiung Palästinas zum Friedhof und zur Hölle werden!“ 120 tote Palästinenser wurden in Israels Gazaoperation „Warmer Winter“ gezählt, in der Mehrzahl Terroristen. Die Welt nimmt die Todesbilanz durch ihre selbstgewählte Brille wahr: 120 tote Palästinenser in nur wenigen Tagen gegenüber 12 toten Israelis durch Kassam-Raketen. Ihr Fazit: Israel hat übertrieben!

„Die Welt ist naiv und glaubt uns alles“, sagte Achmed Atuwan (37), Hamas-Sympathisant aus Jabaljia im Gazastreifen im Telefoninterview mit israel heute. Achmeds Bruder Haled arbeitete vor Jahren in israelischen Haushalten in Gusch Katif. „Israel hält sich brav an internationale Regeln. Wir kennen nur Allahs Gebot – alle Ungläubigen zu vernichten. Allah hu Akbar!“

Quelle:  NAI

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Thema: Israel

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