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629. „Ich wünsche uns Ehrfurcht vor dem Leben“

Sonntag, 6. Mai 2018 | Autor:

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Liebe Blogbesucher,

ich freue mich, wenn ich Berichte wie den von Frau Hannelore Reichert lese, dann habe ich immer noch Hoffnung, dass diese Gesellschaft “nicht ganz den Bach hinunter geht”. Menschen wie Frau Reichert bräuchte unser Land viel mehr, dann sehe vieles, sehr viel besser aus. Da die Hoffnung zuletzt stirbt und Christen wissen, dass Gott im Regiment sitzt, geben wir nicht auf, die Menschen auf den Weg Gottes hinzuweisen.

 

 

Lesen Sie in Ruhe dieses wunderbare Lebenszeugnis von Frau Reichert.

Persönlich erzählt: Eine Abtreibung – und die Folgen

Ich bin eine Beschenkte. Beschenkt, weil ich leben darf (geboren 1944, keine gute Zeit für ein Neugeborenes). Weil ich durch und mit Jesus leben darf. Beschenkt mit 10 Kindern: eigenen, adoptierten und Stiefkindern. Beschenkt mit 20 Enkeln und 10 Urenkeln.

Überreich beschenkt. Mit größeren und kleineren Kinder, dicken und dünnen, mit hellen Locken und dunklen glatten Haaren, stille Kinder, laute Kinder, sportliche, musikalische, auch an Körper und Geist behinderte Kinder. Wunderbare Kinder. Jedes etwas ganz Besonderes, Originale eben.

Kinder sind ein Geschenk. Leben mit Kindern, Mutter oder Vater oder Oma sein ist ein Geschenk. Es ist nicht selbstverständlich, dass Kinder in unseren Familien sind. Jedes in seiner Einmaligkeit anzunehmen, ist eine wunderbare Aufgabe. Zu erleben, welche Talente und Fähigkeiten jedes Kind entwickelt, ihm ins Leben und in den Glauben zu helfen – es gibt nichts Größeres.

 

Kaputte Beziehungen

Aber. Zu meinem Leben gehören auch drei fehlgeborene Kinder und eine Abtreibung. Von diesen Kindern gibt es kein Foto, kein Jäckchen, keinen ersten Zahn, keine Grabstelle.

Wie kam es dazu? Ich bin aufgewachsen in Ostdeutschland, geprägt durch ein sozialistisches Schul- und Wertesystem: „Ohne Gott und Sonnenschein bringen wir die Ernte ein.“ Mit einer gesetzlichen Regelung: Es gibt (ab 1972) das Recht auf Unterbrechung einer Schwangerschaft. Ohne Beratung, ohne Begründung. Unterbrechung?

Ohne darüber nachzudenken, habe ich meinem Kind das Leben verwehrt. Obwohl ich schon mehrere Kinder geboren hatte und hätte wissen sollen, wie weit entwickelt ein Kind in der 10. Schwangerschaftswoche ist. In freier Entscheidung habe ich das Leben meines Kindes beendet. Ich habe abgetrieben.

Was mir nicht klar war, waren die Folgen: Verletzungen an Körper, Seele und Geist, und lauter kaputte Beziehungen:

Eine kaputte, nicht tragfähige Beziehung zu Gott, soweit überhaupt vorhanden aus der Kinderzeit. Eine kaputte Beziehung zum Ehemann. Zwischen uns lag nun ein totes Kind. Nicht ein gestorbenes, nein: ein getötetes Kind. Kaputte Beziehungen zu meinen Kindern. Wie kann eine Mutter liebevoll, verständnisvoll, mitfühlend sein mit dieser Last?

Was folgte, waren Süchte, als eine Möglichkeit zum Überleben, 20 Jahre lang, bis zum Zusammenbruch.

Aber Jesus ist mir nachgegangen. Er stellte mir Menschen in den Weg, die mich auffingen. Und annahmen. Ich durfte meine Schuld erkennen, umkehren und mit Gottes Hilfe mein Leben neu ordnen, Vergebung und Heilung erfahren.

 

Und heute?

Ich bin angenommen, geliebt, geborgen. Die Verletzungen aus Kindheit und Ehe sind geheilt, die Beziehungen zu den Kindern vergeben. Es gibt Hoffnung, Heilung. Gott heilt auch heute noch, zur rechten Zeit und vollständig. Das darf ich weitersagen, ich könnte sonst meine Geschichte nicht erzählen.

Mit dieser Erfahrung und mehreren Ausbildungen in der Laienseelsorge begleite ich seit 25 Jahren Frauen und Familien in Konfliktschwangerschaften oder nach Abtreibung.

 

Was ich sagen möchte:

Jedes Kind, jeder Mensch ist von Gott gewollt. Danken wir Gott für jedes Kind, auch in schwieriger Lebenslage! Und für Gottes Lebensplan mit ihm als Ärztin, Forscher, Musiker, Lehrerin, Gemeindeleiter, Bundeskanzlerin, Vater und Mutter. Heißen wir jedes Kind willkommen!

Beten wir aber auch für diejenigen, die Kraft und Mut für ein Kind nicht hatten und sich für eine Abtreibung entschieden haben.

Wie tragen wir als christliche Gemeinden mit an dem Leid der verletzten Ehefrauen und Mütter, den zerbrochenen Familien, der Flucht in Süchte? Beten wir für sie, unsere Nächsten?

Wo immer Menschen erkennen, was da tatsächlich geschehen ist bei der Tötung eines ungeborenen Menschen, braucht es Hilfe und behutsame Begleitung. Sagen wir ihnen: Es gibt Hoffnung und Heilung. Vergebung. Jesus ist für alle meine Schuld ans Kreuz gegangen. Er hat sich geopfert, damit ich frei sein kann.

Ich wünsche uns Ehrfurcht vor dem Leben, es sei jung oder alt, gesund, behindert oder pflegebedürftig, geboren oder ungeboren. Leben, das allein Gott gibt. Er allein hat das Recht, Leben zu beenden. Und ich wünsche uns das Vertrauen, dass Gott zu der Aufgabe auch die Kraft gibt.

Hannelore Reichert hat ihre Geschichte im Herbst 2017 erzählt anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Vereins „Rahel“, der sich um Frauen kümmert, die eine Konfliktschwangerschaft und Abtreibung hinter sich haben (www.rahel-ev.de).

 

 

Autorin: Hannelore Reichert

Quelle: Magazin EINS

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628. Nicht mitmachen bei Abtreibungen!

Sonntag, 6. Mai 2018 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

es ist für mich immer wieder erschütternd wenn ich höre, wie wir in Deutschland und weltweit mit diesen Thema umgehen. Jeder, der noch ein Gewissen hat wird nicht zur Tagesordnung übergehen, wenn er von diesen millionenfachen Morden(weltweit zwischen 40 bis 56 Millionen) auf dieser Erde Kenntnis bekommt. Jeder ob Christ oder Atheist muss sich darüber im Klaren sein, dass er für das was er gemacht hat eines Tages Rechenschaft vor Gott ablegen muss. Ob er dies jetzt glaubt oder nicht, ist nicht entscheidend, jeder wird es erleben. Die Menschen unserer Zeit wollen in fast allen Lebensbereichen Gewissheit und Sicherheit haben, bei den entscheidenden Fragen des Lebens gehen sie aber sehr sorglos mit Ihrer Zukunft um. Bedauerlich, aber Gott zwingt niemanden zu irgendeiner Entscheidung, das heißt jeder ist für sich selbst verantwortlich. Ich bin gewiss, dass da viele wenn sie den letzten Atemzug hier auf der Erde getan haben, sehr überrascht sein werden.

Wie weit unsere Gesellschaft und Politik inzwischen Gottes Gebote ignoriert, bzw. selbst Gott spielt, und wie man Menschen die sich an Gottes Gebote halten benachteiligt, verunglimpft und verfolgt, ist ein Spiegel unserer Zeit. Ein Arzt hat die Aufgabe Leben zu erhalten. Dr.Börner wollte man gezwingen seinen Eid zu brechen. Christen die den Geboten Gottes Folge leisten werden gemoppt und verfolgt. Das Recht auf eine eigene Meinung wird nicht mehr akzeptiert. Wie weit ist dieses ehemals christliche Deutschland gesunken. Wir werden dafür die Ernte sehen, ja wir sehen schon jetzt in vielen Bereichen wie es bei uns aussieht. Ein Beispiel nur: Wir hätten genügend Fachkräfte, wenn wir unsere Ungeborenen Kinder leben lassen würden und ausbilden. Was machen wir?

Lesen Sie einmal diesen Bericht von Dr.Börner. Vor Menschen wie Ihn ziehe ich meinen Hut und bin überzeugt, dass Gott mit Ihn einen guten und gesegneten Weg für den Rest seines Lebens haben wird.

 

 

Dr.Thomas Börner

Mein Zeichen für das Lebensrecht:

Thomas Börner, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, geriet vor gut einem Jahr in die öffentlichen Schlagzeilen. Als Chefarzt der gynäkologischen Abteilung in der Capio-Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg (Niedersachsen) entschied er, dass keine Abtreibungen (außer aus medizinischen Gründen) mehr vorgenommen werden dürften – auch nicht von anderen Ärzten. In Medien, bei Verbänden und in der Politik stieß das Verbot auf Kritik. Als auch die Leitung des schwedischen Konzerns, zu dem die Klinik gehört, die Forderung Börners ablehnte, verließ er die Klinik. Für EiNS beschreibt er seine Haltung.

Als ich nach dem Medizinstudium meine erste Stelle als Assistenzarzt in der Gynäkologie antrat – in einem nicht-konfessionellen Krankenhaus im Ruhrgebiet –, war eine der ersten Ansagen meines damaligen Chefs, dass in seiner Abteilung keine Schwangerschaftsabbrüche nach der Fristenlösung stattfinden dürfen. So bin ich ausgebildet worden, und dies entsprach auch meiner Einstellung.

Nach nunmehr 27 Jahren bin ich dabei geblieben, dass das von Gott gegebene „Du wirst nicht töten“ auch für das Kind im Bauch der Mutter gilt. Diese Entscheidung des Gewissens wird in Deutschland durch das Gesetz unterstützt. In §12 des Schwangerschaftskonfliktgesetzes heißt es z.B., dass niemand zur Mitwirkung am Schwangerschaftsabbruch verpflichtet sei (außer in den Notfällen, in denen es sich sonst um unterlassene Hilfeleistung handeln würde).

Diejenigen, die im Schwangerschaftskonflikt meinen, den Frauen mit einer Abtreibung zu „helfen“, müssen sich fragen lassen, wo das Gewissen eine Grenze setzen soll. In Deutschland bei rund 100.000 Abbrüchen auf 700.000 Geburten? Oder in Frankreich mit 200.000? Bei 42 (von 135) Millionen Geburten weltweit?

Von den 99.237 Abbrüchen 2015 in Deutschland wurden 3.879 aus medizinischer Indikation und 20 nach kriminologischer Indikation vorgenommen. Das bedeutet: Der ganz überwiegende Teil geht nach der Fristenlösung. Und diejenigen, die der Frau zur Abtreibung geraten haben, sind hinterher nicht mehr da, wenn die Depression kommt, wenn echte Hilfe erforderlich ist.

 

Eine wichtige Frage

Wer sich heute gegen den Mainstream stellt und Abtreibung für nicht richtig hält, ist mindestens ein „Gutmensch“ (als wenn wir „Schlechtmenschen“ werden sollten). Auf dem „Marsch für das Leben“ wird man beschimpft und bespuckt.

Und man kann seinen Job als Chefarzt verlieren. Es wurde nicht geduldet, dass ich den Schwangerschaftsabbruch für meine Abteilung nicht zulassen wollte. Ein Medienaufschrei in ganz Deutschland, ein Propst, der sich über meine Entscheidung „entsetzt“ zeigte, eine Sozialministerin, die dem Krankenhausträger mit dem Entzug von Fördermitteln drohte. Bei so viel Gegenwind kann man nicht gewinnen. Ich musste aufgeben.

Mein Posten war weg, meine Pläne waren nicht Gottes Pläne. Darin liegt aber auch der Trost und die Zuversicht: Gott wird alles zum Guten wenden, er hält die Welt im Innersten zusammen. Er hatte mich mit einem Traum vorbereitet – und hat mir einen Anschluss-Job gegeben. Wenn wir Gott mehr gehorchen als den Menschen, wird er uns nicht fallen lassen, auch wenn wir es manchmal anders empfinden. Dazu gehörte etwa, dass ich durch unzählige Briefe, E-Mails, Telefonate, persönliche Besuche, Petitionen und meine Ortsgemeinde getröstet und in meiner Entscheidung ermutigt wurde. Ich hätte mir niemals träumen lassen, einmal in die Situation zu geraten, plötzlich der umstrittenste Gynäkologe Deutschlands zu sein.

Ich habe nicht mitgemacht. Vielleicht ist das eine wichtige Option auch in anderen Bereichen und für andere Menschen: Einfach nicht mitmachen. Zeichen setzen, Licht und Salz sein wollen, damit etwas von Gottes Geist noch durch unser Land weht – obwohl oder gerade weil wir uns unserer Unvollkommenheit vor Gott bewusst sind.

Manchmal stelle ich mir eine wichtige Frage: Was würde Jesus sagen, wenn ich so oder so handeln oder reden würde? Eines würde er aber bestimmt sagen: Mach nicht überall mit!

 

Autor: Thomas Börner

Quelle: Magazin EINS

Thema: Zeitgeist | Beitrag kommentieren

627. Flüchtlinge – echte und trickreiche

Dienstag, 27. Februar 2018 | Autor:

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Liebe Blog Besucher,

was sich beim Thema Flüchtlinge im Herbst 2015 in unserem Land abgespielt hat, kann man eigentlich nur mit einem Wort beschreiben: Chaos!

Chaos deshalb weil eine Bundeskanzlerin sich über Gesetze in unserem Land hinweg gesetzt hat. Kein zweiter Regierungschef in Europa hat sein eigenes Volk zu überfahren wie Frau Merkel.

Die negativen Folgen erleben wir jetzt nach mehr als 2 Jahren tagtäglich in unseren Alltag. Deutschland hat sich verändert und ist nicht mehr das Gleiche wie vor 2015.

Der nachfolgende Artikel von Jörgen Bauer zeigt klar und deutlich auf wie man dieses ganze Chaos hätte vermeiden können. Viel Erkenntnis beim lesen.

 

 

Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend und ohne Obdachsind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!

Jesaja 58, Vers 7

 

Der obige, oft auch überstrapazierte Vers, ist allgemein bekannt.

 

Mit großem Interesse habe ich deshalb den Beitrag von Pfarrer Johannes Frey im Informationsbrief der Bekenntnisbewegung “Kein anderes Evangelium”, Ausgabe Februar 2018, Nr. 308, gelesen, der unter der Überschrift “Willkommenskultur oder Abschottung? – Gibt es eine christliche Antwort auf die gegenwärtige Völkerwanderung?” – stand.

Der Autor ist ein biblisch orientierter, kritischer Analytiker, der sehr sinnvoll und überzeugend zwischen “Gesinnungsethik” und “Verantwortungsethik” differenziert. Dabei geht es um den Unterschied zwischen gut und gut gemeint.

Der Unterschied zwischen beiden Haltungen besteht darin, dass der Gesinnungsethiker weltweit allen Menschen helfen will, und wie bei der Willkommenseuphorie, auf rechtswidrige und gröblich rechtsverletzende Weise blindlings alle Welt zu uns einlädt, anschließend mit vollen Händen Geld, das ihm nicht gehört, verteilt und auf ebensolche Weise großzügige Zugeständnisse macht, ohne dabei auch nur im Geringsten die Folgen zu bedenken.

Er verhält sich wie der sagenhafte Karnevalist, der, bevor am “Aschermittwoch alles vorbei ist”, noch schnell sein restliches Geld auf den Putz haut, wobei es ihm egal ist, wovon er ab Donnerstag leben wird.

Genau das ist bei der die Flüchtlingskrise auslösende unverantwortlichen Einladung an alle Mühseligen und Beladenen erfolgt, was mit humanistischen Phrasen und aus dem Zusammenhang gerissenen biblischen Zitaten unterlegt wurde, wobei diejenigen, die das kritisch sahen, diffamiert wurden und ihnen gleichzeitig ein schlechtes Gewissen gemacht werden sollte.

Die Folgen dieses unverantwortlichen und letztlich sogar strafbaren Verhaltens haben wir noch lange nicht im Griff. Es sind nämlich nicht nur Flüchtlinge und wirklich Schutzbedürftige unkontrolliert eingesickert, sondern in ganz erheblichen Maße auch kriminelle Elemente, Asoziale, Betrüger und Gewalttäter aus Kreisen, die weiterhin alle sich bietende Gelegenheiten ausnutzen, um mittels gefälschter Pässe und sonstigen frisierten “Dokumenten” illegal einzureisen und es dabei mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

Und alle diese Leute werden großzügig alimentiert, wobei sich der Staat weitgehend als handlungsunfähig erweist bzw. indem er sich selbst durch seine Bürokratie und dem Wunsch, es allen recht zu machen, verbunden mit ausufernden Klagemöglichkeiten, lähmt.

Vom politisch-medialen Komplex wird uns hier weiterhin eine heile Welt vorgegaukelt und nicht dazu passende Fakten und Tatsachen großzügig unterschlagen. Auch wenn die sozialen Netzwerke kontrolliert (NetzwerkDG) und zensiert werden (“Bundestrojaner”), sickert doch noch vieles an skandalösen Vorgängen durch, wodurch der Eindruck entsteht, dass wir seitens der gleichgerichteten Medien und Politiker nach Strich und Faden verdummt werden, ganz genau so, wie man es von der früheren DDR her kennt.

Das Gegenstück zum emotional aufgeladenen Gesinnungsethiker ist der Verantwortungsethiker, der ebenfalls Notleidenden helfen will, aber dabei die Folgen seines Tuns bedenkt.

Ein Verantwortungsethiker war Friedrich von Bodelschwingh (1831 – 1910). Der Gründer von Bethel gab den Obdachlosen keine Almosen, sondern eine Aufgabe. Dazu gab er ihnen Werkzeuge in die Hand und die nötige Anleitung. Das war nicht immer einfach. Aber am Ende wurden aus Fürsorgebedürftigen aktive und respektierte Teilnehmer am gesellschaftlichen Leben.

Und das Werk Friedrich von Bodelschwinghs ist nicht das Einzige dieser Art von christlich geprägter Nächstenliebe.

Gesinnungsethik und Verantwortungsethik erwachsen jeweils aus einer bestimmten Glaubenshaltung. Gesinnungsethik geht von einem falschen Menschenbild aus, wonach der Mensch von Natur aus gut ist, und das ist der große Irrtum, der zu rückgratloser Duldsamkeit gegenüber kriminellen Elementen und Betrügern führt, die sich, zu Lasten des aufnehmenden Staates, trickreich als Notleidende ausgeben und damit Forderungen stellend in die sozialen Sicherungssysteme einsickern.

Der obige Vers aus Jesaja 58 hebt nicht darauf ab, allen Notleidenden weltweit zu helfen, sondern sich in allererster Linie der akut Notleidenden im unmittelbaren Umfeld anzunehmen, und bereits da gibt es nach wie vor genug zu tun.

Gesinnungsethik erwächst aus dem Gedanken, dass der Mensch durch sein Tun qualifiziert wird. Wer das Gute tut, ist somit gut und wertvoll.Das ist die Haltung der Gesetzlichkeit, die Jesus am pharisäischen Judentum scharf kritisierte. Dieser Haltung ist das eigene Gutsein wichtiger als die Folgen des eigenen Tuns für andere.

Die Verantwortungsethik erwächst aus dem Wissen, dass ich niemals durch mein Tun zu einem guten Menschen werden kann, sondern immer ein Sünder bleiben werde.

Das heißt nicht, nichts zu tun, sondern zu wissen, dass auch beim Helfen Fehler gemacht werden, was aber besser ist, als überhaupt nichts zu tun.

Wie ist das alles zu bewerten?

Wenn sich der Staat in rechtswidriger Weise als Wohltäter der Menschheit aufspielt, dann belastet er ungefragt seine Bürger und gibt deren Geld mit vollen Händen aus. Die Regierenden, die hier vom Recht abweichen, verzichten dabei nicht auf ihr eigenes Recht, sondern auf das Recht der ihnen anvertrauten Menschen. Es geht dabei auch um das Recht der Bürger auf Schutz vor dem Unrecht, den der Staat ihnen nicht vorenthalten darf.

Daraus ergibt sich, dass die Politik zur Aufnahme Schutzsuchender nur in den engen Grenzen des Asylrechts berechtigt ist. Für den Bereich der Migrationspolitik besteht die Pflicht, in Abwägung der Folgen das Beste für die aufnehmende Gesellschaft anzustreben.

Dementsprechend wählen klassische Einwanderungsländer ihre Immigranten nach ihrer Leistungs- und Integrationsfähigkeit und -bereitschaft aus. Denn niemand hat ein Recht auf Einwanderung nur aufgrund der Tatsache, dass sein Einkommen in seiner Heimat geringer wäre als die Sozialhilfe in Deutschland.

Im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise ist eine große Zahl von Jugendlichen bei uns eingereist, denen man bereitwillig unsere großzügigen Leistungen der Sozial- und Jugendhilfe zur Verfügung stellt, so dass es ihnen an nichts fehlt.

Jetzt wurde der Ruf nach Familienzusammenführung laut, damit die Jugendlichen bei uns noch besser integriert werden können. Wie bekannt ist, wurden viele Jugendliche als Quartiermacher vorausgeschickt, die hier den Boden für den Zuzug der restlichen Familie bereiten sollen.

Aber kann das der Sinn der Sache sein? Warum soll eigentlich alles bei uns integriert werden? Familienzusammenführung ist auch möglich, wenn die Jugendlichen wieder zu ihren Familien zurückkehren, dorthin, wo sie hergekommen sind.

Die andere Seite ist die islamische Unterwanderung und die Ausdünnung der ursprünglichen Bevölkerung durch Menschen aus einem anderen Kulturkreis mit Gewohnheiten und Verhaltensweisen, die nicht zu unserer Kultur passen, sondern als Bedrohung wahrgenommen werden müssen. Es ist nur zu verständlich, wenn sich hier Widerstand formiert.

Was kann vom Wort Gottes noch dazu gesagt werden?     

 

Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.

Galater 6, Vers 10

Es ist immer richtig, Flüchtlingen und Notleidenden, die zu uns kommen, ohne Ansehen der Person, zu helfen. Das muss aber im Rahmen der Gesetze und vernünftig geschehen, wobei die Folgen für Staat und Gesellschaft zu bedenken sind und die Bewahrung der eigenen Grundlagen im Auge behalten werden müssen.

Aufgabe der Christen hierzulande wäre es, sich in allererster Linie der Christen unter den Flüchtlingen anzunehmen, die wegen ihres Glaubens verfolgt wurden und die in den Flüchtlingsheimen teilweise von den gleichen Leuten bedroht und schikaniert werden, deretwegen sie geflüchtet sind.

Es gäbe also viel zu tun, um die eingetretenen Fehlentwicklungen zu korrigieren und die Flüchtlingsproblematik auf ein akzeptables Maß zu reduzieren.

Vor lauter unkritisch einseitiger Wohltätigkeit, dürfen die vielschichtigen sozialen Probleme, die es hierzulande gibt, nicht in traumtänzerischer Weise negiert werden. Zuallererst wäre deshalb an die diversen Notstände in diesem unserem Land zu denken, wo es allenthalben klemmt, bevor das Geld großzügig für andere Zwecke verschwendet wird.

 

Autor: JÖRGEN BAUER

Thema: Deutschland wach auf! | Beitrag kommentieren

626. Der Glaube an das Wunder der Geburt Jesu

Sonntag, 14. Januar 2018 | Autor:

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Liebe Blogbesucher,

bei vielen Themen der Bibel diskutieren sich Menschen fast zu Tode. Besonders religiös orientierte Menschen tun sich da besonders hervor, so auch beim Thema Jungfrauengeburt. Dabei ist für einen gläubigen Christen die Sache ganz einfach. Was Gott mir durch sein Wort, die Bibel, mitteilt und das was mir der Heilige Geist offenbart ist für mich die Wahrheit. Wenn man eine Neugeburt wie im  Johannes Evangelium, Kapitel 3 beschrieben erlebt hat, dann hat man sein Leben, Jesus Christus zu 100% ausgeliefert, weil er der Weg – der einzige – die Wahrheit – er ist die Wahrheit – und das Leben – ohne IHN kein wirkliches Leben – ist. Ohne Jesus werden wir kein ewiges Leben bekommen. Unter diesem Level geht es nicht. Was uns sogenannte “Kirchenfürsten” mit Dr.Titeln alles erzählen wollen ist irrelevant.

 

Ich bedanke mich bei der Herold Redaktion für die Genehmigung diesen Artikel hier veröffentlichen zu dürfen.

Die christliche Lehre, dass Jesus Christus von einer Jungfrau geboren wurde, ist für die Welt gelinde gesagt eine unvorstellbare Behauptung. In vielen Zeitschriften und Magazinen finden sich zur Weihnachtszeit verschiedenste Artikel und Kommentare darüber, wie Menschen so unwissenschaftlich und naiv sein können, um an solch eine Lehre zu glauben. In der bekannten New York Times schrieb ein Redakteur: „Der Glaube an die jungfräuliche Geburt Jesu beweist, dass die Christenheit wenig mit Intellekt, sondern viel mit mystischer Weltanschauung gemeinsam hat.“

Aber ist dies tatsächlich der Fall? Vertreten wir Christen eine unhaltbare Lehre? Und kann ein Christ die Lehre, dass Jesus Christus von einer Jungfrau geboren wurde, ablehnen und trotzdem noch Christ sein? Oder ist diese Lehre, wie sie die Bibel ganz klar und deutlich bekennt, unverzichtbar für den rettenden Glauben?

Tatsächlich gehört die Lehre von der jungfräulichen Geburt Jesu zu den biblischen Lehren, die als erste beim Aufkommen der Bibelkritik zunächst angezweifelt und dann im Laufe der Zeit als unhaltbar abgelehnt wurde. Kritiker behaupteten, da diese Lehre ohnehin „nur“ in zwei der vier Evangelien Erwähnung findet, wäre sie schließlich auch nicht unverzichtbar. Und da der Apostel Paulus in seinen Predigten in der Apostelgeschichte kein Wort darüber verliert, so die Kritiker, hat er vermutlich auch nicht an diese Lehre geglaubt. Doch für die meisten Kritiker ist es eine unglaubliche Lehre, weil sie schlichtweg so übernatürlich ist. Moderne Irrlehrer, wie der pensionierte Bischof der Episkopalkirche John Shelby Spong, vertreten die Meinung, die Lehre von der übernatürlichen Geburt Jesu sei nur ein Beweis dafür, dass die frühe Gemeinde die Göttlichkeit Jesu überbewertet hätte. Spong bezeichnet die Geburt und die Auferstehung Jesu als „Eintritts-Mythos“ und „Austritts-Mythos“ die den Jesus-Mythos umrahmen würden. Ach, wäre doch Spong nur ein Mythos!

Leider existieren heute auch unter selbsternannten „Evangelikalen“ solche, die die übernatürliche Geburt Jesu für überflüssig halten. Für sie zählt nur die Bedeutung hinter dem Wunder Jesu Geburt, doch eine historische Tatsache müsse sie dadurch noch lange nicht sein.

Also nun die Frage: Muss man daran glauben, dass Jesus Christus von einer Jungfrau geboren wurde? Natürlich ist es möglich, dass ein Mensch zu Christus findet und an Ihn als den Erlöser glaubt, ohne sofort die Lehre, dass Jesus von einer Jungfrau geboren wurde, zu kennen. Schließlich kennt ein Neubekehrter noch nicht jede christliche Wahrheit von Anfang an, sondern erlernt diese erst nach und nach. Aber die Frage hier ist: Kann ein Christ diese Lehre aus Überzeugung ablehnen? Und hierauf muss die Antwort unbedingt „Nein!“ lauten.

Matthäus berichtet uns, dass Maria, ehe sie mit ihrem Verlobten, Joseph, Geschlechtsverkehr hatte, „schwanger war von dem Heiligen Geist“ (Mt 1,18). Und dann erklärt uns Matthäus, dass hierdurch erfüllt wurde, was der Prophet Jesaja vorausgesagt hatte: „Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben. Das heißt: ‘Gott mit uns’“ (Mt 1,23; Jes 9,6-7).

Lukas gewährt uns sogar noch tiefere Einblicke, indem er uns darüber berichtet, wie ein Engel Maria besuchte, um sie darauf vorzubereiten, dass sie, obwohl sie noch eine Jungfrau war, ein Kind erwartet – und zwar nicht irgendein Kind, sondern ein göttliches Kind: „Und der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das gezeugt wird, Gottes Sohn genannt werden“ (Lk 1,35).

Doch nehmen wir einmal an, nur eine Bibelstelle würde von der Geburt Jesu durch eine Jungfrau sprechen, so würde diese eine Bibelstelle doch völlig ausreichen, um sie als für alle Christen verbindliche Lehre anzusehen. Wir haben kein Recht, den Wert einer biblischen Lehre daran zu messen, wie häufig sie in der Schrift Erwähnung findet. Wir können nicht einerseits die Bibel als Gottes Wort ansehen und dann andererseits ihre eindeutigen Aussagen hinterfragen.

Millard Erickson fasste dies gut zusammen: „Wenn wir die Lehre von der Geburt Jesu durch eine Jungfrau ablehnen, obwohl die Bibel sie so deutlich vertritt, haben wir die Autorität der Bibel untergraben und es besteht kein Grund mehr, warum wir dann noch eine ihrer Lehren akzeptieren sollten. Zudem hat das Ablehnen der jungfräulichen Geburt Jesu Auswirkungen, die weit über die Lehre an sich hinausreichen.“

Was sind das für Auswirkungen, von denen Erickson hier spricht? Nun, wenn Jesus nicht von einer Jungfrau geboren wurde, wer war dann sein Vater? Jede Antwort auf diese Frage stellt eine Demontage des Evangeliums dar! Die übernatürliche Geburt Jesu erklärt, wie Christus zugleich Gott und Mensch sein konnte, warum Er sündlos war und dass die Erlösung ganz das gnädige Werk Gottes ist. Wäre Jesus nicht von einer Jungfrau geboren, dann hätte Er zwangsläufig einen menschlichen Vater und die Bibel würde uns belügen!

Carl Henry, ein Dekan eines evangelikalen theologischen Instituts sagt, dass die jungfräuliche Geburt Jesu das „zentrale historische Indiz der Menschwerdung ist. In ihr sehen wir nicht nur die göttliche und die menschliche Natur in dem Menschgewordenen vereint, sondern sie führt uns auch das Wesen, die Absicht und die Durchführung von Gottes Erlösungsplan vor Augen.“ Henry fasst dies sehr gut zusammen, und wir tun gut daran, dies zu unserer Überzeugung zu machen.

Die weltlichen Redakteure der bekannten und angesehensten Zeitschriften und Magazine können die jungfräuliche Geburt Jesu als Beweis für intellektuelle Zurückgebliebenheit der Christen ansehen. Aber es ist der Glaube der Gemeinde Jesu, bezeugt durch Gottes Wort und geschätzt von allen wahren Gläubigen zu allen Zeiten. Diejenigen, die die jungfräuliche Geburt Jesu leugnen, halten an anderen biblischen Lehren nur noch mit Not fest, denn sie haben die Autorität der Bibel bereits aufgegeben. Sie haben Christi Natur untergegraben und seine Inkarnation abgeschafft.

Christen müssen die Tatsache beachten, dass ein Leugnen der jungfräulichen Geburt Jesu auch ein Leugnen von Jesus als dem Erlöser ist. Der Erlöser, der wegen unserer Sünden stellvertretend für uns starb, wurde vom Heiligen Geist gezeugt und von einer Jungfrau geboren. Die jungfräuliche Geburt ist keine losgelöste Sonderlehre, sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil der biblischen Offenbarung über die Person und das Werk Jesu Christi. Mit ihr steht und fällt das Evangelium.

Eines wissen wir ganz sicher: Errettung finden wir allein in dem Glauben an den versöhnenden Opfertod Jesu Christi, dem von einer Jungfrau geborenen Erlöser. Ohne diese Lehre gibt es kein Christentum, und ein wahrer Christ wird niemals die unverzichtbare Wahrheit der jungfräulichen Geburt Jesu leugnen.

 

Autor: Albert Mohler ist Leiter des größten theologischen Seminars der südlichen Baptisten, Prediger und Buchautor. Er ist ein großer Kämpfer für die Verteidigung des christlichen Glaubens, der evangelischen Bekenntnisse und der Unfehlbarkeit der Heiligen Schrift.

Quelle: Herold – Schriftenmission

 

Thema: Lebendiger Glaube | Beitrag kommentieren

625. ABTREIBUNG – Recht oder Unrecht?

Sonntag, 14. Januar 2018 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

das Thema Abtreibung bzw. Morden ist eine sehr traurige Geschichte. Nicht nur in Deutschland sondern weltweit. Man geht davon aus, dass jährlich über 52 Mio. Menschen – die von Gott gewollt und geliebt sind – im Mutterleib getötet werden.

Ich zitiere aus der Webseite Zeltmacher: …was der Mensch sät, das wird er ernten. Die Deutschen haben seit 1974 etwa acht Millionen mal entschieden, ihren Nachwuchs schon im Mutterleib zu töten. Nun müssen sie sich sorgen, wie ihre Gesellschaft fortbestehen, wer in Zukunft ihre Rente bezahlen und wie wirtschaftliches Wachstum ohne kaufende Menschen funktionieren soll. Die Gesellschaft überaltert und Deutschland schafft sich ab – mit oder ohne Migration.

Mehr braucht man zu dieser Thematik glaube ich nicht mehr zu sagen.

 

Ich bedanke mich bei der Herold Redaktion für die Genehmigung diesen Beitrag hier veröffentlichen zu dürfen.

 

Man mag es kaum glauben, doch einige der Menschen, die befürworten, dass die Entscheidung für oder gegen eine Abtreibung allein im Ermessen der schwangeren Frau läge, versuchen sogar, dies auf Grundlage der Bibel zu rechtfertigen. Ihr Argument lautet, dass die Bibel kein Wort über Abtreibung verliere. Allerdings ist dies ein riesiger Irrtum, denn die Bibel verbietet mehrfach und sehr ausdrücklich das Töten Unschuldiger (siehe z.B. 2.Mose 20,13). Und die Bibel erklärt unmissverständlich, dass Ungeborene menschliche Wesen sind, die es zu beschützen gilt (vgl. 2.Mose 21,22-25).

Hiob beschreibt auf sehr eindrückliche Weise, wie Gott ihn im Leib seiner Mutter geschaffen und geformt hat (vgl. Hiob 10,8-12). Was sich dort im Bauch von Hiobs Mutter befand, war kein Zellklumpen oder ein unpersönliches Etwas, aus dem einmal Hiob werden sollte, es war Hiob. An den Propheten Jesaja gerichtet sagt Gott: „So spricht der HERR, der dich gemacht und von Mutterleib an gebildet hat, der dir hilft“ (Jes 44,2). Das, was uns als Menschen ausmacht, werden wir nicht erst irgendwann, wir sind es bereits im Mutterleib!

In Psalm 139,13-16 wird uns ein wundervolles Bild davon gemalt, wie Gott in der Erschaffung und im Wachstum eines jeden von uns aktiv ist. Dort lesen wir, dass Gott Davids Nieren und Gebeine, also seinen Körper, im Mutterleib gebildet hat. Kein Mensch, ganz gleich von welcher Herkunft und von welcher körperlichen oder geistigen Beschaffenheit, ist ein Zufallsprodukt, sondern wurde von Gott persönlich erdacht, geschaffen und gebildet. Ja selbst jeder Tag in unserem Leben – auch die zukünftigen – ist ein Teil von Gottes Plan (vgl. Ps 139,16).

Meredith Kline stellte fest: „Es gibt schlichtweg keine biblische Begründung für eine Abtreibung. Der Grund, weshalb wir jedoch kein Verbot im mosaischen Gesetz finden ist, dass eine Abtreibung für eine jüdische Frau der damaligen Zeit undenkbar war, was ein Verbot völlig unnötig machte. Zudem sagt Gott sehr deutlich: „Du sollst nicht töten“ (2.Mose 20,13), was als Verbot völlig ausreichte. Für jeden Juden damals war klar, dass ein ungeborenes Kind eben auch ein Mensch ist, und somit durch dieses eine Gesetz geschützt war. Und wenn wir ganz ehrlich sind: Uns ist dies genauso klar, wie den Menschen damals. Wir wissen alle, dass eine schwangere Frau ein Kind in sich trägt. Jedes Kind im Mutterleib ist ein Geschöpf Gottes und ein Teil von Gottes Plan.

Es ist keine Frage, dass die Begriffe Säugling oder auch Heranwachsender von einem menschlichen Wesen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien sprechen; dasselbe trifft auf Embryos und Föten zu. Es ist schlichtweg wissenschaftlicher Schwachsinn zu behaupten, dass ein menschlicher Embryo oder ein Fötus nicht menschlich wären, nur weil sie sich in einem früheren Entwicklungsstadium befinden als ein Kleinkind. Ansonsten könnte man auch behaupten, dass ein Säugling kein menschliches Wesen wäre, nur weil er noch nicht so weit entwickelt ist wie ein Jugendlicher. Oder sollten wir etwa immer menschlicher werden, je mehr wir heranwachsen? Wenn das so wäre, dann wäre ein Erwachsener mehr Mensch als ein Kind. Im Gegenzug wird auch etwas nichtmenschliches nicht dadurch menschlich oder menschlicher, dass es älter oder größer wird. Menschen sind von Beginn an Menschen und ihr Recht zu leben beginnt nicht erst ab einem gewissen Alter oder einer gewissen Größe, denn schließlich sind Kleinkinder nicht weniger lebenswert als ihre Eltern.

Wenn wir erst einmal akzeptieren, dass Ungeborene vollwertige Menschen sind, dann stellt sich die Frage nach ihrem Recht zu leben erst gar nicht – ganz gleich auf welche Weise sie gezeugt wurden! Somit ist es Unrecht, einer Mutter zuzugestehen, über das Fortbestehen ihres Kindes zu entscheiden. Tatsächlich ist der häufigste Grund für eine Abtreibung heutzutage, dass ein Kind nicht zu dem Lebensstil der Mutter passt. Wäre es aber nicht das einzig Richtige, von einem Erwachsenen zu erwarten, dass er seinen Lebensstil ändert und sich vorübergehend einschränkt, wenn die einzige Alternative die wäre, ein Kind zu töten?

Abtreibungsbefürworter führen zu 99% Vergewaltigungen als Rechtfertigung für Abtreibungen an und gewinnen damit die Zustimmung der Gesellschaft. Sie erwecken den Anschein, als würde so gut wie jeder Abtreibung eine Vergewaltigung vorausgehen. Doch auch wenn dies so wäre, ist ein Kind dennoch kein verabscheuungswürdiges Produkt einer Vergewaltigung, sondern ein einzigartiges, wundervolles von Gott in Seinem Ebenbild erschaffenes Wesen. Das eigene Kind in den Armen zu halten wird für die Seele einer missbrauchten Frau doch wohl sehr viel gesünder sein als der Gedanke daran, dass ihr Kind in ihrem Körper sterben musste, um ihr über ein Trauma hinweg zu helfen.

Alan Keys, ein engagierter Abtreibungsgegner wurde einmal während eines Schulvortrags von einer 13-jährigen Schülerin gefragt, ob er denn keinen Unterschied machen würde, ob jemand ein Kind aufgrund einer Vergewaltigung abtreiben würde oder nicht. Er antwortete daraufhin: „Stell Dir vor, Dein Vater würde eine Frau vergewaltigen und wir würden dies erfahren. Wäre es dann gerecht von uns zu sagen: ‚Weil sich Dein Vater der Vergewaltigung schuldig gemacht hat, haben wir jetzt das Recht Dich zu töten.‘?“ Natürlich antwortete die ganze Klasse, dass dies unter keinen Umständen erlaubt wäre. Auf die Frage, warum man aber einem Mädchen, das so etwas Schreckliches wie eine Vergewaltigung erlebt hätte, zumuten sollte, das Kind dieses Vergewaltigers auch noch zur Welt zu bringen, antwortete Alan Keys mit einer Geschichte:

„Nehmen wir, an Du bist 19 Jahre alt und Dein Land befindet sich im Krieg. Und nun bist Du dazu verpflichtet, Dein Land in diesem Krieg zu verteidigen. So gibt es keine Wahl für Dich, ob Du in den Krieg ziehst oder nicht. Du bist verpflichtet zu gehen und dort dein Leben zu riskieren. In der Vergangenheit haben viele ihr Leben auf dem Schlachtfeld riskiert, haben Tag für Tag Kämpfe auf sich genommen und letztendlich ihr Leben verloren. Warum? Was haben sie verteidigt? Die Freiheit ihres Landes und die Sicherheit ihrer Familien! Dafür mussten sie sehr viel Leid auf sich nehmen, doch sie haben es stellvertretend für andere und für deren Freiheit getan!

Der Grund für Freiheit ist, dass wir von Gott gegebene Menschenrechte besitzen. Denkst Du daher, es ist falsch von einigen zu erwarten, dass sie Opfer bringen, um diese gottgegebenen Rechte zu erhalten? Allerdings wäre es falsch den Schmerz, den eine Vergewaltigung mit sich bringt noch zu verschlimmern; doch genau das geschieht, wenn ich in einem solchen Fall eine Abtreibung befürworte. Ich verschlimmere den Schmerz der Vergewaltigung, indem ich dieser Frau zusätzlich die Last der Abtreibung aufbürde. Denn was Gottes Gesetz fordert, ist in unsere Herzen geschrieben, das bezeugt unser Gewissen (vgl. Röm 2,15). Und eines Tages wird dein Gewissen darunter zerbrechen!

Daher finde ich, dass es weder dem Kind noch der Frau gegenüber gerecht wäre, dass beider Leben – das physische Leben des Kindes und das psychische der Mutter – dadurch zerstört werden. Unsere Gesellschaft begeht ein unglaubliches Verbrechen gegenüber vielen Müttern und Kindern, weil sie die Tötung Ungeborener toleriert. (Quelle: ProLife Info Digest, Februar 2000.)

David Reardon, Professor für Bioethik aus Amerika, hat mit einigen anderen Abtreibungsgegnern ein Buch veröffentlicht mit dem Titel „Victims and Victors“ (zu Deutsch: „Opfer und Sieger“). Darin berichten sie von 192 Frauen, die aufgrund von Vergewaltigungen schwanger wurden und als Folge dessen eine Abtreibung durchgeführt hatten. In dem Buch werden diese Opfer persönlich zu ihrer Haltung zur Abtreibung befragt. Ihre Antworten überraschen, denn sie sind ganz anders, als die meisten unserer Gesellschaft es erwarten würden: Fast jede der Frauen sagte, sie bereue es, ihr Kind abgetrieben zu haben, trotz der schrecklichen Umstände, durch die es gezeugt worden sei. Und mehr als 90% der Befragten sagten aus, sie würden anderen Opfern sexueller Gewalt davon abraten, eine Abtreibung durchzuführen. In anderen Fällen wurden Frauen befragt, die nach einer Vergewaltigung das Kind ausgetragen hatten, und nicht eine von ihnen bereute es.

Letztendlich ist die Tötung des unschuldigen ungeborenen Kindes, das während einer Vergewaltigung gezeugt wurde, ja keine Strafe für den Täter und auch keine Entschädigung für das Opfer der Vergewaltigung. Indem man ein zweites Opfer schafft wird das Leid des ersten Opfers nicht gelindert. Abtreibungen tragen nicht zur seelischen oder körperlichen Heilung von Vergewaltigungsopfern bei.

Jesu Jünger hatten nicht gewusst, wie wichtig Kinder in Gottes Augen sind. So lesen wir in Lukas 18 davon, dass einige Eltern mit ihren Kindern zu Jesus kamen, damit Er sie segnet, doch die Jünger wollten sie davon abhalten. Als Jesus dies sah, sprach Er zu den Jüngern: „Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn gerade für solche wie sie ist das Reich Gottes“ (V. 16). Hier erklärt Jesus ganz deutlich, dass Kinder keine Belästigung, sondern ein Teil seines göttlichen Reiches sind.

In Gottes Augen sind Kinder ein Segen und ein Geschenk Gottes (vgl. Ps 127,3-5). In unserer westlichen Kultur werden sie allerdings häufig nur als Verpflichtung angesehen. Wir müssen daher lernen alle Kinder so anzusehen, wie Gott sie sieht, und sie so behandeln, wie Gott es von uns erwartet. Nämlich indem wir das Recht der Schwachen und Waisen verteidigen, indem wir für die Bedürftigen und Schutzlosen einstehen und sie aus der Gewalt der Gottlosen befreien (vgl. Ps 82,3-4).

 

© Tabletalk magazine; Ligonier Minstries

Autor: Randy Alcorn ist Leiter des christlichen Missionswerkes Eternal Perspective Ministries.

Quelle: Herold Schriftenmission

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624. Gott liebt Deutschland

Donnerstag, 28. Dezember 2017 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

Gottes Zusagen sind Ja und Amen, dass was unser Gott zusagt das hält ER gewiß. ER sagt es uns in seinem Wort der Bibel vielemale, dass wir ihn auch auf seine Verheißungen hin prüfen können. Ich habe es in meinem Leben erfahren, dass Gott treu ist und viele Millionen anderer Christen können dies ebenfalls bezeugen. Auch seine Zusagen zu Völkern hält Gott zuverlässig ein. Wenn wir Gott aber verlassen, dann zieht ER sich auch manchesmal für eine bestimmte Zeit zurück. Wenn wir aber von unseren falschen Wegen umkehren, dann ist ER treu und gerecht, dass ER uns unsere Sünden vergibt und uns immer wieder so herstellt als hätten wir nie gesündigt.

Dieser Beitrag von Pastor Aidoo sagt ein Stück zu dieser Thematik aus. Ich bedanke mich bei der Evangelischen Allianz für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

Deutschland Fahne_by_Lilo Kapp_pixelio.de

Warum nur, fragt sich der afrikanische Pastor Richard Aidoo, sind in Deutschland die Regale voll und die Gesichter leer?

 

Deutschland hat viel getan für den Rest der Welt: Missionare, Martin Luther, und sogar Mercedes Benz. Deutschland hat Entwicklungshilfe geleistet und zwar weltweit. Wir lernen immer noch viel von Deutschland und wir sollten täglich für Deutschland beten. In Hebräer 6,10 lesen wir: „Denn Gott ist nicht ungerecht, dass er vergäße euer Werk und die Liebe, die ihr seinem Namen erwiesen habt, indem ihr den Heiligen dientet und noch dient.“

 

Es stimmt, viele Gesichter, denen man in Deutschland begegnet, sind leer. Aber es gibt ebenso viele Menschen hier, die Gott dienen und sein Wort verbreiten. Wie die Mitarbeiter der Evangelischen Allianz und des Arbeitskreises Migration und Integration (AMIN), und darüber hinaus natürlich alle christliche Organisationen, die Menschen täglich helfen und das Wort Gottes leben. Gott hat nicht vergessen was Deutschland für die Welt getan hat. Und wird es auch nie vergessen.

 

Alles aus der Gnade Gottes

In meiner Heimat in Afrika müssen wir uns auf Gott verlassen, denn oftmals sind Ärzte oder Shoppingcenter oder Lebensmittelläden nicht vorhanden. Gott ist es, der uns versorgt: mit Regen für die Ernte, mit Heilung für die Kranken und mit Freude über die wunderschöne Landschaft die wir dort tagtäglich bewundern können.

Das Leben dort ist zwar einfacher, oftmals schwieriger, aber mit Gott komplett ausgefüllt. Gott ist in vielen Gesprächen Hauptthema. Und es gehört ganz selbstverständlich dazu, zu sagen: Gott segne dich. Psalm 42,1 und Psalm 121 drücken aus, wie sehr die Menschen in meiner Heimat dürsten nach Gott. Denn sie wissen, ihre Hilfe kann nur von Gott kommen. Das Trinkwasser und einfache Lebensmittel können nur von Gott kommen. Segen, Heilung, Bildung: Alles ist nur aus der Gnade Gottes vorhanden. Viele Menschen müssen ihre Augen auf Gott richten, denn sie können von keinem anderen Ort Hilfe erwarten.

In Deutschland verlassen sich jedoch viele Menschen auf ihr Wissen und Können sowie auf die Tatsache, dass die Regale hier immer gefüllt sind. Es gibt physisch keinen Mangel. Es gibt ein Gesundheitssystem und Obdach für jeden der will. Aber in den Herzen der Menschen gibt es noch mehr: einen tiefen Hunger nach einem Gott, den sie (noch) nicht kennen. Im Herzen sind sie zum Teil leer und es spiegelt sich auf vielen Gesichtern wieder.

 

Gegen die tiefe Leere

In Deutschland ist ein Auto oder Geld ein Gott für viele, denn dadurch bekommen sie Frieden und Freude. Aber wir wissen, wahrer Frieden und Freude kommt von Gott allein. Das Geld oder ein Auto kann nicht retten – und das Problem liegt darin, dass wenn aus irgendeinem Grund wie Arbeitslosigkeit plötzlich alles weg ist, dann entsteht eine tiefe Leere.

Geld kommt und Geld geht, ein Ehemann oder eine Ehefrau in vielen Fällen auch. Viele Menschen verlieren ihr Haus oder Vermögen oder einen geliebten Menschen und fühlen sich dann auf einmal wie verlassen. Es liegt also keine Sicherheit in irdischen Dingen. Aber Jesus gibt uns ewiges Leben, ewige Freude inmitten des Sturmes und tiefen Frieden – egal was passiert. Er liebt uns und bleibt für immer bestehen (Psalm 27,10 und Jesaja 43,2).

Menschen müssen wissen: Gott liebt dich, unermesslich! Es gibt kein Limit an Gottes Liebe und Gnade für dich. Meine Überzeugung ist: Deutschland wird geistlich wieder aufwachen und wieder zu einem geistlichen Riesen werden. Wir Christen in Deutschland müssen Gott „projizieren“: allen Menschen zeigen, wie er wirklich ist.

 

Mit Jeremia 31,3 möchte ich sagen: Gott liebt dich, Deutschland.

 

 

 

 

Autor:

Pastor Richard Aidoo stammt ursprünglich aus Ghana. Er ist Gründer und Leiter der New Life Church in Düsseldorf, einer internationalen Gemeinde, die jeden Sonntag 6 Gottesdienste für 41 verschieden Nationalitäten anbietet. Dieser Text ist die Zusammenfassung des Referats von Richard Aidoo, das er im Rahmen des Allianzabends am 23. September 2011 in Bad Blankenburg gehalten hat.

 

Quelle – EINS Magazin

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623. Deutsche Medien verschweigen solche Geschehnisse

Dienstag, 26. Dezember 2017 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

viele von Ihnen werden einen solchen Bericht kaum Glauben schenken, weil Sie von den westlichen Medien solche Berichte nie zur Kenntnis bekommen werden. Solche Aktionen gibt es viele in Israel, nur sind im Nahen Osten und in Deutschland und Europa Medienvertreter am Werk die solche Liebesbeweise von Seiten des Staates Israel nicht berichten. Es darf einfach nicht sein, dass Israel in einem guten Licht erscheint. Die Normalität der Berichterstattung aus Deutschland und Europa zeigt wie israelische Soldaten auf “unschuldige Steinewerfer” schießen. Das kommt an! Eines möchte ich diesen Leuten ins Tagebuch schreiben: “Die Wahrheit wird am Ende immer siegen.”

 

 

Anti-Israel-Meldung zeigt unfreiwillig Israels großes Herz

 

Diese Nachricht der Wafa-Nachrichtenagentur sollte zeigen, wie herzlos sich Israel gegenüber den Arabern erhält:

„Rajab Tahhan, der eine lebenslange Haftstrafe in einem israelischen Gefängnis absitzt, durfte seinen schwerkranken Sohn nur 30 Minuten lang besuchen. Majd ist 19 Jahre alt und wird im Hadassah Krankenhaus gegen Leukämie behandelt. Tahhan wurde in Handschellen ins Krankenhaus gebracht, wo er kurz mit seinem Sohn zusammensein konnte, während andere Verwandte nicht zugegen sein durften. Vater und Sohn weinten vor Freude und Trauer. Rajab Tahhan ist wegen Mordes an David Catorza zu lebenslanger Haft verurteilt. Er kam im Zuge des Shalit-Deals frei, ist aber inzwischen wieder inhaftiert.“

Wenn man nicht von Israelhass besessen ist, liest sich diese Nachricht jedoch nicht als Anklage gegen Israel, sondern als Zeugnis seines guten Herzens. Man stelle sich vor: Ein Palästinenser ermordet einen Juden, der auf dem Weg zur Synagoge ist. Der schwerkranke Sohn des verurteilten Mörders wird in einem israelischen Krankenhaus behandelt. Dem Vater wird gestattet, ihn dort zu besuchen, was nur mit hohem Aufwand möglich ist. Nicht viele Länder würden derart human agieren, und am allerwenigsten die Palästinensische Autonomiebehörde.

 

Quelle: israelheute.com

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622. Ein Scheich spricht von Liebe und Frieden

Dienstag, 26. Dezember 2017 | Autor:

Scheich Jaber. Das Bild wurde uns von seinem Freund per WhatsApp geschickt. Ein vereinbartes Treffen mit ihm fand nicht mehr statt, da er kurz zuvor vom Palästinensischen Sicherheitsdienst der Zusammenarbeit mit Israel beschuldigt und festgenommen wurde.

Lieber Blogbesucher,

das Magazin www.israelheute.com bringt seit Jahrzehnten Berichte rund um Israel. Dieses Magazin unterscheidet sich von den allermeisten Medien aus Deutschland und Europa dadurch, dass es die Geschehnisse wahrheitsgetreu berichtet, d.h., israelheute bringt auch dass, was andere weglassen. Darum ist es wichtig, wenn man sich eine ehrliche Meinung bilden will, dass man auch an der Wahrheit interessiert ist.

Juden zu hassen, ist die Grundhaltung der palästinensischen Bevölkerung, besonders bei der jungen Generation. Man begründet das damit, dass Israel den Palästinensern das Land gestohlen habe. Um es aus den Händen der Zionisten zu befreien, gelten alle Mittel als legitim. Dieser Hass wird in den palästinensischen Medien, Schulen und Moscheen kultiviert. Dabei sind viele Palästinenser niemals einem Israeli persönlich begegnet. Aber es geht auch anders. Scheich Mahmoud Jaber ist einer von denen, die früher die Juden hassten, heute aber Liebe und Frieden propagieren. „Liebe alle, hasse niemanden!“ lautet sein Motto.

 

„Als ich jung war, wollte ich die Juden abschlachten“, erzählte Scheich Mahmoud Jaber (49) in einem offenen Gespräch mit Israel Heute. „So wurden wir erzogen. Juden dürfen nur gehasst werden.“ Was er heute bei palästinensischen Kindern wahrnimmt, erinnert ihn an seine eigene Kindheit und Jugend. In den 1980er Jahren plante der 17-Jährige zusammen mit einem 16-jährigen Freund einen Terroranschlag. Sie wollten am Eingang einer israelischen Militärbasis ein mit Sprengstoff beladenes Auto in die Luft jagen. Als sie sich der Absperrung näherten, hielt eine Patrouille neben ihnen. Die Soldaten fragten die beiden, was sie am Sperrzaun zu suchen hätten. Sie gaben an, nach Lebensmitteln Ausschau zu halten. Sofort besorgte ihnen einer der israelischen Soldaten eine warme Mahlzeit aus der Kantine.

 

Diese Begebenheit vor gut 30 Jahren bewirkte die Wende in seinem Herzen. Der Scheich erzählte uns, wie er alles andere erwartet hatte, aber nicht solch eine Reaktion. „Mein Freund und ich haben uns angeschaut. Wir dachten dasselbe. Ich sagte zu ihm: Wir können doch keinen Menschen töten, der uns Gutes getan hat. Er hätte uns erschießen können. Stattdessen hat er uns geholfen. Vielleicht sind die Israelis ja gar nicht so schrecklich? Von da an suchte ich nach der Wahrheit. Alles, was uns erzählt wurde, war falsch.“

 

Im Zuge der ersten Intifada (1989) wurde Mahmoud Jaber zu einer vierjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, weil er nachweislich einer Terrororganisation angehörte. Die Strafe nennt er heute eine „Kleinigkeit“. Er freut sich: „Allah

hat mich davor bewahrt, Menschen zu töten.“ Der Scheich, der mit zwei Frauen verheiratet ist und acht Kinder hat, lebt in Hebron, nicht weit von der westlichen Einfahrt zur jüdischen Siedlung Kiriat Arba. Hingebungsvoll versucht er, seine palästinensischen Geschwister von ihrem Hass auf Juden abzubringen. Auch wenn es in einer so stark religiös geprägten Stadt für ihn nicht ungefährlich ist, lässt er nicht davon ab, seine Botschaft von Liebe und Frieden mit den Juden zu verkünden. „Was haben wir nicht alles ohne Erfolg versucht – Kriege, Tod und Blut. Lasst es uns doch einmal mit Liebe versuchen! Lasst uns den wahren Frieden suchen! Wenn ich den Hass aus meinem Herzen verdränge und du den Hass aus deinem Herzen, dann können wir gemeinsam Frieden schaffen.“

 

Uns gegenüber räumte er ein, dass die palästinensische Bevölkerung seine Botschaft nicht leicht verkraften kann.

„Letztendlich ist es ein Palästinenserkind oder Jugendlicher, der mit dem Messer auf einen Juden losgeht. Ihm wurde versprochen, dass er dafür in den Himmel kommt.“ Die Realität ist bei weitem nicht so, wie Jaber sie sich wünscht. Aber er verspürt bereits Anzeichen einer Veränderung in der palästinensischen Bevölkerung.

 

Vor einigen Monaten war Jaber mit dem israelischen Fernsehjournalisten Ohad Hemo in Hebron. Auf der Straße sprachen sie auf arabisch mit Palästinensern. „Wir fragten zwei Kinder, was sie von Juden denken. Sie sagten, die Juden seien Hunde, nicht wertvoller als eine Schuhsohle. Ich sagte ihnen, dass mein Begleiter Jude sei und sie anständig reden sollten.“ Ein Erwachsener meinte, die Palästinenser seien zwei Mal erobert worden: „Ein Mal von den Israelis und das zweite Mal durch die Autonomieführung, die uns verhungern lässt. Ich habe keine Angst, das öffentlich zu sagen. Als die Juden in Hebron herrschten, hatten wir ein hervorragendes Leben. Wenn ich wählen könnte, würde ich eine jüdische Herrschaft bevorzugen. Früher gab es eine Lebensfreude in Hebron, die heute verschwunden ist.“ Er hätte sich beim Abzug der Israelis mit Zähnen und Klauen am letzten israelischen Jeep festklammern sollen, der von Hebron wegfuhr, resümmiert er. Der Scheich kennt diese Geisteshaltung gut: „So denken viele, aber Angst lähmt die Leute. Nach der Ausstrahlung unseres Berichts im israelischen Fernsehen wurde ich vom palästinensischen Geheimdienst verhört. Aber ich werde auch zukünftig die Wahrheit nicht verschweigen und zu Liebe und Frieden aufrufen.“

 

Autor:  Aviel Schneider

Quelle: israelheute.com

 

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621. Die Islamisierung Jerusalems

Dienstag, 26. Dezember 2017 | Autor:

Oft genug wird behauptet, israelische Behörden würden Jerusalem „judaisieren“. So wird impliziert, dass die Juden keine historische Verbindung zu dieser Stadt hätten. Es verblüfft immer wieder neu, dass trotz des Wissens über die Weltgeschichte unsägliche Geschichtsklitterung Verbreitung findet.

 

Lieber Blogbesucher,

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In diesem Fall ist die Wahrheit faktisch das genaue Gegenteil dessen, was behauptet wird. Die Stadt Jerusalem hat in der Tat eine erzwungene Transformation erlebt, aber es war keine „Judaisierung“, sondern vielmehr eine Islamisierung. Archäologische Beweisstücke und zahlreiche Dritt-Quellen belegen, dass die Juden in Jerusalem seit der Zerstörung des Tempels eine fast durchgängige Präsenz hatten. Dieser Tempel, genauer: der Erste und nach ihm der Zweite jüdische Tempel, wird vom meistgelesenen Buch der Welt, der Bibel, bezeugt. Er stand in Jerusalem, Jahrhunderte vor dem Aufkommen des Islam.

Nachdem die Juden von den Römern vertrieben worden waren, begann vor etwa 200 Jahren der Prozess, der die

jüdische Bevölkerungsmehrheit in Jerusalem wieder herbeiführte. Das lässt sich in jeder Enzyklopädie mühelos verifizieren. Wie kann es dann sein, dass heute so viele der Behauptung glauben, dass Jerusalem immer eine arabische bzw. moslemische Stadt war und auch heute noch sei?

Das Jahr 1929 sah einen ersten Höhepunkt der Gewalt, als die Moslems, angestachelt durch ihre religiösen Führer, viele Juden töteten und ihren Besitz entweder an sich brachten oder verbrannten. Eine noch intensivere Runde dieser Ausschreitungen der antijüdischen Gewalt fand in den Jahren 1936 bis 1939 statt. Viele der Juden, die im östlichen Teil Jerusalems einschließlich der Altstadt lebten, flohen. Nur in dem kleinen Bereich, der jetzt als jüdisches Viertel bekannt ist, blieben sie.

Ein Jahrzehnt später, während des Unabhängigkeitskrieges 1948, eroberte Jordanien Ost-Jerusalem und vertrieb

die noch verbliebenen Juden. So schwand die jüdische Mehrheit, zumindest in der Altstadt, dem Herzen Jerusalems. Die Moslems sprengten Synagogen, schändeten Friedhöfe und eliminierten alle sichtbaren Spuren jüdischen Lebens und jüdischer Geschichte. In Ost-Jerusalem wurde die Geschichte einer radikalen Revision unterzogen und eine islamische Legende erschaffen. Diese wurde von der antijüdisch voreingenommenen

internationalen Gemeinde bereitwillig akzeptiert.

Die Islamisierung Jerusalems im 20. Jahrhundert machte nicht bei den Juden Halt. Vielmehr wirkte sie sich auch auf die hier lebenden Christen aus. Aber diese wurden nicht vertrieben. Sie waren dazu verurteilt, unter moslemischer Aufsicht zu leben. Die Jordanier verboten nach ihrer Annexion des östlichen Teils von Jerusalem den Christen den Kauf von Grundstücken. Sie zwangen alle christlichen Schulen, den Koran zu lehren. Unterrichtssprache hatte Arabisch zu sein. Die meisten der Christen, die damals in der Altstadt lebten, waren Armenier. Viele von ihnen sprachen kein Arabisch. Der unterrichtsfreie Tag wurde vom Sonntag auf den Freitag verschoben, um die christlichen Gottesdienste durcheinanderzubringen. Auch der christliche Charakter der Stadtsollte zerstört werden.

Aber dieser Plan schlug fehl. Die Juden schlichen nicht weg, wie die Moslems erwartet hatten. Wohl verließen sie ihre Häuser unter Zurücklassung ihres Eigentums, aber sie gingen nicht weit weg. Das westliche, jüdische Jerusalem blühte auf und überflügelte bald die östliche Hälfte, ein Effekt, der noch heute deutlich spürbar ist. Es ist festzustellen: Das West-Ost-Wohlstandsgefälle in Jerusalem resultiert daraus, die jüdische Verbindung zu dieser Stadt zu leugnen. Nur da, wo Juden lebten und arbeiteten, hat Jerusalem Aufschwung erlebt. Schon Winston Churchill meinte gegenüber der britischen Diplomatin Evelyn Shuckburgh, dass man gut daran täte, den Juden Jerusalem zu überlassen. Viele arabische Einwohner der Stadt verstehen dies inzwischen. Sie sind dagegen, die Fehler des vorigen Jahrhunderts immerfort zu wiederholen. Sehr viele erklären israel heute gegenüber, dass sie die palästinensische Herrschaft über Ostjerusalem ablehnen und lieber unter israelischer Herrschaft leben möchten.

 

Autor: Ryan Jones

Quelle: www.israelheute.com

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620. Das jüdische Jerusalem: Eine „Beleidigung“ für den Islam?

Dienstag, 26. Dezember 2017 | Autor:

Lieber Blogbesucher,

das Magazin www.israelheute.com bringt seit Jahrzehnten Berichte rund um Israel. Dieses Magazin unterscheidet sich von den allermeisten Medien aus Deutschland und Europa dadurch, dass es die Geschehnisse wahrheitsgetreu berichtet, d.h., israelheute bringt auch dass, was andere weglassen. Darum ist es wichtig, wenn man sich eine ehrliche Meinung bilden will, dass man auch an der Wahrheit interessiert ist.

 

 

Ein Konflikt im Namen der Religion ist nicht politisch korrekt. Deshalb haben unsere liberalen Gesellschaften, die in Israel eingeschlossen, so hart daran gearbeitet, den israelisch-arabischen Konflikt als rein nationalistisch darzustellen. Selbst der Begriff „israelisch-arabischer Konflikt“ ist bereits ein Teil dieser Bemühungen. In Wirklichkeit ist es jedoch ein jüdisch-islamischer Konflikt, denn die islamische Welt, Araber wie Nicht-Araber, ist nicht gegen Israels Staatsbürger im Allgemeinen, sondern allein gegen die jüdische Bevölkerungsmehrheit.

 

Es versteht sich von selbst, dass kein Aspekt des Konflikts im größeren Maße religiös zu nennen ist, als der um die Stadt Jerusalem.

 

Nahost-Experte Mordechai Kedar sprach kürzlich auf einer Konferenz, die die israelische Regierung für westlich-christliche Medienvertreter ausgerichtet hatte. Kedar erläuterte, dass das, was meist als simple Streiterei über Land angesehen werde, in Wirklichkeit ein Kampf um die „Gültigkeit des Islam“ sei.

 

Die islamische Lehre verknüpft den Anspruch auf religiöse Rechtmäßigkeit mit der Fähigkeit, Andersdenkende zu unterwerfen. Ein Land oder Volk, das einmal unter islamischer Herrschaft war, muss darunter verbleiben. Der Islam kann den Verlust von Gebiet oder von Gläubigen nicht in sein Weltbild integrieren.

 

Aber genau dies ist geschehen, als Großbritannien das Heilige Land einnahm und einen Teil davon den Juden überließ. „Israels Wiedergeburt durch die Hilfe christlicher Länder und die als Eroberung empfundene Positionierung Jerusalems bedeuten eine theologische Bedrohung für den gesamten Islam“, sagte Kedar. „Der Tempelberg ist das eigentliche Schlachtfeld. Uns bleibt nichts anderes übrig, als uns zu entscheiden, ob wir aufgeben.“

 

Quelle: www.israelheute.com

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