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762. Wichtige Warnhinweise zu Corona-Ausbrüchen

Freitag, 3. November 2023 | Autor:

Die Maschenbreite der Masken von 5 μm kann Viren von 0,5 μm oder Aerosole von 1 μm Größe nicht aufhalten. Das verdeutlichte Prof. Bergholz (Physiker und Mitglied der Sachverständigen-Kommission der Bundesregierung) auf einem Ärztesymposium im September 2022 mit den Worten: „Man würde ja auch keinen Maschendrahtzaun vor ein offenes Fenster machen, damit die Mücken im Sommer draußen bleiben.“ (https://tkp.at/2023/01/22/meta-analyse-ueber-37-studien-maskentragen-ist-gesundheitsschaedlich/)

 

Liebe Besucher,

die nachfolgende Betrachtung zu Corona zeigt auf wie durchgedreht das deutsche Volk inzwischen ist. Ob man je wieder „normal“ wird kann nicht vorhergesagt werden, weil schwerwiegende Schäden im Denken der Leute festzustellen sind.

 

Wichtige Warnhinweise zu den Corona-Ausbrüchen

von Dr. Graf Rottweil*

In verschiedenen Regionen Deutschlands ist eine unbekannte Zahl von Corona-Viren ausgebrochen. Wie sie entweichen konnten und wo sie verblieben sind, ist unklar; die Polizei tappt auch bei Tage im Dunkeln. Bitte halten Sie Fenster und Türen geschlossen und lassen Sie Radio und TV gleichzeitig eingeschaltet. Die Gefahrenlage ist unübersichtlich und kann sich ständig ändern. Die Bürger sollten mindestens einmal täglich den Polizei-Notruf wählen, um zu erfuhren, ob ihre Region betroffen ist. Bitte wähnen Sie sich nicht in Sicherheit, nur weil sie keine Viren sehen. Inzwischen weiß zwar jeder, wie sie aussehen, aber die sind so heimtückisch klein, dass auch ein Mikroskop nichts zur Identifizierung beiträgt. Aus demselben Grund fällt es ihnen so leicht auszubrechen, Seien Sie beruhigt: Sollten Sie eine Mikrobe sehen, so ist es bestimmt kein Corona-Virus.

Wenn Sie sich ganz gesund fühlen, dann ist das besonders bedenklich, denn die meisten Infektionen verlaufen symptomlos. In Hot-spot-Regionen werden Tests auf offener Straße angeboten. Wenn Sie also nicht sicher nicht infiziert sind, gehen Sie zum Straßenabstrich. Tragen Sie außer Haus stets ein Notizbuch bei sich, um die persönlichen Angaben von allen aufzuschreiben, die Ihnen näher als 1,50 m kommen (mit Zollstock gemessen – wie leicht verschätzt man sich!). Jeder wird Ihnen dankbar sein, sollte er es mittels Kontaktverfolgung erfahren, wenn Sie positiv getestet wurden und er dann 14 Tage zuhause bleiben darf.

Sollten bei 1000 Tests 10x so viele positiv sein wie bei 100, müssen zwingend Reisebeschränkungen angeordnet werden. Wer drin ist, worin auch immer, darf nicht mehr raus; wer nicht drin ist, muss draußen bleiben. Dies schützt die einen vor den anderen und umgekehrt. („Fürchte deinen Nächsten wie dich selbst!“) Bleiben Sie also am besten gleich, wo Sie sind und konzentrieren Sie sich aufs regelmäßige Ein- und Ausatmen, denn so schützen Sie einstweilen ihr Leben. Sollte Ihnen dennoch oder jetzt erst recht die Luft wegbleiben, so seien Sie versichert, dass in Deutschland jederzeit ausreichend Beatmungsplätze vorgehalten werden. Dies kommt Ihnen zugute, falls Sie rechtzeitig zu einer Klinik gebracht werden, denn Mund-zu-Mund-Beatmung als Erste Hilfe ist wegen der Ansteckungsgefahr aus dem Notfall-Repertoire gestrichen worden.

Egal, wie Ihr Test ausfällt – bleiben Sie stets positiv!

 

 

 

 

 

 

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761. Deutschland am Abgrund…

Mittwoch, 18. Oktober 2023 | Autor:

Zum lesen auf das Bild klicken

 

Das Volk ist der Souverän

 

Liebe Besucher,

haben Sie in den letzten Jahren schon einmal darüber nachgedacht was man mit uns Bürgern macht. Wir die Steuerzahler die dieses Land am Leben halten werden bevormundet wie kleine und unfähige behinderte Kinder. Wir, die wir die Politiker als unsere Stellvertreter durch Wahl eingesetzt haben, werden von den allermeisten dieser Leute, sobald sie am Ruder sind, verraten und verkauft. Unsere Stimmen wollten sie um an die Macht zu kommen und danach das Volk zu bevormunden.

Meine Frage seit mehr als 10 Jahren ist immer die gleiche – warum lässt sich der deutsche Michl dies gefallen? Warum kennt der Bürger seine Rechte nicht in Anspruch die im Grundgesetz verankert sind? Warum diese Gleichgültigkeit gegenüber dem Unrecht in den letzten Jahren? Warum keine Aufschrei gegen Korruption, Lügen und Betrug?

Ist es die Gottlosigkeit die in diesem Volk Einzug genommen hat? Wenn ich in die Bibel schaue und sehe wie Gott mit seinem Volk Israel umgegangen ist, wenn sie ihn verlassen haben, dann habe ich eine Antwort. Genauso, wie Gott Israel für seine Sünden immer wieder bestraft hat, so tut er es auch mit uns, wenn wir nicht umkehren. Es gäbe dazu noch viel zu sagen, aber ich breche hier einmal ab und bitte sie die nachfolgenden Zeilen einmal aufmerksam zu lesen und zu bedenken.

 

 

 

 

Erklär mir das bitte jemand. 💚 Ich verstehe es nämlich wirklich nicht ! 🤔

 

Die Menschen in Deutschland haben genug von der Migrationspolitik.

Die Menschen wollen das Gendern nicht und wissen, dass es nur zwei Geschlechter gibt.

Sie sehen die hohen Preise an den Tankstellen und merken, dass die Energiewende sehr viel mehr kostet als nur eine Kugel Eis.

Sie sehen, dass eine Firma nach der anderen Insolvenz anmelden muss und andere Unternehmer klar sagen: Wir gehen ins Ausland.

Sie hören, dass die Sozialbeiträge nächstes Jahr weiter drastisch steigen werden, genauso wie die CO2-Steuer.

Sie fragen sich, ob sich das Arbeiten überhaupt noch lohnt, weil das Bürgergeld derart erhöht wird, das man anfängt zu rechnen, ob sich Arbeit lohnt.

Sie finden keine bezahlbare Wohnung mehr und rechnen bei jedem Lebensmitteleinkauf nach, während gerade Zugezogene hier in Rundumsorglos-Hotels untergebracht werden.

Sie wissen, dass die Rente nicht mehr reichen wird.

Sie lesen von so absurden Dingen wie einer geplanten „Sand-Steuer“.
Ihnen wird wahlweise Flug-, Auto- oder Fleischscham verordnet und wenn Sie das Pech haben und Klimakleber vor der Nase haben, bekommen sie Ärger mit der Polizei, wenn sie diese wegräumen.

Wenn die Bürger für Grundrechte demonstrieren, werden Wasserwerfer aufgefahren.

Vergewaltiger bekommen dagegen „gut integriert“ Bewährungsstrafen, 🤔


Mörder mit speziellem Hintergrund sind generell schuldunfähig,
mit Clan-Mitgliedern werden Deals gemacht, aber wehe Michel gibt die Steuererklärung zu spät ab.

Wenn sich jemand politisch unkorrekt äußert, verliert er durchaus seinen Job, gegen die Cancel Culture kommt kaum noch einer an.

Medien können jeden für Freiwild und als Nazi erklären, die Unschuldsvermutung gilt nicht mehr.

Für Zwangserziehung werden Zwangsgebühren fällig, selbst dann, wenn man keinen TV zu Hause stehen hat und das Programm nicht sieht.

Zeugen werden wie Schwerverbrecher behandelt, Behörden hören Telefonate zwischen Mandanten und Anwälten ab und geben vertrauliche Informationen an die Presse, ohne, dass es Konsequenzen hat.

Freibäder waren mal nette Erholungsorte, jetzt werden Unsummen für Wach- und Sicherheitsdienste ausgegeben.

Statt den Kindern richtig lesen und schreiben beizubringen, diskutiert man darüber, ob Drag-Queens in Kitas auftreten sollen, dass 14jährige ihr Geschlecht ändern und 16jährige wählen können, aber 18jährige immer noch nach Jugendstrafrecht bestraft werden, weil die persönliche Entwicklung in jungen Jahren noch nicht abgeschlossen sei.

Anstatt auf unsere grüne Lunge aufzupassen, werden Wälder für Windkraftanlagen abgeholzt und so zerteilt, dass sie anfällig für Hitze und Stürme werden.

Anstatt auf klimafreundliche Kernkraft zu setzen, setzt man auf Kohle und importiert lieber teureren Atomstrom anstatt ihn selbst herzustellen.

Politiker leisten sich einen Irrsinn nach dem anderen, aber Rücktritte sind out.

Eine Lagarde wird vor Gericht wegen des Zulassens von Staatsgelder-Veruntreuung verurteilt und mit dem EZB-Chefposten belohnt, eine von der Leyen löscht in Skandalen ihre Handydaten und wird mit dem Posten der Präsidentin der Europäischen Kommission entlohnt, ein Scholz steckt mitten im CumEx und Wirecard-Skandal und darf als Kanzler, der sich an nichts erinnern kann, nun Probleme wegkichern.

Die Steuern- und Abgaben steigen statt zu sinken, Enteignungen sind im Gespräch, Leistungsträger werden bis zum Geht-nicht-mehr geschröpft. Man diskutiert, ob Oma und Opa das Haus räumen müssen, weil sie zu viel Fläche haben oder ob Singles mehr als eine Ein-Zimmer-Wohnung mieten dürfen.

Währenddessen überlegt sich die EU, wie sie die Bürger noch mehr überwachen kann und erfindet so tolle Dinge wie die „Chatkontrolle“ und den „Digitalen Euro“, damit auch ja keiner mehr entkommen kann.

Statt mehr Freiheit und einem schlanken Staat bekommen die Bürger mehr Verbote, mehr Auflagen, mehr Überwachung, mehr Bürokratisierung und einen aufgeblasenen Beamtenapparat, damit auch ja jeder Politiker-Spezi gut versorgt wird.

Warum machen wir das noch mit

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760. Krieg in Israel – die Bibel sagt es voraus

Donnerstag, 12. Oktober 2023 | Autor:

 

 

Liebe Besucher,

als ich am Freitag den 06.10.23 noch die fröhlichen Videos vom Laubhüttenfest anschaute habe ich mich mit Freude immer wieder an meine bisherigen Reisen nach Israel erinnert. Als ich dann am Samstag von diesem Terrorakt der Palästinenser erfahren habe, war ich schockiert, habe mich aber auch gleichzeitig an viele Vorträge von Ludwig Schneider erinnert, der immer wieder auf diese Konstellation hingewiesen hat.

Viele in unserem Land die die Bibel nicht kennen oder sich von den Mainstreammedien informieren lassen, kennen die wahren Gründe solcher Auseinandersetzungen nicht.

Wolfgang Simson hat es mit seinem Bericht genau auf den Punkt gebracht, was die wahren biblischen Hintergründe für diese Konflikte sind.

Heuchlerisch und peinlich dagegen finde ich die Stellungnahmen unserer Politiker und der EU, die jetzt ihr Entsetzen zum Ausdruck bringen, obwohl sie jahrelang die Palästinenser hofiert und finanziell unterstütz haben und dies bis zum Tag des Überfalls getan haben. Geht es noch heuchlerischer?

Lesen Sie mit offenen Augen und Ohres des Herzens diesen guten Kommentar.

Ich danke Wolfgang Simson für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

 

 

Wer die sich überschlagenden Nachrichten über den aktuellen Konflikt in Israel in den säkularisierten Medien hört, dem begegnen schreiende Ratlosigkeit, Wut, Ohnmacht und hilflose Friedens-Appelle, die Waffen doch bitte niederzulegen. Der Grund dafür ist einfach. Wer ohne den biblischen Gott versucht, die Welt zu erklären, ist farbenblind für die großen Zusammenhänge und steht hilflos vor Entwicklungen, die komplett überfordern. Auch politische und militärische Experten kratzen dann nur an der Erklärungs-Oberfläche, ohne die tieferen Gründe zu erahnen. Und diese Gründe liegen auf einer Ebene, die dem Menschen ohne Gott nicht zugänglich sind. Auch gutgemeinte Solidaritätsbekundungen nach dem Motto „Wir stehen an der Seite Israels“ sind oft genug biblisch viel zu kurzsichtig. Gott ist der Schöpfer der Nationen und hat mit ihnen ein konkretes Ziel, das unabhängig von ihm nie erreicht werden kann. Ich möchte deshalb auf 4 wichtige Faktoren hinweisen, die uns helfen, die aktuelle Situation in einen größeren Zusammenhang einzubetten.

DER PSALM-83 KRIEG

Im biblischen Psalm 83 lesen wir:
(Verse 3-9) Gottes Feinde toben, die ihn hassen, erheben den Kopf und machen listige Anschläge gegen dein Volk (= Israel) und ratschlagen über deine Schützlinge. ‚Auf‘, sagen sie, ‚wir wollen sie ausrotten, als Volk vernichten, dass man sich an den Namen Israel nicht mehr erinnert.‘ Sie haben sich zusammengetan und einen Bund gegen dich gemacht, die Zelte der Edomiter und Ishmaeliten, der Moabiter und Hagariter, Gebaliter, Ammoniter und Amalekiter, die Philister samt Leuten aus Tyrus, und sogar Assur hilft den Kindern Lots (= Moab und Ammon).

Dieser prophetische Psalm beschreibt eine Situation, in der sich Israels umliegende Nachbarn zusammentun, um zu versuchen, gemeinsam Israel auszuradieren. In der Sprache des aktuellen Irans klingt da so: „Wir werden Israel von der Landkarte fegen.“ Diese im Psalm 83 beschriebene biblische Zehner-Allianz von islamischen Gruppen ist normalerweise völlig unversöhnlich in fast allen Dingen – nur der gemeinsame Hass auf Israel und dessen Gott formt sie immer wieder zu einer kurzfristigen Allianz. Das Psalm-83 Szenario ist dabei nicht nur ein einmaliges Ereignis, sondern ein chronisches, kriegerisches Schwelen, das immer wieder ausbricht und wahrscheinlich sehr absehbarer Zeit zu einem Vulkan werden wird – egal was die UN, die EU oder andere Nationen deklarieren. Israels tragisches Kernproblem ist nicht Hamas – sondern die eigene Sünde und das gebrochene Verhältnis zum eigenen Gott. Wenn Israel als Nation nicht ernsthaft umkehrt zu seinem Gott und seinem Messias, sondern weiter in blinder, ewiggestriger Religiosität einerseits und aggressiver Säkularisierung andererseits verharrt, hilft alles Beten nicht – egal ob an der Klagemauer oder in frommen Kirchenkreisen. Es tritt genau dieses donnernde Schweigen Gottes zu, über das sich schon der Psalmschreiber wunderte (Vers 2): Gott, schweige doch nicht so, sei doch nicht so still…

KRIEGERISCHE ÜBERGRIFFE FEINDLICHER NACHBARN

Jeder Leser des Alten Testaments weiß, dass Gottes ständige Botschaft an sein Volk Israel, zu ihm zurückzukehren, nur in wenigen Zeitabschnitten auf offene Ohren fiel. Wo nicht, griff Gott zu einem dreifach gestaffelten, pädagogischen Plan, nach dem Motto, wer nicht hören will muss fühlen. Phase 1 war, dass kriegerische Nachbarvölker in Israel einfielen, raubten und plünderten. In Phase 2 kam Israel als ganze Nation unter die Oberherrschaft fremder Völker – ihnen wurde das Recht genommen, sich selbst zu regieren. Phase 3 war der ultimative Höhepunkt von Gottes Gerichtshandeln: Kollektive Wegführung ins Exil nach Babylon oder später, wie in über 50 Stellen im Alten Testament vorausgesagt, die (globale) Vertreibung in die Nationen – wozu beispielsweise auch die extreme Holocausterfahrung zählt. Israel hat seit den Zeiten des Propheten Maleachi versucht, dieses pädagogische Grund-Narrativ der Bibel nicht nur zu ignorieren, sondern es so umzudrehen, dass sie selber als völlig schuldloses, globales Opferlamm dastehen, oder gar als Objekt „völlig unverständlicher Akte Gottes.“ Mit anderen Worten: Israel erlebt heute einmal mehr eine Phase 1-Aktion, mit denen ihr Gott versucht, sie aus ihrem selbstsicheren aber gottlosen Koma wachzurütteln. Gottes zulassendes Handeln würde auch erklären, weshalb alle Geheimdienste scheinbar übernatürlich „geschlafen haben“ und völlig auf falschem Fuß erwischt wurden.

HISTORISCHE UNTERLASSUNGSSÜNDE, DIE SICH BIS HEUTE RÄCHT

Es ist wichtig, sich die historischen Wurzeln des „Palästinenserproblems“ zu vergegenwärtigen. Als Gott Moses und Josua vor etwa 3.400 Jahren den Auftrag gab, das ganze Land Kanaan komplett einzunehmen, warnte er sein Volk ausdrücklich (4 Moses 33,50-56):

Wenn ihr aber die Einwohner des Landes nicht völlig vertreibt, werden diejenigen, die übrigbleiben, zu Dornen in euren Augen und Stacheln in euren Seiten werden.

Doch genau das geschah. Josua 11,23 berichtet darüber, dass die Enakiter – ein Volk von Riesen, die auf die dämonischen Mischwesen der Nephilim (Genesis 6,4) zurückgehen – zwar überall ausgerottet wurden, außer in Gaza, Gath und Asdod. (Siehe auch Richter 2,3; Josua 23,13). Diese Orte wurden, um im biblischen Bild zu bleiben, zu Dornen und Stacheln Israels – bis heute.

WARUM IST KEIN FRIEDEN MIT ARABERN MÖGLICH?

Eine der in Psalm 83 erwähnten Volksgruppen sind die Ishmaeliter, die Vorfahren der heutigen Araber. Sie gehen auf Ishmael zurück, Abrahams ersten Sohn mit Hagar, der Magd seiner Frau Sara. Von Ishmael heißt es in Genesis 16,12:

Er wird ein wilder Mensch sein, seine Hand erhebt er gegen alle anderen, und alle sind gegen ihn. Er wird in Abgrenzung gegen alle seine Brüder wohnen.

Wer die arabisch-sprachige Welt kennt, begegnet einer äußerlich friedfertigen Kultur, hinter deren Salam Aleikums sich aber oft ständige Sticheleien von intrigierenden Clans verbergen, die in Gebietsstreitigkeiten, kleinlichen religiösen Differenzen und ewigen, blutigen Fehden verheddert sind. Es ist keine schuldorientierte Welt wie der kulturelle Westen, sondern das höchste Gut ist die Ehre, die durch Loyalität zum eigenen Volk, Clan und der jeweiligen Religionsversion bewiesen werden muss. Ehre ist hier wesentlich wichtiger als Frieden. Ehrverletzungen können nicht durch Friedensschluss (oder Vergebung) wieder gut gemacht werden, sondern nur durch die Demütigung des anderen. Die eigene Identität entsteht nicht im Zusammenschluss mit anderen, sondern ganz im Gegenteil, in der Opposition und Konkurrenz zu anderen Clans und Sippen. Die biblische Sprache könnte nicht treffender sein: Ishmael ist, wie schon das Schwert in der arabischen Flagge zeigt, gewaltbereit (wild, hebt schnell die Hand gegen alle), und lebt in Abgrenzung gegen alle seine Brüder.

Der klassische Fehler des kulturellen Westens war und ist, diesen Faktor nicht begreifen zu können oder zu wollen. Deswegen waren und sind alle diplomatischen Friedensbemühungen mit Arabern historisch gesehen kurzfristig geblieben – und werden das auch weiterhin bleiben.

Nur durch das Evangelium vom Königreich Gottes – der bis heute fast überhaupt nicht verstandenen Hauptbotschaft von Jesus Christus – werden Einzelne, aber auch ganze Nationen Sinn und Frieden mit Gott und einander finden. Auch Araber – und schließlich Israel. Dort liegt die Lösung.

Wolfgang Simson, Innovationsberater und Theologe, hat israelische (nicht jüdische!), ungarische und deutsche Wurzeln.

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759. CSU – wer diese wählt muss wissen…

Freitag, 8. September 2023 | Autor:

Liebe Besucher,

…was diese Leute, besonders ein Herr Söder, den Kindern, alten Menschen und Familienvätern angetan haben. Sobald sie euere Stimme haben, fragen sie euch nicht mehr was sie machen, es wird mit Polizeigewalt und Strafen durchgedrückt.

Vergesst es nie!!!

 

Zur Erinnerung:

Schaut euch die Abstimmung zur Aushebelung des Grundgesetzes einmal an, wie euer CSU – Bundestagsabgeordneter abgestimmt hat.

 

Die Wendehalspolitik muss doch jetzt jeder noch normal denkende Bürger durchschaut haben. Lest nicht das Parteiprogramm, denn dies könnt ihr in die Tonne werfen, da hält sich niemand daran. Wenn du Christ bist, frage Gott, er antwortet uns, wenn wir ihn bitten. So steht es in der Bibel und das ist die Wahrheit, auch wenn satanische Kräfte in unserer Zeit alles in Frage stellen und das Gute Böse nennen, das Böse aber Gut. Wacht auf!!!

Leute die diesen Worten glauben tun mir leid.

Damit Bayern stark und stabil bleibt…

Welche Farben überwiegen bei der CSU Werbung?

Was glaubt ihr mit wem diese Partei liebäugelt?

 

Neueste Aussagen zum Stimmenfang von Herrn Söder

 

Schauen Sie sich einmal einige Aussagen aus der Vergangenheit an. Es ist gut sich zu erinnern.

 

 

 

Die Maschenbreite der Masken von 5 μm kann Viren von 0,5 μm oder Aerosole von 1 μm Größe nicht aufhalten. Das verdeutlichte Prof. Bergholz (Physiker und Mitglied der Sachverständigen-Kommission der Bundesregierung) auf einem Ärztesymposium im September 2022 mit den Worten: „Man würde ja auch keinen Maschendrahtzaun vor ein offenes Fenster machen, damit die Mücken im Sommer draußen bleiben.“ (https://tkp.at/2023/01/22/meta-analyse-ueber-37-studien-maskentragen-ist-gesundheitsschaedlich/)

 

Das was in diesen fast drei Jahren gelaufen ist, ist wider aller menschlichen Vernunft. Diese sogenannten Volksvertreter haben gegen das Volk entschieden, und gegen ihren Amtseid, Schaden vom Volk fernzuhalten gehandelt. Ja, besonders aus den sogenannten „christlichen“ Parteien hat man sich auf Kosten der Bürger mit Maskendeals um Millionen bereichert. Haben sie nochmal etwas gehört? Dass es ein Urteil gegeben hat?

 

 

 

Das sind die Leute die uns zur Maske zwingen wollen

 

Jeder der bereits nach kurzer Zeit erkannte, dass da etwas oberfaul ist, wurde als Nazi, Schwurbler oder Verschwörungstheoretiker beschimpft.

Dieser Mann nennt sich Christ!!!

 

 

Also überlegt sehr genau wen ihr wählt.

Mir fällt dazu ein Bild ein

Wolf in Schafspelz

 

 

 

 

 

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758. Wetter hat nichts mit Klimawandel zu tun

Montag, 4. September 2023 | Autor:

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Liebe Besucher,

nachdem die Corona Agenda nicht ganz so gelaufen ist wie sich dies die Ideologen und Weltverbesserer vorgestellt haben, favorsiert man nun das Thema Klimawandel mit aller Gewalt.

Es kommt mir bei diesen religiösen Klimafanatikern so vor wie bei den Kreuzzügen 1095/99 und dem 13. Jahrhundert.

Alles und jeder der sich nicht der Meinung dieser religiös Verrückten gebeugt hat wurde gnadenlos verfolgt oder getötet. So also hat sich die Menschheit „fortentwickelt“. Nein, davon ist die Intelligenz des 21.Jahrhundert weit entfernt. Wenn man die Geschehnisse in unserer Zeit – Abtreibung, Gender, Klimawahn – genau analysiert, dann kommt man zu dem Schluss, dass wir uns eher auf die Steinzeit zurückbewegen.

Obwohl erfahrene und hochdotierte Experten eine fundierte und realistische Meinung zum „Klimawandel“ haben, werden sie von den verwirrten, ahnungslosen und machtgierigen Politikern und Presseleute nicht gehört. So etwas nennt sich VOLKSVERTRETER!

Bilden Sie sich selbst eine Meinung anhand der folgenden Beiträge.

Eines macht mich gelassen bei diesem ganzen Wahnsinn. Die Wahrheit und Gerechtigkeit werden am Schluss siegen, weil der Schöpfer des Universums und der Erde bestimmt was mit dieser Erde geschieht. Er hat es in seinem Wort der Bibel verbrieft:
Es wird nicht aufhören Sommer und Winter, Frost und Hitze, Tag und Nacht, Saat und Ernte. Das Ende wird für die, die an ihn glauben wunderbat sein. Die, die ihn geleugnet haben werden Qualen erleiden ewig.

 

Die Lügen sind unerträglich

 

 

Die Lügen schonungslos aufgedeckt

 

 

Das angeblich schädliche CO 2

 

Hier sehen sie wie das Volk verars…. wird. Wie lange wollen sie diesen Schwachsinn noch glauben.

 

 

Soviel zu Waldbränden

 

 

Hören sie sich das an und werden sie endlich aktiv und lassen sie sich nicht mehr weiter veralbern

 

 

Wenns noch nicht genug ist, dann schauen sie dieses Video

 

 

Wetterextreme werden weniger

 

Die Klimapanik ist eine Massenhysterie Bewegung wie Covid

 

Wetter hat mit Klima Null zu tun

 

Was sagen die Klima Ideologen zu solchen Zahlen?

 

 

Wenn diese Klima Verwirrten nicht unser Wetter mit Chemie zerstören würden, könnten wir alle in Ruhe und Frieden leben.

 

Chemtrails

 

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757. Ökumene – Wolf im Schafspelz

Sonntag, 3. September 2023 | Autor:

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Liebe Besucher,

schon viele Jahre vor meiner Bekehrung hörte ich immer wieder von einer Ökumene. Aber es interessiert mich nicht was dahinter verborgen war.

Erst als ich von neuem geboren wurde befasste ich mich mit den Hintergründen und wurde dann sehr überrascht, was für eine Verführung dahintersteckt. Noch mehr aber hat mich geschockt wie geistliche Leiter verschiedener Denominationen sich einer solchen Organisation ausliefern konnten. Das hat mir gezeigt, dass sie keine Gabe der Geisterunterscheidung haben, ja vielleicht zum großen Teil gar nicht wieder geboren sind und ihnen der Heilige Geist fehlt um die Dinge zu beurteilen.

Als ich dann vor einigen Jahren auf das Heft von Hanna Leimer „Geführt oder verführt“ aufmerksam wurde haben sich noch einmal ganz neue Horizonte geöffnet.

 

Ich bin Hanna Leimer sehr dankbar, dass sie mir erlaubt hat einige wichtige Auszüge aus diesem Heft hier zitieren zu dürfen.

Sie werden sich wundern liebe Leser was sich hier für Abgründe auftun werden.

Also starten wir

Im Vorwort schreibt Hartwig Henkel:

Dem bibelgläubigen Nachfolger Jesu wird schlüssig dargelegt, dass die ökumenische Bewegung kein Werk des Heiligen Geistes ist, sondern ein Werk Satans zur Zerstörung des wahren, biblischen Glaubens, wie ihn Jesus und die Apostel gelehrt haben.

 

Warum ist es so wichtig, Lehren zu prüfen? Weil es Jesus selbst sehr wichtig war.

Was heißt „Ökumene“?

Ökumene kommt aus dem griechischen und heißt „die ganze bewohnte Erde“, vereinfacht „weltweit“. Jedoch verschob sich der Begriff inhaltlich im Laufe der Jahrhunderte bis in die heutige Zeit, vor allem im theologischen Sprachgebrauch. Unter dem Wort „Ökumene“ versteht man heute die wachsenden Einheitsbestrebungen christlicher Kirchen und Konfessionen und darüber hinaus den interreligiösen Dialog zwischen allen Religionen.

Alles weitere wie

  • Was ist die „ökumenische Bewegung“?
  • Was ist eine „Bewegung“?
  • Wie gliedert sich die ökumenische Bewegung?

Kann man im Heft „Geführt und verführt“ von Hanna Leimer sehr ausführlich nachlesen. Ich empfehle dieses Arbeitsheft als Pflichtlektüre jeden Pastor, Ältesten und sonstigen geistlichen Leitern, ja jeden gläubigen Christen zur Überprüfung ihres Glaubens.

 

Jetzt passen sie auf! Was mich ja sehr überrascht hat war die Tatsache, dass die römisch – katholische Kirche nicht Mitglied im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖKR) ist, jedoch sitzen Mitglieder aus ihr als stimmberechtige Vollmitglieder in der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung.

Die EKD (Evangelische Kirche Deutschland) gründete aufgrund ihrer Bestrebungen nach gelebter Ökumene und Evangelisation 1948 die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Sie ist der nationale Kirchenrat in Deutschland. Sie prägt den Satz „Einheit in versöhnter Verschiedenheit!“ übrigens auch das Motto und angestrebte Ziel der ACK.

Endziel ist also: „die Einheit der gesamten Menschheit und er Schöpfung in Christus“.

Wenn Sie dann weiterlesen, dann kommt es immer dicker…

Da steht dann z.B.: Wir verpflichten uns…, das müssen Sie selbst studieren, mein Geist hat rebelliert!

Ein viel zitierter Bibelvers, wenn es um Einheit und Mission geht, steht in Johannes 17, 21: Ich bete darum, dass sie alle eins seien, so wie du in mir bist, Vater, und ich in dir. So wie wir sollen auch sie in uns eine sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.

Damit begründet man die Dringlichkeit zur Einheit, der EINEN Kirche. Warum?

An wen schreibt der Apostel Paulus: „Bemüht euch, die Einheit des Geistes zu bewahren?“ Paulus richtet sich hier an die gläubigen Jünger in Ephesus. Sie sollen die Einheit, die zwischen ihnen besteht, aufrechterhalten.

Wen spricht die ökumenische Bewegung an, wenn sie diesen Vers zitiert? Sie meint alle Kirchen der unterschiedlichen Konfessionen und damit jeden einzelnen christlichen Menschen, der sich den Kirchen zugehörig fühlt.

Für die Ökumene besteht also kein Zweifel, dass alle Christen wiedergeborene Gläubige sind. Kurz gesagt:

Sie vermittelt glaubwürdig, dass ALLE Kirchenmitglieder der christlichen Kirchen wahre Christen sind!

Das nächste Kapitel betrifft die biblische Taufe. Auch hier kann ich nur empfehlen studieren sie es selbst. Mir standen die Haare zu Berge als ich diese Erklärungen gelesen habe.

 

Was wird zu Mission gesagt?

Der Geist Gottes ist in allen Kulturen die für das Leben eintreten. Authentische Mission macht denn „Anderen“ zum Partner und nicht zum „Objekt“ der Mission.

Dialog heißt auch, das gegenseitige Zeugnis anzuerkennen und sein eigenes Zeugnis so zu vermitteln, ohne den anderen Glauben abzustufen oder die andere Religion für unwahr zu erklären. So wird das Christentum zu einer Religion neben anderen Religionen. Durch die Anerkennung, dass der Heilige Geist in jeder Religion wirkt, wird das Christentum zu einer Religion neben anderen Religionen.

Da kommen noch so viele unbiblische Aussagen, dass man nur noch den Kopf schütteln kann. Eine letzte Aussage dazu.

Die katholische und evangelische Lehre der Großkirchen sagt: „Du BIST bereits ein wahrer Christ aufgrund deiner Babytaufe.“ Das entspricht nicht der biblischen Wahrheit. Auf dieser Lüge bauen alle weiteren Sakramente und Lehren auf.

Um deutlich zu werden: Die Menschen glauben und werden angehalten zu glauben, dass die durch ihre Babytaufe errettet wurden, obwohl si in Wahrheit NICHT errettet sind!

Menschen werden also durch falsche Lehren getäuscht und irregeführt. Sie glauben der Lehre der Kirche, aber nicht der Wahrheit, dem Wort Gottes.

 

Was ist wahre Einheit?

Wenn es eine falsche Einheit gibt, wie sieht die wahre Einheit aus? Voraussetzung der biblischen, wahren Einheit ist der Heilige Geist in den Jüngern Jesu. Diese Einheit kommt von Gott. Sie kann nicht von Menschen hergestellt werden. Dies Einheit ist der Leib Jesu“, seine weltweite Gemeinde. Sie entsteht nicht durch die Babytaufe. (Röm. 12, 4-5; 1.Kor. 12, 12-13)

 

Kostet die ökumenische Einheit einen Preis?

Sich der ökumenischen Bewegung anzuschließen und sich zu verpflichten mitzumachen bedeute, dass die Lehre der Apostel, die biblische Wahrheit, verlassen wird. Falsche Lehren werden toleriert und für wahr gehalten.

 

Was ist Verführung?

Wie damals die Schlange Eva verführte und der Teufel später versuchte, auch Jesus zu verführen, so ist die ökumenische Bewegung ein sichtbarer Ausdruck von diabolischer Verführung in der Christenheit bzw. in der Gemeinde Jesu.

Verführung ist nicht offensichtlich und von außen oft nicht zu erkennen. Sie spricht die Sprache der Bibel, benutzt Bibelzitate und beruft sich auf das Wort Gottes. Die Bibelworte werden aber mit anderem Inhalt belegt und sie werden nicht korrekt, dem Zusammenhang und der apostolischen Lehre entsprechend ausgelegt, bzw. es wird zum Wort hinzugetan oder davon weggenommen. Dadurch wird die Wahrheit durch Lüge ersetzt. Das Ziel von Verführung: Weg von der Wahrheit (Jesus) , hin zur Lüge (Welt, Satans Reich) bis zum Abfall vom wahren Glauben.

Matthäus 7, 15

Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wölfe.

 

Also noch einmal meine Ermunterung. Erwerben sie dieses Heft, ihnen werden die Augen geöffnet.

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756. Corona 2.0

Dienstag, 29. August 2023 | Autor:

Wollen wir wieder solche Bilder erleben?

 

Liebe Blogbesucher,

laufen Sie mit offenen Augen und Ohren durch den Alltag. Dann haben Sie sicher schon mitbekommen, dass diese Regierung die Menschen auf eine zweite große Angst – und Schreckenkampagne vorbereitet.

Da die Klimalüge und der Genderwahnsinn bei den Leuten nicht die erhofften Effekte gebracht haben, geht man jetzt wieder auf das Thema Gesundheit los, dass ja vor 3 Jahren die Welt in Angst versetzt hat und letztendlich in die zweifelhafte Spritze getrieben hat. Wir wissen inzwischen ausreichend gesichert, dass weder Masken, noch Lockdown, noch die hochgelobten Nebenwirkungsfreien Spritzen etwas bewirkt haben, außer, dass wir tausende Tode, zehntausende dauergeschädigte Menschen, eine überdurchschnittliche Übersterblichkeit und hunderttausende traumatisierte Menschen im Volk haben.

Keiner möge vergessen wie Kinder in die Maske gezwungen wurden, alte Menschen in Heimen isoliert wurden und im Sterben alleine gelassen wurden. Wie Familienväter als Ernährer ihrer Familie in die Spritze getrieben wurden damit sie ihren Arbeitsplatz erhalten konnten. Vergesst dies bitte nie! Jeder, der jetzt zur Tagesordnung übergehen will und so tut als wäre dies ja nicht so schlimm gewesen, macht sich an diesen Verbrechen mitschuldig.

 

Söder war ganz vorne dran, wenn es um harte Massnahmen ging

 

 

Söder zeigte den Rest von Deutschland wie man mit den eigenen Bürgern verfährt. Keine Rücksicht.

 

Schaut euch den Text hier im Link einmal genau an, dann könnt ihr erkennen was jetzt schon wieder an Manipulation am laufen ist und ich sehe auch jetzt wieder die Millionen vor mir die wieder umfallen und sich diesen satanischen System beugen werden. Merkt euch eines – es wird diesesmal für alle noch schlimmer werden, ich meine damit die die standhaft bleiben und für die die umfallen werden.

https://t.me/UN_Gespritzt_Empfang/48709

 

Ist impfen Nächstenliebe?

 

 

Aufzeichnung Corona Ausschuss – es reicht wenn ihr ab Minute 36 schaut, dann wisst ihr alles

https://odysee.com/@Corona-Ausschuss:3/Sitzung-98-DE-Odysee:c

 

Der Irrsinn zur Impfpflicht

https://www.rtl.de/cms/der-rtl-west-kommentar-joerg-zajonc-zur-corona-impfpflicht-4948227.html

 

Dazu braucht man nicht mehr viel zu sagen

 

Eine Frau spricht die Wahrheit und das ist den meisten in diesen Parlament nicht angenehm

https://photos.onedrive.com/share/9C98D2BD10850B42!817?cid=9C98D2BD10850B42&resId=9C98D2BD10850B42!817&authkey=!ADwUtmqauXxoJ-g&ithint=video

 

 

 

 

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755. Verführung ist schlimmer als Verfolgung

Montag, 28. August 2023 | Autor:

 

Liebe Blogbesucher,

was will ich mit dem Titel „Verführung ist schlimmer als Verfolgung“ ausdrücken? Wenn wir der Verführung auf dem Leim gehen, dann verlieren wir das ewige Leben, dagegen kann uns Verfolgung unser irdisches Leben kosten, aber wenn wir an unseren Herrn Jesus Christus festhalten, werden wir ewiges Leben erhalten. Selbst unser Herr Jesus Christus hat dieses Thema in seinem Wort mehrmals erwähnt.

Seit gut 3 Jahren beobachte ich mit großer Aufmerksamkeit was in meinem Umfeld, in Deutschland, in Europa und Weltweit so vor sich geht. Und ich muss feststellen, ich bin von Tag zu Tag mehr erschüttert über das Verhalten von 99% der Menschen hier in Deutschland zum Rest in der Welt kann ich nichts sagen.

Das der Wohlstand und die damit oft einhergehende Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit das Denken und die Entscheidungsfähigkeit von Menschen so beeinflussen kann, hätte ich mir vor 3 Jahren nie vorstellen können. Aber, die Fakten sagen aus, dass unsere so gebildete Gesellschaft des 21.Jahrhundert tatsächlich so leicht zu manipulieren ist wie noch keine Generation vor Ihnen.

Ein weiterer für mich noch wichtigerer Grund ist, dass die Menschen sich zunehmend von Gott entfernt haben. Unsere Eltern und Großeltern hatten noch so etwas wie Glauben an Gott auch wenn dies oft sehr unterschiedlich ausgesehen hat. Aber, sie haben nach dem verlorenen Krieg mehr nach Gott und seiner Hilfe gerufen als dies die junge Generation tut. Außer religiösen Resten ist in diesem Volk nichts mehr vorhanden und darum ist es auch möglich gewesen, dass zu Beginn der angeblichen Corona Plandemie der Glaube an die Regierung größer war als an Gottes Hilfe. Dieser Glaube wurde auch noch durch ein Totalversagen der Theologen in allen Großkirchen und Freikirchen unterstützt.

 

 

Leider musste ich am eigenen Leib erfahren, wie weit man mit Gemeindegliedern geht die nicht alles widerspruchs-los hinnehmen. So musste ich erleben, dass man in der Hochphase von Corona mit Abstand und Maske im Gottes-dienst sitzen musste und eine Predigt über Daniel 3, von Schadrach, Meschach und Abed-Nego hören konnte in der der Mut dieser drei Männer hervorgehoben wurde. Auch wurde Daniel 6 gepredigt und darauf hingewiesen wie unerschrocken Daniel sich den Befehl des Königs widersetzte und bei geöffnetem Fenster dreimal am Tag zu Gott betete und ihn pries. Ich habe daraufhin die Gemeindeleitung angeschrieben und zum Ausdruck gebracht, dass dies was wir hier in der Gemeinde tun das genaue Gegenteil ist von dem was wir predigen und ich dies darum Heuchelei nenne. Auch der Lobpreis hinter der Maske wurde dahingehend zurechtgelegt, dass Gott unser Herz ansieht und es unwichtig ist ob wir hinter der Maske singen oder ohne Maske. Von mir wurde dieses ganze Verhalten als Ungehor-sam gegenüber Gott bezeichnet und wir darum Busse zu tun haben. Als Reaktion wurde mir schriftlich mitgeteilt, dass ich ein ständiger Kritiker sei und für mein Verhalten Busse zu tun hätte. Sind dies noch biblische Ordnungen?

Besonders unheilvoll habe ich es empfunden, dass der Rest der Gläubigen – die sonntags noch einen Gottesdienst besuchen – in diesen Land von diesen Kirchenleitern durch falsche Lehren verführt wurden.

Beispiel gefällig?

Es wurde immer wieder Römer 13 zitiert, dass man der Obrigkeit untertan sein soll. Was für eine Lüge! Im nachfolgenden können Sie selbst einmal prüfen was das Wort Gottes dazu sagt. Die studierten Leiter sollten das auch alle wissen. Aber, man ging lieber den „breiten bequemen Weg“ und darauf ist man noch immer. Soll heißen, wenn nun Corona 2.0 kommt wird man sich wieder einer gottlosen Regierung beugen.

 

 

 

Die Bibel_web_R_by_Uwe-Duwald_pixelio.de_.jpg

Ich bedanke mich bei Philpp Schreiber für die exzellente Auslegung und Genehmigung hier zur Veröffentlichung und hoffe, dass viele Menschen dadurch zur Erkenntnis der Wahrheit finden.

Schaut auch einmal in den Kanal von Philpp Schreiber: Heilung ist Gottes Wille

 

 

Also Römer 13.

 

Lasst uns vor diesem Hintergrund Römer 13,1-7 betrachten. Dort heißt es:

1 Jede Seele unterwerfe sich den übergeordneten ⟨staatlichen⟩ Mächten! Denn es ist keine ⟨staatliche⟩ Macht außer von Gott, und die bestehenden sind von Gott verordnet.
2 Wer sich daher der ⟨staatlichen⟩ Macht widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes; die aber widerstehen, werden ein Urteil empfangen.
3 Denn die Regenten sind nicht ein Schrecken für das gute Werk, sondern für das böse. Willst du dich aber vor der ⟨staatlichen⟩ Macht nicht fürchten, so tue das Gute, und du wirst Lob von ihr haben;
4 denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber das Böse tust, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses tut.
5 Darum ist es notwendig, untertan zu sein, nicht allein der Strafe wegen, sondern auch des Gewissens wegen.
6 Denn deshalb entrichtet ihr auch Steuern; denn es sind Gottes Diener, die eben hierzu fortwährend beschäftigt sind.
7 Gebt allen, was ihr ⟨ihnen⟩ schuldig seid: die Steuer, dem die Steuer; den Zoll, dem der Zoll; die Furcht, dem die Furcht; die Ehre, dem die Ehre ⟨gebührt⟩!

Für ein besseres Verständnis müssen wir uns zunächst einige Begriffe genauer anschauen.

1. Unterwerfen/untertan sein
Es gibt hier verschiedene Übersetzungen, manche sind besser, manche schlechter. Die bekannteste (nicht unbedingt die beste) ist: „Jeder sei der Obrigkeit untertan.“
Aber was steht da wirklich? Welche Bedeutung hatten die Worte im 1. Jahrhundert, als Paulus sie in diesem Brief verfasste?
Im Altgriechischen steht dort: Hypotasso – dieser Begriff ist militärisch/kämpferisch zu verstehen. Das meint in seiner Grundbedeutung eine militärische Kampfeinheit, die dem Gegner zu verstehen gibt, dass sie sich unterwirft und dass von ihr keinerlei kriegerische Aktionen mehr ausgehen.

2. Widersetzen/auflehnen
Im Altgriechischen heißt dieses Wort: Antitassomai bzw. in der dort verwendeten Form Antitassomeno.
Auch dieser Begriff ist dem Sprachfeld von Kampf und Krieg entnommen. Ich habe mir von Menschen, die modernes Griechisch sprechen, bestätigen lassen, dass dieses Wort bis heute seine kämpferische Bedeutung behalten hat.
Aber was bedeutet es ganz exakt zur Zeit des 1. Jahrhunderts, als Paulus genau dieses Wort in den Brief schrieb? Was heißt es, wenn jemand diese Tätigkeit ausführt – antitassomai beziehungsweise antitassomeno?
Das meint in seiner Grundbedeutung eine militärische Kampfeinheit, die sich dem Gegner nicht unterwirft, sondern mit Waffengewalt in aggressiver Weise gegen ihn vorgeht. Das meint den Gebrauch von scharfen Waffen und eine Auseinandersetzung auf Leben und Tod. Das Wort bedeutet also, etwas komplett abzulehnen und aggressiv dagegen vorzugehen.

Und hier sagt Paulus ganz klar: Das nicht! Damit haben wir nichts zu tun. Keine Gewaltakte gegen offizielle Stellen. Lasst das unbedingt bleiben. Und in Epheser 6 ergänzt er: Wir kämpfen NICHT gegen Fleisch und Blut sondern gegen die Mächte und Gewalten der finsternis in der himmlischen Dimension.
Also: Dieser Begriff ist superscharf. Da geht es um Gewalt und um Aufruhr, da geht es nicht darum, dass man sagt: „Ich hab´ ne andere Meinung.“ Hier geht es um brutalen Kampf mit dem Ziel der Absetzung eines Systems.

Kontext: Die Juden und dementsprechend auch die Judenchristen hatten damals einen Wunsch, nämlich die verhassten Römer aus dem Land zu treiben. Die Kultur im jüdischen Volk war damals so, dass diese mehr als bereit waren, in den Aufstand zu gehen, wenn sich nur der richtige Anführer erheben würde. Das haben damals von ihrem Messias erwartet, dass er kommt und mit militärischer Stärke die Römer aus dem Land treibt. Und daher hat es in der Geschichte des Volkes Israel viele blutige Aufstände gegen die Römer gegeben, immer dann, wenn sich ein falscher Messias erhoben hat und sagte: Ich führe euch jetzt in die Freiheit. Und das endete jedes Mal dramatisch für das Volk. Die Römer haben diese Aufstände mit brutaler Härte und z.T. auch mit Massakern niedergeschlagen.

Und vor diesem Hintergrund sagt Paulus: „Das nicht! Auf keinen Fall und unter keinen Umständen.“ Paulus sagt hier, wenn wir es sauber übertragen: „Leute, kein militärischer Umsturz! Diese Art von Widerstand praktizieren wir nicht.“

→ Schaut euch die Schriften an. Wie sind die Helden des Glaubens mit übergriffiger Obrigkeit umgegangen. Wie haben sie ihnen widerstanden? Durch friedlichen Widerstand. Sie haben einfach weitergebetet, wenn man ihnen das verboten hat, so wie Daniel. Sie haben sogar nach juristischen Wegen gesucht, so wie Paulus selbst. Sie haben keinerlei militärische Gewalt ausgeübt, sondern sie haben sich hingestellt wie die Apostel und sich friedlich widersetzt, indem sie sagten: Wir müssen Gott mehr gehorchen als den Menschen. (Siehe Apostelgeschichte 5,29)

Hier geht es nicht darum, dass irgendwelche anderen Meinungen zu irgendwelchen Themen nicht geäußert werden dürften. Hier geht es darum, dass man sich nicht an gewaltsamen Umstürzen beteiligen soll.

3. Das nächste wichtige Wort ist dieses: Übergeordnet (Vers 1)
Das übersetzen manche gar nicht mit, doch es ist superwichtig. Lies den gesamten Abschnitt einmal bis Vers 7. Fällt Dir ein Bibelwort ein, auf das Paulus hier Bezug nimmt?

→ Es ist die Frage nach der Steuer. Dieses Wort ist drei Mal überliefert, also superwichtig! (Matthäus 22, Markus 12, Lukas 20)

In Matthäus 22 heißt es:

Da kamen die Pharisäer zusammen, um ein Komplott zu schmieden. Sie wollten Jesus zu einer Äußerung verleiten, die ihnen einen Vorwand liefern würde, ihn unter Anklage zu stellen. Sie beschlossen, einige ihrer Schüler zusammen mit Anhängern des Herodes zu ihm zu schicken und ihm folgende Frage zu stellen: »Meister, wir wissen, wie ehrlich und wahrhaftig du bist. Du lehrst Gottes Weg ohne jede Furcht – auch nicht vor Menschen. Du lässt dich von niemandem beeinflussen und bevorzugst niemanden. Nun sage uns, was du darüber denkst: Ist es richtig, an den Kaiser Steuern zu zahlen?« Doch Jesus durchschaute ihre böse Absicht und sagte: »Ihr Heuchler! Warum versucht ihr, mich mit euren Fangfragen in eine Falle zu locken? Zeigt mir eine römische Münze, mit der die Steuern zu bezahlen sind.« Als sie ihm die Münze reichten, fragte er sie: »Wessen Bild und Titel sind hier eingeprägt?« »Das Bild und der Titel des Kaisers«, antworteten sie. »Nun«, sagte er, »dann gebt dem Kaiser, was ihm gehört. Und gebt Gott, was Gott gehört.« Seine Antwort machte sie sprachlos, und sie gingen weg.

Gebt dem Kaiser was des Kaiser ist.

ABER!!!
Gebt Gott, was Gott gehört.

Hier werden verschiedene Bereiche abgesteckt. Sieh mal ganz genau hin. Was gehört denn dem Kaiser? Das Geld und die Steuern. Zahlen wir steuern. Ja. Zahlen wir Knöllchen, falls wir mal geblitzt werden? Ja. Melden wir Angestellte vernünftig an, wenn wir Unternehmer sind, anstatt sie schwarz zu bezahlen. Auf jeden Fall.

Aber was meint Jesus eigentlich mit der Aussage „Gebt Gott, was Gott gehört“?
Was ist auf der Münze eingeprägt? Das Bild des Kaisers.
Und was ist auf dem Menschen eingeprägt? Das (Eben-)Bild Gottes. (Siehe 1. Mose 1,26-28)
Wem gehört unser Körper? Gott.
Wessen Tempel ist unser Körper? Es ist Gottes Tempel. So heißt es in 1. Korinther 6:

Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören!
1. Korinther 6,19-20 (Schlachter)

Wessen „Hoheitsbereich“ ist dementsprechend unser Körper und wer entscheidet darü-ber, was für Substanzen wir unserem Körper zuführen sollen? Ganz alleine Gott.

Diese Überzeugung ist sogar durch unsere Verfassung geschützt durch das Recht auf körperliche Unversehrtheit. (Artikel 2 GG) Eine Behörde hat dementsprechend gar nicht das Recht, über die Belange unseres Körpers zu verfügen. Das deckt sich mit Römer 13.

4. Das nächste Wort, das wir eingehender betrachten müssen, ist dieses: „Obrigkeit“

Was kommt Dir zuerst in den Sinn, wenn Du das Wort „Obrigkeit“ hörst?
Viele denken als erstes beispielsweise an irgendeinen Minister oder haben allgemein das Wort „Politiker“ im Kopf.
Aber was heißt eigentlich das Wort Minister wörtlich übersetzt? Diener.
Und: Wer ist laut Verfassung der Souverän in einer Demokratie?

Das Volk ist der Souverän. (Artikel 20 GG)

Politiker in Regierungsverantwortung sind lediglich befristet Angestellte, die für einen ganz kurzen Zeitraum und unter sehr strengen verfassungsmäßig gegebenen Regeln bestimmte Bereiche verwalten dürfen.

Nicht wir sind die Untertanen von irgendwelchen Politikern, sondern die befristet angestellten Politiker sind Untertanen des Volkes und müssen sich von den Bürgern genauestens kontrollieren lassen. Wenn diese angestellten Diener nicht zulassen, dass man sie kontrolliert oder das zu verhindern versuchen, widerstehen sie der gegebenen Ordnung und sind damit in einem Konflikt zu den Aussagen in Römer 13!

➔ Genau das hat auch mal ein Bundespräsident, nämlich Gustav Heinemann, deutlich zum Ausdruck gebracht. Er sagte Folgendes:
„Die Grundlage der Demokratie ist die Volkssouveränität und nicht die Herrschaftsgewalt eines obrigkeitlichen Staates. Nicht der Bürger steht im Gehorsamsverhältnis zur Regierung, sondern die Regierung ist dem Bürger im Rahmen der Gesetze verantwortlich für ihr Handeln. Der Bürger hat das Recht und die Pflicht, die Regierung zur Ordnung zu rufen, wenn er glaubt, dass sie demokratische Rechte missachtet.“

Viele – auch viele christliche Theologen! – scheinen diese Grundlagen einfach vergessen zu haben.

Auf das Prinzip der Volkssouveränität hat auch Amtsrichter Thorsten Schleif in einem Zeitungsinterview mit folgenden Worten hingewiesen:
„Viele scheinen vergessen zu haben, dass der Bürger der alleinige Souverän dieses Landes ist. Regierung, Gesetzgebung und Rechtsprechung sind nur die Diener dieses Souveräns.“

Nun wollen wir das, was wir gerade gelesen haben, auf das uns gegebene obrigkeitliche System übertragen. Wir zitieren also frei nach Römer 13,1-7, und zwar gelesen aus der Sicht des Souveräns für seine befristet Angestellten (so ähnlich auch zu finden in der Predigt von Martin Baron, siehe unten):

Jeder befristet angestellte Diener des Souveräns (Minister) unterwerfe sich der übergeordneten Macht des Volkes, denn es ist keine Macht des Volkes außer von Gott und die bestehende ist von Gott verordnet. Wer sich daher der Macht des Volkes widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes. Die aber widerstehen werden ein Urteil empfangen. Denn die Regentschaft des Volkes ist nicht ein Schrecken für das gute Werk eines angestellten Dieners, sondern für das böse. Willst du dich aber vor der Macht des Volkes nicht fürchten, so tue das Gute und du wirst Lob vom Volk haben, denn es ist Gottes Dienerin dir zum Guten. Wenn du aber das böse tust, so fürchte dich, denn der Souverän trägt das Schwert nicht umsonst, denn es ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den der böses tut. Darum ist es notwendig, ihr angestellten Diener, untertan zu sein, nicht allein der Strafe wegen, sondern auch des Gewissens wegen.

Das ist demokratisches Verständnis und das ist es, wie diese Bibelstelle in Römer 13 in der uns gegebenen Staatsform zu verstehen ist.

5. Dann erwähnt Paulus in Römer 13 noch „Gut und Böse“.

Hier müssen wir uns eine wichtige Frage stellen, und zwar: Was ist eigentlich gut und was ist böse? Ist es das, was die Regierung als gut und böse bezeichnet oder ist es das, was Gott als gut und böse bezeichnet?

Wir müssen hier sehr gut aufpassen, denn wenn man sich die Äußerungen anschaut, erkennt man sehr schnell, dass das überhaupt nicht deckungsgleich, sondern teilweise genau entgegengesetzt ist.

Also, was ist denn gut und böse? Und nach wessen Maßstäben sollen wir uns richten?

Auch hier hilft ein Blick ins Wort Gottes. In Jesaja 1 heißt es:

Deine führenden Männer sind Aufrührer und machen mit Betrügern gemeinsame Sache. Sie lieben Geschenke und Bestechungsgelder. Um das Recht von hilflosen Waisen kümmern sie sich nicht, und Hilfe suchende Witwen lassen sie gleich an der Tür abweisen.
Jesaja 1,23 (Hoffnung für alle)

Eure Anführer sind Aufrührer und Diebespack: Sie lieben Geschenke und sind bestechlich. Sie kümmern sich nicht um das Recht der Waisen und die Belange der Witwen.
Jesaja 1,23 (Neues Leben Bibel)

Frage: Was werden diese „Obrigkeiten“ wohl als gut und was als böse bezeichnet haben?

Gott warnt uns in Seinem Wort mehr als deutlich davor, gut und böse zu verdrehen:

Schlimm wird es denen ergehen, die das Böse gut und das Gute böse, die das Dunkle hell und das Helle dunkel, das Bittere süß und das Süße bitter nennen.
Schlimm wird es denen ergehen, die sich in ihren Augen für weise und selbst für klug halten.
Jesaja 5,20-21 (Neues Leben Bibel)

Darüber hinaus ist folgendes zu beachten:
Gehorsam und „untertan“ ist nicht dasselbe!

Im Gegensatz zu diesen klaren Ergebnissen gibt es unter Leitern und Pastoren immer noch Stimmen, die fälschlicherweise behaupten, Römer 13 würde uns dazu auffordern, der Regierung gehorsam zu sein, die eigentlich dem Bürger untertan sein müsste (siehe oben).

Diese Aussage ist aus einem sehr offensichtlichen Grund falsch, denn:

Wenn Paulus an dieser Stelle zum Gehorsam aufgerufen hätte, hätte er ein völlig anderes Wort verwendet.

Das Wort „Gehorsam“ bzw. „gehorchen“ lautet im Griechischen: Hypakoe (Gehorsam) bzw. Hypakouo (gehorchen)

Paulus gebraucht diese leicht verständliche und absolut übliche Wendung im Römerbrief mehr als zehn Mal, weil es an verschiedenen Stellen tatsächlich um Gehorsam geht.

 

Dies sind im Einzelnen folgende Verse:

Römer 1,5
… durch welchen wir Gnade und Aposteldienst empfangen haben zum Glaubensgehorsam für seinen Namen unter allen Heiden, …

Römer 5,19
Denn gleichwie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern gemacht worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten gemacht.

Römer 6,12
So soll nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leib, damit ihr [der Sünde] nicht durch die Begierden [des Leibes] gehorcht; …

Römer 6,16
Wisst ihr nicht: Wem ihr euch als Sklaven hingebt, um ihm zu gehorchen, dessen Sklaven seid ihr und müsst ihm gehorchen, es sei der Sünde zum Tode, oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?

Römer 6,17
Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, das euch überliefert worden ist.

Römer 10,16
Aber nicht alle haben dem Evangelium gehorcht; denn Jesaja spricht: »Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt?«

Römer 15,18
Denn ich würde nicht wagen, von irgendetwas zu reden, das nicht Christus durch mich gewirkt hat, um die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Werk,…

Römer 16,19
Denn euer Gehorsam ist überall bekannt geworden. Darum freue ich mich euretwegen, möchte aber, dass ihr weise seid zum Guten und unvermischt bleibt mit dem Bösen.

Römer 16,26
…das jetzt aber offenbar gemacht worden ist und durch prophetische Schriften auf Befehl des ewigen Gottes bei allen Heiden bekannt gemacht worden ist zum Glaubensgehorsam…

Nun gebraucht Paulus in Römer 13,1 auf einmal ein völlig anderes Wort, nämlich Hypotasso (siehe oben).

Warum macht er das?

➔ Die Antwort ist simpel: Weil er an dieser Stelle etwas völlig anderes zum Ausdruck bringen will.

➔ Hier kommen auf einmal drei militärische Begriffe, nämlich: Hypotasso, Antitassomai und Anthistémi.

➔ Und damit jedem, der das liest, sofort klar ist, dass Paulus den militärischen Bedeutungskontext dieser drei Worte meint, erwähnt er darauffolgend, in Vers 4, das Schwert.

➔ Damit ist völlig klar, dass es hier um einen militärischen Bedeutungskontext geht und um den Aufruf, unter keinen Umständen gewaltsam gegen das System vorzugehen und eben nicht darum, gehorsam alles abzunicken!

 

Abschluss
Ich möchte mit folgendem Punkt schließen:

Fake News von offiziellen Stellen gibt es nicht erst seit unserer Zeit.

Auch Paulus und die anderen Jesusnachfolger zu seiner Zeit mussten sich viele falsche Anschuldigungen gefallen lassen. Dafür ein paar Beispiele:

1. Man behauptete, die Christen würden einen Umsturz planen. Denn sie redeten die ganze Zeit von ihrem König Jesus und das Er bald Sein ewiges Reich aufrichten wird. Aber das hat man entweder absichtlich oder unabsichtlich falsch verstanden, denn man behauptete, die Christen wären Aufrührer, eine Gefahr für die Regierung und die soziale Ordnung. Kommt uns das bekannt vor?
2. Dann sagte man, die Christen wären nicht nur Staatsfeinde, sondern bei ihren geheimen Untergrundtreffen würden sie etwas praktizieren, was sie das „Liebesmahl“ nannten. Natürlich handelt es sich dabei um das Abendmahl, was die Nachfolger von Jesus gemeinsam in den Häusern gefeiert haben, aber auch hier hat man sie sie entweder absichtlich oder unabsichtlich falsch verstanden, denn man behauptete, sie würden bei ihren Treffen wilde Orgien feiern, die sie das Liebesmahl nannten.
3. Dann sagte man, die Jesusnachfolger, die man übrigens abfällig Christen nannte, seien nicht nur Staatsfeinde und sexuell ausschweifend, nein man behauptete darüber hinaus, dass sie Kannibalen wären, denn Jesus, der Anführer ihrer Sekte, soll gesagt haben: Wenn ihr nicht mein Fleisch esst und mein Blut trinkt, habt ihr kein Leben in euch.

➔ Die Kirchengeschichte zeigt uns ganz klar, wie erfolgreich die Gegner der Jesusnachfolger diese Propaganda verbreiten konnten, denn es lässt sich nachvollziehen, dass die Christen von diesem Zeitpunkt an 2 Jahrhunderte lang mit den Vorwürfen des Kannibalismus zu kämpfen hatten. Daran erkennt ihr, wie gefährlich Propaganda und Fake News sind.

Aber!

Eine Anschuldigung, die man gegenüber Paulus und den anderen Christen gegenüber erhob, war technisch gesehen zutreffend.

Welche Anschuldigung war das?
Es war die Anschuldigung, dass sie Gesetzesbrecher wären, weil sie sich zu illegalen Untergrundversammlungen trafen. Das war rein formal betrachtet korrekt, denn im römischen Reich durfte sich niemand irgendwo versammeln, wenn er nicht die ausdrückliche Genehmigung des Kaisers dazu hatte. Diese „kaiserliche Erlaubnis“ hatte man nicht und daher traf man sich im Verborgenen und ohne das Wissen der römischen Regierungsbehörden.

Wusstest du das? Auch damals war es Paulus und den anderen Christen verboten, sich zu treffen.

Das heißt, sie mussten eine Entscheidung treffen. Ja, Paulus, also genau derjenige, der diesen Abschnitt geschrieben hat, und alle anderen Christen mussten eine Entscheidung treffen: Unterwerfen sie sich Gottes Gesetzen oder den Gesetzen von Menschen? Denn wenn sie Gottes Gebot befolgen, sich zu treffen, brechen sie gleichzeitig die Anordnungen des Kaisers, die ihnen verbieten, sich ohne kaiserliche Erlaubnis zusammenzufinden.

Dadurch, dass sie Gott gehorsam waren, gerieten sie automatisch in Konflikt mit menschlichen Anordnungen und Gesetzen.

Empfanden sie das als Widerspruch zu dem, was Paulus in Römer 13,1-7 geschrieben hat? Absolut nicht. Denn Paulus bringt hier ja gar nicht zum Ausdruck, dass wir derartigen Anordnungen Folge leisten müssten. .
Seine Aussagen stehen nicht im Widerspruch zu anderen Bibelstellen.

Paulus lehrt hier keinen „Kadavergehorsam“.

Und auch wir sollten das nicht tun.

Fazit:
Wer jetzt im Jahr 2023 immer noch behauptet, der Bibelabschnitt Römer 13,1-7 würde uns dazu auffordern, alles, was die Behörden tun und sagen, gefügig abzunicken, der ist entweder ignorant und in schlimmer geistlicher Täuschung oder er verbreitet diese Irrlehren bewusst und ist dementsprechend mit bösartigen Absichten unterwegs.

Es gibt nur diese beiden Optionen.

In Jakobus 3 heißt es:
Drängt euch nicht danach, Lehrer zu sein, meine Brüder. Ihr wisst ja, dass wir ‹als Lehrer› ein strengeres Gericht zu erwarten haben.
Jakobus 3,1 (Neue evangelistische Übersetzung)

Jeder sollte sich vor diesem Hintergrund folgende Fragen stellen, die sich Paulus gestellt hat:

Rede ich den Menschen nach dem Munde, oder geht es mir darum, Gott zu gefallen? Erwarte ich, dass die Menschen mir Beifall klatschen? Dann würde ich nicht länger Christus dienen.
Galater 1,10 (Hoffnung für alle)

Wenn Dich das betrifft, wenn Du bisher so gelehrt hast, dann solltest Du jetzt unbedingt Buße tun und umkehren, bevor Du mit dieser gewaltigen Schuld vor Gott stehen und ein umso strengeres Gericht empfangen musst. (Jakobus 3,1)

Wenn Du das also in einem Hauskreis so gelehrt hast, dann solltest Du mindestens vor dem Hauskreis klar bekennen, dass Du das Wort Gottes falsch ausgelegt hast und du solltest ab sofort in aller Klarheit die Wahrheit lehren.

Wenn Du solche Lehren sogar in einem größeren Umkreis verbreitet hast, dann solltest Du mindestens auf derselben Öffentlichkeitsstufe bekennen, dass Du von diesen Lügen umgekehrt bist. Am besten stellst Du Dich komplett in die Öffentlichkeit.

Und wenn Du Dich bislang bedenkenlos unter derartige Lehren gesetzt hast, solltest Du Dich jetzt davon lösen, denn die geistlichen Einflüsse, die davon ausgehen, sind keinesfalls unbedenklich.

Gebet zum Abschluss

 

Ein sehr aufschlußreicher Vortrag von Martin Baron

 

Genauso interessant der Vortrag von Lukas Stolz

 

 

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754. In welcher Gemeinde kann ein bibeltreuer Christ sein und bleiben?

Montag, 7. August 2023 | Autor:

Urheber ( © Tiki Küstenmacher)

 

Liebe Besucher,

viele aufrichtige Christen werden sich in den nächsten Jahren sehr oft die Frage stellen müssen: In welcher Gemeinde kann ich bleiben? Warum glaube ich das? Wenn wir ins Wort Gottes schauen, dann finden wir dazu entsprechende Prüfsteine. Ich denke dabei an die Charaktereigenschaften wie Geradheit, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit. Wenn wir nur diesen drei Eigenschaften von 2020 ab gehorsam gewesen wären, dann wäre für viele Christen der Schritt zum Austritt notwendig gewesen.

Ich bedanke mich bei Bruder Tscharntke für diese wunderbare Ausarbeitung und die Genehmigung zur Veröffentlichung hier in meinem Blog.

 

Auftritt oder Austritt?

In welcher Gemeinde kann ein bibeltreuer Christ sein und bleiben?

Diese Ausarbeitung hatte ich ursprünglich verfasst als internes Gesprächspapier zum Austausch innerhalb der Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“. Allerdings hatte der damalige Vorsitzende die Verbreitung dieser Ausarbeitung und das Gespräch darüber nicht gewünscht.

Nachdem sich unsere Wege dann auf dramatisch unerfreuliche Weise getrennt hatten, habe ich die Ausarbeitung als Orientierungshilfe zunächst unter dem Thema „Was ist Kirche? – der Christ im Spannungsfeld zwischen Geist und Institution“ veröffentlicht. Das war noch der etwas theologisch und akademisch klingende ursprüngliche Titel.

 

Das Thema ist allerdings keineswegs akademisch und nur für Theologen von Bedeutung, sondern für alle, die heute in ihren Gemeinden mit der geistlichen Verflachung und der Anpassung an den Weltgeist zu kämpfen haben. Hier stellt sich die geistlich existentielle Frage: Kann ich in einer derartigen Gemeinde überhaupt als bibeltreuer Christ noch bleiben und wenn ja, wie lange noch. Deshalb habe ich das Thema entsprechend, und hoffentlich allgemeinverständlicher, geändert:

 

„Auftritt oder Austritt?

– In welcher Gemeinde kann ein bibeltreuer Christ sein und bleiben?“

 

Kirche ist keine Randerscheinung des großen kosmischen Kampfes um Herzen und Seelen moderner Männer und Frauen. Vielmehr ist sie das Instrument, das sich Gott für diese Schlacht auserwählt hat. Um einer Welt in Not Hoffnung und Wahrheit bringen zu können, muß die Kirche wirklich Kirche sein.“ „Wenn Kirche wirklich Kirche ist, werden die Kinder Gottes vom Geist Gottes bewegt das Werk Gottes tun.“ Charles Colson

Heute ist die Kirche eine unserer größten Verbündeten“ meint Srewtape, ein Oberteufel, in seiner Dienstanweisung für einen Unterteufel im gleichnamigen Buch von C.S. Lewis.

Die beiden Zitate zeigen uns: Die Frage „Was ist Kirche?“ ist alles andere als theologische Theorie. Sie hat existentielle geistliche Bedeutung im Blick auf die Kirche, Freikirche oder Gemeinde, zu der wir gehören. In vielen Bereichen erleben wir heute einen erschreckenden geistlichen Zerfall von Kirchen und Gemeinden. Wir haben viele sogenannte christliche Kirchen, sogenannte christliche Gemeinden auch im frommen Bereich, wo mit großem Ernst und noch größerer Sorge gefragt werden muß: Ist da wirklich Kirche? Ist hier tatsächlich Gemeinde Jesu?

Auch angesichts dieses geistlichen Verfalls können und dürfen wir meines Erachtens den Begriff „Kirche“ nicht aufgeben. Er ist ein geschichtlich über 2 Jahrtausende gewachsener Begriff. Die Welt bringt automatisch und zwangsläufig mit „Kirche“ die rechtmäßige Vertreterin des christlichen Glaubens in Verbindung. Die Menschen, die wir für Christus gewinnen wollen, nehmen Christsein an den Großkirchen wahr, ob wir von „Kirche“ reden oder nicht. Wir schädigen die Glaubwürdigkeit unseres Zeugnisses, wenn wir Institutionen unwidersprochen der Begriff „Kirche“ überlassen, die vielleicht noch den Schein eines gottseligen Wesens haben, aber seine Kraft verleugnen (2.Timotheus 3,5).

Demgegenüber müssen wir den Begriff Kirche schützen und darauf hinweisen: Kirche ist nur dort, wo Christus der Herr ist. Kirche ist dort, wo man seinem Wort vertraut und gehorcht.

Wo Gottes Wort ignoriert, verfälscht (siehe „Bibel in gerechter Sprache“) und ihm offen widersprochen wird (siehe Segnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen und der Zulassung von Frauen im öffentlichen Lehr- und Leitungsamt der Gemeinde), dort ist nicht Kirche. Dort ist eine Institution, die in unverschämter Weise Etikettenschwindel betreibt. Eine Institution, der von den staatlichen Einrichtungen dringend die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts genommen werden müsste – denn sie ist eine Institution fortgesetzter Täuschung und ständigen Betrugs an der Allgemeinheit.

 

Die Frage „Was ist Kirche?“ lässt sich anhand der Heiligen Schrift und der Bekenntnisse der Reformation sehr schnell und eindeutig beantworten. Der Fehler vieler, vielleicht sogar der meisten, Arbeiten zu diesem Thema besteht darin: sie gehen von den heute vorfindlichen Institutionen, Verkrustungen und Verfälschungen aus. Dieses Problem tritt bei Emil Brunner exemplarisch zu Tage. Sein Werk „Das Missverständnis der Kirche“ (Theologischer Verlag Zürich 1951) enthält unzweifelhaft viele wertvolle Erkenntnisse zum Thema. Die Grenzen seiner Arbeit liegen allerdings darin, dass er „Kirche“ unausweichlich im Sinne einer hierarchisch-sakramentalistischen Kirche definiert, und auf Grund dieser seiner eigenen Definition von Kirche einen unüberbrückbaren Gegensatz zwischen „Kirche“ und „Gemeinde Jesu“ sieht. Brunner verfängt sich selbst und seine Gedanken in einer Fixierung auf das Kirchenrecht. Deshalb wirft er vorschnell jede kirchliche und freikirchliche Ordnung in einen Topf mit dem römisch-sakramentalistischen Kirchenrechtsverständnis. Damit hat aber evangelisches Kirchenrecht und damit haben freikirchliche Gemeindeordnungen im Normalfall nun wirklich nichts zu tun. Brunner schafft deshalb nie den ernsthaften Versuch, „Kirche“ vom Neuen Testament her zu definieren. „Kirche“ ist für ihn immer geschichtlich gewordenes Kirchentum, vor allem das römisch-katholische. Von hierherkommend muss er energisch verneinen, dass Gemeinde Jesu mit einem solchen Kirchentum zu identifizieren sei.

 

Allerdings beschleicht mich bei manchen Autoren auch der leise Verdacht, dass sie diese Frage unnötig kompliziert darstellen. Als wäre die Frage nach der wahren Kirche mit letzter Klarheit kaum zu beantworten, weil sie die sich daraus mit zwingender Notwendigkeit ergebenden Konsequenzen nicht wahr haben wollen.

Dabei ist die Frage nach der wahren Kirche so einfach, dass sie selbst von der Welt mühelos beantwortet werden kann. So stellte die Berliner Zeitung im Jahr 2011 völlig richtig fest: „Denn die Kirche ist kein Schrebergarten- oder Hundezüchterverein, sondern eben die Gemeinschaft der Gläubigen. Ist sie das nicht, dann ist sie keine Kirche. Zur Kirche gehören folglich nur jene, die diese Gemeinschaft auch leben, durch Gottesdienstbesuch vor allem. Alle anderen sind allenfalls kirchensteuerzahlende Sympathisanten.“

 

Und Martin Luther stellte fest: „Es weiß gottlob ein Kind von sieben Jahren, was die Kirche sei, nämlich die heiligen Gläubigen und die Schäflein, die ihres Hirten Stimme hören“.

Festzustellen, was wahre Kirche ist und was nicht, ist also in der Tat kinderleicht. Etwas schwieriger wird die Sache beim nächsten Schritt aufgrund der Tatsache, dass die wahre Kirche in dieser Welt nie nur eine geistliche Größe ist. Sie versammelt sich vielmehr immer in konkreter äußerer Weise, sei es in Kirchen, Gemeinden, Gemeinschaften oder Hauskreisen. Und dann stellt sich die Frage: inwieweit sind solche Kirchen und Versammlungen, die alle aufgrund ihres bloßen regelmäßigen Zusammenkommens auch irgendwie schon institutionellen Charakter haben, Teil dieser einen wahren Kirche? Das heißt: immer, wenn Kinder Gottes sich versammeln und damit äußerlich sichtbar werden, treten sie ein ins Spannungsfeld zwischen Geist und Institution.

 

Allerdings ist auch in diesem Spannungsfeld die Frage nach der wahren Kirche nicht wirklich schwierig zu beantworten, wie wir im Folgenden sehen werden.

Zunächst gilt es dazu noch einmal genau zu unterscheiden zwischen dem universalen Leib Christi und der konkreten Kirche oder Gemeinde vor Ort.

 

1.Der universale Leib Christi und die konkrete Kirche oder Gemeinde vor Ort

 

Der universale Leib Christi

 

Der universale Leib Christi ist von Gott selbst geschaffen. Er ist eine geistliche Einheit. Menschen aus allerlei christlichen Kirchen und Freikirchen gehören dazu. Alle, die ihre Sünde erkannt und Jesus als Heiland ihrer Sünden und Herrn ihres Lebens angenommen haben. Das ist die Kirche, die wir im dritten Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses bezeugen: „die heilige, christliche Kirche“. „Die“, nicht „die vielen“. Es gibt nur eine! Diese Kirche ist die Braut Christi, ohne Flecken und Runzeln, rein und heilig durch das Wort Gottes und durch das Blut des Lammes. Sie ist wahr, rein und vollkommen, weil sie ganz und gar das Werk Gottes ist. Diese Kirche ist identisch mit dem Leib Christi.

 

Die konkrete Kirche oder Gemeinde vor Ort

 

Sobald der Leib Christi in dieser Welt eine konkrete äußere Gestalt annimmt, besteht diese Identität zwischen Kirche/Gemeinde und Leib Christi nicht mehr. Denn die bestmögliche Gemeinde oder Kirche in dieser Welt ist und bleibt ein bunter Haufen von Gläubigen und Ungläubigen. Deshalb kann niemand mit letzter Gewissheit vom andern sagen ob er wirklich zu Jesus gehört oder nicht. Kennen wir nicht alle die zutiefst schmerzliche Erfahrung, dass ein „Bruder“ oder eine „Schwester“ im Glauben, für deren Christsein wir ohne zu zögern die Hand ins Feuer gehalten hätten, sich plötzlich tief in Sünde verstrickt, sich weit von Christus und seiner Gemeinde entfernt und keinerlei Bereitschaft zur Buße zeigt? Kein Mensch kann deshalb eine Kirche oder Gemeinde bauen, die zu hundert Prozent Leib Christi ist, die sogenannte „reine“ Gemeinde.

 

Verhältnis vom Leib Christi zur konkreten Kirche oder Gemeinde?

 

Keine konkrete Kirche oder Gemeinde ist also vollkommen. Keine Kirche oder Gemeinde als solche ist Leib Christi. Wenn aber Kirche nicht Leib Christi ist, was ist sie dann? Ich zitiere noch einmal Charles Colson: „Die äußere Gestalt der Kirche ringt immer darum, der Kirche des Glaubens zu entsprechen“. Sprich: Kirche ist dann Kirche, wenn sie darum ringt, in bestmöglicher Weise Leib Christi zu sein. Kirche ist Kirche, solange sie mit ganzem Ernst bemüht ist, ihrem Herrn Jesus Christus zu gehorchen und ihm die Ehre zu geben.

Das ist an den Worten Jesu leicht zu veranschaulichen. Jesus sagt seinen Jüngern: „Ihr seid das Salz der Erde“ (Matthäus 5,13). Gemeinde Jesu wird dies nie in Reinkultur sein. Unter das Salz ist immer eine Menge Schmutz gemischt. Das ist allerdings kein Grund, das, was sich als Schmutz eindeutig zu erkennen gibt, nicht auszusondern, und damit die Salzkraft der Gemeinde so hoch wie möglich zu erhalten!

Jesus sagt seinen Jüngern: „Ihr seid das Licht der Welt!“ (Matthäus 5,14). Gemeinde Jesu wird ihre Lampen nie vollkommen reinhalten können. Aber sie soll ihre Lampen so rein wie möglich halten, damit das Licht Gottes möglichst ungebrochen und ungetrübt in die Finsternis der Welt scheint.

Genau das ist und tut Kirche und Gemeinde.

Sie weiß, dass sie als Kirche und Gemeinde nie vollkommen, rein und ganz Kirche und Gemeinde Jesu sein kann. Aber sie hat den Auftrag, dies so gut wie möglich zu sein. Dem Werden und Wachsen von geistlichem Leben und von Gemeinde Jesu in ihr so gut wie mögliche Rahmenbedingungen zu bieten. Geistliches Leben in ihr nach besten Kräften zu fördern und zu pflegen.

Insoweit kann jede institutionalisierte Kirche und jede konkrete Gemeinde immer nur versuchen nach Kräften dazu beizutragen, dass in ihr und durch sie Gemeinde Jesu wächst.

Trotzdem kann und darf sie sich bei aller „Unreinheit“ als „wahre Kirche“ verstehen und bezeichnen, denn es gilt für die Kirche als Ganzes nichts anderes wie für den Christen im Einzelnen: sie ist nicht rein um ihrer eigenen Vollkommenheit willen. Sie ist rein um des Wortes Willen, das sie trägt und erhält (Johannes 15,3). Mit dieser Tatsache und Verheißung darf sie allerdings kein Schindluder treiben. Denn auch hier gilt für die Kirche wie für den Einzelnen: diese Tatsache und Verheißung hat ihre Grenze nicht in der Sünde, wohl aber in der Unbußfertigkeit. Der Christ, der unbußfertig weder die Mahnung und Zurechtweisung des Bruders noch der Gemeinde hört, der ist nach dem ausdrücklichen Gebot Jesu zu halten „wie der Heide oder Zöllner“ (Matthäus 18,17). Die Gemeinde hat ihn aus ihrer Mitte hinauszutun und sich von ihm zu trennen. Dasselbe gilt für eine Kirche oder Gemeinde, die unbußfertig an falschen Wegen festhält. Die Gemeinde Jesu, jeder einzelne Christ, hat eine solche „Kirche“ oder „Gemeinde“ wie einen Heiden und Zöllner zu halten und sich von ihr zu trennen.

Damit ist im Prinzip hier schon die Antwort auf die Frage gegeben: Welche Mindestanforderungen müssen nun aber an die äußere Institution gestellt werden, damit sie ein geistlich legitimer Versammlungsort, eine äußere Heimat für die in ihr versammelte gläubige Gemeinde sein kann? Wie viel Mangel an Ringen, wie viel Ungehorsam, wie viel unbiblisches Verhalten und wie viel falsche Lehre können in einer Kirche oder Gemeinde sein, bis man sagen muss: hier ist nicht mehr Kirche oder Gemeinde Jesu? Bis gilt: „Geht aus von ihr, mein Volk, damit ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen!“ Offenbarung 18, 4.

 

Wir können hier schon feststellen: das Entscheidende ist die Buße.

Wo die Buße fehlt, da ist kein Christ.

Wo die Buße fehlt, da kann auch nicht wahre Kirche sein.

 

Im Weiteren wollen wir fragen: was sagen das Alte und das Neue Testament zu unserem Thema? Was war die Erkenntnis der Reformatoren? Und was haben Männer des 20.Jahrhunderts dazu erkannt und gesagt? Und was heißt das schließlich ganz praktisch für uns als Gemeinde Jesu am Beginn des 3. Jahrtausends?

 

2.Der biblische Befund

 

Das Volk Gottes im Alten Testament

 

Im Alten Bund ist die Gemeinde Gottes das Volk Israel als Ganzes. Gott hat dieses Volk berufen als sein Volk. Er ist König und Herr dieses Volkes. Das ganze politische und gesellschaftliche Leben darin soll sich an den Ordnungen Gottes orientieren. Man spricht hier von einer „Theokratie“ – einer „Gottesregierung“. Volk, Bund und Verheißung gehören dabei untrennbar zusammen. „Kirche“ im Sinne des AT ist also das ganze Volk Israel. Zu diesem Volk gehört man nicht durch eine bewusste Glaubensentscheidung, sondern durch Geburt und Beschneidung. Dabei macht Gottes Wort aber auch im Blick auf das alttestamentliche Bundesvolk sehr wohl den Unterschied deutlich zwischen äußerer und geistlicher Zugehörigkeit: „Nicht alle, die aus Israel sind, die sind Israel, auch nicht, weil sie Abrahams Nachkommen sind, sind alle Kinder, sondern die Kinder der Verheißung werden als Nachkommenschaft gerechnet“ Römer 9,8. Und Galater 3,7: „Die aus Glauben sind, die sind Abrahams Söhne“ (vgl dazu auch Matthäus 3,9 und Galater 3,29). Es wird also unterschieden wer zur leiblichen Nachkommenschaft Abrahams gehört und damit zum äußeren Gottesvolk und wer zur geistlichen Nachkommenschaft Abrahams zählt, die das wahre geistliche Volk Gottes ist. Weil das Bundesvolk aber als Volksganzes von Gott berufen ist, steht immer auch das ganze Volk unter dem Anspruch Gottes. Wo es sich diesem Anspruch entziehen will, lässt Gott es keineswegs frei, sondern führt es unter das Gericht. Dieses Gericht bringt immer wieder neu den gläubigen Rest hervor, mit dem Gott sein Ziel doch noch erreichen will und wird.

 

Ein frommer Bruder hat mit Blick auf das Alte Testament einmal festgestellt: „Mir ist aufgefallen, dass im Alten Testament an keiner Stelle je zu lesen ist, dass jemand aus dem Volk Israel ausgetreten ist. Es ist eigentlich selbstverständlich, dass alle in dem Volk Gottes drinnen geblieben sind“. Damit wollte er biblisch belegen, dass vom Alten Testament her ein Austritt aus der Landeskirche nicht in Frage kommt. Wie wir gesehen haben, ist diese Schlussfolgerung absurd. Aus Israel austreten hieße, aus der Verheißung austreten. Das kann auf keine kirchliche oder gemeindliche Institution übertragen werden. Denn keine Kirche oder Gemeinde kann sich an die Stelle des alttestamentlichen Gottesvolkes stellen und sagen: „Bund und Verheißung sind mit unserer Institution untrennbar verbunden. Wer sich von unserer Institution trennt, der steht außerhalb der Erwählung und außerhalb des Heils.“ Wenn eine irgendeine Kirche oder Gemeinde diesen Anspruch erhebt, ist sie damit bereits zur Sekte geworden.

 

Die Gemeinde Jesu im Neuen Testament

 

Im Neuen Bund haben wir eine ganz andere Ausgangssituation. Zur neutestamentlichen Gemeinde gehört, wer durch den Heiligen Geist zum Glauben an Jesus Christus als den von Gott gesandten Heiland und Erlöser gekommen ist. Das äußere Zeichen des Bundes ist die Taufe. Wer glaubt und getauft ist, der gehört zur christlichen Kirche. Die „Kirche“ des Neuen Testaments ist deshalb die Gemeinschaft der Gläubigen aus allen Völkern, aus Juden und Heiden. Die Zugehörigkeit zu einer Institution ist im Neuen Testament überhaupt nicht im Blick, sondern die Zugehörigkeit zu Jesus Christus. Er ist Herr und Haupt der Gemeinde. Wer zu ihm gehört, der gehört notwendigerweise auch zu seinem Leib, der Gemeinde. Diese Gemeinde ist zur Zeit der Apostel noch eine recht wenig organisierte Versammlung der Gläubigen. Im Unterschied zum alttestamentlichen Bundesvolk gibt es keine bestimmte äußere Institution, der der Angehörige der wahren Kirche notwendigerweise angehören müsste. Die urchristlichen Gemeinden in Jerusalem, Antiochien, Korinth etc. lebten organisatorisch selbständig. Verbunden waren sie zunächst durchs Lehr- und Leitungsamt der Apostel. Dieses Amt der Einheit wuchs in den nachfolgenden Generationen den Bischöfen zu. Wahre Kirche war dort zu finden, wo Bischöfe den Gemeinden vorstanden, die das Evangelium recht verkündigten und falsche Lehre entschieden zurückwiesen. Die Bereitschaft Leib und Leben im Kampf um die rechte Lehre einzusetzen gehörte als wesentliches Kennzeichen mit dazu und unterschied den von Christus eingesetzten Hirten der Gemeinde vom „Mietling“, dem persönlicher Gewinn und existentielle Sicherheit wichtiger sind als die Treue zu Christus.

Erst im Laufe des zweiten Jahrhunderts nach Christus nimmt Kirche als Organisation und Institution mehr und mehr Gestalt an. Das ist an sich nichts Negatives. Wo Menschen regelmäßig zusammenkommen, sind Strukturen und Ordnungen hilfreich, ja geradezu unvermeidlich und dürfen nicht verteufelt werden. Allerdings haben diese geschichtlich gewachsenen Formen und Institutionen auch keinen geistlichen Wert an sich. Den haben sie nur, solange sie Christus und seinem Wort dienen und für den Bau der Gemeinde Jesu hilfreich sind. Wo dies nicht mehr der Fall ist, kann der Christ sich von ihnen trennen. Unter Umständen kann die Trennung, wie wir schon gesehen haben, sogar geboten sein.

Wir sehen dies schon beim Apostel Paulus selbst. Er war Jude und wollte auch als Heidenapostel möglichst viele Juden für Jesus Christus gewinnen. Deshalb ging Paulus, wo es nur die Möglichkeit gab, zuerst in die Synagoge und versuchte in der „Kirche“, die er vorfand, die Gemeinde Jesu zu sammeln. Als aber die Juden zum Beispiel in Korinth dem Evangelium Widerstand leisteten und Jesus lästerten, da zögerte Paulus keinen Augenblick. Er verließ die Synagoge und gründete im Haus des Krispus eine Gemeinde (Apostelgeschichte 18,4ff). Dieser Vorgang wiederholte sich später in Ephesus. „Als aber etliche verstockt waren und nicht glaubten und von dem Wege (nämlich vom Weg der Jesusnachfolge) übel redeten vor der Menge, trennte er sich von ihnen und sonderte die Jünger ab und redete täglich in der Schule eines gewissen Tyrannus“ Apostelgeschichte 19, 9.

 

Paulus sonderte sich wieder von der Synagoge ab. Das ist bemerkenswert. Denn die Synagogengemeinde ist ja die Versammlung des Bundesvolkes, das die Verheißung hat. Sich als Jude von dieser Versammlung zu trennen ist geistlich und theologisch ein weit größerer Schritt als wenn sich ein Christ heute von einer Landeskirche oder einer freikirchlichen Gemeinde trennt.

Trotzdem geht Paulus diesen Schritt. Dabei ist es aufschlussreich und von höchster Bedeutung auf die Feinheiten beider Berichte sowohl in Korinth wie in Ephesus zu achten. In Korinth lesen wir: „Als sie aber widerstrebten und lästerten“ Apg. 18,6. Hier können wir davon ausgehen, dass ein Großteil der Juden und insbesondere des Synagogenvorstands das Evangelium ablehnten. In Ephesus dagegen lesen wir „Als aber einige sich verhärteten“. Die griechische Formulierung lässt hier auf eine deutliche Minderheit schließen, wörtlich „ein paar“. In Ephesus waren es also nur ein paar, die das Evangelium ablehnten „und nicht glaubten und vor der Menge schlecht redeten von dem Weg“ Vers 9. Warum sind diese „paar“ für Paulus Anlass genug, sich von der Synagoge zu trennen? Ich denke, ein Hinweis steckt in der Formulierung: „und vor der Menge schlecht redeten von dem Weg.“ Der Widerspruch gegen das Evangelium, die Auflehnung und Lästerung der Jesusnachfolge, geschah öffentlich. Er geschah nicht im Verborgenen, heimlich, hinter vorgehaltener Hand, als etwas, das in der Synagoge kein Recht hat und keinen Raum bekommen darf. Er geschah vielmehr „vor der Menge“. Und er wurde von den leitenden Männern der Synagoge nicht eingedämmt. Paulus wurde nicht verboten, weiterhin das Evangelium zu verkünden. Aber innerhalb der Synagoge wurde die gegenteilige Lehre genauso geduldet. Damit steht die Lästerung der Heilstat Gottes gleichberechtigt neben der Botschaft vom Heil in Jesus. Der Glaube an den Messias ist unter diesen Umständen eine beliebige Möglichkeit neben dem Unglauben. Ob ich dem Evangelium glaube oder nicht, wird zur Frage des persönlichen Geschmacks – heute des „Frömmigkeitsstils“. Für Paulus war das ein absolut inakzeptabler Zustand.

Paulus bringt ja nicht irgendwelchen Heiden die christliche Botschaft. Er verkündigt seinen jüdischen Volksgenossen, dass ihr Messias gekommen ist. Wo aber zugelassen wird, dass das Heil, das der Gott Israels durch den verheißenen Messias vollbracht hat, abgelehnt und zerredet wird, da ist nicht mehr Versammlung des Bundesvolks. Da hat Paulus nichts mehr zu suchen. Paulus geht. Die Anerkennung Jesu kann nicht gleichberechtigt neben der Lästerung Jesu stehen. Durch einen Verbleib in der Synagoge hätte er diesen Zustand mitgetragen. Das kommt für ihn nicht in Frage.

Diese Entscheidung wird immer mehr zur großen Schicksalsfrage in unseren Tagen. Denn genau dieser Trend, dem Paulus in aller Entschiedenheit widerstanden hat, wird heute immer mehr zur herrschenden Praxis. Zentrale Glaubensinhalte werden zu beliebigen Erkenntnisfragen abgewertet. Wahrheit und Irrlehre stehen unangefochten und gleichberechtigt nebeneinander.

 

Die Wahrheit aber kann neben der Irrlehre nicht als zweite Möglichkeit stehen bleiben. Wo die Irrlehre nicht deutlich zurückgewiesen wird, kann die Wahrheit nicht bleiben. Dies ist ein ganz wichtiges Kriterium für die Frage: in welcher Kirche oder Gemeinde kann ein Christ bleiben oder nicht! Wo die falsche Lehre nicht in aller Deutlichkeit und Konsequenz zurückgewiesen wird, dort hat der Christ kein Bleiberecht!

Paulus hat nicht nur selbst so gehandelt. Er hat dieses Vorgehen der Gemeinde ausdrücklich geboten z.B. in 2.Korinther 6,14+15: „Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit. Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus überein mit Belial? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen?“ (siehe auch 1. Korinther 5,9-13 und 2. Thessalonicher 3,6+14 um nur auf zwei weitere von vielen Bibelstellen hinzuweisen).

 

Gott sagt uns in seinem Wort ganz eindeutig wie mit Irrlehre und Ungehorsam umzugehen ist. Der Irrlehrer oder Ungehorsame soll zuerst zurechtgewiesen werden mit dem Ziel, ihn zu gewinnen. Dass er von seinem falschen Weg lässt und zur rechten Lehre und zum rechten Leben mit Jesus zurückfindet. Hält er aber unbußfertig an falscher Lehre oder Sünde fest, dann ist er aus der Gemeinde auszuschließen und wie ein „Heide und Zöllner“ anzusehen, also wie jemand, der nichts mit der Gemeinde zu tun hat. So ordnet es Jesus selbst (Matthäus 18,17). Besonders falscher Lehre ist dabei entschiedenster Widerstand entgegenzusetzen. Denn sie gefährdet nicht nur Einzelne. Sie zerstört das Fundament der ganzen Gemeinde und kann viele zur Verdammnis verführen. Deshalb schreibt Paulus außerordentlich scharf in Galater 1, 8: „Aber wenn auch wir oder ein Engel vom Himmel euch ein anderes Evangelium predigen würden als das, welches wir euch gepredigt haben, der sei verflucht!“ Nehmen wir diese klare und unmissverständliche Aussage doch bitte ernst im Blick auf die vielen falschen Lehren und falschen Lehrer, die heute in Kirche und Gemeinde „ein anderes Evangelium predigen“. Sie stehen unter dem Fluch Gottes! Wollen wir tatsächlich an ihrer Seite stehen?

Wer falsche Lehre in der Gemeinde duldet, hat das scharfe „Ich habe wider dich“ des auferstandenen Herrn zu hören (vgl. Offenbarung 2,14f und 2,20). Beachten wir dabei bitte auch die scharfen Gerichtsandrohungen, die der erhöhte Herr diesen Gemeinden zuruft für den Fall, dass sie nicht Buße tun (Offenbarung 2,16 und 2,21ff)!

 

Die falsche Lehre darf in der Gemeinde Jesu keinen Raum haben. Die Lüge darf nicht gleichberechtigt neben die Wahrheit treten. In einer Institution aber, in der sich die Macht- und Mehrheitsverhältnisse so verändert haben, dass die falsche Lehre nicht mehr zurückgewiesen werden kann, kann die Gemeinde Jesu nicht bleiben. Denn Kirche nach dem Neuen Testament ist dort, wo Christus der Herr ist. Und nur dort!

 

3.Das Verständnis der Reformation

 

1530 übergaben die evangelischen Fürsten in Augsburg eine Zusammenfassung ihres Bekenntnisses an den katholischen Kaiser Karl V.. Diese Confessio Augustana (CA) definiert in Artikel VII kurz und präzise, was Kirche ist: „Es wird auch gelehret, dass alle Zeit musse ein heilige christliche Kirche sein und bleiben, welche ist die Versammlung aller Gläubigen, bei welchen das Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakramente lauts des Evangelii gereicht werden.

Die Frage, wo Kirche ist, entscheidet sich nach Auffassung der Reformatoren also an drei unverzichtbaren Merkmalen:

 

  1. Kirche ist „Versammlung aller Gläubigen“. Es sind die, von denen Jesus sagt: „Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir“ Johannes 10,27. Sie hören also nicht auf die Stimmen der Welt. Sie gehen auch nicht ihre eigenen Wege. „Einem Fremden aber werden sie nicht nachfolgen, sondern werden vor ihm fliehen; denn sie kennen die Stimme des Fremden nicht“ Johannes 10,5. Wie aber kann und soll dort Kirche sein, wo die Stimme des Fremden lauthals das Sagen übernommen hat?!

 

  1. Kirche ist dort, wo das Evangelium rein gepredigt wird. Kirche ist dort, wo Gottes Wort ist. Wo das Evangelium nicht rein, das heißt unverfälscht, gelehrt wird, dort ist nicht Kirche! Nicht von ungefähr erhielten die evangelischen Kirchen die Bezeichnung „Kirchen des Wortes“. Es kann für das Kirche-Sein deshalb nicht ohne Auswirkung bleiben, wenn sogenannte „Evangelische Kirchen“ das ihnen anvertraute Wort Gottes bewusst verfälschen, wie dies durch die „Bibel in gerechter Sprache“ geschehen ist, oder leider nicht viel weniger schlimm auf evangelikaler Seite durch die „Volxbibel“!

 

  1. Kirche ist dort, wo Taufe und Abendmahl dem Wort Gottes gemäß gereicht werden. Im rechten Gebrauch von Taufe und Abendmahl zeigt sich die rechte Liebe und Treue zu Christus, dem Herrn der Kirche. Wird das Wort Christi nur als fromme Theorie verkündigt? Oder wird es mit Ernst gehört und ihm gehorcht? Das erweist sich daran, dass Kirche mit den vom Herrn Jesus Christus selbst eingesetzten Heilsmitteln Taufe und Abendmahl so umgeht, wie er es geboten hat. Hier, an den Nahtstellen des Werdens und Lebens von Kirche, muss sich die Treue zu Christus und seinem Wort erweisen. Wenn hier Fehlanzeige ist, dann ist auch der Begriff „Kirche“ eine Fehlanzeige.

 

 

 

Die Klarheit, in der die Reformatoren das wahre Wesen von Kirche erkannt und beschrieben haben, ist leider weitgehend verloren gegangen. Unmissverständlich haben die Reformatoren die Gemeinde in die Pflicht genommen an der rechten Verkündigung des Evangeliums keine Abstriche zuzulassen.: „Doch soll man falsche Lehrer nicht annehmen oder hören; denn die selbigen sind nicht mehr an Christus statt, sondern sind Widerchristen. Und Christus hat von diesen klar befohlen: „Hütet euch vor den falschen Propheten.“ (Matthäus 7, 15) Und Paulus zu den Galatern: „Wer euch ein anderes Evangelium predigt, der sei verflucht.“ (Galater 1,9)“ (Apologie der CA zu Artikel VII).

Die klare Trennung von falscher kirchlicher Obrigkeit ist nicht eine Möglichkeit. Sie ist „bei der Seelen Seligkeit“ Pflicht der Gemeinde! Martin Luther hat dies mit größtem Nachdruck und auf eindringlichste Weise betont: „So ziehen wir den Schluss, dass, wenn es eine christliche Gemeinde gibt, die das Evangelium hat, sie nicht allein Recht und Vollmacht hat, sondern es bei der Seelen Seligkeit gemäß ihrer Pflicht, die sie Christus gegenüber in der Taufe eingegangen ist, schuldig ist, zu meiden, zu fliehen, abzusetzen, sich zu entziehen von der Obrigkeit, die die jetzigen Bischöfe, Äbte, Klöster, Stifte und ihresgleichen ausüben, weil man offenkundig sieht, dass sie wider Gott und sein Wort lehren und regieren. So ist also dies zum ersten genügend fest und stark begründet, und man kann sich darauf verlassen, dass es göttliches Recht sei und für der Seelen Seligkeit nötig, solche Bischöfe, Äbte, Klöster und was es für Regiment dieser Art gibt, abzutun oder zu meiden“ (in „Dass eine christliche Versammlung oder Gemeinde Recht und Macht habe, alle Lehre zu beurteilen und Lehrer zu berufen, ein- und abzusetzen“ 1523).

Dabei unterscheiden die Reformatoren in der Sache sorgfältig:

 

  1. Den Heuchler, das heißt den verborgenen Gottlosen. Bei ihm stimmen Lehre und Leben im Wesentlichen mit dem Evangelium überein. Da niemand in das Herz des andern sehen kann außer Gott allein, können wir ihn nicht sicher als Heuchler überführen und sollen ihn in seinem Dienst annehmen. Da das Wort selbst Träger seiner Vollmacht ist und nicht der jeweilige Mensch, können wir uns auf die Wirkkraft des verkündigten Wortes in der Predigt wie in Taufe und Abendmahl verlassen, unabhängig von dem, der es ausspricht. Die württembergische Bekenntnisschrift formuliert das so: „Wenn diese Bösen und Heuchler das Amt der Kirche auf Grund rechtmäßiger Berufung übernommen haben, so tun sie der Wahrheit der Sakramente an sich keinen Schaden, sofern sie nicht die Stiftung Christi verkehren und widergöttliche Lehren vortragen(Confessio Virtembergica 1552 Artikel 32 „Von der Kirche“).
  2. Die Cofessio Virtembergica setzt also sofort auch eine klare Grenze der Duldung des „Bösen und Heuchlers“. Sowie eine wahrnehmbare Verkehrung von Taufe und Abendmahl oder der Lehre eintritt, muss diese Duldung ein Ende haben. Ganz anders als mit dem verborgenen Heuchler soll die Gemeinde mit dem umgehen, bei dem Lehre und Leben offenkundig und grob nicht mit dem Wort Gottes übereinstimmen. Seine Rede kann sie hören und soll sie beurteilen. Sein Leben kann sie sehen und soll prüfen inwieweit es mit dem Wort Gottes übereinstimmt. Hier hat die Gemeinde offenkundige, sichtbare und prüfbare Kriterien an der Hand! Diener des Wortes, die in ihrer Lehre oder in ihrem Leben in grober Weise vom Wort Gottes abweichen, damit als Irrlehrer und Ungehorsame überführt sind, darf die Gemeinde nicht hören und nicht dulden!

 

Diese Unterscheidung von heimlichem Unglauben und offenkundiger falscher Lehre hebt Luther auch in seiner Schrift „Von den Konzilien und der Kirche“ 1539 im Bezug auf die Gemeindezucht hervor: „Denn solche Heilmittel hat, gibt, übt, gebraucht und bekennt niemand als allein Gottes Volk, auch wenn etliche falsche und ungläubige Christen heimlich darunter sind. Aber diese entheiligen nicht das Volk Gottes, vor allem solange sie im Geheimen bleiben; denn die, die offenbar sind, duldet die Kirche oder das Volk Gottes nicht unter sich, sondern es weist sie zurecht und heiligt sie auch oder, wenn sie nicht wollen, schließt sie aus von dem Heilmittel durch den Bann und hält sie für Heiden, Matth. 18,17.“

Wir beachten: Für Luther ist es eine gar keiner Diskussion bedürftige Feststellung: offenbare „falsche und ungläubige Christen …duldet die Kirche oder das Volk Gottes nicht unter sich“!

Und weiter, wenn Luther hervorhebt, dass der falsche Mann im Amt die Gabe Gottes nicht unwirksam macht, stellt er dennoch fest: „Denn es ist nicht sein, was er redet und tut; sondern Christus, dein Herr, und der Heilige Geist redet und tut’s alles, sofern er in der rechten Weise zu lehren und zu tun bleibt; nur dass die Kirche öffentliche Laster nicht dulden soll noch dulden kann.“

Ins Herz kann die Gemeinde keinem Menschen, auch keinem Pfarrer oder Bischof hineinsehen. Was aber an Lehre und Leben eines Menschen öffentlich wird, das kann und darf die Gemeinde nicht ignorieren. Falsche Lehre und ein Leben im öffentlichen Widerspruch zum Wort Gottes kann und darf die Gemeinde in ihrer Mitte nicht dulden!

 

Dass eine solche Gemeindezucht ein wesentliches Kennzeichen wahrer Kirche ist, führt Luther in derselben Schrift „Von den Konzilien und der Kirche“ 1539 weiter aus. „Zum vierten erkennt man das Gottesvolk oder heilige Christen an den Schlüsseln, die sie öffentlich gebrauchen, wie Christus sie Matth. 18,18 einsetzt: Wenn ein Christ sündigt, soll er gestraft werden. Und wenn er sich nicht bessert, soll er gebunden und ausgestoßen werden. Bessert er sich, soll er losgesprochen werden. Das sind die Schlüssel…. Wenn du nun siehst, dass man Sünde vergibt und straft, öffentlich oder insgeheim, da wisse, dass da Gottes Volk sei. Denn wo Gottes Volk nicht ist, da sind die Schlüssel nicht, und wo die Schlüssel nicht sind, da ist Gottes Volk nicht.

 

Nachdem zum Beispiel die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) beschlossen hat grundsätzlich niemand vom Abendmahl auszuschließen, muss in reformatorischer Klarheit festgestellt werden: diese Institution kann damit nicht mehr als christliche Kirche bezeichnet werden. Selbst der theologische Ausschuss der Evangelischen Kirche in Deutschland hat auf diese Tatsache, zwar in kirchlich üblicher Zurückhaltung, hingewiesen und festgestellt, dass die EKiR mit ihrem miserabel begründeten Beschluss in Gefahr steht, sich außerhalb der Gemeinschaft der evangelischen Kirchen zu bewegen. In reformatorischer Klarheit müssen wir diese Unschärfe überwinden und betonen: Nein, die EKiR steht nicht in Gefahr, sie hat durch diesen Beschluss de facto die Gemeinschaft evangelischer Kirchen verlassen und aufgehört evangelische Kirche zu sein!

Nun argumentieren liebe Amtsbrüder, dass in der Volkskirche Gemeindezucht nicht möglich wäre. So begründete mir ein weitbekannter frommer Pfarrkollege seinen konsequenten Verzicht auf Gemeindezucht mit dem Argument: „In einer Kirche, die sich weigert Kirchenzucht zu üben, weigere ich mich, Gemeindezucht zu üben.“ Sprich: Wenn die Oberen im kirchlichen Stall keine Ordnung halten, dann tue ich das auf örtlicher Ebene auch nicht. Luther wehrt dieses Argument entschieden ab: „Hier darfst du dich nicht an den beiden Schlüsseln des Papstes stören … Denn wenn er die Sünde nicht binden oder zurechtweisen will… so lasse sie zurechtgewiesen und gebunden sein in deiner Pfarrei. Wenn er sie nicht lösen oder vergeben will, so lasse sie in deiner Pfarrei los und vergeben sein.“ Ob wir unser Amt in Treue zu Christus und seinem Wort führen, können und dürfen wir niemals davon abhängig machen, ob andere, auch in der kirchlichen oder gemeindlichen Ordnung Höherstehende, dies ebenfalls tun. Jeder ist vor Gott verantwortlich, dass er in seinem Amt und an seinem Ort treu ist.

Warum ist Luther nicht ausgetreten?

 

Häufig wird festgestellt: „Aber Martin Luther ist doch auch nicht ausgetreten. Wir machen es wie er. Wir bleiben, bis wir hinausgeworfen werden.“ Was hat dieses Argument für sich? Sehr wenig. Dieser Hinweis ist ähnlich wirklichkeitsfremd, wie der, dass im Alten Testament auch niemand aus dem Volk Israel ausgetreten sei (siehe zum AT). Luther konnte nicht wie wir heute zum Standesamt gehen und seinen Kirchenaustritt erklären. Er lebte im „Heiligen römischen Reich deutscher Nation“. Das war ein katholisch kirchliches Reich. Es verstand sich als eine Gottesherrschaft ähnlich dem Volk Israel im Alten Bund. Für den Normalbürger war eine Existenz außerhalb der Kirche nicht möglich. Die Bannbulle des Papstes zog zu der damaligen Zeit automatisch die Reichsacht nach sich. Wer aus der Katholischen Kirche ausgeschlossen wurde, konnte auch nicht mehr Bürger des Reiches sein. Er wurde zur Unperson. Luther hatte also gar keine andere Möglichkeit als in der Katholischen Kirche für seine Überzeugung einzutreten, bis er exkommuniziert wurde. Danach musste er unmittelbar mit dem Tod rechnen. Dieser hätte Luther auch gewiss bald ereilt, wenn Gott nicht durch Kurfürst Friedrich den Weisen für seine Sicherheit gesorgt hätte.

Wir haben heute Gott sei Dank eine ganz andere Situation. Jeder kann mühelos eine falsche Kirche verlassen und sich mit seinen Gaben dort einbringen, wo sich Gemeinde Jesu den biblischen Maßstäben entsprechend versammelt. Dass dies nicht ganz ohne Widerstände und gegebenenfalls auch Nachteile vonstattengeht, heißt noch lange nicht, dass der Weg deshalb falsch sei. Im Gegenteil. In der schon zitierten Schrift „Von den Konzilien und der Kirche“ nennt Luther als siebtes Kennzeichen der Kirche die Verfolgung: „Zum siebenten erkennt man nach außen das heilige christliche Volk an dem Heilmittel des Kreuzes: dass es alles Unglück und Verfolgung, allerlei Anfechtung und Übel (wie das Vaterunser betet) vom Teufel, von der Welt und vom Fleisch…leiden muss, damit es seinem Haupt Christus gleich werde.“

Verfolgung und Leiden liebt und sucht wohl niemand von uns. Aber wir haben keine Erlaubnis von unserem Herrn Jesus Christus die Wahrheit zu verleugnen, seinem Wort ungehorsam zu sein, fremder Sünden teilhaftig zu werden, weil wir Unannehmlichkeiten vermeiden wollen. Wir haben stattdessen seine Verheißung: „Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben“ Offenbarung 2,10.

 

4.Wenn Kirche nicht Gemeinde Jesu ist, was ist sie dann?

 

Otto Weber arbeitet in seinen „Grundlagen der Dogmatik II“ (Neukirchener Verlag 1962) die reformatorischen Grundprinzipien der Kirche heraus. Im Blick auf die lutherischen Reformationskirchen stellt er fest (S.602 f), dass hier vielfach für die Gemeinde der Begriff des corpus mixtum verwendet wird, in dem es wahrhaft Glaubende und auch Heuchler gibt. Die „Substanz“ dieser Gemeinde zeigt sich in den signa ecclesiae (Kennzeichen der Kirche): an Wort und Sakrament. „An diesen tritt das Wesen, die „Substanz“ der Kirche innerhalb der wahrnehmbaren Gemeinde ins Licht.“

Anders ist das Bild bei Bucer und Calvin. Auch bei diesen ist das Amt von ausschlaggebender Bedeutung. Aber es geht dann nicht nur um das in der Predigt verkündigte, im „Sakrament“ dargebotene Wort, sondern zugleich und eher in erster Linie um das geglaubte und im Bekenntnis bezeugte. Da aber das Wort einzig von den Erwählten geglaubt wird, so bilden diese den Strukturkern der Gemeinde.“

Die Formulierung in CA VII zeigt uns, dass diese Unterschiede keine Gegensätze, sondern nur verschiedene Akzentuierungen waren, denn CA VII fasst beide Merkmale zusammen, den Glauben mit dem rein verkündigten Wort und den dem Evangelium gemäß verwalteten Sakramenten!

Die Formulierung von Weber weist allerdings äußerst anschaulich auf das Grundproblem im Ringen um wahre und nur so genannte Kirche hin. Es geht dabei um die Frage: welches Wesen, welche „Substanz“ der Kirche tritt denn in der jeweiligen Institution tatsächlich ans Licht? Dort, wo das Wort Gottes nicht rein verkündigt, wo ihm nicht geglaubt und gehorcht wird, dort treten nicht die signa ecclesiae (die Kennzeichen wahrer Kirche) ans Licht. Dort treten vielmehr die Kennzeichen und das Wesen des Antichristen ans Licht!

Das ist das Grundproblem: Im Gottesdienst zum Beispiel tritt der verborgene Leib Christ an die Öffentlichkeit. Kann aber Leib Christi in einem Gottesdienst oder in einer Institution sichtbar werden, in denen ein anderes Evangelium gepredigt wird, in denen gesegnet wird, was Gott unter seinen Fluch gestellt hat?

Nein! Hier tritt nicht Kirche Christi ans Licht der Öffentlichkeit. Hier tritt Wesen und Kirche des Antichristen hervor! Kann aber Gemeinde Jesu in einer Institution bleiben, die mit den Kennzeichen und dem Wesen des Antichristen ans Licht der Öffentlichkeit tritt?

 

Jesus hat seinen Jüngern und seiner Gemeinde die Verheißung gegeben: ihr seid das Licht der Welt. Wir haben die Aufgabe der imitatio die (Nachahmung Gottes). Durch unser Wesen, durch unser Leben, sollen die Leute den himmlischen Vater erkennen. „Also lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“ Matthäus 5,16.

Wenn Gemeinde Jesu aber in einer zur Welt gewordenen Kirche von der Welt nicht mehr zu unterscheiden ist, wie soll sie diesen Auftrag noch wahrnehmen? Wie soll eine Gemeinde Licht der Welt sein, die sich in einer Kirche versammelt, von einer Kirche nicht mehr zu unterscheiden ist, die selbst zur Welt, zur Finsternis geworden ist?

 

Gemeinde Jesu kann ihren Auftrag nur wahrnehmen, wenn sie sich von der Welt unterscheidet. Wenn wir die Kirche aus dem Anspruch entlassen wahre Kirche zu sein und/oder in einer Nicht-Kirche als Gemeinde Jesu leben und arbeiten, verleugnen wir Wesen und Auftrag, den Jesus seiner Gemeinde gegeben hat. Denn, wie oben schon dargelegt, beschreibt Jesus das Wesen und den Auftrag seiner Gemeinde „Ihr seid das Licht der Welt“. Wie aber soll eine Kirche, die selbst zur Finsternis geworden ist, diesem Wesen und Auftrag entsprechen? Ein Ding völliger Unmöglichkeit!

 

Welches Zeugnis – welches Licht für die Heiden – ist etwa von der württembergischen Kirche ausgehend möglich? Wenn in der Synode öffentlich und von großen Teilen der Synode zustimmend zur Kenntnis genommen, verkündet werden darf: ob Christen oder Moslems die göttliche Wahrheit hätten, wisse ohnehin niemand. So geschehen auf der Frühjahrstagung der württembergischen Landessynode im März 2006.

 

Sprache lebt außerdem von der Unterscheidung. Wenn wir Kirche – dem Herrn gehörig – nennen, was nicht Kirche ist und nicht dem Herrn gehört, was deshalb mit Christus und seiner Gemeinde nichts zu tun hat, wie wollen wir uns dann noch darüber verständigen, was wirklich Kirche ist?

Wenn wir Traubensaft nennen, was in Wirklichkeit Rattengift ist und wir schenken unseren Mitmenschen als Traubensaft ein, was in Wirklichkeit Rattengift ist, dann stellen wir eine Gefahr für das Leben und die Gesundheit unserer Mitmenschen dar.

Wenn wir als Christen Kirche nennen, was verlorene Welt ist und bieten Menschen, deren Leben wir retten sollen für die Ewigkeit, diese verdorbene Welt als Kirche Jesu Christi an, dann stellen wir eine Gefahr dar nicht nur für ihre geistliche Gesundheit, sondern für ihr geistliches Leben überhaupt.

 

Der württembergische Dekan Johannes Maisch sagte in einem Vortrag im Jahr 1979 an die Volkskirche gerichtet (S. 94 in „Mut zur Klarheit“ Sonnenweg-Verlag 1987): „Kirche für alle“ kann darum niemals Kirche heißen, die sich nach allen richtet, alle Meinungen als gleichwahr toleriert und allen Erwartungen, die Menschen an die Kirche haben, gerecht zu werden versucht; sondern Kirche, die sich mit allen auf das Evangelium stellt, allen mit dem Evangelium nachgeht und alle unter den Gehorsam des Evangeliums zu führen sucht. Nur solange sie diesen Auftrag, der der Auftrag der Kirche ist, wahrnimmt, hört sie nicht auf, Kirche zu sein.“

 

Im Blick auf die lauter werdenden Forderungen nach Anerkennung und Segnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen, stellten führende Männer der evangelischen Kirche fest: „Eine Kirche, welche an dieser entscheidenden Stelle die biblische Ordnung preisgibt, verlässt ihre apostolische Grundlage und schließt sich damit selbst aus der Gemeinschaft der una, sancta, catholica et apostolica ecclesia (der einen, heiligen, allgemeinen und apostolischen Kirche), der Kirche des nicänischen Bekenntnisses, aus.“ (aus „Aufruf“ des Eupäischen Bekenntniskonventes (Bischof Dr. theol. h.c. Oskar Sakrausky); Konferenz Bekennender Gemeinschaften (Pastor Burghard Affeld + Pfarrer Hanns Schrödl); Theologischer Konvent (Prof. Dr. Peter Beyerhaus + Bischof D. Dr. Joachim Heubach) Oktober 1997.

 

Angesichts eines solch klaren biblischen und reformatorischen Befunds über das Wesen der Kirche und die unaufgebbaren Ansprüche an sie muss völlig unverständlich erscheinen, dass führende fromme Männer auch aus dem Bereich des Pietismus sich damit abfinden, dass ihre konkrete Institution „Kirche“ nicht Kirche im biblisch-reformatorischen Sinne ist und auch nicht ernsthaft sein will. Und meinen, die Platzanweisung der Gemeinde Jesu und des Pietismus müsse auf Gedeih und Verderb in einer solchen Institution sein. Ich nenne diese Brüder im Weiteren einmal „Bruder Kirche“.

 

Wir haben festgestellt:

Kirche ist Versammlung der Gläubigen.

Kirche ist dort, wo das Evangelium rein verkündigt wird.

Kirche ist dort, wo Taufe und Abendmahl dem Evangelium gemäß gereicht werden.

Kirche ist dort, wo Christus der Herr ist.

 

Was aber ist „Kirche“, wenn sie das alles nicht ist?

 

Unsere „Brüder Kirche“ (als solche bezeichne ich hier solche Brüder, die den Verbleib in der Landeskirche auf Biegen und Brechen verteidigen) bezeichnen die abgefallene Kirche als „Missionsfeld“.

Das Missionsfeld aber ist die Welt! Oder kennt die Bibel ein Zwischending zwischen „Gemeinde Jesu“ und „Welt“?

Wenn Kirche Missionsfeld = Welt ist, können wir die Missionierten dann anschließend in der Kirche = Welt beheimaten? Ist das nicht so, wie wenn wir einen Schiffbrüchigen aus der haifischverseuchten See linkerhand des Schiffes – hier „Welt“ genannt – retten, und werfen ihn rechterhand des Schiffes in ebendieselbe haifischverseuchte See – hier „Kirche“ genannt – zurück?

Unsere „Brüder Kirche“ sind es meines Erachtens bis heute in sträflicher Weise schuldig geblieben, hier präzise zu denken, zu unterscheiden, zu reden und ehrliche Schlussfolgerungen zu ziehen, wie und ob überhaupt ein gläubiger Mensch leben und Dienst tun kann in einer Kirche, die nicht Gemeinde Jesu ist und sein will.

Sie haben außerdem die Kirche gegen deren eigenen Willen und Anspruch aus dem Anspruch entlassen wahre Kirche zu sein. Ich erinnere mich an mehrere Begegnungen mit Kirchenräten und Oberkirchenräten, in denen sich diese energisch und geradezu aufgebracht dagegen verwehrten, dass ihre Kirche nicht Kirche im biblisch-reformatorischen Sinne sei.

 

Wenn Kirche aber nicht Gemeinde Jesu ist, was ist sie dann?

Lieber „Bruder Kirche“, wenn Kirche nicht Gemeinde Jesu ist, dann definiere bitte ihr Wesen.

Dann beschreibe mir bitte ihren Auftrag.

 

Dann erkläre mir bitte ihre Existenzberechtigung vor Gott und der Gemeinde.

Dann erläutere mir: was hat Gemeinde Jesu und der gläubige Christ mit einer solchen „Kirche“ und vor allem in einer solchen „Kirche“ zu tun?

Wie kann der Stand eines Christen vor Gott in einer solchen „Kirche“ sein, die das Wort Gottes fälscht und seinen heiligen Namen missbraucht?

 

Einer dieser „Brüder Kirche“ verweist in einem Büchlein darauf, dass Johann Albrecht Bengel (1687-1752) vor „mehr Bibel“ in einer solchen Kirche gewarnt hat. Und stellt fest: „Wie recht hatte Bengel. Bis heute kann man erleben, wie viel Unehrerbietiges, Konfuses und Bibelkritisches unter das Volk gebracht wird, wenn in einer kränkelnden Kirche die Bibel „ausgelegt“ wird.

Natürlich stimmt diese Beobachtung. Vor Jahren war ich als landeskirchlicher Pfarrer auch für zwei Kindergärten zuständig. In diesem Zusammenhang machte mich eine Mitarbeiterin auf dieselbe Tatsache aufmerksam: es ist nicht sinnvoll ungläubige Erzieherinnen zu ermutigen, dass sie den Kindern biblische Geschichten erzählen. Sie werden es so tun, als erzählten sie Märchen. Die Kinder werden spüren, dass die Erzieherinnen der Bibel selbst nicht vertrauen. Der Schaden ist größer, als wenn sie gleich Märchen erzählen. Bengel hat Recht. Ähnlich ist es, wenn ungläubige Pfarrer die Bibel auslegen. Sie werden Gottes Wort verdrehen. Sie werden das Vertrauen in Christus und sein Wort zerstören. Sie werden ihre eigenen Zweifel predigen und ihren persönlichen Unglauben verbreiten. Sie werden immensen Schaden anrichten.

Aber was ist die Alternative in einer Kirche, die nicht Kirche ist und sein will? In einer Kirche, die sich damit abgefunden hat, dass der Großteil ihrer Pfarrer Christus und seinem Wort nicht vertraut? Die seit Jahrzehnten eine bibelkritische Ausbildung, die die menschliche Vernunft zum Richter über Gottes Wort erhebt und das Vertrauen in dieses Wort systematisch zerstört, zur einzigen Zugangsberechtigung ins Pfarramt gemacht hat?

 

Haben unsere „Brüder Kirche“ schon einmal darüber nachgedacht? In der konsequenten Fortführung ihrer Logik müsste eine solche Kirche, die nicht Kirche Jesu sein will, ihren Pfarrern dringend vom Gebrauch der Bibel abraten, wenn ihnen denselben nicht sogar verbieten. Worüber aber predigen sie dann am Sonntag? Über Goethes Faust oder „das Gute“, welch Letzteres mir einst ein Kollege vor den Augen und Ohren des Dekans und des versammelten Pfarrkollegiums erklärte? Bibelstunden müssten flächendeckend eingestellt werden. Die Bibel müsste aus dem Religions- und Konfirmandenunterricht verbannt werden. Allenfalls dürfte sie gelesen werden, niemals aber ausgelegt! In der Tat: eine Kirche, die nicht Kirche Jesu Christi ist, wäre besser eine Kirche ohne Wort, als eine solche, die Gottes Wort fälscht durch eine bibelkritische Verkündigung oder durch die sogenannte „Bibel in gerechter Sprache“.

 

Der frühere Oberkirchenrat Werner de Boor, ein insgesamt hervorragender Ausleger des Wortes, hielt Gemeindezucht für unverzichtbar in der Gemeinde. Er stimmt darin mit dem Urteil Luthers völlig überein! Andererseits schrieb er aber, in der Volkskirche sei Kirchenzucht unmöglich. Wenn wir diese Aussage ernstnehmen, was bedeutet das zwingend? Nehmen wir an, eine bestimmte Versorgung ist für mein neugeborenes Kind unverzichtbar – zum Leben oder zumindest zu einem gesunden Heranwachsen. Nun stelle ich fest, dass diese Versorgung an dem Ort, an dem ich bin, nicht möglich ist. Was muss ich tun? Jeder sieht die unbedingte Notwendigkeit: ich muss diesen Ort verlassen um meines Kindes willen. Die Liebe zu meinem Kind, meine Verantwortung für mein Kind, zwingt mich dazu. Ich werde schuldig an meinem Kind, wenn ich ihm die Versorgung verweigere, die es zu einem gesunden Heranwachsen braucht, und an dem Ort bleibe, an dem mein Kind nicht leben und gedeihen kann. Nicht weniger werden wir schuldig an der Gemeinde Jesu und an jedem einzelnen Gläubigen, wenn wir ihn in einer Kirche halten, die nicht Kirche ist. In der er deshalb nicht die notwendige geistliche Versorgung bekommen kann, die er zum Leben oder zumindest für eine gesunde geistliche Entwicklung braucht.

 

Ich nenne diese und weitere noch folgende Beispiele um aufzuzeigen, in welche unsägliche Not wir uns selber stürzen und die uns geistlich anvertrauten Menschen, wenn wir ihnen in der hier verhandelten Frage eine klare biblisch-reformatorische Wegweisung schuldig bleiben. Dem frühen Pietismus war ein solches „Versagen“ nachzusehen. Er hatte gar keine Alternative, allenfalls das Auswandern nach Amerika oder zu einem der wenigen Orte, an denen in Deutschland vor 1848 Religionsfreiheit herrschte. Seit 1848 gilt das so aber nicht mehr.

 

Wenn Kirche nicht Gemeinde Jesu ist, wie soll und kann ein Pfarrer, der Christus und seinem Wort treu bleiben will, in einer solchen Kirche seinen Pfarrdienst tun?

 

Dieser Dienst führt für jeden wahrhaftigen Christusnachfolger in unsägliche Gewissensnöte. Ich habe sie immer wieder beobachtet, wenn ich das Gespräch etwa auf die kirchliche Taufpraxis gebracht habe. Selbst liberalere Kollegen, bei denen ich dies nie vermutet hätte, litten offenkundig unter dieser unverantwortlichen landeskirchlichen Kasualpraxis. 1983 veröffentliche der bayrische Pfarrer Hermann Blos im Gemeindebrief, warum er auf eigenen Wunsch vorzeitig in den Ruhestand geht. Er klagt insbesondere über die kirchlichen Amtshandlungen Taufe, Konfirmation, Trauung und Beerdigung. Völlig richtig stellt er fest: „Alle diese vier genannten Handlungen haben ja nur Sinn, Recht und Zweck in der Gemeinschaft der Kirche. Wo sie von Menschen begehrt werden, die nicht mehr in dieser Gemeinschaft leben, die ihr nur noch „auf dem Papier“ angehören, da werden sie sinnlos. Der Herr Christus hat seine Kirche gestiftet als die „Gemeinschaft der Heiligen“ – nicht aber als ein „Institut für religiöse Zeremonien“, das von jedermann „bei Bedarf“ in Anspruch genommen werden kann! „Haushalter über Gottes Geheimnisse“ soll der Pfarrer sein – und dann wird er fortgesetzt zum Zeremonienmeister degradiert und missbraucht“. Dann berichtet er von einem Amtsbruder, der sich bei seiner Pensionierung ein Schildchen auf seinen Schreibtisch stellte: „Ich muss nicht mehr konfirmieren!“. Und er fährt fort: „Deshalb beendige ich vorzeitig meinen Dienst in dieser Landeskirche! Könnte ich nur das sein, „gläubiger Hirte gläubiger Seelen“, ich würde mit Freuden weitermachen…. Da ich aber als landeskirchlicher Pfarrer fortgesetzt genötigt und gezwungen wäre, den „Haushalter“ zu verleugnen und mich zum „Zeremonienmeister“ degradieren zu lassen, höre ich damit auf.“

Nach meiner Erfahrung sprach er mit Sicherheit für hunderte, wenn nicht noch viel mehr Kollegen. Nur dass die andern nur hinter vorgehaltener Hand und im kleinen Kreise klagen. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem frommen und in seinem weiten Umfeld sehr bekannten und geschätzten Pfarrkollegen. In diesem Gespräch erschrak ich über seine harten, teilweise fast schon hasserfüllten Reden über seine Kirche, die mir so nie auch nur in den Sinn gekommen wären. Ich fragte mich später: warum sind diese negativen Gefühle gegen seine Kirche in ihm so stark, die du selbst bei aller scharfen Kritik an deiner Kirche so doch bei weitem nicht hast? Als Antwort wurde mir klar: Du hast dich von der Kirche so nicht nötigen lassen alles zu tun, was gegen deine Erkenntnis und dein Gewissen war. Dieser Bruder aber macht mehr oder weniger alles mit, von dem er als bibeltreuer Pfarrer ganz genau wissen muss, dass es vor seinem Herrn und Auftraggeber Jesus Christus nicht recht ist. Deshalb hatte er so negative Gefühle gegen eine Kirche, die ihn in ein solch unaufrichtiges Handeln hineintrieb.

Ich will nicht über ihn richten!

Ich will auf die unsägliche Not bei hunderten, wenn nicht bei tausenden kirchlichen Amtsträgern hinweisen.

 

Im Folgenden ein Beispiel um aufzuzeigen, zu was für unsäglichen Verrenkungen diese Not führen kann. Bezüglich unseres gemeinsamen Leidens an unehrlichen Konfirmationsversprechen – ohne das, Ehrlichkeit vorausgesetzt, eine Konfirmation (öffentliche Bestätigung des Glaubens = confirmare) alles andere ist, nur keine Konfirmation – rief mich eines Tages ein lieber Bruder an. Er hat mich aufgeklärt: „Jakob, ich mache in meiner Gemeinde schon lange keine Konfirmation mehr.“ Erstaunt habe ich zurückgefragt: „Dass es diese Möglichkeit in unserer württembergischen Kirche gibt, ist mir noch gar nicht aufgefallen.“ Er hat mir dann beschrieben, was er macht: er vermeidet konsequent den Begriff „Konfirmation“. Ich habe seinen Ausführungen aufmerksam gelauscht und ihn am Schluss gefragt: „Dann meldest Du auch seit Jahren niemanden mehr auf den entsprechenden Bögen als konfirmiert nach Stuttgart zum Oberkirchenrat? Dann wird bei Euch auch seit Jahren niemand mehr als konfirmiert in die Kirchenbücher eingetragen?“ Seine Antwort: „Doch, die Konfirmationsformulare füllen wir jedes Jahr für alle aus und schicken sie nach Stuttgart. Die Jugendlichen werden auch alle in die Kirchenbücher als konfirmiert eingetragen.“ Und dabei war er ganz begeistert, dass er seit Jahren in seiner Gemeinde keine Konfirmation mehr macht.

 

Zu solch verquerem Denken und Handeln werden Pfarrer getrieben, die Dienst tun sollen in einer Kirche, die nicht Kirche ist! So lügen sich viele, vermutlich mehr oder weniger alle gläubigen Pfarrer, in ihrem Dienst tagtäglich in die eigene Tasche. Sie ersinnen allerlei Tricks und Kniffe, wie sie meinen Christus und seinem Wort treu bleiben zu können in einer Kirche, die Christus als ihren Herrn schon längst vor die Tür gesetzt hat.

 

Auch diesen Bruder verurteile ich nicht! Ich kann seine Gedanken sehr gut nachfühlen. Als landeskirchlicher Pfarrer habe ich in genau derselben misslichen Lage gesteckt. Wir – ich schließe mich in diesen Prozess ausdrücklich mit ein – sind ja Pfarrer in dieser Kirche geworden mit dem Selbstverständnis „bibeltreu“ zu sein. Faule Kompromisse machen wollten wir nicht. Keiner! Jetzt kommt aber der kirchliche Alltag mit seiner ganz anderen Wirklichkeit. Lehne ein Pfarrer einmal eine Taufe, ein Konfirmationsbegehren oder eine kirchliche Trauung ab aus noch so guten biblischen Gründen und in völliger Übereinstimmung mit den kirchlichen Ordnungen! Da kommt die volkskirchliche Seele zum Kochen. Das heißt: im Normalfall ist das unmöglich, wenn der Pfarrer seine Amtszeit nicht von vorneweg auf eine extreme Kürze begrenzen will. Das heißt: ein landeskirchlicher Pfarrer ist am laufenden Band zur Vornahme von Amtshandlungen genötigt, die er biblisch nicht verantworten kann. Aber wir sind doch bibeltreu! Faule Kompromisse oder gar unbiblisches gemeindeleitendes Handeln sind von unserem Selbstverständnis und Anspruch an uns selbst von vornherein ausgeschlossen. Als – natürlich in aller Regel unbewusster – Ausweg bleibt nur, für das offensichtlich unbiblische Handeln doch noch eine biblisch und geistlich klingende Begründung zu finden. Wer in der Kirche bleiben und dabei sein bibeltreues Selbstverständnis nicht preisgeben will, muss in seinen Gedanken die Quadratur des Kreises schaffen.

Wenn wir das einmal begriffen haben, verwundern die obigen Aussagen nicht mehr gar so sehr.

 

Eines dieser biblisch-geistlichen Hauptargumente heißt: missionarische Möglichkeit. Das heißt, wir handeln in der Kirche mehr oder weniger bewusst und fortlaufend gegen Gottes Wort, weil wir hier so großartige missionarische Möglichkeiten haben. Der Zweck heiligt die Mittel. Wer aber für den pragmatischen Erfolg die biblischen Grundlagen vernachlässigt, der versenkt langfristig das Schiff, auf dem er steht, und in das hinein er Gemeinde Jesu sammeln will.

 

Mir wurde das selbst erst so richtig bewusst am Ende meiner landeskirchlichen Amtszeit. Ein Teil der Mitarbeiter der Gemeinde hatte kein Verständnis dafür, dass der Kirchengemeinderat und der Ortswahlausschuss einem durch und durch unbiblischen Kandidaten für die Wahl in den Kirchengemeinderat in völliger Übereinstimmung mit dem Kirchenrecht das aktive und das passive Wahlrecht aberkannt hatten. Das Argument dieser Mitarbeiter hieß: Natürlich ist uns klar, dass dieser Mann in einer bibeltreuen Freikirche nie in die Gemeindeleitung kommen dürfte. Aber in der Volkskirche muss das doch möglich sein.

 

Ich schlug innerlich die Hände über dem Kopf zusammen. Aber beim weiteren Nachdenken wurde mir deutlich: Da bin ich selber mit dran schuld. Als bibeltreue Pfarrer verkündigen wir biblisch. Am Sonntag im Gottesdienst, am Montag im Hauskreis und am Donnerstag im Bibelabend erzählen wir unseren Mitarbeitern, dass die Bibel verbindliche Richtschnur für unser Leben, in der Familie und im beruflichen Alltag ist. Und wir führen ihnen Tag für Tag und Woche für Woche vor Augen, dass wir uns im gemeindeleitenden Alltag nach allem möglichen richten, nur nicht nach dem Wort Gottes. Und zur Erklärung sagen wir: Das sind eben die volkskirchlichen Umstände.

Zerstören wir da nicht selbst aktiv die geistlichen Maßstäbe?

Erzeugen wir nicht letztlich geistliche Schizophrenie?

 

Außerdem lautet unser erster Auftrag nicht, missionarische Möglichkeiten zu nutzen. Unser erster Auftrag lautet, unserem Herrn treu zu sein. Welche Frucht er durch unsere Treue im Dienst dann wachsen lässt oder nicht, ist allein seine Verantwortung. Wer das Wort Gottes und seine Ordnungen missachtet um missionarische Möglichkeiten zu nutzen, der bringt damit zum Ausdruck, dass er selber besser weiß, was zu tun ist, als sein Herr!

 

5.Aus der Landeskirche in die Freikirche?

 

Nein, mit diesen Feststellungen geht es nicht um einen Aufruf zum Austritt aus den Landeskirchen. Der Einzug des Zeitgeistes und der damit verbundene geistliche Zerfall der Gemeinden betrifft ja längst nicht mehr nur diese. Wenn wir weitere 10 – 20 Jahre nach vorn schauen, dann ist noch lange nicht gesagt, wo der geistliche Zerfall größer sein wird: in den Landeskirchen oder in freikirchlichen Gemeinden. Ich selbst bin zwar schon 1996 aus der Landeskirche ausgetreten als ich meinen Dienst als württembergischer Pfarrer aufgegeben habe und Pastor einer Freien evangelischen Gemeinde wurde. Aber ich mache weder meine Erkenntnis, noch mein Gewissen und schon gar nicht meinen persönlichen Lebensweg zum Maßstab für andere. Hier muss jeder in der Verantwortung vor Gott selbst entscheiden wo sein Platz sein kann oder nicht. Allerdings ist spätestens seit den 90er Jahren des 20.Jahrhunderts im Bereich des Pietismus eine Nibelungentreue zur Landeskirche entstanden, die weder biblischen, noch reformatorischen und im Wesentlichen auch pietistischen Maßstäben in keiner Weise gerecht wird. Mit dem Argument der „Platzanweisung Gottes“ will man auf Gedeih und Verderb in einer abgefallenen Kirche ausharren. Eine Platzanweisung Gottes, dort auszuharren, wo Gottes Wort verdreht und verhöhnt wird, gibt es aber mitnichten! In einer Zeit, wo leider auch fromme Brüder eine Nebelkerze nach der anderen zünden, sollen deshalb klare biblische Grundlinien aufgezeigt werden, was und wo Kirche ist. Diese sollen eine Orientierungshilfe sein in der Frage die heute für viele brennend ist: in welcher landes- und freikirchlichen Gemeinde kann ich mich noch guten Gewissens einbringen?

 

Besonders auf landeskirchlicher Seite – aber leider nicht nur hier – versucht man derlei Überlegungen schon im Keim zu ersticken. Man droht mit aus dem Zusammenhang gerissenen Bibelworten. So konnte vor Jahren gar ein frommer Bischof in Württemberg potentiell Austrittswilligen die Weisung aus Hebräer 10,25 entgegenhalten: „Verlasst nicht unsere Versammlungen“! Als gäbe es außerhalb der württembergischen Landeskirche keine christlichen Versammlungen. Dass dem nicht so ist, wusste er natürlich so gut wie wir alle. Aber derartige Methoden sind wirksame Mittel die Herde beisammen zu halten. Die Frage ist nur: bei wem wird die Herde zusammengehalten? Ist überall, wo Kirche drauf steht, Christus drin? Und bei ihm vor allem sollten wir doch sein. „Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht“ (Johannes 15,5)!

 

Zur Frage „Landeskirche oder Freikirche?“ sei einem gründlichen Missverständnis gewehrt: Wer die Volkskirche verlässt und in eine freie Gemeinde, gleich welcher freikirchlichen Prägung und Zugehörigkeit, wechselt, der wechselt nicht von einer geistlich verkommenen Anstalt in das geistliche Paradies auf Erden. Er wechselt von einem rohen ungeistlichen Haufen in einen vielleicht etwas weniger rohen ungeistlichen Haufen. In vielen freien Gemeinden geht es heute nicht geistlicher zu als in vielen landeskirchlichen Gemeinden. Die Kämpfe werden nicht weniger. Sie werden nicht selten mehr. Sie sind nicht selten viel schwerer zu kämpfen und treffen den Pfarrer, der nun Pastor geworden ist, viel härter und unmittelbarer. Denn je nach freikirchlicher Struktur lebt er finanziell und existentiell in einer viel engeren Abhängigkeit von seiner Gemeinde. Die Mechanismen im Falle von Unstimmigkeiten sind sich in Landes- und Freikirche erschreckend ähnlich. Eine Gemeinde kann man nicht versetzen, also muss der Pastor gehen – egal ob er seinen Dienst in Treue zu Christus und seinem Wort versehen hat oder nicht. Diese kirchlichen Denk- und Handlungsmuster sind in Landes- und Freikirchen nahezu identisch. Die Leitungspersonen in freikirchlichen Bünden mutieren in Krisensituationen ebenso erschreckend von Brüdern zu Kirchenfunktionären, wie dies in der Landeskirche der Fall ist. Nur daß man sie in der Landeskirche in vielen Fällen auch vorher schon nicht als Brüder erlebt hat und deshalb von ihnen gar nichts anderes erwartet. Im freikirchlichen Kontext wird man davon unerwartet und dafür umso brutaler getroffen.

 

Meine Erfahrungen im Bund Freier evangelischer Gemeinden waren ungleich härter und schmerzlicher und um nichts geistlicher als in der Landeskirche. Im Gegenteil. So hart zum Bruch staatlicher Gesetze wollte mich in der Landeskirche niemand drängen, wie ein Ältester in der Freien evangelischen Gemeinde.

 

In den beiden landeskirchlichen Gemeinden, in denen ich mit Unterstützung meiner Frau Dienst tun durfte, war das geistliche Leben gewiss nicht schwächer entwickelt als in den freien Gemeinden in denen ich später wirkte.

 

Wer sich also ein schöneres und weniger beschwertes Wirken erhofft, der sollte in der Landeskirche bleiben. Als landeskirchlicher Pfarrer hat er eine weit stärkere und unabhängigere Position wie als freikirchlicher Pastor. Das nicht oder völlig unzureichend geklärte Pastorenverständnis erschwert in vielen freien Gemeinden den Dienst erheblich.

Dennoch habe ich meinen Schritt aus der Landeskirche in die freie Gemeinde nicht einen Augenblick bereut.

 

Die Motivation für diesen Wechsel war bei mir nicht das Ziel in einer „reinen“ Gemeinde zu wirken. Die gibt es auf dieser Erde nicht und wird es nicht geben bis unser Herr Jesus Christus wiederkommt. Wir sind als einzelne Christen „simul iustus et peccator“ – zugleich Gerechtfertigte und Sünder – und wir sind es als Gemeinde nicht weniger. Es ist tragisch, dass die so dringend notwendige Diskussion um die wahre Kirche ständig erschwert wird durch die Vermengung von „wahrer“ und „reiner“ Kirche. Es gibt kaum eine kirchlich geprägte Abhandlung zum Thema „wahre Kirche“, in der nicht sofort und reflexartig darauf hingewiesen wird, dass es die „reine“ Kirche nicht geben könne. Als ob das ein so großes Geheimnis wäre! In aller Regel wird dadurch der Weg zu einem Bemühen um die wahre Kirche schon auf den ersten Metern wieder verbaut. Da ich so viel theologische Inkompetenz den entsprechenden Autoren nicht zuzutrauen vermag, vermute ich bewusste oder unterbewusste Strategie.

 

Wenn nicht die „reine“ Gemeinde das Ziel ist, was kann dann den Wechsel von der Landes- in die Freikirche motivieren?

Die für jeden im Dienst des Herrn Stehenden elementare Frage: kann ich in dieser Kirche / Gemeinde meinen Dienst tun in Treue zu Christus und seinem Wort?

Weil ich das in der württembergischen Kirche definitiv nicht mehr konnte, deshalb blieb mir nichts anderes als der Wechsel in die freie Gemeinde. So hat es Gott zugelassen. So hat es Gott geführt.

Ich hätte gegen den eindeutigen biblischen Befund und gegen die Ordnungen der württembergischen Kirche einen ungeistlichen und unbiblischen Kirchengemeinderat ins Amt einführen müssen. Hier stand ganz unmittelbar und mit letzter Konsequenz die Frage an: gehorche ich Christus und seinem Wort oder der Kirchenleitung? Da sich für einen Christen die Antwort auf diese Frage von selbst geben sollte, war der Weg aus der Landeskirche unvermeidbar.

 

Diese Frage stellt sich in unterschiedlicher Konkretion und Zuspitzung nach meiner Erfahrung jedem gläubigen Pfarrer in der Landeskirche nahezu tagtäglich – siehe Taufen, Konfirmationen, kirchliche Trauungen, ökumenische Gottesdienste und in fast allen Fragen gemeindeleitender Entscheidungen.

In der Landeskirche kann meist noch biblisch verkündigt werden. Das häufig sogar mit weniger Menschenfurcht als in der Freikirche – weil die unmittelbare Abhängigkeit von der Ortsgemeinde so nicht gegeben ist. Auch ich konnte in der Freien evangelischen Gemeinde, in der ich von 1996 bis 1998 Pastor war, tatsächlich weniger frei predigen als in der Landeskirche!

 

Aber geistliche Gemeindeleitung ist nach meiner Erfahrung in der Landeskirche wohl ausnahmslos unmöglich. Wenn ich irre, möge sich bei mir der landeskirchliche Pfarrer melden, der in seinen gesamten Amtshandlungen und in all seinen gemeindeleitenden Entscheidungen konsequent biblisch handeln kann. Ich kenne einen solchen landeskirchlichen Pfarrer bis heute nicht. Ich brenne darauf ihn, seine Gemeinde und seine Kirche kennenzulernen. Aber, wie gesagt, nach meiner Erfahrung dürfte das völlig unmöglich sein. Es widerspricht dem landeskirchlichen Selbstverständnis als „Volkskirche“ von Grund auf.

 

Allerdings muss auch, was die bibeltreue Gemeindeleitung betrifft, vor falschen Erwartungen bezüglich der Freikirche gewarnt werden. In einer bibeltreuen freien Gemeinde wird eine bibeltreue Gemeindeleitung zwar nicht nur grundsätzlich möglich, sondern hoffentlich ausgesprochen erwünscht sein. Leichter als in der Landeskirche ist sie deshalb noch lange nicht. Bibeltreue Gemeindeleitung wird immer wieder menschliche Erwartungen enttäuschen müssen. Die ganzen Probleme, die in der Landeskirche auftreten, treten in einer freien Gemeinde auch auf. Wahrscheinlich nicht in der zahlenmäßigen Dichte. Dafür im Einzelfall nicht selten umso schmerzlicher, weil man viel enger zusammenlebt, sich viel besser kennt, Enttäuschungen daher umso bitterer sind. Außerdem wiegt in einer kleineren Gemeinde jeder Mitgliederverlust, sei es durch Verärgerung oder wegen eines nötigen Ausschlusses, besonders schwer und trifft die Gemeinde, ihre Finanzen und damit auch das Gehalt des Pastors unter Umständen empfindlich.

Und leider ist in den Freikirchen keinesfalls gewährleistet, dass bibeltreue Gemeindeleitung nicht nur theoretisch gewünscht, sondern praktisch unterstützt wird. Wohl mahnen fromme Bundesleiter ihre Pastoren zu mutigem geistlichem Handeln. Aber wenn sie das tun und in die Bredouille kommen, dann müssen sie damit rechnen, dass eben diese Bundesleiter ihre Pastoren genauso im Regen stehen lassen oder ihnen noch zusätzlich in den Rücken fallen, wie dies in der Landeskirche von Dekanen, Prälaten und Oberkirchenräten zu erwarten ist.

 

In der Tat ist es deshalb seit langem ein häufig vorgebrachter Einwand gegen den Austritt aus der Landeskirche und die Gründung freier Gemeinden, dass die Situation in freien Gemeinden auch nicht notwendigerweise besser ist. Dieser Einwand hat viel Berechtigung. Die evangelisch-methodistische Kirche, die Herrnhuter Brüdergemeinde und auch der Baptistenbund (Evangelisch-freikirchliche Gemeinden) sind seit langem ähnlich bibelkritisch und vom geistlichen Zerfall betroffen wie die Landeskirchen. Im Herbst 2010 hat auch der Bund Freier evangelischer Gemeinden gegen Gott klares und ausdrückliches Wort Frauen für den Pastorendienst zugelassen. Man wird keine Jahrzehnte warten müssen, bis in diesem Bund auch gleichgeschlechtliche Beziehungen gesegnet werden. Ein erster Pastor dieses Bundes hat seine Stimme in diese Richtung bereits öffentlich erhoben!

 

Ich habe mich auch schon gefragt: was wäre geschehen, wenn 1966 nicht die Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ gegründet worden wäre, sondern eine neue Bekennende Kirche? Vielleicht wären zigtausende, womöglich sogar hunderttausend diesen Weg mitgegangen. Ab wo würde diese Kirche heute – rund 50 Jahre später – stehen? Wäre sie möglicherweise ebenso geistlich kraftlos, angepasst und unklar wie manche Vereinigung, die um diese Zeit als bibeltreue Erneuerungsbewegung und Sammlung ihren kraftvollen Anfang genommen hat?

Allerdings haben solche Fragen nur ein begrenztes geistliches Recht. Unsere Aufgabe ist nicht zu fragen: Was wird daraus? Unsere Aufgabe ist es heute zu tun, was uns die Treue zu Christus und seinem Wort heute zu tun gebietet. Wäre in der Gemeinde Jesu weniger nach links und rechts geschaut und gefragt worden: was wird daraus? wäre stattdessen klar und eindeutig nach dem gehandelt worden, was geschrieben steht – vieles wäre heute mit Sicherheit nicht nur anders, sondern auch besser.

 

Was daraus wird und davonbleibt, hängt zu allen Zeiten, in allen Entscheidungen und auf allen Weg entscheidend davon ab, ob wir und nachfolgende Generationen auch morgen und übermorgen in derselben Treue zu Christus bleiben.

Es ist niemals das kirchenpolitische Abwägen und Taktieren, sondern immer allein die Treue zu Christus und seinem Wort, die hilft, geistlich Kurs zu halten oder wieder zu gewinnen. Diese Ausführungen auf der Grundlage eigener ausführlicher Beobachtungen und zum Teil äußerst schmerzlicher persönlicher Erfahrungen sind in dieser Breite dargelegt worden um ganz offen und ehrlich zu zeigen: den einfachen Weg aus der beschriebenen Not gibt es in der Regel nicht.

 

6.Konsequenzen für die Praxis

 

Allerdings gilt mit ganzem Nachdruck auch: Die Tatsache, dass der Weg aus der Not kein einfacher ist, kann keine Rechtfertigung sein, diese Situation, in der die Treue zu Christus nicht mehr möglich ist, zu verschleiern oder zu verharmlosen.

 

Es gibt einen Tatbestand, der mich in diesem Zusammenhang immer wieder aufs Neue zutiefst erschüttert: in zahllosen Äußerungen wurde von Bischöfen, Prälaten, Theologieprofessoren und unzähligen anderen völlig zurecht festgestellt: wenn die Kirche dies oder jenes tut, hört sie auf Kirche zu sein. Wenn die Kirche von diesem oder jenem abweicht ist sie nicht mehr Kirche Jesu Christi. Würde die Kirche dieses oder jenes zulassen, würde sie sich selbst als Kirche des Antichristen entlarven. Einige solche Zitate wurden in dieser Arbeit schon erwähnt. Mit solchen Feststellungen allein aus den letzten Jahren und Jahrzehnten ließen sich Bände füllen.

Mittlerweile hat die „Kirche“ alle diese Schritte vollzogen, alle genannten Grenzen überschritten. Und angesichts all dieser Entwicklungen wird dann ganz vorsichtig und artig darauf hingewiesen „dass es Entartung der Kirche, Abfall von Christus, Verweltlichung und Verirrung, ja sogar falsche Kirche – auch bei uns – geben kann“.

 

Nein! Es „kann“ sie nicht geben! Nach allen klaren Analysen, Bestandsaufnahmen und Definitionen ist sie seit langem erschütternde Wirklichkeit! Der Geist des Antichristen ist seit Jahrzehnten in die Landeskirchen eingebrochen und hat seit Jahren die mehr oder weniger uneingeschränkte Herrschaft angetreten. Würden die entsprechenden Autoren das, was sie selbst vor einem, fünf, zehn oder auch fünfzig Jahren geschrieben haben, heute selbst ernst nehmen, dann kämen sie um diese Feststellung nicht herum.

 

Deshalb bemühte sich der erste Teil dieser Arbeit um eine ganz klare biblisch-reformatorische Bestandsaufnahme zur Frage „Was ist Kirche?“.

Die Bestandsaufnahme war, wie wir gesehen haben, angesichts der biblischen Klarheit in dieser Frage, recht einfach.

 

Weit weniger einfach sind nun aber die Konsequenzen für die Praxis. Soweit ich den biblischen Befund recht überblicke, scheint die Frage nach der geistlichen Situation der Ortsgemeinde die entscheidende zu sein. Der geistliche Zustand des übergeordneten kirchlichen Daches ist zwar gewiß nicht unerheblich, muss aber nicht notwendigerweise ausschlaggebend sein.

 

Wir sehen das bei Paulus: Wo Ungehorsam, Unglaube ja Lästerung wohnt, da kann Gemeinde Jesu nicht wohnen. Was die Situation vor Ort betrifft, ist Paulus in dieser Frage ganz kompromisslos. Hier wird ja der unmittelbare geistliche Einfluss auf den Jesusnachfolger ausgeübt. Hier erfährt er entweder eine gute biblische Wegweisung und Stärkung seines Lebens in der Nachfolge Jesu oder ihm widerfährt Verführung und Anpassung an die Welt. Luther betonte mehrfach: „Bei der Seelen Seligkeit“ ist für den Gläubigen die Trennung hier nicht nur eine Möglichkeit, sie ist ihm ausdrücklich geboten!

 

Anders sieht Paulus das offensichtlich im Blick auf die übergemeindliche Situation. Der Hohe Rat in Jerusalem, gewissermaßen die jüdische Kirchenleitung, hat Jesus abgelehnt und den Römern überliefert. Das weiß Paulus. Er selbst hat ja im Auftrag des Hohen Rats die Gemeinde Jesu verfolgt. Trotzdem geht er überall zuerst in die Synagoge. Trotzdem versucht er überall zuerst in der Synagoge seine jüdischen Volkgenossen auf den Weg des Heils zu führen. Paulus sagt also nicht: weil die Obrigkeit in Jerusalem Jesus abgelehnt hat, deshalb will ich nirgends mehr etwas mit jüdischen Gemeinden zu tun haben. Paulus hätte wohl sowohl in Korinth wie in Ephesus christliche Gemeinde im Raum der Synagoge belassen, wenn die geistliche Situation vor Ort dies zugelassen hätte.

 

Man wird im Blick auf die übergemeindliche Situation berücksichtigen müssen, wie stark eine Kirche oder eine Gemeindeverbund hierarchisch gegliedert ist. Fast alle Landeskirchen, vielleicht mit Ausnahme der bremischen, sind dies in hohem Maße. Selbst die grundlegende reformatorische Erkenntnis, dass die Gemeinden selbst das Recht haben ihre Pfarrer zu berufen und abzusetzen, wird weitgehend missachtet. Dies war für mich der ausschlaggebende Grund die Landeskirche dann zu verlassen, weil ich wusste: die Kirchenleitung hat die Macht ganz unabhängig von der Situation vor Ort immer wieder in deinen Dienst hineinzudirigieren und einen Dienst in Treue zu Christus zu verhindern. In manchen freikirchlichen Bünden sind die Gemeinden dagegen tatsächlich völlig selbständig. Es gibt niemanden, der Macht und Recht hätte den Gemeinden irgendwelche Vorschriften zu machen. Selbst wenn ein solcher Bund dann ungeistliche Entwicklungen zulässt oder gar fördert, kann die einzelne Ortsgemeinde auf einem klar bibeltreuen Kurs bleiben. Wer sein Gewissen auch in dieser Hinsicht völlig frei halten möchte auch nicht zu einem Bund zu gehören, der unbiblische Wege einschlägt, dem bleibt nur der Weg in eine ganz unabhängige Gemeinde. Wohl aus diesem Grund schießen dieselben seit Jahren wie Pilze aus dem Boden.

 

Wohl dem also, der eine bibeltreue Gemeinde, sei sie landes- oder freikirchlicher Art, in seiner Nähe hat. Eine Gemeinde, in der ein bibeltreuer Pfarrer bibeltreu verkündigt und im Wesentlichen eine bibeltreue Gemeindearbeit betreiben kann mit Unterstützung eines mehrheitlich bibeltreuen Kirchengemeinde- oder Brüderrats!

Solche Gemeinden gibt es leider sowohl in Landes- wie in Freikirchen immer weniger. Wir sind längst in der Situation von der unsere Väter vor Jahrzehnten schon gesprochen haben: es werden Zeiten kommen, da müsst ihr 50 oder mehr Kilometer fahren um Gottes Wort zu hören. Seit vielen Jahren erreichen aus ganz Deutschland unzählige Klagen mein Ohr, dass selbst in einem solchen Umkreis oft nur noch mit Mühe oder auch gar keine Gemeinde zu finden ist, in die ein bibeltreuer Christ mit Freude gehen kann.

 

Man kann vom Wort Gottes her nur ermutigen: Scheut die lange Fahrt nicht, solange ihr gesundheitlich noch irgendwie könnt! Der Christ ist Glied am Leib Christi. Als solcher sollte er wenn irgend möglich den tatsächlichen Anschluss an eine konkrete christliche Gemeinde suchen. Ein Christ ohne lebendigen Gemeindeanschluß kann immer nur eine ganz extreme Ausnahme sein, und in der Regel auch das nur zeitlich befristet.

 

Doch noch ein Wort mehr zur Situation in den sogenannten Landeskirchen:

 

Nach langem Ringen, im Wissen, dass viele das Folgende nur ungern oder gar mit Empörung lesen werden, kann ich diese Arbeit doch nicht zu Ende bringen, ohne ihr noch ein sehr persönliches Wort hinzuzufügen.

 

Ich kann keinen Hehl daraus machen, dass ich angesichts der heutigen Situation den Verbleib in einer landeskirchlichen Gemeinde nur mit allergrößter Mühe noch als eine echte geistliche Möglichkeit anzusehen vermag. Das gilt selbst dann, wenn in der konkreten Ortsgemeinde die oben beschriebenen Bedingungen erfüllt sind – was sie, zumindest was die tatsächliche bibeltreue Leitung der Gemeinde anbelangt, so wohl gar nie sein können! Aufgrund der hierarchischen Struktur der Landeskirchen sind die Ortsgemeinden ganz unmittelbar Teil der längst weit von Christus und seinem Wort abgefallenen Institutionen. Als solcher sind sie der kirchenleitenden Aufsicht und Weisung unterworfen. Und diese Kirchenleitungen haben schon in der Vergangenheit nachdrücklich demonstriert, dass sie keiner Gemeinde die Freiheit zugestehen im Bemühen um mehr Schrift- und Bekenntnistreue aus der volkskirchlichen Reihe zu tanzen. Dies wird sich in den nächsten Jahren noch dramatisch verschärfen. Der Umbau der evangelischen „Kirchen“ nach dem Vorbild der Katholischen Kirche zu einem strikt von oben regiertem Gebilde läuft auf vollen Touren. Der damalige Vorsitzende der Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“, Pfarrer Hansfrieder Hellenschmidt, hat in einer kurzen Analyse des 2006 verabschiedeten Impulspapiers der EKD völlig zutreffend festgestellt: „Im Zuge der Umstrukturierung wird die Ortsgemeinde ihre seitherigen Kompetenzen verlieren und völlig in die Hände übergeordneter Instanzen fallen“ (in „Kirche wohin“? Info spezial Nr. 95/2007). Darzulegen, was hier angedacht und seit Jahren bereits Schritt um Schritt in die kirchliche Praxis umgesetzt wird, würde ein weiteres Dokument erforderlich machen. Auf jeden Fall bedeutet es, auch die äußere Gestalt der Kirche betreffend, das völlige Ende „evangelischer Kirche“.

 

Verbunden mit dem Verbleib in einer landeskirchlichen Gemeinde ist die große Gefahr einer schleichenden und häufig unbemerkten Anpassung und Verbiegung des geistlichen Gewissens. Man zuckt zwar vielleicht bei jedem neuen eklatanten Verstoß gegen Gottes Wort noch kurz auf, erhebt vielleicht auch seine Stimme. Wer dann aber bleibt, ohne dass dieser Verstoß gegen Gottes Wort zurückgenommen und darüber Buße getan wurde, der gewöhnt sich an solche Verstöße und nimmt sie schließlich als gottgegeben hin. Wer ehrlich ist, sieht diese Beobachtung sowohl bei Pfarrern wie Gemeindegliedern mannigfach bestätigt.

 

Ich habe deshalb schon vor Jahren den Verbleib in der Landeskirche mit dem Stehen auf einer schiefen Ebene verglichen, deren Schieflage und ungeistliches Gefälle von Jahr zu Jahr zunimmt. Wer griffiges Schuhwerk hat, das heißt einen fest in Christus und seinem Wort gegründeten Glauben, der mag auf dieser schiefen Ebene länger seinen geistlichen Stand bewahren als andere. Aber je mehr sich die Ebene neigt, wird einer nach dem anderen ins ungeistliche und widerbiblische Denken und Handeln abrutschen und geistlich zu Fall kommen.

Der bewusste Verbleib auf einer solchen aus dem Lot geratenen Ebene ist ein gefährliches Spiel und grenzt irgendwann an ein Versuchen des Herrn.

 

Was die praktischen Konsequenzen aus diesen Überlegungen anbelangt, will ich mich auch hier um eine ehrliche und differenzierte Betrachtung der Einzelsituationen bemühen. Selbstverständlich kann das hier nur in ganz kurzen Gedanken geschehen.

 

Der Pfarrer im Ruhestand trägt keine unmittelbare Verantwortung mehr. Er ist aus dem aktiven Dienst ausgeschieden und hat damit eine weit größere Freiheit als zuvor. Er wird bei Bedarf sein geistliches Leben in einer bibeltreuen Gemeinde außerhalb der Landeskirche führen. Würde er aber austreten, dann würde die Kirche entweder seine Pension weiterbezahlen oder sie müsste ihn bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte nachversichern. Im zweiten Falle betrüge seine dann anfallende Rente möglicherweise kaum mehr die Hälfte seiner bisherigen kirchlichen Pension. Ich wage nicht einem Pfarrer und seiner Frau, die sich über Jahrzehnte im kirchlichen Dienst aufgeopfert haben, diesen Schritt nahezulegen. Ich kann auch ehrlicherweise nicht behaupten, dass ich diesen Schritt als Ruheständler unternehmen würde. Soll dem Ochsen, der redlich gedroschen hat, im Ruhestand der Futterkorb halb außer Reichweite gehängt werden? Dafür kann ich keine geistliche Notwendigkeit erkennen.

 

Ich sehe viel mehr die große Not der noch im aktiven Dienst befindlichen Amtsbrüder. Ich war ja selbst über zehn Jahre ein solcher. Angesichts der oben vielfach ausgeführten Situation könnte ich heute niemandem raten, neu in den landeskirchlichen Pfarrdienst einzutreten. Eine Knechtung des Gewissens ohne Ende wird die Folge sein.

 

Was aber tun die, die schon im Dienst sind? Ein Wechsel in einen weltlichen Beruf um sich und die Familie zu ernähren, wird aufgrund der dafür fehlenden Ausbildung nur in Einzelfällen möglich sein. Außerdem kann der von Gott in den geistlichen Dienst Berufene seine Berufung ja nicht einfach zurückgeben. Für einen geistlichen Dienst außerhalb der Landeskirchen aber gibt es nur ganz wenige Möglichkeiten. Die freikirchlichen Gemeinden sind fast durchgängig baptistisch geprägt. Für einen reformatorisch geprägten Pfarrer sind die Möglichkeiten hier äußerst begrenzt. Dazu kommt, dass aufgrund der ständigen Spaltung und Zersplitterung vieler Gemeinden immer mehr freikirchliche Gemeinden so klein sind, dass sie gar keinen Hauptamtlichen mehr anstellen können. Angesichts dieser Lage ist für einen noch im aktiven Dienst stehenden Pfarrer der Schritt aus der Landeskirche ein großes Glaubenswagnis. Ich selbst habe diesen Schritt nie bereut, auch wenn ich feststellen muss, dass er uns über Jahre hinweg in große finanzielle Knappheit hineingeführt hat. Aber der Herr hat uns nicht verhungern lassen, sondern uns immer wieder über die Maßen reich beschenkt und unseren Kleinglauben zutiefst beschämt. Gerade wer solche Glaubensschritte geht, erfährt die durchhelfende Treue des Herrn in ganz besonderem Maße! Aber wer kann und mag einem Bruder einen Schritt empfehlen, für den er ihm keine konkrete Perspektive aufzuzeigen vermag?

 

Für das nicht im kirchlichen Dienst stehende Gemeindeglied ist der Schritt, zumindest von den äußeren Umständen her betrachtet, am einfachsten. Wenn viele wahrhafte Gotteskinder einer abgefallenen Institution, die sich völlig zu Unrecht noch „Kirche“ nennt, den Rücken kehren würden und sich in bibeltreuen Gemeinden neu sammeln würden, dann würde auch für manche in den Landeskirchen gewissensgeknechtete Pfarrer ein neues Wirkungsfeld entstehen.

Ich war schon vor Jahren entschieden der Meinung: wir brauchen nicht vorrangig neue bibeltreue Ausbildungsstätten, denn bibeltreue Pfarrer haben wir erfreulicherweise genug. Wir bräuchten vor allem bibeltreue Gemeinden, in denen die vorhandenen bibeltreuen Pfarrer mit Freude ihrer Überzeugung und ihrem Gewissen gemäß Dienst tun könnten.

Eine solche Entwicklung aber lässt sich nicht machen. Sie kann nur vom Herrn erbeten und geschenkt werden.

 

Wie gesagt: Dies war ein sehr persönliches Wort.

Es gilt natürlich mit demselben Gewicht auch für den Verbleib in einer freikirchlichen Gemeinde, in der Gottes Wort nicht mehr alleiniger und unantastbarer Maßstab ist.

 

Ich fasse zusammen:

Was „Kirche“ ist, ist klar!

Die Heilige Schrift und die Reformatoren bezeugen uns: Ein wahrer Christ kann nur dort sein, wo wahre Kirche ist!

 

„Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen greuliche Zeiten kommen werden. Denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldgierig, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unenthaltsam, wild, dem Guten feind, Verräter, unbedacht, aufgeblasen, die das Vergnügen mehr lieben als Gott; sie haben den Schein eines gottseligen Wesens, aber seine Kraft verleugnen sie; und solche meide.“

2.Timotheus 3,1-5

 

Jakob Tscharntke, Riedlingen 2014

 

Thema: Lebendiger Glaube | Beitrag kommentieren

753. Himmel oder Hölle

Mittwoch, 2. August 2023 | Autor:

Liebe Besucher,

als ich dieses Büchlein das erste Mal gelesen haben, war es mein Wunsch dies auch hier in meinem Blog zu veröffentlichen um es vielen Menschen ebenfalls bekannt zu machen.

Ich bedanke mich bei Kurt und Ute Dersch sehr herzliche für die Genehmigung zur Veröffentlichung. Der Wunsch von Geschwister Dersch und auch mir ist, dass viele Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit finden.

Weißt du, wo du die Ewigkeit verbringst?

Die Antwort findest du auf den folgenden Seiten.

Nimm dir ein paar Minuten Zeit, und du weißt, wo die Reise nach deinem irdischen Leben hingeht.

Gemälde von Michael Willfort

 

Sicherlich hast du dich schon einmal gefragt: „Wo geht es hin, wenn ich gestorben bin? Gibt es überhaupt einen Gott und einen Teufel? Wenn ja, was muss ich tun, damit ich nachher im Himmel (im Reich Gottes) sein darf, und wie kann ich verhindern, dass ich in der Hölle (Reich des Teufels) lande?“

Auf die Frage, ob es einen Gott gibt, gehe ich nur kurz ein. Woher kommt alles, was wir sind und was um uns herum ist? Dass alles innerhalb einiger Jahr Milliarden aus irgendeinem Urknall aus dem Nichts entstanden sein soll, ist schon eine seltsame Vorstellung. Materie kann nicht aus Nichts von selbst entstehen. Wie soll etwas aus dem Nichts zufällig entstehen, was der Mensch in seiner hoch entwickelten Form heute nicht einmal im Stande ist selber herzustellen? Der Mensch kann nicht einmal eine einzelne lebende Zelle geschweige denn einen Grashalm herstellen, dabei hätte er die dazu notwendigen Elemente sogar zur Verfügung und müsste sie nicht aus dem Nichts erschaffen. Das ist deshalb so, weil jede Materie, alles Sichtbare, einen geistlichen Ursprung hat – und unser Gott ist Geist. Und zwar der höchste und allmächtigste im ganzen Universum. Er hat alles erschaffen! Er ist der Anfang und das Ende. Er sprach und es wurde! Er hat die ganze Erde mit dem ganzen Universum herum nur gemacht, damit er zuletzt uns Menschen daraufsetzen konnte, damit wir einen Lebensraum haben. Und Er sagt uns ja in Seinem Wort (die Bibel ist das Wort Gottes), wie Er alles erschaffen hat. Genauso wie wir, wenn wir Nachwuchs erwarten, schon vorher im Haus alles für unser Kind vorbereiten, genauso hat es auch Gott gemacht. Und Er hat es aus Seiner Liebe herausgetan. Gott hat nicht nur die Liebe, er ist die Liebe. Er liebt alle Menschen gleich.

Die Evolutionstheorie wurde nie bewiesen, noch wurde die Entstehung einer neuen Art von Leben je beobachtet. Wenn Gott uns aus der Evolution heraus erschaffen hätte, dann hätte Er es in Seinem Wort so niedergeschrieben. Er hätte damit sicherlich kein Problem gehabt (Gott hat sowieso keine Probleme).

Nein, in der Bibel steht, Er hat den ersten Menschen, Adam, aus der Erde des Ackerbodens geformt (nachzulesen in der Bibel im 1. Buch Mose Kapitel 2 Vers 7) und seine Frau baute Er aus der Rippe Adams (1. Mose 2:21). Er hat uns nach Seinem Ebenbild geschaffen (1. Mose 1:27). Das sagt Gott in Seinem Wort zu uns und das ist die Wahrheit, weil Er die Wahrheit ist. Aber wie können wir so genau wissen, dass die Bibel wahr ist?

Was ist wirklich die Wahrheit?

Sie ist einfach ein einzigartiges Buch. Sie wurde von mehr als 40 Autoren innerhalb eines Zeitraumes von mehr als 1.600 Jahren vom 1. Buch Mose bis zur Offenbarung geschrieben. Dadurch entstand ein Buch, das von der ersten bis zur letzten Seite eine Einheit bildet. Wir Christen glauben, dass Gott die Menschen inspirierte, diese Dinge niederzuschreiben und am Ende zu einem Buch zu formen. Dadurch ist die Bibel für uns die einzige Grundlage, Gottes Persönlichkeit und Seinen Willen kennen zu lernen. Die Bibel beginnt im Alten Testament mit der Entstehung der Erde, dem ersten Menschen, der Trennung von Gott durch den Sündenfall hin zu der Zeit, in der Jesus Christus auf die Erde kommt, um uns durch Sein Erlösungswerk, durch Sein Blut, wieder mit Gott zu versöhnen. Das Neue Testament lässt uns zurückschauen auf das Kreuz, zeigt uns die errettende Botschaft (das Evangelium) auf und was wir als Gläubige dadurch geerbt haben. Ein Testament zeigt den Hinterbliebenen immer ihr Erbe auf. So auch hier. Die Bibel führt uns weiter durch die Zeit bis zum Zweiten Wiederkommen von Jesus Christus, bis zum Ewigen Gericht.

Die Bibel ist voller prophetischer Aussagen (über 6.000) von denen sich bisher nachweislich mehr als die Hälfte erfüllt haben. Im Jahre 1947 fand ein Hirtenjunge im Gebiet Qumran am Toten Meer Schrift-stücke, unter anderem das komplette Buch (Rolle) des Propheten Jesaja, der etwa 700 Jahre vor Christus besonders genaue Vorhersagen über das Leben und Sterben von Jesus Christus nieder-geschrieben hat. Lese hierzu Jesaja Kapitel 53. Dies ließ die Gelehrten und Wissenschaftler der ganzen Welt aufhorchen, denn es wurde später wissenschaftlich nachgewiesen, dass diese Rollen aus dem 1. bis 2. Jahrhundert vor Christus stammen. Aussagen vieler Menschen, dass diese Schriftstellen erst nachträglich geschrieben wurden, nämlich nachdem es sich ereignet hat, wurden damit widerlegt.  Außerdem wurde dadurch die Genauigkeit modernerer Abschriften belegt, in denen es nur kleine, sinngemäß überhaupt keine Abweichungen gibt.

An dieser Stelle kann ich aus Platzgründen nicht näher auf dieses Thema eingehen, doch ich verweise dich auf eine Internetadresse, in der diese und viele Dinge mehr stehen, die der Frage nachgehen, ob die Bibel wahr ist: www.dasjahrderbibel.de. 

Die Bibel ist mit einer Verbreitung von 30 bis 40 Millionen Stück im Jahr der Bestseller aller Zeiten und darüber hinaus die am genauesten überlieferte Schrift, die es je gegeben hat. Der Teufel hat immer wieder versucht, das Wort Gottes zu vernichten oder es den Menschen zu verschließen. Er redet den Menschen ein, dass die Bibel sowieso nur für eine bestimmte Menschengruppe ist und dass sie das Wort sowieso nicht verstehen. Dafür hat er einen Grund: Er weiß um die darin enthaltene erlösende Botschaft, die die Hölle plündert und das Himmelreich bevölkert.

In Matthäus 13:31 steht:

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Es leuchtet sicherlich jedem ein, dass Gott, der alles erschaffen hat, auch in der Lage ist, Sein Wort zu beschützen, sonst wäre uns doch jede Grundlage entzogen, Ihn kennen zu lernen.

Das größte Geschenk

Doch jetzt zum wichtigsten Teil dieser Botschaft. Was muss ich tun, um mich mit Gott zu versöhnen, um die Ewigkeit im Himmel in der Gegenwart Gottes verbringen zu dürfen?

Hierin zeigt sich die Liebe und die Gnade Gottes, denn es ist so einfach, dass es für viele Menschen sogar zu einfach ist. Doch das Wort Gottes gibt uns hierüber ganz klar Auskunft und es sagt uns auch ganz klar, wie es nicht geht, und damit möchte ich beginnen.

In Römer 3:20 steht geschrieben:

Denn durch Werke des Gesetzes wird niemand vor ihm gerecht werden; durch das Gesetz kommt es vielmehr zur Erkenntnis der Sünde.

Und in Galater 2:21 steht:

Ich missachte die Gnade Gottes in keiner Weise; denn käme die Gerechtigkeit durch das Gesetz, so wäre Christus vergeblich gestorben.

Hier, aber auch an vielen anderen Stellen steht, dass wir nicht dadurch gerecht werden, indem wir die Gebote (das Gesetz) erfüllen. Gerechtigkeit ist, die Fähigkeit zu haben, in der Gegenwart Gottes zu stehen ohne ein Gefühl von Schuld, Verdammnis oder Minderwertigkeit. Das Gesetz ist dazu da, damit wir die Sünde erkennen und damit Gott kennen lernen. Gott hat mit Sünde nichts gemeinsam. Gott liebt die Menschen – aber Er hasst die Sünde. Die Sünde kam beim Sündenfall durch den Teufel in die Welt. Wir haben alle gesündigt, auch Du, und wir brauchen alle Erlösung, auch Du.

„Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren.“ Römer 3:23

Doch was können wir tun, wenn wir uns nicht durch gute Werke erretten können?

In Lukas 18:26+27 sagt Jesus vor Seiner Kreuzigung, als die Menschen ihn fragten, wer dann noch gerettet werden kann, dass es für Menschen sowieso unmöglich ist, und es nur für Gott möglich ist. Nur Gott konnte uns aus dieser misslichen Lage befreien, und Er hat es getan durch Seinen Sohn Jesus Christus.

In Johannes 3:16 steht:

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.

Doch was geschieht, wenn wir uns entscheiden, an das Erlösungswerk Jesu Christi am Kreuz von Golgatha zu glauben? Die Bibel gibt uns hierüber eine sehr genaue Erklärung.

In Johannes 3:3 sagt Jesus zu Nikodemus:

Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Immer, wenn Jesus „Amen, amen“ sagt, was übersetzt „Wahrlich, wahrlich“ heißt, legte Jesus eine besondere Wichtigkeit auf diese Stelle. Lass mich hierzu kurz erklären, dass der Mensch Geist ist, eine Seele (= Sinne, Gefühle, Verstand) besitzt und in einem Körper lebt. Nachzulesen in 1. Thessalonicher 5:23.

Jesus sagt uns im 3. Kapitel des Johannes-Briefes, Verse 1 bis 7, dass nach unserer normalen körperlichen Geburt unser Geist von neuem geboren werden muss, um in das Reich Gottes zu kommen.

Unser Geist, der ja das Wichtigste ist, weil er unsere Natur bestimmt, muss neu werden. Er bestimmt unser Wollen und unser Tun. Unsere Natur ist eine gefallene Natur, und unser geistlicher Vater ist vor der neuen Geburt der Teufel.

Ihr habt den Teufel zum Vater und ihr wollt das tun, wonach eurem Vater verlangt. Johannes 8:44

Das klingt sehr hart – ist aber die Wahrheit. Genauso wenig wie ein Löwe zu einer Kuh werden kann, indem er ständig Gras frisst, kann ein gefallener Mensch zu einem Christen (Sohn bzw. Tochter Gottes) werden, indem er gute Taten vollbringt. Wenn das so wäre, hätte Jesus nicht für uns sterben müssen. Nein!!! Es erfordert eine vollständige Erneuerung deines inneren Menschen, deines Geistes. Dieser wird bei der neuen Geburt herausgerissen aus dem Machtbereich des Teufels und hineingeboren in die Familie Gottes.

Diese neue Geburt ist das größte Wunder, was in deinem Leben geschehen kann. Und es verlangt nur eines von dir: eine klare Willensentscheidung, die du laut bekennst. Adam und Eva wurden durch eine Willensentscheidung und eine kurze Handlung, die daraus folgte, von Gott getrennt und nahmen die teuflische Natur an (sie entschieden sich gegen Gott, indem sie dem Teufel glaubten, und handelten dementsprechend, indem sie vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen aßen). Genauso kannst du durch eine freiwillige kurze Handlung den Spieß wieder herumdrehen. Diese Möglichkeit haben wir durch Jesus Christus bekommen. Er war der Erste und der Letzte, der die Gebote erfüllte, und Er tat keine einzige Sünde, obwohl der Teufel Ihn immer wieder versuchte. Das kannst du in Matthäus 4:1-11 nachlesen.

Und in 1. Petrus 2:22 steht:

… er hat keine Sünde begangen und in seinem Mund war kein trügerisches Wort.

Damit erwirkte Er sich das Recht, sich für unsere Sünden hinzugeben. Da es keinen Menschen ohne Sünde je gegeben hat bzw. geben wird, musste Gott selbst Mensch werden, um sich für uns zu opfern. Jesus Christus war kein Märtyrer. Es war der Plan Gottes, dass Er für uns starb und durch Sein Blut all unsere Sünden weggewaschen hat.

… Er liebt uns und hat uns von unseren Sünden erlöst durch sein Blut. Offenbarung 1:5

Jesus Christus hat uns von allen Sünden befreit, egal wie schwer sie waren. Nach dem Tod kommen wir sofort in den Himmel – ohne Zwischenstation (Fegefeuer). Paulus, von dem ja der größte Teil des Neuen Testaments geschrieben ist, hat vor seiner Bekehrung sicherlich eine der schlimmsten Sünden begangen, die man vor Gott begehen kann: Er hat damals die ersten gläubigen Christen in Massen verfolgt, eingesperrt, misshandelt und ermordet.

Als ihm auf dem Weg nach Damaskus Jesus erschien, er Ihn „Herr“ nannte und Ihn als Herrn annahm, war er sofort von Neuem geboren (Apostelgeschichte 9:1-9). Ab diesem Moment war Paulus total verändert und er wurde einer der eifrigsten Christen, die es je gab.

Oder betrachten wir uns den Schwerverbrecher, der neben Jesus gekreuzigt wurde. Auch er bekundete in seiner Todesstunde seinen Glauben, indem er sagte:

„Jesus, denke an mich, wenn du in dein Reich kommst.“ Jesus antwortete ihm: „Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lukas 23:42+43).

Wenn es noch irgendeine Sühnung durch ein Fegefeuer gäbe, hätte es wohl dieser Mensch verdient. Aber Jesus sagte: „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ Gott erwähnt in Seinem Wort an keiner Stelle solch einen Ort und es gibt ihn auch nicht! Damit versucht man nur die Menschen vom wahren Evangelium fernzuhalten, von der wirklich guten Nachricht. Du kannst dir deine Erlösung auch nicht durch noch so viele Kirchgänge verdienen oder durch drei Tröpfchen aufs Köpfchen. Nein! Die Wassertaufe ist ein Sakrament für den gläubigen Christen, der bereits an Jesus Christus glaubt und dies damit vor der sichtbaren Welt bekundet.

In Matthäus 18:3 sagt Jesus:

„Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.“

 Genauso hilflos und mittellos wie Kleinkinder vor ihren Eltern sind, sind wir vor Ihm, weil wir von uns aus nichts tun können, womit wir uns vor Ihm Anerkennung verschaffen können, um vor Ihm gerecht zu werden. Gott will, dass wir Ihm so vertrauen, wie kleine Kinder ihren Eltern vertrauen. Wir sollen uns Ihm hingeben, Seinem Wort glauben und das Geschenk der Erlösung annehmen.

Gott will nur unsere freiwillige Zustimmung, ohne die Er nichts machen kann. Am Ende bleibt nichts, auf das wir uns etwas einbilden können. Es ist allein Seine Gnade!

Epheser-Brief, Kapitel 2, Verse 8 + 9:

„Ja, durch die Gnade seid ihr zum Heil gekommen auf Grund des Glaubens, und das nicht aus euch selbst – es ist Gottes Geschenk -, nicht auf Grund von Werken, damit niemand sich rühme.“

Natürlich sollst du, nachdem du Jesus zu deinem Herrn gemacht hast, die Sünde nicht suchen. Aber der Beweggrund, warum du nicht mehr sündigst, soll jetzt vielmehr ein anderer sein. Mit Jesus kommt eine neue Art von Liebe in dich hinein. Eine Liebe, die auch die Menschen lieben kann, die dir feindlich gesinnt sind. Diese neue Liebe in dir zu Gott und deinen Mitmenschen ist es, die dich antreibt Gutes zu tun und nicht mehr zu sündigen. Es wird aus freiem Herzen heraus sein, nicht aus Zwang, weil du dir etwas verdienen musst.

Paulus schreibt in Galater 5:4:

„Wenn ihr also durch das Gesetz gerecht werden wollt, dann habt ihr mit Christus nichts mehr zu tun: ihr seid aus der Gnade herausgefallen.“

Hier bringt es Paulus noch einmal auf den Punkt: Jeder, der meint, er müsse doch noch etwas tun um errettet zu werden, ist nicht erlöst, weil er letztendlich dem Evangelium nicht glaubt. Du musst nichts mehr tun, aber du darfst.

In Johannes 14:6 sagte Jesus:

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.

Preis dem Herrn! Haben wir nicht einen wunderbaren Gott? Und es ist alles so einfach! Er will nur, dass du Seinem Wort und Jesus glaubst und Ihm das auch sagst.

In Römer 10:9+10 steht:

… denn wenn du mit deinem Munde bekennst: „Jesus ist der Herr“ und in deinem Herzen glaubst: „Gott hat ihn von den Toten auferweckt“, so wirst du gerettet werden. Wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt, wird Gerechtigkeit und Heil erlangen.

Du kannst dich jetzt entscheiden! Himmel oder Hölle?

Willst du einer Religion glauben, die dir einen Gott vermittelt, bei dem du dir deine Errettung verdienen musst und nie sicher bist, ob du genug getan hast? Religionen sind die stärkste Waffe des Teufels, weil er damit die Menschen beschäftigt, ihnen das Gefühl vermittelt, sie seien sowieso richtig und somit verhindert, dass sie diesen wahren, einzigen Gott suchen.

Oder willst du Gott glauben, der aus Liebe und Gnade heraus diese Errettung für dich bereits vollbracht hat, durch Seinen Sohn Jesus Christus? Du brauchst nur mehr diese Erlösung für dich im Glauben annehmen und brauchst keine Gedanken mehr daran zu verschwenden, ob du genug getan hast, denn du kannst nicht mehr tun!

Weißt du, Gott wünscht sich nichts sehnlicher, als dass Er die Ewigkeit mit dir in Seinem Reich verbringt. Aber Er hat kein Recht dazu. Du selbst musst ihm das Recht übertragen, indem du das Erlösungswerk Seines Sohnes Jesus Christus für dich annimmst.

Es ist deine freie Entscheidung, die dir keine Kirche und kein Mensch auf dieser Welt abnehmen kann.

Nachfolgend findest du ein kurzes Gebet, durch das du deine Entscheidung gleich in die Tat umsetzen kannst. Und du wirst merken, dass du Dinge, die du vorher getan hast und die nicht richtig waren, auf einmal nicht mehr so leicht tun kannst, weil dein Gewissen sich meldet. Dein Gewissen kommt vom Geist in deinem Herzen und es wird dir Dinge aufzeigen, die nicht richtig sind. Denn dein Geist will dann nicht mehr sündigen!

Wichtig: Es ist nicht das Gebet, was dich errettet. Durch das soeben Gelesene sollte ein Verlangen und der Glaube in dir entstanden sein, Jesus Christus als deinen Herrn und Erlöser anzunehmen. Es muss freiwillig sein, ohne jeglichen Druck – nur dann ist es echt. Wenn du das in dir verspürst, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt.

 

Gebet zum Empfangen des Neuen Lebens: 

„Herr Jesus Christus, ich danke dir, dass du auf diese Welt gekommen bist, um mich zu erlösen. Ich glaube in meinem Herzen und bekenne mit meinem Munde, dass du der Sohn Gottes bist, für meine Sünden gestorben bist und am dritten Tage von den Toten auferstanden bist. Herr Jesus Christus, ich bitte dich, komm jetzt in mein Leben und erlöse mich. Ich gebe dir mein Leben und möchte, dass du es voll und ganz übernimmst. 

Danke. Nun bin ich hineingeboren in die Familie Gottes und darf zu dir, Gott, mein Vater sagen.

 Ich bitte dich, Heiliger Geist, fülle mich mit deiner Kraft, die mir hilft, die Dinge Gottes zu tun. Führe mich die Wege, die du für mich bereitet hast, und bringe mich an den Ort, den du für mich bestimmt hast. 

In Jesu Christi Namen. Amen.“

Preis dem Herrn! Nun bist du ein Kind Gottes! Du bist erlöst und gehst nach deinem Erdenleben heim zu deinem Vater in den Himmel. Dies ist sicher und du bist jetzt frei. Du kannst deiner Erlösung nichts mehr hinzufügen. Du bist vollkommen neu.

  1. Korinther 5:17 sagt:

Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden.

 

Wenn es dir genügt, dass deine Zukunft im Himmel gesichert ist, kannst du das Heftchen jetzt beiseite-legen – es ist vollbracht.

Willkommen in der Wirklichkeit

Willst du jedoch diesen neuen Menschen, zu dem du jetzt geworden bist, besser kennen lernen, dann ist es gut, wenn du deinen neu geborenen Geist ernährst. Seine Nahrung ist das Wort Gottes.

Der Mensch lebt nicht nur vom Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. Matthäus 4:4

Deshalb gebe ich dir den Tipp: Wenn du diesen Gott, deinen Vater, besser kennen lernen willst und auch dein Erbe und die Fähigkeiten, die Er in dich hineingelegt hat, dann suche Ihn, rede mit Ihm, so wie du mit deinem besten Freund sprichst und lerne dadurch, Seine leise Stimme in dir wahrzunehmen. Fang an, in der Bibel zu lesen, und zwar anfangs am besten im Neuen Testament, eines der vier Evangelien, welche das Leben und Wirken Jesu betrachten. Eines der schönsten ist sicherlich das Johannes-Evangelium. Schön für den Start ist auch die Apostelgeschichte, die das Leben und Wirken der ersten Christen nach Jesus aufzeigen. Der Römer- und der Galaterbrief stärken dich, dass du durch den Glauben an Jesus bereits errettet bist.

Am besten ist es natürlich, wenn du dich regelmäßig mit Gleichgesinnten triffst, das heißt mit Menschen, die das Wort Gottes glauben. Es ist gut, wenn du eine Gemeinde (Kirche) findest, wo das Wort Gottes in seiner klaren, unverfälschten Form gepredigt wird. Das kannst du, wenn du die Bibel noch nicht kennst, am Anfang natürlich nicht unterscheiden. Bitte einfach Gott, dass er dir dabei hilft.

Die Bibel schließt in Offenbarung 22:18+19 mit den Worten, dass wir dem Wort Gottes weder etwas hinzufügen noch etwas wegnehmen dürfen. Viele Kirchen haben sich nicht an diese Anordnung Gottes gehalten, sie machen sich eigene Schriften, die sie über das Wort Gottes stellen. Das einfache Evangelium wird nicht mehr gepredigt und den Menschen wird signalisiert, sie müssten dem Erlösungswerk Jesu Christi noch etwas hinzufügen. Dabei wird der Focus aber auf die „guten Werke“ oder auf den Kampf gegen die Sünde gerichtet. Viele Menschen gehen daher in die Hölle, weil ihnen nicht mehr gesagt wird, dass einzig und allein der Glaube an das Erlösungswerk Jesu Christi sie errettet.

In einer geisterfüllten Gemeinde wirst du auch übernatürliche Dinge erleben. Meine Frau und ich haben schon viele Heilungen von Gott miterlebt und noch mehr Zeugnisse von Menschen gehört, die von Gott geheilt worden sind.

Geh in keine Gemeinde, in der dir Dinge gepredigt werden, die du in der Bibel nicht findest oder in der man versucht, dich auf irgendeine Art und Weise zu binden. Wenn dir ständig gesagt wird, dass du irgendwelche Dinge tun musst, ist es sicherlich keine gute Gemeinde.

Jetzt muss dein Geist erst einmal wachsen. Das ist genauso wie in der Natur, z. B. bei einem Baum. Er muss erst einmal eine bestimmte Größe erreicht haben, die Früchte kommen dann von ganz allein. Echte Gläubige werden dich immer auferbauen. Ein Gottesdienst ist dazu da, dir Friede, Freude, Mut und Kraft zu geben und dir bewusst zu machen, wer und was du bist in Jesus Christus. Nach solch einem Gottesdienst wirst du stärker sein als vorher. Er soll dir einfach guttun, sonst geh besser zum Kaffee trinken.

Jesus sagt in Johannes 14:12:

Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater.

Das können wir nur, wenn wir unseren Geist ständig ernähren und so im Glauben wachsen. Das geht nur mit dem Wort Gottes.

In Römer 10:17 steht, dass der Glaube aus der Botschaft kommt, die Botschaft aber immer aus dem Wort Gottes kommen muss. Je mehr wir uns mit dem Wort füllen (Bibel, Bücher, Predigten), umso schneller wachsen wir im Glauben. Dieser Glaube ist es, der uns Gottes Frieden, Seine Zuversicht und uns Festigkeit in unserem Leben gibt. Es wächst etwas in dir heran, was dir immer hilft und dich tröstet, auch wenn die Umstände mal nicht so gut sind.

 

Alles Gute in deinem neuen Leben und Gottes Segen wünschen dir

Kurt  und  Ute Dersch

 

Vervielfältigung und Kopien ausdrücklich erlaubt!

Oder einfach eine E-Mail schreiben und wir senden euch gerne gratis die gewünschte Anzahl an Heftchen zu!

 

Kontaktadresse:        himmel-oder-hoelle@online.de

 

 

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