Home





387. Weihnachtsgeschichte 2006 – alles aus Pappe

Donnerstag, 31. Oktober 2013 | Autor:

Bild anklicken

 

Der Pfarrer war überglücklich. Er hatte für seine Gemeinde eine Überraschung parat: eine schöne Weihnachtskrippe. Dazu alles, was zu solch einer Krippe gehört.

Am Heiligabend war der große Augenblick gekommen, die Krippe der entzückten Gemeinde zu präsentieren. Der Pfarrer rückte die Krippe auch gleich in den Mittelpunkt der Christvesper: „Seht mal, ihr Kinder, welchen Frieden das Christkind ausströmt! Seht die glücklichen Gesichter der Maria, des Josef und der Hirten! Schaut die Tiere an, die um die Krippe stehen: Die Schafe schubsen sich nicht. Die Kamele schlagen nicht aus. Der Ochse stößt nicht mit seinen Hörnern. Warum sind heute alle so friedlich und verträglich?“

Spontan rief ein kleiner Junge dazwischen: „Weil sie von Pappe sind!“ Da ging ein Schmunzeln über alle Gesichter. Was aus Pappe ist, das sieht vielleicht schmuck aus. Das macht Eindruck. Aber da ist kein Leben drin. Das ist alles nicht echt. Das sieht nur so aus wie ….

Mancher in der Kirche wird sich gefragt haben: Weihnachten bei mir – auch nur aus Pappe? Vielleicht glänzend aufgezogen: mit geschmückter Wohnung, üppigen Geschenken und erlesenen Braten. Kein Wort dagegen. Aber lebt das, was Weihnachten bedeutet, auch in meinen Innern, in mei-ner Familie und überall dort, wo ich meinen Alltag lebe? Oder feiere ich Weihnachten „aus Pappe“: schön anzusehen, aber nicht echt, nicht lebendig und wirklich? Manchmal spürt man geradezu, wie das nur aus Pappe ist, was sich zu Weihnachten abspielt:

  • Da reden manche Politiker in ihren Weihnachtsansprachen von Versöhnung, Frieden und Liebe – um nach dem Fest wieder auf den politischen Gegner einzudreschen.
  • Da spulen manche Vereinsvorsitzende die Weihnachtsfeier ab, ohne dabei überhaupt das Geburtstagskind zu erwähnen: JESUS.
  • Da werden manchmal in Krisenregionen die Kampfhandlungen eingestellt- das ist ja besser als gar nichts-, um nach den Feiertagen wieder die Waffen auf den Gegner zu richten, weil er einer anderen Volksgruppe oder einer anderen Religion angehört.

Weihnachten nur aus Pappe? Das muss nicht sein. Wenn eine Sache fragwürdig geworden ist, sollte man zu den Wurzeln gehen, dorthin, wo alles angefangen hat. So machen es die Hirten in der Weihnachtsgeschichte. Sie sehen den offenen Himmel. Sie hören die Botschaft der Engel: „Euch ist heute der Heiland geboren. Christ, der Retter, ist da!“ Sofort ziehen sie los, um der Sache auf den Grund zu gehen: „Waren das nur schöne Träume und Sprüche? War das nur aus Pappe oder steckt mehr dahinter?“

Deshalb ziehen sie los: auf zu JESUS, auf zur Krippe. Dort werden sie nicht enttäuscht. Hier ist alles echt. Sie erleben: Gott kommt zu uns. In der Krippe liegt der Heiland, der Retter der Welt. Von hier aus kann es anders werden in der Welt und in unserem eigenen Leben. Bei JESUS bekommt die Liebe eine Chance. JESUS vergibt Schuld. Er richtet Bedrückte auf. Er bringt Gottes Frieden dorthin, wo Menschen im Streit liegen. Wo JESUS über uns Macht gewinnt und wir ihm Raum geben, dort wird es wirklich Weihnachten. Dort wird das Fest nicht nur gefeiert, sondern auch erlebt.

 

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

 

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14


 

Tags »

Trackback: Trackback-URL | Feed zum Beitrag: RSS 2.0
Thema: Weihnachtsgeschichten

Diesen Beitrag kommentieren.

Kommentar abgeben