Home





354. Transzendentale Meditation(TM)

Samstag, 6. April 2013 | Autor:

Lieber Blogbesucher,

wir erleben es in unserer Zeit wie noch nie, dass Menschen einen Fixpunkt für Ihr Leben suchen. Leider versagen die allermeisten Kirchen, wenn es darum geht, den Menschen diesen Fixpunkt in Form der frohen Botschaft von Jesus Christus, konkret vorzuleben. Es gibt da soviel Lippenbekenntnisse und Formalismus, soviel Herrschaft des Fleisches und des Menschen, dass man kein Hinweis auf die Liebe Gottes in Jesus Christus sein kann.

Deshalb suchen die allermeisten Menschen dann an Stellen, die Sie in die Irre führen. Nur, weil Gott aus Gnade und Liebe, jeden Menschen mehrfach in seinen Leben anspricht und zur Umkehr ermuntert, erkennen Menschen die Irrwege und haben die Chance den wahren Sinn Ihres Lebens zu finden.

Die Serie über diese Irrlehren soll helfen, dass Menschen mit Gottes Hilfe zur Umkehr finden. Ich glaube, dass der Heilige Geist hier sein Werk tun wird.

 

Entstehung und Wachstum

 

lm Jahre 1958 beschloss Maharishi Mahesh Yogi, die TM auf der ganzen Welt zu verbreiten. Er wurde 1911 in Indien geboren. Als Erwachsener wurde Maharishi Anhänger von Guru* Dev, einem „göttlichen Lehrer“. Guru Dev hatte eine Meditationstechnik entwickelt, die ihre Wurzeln in Untersuchungen der mittelalterlichen Tradition des Hinduismus hatte. Er gab seine Philosophie und seine meditativen Methoden an seinen Lieblingsschüler Maharishi weiter. 1959 ging Maharishi in den Westen, um die Organisation zu gründen, die unter den Namen „Gesellschaft der Weltregierung des Zeitalters der Erleuchtung“ (GTM) oder „Internationale Meditationsgesellschaft“ bekannt wurde. Zuerst ging er in die USA, später ließ er sich dann in London nieder. Anfang der 60er Jahre kam er durch Vortragsreisen durch die ganze Welt. 1967 bekam seine Bewegung einen wichtigen Auftrieb, als die Beatles Anhänger dieser Bewegung wurden. In den folgenden Jahren schlossen sich viele bekannte Persönlichkeiten der TM an. 1972 offenbarte Maharishi eine Strategie für seinen „Weltplan“. Zweck dessen ist, die „Wissenschaft der kreativen Intelligenz“ (ein anderer Name für die TM) auf der ganzen Welt auszubreiten. Er gründete das Weltplanungskomittee um sein Ziel, 3 600 Zentren in der ganzen Welt zu gründen, zu erreichen.

 

Der Ort des internationalen Zentrums von TM ist nicht eindeutig; er soll entweder in Seelisberg in der Schweiz oder in Ghaziabad in Indien liegen. Besonders im Westen genoss die Bewegung ein bemerkenswertes Wachstum. Mitte der 70er Jahre gab es einen Schwund an Mitgliedern. Um den Verlust zu überwinden, stellte die TM ein Meditationsprogramm für Fortgeschrittene auf, das den Meditierenden die Fähigkeit versprach zu schweben. Dies hatte starke Opposition von außen und weiteren Mitgliederschwund zur Folge. Um in der nichtreligiösen Öffentlichkeit Anklang zu finden, besteht TM darauf, keine Religion zu sein.

 

1978 erlitt die Bewegung einen weiteren Rückschritt, als der Bundesgerichtshof in den USA entschied, dass TM sehr wohl eine Religion sei und daher nicht an öffentlichen Schulen unterrichtet werden dürfe.

Während sich das Wachstum der Gruppe in den USA verlangsamte, wuchs es in anderen Teilen der Welt. Der ,,Weltplan“ ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil der TM.

 

Was glauben und lehren die Anhänger der TM?

 

TM ist eine der bekannteren Gruppen des New Age. Der Mensch muss über seine normalen Bewusstseins-Ebenen hinauswachsen: Schlaf, Träume und normales Bewusstsein. Durch Meditation muss man zur vierten Bewusstseinsebene aufsteigen, die den Menschen in einen Zustand von geistiger, emotionaler und religiöser Höhe versetzt. Auf diese Weise kann man die ,,kreative Intelligenz“ erreichen und die eigene geistige Natur erkennen und so gerettet werden. TM beansprucht für sich, dass die richtige Meditationspraxis große Vorteile mit sich bringt. Sie verbessert die physische, geistige und emotionale Gesundheit eines Menschen. Sie verändert die gesamte Existenz. Es gibt drei zusätzliche Bewusstseinsebenen, die zum Absoluten führen, dem „Einheitsbewusstsein“. Sie führt den Menschen in eine absolute Freiheit von den unzähligen Zyklen von Geburt, Tod und Wiedergeburten (Reinkarnationen). TM behauptet, dass ein „Zeitalter der Erleuchtung“ beginnen wird, wenn diese Lehre überall anerkannt ist. Es ist ein Zeitalter von universaler Gesundheit, Freude und Frieden (vgl. New Age).

 

Wie praktizieren Anhänger der TM ihre Religion?

 

TM bietet ein Basisprogramm der Meditation an – täglich morgens und abends je eine zwanzigminütige Einheit. Der Meditierende wiederholt leise das besondere Wort oder Mantra*, das man mit Beginn der Mitgliedschaft erhält. Das neue Mitglied erhält sein/ihr Mantra während eines feierlichen Gesangsgottesdienstes, in dem Hindu-Götter angebetet und Blumen und Früchte auf einem Altar dargebracht werden. Nachdem das Lied gesungen ist, flüstert der Leiter dem neuen Mitglied sein besonderes Mantra ins Ohr. Die Wahl des Mantras wird durch das Geschlecht und das Alter zum Zeitpunkt der Zeremonie bestimmt. Das Mantra soll die Gottheit auf übernatürliche Weise näher zum Meditierenden bringen. Man darf das Mantra niemals jemandem anders verraten. Tut man es, so verliert es seine besondere Kraft.

 

Wie sollen sich Christen gegenüber Anhängern der TM verhalten?

 

Einige generelle Prinzipien im Umgang von Christen mit Anhängern anderer Religionen gelten auch hier. Christen sollten eine gesunde Glaubenserfahrung mit Jesus Christus gemacht haben. Sie müssen ein Leben führen, das Christus ehrt, und sie sollten ein möglichst umfassendes Verständnis von der Bibel haben. Offenheit und liebevolles Interesse helfen am ehesten weiter. Am besten legt man seinen Schwerpunkt auf die eigene, persönliche Glaubenserfahrung. Eine persönliche Freundschaft, die dem anderen demütige und geduldige Nächstenliebe entgegenbringt, ist unbedingt wichtig.

Zuweilen ist es notwendig, den Glauben und die Praxis des anderen herauszufordern. Man sollte es aber vermeiden, auf den Gründer oder das System einen Angriff zu wagen, um sich nicht in Argumentationen zu verstricken. Einfühlungsvermögen, Fairness, Respekt und Scharfsinn sind nötig. Ziel ist es, das Vertrauen des anderen in Freundschaft zu gewinnen und ihn vorsichtig zu überzeugen.

Folgende Hinweise beschreiben, wo man als christlicher Gesprächspartner mutig und wo man behutsam sein sollte: Das biblische Gebot gegen die Götzenverehrung widerspricht der TM-Zeremonie, in der hinduistischen Göttern gehuldigt wird (2. Mose 20, 3-5). Es ist falsch, wenn man annimmt, daß ein Mensch Göttlichkeit und Rettung durch persönliche Leistung erreichen kann. TM kann auch zu ernsthaften psychologischen Schäden führen. Sucht ein Christ Kontakt zu einem Anhänger der TM, sollte er unterscheiden können, ob diese Person eine leitende Funktion hat, oder ob er ,,nur“ ein Meditierender ist. Man sollte sich nicht an den negativen Aspekten der TM festhalten, sondern das Gespräch auf die positiven Erfahrungen bringen, die man mit dem christlichen Glauben und Leben gemacht hat. TM behauptet, inneren Frieden anzubieten. Man soll die Schuld durch Meditation überwinden. lm Gegensatz dazu sollte man den Opfertod Christi und die Gabe der Vergebung betonen. Man sollte dem TM-Anhänger den Frieden und das volle Leben in dieser Welt und auch in der nächsten Welt anbieten, aber klar machen, daß beide nur in dem Glauben an Jesus Christus gefunden werden können.

 

* Spezielle Begriffe

 

Kreative Intelligenz

In der Transzendentalen Meditation begegnet man ihr oft als ,,Wissenschaft der kreativen Intelligenz“. Es ist ein Zusammenschmelzen von objektiver moderner Wissenschaft und subjektiver Vedic(Hindu)-Wissenschaft. Sie meint eine überlegene Intelligenz, die wiederum für das Individuum und die Gesellschaft Gesundheit, Intelligenz, verbesserte Fähigkeiten, Freude und Frieden mit sich bringt.

 

Guru

Ein religiöser Lehrer, der andere zu einem intensiveren Verständnis und entsprechender Praxis führt.

 

Mantra

Ein geheimes Wort oder Begriff, der die Gottheit repräsentiert. Es wird in Meditationen und Gesängen verwendet, um zur „vollständigen Ruhe“ und zum „kosmischen Bewußtsein“ zu finden.

 

Mit freundlicher Genehmigung

Heimatmission EFG

Dr Earl Martin

Tags »

Trackback: Trackback-URL | Feed zum Beitrag: RSS 2.0
Thema: Religionen, Sekten und Aberglaube

Diesen Beitrag kommentieren.

8 Kommentare

  1. Wer wirklich Interesse daran hat, die Zusammenhänge von christlicher Religion, spez. katholischer Religion, Transzendentaler Meditation und einer echten Religion zu verstehen, der möge mal bitte hier nachsehen:
    http://katholische-kirche-im-lichte.de/
    MfG

  2. 2
    intern 

    Vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie haben es auf den Punkt gebracht. Sie sprechen von Religion. Wenn ich von Christentum spreche, dann meine ich Jesus Christus, und nicht Heilige und Maria. Jesus Christus ist das Ende aller Religionen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, außer dass Sie den Heiligen Geist einmal bitten sollten, dass er Ihnen diese Unterschiede deutlich macht.

  3. Danke für den gut gemeinten Ratschlag:
    zur Information: der Heilige Geist hat bei mir schon 1974 Einzug gehalten, als ich mit Transzendentaler Meditation begonnen habe. In den letzten Jahren wollte ich meine eigene katholische Religion besser verstehen und so kamen zwei Bücher heraus.Genaueres ist in meinen zwei Büchern nachzulesen:
    Die Römisch-katholische Kirche im Lichte göttlicher Weisheit Band 1: Christliche Sicht
    und Band 2: Vedische Sicht
    http://katholische-kirche-im-lichte.de/
    Die Röm-kath. Kirche hat die ursprünglich reine göttliche Lehre verfälschst. Ich habe immer nach dem Grund gesucht, warum das Christentum die letzten 1600 Jahre versagt hat.
    MfG

  4. 4
    intern 

    Das Christentum hat nicht versagt, es waren die Religiösen die Jesus auf die Seite geschoben haben und dies immer noch tun. In Apg.11, 26 ist zu lesen, dass die ersten Jünger Christen genannt wurden. Das was sich jetzt Christen nennt sind religiöse Kopien. In den letzten 2000 Jahren gab es nur wenige echte Christen, so wie auch jetzt in unserer Zeit. Vielen wird erklärt, wenn Sie sich mit ein paar Tropfen Wasser von einen Zeremonienmeister besprengeln lassen, dass Sie dann Christen wären. Taufe im biblischen Sinne ist etwas anderes. Weil dies alles entartet ist, sieht es so aus wie es aussieht.
    Aber der Herr Jesus bereitet sich eine Braut vor, ohne dies Kirchen. Wir werden es in den nächsten Jahren dramatisch erleben, dass all die Systeme zusammen brechen. Wahre Christen werden seit Jesus Auferstehung verfolgt, dass hat er uns auch vorher gesagt. Unsere Geschwister in Nahost und Asien erfahren dies ganz konkret jeden Tag.

  5. Schaut bitte auch auf meine Seite.

  6. Schaut bitte auf meine Seite.

  7. 7
    intern 

    Vielen Dank für Ihre Ergänzung. Es gibt doch keinen besserern Beweis, wie wenn ein Mensch der Erfahrung gemacht hat von dieser Verführung berichtet.

  8. 8
    intern 

    Weil Sie zweimal auf Ihre Seite hinweisen, will ich auch diesen Kommentar veröffentlichen. Nach dem Motto: Doppelt genäht hält besser.

Kommentar abgeben