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620. Das jüdische Jerusalem: Eine „Beleidigung“ für den Islam?

Dienstag, 26. Dezember 2017 | Autor:

Lieber Blogbesucher,

das Magazin www.israelheute.com bringt seit Jahrzehnten Berichte rund um Israel. Dieses Magazin unterscheidet sich von den allermeisten Medien aus Deutschland und Europa dadurch, dass es die Geschehnisse wahrheitsgetreu berichtet, d.h., israelheute bringt auch dass, was andere weglassen. Darum ist es wichtig, wenn man sich eine ehrliche Meinung bilden will, dass man auch an der Wahrheit interessiert ist.

 

 

Ein Konflikt im Namen der Religion ist nicht politisch korrekt. Deshalb haben unsere liberalen Gesellschaften, die in Israel eingeschlossen, so hart daran gearbeitet, den israelisch-arabischen Konflikt als rein nationalistisch darzustellen. Selbst der Begriff „israelisch-arabischer Konflikt“ ist bereits ein Teil dieser Bemühungen. In Wirklichkeit ist es jedoch ein jüdisch-islamischer Konflikt, denn die islamische Welt, Araber wie Nicht-Araber, ist nicht gegen Israels Staatsbürger im Allgemeinen, sondern allein gegen die jüdische Bevölkerungsmehrheit.

 

Es versteht sich von selbst, dass kein Aspekt des Konflikts im größeren Maße religiös zu nennen ist, als der um die Stadt Jerusalem.

 

Nahost-Experte Mordechai Kedar sprach kürzlich auf einer Konferenz, die die israelische Regierung für westlich-christliche Medienvertreter ausgerichtet hatte. Kedar erläuterte, dass das, was meist als simple Streiterei über Land angesehen werde, in Wirklichkeit ein Kampf um die „Gültigkeit des Islam“ sei.

 

Die islamische Lehre verknüpft den Anspruch auf religiöse Rechtmäßigkeit mit der Fähigkeit, Andersdenkende zu unterwerfen. Ein Land oder Volk, das einmal unter islamischer Herrschaft war, muss darunter verbleiben. Der Islam kann den Verlust von Gebiet oder von Gläubigen nicht in sein Weltbild integrieren.

 

Aber genau dies ist geschehen, als Großbritannien das Heilige Land einnahm und einen Teil davon den Juden überließ. „Israels Wiedergeburt durch die Hilfe christlicher Länder und die als Eroberung empfundene Positionierung Jerusalems bedeuten eine theologische Bedrohung für den gesamten Islam“, sagte Kedar. „Der Tempelberg ist das eigentliche Schlachtfeld. Uns bleibt nichts anderes übrig, als uns zu entscheiden, ob wir aufgeben.“

 

Quelle: www.israelheute.com

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619. Trump und Israels Hauptstadt

Dienstag, 26. Dezember 2017 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

es freut mich, dass es immer noch Menschen gibt die einen klaren Blick für die Realitäten haben und dazu auch noch die Wahrheit lieben. Der Herr über Himmel und Erde wird solch einen geraden Weg segnen.

Mein Dank geht an Gerd Hoinle für sein okay zur Veröffentlichung dieses Beitrages.

 

 

 

Trump und Israels Hauptstadt

„…und Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden.

Lukas 21, 24.

„Pastor, Donald Trump hat Jerusalem als Hauptstadt von Israel anerkannt und will die amerikanische Botschaft dorthin verlegen. Ist das gut oder schlecht?“

Der amerikanische Kongress hat bereits per Gesetz 1995 beschlossen, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Der Zug war also eigentlich längst abgefahren und was Trump getan hat, war lediglich einem mehr als 20 Jahre alten Gesetz endlich Geltung zu verleihen, was die drei ihm vorausgehenden Präsidenten alle halbe Jahre, wenn eine gesetzlich vorgesehene präsidiale Entscheidung anstand, vertagt hatten.

Fakt ist, Israel wird schon seit 68 Jahren von Jerusalem aus regiert. Dies anzuerkennen ist eigentlich eine Binse.

Sein Vorgänger war ganz anders eingestellt.

Für Obama war Israel lediglich ein riesiges jüdisches Flüchtlingslager, das aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangen ist und halt blöderweise in einer ungünstigen Weltregion liegt. Er war Israel gegenüber sehr feindselig eingestellt.

Trump, (dessen Name auch Trompete bedeutet, hihi), und seine Unterstützer denken offenbar anders.

Die sagen sich: Die Palästinenserführer mögen weder den Westen noch Israel, egal was wir tun. Die machen Intifada, egal wieviel Land und Frieden wir ihnen anbieten. Die greifen mit und ohne Vorwand an. Die Radikalen unter ihnen steuern Flugzeuge in amerikanische Wolkenkratzer und stechen beim Edeka in Hamburg ihnen völlig unbekannte Menschen ab, egal wo unsere Botschaften ihren Sitz haben. Wir betreiben ja nicht einmal Siedlungen im Westjordanland. Israel müsste kollektiv ins Meer springen und sich als Staat auflösen, und der Westen moslemisch werden, um diesen Leuten zu gefallen. Und selbst das wäre denen wahrscheinlich zu wenig.

Also erkennt Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels an und verlegt die Botschaft dorthin.

Na und?

Nichts wird sich ändern.

Allerdings spielt Jerusalem in der Endzeitprophetie Christi eine prominente Rolle, (siehe obige Schriftstelle). Demnach ist es so: Wenn Jerusalem nicht mehr unter ausländischer Kontrolle steht, sondern wieder von Juden regiert wird, dann geht die „Zeit der Nationen“, also das Gemeindezeitalter, zu Ende.

Und dann?

Das nächste werden „Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen und auf der Erde Angst der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem und wogendem Meer, während die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden.“

Vulkane werden blubbern, Asteroiden nah an der Erde vorbeischrammen.

Und Jerusalem wird in jüdischer Hand sein.

„Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit. Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht.“ (Lukas 21, 27-28).

Autor. Gerd Hoinle

Quelle: Online Kirche

 

 

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618. Nachfolge mit Leidenschaft

Montag, 25. Dezember 2017 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

dieses Thema sollte zu vielen Christen in Europa sprechen dürfen, weil, wie ich bei mir selbst beobachten kann, wir weit davon entfernt sind ein Christsein mit Leidenschaft zu leben. Wenn wir so etwas sehen wollen, dann müssen wir in die Länder die um Ihres Glaubens Willen Verfolgung leiden. Das sind für mich wahre Vorbilder des Glaubens, die echte Leidenschaft zeigen.

 

Hier ein Beispiel von vielen.

 

 

Ich danke der Arche Gemeinde Hamburg sehr herzlich für die Genehmigung diesen Beitrag hier in meinem Blog veröffentlichen zu dürfen.

 

„Nicht dass ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre; ich jage aber danach, dass ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. 13 Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt, 14 und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“ (Philipper 3, 12-14)

 

Paulus spricht hier über den Lauf, den ein Christ zu vollenden hat, um sein Ziel zu erreichen. Damit meint er nicht die Wiedergeburt und die Errettung. Deine Rettung ist nicht das Ergebnis eines guten Laufes und deiner besonderen Anstrengung, sondern ein Geschenk Gottes, wie wir in Epheser 2, 8-9 lesen: „Aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, 9 … damit sich nicht jemand rühme.“ Darin besteht die Rechtfertigung, die vor Gott gilt. Sie wird nicht durch eine Leistung erreicht, sondern du erhältst sie aus reiner Gnade. Von dem einmaligen Akt der Rechtfertigung, den Gott in Jesus Christus in einem einzigen Augenblick an uns vollzieht, ist die Heiligung zu unterscheiden. Diese ist ein Prozess, in dem wir in das Bild Jesu verändert werden. Wir sollen und dürfen Christus in unserem Wesen, in unseren Gedanken, Einstellungen und Herzen immer ähnlicher werden. Das ist der Lauf, von dem Paulus spricht.

Der Apostel nennt nun einige Prinzipien, wie wir den Lauf der Heiligung effektiv bestreiten können:

 

  1. Wir sind noch nicht vollendet

Das Erste, was wir als Gotteskinder auf dem Weg zu Jesus wissen müssen, ist, dass wir noch nicht am Ziel angelangt sind. Selbst Paulus hatte es noch nicht erreicht, denn er schreibt: „Nicht dass ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre“ (Philipper 3,12). Und Vers 13: „Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe.“ Er sagt, dass er noch nicht das ist, was er einst sein wird.

Obwohl der Apostel bereits eine neue Kreatur war und ein neues Herz geschenkt bekommen hatte, obwohl er vor Gott gerechtfertigt war, ihm seine Sünden vergeben waren und der Heilige Geist in ihm wohnte, war er dennoch nicht vollkommen! Er erlebte immer noch Versuchungen, er lebte in seinem unerlösten Fleisch und war immer noch ein Sünder. Denn er schreibt: „Ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht“ (Römer 7,18). Und: „Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten, von denen ich der größte bin“ (1. Timotheus 1,15).

Paulus geht also in aller Deutlichkeit gegen die Lehre vor, die behauptet, dass Christen Menschen seien, die nicht mehr sündigen. Er wendet sich gegen die, die meinen, dass Christen bereits auf Erden in einen Zustand geistlicher und moralischer Perfektion gelangen könnten, sodass nichts Sündiges mehr in ihnen sei.

In einer Predigt sprach ein Pastor davon, dass er den Grad geistlicher Vollkommenheit erreicht habe. Ein Zuhörer fragte ihn nach der Predigt: „Macht es Ihnen etwas aus, wenn ich Ihre Frau dazu befrage?“ Der Pastor antwortete: „Nun, Sie können sie fragen, aber Sie müssen wissen, dass meine Frau noch nicht an diese Lehre glaubt.“ Wie sollte sie auch! Denn bei ihrem Mann konnte sie sie nicht erkennen.

Paulus war der wohl hingegebenste und reifste Christ, der je lebte. Nach seiner Begegnung mit Jesus bewirkte er für das Reich Gottes sehr viel. Er war ein Evangelist, ein Lehrer, ein Gemeindegründer, er war ein Hirte und ein Vater in Christus. Dennoch schrieb er: „Ich habe es noch nicht erlangt“, und er bekannte freimütig und ohne Umschweife, dass er das Ziel noch nicht erreicht hatte. Diese Erkenntnis machte ihn demütig, schützte ihn vor geistlicher Arroganz und half ihm, motiviert weiterzulaufen. Geistliches Wachstum beginnt mit der Erkenntnis, dass du noch nicht da bist, wo du sein solltest. Solche, die meinen, sie hätten bereits geistliche Vollkommenheit erreicht, sehen keinen Grund, im Lauf voranzukommen. Warum sollten sie auch nach etwas jagen, von dem sie meinen, dass sie es schon besitzen? Das sind selbstzufriedene und selbstgerechte Menschen, die in großer Gefahr stehen, ihrer Sünde gegenüber blind zu werden. Sie meinen, sie wüssten alles, und sind stets bemüht, auf ihre geistlichen Erkenntnisse und Leistungen hinzuweisen. Wirklich reife Christen dagegen sind ihren Sünden gegenüber sensibel und leben demütig vor Gott. Sie kultivieren ihre Heiligung und machen Fortschritte in ihrem christlichen Leben. Sie wissen: Wir sind noch nicht am Ziel, es ist noch eine Wegstrecke zurückzulegen.

 

  1. Größte Anstrengung, aber in Gottes Kraft

Das zweite Prinzip für einen leidenschaftlichen Lauf ist die Bereitschaft zur größten Anstrengung. Es ist nämlich anstrengend, in der Heiligung zu wachsen. Paulus schreibt: „Ich jage aber danach, dass ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. 14 … und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus“ (V. 12+14).

Es ist also ein eifriges Jagen nach dem Ziel, von dem Paulus hier spricht. Er ist ein Mann der Bewegung. Er liegt nicht auf dem Sofa herum und sagt: „Ich bin doch errettet. Nun lasse ich alle fünfe gerade sein.“ Eine solche Gesinnung haben auch uns schon Leute unterstellt, wenn wir die Betonung auf die Gnade Gottes legen. Sie befürchteten: „Wenn man so viel von der Gnade Gottes hinsichtlich Errettung und Erwählung spricht, dann führt das doch dazu, dass die Menschen nichts mehr tun.“ Das Gegenteil ist der Fall, wie wir hier an Paulus sehen. Er jagt dem Ziel, Jesus ähnlicher zu werden, nach. Dabei trainiert und bewegt er jeden geistlichen Muskel. Denn er läuft, um zu gewinnen und den Preis zu erhalten. „Ich laufe, ich jage, ich strenge mich an, weil ich noch nicht da bin“, sagt er. Oder mit anderen Worten: „Dafür arbeite und ringe ich auch“ (Kolosser 1,29). Dem Timotheus schreibt er: „Kämpfe den guten Kampf des Glaubens“ (1. Timotheus 6,12).

Aber wichtig ist, dass wir nicht meinen, wir müssten diesen Kampf in eigener Kraft kämpfen. Nein, Paulus wusste, er kämpft nicht allein, sondern in Abhängigkeit von der Kraft Gottes. Alles, was er tat, tat er nicht aus sich selbst heraus. Er arbeitete und rang. Im selben Atemzug schreibt er weiter: „… gemäß seiner wirksamen Kraft, die in mir wirkt mit Macht“ (Kolosser 1,29). „Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen“ (Philipper 2,13). Gott errettet uns nicht, um uns dann uns selbst zu überlassen. Nein, der Herr hat sich nicht zurückgezogen, sondern Er ist und bleibt uns durch den Heiligen Geist Beistand und Kraftquelle.

Wo bist du gerade in deinem Lauf? Vielleicht bist du über eine Hürde gestürzt und liegst am Boden. Aber Jesus ist da und hilft dir wieder auf, denn Er hat dasselbe Ziel wie du. Er motiviert dich und schenkt dir Kraft durch die Verheißungen Seines Wortes, durch die Predigt, durch deine Geschwister in der Gemeinde. Er richtet dich auf und stellt dich wieder her. Und in dieser Seiner Kraft darfst du der Heiligung nachjagen und den Lauf vollenden!

 

Nun folgt noch ein weiteres Prinzip für den Lauf der Heiligung:

 

  1. Ungeteilt das Ziel vor Augen

Wir müssen das Ziel vor Augen haben. Denn was nützt eine noch so große Anstrengung, wenn der Läufer nicht auf das Ende fokussiert ist? Jeder Athlet weiß, dass er nach vorne schauen muss. Sobald er in das Publikum oder zu Boden blickt, beginnt er zu straucheln und stürzt vielleicht sogar.

Beim Lesen des Briefes springt die Zielstrebigkeit des Apostels ins Auge, mit der er sein Christsein lebt. Er schreibt: „Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt, 14 und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus“ (Philipper 3,13-14). Paulus ist hochkonzentriert. Er schaut nur nach vorne. Dabei erledigt er nicht mehrere Dinge gleichzeitig und lässt sich von Nebensächlichkeiten ablenken, denn er schreibt: „Eines aber tue ich“ – und das ist: „Ich strecke mich aus nach dem, was da vorne liegt.“

Menschen, die in bestimmten Disziplinen (sei es im Sport, in der Musik oder Kunst) großartige Leistungen vollbringen, haben meist nur eines im Sinn: Sie trainieren und üben über Jahre hinweg, um Spitzenleistungen zu vollbringen. Sie verzetteln sich nicht, sie tanzen nicht auf vielen Hochzeiten und verschwenden keine unnötige Energie. Solch eine Konzentration auf das Ziel ist auch für den Lauf eines Christen absolut notwendig. Du musst dich konzentrieren auf das Ziel! Du darfst nicht aus den Augen verlieren, wo du hinwillst! Denn sonst wirst du straucheln.

Jakobus spricht von einem Mann „mit geteiltem Herzen, unbeständig in allen seinen Wegen“ (Jakobus 1,8). Verfolgst du mehrere Ziele bei deinem Lauf als Christ? Hast du ein geteiltes Herz und stehst in Gefahr, das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren? Paulus ermahnt uns, das Ziel im Fokus zu haben und weder nach rechts noch nach links zu blicken. Er erinnert uns, dass wir nur nach vorne schauen sollen.

Das wusste auch schon Salomo, er schrieb deshalb in den Sprüchen: „Lass deine Augen geradeaus schauen und deine Blicke auf das gerichtet sein, was vor dir liegt! 26 Mache die Bahn für deinen Fuß gerade, und alle deine Wege seien bestimmt; 27 weiche weder zur Rechten ab noch zur Linken, halte deinen Fuß vom Bösen fern!“ (Sprüche 4,25-27). So soll auch ein Christ in der Laufbahn sich nicht von nichtigen Dingen ablenken lassen, sondern den Kampfpreis immer fest vor Augen behalten. Dazu gehört auch, dass „ich vergesse, was dahinten ist“ (Philipper 3,13). Zu vergessen, was hinter mir liegt, bedeutet: Ich schaue während meines Laufes nicht zurück. Ein Läufer dreht sich nicht um und beschäftigt sich mit dem, was sich hinter ihm abspielt. Tut er das doch, verliert er Geschwindigkeit, verlässt die Bahn und verliert am Ende das Rennen. Schau nicht zurück! Es ist bedeutungslos, was hinter dir geschieht.

Was sollen wir denn vergessen? Alles. Paulus macht hier keine Einschränkung oder trifft eine Auswahl. Er meint alles, was hinter uns liegt. Das beinhaltet die guten wie auch die schlechten Dinge. Es bedeutet einerseits, die Erfolge, tugendhaften Taten, großartigen Leistungen und geistlichen Dienste zu vergessen. Wir sollen uns nicht baden in dem, was wir schon alles geleistet haben. Andererseits sollen wir aber auch die schlechten Dinge hinter uns lassen wie Sünden, Missetaten, Fehler und Unheil. Das soll nicht zu Ballast werden, der an uns hängt in unserem Lauf dem Ziel entgegen. Jesus sagt: „Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes“ (Lukas 9,62; L84). Genauso wenig sollen wir uns von unseren vergangenen Sünden, Verfehlungen und Schulden lähmen und schwächen lassen. Sie sind doch vergeben! Der Schuldbrief ist zerrissen. Was belastest du dich dann mit den Verfehlungen deiner Vergangenheit? Was wühlst du in den Sünden deiner Vorfahren? Schau nach vorne! Wenn du deine Sünden an das Kreuz Jesu gebracht hast, sind sie vergeben und für immer getilgt!

Auch in der Gemeinde blicken wir nach vorne. Hin und wieder hört man Geschwister von den guten alten Zeiten sprechen. „Damals war es so schön, da taten wir dies und taten wir das. Und der Herr war mit uns …“ Natürlich sagt Psalm 103, 2: „Vergiss nicht, was der HERR dir Gutes getan hat.“ Diese Wahrheit soll als Ermutigung für den gegenwärtigen Lauf dienen, aber nicht zur rückwärtsgewandten Nostalgie führen.

Es können auch Verluste von lieb gewordenen Menschen sein, die uns hindern, den Blick nach vorne zu richten. Deine Kinder haben dich verlassen und sind eigene Wege gegangen. Und du schwelgst in der Vergangenheit, als sie noch so klein, süß und gehorsam waren. Oder vielleicht sind liebe Angehörige gestorben und du lebst nur noch in der Erinnerung, wie schön es damals mit ihnen war. Natürlich gibt es eine Zeit der Trauer, und wir dürfen auch weinen. Aber die Trauer darf uns nicht daran hindern, nach vorne zu blicken und zu wissen: Das, was noch kommen wird, ist viel schöner als das, was jemals war.

 

  1. Das Ziel

Und wie heißt nun schließlich das konkrete Ziel, dem Paulus nachjagt? Er benennt es in Römer 8, 29: „Die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden.“ Das Ziel ist, so zu werden, wie Jesus ist. Das ist unsere Berufung, das ist der Weg, auf dem wir uns befinden. Das bedeutet, dass wir danach streben, in einen Stand zu kommen, in dem keine Lüge mehr in uns ist, kein Stolz, keine Überheblichkeit, kein Streit und kein Ehegezänk, kein Ehebruch, keine Habgier, kein böses Herz, keine Krankheit, kein Leid und kein Geschrei, sondern vollkommene Heiligkeit. All das erlangen wir nicht auf dieser Welt, sondern dann, wenn wir bei Ihm sind. Dann werden wir so sein wie Er. Das Ziel ist nicht irdisch, sondern himmlisch. Denn „wir erwarten Jesus Christus als den Retter, 21 der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, sodass er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit“ (Philipper 3,20-21). (Siehe auch 1. Johannes 3,2).

Paulus lebte in der Erwartung, dieses Ziel zu erreichen. Und er bewegte sich mit derselben Hingabe und demselben Eifer darauf zu wie damals, als alles begann. Wenn ein Läufer die Ziellinie überschritten hat, wirft er seine Arme in die Luft und jubelt, weil er gesiegt hat. Und auch im Himmel herrscht Jubel, wenn ein Läufer nach dem anderen ins Ziel kommt.

Es wird der Tag kommen, an dem Jesus dich heimruft. Das wird der Augenblick sein, in dem du die Ziellinie überquerst. Jesus wird da sein und mit Ihm die himmlischen Heerscharen und die Erlösten. Sie sehen, wie du ankommst, und sie jubeln. Sie jubeln aber weniger über dich und deine Leistung, sondern sie jubeln mehr über das Lamm Gottes, das dich dazu brachte, dass du das Ziel erreichen konntest.

Am Ende seines Lebens schrieb Paulus die Worte: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; 8 hinfort liegt für mich bereit die Krone der Gerechtigkeit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird“ (2. Timotheus 4,7-8; L84). Paulus erwartete den Siegespreis und war gewiss, dass er ihn im Himmel bei Gott empfing. Danach streben auch wir – nicht aus eigener Kraft, aber befähigt durch den Heiligen Geist. Ich wünsche dir wirklich von Herzen den Segen Gottes, Seinen Beistand und Seine Kraft für deinen Lauf. Dann werden wir gemeinsam im Himmel feiern! Amen.

 

Autor: Christian Wegert

Quelle: Arche Gemeinde Hamburg

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617. Jerusalem – ist die Hauptstadt Israels ohne wenn und aber

Donnerstag, 21. Dezember 2017 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

die Versuche von allen Seiten Jerusalem den Juden abzusprechen sind einfach absurt. Aber, ist es nicht so oft der Fall, wenn man sich in die Lüge verstrickt hat, dann kommt man nicht mehr heraus und erfindet immer wieder neue Lügen. Wenn man dann auch noch einige Gleichgesinnte findet die sich dadurch auch einen Vorteil erhoffen, dann lügt man auf Teufel komm heraus.

Aber, die Wahrheit wird am Schluss triumphieren. Wie heißt es dazu im Wort Gottes: „Die Wahrheit wird euch freimachen.“ (Johannes 8, 32)

 

 

 

JERUSALEM Zeit LINIE

 

1800 v. Chr. Abraham will auf dem Berg Morija (Jerusalem) Isaak opfern Jahrhundert v. Chr. Jerusalem wird als Urschalim in den Armana Briefen in Ägypten erwähnt

1004 v. Chr. König David erobert Jerusalem

1004–928 v. Chr. Bau des Ersten Tempels im vereinten Königreich Jerusalem

928 v. Chr. Aufteilung des Königreichs, Jerusalem wird Hauptstadt von Juda 701 v. Chr. Assyrer erobern nördliches Königreich von Israel

586 v. Chr. Nebukadnezar von Babylon zerstört Jerusalem und den Ersten Tempel

538 v. Chr. Rückkehr der Juden nach Jerusalem

516 v. Chr. Einweihung des zweiten Tempels

445 v. Chr. Nehemia baut die Mauern Jerusalems

332 v. Chr. Alexander der Große erobert Jerusalem

323 v. Chr. Ptolemäus übernimmt Kontrolle über Judäa

198 v. Chr. Antiochus der Dritte übernimmt die Kontrolle über Jerusalem

167 v. Chr. Beginn des Aufstandes der Makkabäer

63 v. Chr. Pompeius erobert die Stadt

37-4 v. Chr. Regierungszeit von Herodes

6-60 Römische Verwaltung

30 Kreuzigung Jesu

66 Ausbruch Römischer Krieg

70 Zerstörung des Zweiten Tempels

132-135 Bar-Kochba Aufstand. Der römische Kaiser Hadrian benennt die Provinz Judäa in Palästina und

Jerusalem in Aelia Capitolina um.

335 Einweihung der Grabeskirche

614 Perser erobern Jerusalem

629 Byzantinischer Kaiser Herakleios erobert die Stadt zurück

638 Moslems erobern Jerusalem

691 Bau des Felsendoms auf dem jüdischen Tempelplatz

750–877 Herrschaft der Abbasiden

969–1071 Die Fatimiden herrschen über Jerusalem

1071–1098 Die Seldschuk-Türken übernehmen die Herrschaft über die Stadt

1099 Beginn der Herrschaft der Kreuzritter

1149 Wiederaufgebaute Grabeskirche wird eingeweiht

1187 Saladin erobert Jerusalem von den Kreuzrittern nach der Schlacht von Hattin, Juden dürfen in die Stadt zurückkehren

1229 Sechster Kreuzzug zur Wiedereroberung Jerusalems, Moslems erhalten Kontrolle über den Tempelberg, Christen erhalten Zugang zu ihren religiösen Stätten

1260 Beginn der Herrschaft der Mameluken

1267 Rambam erneuert die jüdische Niederlassung in Jerusalem

1474 Rambam-Synagoge wird durch die Moslems zerstört

1517 Ottomanischer Sultan Selim erobert Jerusalem

1535–1541 Wiederaufbau der Stadtmauern mit den 7 Toren und dem Davidsturm 1553 2000 Juden, 2000 Christen und 12.000 Moslems leben in Jerusalem

1831-1840 Ägyptische Herrschaft

1838 Erster Britischer Konsul in Jerusalem

1860 Mishkenot Shaananim, erster jüdischer Stadtteil außerhalb der Stadtmauern

1862 8000 Juden, 3800 Christen und 6000 Moslems leben in Jerusalem

1881 Rückkehr der Juden nach Jerusalem (Erste Einwanderung)

1898 Kaiser Wilhelm II. besucht Jerusalem

1917 Beginn des Britischen Mandats

1920 Arabische Aufstände, Stürmung des jüdischen Viertels, Juden werden ermordet

1929 Arabische Aufstände in Jerusalem, Hebron und Safed. 130 Juden werden ermordet

1936–1939 Arabische Revolten, Jerusalem leidet sehr

1939 Briten begrenzen jüdische Einwanderung und Kauf von Land

1944 97.000 Juden, 29.400 Christen und 30.400 Moslems leben in Jerusalem

1947 Teilungsplan der UN-Resolution 181

1948 Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel

1948–1967 Jerusalem ist erstmals in seiner Geschichte eine geteilte Stadt

1967 Wiedervereinigung Jerusalems im Sechstagekrieg

1978 Israel Heute wird in Jerusalem gegründet

1993 Oslo-Abkommen mit Jerusalem im Mittelpunkt

2017 Benjamin Netanjahu regiert in Jerusalem seit 10 Jahren

 

Quelle – israelheute

 

Noch Fragen? Ich denke es müsste alles klar sein, wenn man klar sieht.

 

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616. Jerusalem – DAVIDS KAUFVERTRAG ist in der Bibel abgedruckt

Donnerstag, 21. Dezember 2017 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

nichts ist klarer und deutlicher dokumentiert als die Geschichte Jerusalem und die seines jüdischen Volkes. Trotzdem versucht die Weltgemeinschaft seit 2000 Jahren das Volk der Juden zu zerstören. Besonders extrem erleben wir dies seit dem 20 Jahrhundert und nach der Neugründung des Staates Israel am 14.05.1948

Aber, und dass sollten alle Völker die Israel und seine Hauptstadt Jerusalem in Frage stellen bedenken. Wer Israel angreift, bekommt es mit dem lebendigen Gott zu tun der Himmel und Erde geschaffen hat und der das Volk Israel als sein Eigentum erwählt hat.

 

Nachzulesen:

1.Mose 12, 3/ 1.Mose 28, 15/ 4.Mose 24,9/ 5.Mose 4, 30-31/ 5.Mose 30, 3/ 5.Mose 30, 4-5

Jesaja 11, 11-2/ 14, 1-2/ 19, 23-25/ 27, 12-13/ 40, 1-3/ 43, 5-6/ 49, 12/ 49, 22/ 51, 11/ 60, 9-11/ 62, 6-7

Jeremia 3, 15-18/ 12, 15/ 16, 14-18/ 23, 3-8/ 24, 6/ 30, 3/ 30, 10/ 31, 7-8/ 31, 10/ 32, 37-44/ 33, 7 usw.

Hesekiel 11, 17+19/ 20, 32-28/ 28, 25-26/ 34, 13/ 36, 22-29/ 37, 21-23/ 39, 25-28

Hosea 2, 2/ 11,10

Joel 4, 7

Amos 9, 14-15

Micha 2, 12-13

Zephanja 3, 20

Sacharja 1, 14-15/ 2, 10-12/ 8, 7-8/ 10, 6+9+10/ 12, 2-10

Psalm 83, 5/ 102, 12-18/ 105, 7-11/ 122, 6/

Sprüche 24, 11-12

Matthäus 5, 17-18/ 24, 31

Johannes 4, 22

König David kaufte den Berghügel Morija für 50 Silberschekel

 

Der Name Jerusalem mag meist mit „Stadt des Friedens“ wiedergegeben werden, es sind aber auch andere Bedeutungen möglich. Jeruschalajim an sich kommt nicht in den fünf Gesetzbüchern vor. 1. Mose 14,18 spricht noch von Salem: „Aber Melchizedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein herbei. Und er war ein Priester Gottes, des Allerhöchsten.“

Erst im Buch Josua (18,27) taucht der uns bekannte Name Jeruschalajim zum ersten Mal auf: „Jebusi, das ist Jerusalem (Jeruschalajim)“. Dies ist die Bibelstelle, in der der Stadtkönig von Jerusalem mit vier anderen Königen im Süden des Landes einen Bund gegen die Kinder Israel schließt. Die nächste Bibelstelle ist Richter 1,21: „Aber die Kinder Benjamin vertrieben die Jebusiter nicht, die zu Jerusalem (Jeruschalajim) wohnten; sondern die Jebusiter wohnten bei den Kindern Benjamin zu Jerusalem bis auf diesen Tag.“ Israelische Historiker und Linguisten sind sich bezüglich der historischen Semantik von Uruschalim, Jeruschalem und Jeruschalajim uneins. Eine progressive Erklärung bezieht Schalem auf das hebräische Wort Schalom (Frieden), also „Stadt des Friedens“. Historisch belegt ist allerdings auch, dass Schalem oder Salem ein kanaanitischer Gott der Jebusiter war. Die Stadt wurde daher vor Davids Einzug als „Stadt von Salem“ bezeichnet.

Erst mit der Eroberung durch König David 1004 v. Chr. wurde die Jebusiterstadt Hauptstadt und religiöses Zentrum des Volkes Israel im Gelobten Land. Dafür brachte König David auch die Bundeslade in die Stadt. König Salomo baute das Haus des Herrn in Jerusalem, auf dem Berg Morija, dort, wo sein Vater David den Platz für den Tempel bestimmte, als er die Tenne von Ornan, dem Jebusiter, kaufte. Ausführlich berichtet 2. Samuel 24, wie David von Arwana (Ornan) die Tenne für 50 Silberschekel kaufte. David baute dann dem Herrn einen Altar und opferte Brandopfer und Dankopfer. 800 Jahre zuvor hatte Gott Abraham mit der Anweisung auf die Probe gestellt, er solle seinen Sohn Isaak auf dem Berg Morija als Brandopfer darbringen. Dass es sich dabei um den späteren Tempelplatz handelt, ergibt sich aus 2. Chronik 3,1. Etwa 930 v. Chr., nach dem Tode König Salomos, zerfiel Israel in zwei Königreiche, Jehuda und Israel. Jerusalem blieb politisches und geistliches Zentrum, nämlich des südlichen Königreichs Jehuda (Juda). Aus diesem Grund suchte das nördliche Königreich Israel nach einer Alternative zum Jerusalemer Tempel. Zwischen den beiden Reichen herrschte mal Frieden, mal Feindschaft, aber beide passten sich der politischen Situation in der Region an. Der fremde Einfluss größerer Nachbarvölker war bedeutend. Er betraf Sprache, Kultur, Architektur, und Handel. Auch kam es durch Mischehen zur Anbetung fremder Gottheiten.

In Jerusalem wirkten zu dieser Zeit etliche Propheten, die unter anderem auch Berater der Könige waren. Sie warnten das Volk vor Gefahren, etwa in Bezug auf Jerusalem und den Tempel. Dann fiel das Königreich Israel 720 v. Chr. in die Hände der Assyrer, 19 Jahre später wurde Jerusalem unter König Hiskia vom assyrischen Herrscher Sanherib belagert. Der Prophet Jesaja beschreibt ausführlich die Rettung Jerusalems (Kapitel 37).

Aus dieser Zeit stammt die früheste Inschrift in hebräischer Sprache, die den Namen Jeruschalajim enthält. Sie wurde in der Nähe von Lachisch gefunden, darin heißt es: „Gott, der Herr des ganzen Landes, … Gott Jerusalems“. Außerhalb der Bibel wird Jerusalem bereits in den Ächtungstexten altägyptischer Tongefäße (2000 bis 1750 v. Chr.) von nubischen Fürsten Ruschalimum genannt. 300 Jahre später findet Uruschalim (Jerusalem) in den Amarna-Briefen (Ägypten) aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. Erwähnung.

589 v. Chr. eroberten die Babylonier Jerusalem und setzten König Zedekia über Jerusalem ein. Aber dieser machte einen taktischen Fehler und verbündete sich mit Ägypten. Er wurde geschlagen, Jerusalem samt Tempel zerstört. Dies geschah im fünften Monat, der Av heißt, des Jahres 586 v. Chr. Die Mehrheit des jüdischen Volkes wurde nach Babylon deportiert. Damit endete die Epoche des Ersten Tempels in Jerusalem.

70 Jahre später wurde der Wiederaufbau des Tempels begonnen, als Jerusalem die Rückkehr der Juden aus Babylon erlebte. „Viele aber von den Priestern und den Leviten und den Häuptern der Väter, den Alten, welche das erste Haus (den ersten Tempel) gesehen hatten, weinten mit lauter Stimme, als vor ihren Augen der Grund zu diesem Hause gelegt wurde.“ (Esra 3,12)

Im Jahr 445 v. Chr. kehrte der babylonische Jude Nehemia (Gottes Tröster) zurück und wurde Statthalter in Jerusalem. Er baute die Stadtmauern wieder auf und führte Reformen anhand der biblischen Vorschriften durch. In den folgenden 400 Jahren regierten in Jerusalem etliche Herrscher aus fremden Völkern, darunter Perser, Hellenisten und Römer.

332 v. Chr. eroberte Alexander der Große Jerusalem und das Land. Nach seinem Tod teilten die Ptolemäer und Seleukiden das Land unter sich auf. Es folgte 140 v. Chr. eine 80 Jahre andauernde, von den Römern geduldete jüdische Unabhängigkeit im Land unter der Herrschaft der Hasmonäer. In den Jahren 37 bis 4 v. Chr. herrschte in Jerusalem König Herodes mit politischer Rückendeckung Roms. Der Aufstand der Hasmonäer gegen die Römer im Jahr 66 endete mit der Zerstörung Jerusalems und des Zweiten Tempels am Ende des Jüdischen Krieges im Jahr 70.

Im Jahr 135 beherrschte Kaiser Hadrian das Land und benannte aus Hass Jerusalem um in „Aelia Capitolina“. Judäa und Samaria nannte er „Palästina“.

Nur 70 Jahre nach der ersten Tempelzerstörung wurde mit dem Bau des Zweiten Tempels begonnen. Auf den Bau des Dritten Tempels wartet das Volk Israel nun schon 1947 Jahre. In der 3000-jährigen Geschichte Jerusalems war die Stadt insgesamt 600 Jahre lang unter jüdischer Herrschaft, darunter 69 Jahre seit der Staatsgründung Israels 1948. Aber über die Geschichte hinweg haben Juden immer in Jerusalem gelebt.

In unseren Tagen leugnen mittlerweile international anerkannte Organisationen wie die UNESCO die jüdische Verbindung zum Tempelplatz.

 

Autor – Aviel Schneider

Quelle – israelheute

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615. Jerusalem – ein Drama ohne Ende

Donnerstag, 21. Dezember 2017 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

dieser nachfolgende Beitrag von Aviel Schneider hat mir sehr gut gefallen, weil er hier die Wahrheit ausspricht, und weil die Wahrheit am Ende den Sieg erringen wird. Wahrheit bedeutet so zu reden und zu handeln wie es Gott und sein Sohn Jesus Christus in seinem Wort verewigt haben.

Jerusalem ist die ewige Hauptstadt des jüdischen Volkes. Gott hat diese Stätte Abraham gegeben und Gottes Zusagen sind Ja und Amen.

Das was die Politik in unserer Zeit unter Wahrheit versteht hat mit Wahrheit nichts gemein, sondern, man sollte es einfach und schlicht Diplomatie nennen. Die Bibel sagt auch Heuchelei dazu.

US – Präsident Donald Trump sieht im Problem die Lösung für einen Frieden. „Die Zeit ist reif, Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Ehemalige Präsidenten haben dies in ihren Wahlkampagnen versprochen, sind aber immer wieder davon abgekommen. Ich mache heute Nägel mit Köpfen. Das hätte schon viel eher geschehen können. Israel ist ein souveräner Staat, der wie alle anderen Staaten das Recht hat, seine Hauptstadt zu bestimmen. Diese Tatsache anzuerkennen, ist eine notwendige Voraussetzung für den Frieden. Die Israelis haben einen Judenstaat erschaffen, in dem Juden, Christen und Moslems frei leben können und Religionsfreiheit genießen. Wir können unsere Probleme nicht lösen, indem wir von den selben falschen Annahmen ausgehen und auf dieselben falschen Strategien der Vergangenheit zurückgreifen. Jede Herausforderung braucht neue Herangehensweisen. Meine heutige Erklärung markiert den Beginn einer neuen Herangehensweise an den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern“, verkündete Trump in seiner klaren und direkten Rede, und wies gleich auch darauf hin, dass Jerusalem nicht nur der Sitz der israelischen Regierung ist, sondern dass seit Jahrzehnten somit auch alle ausländischen Staatsoberhäupter regelmäßig bei ihren politischen Stippvisiten in der Stadt ein und ausgehen. „Heute erkennen wir das Offensichtliche an. Jerusalem ist Israels Hauptstadt. Das ist nicht mehr als eine Anerkennung der Realität.“ Zwischen Wahrheit und Frieden, wählt Trump die biblische Wahrheit Israels, in der Hoffnung, dadurch Frieden zu erringen.

„Wir sind uns sicher, dass Donald Trump für immer und ewig in die Chronik der jüdischen Geschichte eingeschrieben wird“, jubelten 250 israelische Rabbiner, die ihm in einem Brief zuschrieben, er verwirkliche die biblischen Versionen der Propheten. Auch Netanjahu sprach mit vollmundigen Worten von einem historischen Tag, einem Meilenstein in der glorreichen Geschichte der Stadt.

Die Anerkennung Jerusalems ist in der Tat ein gewaltiger Schritt. Ein Drama, wo eigentlich kein Drama sein sollte. Jede andere Nation betrachtet es als selbstverständlich, dass sie sich ihre eigene Hauptstadt auswählen kann, nur in Israel gleicht es einem historischen Spektakel. Warum haben die westlichen Staaten in den 1980er Jahren eigentlich ihre Botschaften von Jerusalem nach Tel Aviv verlegt? Doch nur wegen des Drucks und aus Angst vor den arabischen Ländern im Nahen Osten? Wer entscheidet eigentlich, wem Jerusalem gehört? Alle anderen, nur nicht Israel?

Jedes Mal, wenn Entscheidungen getroffen werden, die den Palästinensern nicht gefallen, drohen diese mit Aufständen. So geschehen in den 1990ern in Bezug auf das umstrittene Orienthaus in Ostjerusalem und bezüglich des Häuserbaus auf dem Homa-Hügel zwischen Jerusalem und Bethlehem. 2001 wurde das Orienthaus geschlossen, auf dem Har Homa leben heute über 20.000 Menschen. Und das Leben geht weiter.

Wieder drohen die Palästinenser, die Anerkennung habe gefährliche Auswirkungen auf den Friedensprozess. Aber ist der nicht sowieso festgefahren? Auch die Sicherheit und die Stabilität in der Region und der Welt sei in Gefahr, heißt es. Doch schon damals, als die Juden nach Israel heimkehrten, waren die Araber damit nicht einverstanden und versuchten alles, um den Judenstaat zu verhindern. Fünf arabische Nationen griffen Israel am Tage nach seiner Gründung an. Doch Israel lebt und feiert im Frühling 2018 sein 70. Jubiläum.

Das Leben ist ein Risiko, erst Recht, wenn es um Jerusalem geht. Für Entscheidungen wie diese gibt es keinen perfekten Zeitpunkt, eventuell nur einen passenderen. Die schiitische Atom- und Terrorgefahr hat sunnitische Großstaaten wie Saudi-Arabien, Ägypten und die Persischen Golfstaaten näher Richtung Israel rücken lassen, natürlich erst einmal nur hinter den Kulissen. Daher nutzt Washington den Moment aus. Riad und Kairo werden Israel kritisieren, aber ich denke nicht, dass sie Israel angreifen werden. Die Palästinenser interessiert in den arabischen Ländern keinen. Und fragen Sie doch mal einen palästinensischen Händler in der Jerusalemer Altstadt, ob sich ein Aufstand bei den gerade steigenden Touristenzahlen wirklich lohnt.

Jeder hat seine Mission. Aus israelischer Sicht ist Jerusalem die legitime und rechtliche Hauptstadt Israels. Dass die Palästinenser mit arabischer Rückendeckung dagegen sind, ist ganz normal. Man kann nicht erwarten, dass sie Trump dafür loben. Das ist ihre Mission. Im Fall von Israel ist immer alles kompliziert und umstritten, die Staatsgründung, die Existenz, der Glaube, die Geschichte, die Bibel, die Gebiete und Jerusalem. Glaubt mir, Jerusalem ist nicht weniger umstritten als zu biblischen Zeiten, daher sollte man sich über Trumps Weihnachtsgeschenk für Israel nicht wundern. Jerusalem ist immer mit Drama verbunden!

 

Autor Aviel Schneider

Quelle Israelheute

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614. Prophetisches Wort für Deutschland

Montag, 18. Dezember 2017 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

als ich dieses Prophetische Wort von Harald Eckert gelesen habe, konnte ich immer wieder nur gedanklich und akustisch zustimmen. Ja, Amen! Mir fiel dazu auch das Wort auch 2.Chronik 7, Vers 14 ein, indem es heißt: „Wenn mein Volk, über dem mein Name ausgerufen ist, sich demütigt, und sie beten und mein Angesicht suchen und umkehren von ihren bösen Wegen, dann werde ich vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen. Dafür bete ich mit vielen Christen in Deutschland, dass die Menschen hier aufwachen und umkehren.

Ich danke Herr Harald Eckert herzlich für die Genehmigung diesen Beitrag hier veröffentlichen zu dürfen.

 

 

Deutschland, Deutschland – höre das Wort des Herrn!

Ich habe Dich aus der Asche und den Trümmern des Zweiten Welt­krieges herausgezogen. Du warst tödlich verwundet, aber ich habe Dich am Leben erhalten. Ich habe Deine klaffenden Wunden versorgt, Dir das Blut abgewaschen und Dir geholfen, wieder auf die Beine zu kommen. Ich habe Dir gottesfürch­tige Leiter gegeben: Die Väter des Grundgesetzes und Männer, wie Konrad Adenauer, Helmut Kohl und Johannes Rau. Du hast Dich, so gut Du konntest, gebeugt unter die Schuld der Verantwortung für den Zweiten Weltkrieg und für den Holocaust und ich habe Dir wieder einen ehrenvollen Platz unter den Völkern eingeräumt. Von mir kam das Wunder der friedlichen Wieder­vereinigung. Ich habe Dir Gnade über Gnade gegeben und Dich ge­liebt wie einen verlorenen Sohn. Ich habe Dir mein Vertrauen geschenkt, auf dass Du Dich mir wieder von Herzen zuwendest, mich fürchtest, meine Gebote ehrst, Versöhnung mit Deinen Nachbarvölkern suchst und mein geliebtes Volk Israel seg­nest.

 

Deutschland, Deutschland – höre das Wort des Herrn!

Du warst auf dem richtigen Weg – aber Du bist dabei, vom Weg ab­zukommen. Die Welt hat gestaunt über Deine Erholung nach dem Zweiten Weltkrieg, über die Aus­söhnung mit Deinen Nachbarn, insbesondere mit Frankreich, über Dein aufrichtiges Bemühen im Um­gang mit dem Holocaust, über das Wunder der friedlichen Wieder­vereinigung und über das weitere Wunder von 50 Jahren fruchtba­rer diplomatischer Beziehungen zu Israel. In den Augen der Welt, in den Augen Israels und auch in meinen Augen bist Du wieder zu Ehre und Würde gelangt. Das war mein Werk der Gnade an Dir  und durch Dich, spricht der Herr.

Doch Du stehst in Gefahr, mei­ne Gnade für billig zu erachten, mein Erbarmen Dir gegenüber zu verschleudern und das Vertrauen, das ich in Dich gesetzt habe, mit Füßen zu treten. Du verachtest meine Gebote, Du speist mir ins Angesicht mit Deiner wachsenden Anmaßung, Arroganz und Selbst­herrlichkeit, Du entfernst Dich von jeder Form der Ehrerbietung und der Ehrfurcht vor mir. Du brüskierst mit Deiner Selbstherrlichkeit immer mehr Deine Nachbarvölker und Du lässt aus selbstsüchtigen Gründen mein Volk Israel im Stich.

 

Deutschland, Deutschland – höre das Wort des Herrn!

Der Grund, auf dem Du Dich bewegst, wird Dir zunehmend schlüpfrig, und die Richtung, die Du einschlägst, führt zunehmend Rich­tung Abgrund. Ich bin dabei, mein Angesicht, dass ich Dir so liebevoll zugewandt habe, von Dir abzuwen­den und Dir meine Gunst zu entzie­hen Deutschland, Deutschland, hal­te inne! Deutschland, Deutschland, komme wieder zur Besinnung! Mö­gen Deine Priester mich um Erbar­men anrufen! Mögen Deine Könige vor meinem Wort erzittern! Mögen Deine Propheten mit klarer Stimme sprechen! Möge die Gemeinde und möge das Volk sich mir wieder zu­wenden!

Erinnert Euch an mein Wort: Ein zerbrochenes und demütiges Herz verachte ich nicht. Zerbrecht Euer Herz und demütigt Euren Geist! Kehrt wieder um zu mir! Kehrt um zu Dankbarkeit, Gottesfurcht und Schlichtheit der Herzen. Kehrt um zu Nächstenliebe, Barmherzigkeit und dass einer den anderen höher achte als sich selbst! Kehrt um zum Mut zur Wahrheit, zu Wahrhaftig­keit und zum Einsatz für Gerechtig­keit und Barmherzigkeit in dieser Welt! Kehrt um zu mir, spricht Euer Gott, der Euch liebt und der Euch zu einem Segen in der Völkerwelt und zu einem Segen für Israel gesetzt hat und weiterhin setzen möchte.

 

Autor: Harald Eckert 7. November 2017

Quelle: israelaktuell.de

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613. Weihnachtsgeschichte 2017 – Licht in finsterer Nacht

Montag, 27. November 2017 | Autor:

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Eigentlich hieß er Paul. Aber alle nannten ihn Paulo, weil er immer von Italien schwärmte. Seine Geschichte ereignete sich in den 1920er-Jahren, als man in den Hotels noch die Koffer der Gäste durch die Lobby schleppte. Paulo war eine stattliche Erscheinung, wenn er mit seinen ein Meter neunzig, einem beachtlichen Körperumfang und seiner Livree vom Ersten Hotel in der Stadt durch die Gassen des Armenviertels ging, wo er mit seiner Familie wohnte. Sein Gehen war kein Gehen, es war ein Schreiten, nein, eher ein „Brustwandeln“. Die Livree war sein ganzer Stolz. Der alte Direktor des Hotels hatte ihm in Anbetracht seiner treuen Dienste als Wagenmeister des Atlantic-Hotels und seiner Beliebtheit bei den Hotelgästen gestattet, die Livree mit nach Hause nehmen zu dürfen. Seine Frau Lilly bürstete sie jeden Tag Neue aus und achtete akkurat darauf, dass alle blinkenden Knöpfe immer tadellos festsaßen. Seine beiden Kinder, Enrico und Lenchen, durften sie nicht anfassen. Das war strenge Regel.

Kleiner Moment mit großen Folgen

Der neue Direktor mochte ihn nicht. Das gab er ihm bei jeder Gelegenheit zu verstehen. Paulos Vollbart hatte sich mit den Jahren weiß gefärbt. Zugegeben, das sah imposant aus. Doch es war das untrügliche Zeichen dafür, dass das Alter bei ihm angeklopft hatte. Als er gestern wieder einmal einen großen Koffer per Schulter in die Hotelhalle getragen hatte, da war ihm schummrig vor den Augen geworden. Er musste sich erst einmal ausruhen und versäumte dabei die eintreffenden Gäste. Der Page hatte ihm ein Glas Wasser gebracht. Danach ging es ihm wieder besser. Doch dem Direktor war das nicht entgangen. Für ihn war er untragbar geworden. Am liebsten hätte er ihn auf der Stelle entlassen. Noch am gleichen Tag war Paulo nicht mehr Wagenmeister des vornehmen Hotels. Den Stolz der ganzen letzten Jahre musste er abgeben. Weil Weihnachten vor der Tür stand und er 30 lange Jahre dem Hotel gedient hatte, sollte er morgen wiederkommen. Man würde schon noch etwas anderes für ihn finden.

In einem Herzen wird es Nacht

Die Nacht war hereingebrochen. Er hatte keinen Blick für die weihnachtlichen Dekorationen. „Nun wird es nichts mit der langersehnten Weihnachtsgans mit italienischem Obst.“ Schlimmer noch. Die Verzweiflung in ihm wollte ihn fast zu Boden drücken. Er hatte sich unbemerkt nach Hause geschlichen. Seine Frau hatte sich schon geängstigt, war dann maßlos erschrocken, als sie ihn sah. Als sie dann nach der Livree fragte, hatte er sie unsanft zur Seite geschoben. Die Kinder hatte er angeranzt. Nun saß er im Wohnzimmer und stierte vor sich hin. „Alles vorbei“ sagte er immer wieder. „Alles vorbei“. Lilly lief verzweifelt hin und her. Die Kinder hatten sich weinend in ihr Zimmer zurückgezogen. So kannten sie ihren Papa gar nicht. Nachdem Lilly sich endlich beruhigt  und er ihr alles erzählt hatte, drängte sie ihren Mann, doch am nächsten Morgen wieder zum Hotel zu gehen. Es würde schon eine Arbeit für ihn da sein. Die Angst vor dem Gerede der Nachbarn verdrängte sie dabei.

Plötzlich war alles anders

Paulo hatte eine schlaflose Nacht. Schwach erinnerte er sich an die Großmutter. „(Bei Gott gibt es) Es gibt immer einen Ausweg“, hatte sie ein ums andere Mal zu ihm gesagt. Früh am Morgen, bevor die Nachbarn aufgestanden waren, hatte er sich schon aus dem Haus geschlichen. Nun stand er vor dem schwersten Gang seines Lebens, wie es ihm schien: die Treppe hinunter in den Keller zu seinem neuen Arbeitsplatz, den Herrentoiletten. Seine Arbeitskleidung würde er dort schon finden, hatte ihm der Personalchef noch mit auf den Weg gegeben. Der weiße Kittel seines Vorgängers hing in einem kleinen Spind, in dem er seine Jacke und die Brotdose verstaute. Paulo hatte sich auf einem Stuhl niedergelassen. Das Herz krampfte sich. Sein Kopf dröhnte. Seit seinen Kindertagen hatte er nicht mehr geweint. Er wollte dieses aufkommende Gefühl mit Macht unterdrücken. Die Gäste von der Adventsfeier nahm er kaum war. Wie automatisch hatte er Seife und Handtücher hingelegt. Als er dann den Kittel angezogen hatte, spürte er etwas Eckiges in einer der Taschen. Er zog es heraus. Es war eine (kleine) alte, zerlesene Bibel. Manches hatte er erwartet, aber nicht das. Er erinnerte sich an den „Toilettenmann“, den er nicht als Kollegen akzeptiert hatte. Das war unter seiner Würde gewesen. Doch es war ihm aufgefallen, dass dieser unscheinbare Mann stets freundlich und hilfsbereit war, wie mit einer inneren Heiterkeit ausgestattet. Nun war er neugierig geworden. Er schlug die Bibel auf und begann darin zu lesen. Er las vor allem die Verse, die rot unterstrichen waren. Es war ihm, als würde ein Fenster zu seinem dunklen Inneren aufgestoßen. Er hatte zunehmend das Gefühl, in einem Brief zu lesen, der an ihn ganz persönlich gerichtet war. Es mochte vielleicht eine Stunde vergangen sein. Gäste, die ihre Hände waschen wollten, hatte er nicht wahrgenommen. Eine tiefe Sehnsucht hatte sein Herz ergriffen. „Ja Gott“, hatte er gestammelt. „Hier bin ich mit all meinem Stolz und meinem Versagen. Ich weiß, du meinst mich. Wenn es wirklich wahr ist, dass Jesus auf diese Erde gekommen ist, damit meine Sünden vergeben werden können und ich zu dir finde, dann gebe ich dir jetzt mein Leben. Jesus, sei du ab heute Herr in meinem Leben.“ Plötzlich war es ihm, als würde er in seinem Innern die Großmutter hören: „Du musst noch Amen sagen.“ Nach einer Gedankenpause sagte er dann tatsächlich „Amen“. Das klang klar und fest. Seine Traurigkeit war verschwunden. Eine innere Freude hatte sein Herz ergriffen, wie er sie nie zuvor in seinem Leben gekannt hatte. Der Raum um ihn schien plötzlich hell und freundlich. Der zu kleine Kittel störte ihn nicht mehr. Als der nächste Gast von der Adventsfeier hereinkam, strahlte er ihn an.

„Mein Herz soll deine Krippe sein“

Was war mit ihm denn bloß geschehen? Er konnte es kaum erwarten, seiner Lilly davon zu erzählen. Als er am Abend nach Hause eilte, störte ihn das Getuschel der Nachbarn überhaupt nicht. Außerdem war das Trinkgeld an diesem Tag so reichlich ausgefallen, dass sie sich wohl doch die ersehnte Weihnachtsgans vom Bauern holen konnten. Lilly war sprachlos, als er freudestrahlend vor ihr stand und ihr wie ein Wasserfall von allem erzählte, was er in der gefundenen Bibel gelesen hatte und was er für sich begriffen hatte. Er hatte Jesus gefunden, tief in seinem Herzen. Die Kinder hatten sich während seiner Erzählung leise ins Wohnzimmer geschlichen und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Enrico durchbrach als erster das stille Staunen auf Seiten der Zuhörer. „Papa, wer dich so von Jesus erzählen hört, der muss einfach an ihn glauben.“ Paulo strahlte. Er ging mit offenen Armen auf seine Kinder zu und umarmte sie. Lange und innig. „Vergebt mir bitte alle drei, wenn ich ungerecht und hart zu euch gewesen bin.“ „Ist schon in Ordnung Papa“, entfuhr es den Kindern wie aus einem Mund. Und Lenchen fügte leise hinzu: „Du hast uns noch nie so umarmt.“ Lilly weinte vor Freude in den Armen ihres Paulo. „Ich kann das alles noch gar nicht fassen.“ Und nach einer langen Pause jubelte sie los: „Jetzt freue ich mich doch auf Weihnachten.“ Und Enrico sagte voller Überzeugung: „Das wird das schönste Weihnachten mit oder ohne Gans. Wir haben einen neuen Papa!“ Plötzlich trat eine ungekannte Stille ein. Jeder von ihnen versuchte in seinem Herzen zu begreifen, was da mit ihnen geschehen war. Nach einer Weile war Lilly die erste, die sich regte. „Ich baue jetzt doch die Krippe auf. Denn wir haben ja einen Gast bekommen.“

Rolf Dieter Haering

Quelle: Marburger Medien

 

Das waren Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

 

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14

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Thema: Weihnachtsgeschichten

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612. R. T. Erdogan, ein sehr rationaler Mann

Mittwoch, 22. November 2017 | Autor:

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Liebe Blog Besucher,

ich muss mich seit vielen Jahren darüber wundern wie blauäugig unsere Politiker mit den Islamisten Erdogan umgehen. Diplomatie schön und gut, aber man sollte doch seinen Verstand bei allen Verhandlungen – wenn es um die Interessen Deutschlands geht – nicht einfach an der Garderobe abgeben. Wenn man Politik Jahr aus, Jahr ein macht, dann darf man doch vorausetzen, dass verantwortlich im Interesse des eigenen Landes gehandelt wird. Mehr will ich dazu nicht sagen.

Lesen Sie selbst diese gute Analyse von Thomas Lachenmaier – Factum Magazin. Ich bedanke mich für die Genehmigung zur Veröffentlichung hier in meinem Blog.

 

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Viele Medien reagieren ratlos auf die verbalen Attacken des türkischen Präsidenten. Sie wundern sich, ergehen sich in psychologischem Rätselraten: Wie kann es denn sein, dass er jetzt so wüste Drohungen, so «verrückte» Sachen sagt? War er nicht immer ganz vernünftig, demokratisch, pro-europäisch? Nun, dieser Mann ist keineswegs Opfer seines überschiessenden Temperaments. Er redet, wie er handelt: vollkommen rational, zielbewusst. Er ist somit das Paradebeispiel eines psychisch gesunden Menschen. Eine gewagte These? Nein.

 

Mit klarer Agenda.

Von Beginn seiner Karriere an verfolgt Erdogan die islamistische Agenda. Nie hat er einen Hehl daraus gemacht. Er ging dafür sogar ins Gefängnis. Wie andere historische Persönlichkeiten, die nicht fürs Blumenpflücken bekannt wurden, wie etwa Stalin, Mao, Hitler, hat er kein Geheimnis aus seinen Überzeugungen gemacht. Das folgende Zitat aus einer seiner Reden führte zur Verurteilung: «Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.» Dankenswert deutlich nennt er, am 31. Juli 2016, Strategie und Ziel: «Wir haben nur ein einziges Anliegen: Islam, Islam, Islam!»

 

Den Westen am Wickel.

Erdogans impulsive Tiraden, etwa gegen Peres in Davos, gegen Merkel, sind kühl inszenierte Mittel zum jeweiligen Zweck. Dass der Westen ihn nicht erkennt als den, der er ist, hat nichts mit ihm zu tun. Sondern mit dem Westen. Mit Wunschdenken. Medien und Politik waren unisono der Meinung, er werde die Türkei zu einer Brücke der Demokratie in die islamische Welt hinein machen. Hat er das je versprochen?

Nein: «Wir müssen die europäische Kultur mit der türkischen impfen.» Der Westen hielt ihn für käuflich, weil er selbst käuflich ist: Allein von 2007 bis 2013 überwies die EU 4,8 Milliarden Euro. Henryk Broder belegte mit EU-Dokumenten, wofür Erdogan dieses Geld erhielt: «zur Förderung von Demokratie, Zivilgesellschaft und Rechtsstaatlichkeit».

Mit dem EU-Geld verwandelte er den noch immer säkular aufgestellten Staat seit 2003 in einen islamischen Staat, finanzierte seine Medienmacht, räumte weg, was im Weg war: die Presse, das Militär, die Justiz, die Polizei. Es gab Rückschläge, aber seit dem vergangenen Jahr hat er es geschafft: Es gibt keine freie Presse, Justiz, unabhängige Staatsanwaltschaft mehr. Die säkulare Armee ist islamisiert. Und: Mit dem Flüchtlingsabkommen hat er den Westen am Wickel – und weitere Milliarden.

 

Von kühner Entschlossenheit.

Die Waffen, die Deutschland ihm seit Jahr und Tag gern verkauft, braucht er für den Krieg gegen die Kurden. Für die zivilen Auslandseinsätze ist das Religionsministerium zuständig: Auslandsmissionierung, Moschee-Bau im Ausland («unsere Kasernen»), Prediger. Mit den Moscheen (teils EU-mitfinanziert) werden die Auslandstürken islamisch diszipliniert und dienstverpflichtet («die Minarette unsere Bajonette»). Wenn irgendwo ein Musikstück über den Armenier-Genozid aufgeführt wird, klagt Ankara bei der EU gegen die Projektförderung. Ein Kabarettist nachts im TV: Die Reaktion kommt. Ein Journalist in der Provinz schreibt Despektierliches: Der Protest kommt. Erdogan weiss Bescheid. Nur ein dichtes Netz leistet das. Ankara listet offenbar längst missliebige Personen, Medien, Institutionen. Wozu? Erdogan weiss es. Kühn und entschlossen setzt er um, was Davutoglu, Islamist mit Nickelbrille (ehemaliger Aussenminister, Ministerpräsident) taktisch und strategisch in seinem Buch «Strategische Tiefe» formulierte: Das Kalifat Türkei als Etappe: «Unser Spielfeld ist die Welt.» Diesem Davutoglu versicherte A. Merkel persönlich: «Der Islam gehört zu Deutschland – und das ist so, dieser Meinung bin ich auch.» Blauäugigkeit ist die neue Alternativlosigkeit.

 

Wegweisung.

Derweil weisen Erdogan und seine Mannen – seit Jahren – in deutschen Stadien den «Gläubigen » («unsere Soldaten») den Weg: «Assimilierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.» Wieder rätselten die Medien: «Ein Verbrechen? Warum?» Jeder Muslim versteht. Erdogan nennt eine Säule des Islam: Es ist verboten, sich mit den «Kufar», den Ungläubigen, einszumachen. Der Islam verbietet ausdrücklich, Freundschaften mit Christen und Juden zu schliessen. Erdogan nennt seinen Kompass ganz offen: «Allah sei Dank sind wir Anhänger der Scharia!» und hebt die Arme zum islamischen Hitlergruss: die Daumen zur Handinnenfläche, das Zeichen der Muslimbrüder. Und der Westen? Leistet Erdogan Wahlhilfe durch Staatsbesuche und das Verbot von Öcalan-Porträts. Alternativlos voran: Angela Merkel. Derweil gibt Erdogan den Seinen, in Worten an den Westen, Wegweisung: «Wenn Sie sich weiterhin so verhalten, dann wird morgen weltweit kein Europäer, kein Bürger des Westens in Sicherheit und Frieden die Strassen betreten können.»

 

Quelle: Factum – Magazin

Autor: Thomas Lachenmaier

Thema: Deutschland wach auf! | 2 Kommentare

611. Israelkritik ein Parteiprogramm

Dienstag, 31. Oktober 2017 | Autor:

Lieber Blogbesucher,

seit vielen Jahren beobachte ich mit großer Aufmerksamkeit wie die deutsche Politik und die restliche Welt mit dem Thema Israel umgeht. Ergebnis: Kein anderes Volk und Land wird dermaßen ungerecht behandelt wie Israel. Schaut man in die Geschichte, stellt man sehr schnell fest, immer wenn man in dieser Welt einen Sündenbock brauchte, hat man sich Israel ausgesucht. Warum?

Es gibt eine biblische Erklärung – die Welt ist in Feindschaft gegen Gott. Da sich Gott aber gerade dieses Volk als sein Eigentum erwählt hat, muss man sich nicht wundern, dass es so aussieht wie es aussieht.

 

Noch eine Tatsache die man hier einmal zum Nachdenken erwähnen sollte.

Friedrich der Große(18. Jahrhundert) hatte einen frommen Leibarzt. Diesen forderte er einmal damit heraus, daß er ihn aufforderte, er möge ihn in einen kurzen Satz beweisen dass es Gott gibt.

Der Leibarzt sagte zu Friedrich den Großen: Majestät, die Juden.

Anscheinend konnte man auch damals schon mit dieser Aussage etwas anfangen, denn Friedrich der Große fragte nicht mehr nach, sondern schwieg still.

 

Vielen Dank an bei Brd. Jochen Mall H -F -I für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieses Beitrages.

 

Israelkritk ein Parteiprogramm

Israel kann sich vor der Flut falscher, giftiger und gehässiger Anwürfe kaum mehr retten. Dabei geht es nicht um die sogenannten „fake-news“ aus sozialen Medien, sondern um gezielte Diffamie­rung im Namen der Diplomatie:

Die ungeheuerliche „Demokratie“ des Herrn Gabriel (von Ulrich.W. Sahm)

Ulrich Sahm (13.07.17) H-F-I

 

Deutschlands SPD-Außenminister Sigmar Ga­briel, bekanntlich auch Vizekanzler in der größ­ten europäischen Demokratie, erklärte gegenü­ber dem Hamburger Abendblatt: „Die aktuelle Regierung sei nicht Israel, auch wenn sie das gern so darstelle.“

Man muss die israelische Regierung oder gar ihren Premierminister weder mögen noch der Politik zustimmen. Zu behaupten, sie sei nicht Israel, ist ein grundsätzlicher Verstoß gegen die Regeln der Demokratie. Benjamin Netanjahu ist nun mal demokratisch gewählt und hat gemäß­ allen Regeln der Kunst eine Mehrheitskoalition auf die Beine gestellt.

 

Gabriael Bundesaußenminister HFI

Würde Gabriel auch behaupten, dass Frau Merkel nicht für Deutschland spricht und Herr Trump nicht für die USA?

Und wenn Gabriel schon so Israels Regierung delegitimiert, warum schweigt er zu seinem „Freund“ Mahmoud Abbas, der seit 2006 nicht wiedergewählt worden ist und mit der Auflö­sung des Parlaments die Demokratie in der Autonomiebehörde abgeschafft hat?

Über die demokratische Legitimation der Ha­mas im Gazastreifen müssen hier wohl keine Worte verloren werden. Gleichwohl hatte aus­gerechnet Gabriel bei einem seiner Besuche in Nahost von Israel gefordert, diese palästinen­sische Partei anzuerkennen. Wo in der Welt anerkennen Staaten politische Parteien ande­rer Länder und über was sollten sie mit ihnen verhandeln? Die Frage, ob Israel nun auch die NPD oder die AFD anerkennen sollte, beant­wortete er mit einem lauten Lachen und brach dann das Gespräch abrupt ab.

 

Die „National- Religiösen“ – wo sind sie?

 

In deutschsprachigen Medien wird die israe­lische Regierung gerne als „national-religiös“ bezeichnet. Die Likudpartei Netanjahus ist viel­leicht „national“, aber gewiss nicht religiös. Die Partei des Finanzministers Kachlon passt we­der in die eine, noch in die andere Schublade. Die „Frommen“ in der Koalition bedienen nicht das Klischee „Siedlungspolitik“. Sie kümmern sich um die Einhaltung der Sabbatgesetze, also rein innenpolitische Angelegenheiten, die in den Medien im Ausland kaum oder keinen Wider­hall erfahren.

Und wenn schon die jetzige israelische Regie­rung plump und verfälschend als „national-religiös“ definiert wird, kommt man beim Gedanken an Deutschland schnell auf fiese Parallelen. Kanzlerin Angela Merkel ist doch Parteivorsitzende der CDU. Wegen des „hohen C“ im Namen dieser rechtskonservativen Par­tei müsste sie eigentlich als „national-religiös“ bezeichnet werden. Und wie müsste nun die Große Koalition der „nationalen“ CDU mit der „sozialistischen“ SPD bezeichnet werden? Der Anstand verbietet es, in Deutschland die Be­zeichnung „National“ und „Sozialistisch“ zu einem Wort zusammen zu ziehen.

 

„Israelkritik“ ein Parteiprogramm?

 

Die SPD – nahe Friedrich-Ebert-Stiftung hat in einer neuen Studie herausgefunden, dass der „moderne Antisemitismus“ in Deutschland seit 2014 von 28% auf 40% im Jahr 2016 angestie­gen ist. Die entscheidende Aussage lautete: “Aufgrund der Politik Israels, kann ich verste­hen, dass die Leute etwas gegen die Juden haben.”

So wird die Studie in der Jerusalem Post zitiert.

Bemerkenswert ist, dass es keinen ähnlichen Begriff für Kritik an anderen Ländern gibt, in denen Menschenrechtsverbrechen und Verstö­ße gegen das Völkerrecht drastischer sind als vermeintlich in Israel: Syrien, Irak, Jemen und anderswo. Allein anhand dieser Studie kann man sehen, dass Außenminister Gabriel mit seinem Eklat in Israel innenpolitisch, im Vor­feld der Neuwahlen im September, nur positiv punkten konnte. Es ist anzunehmen, dass er diese Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert- Stiftung kannte und als profilierter Politiker auch wusste, daraus Kapital zu schlagen.

Eine Woche später kam der Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier. Ebenfalls SPD-Ge­nosse wie Gabriel, doch in anderer Rolle, um in Israel nun wieder die „Wogen zu glätten“.

 

Steinmeier_by_mike kess_pixelio.de

 

…könnte man damit in Deutschland Wahlen gewinnen

 

Erneut wurde berichtet, als hätten die Medien nichts verstanden. Wieder wurde behauptet, dass Netanjahu den „Eklat“ mit Gabriel pro­voziert habe, weil er keine Treffen mit „re­gierungskritischen Organisationen“ dulde. Steinmeier reagierte darauf – ohne Netanjahu beim Namen zu nennen – in seiner Rede in der Hebräischen Universität mit „klaren Worten“: „Sprechverbote helfen nicht beim Verstehen, und sie schaffen kein Verständnis“, sagte Stein­meier. Und weiter: „Wer seine Stimme erhebt, wer Kritik übt, der ist kein ‚Volksverräter‘, son­dern eigentlich ein Volksbewahrer.“

Ohne „Breaking the Silence“ und „B’Tselem“zu nennen, lobte der Bundespräsident deren zi­vilgesellschaft-liches Engagement in Israel. Sie verdienten „unseren Respekt als Demokraten auch dann, wenn sie einer Regierung kritisch gegenüber stehen“. Wer hingegen die Pluralität von Gesellschaft ablehne, „stellt sich selbst ins Abseits“. Soweit der Spiegel.

 

Ein Schlag ins Gesicht für jeden Israeli

 

Netanjahu hat sich allein gegen die Organisa­tion „Schweigen Brechen“ gewandt und das ausdrücklich nicht wegen „Regierungskritik“ oder wegen „Siedlungspolitik“, sondern al­lein wegen deren fraglichen Methoden und unnachweisbaren Behauptungen, israelische Soldaten pauschal als Kriegsverbrecher darzu­stellen. Das konnte, durfte und wollte Netanja­hu als gewählter Premier nicht unmittelbar vor dem Jom haZikaron hinnehmen. Dieser Feier­tag ehrt alle Soldaten der israelischen Armee, welche in Kriegen oder bei Terroranschlägen gefallen sind. Am Jom haZikaron wird auch der Zivilisten gedacht, die Opfer des palästi­nensischen Terrorismus geworden sind. Der Tag beginnt am Vorabend um 20 Uhr (nach dem jüdischen Kalender beginnen die Tage mit dem Sonnenuntergang) mit dem einminütigen Signalton einer Sirene. In dieser nationalen Schweigeminute hält das gesamte Land den Atem an, die Israelis gedenken der Opfer und zeigen ihren Respekt. Und man kennt die Namen wirklich. Jeder tote Soldat, jeder ermordete Zivilist wird nach den Anschlägen namentlich erwähnt und vom ganzen Land be­trauert. Unvorstellbar, dass man in Israel mit Terroropfern so anonym umgehen würde, wie in Berlin nach dem Anschlag am Breitscheid­platz.

 

Der Gedenktag geht in den Unabhängigkeits­tag nahtlos über. Hier erinnern sich die Men­schen daran, welcher Preis für die Unabhän­gigkeit bezahlt werden musste und was durch das Opfer der Soldaten erreicht wurde. Die meisten Israelis haben in der Armee gedient. Es gibt wohl keinen Israeli, der nicht minde­stens einen Gefallenen persönlich kannte. Eine Diffamierung der IDF ausgerechnet beim Besuch deutscher Volksvertreter konnte nicht übler platziert werden, als im Umfeld dieses nationalen Trauertages.

Und wenn Steinmeier nun behauptete, Kritiker seien keine „Volksverräter“, so gibt es erstaun­licherweise sogar in Deutschland Vorgänge, die durchaus als Verrat gesehen werden. Warum sonst gibt es so viel Aufregung um den mutmaßlich rechtsextremen und terrorverdäch­tigen Bundeswehrsoldaten Franco A.?

 

Am deutschen Wesen kann kein Israeli genesen

 

Es gibt kaum eine Familie in Israel, die keinen Soldaten stellt. Eine Kriminalisierung ihrer Soldaten, die täglich ihren Kopf hinhalten müs­sen, um das Land gegen militärische Angriffe, Raketenbeschuss oder Messerstecher-Terror zu verteidigen, ist weder für rechte, noch für linke israelische Demokraten hinnehmbar. Eine Diffamierung ihrer Söhne und Töchter, Väter und Großväter, Kinder und Enkel als „Kritik“ zu bezeichnen und zu erwarten, dass das auch noch goutiert wird, ist ignorant, überheblich und instinktlos.

 

Dank an Ulrich W. Sahm von dem wir mehrfach Artikel veröffentlicht haben. Wir fühlen uns freundschaftlich verbun­den.

 

Ulrich Sahm ist Sohn eines deutschen Diplomaten, belegte nach erfolgtem Hoch­schulabschluss in ev. Theologie, Judaistik und Linguistik in Deutschland noch ein Studium der Hebräischen Literatur an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Seit 1975 ist Ulrich Sahm Nahost-Korrespondent für verschiedene deutschsprachige Medien und berichtet direkt aus Jerusalem. (Bild im Goldrahmen, Holo­caustüberlebender Lustiger, ILI-Vorsitzender Stawski und Ulrich Sahm)

Steinmeier (13.07.17)H-F-I

Deutsche Peinlichkeiten gab und gibt es leider am laufenden Meter. In diese Kategorie gehört ohne Frage unser Bun­despräsident Steinmeier. Er legte einen Kranz am Grab des früheren Terroristen Arafat nieder! Nach Angaben der örtlichen deutschen Vertretung ist es das erste Mal, dass ein deutscher Bundespräsident den Erfinder des internationalen Terrorismus und späteren PLO-Chef auf diese Weise ehrt. Bemerkenswert für mich ist, dass Wikipedia die gesamten von ihm initiierten und ver­übten Terrorakte aus dessen Vita gestrichen hat. (Persönlich bin ich „Abu Ammar“ einmal begegnet. Das war im Zusammenhang mit der Verleihung des deutschen Medienpreises 1995 und ist eine Geschichte für sich. TJM)

 

Kommentar eines Lesers: Beim Betrachten des Fotos von Herrn Steinmeier mit den bunten Blumen vor dem Grab des Friedensnobelpreis­träger in Ramallah, schweifen die Gedanken zu einem anderen vergangenen Foto: eine schwarz-weiß Ablichtung eines vermummten Palästinensers auf einem Balkon in München …Lieber Herr Bundespräsident, haben Sie MÜNCHEN 1972 etwa schon vergessen?

 

Haben Sie vergessen, wie 11 israelische Sportler umgebracht wurden? Erinnern Sie sich nicht daran, dass auch ein deutscher Poli­zist bei dem Befreiungs­versuch ums Leben kam? Ist Ihnen nicht bekannt, dass unserem Gewichtheber Josef Romano, während der Geiselnahme vor den Augen seiner gefessel­ten Teamkollegen die Genitalien abgetrennt und er missbraucht wurde?

 

Und einer Leserin: Trumps Orga-Team sorgt dafür, dass der US-Präsident NICHT mal am Grab des Erzvaters des Terrorismus VORBEI­GEHT, weil das ein schlechtes Bild gibt (zu falschen Schlüssen führen kann und der PA Propaganda-Fotos bietet). Und das Großhirn im Amt des Bundespräsidenten macht es so: Geht gezielt dort hin und legt einen Kranz nieder. Das zeigt die ganze verquere Falschheit und Ver­blendung der deutschen Politik, zumindest des linken Spektrums, aber die „C“-Parteien sind wohl auch nicht besser!

 

Dr. Hans Penner schreibt an Profes­sor Bedford-Strohm, Ratsvorsitzenden der EKD: In einer Schrift von Martin Luther ist zu lesen:„Hilf, dass wir dem Lug und Trug, den Versprechungen und der Falschheit der Welt und all ihrem Guten und Bösen absagen und darauf verzichten – wie wir es damals im Taufbekenntnis gesagt ha­ben – und darin feststehen und täglich mehr und mehr zunehmen.“ (Beintker, Horst; Martin Luther, Die reformatorischen Grundschriften, Band 4, Die Freiheit des Christen, Seite 78; Mün­chen 1983).

 

„Welt“ ist durch „Kir­che“ zu ergänzen. Hiermit ist sehr deut­lich gesagt, dass das freiwillige Bekenntnis des Täuflings ein we­sentlicher Bestandteil der christlichen Taufe ist. Der Verzicht der Evangelischen Kirche auf ein echtes Tauf­bekenntnis ist der Grund dafür, dass man Bischof werden kann ohne Christ zu sein. Sie führen das stän­dig vor, insbesondere durch Ihre Bemühungen, Deutschland dem antichristlichen Islam zu unterwerfen.

Deutsche Bischöfe ohne Kreuz am Tempelberg

 

  • Kaum zu glauben, aber wahr: Kardinal Marx und vorgenannter EKD-Fürst entle­digten sich kürzlich ihrer Kreuze. Die höch­sten deutschen Vertreter des katholischen und evangelischen Christentums verzichte­ten auf DAS SYMBOL schlechthin, aus – wie es später – hieß „Respekt“ vor dem Wunsch ihrer muslimischen Gastgeber auf dem Jeru­salemer Tempelberg! Den Tempelberg haben in den vergangenen Jahren viele christliche Geistliche besucht. Dabei war das Tragen des Kreuzes nie ein Thema gewesen TJM

Als Christ hätten Sie die Pflicht, dage­gen zu protestieren, dass der Antisemit Dr. Steinmeier einen mehrfachen Juden­mörder geehrt hat, der die Vernichtung des Staates Israel anstrebte.

 

Die Evangelische Kirche in Deutschland hat eine „Reformationsbotschafterin“ berufen, die keine Christin ist, das Apostolische Glaubens­bekenntnis für falsch erklärt hat und die Bibel als eine Sammlung von Legenden betrachtet. Die protestantische Theologie ist auch nicht wissenschaftlich, weil sie Hypothesen verabsolutiert. Würde die Evangelische Kirche ein echtes Taufbekenntnis für die Mitglied­schaft verlangen, wäre sie auch finanziell ban­krott, so ist sie es nur geistlich: „Eine Kirche, die nichts über das Zukünftig-Ewige zu sagen hat, hat überhaupt nichts zu sagen, sie ist ban­krott“ sagte schon vor Jahren Emil Brunner. Die Botschaft der Evangelischen Kirche ist zusam­mengeschrumpft auf den Satz:

 

„Seid nett zueinander und schont die Umwelt“.

Die Theologen äußern sich nicht zur geistlichen Verfassung der Kirche. Die Pfarrer haben Angst vor ihrem Arbeitgeber und die Bischöfe haben Angst vor der Öffentlichen Meinung.

 

Diener der satanischen NeuenWelt­Ordnung – auf dem Kirchentag – unter sich.

 

Die Junge Freiheit titelte in ihrem Rück­blick auf den Kirchentag: „Kirche ohne Mission“ und schreibt über Ostern, das höchste Fest des Christentums: Nur an Weihnachten finden mehr Gläubige ihren Weg in die Kirchen. Sie kommen in die Gebäude einer Institution, die schwer er­schüttert ist. Besonders betroffen ist die Evan­gelische Kirche in Deutschland (EKD). Beispiel Berlin-Brandenburg: Innerhalb von zehn Jahren sanken die Kirchensteuereinnahmen infolge von massenhaften Austritten um 40 Prozent. Bundesweit, so Pressemeldungen, würde fast (FS auf S.12)

 

(FS von S.9) die Hälfte der 20.000 Kirchen künftig aufgrund der fallenden Mitgliederzahlen nicht mehr benötigt. Die katholische Kirche will allein in Berlin die Zahl ihrer Gemeinden durch Zusammenlegungen von 207 auf 110 halbieren.

Nun sollte man erwarten, die Kirche reagiere auf ihren drohenden Konkurs wie ein ins Tru­deln geratenes Unternehmen dadurch, dass die Marketingstrategie überdacht würde. Doch weit gefehlt: Vor allem die evangelische Kir­che setzt auf Untergang – volle Kraft voraus. Wäre der Kapitän der „Titanic“ von der EKD gestellt worden, er hätte das Schiff auch ohne Eisberg versenkt. Zu diesem Eindruck muss man kommen, wenn man sich das Pro­gramm des diesjährigen Evangelischen Kir­chentages ansieht, der vom 25. bis 29. Mai in Hannover stattfand. Für helle Empörung sorgte bereits im Vorfeld der geplante Auftritt des TV-Moderators Michel Friedman. Erst nach einer überraschenden Welle von Protesten ein­facher Kirchenmitglieder, aber auch von Frau­enrechtsgruppen sagte Friedman wieder ab.

Anhaltenden Unmut rief der Auftritt des „TV-Pfarrers“ Jürgen Fliege hervor, in dem er die Forderung nach einer „Kuschel-Kirche“ und der Abnahme des Kreuzes in den Kirchen aufge­stellt hat, weil es „grausam und bedrückend“ wirke. Den Vogel schoss er ab, als er erklärte, es gebe keinen „wahren einzigen Gott und kei­nen einzig wahren Glauben“.

Das Programm des Kirchentages wimmelte von Veranstaltungen pro Homosexualität, es wurde sogar ein „Segnungsgottesdienst für gleichge­schlechtliche Paare“ der Lübecker Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter durchgeführt, man wurde überschwemmt von religiösen Angeboten aller Richtungen, ob moslemisch, buddhistisch, esoterisch. Das Wort „Christenverfolgung“ suchte man im 608 Seiten umfassenden Programm jedoch vergebens. Der Begriff „Lebensrecht“ tauchte dreimal auf, Abtrei­bung einmal. Indessen lud der Kirchentag zum Freitagsgebet in die Jama’at-un-Nur Is­lamische Gemeinde Hannover ein und diskutierte unter dem Motto „Mis­sion impossible?“ nicht etwa die christliche Mission, sondern gab Na­deem A. Elyas, dem umstrittenen Vor­sitzenden des Zen­tralrats der Musli­me in Deutschland, ein Podium.

Die Teilnahme auf dem Kirchentag verweigert wurde, wie konservativ-evangelikale Kreise kritisieren, dem messianisch-jü­dischen Verein Beit Sar Shalom, dem in Deutschland 15 Gemeinden von Ju­den angehören, die sich zu Jesus als Messias bekennen. Die Kirchentags- Leitung lehnte den Antrag mit der Begründung ab, die christliche Mission von Juden sei mit den Zielen der Ver­anstaltung nicht vereinbar.

Die Herbeifüh­rung der religi­ösen Beliebigkeit unter Christen offensichtlich schon!

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