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23. Verführung und Irrwege im 21.Jahrhundert

Dienstag, 27. Oktober 2009 | Autor:

Wahrheit-Lüge_by_Gerd-Altmann_pixelio.de

Infos über die Konferenz „Miteinander für Europa“
sowie Details von kath. Lehren und Praktiken auch bzgl. des Marienkultes

Im Flyer „Miteinander christlicher Bewegungen und Gemeinschaften“ wird die Vorgeschichte der Konferenz, die am 10./11.Mai 2007 stattfinden wird, erklärt.
Über ein Treffen von Leitern des CVJM und der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung mit Chiara Lubich und Andrea Riccardi im Jahr 1999 liest man:

Man erkannte, dass alle anwesenden Bewegungen und Gemeinschaften den gleichen Ursprung haben. Alle sind Werk des Heiligen Geistes. ***

 

Aus dem Text des Flyers geht hervor, welche tragende Rolle Chiara Lubich, die Gründerin und Leiterin der Fokolar-Bewegung bei dem Ganzen hat.

Zitate aus dem Flyer:

1998
Da die katholische Kirche ein Miteinander der Bewegungen wünschte, versprach Chiara Lubich dem Papst öffentlich, dass sich die Fokolar Bewegung mit ihrem Charisma der Einheit dafür einsetzen werde.

2001
Auf Anregung von Chiara Lubich, die Helmut Nicklas und P. Marmann aufgriffen, schlossen die Verantwortlichen ein Bündnis der gegenseitigen Liebe. Es wurde zur Grundlage von allem, was sich später im Miteinander entwickelt hat.
Beim grossen Pfingsttreffen beim Papst 2006 wird Frau Lubich als „Hauptarchitektin“ der Einheitsbewegung gelobt.
Auf der Website der Fokolar-Bewegung findet man unter dem Stichwort „Spiritualität“ die Grundpfeiler der Bewegung. Der erste Grundpfeiler lautet:

Gott ist die Liebe und der Vater aller Menschen.
Ihr Anliegen ist es, zur Einheit unter Menschen, Völkern, Angehörigen der verschiedenen Konfessionen und Religionen beizutragen. Der Weg dazu führt über den Dialog. Chiara Lubich und die Angehörigen der Fokolar-Bewegung engagieren sich daher vor allem im ökumenischen und interreligiösen Gespräch, aber auch auf politischer, wirtschaftlicher und sozialer Ebene. Der vielfältigen Spannung unserer Zeit voll bewusst, lädt Chiara Lubich alle Menschen ein, Zeit, Mittel und auch ihr Leben für die Verwirklichung einer geeinten Welt einzusetzen.
Frau Lubich wird von Vertretern aller großen Religionen geschätzt. Auf der Website der Fokolar-Bewegung wird berichtet, wie kürzlich Genesungsgrüße aus der ganzen Welt von hochrangigen religiösen Führern bei ihr eingingen.
Von Seiten der Buddhisten erbat der Präsident der japanischen Bewegung Rissho Kosei-kai „den Segen Gottes und Buddhas“ und fügte hinzu: „damit deine Führung und Leitung weiterhin Hoffnungsstrahl für Millionen von Menschen in der Welt sein kann“.

Auf der österreichischen Website der Fokolar-Bewegung findet sich folgende Beschreibung von Frau Lubich:
Zentrales Element der Schönstatt-Bewegung ist die Weihe an Maria, einer völligen Übereignung an Maria. Dazu ruft die Schönstatt-Bewegung auf mit diesem Liebesbündnis-Gebet:

Zum Leitungskommitee der Konferenz gehören ausser Chiara Lubich (Fokolare-Bewegung): Friedrich Aschoff (Geistliche Gemeinde-Erneuerung der evangelischen Kirche), Ulrich Parzany (Pro Christ), Helmut Nicklas (CVJM München) und Pater Michael Marmann (Schönstatt-Bewegung).

O meine Gebieterin, o meine Mutter. Dir bringe ich mich ganz dar; und um dir meine Hingabe zu bezeigen, weihe ich dir heute meine Augen, meine Ohren, meinen Mund, mein Herz, mich selber ganz und gar. Weil ich also dir gehöre, o gute Mutter, so bewahre mich, beschütze mich als dein Gut und dein Eigentum. Amen.

Zitat aus einem Artikel von Kath.Net mit dem Titel „Weihe Dein Leben Maria!“:
Wie der heilige Ludwig Maria Grignon de Montfort in seinem „Geheimnis Mariä“ erklärt, besteht der Weg dieser besonderen Form der Marienfrömmigkeit darin, sich „Maria zu weihen, um durch sie Jesus ganz anzugehören“. Papst Johannes Paul II. hat diesen Weg der Welt verkündet, indem er seinen bischöflichen Wahlspruch „Totus tuus“ („Ganz Dein, Maria“) und das „M“ für Maria in seinem Wappen auch als Papst übernommen hat.
Nähere Erklärung zur Weihe an Maria findet sich z.B. bei www.adorare.de, wo auch wieder Bezug genommen wird auf das Buch von Grignion.
Bei Kathpedia, der freien katholischen Enzyklopädie erfährt man unter dem Stichwort „Weihe an Maria“, dies sei die Ganzhingabe an Gott:
Alles, was der Gläubige Maria anvertraut, wird durch ihre Vermittlung ihrem Sohn Jesus Christus geschenkt. Auf diese Weise wird die Weihe an Maria zum Vollzug der Ganzhingabe an Gott.

Früher hatte ich immer gedacht, dass die Anbetung von Maria von einigen superkatholischen Gläubigen praktiziert wird, was zwar von der offiziellen katholischen Kirche geduldet, aber nicht direkt unterstützt wird. Heute weiss ich es besser, weil ich mir die Fakten angesehen habe. In einem Hirtenbrief fordert Kardinal Meisner seine Gläubigen auf, „Maria in ihr Haus aufzunehmen“.
Auch Papst Johannes Paul II und der jetzige Papst Benedikt XVI bekennen sich ganz offen zu ihrer Marienfrömigkeit. Johannes Paul II. bezieht sich auf „Das Goldene Buch“ von Ludwig-Maria Grignion von Montfort , das Anleitung gibt für ein Leben mit Maria und auch das Weihegebet an Maria enthält.

 

Die heute gültige katholische Lehre findet sich im Katholischen Katechismus, einem Werk von Papst Johannes Paul II. Im Vorwort des Werkes heißt es: (die Hervorhebungen sind von mir)
Der ,,Katechismus der katholischen Kirche“, den ich am 25. Juni 1992 approbiert habe und dessen Veröffentlichung ich kraft meines apostolischen Amtes heute anordne, ist eine Darlegung des Glaubens der Kirche und der katholischen Lehre, wie sie von der Heiligen Schrift, der apostolischen Überlieferung und vom Lehramt der Kirche bezeugt oder erleuchtet wird. Ich erkenne ihn als gültiges und legitimes Werkzeug im Dienst der kirchlichen Gemeinschaft an, ferner als sichere Norm für die Lehre des Glaubens.
88 Das Lehramt der Kirche setzt die von Christus erhaltene Autorität voll ein, wenn es Dogmen definiert, das heißt wenn es in einer das christliche Volk zu einer unwiderruflichen Glaubenszustimmung verpflichtenden Form Wahrheiten vorlegt, die in der göttlichen Offenbarung enthalten sind oder die mit solchen Wahrheiten in einem notwendigen Zusammenhang stehen.
Der Absolutheitsanspruch der Katholischen Kirche:
100 Die Aufgabe, das Wort Gottes verbindlich auszulegen, wurde einzig dem Lehramt der Kirche, dem Papst und den in Gemeinschaft mit ihm stehenden Bischöfen anvertraut.

Weiter liest man:
II Die Beziehung zwischen der Überlieferung und der Heiligen Schrift
Eine gemeinsame Quelle….
80 ,,Die Heilige Überlieferung und die Heilige Schrift sind eng miteinander verbunden und haben aneinander Anteil. Demselben göttlichen Quell entspringend, fließen beide gewissermaßen in eins zusammen und streben demselben Ziel zu“ (DV 9). Beide machen in der Kirche das Mysterium Christi gegenwärtig und fruchtbar, der versprochen hat, bei den Seinen zu bleiben ,,alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20).
82 ,,So ergibt sich, daß die Kirche“, der die Weitergabe und Auslegung der Offenbarung anvertraut ist, ,,ihre Gewißheit über alles Geoffenbarte nicht aus der Heiligen Schrift allein schöpft. Daher sind beide mit dem gleichen Gefühl der Dankbarkeit und der gleichen Ehrfurcht anzunehmen und zu verehren“ (DV 9).
966 „Schließlich wurde die unbefleckte Jungfrau, von jedem Makel der Erbsünde unversehrt bewahrt, nach Vollendung des irdischen Lebenslaufs mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen und als Königin des Alls vom Herrn erhöht, um vollkommener ihrem Sohn gleichgestaltet zu sein, dem Herrn der Herren und dem Sieger über Sünde und Tod“ (LG 59) [Vgl. die Verkündigung des Dogmas der Aufnahme der seligen Jungfrau Maria durch Papst Pius XII. im Jahre 1950: DS 3903.].

Bzgl. Maria ist der katholische Christ laut Katholischem Katechismus verpflichtet, folgendes zu glauben:
494 Auf die Ankündigung, daß sie durch die Kraft des Heiligen Geistes den ,,Sohn des Höchsten“ gebären werde, ohne einen Mann zu erkennen [Vgl. Lk 1,28—37.], antwortete Maria im ,,Gehorsam des Glaubens“ (Röm 1,5), in der Gewißheit, daß ,,für Gott nichts unmöglich“ ist: ,,Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort“ (Lk 1,37—38). Indem Maria dem Worte Gottes ihre Zustimmung gab, wurde sie zur Mutter Jesu. Sie machte sich aus ganzem Herzen, ohne daß eine Sünde sie davon abgehalten hätte, den göttlichen Heilswillen zu eigen und gab sich ganz der Person und dem Werk ihres Sohnes hin, um mit der Gnade Gottes in Abhängigkeit vom Sohn und in Verbundenheit mit ihm dem Erlösungsgeheimnis zu dienen [Vgl. LG 56].
,,Der hl. Irenäus sagt, daß sie ,in ihrem Gehorsam für sich und das ganze Menschengeschlecht Ursache des Heils geworden ist‘. Deshalb sagen nicht wenige der alten Väter gern, ,daß der Knoten des Ungehorsams der Eva gelöst worden sei durch den Gehorsam Marias; und was die Jungfrau Eva durch den Unglauben gebunden hat, das habe die Jungfrau Maria durch den Glauben gelöst‘. Im Vergleich mit Eva nennen sie Maria ,die Mutter der Lebendigen‘ und öfters betonen sie: ,Der Tod kam durch Eva, das Leben durch Maria“‘ (LG 56).
…… auch in ihrer Aufnahme in den Himmel ……

Die Aufnahme der heiligen Jungfrau ist eine einzigartige Teilhabe an der Auferstehung ihres Sohnes und eine Vorwegnahme der Auferstehung der anderen Christen.
„Bei deiner Niederkunft hast du die Jungfräulichkeit bewahrt, bei deinem Entschlafen hast du die Welt nicht verlassen, o Mutter Gottes. Du bist zurückgekehrt zum Quell des Lebens, die du den lebendigen Gott empfingst und durch deine Gebete unsere Seelen vom Tod befreien wirst“ (Byzantinische Liturgie, Tropar am Fest der Entschlafung am 15. August).
969 „Diese Mutterschaft Marias in der Gnadenökonomie dauert unaufhörlich fort, von der Zustimmung an, die sie bei der Verkündigung gläubig gewährte und an der sie unter dem Kreuz ohne Zögern festhielt, bis zur immerwährenden Vollendung aller Auserwählten. Denn nach ihrer Aufnahme in die Himmel hat sie diese heilbringende Aufgabe nicht niedergelegt, sondern fährt durch ihre vielfältige Fürbitte fort, uns die Gaben des ewigen Heils zu verschaffen …

Deshalb wird die selige Jungfrau in der Kirche unter den Titeln der Fürsprecherin, der Helferin, des Beistandes und der Mittlerin angerufen“ (LG 62).
Hochinteressant ist der Erfahrungsbericht eines Protestanten, der durch eine Teilnahme an einer Reise nach Medjugorje sich für Maria öffnet und eine Beziehung zu ihr beginnt. Es wird in diesem Bericht sehr deutlich, wie die mangelnde Kenntnis der Schrift und die undifferenzierte Offenheit für emotionale Erfahrungen die Tür öffnen für Verführung.

Autor: Hartwig Henkel
Schlußbemerkung:
Mein Verständnis von Männern Gottes, die den Heiligen Geist lieben und sich an das Kreuz klammern, ist, dass sie die Wahrheit, das Wort Gottes ehren und sich danach ausrichten.

Die neutestamentliche Maria, die Mutter und Jüngerin Jesu, ist in keinem Falle identisch mit der Maria, die in der katholischen Kirche verehrt und angerufen wird.

Die echte Maria des Neuen Testamentes ist wie jeder andere Mensch unter dem Fluch geboren, der seit Adams Fall alle Menschen mit Ausnahme Jesu betrifft.

Nach der Geburt war sie nicht mehr Jungfrau und ist auch nicht leiblich in den Himmel aufgefahren. Nirgendwo im NT wird ihr der Titel Miterlöserin, Fürsprecherin oder Königin des Alls gegeben.

Die Anrufung von Toten, auch wenn sie zu Lebzeiten Großes vollbracht haben, ist streng verboten. Siehe 5. Mo 18,10-12 !

Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen. Apg 4,12

Predige das Wort, stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit; überführe, weise zurecht, ermahne mit aller Langmut und Lehre! Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt; und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und sich zu den Fabeln hinwenden. Du aber sei nüchtern in allem, ertrage Leid, 2.Tim 4,2-5a

*** Ich lese nirgends in der Bibel dass die anwesenden Bewegungen und Gemeinschaften ein Werk des Heiligen Geistes sind. Sondern, Werke des Heiligen Geistes sind alle Kinder Gottes, und zwar nur die, die von Neuem geboren sind, aus Wasser und Geist.

Autor: Hartwig Henkel

Thema: Vorträge | 3 Kommentare

22. Was Darwin nicht wissen konnte

Samstag, 24. Oktober 2009 | Autor:

Rechtzeitig zu Beginn des Darwinjahres 2009 erschien am 31.Dezember 2008 in der Zeitung „DIE ZEIT“ ein doppelseitiger Artikel mit der Überschrift „Danke, Darwin!“, dazu waren weitere vier Ganzseiten dem Thema Evolution gewidmet. Der Dank gilt einem Mann, der vor 200 Jahren geboren wurde und dessen revolutionierendes Buch „Die Entstehung der Arten“ vor 150 Jahren erschien. Schon der Philosoph Immanuel Kant (1724-1804) behauptete voller Stolz: „Gebt mir Materie, ich will eine Welt daraus bauen.“ Auch der französische Mathematiker und Astronom Laplace (1749-1827) trumpfte 50 Jahre später gegenüber Napoleon auf:

„Meine Theorien benötigen nicht die Hypothese ‚Gott’.“ Diese und andere Väter des wissenschaftlichen Atheismus suchten nach einer Erklärung für die Herkunft des Lebens, in der Gott nicht mehr vorkommt. Die scheinbar rettende Antwort gab Darwin, der es denkmöglich machte, die Entstehung des Lebens auf „natürliche Weise“ zu erklären. Während er selbst die Konsequenz dieser Aussage noch zaudernd bedachte, jubelt die heutige, immer gottloser gewordene Welt ihrem Schirmherrn in Leitartikeln ohne Ende zu. Bis zu Darwins Reise zu den Galapagosinseln (1835) vertraute man der Lehre des griechischen Philosophen Aristoteles, nach der die Arten unveränderlich seien. Aus den verschiedenen Schnabelformen der dort lebenden Finken schloss Darwin richtig:

Arten können sich anpassen und verändern. Seine weitere Schlussfolgerung, dass alles Leben auf einen gemeinsamen Stammbaum zurückgeht, ist jedoch wissenschaftlich nicht zu rechtfertigen. Schon Darwin selber sah, dass eine große Schwäche seiner Theorie darin lag, dass sich in der Natur so gut wie keine fossilen Zwischenformen fanden. Dennoch:

Der Mensch verlor nach Darwins Lehre seine ihm vom Schöpfer zugedachte Extrastellung und war fortan nur noch ein Emporkömmling aus dem Tierreich.

 

 

Was Darwin noch nicht wissen konnte!

Die Triebfedern der Evolution

Als Triebfedern der Evolution werden heute Mutation, Selektion, Isolation, lange Zeiten, Zufall und Notwendigkeit und der Tod genannt. Alle diese Faktoren gibt es; keiner jedoch ist ein Geber neuer kreativer Information.

• Mutation kann nur bereits vorhandene Erbinformation verändern. Ohne bereits vorhandene DNS-Information kann die Evolution aber gar nicht erst starten. Die Mutation ist definitionsgemäß ein Zufallsmechanismus ohne jegliche Zielvorgabe, so dass sie demzufolge prinzipiell keine neuen
Konzepte (z. B. Organe erfinden) hervorbringen kann.

• Selektion bevorzugt überlebenstüchtigere Lebewesen und sorgt dafür, dass ihre Erbanlagen mit höherer Wahrscheinlichkeit weitergegeben werden. Durch Selektion wird aber nur bereits Vorhandenes aussortiert oder ausgemerzt; es kann nichts verbessert werden oder Neues
entstehen.

• Auch die anderen oben genannten Evolutionsfaktoren scheiden als kreative Gestalter aus. Schauen wir uns einige wenige Beispiele aus dem Bereich der Lebewesen an und prüfen wir dabei, ob die ziellos wirkenden Evolutionsfaktoren die folgenden Konzeptionen zuwege gebracht
haben könnten.

 

Die geschlechtliche Vermehrung

Nach der Evolutionslehre ist die „Erfindung“ der geschlechtlichen Vermehrung eine entscheidende Bedingung für die Höherentwicklung der Lebewesen. Durch immer wieder neue Genkombinationen entstehen viele Varianten, von denen jene im Selektionsprozess überleben, die am besten in ihre Umwelt passen. Dieser Prozess scheidet aber aus zwei Gründen für den gewünschten evolutiven Aufwärtstrend in der Stammesentwicklung aus:

1. Die sexuelle Fortpflanzung kann überhaupt nicht durch einen Evolutions-prozess beginnen. Sie wäre doch nur möglich, wenn beide Geschlechter gleichzeitig über fertige voll funktionsfähige Organe verfügen. Bei der Evolution gibt es aber definitionsgemäß keine lenkenden, zielorientiert planenden Strategien. Wie sollte eine Entwicklung der dazu notwendigen Organe über Tausende von Generationen geschehen, wenn die Lebewesen sich doch noch gar nicht ohne diese Organe vermehren können?Wenn aber die langsame Entwicklung auszuschließen ist, wie könnten dann so unter-schiedliche und zudem komplexe Organe, die bis in die letzten Details aufeinander abgestimmt sein müssen, plötzlich auftreten? Außerdem müssten sie noch ortsgleich verfügbar sein.

2. Selbst wenn wir einmal annähmen, die Möglichkeit der geschlechtlichen Vermehrung sei „vom Himmel“ gefallen, dann würde bei der Durch-mischung des Erbgutes keine prinzipiell neue Information entstehen. Pflanzen- und Tierzüchter haben durch ihre unzähligen Versuche gezeigt, dass hochgezüchtete Kühe stets Kühe geblieben sind und aus Weizen niemals Sonnenblumen wurden. Die sogenannte Mikro-Evolution (Änderungen innerhalb einer Art) ist nachprüfbar; für eine Makro-Evolution (Änderungen über die Artgrenzen hinweg) fehlen jegliche Belege.

 

Geniale Technik bei den roten Blutkörperchen


In jedem Kubikmillimeter (1 mm3 = 1 ?l = 1 Mikroliter) Blut haben wir 5 Millionen rote Blutkörperchen; d.h. in einem Blut tropfen sind es 150 Millionen. Es sind hochspezialisierte U-Boote, die keine lebenstötenden Torpedos an Bord haben, sondern etwas äußerst Lebensnotwendiges verrichten.

• 175 000-mal werden sie während der 120-tägigen Lebensdauer mit Sauerstoff betankt, und gleichzeitig entladen sie in der Lunge das durch die Oxidation entstandene Abfallprodukt Kohlendioxid (CO2).

• Diese kleinen Transportschiffchen sind so winzig, dass sie sich sogar durch die engsten Kapillargefäße zwängen, um alle Teile des Körpers zu erreichen.

• Pro Sekunde werden zwei Millionen neue rote Blutkörperchen erzeugt, die den roten Blutfarbstoff Hämoglobin enthalten, eine bemerkenswerte, sehr komplexe chemische Verbindung. Hämoglobin wird für den Sauerstoff-transport schon während der Embryonalentwicklung benötigt. Bis zum dritten Monat ist der Sauerstoffbedarf deutlich anders als im fetalen Stadium (ab dem 3. Monat), und darum wird eine jeweils andere Hämoglobinart mit einer anderen chemischen Zusammensetzung benötigt. Kurz vor der Geburt laufen dann alle Fabriken auf Hochtouren, um nochmals eine Umstellung auf das Erwachsenenhämoglobin durchzuführen. Die drei Hämoglobinarten können nicht auf evolutivem Wege durch Aus-probieren gefunden werden, weil die meisten anderen Varianten nicht genügend Sauerstoff transportieren würden, und das wäre tödlich. Selbst wenn in zwei Stadien das richtige Molekül hergestellt würde, dann wäre es der sichere Tod, wenn das dritte nicht stimmen würde. Dreimal wird für die Hämoglobinherstellung eine grundlegend andere Biomaschinerie gebraucht, die auch noch zum richtigen Zeitpunkt die Produktion umstellen muss. Woher kommt eine solch komplizierte Maschinerie? Jegliche
Evolutionsvorstellung versagt hier gründlich, denn in ihren halb fertigen Zwischenstadien, die laut Evolution zu dieser komplexen Maschinerie geführt hätten, hätten die Lebewesen gar nicht erst überlebt. Dieses Konzept der nichtreduzierbaren Komplexi tät, gilt auch für das Immunsystem des menschlichen Organismus oder für das Flagellum, mit dem sich Bakterien fortbewegen. Auch hier hätten die Lebewesen „auf dem Weg“ zu ihrem jetzigen Stadium nicht überlebt. Naheliegender ist es anzunehmen, dass alles von Anfang an fertig gewesen ist, und das ist nur möglich, wenn ein weiser Schöpfer alles so konzipiert und geschaffen hat, dass es voll funk-tionsfähig ist.

 

Der Flug des Goldregenpfeifers

 


Der Goldregenpfeifer ist ein wunderschöner Vogel. Jedes dieser Geschöpfe schlüpft in Alaska aus dem Ei. Im Winter wird es dort aber sehr kalt, und so ziehen die Vögel dann nach Hawaii. Mit 4500 Kilometer ist das Ziel sehr weit entfernt, und es wird ein Nonstop-Flug erforderlich, weil es zur Rast bis dorthin keine Insel gibt und der Vogel auch nicht schwimmen kann. Für den Flug braucht der Goldregenpfeifer einen gefüllten Treibstofftank in Form von 70 Gramm angefressenem Fett. Davon sind noch 6,8 Gramm Reserve für den Fall von Gegenwind einkalkuliert. Da der Vogel dreieinhalb Tage ununterbrochen bei Tag und Nacht fliegen muss und einen auf Bogenminuten genauen Kurs einhalten muss, braucht er einen exakt arbeitenden Autopiloten. Trifft er die Inseln nicht, wäre das der sichere Tod, weil es weit und breit keine Landemöglichkeit gibt. Hätte er nicht diese präzise kalkulierte Fettmenge, würde er nicht überleben. Mutation und Selektion sind auch hier wieder unfähige Konstrukteure. Plausibler ist es, anzunehmen, dass der Goldregenpfeifer bereits von Anfang an so geschaffen war –ausgerüstet mit allem, was er braucht.

 

Ist die Evolution ein brauchbares Denkmodell?

Wie der obige kurze Blick in den Bereich der Lebewesen beispielhaft zeigt, finden wir auch sonst durchweg hochgradig zielorientierte Konzepte:

• Der Pottwal, ein Säugetier, ist so ausgerüstet, dass er aus 3000 Meter Tiefe auftauchen kann, ohne dabei an der gefürchteten Taucherkrankheit zu sterben.

• Eine riesige Menge mikroskopisch kleiner Bakterien in unserem Darmtrakt hat eingebaute Elektromotoren, die vorwärts und rückwärts laufen können.

• Von der vollen Funktionsweise der Organe (z. B. Herz, Leber, Niere) hängt in den meisten Fällen das Leben ab. Unfertige, sich erst entwickelnde Organe sind wertlos. Wer hier im Sinne des Darwinismus denkt, muss wissen, dass die Evolution keine Zielperspektive in Richtung eines später einmal funktionierenden Organes kennt. Der deutsche Evolutionsbiologe G.Osche bemerkte ganz richtig: „Lebewesen können ja während bestimmter Evolutionsphasen nicht wie ein Unternehmer den Betrieb wegen Umbaus vorübergehend schließen.“ Die in den Werken der Schöpfung zum Ausdruck kommende Intelligenz und Weisheit ist geradezu überwältigend. Die Schlussfolgerung von den Werken der Schöpfung auf einen kreativen Urheber ist daher mehr als nur naheliegend. Es passt also gut zu unserer Beobachtung, was die Bibel bereits in ihrem ersten Vers ausdrückt: „Am Anfang schuf Gott!“ Beeinflusst durch den Darwinismus etablierte sich die bibelkritische Theologie, die den Schöpfungsbericht als Botschaft von Gott abklassifizierte. Wir tun jedoch gut daran, „allem zu glauben, was geschrieben steht“ (Apostelgeschichte 24,14), denn „Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge“ (4. Mose 23,19).

 

Woher kommt die Information?

Die stärkste Argumentation in der Wissenschaft ist immer dann gegeben, wenn man Naturgesetze in dem Sinne anwenden kann, dass sie einen Prozess oder Vorgang ausschließen. Naturgesetze kennen keine Ausnahme. Aus diesem Grunde ist z. B. ein Perpetuum mobile, also eine Maschine, die ohne Energiezufuhr ständig läuft, eine unmögliche Maschine. Heute wissen wir, was Darwin nicht wissen konnte, dass in den Zellen aller Lebewesen eine geradezu unvorstellbare Menge an Information und dazu noch in der höchsten uns bekannten Packungsdichte vorkommt. Die Bildung aller Organe geschieht informationsgesteuert, alle Abläufe in den Lebewesen funktionieren informationsgesteuert und die Herstellung aller körpereigenen Substanzen (z. B. 50 000 Proteine im menschlichen Körper) geschieht informationsgesteuert. Das Gedankensystem Evolution könnte überhaupt nur funktionieren, wenn es in der Materie eine Möglichkeit gäbe, dass durch Zufallsprozesse Information entstünde. Diese ist unbedingt erforderlich, weil alle Baupläne der Individuen und alle komplexen Vor-gänge in den Zellen informationsbasiert ablaufen.
Information ist eine nicht-materielle Größe; sie ist daher keine Eigenschaft der Materie. Die Naturgesetze über nichtmaterielle Größen, insbesondere die der Information, besagen, dass Materie niemals eine nicht-materielle Größe erzeugen kann. Weiterhin gilt: Information kann nur durch einen mit Intelligenz und Willen ausgestatteten Urheber entstehen. Damit ist bereits klar: Wer Evolution für denkmöglich hält, glaubt an ein „Perpetuum mobile der Information“, also an etwas, was die allgemein gültigen Naturgesetze strikt verbieten. Damit ist die Achillesferse der Evolution getroffen und das wissenschaftliche AUS gesetzt. In meinem Buch „Am Anfang war die Information“ (Hänssler-Verlag, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage 2002) habe ich diesen Weg ausführ-lich dargelegt.

 

Woher kommt das Leben?

Bei all dem lauten Evolutionsgetöse unserer Tage fragt man sich „Woher kommt das Leben denn nun wirklich?“. Die Evolution hat nicht die geringste Erklärung dafür, wie Lebendiges aus Totem entstehen kann. Stanley Miller (1930-2007), dessen „Ursuppenexperiment“ (1953) in jedem Biologiebuch erwähnt wird, gab 40 Jahre danach zu, dass keine der gegenwärtigen Hypothesen über den Ursprung des Lebens zu überzeugen vermag. Er bezeichnete sie allesamt als „Unsinn“ bzw. als „chemische Kopfgeburten“. Der Mikrobiologe Louis Pasteur (1822-1895) erkannte etwas sehr
Grundlegendes: „Leben kann nur von Leben kommen.“ Nur einer konnte sagen: „Ich bin das Leben“ (Johannes 14,6), und das war Jesus. Von Ihm heißt es in Kolosser 1,16: „Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare“ und weiterhin in Johannes 1,3: „Alle Dinge sind durch das Wort (= Jesus) gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“ Jede Welt- oder Lebensentstehungstheorie, in der Jesus nicht als Quelle und Urgrund des Lebens erwähnt wird, ist somit ein totes Gebilde, das an dem Felsen Jesus zwangsläufig zerschellen muss. Die Evolution ist somit einer der größten Irrtümer der Weltgeschichte und hat Millionen von Menschen in den Abgrund des Unglaubens gerissen. Was viele Zeitgenossen leider nicht bedenken: Dem Abgrund des Unglaubens folgt jenseits der Todes-marke der Abgrund der ewigen Verlorenheit (Hölle). Der eigentliche Denknotstand unserer Welt ist, dass dem wirklichen Urheber aller Dinge nicht mit Leitartikeln „Danke, Jesus!“ gehuldigt wird. Viele wissen nichts davon, dass Jesus Christus uns ein großartiges Angebot gemacht hat. Er hat gesagt „Ich bin die Tür“ (Johannes 10,9), und damit meinte er den Eingang zum Himmel. Wer sich zu ihm hinwendet, der hat das ewige Leben.

Direktor und Professor a. D.
Dr.-Ing. Werner Gitt
Missionswerk DIE BRUDERHAND e.V.
Am Hofe 2; D-29342 Wienhausen
Tel.: 0 51 49/ 98 91-0; Fax:-19
Homepage: bruderhand.de; E-Mail: bruderhand@bruderhand.de
© 2009: Missionswerk DIE BRUDERHAND e.V.
Homepage des Autors: www.wernergitt.de
Titelbild: Elise Christian, 3. Auflage
Mit Ihren Fragen dürfen Sie sich gern vertrauensvoll an uns wenden.

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DARWINS THEORIE VÖLLIG UNTER

SCHMETTERLING ZUSAMMENGEBROCHEN

Darwin glaubte, durch eine natürliche Auslese, die immer wieder leichte Verbesserungen hervorbrachte, hätten sich nach und nach alle Tiere und tierischen Organe entwickelt. Er schrieb: „Wenn jedoch bewiesen werden könnte, das irgendein komplexes Organ existiert, welches nicht durch eine Vielzahl aufeinander folgender, geringfügiger Verbesserungen entstanden ist, würde meine Theorie einen absoluten Zusammenbruch erfahren.“

Hier kommt nun eine absolute Zusammenbruchsüberraschung für ihn:

Schmetterlinge entstehen nicht durch die zahlreich aufeinander folgenden, geringfügigen Veränderungen einer Raupe oder irgend eines anderen evolutionären Vorfahren – und auch keines ihrer komplexen Organe!

Wenn ein Schmetterlingsei schlüpft, kommt eine Raupe heraus, fängt an zu fressen, wächst und baut dann ein kleines Haus um sich herum, in dem sie sich verpuppt. Innerhalb der lederähnlichen Schale der Puppe oder Larve löst sich die Raupe dann auf. Ich meine nicht, dass sie sich in Tränen auflöst oder sich unwohl fühlt. Sondern ihre Augen, Beine, Gedärme und borstige Außenhaut, sowie alles, durch das sie als eine Raupe identifiziert werden konnte, verschmilzt zu einer Art zähflüssiger Paste. Alles, mit Ausnahme ihres Herzens, wird ein homogenisierter Schmier.

Raupen- Organe Schmetterlings – Organe
12 Beine 6 Beine
13-teiliger Körper 10-teiliger Körper
6 einfache Augen 2 Facetten- 2 einfache Augen
Keine Sex – Organe Sex – Organe
Kauwerkzeuge Gewundenes Saugrohr
0 Flügel 2 Paar Flügel

Danach müsste sich dieser Schmier nach Darwins Theorie eigentlich durch allmähliche Veränderungen in einen Schmetterling verwandeln. Nun vergleiche aber einmal die Organe, die zu Schmier wurden, mit den Organen, die der plötzlich wegfliegende Schmetterling hat, in unten stehender Aufstellung und stelle fest: All die Schmetterlingsorgane sind einfach so aus Schmier entstanden und haben sich nicht allmählich entwickelt. Darwin ist platt.

Darwin hat doch geglaubt, dass die natürliche Selektion alle Pflanzen und Tiere dadurch erschaffen hat, dass sie das weniger Nützliche ausgelöscht und das Nützliche am Leben gelassen hat. Was ist das Unnützlichste, was Dir einfällt: Dickflüssige Paste? Nun, selbst wenn Dir etwas Nutzloseres als das einfallen sollte, dann erkennst du trotzdem, dass dickflüssiger Schmier im Vergleich mit einer gefräßigen Raupe, die wendig durchs Unterholz krabbelt und sich vor Feinden durch Farbveränderungen schützt und durch ekelhafte, steife Borsten, keine Weiterentwicklung, sondern absolut nutzlos ist!

Darwin hatte recht: Seine Theorie ist völlig zusammengebrochen, und das unter dem Gewicht eines der leichtesten der Geschöpfe Gottes: Dem Schmetterling!

Weitere Beispiele für evolutionäre Zusammenbrüche finden sich in den Schriften von Thomas F. Heinze The Vanishing Proofs of Evolution (Die schwindenden Beweise der Evolution) In The Beginning-Soup? (Am Anfang war die … Suppe?) und How Life Began (Wie das Leben begann). Die werden dir nützlich sein, wenn dir welche begegnen, die an die „kräftigen Irrtümer“ (2. Thess. 2:11-12) der Evolution glauben.

 

 

Liebe Besserwisser?

Neulich an der Tanke (kurz vor Weihnachten). Aus dem Zeitschriftenregal sprang es mich an: DER DARWIN CODE / Wie die Evolution das Leben formte / stand auf der Titelseite des renommierten, pseudo-wissenschaftlichen Magazins NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND Nr. 1/2007. Und in mir keimten zwei Gedanken gleichzeitig:

1. Hätte ich nicht gedacht, dass die gottlose Presse so zügig auf den Film DEM GEHEIMNIS DES LEBENS NAHE reagiert und

2. Von einem Darwin-Code habe ich doch noch gar nichts gehört, sollte mir da etwa etwas entgangen sein?

Also löhnte ich die stolzen 4,20 € und nahm mir den Artikel vor.

Ergebnis:

Weder wurde nachgewiesen, dass Darwin den GEN-Code doch schon entdeckt hatte, und schon gar nicht, dass Darwin ihn eventuell geschrieben haben könnte. Es war lediglich einigen Redakteuren gelungen, den GEN-Code auf abenteuerliche Weise irgendwie mit Darwins Evolutionstheorie zu verknüpfen, um Ahnungslose zum Kauf des Heftes zu verleiten. Journalistischer Ehrenkodex, oder was?

Zwar ist in dem Artikel dann mehrfach von Bauanleitungen, von kodierten Bauplänen (S.40) die Rede – Programme, die das Leben erschaffen, die die Wissenschaft aber erst lange nach Darwin in den Genen entdeckt hat. Für den war „Programmierung“ ein Fremdwort. Und man ist auch mächtig stolz auf sich, dass es der Wissenschaft in zunehmendem Maße gelingt, diese Codes nach und nach zu entschlüsseln (S.46) Schön und gut, aber an die Tatsache, dass sich solche überaus komplexen Baupläne gar nicht von selbst geschrieben haben KÖNNEN, so dass man sie jetzt dank moderner Technik endlich entschlüsseln kann, verschwenden sie erst gar keinen Gedanken.

Sicherlich: Diese Baupläne reproduzieren sich selbst immer und immer wieder, aber den ursprünglichen Code MUSS ZWANGSLÄUFIG jemand einmal geschrieben haben; der KANN NICHT bei einem „Ausprobieren von Genvarianten“ (S.60) entstanden sein! Okay, die Codes verändern sich seitdem beim Reproduzieren schon mal leicht, weswegen es so viele unterschiedliche Hunde, Katzen, Schmetterlinge und Menschen gibt, aber die allerersten Pläne für die verschiedenen Gattungen mussten doch zunächst einmal von einem intelligenten Wesen bewusst errechnet und auf dem Codestreifen niedergeschrieben werden!

Aber wie gesagt: Das interessiert in diesem Wissenschaftsmagazin überhaupt nicht. Statt dessen versteigt man sich zu solch abenteuerlichen Phantasien, dass unsere menschlichen Vorfahren vor etwa 500 Millionen Jahren noch keinen Kopf gehabt hätten (S. 52), weil die Baupläne für die Sinnesorgane (Auge etc) noch nicht fertig entwickelt waren, weil sie wegen ihrer Kompliziertheit länger gebraucht hätten.

Na, wie viele Millionen Jahre unsere bedauernswerten „kopflosen Vorfahren“ wohl diesen Mordshunger erdulden mussten, bis ihre Nahrungsaufnahmewerkzeuge (Mund) dann wohl endlich fertig waren??? Wie blind muss man eigentlich sein, um das zu glauben?

Nun habe ich ja keine Ahnung von biologischer Wissenschaft, denn ich habe das nie studiert. Das heißt aber nicht, dass ich keinen gesunden Menschenverstand hätte. Und da kann Chefredakteur Klaus Liedtke in seinem Editorial (S.5) über die „Bibeltreuen“ und die „Kreationisten“ lästern wie er will und erschüttert beklagen, dass in einer Schule in Hessen die biblische Schöpfungslehre sogar schon wieder Einzug gehalten hat. Er kann getrost lügen, dass Darwins Theorie angeblich absolut nicht umstritten sei, sondern fest etabliert, und er darf erfreut frotzeln wie er möchte, dass die „großen Kirchen“ die Evolution „Gott sei Dank“ längst akzeptiert haben:

Wenn die Bibel sagt: „Am Anfang war das Wort“ und die Wissenschaft stellt genau das fest, und wenn die Bibel dann sagt: „Und das Wort war bei Gott“, und wenn dann das fleischgewordene Wort sagt: „Ich bin das Leben!“, dann muss man schon hoffnungslos ignorant sein, um nicht zu erkennen, wo man die wirkliche Wahrheit über den Ursprung des Lebens findet! Da braucht man keine große Kirche für! „Erschuf ein jegliches nach seiner Art.“ 1. Mose 1:21 National Geographic? Da fall ich kein zweites Mal drauf rein.

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21. Hingabe – ein Fremdwort

Donnerstag, 22. Oktober 2009 | Autor:

Gefährliche Strudel ruhiger Zeiten

Europa hat sich von den Religionskriegen und Fehden, die hier viele Jahrhunderte lang tobten, erholt. Wie lange diese Zeit der Ruhe währen wird, weiß niemand, und doch dauert sie, verglichen mit dem Lebensalter eines Menschen, schon recht lang. Die Zeiten grausamer Verfolgung Andersdenkender und Andersgläubiger gehören der Geschichte an, zumindest im überwiegenden Teil der Alten Welt. Das in Einzelstaaten zerfallene ehemalige „Reich des Bösen“ öffnete die Türen der zugenagelten Kirchen. Relativer Friede und Freiheit kehrten in die Christengemeinden ein, und damit auch die Stabilität, das Gefühl der vollkommenen Ruhe, die Gelassenheit, die Selbstgefälligkeit, die Zufriedenheit und der Stillstand. Sogar in Ländern, in denen die religiöse Toleranz noch recht jung ist, ist gewisse Laschheit und Apathie zu spüren: gewohnter Freundeskreis, gewohnter Gottesdienstablauf (nicht unbedingt ruhig und bedächtig, vielleicht sogar mitreißend und emotional, und doch gewohnt konventionell), verträumte Schläfrigkeit, eine Art Idylle im Geist des viktorianischen Englands.

Sicher, das Leben am Anfang des 21. Jahrhunderts ist turbulent, schwierig und stressig.

Die Gesellschaft lebt dynamisch:

mit Krisen und Krisenbekämpfung, mit politischen Leidenschaften und lokalen Konflikten, mit Gas- und Ölkriegen und endlosen Gipfeltreffen, mit Arbeitslosig-keit und Hungersnöten, mit Verfolgung von Saddam Hussein und Osama bin Laden, mit Terroranschlägen und Flüchtlingslagern.

Doch die meisten von denen, die diese Zeilen lesen, kennen das oben Erwähnte lediglich aus den Schlagzeilen in Zeitungen und Fernsehberichten. Der Arbeits-woche folgt der gewohnte sonntägliche Kirchgang. Dem gewohnten Gottesdienst folgt der Abend des Ruhetages. Dem gewohnten Ruhetag folgt die Arbeitswoche. Das ist großartig, das ist wunderbar, das ist Segen.

Doch gerade bei diesem Rhythmus fällt es am schwersten, Christus hingegeben zu sein. Es ist schwer, bei den täglichen Pflichten das zu sehen, „was droben ist“, das höchste Ziel der Lebensreise im Auge zu behalten und ein „königliches Priestertum“ zu bleiben.

Die Routine ist ein schreckliches Gefängnis, denn man versinkt schnell in der sumpfigen Stille der Tiefe. Hier fällt mir die berühmte Teeparty aus dem Märchen des britischen Schriftstellers Lewis Carroll „Alice im Wunderland“ ein. Der Uhrzeiger zeigt dort ständig auf fünf Uhr. Die Fünf-Uhr-Tee-Tradition ist zum Inbegriff und zur Visitenkarte des konservativen Königreichs geworden. Hier aber erreicht das unveränderliche Ritual seine Über-Beständigkeit, die ewige Starrheit. Zeitlose Ruhe: Landhaus, grüner Rasen, ein ruhiger Spätnachmittag, eine nette Gesellschaft. Ein erstarrtes Bild.

„So rückt ihr also ständig weiter im Kreis?“ fragt Alice. „Ja“, antwortet der Hutmacher. „Wir trinken ein bisschen und rücken weiter. Trinken und rücken weiter“. „Und was passiert, wenn es keine sauberen Tassen mehr gibt?“ wagt Alice zu fragen. „Ein sehr interessantes Gespräch“, gähnt der Märzhase. „Lasst uns lieber über etwas anderes reden…“ Der stehen gebliebene Uhrzeiger war eine Strafe für das Verbrechen gegen die Zeit. Viele von uns gehen ebenfalls wie Carrolls Figuren verbrecherisch mit der Zeit um: Sie vertreiben sich die Zeit, vergeuden sie, schlagen sie tot…

Das moderne Lebensbild erinnert manchmal an dieses verrückte Teetrinken: Man muss nur rechtzeitig einen Platz weiterrücken, um wieder vor einer sauberen Tasse zu sitzen. Und man darf die folgenschwere Frage nicht aufkommen lassen: „Was passiert, wenn die Tassen ausgehen?“ Was passiert, wenn die dunklen Wasser des Stillstands in Bewegung geraten? Was passiert, wenn nach dem lauwarmen Wetter eine Naturkatastrophe kommt?
Dabei geht es nicht um das weltumfassende Harmageddon, nicht um die globalen weltweiten Erschütterungen, sondern um den persönlichen Weg eines jeden Christen und Nichtchristen. Die Willenlosigkeit und Untätigkeit im Reich Gottes ist ein Verbrechen nicht gegen die Zeit, sondern gegen die Ewigkeit.
„So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, und kauft die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.“ (Eph 5,15-16).
Die böse Zeit verführt, sie verspricht die Ewigkeit – die Unendlichkeit auf der Erde –, lockt mit Gemächlichkeit und Ruhe, um dann im Galopp dahinzustürmen wie ein durchgegangenes Pferd und den verdutzten Sterblichen vor dem Angesicht des Schöpfers abzuwerfen. Und dabei sieht man zu, wie unerfüllte Pläne, nicht durchgeführte Projekte, liegen gelassene Aufgaben, ungenutzte Chancen, verworfene Hingabe und gute Vorsätze zu Staub zerfallen.

Vorwurfsvoll erscheinen die Geister der nicht besuchten Kranken, der verlassenen Gefangenen, der Heiden, die das Evangelium nicht gehört haben, der Witwen und Waisen.

Das sorglose Schwimmen mit dem Strom höhlt die Seele aus, verzerrt die Prioritäten, verdreht die Begriffe und schlägt nicht nur die Zeit sondern auch das Leben im Geist tot.

Wir sind nun Manager und nicht mehr Hirten, Psychologen und nicht Seel-sorger, Theologen und nicht Verkündiger. Es geht hier nicht um Begriffe, sie können ruhig modern und schön klingen. Es geht um den veränderten Charakter der Beziehungen, Ziele und Perspektiven.

Unsere Untätigkeit, die allgemeine Willenlosigkeit, die um sich greifende völlige Gleichgültigkeit erklären wir mit sozialwirtschaftlichen Problemen und nicht mit Sündhaftigkeit.
Die Gemeinde ist zu einer Arbeitsstelle geworden, wo so gut wie nichts mehr unentgeltlich gemacht wird. Vom Dienst mit voller Hingabe sind nichts als Worte geblieben. Der Kommerzgeist floriert: Die Gemeinde vermietet die Räume, die einst mit vereinten Kräften gebaut wurden; die Gespräche unter religiösen Führungspersönlich-keiten erinnern manchmal allzu sehr an ein Gespräch unter mittelständischen Unternehmern; der Dienst in der Gemeinde wird vom Gesichtspunkt des Gehalts, der materiellen Möglichkeiten und Beziehungen, der Macht und Popularität aus betrachtet.

Natürlich ist es wichtig, die Familie zu unterhalten und für Angehörige zu sorgen. Natürlich haben der Pastor, der Dirigent oder der Prediger ein Recht auf Unterhalt. Natürlich brauchen Gemeinden zeitgemäße und zeitgerechte Veränderungen. Doch sind neben solchen sinnvollen Grundsätzen auch viele andere entstanden, die viele Sünden legitimieren. Eben von diesen anderen gibt es inzwischen zu viele. Zu viele grundsätzlich untragbare Kompromisse. Zu viele Scheidungen und Zweit – oder Drittehen, die von der Kirche genehmigt und (etwas verschämt) gesegnet werden.
Zu viele Menschen, die ohne Reue in Sünden verharren und dabei zum Dienst herangezogen werden. Es geht hier nicht um Kopfbedeckung oder Hosen. Es geht um Ehebruch, Gewalt in der Familie, maßlose Habgier, okkulte Bindungen, Streitigkeiten, Beleidigungen, schmutzige Reden. Das ist keine Beschreibung aus dem Galaterbrief, nein, das ist die Beschreibung des Alltags derer, die sich Christen nennen.

Der Kult blüht, es ist aber nicht der Jesuskult. Es ist der Kult von teuren Autos, teuren Anzügen, erfolgreiche Karrieren, reichen Häusern, Urlaub an Vorzugsplätzen dieser Welt. Dies wird zum Ziel, zum Gipfel des irdischen Lebens, während Christus nur eine Stufe oder eine Rolltreppe zu diesem Gipfel ist. Nicht alle Gemeinden sind so, Gott sei Dank. Elia war einsam im auserwählten Volk. Manchmal spüren auch die hingegebenen Christen unserer Zeit diese ungeteilte Last des Eifers für Gott, sie fühlen sich wie Waisen und Stiefkinder in der eigenen Gemeinde, unverstanden von den Geschwistern.

Während die vorige Christengeneration sagte: „Wie schwer ist es doch, durch die Dornen der Welt zu gehen!“, müsste die heutige Generation ausrufen: „Wie schwer ist es, durch die Rosen der Gemeinde zu gehen!“ Und doch gibt es in jeder historischen Situation Menschen, die zu den Siebentausend gehören, welche ihre Knie nicht gebeugt haben: weder vor dem goldenen Kalb, noch vor Isebels Ascherabild, oder dem goldenen Bild Nebukadnezars, oder den Parteibossen, oder vor dem gemütlichen, erstarrten Bild eines komfortablen Lebens.

Es gibt sie immer, diese unbeugsamen Siebentausend. In schweren Umbruchs-zeiten kommen herausragende, mutige Helden zu Tage. Wenn die Welt in schwarz-weiß, in In – und Outsider, in Feinde und Gefährten aufgeteilt ist, wenn jede Minute des Lebens völlige Hingabe, Mut und Anstrengung fordert, dann fällt es einem leichter, sich für einen Standpunkt zu entscheiden und Regeln und Normen festzulegen.

Im Buch von Wassilij Grossmann „Leben und Schicksal“ geht es u.a. um einen Atomphysiker. Erlauben Sie mir, kurz eine Episode daraus etwas frei wiederzugeben. Nach dem Kriegsende kehrt dieser Physiker vom Exil nach Moskau zurück. Als Jude gerät er in die nächste antisemitische Welle. Doch hat er Mut genug, der Obrigkeit zu widerstehen und zu den Grundsätzen – nicht verraten, nicht kriechen, sich nicht einschmeicheln – zu stehen. Er hat Angst, aus der Wohnung zu gehen und zuckt bei jedem Geräusch zusammen. Von Tag zu Tag erwartet er, dass man ihn verhaftet. Plötzlich klingelt das Telefon. Stalin ist am Apparat. Der Führer des Weltproletariats erkundigt sich, wie es dem sowjetischen Wissenschaftler gehe, ob er irgendwelche Wünsche oder Bitten habe. Es ist nicht schwer zu erraten, wie sich das Leben der Hauptfigur nach diesem Gespräch ändert. Einige Zeit später wird er gebeten, einen „zornigen Brief“ zu unterschreiben, in dem „Spione und Saboteure“ verurteilt werden. Unter diesen „Spionen“ befinden sich prominente Wissenschaftler, Freunde und Kollegen. Dabei wird ihm gesagt: „Genosse Stalin würde sich sehr freuen. Er zählt sehr auf Sie und er verfolgt aufmerksam Ihre Fortschritte, denn er glaubt an Sie.“ Und so denkt unser Wissenschaftler: „Wie ist es doch viel leichter, der Obrigkeit zu widerstehen, wenn sie ihre Zähne fletscht, und wie viel schwerer ist es, sich dagegen zu stellen, wenn sie dir freundlich auf die Schulter klopft und vertrauensvoll in die Augen schaut.“

Es ist schwer, der Sünde zu widerstehen, wenn sie schön sanft und freundlich daherkommt, behaglich und einhüllend. Wir müssen Gott um Hilfe bitten, diesen Sog der warmen Strudel zu überwinden, bevor es zu spät ist. Es gibt sie, die Siebentausend, die immer über ihr Herz wachen und standhaft die grundsätz-lichen Positionen Gottes festhalten. So sagt es die Bibel. O Herr, schenke uns, dass wir ihnen auf unserem Lebensweg begegnen. Herr, lass uns selbst zu ihnen gehören.

Nadeschda Orlowa, Missionarin und Geschäftsführerin von LICHT IM OSTEN in Kaliningrad, teilt uns ihre eigene, aufrüttelnd kritische Sicht zum Thema Hingabe mit.

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20. Blaise Pascal

Donnerstag, 22. Oktober 2009 | Autor:

Blaise Pascal – ein Nachfolger Jesu

Wikipedia https://www.astrosurf.org/luxorion/Documents/pascal-blaise.jpg

Blaise Pascal, der französische Mathematiker und Physiker, zählt zweifellos zu den größten Genies der Menschheit. Er wurde 1623 in Clermont-Ferrand geboren und starb, erst 39 Jahre alt, 1662 in Paris. Die Fülle seiner grundlegenden wissenschaftlichen Untersuchungen und Entdeckungen ist enorm.

Mit 17 Jahren entwickelt er den später nach ihm benannten Pascal’schen Satz, eine in der projektiven Geometrie wichtige Erkenntnis über die Kegelschnitte. Bald folgt eine Entdeckung nach der anderen. So ist er der Entdecker uns heute so bekannter Erscheinungen wie die Abnahme des Luftdrucks mit zunehmender Höhe oder das Gesetz der kommunizierenden Röhren. Grundlegende Arbeiten Pascals befassten sich auch mit der Kombinatorik und der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Selbst die Differentialrechnung und die Integralrechnung, die später der deutsche Mathematiker Gottfried Wilhelm Leibnitz (1646-1716) weiterentwickelte, gehen auf seine Überlegungen zurück.

Wikipedia David Monniaux Arts_et_Metiers_Pascaline_dsc03869

 

Bis heute wird das Andenken Pascals in den Wissenschaften in hohen Ehren gehalten. Jeder, der etwas von Wetterkunde versteht, weiß, dass der Luftdruck weltweit in Hekto-Pascal gemessen wird. Bei jedem ausführlichen Wetterbericht wird auf diese Weise an Pascals Name erinnert. Und wenn jemand ein Computer-spezialist ist, dann kennt er die nach ihm benannte Programmiersprache Pascal oder die Version Turbo-Pascal.

Weniger bekannt ist, dass Blaise Pascal gläubiger Christ war. Seine hochgradige Begabung und alle wissenschaftlichen Erfolge konnten ihn nicht ausfüllen und glücklich machen. Es gibt eine Fülle von zuverlässigen Quellen, die belegen, welche Gedanken der glänzende Naturwissenschaftler und Entdecker über den christlichen Glauben hat.

Der 23. November 1654 brachte die entscheidende Wende im Leben Pascals. Ihm wurde zutiefst bewusst, dass alle wissenschaftlichen Erkenntnisse – seien es physikalische, mathematische, astronomische oder andere – letzten Endes in ein Erschrecken der Seele über die menschliche Unzulänglichkeit und Verlorenheit führen. Und durch das Studium des Wortes Gottes kam er zum lebendigen Glauben an Jesus Christus.


In seinem umfangreichen Werk »Pensees« (= Gedanken) und in seinen anderen Schriften können wir seine Hinwendung zu Christus miterleben. So schreibt er im Blick auf die Wissenschaft:

»Die letzte Schlussfolgerung der Vernunft ist, dass sie einsieht, dass es eine Unzahl Dinge gibt, die sie nicht zu fassen vermag. Was wird man von den übernatürlichen Dingen sagen, wenn sie schon die Dinge der Natur nicht fassen kann? «

Und im Blick auf den Menschen kommt er zu der folgenden Erkenntnis:

»Je einsichtiger man ist, umso klarer sieht man Größe und Elend im Menschen. Die Philosophen verblüffen den Durchschnittsmenschen. Die Christen verblüffen den Philosophen. «

Ausführlich befasst sich Pascal mit der Erfüllung biblischer Prophetie. Kennzeichen dieser Prophetie ist, dass sie eintrifft. Was Gott durch sein Wort sagt und voraussagt, das hält er und das geschieht. Hören wir Pascal:

»Der überzeugendste Beweis Jesu Christi sind die Prophezeiungen. Deshalb hat Gott für sie gesorgt, denn die Geschehnisse, durch die sie erfüllt sind, sind beständige Wunder … Hätte ein beliebiger Einzelner ein Buch mit Weissagungen der Zeit und der Erscheinungsart Jesu Christi verfasst und wäre Jesus Christus übereinstimmend mit diesen Prophezeiungen erschienen, so wäre das von höchster Überzeugungskraft. Hier aber ist noch mehr: Vier Jahrtausende lang gab es Menschen, die einer auf den anderen folgten, um dasselbe Ereignis kundzutun. Da ist ein ganzes Volk, das ihn verkündet und das vier Jahrtausende besteht, um von den Verheißungen, die ihm zuteil wurden, wie ein Mann Zeugnis abzulegen, und zwar ungeachtet aller Drohungen und Verfolgungen. Das ist unvergleichlich viel bedeutsamer.

Aus diesem Grund lehne ich alle anderen Religionen ab … So erhebe ich meine Arme zu meinem Erlöser, der, nachdem er vier Jahrtausende geweissagt war, gekommen ist, um für mich auf Erden zu leiden und zu sterben, zur Stunde und in der Weise, wie es im Voraus verkündet war.
Und durch seine Gnade erwarte ich den Tod in Frieden und in der Hoffnung, auf ewig mit ihm vereint zu sein. Und bis dahin lebe ich froh und zufrieden mit dem, was ihm gefiel, mir zu geben. Und ich bin auch zufrieden mit den Leiden, die er mir zu meinem Heil gesandt und die zu erdulden mich sein Beispiel gelehrt hat. – Auf Jesus Christus schauen beide Testamente, das Alte Testament in der Erwartung, das Neue Testament auf ihn als Urbild, und beide auf ihn als Mittelpunkt. «

Und in dem Folgenden kurzem Gedicht bringt er seine feste Glaubenszuversicht so gut und prägnant zum Ausdruck:

Ich weiß, dass du mein Vater bist,
in dessen Arm ich wohl geborgen.
Ich will nicht fragen, wie du führst,
ich will dir folgen ohne Sorgen.
Und gäbest du in meine Hand
mein Schicksal, dass ich selbst es wende,
ich legt‘ mit kindlichem Vertrauen
es doch zurück in deine Hände.

Diese Worte eines der größten Naturwissenschaftler der Menschheit sind beeindruckend. Doch nicht die Höhe des Intelligenzquotienten entscheidet über Himmel oder Hölle. Ob Nobelpreisträger oder Durchschnittsbürger – die Bibel sagt ohne Ansehen der Person jedem, worauf es ankommt. Christus selbst ruft dir zu: »Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben« (Matthäus 11:28). »Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm« (Johannes 3:36).

Der Zeit-Irrtum

Von Blaise Pascal stammt der Satz: »Wir irren in Zeiten, die uns nicht gehören, und die einzige, die uns gehört, nehmen wir nicht wahr. «
Mag sein, dass diese Aussage auf den ersten Blick schwer verständlich erscheint. Sie ist es aber nicht. Was meint er damit? Etwas ganz Entscheidendes: Er lenkt unseren Blick auf das Heute! Heute – das ist der Scheitel der Zeit. Da wird die uns zugemessene Zeitstrecke unterteilt. Denn was gestern war, ist Vergangenheit. Was morgen sein wird, ist Zukunft.
Heute, das ist die kurze Zeitspanne, die jetzt gleichsam auf der Waage liegt. Die Zeit, in der ich jetzt atme, lebe, lese, nachdenke. Dieses Heute kann ich nicht festhalten. Es hat keine Dauer. Es kehrt niemals in derselben Weise unter denselben Umständen wieder.

Was jetzt »Heute« heißt, wird im nächsten Augenblick vom Strom der Zeit weggespült. Es lässt sich nicht wieder zurückholen. Das Vergangene ist meinem Zugriff entzogen.

Wer das Heute versäumt, versäumt das Leben. Denn leben heißt, das Heute nutzen und gestalten. Wann fallen die Entscheidungen unseres Lebens?

Im Heute. Und doch: »Wir irren in Zeiten, die uns nicht gehören.« Zum Beispiel denkt das Kind: »Ach, hätte ich doch erst einen Schulranzen und könnte wie mein Freund zur Schule gehen!

« Und dann geht es weiter nach der Melodie des »hätte, wäre, könnte …«
…?wäre die Schulzeit doch endlich vorbei
…?hätte ich doch eine Ausbildungsstelle oder einen Studienplatz
…?hätte ich die Prüfungen doch schon hinter mir
…?könnte ich doch einen guten Job finden
…?hätte ich doch einen lieben Ehepartner, der zu mir passt
…?hätten wir unser Haus endlich abbezahlt
…?wären unsere Kinder doch schon groß
…?würde uns doch die Gesundheit nicht so viel Sorgen machen.

Und dann ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem man der Vergangenheit nachtrauert, nach der Melodie: »Man müsste noch mal zwanzig sein.

« Achte einmal darauf: Die Jungen sprechen mit Vorliebe von der Zukunft, und die Alten reden von der Vergangenheit.

Ob Jung oder Alt, alle »irren in Zeiten, die ihnen nicht gehören«. Die vergangene Zeit ist erstarrt zu kalter, unbeweglicher Lava, und die Zukunft ist oft nur eine Fata Morgana: »… und die einzige, die uns gehört, nehmen wir nicht wahr. «

Welche Zeit gehört mir denn wirklich? Das Heute, die Gegenwart! Es ist das Stückchen Zeit, das ich jetzt zur Verfügung habe. In wenigen Sekunden schon ist es Vergangenheit. Jetzt begegnet uns Gott in seiner Gnade, seinem Reden, seiner Nähe. Als Jesus Christus in diese Welt kam, hat Gott die Menschen in das Heute seines Heils und seiner Gnade gerückt: »Denn euch ist heute in der Stadt Davids ein Erretter geboren, welcher ist Christus, der Herr« (Lukas 2:11).

Dasselbe geschieht jedes Mal, wenn durch die Verkündigung – ob durch das gesprochene Wort oder durch eine Schrift wie diese – Jesus, der auferstandene und lebendige Herr, einem Menschen in den Weg tritt. So wie damals bei dem Zöllner-Oberst Zachäus in Jericho: »Denn heute muss ich in deinem Haus bleiben« (Lukas 19:5). In deinem Haus, in deinem Herzen! Die Speerspitze der Entscheidung ist auf dich gerichtet!

Heute gilt es, Ohren und Herz aufzutun. Heute ruft dich Gott. »Jetzt gebietet er den Menschen, dass sie alle überall Buße tun sollen« (Apostelgeschichte 17:30). Jetzt ist die Stunde, die Gott setzt. Es ist nicht die Stunde, die mir gerade passt. Die Stunde, die für mich »erfüllte Zeit« ist, ist Zeit, die Gott mit Gnade füllt. Wer heute nicht hören will, nicht Gott die Herrschaft über sein Leben einräumt, will es im Grunde nicht. Und doch weiß keiner, was morgen ist. Einmal läuft die gelegene Zeit ab; denn »nur ein Schritt ist zwischen mir und dem Tod« (1. Samuel 20:3). –

Darum: Nimm die einzige Zeit, die dir gehört, wahr: das Heute!

Friedhelm König
aus: Anders als gedacht
(CSV Hückeswagen)

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19. Doppelmoral

Mittwoch, 21. Oktober 2009 | Autor:

Baby_R_by_Christian-v.R._pixelio.de

 

Doppelmoral unerträglich ….

Ist es nicht ein Trauerspiel, das unsere Politiker bei allen Problemen an den Symptomen laborieren, aber nicht nach den Ursachen fragen. Dies zeigt wie blind unser Volk, aber im Besonderen unsere Führer geworden sind.

In Sprüche 29, 18 steht:

Ohne die Weisung von Propheten verwildert ein Volk, aber es blüht auf, wenn es Gottes Gesetz befolgt.

Was sind wir doch verlogen. Ein großer Teil in unserem Land nennen sich Christen, und fragen nicht mehr nach Christus. Wir stellen Gottes Wort, die Bibel als Märchenbuch hin.

Wir demonstrieren gegen Kampfhunde, Tiertransporte, Massentötung von Rindern, Ausländerfeindlichkeit und Biergartenverordnung und vieles andere mehr.
Aber wer geht auf die Straße und bäumt sich gegen die Massentötung ungeborener, völlig unschuldiger Kinder auf?

Diese Doppelmoral, zeigt wie verlogen unsere Gesellschaft ist.
Diese Doppelmoral versetzt ins Staunen und schockiert zugleich, zeugt sie doch von der Verlogenheit unserer Gesellschaft.

Der christliche Glaube wird öffentlich verschmäht und lächerlich gemacht. Da werden Menschenrechtsverletzungen in anderen Ländern heuchlerisch angeprangert, die schlimmsten ihrer Art im eigenen Land aber als solche nicht erkannt, verharmlost oder sogar insgeheim begünstigt.

Dabei sollte es sich längst herumgesprochen haben, dass nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen auch ungeborene Menschen wesenhaft wahre Menschen, ausgestattet mit dem vollen Recht auf Leben, sind.

Unsere Bundespräsidenten (Uganda ein Vorzeigeland) und viele Politiker halten Reden über und gegen alles Mögliche. Es ist aber kein Wort eines Bundespräsidenten bekannt, dass sich mahnend gegen das regelrechte und durch nichts zu rechtfertigende Massen-abschlachten von täglich 1000 unschuldiger Kinder gerichtet hätte. Wenn menschliches Leben im Bewusstsein unseres Volkes so geringgeschätzt wird, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn Skinheads auf ihnen verhasste Fremde einschlagen….

Man proklamiert und propagiert im Zusammenhang mit der Fremdenhass-Problematik zu Recht die Forderung, man dürfe Problem nicht mit Gewalt lösen. Und was geschieht bei der Massentötung ungeborener Kinder? Man entledigt sich eines wirklichen oder vermeintlichen Probleme durch buchstäblich mörderische Gewaltanwendung!

Das was wir säen, nämlich Mord in Mutterleib, das ernten wir auf vielfache Weise. Siehe Erfurt, siehe Winnenden, siehe die Finanzkrise, siehe Wirtschaftkrise.
Wir können noch Tausende Gesetze verabschieden – übrigens, auch ein Waffengesetz mit Zulassungsalter ab 50 Jahren, wird das Problem nicht lösen.

Die Veränderung beginnt allein im Herzen, eines Menschen, das heißt durch Umkehr zu JESUS. Er allein ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Was wir hier in Deutschland „veranstalten“, ist Religion und Tradition, mit Christentum hat dies nichts im Geringsten zu tun. Wir diskutieren uns zu Tode, und sind korrupt wie noch nie.

Das Ergebnis:

Wenn Menschen gottlos werden,

sind Regierungen ratlos,

Lügen grenzenlos,

Schulden zahllos,

Besprechungen ergebnislos,

Aufklärungen hirnlos,

Politiker charakterlos,

Kirchen kraftlos,

Völker friedlos,

Sitten zügellos,

Moden schamlos,

Verbrechen maßlos,

Konferenzen endlos

und Aussichten trostlos.

 

Da bleibt nur eine Schlußfolgerung:

Gemälde Anbetung Hannes Stets

Wirkliche Christen (geboren im Heiligen Geist)müssen gemeinsam vor Gott im Gebet für unsere Gesellschaft eintreten.

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18. Mehr oder weniger

Montag, 19. Oktober 2009 | Autor:

 

Mehr oder weniger

 

Heute haben wir größere Häuser,
aber kleinere Familien;
mehr Bequemlichkeit,
aber weniger Zeit;
mehr Wissen,
aber weniger Urteilsvermögen;
mehr Berater,
aber größere Probleme.

Wir haben unseren Besitz vervielfacht,
aber unsere Werte reduziert.
Wir wissen, wie man seinen Lebensunterhalt verdient,
aber nicht mehr, wie man lebt.
Wir haben dem Leben mehr Jahre hinzugefügt,
aber nicht den Jahren Leben.
Wir kommen zum Mond,
aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.
Wir haben den Weltraum erobert,
aber nicht den Raum in uns.
Wir können Atome spalten,
aber nicht unsere Vorurteile.

Es ist Zeit,
in der moderne Technik einen Text wie diesen
in Windeseile in alle Welt tragen kann
und man die Wahl hat,
das Leben zu ändern oder den Text zu löschen.

Möchten doch viele Menschen verstehen,
was das Leben bedeutet,
den Weg erkennen,
den sie gehen sollen
und ihn dann auch willig,
gerne gehen.

Damit die Zukunft freudig begrüßt werden kann.

Beate Backenköhler

Was hülfe es dem Menschen, wenn er die
Ganze Welt gewönne und nähme doch
Schaden an seiner Seele?
Matthäus 16,26

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17. Diktatur Europa ist greifbar

Sonntag, 18. Oktober 2009 | Autor:

Kommt die Diktatur Europa?

 

Kommt eine Verfolgung bibeltreuer Christen?

 

Von Dr.theol. Lothar Gassmann

Worum geht es?

Dieser Aufsatz entfaltet und begründet folgende These:

Die Europäische Union (EU) steht in großer Gefahr, sich zu einer Diktatur zu entwickeln.

Begründung:


1. Nur in den wenigsten Ländern wurde die Bevölkerung befragt, ob sie der EU beitreten will.
2. Alle wesentlichen Entscheidungen in der EU werden zentralisiert.

3. Die Bevölkerung in den einzelnen Ländern und die nationalen Parlamente haben kaum Möglichkeiten, auf die laufende europäische Gesetzgebung Einfluss zu nehmen. Gelegentliche Wahlen und das mit hohen Hürden versehene Petitionsrecht können daran nur wenig ändern.

4. Die EU hat sich in allen entscheidenden Bereichen von Politik, Wirtschaft und Justiz de facto eine Totalermächtigung eingeräumt.

5. Die Bundesrepublik Deutschland büßt ihre Souveränität immer mehr ein, ebenso die anderen der EU angeschlossenen Staaten.

6. Das Recht der einzelnen Staaten (z.B. das deutsche Grundgesetz) wird zunehmend vom „Europarecht“ verdrängt.

7. Das Bundesverfassungsgericht als höchstes deutsches Gericht muss seine entscheidenden Kompetenzen an den Europäischen Gerichtshof abgeben.

8. Die EU erstrebt Aufrüstung und eine Europa-Armee.

9. Die EU-Politik kann – insbesondere durch ihre „Nichtdiskriminierungs“-Klausel – eine Einschränkung der Meinungs- und Predigtfreiheit zur Folge haben.

10. Die Präambel und die Grundwerte-Definition des EU-Verfassungsvertrags stehen in wesentlichen Punkten im Gegensatz zum christlichen Glauben und könnten – besonders im Blick auf die „Nichtdiskriminierungs“-Klausel – eine Christenverfolgung in Europa herbeiführen.

Im Folgenden werden diese Thesen durch Zitate belegt. Insbesondere werden zur Begründung herangezogen:
– Die konsolidierte Fassung des Vertrags über die Europäische Union und des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union („Lissabonner Vertrag“, „Verfassungsvertrag“, „EU-Reformvertrag“), die jetzt in allen bereits zur EU gehörenden Ländern ratifiziert werden soll (veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union Nr. C 115 vom 09.05.2008)
– Die wichtigste Klage gegen die EU-Verfassung von 2005 (erneuert 2008), nämlich die des CSU-Bundestagsabgeordneten und ehemaligen bayerischen Staatsministers Dr. Peter Gauweiler. Er beauftragte den Ordinarius für öffentliches Recht Prof. Dr. jur. Karl-Albrecht Schachtschneider (Erlangen/Nürnberg). Diese Klageschrift umfasst 297 Seiten.
– Das Gutachten „Der Vertrag von Lissabon und das Grundgesetz“ vom Mai 2008, verfasst von Prof. Dr. Dietrich Murswiek aus Freiburg, mit 134 Seiten.

Für Europa, gegen die EU

Der Kontinent Europa und die Europäische Union (EU) sind nicht dasselbe. Die jetzige EU ist ein Zusammenschluss verschiedener europäischer Staaten, dessen Ziel die Herstellung einer einheitlichen Regierung für Gesamteuropa ist.
Als Christen wünschen wir uns Frieden und eine gute Zusammenarbeit zwischen den europäischen Völkern und Staaten. Wir müssen uns aber gegen eine Europäische Union wenden, wie sie sich jetzt ganz offensichtlich entwickelt hat mit ihrer Zentralisierung, ihrer Entdemokratisierung, der Einschränkung von Freiheitsrechten einschließlich der Meinungsfreiheit und Predigtfreiheit für Christen. Ferner wenden wir uns gegen ein Europa ohne Gott, wie es in der EU-Verfassung (inzwischen: EU-Verfassungsvertrag) verankert ist.

Hier entsteht ein Superstaat, eine Mammutinstitution ohne wirkliche Freiheit der Einzelstaaten und der einzelnen Bürger. Bereits jetzt stammen die allermeisten Gesetze von der EU in Brüssel und nicht aus Berlin oder den Hauptstädten der anderen europäischen Länder. Das deutsche, ja allgemein das nationale Recht der Völker befindet sich auf dem Rückzug und soll immer mehr einem „Europa-Recht“ weichen, was im Weiteren noch belegt werden wird.

Stattdessen wäre als Alternative hierzu wünschenswert: ein Staatenbund gleichberechtigter Staaten mit Freiheit der Einzelstaaten und auch der Bürgerinnen und Bürger. Die Zusammenarbeit sollte sich nur auf das Notwendigste beschränken, um ein friedliches Zusammenleben in Europa und eine gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit der europäischen Staaten zu gewährleisten. Statt Zentralismus wäre ein dezentrales Netz voneinander unabhängiger, aber freundschaftlich verbundener Staaten erstrebenswert.

Die Entmündigung der Bürger

Nur in wenigen Ländern durfte überhaupt über den EU-Beitritt und die Verfassung abgestimmt werden, über den Verfassungsvertrag nur in Irland als einzigem von 27 Ländern! In Irland wurde der Vertrag am 13. Juni 2008 von der Bevölkerung abgelehnt, weil einsatzbereite Bürger von Haustür zu Haustür gegangen sind und Aufklärung geleistet haben, was wirklich im Lissabonner Verfassungsvertrag steht, der ja von führenden Politikern hinter verschlossenen Türen ausgehandelt wurde. Und das, obwohl die Bevölkerung Irlands regelrecht „erpresst“ wurde, dem Vertrag zuzustimmen:
„Der Vertragstext wurde überhaupt erst am 16. April 2008 veröffentlicht, um zu verhindern, dass die pikanten Details des Vertrages in die breite Öffentlichkeit getragen werden könnten … Die Iren wurden … darauf hingewiesen, dass sie in der Vergangenheit durch die EU mit Milliardenbeträgen gefördert wurden, die Zustimmung der Iren würde belohnt, die Ablehnung aber mit Entzug der Förderung bestraft werden. Ähnlich gehen Mafia, Camorra und N´Drangetha vor, wenn sie sich mit Geldangeboten oder eben Sanktionsdrohungen Abstimmungsergebnisse „kaufen“. (Pressemitteilung der Deutschen Zentrumspartei, Juni 2008).
Dennoch soll dieser Verfassungsvertrag in Wirksamkeit gesetzt werden. Bereits im Jahr 2005 hatten die Bürger Frankreichs und der Niederlande die EU-Verfassung mehrheitlich abgelehnt. Danach konstruierte man den nur unwesentlich davon abweichenden „Verfassungsvertrag“ – über den man nun die Bürger in Frankreich, den Niederlanden und anderen Ländern nicht mehr abstimmen lassen brauchte. Nur die Iren – und diese lehnten den Verfassungsvertrag ab.

Der Jurist Prof. Schachtschneider schreibt hierzu:
„Die Abstimmung der Iren war ein Akt der Freiheit, der für alle Völker der EU das Recht verteidigt hat. Jetzt entrüstet sich die politische Klasse über die Iren, die No, Nein zum Vertrag von Lissabon gesagt haben und beweist ihre Verachtung der Menschen und Völker. Schon der erneute Vertragsschluss nach dem Scheitern des Verfassungsvertrages im Jahre 2005 in Frankreich und den Niederlanden war demokratisch ein Skandal. Solange nicht alle Völker über die schicksalhafte Entwicklung der Union zum Großstaat abstimmen dürfen, leben wir in obrigkeitlichen Parteienstaaten, nicht in demokratischen Republiken, die Gemeinwesen der Freiheit und des Rechts sein wollen und sollen. Man wird die Iren erneut zwingen abzustimmen. Schon darum muss der Widerspruch gegen die Unterdrückung durch die Eurokraten aufrecht erhalten bleiben, durch Öffentlichkeitsarbeit, durch Wahlen, durch Prozesse.“ (Zeit-Fragen online, 2.8.2008).

In der Bundesrepublik Deutschland kennen wir das Institut des Volksentscheids auf Bundesebene bisher leider nicht. Auch das Grundgesetz wurde nur von der Verfassungsgebenden Versammlung verabschiedet. Die Forderung nach einer Volksabstimmung in einer derart wichtigen und grundlegenden Entscheidung ist allerdings unverzichtbar!

Eine historische Entscheidung steht bevor

Über die von ihm verfasste Klage gegen die EU-Verfassung und nun den Lissabonner „Verfassungsvertrag“ schreibt Prof. Schachtschneider:
„Das Bundesverfassungsgericht wird die von mir betriebene Verfassungsbeschwerde so schnell als möglich entscheiden, hoffentlich hinreichend dem Recht verpflichtet. Bis dahin wird der Bundespräsident das Zustimmungsgesetz nicht unterzeichnen und den Vertrag nicht ratifizieren. Auch in Großbritannien und Tschechien sind die obersten Gerichte mit dem Vertrag befasst. Für Österreich bereite ich eine Verfassungsklage vor.“ (ebd.).
Bereits am 15.06.2005 berichtete Spiegel online, dass Bundespräsident Horst Köhler mit der Unterschrift unter den EU-Vertrag bis zur Klärung der Verfassungsklage warten wollte. Der EU-Vertrag kam damals nicht zur weiteren Ratifizierung, da er ja in Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden abgelehnt wurde. Jetzt wurde die Klage erneuert und Horst Köhler wartet auch jetzt mit seiner Unterschrift, bis das Verfassungsgericht darüber entschieden hat, denn es geht um weit mehr als nur um Kleinigkeiten:

Es geht um die Bundesrepublik Deutschland und das Grundgesetz überhaupt – ob sie noch Bestand haben oder ob Europarecht das innerstaatliche Recht verdrängen wird. Das mitgliedstaatliche Recht gilt zwar weiter, wird aber nicht mehr angewandt, wenn ihm Gemeinschaftsrecht entgegensteht. Bei Sachverhalten, die nicht die EU berühren, bleibt es bei der Anwendung innerstaatlichen Rechts. Allerdings nur auf dem Papier! Denn die EU überträgt sich im Lissabonner Reformvertrag in wesentlichen Bereichen die ausschließliche Zuständigkeit, in anderen eine geteilte Zuständigkeit, aber mit EU-Vorrang (s.u.)!
Inzwischen hat auch die Linkspartei eine ähnliche Klage mit zum Teil sogar gleicher Begründung wie der CSU-Mann Gauweiler eingereicht – ein bemerkenswerter Vorgang! Von den so genannten „Kleinparteien“ stehen ohnehin die meisten kritisch zur derzeitigen EU. Man vergleiche hierzu in Deutschland z.B. EU-kritische Verlautbarungen auf den Homepages folgender „Kleinparteien“ (in alphabetischer Reihenfolge): AUF-Partei, Bürgerbewegung Solidarität, Christliche Mitte, Ökologisch-Demokratische Partei, Partei Bibeltreuer Christen, Zentrumspartei. Manche haben schon lange vor dem EU-Zentralismus gewarnt, andere sind offenbar jetzt aufgewacht – vielleicht in letzter Minute!

Das letzte Gefecht

„Auf zum letzten Gefecht – diesmal in Karlsruhe“ – so überschrieb die Süddeutsche Zeitung online einen Bericht am 25.5.2008. Darin heißt es:
„Der Bundestag hat dem EU-Reformvertrag von Lissabon schon vor einem Monat zugestimmt, der Bundesrat hat es soeben getan. Von deutscher Seite steht also dem gewaltigen Vertragswerk, das der Europäischen Union mehr Kraft und mehr Macht gibt, eigentlich nichts mehr im Wege. Eigentlich. Peter Gauweiler, CSU-Abgeordneter im Bundestag und einst der politische Ziehsohn von Franz-Josef Strauß, ist nämlich eigentlich ein Nichts neben dem Heer von EU-Beamten, die diesen Vertrag ausgearbeitet, neben der Phalanx von Regie-rungschefs, die diesen Vertrag besiegelt hat und neben den geballten Interessen, die hinter diesem Vertrag stehen. Aber dieser streitbare politische Außenseiter Peter Gauweiler ruft eine Instanz zu Hilfe, die ein letztes, ein allerletztes mal die Kompetenz hat, in die europäischen Dinge einzugreifen – das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Der Vertrag von Lissabon, der Vertrag also, gegen den Gauweiler klagt, nimmt nämlich dem Gericht diese Kompetenz. Die Klage, die seit Freitagmittag in Karlsruhe liegt, ist für dieses Gericht also die letzte Chance, seine eigene Entmachtung zu verhindern. Vorderhand wird das höchste Gericht darüber entscheiden müssen, ob sich die Bundesrepublik, ohne das Volk zu fragen, in einem europäischen Bundesstaat auflösen darf wie ein Stück Zucker im Kaffee.“
Laut Süddeutscher Zeitung steht „ein juristischer Großkampf“ an. Es geht „um den Fortbestand deutscher Souveränität“. Gauweiler bietet alle juristischen Instrumente auf: Organklage, Verfassungsbeschwerde, Antrag auf einstweilige Anordnung. Ferner soll dem Bundespräsidenten untersagt werden, das Vertragswerk zu unterzeichnen.

Warum so geheimnisvoll?

Kaum ein Bürger weiß darum, was zur Zeit hinter den politischen Kulissen läuft. Warum eigentlich? Warum diese Geheimniskrämerei? Radio Utopie online vom 1.7.2008 meint:

„Gauweiler und Schachtschneider: Sieg über Regierung, Parlament, Präsident … Die ganze Dimension dieser historischen Niederlage von Exekutive und Legislative gegen die Judikative des Bundesverfassungsgerichtes ist immer noch nicht in der Republik angekommen. Die Exekutive, nämlich Bundesregierung und Bundespräsident, sowie die Legislative Bundestag und Bundesrat, sie alle stehen bis auf die Knochen blamiert da. Denn ein einzelner Bundestagsabgeordneter, Dr. Peter Gauweiler (CSU), und sein Anwalt, Prof. Karl Albrecht Schachtschneider, sie stoppten nun mit einem Antrag in Karlsruhe auf einstweilige Anordnung gegen Präsident Horst Köhler dessen Unterschrift unter den EU-Vertrag … Bundespräsident, Bundesregierung, Bundestag, Bundesrat – sie alle arbeiten zur Zeit an nichts anderem als an der Selbstenthebung, dem Sturz des Grundgesetzes und der Auflösung der Republik.“

Das muss uns bewusst machen, wie ernst die Lage ist!

Warum kritisieren wir eigentlich den EU-Verfassungsvertrag? Was darin ist falsch und gefährlich? Um dies zu verstehen, folgt nun zunächst ein kurzer Vergleich zwischen dem deutschen Grundgesetz und dem Lissabonner Vertrag der Europäischen Union. Die besonders zu beachtenden Schlüsselworte und Begriffe heben wir im Text hervor.

Gott und Glaubensfreiheit im Grundgesetz

Präambel des Grundgesetzes: „Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen“

Art. 2 GG (Freiheitsrechte): „Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte Anderer verletzt oder gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.“

Art. 4 GG: „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiö-sen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.“

Art. 5 GG (Meinungsfreiheit): „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quel-len ungehindert zu unterrichten.“

Art. 6 GG (Ehe und Familie): „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung.“ (Gemeint ist bisher die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau.)

Art. 16,2: „Kein Deutscher darf an das Ausland ausgeliefert werden.“ (Siehe hierzu das unten zum Europäischen Haftbefehl Gesagte.)

Art. 20: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Rechtsstaat, alle Staatsgewalt geht vom Volke aus … die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung gebunden. … Gegen jeden, der es unternimmt, die-se Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

EU-Verfassung ohne Gott

Nun betrachten wir demgegenüber die Konsolidierte Fassung des Vertrages über die Europäische Union:
Präambel: „Schöpfend aus dem kulturellen, religiösen und humanistischen Erbe Europas…“ – Hier fehlt – im Gegensatz zum deutschen Grundgesetz – Gott völlig. Der Gott der Bibel lässt sich zudem – streng genommen – nicht unter den Begriff „Religion“ fassen, da der christliche Glaube auf der Offenbarung („von oben nach unten“) des lebendigen Gottes und nicht auf selbstgemachter menschlicher „Religion“ („von unten nach oben“) beruht. Demgemäß fehlt der christliche Glaube im EU-Verfassungsvertrag völlig!

Unchristliche Werte

Art. 2 (Werte der Europäischen Union): „Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. Diese Werte sind allen Mitgliedsstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet.“
Wir finden hier die Philosophie der Aufklärung; eine absolute Wahrheit, eine Offenbarung Gottes gibt es nicht. Die absolute Wahrheit wird aufgelöst durch beliebige Vielfalt (Pluralismus) und einen falschen Toleranzbegriff (relativierende Sachtoleranz), mit freimaurerischer Handschrift geschrieben. Und auch der schöpfungsgemäße Unterschied der Geschlechter wird beseitigt: Die Rede ist von „Gleichheit“ (!) von Frauen und Männern, nicht nur von „Gleichberechtigung“ – dahinter verbirgt sich die antichristliche „Gender“-Ideologie mit ihrer Konsequenz der „Homo-Ehe“!
Genderismus (engl. Gender Mainstreaming) stellt das autonom bestimmte Geschlecht (lat. genus) gegen das von Gott vorgegebene biologische Geschlecht (lat. sexus). Genderismus ist der vom radikalen Feminismus und Neomarxismus angestoßene, selbstüberhebliche Versuch, das Geschlecht selber zu bestimmen – mit allen Folgen von der Veränderung der Kleidung bis hin zur operativen Geschlechtsumwandlung. Genderismus besitzt konsequenterweise besonders in der Homosexuellen- und Lesbenbewegung seine Verankerung. Aus biblischer Sicht ist Genderismus Sünde und zum Scheitern verurteilt.

Und dies soll einer der entscheidenden Grundwerte der EU sein, an dem alles andere gemessen wird!

Kampf gegen „Diskriminierungen“

Art. 3,3, 2. Absatz: Die Union „bekämpft soziale Ausgrenzung und Diskriminierungen und fördert soziale Gerechtigkeit und sozialen Schutz, die Gleichstellung von Frauen und Männern, die Solidarität zwischen den Generationen und den Schutz der Rechte des Kindes.“ – Leider werden aber die Rechte des ungeborenen Kindes nicht geschützt! Natürlich ist Diskriminierung im Sinne von Verächtlichmachung abzulehnen. Wenn wir aber als Christen Sünde (z.B. homosexuelle Praktiken) Sünde nennen, dann zitieren wir Gottes Wort (Röm 1; 1. Kor 6 u.a.), um den Menschen zu helfen, um sie zur Liebe Jesu hinzuführen, der heilt, der vergibt und der zur Umkehr anleitet. Der Herr Jesus kann Menschen heilen, die in Sünde leben, und ihr Leben erneuern. Soll dies bekämpft und verboten werden?

Neue Weltordnung

Art. 21 (Ziele der Europäischen Union), Abschnitt H: Das Ziel ist es, „eine Weltordnung zu fördern, die auf einer verstärkten multilateralen Zusammenarbeit und einer verantwortungsvollen Weltordnungspolitik beruht.“ – Wir sehen hier Europa als Vorstufe der Welteinheit („One World“). Hauptverfasser dieser EU-Verfassung ist Valéry Giscard d’Estaing, ein Freimaurer in einem der höchsten Grade. Seine Handschrift ist deutlich erkennbar, „Gott“ darf in dieser Verfassung nicht vorkommen, nur „Religion“; alles muss in relativistischer Beliebigkeit bleiben.

Militärische Aufrüstung

Parallel zu dieser Pseudo-Toleranz erstrebt die EU – für manche überraschend – militärische Aufrüstung:
Art. 42, Absatz 3: „Die Mitgliedstaaten verpflichten sich, ihre militärischen Fähigkeiten schrittweise zu verbessern. Die Agentur für die Bereiche Entwicklung der Verteidigungsfähigkeiten, Forschung, Beschaffung und Rüstung … ermittelt den operativen Bedarf und fördert Maßnahmen zur Bedarfsdeckung, trägt zur Ermittlung von Maßnahmen zur Stärkung der industriellen und technologischen Basis des Verteidigungssektors bei und führt diese Maßnahmen gegebenenfalls durch, beteiligt sich an der Festlegung einer europäischen Politik im Bereich der Fähigkeiten und der Rüstung und unterstützt den Rat bei der Beurteilung der Verbesserung der militärischen Fähigkeiten.“

Art. 43, 1: „Die in Art. 42, Absatz 1 vorgesehenen Missionen, bei deren Durchführung die Union auf zivile und militärische Mittel zurückgreifen kann, umfassen gemeinsame Abrüstungsmaßnahmen, humanitäre Aufgaben und Rettungseinsätze, Aufgaben der militärischen Beratung und Unterstützung, Aufgaben der Konfliktverhütung und der Erhaltung des Friedens sowie Kampfeinsätze im Rahmen der Krisenbewältigung einschließlich Frieden schaffender Maßnahmen und Operationen zur Stabilisierung der Lage nach Konflikten. Mit allen diesen Missionen kann zur Bekämpfung des Terrorismus beigetragen werden …“ – Während in Art. 42 von einer schrittweisen Verbesserung der militärischen Fähigkeiten die Rede war, wird in Art. 43 von „Abrüstung“ geredet – ein Widerspruch in sich und eine Verschleierung des wahren Sachverhaltes! Letztlich soll Europa in die „Terrorismusbekämpfung“ eingebunden werden (was auch immer das bedeutet) – und mit diesem Argument wird (ähnlich wie in den USA) faktisch aufgerüstet.

Außerordentlich viel Macht erhält der EU-Außenminister, der als einziger in der EU-Verfassung eine aus dem Rahmen fallende Bezeichnung trägt:

Art. 43, 2: „Der Hohe Vertreter der Union für Außen- und Sicherheitspolitik (d.i. der „Außenminister“ der EU, d. Verf.) sorgt unter Aufsicht des Rates und in engem und ständigem Benehmen mit dem politischen und sicherheitspolitischen Komitee für die Koordinierung der zivilen und militärischen Aspekte dieser Missionen.“

Hier entsteht natürlich ein klarer Konflikt zu Art 87a des deutschen Grundgesetzes, wo es heißt:

Artikel 87a(1): „Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf. Ihre zahlenmäßige Stärke und die Grundzüge ihrer Organisation müssen sich aus dem Haushaltsplan ergeben.
(2) Außer zur Verteidigung dürfen die Streitkräfte nur eingesetzt werden, soweit dieses Grundgesetz es ausdrücklich zulässt.
(3) Die Streitkräfte haben im Verteidigungsfalle und im Spannungsfalle die Befugnis, zivile Objekte zu schützen und Aufgaben der Verkehrsregelung wahrzunehmen, soweit dies zur Erfüllung ihres Verteidigungsauftrages erforderlich ist. Außerdem kann den Streitkräften im Verteidigungsfalle und im Spannungsfalle der Schutz ziviler Objekte auch zur Unterstützung polizeilicher Maßnahmen übertragen werden; die Streitkräfte wirken dabei mit den zuständi-gen Behörden zusammen.
(4) Zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes kann die Bundesregierung, wenn die Voraus-setzungen des Artikels 91 Abs. 2 vorliegen und die Polizeikräfte sowie der Bundesgrenzschutz nicht ausreichen, Streitkräfte zur Unterstützung der Polizei und des Bundesgrenzschutzes beim Schutze von zivilen Objekten und bei der Bekämpfung organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer einsetzen. Der Einsatz von Streitkräften ist einzustellen, wenn der Bundestag oder der Bundesrat es verlangen.“

Das EU-Ermächtigungsgesetz

Die Europäische Union soll zu einem eigenen Staatsgebilde werden, ein Binnenstaat mit Außenminister. So wird in Art. 47 festgestellt: „Die Union besitzt Rechtspersönlichkeit.“ In unmittelbarem Zusammenhang damit steht das, was Prof. Schacht-schneider in seiner Klage als EU-„Ermächtigungsgesetz“ bezeichnet:
Art. 48, Absatz 2: „Die Regierung jedes Mitgliedsstaats, das Europäische Parlament oder die Kommission kann dem Rat Entwürfe zur Änderung der Verträge vorlegen. Diese Entwürfe können unter anderem eine Ausdehnung oder Verringerung der der Union in den Verträgen übertragenen Zuständigkeiten (d.i. eine Ermächtigung!, d. Verf.) zum Ziel haben. Diese Entwürfe werden vom Rat dem Europäischen Rat übermittelt und den nationalen Parlamenten zur Kenntnis gebracht.“ – Man lese genau: Die nationalen Parlamente nehmen das, was ihre Regierungen zusammen mit der EU-Spitze erstreben und beschließen, lediglich zur Kenntnis. Ähnliches ermög-licht die sogenannte „Flexibilitätsklausel“ Art. 352 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU, auf die wir noch zu sprechen kommen.

Umfassende Zuständigkeiten der EU

Der Lissabonner Vertrag ist zweigeteilt in den eigentlichen „Vertrag über die Europäische Union“ und einen genauso verbindlichen „Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union“, wo es mehr um die formalen Dinge geht, so etwa um die verschiedenen Gremien der Union. Im „Vertrag über die Arbeitsweise der EU“, auf den wir uns jetzt konzentrieren, wird unterschieden zwischen verschiedenen Zuständigkeiten, nämlich einer ausschließlichen Zuständigkeit und einer teilweisen Zuständigkeit.
Art. 2, Absatz 1 (Arten und Bereiche der Zuständigkeit der Union): „Übertragen die Verträge der Union für einen bestimmten Bereich eine ausschließliche Zuständigkeit, so kann nur die Union gesetzgeberisch tätig werden und verbindliche Rechtsak-te erlassen; die Mitgliedstaaten dürfen in einem solchen Fall nur tätig werden, wenn sie von der Union hierzu ermächtigt werden, oder um Rechtsakte der Union durchzuführen.“
Absatz 2: „Übertragen die Verträge der Union für einen bestimmten Bereich eine mit den Mitgliedsstaaten geteilte Zuständigkeit, so können die Union und die Mitgliedstaaten in diesem Bereich gesetzgeberisch tätig werden und verbindliche Rechtsakte erlassen. Die Mitgliedsstaaten nehmen ihre Zuständigkeit wahr, sofern und soweit die Union ihre Zuständigkeit nicht ausgeübt hat.“ – Also besitzt de facto auch bei der „geteilten Zuständigkeit“ die EU Vorrang – dies ist besonders zu beachten!
Art. 3, Absatz 1, a-e: „Die Union hat ausschließliche Zuständigkeit in folgenden Bereichen: Zollunion; Festlegung der für das Funktionieren des Binnenmarkts erforderlichen Wettbewerbsregeln; Währungspolitik für die Mitgliedsstaaten, deren Währung der Euro ist; Erhaltung der biologischen Meeresschätze im Rahmen der gemeinsamen Fischereipolitik; gemeinsame Handelspolitik.“
Absatz 2: „Die Union hat ferner die ausschließliche Zuständigkeit für den Abschluss internationaler Übereinkünfte, wenn der Abschluss einer solchen Übereinkunft in einem Gesetzgebungsakt der Union vorgesehen ist…“
Geteilte Zuständigkeiten sind alle anderen Gebiete. Genannt sind in Art. 4: Binnenmarkt, Sozialpolitik, wirtschaftlicher, sozialer und territorialer Zusammenhalt, Landwirtschaft und Fischerei, Umwelt, Verbraucherschutz, Verkehr, transeuropäische Netze, Energie, Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts, gemeinsame Sicherheitsanliegen im Bereich der öffentlichen Gesundheit. – Damit liegt die Justiz in europäischer Hand, was entscheidend ist und was bekräftigt wird durch die dem Verfassungsvertrag beigefügte Erklärung zu Art. 16 Absatz 9 des Vertrages, Punkt 17 (Erklärung zum Vorrang), Gutachten des juristischen Dienstes des Rates vom 22. Juni 2007: „Nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs ist der Vorrang des EG-Rechts einer der Grundpfeiler des Gemeinschaftsrechts.“

Zweierlei Maß

Während gemäß dem „Vertrag über die Arbeitsweise der EU“ die vereinheitlichende „Gender“-Ideologie massiv gefördert und Diskriminierungen sogar „bekämpft“ werden sollen, werden Kirchen und religiöse Vereinigungen lediglich „geachtet“ und man versucht offensichtlich, sie in einem „Dialog“ von der Richtigkeit der EU-Politik zu überzeugen:
Art. 8: „Bei allen ihren Tätigkeiten wirkt die Union darauf hin, Ungleichheiten zu beseitigen und die Gleichstellung von Männern und Frauen zu fördern.“ (Gender-Ideologie; s.o.).
Art. 10: „Bei der Festlegung und Durchführung ihrer Politik und ihrer Maßnahmen zielt die Union darauf ab, Diskriminierungen aus Gründen des Geschlechts, der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung zu bekämpfen.“
Art. 17: „Die Union achtet den Status, den Kirchen und religiöse Vereinigungen oder Gemeinschaften in den Mitgliedsstaaten nach deren Rechtsvorschriften genießen, und beeinträchtigt ihn nicht. Die Union achtet in gleicher Weise den Status, den weltanschauliche Gemeinschaften nach den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften genießen. Die Union pflegt mit diesen Kirchen und Gemeinschaften in Anerkennung ihrer Identität und ihres besonderen Beitrags einen offenen, transparenten und regelmäßigen Dialog.“

Der Europäische Haftbefehl

Der Europäische Haftbefehl (EHB) ist in der Europäischen Union seit dem Jahre 2005 in Kraft. Er ist – und das ist das Gefährliche – auf 32 extrem schwammig definierte und daher beliebig auslegbare Straftatbestände anwendbar. Diese sind unter anderen: Terrorismus, Umweltkriminalität, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Das Gefährliche an diesen Begriffen ist, dass man sie fast beliebig füllen kann. So fallen z. B. unter den Begriff „Rassismus“ auch alle nicht näher eingegrenzten Diskriminierungen, die sich u. a. auf Volkszugehörigkeit, Religion oder die weltanschauliche Überzeugung anderer Menschen beziehen. So gesehen kann man dann, wenn man eine Religion oder Weltanschauung, z. B. den Islam, als falsch ablehnt, schon als Rassist gelten.
Weiter bestimmen die Richtlinien des EHB, dass eine Straftat nicht nur in dem Land, in dem sie begangen wurde, sondern EU-weit geahndet werden kann! Wenn also z. B. eine „Diskriminierung“, die ich ausgesprochen habe, auch nur in einem EU-Land strafbar ist, so kann ich durch den Europäischen Haftbefehl an dieses EU-Land ausgeliefert werden, obwohl meine Äußerung in meinem eigenen Land (noch) nicht strafbar ist. Möglicherweise kann ich dann für die gleiche Straftat nacheinander in mehreren EU-Ländern verurteilt werden. Gleichzeitig wird mein Vermögen eingezogen, so dass ich mir keinen Anwalt nehmen kann. Für die Auslieferung an einen EU-Staat genügt die bloße Beschuldigung seitens dieses Staates.
Dies wäre die mögliche Handhabung des Europäischen Haftbefehls. Folgendes steht im „Vertrag über die Arbeitsweise der EU“ diesbezüglich zu lesen:
Art. 67, Absatz 3: „Die Union wirkt darauf hin, durch Maßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung von Kriminalität sowie von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, zur Koordinierung und Zusammenarbeit von Polizeibehörden und Organen der Strafrechtspflege und den anderen zuständigen Behörden sowie durch die gegenseitige Anerkennung strafrechtlicher Entscheidungen und erforderlichenfalls durch die Angleichung der strafrechtlichen Rechtsvorschriften ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten.“
Art. 75: „Sofern dies notwendig ist, um die Ziele des Artikels 67 in Bezug auf die Verhütung und Bekämpfung von Terrorismus und damit verbundener Aktivitäten zu verwirklichen, schaffen das Europäische Parlament und der Rat gemäß dem ordentlichen Gesetzgebungsverfahren durch Verordnungen einen Rahmen für Verwaltungsmaßnahmen in Bezug auf Kapitalbewegungen und Zahlungen, wozu das Einfrieren von Geldern, finanziellen Vermögenswerten oder wirtschaftlichen Erträgen gehören kann, deren Eigentümer oder Besitzer natürliche oder juristische Personen, Gruppierungen oder nichtstaatliche Einheiten sind.“

EU als neuer Archipel Gulag?

Die weltanschaulichen oder religiösen „Diskriminierungen“ (z.B. kritische Äußerungen über den Islam oder unbiblische sexuelle Orientierungen) sind bereits jetzt in Schweden mit bis zu vier Jahren Haft strafbar, in Deutschland teilweise auch (die EU favorisierte eine schärfere Fassung, die aber in Deutschland durch Einspruch verschiedener Parteien vorläufig noch abgemildert werden konnte). Der Europäische Haftbefehl besagt also, dass eine in Deutschland nicht strafbare Handlung zur Auslieferung an ein anderes EU-Land, in dem dies einen Straftatbestand darstellt, führen kann. Dies war Anlass für ein Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht im Jahre 2005, welches das Ergebnis hatte, dass ein Deutscher – gemäß Art. 16 Abs. 2 GG – nicht an das Ausland ausgeliefert werden darf, wenn die vorgeworfene Tat einen „maßgeblichen Inlandsbezug“ hat (Reuters / ap 25.11.2005).
Noch schützt uns das Grundgesetz und dieses Urteil des Bundesverfassungsgerichtes. Wenn dieses aber nichts mehr Letztgültiges zu sagen hat, wenn nur noch der Europäische Gerichtshof europäisch verbindliches Recht zu sprechen hat, dann fällt dieser Schutz weg. Wer auf Dinge hinweist, welche die Bibel Sünde nennt, kann dann europaweit geahndet und verfolgt werden. Hierzu genügt bereits, dass eine entsprechende Beschuldigung erhoben wird. Wer wird dann noch deutlich predigen? Hoffentlich viele!
Der Herausgeber von TOPIC, Ulrich Skambraks, hat in einem Artikel über den Europäischen Haftbefehl Folgendes geschrieben:

„Die Grundlage jeder modernen Diktatur besteht in der allgemeinen Kriminalisierung ihrer Untertanen. Aus dieser Perspektive betrachtet ist es wichtig, darüber nachzudenken, welches Instrument mit dem Europäischen Haftbefehl eigentlich geschaffen wurde. Zur Bekämpfung von Terroristen und Kriminellen mag es wirkungsvoll sein und ist deshalb sehr zu begrüßen, aber mit dem Haftbefehl könnten auch missliebige EU-Bürger aller Art mit zweifelhaften Anschuldigungen schnell verhaftet und weggeschlossen werden. Gerade der Diskriminierungsvorwurf lässt sich gut dazu instrumentalisieren.“ (Erneuerung und Abwehr Nr. 2 / 2005, S. 16).

Strafen, Sanktionen, Zwangsgelder

Auch gegen nicht zahlungsfähige oder nicht ins System passende Staaten sind drakonische Strafen im „Vertrag über die Arbeitsweise der EU“ enthalten:
Art. 126, Absatz 11: „Solange ein Mitgliedstaat einen Beschluss nach Absatz 9 nicht befolgt, kann der Rat beschließen, eine oder mehrere der nachstehenden Maßnahmen anzuwenden. … Geldbußen in angemessener Höhe können verhängt werden.“ Strafen werden von der Zentralstelle in Brüssel verhängt, wenn finanzielle Defizite bestehen, die nicht übereinstimmen mit der gesamteuropäischen Bilanz. Auch Deutschland war hiervon schon betroffen.
Art. 132, Absatz 3: Die Europäische Zentralbank ist befugt, „Unternehmen bei Nichteinhaltung der Verpflichtungen … mit Geldbußen oder in regelmäßigen Abständen zu zahlenden Zwangsgeldern zu belegen.“

EU und UNO

Über der EU steht nur noch die UNO (Vereinte Nationen) als oberstes Gremium zur Schaffung der „One World“. Auch militärisch arbeitet die EU mit der UNO zusammen, wobei der genaue Zeitplan bezüglich der Aufrüstung auffällt:
Art. 220: „Die Union betreibt jede zweckdienliche Zusammenarbeit mit den Organen der Vereinten Nationen. … Die Durchführung dieses Artikels obliegt dem Hohen Vertreter der Union für Außen- und Sicherheitspolitik (= EU-Außenminister; d. Verf.) und der Kommission.“
Anhang, Protokoll Nr. 10, b) Jeder Mitgliedstaat der EU soll sich verpflichten, „…spätestens 2010 über die Fähigkeit zu verfügen, entweder als nationales Kontingent oder als Teil von multinationalen Truppenverbänden bewaffnete Einheiten bereitzustellen, die auf die in Aussicht genommenen Missionen ausgerichtet sind, taktisch als Gefechtsverband konzipiert sind, über Unterstützung unter anderem für Transport und Logistik verfügen und fähig sind, innerhalb von 5 bis 30 Tagen Missionen nach Art. 43 des Vertrags über die Europäische Union aufzunehmen, um insbesondere Ersuchen der Organisation der Vereinten Nationen nachzukommen…“
Sämtliche UNO-Resolutionen zur Nahostfrage richteten sich bisher übrigens gegen Israel. Wir werden dabei an Sacharja 12 und 14 erinnert, wo beschrieben wird, dass am Ende der Tage alle Völker auf Erden gegen Israel marschieren werden.

Die Klageschrift von Prof. Schachtschneider gegen die EU-Verfassung
Diese Klage vom 27. Mai 2005 (sie wurde später aktualisiert) ist adressiert an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe und trägt folgenden Titel:
„Organklage, Verfassungsbeschwerde, Antrag auf andere Abhilfe, Antrag auf einstweilige Anordnung des Mitglieds des Deutschen Bundestages, Bayer. Staatsminister a.D. Dr. Peter Gauweiler … gegen den Deutschen Bundestag, vertreten durch den Präsidenten des Deutschen Bundestages, Wolfgang Thierse … und die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Bundesregierung, diese vertreten durch den Bundeskanzler …“
Eine ähnliche Klage wurde bereits in den neunziger Jahren gegen den Maastricht-Vertrag erhoben, dann 2005 gegen die Europäische Verfassung und jetzt wiederum gegen die konsolidierte Fassung des Vertrages über die Europäische Union. Die Klage wurde erhoben, weil „das Zustimmungsgesetz der Bundesrepublik Deutschland zum Vertrag vom 29. Oktober 2004 … gegen das Grundgesetz verstößt, insbesondere gegen Art. 20 Abs. 1 und 2 GG, gegen Art. 2 Abs. 1 GG und gegen Art. 38 Abs. 1 S. 2 GG in Verbindung mit Art. 79 Abs. 3 GG, sowie gegen Art. 23 Abs. 1 GG, und deswegen nichtig ist“ (Klageschrift, Seite 2).
Auf Seite 4 der Klageschrift wird ausgeführt:
„Das Zustimmungsgesetz ist verfassungswidrig, weil es die grundgesetzlichen Strukturprinzipien der Bundesrepublik Deutschland, die in Art. 20 des Grundgesetzes niedergelegt sind, vor allem das demokratische Prinzip, aber auch das Sozialprinzip, das Bundesstaatsprinzip und vor allem das Rechtsstaatsprinzip verletzt.“
Prof. Schachtschneider argumentiert: Wenn wir wirklich eine Europäische Verfassung erhalten sollen, dann muss das Volk darüber entscheiden und nicht die Regierung: „Der pouvoir constitué darf nicht mit den existenziellen Aufgaben des pouvoir constituant befasst werden“ (S. 4). Dies bedeutet, dass das konstituierte Organ, also die vom Volk gewählte Regierung, nicht die Aufgabe des Volkes selbst übernehmen kann – nämlich, zu entscheiden, ob das Grundgesetz durch europäisches Recht (et-wa die EU-Grundrechte-Charta) abgelöst werden darf. Dies darf nur durch eine Volksabstimmung geschehen. Diese jedoch soll uns verweigert werden.
Eine politisch wichtige Forderung wäre ein Referendum (Volksabstimmung) über die konsolidierte Fassung des Vertrages über die Europäische Union, wie es etwa auch in Irland durchgeführt wurde, damit wir nicht unser Grundgesetz eintauschen gegen eine höchst bedenkliche Verfassung ohne Gottesbezug. Die Pro- und die Contra-Seite müssten hierbei ihre Sicht gleichberechtigt in der Öffentlichkeit darlegen dürfen.
Prof. Schachtschneider weiter: „Das Zustimmungsgesetz ist darüber hinaus staatswidrig, weil der Verfassungsvertrag die existenzielle Staatlichkeit Deutschlands weitestgehend zugunsten einer existenziellen Staatlichkeit der Europäischen Union einschränkt.“ Die Politik kann dann „nicht mehr von den nationalen Parlamenten verantwortet werden, weil das demokratierechtlich notwendige Prinzip der begrenzten Ermächtigung (endgültig) verlassen ist.“ (S. 4). Es handelt sich um eine Totalermächtigung! Zunächst ging es um eine Wirtschaftsgemeinschaft – jetzt geht es um die Grundlagen unseres Staates! Sie dürfen nicht einer Bürokratiebehörde ausgeliefert werden, die nur von Regierungshäuptern gelenkt wird, aber nicht mehr von Entscheidungen der Basis. Da sollten wir uns das demokratische Musterland Schweiz mit seinen basisdemokratischen Elementen viel eher zum Vorbild nehmen.
Zu fordern wäre also weiter ein Mehr an Demokratie, z.B. durch Volksabstimmungen, statt eines Weniger, wie es uns in der EU droht. Denkbar wäre zur Stärkung des demokratischen Prinzips etwa auch eine Volksabstimmung über die „Homo-Ehe“, wobei uns klar sein muss, dass die Mehrheit der Bevölkerung nicht unbedingt gemäß der Bibel abstimmen würde. Gravierende Entscheidungen, wo es um politische, aber auch um geistliche Dimensionen geht, dürfen jedenfalls nicht über die Köpfe der Menschen hinweg entschieden werden.
Prof. Schachtschneider weiter:
„Der Deutsche Bundestag darf keine Gesetze geben und auch nicht durch Gesetz Verträgen zustimmen, die seine Befugnisse überschreiten, jedenfalls nicht, wenn diese Gesetze oder Verträge dazu beitragen, den Staat, der das Grundgesetz verfasst hat, aufzuheben oder wesentlich in seiner existenziellen Staatlichkeit einzuschränken. Eine solche Gesetzgebung verletzt nicht nur den Bestand der Bundesrepublik Deutschland sondern auch die freiheitliche demokratische Grundordnung Deutschlands, also die Ordnung des Art. 20 des Grund-gesetzes. Dadurch wird die Widerstandslage nach Art. 20 Abs. 4 GG geschaffen.“ (S. 6).
Schachtschneider weist warnend darauf hin, dass die rechtsprechende Gewalt des Europäischen Gerichtshofes bereits in den letzten Jahren stetig zugenommen hat (Europäische Staatsanwaltschaft, Europäischer Haftbefehl), ebenso die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, Verteidigungspolitik einschließlich der Militarisierung der Europäischen Union (S. 19).

Das Gutachten von Prof. Murswiek zum Lissabonner Vertrag
Prof. Dr. Dietrich Murswiek ist Professor für Staats-, Verwaltungs- und Völkerrecht am Institut für öffentliches Recht der Universität Freiburg. Er hat sein Gutachten im Mai 2008 beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Murswiek (Gutachten, S. 78) weist darauf hin: Das Bundesverfassungsgericht hat bereits beim Maastricht-Prozess 1992/93 aufgrund einer Klage von Manfred Brunner (Prozessbevollmächtigter: Prof. Schachtschneider) Mindestanforderungen beschrieben, die von der Europäischen Union erfüllt sein müssen und die größtenteils jetzt nicht mehr erfüllt sind:

1.) Die Europäische Union kann keinen eigenen Staat begründen, sondern nur einen Staatenverbund. – Jetzt soll sie zu einem Staat werden.
2.) Sie sollte auf eine Wirtschaftsgemeinschaft beschränkt bleiben. – Jetzt wird sie eine Politik- und Justizgemeinschaft – und darüber hinaus – so ergänze ich – eine Weltanschauungsgemeinschaft.
3.) Die Mitgliedsstaaten sollten Herren der Verträge bleiben. – Jetzt werden sie entmachtet.
4.) Die Europäische Union sollte nur begrenzte Zuständigkeiten erhalten nach dem Prinzip der begrenzten Einzelermächtigung. – Jetzt gibt sie sich im Verfassungsvertrag eine Totalermächtigung.
5.) Die Europäische Union sollte die Souveränität der Staaten insofern wahren, dass sie das Recht zum Austritt haben. – Dies wird zwar jetzt zugestanden (Art. 50 EU-Reformvertrag), kann aber für austrittswillige Staaten, die schon in der EU waren, in der Praxis nachteilige Folgen mit sich bringen.
6.) Die Europäische Union sollte keine „Kompetenz-Kompetenz“ haben, sie sollte also nicht über die Kompetenz (Zuständigkeit) verfügen, selbst Kompetenzen erlassen zu dürfen bzw. immer weitere Kompetenzen an sich reißen zu können. – Dies tut sie jetzt jedoch aufgrund des Ermächtigungsgesetzes (s.o.) und der Flexibilitätsklau-sel (s.u.).
7.) Das Subsidiaritätsprinzip sollte begrenzt bleiben. – Seine Begrenzung wird aber immer mehr aufgehoben.
Prof. Murswiek (S. 129) folgert: Die Europäische Union ist mittlerweile „in Kerngebiete der Staatlichkeit vorgedrungen“, sie erstrebt „quasistaatlichen Charakter“. Die Rechtssetzung ist so, dass sich die Union selbst ihre Kompetenzen erweitert mit Hilfe der Flexibilitätsklausel. Wie lautet diese Klausel?
Art. 352 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäische Union: „Erscheint ein Tätigwerden der Union im Rahmen der in den Verträgen festgelegten Politikbereiche erforderlich, um eines der Ziele der Verträge zu verwirklichen und sind in den Verträgen die hierfür erforderlichen Befugnisse nicht vorgesehen, so erlässt der Rat einstimmig auf Vorschlag der Kommission und nach Zustimmung des Europäischen Parlaments die geeigneten Vorschriften.“
Gesetzesvorhaben, die im nationalen Rahmen nicht durchsetzbar sind, können nun über die europäische Schiene verwirklicht werden (sog. „Spiel über die Bande“). Prof. Murswiek (S. 131): „Diese Verlagerung von Rechtsetzungskompetenzen nach Brüssel verschafft zugleich der Bundesregierung gegenüber dem Parlament eine übermächtige Stellung.“ Die Regierung kann jetzt zusammen mit Brüssel ihre Ziele am nationalen Parlament vorbei umsetzen: Wenn ein Minister in Deutschland eine von ihm gewünschte Regelung nicht durchsetzen kann, regt er bei der EU-Kommission den Erlass einer entsprechenden europäischen Richtlinie an. Wenn er sich mit seinen europäischen Kollegen in der Ministerkonferenz einigt, beschließen diese eine EU-Richtlinie, die ohne großen Widerstand durch die Entscheidungsprozeduren läuft und die von der nationalen Öffentlichkeit einschließlich des nationalen Parlaments erst dann richtig wahrgenommen wird, wenn sie bereits in Kraft ist. Die Kontrolle durch das Bundesverfassungsgericht droht zu entfallen.

Was ein ehemaliger Bundespräsident sagt Roman Herzog, ehemaliger Präsident des deutschen Bundesverfassungsgerichtes und ehemaliger Bundespräsident, ist heute, obwohl er an der EU-Verfassung mitgewirkt hat, einer der schärfsten Kritiker derselben. Warum? Er äußerte sich in der Zeitung „Welt am Sonntag“ Nr. 2 vom 14.01.2007 unter der Überschrift „Die Europäische Union gefährdet die parlamentarische Demokratie in Deutschland“: „Eine intransparente, komplexe und verflochtene Mammut-Institution ist entstanden, die immer weitere Regelungsbereiche und Kompetenzen an sich zieht.“ Wir können hier deutlich die Gefahr einer Diktatur erkennen. Bereits der Philosoph Immanuel Kant hatte gewarnt vor dem unkontrollierbaren Großstaat.

Gewissensdruck auf Christen

In Deutschland gilt seit 2006 das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG, bekannt als „Antidiskriminierungsgesetz“), das in mancher Beziehung Abmilderungen gegenüber den Forderungen aus Brüssel enthält. Freilich ist es so, dass ein Arbeitgeber bereits heute Probleme bekommen kann, wenn er einen Bewerber ablehnt wegen seiner sexuellen Orientierung. Wenn aber der Europäische Gerichtshof auch in diesen Fragen uneingeschränkt Recht sprechen wird, steht zu erwarten, dass Verschärfungen dieser Regelung vorgenommen werden. Ausnahmeregelungen für Deutschland oder für die Kirchen, etwa wenn es um die Frage der Einstellung andersgläubiger Mitarbeiter geht, sind dann nicht mehr unbedingt selbstverständlich. Deutsche Landeskirchen haben bereits jetzt Empfehlungen herausgegeben für „AGG-konformes (= nicht diskriminierendes) Verhalten“, zu denen sich die Angestellten der Landeskirchen per Unterschrift bekennen müssen. Mancher ist seither aus der Landeskirche ausgetreten, weil er sich bei einer solchen Praxis an Vorstufen für das „Malzeichen des Tieres“ (Offb 13) erinnert fühlte und nicht unterschreiben wollte. Wer nicht mitmacht, grenzt sich aus und fällt unangenehm auf.
Angesichts all dieser Tatsachen wird uns bewusst, wie weit die Weltenuhr schon fortgeschritten ist und wir dürfen uns freuen, dass Jesus Christus bald wiederkommt!

Kriminalisierung der Gläubigen

Daran dürfen wir auch denken, wenn wir lesen, was etwa die Homosexuellenbewegung in den USA öffentlich bereits 1993 in Washington bei einem Gay-Pride-March („Schwulen-Stolz-Marsch“) in einer Agenda forderte:
– Alle Sodomiegesetze sollen aufgehoben werden
– Die gleichgeschlechtliche Ehe und Adoption soll legalisiert werden
– Homosexuelle Erziehungsprogramme auf allen Ebenen, auch schon in
Kindergärten und Schulen
– Verhütungs- und Abtreibungsdienste sollen verfügbar gemacht werden
– Steuerzahlermittel sollen eingesetzt werden für künstliche Besamung von
Lesben und Bisexuellen
– Religiös begründete Äußerungen bezüglich Homosexualität sollen verboten werden.

Ähnliche Märsche (etwa der „Christopher-Street-Day“) finden auch hierzulande statt. Janet Folger hat das Buch „The Criminalization of Christianity (Die Kriminalisierung des Christentums)“ geschrieben, das in den USA zum Bestseller wurde. In Kanada ist die Gesetzeslage übrigens noch strenger als in Europa. Folger schreibt: „Das letztendliche Ziel der Homosexuellenbewegung ist die Kriminalisierung des Christentums“. Homosexuelle Aktivisten (also nicht alle von Homosexualität Betroffenen!) sehen in Christen, die sich an das zurechtbringende Wort der Bibel halten, ihre Feinde, die sie kriminalisieren möchten. Dies war bereits beim Christival 2008 in Bremen erkennbar. Es wurde Druck auf den Veranstalter ausgeübt, bis ein dort geplantes Seminar, in dem Homosexuellen seelsorgerliche Hilfe angeboten werden sollte, abgesagt wurde – was sehr bedenklich ist, da es die Homosexuellen-Bewegung ermutigt, weitergehende Forderungen zu stellen, weiteres Terrain zu erobern. Das Festival wurde mit 250.000 € vom Staat mitfinanziert, wodurch sich die Veranstalter ein Stück weit in Abhängigkeit vom Staat gebracht haben und erpressbar machten.
Wir sehen den Abfall vom christlichen Glauben im zwanzigsten Jahrhundert am deutlichsten seinen Ausgang nehmen im Jahre 1968, als die Studentenrevolution, inspiriert von der neomarxistischen Sozialphilosophie der Frankfurter Schule, an vielen Universitäten und Orten tobte. Danach propagierte man den „Marsch durch die Insti-tutionen“, der mittlerweile bis in die Ausgestaltung von Gesetzen hinein wirksam ist. 1967 war in Israel die Jerusalemer Altstadt von den Juden wieder erobert worden. Geht seither die Zeit der Nationen zu Ende? Kehrt das Heil geht jetzt langsam wieder zu Israel zurück (vgl. Lk 21,24)? Jedenfalls nimmt der allgemeine Glaubensabfall weltweit rasant zu.
Dazu passt folgende aktuelle Zeitungsmeldung aus Südafrika: „Kirche muss sich bei Homosexuellem entschuldigen“. Eine Kirche, die einen homosexuellen Mitarbeiter entlassen hatte, mit der Begründung, dass er als ein fortgesetzt unbußfertig Sündigender nicht zu ihrem biblischen Verständnis passe, muss jetzt umgerechnet 7700 € Schmerzensgeld an ihn bezahlen. So hat der oberste Gerichtshof in Pretoria in dieser Sache entschieden (Idea online, 3.9.2008). Ähnliche Beispiele ließen sich aus Kanada, England, Schweden usw. anfügen (vgl. hierzu ausführlicher die Beispiele in meinem Buch „Diktatur Europa“, Schacht-Audorf 2008).

Feindbild Fundamentalismus

Aktuell ist auch die Veröffentlichung eines Schulbuches (!) gegen christliche Fundamentalisten, das ein 25jähriger Katholik geschrieben hat, mit dem Untertitel „Informationen, Abgründe, Arbeitsmaterialien“. Darin werden friedliebende Christen, die die Feindesliebe unseres Herrn Jesus ernst nehmen („Liebet eure Feinde“) in einen Topf geworfen mit bombenwerfenden Islamisten. Mit dieser Strategie sehen wir uns als Christen konfrontiert. Wörtlich heißt es: „Zwar kämpfen christliche Fundamentalisten weniger mit Waffen, sondern eher mit Worten … Doch ihre Aktionen können für eine Gesellschaft gefährlich werden.“ Wir dürfen dabei an die Urchristen denken, die die Liebe Jesu verkündigen wollten und dennoch als Feinde des Römischen Reiches dargestellt wurden. Hier ist der Diabolos am Werk, der alles verdreht.
Robert Muller, ein New Age-Anhänger und Esoteriker, war dreißig Jahre lang Vizesekretär der Vereinten Nationen. Er verkündete die „One-World-Regierung“ und die „One-World-Religion“. Er sagte: „Mein Traum ist es, eine riesige Allianz zwischen allen Hauptreligionen dieser Welt und den Vereinten Nationen aufzubauen. Da ist nur ein kleines Problem: Das sind diese verdammten Christen. Friede wird nur entstehen durch die Zähmung des Fundamentalismus. “ (Zitiert nach: Janet Folger, The Crimi-nalization of Christianity, S. 94).

Europarat verurteilt biblische Schöpfungslehre

Auch der Europarat tendiert stark in diese antichristliche Richtung:
Die Resolution, also offizielle Erklärung, der Parlamentarischen Versammlung des Europarats vom 04.10.2007 beschrieb die „Gefahren des Kreationismus in der Erziehung“. Darin heißt es wörtlich:
„Wenn wir nicht aufpassen, könnte der Kreationismus eine Bedrohung für die Menschenrechte werden“.
Kreationismus entspricht der biblischen Schöpfungslehre, wonach die Welt so entstanden ist, wie es im ersten Buch Mose beschrieben wird. Weiter heißt es: „Die Theorie der Evolution ist gegründet auf Fakten. Die Evolutionslehre zu verleugnen kann ernsthafte Konsequenzen haben für die Entwicklung unserer Gesellschaften. Der Krieg gegen die Evolutionstheorie und ihre Vertreter gründet sich meistens in Formen von religiösem Extremismus, der eng verbunden ist mit extremen rechtsradikalen politischen Bewegungen“. Wir werden also ungerechtfertigt und polemisch in die Nähe des Rechtsextremismus gestellt, ohne dorthin zu gehören.
Mittlerweile haben wir eine Spaltung innerhalb der evangelikalen Bewegung zwischen „modernen“ Evangelikalen, die meinen, man müsse die Bibel nicht mehr in allem wörtlich nehmen, und den konservativen Evangelikalen, die dann als die „Fundamentalisten“ ausgegrenzt werden. Diese Not haben wir mitten in unserem evangelikalen Lager. Steckt dahinter womöglich eine gezielte Strategie (divide und impera – teile und herrsche) von außen?

Europarat für Abtreibung als „Menschenrecht“

Einige Monate später äußerte sich dasselbe Gremium zum Thema „Abtreibung als Menschenrecht“. Gegen dieses „Recht“ wendet sich jetzt offensiv die Stiftung „Ja zum Leben“ mit einer „Europäischen Petition für das Leben und die Würde des Menschen“. Mit dieser Petition soll die Ehe zwischen Mann und Frau und das Recht auf Leben von der natürlichen Geburt bis zum natürlichen Tod gefördert und geschützt werden.
Rocco Buttiglione, ein Katholik und Papstberater, trat in Europa ein für das biblische Verständnis von Ehe und Familie, wurde aber leider nicht in das entscheidende europäische Gremium, die Kommission, gewählt. Ausgerechnet er als Katholik spricht bereits von einer „antichristlichen Inquisition“ in der EU!
Charles Moore vom „Daily Telegraph“ schreibt: “Die EU ist nicht ein derart scharfes Unterdrückungsinstrument, wie es der Sowjetkommunismus war, aber in dieser Hinsicht ist sie ähnlich: Wo immer möglich, versucht sie, dem demokratischen Urteil der Bürger über die sie regiert, auszuweichen. Wenn aber deren Urteil einst kommen wird, dann wird es unbarmherzig sein.“
Der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker hat gesagt: „Der EU-Verfassungskonvent ist angekündigt worden als die große Demokratie-Show – ich habe noch keine dunklere Dunkelkammer gesehen, als den Konvent.“

Kommt eine Christenverfolgung in Europa?

Dem christlichen Leser dieser Zeilen gilt der Zuruf: „Sei standhaft!“ Wir müssen davon ausgehen dass aus den sich vordergründig so positiv anhörenden „Nichtdiskriminierungsbestimmungen“ für uns Christen Verfolgung erwächst. Wer predigt, dass es nur einen Weg zu Gott, dem Vater gibt, nämlich unseren Herrn Jesus Christus, und dass Homosexualität Sünde ist, der kann als Diskriminierer eingestuft werden. Hierin liegt für uns Christen die große Gefahr – eine neue Christenverfolgung ist möglich. Diese Entwicklung war ursprünglich nicht vorherzusehen, ist nun durch den vorliegenden Entwurf des Verfassungsvertrages aber offenkundig geworden.
Wir lesen zur Ermutigung in der Bibel in Lukas 21 die Worte des Herrn Jesus: „Kein Haar von eurem Haupt soll verloren gehen. Seid standhaft und ihr werdet euer Leben gewinnen.“ Und in Apostelgeschichte 5 lesen wir: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ Wir sind treue und gehorsame Bürger unseres Staates (vgl. Römer 13) – die einzigen Ausnahmen sind Situationen, in denen etwas entschieden wird gegen Gottes Wort. Da gilt das, was die Apostel dem Hohen Rat, der damaligen weltlichen und geistlichen Obrigkeit, zugerufen haben: „Wir müssen Gott mehr gehorchen als den Menschen“ – nämlich in den Fällen, in welchen die Weisungen der Obrigkeit eindeutig gegen Gottes Wort stehen.

Nicht resignieren, sondern beten und kämpfen

Janet Folger ruft in ihrem oben genannten. Buch dazu auf, nicht zu resignieren, sondern solange es noch geht offensiv gegen die verderblichen Entwicklungen zu kämpfen. Dies ist auch Aufgabe christlicher politischer Parteien: den Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern Initiativen zu ergreifen, solange es Tag ist. Wir wissen, dass das Böse ausreifen muss, dass der Antichrist kommen wird, aber wir sollen dem Bösen nicht nachgeben. Wie falsch ist doch ein Denken, wonach sowieso alles so schlimm kommen müsse und ein Ankämpfen gegen verderbliche Entwicklungen, etwa in der EU, sinnlos sei. Nein, jetzt ist noch Gnadenzeit, noch viele sollen gerettet werden und wir haben als Christen auch eine Verantwortung für unseren Staat. Daher sollen wir uns nicht zurückziehen aus der Politik, sondern mutig vorangehen.
Wir wissen, dass es unter Verfolgung manchmal bessere Bekehrungen gibt als im Wohlstand, dennoch brauchen wir uns die schwere Zeit der Verfolgung nicht herbeizuwünschen. So gilt es nun, Einfluss zu nehmen in den Schulen, in der Gesetzgebung, in Massenmedien, in Wissenschaften. Diesen Einfluss wollen wir in christlicher Einheit nehmen, freilich nicht in Einheit um jeden Preis, nicht um den Preis der Wahrheit. Wir dürfen jedem Menschen sagen, dass wir nur das Beste vertreten, nämlich die Frohe Botschaft von Jesus Christus, der gestorben ist, um uns von Sünde, Tod und Teufel zu erlösen, indem Er stellvertretend am Kreuz verblutet ist, aus Liebe zu uns, und Sein Leben für uns hingegeben hat.
Wir dürfen beten für unsere Politiker, für das Verfassungsgericht in dieser wichtigen Entscheidung, und auch für den Bundestagsabgeordneten Gauweiler und die Rechtswissenschaftler Schachtschneider und Murswiek, die den Mut hatten, als Einzelne diese Klage zu erheben. Auch diejenigen, die sich haben hinreißen lassen, solch eine Verfassung zu formulieren, sollten in unseren Gebeten bedacht werden, damit sie erkennen, dass ihr Ansinnen in eine antichristliche Richtung läuft. Ferner sollten wir uns einsetzen für eine Volksabstimmung, ein Referendum, über den EU-Verfassungsvertrag. Die Stimmung in der Bevölkerung wäre dazu da. Zum Zwecke der Aufklärung der Bevölkerung gibt es inzwischen einige Literatur, z.B. mein Büchlein „Diktatur Europa? – Was darf man in Europa noch sagen?“. Auch Unterschriftensammlungen, etwa die oben erwähnte Petition an das Europäische Parlament, sind sinnvoll. Das Petitionsrecht soll übrigens in der EU erhalten bleiben: Wer eine Million Unterschriften zusammenbekommt (aus allen EU-Staaten), darf eine Petition einreichen. Immerhin. Nutzen wir solche verbliebenen Chancen!

Wir beten:
Lieber Herr Jesus Christus, wir haben manches über die Entwicklungen in Politik und Rechtsprechung erfahren. Wir bitten Dich für unsere Politiker: Schenk Erkenntnis, schenk Umkehr von solchen Wegen, solange es noch Tag ist. Sei Du mit Peter Gauweiler und Professor Schachtschneider und mit den Verfassungsrichtern, die diese Entscheidung zu treffen haben. Du kannst es schenken, Herr, dass noch Gnadenzeit ist. Und wenn Verfolgungszeiten kommen sollen, dann schenke uns den Mut, Dich weiterhin klar zu bezeugen. Hilf uns allen, HERR, dass wir auf dem schmalen Weg Dir nachwandeln bis ans Ziel, der himmlischen Herrlichkeit. Dir sei Lob und Preis gebracht in alle Ewigkeit, Amen!

 

Buchhinweis:
Dr. Lothar Gassmann: DIKTATUR EUROPA? Was darf man in Europa noch sagen?,
Mabo-Verlag, Schacht-Audorf 2008, 80 Seiten, 5,80 €
(im Buchhandel, beim Verlag oder direkt beim Verfasser erhältlich)

Verfasser und Copyright für diesen Aufsatz:
Dr. Lothar Gassmann,
Am Waldsaum 39, D-75175 Pforzheim,
Tel. 07231-66529
Fax 07231-4244068
Email: logass1@t-online.de
Homepage: www.L-Gassmann.de

Abdruck und Weiterverbreitung dieses Aufsatzes ist erlaubt und erwünscht, aber bitte unverändert und mit Quellenangabe und nach vorheriger Rückfrage beim Verfasser. Danke.

Thema: Deutschland wach auf! | 2 Kommentare

16. Das moderne Glaubensbekenntnis

Freitag, 16. Oktober 2009 | Autor:

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In bitterem Sarkasmus bringt dieser britische Journalist die gängigen Einstellungen unserer Zeit auf den Punkt.

Lies und denk nach!

Das Glaubensbekenntnis eines modernen Denkers Steve Turner, ein englischer Journalist

Das ist das Glaubensbekenntnis für den modernen Denker.

Wir glauben an Marx, Freud und Darwin.

Wir glauben, alles ist in Ordnung, solange man niemanden verletzt, dabei hat jeder seine eigene Definition von verletzen.

Wir glauben an Sex vor, während und nach der Ehe.

Wir glauben an die Therapie der Sünde.

Wir glauben, dass Ehebruch Spaß macht.

Wir glauben, dass Sodomie in Ordnung ist.

Wir glauben, dass Tabus tabu sind.

Wir glauben, dass alles besser wird, trotz dem Beweis des Gegenteils. Die Beweise müssen untersucht werden und gleichzeitig kann man alles beweisen.

Wir glauben, dass etwas dran ist an Horoskopen, UFOs und gebogenen Löffeln. Jesus war ein guter Mensch, genauso wie Buddha, Mohammed und wir selbst. Er war ein guter Moralapostel, obwohl wir glauben, dass seine hochstehende Moral eigentlich schlecht war.

Wir glauben, dass alle Religionen grundsätzlich gleich sind, zumindest waren es diejenigen, über die wir etwas gelesen haben. Sie alle glauben an Liebe und an das Gute. Sie unterscheiden sich nur in solchen Angelegen-heiten wie Schöpfung, Sünde, Himmel, Hölle, Gott und Erlösung.

Wir glauben, dass nach dem Tod nichts kommt, denn wenn man die Toten fragt, sagen sie nichts. Wenn der Tod nicht das Ende ist, und wenn die Toten gelogen haben, dann bedeutet das zwingend den Himmel für Alle, außer vielleicht Hitler, Stalin und Dschingis Khan.

Wir glauben an Masters und Johnson. (Sexualforscher mit bahnbrechenden Veröffentlichungen in den 60ern) Was ausgelesen wird ist Durchschnitt, was Durchschnitt ist, das ist normal und was normal ist, das ist gut.

Wir glauben an die totale Entwaffnung.

Wir glauben, es gibt eine direkte Verbindung zwischen Krieg und Blutver-gießen. Die Amerikaner sollten ihre Waffen in Traktoren verwandeln und die Russen würden sicherlich dem guten Beispiel folgen.

Wir glauben, dass der Mensch im Wesentlichen gut ist – es ist lediglich sein Verhalten, dass ihn zu Fall kommen lässt. Daran ist die Gesellschaft schuld, an der Gesellschaft sind die Umstände schuld; und an den Umständen ist die Gesellschaft schuld.

Wir glauben, dass jeder Mensch die Wahrheit finden muss, die für ihn richtig ist und die Realität wird sich dementsprechend anpassen, das Universum wird sich neu ordnen und die Geschichte wird sich verändern.

Wir glauben, dass es keine absolute Wahrheit gibt, außgenommen die Wahrheit, dass es keine absolute Wahrheit gibt.

Wir glauben an die Abschaffung von Werten und das Aufblühen von individualistischem Gedanken. Wenn der Zufall der Ursprung allen Lebens ist, so ist die Katastrophe sein Regenbogen am Himmel.Und wenn man hört: „Notfallsituation“, „Scharfschütze tötet zehn“, „Truppen auf dem Vormarsch“, „Jugendliche ziehen plündernd umher“, „Bombe sprengt Schule in die Luft“, dann ist das nur das Geräusch des Menschen, der seinen Schöpfer anbetet.

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15. Wer glaubt schon den Christen – Endzeit was soll das?

Montag, 12. Oktober 2009 | Autor:

Zeichen der Endzeit

SELBSTSÜCHIGE MENSCHEN

„Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldgierig, Prahler, Übermütige, Lästerer, den Eltern ungehorsam; undankbar, gottlos, lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, zuchtlos, dem Guten feind; treulos, leichtsinnig, aufgeblasen, die das Vergnügen mehr lieben als Gott.“ (2.Tim 3,1-4)

Die Endzeit ist darum auch gekennzeichnet durch die freiwillige Entscheidung der meisten Menschen gegen Gott und gegen sein Wort. Wer fühlt sich heute noch Gott gegenüber verantwortlich? Heute ist es üblich, an Gott und am Wortlaut der Bibel zu zweifeln! Man nimmt den Schöpfungsbericht nicht ernst, hält den Bericht von Noah und der Süntflut für eine nette Legende und beurteilt die von Jesus gewirkten Wunder als Taschenspielertricks, mit denen er die damaligen einfachen Menschen verblüffte.
Selbst viele Theologen aus allen Konfessionen, legen die Bibel so aus, wie es die Zeit erfordert oder haben gar selbst Zweifel an der vollständigen Inspiration Gottes.

GOTTLOSE MENSCHEN

Das auffällig materialistisch geprägte Verhalten der Menschen in der Endzeit kündigte Jesus ebenfalls an, als er die Menschheitsgeneration in den letzten Tagen mit den Menschen zur Zeit Noahs und den gottlosen Bewohnern der Städte Sodom und Gomorra verglich.

Er sagte:
„Wie es aber zu Noahs Zeiten war, also wird es auch bei der Zukunft des Menschensohnes sein. Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken, freiten und sich freien ließen bis zu dem Tage, da Noah in die Arche ging und merkten nichts, bis die Sündflut kam und raffte sie alle dahin; also wird auch die Zukunft des Menschensohnes sein“ (Matth 24,37-39).

Die Zeitgenossen Noahs lebten gedankenlos und verachteten die Warnung vor dem Verderben der Sintflut.
Ebenso verhielten sich die Menschen in den Städten Sodom und Gomorra (Luk 17,24-36). Sie lebten ihre Triebe aus und missachteten die Warnungen aus Gottes Wort.

Heute gehen die Menschen der Welt ihren Geschäften nach, sind betriebsam und ehrgeizig und streben nach materiellem Wohlstand und persönlicher Freiheit. Ihre technischen Errungenschaften, ihre politischen Probleme und die Verbesserung ihres Lebensstandards nehmen sie so sehr in Anspruch, dass zum Nachdenken über Gottes Walten keine Zeit bleibt. Man will sich von Gottes Wort nicht mehr leiten lassen (Luk 18,8). Dieses Denken macht selbst in unseren Familien nicht halt. Jugendliche, die als Kinder Jesus von Herzen liebten, meinen nun nichts verpassen zu müssen und nehmen am genussvollem Leben teil.

Jesus hat damit vorhergesagt, dass die Welt vor seiner Wiederkunft einen Tiefpunkt wie nie zuvor erreichen wird und zwar in politischer, wirtschaftlicher, ökologischer, geistlicher und moralischer Hinsicht, sowie auf vielen anderen Gebieten.


Die Endzeit wird trotz des materiellen Wohlstands auch eine Zeit der Ratlosigkeit und der Furcht vor dem Verlust des Erreichten und vor uneingeschränkter Gewalttätigkeit sein. Auch die intensivsten weltweiten Friedensbemühungen nehmen uns Menschen nicht die Angst vor einem möglichen, alles vernichtenden Weltkrieg.

GEWALTTÄTIGKEITEN

Jesus sprach darum auch von „Kriegen und Kriegsgeschrei“ (Matth 24,7). Kriege mit weltweitem Ausmaß, sogenannte Weltkriege mit ihren zerstörerischen Völkermorden, die auch die Zivilbevölkerung nicht mehr verschont, hat es erstmals im 20. Jahrhundert gegeben. Nach Angaben der amerikanischen Forschungsgruppe WPI (World Priorities Incorporation) wurden in den vergangenen Jahren so viele Kriege wie nie zuvor gezählt. Es wurden weltweit 29 Konflikte mit militärischer Gewalt ausgetragen, mit sechs Millionen Kriegstoten.

 

 

 

KATASTROPHEN UND SEUCHEN

Jesus sprach auch von „Erdbeben“ (Matth 24,7). Die Häufigkeit von schweren Erdbeben hat in den letzten Jahrzehnten ständig zugenommen. Zählte man von 1897 bis 1966 – also in einem Zeitraum von etwa 70 Jahren – 27 Erdbeben über der Stärke 6 der Richterskala, so waren es allein von 1967 bis 1976 – also einem Zeitraum von 10 Jahren – bereits 180 Erdbeben über der Stärke 7.

In den Jahren von 1968 bis 1988 kamen insgesamt etwa 450.000 Menschen bei Erdbeben ums Leben.s. auch Bericht „Die Erde in Aufruhr“

Ein neues Phänomen sind die Monster Wellen der Weltmeere. Über 40.000 Handelsschiffe befahren die Meere und im Jahr 2000 versanken nach den Angaben der Versicherung Llodys weltweit 167 Schiffe, davon 81 bei schwersten Seegang, bei dem Monsterwellen eine Rolle gespielt haben. Wie aus einem Nichts entstehen bei hohen Windgeschwindigkeiten Wellen bis zu einer Höhe von 35 Metern und rollen mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h über die Meeresoberfläche. Wird ein Schiff davon erfasst, dann geht es in der Regel sofort unter, da die Schiffe für eine Wellenhöhe von 17 Metern ausgelegt sind. Solche Wellen hat es in der Vergangenheit nie gegeben.

Wikipedia NOAA (httpwww.noaanews.noaa.govstoriesimagesgroundzero.WTCgroundzero

 

ANGST

Wenn wir die Bibelstellen nachlesen, welche die Endzeit beschreiben, erfahren wir, was wir in der Endzeit zu erwarten haben. Gottes Wort kündigt an, dass die äußeren Umstände und Lebensverhältnisse nicht besser, sondern schlechter werden. Jesus beschreibt die Zeit kurz vor seinem Erscheinen mit den Worten:
„Und auf Erden werden die Völker voll Angst sein und ratlos über dem Tosen des Meeres und der Wogen; die Menschen werden vergehen vor Furcht und Erwartung dessen, was über den Erdkreis kommen soll; denn die Kräfte des Himmels werden erbeben, und dann werden sie des Menschen Sohn kommen sehen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit“ (Luk 21,25-27; Dan 12,1.2).

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