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190. Papst argumentiert gegen das Wort Gottes

Freitag, 31. Dezember 2010 | Autor:

National Gallery Washington D.C. Tempelreinigung Z2.

 

Papst: Ist die Ehe für Priester ein Opfer an den Zeitgeist?

 
Manche Evangelikale halten Papst Benedikt XVI. für einen ausgezeichneten „bibeltreuen“ Theologen (siehe z.B. unten den Beitrag „FTH-Dozent empfiehl Papstbuch“). Eine aktuelle Aussage von ihm in Bezug auf den aktuellen Missbrauchsskandal, mit der er dem Wunsch auf Aufhebung des Zölibats (Eheverbots für Priester) eine Absage erteilte, verdeutlicht aber, wie weit Papst Ratzinger von einer biblischen Denkweise entfernt ist. Er sagte auf einer Konferenz zum Priesteramt im Vatikan, die Ehelosigkeit der Priester sei ein Geschenk Gottes, das nicht dem Zeitgeist geopfert werden sollte. (http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE62C01720100313)

Man braucht keine Theologie studiert zu haben, um die förmlich himmelschreienden Fehler in dieser Lehraussage aufzudecken:

Erstens ist nicht die Ehelosigkeit, sondern im Gegenteil die Ehe ein Geschenk Gottes (und was für ein wunderbares!). Stellen wir uns nur vor, als Adam sich im Garten Eden einsam fühlte, hätte Gott zu ihm gesagt: „Nun, die Ehelosigkeit ist ein Geschenk von mir für dich“, statt ihm Eva zu geben. Die höchste Autorität des Katholizismus tritt diese Gabe Gottes mit Füßen, indem der Papst im Zusammenhang mit perversesten Sexualsünden seiner Priesterschaft das Gegenteil behauptet.

Zweitens ist das Gutheißen der verbindlichen, von Gott ausgedachten Ehebeziehung kein Opfer an den Zeitgeist, sondern auch hier ist das völlige Gegenteil der Fall: Dem Zeitgeist entsprechen unverbindliche, pervertierte und triebgesteuerte Beziehungen und Praktiken – die eben im aktuellen Missbrauchsskandal auch in der römischen Kirche ans Licht kommen.

Drittens: Die Kirche verteidigt das Eheverbot und streitet einen Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen vehement ab. Doch die Bibel stellt diesen Zusammenhang sehr wohl her: „Um der Unzucht willen habe jeder seine eigene Frau und jede ihren eigenen Mann“ (1Kor 7,2). Kann es sein, dass diese Lehre und Praxis der Kirche Hurerei und Unzucht fördert? Die Offenbarung beschreibt jedenfalls jenes große religiöse System „Babylon“ als „Mutter der Huren“ (Offb 17,5). Siehe dazu auch den nächsten Beitrag unten.

Viertens lehrt die Bibel das Gegenteil des Zölibats: Geistliche Führungspersonen sollen verheiratet sein: „Der Aufseher (griechisch episkopos, daher stammt das Wort Bischof) muss Mann einer Frau (sein)“ (1Tim 3,2; vgl. V. 12; Tit 1,6). Auch Petrus – der röm. Kirche zufolge der erste Papst – war verheiratet (Mt 8,14; 1Kor 9,5).

Und Fünftens: Das Verbot zu heiraten ist eine „Lehre von Dämonen, die verbieten zu heiraten“ (1Tim 4,1-2). Die Aussage des Papstes und das Zölibat machen also deutlich, wes Geistes Kind die Lehrautorität der römischen Kirche ist.
Meine Prognose ist, dass an dem Zölibat niemals gerüttelt werden kann, denn diese Lehre zählt zu den „unfehlbaren“ Dogmen der römischen Kirche, beschlossen im Zuge der Gegenreformation bei der 24. Sitzung des Konzils zu Trient. Dort wird im 9. und 10. der „Lehrsätze über das Sakrament der Ehe“ jeder mit einem Anathema (Ausschluss- und Verdammungsurteil) belegt, der etwas anderes behauptet (Neuner-Roos Nr. 743 und 744).
Der Missbrauchsskandal hat aber das Vertrauen unzähliger Katholiken in ihre Kirche erschüttert. Deshalb sollten bibeltreue Christen jetzt die Gelegenheit nutzen und diesen verunsicherten Katholiken Orientierung bieten: ihnen das biblische Evangelium – das ihre Kirche nicht lehrt – vermitteln. Dazu kann auch evangelistische Literatur, die auf Katholiken zugeschnitten ist, genutzt werden. Sie finden diese in unserem Onlineshop in den Rubriken „Sortierter Katalog > Evangelistisches und > Aufklärung > Katholizismus.
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Wurzeln und Früchte des Zölibats

Das aufrüttelnde Buch über den Katholizismus „Die Frau und das Tier“ ist jetzt neu aufgelegt worden. Es enthält auch ein ganzes Kapitel über die Wurzeln und üblen Früchte des Zölibats. Hunt zitiert z.B. den vorreformatorischen Prediger Savonarola von Florenz. Er habe die Priester angeklagt „‚… ihre Frömmigkeit besteht darin, ihre Nächte mit Huren zu verbringen’. Er rief: ‚Eintausend, Zehntausend, Vierzehntausend Huren sind für Rom zu wenig, denn sowohl Männer als Frauen werden hier zu Huren gemacht.!“ (S. 162). Ein anderes Zitat aus mittelalterlicher Zeit: „Bischof Rathurio beklagte sich, ‚wenn er die unkeuschen Priester exkommunizierte, würde es niemanden geben, der die Sakramente spendete, nur Knaben. Wenn er uneheliche Kinder ausschloß, wie das Kirchenrecht vorschrieb, [blieben] nicht einmal mehr Knaben [übrig]’“ (S. 163). Ein Dankesbrief eines Kardinals aus dem 13. Jahrhundert wird zitiert: „Während unserer Residenz in eurer Stadt haben wir [die römische Kurie] euch sehr liebreich beigestanden. Bei unserer Ankunft fanden wir kaum drei oder vier käufliche Schwestern der Liebe, doch bei unserem Abschied hinterlassen wir euch sozusagen ein einziges Bordell, das sich vom Westtor zum Osttor erstreckt.“ (S. 165) Aber laut Papst Benedikt XVI. ist und bleibt der Zölibat „ein Geschenk Gottes, das nicht dem Zeitgeist geopfert werden darf“ …

Das Buch kann von www.cbuch.de/product_info.php/info/p534_Hunt–Die-Frau-und-das-Tier.html aus auch komplett als PDF herunter geladen werden.

Schlußbemerkung:

Was soll man da noch viel reden. Man kann nur beten, dass der Heilige Geist die  Augen und Ohren des Herzens diesen Menschen öffnet, die den Teufel mehr gehorchen als Gott. Mehr von diesen verdrehten Festlegungen können Sie hier nachlesen.

Sehr tragisch finde ich, dass Millionen von Menschen von Ihrer Geburt an in diesem System erzogen und irregeleitet  werden, und das Politik und Gesellschaft diesen Irrweg mitmachen und fördern.

Die Fakten sind, dass wahre Gläubige, die dem Wort Gottes ohne Abstriche gehorchen, aus dieser Gemeinschaft eines Tages ausgeschlossen werden, und verfolgt werden. Wir sind nicht mehr weit davon entfernt.

M.T.

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Thema: Katholisches

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Ein Kommentar

  1. […] ist christlich ein Hauptfehler des römischen Katholizismus, dass er Gott bindet an ein paternales Amt mit Anspruch auf Gottähnlichkeit und ausgestattet mit Unfehlbarkeit in allen Fragen, die menschlich relevant sind. … Ein […]

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