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392. Weihnachtsgeschichte 2011 – brauchen wir Weihnachten

Donnerstag, 31. Oktober 2013 | Autor:

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Brauchen Sie Weihnachten? – Eine seltsame Frage, nicht wahr? Wohlgemerkt,  ich habe nicht gefragt: „Mögen Sie Weihnachten?“ Und ich habe auch nicht jene  Frage gestellt, die zu dieser Jahreszeit geradezu an der Tagesordnung ist:

„Haben Sie schon alles für Weihnachten zusammen?“, sondern schlicht und einfach:

„Brauchen Sie Weihnachten?“

Ich meine, ja. Ich glaube, Sie brauchen Weihnachten, um erkennen, begreifen und würdigen zu können, was es heißt, ein Mensch zu sein. Aber verstehen Sie mich bitte richtig; wenn ich von „Weihnachten“ spreche, meine ich nicht die Variante des Festes, die in der westlichen Welt gemeinhin unter diesem Begriff verstanden wird. Fast jeder stößt sich daran, dass die Geschäftswelt schon im Oktober ihren Weihnachtsschmuck anbringt. Im Allgemeinen wird darüber geklagt, dass das „Fest der Feste“ mit viel zu viel Rennerei und viel zu vielen kostspieligen Geschenken verbunden ist. Weihnachten ist bei uns zumeist gleichbedeutend mit dem Umsatz von richtig viel Kohle, aber davon spreche ich nicht. Was mich beschäftigt, ist die Trivialisierung dieses Festes. Nehmen wir zum Beispiel die Musik. Unbestreitbar sind die schönsten Musikstücke der Weihnachtszeit zuzurechnen. Keine andere Text- bzw. Melodiensammlung kann es mit den Weihnachtsliedern aufnehmen. Wenn wir jedoch in jedem Geschäft, jedem Aufzug oder Büro damit beschallt werden, verlieren sie ihre Schönheit und klingen dann nur noch abgedroschen und trivial. So raubt man sie uns. Unser wahres Bedürfnis, Weihnachten zu feiern, hat kaum etwas mit der ins Banale abzurutschenden Version dieses Festes zu tun. Vielmehr geht es auf eine einfache Geschichte zurück, die sich vor zwei Jahrtausenden zugetragen hat. In jener Geschichte erfahren wir etwas über den Kern des christlichen Glaubens. Wir erfahren, dass es sich dabei nicht um eine Lebensphilosophie, eine Gesetzessammlung oder gar eine mystische, geistliche Offenbarung handelt. Weihnachten führt uns vor Augen, dass sich das Christentum auf eine Person gründet. Der christliche Glaube führt die schier unfassbare Behauptung ins Feld, dass Gott in der Person Jesu zu uns kommt, als atmender, essender, sprechender und anrührender Mensch. Gott trifft uns von Angesicht zu Angesicht, von Mensch zu Mensch. Der theologische Begriff hierfür ist „Menschwerdung“. Der treffendste Ausdruck ist Liebe.

Unfassbar ist es, weil wir uns nicht vorstellen können, dass Gott Mensch wird. Zugleich ist es aber auch unsere alleinige Hoffnung, weil jeder Einzelne von uns ansonsten unversehens dahinscheidet – ein winziges Pünktchen im unermesslich weiten, bedeutungsleeren Kosmos von Zeit und Raum. Bei Weihnachten geht es um eine Beziehung – Gott reicht uns die Hand, so wie wir sie einander reichen. Baut man eine Beziehung zu jemanden auf, so macht man sich damit verwundbar: auch Gott ging dieses Wagnis ein. Das Kind in Bethlehem wuchs heran, um den Weg des Gehorsams bis zum bitteren Ende zu gehen, dem Verbrechern vorbehaltenen Kreuzestod.

Damit Weihnachten uns wirklich anrühren kann, müssen wir uns ganz und gar auf die Freude, aber auch auf den Schmerz des Menschseins einlassen, so wie auch Gott sich vollkommen und bereitwillig darauf eingelassen hat. Zu Weihnachten erleben wir die subtile Wechselwirkung zwischen dem Göttlichen und dem Menschlichen wie zu keiner anderen Zeit. Und trotz der intensiven Werbekampagnen anlässlich des Festes, trotz finster entschlossener Bemühungen vieler Menschen, Weihnachten der Trivialität preiszugeben, liegt ein besonderer Zauber über dem Fest, der auch die hartgesottensten Zyniker unter uns eine Weile innehalten lässt. Denn die Wahrheit des christlichen Glaubens, ebenso wie die des Weihnachtsfestes, liegt in der Liebe. Es ist dies eine ebenso unsentimentale wie auch starke und menschliche Botschaft der Erlösung und Hoffnung, die hier der Welt offenbart wird.

 

Und deshalb brauch ich – ebenso wie Sie und diese so müde und ermattete Welt – Weihnachten noch immer!

 

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

 

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14

 

 

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391. Weihnachtsgeschichte 2010 – an der Krippe ist für alle Platz

Donnerstag, 31. Oktober 2013 | Autor:

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An der Krippe ist Platz für alle!

Sicher kennen Sie die schönen, geschnitzten erzgebirgischen Pyramiden zur Weihnacht. Freundliches Kerzenlicht sorgt mit der davon erwärmten Luft dafür, dass sie sich drehen. Und da drehen sich dann in den Wohnzimmern Hirten, Schafe, Könige um die Krippe in der Mitte, drehen sich um Maria und Joseph und das Kind in der Krippe. Ist uns das eigentlich klar, dass sich Weihnachten tatsächlich alles um das Kind in der Krippe dreht?

Kürzlich sah ich jedoch eine Karikatur, die mir plötzlich bewusst machte, dass auch damit noch nicht Weihnachten ist, wenn sich alles um das Kind in der Krippe dreht. Die Karikatur zeigte Gestalten aus unserem Alltag, Menschen wie Sie und ich. Die waren Figuren einer Weihnachtspyramide. Sie drehten sich schön im Kreis um das Kind in der Krippe. Darunter stand der Satz:

„ Sie sind schon so lange dabei und sind dem Kind in der Krippe noch nicht näher gekommen.“

Ja, so kann man Weihnachten feiern. Kann dabei sein, alles ist da, und doch bleibt man auf Distanz. Da ist eine ganz einfache Wendung nötig, weg von dem ständigen Drehen und Kreisen um die Mitte, bei dem doch immer der Abstand bleibt. Die Wendung hin zur Mitte ist entscheidend, hin zu dem in der Mitte, zu Jesus, dem Kind in der Krippe. In dem ist Gott zu uns gekommen, ist für uns da.

An der Krippe war damals Platz genug, Platz für alle, die die Botschaft hörten: „Euch ist heute der Heiland geboren“. Für Menschen, die dem Wort vertrauten und sich aufmachten zur Krippe. Da war Platz für die Hirten aus der Nähe von Bethlehem und für die Weisen aus dem fernen Morgenland. Sie kamen, fanden, beteten an und wurden froh.

An der Krippe ist Platz genug für alle, die Vertrauen haben und zu Jesus kommen. Die finden auch heute in der Hinwendung zu Jesus die ganz große Freude, die Gottes Boten in der Weihnachtsnacht verkündigt haben und alle Welt erfahren soll.

 

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

 

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14

 

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390. Weihnachtsgeschichte 2009 – die leere Krippe

Donnerstag, 31. Oktober 2013 | Autor:

 

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Es war einmal…! So beginnen Märchen und dieser Tatsachenbericht.

Vor Jahren war in einer großen Kirche in Norddeutschland plötzlich das Christuskind aus der Weihnachtskrippe verschwunden. Schnell sollte eine neue Krippenfigur angeschafft werden, doch der Pastor war dagegen und meinte: „Lassen wir doch die Krippe ruhig leer. Vielleicht kommen die Leute dann zum Nachdenken und fragen: wo ist denn Jesus?“ Und tatsächlich fragten viele Kirchenbesucher nach dem fehlenden Kind in der Krippe, „Wo ist das Jesuskind geblieben?“ „hat man das Christkind vergessen?“ „Gibt es das: Weihnachten ohne Jesus?“ Was ist nur mit Christus passiert?“ Diese und ähnliche Fragen waren immer wieder zu hören.

Eine Antwort bekommen die Leute dann in der Weihnachtspredigt vom Pastor:

„Leider ist unsere Weihnachtskrippe leer und das Jesuskind verschwunden! Dem Unbekannten wünsche ich Gottes Segen und hoffe, dass er es ernst meint mit Jesus. Denn wer sonst will den Sohn Gottes denn wirklich haben? Doch wer Jesus hat, hat das Leben! Und wer Jesus nicht hat, der hat das Leben nicht!(1.Joh. 5,12)

Damit ist zwar nicht unbedingt die fehlende Figur oder irgendein anderes Abbild unseres Herrn gemeint, sondern eher die Tatsache, im Glauben Jesus Christus von Herzen zu gehören. Eigentlich ist es ganz richtig, dass die Krippe jetzt leer ist, weil der Herr schon seit mehr als zweitausend Jahren nicht mehr darin liegt. Genau so, wie Er auch nicht mehr am Kreuz hängt, wo Jesus das Erlösungswerk und unsere Rettung völlig und auch ein für alle Mal vollbracht hat.(Joh. 19,39)

Wie wir wissen, sind das Kind in der Krippe und der Mann am Kreuz ein und dieselbe Person und alle diesbezüglichen Bilder und Darstellungen nichts anderes als Erinnerungsbilder. Was aber nützen uns diese, wenn wir nicht von Herzen glauben? Was nützt uns eine simple Jesusfigur aus Holz oder Ton in der Krippe, wenn wir dem gekreuzigten und auferstan-denen Herrn nicht vertrauen und JA zu Ihm sagen?

Ihm nicht unser Leben ausliefern, anhängen und nachfolgen? Dann bleibt Weihnachten, genau wie so manches andere Fest auch, ohne eine tiefere Bedeutung. Ohne Glauben an Jesus Christus ist nämlich Ostern und Pfingsten vollkommen sinnlos. Und genau genommen sogar unser ganzes Erdendasein. Denn was nützt es, wenn wir die ganze Welt gewinnen und doch Schaden an unserer Seele nehmen und unerlöst und rettungslos auf ewig verloren gehen?

Bevor ihr nach Hause geht, schaut bitte noch mal in die leere Weihnachts-krippe. Alles andere ist noch da: Maria, die Mutter Jesus, Josef, die Hirten und auch die Tiere. Nur das Christkind ist verschwunden! Fast wie bei Euch daheim, nicht wahr? Alles haben wir dort: eine Familie, einen bunten Lichterbaum und teure Geschenke – aber wo ist Jesus? In Eueren Herzen? Ist oder wird Er Euch darin nicht geboren, nützt Er Euch gar nichts, selbst wenn Ihr hundertmal Weihnachten feiert auf Erden. Darüber denkt mal nach, wenn Ihr Euch über Kerzenschein. Leckeres Essen und schöne Geschenke freut. Und vergesst nicht: Jesus ist das Licht der Welt, das Brot des Lebens und unser Geschenk für die Ewigkeit! Lasst also die Krippe leer sein; wichtig ist nur, dass Euere Herzen voll sind von Christus.

 

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

 

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14

 

 

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389. Weihnachtsgeschichte 2008 – die Story von Bethlehem

Donnerstag, 31. Oktober 2013 | Autor:

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Die Story von Bethlehem

Eine Automobilfirma brachte es auf den Punkt. Die Pressestelle berichtet in ihrem Weihnachtsgruß von der Jahresbilanz. Da war die Rede von Topmodellen, Superumsätzen und einer Firmenentwicklung, die einfach der Hit ist. Eine einzigartige Erfolgstory sei das zu Ende gehende Jahr gewesen.

Doch zum Schluss der Satz, der aufhorchen lässt: „ Die größte Story aller Zeiten hat leider jemand anderes geschrieben.“ Dieser Text stand unter einem Gemälde, das Maria, Josef, die Hirten und das Christuskind in der Krippe zeigt. Ein Weihnachtsgruß der besonderen Art.

Durch keine Religion zu toppen.

Es stimmt: „ Die Story von Bethlehem“ ist von nichts und niemand zu toppen. Gott hat sie geschrieben. Dieses Licht von Bethlehem stellt jede andere Nachricht in den Schatten. Es gibt keine gewaltigere Nachricht als dies: Im hinterletzten Winkel dieses Globus setzt Gott Seinen Fuß auf diese Erde. Der ewige Gott kommt in unsere endliche Zeit. Der allmächtige Gott kommt in einem ohnmächtigen Kind zur Welt. Der große Gott presst sich als winziges Baby in eine enge Futterkrippe. Wenn das keine Nachricht ist! Gott wird einer von uns. Er wird Mensch mit Haut und Haaren. Gottes Liebe bekommt in Jesus Hand und Fuß. Dieses Evangelium ist durch keine Religion der Welt zu übertreffen. Gott wurde Mensch, damit niemand mehr sagen kann, Er sei weit von uns weg und wir Ihm egal. Nein, wer ein Kind zur Welt bringt, der hat sie noch nicht abgeschrieben. Gott sei Dank! Weihnachten ist kein Fest wie jedes andere. Deshalb freu ich mich riesig darauf. Alle Jahre wieder.

Das Drehbuch von Weihnachten

 

Wo das Wichtigste nicht zur Randerscheinung wird, kommt große Freude in die Mitte unseres Lebens. Das Drehbuch von Weihnachten kennt nicht nur die Kapitel Kommerz und Konsum. Die Ware Weihnacht ist nicht die wahre Weihnacht. Das größte Geschenk kommt von Gott. Sein Sohn, der Heiland der Welt. Ohne Weihnachten wären wir arm dran, ganz gleich, wie reich der Gabentisch gedeckt ist. Machen Sie aus den kommenden Tagen etwas Besonderes, damit aus dem gewohnten Fest kein gewöhnliches wird. Übersehen wir neben all dem weihnachtlichen Blendwerk die christ-kindliche Strahlkraft nicht.

Es ist wahr:

Die Story von Bethlehem ist von keiner Nachricht zu toppen!

 

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

 

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14

 

 

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388. Weihnachtsgeschichte 2007 – ohne Gott kein Weihnachten

Donnerstag, 31. Oktober 2013 | Autor:

 

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Die diesjährige Weihnachtsgeschichte soll ein Stück aufzeigen, das Gott uns Menschen gerne  beschenkt.

Als Kinder haben wir einen Wunschzettel zu Weihnachten geschrieben. Und auch als Erwachsene? Wie gern würde man es tun, wenn es nur Sinn hätte: Endlich einen Arbeitsplatz; nur eine kleine Wohnung; einen aufrich-tigen Partner, dem man sich anvertrauen kann; ein paar Wochen Ruhe nach all der Hetze; wenigstens eine schmerzfreie Nacht, in der man endlich richtig schlafen kann! Alles sehnlichste Wünsche. Wir möchten wohl schenken, aber unser Lebensdefizit übersteigt unsere Kräfte und Möglich-keiten. Es bleiben nur noch Wünsche übrig. Wie soll es nun werden mit den letzten Geschenken in diesen Wochen?

Gott schenkt!

Sie haben recht: Schenken können wir nur, wenn wir etwas besitzen oder erhalten haben. Lassen wir mal die ganze Weihnachtstradition und das Geschäftemachen beiseite. Was bleibt? Nichts, sagen Sie. Habe ich auch gedacht. Früher meinte ich: Ohne Spielzeug, ohne Baum, ohne Geschenke – kein Weihnachten. Inzwischen habe ich etwas entdeckt:

Ohne Gott – kein Weihnachten!Stellen Sie sich eine Geburtstagsfeier ohne Geburtstagskind vor. Was nützen dann Geschenke und Hausputz? Nichts. Die Feier verkommt zum ironischen Spektakel. So ähnlich ist es mit dem Weihnachtsfest und dem Schenken. Ohne Hauptperson fehlt der Sache jeglicher Sinn.

Ohne Gott – kein Weihnachten! Wie ist das gemeint? Diese Entdeckung habe ich nicht unter dem Weihnachtsbaum gemacht, sondern mitten im Jahr.

In meiner Bibel fand ich den Satz, dass Gott uns seinen Sohn schenkt. Nachdem er schon viele Male zu uns Menschen gesprochen hat, versucht er es ein letztes Mal. Wir sind ihm so wertvoll, dass er Jesus zu uns schickt, um unser Lebensschicksal in Ordnung zu bringen.

Jesus ist Gottes Geschenk an uns!

Sein letztes – nicht sein verspätetes, sondern sein wertvollstes! Am Kar-freitag habe ich entdeckt: Der Kreuzestod Jesu ist Gottes letzter und kost-spieligster Versuch, mein Leben vor der ewigen Verdammnis zu bewahren. Er litt für meine Sünde. Als ich das begriff, sah ich auch Weihnachten mit anderen Augen. Das Kind in der Krippe ist die Hauptperson. Und nun etwas sehr Schönes: Ich habe die Möglichkeit, jeden Tag mit diesem Jesus in Ver-bindung zu treten. Er lebt. Wer ihn anredet, redet zu Gott. Gottes Geschenk ist kein Artikel, sondern eine Person. In Jesus öffnet er uns sein Herz. Eben dachten wir noch über unsere Lebensdefizite und Wünsche nach. Jetzt entdecken wir, dass Gott uns in einer Weise beschenkt, die uns beschämt und zugleich unendlich froh macht(Hebr.1, 1-3 und Röm.8, 31-32). Wir sagten, wer hat, kann geben. Lassen Sie mich es weiterführen: Wer täglich Gottes Liebe erfährt, wird auch diese weitergeben. Der Beschenkte wird zum Schenkenden!

 

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

 

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14


 

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387. Weihnachtsgeschichte 2006 – alles aus Pappe

Donnerstag, 31. Oktober 2013 | Autor:

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Der Pfarrer war überglücklich. Er hatte für seine Gemeinde eine Überraschung parat: eine schöne Weihnachtskrippe. Dazu alles, was zu solch einer Krippe gehört.

Am Heiligabend war der große Augenblick gekommen, die Krippe der entzückten Gemeinde zu präsentieren. Der Pfarrer rückte die Krippe auch gleich in den Mittelpunkt der Christvesper: „Seht mal, ihr Kinder, welchen Frieden das Christkind ausströmt! Seht die glücklichen Gesichter der Maria, des Josef und der Hirten! Schaut die Tiere an, die um die Krippe stehen: Die Schafe schubsen sich nicht. Die Kamele schlagen nicht aus. Der Ochse stößt nicht mit seinen Hörnern. Warum sind heute alle so friedlich und verträglich?“

Spontan rief ein kleiner Junge dazwischen: „Weil sie von Pappe sind!“ Da ging ein Schmunzeln über alle Gesichter. Was aus Pappe ist, das sieht vielleicht schmuck aus. Das macht Eindruck. Aber da ist kein Leben drin. Das ist alles nicht echt. Das sieht nur so aus wie ….

Mancher in der Kirche wird sich gefragt haben: Weihnachten bei mir – auch nur aus Pappe? Vielleicht glänzend aufgezogen: mit geschmückter Wohnung, üppigen Geschenken und erlesenen Braten. Kein Wort dagegen. Aber lebt das, was Weihnachten bedeutet, auch in meinen Innern, in mei-ner Familie und überall dort, wo ich meinen Alltag lebe? Oder feiere ich Weihnachten „aus Pappe“: schön anzusehen, aber nicht echt, nicht lebendig und wirklich? Manchmal spürt man geradezu, wie das nur aus Pappe ist, was sich zu Weihnachten abspielt:

  • Da reden manche Politiker in ihren Weihnachtsansprachen von Versöhnung, Frieden und Liebe – um nach dem Fest wieder auf den politischen Gegner einzudreschen.
  • Da spulen manche Vereinsvorsitzende die Weihnachtsfeier ab, ohne dabei überhaupt das Geburtstagskind zu erwähnen: JESUS.
  • Da werden manchmal in Krisenregionen die Kampfhandlungen eingestellt- das ist ja besser als gar nichts-, um nach den Feiertagen wieder die Waffen auf den Gegner zu richten, weil er einer anderen Volksgruppe oder einer anderen Religion angehört.

Weihnachten nur aus Pappe? Das muss nicht sein. Wenn eine Sache fragwürdig geworden ist, sollte man zu den Wurzeln gehen, dorthin, wo alles angefangen hat. So machen es die Hirten in der Weihnachtsgeschichte. Sie sehen den offenen Himmel. Sie hören die Botschaft der Engel: „Euch ist heute der Heiland geboren. Christ, der Retter, ist da!“ Sofort ziehen sie los, um der Sache auf den Grund zu gehen: „Waren das nur schöne Träume und Sprüche? War das nur aus Pappe oder steckt mehr dahinter?“

Deshalb ziehen sie los: auf zu JESUS, auf zur Krippe. Dort werden sie nicht enttäuscht. Hier ist alles echt. Sie erleben: Gott kommt zu uns. In der Krippe liegt der Heiland, der Retter der Welt. Von hier aus kann es anders werden in der Welt und in unserem eigenen Leben. Bei JESUS bekommt die Liebe eine Chance. JESUS vergibt Schuld. Er richtet Bedrückte auf. Er bringt Gottes Frieden dorthin, wo Menschen im Streit liegen. Wo JESUS über uns Macht gewinnt und wir ihm Raum geben, dort wird es wirklich Weihnachten. Dort wird das Fest nicht nur gefeiert, sondern auch erlebt.

 

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

 

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14


 

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386. Weihnachtsgeschichte 2005 – Schwarzweißmalerei

Donnerstag, 31. Oktober 2013 | Autor:

 

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Leider ist unsere Zeit geprägt von Multikulti,  und Religionsvermischung, und das obwohl JESUS zu allen Lebensfragen klare Aussagen in seinem Wort der Bibel  gemacht hat. Wenn wir Weihnachten feiern, dann nur weil JESUS auf diese Erde gekommen ist. Er ist das Ende aller Religionen.

Religion heißt:

Der Mensch versucht mit eigenen Anstrengungen mit Gott  ins Reine zu kommen.

Evangelium heißt:

Gott ist in JESUS CHRISTUS zu uns gekommen und hat alles für uns getan.

Es gibt also nur einen Weg zu Gott: JESUS!

„Kein Platz dazwischen“

Im Johannesevangelium Kapitel 12, Vers 46 steht der gute Vers von Jesus, der sagt: „Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht ….“

Schwarzweißmalerei ist unbeliebt. Es fehlen die gedämpften Zwischentöne. Kein Platz für Nuancen. Keine Chance für ein sowohl – als – auch, für ein wenn und aber. Kein Wunder, dass Jesus unbeliebt ist. Denn was er hier tut, ist Schwarzweißmalerei in krassester Form – gröbste Vereinfachung einer komplizierten Welt mit tausend Formen, Geistern, Kulturen, Religionen und Schicksalen. Die ganze Welt, die ganze Weltgeschichte wird hier auf eine einzige Formel gebracht: Licht und Finsternis. Ohne Rücksicht auf Rasse, Klasse, Bildung und Stellung wird die gesamte Menschheit in zwei Gruppen geteilt:

Die einen sind im Dunkeln, die andern sind im Licht. Wenn das keine Schwarzweißmalerei ist!

Aber es kommt noch krasser. „Ich“, sagt Jesus, der junge Mann aus Nazareth, „bin das Licht der Welt.“ Und das heißt: Die ganze Welt mit ihren klugen Köpfen und Gelehrten, samt ihrer Kunst und kulturellen Glanz-leistungen, ist ohne mich Finsternis. Ist das Arroganz, so zu reden? Wo bleibt da die Toleranz? Jesus ist eben nicht gekommen, um in gedämpften Tönen Toleranz zu predigen, sondern um uns vor die Entscheidung zu stellen: Licht oder Finsternis. Wo willst du sein? Wo gehst, wo gehörst du hin? Jesus ist gekommen zu retten, nicht zu richten. Bis zu seiner Wieder-kunft ist Heils- und Rettungszeit. Wer Seine Worte überhört, verurteilt sich selber zum Unheil. Jesus kann so reden und einem Wort so unvergleich-liches Gewicht zumessen, weil Er der Messias ist, der nicht von sich aus redet, sondern im Auftrag Gottes. „Wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat“(Vers 45). Jesus ist das der Welt zugewandte Gesicht Gottes. Was Er sagt, ist Gottes Wort. Was Er tut, ist Gottes Werk. Wer an Ihn glaubt, glaubt an Gott, der ist aus der Finsternis ins Licht gekommen.

 

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

 

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14

 

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385. Weihnachtsgeschichte 2004 – “Ausländer raus”

Donnerstag, 31. Oktober 2013 | Autor:

 

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Es war einmal, etwa drei Tage vor Weihnachten, spät abends, über den Marktplatz der kleinen Stadt kamen ein paar Männer gezogen. Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer „Ausländer raus“ und „Deutschland den Deutschen“. Steine flogen in die Fenster des türkischen Ladens gegenüber der Kirche. Dann zog die Horde ab. Gespenstische Ruhe. Die Gardinen an den Bürgerhäusern waren schnell wieder zugefallen. Niemand hatte etwas gesehen.

„Los, kommt, es reicht. Wir gehen!“ „Wo denkst du hin! Was sollen wir denn da unten im Süden?“ „ Da unten? Das ist immerhin unsere Heimat. Hier wird es immer schlimmer. Wir tun, was an der Wand steht: „Ausländer raus!“

Tatsächlich, mitten in der Nacht kam Bewegung in die kleine Stadt. Die Türen der Geschäfte sprangen auf. Zuerst kamen die Kakaopäckchen, die Schokoladen und Pralinen in ihren Weihnachtsverkleidungen. Sie wollten nach Ghana und Westafrika, denn da waren sie zu Hause. Dann der Kaffee, palettenweise, der Deutschen Lieblingsgetränk: Uganda, Kenia und  Lateinamerika waren seine Heimat. Ananas und Bananen räumten ihre Kisten, auch die Trauben und Erdbeeren aus Südafrika. Fast alle Weih-nachtsleckereien brachen auf. Pfeffernüsse, Spekulatius und Zimtsterne, die Gewürze in ihrem Inneren zog es nach Indien. Der Dresdner Christusstollen zögerte. Man sah Tränen in seinen Rosinenaugen, als er zugab „Mischlinge wie mir geht’s besonders an den Kragen“. Mit ihm kamen das Lübecker Marzipan und der Nürnberger Lebkuchen. Nicht Qualität, nur Herkunft zählt jetzt. Es war schon in der Morgendämmerung, als die Schnittblumen nach Kolumbien aufbrachen und die Pelzmäntel mit Gold und Edelsteinen in alle Welt starteten. Der Verkehr brach an diesen Tag zusammen. Lange Schlange japanischer Autos, voll gestopft mit Optik und Unterhaltungs-elektronik  krochen gen Osten. Am Himmel sah man die Weihnachtsgänse nach Polen fliegen, auf ihrer Bahn gefolgt von dem feinen Seidenhemden und den Teppichen des fernen Asiens. Mit Krachen lösten sich die tropischen Hölzer aus den Fensterrahmen und schwirrten ins Amazonas-becken. Man müsste sich vorsehen, um nicht auszurutschen, denn von überall her quoll Öl und Benzin hervor, floss aus den Rinnsalen zu Bächen zusammen in Richtung Naher Osten. Aber man hatte Vorsorge getroffen. Stolz holten die deutschen Autofirmen ihre Krisenpläne aus den Schub-laden. Der Holzvergaser war ganz neu aufgelegt worden, wozu ausländ-isches Öl?! Aber die VW’s und die BMW’s begannen sich aufzulösen in ihre Einzelteile. Das Aluminium wanderte nach Jamaika, das Kupfer nach Somalia, ein Drittel der Eisenteile nach Brasilien, der Naturkautschuk nach Zaire. Und die Straßendecke hatte mit dem ausländischen Asphalt im Verbund auch ein besseres Bild abgegeben. Nach drei Tagen war der Spuk vorbei, der Auszug geschafft, gerade rechtzeitig zum Weihnachtsfest. Nichts Ausländisches war mehr im Land. Aber Tannenbäume gab es noch, auch Äpfel und Nüsse. Und „Stille Nacht“ durfte gesungen werden – zwar nur mit Extragenehmigung immerhin kam das Lied aus Österreich.

Nur eines wollte nicht ins Bild passen Maria, Josef und das Kind waren geblieben. Drei Juden. Ausgerechnet. „Wir bleiben“, sagte Maria, „wenn wir aus diesem Lande gehen wer will ihnen dann noch den Weg zurück zeigen, den Weg zurück zur Vernunft und zur Mensch-lichkeit.

 

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

 

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14

 

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384. Weihnachtsgeschichte 2003 – Penner im Gottesdienst

Donnerstag, 31. Oktober 2013 | Autor:

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Gerade hatten wir den letzten Vers des schönen, innigen Liedes zu Ende gesungen, da knarrte die große, schwere Kirchentür mitten hinein in die Feierlichkeit des Weihnachtsgottesdienstes. Ich wandte wie viele um mich her den Kopf um zu sehen, wer da schon wieder einmal zu spät kam. Nicht gerade leise, sondern mit nahezu unverschämten Schritten kam der verzögerte, mir fremde Gast den Mittelgang herunter. Seinen ehemals grünen Filzhut, geschmückt mit einem Tannenzweig, hatte er auf dem Kopf behalten. Aus dem schäbigen, abgewetzten Mantel ragten zwei Hände, von denen die eine den derben Knotenstock und die andere eine Flasche Bier hielt. Zweifellos ein Penner. Links vor mir saß ein Kirchenvorstands-mitglied und ich sah an seinem Nacken, wie sich die Muskeln spannten, bereit, sofort einzugreifen, wenn sich dieser fremde Mensch Unbotmäßig-keiten erlauben sollte. Aber der ging, ohne von uns und unseren Gesichtern große Notiz zu nehmen, vor bis zur ersten Stuhlreihe, in die sich sonst keiner traute, hangelte sich mühsam aus seinem Rucksack, lehnte den Stock an den Nebenplatz, nahm einen langen Zug aus der Flasche und plumpste mit einem vernehmlichen Seufzer auf das Sitzmöbel. Zwischen uns festlich gekleideten Leuten wirkte er wie ein Fremdkörper. Wie einer, der eigentlich nicht hierher gehörte. Nicht zu uns. Allerdings, fiel mir ein, hatten wir gerade vor einigen Tagen am vierten Advent sehr innig und voller Überzeugung gesungen:

„Ein Herz, das Demut liebet, bei Gott am höchsten steht, ein Herz das Hochmut übet, mit Angst zugrunde geht, ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ“, die dritte Strophe aus: „Mit Ernst, o Menschenkinder“. Wurde das so etwas wie die Probe aufs Exempel?

Unser später Besucher blieb ruhig. Nur in regelmäßigen Abständen griff er zu seiner Bierflasche, bis sie leer war. Man vernahm es am hohlen Geräusch, als er sie auf dem Boden abstellte. An der sich entspannenden Haltung unseres Kirchenvorstandes sah ich, dass sein Körper inzwischen die Alarmbereitschaft beendet hatte, nur ein spürbares Misstrauen blieb bei ihm, mir und wohl auch bei vielen anderen. Alles verlief friedlich, bis auf einmal, mitten in den wohlformulierten Weihnachtsworten des Pfarrers, dieser Mensch aufstand und nach vorn ging, in der Hand seine verbeulte Kopfbedeckung. Er stieg mühsam und mit steifen Knie die zwei Stufen hinauf zum Altar, zog den kleinen Tannenzweig aus dem vom Wetter verfärbten, scheckigen Hutband und legte ihn vor das große, sich im Licht der Kerzen spiegelnde Messingkreuz. Mit gebeugtem Haupt blieb er eine Weile stehen, dreht sich dann um, sah uns alle an und sein Blick ging mir mitten ins Gewissen. Er drang durch meine feierliche Haltung, durch meine Vorurteile, meine weihnachtliche Stimmung und mir wurde klar, was jetzt in diesem Augenblick geschah, war eine Art nonverbale Predigt des Eigentlichen:

An der Krippen von JESUS CHRISTUS, dem allmächtigen Sohn Gottes, geht es nicht um feierliche Gefühle, nicht um fromme Gedanken, an dieser Krippe geht es um das Elend und die Schuld von Menschen, um unsere erbärmliche Erlösungsbedürftigkeit und um die von Gott angebotene Vergebungsbereitschaft, die begriffen und ergriffen sein will.

Weihnachten eine Festtagsübung

Hatte Gott diesen einfachen, womöglich im Leben gescheiterten Menschen dazu benutzt, uns zu konfrontieren, dass jenes gewaltige Ereignis, allen Menschen widerfahren, sich bei uns reduziert hat auf weihnachtliches Verhalten? Pervertiert zu einer Art Festtagsübung mit dem Widerspruch zwischen unseren vollen Gabentischen und dem dürftigen Innenleben, unserem Zufriedensein und der armseligen Dürftigkeit dieses Mannes dort vorn am Altar? Und während ich noch diesen Gedanken nachhing, war der Zerlumpte die zwei Stufen wieder heruntergestiegen. Er hatte sich auf die untere hingekniet, seinen Hut neben sich gelegt, seine Hände gefaltet, und an den zuckenden Bewegungen seine gebeugten Rückens sah ich, dass er auf erschütternde Weise weinte, so sehr, dass ich selbst mit den Tränen kämpfte. Aber mein verstohlener Blick nach rechts und links, ob es auch keiner bemerkte, zeigte mir: Allen meinen Nachbarn ging es genauso. Wahrscheinlich waren wir diesem Armseligen in allen überlegen. In unserer gesellschaftlichen Geltung, in unserem Besitzstand, in unserer Tüchtigkeit und mit unseren Erfolgen. Nur ein einem nicht. Dieser Mensch hatte etwas mitgebracht, herein in die Kirche, den Mittelgang herunter bis zum Altar und dort unter Tränen dargeboten: sein Herz.

War er in diesem Augenblick dem Sohn Gottes, geboren in einem Stall, angebetet von den Hirten, vielleicht viel näher als jeder von uns?

Weil Gott nicht die schön verpackten Geschenke ansieht, nicht unsere festlichen Gesichter, nicht unsere feierlichen Gefühle, sondern nur eins:

Das Herz.

 

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

 

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14

 

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383. Weihnachtsgeschichte 2002 – Jonathan bringt seine Fehler

Donnerstag, 31. Oktober 2013 | Autor:

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Mit den Hirten kam auch der achtjährige Jonathan in den Stall von Bethlehem. Er schaute das Jesuskind an und das Jesuskind schaute ihn an. Da traten Jonathan Tränen in die Augen.

„Warum weinst du?“ fragte Jesus. „Weil ich dir nichts mitgebracht habe.“ „ Du kannst mir trotzdem etwas schenken“, entgegnete Jesus. Da wurde Jonathan rot vor Freude, und sagte: „Ich will dir gerne das Schönste geben, was ich habe.“

„Drei Dinge möchte ich von dir haben,“ sagte Jesus. Jonathan schlug sofort vor: „Meinen Mantel, meine elektrische Eisenbahn und mein schönstes Buch mit den vielen Bildern.“

„Nein“, sagte Jesus, „das alles brauch ich nicht. Dazu bin ich nicht auf die Erde gekommen. Ich möchte von dir etwas ganz anderes.“ „Was denn?“ fragte Jonathan neugierig. „Schenk mir deine letzte Klassenarbeit“, sagte Jesus ganz leise, damit es sonst niemand hören konnte. Da erschrak Jonathan. „Jesus“, flüsterte er zurück und kam dabei ganz nahe an die Krippe, „da hat doch der Lehrer drunter geschrieben: ungenügend!“ “Eben darum will ich sie ja haben.“

Aber warum denn?“ fragte Jonathan. „Du sollst mir immer das bringen, wo in deinem Leben, ‚ungenügend’ drunter steht. Verspricht du mir das?“ „ Ja gerne“, antwortete Jonathan.

„Und ich möchte noch ein zweites Geschenk von dir haben“, sagte Jesus, „deinen Milchbecher.“

„Aber den habe ich doch heute morgen kaputtgemacht!“ „Bring mir immer das, was du im Leben zerbrochen hast. Ich will es wieder heil machen. Gibst du mir auch das?“ „ ja , wenn du so was haben willst, gerne.“

„Jetzt mein dritter Wunsch“, sagte Jesus. „Bring mir nun noch die Antwort, die du deiner Mutter gegeben hast, als sie dich fragte, wie denn der Milchbecher zerbrochen ist.“ Da legte Jonathan die Stirn auf die Kante der Krippe und weinte bitterlich. „ Ich, ich, ich…“ brachte er mühsam heraus, „ich sagte, der Becher ist runtergefallen, in Wahrheit habe ich ihn aber im Zorn vom Tisch geschubst.“ „Bring mir alle deine Lügen, deinen Trotz, dein Böses, das du getan hast, sagte Jesus. „Und wenn du damit zu mir kommst, will ich dir vergeben und dir helfen. Ich will dich davon frei machen und dich in deiner Schwäche annehmen. Willst du dir das von mir schenken lassen?“

Und Jonathan hörte und staunte.

Er kniete nieder. Sein Herz war voll Freude.

Johann Wolfgang von Goethe hat einmal treffend gesagt:

Kein tolleres Versehen kann sein: Gibst einem ein Fest – und lädst ihn nicht ein!

Das waren meine Gedanken für das kommende Weihnachtsfest.

Ich  wünsche  allen, ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Freude, Friede und Gottes reichen Segen.

 

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, In JESUS CHRISTUS. Joh.1,14


 

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