851. Die Wahrheit wird euch frei machen
Dienstag, 26. Mai 2026 | Autor: intern
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Liebe Besucher,
ich stelle mir in den letzten Jahren oft die Frage:
„Wurde die Wahrheit schon immer so mit Füssen getreten wie in den letzten Jahren?“
Ich glaube, dass die Anzahl der Lügen nicht entscheidend ist, sondern, dass man die Wahrheit seit Beginn der Schöpfung gegen die Lügen des Verführers (Satan) eingetauscht hat. Schon Paulus hat dies vor 2000 Jahren deutlich gesagt.
Röm 1,25 Sie haben Gottes Wahrheit in Lüge verkehrt und das Geschöpf verehrt und ihm gedient statt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen.
Bedanken will ich mich bei Peter Ischka für die Genehmigung zur Veröffentlichung hier in meinem Blog.
Ich möchte sie einladen, diesen Bericht von Peter Ischka zu lesen und wünsche ihnen gute Erkenntnis.
Frei – wovon?
Ist die Zigarette abgebrannt,
nach dem Schluck zu viel merkt man:
Die ersehnte Freiheit war doch nicht drin.
Frei – wovon? Der Wunsch nach Freiheit ist tief verwurzelt und gehört zur Mitte des Menschseins. Die Werbeindustrie hat das gründlich analysiert und weiß diesen Wunsch bestens zu instrumentalisieren mit der großen Freiheit des Marlboro Man, der durch die Weite des Monument Valley reitet, oder der kleinen Freiheit, die durch das Alter-Bier aus Hamburg ausgelöst wird (je nachdem, wie viel man davon konsumiert).
Aber wenn die Zigarette abgebrannt ist und nach dem Schluck zu viel vom Bier merkt man: Die ersehnte Freiheit war doch nicht drin.
Wer nach mehr Freiheit strebt, muss vielleicht alte Gewohnheiten aufgeben, die Erwartungen anderer und starre Denkmuster loslassen und neue Perspektiven erlauben. Da ist der Weg zur ersehnten Freiheit gespickt mit Stolpersteinen! Sieht man genauer hin, sind da nämlich die inneren Zwänge, man entdeckt eigentümliche Verhaltensmuster und blickt sogar versteckten Ängsten ins Auge. Das alles hinter sich lassen? Ja, schön wär’s … Aber woher nehmen – eine Freiheit, die nicht nur ein Wochenende lang hält!
In der Psychologie wird Freiheit oft verstanden als die Fähigkeit, eigenständige Entscheidungen zu treffen und handeln zu können ohne äußere oder innere Zwänge.
Der Titel ist ein Zitat von dem, der sagt, er sei die Wahrheit in Person. Dieser Anspruch ist einzigartig. Das ist nicht einer, der zu dem Thema auch noch etwas zu sagen hat; nein, er kann Wahrheit definitiv implementieren – einpflanzen.
„Wenn ihr mit mir verschmelzt, werdet ihr mich, die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“1 Wir merken schon: Hier geht es nicht um „wahr“ im Sinne von „richtig statt falsch“.
Jesus Christus hat sich seinen Freunden so vorgestellt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“2 In einer pluralistischen und überdiversifizierten Gesellschaft kann diese Exklusivität durchaus Reaktionen auslösen; doch am Sachverhalt ändert das rein gar nichts.
Auch bei den ersten Adressaten hat diese Aussage, „Die Wahrheit wird euch frei machen“, Widerstand ausgelöst: „Hallo, was heißt denn, wir sollen frei werden? Wir sind doch von niemandem abhängig!“3 Der Lackmustest ist schnell erbracht: Wer Sünde tut, ist ihr Sklave, voll abhängig, ein totaler Sündenjunkie.
Die automatische Unfreiheit
Sünde wird meist als moralischer Begriff überstrapaziert und noch dazu versehen mit einer Richter-Skala von eins bis hundert – doch da ist es nicht bedeutend, ob jemand „nur“ über eine andere Person lästert oder ob er sie umbringt.4
Das Problem: Bei Sünde handelt es sich um eine generelle Lebenszielverfehlung; und die zieht automatisch Unfreiheit nach sich und diese gibt es in allen Facetten. Absolut kein Mensch ist davon ausgenommen; der Grund ist der totale Mangel an Gottesbeziehung. Das ist der Sachverhalt – und keine Ideologie und keine Mehrheitsverhältnisse ändern daran etwas: „Alle sind in der Sünden-Unfreiheit gefangen; begnadigt und gerechtfertigt wird man ausschließlich durch die Erlösung in Christus Jesus“,5 der personifizierten Wahrheit.
Er ist der Weg aus dem Dilemma heraus hinein in die Wahrheit, die allein zum Leben in Freiheit führt. Niemand kommt mit Gott in persönliche Beziehung als nur durch ihn, ganz einfach, weil er diese Beziehung hat. Es ist ein Geschenk ohne Gegenleistung, das man nur hat, wenn man es annimmt! Ein Psychologe nennt das wahrscheinlich „die Freiheit, eine Entscheidung zu treffen“. Das Gegenteil wäre, es aus Stolz abzulehnen und in Unwissenheit sich weiterhin kritisch über den christlichen Glauben zu äußern. Gelegentlich wird dann die widersinnige Frage gestellt: „Warum lässt Gott das zu?“ (Katastrophen und dergleichen), wo man doch meint, es gäbe ihn nicht. Tatsächlich will Gott aber, dass alle Menschen gerettet werden und die Wahrheit erkennen6 – diese Wahrheit, die frei macht.
Produziert Schuldgefühle
Jeder moralische Anspruch, wie sensibilisiert ein Gewissen auch sein mag, führt immer zu Schuldgefühlen und hinterlässt Unfreiheit. Alle möglichen Gesetze liefern uns einen Maßstab und der zeigt uns nur umso deutlicher, wie ohnmächtig wir sind gegenüber dieser Abhängigkeit. Das geht zurück auf Mose, durch ihn wurde das Gesetz gegeben; doch die Gnade und die Wahrheit sind durch Jesus Christus geworden.7
Seit der Geist der Wahrheit gekommen ist, und das ist nun rund 2000 Jahre her, seitdem entfaltet er die ganze Wahrheit8 für jene, die ihn nicht – bewusst oder unbewusst – daran hindern. Die säkulare und oft auch die religiöse Welt kann sich nicht auf seine Frequenz einstellen und ihn daher auch nicht empfangen. Wer ihn aber empfängt, bemerkt das sehr wohl – und bleibt dann natürlich auf Sendung.9
Es ist schon interessant: Dieser Geist der Wahrheit wird auch als „Tröster“ bezeichnet. Aber das ist nicht zu vergleichen mit einem, der auf die Schulter klopft: „Du armes Würstchen, ist doch alles nicht so schlimm, halt einfach nur durch …“ Der Trost, von dem hier die Rede ist, kommt mit der Wahrheit10 und fegt Lüge hinweg.
Eckpunkte, die zeigen, dass wir mit der Wahrheit verbunden sind:
- Unser Herz ist zur Ruhe gekommen.
• Das Herz klagt uns nicht mehr an.
• Wir haben freien Zugang zu Gott.
• Was immer wir bitten, empfangen wir von ihm.
• Wir leben in Übereinstimmung mit seinen Absichten.11
Was Gott von uns erwartet?
Das ist recht einfach: dass wir an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben (ihm vertrauen) und dass wir einander lieben.12 Das ist alles! Wer so handelt, bleibt in Christus und Christus in ihm;13 und er bekommt die Bestätigung durch den Geist der Wahrheit, den er uns dauerhaft gegeben hat.
„Für die Freiheit hat Christus uns frei gemacht. Lasst euch nicht verrückt machen und wieder durch ein Joch der Sklaverei belasten!“14 In Freiheit zu leben – für einen begnadigten lebenslänglich Gefangenen ist das nicht leicht. So geht es uns mit dem Hang zu Schuldgefühlen: Es ist nicht einfach, die umfassende Vergebung anzunehmen; leicht lassen wir uns ein religiöses Joch aufladen. Da hat jede Denomination ihre Spezialitäten und Ansprüche: Was man da nicht alles tun muss, um akzeptabel zu sein! Aber es gibt nichts, was wir tun könnten, um uns für Gott akzeptabel zu machen.
Auf die Frage „Frei – wovon?“ kommt hier die Antwort: „Denn das Gesetz des Geistes der Freiheit in Christus Jesus hat uns frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.“15 Wenn es Ihnen möglich ist, treten Sie einen Schritt zurück und betrachten Sie Ihr religiöses Verhalten mit etwas Distanz; finden Sie heraus, wo überall so ein Joch versteckt sein könnte: Was haben Sie alles zu erfüllen, um im System Ihrer Denomination annehmbar zu sein? Vermutlich gibt es keine christliche Gruppe, die nicht die Freiheit einschränkt, zu der Christus uns frei gemacht hat.
Mit dem Alten kommt niemand ins Neue
Eine Vermischung mit alttestamentlicher Technologie, angefangen beim Priester-Konzept der Suche nach einem Mittler zwischen Menschen und Gott – das hat sich erübrigt, seit Christus sich im Himmel auf seinen Thron gesetzt16 und den direkten Zugang zu Gott eröffnet hat. Spätestens seitdem sind die „Bitt für uns“-Gebete überflüssig.
Jesus erklärt es ganz unmissverständlich: „Ihr selbst werdet in meinem Namen direkt bitten, und ich sage: Nicht einmal ich werde den Vater für euch bitten; denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich geliebt und geglaubt habt, dass ich vom Vater ausgegangen bin.“17 Um das zu verstehen, muss man kein Theologe sein, denn schon das Mustergebet von Jesus macht es ganz deutlich: „Unser Vater …“ Bitten wir jemand anderes, kann das ganz schön in die Hose gehen.
Das ist nur ein Beispiel von den vielen Traditionen, die mit der Freiheit inkompatibel sind. Ein einfacher Test klärt das: Mache ich eine fromme Übung, um dafür von Gott etwas zu bekommen? Das wäre das K.-o.-Kriterium. Ist jemand frei, dann macht er etwas, weil er von Gott Unermessliches bekommen hat.
Niemand muss unfrei bleiben
Spätestens als Christus sich auf den Thron setzte, nachdem er auferstanden war, ist der Neue Bund in Kraft getreten – sprich, damit hat der Alte sich erübrigt; was aber veraltet ist und sich überlebt hat, verliert seine Relevanz.18 Paulus war ein 150-%‑iger seines Faches, er hat den Alten Bund gekannt und ausgeübt wie kaum ein anderer; aber was auch immer ihm vom Alten Bund einst Gewinn gewesen war, das achtete er um Christi willen für Verlust, ja wirklich, er hielt das alles für Dreck, nur um Christus zu gewinnen und in ihm gefunden zu werden. Wie machte er das? Indem er nicht mehr seine eigene Gerechtigkeit hochhielt, die aus dem Gesetz war, sondern die durch den Glauben Christi, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens.19
Paulus hat wie kein anderer begriffen, was der Unterschied ist zwischen dem, dass man unter dem Joch des Gesetzes der Sünde ist, und dem, im Gesetz der Freiheit zu leben. Wer nämlich in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingeschnuppert hat und dabei geblieben ist, indem er nicht nur zuhört, abnickt und vergisst, sondern das Gehörte umsetzt, der wird in all seinem Tun glückselig sein.20
Die Freiheit, die diese Bezeichnung verdient
Ja, die Sehnsucht nach Freiheit ist ein tiefes menschliches Bedürfnis. Die Wahrheit wird euch frei machen. Christus ist die Wahrheit in Person, der Geist der Wahrheit wird uns in die ganze Wahrheit, nicht in die halbe, leiten. Er will … Wollen wir das auch? Diese Entscheidung ist für viele der erste Schritt in die Freiheit, die wahrhaftig diese Bezeichnung verdient.
1 Johannes 8,31–32.
2 Johannes 14,6.
3 Johannes 8,33.
4 Matthäus 5,21–22.
5 Römer 3,22–24.
6 1. Timotheus 2,4.
7 Johannes 1,17.
8 Johannes 16,13.
9 Johannes 14,17.
10 Johannes 15,26.
11 1. Johannes 3,19–24.
12 Johannes 13,35;
1. Johannes 4,7–8.
13 1. Johannes 4,16.
14 Galater 5,1.
15 Römer 8,2.
16 1. Timotheus 2,5.
17 Johannes 16,23–24.27.
18 Hebräer 8,13.
19 Philipper 3,5–9.
20 Jakobus 1,25.





