Home





105. Auf der langen Bank

Montag, 7. Juni 2010 | Autor:

Strahlt das Bild nicht eine gewisse Nostalgie und Ruhe aus, die Besinnlichkeit der „guten alten Zeit“? Doch die Ruhe und Besinnlichkeit, die in diesem Bild zum Ausdruck kommt, ist sehr, sehr gefährlich. Es ist die träge Ruhe der Gleichgültigen, aus der es irgendwann ein jähes Erwachen gibt.

Über jeder Person auf diesem Bild steht, was sie im Bezug auf ihre ewige Seligkeit denkt. Die junge Dame meint: „Es hat noch Zeit!“ Der Bankier, oder was immer er ist, möchte erst das Ziel, das er sich gesteckt hat, erreichen. Der junge Mann denkt: „Wenn ich alt bin!“ Der Großvater auf der Bank hält sogar dafür, dass es noch Zeit ist, wenn es zum Sterben geht. Die Frau neben ihm will warten bis später. Und auch der Nächste in der Reihe, dem man gewiss sein Alter ansieht, tröstet sich mit dem Gedanken, dass es immer noch früh genug ist. Während der biedere Handwerker ganz unverblümt bekundet: „ Jetzt noch nicht!“

Sie alle sitzen auf einer langen Bank und schieben ihre Entscheidungen für JESUS CHRISTUS und das Ergreifen der ewigen Seligkeit auch auf die lange Bank! Hier aber bekommt dieses Bild aus der „guten alten Zeit“ Aktualität für unsere Zeit und möglicherweise sogar für dich, lieber Leser. Diese lange Bank reicht bis in unsere Tage. Auch heute, wo alles so hektisch geworden ist und die Menschen keine Zeit mehr haben, wo sie nicht mehr warten können und darauf brennen, alles, was sie gerne möchten, möglichst schnell zu erhalten, sitzen sie auf dieser langen Bank. Sie schieben die Dinge, die ihre ewige Seligkeit betreffen auf die lange Bank. Sitzt auch du unter Ihnen? Die Zeiten haben sich zwar geändert, doch die Menschen nicht. Den belanglosen Dingen dieser Erde eilen sie nach, aber die wichtigste Entscheidung ihres Lebens schieben sie hinaus oder ignorieren sie ganz, im dem sie meinen, mit dem Tode sei alles aus. Wer sich mit der Tatsache, dass er sterben muss, abfindet, ohne zu fragen: „Was kommt danach?“, handelt töricht.

Friedhof_web_R_K_B_by_Elke Sawistowski_pixelio.de

Gottes Wort gibt uns ganz klar Antwort auf diese Frage, denn es bezeugt uns in Hebräer 9,27, dass es dem Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht! Gott wird also die Menschen richten, nachdem sie gestorben sind. Diesem Gericht kann keiner entgehen; und in diesem Gericht kann auch keiner bestehen, denn es heißt wiederum in der Bibel: “Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tue, da ist auch nicht einer!“ und: „Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes!“(Römer 3,12,23).

Dies ist die Wirklichkeit, mit der du, lieber Leser, dich unbedingt auseinandersetzen solltest! Doch weil Gott nicht möchte, dass wir Menschen um der Sünde willen ewig verdammt werden und verloren gehen, darum hat Er Jesus Christus, Seinen geliebten Sohn, gesandt. ER, der ohne Sünde war und keine Sünde tat, ist für dich, für mich und die ganze Menschheit in den Tod gegangen und hat dort am Kreuz von Golgatha das Gerichtsurteil Gottes über die Sünde auf sich genommen. Das heißt: Gott hat das Gerichtsurteil, das dir und mir galt, an Seinem Sohn vollstrecken lassen. Er der Reine und Sündlose, starb für die Sünder! Dadurch ist unsere Begnadigung und Errettung möglich geworden. Gottes Wort bezeugt: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, auf dass er die Welt richte, sondern auf dass die Welt durch ihn errettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes!“(Johannes 3,16-18). Gott selbst ist also in s Mittel getreten, damit wir begnadigt und errettet werden können. Um diese Gnade zu erlangen, müssen wir Gottes gerechtes Urteil über uns und unsere Sünden anerkennen,, von unseren Sündenwegen umkehren und im Glauben das Heil in Jesus Christus erfassen.

Im Jahr 1785 waren in England einige Falschmünzer, die zum Tode verurteilt waren, begnadigt worden. Allerdings wären sie um ein Haar doch hingerichtet worden, weil ein nachlässiger Beamter im Ministerium des Inneren versäumt hatte, das Begnadigungsschreiben weiterzuleiten. Durch Gottes Eingreifen wurde jedoch dieses Schreckliche verhindert. Noch gerade zur rechten Zeit wurde das Versäumnis entdeckt und die Urkunde durch einen berittenen Boten von London nach York ins Gefängnis gebracht. Es war ein Gewaltritt, aber der Bote kam noch zur rechten Zeit an; wenn es auch erst während der Stunde vor der Hinrichtung war. Die Lässigkeit und Pflichtverletzung eines Mannes hätte also fast den Tod einiger Menschen zur Folge gehabt.

Vielleicht bist du, lieber Leser, empört über solches Verhalten – und das mit Recht. Doch bedenke; Wie gehst du mit dem Heil deiner Seele um? Gott hat alles zu deiner Errettung getan! Jesus hat für dich und deine Erlösung das Kreuz und den Tod erduldet. Er achtete nicht, was über Ihn kam, um dich und mich zu retten! Kann dir deine Seligkeit da noch gleichgültig sein? Du wirst Vergebung und ewiges Leben bei Ihm finden, wenn du umkehrst, im Glauben die Erlösung in Jesus Christus annimmst und diese Glaubensstellung in der biblischen Taufe zum Ausdruck bringst. Gott wird dir göttliches Leben und Kraft schenken, die dich befähigen, in Seinen Wegen zu wandeln. Diese Entscheidung musst du treffen und sollst sie nicht auf die lange Bank schieben. Denn die Bibel ermahnt uns: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet euere Herzen nicht!(Hebr.3,7). Heute lebst du, heute bekehre dich, eh’s morgen wird, kann’s ändern sich! Es gibt ein ZU SPÄT für die Errettung, einer Seele! Denke nicht: „Es hat noch Zeit!“ Warte nicht, bis du deine irdischen Ziele erreicht hast. Verschiebe deine Entscheidung auch nicht auf deine alten Tage oder gar aufs Sterbebett! Heute ist es noch früh genug, aber morgen kann es zu spät sein! Gott nimmt deine Errettung sehr ernst, denn er weiß, dass du ohne lebendigen Glauben an Jesus Christus verloren gehst! Jesus hat alles darangesetzt, dich zu retten! Kannst du da noch länger gleichgültig bleiben und deine Entscheidung für Ihn hinausschieben? Willst du nicht heute zu Ihm kommen?

Der Bote mit dem Begnadigungsschreiben für die Falschmünzer kam noch zur rechten Zeit. Möchte Gott dir Gnade schenken, dass du das Heute der Errettung nützt, damit du morgen getrost der Ewigkeit entgegengehen kannst und bereit bist, wenn Gott dich abruft!

+ Paul-Gerhard Mink

Tags »

Trackback: Trackback-URL | Feed zum Beitrag: RSS 2.0
Thema: Christliche Seite

Diesen Beitrag kommentieren.

Kommentar abgeben