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Beiträge vom » Juli, 2026 «

855. Erbe für dich

Donnerstag, 2. Juli 2026 | Autor:

Liebe Besucher,

dieses Thema ist ja allgegenwärtig, wenn man bedenkt, dass täglich viele Menschen sterben und dann immer die Frage nach dem Erbe zur Sprache kommt. Leider kümmern sich aber sehr viele Menschen nicht um das sichere Erbe, dass uns von Gott zugesagt ist, wenn wir seinem Wort gehorsam sind und tun was er von uns erwartet.

Isolde Müller hat es in diesem Bericht wieder einmal auf den Punkt gebracht.

Ich möchte mich für die Genehmigung zur Veröffentlichung hier bedanken und hoffe, dass viele den Wert dieser Worte erkennen.

 

Isolde Müller – Leiterin des Missionswerk Karlsruhe

 

Ein Erbe für dich

Nimm, was dir gehört, denn Gott hat dir viel versprochen

 

Viele Familien haben schon schmerzhaft lernen müssen, wie schwierig es werden kann, wenn jemand stirbt, der sein Erbe nicht geregelt hat: Wenn beispielsweise mehrere Personen als Erbengemeinschaft erben, müssen alle Entscheidungen über ein Haus oder ein Konto einstimmig getroffen werden. Das hat schon zu viel Streit geführt. Oder es tritt ohne ein Testament die gesetzliche Erbfolge in Kraft und es erben zuweilen Personen mit, zu denen seit Jahrzehnten kein Kontakt bestand. Oder alle Kinder erben denselben Anteil – egal, ob sie jahrelang die Eltern gepflegt haben oder nicht.

Gott hat sein Erbe geregelt: Gleich am Anfang des Herbräerbriefes lesen wir, dass Gott seinen Sohn Jesus zum Erben über alles eingesetzt hat (vgl Hebräer 1,2). Er hat seinem Sohn alles anvertraut. Und später lesen wir im Hebräerbrief, dass wir Miterben sind: Weil wir von unseren Übertretungen erlöst sind, „können alle, die Gott berufen hat, das versprochene ewige Erbe empfangen“ (Hebräer 9,15).

 

»So können alle, die Gott berufen hat, das versprochene ewige Erbe empfangen.«

Hebräer 9,15

 

Du bist Teil der Familie

Ein Erbe verdient man sich nicht, sondern es wird übertragen, weil man zur Familie gehört. Wenn du Jesus Christus in dein Leben aufgenommen hast, gehörst du zur Familie – und bist deshalb erbberechtigt, so beschreibt es Paulus im Römerbrief: „Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! Der Geist selbst zeugt mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Wenn aber Kinder, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi …“ (Römer 8,15-17).

Du bist Sohn oder Tochter und somit erbberechtigt. Jesus hat dich losgekauft, damit du nicht mehr unter Zwang, Angst oder geistlicher Armut lebst. Das Erbe ist die Grundlage für ein neues Leben: Wir sind keine Sklaven des Teufels mehr, sondern Kinder Gottes, durch die Erlösung am Kreuz.

 

Jeder ist erbberechtigt

Schon im Alten Testament hat Gott bestimmt, dass jeder Einzelne einen Anspruch auf ein Erbe hat. Dazu lesen wir eine erstaunliche Geschichte in 4. Mose 27,1-8: Ein Mann namens Zelofhad hatte fünf Töchter und keinen Sohn. Nach damaligem Gesetz hatten Frauen kein Erbrecht. Da es keine männlichen Erben gab, wäre der Landanteil ihres Vaters an andere Verwandte gefallen. Die fünf Töchter wären leer ausgegangen und hätten keine Lebensgrundlage gehabt. Doch sie klagten Mose ihr Leid und Mose bringt die Angelegenheit vor Gott. Er sagt nicht nur achselzuckend: „Das Gesetz ist halt so“, sondern er fragt Gott. Und Gott antwortet: „Die Töchter von Zelofhad haben recht. Sie sollen auf jeden Fall Grundbesitz erhalten, genauso wie die Männer aus ihrer Sippe. Ein Stück Land soll auf den Namen ihres Vaters eingetragen werden und ihnen als seinen Erben gehören. Sag den Israeliten: Wenn jemand stirbt und keinen Sohn hinterlässt, soll seine Tochter das Erbe bekommen.“

Gott nimmt die Erbfrage ernst – und klärt hier ein für alle Mal, dass jeder Mensch erbberechtigt ist. Gott änderte das Rechtssystem, damit Menschen ihr Erbe bekommen. Wenn das schon im Alten Bund so war, wieviel mehr im Neuen Testament! Damals ging es um ein physisches Erbe, heute geht es um unser geistliches Erbe. Der Teufel will uns immer weismachen, dass wir kein Recht auf Gottes Verheißungen haben, doch das Gegenteil ist der Fall. Du hast ein Recht auf deinen Erbteil!

 

»Du hast ein legales Recht auf all das, was uns in der Bibel zugesagt wird.«

 

Das Reich Gottes erben

Wenn hier auf der Erde ein Testament eröffnet wird, und du darin benannt bist, hast du die Möglichkeit es anzunehmen oder auszuschlagen. Wenn du dein Erbe ablehnst, bleibt es wirkungslos. Genauso ist es im geistlichen Bereich. Manche Christen sind Miterben, aber sie nehmen es nicht in Anspruch.

In Galater 5,21 sagt uns Paulus: „Von diesen sage ich euch im Voraus, so wie ich vorher sagte, dass die, die so etwas tun, das Reich Gottes nicht erben werden.“ Es gibt etwas, das uns vom Erbe ausschließt. Paulus spricht hier von „Werken des Fleisches“: Zorn, Eifersucht, Neid, Streit und Ähnliches. All das schließt uns davon aus, das Reich Gottes zu erben. Doch wenn wir diese Dinge wieder ablegen und Jesus um Vergebung bitten, haben sie keine Wirkung mehr in unserem Leben und wir können das Erbe antreten. Dann sind wir Teilhaber am Reich Gottes, an Gottes neuer Welt, dessen Währung Gerechtigkeit, Friede und Freude ist. Leben im Fleisch hält uns klein. Leben im Geist öffnet uns den Raum für unser Erbe.

 

Nimm dein Erbe in Besitz!

Du hast ein legales Recht auf all das, was uns in der Bibel zugesagt wird:

  • Du hast Vollmacht! Jesus hat seine Jünger ausgesandt und zu ihnen gesagt: „Siehe, ich gebe euch die Vollmacht, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über die ganze Kraft des Feindes, und nichts soll euch irgendwie schaden“ (Lukas 10,19). Dieser Widerstand geschieht in Vollmacht. Lass dich nicht einschüchtern, sondern benutze die Vollmacht, die du durch dein Erbe hast.
  • Du hast Kraft! „Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist“ (Apostelgeschichte 1,8). Der Heilige Geist ist da. Er ist in dir! Mit dem Erbe kommt die Kraft. Paulus bezeugt im Brief an Timotheus, dass Jesus ihm Kraft verliehen hat – und dieselbe Kraft wirkt auch in dir: die Kraft für jeden neuen Tag, die Kraft zu vergeben, die Kraft, Gutes zu tun und allen Versuchungen zu widerstehen, die dir jeden Tag begegnen.
  • Du hast den Sieg! Du kämpfst nicht für den Sieg, du lebst aus dem Sieg, den Jesus errungen hat. In diesem Sieg überwinden wir alle Herausforderungen, die auf uns zukommen. „Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!“ (1. Korinther 15,57). Er hat dir alles bereitgestellt, was du brauchst.
  • Ebenso gehört die Herrlichkeit Gottes zu unserem Erbe. Jesus selbst sagt, dass er die Herrlichkeit, die er vom Vater empfangen hat, an uns weitergegeben hat. Nicht erst im Himmel, nicht nur für geistliche Leiter, sondern für seine Nachfolger hier und jetzt. Im Alten Testament trug die Bundeslade die Gegenwart Gottes – im Neuen Testament trägt sie der Mensch.
  • Heilung ist nicht vom Erbe ausgenommen. Das ganze Neue Testament ist voll davon, wie Jesus Menschen heilte: „Als aber die Volksmengen es erfuhren, folgten sie ihm; und er nahm sie auf und redete zu ihnen vom Reich Gottes, und die Heilung brauchten, machte er gesund“ (Lukas 9,11). Das ist dein Erbe! In einem Testament können nicht Teile gültig sein und andere Teile nicht gültig. Entweder ist es rechtsgültig oder nicht. Warum sollte in der Bibel manche Zusagen gültig sein und dieser nicht? „Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten“ (Psalm 103,3). Jesus hat geheilt, befreit und versorgt. Viele Menschen haben schon erfahren, dass Gott sie heute genauso berührt hat. Wenn du Lasten mit dir herumschleppst, die du nicht los wirst, lade sie ab bei Jesus. Dafür ist er gekommen: um dich freizumachen.

Er hat dir ein Erbe hinterlassen und die entscheidende Frage ist nicht, ob das Testament gilt, sondern, ob du es annimmst. Nimm, was dir gehört!

 

Isolde Müller

Leiterin des Missionswerk Karlsruhe

 

 

 

 

Thema: Lebendiger Glaube | Beitrag kommentieren

854. Heilungskraft

Donnerstag, 2. Juli 2026 | Autor:

Liebe Besucher,

mich hat dieser Bericht von Daniel Müller vom Missionswerk Karlsruhe wieder einmal sehr angesprochen und darum möchte ich diesen einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Ich hoffe, dass sie dadurch auch angesprochen werden.

 

Ich bedanke mich bei Daniel Müller für die Genehmigung hier veröffentlichen zu dürfen.

Daniel Müller – Leiter des Missionswerk Karlsruhe

 

Die gegenwärtige Heilungskraft

 

Wir können Heilung und Gottes Wirken nicht erzwingen. Aber kleine Schritte bewirken bei Gott oft große Wunder.

 

Es gibt eine Sehnsucht in dir, die sich nicht einfach abschütteln lässt, egal wie beschäftigt du bist, egal, wie stark du nach außen wirkst, egal, wie sehr du gelernt hast, mit Dingen zu leben, die eigentlich nie so gedacht waren. Denn tief in dir weißt du, dass es mehr geben muss: mehr als nur durchhalten, mehr als nur funktionieren, mehr als nur irgendwie klarkommen – nämlich echte Heilung, echte Freiheit, echte Wiederherstellung. Es gibt eine Sehnsucht in dir nach einer Berührung Gottes, die nicht nur oberflächlich ist, sondern die dich im Innersten verändert.

 

»Heilung fließt aus Gottes Wesen, aus seiner Natur, aus seinem Herzen heraus.«

 

Vielleicht hast du dich daran gewöhnt, dass bestimmte Dinge einfach „zu deinem Leben gehören“, dass Schmerzen bleiben, dass innere Wunden Teil deiner Geschichte sind, dass Gebete manchmal unbeantwortet scheinen. Doch was wäre, wenn das gar nicht die Wahrheit ist? Was wäre, wenn Gott nie vorgesehen hat, dass du dich mit weniger zufriedengibst, als er für dich vorbereitet hat?

 

Gott handelt noch immer

Du musst nicht auf einen besonderen Moment warten, nicht auf einen perfekten Zustand, nicht auf einen Tag, an dem dein Glaube stark genug ist. Denn Gott ist nicht in der Zukunft gefangen. Er ist nicht auf Distanz, nicht schwer erreichbar, sondern er ist gegenwärtig, genau jetzt, während du diese Worte liest, mitten in deinem Alltag, mitten in deiner Situation, mitten in dem, was dich gerade beschäftigt, und genau darin liegt die Kraft des Evangeliums: Gott hat nicht nur einmal gehandelt, sondern er handelt noch immer.

Als Jesus sagte, dass der Geist des Herrn auf ihm ist, um zu heilen, hat er keine Theorie formuliert, sondern eine Realität eröffnet, die bis heute gilt, und dieser gleiche Heilige Geist ist nicht verschwunden, er ist nicht weniger geworden, er ist nicht zurückgezogen, sondern er wirkt weiter, leise, kraftvoll, liebevoll, beständig, und vielleicht ist er dir näher, als du es jemals gedacht hast.

 

Heilung ist Ausdruck seines Wesens

Gott entscheidet sich nicht, gelegentlich zu heilen – sondern Heilung fließt aus seinem Wesen, aus seiner Natur, aus seinem Herzen heraus. Denn Gott ist gut, er ist voller Leben, voller Liebe, voller Wiederherstellung, und alles, was er berührt, trägt diese Handschrift. Deshalb ist Heilung kein Sonderfall, sondern ein Ausdruck seiner Gegenwart, ein Zeichen seines Reiches, ein Echo des Himmels auf der Erde.

 

»Gott hat nicht nur einmal gehandelt, sondern er handelt noch immer.«

 

Die Bibel sagt, dass er derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit. Deshalb ist das, was du in den Evangelien liest, nicht nur Geschichte, sondern Einladung, Verheißung und Möglichkeit – auch für dich, auch jetzt.

 

Der Heilige Geist bringt den Himmel in dein Leben

Der Heilige Geist ist nicht einfach eine Kraft, die irgendwo existiert, sondern er ist die lebendige Gegenwart Gottes, die den Himmel in dein Leben hineinträgt. Der Heilige Geist ist die Verbindung zwischen dem, was Gott ist, und dem, was du erlebst. Wo er Raum bekommt, da beginnt sich etwas zu verändern, manchmal sichtbar, manchmal unsichtbar, aber immer real.

Vielleicht hast du gelernt, deine Erwartungen herunterzuschrauben, dich anzupassen, dich zu arrangieren. Doch der Heilige Geist lädt dich ein, neu zu sehen, neu zu glauben, neu zu hoffen. Denn wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit: eine Wirklichkeit, die dein Leben berühren will.

 

Heilung beginnt mit Empfangen, nicht mit Anstrengung 

Du musst dich nicht anstrengen, um Gott zu bewegen. Du musst ihn nicht überzeugen, du musst nicht kämpfen, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen: Er ist schon da, schon bereit, schon am Wirken. Und oft liegt der Schlüssel für uns nicht darin, mehr zu tun, sondern darin, loszulassen, still zu werden, offen zu werden, empfänglich zu werden.

Es ist so leicht, in einen Modus zu geraten, in dem du denkst, du müsstest mehr glauben, mehr leisten, mehr richtig machen. Doch die Wahrheit ist: Heilung entsteht nicht aus deinem Druck, sondern aus seiner Gegenwart. Alles, was es manchmal braucht, ist ein ehrliches Herz, das sagt: Gott, ich öffne mich. Ich lasse zu. Ich empfange, auch wenn ich noch nicht alles verstehe.

 

Momente der Veränderung

Es gibt diese Momente, in denen etwas geschieht, das du nicht erklären kannst, Momente, in denen Frieden plötzlich real wird, in denen Schmerz nachlässt, in denen sich etwas in dir löst, das lange starr und fest war. Genau das sind die Momente, in denen der Himmel die Erde berührt. Meist sind sie gar nicht spektakulär im äußeren Sinn, aber tiefgreifend im Inneren. Wenn der Heilige Geist wirkt, bleibt nichts unverändert, dann beginnt ein Prozess, der dich Stück für Stück in Freiheit führt, in Leichtigkeit, in Leben. Vielleicht hat dieser Prozess schon längst begonnen, ohne dass du es bemerkt hast?

 

»Im Reich Gottes sind es oft die kleinen Schlüssel, die große Türen öffnen.«

 

Jetzt ist dein Moment

Vielleicht ist genau jetzt dieser leise, aber entscheidende Moment, in dem du innerlich stehenbleibst und merkst, dass Gott dich ruft, eine Einladung voller Liebe und Nähe ausspricht. Und alles, was er sich wünscht, ist dein Ja. Ein einfaches Ja, das sagt: Ich öffne mich, ich vertraue dir, ich lasse dich wirken, ich höre auf, alles kontrollieren zu wollen, und beginne zu empfangen, was du für mich hast. Vielleicht fühlt sich dieses Ja klein an, unsicher, vorsichtig. Aber im Reich Gottes sind es oft genau diese kleinen Schlüssel, die große Türen öffnen.

 

Daniel Müller

Leiter im Missionswerk Karlsruhe

Thema: Heilung und Wunder | Beitrag kommentieren

Gott ist gut
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