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613. Israelkritik ein Parteiprogramm

Dienstag, 31. Oktober 2017 | Autor:

Lieber Blogbesucher,

seit vielen Jahren beobachte ich mit großer Aufmerksamkeit wie die deutsche Politik und die restliche Welt mit dem Thema Israel umgeht. Ergebnis: Kein anderes Volk und Land wird dermaßen ungerecht behandelt wie Israel. Schaut man in die Geschichte, stellt man sehr schnell fest, immer wenn man in dieser Welt einen Sündenbock brauchte, hat man sich Israel ausgesucht. Warum?

Es gibt eine biblische Erklärung – die Welt ist in Feindschaft gegen Gott. Da sich Gott aber gerade dieses Volk als sein Eigentum erwählt hat, muss man sich nicht wundern, dass es so aussieht wie es aussieht.

 

Noch eine Tatsache die man hier einmal zum Nachdenken erwähnen sollte.

Friedrich der Große(18. Jahrhundert) hatte einen frommen Leibarzt. Diesen forderte er einmal damit heraus, daß er ihn aufforderte, er möge ihn in einen kurzen Satz beweisen dass es Gott gibt.

Der Leibarzt sagte zu Friedrich den Großen: Majestät, die Juden.

Anscheinend konnte man auch damals schon mit dieser Aussage etwas anfangen, denn Friedrich der Große fragte nicht mehr nach, sondern schwieg still.

 

Vielen Dank an bei Brd. Jochen Mall H -F -I für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieses Beitrages.

 

Israelkritk ein Parteiprogramm

Israel kann sich vor der Flut falscher, giftiger und gehässiger Anwürfe kaum mehr retten. Dabei geht es nicht um die sogenannten „fake-news“ aus sozialen Medien, sondern um gezielte Diffamie­rung im Namen der Diplomatie:

Die ungeheuerliche „Demokratie“ des Herrn Gabriel (von Ulrich.W. Sahm)

Ulrich Sahm (13.07.17) H-F-I

 

Deutschlands SPD-Außenminister Sigmar Ga­briel, bekanntlich auch Vizekanzler in der größ­ten europäischen Demokratie, erklärte gegenü­ber dem Hamburger Abendblatt: „Die aktuelle Regierung sei nicht Israel, auch wenn sie das gern so darstelle.“

Man muss die israelische Regierung oder gar ihren Premierminister weder mögen noch der Politik zustimmen. Zu behaupten, sie sei nicht Israel, ist ein grundsätzlicher Verstoß gegen die Regeln der Demokratie. Benjamin Netanjahu ist nun mal demokratisch gewählt und hat gemäß­ allen Regeln der Kunst eine Mehrheitskoalition auf die Beine gestellt.

 

Gabriael Bundesaußenminister HFI

Würde Gabriel auch behaupten, dass Frau Merkel nicht für Deutschland spricht und Herr Trump nicht für die USA?

Und wenn Gabriel schon so Israels Regierung delegitimiert, warum schweigt er zu seinem „Freund“ Mahmoud Abbas, der seit 2006 nicht wiedergewählt worden ist und mit der Auflö­sung des Parlaments die Demokratie in der Autonomiebehörde abgeschafft hat?

Über die demokratische Legitimation der Ha­mas im Gazastreifen müssen hier wohl keine Worte verloren werden. Gleichwohl hatte aus­gerechnet Gabriel bei einem seiner Besuche in Nahost von Israel gefordert, diese palästinen­sische Partei anzuerkennen. Wo in der Welt anerkennen Staaten politische Parteien ande­rer Länder und über was sollten sie mit ihnen verhandeln? Die Frage, ob Israel nun auch die NPD oder die AFD anerkennen sollte, beant­wortete er mit einem lauten Lachen und brach dann das Gespräch abrupt ab.

 

Die „National- Religiösen“ – wo sind sie?

 

In deutschsprachigen Medien wird die israe­lische Regierung gerne als „national-religiös“ bezeichnet. Die Likudpartei Netanjahus ist viel­leicht „national“, aber gewiss nicht religiös. Die Partei des Finanzministers Kachlon passt we­der in die eine, noch in die andere Schublade. Die „Frommen“ in der Koalition bedienen nicht das Klischee „Siedlungspolitik“. Sie kümmern sich um die Einhaltung der Sabbatgesetze, also rein innenpolitische Angelegenheiten, die in den Medien im Ausland kaum oder keinen Wider­hall erfahren.

Und wenn schon die jetzige israelische Regie­rung plump und verfälschend als „national-religiös“ definiert wird, kommt man beim Gedanken an Deutschland schnell auf fiese Parallelen. Kanzlerin Angela Merkel ist doch Parteivorsitzende der CDU. Wegen des „hohen C“ im Namen dieser rechtskonservativen Par­tei müsste sie eigentlich als „national-religiös“ bezeichnet werden. Und wie müsste nun die Große Koalition der „nationalen“ CDU mit der „sozialistischen“ SPD bezeichnet werden? Der Anstand verbietet es, in Deutschland die Be­zeichnung „National“ und „Sozialistisch“ zu einem Wort zusammen zu ziehen.

 

„Israelkritik“ ein Parteiprogramm?

 

Die SPD – nahe Friedrich-Ebert-Stiftung hat in einer neuen Studie herausgefunden, dass der „moderne Antisemitismus“ in Deutschland seit 2014 von 28% auf 40% im Jahr 2016 angestie­gen ist. Die entscheidende Aussage lautete: “Aufgrund der Politik Israels, kann ich verste­hen, dass die Leute etwas gegen die Juden haben.”

So wird die Studie in der Jerusalem Post zitiert.

Bemerkenswert ist, dass es keinen ähnlichen Begriff für Kritik an anderen Ländern gibt, in denen Menschenrechtsverbrechen und Verstö­ße gegen das Völkerrecht drastischer sind als vermeintlich in Israel: Syrien, Irak, Jemen und anderswo. Allein anhand dieser Studie kann man sehen, dass Außenminister Gabriel mit seinem Eklat in Israel innenpolitisch, im Vor­feld der Neuwahlen im September, nur positiv punkten konnte. Es ist anzunehmen, dass er diese Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert- Stiftung kannte und als profilierter Politiker auch wusste, daraus Kapital zu schlagen.

Eine Woche später kam der Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier. Ebenfalls SPD-Ge­nosse wie Gabriel, doch in anderer Rolle, um in Israel nun wieder die „Wogen zu glätten“.

 

Steinmeier_by_mike kess_pixelio.de

 

…könnte man damit in Deutschland Wahlen gewinnen

 

Erneut wurde berichtet, als hätten die Medien nichts verstanden. Wieder wurde behauptet, dass Netanjahu den „Eklat“ mit Gabriel pro­voziert habe, weil er keine Treffen mit „re­gierungskritischen Organisationen“ dulde. Steinmeier reagierte darauf – ohne Netanjahu beim Namen zu nennen – in seiner Rede in der Hebräischen Universität mit „klaren Worten“: „Sprechverbote helfen nicht beim Verstehen, und sie schaffen kein Verständnis“, sagte Stein­meier. Und weiter: „Wer seine Stimme erhebt, wer Kritik übt, der ist kein ‚Volksverräter‘, son­dern eigentlich ein Volksbewahrer.“

Ohne „Breaking the Silence“ und „B’Tselem“zu nennen, lobte der Bundespräsident deren zi­vilgesellschaft-liches Engagement in Israel. Sie verdienten „unseren Respekt als Demokraten auch dann, wenn sie einer Regierung kritisch gegenüber stehen“. Wer hingegen die Pluralität von Gesellschaft ablehne, „stellt sich selbst ins Abseits“. Soweit der Spiegel.

 

Ein Schlag ins Gesicht für jeden Israeli

 

Netanjahu hat sich allein gegen die Organisa­tion „Schweigen Brechen“ gewandt und das ausdrücklich nicht wegen „Regierungskritik“ oder wegen „Siedlungspolitik“, sondern al­lein wegen deren fraglichen Methoden und unnachweisbaren Behauptungen, israelische Soldaten pauschal als Kriegsverbrecher darzu­stellen. Das konnte, durfte und wollte Netanja­hu als gewählter Premier nicht unmittelbar vor dem Jom haZikaron hinnehmen. Dieser Feier­tag ehrt alle Soldaten der israelischen Armee, welche in Kriegen oder bei Terroranschlägen gefallen sind. Am Jom haZikaron wird auch der Zivilisten gedacht, die Opfer des palästi­nensischen Terrorismus geworden sind. Der Tag beginnt am Vorabend um 20 Uhr (nach dem jüdischen Kalender beginnen die Tage mit dem Sonnenuntergang) mit dem einminütigen Signalton einer Sirene. In dieser nationalen Schweigeminute hält das gesamte Land den Atem an, die Israelis gedenken der Opfer und zeigen ihren Respekt. Und man kennt die Namen wirklich. Jeder tote Soldat, jeder ermordete Zivilist wird nach den Anschlägen namentlich erwähnt und vom ganzen Land be­trauert. Unvorstellbar, dass man in Israel mit Terroropfern so anonym umgehen würde, wie in Berlin nach dem Anschlag am Breitscheid­platz.

 

Der Gedenktag geht in den Unabhängigkeits­tag nahtlos über. Hier erinnern sich die Men­schen daran, welcher Preis für die Unabhän­gigkeit bezahlt werden musste und was durch das Opfer der Soldaten erreicht wurde. Die meisten Israelis haben in der Armee gedient. Es gibt wohl keinen Israeli, der nicht minde­stens einen Gefallenen persönlich kannte. Eine Diffamierung der IDF ausgerechnet beim Besuch deutscher Volksvertreter konnte nicht übler platziert werden, als im Umfeld dieses nationalen Trauertages.

Und wenn Steinmeier nun behauptete, Kritiker seien keine „Volksverräter“, so gibt es erstaun­licherweise sogar in Deutschland Vorgänge, die durchaus als Verrat gesehen werden. Warum sonst gibt es so viel Aufregung um den mutmaßlich rechtsextremen und terrorverdäch­tigen Bundeswehrsoldaten Franco A.?

 

Am deutschen Wesen kann kein Israeli genesen

 

Es gibt kaum eine Familie in Israel, die keinen Soldaten stellt. Eine Kriminalisierung ihrer Soldaten, die täglich ihren Kopf hinhalten müs­sen, um das Land gegen militärische Angriffe, Raketenbeschuss oder Messerstecher-Terror zu verteidigen, ist weder für rechte, noch für linke israelische Demokraten hinnehmbar. Eine Diffamierung ihrer Söhne und Töchter, Väter und Großväter, Kinder und Enkel als „Kritik“ zu bezeichnen und zu erwarten, dass das auch noch goutiert wird, ist ignorant, überheblich und instinktlos.

 

Dank an Ulrich W. Sahm von dem wir mehrfach Artikel veröffentlicht haben. Wir fühlen uns freundschaftlich verbun­den.

 

Ulrich Sahm ist Sohn eines deutschen Diplomaten, belegte nach erfolgtem Hoch­schulabschluss in ev. Theologie, Judaistik und Linguistik in Deutschland noch ein Studium der Hebräischen Literatur an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Seit 1975 ist Ulrich Sahm Nahost-Korrespondent für verschiedene deutschsprachige Medien und berichtet direkt aus Jerusalem. (Bild im Goldrahmen, Holo­caustüberlebender Lustiger, ILI-Vorsitzender Stawski und Ulrich Sahm)

Steinmeier (13.07.17)H-F-I

Deutsche Peinlichkeiten gab und gibt es leider am laufenden Meter. In diese Kategorie gehört ohne Frage unser Bun­despräsident Steinmeier. Er legte einen Kranz am Grab des früheren Terroristen Arafat nieder! Nach Angaben der örtlichen deutschen Vertretung ist es das erste Mal, dass ein deutscher Bundespräsident den Erfinder des internationalen Terrorismus und späteren PLO-Chef auf diese Weise ehrt. Bemerkenswert für mich ist, dass Wikipedia die gesamten von ihm initiierten und ver­übten Terrorakte aus dessen Vita gestrichen hat. (Persönlich bin ich „Abu Ammar“ einmal begegnet. Das war im Zusammenhang mit der Verleihung des deutschen Medienpreises 1995 und ist eine Geschichte für sich. TJM)

 

Kommentar eines Lesers: Beim Betrachten des Fotos von Herrn Steinmeier mit den bunten Blumen vor dem Grab des Friedensnobelpreis­träger in Ramallah, schweifen die Gedanken zu einem anderen vergangenen Foto: eine schwarz-weiß Ablichtung eines vermummten Palästinensers auf einem Balkon in München …Lieber Herr Bundespräsident, haben Sie MÜNCHEN 1972 etwa schon vergessen?

 

Haben Sie vergessen, wie 11 israelische Sportler umgebracht wurden? Erinnern Sie sich nicht daran, dass auch ein deutscher Poli­zist bei dem Befreiungs­versuch ums Leben kam? Ist Ihnen nicht bekannt, dass unserem Gewichtheber Josef Romano, während der Geiselnahme vor den Augen seiner gefessel­ten Teamkollegen die Genitalien abgetrennt und er missbraucht wurde?

 

Und einer Leserin: Trumps Orga-Team sorgt dafür, dass der US-Präsident NICHT mal am Grab des Erzvaters des Terrorismus VORBEI­GEHT, weil das ein schlechtes Bild gibt (zu falschen Schlüssen führen kann und der PA Propaganda-Fotos bietet). Und das Großhirn im Amt des Bundespräsidenten macht es so: Geht gezielt dort hin und legt einen Kranz nieder. Das zeigt die ganze verquere Falschheit und Ver­blendung der deutschen Politik, zumindest des linken Spektrums, aber die „C“-Parteien sind wohl auch nicht besser!

 

Dr. Hans Penner schreibt an Profes­sor Bedford-Strohm, Ratsvorsitzenden der EKD: In einer Schrift von Martin Luther ist zu lesen:„Hilf, dass wir dem Lug und Trug, den Versprechungen und der Falschheit der Welt und all ihrem Guten und Bösen absagen und darauf verzichten – wie wir es damals im Taufbekenntnis gesagt ha­ben – und darin feststehen und täglich mehr und mehr zunehmen.“ (Beintker, Horst; Martin Luther, Die reformatorischen Grundschriften, Band 4, Die Freiheit des Christen, Seite 78; Mün­chen 1983).

 

„Welt“ ist durch „Kir­che“ zu ergänzen. Hiermit ist sehr deut­lich gesagt, dass das freiwillige Bekenntnis des Täuflings ein we­sentlicher Bestandteil der christlichen Taufe ist. Der Verzicht der Evangelischen Kirche auf ein echtes Tauf­bekenntnis ist der Grund dafür, dass man Bischof werden kann ohne Christ zu sein. Sie führen das stän­dig vor, insbesondere durch Ihre Bemühungen, Deutschland dem antichristlichen Islam zu unterwerfen.

Deutsche Bischöfe ohne Kreuz am Tempelberg

 

  • Kaum zu glauben, aber wahr: Kardinal Marx und vorgenannter EKD-Fürst entle­digten sich kürzlich ihrer Kreuze. Die höch­sten deutschen Vertreter des katholischen und evangelischen Christentums verzichte­ten auf DAS SYMBOL schlechthin, aus – wie es später – hieß „Respekt“ vor dem Wunsch ihrer muslimischen Gastgeber auf dem Jeru­salemer Tempelberg! Den Tempelberg haben in den vergangenen Jahren viele christliche Geistliche besucht. Dabei war das Tragen des Kreuzes nie ein Thema gewesen TJM

Als Christ hätten Sie die Pflicht, dage­gen zu protestieren, dass der Antisemit Dr. Steinmeier einen mehrfachen Juden­mörder geehrt hat, der die Vernichtung des Staates Israel anstrebte.

 

Die Evangelische Kirche in Deutschland hat eine „Reformationsbotschafterin“ berufen, die keine Christin ist, das Apostolische Glaubens­bekenntnis für falsch erklärt hat und die Bibel als eine Sammlung von Legenden betrachtet. Die protestantische Theologie ist auch nicht wissenschaftlich, weil sie Hypothesen verabsolutiert. Würde die Evangelische Kirche ein echtes Taufbekenntnis für die Mitglied­schaft verlangen, wäre sie auch finanziell ban­krott, so ist sie es nur geistlich: „Eine Kirche, die nichts über das Zukünftig-Ewige zu sagen hat, hat überhaupt nichts zu sagen, sie ist ban­krott“ sagte schon vor Jahren Emil Brunner. Die Botschaft der Evangelischen Kirche ist zusam­mengeschrumpft auf den Satz:

 

„Seid nett zueinander und schont die Umwelt“.

Die Theologen äußern sich nicht zur geistlichen Verfassung der Kirche. Die Pfarrer haben Angst vor ihrem Arbeitgeber und die Bischöfe haben Angst vor der Öffentlichen Meinung.

 

Diener der satanischen NeuenWelt­Ordnung – auf dem Kirchentag – unter sich.

 

Die Junge Freiheit titelte in ihrem Rück­blick auf den Kirchentag: „Kirche ohne Mission“ und schreibt über Ostern, das höchste Fest des Christentums: Nur an Weihnachten finden mehr Gläubige ihren Weg in die Kirchen. Sie kommen in die Gebäude einer Institution, die schwer er­schüttert ist. Besonders betroffen ist die Evan­gelische Kirche in Deutschland (EKD). Beispiel Berlin-Brandenburg: Innerhalb von zehn Jahren sanken die Kirchensteuereinnahmen infolge von massenhaften Austritten um 40 Prozent. Bundesweit, so Pressemeldungen, würde fast (FS auf S.12)

 

(FS von S.9) die Hälfte der 20.000 Kirchen künftig aufgrund der fallenden Mitgliederzahlen nicht mehr benötigt. Die katholische Kirche will allein in Berlin die Zahl ihrer Gemeinden durch Zusammenlegungen von 207 auf 110 halbieren.

Nun sollte man erwarten, die Kirche reagiere auf ihren drohenden Konkurs wie ein ins Tru­deln geratenes Unternehmen dadurch, dass die Marketingstrategie überdacht würde. Doch weit gefehlt: Vor allem die evangelische Kir­che setzt auf Untergang – volle Kraft voraus. Wäre der Kapitän der „Titanic“ von der EKD gestellt worden, er hätte das Schiff auch ohne Eisberg versenkt. Zu diesem Eindruck muss man kommen, wenn man sich das Pro­gramm des diesjährigen Evangelischen Kir­chentages ansieht, der vom 25. bis 29. Mai in Hannover stattfand. Für helle Empörung sorgte bereits im Vorfeld der geplante Auftritt des TV-Moderators Michel Friedman. Erst nach einer überraschenden Welle von Protesten ein­facher Kirchenmitglieder, aber auch von Frau­enrechtsgruppen sagte Friedman wieder ab.

Anhaltenden Unmut rief der Auftritt des „TV-Pfarrers“ Jürgen Fliege hervor, in dem er die Forderung nach einer „Kuschel-Kirche“ und der Abnahme des Kreuzes in den Kirchen aufge­stellt hat, weil es „grausam und bedrückend“ wirke. Den Vogel schoss er ab, als er erklärte, es gebe keinen „wahren einzigen Gott und kei­nen einzig wahren Glauben“.

Das Programm des Kirchentages wimmelte von Veranstaltungen pro Homosexualität, es wurde sogar ein „Segnungsgottesdienst für gleichge­schlechtliche Paare“ der Lübecker Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter durchgeführt, man wurde überschwemmt von religiösen Angeboten aller Richtungen, ob moslemisch, buddhistisch, esoterisch. Das Wort „Christenverfolgung“ suchte man im 608 Seiten umfassenden Programm jedoch vergebens. Der Begriff „Lebensrecht“ tauchte dreimal auf, Abtrei­bung einmal. Indessen lud der Kirchentag zum Freitagsgebet in die Jama’at-un-Nur Is­lamische Gemeinde Hannover ein und diskutierte unter dem Motto „Mis­sion impossible?“ nicht etwa die christliche Mission, sondern gab Na­deem A. Elyas, dem umstrittenen Vor­sitzenden des Zen­tralrats der Musli­me in Deutschland, ein Podium.

Die Teilnahme auf dem Kirchentag verweigert wurde, wie konservativ-evangelikale Kreise kritisieren, dem messianisch-jü­dischen Verein Beit Sar Shalom, dem in Deutschland 15 Gemeinden von Ju­den angehören, die sich zu Jesus als Messias bekennen. Die Kirchentags- Leitung lehnte den Antrag mit der Begründung ab, die christliche Mission von Juden sei mit den Zielen der Ver­anstaltung nicht vereinbar.

Die Herbeifüh­rung der religi­ösen Beliebigkeit unter Christen offensichtlich schon!

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Thema: Israel

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