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233. Willst du nicht mein Bruder sein…

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

NAI

Willst du nicht mein Bruder sein…
… schlag’ ich dir den Schädel ein!“ Dieses Sprichwort stammt aus dem ersten Glaubenskrieg der Menschheit. Kriege gab es immer. Doch Kriege mit dem Motiv „Glauben“ gab es erstmals im Jahre 642 n. Chr., als die Moslems von Mekka aus dem Rest der Welt ihren Glauben aufzwingen wollten.

In die Geschichte eingegangen ist die Glaubensschlacht bei Tours und Poitiers, als die Franken unter Karl Martell sich im Jahre 732 gegen die Invasion der Moslems wehrten, die Europa moslemisch machen wollten. Ging es bei früheren Kriegen um die Eroberung von Territorien oder um Plünderungen, so ging es bei den arabischen Feldzügen in erster Linie um die Unterwerfung der Nichtmoslems unter Allahs Diktat. Dabei kannten sie keine Skrupel, denn Skrupel gegenüber Nichtmoslems sind laut Koran verboten. Der Koran verbietet nur Kriege gegen Glaubensgenossen. Gegen Nichtmoslems zu kämpfen ist dagegen eine heilige Pflicht, was der Koran Djihad, Heiligen Krieg, nennt.

Selbst die in der Bibel beschriebenen Kriege waren keine Glaubenskriege, sondern Kriege, um das dem Volk Israel verheißene Land zu erobern und zu halten. Die Israeliten haben nie Kriege geführt, um ihren mosaischen Glauben zu verbreiten. Das Judentum verbietet nicht nur Glaubenskriege und Zwangsbekehrungen, sondern lehnt sogar Proselytenmacherei ab. Im Christentum dagegen gab es Glaubenskriege, Zwangstaufen, Kreuzzüge und auch den Dreißigjährigen Krieg. Dies widersprach Jesu Gebot: „Liebet eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen“ (Matthäus 5,44). Mittlerweile führen die Christen keine Glaubenskriege mehr. Dass sie andersmotivierte Kriege führen, gehört zu den Schattenseiten der Christenheit.

Für die Moslems dagegen ist es weiterhin heilige Pflicht, Glaubenskriege zu führen, weil sie laut Koran dazu verpflichtet sind, die Ungläubigen, d.h. die Nichtmoslems – wenn nicht mit dem Wort dann durch das Schwert – unter Mohammeds Glaubensfahne zu bekommen. Für sie teilt sich die Menschheit in die Welt des Islams (Dar al-Islam) und in die Welt des Krieges (Dar el-Harb), die noch für den Islam erobert werden muss. Normale Kriege kann man durch Diplomatie abwenden, indem man den Gegner durch Logik davon überzeugt, dass der Krieg sinnlos ist. Glaubenskriege dagegen haben nichts mit Logik zu tun, sondern mit Fanatismus. Und wo der Fanatismus einsetzt, setzt die Logik aus. Der Fanatismus des Heiligen Krieges treibt die Menschen in den Selbstmordterror, indem man Mördern das Paradies verspricht. Und was Israel heute gegenüber steht, sind moslemische Glaubenskrieger, die um jeden Preis Jerusalem aus den Händen der Juden befreien wollen.

Hier hilft keine logische Beweisführung, dass Jerusalem nicht ein einziges Mal im Koran erwähnt wird. In der Sure 2,17 ist nur von einem entfernten Gebetsort die Rede und der war zur Zeit Mohammeds nicht Jerusalem, sondern Damaskus. Daher befindet sich in der Omayyaden Moschee von Damaskus das Jesus-Minarett, das entgegen den üblichen Spitzminaretten ein Flachdach hat, weil nach moslemischem Glauben Jesus (arab. Issa) am Jüngsten Tag auf diesem Minarett auf die Erde herabkommen wird. Ungeachtet dessen, dass jüdische, christliche und selbst moslemische Historiker der Auffassung sind, dass mit dem entfernten Gebetsort Damaskus gemeint ist, wurde für die Moslems im letzten Jahrhundert Jerusalem zum Brennpunkt ihrer Angriffslust. Und gegen diesen religiösen Wahn kann keine Logik etwas ausrichten.

Die Moslems eroberten vom Beginn ihrer Existenz an die arabische Welt nicht durch Glaubensüberzeugung, sondern durch Glaubenskriege. Und dieser Geist herrscht noch heute in ihnen. Daher ist jeder Versuch, das Nahostbzw. Jerusalemproblem politisch zu lösen, zum Scheitern verurteilt. So rief der Mufti von Jerusalem, Ikrami Sabri, am 29. April 2005 zum Heiligen Krieg auf, weil „erst dann Frieden in der Welt sein wird, wenn die Fahne mit dem Schwert Mohammeds über Jerusalem wehen wird.”

NAI Ludwig Schneider

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Thema: Israel

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6 Kommentare

  1. 1
    Monex 

    Ging es bei fruheren Kriegen um die Eroberung von Territorien oder um Plunderungen so ging es bei den arabischen Feldzugen in erster Linie um die Unterwerfung der Nichtmoslems unter Allahs Diktat. Gegen Nichtmoslems zu kampfen ist dagegen eine heilige Pflicht was der Koran Djihad Heiligen Krieg nennt..Selbst die in der Bibel beschriebenen Kriege waren keine Glaubenskriege sondern Kriege um das dem Volk Israel verheiBene Land zu erobern und zu halten.

  2. 2
    Marx 

    Willst du nicht mein Bruder sein…
    … schlag’ ich dir den Schädel ein!“ Dieses Sprichwort stammt aus dem ersten Glaubenskrieg der Menschheit. Kriege gab es immer. Doch Kriege mit dem Motiv „Glauben“ gab es erstmals im Jahre 642 n. Chr., als die Moslems von Mekka aus dem Rest der Welt ihren Glauben aufzwingen wollten.

    So ein Unsinn! Es wurde während der französischen Revolution geprägt. Diese Seiten hier sind unerträglich mit der vorherrschenden Geisteshaltung. Christliches kann ich darin wahrhaftig nicht erkennen.

  3. 3
    intern 

    Vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich habe Ihre Meinung an den Autor weiter gegeben. Christlich ist es Ihrer Meinung nach, andere zu beleidigen. Ich wünsche Ihnen alles Gute bei Ihren Beurteilungen.

  4. 4
    Heidjer 

    Nein, die Sache mit dem Glaubenskrieg zur Verbreitung des Islam stimmt so wirklich nicht.
    „Djihad“ bedeutet soetwas wie „Anstrengung, Bemühen“ und meint eine persönliche Anstrengung, nach den Regeln des Glaubens zu leben.
    Nach Außen gibt es das Gebot, den Raum, in dem islamisch geglaubt wird, zu erweitern, wobei die Christen und die Juden als aus der gleichen Wurzel stammend (Abraham) in ihrem Glauben zu respektieren sind.
    Ob es richtig war, ihnen dafür Steuern abzunehmen, wie im osmanischen Reich, ist religionsrechtlich nicht ganz klar.
    Zu bekehren sind aus islamischer Sicht lediglich Anhänger anderer Religionen – und da haben Christen sich ja auch nichts genommen, siehe europäische Kolonien.

    Israel scheint mir eher eine politische Frage zu sein, die religiös überfrachtet wurde, übrigens von beiden Seiten. „Erez Israel“ ist nichts anderes als der Versuch, einen weltlichen Besitzanspruch religiös zu verstärken. Die einzige Demokratie im Nahen Osten wird so zum Gottesstaat, und es scheint niemanden zu stören. Die naqba wird damit scheinreligiös verharmlost.
    (Wobei es natürlich nachvollziehbar ist, daß die Juden nach dem Holocaust einen sicheren eigenen Staat auch als Fluchtpunkt benötigen, am Existenzrecht ist nicht zu rütteln) – allerdings begann die Einwanderung nach Palästina schon in den 20er Jahren.

    Kurz gesagt: die Angst vor den Moslems an sich ist unbegründet, von den fundamentalistischen Gruppen abgesehen, die im Übrigen auch eine Gwfahr für die Mehrheit der islamischen Gemeinschaft sind.

    Israel sollte sich auf die Grenzen von 1967 zurückziehen, dann wäre das Palästinaproblem leichter lösbar (Zwei Staaten). Auch die iranischen Mullahs leben nicht ewig, und die Gesellschaft dort will mehr Freiheit, über 50% unter 30 Jahre.

  5. 5
    intern 

    Danke für Ihren Kommentar den ich gerne der breiten Öffentlichkeit zur Kenntnis gebe. Diskutieren will ich hier nicht, weil es zu nichts führt. Ich jedenfalls habe eine andere Sicht der Dinge.

  1. […] Leider ist man hierzulande weitgehend blind und naiv und völlig unkritisch. Auch kirchliche Kreise üben sich im Verharmlosen, was dazu führt, dass den Muslimen mehr und mehr Sonderrechte zugebilligt werden. Wenn wir nicht bald aufwachen sind wir bald nicht mehr die Herren im eigenen Land, weil wir einen Staat im Staate zulassen. […]

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