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259. Japan vierfach-Schlag: Seebeben/Erdbeben – Tsunamis – wildgewordene Atomreaktoren, und sogar ein Vulkan! Warum?

Montag, 21. März 2011 | Autor:

Erdbeben_web_R_by_Helga Dörk_pixelio.de

Liebe Blog Besucher,

mein Freund Wolfgang hat mir einmal seine Sicht der Dinge zu Japan wissen lassen, und ich muss ihn recht geben. Denn, dass was hier auf Erden erleben oder nicht erleben hat allein der allmächtige Gott, Schöpfer von Himmel und Erde in seiner Hand.

Wir Menschen bilden uns soviel auf unseren technischen Fortschritt ein, und stehen dann, wenn Gott die Grundfesten einmal für einige Sekunden bewegt, so hilflos vor Problemen wie unsere Vorfahren vor hundert und mehr Jahren.

Wenn nur die kleine Anzahl von Christen – und damit spreche ich ausschließlich von Menschen die von Neuem geboren sind(Johannes Kapitel 3) – man rechnet in Deutschland mit ca. 1-2% der Bevölkerung – also heidnische Verhältnisse – die Aussagen der Bibel besser kennen würden, dann würden fast zwangsläufig, alle Christen eine solche Sicht der Dinge bekommen, wie mein Freund Wolfgang. Da es aber nicht so ist, reagieren die allermeisten genauso wie die Menschen dieser Welt, das heißt, Situationsbezogen. Ich habe mich schon oft gefragt warum, dass so ist, und bin zu dem Ergebniss gekommen, dass bei den allermeisten dieser Christen die Beziehung zum Heiligen Geist sehr mangelhaft ist. Jesus hat bei seinen Abschied gesagt, ich gehe zum Vater, und sende euch den Heiligen Geist, der euch in alle Wahrheit leiden wird. Der Heilige Geist ist  unser Helfer, und unser Tröster.

Der Teufel hat es geschafft bei den Christen so viele Zweifel zu säen was die Beziehung mit den Heiligen Geist angeht. Wir betrüben den Heiligen Geist fortwährend und wundern uns, dass dann so wenig Erkenntnis, Weisheit und Wahrheit über die Geschehnisse in unserer Zeit vorhanden ist.

Mein Gebet ist, dass sich hier grundlegend etwas ändert in Deutschland und Europa.

 

Wikipedia 2004-tsunami David Rydevik vagfoto.

Liebe Freunde,

Japan ist in aller Munde. Und fast alle sagen dasselbe. Oh wie schrecklich, du meine Güte. Oder einfach geschockte Sprachlosigkeit und das Gefühl der Hilflosigkeit. Doch ist es wirklich genug, dass wir vor unseren sicheren Fernsehern sitzen und passiv beobachten, wie viele Medien nicht nur die Katastrophe minutiös mit Hilfe von 50 Experten und aus ebenso vielen Sichtwinkeln beschreibt? Viele Medien kennen keine Ethik, kein Werteraster, das sie davon abhält, diesen Blutrausch auskosten. Und so werden uns immer und immer wieder dieselben Bilder vorgespielt, je spektakulärer, desto öfter werden sie wiederholt. Gehen Sie nicht weg, lieber Zuschauer, nach ein bisschen Werbung sind wir wieder für Sie da und werden weiter alles versuchen, sie an unseren Kanal zu fesseln…

Doch merken wir es? Die Medien haben trotz permanentem Redemarathon keine Antworten. Unter den 50 Expertenmeinungen ist keine einzige, die aus einer Reich Gottes Perspektive kommt. Auch wenn 2 Mrd Menschen – knapp 30% der Weltbevölkerung – “christlichen” Kirchen angehören. Und die “christlichen” TV-Sender? Kaum ein aktueller Japan-Beitrag, kaum eine ernstzunehmende Talkshow. Das bezahlte TV-Predigtmarathon von Gurus, die sich selbst predigen, und die endlosen Konferenz- und Liedbeiträge gehen ununterbrochen weiter, wie eine unaufhaltsame Maschine.

Bürger des Königreiches sehen die Dinge nicht so, wie die Welt sie sieht. Und sie reagieren deswegen auch anders als die Welt. Sie stellen sich an die Seite ihres König und handeln in Absprache mit Ihm. Sie fragen deshalb nicht nur, was ist passiert, sondern warum passiert es? Gott, wir sehen Dein Werke, aber was sind Deine Wege? Welche Bedeutung hat das, was geschieht, aus der Perspektive des Königreiches?

Man muss kein Prophet sein um zu sehen, dass etwas Apokalyptisches auf dem Planeten geschieht, und zwar in einer – statistisch beweisbaren – Intensität wie nie zuvor. In kurzen Strichen hier die Spitze des Eisberges: Im Jahr 2008 hat der Versicherungsgigant Müncher Rück 311 weltweite Katastrophen aufgelistet, 173 davon sind menschengemacht (Kosten: 7,4 Mrd US $). Gesamtanzahl der Toten: etwa 250.000. Dazu kam die Finanzkrise. Jahr 2009: Münchner Rück kommt auf 850 Katastrophen (Schaden: 50 Mrd. US $). 2010: Münchner Rück zählt 950 Katastrophen, 295.000 Tote, allein 250.000 davon in Haiti. Schadenshöhe: 130 Mrd. US $. U.a. traten die schlimmsten Überschwemmungen in Pakistans Geschichte auf, Schlammlawinien begraben Hunderte von Chinesen, Jahrhundert-Feuer verwüsten die Region um den Mt. Karmel in Israel. 2011 (bis jetzt): Australien erlebt nach Jahren unglaublicher Dürre Feuer und Fluten. Ein Grossteil der Innenstadt von Christchurch, Neuseeland, wird zerstört, die Kathedrale beschädigt. Was für ein symbolträchtiger Ort für ein Erdbeben. Die arabische Welt ist wie ein aufgepeitschtes Meer…

Aber zurück zu Japan. Nichts geschieht “am Schreibtisch Gottes vorbei”. Es steht absolut in Gottes Macht, alles zu verhindern, was nicht seine begeisterte oder traurige Zustimmung findet. Warum also würde Gott es authorisieren, dass diese Nation in eine beinahe apokalyptische Not gerät?
Hier ein kurzer Blick hinter das japanische Lächeln: Japan ist als Nation aussergewöhnlich der Arbeit verfallen, wie wenn ihr Wahlspruch wäre: Schaff’ und erwirb, zahl’ Steuern und stirb! Viele Japaner sind in der Praxis nicht viel mehr als Leibeigene ihrer Firmen, ein Land der Lohnsklaven, Eigentum machtgieriger Tycoons. Angetrieben wird die Volkswirtschaft Japans von einem aussergewöhnlichen Technologiewahn und einer Fortschrittsgläubigkeit, die weltweit geradezu einzigartig ist, gnadenlos gehetzt vom Verfolger-Pack im globalen Wettlauf der Volkswirtschaften. Die Nation ertrinkt in einer geradezu gigantischen Volksverschuldung von 218,6% des BSP (die höchste Staatsverschuldung aller Industrienationen, doppelt so hoch wie die des bankrotten Griechenlands). Die japanische Volksseuche Hikikomori, der selbstverordenete Stubenarrest vieler vornehmlich junger, resignierter Menschen, die buchstäblich das Leben verweigern und nicht mehr aus ihren Zimmern kommen, hat mit etwa 1,5 bis 2 Millionen Betroffenen (alle anderen veröffentlichte Zahlen sind, ganz im Stil einer schamorientierten Gesellschaft, schöngeredet) Betroffenen bereits epidemieartige Ausmasse erreicht. Der christliche Psychologe Juichi Hattori, mit dem ich im Kontakt stehe, hat nun 70 – 80% der Bevölkerung des Landes “latentes Hikikomori-Verhalten” diagnostiziert. Völlig unterentwickelte Elternbindungen lähmen fast alle gesunde Emotionen und führen zu grotesk und maskenhaft überentwickelter Protokollversklavung. Soziale Beziehungen geschehen fast nur noch durch die Maske des rituellen Austausches banaler Belanglosigkeiten hindurch. Hattoris korrekte Diagnose: Totalle Sohn-Verfinsterung (Totale Eclipse of the Son). Das führte zu einem hilflosen Aufschrei in den Medien, und danach zogen sich alle wieder in ihre digitale Individualisten-Höhle zurück…

Jetzt wird Japan von einer apokalyptischen Dimension berührt, die Jesus ausdrücklich vorhergesagt hat. Er sprach ja nicht nur von “grossen Erdbeben” in den letzten Tagen (Matth 24), sondern er sagte: “Die Völker werden zittern aus Furcht vor dem tobenden Meer und den Wellen” (Lukas 21,25). Japan erlebt einen Vierfach-Schlag: Seebeben/Erdbeben – Tsunamis – wildgewordene Atomreaktoren, und sogar ein Vulkan im Süden bricht wieder aus. Selbst EU-Energiekommissar Günther Oettinger nennt die Situation “apokalyptisch”. Doch damit nicht genug. Wenn wir Gottes leidenschaftliche, ewige und eifersüchtige Liebe für Israel ernst nehmen, dann ist Japan ungefähr in vergleichbaren Schwierigkeiten, wie wenn sich jemand der bildhübschen Verlobten eines Boxweltmeisters unsittlich genähert hätte. In komplizierter Bürokratensprache: “Japan erkennt weder irgendwelche einseitigen Maßnahmen an, welche die endgültige Resolution der Grenzen vor 1967 präjudizieren, noch die Annexion Ostjerusalems durch Israel.“ Und: “Japan verurteilt den Abriss eines Teiles des Shepherd Hotels in Ostjerusalem für den Bau von Häusern für jüdische Menschen.” Wer, wie (nicht nur) Japan, ständig an Israel herumnörgelt, muss sich nicht wundern wenn er es mit dem “Heiligen Israels” zu tun bekommt. Das ist ganz einfach ein Prinzip des Königreiches.

Einer Welt ohne Gott entgeht das alles. Sie hat dafür keinen Radar. Und sie findet deswegen keine tragfähigen Antworten ausser mitleidigem Schulterzucken und einem Mitanpacken bei den Aufräumarbeiten, um alles wieder so herzustellen wie vor der Katastrophe. Dann können alle wieder weiter in Ruhe Gottes Gebote und “das Gesetz Christi”, die Erlasse des Königs, übertreten, alleine oder als Nation. Damit hätte Japan aber nichts gelernt. Und die zuschauende Welt ebenfalls nicht. Man wähnt sich in der Hand “der Elemente” oder “Mutter Natur”, wer immer das genau ist, und geht zur Tagesordnung unter. Lybien; der Dollarkurs; das Wetter; was kochen wir heute; wo buchen wir den Sommerurlaub.

Gemälde von Michael Willfort

WAS MUSS MIT UNS GESCHEHEN?

1) Wir müssen eine Königreichs-Perspektive gewinnen. Jetzt.
Um unseren eigenen Beitrag hierzu zu leisten produzieren Mercy und ich kleine Videos, eins oder zwei pro Woche, die auf Youtube und einer unserer Webseiten zu sehen sind (nur in Englisch bisher). Bitte nicht verpassen, und an andere weiterleiten. Die folgenden Links führen zu den Videos:

http://www.youtube.com/user/WolfgangSimson?feature=mhum#p/u/3/gSCVASWgqMI
oder
http://whileweslept.wordpress.com/

2) Königsreich-Bürger haben nichts zu fürchten. Sie erinnern sich an die Worte ihres Königs, der gesagt hat: “Wenn diese Dinge anfangen zu geschehen, so hebt eure Häupter, denn Eure Erlösung naht” (Lukas 21,28)

3) Königsreich-Justierung. Es reicht nicht, sich nur in der Theorie den Werten des Reiches Gottes zu verpflichten, und in der Praxis so zu leben wie Menschen ohne Jesus als König. Das wäre fataler Selbstbetrug. Wer Bürger des Reiches sein möchte, wird sich gerne und freiwillig aus allen königreichs-unwürdigen und unkompatiblen Verhältnissen und Situationen herauslösen und beginnen, sein Leben nach den Prinzipien und Gesetzen des Königreichs zu führen. Ganz besonders in den zentralen Bereichen Kirche, Geld, Macht, Sex.

4) Wir kopieren nicht die Welt, sondern gehen weit über das hinaus, wozu die Welt fähig ist. Dazu gehört, Dinge zu tun, die eben nur Königreichsbürger – und sonst niemand! – tun können. Wir müssen beispielsweise nicht in den Chor derjenigen einstimmen, die bei Katastrophen nur die humanitäre, wirtschaftliche, wissenschaftliche oder psychologische Seite sehen – so wichtig diese sind. Es ist richtig, mit den Trauernden zu trauern. Doch das Königreich hat wesentlich mehr zu bieten als Menschen zu raten, Kerzen anzuzünden, Schweigeminuten zu organisieren und Geld für humanitäre Hilfe zu spenden. Wir können und müssen über alle re-aktiven Symptombehandlungen hinaus zu einem pro-aktiven, prophetischen Handeln finden, das die Dinge bei ihren Wurzeln angeht. Dabei können und sollen wir uns über die qualifizierte und sachkundige Hilfe von Regierungen und Vereinen freuen, die den Zweck erfüllen – oft mit Leidenschaft und Hingabe – wozu sie existieren.

WAS SOLLTE FÜR JAPAN GESCHEHEN?

1. Betet, dass das Land die Stimme Gottes hört, der sie zu sich zurückruft und sie auffordert, ihre kraftlosen Götzen und falschen Sicherheiten zu verlassen. Betet besonders für die japanischen Kirchen, dass sie von ihrer geradezu abenteuerlichen Versteinerung, der weitverbreiteten mentalen Starre und geistlicher Kälte erwachen, Busse tun und aus den Höhlen ihrer vor allem aus dem Westen importierten Kirchlichkeit hervorkommen und legale Bürger des Reiches Gottes werden. Der 1. Petrusbrief (Kapitel 4,17) betont, dass das Gericht am Haus Gottes beginnt. Wenn das so ist, dann ist die aktuelle Erschütterung Japans zuallererst eine gewaltige und unüberhörbare Anfrage an die zu grossen Teilen erstarrte und resignierte Kirche Japans.

2. Japan muss das Evangelium vom Reich Gottes hören. Das Land hat viele Versionen eines aus dem Westen importierten, bis zur Unkenntlichkeit verwässerten und verweichlichten Pseudo-Evangeliums gehört – und müde abgewunken. Wo kraftlose, verkirchlichte Teil-Evangelien gepredigt werden, ist die Gute Nachricht nicht mehr als gut zu erkennen, stösst weder auf begeisterte Zustimmungn noch wütende Ablehung. Es wird zur kraftlosen Durchhalteparole für religiös ansprechbare, aber in sich abgekapselte Randgruppen. Andrew Murray sagte es einmal so: “Wo Paulus und seine Freunde hinkamen, kam es zur Revolution. Wo wir hinkommen, serviert man Tee!” Wo das ursprüngliche Evangelium von der Königsherrschaft Gottes gepredigt wieder wird, wird vor lauter Aufregung Tee verschüttet. Genau das braucht Japan jetzt (siehe Apg 17,6).

3. Japan muss hören, dass ein liebevoller Gott, wie ein besorgter Vater, manchmal sein ungehorsames Kind schütteln muss, bevor es das Auto vollends an die Wand f ährt. Schütteln gehört zu dem, was der Gott tut, “der die Erde beben lässt von ihrer Stätte, und ihre Säulen erzittern “(Hiob 9,6). Die Bibel beschreibt Gott auch so: “Die Stimme des Herrn erschüttert die Wüste, er erschüttert die Wüste Kades“ (Psalm 29,8); „sein Odem ist wie eine Wasserflut, die bis an den Hals reicht: zu zerstreuen (erschüttern) die Heiden…“ (Jes. 30,28); „vor ihm zittert das ganze Land und bebt der Himmel; Sonne und Mond werden finster, und die Sterne verhalten ihren Schein“ (Joel 2,9).

4. Erschütterungen sind ein geeigneter Moment für einen Neustart. Japan braucht eine neue Kirche, die auf der Basis des Königreiches steht. Diese Initiative erfordert neue Leiter. Ich glaube, Gott ruft eine neue Avantgarde zusammen, und nur wenige davon entstammen traditionsverhafteten Kirchen. Viele der neuen Leiter Gottes sind praxis-orientierte Innovatoren, insbesondere Erfinder, Pioniere und Unternehmer. Man findet solche Menschen kaum in den Kirchen, sehr wohl aber in der Geschäftswelt, Politik, Kultur, Sport usw.

Seit über 10 Jahren sind wir im Kontakt mit einigen sehr wertvollen Leitern in Japan. Letzten August (2010) war ich in Osaka, um über die Starfish-Initiative (www.starfishportal.net) zu sprechen. Wir sind durch solche Treffen und Vernetzungen mit einigen Freunden in Japan eng verbunden und planen, so bald wie möglich – wenn irgend möglich noch diesen Monat – ein Kern-Team zusammenzubringen, welches eine Pionierrolle in Japan einnehmen wird. Dazu gehören neben japanischen Leitern auch einige wenige Begleiter von ausserhalb Japans. Das Ziel des geplanten Treffens ist, im Hinhören auf Gott einen strategische Weg zu planen, der Nation zu helfen, auf die aktuelle Erschütterung, die Gott autorisiert hat, zu reagieren und Japan damit die Chance zu geben, die teuren Lektionen zu lernen und den Weg einzuschlagen, den Gott für sie vorgesehen und vorbereitet hat.

Autor: Wolfgang Simson

Wikipedia NOAA (httpwww.noaanews.noaa.govstoriesimagesgroundzero.WTCgroundzero

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Thema: Endzeit

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