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610. Gender Mainstreaming: Ein politisches Programm zur Gestaltung von Zukunftslosigkeit?

Mittwoch, 25. Oktober 2017 | Autor:

Mann u.Frau_S. Hofschlaeger_pixelio.de

Liebe Blogbesucher,

vor einiger Zeit schrieb mir ein Freund zu diesem Thema folgende Zeilen.

Was Gender anbelangt handelt es sich um eine Pseudowissenschaft, vergleichbar mit Rassenlehre, wissenschaftlichem Sozialismus und Astrologie. Sie ist Zeichen einer übersättigten,  dekadenten Gesellschaft, die Zeit hat, sich mit einem solchen Schwachsinn zu befassen. Ich habe das ungute Gefühl, dass wir demnächst ganz hart auf den Boden der Realitäten zurückgeholt werden könnten, wo dann mancher die Gender-Hirnfürze vergehen.

Ich bedanke mich bei der Redaktion www.geistbewegt.de für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieses sehr guten Artikels von Frau Dr. Christl Vonholdt.

 

Familie_by_Alexandra H._pixelio.de.jpg

Was versteht man unter „Gender Mainstreaming“?

Gender Mainstreaming (GM) ist ein facettenreicher Begriff. Manche verstehen darunter einfach die rechtliche Gleichstellung der Geschlechter. Sie meinen, im GM ginge es vor allem darum, bestehende Ungerechtigkeiten und Benachteiligungen von Frauen oder Männern zu beseitigen. Wenn das so wäre, wäre GM zu begrüßen. GM meint aber im Kern etwas anderes, und wenn man dieses andere nicht will, sollte man auf den Begriff GM verzichten.

Worum geht es denn dann bei GM? Der Begriff Gender Mainstreaming hat seinen Ursprung in der Weltfrauenkonfe renz in Peking 1995. Er bedeutet, die Gender Theorien (GT) in den Mainstream, also in die Mitte der Gesellschaft zu holen. Die GT beinhalten ganz bestimmte, sehr radikale Thesen über Geschlecht, Mann- und Frausein. In einem ersten Schritt behaupten die GT, dass es keinerlei wesen- hafte Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt. Es dürfe deshalb auch keinerlei Geschlechtsrollenunterschiede geben, weder in der Erwerbsarbeit noch in der Verteilung der Familienarbeit.

In einem zweiten Schritt gehen die GT noch weiter: Sie stellen die Kategorien „Mann“ und „Frau“ grundsätzlich infrage und fordern, der Mensch müsse von der „Zwangskategorie“ Geschlecht befreit werden. Die äußeren Geschlechtsmerkmale des Menschen seien zufällig, und der Mensch könne nur frei sein, wenn er sein Geschlecht selbst wählen kann oder, besser noch, auf die Kategorie „Geschlecht“ ganz verzichtet.

Umarmung_by_S.v.Gehren_pixelio.de.jpg

 

 

Welche Vorstellungen oder wissenschaftliche Annahmen liegen den Gender-Theorien zugrunde?

Die Vertreter der GT behaupten, sämtliche psychischen und Verhaltensunterschiede zwischen Mann und Frau und damit auch alle Geschlechtsrollenunter- schiede seien nur soziale und kulturelle Konstruktionen. Sie seien von einer un- gerechten Gesellschaft, insbesondere von Männern erfunden worden, um die Frau an Familie und Kinder zu binden und sie so von einflussreichen politischen oder wirtschaftlichen Ämtern fernzuhalten. Die Bindung der Frau an Familie und Kinder, so die Vertreter der GT, bedeute in Wirklichkeit Unterdrückung der Frau. In den GT sind dies Grundannahmen, die nicht hinterfragt werden. Empirisch wurden sie nie geprüft.

Gibt es Studien, die zu gegenteiligen Ergebnissen kommen?

Unabhängige empirische Langzeitstudien, welche die Kibbuzim-Entwicklung in Israel untersuchten, haben geprüft, ob diese Theorien der Wirklichkeit standhalten und sind zu dem Schluss gekommen, dass sie es nicht tun. In der Kibbuzbewegung war man anfangs davon ausgegangen, dass es Gerechtigkeit in einer Gesellschaft nur geben kann, wenn alle Geschlechtsrollenunterschiede abgeschafft sind. Deswegen wurden in den Kibbuzim die Kinder von Geburt an im Kinderhaus von ausgebildeten Erziehern und Erzieherinnen versorgt. Die Frauen machten das zunächst mit, doch irgendwann rebellierten sie. Letztlich setzten sie es durch, dass die Kinder wieder zuhause lebten.

Die Studien kommen zu dem Schluss: Es gibt Geschlechtsrollenunterschiede zwischen Mann und Frau, die nicht gesellschaftlich konstruiert sind, sondern die dem unterschiedlichen Wesen von Mann und Frau entsprechen.

Was genau soll bei der Verwendung des Begriffes „gender“ betont werden?

Reicht es nicht, von Geschlecht, also von „sex“ zu reden? Im Englischen gibt es zwei Begriffe für „Geschlecht“: „sex“ und „gender“. Der Begriff sex betont das Biologische am Geschlecht. Der Begriff gender betont das soziale Geschlecht, wie sich Mannsein und Frausein im Alltag zeigen, also auch die männliche und weibliche Geschlechts- rolle. Da der Mensch ein ganzheitliches Wesen ist und Leib und Seele zusammengehören, wurden im Alltagsenglisch sex und gender synonym gebraucht.

Die Vertreter der GT trennten jedoch sex und gender und entwickelten die Auffassung, dass die biologischen Gegebenheiten (sex) nur zufällige körperliche Anhängsel ohne Bedeutung seien und dass die soziale Gestalt von Frausein beispiels- weise nichts mit der Biologie zu tun habe. Sie taten das, um den Menschen von jeder Geschlechtsrolle und von der Kategorie Geschlecht überhaupt zu „befreien“. Das ist aber nicht möglich. Es ist, als wolle man einem Fisch sagen, er sei frei, sich im Wasser oder auf der Erde oder in der Luft zu entfalten. Diese Freiheit hat der Mensch nicht. Er kann sich nicht selbst nach Belieben neu erfinden. Er kann sein Potenzial nur entfalten, wenn er das ihm Gegebene, seine Verwurzelung in seiner Leiblichkeit, annimmt.

Was ist denn Geschlecht? Gibt es überhaupt Kriterien für männlich und weiblich?

Die GT und GM behaupten, Geschlecht sei etwas Gemachtes, Konstruiertes. Deshalb könne es willkürlich verändert werden. In Wirklichkeit ist Geschlecht aber etwas Gegebenes, das wir nur annehmen oder uns dagegen auflehnen können. Die Geschlechtsmerkmale sind keine be­deutungslosen Anhängsel, sondern ha­ben etwas mit dem Wesen von Frau und Mann zu tun.

Das kann hier nur sehr verkürzt dar­gestellt werden. So steht das männliche Prinzip, denken wir etwa an die männ­liche Samenzelle, für Bewegung, auf-etwas-gerichtet-sein. Entsprechend steht das weibliche Prinzip, denken wir etwa an die Eizelle, für Verbundenheit, Kom­munikation. Dabei ist allerdings wichtig: Männliches und Weibliches gibt es in jedem Menschen! Sie sind beim Erwach­senen kein „entweder – oder“, sondern ein „etwas mehr und etwas weniger“. Die Schwerpunkte liegen beim Mann anders als bei der Frau. Jeder Mann muss auch seine weiblichen Anteile integrieren und jede Frau ihre männlichen.

Ist Homosexualität angeboren?

Wie ist das mit Heterosexualität?

Das ist eine komplexe Frage. Kinder, die in ihrer psychosexuellen Entwicklung nicht verletzt wurden, werden sich mit großer Wahrscheinlichkeit heterosexuell entwi­ckeln. Kinder, die in bestimmter Weise in ihrer psychosexuellen Entwicklung ver­letzt wurden, haben eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, später homosexuell zu empfinden. Homosexualität ist nicht angeboren. Heterosexualität stimmt au­ßerdem mit dem Design unseres Körpers überein, Homosexualität nicht. Hetero­sexualität entspricht auch der Sehnsucht des Menschen nach Fruchtbarkeit, nach über-sich-selbst-hinausweisen.

Können denn die Unterschiede zwischen Mann und Frau ausgelöscht werden?

Wenn nicht, greift GM ins Leere. Warum dann noch protestieren?

Wir dürfen nicht vergessen: Der Fokus von GM ist die Umerziehung der Kinder und Jugendlichen. Die GT brandmarken wesensmäßige Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen als „Stereotype“ und wollen sie mit Gewalt abschaffen. Kinder und Jugendliche können dadurch in ihrer geschlechtlichen Identitätsent­wicklung erheblich verunsichert werden, und das kann ihre Beziehungsfähigkeit lebenslang beeinträchtigen.

 

Erwachsene Männer und Frauen, die sich für die ihnen entsprechenden Geschlechterrollen nicht mehr verantwortlich fühlen, bringen Verwirrung für viele kommende Generationen.

 

 

In vielen Gesellschaften kann der Mensch heute schon seine Identität im Bereich von Sexualität und Geschlecht wählen. Welche Folgen hat das?

In vielen westlichen Gesellschaften kann der Mensch seine sexuelle (homosexuell, bisexuell) und geschlechtliche (transgen­der, transsexuell) Identität selbst bestim­men. Doch hat das Auswirkungen auf die nächste Generation, insbesondere dann, wenn diese neuen Identitäten der Ehe gleichgestellt und Kindern und Jugendli­chen als Vorbild vor Augen gestellt wer­den.

Da die GT Geschlecht als bedeutungs­lose Kategorie ablehnen, lehnen sie auch die Ehe zwischen Mann und Frau als Norm ab. Die Ehe beruht ja gerade auf dem geschlechtlichen Unterschied zwi­schen Mann und Frau. Und dieser Un­terschied ist die Voraussetzung für das Entstehen neuen Lebens! Die GT lehnen ebenso die Heterosexualität als Norm ab, sie wollen gleiche Rechte für homosexu­elle, bisexuelle, transsexuelle und trans­gender Lebensformen.

Wenn in den Kindergärten und Schu­len aber vermittelt wird, Geschlecht sei bedeutungslos, die Ehe sei nicht mehr als jede andere sexuelle Lebensform und je­der könne seine geschlechtliche Identität jederzeit wechseln, hat das unübersehba­re, zerstörerische Folgen. Jugendliche ler­nen nicht mehr, ihre Geschlechtsmerkma­le, die ja auf die Ergänzung von Mann und Frau verweisen, positiv in ihr Leben zu integrieren. Sie werden daran gehindert, sich als Frau oder Mann anzunehmen. Sie lernen nicht mehr, dass Ehe eine kulturel­le Leistung ist, die erst entwickelt werden muss und dass es sich lohnt, sich dafür an­zustrengen. Sie werden daran gehindert, all die schmerzlichen, aber notwendigen Lektionen zu lernen, die es ihnen ermög­lichen, eine Ehe einzugehen und so an der Zukunft ihrer Gesellschaft mitzubauen. Erwachsene Männer und Frauen, die sich für die ihnen entsprechenden Geschlech­terrollen nicht mehr verantwortlich füh­len, bringen Verwirrung für viele kom­mende Generationen. Heterosexualität und Ehebindung sind die wichtigsten Vo­raussetzungen für die Zukunftsfähigkeit jeder Gesellschaft – gerade das blenden die GT aus.

 

 

Dr. med. Christl Ruth Vonholdt,

Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, war vom Herbst 1996 bis Februar 2017 Leiterin des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft, dem Forschungszentrum der ökumenischen Kom­munität »Offensive Junger Christen – OJC e.V.«. Schwerpunktmäßig befasst sich das Institut mit Fragen von Identität, weibliche und männliche Identitätsent­wicklung, Bindungsforschung, Sexualität, Ehe und Familie, christliche Anthropologie.

http://www.dijg.de

www.gender-kritik.com

www.hv-cv.de

www.eltern-rat-homosexualitaet.de

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607. Der absolute Wurstcase: Europa applaudiert dem eigenen Untergang

Freitag, 29. September 2017 | Autor:

Liebe Blog Besucher,

nachstehenden Bericht muss man nicht kommentieren, sondern nur darüber nachdenken.

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Ein knallhartes Politikum. Europa applaudiert der singenden Wurst, und das ganze möchte kein Ende nehmen. Wie schon das alte Sprichwort sagt: Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Als ich gestern dabei war Kommentare zum Wurstcase zu finden, die auch mal kritisch beleuchten, was für seelische Probleme Tom Neuwirth hat, stieß ich exakt auf nichts. Keiner nahm sich mal die Zeit zu schauen: Warum werden Menschen transsexuell? Welche Vergangenheit hat dieser Mensch? Wie war eigentlich das Verhältnis von Tom zu seinem Vater?

Nein. Europa applaudiert lieber. Oder wie Alexander Kissler in seiner Cicero-Kolumne schreibt: “Nun wird alles gut. Der ewige Friede wird anbrechen, Ost und West reichen sich die Hände, Nord und Süd teilen ihre Gaben, auf Gänseblümchen werden wir schreiten. Da wird kein Krieg mehr sein zwischen den Völkern, keine Konkurrenz zwischen den Nationen, kein Kampf zwischen den Geschlechtern, das reine, pure, wunderbare Menschsein wird sich überall verbreiten, zumindest in Europa. Und das alles, weil ein vollbärtiger Mann in Frauenkleidern einen Schlagerwettbewerb für sich entschied.”

Ohne die Konflikte dieses Menschen zu kennen, die Verkleidung, das inszenierte Doppelleben und die aufgedrängte Botschaft spiegeln sich in dem Toleranzgejohle der ESC-Community. Nein, hier hat niemand gewonnen, der etwas Außergewöhnliches vollbracht hätte, dieses Lied ist ein simples Geheule ewig selbiger Balladen, die der ESC sowieso zu bieten hat. Nein, hier hat die Toleranz und der Respekt gesiegt. Hier wurde Russland gezeigt, was die Welt von dem Gehabe Putins hält.

Man muss das “Bühnenkunstwerk Wurst” nicht mögen um anerkennen zu können, dass der Urheber nicht nur mit ebenso einfachen wie effektiven Mitteln – Kombination sekundärer Geschlechtsmerkmale – den maximalen Erfolg erzielt, sondern darüber hinaus tatsächlich den Wesenskern des ESC-Pop vorzüglich dekliniert hat. Dass die Kunstfigur “Conchita Wurst” als politisches Statement gewertet wird, gehört ja mit in eine Inszenierung, die in der Tat sämtliche Ressourcen effizient auszunutzen weiß. Ja, die Macher von Conchita haben gewonnen. Sie haben inszeniert und über Zeichen und Symbole die Einfachheit der Medien entblößt, darüber hinaus die Massen soweit manipuliert, dass wir jubeln und jauchzen, wenn denn Tom Neuwirth uns wissen lässt: Er (Tom) ist liiert, Conchita (die Kunstfigur) ist verheiratet.

Die einen bezeichnen so ein Verhalten genial, die anderen krank. Die Nächsten versuchen über den schlechten Gesang Conchita zu diffamieren, ja das Kunstwerk kaputt zu machen. Doch all das ist letztlich ja gewollt, eben die Symbolik dieser Figur. Man soll sich unterhalten, sich freuen an der Beteiligung über Gender-Wahn und eben Grenzüberschreitung. Gewollte Bewegung im Epizentrum der Gesellschaft, und genau das ist es, was mich so stutzig macht. Dass die Medien und die Massen auf diese Inszenierung so ansprechen, als hätte dort die Gesellschaft endlich zu ihrer Freiheit gefunden, die sie so lange gesucht hat. Doch wenn man genauer hinsieht, dann ist dieses Bejubeln und Toleranzgefasel die Tür ins Gefängnis.

Denn wenn dort wirklich die Toleranz gesiegt hätte, dann hätten die Teilnehmer Russlands, die einfach nur ihre Meinung kund getan haben, nicht ausgepfiffen werden dürfen. Wie können diejenigen, die über den Sieg der Toleranz sprechen, gleichzeitig die Meinung anderer mit Pfiffen diskreditieren? Oder weiter: Wenn die Toleranz gewonnen hätte, dann wäre die mediale Berichterstattung wohl sehr differenzierter ausgefallen. Denn offensichtlich traut sich kein Medium mehr, dem Zeitgeist entgegenzutreten. Geben Sie einmal den Begriff Conchita Wurst und Kommentar bei Google ein, Sie werden erstaunt sein, wieviele Lobeshymnen über die außerordentliche Kunst zu finden ist, die uns ja eigentlich Wurst sein sollte und uns jetzt endlich aus dem Geschlechtergefängnis befreit. Wenn wir alle so tolerant sind, wieso ertragen wir dann nicht mehr einen Artikel, der über das Leid von Transsexuellen redet und den Gründen für Homosexualität nachgeht?

Es ist nicht Conchita Wurst, die uns Angstmachen sollte, sondern die unilaterale Meinung über sie. Es zeigt, dass der Respekt vor jeglicher Meinungsvielfalt verloren gegangen ist, dass Europa nicht mehr fähig ist zu unterscheiden, ob das eine krank ist und das andere gut und gesund. Es ist nicht die Kunst, die uns die Angst einjagen sollte, sondern die Einfachheit der Symbolik, die durch die Medien geistert. Europa hat gezeigt, dass es nicht mehr fähig ist, außerhalb von Toleranzgefasel und Meinungsmache Gedanken zuzulassen, die gegen den Zeitgeist gehen. Wollt ihr die totale Toleranz?

Sophie Scholl, eine gläubige Christin, die ihr Leben gab für ihre Überzeugungen, schrieb einmal an die manipulierte Mehrheit: “Ihr seid schon so sehr zur geistlosen und feigen Masse geworden, dass ihr den Untergang redlich verdient habt.” Sie erkannte, dass Willenlosigkeit der Anfang vom Ende eines Volkes ist. So schreibt sie weiter: “Aber heute hat es eher den Anschein, als sei es eine seichte, willenlose Herde von Mitläufern, denen das Mark aus dem Innersten gesogen und die nun ihres Kerns beraubt, bereit sind, sich in den Untergang hetzen zu lassen. Es scheint so – aber es ist nicht so; vielmehr hat man in langsamer, trügerischer, systematischer Vergewaltigung jeden einzelnen in ein geistiges Gefängnis gesteckt, und erst als er darin gefesselt lag, wurde er sich des Verhängnisses bewußt.”

Nun ist dieser Applaus der Toleranz weniger gewichtig als die Manipulation der damaligen Mehrheit, doch stecken wir in einem ähnlichen Dilemma, oder sagen wir in derselben Kategorie. Wir sind verdammt dazu, das vermeintlich “richtige” und “gute” zu denken, was die Medien uns eben als gut und richtig vorgeben. Und ebenso kann man die Mehrheit als geistlose und feige Masse empfinden, die nicht mehr fähig ist zu sagen, dass Conchita Wurst krank ist.

So möchte ich zum Abschluss noch einmal Sophie Scholl zu Wort kommen lassen, die es besser ausdrückt, als ich es jemals könnte:

Überall und zu allen Zeiten haben die Dämonen im Dunkeln gelauert auf die Stunde, da der Mensch schwach wird, da er seine ihm von Gott auf Freiheit gegründete Stellung im ordo eigenmächtig verläßt, da er dem Druck des Bösen nachgibt, sich von den Mächten höherer Ordnung loslöst und so, nachdem er den ersten Schritt freiwillig getan, zum zweiten und dritten und immer mehr getrieben wird mit rasend steigender Geschwindigkeit – überall und zu allen Zeiten der höchsten Not sind Menschen aufgestanden, Propheten, Heilige, die ihre Freiheit gewahrt hatten, die auf den Einzigen Gott hinwiesen und mit seiner Hilfe das Volk zur Umkehr mahnten. Wohl ist der Mensch frei, aber er ist wehrlos wider das Böse ohne den wahren Gott, er ist wie ein Schiff ohne Ruder, dem Sturme preisgegeben, wie ein Säugling ohne Mutter, wie eine Wolke, die sich auflöst.

 

Sophie Scholl in Flugblatt IV

Ja, das ist die einzige Lösung dieser Manipulation, sich hinzuwenden, aufzustehen, auf die Mahnung weniger zu hören und zu Gott zurückzukehren wie sie schreibt. Europa ist wie ein Säugling ohne Mutter, umhergetrieben von Ideologen dieser Zeit.

Sophie Scholl kannte die Lösung. Sie wusste es, dass Gott der Ausweg ist. Doch wir haben sie getötet.

von: Simon

 

 

Der „Eurovision Song Contest“ läuft.

Alexander Kissler in Cicero.de:


„Nun wird alles gut. Der ewige Friede wird anbrechen, Ost und West reichen sich die Hände, Nord und Süd teilen ihre Gaben, auf Gänseblümchen werden wir schreiten. Da wird kein Krieg mehr sein zwischen den Völkern, keine Konkurrenz zwischen den Nationen, kein Kampf zwischen den Geschlechtern, das reine, pure, wunderbare Menschsein wird sich überall verbreiten, zumindest in Europa. Und das alles, weil ein vollbärtiger Mann in Frauenkleidern einen Schlagerwettbewerb für sich entschied…..
Pop ist Augenblickskunst par excellence. Ihre wichtigste Zutat ist die Verkleidung. Auch Patrick Lindner, Florian Silbereisen und Helene Fischer, Miley Cyrus und Rihanna und Peter Maffay sind verkleidet, wenn sie die Bühne betreten. Pop ist die Kunst, eine Rolle zu spielen, die lauter, schriller, abgründiger ist als das Ich dahinter. Thomas Neuwirth müssen wir nicht kennen, um Conchita Wurst applaudieren zu können. Der Scheinwerfer macht den Pop, die Bühne den Star. Authentizität gibt es nicht vor Publikum.“ Cicero.de

Die Frage ist jetzt nur, wieviele Menschen diesem schlechten Geschmack auf den Leim gehen? Ich denke, zuviele! www.gott.de/zeitgeist/der…e-europa-applaudiert-dem/

von: ali

 

 

 

 

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605. EU: «Tötungsmoral als Menschenrecht»

Freitag, 29. September 2017 | Autor:

 

 

Liebe Blog Besucher,

dass, das reiche Europa Millionen von ungeborenen Kindern ermorden lässt wird uns eines Tages „auf die Füsse fallen“. Es kann einen normal denkenden Menschen doch nicht egal sein, dass vor unseren Augen Tag für Tag Menschen ermordet werden, die ebenso ein Recht auf Leben haben, wie wir die wir jetzt leben.

Warum schreibt die Bundesrepublik Deutschland in ihr Grundgesetz Art. 1, Absatz 1 folgenden Satz:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“.

Warum läßt unsere Regierung täglich diesen Verstoß gegen das Grundgesetz zu?

 

Haben demokratische Mehrheiten das Recht, das Töten von ungeborenen Kindern für rechtmässig zu erklären?

Das Europäische Parlament geht weit darüber hinaus: Es hat sich für ein «Menschenrecht auf Abtreibung» ausgesprochen.

 

Ich bedanke mich bei der Redaktion von Factum für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieses Berichtes.

 

 

Die Entscheidung des EU-Parlaments werten Kritiker als einen Dammbruch. Martin Lohmann, der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, bezeichnete die Entscheidung als «eine gefährliche Bankrotterklärung zu Lasten des Lebens». Wer das universale Menschenrecht auf Leben in ein vermeintliches Menschenrecht pervertiere, verlasse jede Rechtsgrundlage. Die «Europäischen Bürgerinitiativen zum Schutze des Lebens und der Menschenwürde» wiesen darauf hin, dass auch parlamentarische Mehrheiten nicht darüber befinden können, ob die Tötung ungeborener Kinder rechtmässig ist. Sie zitierten aus einem Urteil des Frankfurter Oberlandesgerichts in einem Euthanasieprozess. Darin hatten die Richter festgehalten, dass es mit dem Naturgesetz ein «über den Gesetzen stehendes Recht» gibt, welches allen formalen Gesetzen als letzter Massstab dienen muss. Verstosse

ein Gesetz gegen das Naturrecht, so sei ein solches Gesetz rechtsungültig und dürfe nicht befolgt werden. Pastor Ulrich Rüss von der «Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften» (IKBG) spricht von einer «Tötungsmoral» und erklärte, die Entschliessung stehe «im Widerspruch zum Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit, zur Menschenwürde sowie zu humanen und christlichen Werten und verstosse gegen das Gebot ‹Du sollst nicht töten›». Ein Europa, das derartige Entschlüsse fasse, habe keine Zukunft. Die AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch sagte, ein pauschales Recht auf Abtreibung widerspreche den Menschenrechten und sei deshalb «völlig inaktzeptabel».

 

Autor: Thomas Lachenmaier

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598. „Es gibt keinen Gott…..“

Donnerstag, 31. August 2017 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

im Wort Gottes steht ein wahres Wort: „Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden.“ Mehr will ich dazu nicht ausführen. Sie können dies im folgenden Beitrag von Pastor Wegert selbst nachlesen.

Arche Gemeinde Hamburg

 

Liebe Missionsfreunde,

immer häufiger hört und liest man auch in den säkularen Medien, dass die Welt aus den Fugen geraten ist. Einige wissen dann sogleich, wer schuld daran ist: die Amerikaner, die Russen, die Juden, die Moslems, die Flüchtlinge, die Rechten, die Kapitalisten usw. Und dann meint man, wenn alle Bösen verschwinden würden, blieben nur noch die Guten und die Erde wäre ein Paradies. Dabei sollte doch jeder wissen, dass sich auch mit den vermeintlich Guten die Spirale des Bösen nur wieder von vorne drehen würde. Denn so manch ein „Befreier“ entpuppte sich als schlimmerer Gewaltherrscher als der Regent zuvor.

Das Weltbild der Bibel

Die Menschheit wäre gut beraten, wenn sie sich einmal das Weltbild der Bibel anschauen würde. Das Wort Gottes lehrt nämlich nicht, dass das Übel nur von besonders bösen Menschen kommt, unter denen die anderen leiden, sondern dass alle Menschen ohne Unterschied gleichermaßen böse sind. „Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer“ (Römer 3,12).
Der Grund dafür liegt in der Gottesverneinung aller Menschen. Die Bibel sagt: „Der Narr spricht in seinem Herzen: ‚Es gibt keinen Gott!‘“ Darum „handeln sie verderblich, und abscheulich ist ihr Tun; da ist keiner, der Gutes tut“ (Psalm 14,1). Und selbst wenn Menschen anerkennen, dass es einen Gott gibt, handeln sie doch so, als gäbe es Ihn nicht. Denn seit Adam stellen sich alle Menschen gegen ihren Schöpfer und behaupten auf jede nur erdenkliche Weise: „Es gibt keinen Gott!“ Die einen sind Atheisten und die anderen Götzenanbeter. Aber einerlei, was sie auch glauben – sie glauben alle nicht an den einen Gott, der Himmel und Erde gemacht und Seinen geliebten Sohn gesandt und Ihn für unsere Sünden dahingegeben hat. Deshalb sind sie alle Narren, die in ihrem Herzen sprechen: „Es gibt keinen Gott!“ Und darum, allein aus diesem einzigen Grund, handeln sie alle verderblich, und ihr Tun ist abscheulich, und da ist keiner, der Gutes tut.
Auf diese Ausgangswahrheit baut Paulus den gesamten Römerbrief auf und schreibt: „Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind in nichtigen Wahn verfallen in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden“ (Römer 1,21-22). Dadurch, dass sie Gott ablehnten, sind sie buchstäblich zu Narren geworden.

Dahingegeben

Paulus schreibt weiter: „Darum hat Gott sie in den Begierden ihrer Herzen dahingegeben in die Unreinheit, sodass ihre Leiber durch sie selbst geschändet werden, sie, die Gottes Wahrheit in Lüge verkehrt und das Geschöpf verehrt und ihm gedient haben statt dem Schöpfer. Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihrer Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen“ (V. 24-27).
Im nächsten Vers (V. 28) benutzt Paulus das Wort „dahingegeben“ noch ein drittes Mal und zeigt damit, dass das schandbare Verhalten der Menschen nicht erst das Gericht Gottes hervorbringt, sondern bereits Gericht Gottes ist. Weil sie sich von Gott abwenden, weil sie so leben, als gäbe es Ihn nicht, darum lautet Seine Antwort ganz schlicht: „Ich ziehe mich zurück und überlasse die Menschen sich selbst.“ Der Herr muss nicht zurückschlagen und auch nicht alles kurz und klein hauen. Das besorgen die Menschen schon selbst. Gott tut nur, was sie wollen – nämlich, dass Er sich aus ihrem Leben raushält. Das Ergebnis sehen wir jeden Tag.
In ihrem nichtigen Wahn verfallen die Menschen in tausend Schlechtigkeiten, sodass Paulus aufzählt: „… in Ungerechtigkeit, Unzucht, Habsucht, Bosheit, Neid, Mordlust, Streit, Betrug, Tücke, Verleumdung, Gottesverachtung, Übermut, Prahlerei, den Eltern ungehorsam, unverständig, treulos, lieblos, unversöhnlich und unbarmherzig“ (V. 29-31). Das ist das Ergebnis einer Menschheit ohne Gott: eine Welt, die aus den Fugen geraten ist.

Dazu gehört auch die gesellschaftliche Lage in unserem Land. Vor wenigen Tagen wurde aus Anlass des G20-Gipfeltreffens in Hamburg bei einer Demonstration voller Gewalt ein ganzer Stadtteil kurz und klein geschlagen und 427 Polizisten zum Teil schwer verletzt. Auf diese Weise wollen gewisse Leute eine bessere Welt schaffen. Narren sind sie! Auch die Entscheidung des Deutschen Bundestags, der Verbindung von Gleichgeschlechtlichen den Status einer Ehe zu geben, ist ein Wahn, in den Gott sogar ganze Parlamente fallen lässt. Sie arbeiten mit allen Hebeln an der Herabsetzung der schöpfungsgemäßen Ehe und Familie und wundern sich zugleich über den bedrohlichen Rückgang der Bevölkerung. Sie wissen wohl, dass es ohne Mann und Frau keine Zukunft gibt, nennen die klassische Ehe aber antiquiert und Gleichgeschlechtlichkeit modern – eine echt fortschrittliche Selbstaustilgung. Ja, während sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden!

Es musste so kommen

Aber wir Christen sollten uns nicht empören und uns auch nicht über die Widernatürlichkeit so mancher politischen Entscheidung aufregen. Denn das, was wir heute erleben, hat die Bibel doch vorausgesagt. Die Lage beweist, dass die Heilige Schrift recht hat. Darum erschrecken wir nicht, sondern staunen nur darüber, wie präzise der Herr Sein Wort erfüllt. Es gibt keinerlei Grund für Panik, sondern wir dürfen uns in den Armen dessen bergen, der alles sicher in Seiner Hand hat!
Wundern wir uns also nicht über den verwahrlosten Zustand unserer Gesellschaft, über die Gesetzlosigkeit und über Anarchie. Es musste ja so kommen. Denn der Mensch hat beschlossen, dass es Gott nicht gibt. Und nun erlebt er eine Welt ohne Ihn, ohne Gerechtigkeit, ohne Wahrheit, ohne Liebe, ohne Hoffnung, eine Welt des Verderbens und auch einen Tod in der ewigen Verdammnis. Gott hat sich einfach zurückgezogen und die Menschheit sich selbst überlassen.

Die einzige Hoffnung – eine andere gibt es nicht

Wenn der Herr vom Himmel her da nicht konkret eingreift, dann gibt es keine Hoffnung – und zwar für niemanden. Alle Menschen sind von Gott verlassen und deshalb geistlich tot – tot in ihren Übertretungen und Sünden. Gott ist ihnen fern, und sie vernehmen nichts von Seinem Geist. Ein großes Wunder des Allerhöchsten ist nötig, wenn es für irgendjemanden in dieser Welt noch Hoffnung geben soll.
Aber gelobt sei der Name unseres Herrn – Er tut dieses Wunder! Er hat es getan und tut es immer noch an vielen Tausenden. Denn: „Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr selig geworden“ (Epheser 2,4-5). Diese Gnade der Wiedergeburt ist die einzige Hoffnung, die dem Menschen noch bleibt. Geschieht sie nicht, bleibt alles beim Alten und der Erdrutsch des Verderbens geht ungebremst weiter.
Darum müssen wir beten und zu Gott rufen, dass Er sich doch noch erbarmen möge und aus Gnade in das Leben von Menschen eingreift und sie aus dem Tod zum Leben ruft. Aber unsere Verantwortung geht noch weiter: Auch wenn die Wiedergeburt allein das Werk des Herrn ist und wir keinen einzigen Menschen geistlich zum Leben bringen können, hat es dem Allmächtigen dennoch gefallen, Sein Auferweckungswerk an die Verkündigung zu knüpfen. Genauso wie Gott dem Hesekiel gebot, den verdorrten Gebeinen auf dem Totenfeld zuzurufen: „Ihr verdorrten Gebeine, hört des Herrn Wort!“ und sie zum Leben kamen (Hesekiel 37,1-4), so hat Er auch uns geboten, den geistlich Toten das Evangelium zu verkündigen. Und das sollen wir in dem Vertrauen tun, dass der Herr mit Seinem Wort, das wir sprechen, Seinen Heiligen Geist sendet und die toten Herzen unserer Hörer auferweckt zum ewigen Leben.
Das heißt: Die Verkündigung des Evangeliums bleibt die einzige Hoffnung der Menschheit! Eine andere Hoffnung gibt es nicht! Darum muss die Hauptsache auch die Hauptsache bleiben, nämlich die Heilsbotschaft von Jesus Christus den „Totengebeinen“ dieser Welt zuzurufen. Das soll für immer die Maxime auch unseres Handelns sein. Gott helfe uns dazu!

Autor: Pastor Wolfgang Wegert

Arche Gemeinde Hamburg

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595. Ehe für alle – die Dämme in Deutschland werden brechen

Donnerstag, 29. Juni 2017 | Autor:

Die Flut der Sünde läßt die Dämme brechen

 

Liebe Blogbesucher,

es ist ungeheuerlich was eine „christliche“ Bundeskanzlerin vor wenigen Tagen über die Köpfe der eigenen Parteimitglieder hinweg entschieden hat. „EHE für ALLE!“ Das heißt, Frau Merkel stellt sich gegen Gottes Wort. Wenn eine Bundeskanzlerin die Grundpfeiler der Gesellschaft auflöst, nur weil eine kleine Minderheit seit Jahren versucht unser Volk vor sich herzu treiben, dann ist das Mass an Toleranz entdeutig überschritten. Im Blick auf die kommende Bundestagwahl gibt es nur noch eine einzige Partei die wählbar ist, nämlich „Bündnis C“.

 

Zum Nachdenken hier einmal ein Satz von

  • Paul Popenoe, Begründer und Präsident von „Emeritus“ des Amerikanischen Instituts für Beziehungen in der Familie sagte einmal:

Keine Gesellschaft hat je überlebt, nachdem ihr Familienleben zerfallen ist.

Familie_by_Alexandra H._pixelio.de

Ich gebe Ihnen hier einmal eine Betrachtung von Dennis Riehle und Peter Ischka. Ich bedanke mich bei beiden Herren für die freundliche Genehmigung zum Abdruck dieses Beitrages.

Quelle:

 

Ich wünsche allen Mitgliedern des Bundestags eine echte Freiheit zu einem sensiblen Gewissen für die Abstimmung zur sogenannten „Ehe für alle“:
Dazu zitiere ich einen Ausschnitt eines Artikels eines homosexuellen Journalisten und Blogger Dennis Riehle (Erschienen in der Z 17/18) Also Homosexueller bringt er interessante Gedanken zur Homo-Ehe.

 

Wikipedia Montrealais aus Z2 Homo Ehe

 

Regierung lässt sich von Lobby treiben
Ich bin besorgt darüber, dass Minister und Funktionsträger sich treiben lassen von der sogenannten „Schwulenund Lesben-Bewegung“. Da ist die Keule der „Toleranz“, die Drohung, jeden als menschenverachtend oder inhuman zu brandmarken, der so manche Forderung kritisch hinterfragt – und mit dieser Toleranzkeule wird ein Druck aufgebaut, der über die aus meiner Perspektive zulässige Lobbyarbeit weit hinausgeht. In einem demokratischen und vielschichtigen Miteinander müssen die Interessen der Minderheiten vertreten werden; aber es braucht auch den Schutz vor einem Diktat der Weltanschauungen.

 

Dass jede heterosexuelle Verbindung der homosexuellen „überlegen“ ist – nicht in der Liebe, wohl aber in ihrer Bedeutung für die Fortpflanzung und damit den existenziellen Fortbestand der Menschheit –, erachte auch ich als eine Tatsache, die nach meiner Auffassung keines Widerspruchs bedürfte. Daraus leitet sich für mich auch der besondere Stand der heterosexuellen Ehe ab, den unsere Verfassung definiert; die Unterscheidung zu einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft halte ich schon deshalb für notwendig, weil diese sich nicht nur in sexueller Hinsicht, sondern auch aus der Evolution heraus als vollkommen gestaltete Ergänzung präsentiert, sowohl praktisch als auch ideell gesehen.

 

Es ereilt mich oftmals der Eindruck, wonach die von der Homo-Lobby geforderten Ansprüche nicht in erster Linie für das Wohl des repräsentierten Klientels stehen, sondern in der politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung als Machtinstrument dienen.

 

Gerade beim Thema der gleichgeschlechtlichen Ehe wird der Druck auf die Politik ständig erhöht. Ich halte dagegen: Verdeutlicht man sich, welche Gedanken die Verfasser des Grundgesetzes sich gemacht haben, bleibt aus meiner Sicht die Würdigung der „klassischen“ Ehe in Artikel 6 ein Anliegen, das einer modernen „Zeitgeist“-Phase trotzt. Die Bindung zwischen Mann und Frau scheint mir nicht nur aus sexueller (und damit gleichsam natürlicher) Sicht privilegiert als eine einzigartige und hervorgehobene Harmonie, sie bleibt wohl auch die mehrheitliche Form des Zusammenlebens.

 

Obwohl – oder vielleicht auch gerade weil – ich homosexuell empfinde, gehört es für mich zur Selbstverständlichkeit, dass die heterosexuelle Verbindung für mich das Pendant darstellt, das auch in der Evolution überwiegt – wohl aus gutem, durchdachtem Grund. Nicht nur sexuelle Praktiken offenbaren uns: Zwischen Mann und Frau schmiegt sich ein Arrangement, das füreinander geschaffen scheint – während es zwischen Menschen des gleichen Geschlechts eher schmerzt. Auch dies wiederum bedeutet nicht, dass man diese anderen Formen der menschlichen Verknüpfung verunglimpfen sollte. Doch mir bleibt in der derzeitigen Debatte verborgen, weshalb eine offenkundige Synthese nicht auch weiterhin exklusiven Schutz genießen soll. Die Hervorhebung der heterosexuellen Ehe muss auch fortan legitim sein – und eben nicht nur, weil sie Garant für die Fortentwicklung der Menschheit ist, sondern weil sie sich in ihrer gegenseitigen Fügung idealtypisch abhebt.

 

 

Und so komme ich in dieser Diskussion auch zu dem Schluss: In Anbetracht der Tatsache, dass es viel weniger Kinder gibt, die zur Adoption bereitstehen, als adoptionswillige Elternpaare, wage ich zu bezweifeln, ob es wirklich notwendig ist, gleichgeschlechtlichen Paaren das uneingeschränkte Adoptionsrecht zuzuerkennen. Die Studienlage lässt mehrheitlich die Einschätzung zu, dass ein Aufwachsen in einer homosexuellen Beziehung für die Kleinen keine negative Folgen hat. Untersuchungen zeigen aber auch: Einerseits ist es problematisch, die soziale Elternschaft durch zwei gleichgeschlechtliche Partner mit der biologischen gleichzusetzen (wovon das Modell der „Patchwork“-Familie unberührt bleibt). Dies liegt nicht an äußeren Faktoren, wie vielfach vermutet, also nicht an Tendenzen des gesellschaftlichen Umfelds, diese Kinder auszugrenzen. Viel eher liegt es daran, dass Grundbedürfnisse unbefriedigt bleiben: Ein entsprechend höherer Orientierungsbedarf im Kindesalter verzerrt die Startchancen.

 

Unbestritten bleibt für mich daher: Mütter und Väter, die Nachwuchs selbst zeugen, bedürfen einer Privilegierung. Wiederum bedeutet solch ein Schritt keineswegs, dass dadurch Alleinlebende (zu denen ich selbst gehöre) oder kinderlose Paare (die oftmals ganz ungewollt auf Nachwuchs verzichten müssen) verurteilt würden; aber ich meine, im Blick auf die Nachhaltigkeit unseres gesellschaftlichen Fortbestands und seine demografische Versorgung ist es nur normal, denjenigen, die Kinder zur Welt bringen und selbst erziehen, ausdrücklich zu danken in Form von öffentlicher Protektion. Wir sollten uns vergegenwärtigen, dass spezifische Rechtsvorteile für bestimmte Personenkreise keine Diskriminierung nach sich ziehen, solange es um einen Mehrwert geht, der dem Rest keinen existenziellen Nachteil bringt.

 

Der komplette Artikel ist im Magazin Z 17/18 enthalten.
Peter Ischka Redaktion „Z für Zukunft“ www.ZwieZukunft.de

 

In Deutschland sind wir auf dem besten Weg zu diesen Zuständen

 

Wenn die Menschen gottlos leben sind:

– die Sitten zügellos

– die Mode schamlos

– die Lügen grenzenlos

– die Verbrechen maßlos

– die Völker friedlos

– die Schulden zahllos

– die Regierungen ratlos

– die Poltik charkterlos

– die Konferenzen endlos

– die Aussichten trostlos

– die Kirchen kraftlos

– die Christen gebetslos

 

Gemälde von Michael Willfort

Eines aber ist klar:

 

Gott sitzt im Regiment!

 

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592. Was sagt die Bibel über Homosexualität?

Dienstag, 30. Mai 2017 | Autor:

Liebe Blog Besucher,

die nachfolgende Stellungnahme sagt das Wesentliche aus. Man könnte dazu noch einiges sagen, aber viele sogenannte „Experten“ haben dazu schon viele Aussagen gemacht, und darum will ich keine weiteren hinzu fügen.

 

 

Frage: „Was sagt die Bibel über Homosexualität? Ist Homosexualität Sünde?“

Antwort: In der Bibel steht durchweg, dass homosexuelle Aktivität Sünde ist ( 1. Mose 19,1-13; 3.Mose 18,22; Römer 1,26-27; 1.Korinther 6,9). Im Römerbrief 1,26-27 lernen wir insbesondere, dass Homosexualität ein Resultat der Ablehnung und des Ungehorsams Gott gegenüber ist. Wenn ein Mensch in Sünde und im Unglauben lebt, steht in der Bibel, dass Gott sie an verruchtere und entartete Sünde “weitergibt”, um ihnen die Sinnlosigkeit und Hoffnungslosigkeit eines Lebens ohne Gott aufzuzeigen. 1. Korinther 6,9 sagt aus, dass Homosexuelle nicht das Reich Gottes erben werden.

Gott kreiert keine Menschen mit dem Drang nach Homosexualität. In der Bibel steht, dass ein Mensch durch die Sünde homosexuell wird (Römer 1, 24-27), und schließlich durch seine eigene Wahl. Eine Person kann mit einer größeren Anfälligkeit für Homosexualität geboren werden, genauso wie Menschen mit einer Tendenz zu Gewalttätigkeit und anderen Sünden geboren sein können. Das entschuldigt nicht, dass die Person die Sünde wählt, indem er dem sündigen Wünschen nachgibt. Wenn ein Mensch mit einer größeren Anfälligkeit für Wut/Zorn geboren wurde, ist es dann richtig diesem Begehren nachzugeben? Natürlich nicht! Dasselbe gilt für Homosexualität.

Nichtsdestotrotz beschreibt die Bibel Homosexualität nicht als eine “größere” Sünde als irgendeine andere. Jede Sünde ist anstößig gegenüber Gott. Homosexualität ist lediglich eine von vielen Dingen, die im 1. Korinther 6, 9-10 gelistet sind, die einen Menschen vom Königreich Gottes fernhalten. Laut der Bibel ist Gottes Vergebung ebenso verfügbar für einen Homosexuellen, wie für einen Ehebrecher, Götzendiener, Mörder, Dieb usw. Gott verspricht auch die Kraft, um die Sünde zu besiegen, inklusive Homosexualität, all denen die an Jesus Christus für ihre Rettung glauben (1.Korinther 6,11; 2.Korinther 5,17).

 

Quelle: GotQuestions.org

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590. Was sagt die Bibel über Tattoos / Piercings?

Samstag, 27. Mai 2017 | Autor:

Tattoo_R_by_Lothar Henke_pixelio.de

Liebe Blog Besucher,

meine persönliche Meinung dazu ist, dass man bei dieser Tattoos Flut schon fast von einer Seuche sprechen kann. Viele die ihren Körper zeitlebens auf diese Weise verändern lassen, wissen war wahrscheinlich die Auswirkungen für ihr restliches Leben nicht einzuschätzen. Ein Christ sollte sich immer bewußt sein, dass er sein Leben Jesus Christus in allen Bereichen gegeben hat. Ich glaube nicht, dass es Jesus gefallen würde, wenn wir sein Eigentum so verunstalten. Bei Nichtchristen ist dies eine anderes Basis, weil Sie einen anderen Herrn gehören.

 

Tattoo_R_by_Verena N._pixelio.de.

 

Frage: „Was sagt die Bibel über Tattoos / Piercings? Ist es Sünde für einen Christen ein Tattoo oder ein Piercing zu bekommen?“

Antwort: Das Alte Testament Gesetz befiehlt den Israeliten: “Und einen Einschnitt wegen eines Toten sollt ihr an eurem Fleisch nicht machen; und geätzte Schrift sollt ihr an euch nicht machen. Ich bin der HERR.” (3.Mose 19,28) Obwohl Gläubige heutzutage nicht mehr unter dem Alten Testament Gesetz stehen (Römer 10,4; Galater 3,23-25; Epheser 2,15), sollte uns die Tatsache, dass es ein Gebot gegen Tattoos gab nachdenklich machen. Das Neue Testament sagt nichts darüber aus, ob ein Gläubiger ein Tattoo haben oder nicht haben sollte.

Was Tattoos und Piercings anbelangt wäre ein guter Test festzustellen, ob wir ehrlich und mit gutem Gewissen Gott bitten können diese bestimmte Aktivität für Seine eigenen guten Zwecke zu segnen. “Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes” (1.Korinther 10,31). Die Bibel verbietet uns Tattoos oder Piercings nicht, aber sie gibt uns auch keinen Grund zu glauben, dass Gott möchte, dass wir Tattoos oder Piercings bekommen.

Ein anderer Aspekt, den man berücksichtigen sollte, ist Sittsamkeit. Die Bibel instruiert uns sich sittsam zu kleiden (1.Timotheus 2,9). Ein Aspekt sich sittsam zu kleiden ist sicher zu gehen, dass alles was durch Kleidung bedeckst sein sollte bedeckt ist. Aber der Hauptbedeutung von Sittsamkeit ist es, nicht die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Menschen, die sich sittsam anziehen, ziehen sich in einer Art und Weise an, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Tattoos und Piercings sind nicht sittsam.

Ein wichtiges Prinzip der Heiligen Schrift gegenüber Aspekten, die die Bibel nicht speziell adressiert ist folgende: wenn Platz für Zweifel ist, ob es Gott gefällt, dann ist es am besten es nicht zu tun. “Alles aber, was nicht aus Glauben ist, ist Sünde” (Römer 14,23). Wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Körper und unsere Seelen errettet wurden und Gott gehören. Obwohl sich 1. Korinther 6,19-20 nicht direkt auf Tattoos oder Piercings bezieht, gibt es uns ein Prinzip. “Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden; verherrlicht nun Gott mit eurem Leib.” Diese großartige Wahrheit sollte eine echte Bedeutung haben in Bezug auf was wir tun und wohin wir mit unseren Körpern gehen. Wenn unser Körper Gott gehört, sollten wir sicher sein, dass wir eine klare “Erlaubnis” haben, bevor wir ihn mit unseren Tattoos oder Piercings versehen.

Quelle: GotQuestions.org

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588. Bei Kindern hört der Spass auf

Donnerstag, 27. April 2017 | Autor:

Wikipedia Montrealais aus Z2 Homo Ehe

Liebe Blogbesucher,

vor 50 Jahren waren solche „Zustände“ noch undenkbar. Was sagt uns das? Unsere Politik macht Gesetze für eine verschwindet kleine Minderheit ohne biblische und christliche Werte zu beachten. Wir reden soviel von Werten, bloß wenn es darum geht diese zu leben, dann vergessen wir die schwächsten in unserer Gesellschaft, nämlich die Kinder und die Ungeborenen. Mir fällt dazu nur das Bibelwort aus Galater 6,7 ein: Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten.

Familie_web_R_K_by_Alexandra H._pixelio.de

Jedes Kind hat eine biologische Mutter und einen biologischen Vater. Von homosexuellen Paaren adoptierte Kinder müssen gezwungenermassen mindestens ein leibliches Elternteil entbehren.

 

Autor: Andreas Lombard

Quelle: Factum – Magazin sehr empfehlenswert

 

Der Schriftsteller Mario Vargas Llosa sagte jüngst, alle Kulturen für gleichwertig zu halten, setze ein «kolossales Vorurteil» voraus. Ein Vorurteil? Unsere Vorurteile haben wir doch eben erst abgelegt! Nein, sagte Vargas Llosa, das neue Vorurteil entspringt gerade dem Wunsch, alle Vorurteile aus der Welt zu schaffen. Gleichwertigkeit gibt es nur bei geschlossenen Augen.

 

Gleichwertigkeit steht aber hoch im Kurs. Oder ist es nur eine Blase? «Stellt gleich, was gleich ist!», forderte vor Wochen ein offener Brief zur Homo-Ehe. Das Bundesverfassungsgericht verlangt die steuerliche Gleichbehandlung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Eine sexuelle Minorität gilt, weil es sie gibt, als gleichwertig. Wo steckt hier das «kolossale Vorurteil»?

 

Erinnern wir uns. «Homosexuell» nennen wir nicht die Vereinigung von Mann und Frau, sondern zweier Männer oder zweier Frauen. Unterschied Nummer eins. Aus der homosexuellen Verbindung entstehen keine Kinder.

Unterschied Nummer zwei. Zugegeben, auch Männer und Frauen zeugen immer häufiger keine Kinder. Andererseits haben oft gerade die Leute Kinder, die ihre Sexualität gar nicht so wichtig finden.

 

Jedes Kind hat einen biologischen Vater und eine biologische Mutter. Jedes Kind, selbst wenn es im Labor gezeugt wird, hat eine zweigeschlechtliche Abstammungslinie, für die es sich früher oder später lebhaft interessieren wird. Keine Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften kann daran etwas ändern, kein Adoptionsrecht und keine künstliche Befruchtung auf Staatskosten.

 

Juristische «Elternschaft» kann die biologische nicht ersetzen. Unterschied Nummer drei. Neuerdings heisst es aber, zwei Männer oder zwei Frauen hätten «ein Kind bekommen». Kaum wurde die fehlende Zeugungsfähigkeit als unerheblich ausgeklammert, weil sie die Fiktion von Gleichheit störte, wurde eine «Elternschaft» der faulen Tricks ausgerufen und ein «Recht auf Kinder», das es sinnvollerweise nicht gibt.

 

Das Adoptionsrecht war bislang für Kinder da – und nicht «für» eine Gruppe von Erwachsenen, von der niemand genau weiss, ob sie keine Kinder zeugen kann oder will. Das Verbot, gleichgeschlechtliche Paare zu benachteiligen, würde übrigens im Handumdrehen die Vergabepraxis auf den Kopf stellen. Homosexuelle Adoptionsbewerber dürften im Unterschied zu ihren Konkurrenten nicht abgelehnt werden, denn das wäre Diskriminierung.

 

Händeringend gesucht werden übrigens nur Pflegeeltern. Egal, das Recht muss es richten. Auch wenn die schöne, neue Gleichheit hässliche Ungleichheiten zeugt.

 

Das grösste Problem ist die künstliche Befruchtung. Ein homosexuelles Paar, das mit technischer Hilfe zu «Eltern » wird, hat einen Dritten im Bunde, der zurücktreten muss: den anderen biologischen Elternteil. Vater Samenspender oder Mutter Eizellspenderin, um von der Leihmutter ganz zu schweigen, überlassen dem zahlenden Elternteil und seinem gleichgeschlechtlichen Partner das Familienfeld.

 

Das Kind gleichgeschlechtlicher «Eltern » muss mindestens ein Elternteil entbehren. Auf dessen Platz wird ihm eine Person präsentiert, mit der es nichts zu tun hat. Ähnliches kennen wir von Kuckuckskindern, Scheidungskindern und Halbwaisen. Dort gilt es aber als trauriges Schicksal. Von nun an werden diese traurigen Kinderschicksale zwecks Gleichstellung von sexuellen Präferenzen vorsätzlich herbeigeführt – ein grausames Novum in der Geschichte der Menschheit.

 

Wie sagte Vargas Llosa? Das kolossale Vorurteil unserer Tage besteht darin, eine Sache, bloss weil es sie gibt, als gleichwertig anzusehen. Manche Kinder werden es in ihrer Entwicklung sehr schwer haben, nur weil Mama oder Papa nicht auf das andere Geschlecht «stehen». Oder nicht nur. Oder nicht mehr. Früher sagte man: «Bei Kindern hört der Spass auf.»

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549. ÖKUMENE DER RELIGIONEN und ABSOLUTHEIT JESU CHRISTI

Mittwoch, 26. Oktober 2016 | Autor:

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Lieber Blogbesucher,

viele Flüchtlinge und Muslime sind wenn Sie vor ihrer Einreise an Deutschland gedacht haben davon ausgegangen, dass Deutschland ein christliches Land ist. Spätestens nachdem Sie sich einmal etwas genauer damit auseinander gesetzt haben, mussten Sie sehr schnell feststellen, dass dies nicht so ist. Man geht zurzeit davon aus, dass es in Deutschland etwa 2% Christen gibt im biblischen Sinne. Was heißt das ein Christ zu sein? Ein Christ ist jemand der sein Leben Jesus Christus anvertraut hat. Das geschieht durch Umkehr – biblisch Buße genannt, und Taufe. Ich spreche hier aber nicht von der Besprenkelung eines 6 Wochen alten Säuglings, der nicht weiß was mit ihm geschieht, sondern von biblischer Taufe.

Der Beitrag von Lothar Gassmann zeigt einmal mehr als deutlich auf, dass wir uns immer weiter von den christlichen Wurzeln unserer Großväter entfernen. Und wir wundern uns dann auch noch, dass es in diesem Land in Politik, Wirtschaft und Kirche drunter und drüber geht. Jeder kann sich anhand der folgenden Betrachtung selbst ein Bild davon machen, wie weit wir uns vom Namensgeber des Christentum – Jesus Christus – entfernt haben.

Ich danke Herrn Lothar Gassmann für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung dieses Beitrages.

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Ökumene der Religionen.

Was sagt die Bibel dazu?

(von Dr. Lothar Gassmann)

Einleitung

 

„Alle Religionen sollen zusammengehen. Denn wir haben doch alle nur einen Herrgott” – so sagen viele Zeitgenossen. Richtig daran ist, daß es tatsächlich nur einen Gott gibt. Die Bibel nennt ihn “Jahwe” (JHWH). Er ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Vater Jesu Christi, der dreieinige Gott. Aber verehren alle Religionen wirklich denselben Gott?

Moslems beten zu Allah, aber sie bestreiten, daß er dreieinig ist und daß er einen Sohn hat. Hindus verehren 330 Millionen Devas als Gottheiten. Buddhisten glauben mehrheitlich nicht an einen Gott, sondern vertrauen der Philosophie Buddhas als Weg der Befreiung aus der Vergänglichkeit und dem Leiden. Anhänger afrikanischer und indianischer Stammesreligionen glauben an die Macht von Ahnengeistern, die sie durch Opfer und Rituale günstig zu stimmen versuchen.

Trotz solcher unterschiedlicher Gottesvorstellungen wird von Vertretern christlicher Kirchen und Gruppierungen immer häufiger behauptet, eine Ökumene zwischen Christentum und nichtchristlichen Religionen sei möglich und geboten. Die Zersplitterung und Zerspaltenheit der Menschheit, die soziale Not und der Hunger, die ökologische Krise und die Kriegsgefahr – all dies schreie förmlich nach einem Zusammengehen auf politischem, wirtschaftlichem und auch religiösem Gebiet.

So werden auf Kirchentagen “Gebetstreffen” zwischen Hindus, Moslems, Buddhisten, Juden und Christen veranstaltet. Immer wieder (so z.B. beim Münchner Kirchentag 1993) wird bevorzugt das Oberhaupt des tibetanischen Buddhismus, der Dalai Lama, eingeladen. Bereits 1986 empfing Papst Johannes Paul II. Vertreter sämtlicher Religionen zu einem “Friedensgebetstag” in Assisi/Italien. Diese Treffen wurden seither jährlich wiederholt. Im Rahmen des “Konziliaren Prozesses für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung” wird – etwa von dem Philosophen Carl Friedrich von Weizsäcker und seinen Schülern – eine “Ökumene der Weltreligionen” angestrebt. Der “Ökumenische Rat der Kirchen” in Genf hat schon seit 1968 dem Dialog der Religionen Vorrang vor der Bekehrung Nichtgläubiger eingeräumt. Im Rahmen einer “Neuen Weltordnung” streben einflußreiche Kräfte auf eine vereinigte Menschheit mit einer Verwischung der Unterschiede zwischen den Religionen zu. Ein „Weltparlament der Religionen“ wurde bereits eingerichtet und tritt immer wieder zu Beschlüssen zusammen. Ein „gemeinsames Weltethos“ als Bindeglied der Menschen und Religionen wird propagiert. Diese Aufzählung könnte lange fortgesetzt werden.

Vorsichtige Formulierungen und schönklingende Vokabeln können nicht darüber hinwegtäuschen: Die Einheit der Religionen soll herbeigeführt werden. Wer nicht mitmacht, wird als Unbelehrbarer, ja als Friedensstörer disqualifiziert werden. Daß nach Eph 2,14 Christus „unser Friede“ ist, wird zwar noch gesagt. Aber Christus wird nicht als der einzige Stifter des Friedens, als der einzige Weg zu Gott dem Vater anerkannt. Es heißt nicht mehr (wie bei Martin Luther) „Christus allein“. Jetzt heißt es „Christus und …” („Christus und Allah“, „Christus und Buddha“, „Christus und Krishna“ usw.).

Ist das noch der biblische Christus? Ist das noch der biblische Weg zu Gerechtigkeit, Frieden und der Bewahrung der Schöpfung? Was sagt die Bibel zu einer solchen Religionsvermischung und Ökumene der Religionen mit einer sich ankündigenden Welteinheitsreligion?  Verehren die außerbiblischen Religionen wirklich denselben Gott, den die Bibel bezeugt? Oder besteht hier ein unüberbrückbarer Unterschied?

Im folgenden versuche ich, durch einen Blick in die biblische Heilsgeschichte diese Fragen in grundlegender Weise zu beantworten.

Die Antwort der Bibel

 

Die nachfolgend zitierten biblischen Aussagen sollen zunächst einmal zu einer grundsätzlichen Klärung helfen. Es mag vielleicht manchem Leser zu einfach erscheinen, bloß Bibelstellen aneinanderzureihen. Aus zwei Gründen habe ich das dennoch getan. Erstens gilt es, inmitten all der tagespolitischen Thesen und Verwirrungen wieder hinhören zu lernen – hinzuhören, was die Bibel zu den derzeitigen Tendenzen in Kirche und Gesellschaft sagt. Zum zweiten erscheint mir die Beantwortung der oben formulierten Fragen so entscheidend wichtig, daß ich sie nicht mit meinen eigenen schwachen menschlichen Worten vornehmen will. Gottes Wort, die Bibel, soll selber zu uns reden und jeden von uns vor die Entscheidung stellen, wem wir jetzt dienen wollen: dem einzig wahren Gott, den sie bezeugt, oder den nichtigen Götzen der Religionen.

Die aufgeführten Bibelstellen sind keineswegs sinnentstellend aus dem Zusammenhang gerissen, sondern sie bringen die im biblischen Gesamtkontext verankerte Lehre im Blick auf die heidnischen Religionen pointiert zum Ausdruck. Viele Stellen ließen sich noch ergänzend anführen. Die Kenntnis dieser biblischen Aussagen wird angesichts der wachsenden Verwässerung des Evangeliums für die christliche Gemeinde zunehmend wichtig.

Von grundlegender Bedeutung ist das erste Gebot: „Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ (2. Mose 20,2 f). (Ist es ein Zufall, daß dies die Jahreslosung für die christlichen Kirchen ausger-echnet im Jahre 1986 war, in welchem das inter-religiöse „Friedensgebet“ von Assisi stattfand und dieses Gebot erstmals vor den Augen der gesamten Weltöffentlichkeit übertreten wurde?)

Nun folgen weitere biblische Aussagen, die das erste Gebot konkretisieren, die Jesus Christus als den einzigen Mittler des Heils, des Friedens und des wahren Lebens bezeugen und die das Volk Israel ebenso wie die christliche Gemeinde vor jedem Paktieren mit Vertretern anderer Religionen – insbesondere auf geistlicher Ebene (z.B. Gebet!) – warnen:

„Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit aller deiner Kraft. … Und du sollst nicht andern Göttern nachfolgen, den Göttern der Völker, die um euch her sind – denn der HERR, dein Gott, ist ein eifernder Gott in deiner Mitte – , daß nicht der Zorn des HERRN, deines Gottes, über dich entbrenne und dich vertilge von der Erde“ (5. Mose 6,4 f.14 f.).

„Zerstört alle heiligen Stätten, wo die Heiden, die ihr vertreiben werdet, ihren Göttern gedient haben, es sei auf hohen Bergen, auf Hügeln oder unter grünen Bäumen, und reißt um ihre Altäre und zerbrecht ihre Steinmale und verbrennt mit Feuer ihre heiligen Pfähle, zerschlagt die Bilder ihrer Götzen und vertilgt ihren Namen von jener Stätte“ (5. Mose 12,2 f.).

„Fürchtet keine andern Götter und betet sie nicht an und dienet ihnen nicht und opfert ihnen nicht, sondern den HERRN, der euch aus Ägyptenland geführt hat mit großer Kraft und ausgestrecktem Arm, den fürchtet, den betet an und dem opfert“ (2. Kön 17,35 f.).

„Josia rottete aus alle Geisterbeschwörer, Zeichendeuter, Abgötter und Götzen und alle Greuel, die im Lande Juda und in Jerusalem zu sehen waren, damit er erfüllte die Worte des Gesetzes… Seinesgleichen war vor ihm kein König gewesen, der so von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften sich zum HERRN bekehrte, ganz nach dem Gesetz des Mose, und nach ihm kam seinesgleichen nicht auf“ (2. Kön 23,24 f.).

„Erzählet unter den Heiden von seiner Herrlichkeit, unter allen Völkern von seinen Wundern! Denn der HERR ist groß und hoch zu loben, mehr zu fürchten als alle Götter. Denn alle Götter der Völker sind Götzen; aber der HERR hat den Himmel gemacht“ (Ps 96,3-5).

„Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist denn ihr Gott? Unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will. Ihre Götzen aber sind Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht. Sie haben Mäuler und reden nicht, sie haben Augen und sehen nicht. Sie haben Ohren und hören nicht, sie haben Nasen und riechen nicht, sie haben Hände und greifen nicht, Füße haben sie und gehen nicht, und kein Laut kommt aus ihrer Kehle. Die solche Götzen machen, sind ihnen gleich, alle, die auf sie hoffen. Aber Israel hoffe auf den HERRN!“ (Ps 115,2-9).

„Die Götzenmacher sind alle nichtig; woran ihr Herz hängt, das ist nichts nutze. … Der Zimmermann … behaut das Holz und zirkelt es ab … er macht einen Götzen daraus und kniet davor nieder. Die eine Hälfte verbrennt er im Feuer, auf ihr brät er Fleisch und ißt den Braten und sättigt sich … . Aber die andere Hälfte macht er zum Gott, daß es sein Götze sei… Sie wissen nichts und verstehen nichts; denn sie sind verblendet… . Wer Asche hütet, den hat sein Herz getäuscht und betört…“ (aus Jesaja 44).

„Die Götzen sind gefallen … . Ich bin Gott, und sonst keiner mehr, ein Gott, dem nichts gleicht“ (Jes 46,2.9).

„Die Priester fragten nicht: Wo ist der HERR? und die Hüter des Gesetzes achteten meiner nicht, und die Hirten des Volks wurden mir untreu, und die Propheten weissagten im Namen des Baal und hingen den Götzen an, die nicht helfen können. … Mein Volk hat seine Herrlichkeit eingetauscht gegen einen Götzen, der nicht helfen kann! Entsetze dich, Himmel, darüber, erschrick und erbebe gar sehr, spricht der HERR. Denn mein Volk tut eine zwiefache Sünde: mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich Zisternen, die doch rissig sind und kein Wasser geben“ (Jer 2,8.11-13).

„Ihr sollt nicht den Gottesdienst der Heiden annehmen und sollt euch nicht fürchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich fürchten. Denn ihre Götter sind alle nichts… Sie sind nichts als Vogelscheuchen im Gurkenfeld. … Darum sollt ihr euch nicht vor ihnen fürchten; denn sie können weder helfen noch Schaden tun. Aber dir, HERR, ist niemand gleich; du bist groß und dein Name ist groß, wie du es mit der Tat beweist. … Der HERR ist der wahrhaftige Gott, der lebendige Gott, der ewige König“ (aus Jeremia 10).

„HERR, du bist meine Stärke und Kraft und meine Zuflucht in der Not! Die Heiden werden zu dir kommen von den Enden der Erde und sagen: Nur Lüge haben unsere Väter gehabt, nichtige Götter, die nicht helfen können. Wie kann ein Mensch sich Götter machen? Das sind doch keine Götter! Darum siehe, diesmal will ich sie lehren und meine Kraft und Gewalt ihnen kundtun, daß sie erfahren sollen: Ich heiße der HERR“ (Jer 16,19-21).

Jesus Christus spricht: „Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater; und niemand kennt den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennt den Vater denn nur der Sohn und wem es der Sohn will offenbaren“ (Mt 11,27).

Jesus Christus spricht: „Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm“ (Joh 3,36).

Jesus Christus spricht: „Wer nicht zur Tür hineingeht in den Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und Räuber. Der aber zur Tür hineingeht, der ist der Hirte der Schafe. … Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir gekommen sind, die sind Diebe und Räuber… . Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe“ (aus Johannes 10).

Jesus Christus spricht: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Joh 14,6).

Jesus Christus spricht: „Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen“ (Joh 17,3).

Jesus Christus spricht: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Mt 28,18-20).

„In keinem andern ist das Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden“ (Apg 4,12).

„Sie wußten, daß ein Gott ist, und haben ihn nicht gepriesen als einen Gott noch ihm gedankt, sondern haben ihre Gedanken dem Nichtigen zugewandt, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben verwandelt die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes in ein Bild gleich dem eines vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere. Darum hat sie auch Gott dahingegeben in ihrer Herzen Gelüste, in Unreinigkeit, zu schänden ihre eigenen Leiber an sich selbst, sie, die Gottes Wahrheit verwandelt haben in Lüge und haben geehrt und gedient dem Geschöpf statt dem Schöpfer, der da gelobt ist in Ewigkeit. Amen“ (Röm 1,21-25).

„Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus“ (1. Kor 3,11).

„Was die Heiden opfern, das opfern sie den bösen Geistern und nicht Gott. Nun will ich nicht, daß ihr in der Teufel Gemeinschaft sein sollt. Ihr könnt nicht zugleich trinken des Herrn Kelch und der Teufel Kelch; ihr könnt nicht zugleich teilhaftig sein des Tisches des Herrn und des Tisches der Teufel“ (1. Kor 10,20 f).

„Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? Was hat der Tempel Gottes gemein mit den Götzen? Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes… . Darum ´gehet aus von ihnen und sondert euch ab`, spricht der Herr“ (2. Kor 6,14-17).

„Mich wundert, daß ihr euch so bald abwenden lasset von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem andern Evangelium, obwohl es doch kein andres gibt; nur daß etliche da sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren. Aber wenn auch wir oder ein Engel vom Himmel euch würde Evangelium predigen anders, als wir euch gepredigt haben, der sei verflucht“ (Gal 1,6-8).

„Zu der Zeit, da ihr Gott nicht kanntet, dientet ihr denen, die in Wahrheit nicht Götter sind. Nun ihr aber Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wie wendet ihr euch denn wiederum zu den schwachen und dürftigen Elementen, welchen ihr von neuem dienen wollt?“ (Gal 4,8 f.).

„Kindlein, hütet euch vor den Abgöttern!“ (1. Joh 5,21).

„Ihr Lieben, da es mir sehr am Herzen lag, euch zu schreiben von unser aller Heil, hielt ich’s für nötig, euch in meinem Briefe zu ermahnen, daß ihr für den Glauben kämpfet, der ein für allemal den Heiligen übergeben ist. Denn es sind etliche Menschen neben eingeschlichen, für die schon längst geschrieben ist solches Urteil; Gottlose sind sie, mißbrauchen die Gnade unseres Gottes für ihre Lüste und verleugnen unsern alleinigen Herrscher und Herrn Jesus Christus. … Ihr aber, meine Lieben, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben, betet im heiligen Geist und erhaltet euch in der Liebe Gottes und wartet auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben“ (Jud 3 f. 20 f).

„Und ich sah ein Tier aus dem Meer steigen … . Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht. Und ich sah seiner Häupter eines, als wäre es tödlich wund, und seine tödliche Wunde war heil. Und die ganze Erde verwunderte sich des Tieres, und sie beteten den Drachen an, weil er dem Tier die Macht gab, und beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich, und wer kann wider es streiten? Und es ward ihm gegeben ein Maul, zu reden große Dinge und Lästerungen … Und ihm ward gegeben, zu streiten wider die Heiligen und sie zu überwinden; und ihm ward gegeben Macht über alle Geschlechter und Völker und Sprachen und Nationen. Und alle, die auf Erden wohnen, beten es an, deren Namen nicht geschrieben sind von Anfang der Welt in dem Lebensbuch des Lammes, das erwürget ist“ (aus Offenbarung 13).

„Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, das sind zehn Könige, die ihr Reich noch nicht empfangen haben; aber wie Könige werden sie Macht empfangen eine Stunde mit dem Tier. Diese haben einerlei Meinung und geben ihre Kraft und Macht dem Tier Sie werden streiten wider das Lamm, und das Lamm wird sie überwinden, denn es ist der Herr  aller Herren und der König aller Könige, und die mit ihm sind, sind Berufene und Auserwählte und Gläubige“ (Offb 17,12-14).

„Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet sind um des Zeugnisses von Jesus und um des Wortes Gottes willen, und die nicht angebetet hatten das Tier noch sein Bild und nicht genommen hatten sein Malzeichen an ihre Stirn und auf ihre Hand; diese wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre“ (Offb 20,4).

Jesus Christus spricht: „Alsdann werden sie euch überantworten in Trübsal und werden euch töten. Und ihr werdet gehaßt werden um meines Namens willen von allen Völkern. Dann werden viele der Anfechtung erliegen und werden sich untereinander verraten und werden sich untereinander hassen. Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen. Und weil der Unglaube wird überhandnehmen, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber beharret bis ans Ende, der wird selig. Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen“ (Mt 24,9-14).

„Es spricht, der solches bezeugt: Ja, ich komme bald, Amen, ja komm, Herr Jesus!“ (Offb 22,20).

Zusammenfassung der biblischen Antwort

 

Ich beginne mit dem Dekalog (Zehn Gebote). Die beiden ersten Gebote des Dekalogs (2. Mose 20,3-7) stellen die klassische Abgrenzung gegen heidnische Religiosität, gegen die ägyptischen und sonstigen Mysterienkulte dar. An der Stelle des heidnischen Polytheismus (Vielgottglaube) steht der Monotheismus (Eingottglaube); an der Stelle der Bilderverehrung steht das Bilderverbot; an der Stelle der Verehrung von Elementarkräften steht die Verehrung des unsichtbaren Gottes; an der Stelle des Mißbrauchs des Gottesnamens – etwa zu magischen Zwecken – steht der ehrfurchtsvolle Umgang mit ihm.

Die gesamte weitere mosaische Gesetzgebung, ja noch mehr: die gesamte biblische Heilsgeschichte ist auf ein einziges Ziel ausgerichtet: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der Herr, euer Gott“ (3. Mose 19,2). „Heilig sein“ bedeutet, daß man Gott zugehört und sich von gottfeindlichen Einflüssen absondert. Gott will, daß sich sein auserwähltes Volk bzw. seine Gemeinde von dem Götzendienst der Heiden unbefleckt hält: „Ihr sollt euch keine Götzen machen“ (3. Mose 26,1). Der Götzendienst der Heiden ist Gott „ein Greuel“ (5. Mose 7,25 f.).

Praktiken der Heiden, welche die übersinnliche Erkenntnis betreffen, werden ausnahmslos von Gott verworfen, da sie nicht auf die souveräne Offenbarung Gottes, sondern auf andere Mächte bauen (vgl. 1. Chron 10,13 f.; Jer 2,10-13 u. ö.). In der ausführlichen Stelle in Deuteronomium 18 wird jede Art von Wahrsagung (Mantik) verworfen: „Wenn du in das Land kommst, das dir der Herr, dein Gott, geben wird, so sollst du nicht lernen, die Greuel dieser Völker zu tun, daß nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen läßt oder Wahrsagerei, Hellseherei, geheime Künste oder Zauberei treibt oder Bannungen oder Geisterbeschwörungen oder Zeichendeuterei vornimmt oder die Toten befragt. Denn wer das tut, der ist dem Herrn ein Greuel“ (5. Mose 18,9-12).

Die Stellung zu heidnischem Götzendienst und zu den heidnischen Praktiken wird in der Königszeit das entscheidende Kriterium, ob ein Herrscher Gott „gefällt“ oder „mißfällt“ (vgl. den häufigen Gebrauch dieser Formulierungen in den Könige- und Chronik-büchern, z. B. 1. Kön 16,25 f. 30 ff.; 22,53 f.). Josia, der König, der Gott am meisten gefiel („vor ihm“ und „nach ihm kam seinesgleichen nicht auf“) „rottete alle Geisterbeschwörer, Zeichendeuter, Abgötter und Götzen und alle Greuel aus, die im Lande Juda und in Jerusalem zu sehen waren“ (2. Kön 23,24 ff.).

Aber es war zu spät. Das Gericht Gottes über sein Volk war infolge des Ungehorsams und Götzendienstes der meisten anderen Könige unabwendbar. Israel und Juda wurden ins Exil verschleppt. Aufgabe der Exilspropheten ist es vor allem, die Vermischung der israelitischen Religion mit den heidnischen Kulten der Fremdvölker zu verhindern. Die Schärfe und Polemik der Abgrenzung ist unüberhörbar (vgl. z.B. die beißende Götzenkritik in Jes 44,9-20).

Tritt nun im Christentum eine „Synthese“ (Verbindung, Vereinigung) ein, die die Frontstellung zum Heidentum aufhebt? Keinesfalls! Klassische Stellen gegen das Heidentum finden sich etwa bei Paulus, z. B.: „Ihr habt euch bekehrt zu Gott von den Götzen, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen“ (1. Thess 1,9). „Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen …” (2. Kor 6,14 ff.). „Was die Heiden opfern, das opfern sie den bösen Geistern (daimoniois) und nicht Gott. Nun will ich nicht, daß ihr in der Gemeinschaft der Teufel (daimonion) sein sollt“ (1. Kor 10,20).

In verschiedenen Schriften des Neuen Testaments findet sich zudem bereits die Abgrenzung gegen die „fälschlich so genannte Erkenntnis (gnosis)“ (1. Tim 6,20), die heidnisches Gedankengut in die jungen christlichen Gemeinden hineintragen wollte. „Vieles in den Pastoralbriefen (bes. 1. und 2. Kor; Phil 3,1 b ff.; Kol, bes. 2,4-23; evtl. auch Gal), die gesamte johanneische Literatur und Judas sind nur auf dem Hintergrund eines antignostischen Kampfes zu verstehen.“[1]

Die grundsätzliche Abgrenzung gegen heidnisches Denken und Tun ist somit im Alten wie im Neuen Testament eindeutig bezeugt. Nicht Integration heidnischer Elemente (z.B. Einweihungsriten in den Mysterienreligionen), sondern Mission heidnischer Menschen und Völker ist das Ziel Jesu und der Apostel (Mt 28,19 f.; Röm 1,14 ff. u. ö.). Wer dem wahren Gott zugehört, soll mit allen heidnischen Praktiken radikal brechen (1. Kor 12,2; Eph 4,17 ff.; 1. Thess 4,5 u..ö.).

Heidentum, Judentum und Christentum sind somit in biblischer Sicht nicht verschiedene Arten, auf die sich ein und derselbe Gott je anders offenbaren würde; vielmehr stehen Heidentum auf der einen und Judentum/Christentum auf der anderen Seite in einem unüberbrückbaren Gegensatz zueinander. Eine Ökumene der Religionen ist der Bibel völlig fremd, ja sie bedeutet Sünde und Abfall vom lebendigen Gott.

Stimmen aus der theologischen Diskussion

 

Einflußreich in der theologischen Diskussion wurde das Modell einer “entwicklungsgeschichtlichen Kontinuität” (“Evolutionsmodell”) wie es – mit gewissen Variationen – D. F. E. Schleiermacher und Ernst Troeltsch vertreten haben und es bis heute immer wieder Vertreter findet. Kennzeichnend für dieses Modell ist, daß man den Ansatzpunkt nicht bei Gottes Offenbarung, sondern beim Bewußtsein des Menschen nimmt. Das religiöse Bewußtsein des Menschen sei „keine zeitlose Vernunftwahrheit“, sondern „eine anthropologische Grundstruktur, die sich in konkreten religiösen Gestaltungen geschichtlich entwickelt. Christlicher Glaube verhält sich zu außerchristlichen Religionen wie die definitiv oder schließlich nur relativ (Troeltsch) reifste Stufe zu weniger reifen Stufen in der geschichtlichen Entfaltung des religiösen Bewußtseins.“[2]

Dieses Modell hat jedoch vielfach – und meines Erachtens zu Recht – Widerspruch hervorgerufen. Der Widerspruch gipfelt darin, daß zwischen biblischem Gottesglauben und nichtchristlicher Religiosität im tiefsten Grunde nicht Kontinuität, sondern Diskontinuität und Konfrontation besteht.

Im Anschluß an den bekannten Dogmatiker Karl Barth rede ich einer „absoluten Konfrontation“ zwischen biblisch-christlichem Glauben und außerchristlichen Religionen. Ich übersehe dabei nicht, daß es auch in den außerchristlichen Religionen ein Fragen und Suchen des Menschen nach einer höheren Wirklichkeit, ja ein Ahnen Gottes gibt, so daß z.B. auch das „Modell der positiv anknüpfenden Konfrontation“ („Anknüpfungsmodell“) im Sinne von Paul Althaus und Emil Brunner eine gewisse Berechtigung hat. Aber von einem “Vorwissen um Gott“ oder gar einer heilbringenden Offenbarung in den heidnischen Religionen können wir, wenn wir Römer 1,21 ff. ernst nehmen, nicht reden. Die einzige heilbringende Offenbarung ist in Jesus Christus erfolgt (Joh 14,6; Apg 4,12).

Dabei ist folgendes zu beachten: Der Gegensatz zwischen Heidentum und Judentum/Christentum ist kein erkenntnismäßiger (noetischer), der sich nur im „religiösen Bewußtsein“ des Menschen abspielt, sondern ein seinsmäßiger (ontischer). Es ist der Gegensatz zwischen dem einen, lebendigen und wahren Gott der Bibel und den vielen, nichtigen und trügerischen Götzen der Heiden. Zwar besitzt der Gott der Bibel „vielfältige Weisen“, um sich zu offenbaren, und hat sich auch den Heiden „nicht unbezeugt“ gelassen (Apg 14,17; vgl. Apg 17,22 ff.; Röm 1,19 u. ö.); aber sie haben ihn nicht anerkannt – und weil sie ihn nicht anerkannt haben, haben sie ihn auch nicht erkannt. In der Verfinsterung ihres Herzens haben sie sich Götzen gemacht (Röm 1,21 ff.), durch die antigöttliche Mächte („Dämonen“) auf sie Einfluß gewonnen haben (1. Kor 10,20 f.).

So spricht der Alttestamentler Gerhard von Rad von „Jahwes Eiferheiligkeit“ und bezeichnet als „das Eigentümlichste an Israels Kultus“ den „schroffen Ausschließlichkeitsanspruch Jahwes im ersten Gebot … Dieser intolerante Ausschließlichkeitsanpruch ist religionsgeschichtlich ein Unikum, denn die antiken Kulte waren gegeneinander duldsam und ließen den Kultteilnehmern freie Hand, sich zugleich auch noch bei anderen Gottheiten einer Segnung zu versichern.“[3]

Der Ausschließlichkeitsanspruch Jahwes, der automatisch die Verwerfung der Götter und magisch-mantischen Praktiken der heidnischen Kulte einschließt, zieht sich – wie schon erwähnt – wie ein roter Faden durch die alttestamentlichen Schriften. Er wird an wichtigen Stellen immer wieder besonders betont, so etwa im Heiligkeitsgesetz (Lev 19), im S’ma Jisrael (Dtn 6,4), im antibaalistischen Kampf des Elia (1. Kön 18), in der Wiederher-stellung des Jahwedienstes durch Josia (2.Kön 23), in der Götzenpolemik der großen Schriftpropheten (z.B. Jes 44,9-20; Jer 10,1-14) usw.

Im Neuen Testament tritt nun nicht – auch das sei ausdrücklich wiederholt – eine „Synthese“ zwischen „Judentum“ und „Heidentum“ ein, sondern Jesus von Nazareth als der zwar erwartete, aber von vielen nicht erkannte Messias (Christus) und Gottessohn steht in unüberbrückbarem Gegensatz zu den fremdreligiösen Göttern. Der Absolutheits-anpruch Jesu, der alleinige Offenbarer Gottes und einzige Weg zum Heil zu sein, wird – etwa in den johanneischen „Ich-bin“-Worten – mit Bestimmtheit zum Ausdruck gebracht. Die Aufrichtung der Herrschaft Christi geht einher mit der Entmachtung der anderen Götter, die im Neuen Testament nicht als Vorläufer Christi, sondern als gottfeindliche „Mächte“ und „Dämonen“ bezeichnet werden (vgl. 1. Kor 10,20; 2. Kor 6,14-17; Kol 2,15). Hier gibt es nur ein radikales Entweder – Oder.

Treffend weist diesbezüglich der Religionswissenschaftler Hendrik Kraemer nach, daß „der Ausdruck Erfüllung“ im Sinne einer ungebrochenen Kontinuität „nicht anwendbar [ist] auf das Verhältnis der nichtchristlichen Religionen zu der Offenbarung in Christo“. Zwar gibt es in den nichtchristlichen Religionen „Strebungen, Sehnsüchte und Schauungen … die in Christo ihre Erfüllung finden“, aber diese „Erfüllung“ in Christus geschieht nur durch „Bekehrung und Wiedergeburt“, also durch einen Bruch mit dem alten Leben und Denken, mit der alten Götterverehrung, hindurch. Die „Erfüllung“ in Christus widerspricht nämlich der „Selbstbehauptung“ als Sünde, die in den nichtchristlichen Religionen zum Ausdruck kommt.[4]

Auch der Dogmatiker Karl Heim erblickt hinter „dem ganzen Heidentum in allen seinen Abwandlungen … immer die eine Grundsünde des Menschen, die Konzentration auf sich selbst“, bei der der Mensch – etwa durch religiös verbrämte Magie und Zauberei – „Gott und die göttlichen Kräfte für sich zur Erfüllung seines eigenen Lebenshungers ausnützen“ will. Dieser „Anthropozentrismus“ (der Mensch im Zentrum) verbindet sich häufig – insbesondere in den fernöstlichen Religionssystemen – mit einem „naturalistischen Monismus“ (Vergötzung der Natur), der in Gegensatz zum biblischen „Theozentrismus“ (Gott im Zentrum) und „Dualismus“ (Unterscheidung von Gott und Mensch) tritt. Beide Anschauungen lassen sich – auch durch ein quantitativ-evolutionäres Stufenschema – nicht miteinander verbinden, sondern stehen in qualitativer Unterschiedenheit einander gegenüber.[5]

Das Wesen der nichtchristlichen Religiosität läßt sich gut mit dem “tripolaren Verständnis” beschreiben, wie es – anknüpfend an Karl Heim und Walter Freytag – der Missionswissenschaftler Peter Beyerhaus entwickelt hat. Monopolar (einpolig) ist nach Beyerhaus das „rein anthropologische Religionsverständnis“ im Gefolge Ludwig Feuerbachs, welches Religion nur auf das „religiöse Bewußtsein oder die transzendentale (überweltliche) Orien-tierung des Menschen selber“, nicht jedoch auf eine „objektive transzendente Wirklichkeit“ bezieht. Bipolar (zweipolig) ist ein Verständnis, das dem Menschen ein „reales transzendentes Gegenüber“ gibt, zu dem er sich dialektisch verhält: einerseits nach ihm suchend, andererseits gegen es rebellierend. Tripolar (dreipolig) ist ein Verständnis, das mit der Ambivalenz (Doppelwertigkeit) dieser transzendenten Größe rechnet:

„Es wird allzu selbstverständlich vorausgesetzt, daß der transzendente Bezugspunkt der Religion Gott selbst sein müsse. Das ist aber nach der Deutung der Religion, wie sie Paulus in 1. Kor 10,20 und 2. Kor 6,14-17 gibt, keineswegs als immer bewiesen anzusehen. Der transzendente Bezugspunkt des heidnischen Kultus können auch die Dämonen sein.“[6]

Im Kult nichtchristlicher Religionen konkretisiert sich „die dämonisch inspirierte Ursünde des Menschen, sich der Kräfte der Gottheit habhaft zu machen, ja sich selber zu vergotten, in gleichzeitiger Selbstbehauptung und Nichtachtung des Anspruches, welchen der Schöpfer an ihn stellt“.[7]

Ist das aber der Fall – und meines Erachtens spricht der biblische Befund für diese Feststellung -, dann kann keineswegs von Kontinuität, sondern höchstens von einer „positiv anknüpfenden Konfrontation“ (s.o.) zwischen biblischem Gottesglauben und nichtchristlicher Religiosität geredet werden, die in der missionarischen Verkündigung ihren Zielpunkt hat:

„Theologisches Verstehen der Religionen im Lichte des Evangeliums geschieht zuerst und zuletzt ´um der Mission willen`, es geht um die Ausrichtung des der Gemeinde Jesu Christi aufgetragenen Zeugnisses unter allen Völkern.“[8]

Der christliche Glaube – keine Mysterienreligion

 

Aus dem Gesagten ergibt sich: Die Verfasser der Bibel lassen sich in keiner Weise mit „Eingeweihten“ der antiken Mysterien identifizieren oder auch nur in Verbindung bringen, wie dies immer wieder behauptet wird. Sie sind keine Eingeweihten; ihre Schriften sind keine Einweihungsbücher. Und das Kreuz von Golgatha ist nicht der Gipfelpunkt heidnischer Mysterienweisheit, sondern der schroffe Gegensatz dazu:

„Die Menschwerdung einer göttlichen Gestalt und erst recht ihr schimpflicher Tod am Fluchholz war … kein ´Anknüpfungspunkt`, sondern ein ´Skandalon`, ein Stein des Anstoßes … der Gekreuzigte war für einen antiken Menschen von Bildung und Rang nur Ausdruck der Torheit, Schande und Häßlichkeit“[9], schreibt der Neutestamentler Martin Hengel.

Die Behauptung einer Abhängigkeit des frühen Christentums von antiken Mysterienkulten darf heute als überholt gelten. Hengel führt weiter aus:

“Die ständig wiederholte Meinung, die Entwicklung der Sohn-Gottes-Christologie sei ein typisch hellenistisches Phänomen und bedeute einen Bruch im Urchristentum, hält näherer Nachprüfung kaum stand. So kannten die hellenistischen Mysterien weder sterbende und wiederauferstehende Göttersöhne, noch wurde der Myste selbst zum Kind des Mysteriengottes. Sterbende Vegetationsgötter wie der phönizische Adonis, der phrygische Attis oder der ägyptische Osiris hatten keine Gottessohnfunktion. Man betrachtete sie in der Spätantike häufig als Menschen der mythischen Urzeit, denen – ähnlich wie Herakles – nach ihrem Tode Unsterblichkeit geschenkt wurde … Keiner der sterbenden Vegetationsgötter ist ´für` andere Menschen gestor-ben.”[10]

Nach Hengel sind die Mysterien “ursprünglich eine typisch griechische Form der Religiosität, die in hellenistischer Zeit erst in die unterworfenen orientalischen Gebiete ´exportiert` werden mußte”. Er zitiert L. Vidman: “Die große Woge der orientalischen Mysterienreligionen beginnt aber erst in der Kaiserzeit, vor allem im II. Jahrhundert …” Demzu-folge – so Hengel – war “das im 2. Jh. n. Chr. schon recht verbreitete und gefestigte Christentum … zwar schärfster Konkurrent, aber kaum mehr Objekt synkretistischer Überfremdung“. Wir wissen „über die Verbreitung von Mysterienkulten im Syrien der 1. Hälfte des 1. Jh.s v. Chr. nahezu nichts. Es gibt keinerlei Beweise dafür, daß sie dort um diese frühe Zeit besonders verbreitet waren und starken religiösen Einfluß besaßen. Man sollte umgekehrt bei den späteren Mysterienbelegen aus dem 3. u. 4. Jh. n.Chr. eher mit christlicher Beeinflussung rechnen.“[11] Während die “`Hellenisierung` der Christologie”, die im 2. Jahrhundert einsetzte, “zum Doketismus führen” mußte, sind die Quellen für das frühchristliche Denken in Wirklichkeit “im antiken Judentum” zu finden.[12]

Christliches Gebet kontra heidnische Beschwörung

 

Zuletzt die Frage: Können Christen gemeinsam mit Heiden beten? Heidnische Religionen verwenden oft „wortmagische“ Elemente oder „Mantras“. Läßt sich auch christliches Gebet so verstehen? Lassen sich Bibeltexte so gebrauchen?

  1. E. Miers nennt in seinem „Lexikon des Geheimwissens“ vier Bedeutungen des Sanskrit-Wortes „Mantra“ (oder „Mantram“):
  2. Mantras sind „Verse aus den Veden, die als Beschwörungs- oder Zauberformeln verwendet werden“.
  3. Es sind im engeren Sinne „alle solche [sic] Teile der Veden, welche nicht als Brahmanas (= Erklärungen) bezeichnet sind“.
  4. In der Esoterik bedeutet Mantra „das fleischgewordene Wort, das durch göttliche Magie objektiv (sinnlich wahrnehmbar) Gemachte“.
  5. Wichtig ist die vierte – mehr grundsätzliche – Definition: Mantra ist „eine Vereinigung rhythmisch angeordneter Wörter oder Silben, die, wenn sie laufend gesprochen werden, auf höheren Ebenen bestimmte Schwingungen hervorbringen“.[13]

„Rhythmisch angeordnete Wörter“ finden sich nicht nur in den Veden, sondern auch in der Bibel in Form vieler durchkomponierter Texte (Gebete, Weisheitssprüche, Hymnen). Diese werden von abendländisch-esoterischen Bewegungen daher häufig für den mantrischen Gebrauch herangezogen. Miers erwähnt die Vorliebe der Freimaurer für die Psalmen und die salomonischen Bücher (Prediger, Hoheslied, Sprüche) sowie die Vorliebe der Rosenkreuzer für den Anfang des Johannes-Evangeliums und einige Passagen der Offenbarung.[14]

Was geschieht bei einem mantrischen Gebrauch von Silben, Wörtern oder Texten? Es wird angenommen, daß das Wort eine Eigenmächtigkeit gewinnt und dem, der es in der richtigen Weise gebraucht, Macht über Vorgänge, Menschen und sogar Götter verleiht. Der Philosoph und Hinduismus-Experte Klaus Klostermaier beschreibt diesen Sachverhalt so:

„Einmal gegeben, ist das Wort selbsttätig und dem Einfluß dessen entzogen, der es gab. Der Gott ist dem von ihm gegebenen Wort gegenüber machtlos … Die Götter sind nur nötig in einem rein formalen Sinne. Das Wort war im Anfang, es war nicht das Wort Gottes und nicht auf Gott zu – es war nicht Gott. Es war Macht, der auch der Gott gehorcht. Religion gibt dem Menschen die Mittel, über diese Macht zu verfügen … Es ist eine Wort-Religion, die zur Wort-Magie wird.“[15]

Zusammengefaßt: Es ist nicht der Sinn der Worte, der eine Wirkung hervorbringt. Es ist auch nicht „eine Gottheit“, die eine Wirkung hervorbringt. Die Wirkung erzeugt „der Mantra als solcher, die genaue Aufeinanderfolge von bestimmten Buchstaben in bestimmter Art und Weise“[16]. Das “Wort” dient als Mittel, um sich der “göttlich-geistigen Welt” zu bemächtigen.

Eine solche Bemächtigung der „göttlich-geistigen Welt“ durch einen formelhaften Gebrauch von Worten oder Texten ist mit der Personalität und Souveränität des sich selbst offenbarenden Gottes unvereinbar und hat mit biblisch-christlichem Gebet nichts gemeinsam. In Mt 6,7 werden die wortmagischen Gebete und Vorstellungen (das „Plappern“ und „Viele-Worte-Machen“) der Heiden abgelehnt: „Der Vorstellung, daß Gott/die Götter unberechenbare, durch magische Kräfte beeinflußbare Wesen sind, wird die Vorstellung eines Gottes gegenüber-gestellt, der um die Nöte des Menschen im vorhinein weiß und ´euer Vater` genannt wird.“[17] Gott ist kein unpersönliches „Es“, das sich magischen Techniken fügt, sondern ein persönliches „Du“, das dem Menschen selbständig gegenübertritt und ihn anredet. Es ist deshalb sehr wohl entscheidend, was Gott spricht. Gottes Wille wird nur durch seine Offenbarung im Wort erkannt.

Auch Klostermaier weist auf den „großen Unterschied zwischen der biblischen und hinduistischen Auffassung“ hin. Für die biblische Auffassung ist kennzeichnend, daß „das Wort nicht eine eigene unabhängige Existenz und Wirkung hat, sondern immer als Wort Gottes wirkt … Nicht der ´Mantra` wirkt, sondern Gott im Wort … Das Wort ist nie mechanisch wirksam – immer nur persönlich. Gott ist nie das Objekt der religiösen Akte, sondern immer das Subjekt.“[18]

Der Gebrauch von Bibeltexten als formelhafte „Meditationstexte“ und dementsprechende „Gebete“ widerspricht somit dem biblischen Schriftverständ-nis. Ein solcher Gebrauch kann nur als Mißbrauch  gekennzeichnet werden.

Ergebnis

 

In der Bibel wird jede Ökumene der Religionen eindeutig und kompromißlos abgelehnt. Es finden sich zwar Hinweise, daß Gott sich den Heiden in der Schöpfung, in der Geschichte und im Gewissen nicht unbezeugt gelassen hat und er somit von ihnen erahnt werden kann, aber eine zutreffende, vollkommene und heilbringende Erkenntnis Gottes ist ihnen infolge ihrer Gefallenheit und Sünde verwehrt (vgl. v.a. Röm 1 u. 2). Allein in seinem Sohn Jesus Christus hat Gott die rettende Offenbarung zum Heil geschenkt. Mit heidnischen Religionen, Mysterienkulten und Beschwörungspraktiken hat der biblisch-christliche Glaube nichts gemeinsam, sondern steht in schroffem Gegensatz dazu.

 

 

[1] E. D. Schmitz, Art. „Erkenntnis, Erfahrung“, Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament, Bd. 1, S. 250.

[2] W. Joest, Fundamentaltheologie. Theologische Grundlagen- und Methodenprobleme, Stuttgart u.a., 2. Aufl. 1981, S. 93 f.

[3] G. v. Rad, Theologie des Alten Testaments, Band 1: Die Theologie der geschichtlichen Überlieferung Israels, München, 8. Aufl. 1982, S. 216.220 f.

[4] H. Kraemer, Die christliche Botschaft in einer nichtchristlichen Welt, Zollikon-Zürich 1940, S. 113 f.

[5] K. Heim, Das Heil der Welt. Die Botschaft der christlichen Mission und die nichtchristlichen Religionen, hg. v. F. Melzer, Moers 1986, S. 15 ff. 117 f.

[6] P. Beyerhaus, „Zur Theologie der Religionen im Protestantismus“, Kerygma und Dogma 2/1969, S. 103.

[7] P. Beyerhaus, „Theologisches Verstehen nichtchristlicher Religionen“, Kerygma und Dogma 2/1989, S. 122.

[8] Ebd., S. 126.

[9] M. Hengel, Der Sohn Gottes. Die Entstehung der Christologie und die jüdisch-hellenistische Religionsgeschichte, Tübingen 1975, S. 66 f.

[10] Ebd., S. 41.43.

[11] Ebd., S. 45 f.

[12] Ebd., S. 67.

[13] H. E. Miers, Lexikon des Geheimwissens, o. O., 6. Aufl. 1986, S. 269.

[14] Ebd.

[15] K. Klostermaier, Hinduismus, Köln 1965, S. 69.

[16] Ebd., S. 62.

[17] J. Gnilka, Das Matthäusevangelium. 1. Teil, HThK I/1, Freiburg/Basel/Wien 1986, S. 210.

[18] Klostermaier, ebd., S. 73.

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529. Der „Vorzeige-Evangelische“ Gauck

Mittwoch, 25. November 2015 | Autor:

Lebendige Fische erkennt man nicht daran, daß man sie aufs Auto klebt, sondern daran, daß sie gegen den Strom schwimmen.

 

Gauck Bundespraesidentportraet

 

 

Lieber Blog Besucher,

auch dazu kann  jeder Besucher sein eigenes Urteil fällen. Mir fällt dazu nur ein, dass Leute wie ein Herr Gauck und viele andere hochrangige Personen in unserem Land tagaus, tagein von Werten sprechen. Oh je, von welchen Werten sprechen diese Leute?

 

 

Irren ist menschlich!?
Der ehemalige „Vorzeige-Katholik“ Wulff, lässt sich scheiden, obwohl aus katholischer Sicht die Ehe als Sakrament nicht aufgelöst (geschieden) werden kann. Der jetzige „Vorzeige-Evangelische“ Gauck hat sich bisher nicht scheiden lassen, (er lebt seit 12 Jahren mit seiner Lebensgefährtin zusammen), obwohl die Evangelische Kirche Scheidungen zulässt. Alles sehr merkwürdig!

Viele treue Paare in Deutschland werden sich dabei schon etwas denken, wenn der Höchste im Lande „beliebig“ mit seinen Verhältnissen verfährt. Von der Ehe scheint unser künftiger Bundespräsident jedenfalls nicht allzu viel zu halten, nach dem alten lateinischen Definitions-Motto von Ehe: errare humanum est, d.h. irren ist menschlich. Vorbilder sind gefragt, auch Ehe-Vorbilder! Und da können wir wie bei etlichen Politikern nicht viel erwarten (Gerhard Schröder ist das 4. x verheiratet, Joschka Fischer das 5. x). Wie sehr dieses neue negativ Beispiel von Ehe abfärbte sieht man, dass einer von Gaucks Söhnen mittlerweile auch schon zweimal geschieden ist.

Mit Joachim Gauck bekommt das Land auch eine neue „First Lady“ – oder besser eine „Second Lady“: die Journalistin Daniela Schadt. Gäb’s vielleicht auch noch die Möglichkeit, beide Frauen in den Präsidentenpalast zu nehmen? Dann wäre die Bunte Republik schon mal darauf vorbereitet, wenn künftig ein muslimischer Präsident in das höchste Amt kommt. Der darf dann nämlich bis zu vier Frauen mitbringen.

Quelle: Homepage A.Backhaus

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