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587. Das neue Jerusalem

Dienstag, 25. April 2017 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

der nachfolgende Artikel von Tobias Krämer ist wirklich sehr lesenswert, weil er viele Unklarheiten im Bezug auf die Endzeit auf den Punkt bringt und aufklärt. Ich sehe die Dinge genauso wie Tobias Krämer und möchte deshalb, dass noch viele Menschen die Geschehnisse mit und um Israel die in der Zukunft kommen werden, im Blick der Bibel klarer erkennen können. Dazu ist der Artikel eine gute Hilfe.

Ich bedanke mich bei Tobias Krämer und der Redaktion von „Christen an der Seite Israels e.V.“ sehr herzlich für die Genehmigung zur Veröffentlichung hier in meinem Blog.

 

 

Das neue Jerusalem

Autor: Tobias Krämer

Quelle: Christen an der Seite Israels e.V.

Das Neue Testament bewegt sich zwischen zwei Polen: dem ersten und dem zweiten Kommen Jesu. Vom ersten Kommen Jesu (Jesu Wirken, Tod und Auferweckung) kommen die Texte her. Auf das zweite Kommen (Jesu Wiederkunft) laufen die Texte hin. Mit der Wiederkunft Jesu werden meist zwei andere Themen verbunden: Die Auferstehung der Toten und das Endgericht. Auf diesen Dreiklang läuft die Geschichte der Menschheit zu. Erstaunlich ist, dass die Autoren des Neuen Testaments Zurückhaltung üben, was nach diesem Endgeschehen kommt. Das tun im Grunde alle, außer dem Seher Johannes, der in Offb 21f eine faszinierende Perspektive eröffnet. Bei allen Schwierigkeiten der Auslegung sollen einige Grundzüge dieses Textes festgehalten werden.

 

Die beiden Endkapitel der Offenbarung sind das Finale einer weit ausholenden Vorgeschichte, die mit Kap. 17 beginnt. Holtz überschreibt diesen Abschnitt mit „Die Kulmination der Geschichte“ (NTD 11), Ritt spricht von der „Entfaltung des Endgerichts“ (NEB 21). Schritt für Schritt wird die Erde von allen widergöttlichen Kräften befreit:

  • 17,1 – 19,10: Untergang der „Hure Babylon“. Gemeint ist Rom, die christenmordende Hauptstadt des römischen Reiches, die wiederum für die antichristliche Weltmacht der Endzeit steht. Sie geht `mit Glanz und Gloria´ unter – der erste Befreiungsschritt.
  • 19,11-21: Gericht über „das Tier“, den „falschen Propheten“ und die gottfeindliche Menschheit. Tier und Prophet, die rechte und linke Hand des Teufels, landen im „feurigen Pfuhl“ und verschwinden für immer von der Bildfläche. Die gegen Gott agierende Menschheit findet den Tod und kommt zu einem Ende – der zweite Befreiungsschritt.
  • 20,1-10: Übrig ist noch der Kopf alles Bösen, der Teufel selbst. Er wird für 1000 Jahre weggesperrt, in denen Christus mit den Märtyrern regiert, und versucht sich danach in einem groß angelegten „Come-back“, das kläglich scheitert. Auch er landet im Feuerpfuhl. Damit ist die Gott entgegen stehende „Dreieinigkeit“ (Teufel, Tier, falscher Prophet) endgültig überwunden – die Erde ist frei!
  • 20,11: Nun betritt Gott selbst die Szene, symbolisiert durch einen „großen, weißen Thron“. Die Erde flieht vor seinem Angesicht. Sie kann vor Gott nicht bestehen, denn sie ist getränkt mit dem Blut der Märtyrer, Tod und Vergänglichkeit haften ihr an. In diesem Zustand kann sie nicht Gottes neue Heilswelt sein. Sie muss erneuert werden.
  • 20,12-15: Die Toten stehen wieder auf. Sie werden vor den Thron gestellt und gerichtet. Wer im „Buch des Lebens“ gefunden wird, darf auf ewig leben. Die anderen landen im Feuerpfuhl, wo auch der Tod und die Hölle landen und wo Teufel, Tier und falscher Prophet schon sind. Nun ist die Bahn frei für das Neue, das Gott wirken will (vgl. 1 Kor 15,20-28).

 

An dieser Stelle könnte man erwarten, dass es nun im Himmel weitergeht. Dass Jesus die Seinen mit sich in den Himmel nimmt und sie für alle Ewigkeit – in himmlischen Sphären, mit Gott vereint – dort leben. Doch dem ist nicht so. Der Blick des Sehers bleibt ganz im Diesseits. Er sieht einen neuen Himmel, eine neue Erde und das neue Jerusalem (21,1f). Diese Perspektive behält er bis zum Ende bei. Die Ewigkeit spielt sich nach Johannes nicht im Himmel ab, sondern auf Erden! Auf der neuen Erde, gewiss, aber auf Erden.

 

Mit Kap. 21 beginnt das Neue: „Siehe, ich mache alles neu!“ (21,5). Umso mehr überrascht es, dass dieses Neue in beachtlicher Kontinuität mit dem Alten steht. Himmel, Erde und Jerusalem sind ja bekannte Größen. Und auch wenn sie nun „neu“ sind, sind sie noch immer, was sie von jeher waren: Eben Himmel, Erde und Jerusalem. Was konkret ist aber das Neue an Himmel, Erde und Jerusalem? Darüber gibt der Text Auskunft:

  • Das Neue an Himmel und Erde besteht darin, dass es darin weder Tränen noch Tod und auch kein Leid, kein Geschrei und keinen Schmerz mehr gibt. All dies gehört der Vergangenheit an (21,1-4). Die neue Welt ist keine andere Welt, sondern die erlöste Welt (vgl. 21,24 – 22,2). Die Welt wird heil und löst die geschundene Welt ab – das ist die Botschaft (vgl. Röm 8,20-22).
  • Das Neue am neuen Jerusalem ist anders gelagert. Die Stadt wird überkleidet und erfüllt mit der Herrlichkeit Gottes (21,11). Diese Herrlichkeit wird in der Folgevision breit entfaltet: symmetrischer Aufbau, gläserne Mauer, Gold, Perlen und kostbare Edelsteine – all das symbolisiert die Herrlichkeit Gottes, die Jerusalem nun auszeichnet (21,11-21). Das neue Jerusalem ist kein anderes Es ist Jerusalem, gefüllt mit Gottes Herrlichkeit.[1]

 

Seltsam ist, dass dieses neue Jerusalem aus dem Himmel kommt (21,2.10). Hier könnte man fragen, warum es im Himmel ein zweites Jerusalem gibt und warum Gott dieses Jerusalem nun nach unten schickt, anstatt die Seinen nach oben zu holen. Doch wird diese Frage dem Text nicht gerecht. Das himmlische Jerusalem ist nämlich kein anderes als das irdische. Das sagt 21,10 deutlich: „Und er [der Engel] zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott.“ Es gibt nur ein Jerusalem, und dieses Jerusalem kommt hier vom Himmel auf die Erde. Damit stellt sich die Frage: Wie ist Jerusalem in den Himmel gekommen? Diese Frage beantwortet der Text nicht. Deutlich ist aber, dass Jerusalem in 20,9 noch auf der Erde war, in 21,2.10 aber vom Himmel herabkommt – anders als in vergleichbaren frühjüdischen Texten. Was ist dazwischen geschehen?

In 20,11 „flieht“ die Erde vor dem Erscheinen Gottes und kommt in 21,1 wieder zurück. Sie ist nun „neue Erde“ und wird wieder in den Dienst genommen. Doch was ist mit Jerusalem? Für Jerusalem ist die Lage eine andere. Jerusalem ist nicht irgendeine Stadt. Diese Stadt ist Gottes Stadt, „heilige Stadt“ (21,2.10). Auf sie wartet keine Erneuerung, sondern eine Verherrlichung. Und diese kann sie nur im Himmel erfahren. Also wird Jerusalem, so kann man folgern, in den Himmel „entrückt“, dort verherrlicht und dann auf die Erde zurückgeschickt – als „neues Jerusalem“, als „geschmückte Braut“ (21,2f.9f). Soweit die Visionen des Sehers.

Die Aussage dieser großen Bilder besteht m. E. darin, dass die Erde erneuert, erlöst und verwandelt wird, Jerusalem aber mit der Herrlichkeit des Himmels erfüllt wird. Danach kommen beide wieder zusammen und bilden den Ort, wo Gott und Menschen auf ewig zusammen wohnen. Diese Prozesse sind notwendig, denn nur das verherrlichte Jerusalem und die erlöste Erde taugen für die Ewigkeit.

 

Damit kommen wir zur letzten Szene. Hier geht es um den Zusammenhang zwischen dem neuen Jerusalem und den Völkern. Schon in 21,3 ist Jerusalem „Hütte Gottes bei den Menschen“. Gott wird bei den Menschen wohnen. Sie sind seine Völker, er ist ihr Gott. Diese Vision wird am Ende weiter ausgebaut (21,24 – 22,5):

  1. Gott wohnt in der Stadt. „Der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein“ (22,3) – nicht mehr im Himmel, wo er zuvor war (4,2; 20,11; 21,3). Gott verlegt seinen Regierungssitz nach unten, ins neue Jerusalem.
  2. Die Völker der Erde wandeln im Licht der Stadt und bringen ihre Ehre und ihre Herrlichkeit in die Stadt hinein. Die Stadt ist unbestritten der Mittelpunkt, ja der „Nabel“ der Welt.
  3. Vom Thron Gottes und des Lammes geht ein Wasserstrom aus, der im Endeffekt den Völkern dient. Das Heil Gottes erreicht die Völker und sie leben davon.

Zwischen Jerusalem und den Völkern besteht also ein reger Austausch. Das Heil läuft zu den Völkern hinaus und sie bringen Ehre herein. Doch wer wohnt in der Stadt? Es sind die „Knechte“ Gottes. Sie dienen Gott, sie sehen sein Angesicht und tragen seinen Namen an ihren Stirnen (22,3f). Diese „Knechte“ (δοῦλοι/douloi) sind in der Offenbarung eine Sondergruppe. Es sind in erster Linie Propheten, Offenbarungsträger und Märtyrer, aber vor allem auch das Volk Israel (7,3!). Diese δοῦλοι Gottes haben ein Vorrecht. Sie dürfen in der Stadt Gott dienen, während all die anderen zu den Völkern gehören, die außerhalb leben. Entscheidend aber ist die Verheißung, mit der der gesamte Visionsbogen schließt: „Sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (22,5). Die Knechte Gottes lenken fortan die Geschicke der Welt! Damit ist der Kampf um die Weltherrschaft endgültig entschieden.

 

Die großartige Visionswelt des Johannes wird kaum abschließend zu ergründen sein. Das ist auch nicht mein Anspruch. Es dürfte aber deutlich geworden sein, dass der Seher uns einen Blick in die Ewigkeit gewährt und er diese auf der Erde sieht. Mit Jerusalem als Zentrum und Gott selbst in der Stadt. Das aber sagt sinngemäß schon Jes 2,1-5! Der Horizont ist also derselbe, vor und nach Jesus. Die Geschichte der Welt mündet ein in ein irdisches Friedensreich, das der Messias einst aufrichten wird (vgl. Jes 11). Am Ende steht eine heile Welt, in der Gott und sein Messias zusammen mit den Knechten regieren. Für immer. Dieser Prozess ist umkämpft und stößt auf Widerstand. Er gleicht den Wehen einer Geburt (Mt 24,8; Röm 8,22). Doch am Ende wird der Messias siegen und Gott wird sein „alles in allem“ (1 Kor 15,28). Dann ist das Ziel der Geschichte erreicht.

[1] Zum neuen Jerusalem vgl. jüngst: Johannes Gerloff, Jerusalem – Ziel christlicher Sehnsucht. In: Israelnetz 5/2016, S. 4-7.

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427. Die Wahrheit über Jerusalem

Freitag, 19. Dezember 2014 | Autor:

Lieber Blogbesucher,

über kein anderes Land und über keine andere Stadt gibt es soviel Beiträge von Besserwissern wie über Israel und Jerusalem. Man kann sich aber beruhigt zurück lehnen weil kein Geringerer als Gott der Schöpfer Himmels und der Erde über dieses Land und diese Stadt wacht und regiert.

 

Dezember 2014

NAI Dezember 2014

 

 

Im Talmud Kidduschim 49,2 heißt es: „Zehn Teile Schönheit kamen herab in die Welt; Jerusalem erhielt neun und ein Teil die übrige Welt. Ebenso kamen zehn Teile Leid herab in die Welt, auch davon erhielt Jerusalem neun und ein Teil die übrige Welt“.

Und in dieser Stadt lebe ich und erfreue mich an ihr. Sankt Petersburg ist schön, aber Jerusalem ist schöner. Rom ist schön, doch Jerusalem ist viel schöner! Jerusalems Schönheit kommt von Gott und daher kann man sie nur durch den Geist Gottes wahrnehmen.

Aber ich leide auch mit Jerusalem, denn Jerusalem ist der Zankapfel der Welt. Wie beim Apfel, so ist Jerusalems Kerngehäuse der Tempelplatz, um den sich bereits alles dreht. Das heißt, dass sich Sacharja 12,2-3 zu erfüllen beginnt: „Der HErr macht Jerusalem zu einem Taumelbecher für alle um Jerusalem liegenden Völker. Zeitgleich macht der HErr Jerusalem zum Laststein für alle Völker der Erde und alle, die ihn wegheben wollen, werden sich daran wundreißen“.

Hier ist zu beachten, dass der HErr es ist, der Jerusalem für Jerusalems Nachbarstaaten, die moslemische Völker sind, zum Taumelbecher macht. Ebenso ist es der HErr, der Jerusalem für alle Völker der Erde (UNO) zum Laststein macht. Wer im Taumelrausch ist, kann nicht klar denken, mit ihm sollte man keine Abkommen schließen. Und die Völker, die das Jerusalemproblem als Last empfinden, wollen Jerusalem um des Friedens willen mit den Moslems, aus der von Gott Israel gegebenen Verheißung herausheben, womit sie sich am Ende selbst schaden. So sagt der Psalmist „Vergesse ich dein Jerusalem, dann werde meine Rechte verdorren – genau: dann wird mein Anspruch an den Verheißungen annulliert“ (Psalm 137,5).

Gott macht mit Israels Siedlungspolitik und dem islamistischen Dschihad-Wahn, Jerusalem zum endzeitlichen Brennpunkt. Moslems behaupten, dass Jerusalem nie eine jüdische Stadt war und auf dem Tempelplatz kein einziger Stein jüdischen Ursprungs sei. Und viele Christen, die es aus ihrer Bibel wissen müssten, dass Jerusalem immer die Stadt des biblischen Gottes ist, stimmen in der UNO gegen Israel, weil sie Angst vor der Brutalität radikaler Moslems haben. Dabei sollten sie wissen, dass Gott Jerusalem erwählt hat (2.Chr.6,6) und wieder von Zion aus regieren wird und das Wort des HErrn von Jerusalem ausgeht (Jes. 2,3).
Jerusalem dagegen steht nicht ein einziges Mal im Koran.

Menschen, für die die Aussagen der Bibel nicht verbindlich sind, sollten wenigstens die historischen Fakten gelten lassen, die belegen, dass Jerusalem immer die Hauptstadt des jüdischen Volkes war:

Um 1800 vor Chr. – Abraham will auf Morija (Jerusalem) Isaak opfern
Um 1000 vor Chr. – macht König David Jerusalem zur Hauptstadt Israels
Von 969-930 vor Chr. – Bau des Tempels in Jerusalem durch König Salomon
587 vor Chr. – erobert Nebukadnezar Jerusalem, zerstört den Tempel
520-515 vor Chr. – Wiederrichtung des Tempels in Jerusalem
169 vor Chr. – Antiochos IV. Epiphanes entweiht Jerusalems Tempel
165 vor Chr. – Neueinweihung des Tempels durch die Makkabäer
37 vor bis 4 nach Chr. – Regierung König Herodes und Tempelverschönerung
70 nach Chr. – Roms Kaiser Titus zerstört Jerusalem und den Tempel
135 nach Chr. – Roms Kaiser Hadrian nennt Judäa (Israel) in Palästina und Jerusalem in Aelia Capitolina um
614 nach Chr. – Die Perser erobern von den Römern Jerusalem
622 nach Chr. – Erst 1550 Jahre nach dem Bau des jüdischen Tempels in Jerusalem entsteht der Islam
638 nach Chr. – Jerusalem wird von Kalif Omar erobert
1099 nach Chr. – Die Kreuzfahrer erobern von den Moslems Jerusalem
1517 nach Chr. – Die Türken erobern Jerusalem
1885 nach Chr. – Unter Jerusalems 15.000 Einwohnern sind 7000 Juden
1917 nach Chr. – Der britische General Allenby zieht in Jerusalem ein
1949 nach Chr. – Jerusalem wird in Ost- und Westjerusalem geteilt
7. Juni 1967 – Israels Truppen erobern Jerusalem und den Tempelplatz.

Daraufhin wird Jerusalem mit Israel vereinigt.

…So ist Jerusalem die Stadt des Gottes JHWH und war auch immer die Hauptstadt des jüdischen Volkes.

Quelle: NAI

Autor – Ludwig Schneider

Dazu kann ich nur noch Amen sagen.

M.T.

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409. Palästinensische Bevölkerung – hasst die Hamas

Montag, 4. August 2014 | Autor:

 

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Lieber Blogbesucher,

es vergeht kein Tag an den die westlichen Medien nicht irgendwelche Lügen über Israel verbreiten. Man muss sich immer wieder die Frage stellen. Warum? Bei keinem anderen Volk wird so viel negativ manipuliert und gelogen, wie bei Israel. Aber das ist noch nicht alles. Die EU und somit auch Deutschland unterstützen die Feinde Israels, obwohl bekannt ist, dass die Führung der Palästinenser Terroristen sind, die seit Jahrzehnten die Vernichtung der Juden als Ziel ausgeben. Dass aber stört die Verantwortlichen in Brüssel überhaupt nicht. Man kann darüber nur entsetzt sein, und für diese Leute um Weisheit und Erkenntnis beten.

Wie Israel mit seinen Feinden umgeht wird in den linken westlichen Medien total verschwiegen. Darum möchte ich heute diesen Bericht einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Ich kenne weltweit keine Regierung die sich einen solchen Terror so lange und geduldig gefallen lies wie Israel.

Ich kenne keinen Kriegsgegner der die Bevölkerung vor einen Angriff durch Flugblätter warnt. Nicht umsonst hat Israel bei der palästinensischen Bevölkerung große Sympathien.

Lesen Sie selbst was Menschen aus Gaza zu den Terroristen Hamas sagen.

 

Foto aus NAI Nr.427

 

 

Die Hölle neben Israel

Wie oft haben Hamasführer von einer Hölle gepredigt, die sie für Israels Bodentruppen im Gazastreifen vorbereitet haben. Sie haben Recht, aber vor allem ist Gaza eine Hölle für die palästinensische Zivilbevölkerung. „Gaza ist nichts anderes als eine Hölle“, haben uns palästinensische Händler aus der Küstenstadt Gaza am Telefon mitgeteilt.

Ausgebrochen ist der Krieg, nachdem Hamasterroristen drei israelische Jugendliche entführt und ermordet hatten.

Das Volk trauerte um die drei ermordeten Kinder. Wenige Tage später haben sechs Juden aus Rache den 16-Jährigen Palästinenserjungen Mohammed Abu Khdeir entführt und umgebracht. Das führte zu heftigen Unruhen in Jerusalem.

Das radikale Hamasregime will keinen Frieden und hat nur die Absicht, Israel zu vernichten. Dafür ist es bereit, sein eigenes Volk zu opfern. „Israel hatte keine andere Wahl, als in diesen Krieg gegen die Hamas zu ziehen“, unterstrich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. „Dies ist ein gerechter Krieg, denn es ist unsere Pflicht, unser Volk zu verteidigen.“

„Starker Felsen“ heißt Israels dritte Operation in den vergangenen sechs Jahren gegen das radikale Hamasregime im Gazastreifen. 2009 war es „Gegossenes Blei“ und 2012 „Wolkensäule“.

In den ersten zehn Operationstagen agierten Israels Luftwaffe, Artillerie sowie die Marine von der Küste aus gegen die täglichen Raketenangriffe, die bis nach Haifa reichten. Überall im Land heulten die Sirenen. Menschen rannten in die Bunker und das öffentliche Leben wurde gelähmt. Israel zögerte, eine Bodenoffensive zu starten. Aber als im Süden, in der Nähe des Kibbuzes Kerem Schalom, 13 Hamasterroristen auf der israelischen Seite aus der Ackererde gekrochen sind, ist im israelischen Sicherheitskabinett der Groschen gefallen. Die Terroristen wurden noch rechtzeitig entdeckt und getötet. Nun hatte Israel verstanden, dass die unterirdischen Terrortunnel eine zu große Gefahr darstellen. Durch einen Tunnel war 2006 der israelische Soldat Gilad Schalit entführt worden, was wenige Tage später zum zweiten Libanonkrieg führte.

Am nächsten Tag wurde der Befehl gegeben, mit Bodentruppen in den Gazastreifen einzumarschieren. Ziel: das Tunnelsystem und die versteckten Raketenrampen müssen vernichtet werden. Die Bilanz nach 13 Tagen: 18 gefallene israelische Soldaten, zwei tote israelische Zivilisten, 450 getötete und 2000 verletzte Palästinenser.

Foto aus NAI Nr.427

Die UNRWA, eine Organisation der Vereinten Nationen, hat auf dem Gelände in einer Schule im Gazastreifen 20 versteckte Raketen entdeckt. „Dies ist nach dem Völkerrecht ein eklatanter Verstoß gegen die Unverletzlichkeit unserer Räumlichkeiten”, schrieb die UNRWA in ihrer Erklärung und fügte hinzu, dass „der Vorfall Zivilisten, darunter Mitarbeiter der UNRWA und die wichtige Mission der Organisation in Gaza, zu helfen und zu schützen, gefährdet.” Jahre schon behauptet Israel, dass die Terroristen Raketen und Waffen in Schulen, Häusern, Krankenhäusern und Moscheen verstecken.

Am 13. Kampftag sind in der Nacht zum 20. Juli 13 israelische Soldaten im östlichen Gaza-Wohnviertel Sadschaija gefallen, das nur zwei Kilometer vom israelischen Kibbuz Nahal Oz entfernt liegt. Ein israelisches Kettenfahrzeug wurde wahrscheinlich von einer Panzerfaust getroffen, alle sieben Insassen sind umgekommen. Es kam zu heißen Gefechten in der eng besiedelten Nachbarschaft, wobei unschuldige Palästinenser umkamen. Israel musste schließlich mit der Luftwaffe angreifen, weil Hamasterroristen versuchten, die Leichname der gefallen Soldaten zu entführen. Wegen der isolierten Situation und den heftigen Schießereien hatten Israels Rettungseinheiten Schwierigkeiten einzugreifen. So musste Israel aus der Luft die Hamasterroristen vom Tatort fernhalten. In einem der Häuser haben die Soldaten einen Tunneleingang entdeckt, der über zwei Kilometer in 30 Metern Tiefe bis in die Mitte eines israelischen Kibbuz führte. In Sadschaija kamen laut palästinensischen Angaben 70 Palästinenser ums Leben und 200 wurden verletzt. Zu Erinnerung, dasselbe passierte im Jahr 2002 in der Operation Davidschild in Dschenin, als die Palästinenser in den ersten Stunden von 500 toten Palästinensern und einem Massaker redeten. Schließlich sank die Todeszahl auf 45 uniformierte und bewaffnete Palästinenser sowie 23 tote Fallschirmspringer.

Israel warnte schon 24 Stunden vor der Operation in Sadschaija die Zivilbevölkerung mit Flugblättern und SMS Meldungen und forderte sie auf, ihre Häuser zu verlassen. Das Problem ist, dass die Hamasführer im palästinensischen Rundfunk und auf den Straßen die Menschen zurück in ihre Häuser drängten. Nicht zu glauben, aber wahr. „Die Tatsache, dass Menschen bereit sind, ihr Leben gegen Israels Kriegspläne zu opfern, um damit ihr Haus zu behüten, hat sich als erfolgreiche Strategie erwiesen“, sagte am 9. Juli Hamassprecher Sami Abu Zuhri im palästinensischen Fernsehkanal Al-Aksa. „Wir, die Hamas, rufen unsere Bürger auf, diese Praxis sofort umzusetzen.“ Er wie auch andere Hamasführer zwingen die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen, als menschliche Schutzschilde zu dienen.

Wiederholt muss Israel im Medienkrieg die Hintergründe vor den Bildern toter Palästinenserkinder erklären. Aber wer grundsätzlich ein Problem mit Israel und den Juden hat, wird Israels Erklärungen immer abweisen.

Die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen leidet, aber dafür ist zuerst ihre Hamasführung verantwortlich, die ihr eigenes Volk in die Hölle zieht. Dies haben in den israelischen Medien etliche Palästinenser mehrfach zugegeben. Es war eine Palästinenserin aus Gaza zu sehen, die ihre Hamasführer verfluchte und sie als Feiglinge anschrie, die sich in den Bunkern verstecken. Demgegenüber sind in den Kämpfen israelische Offiziere an der Front gefallen und erlitten Verletzungen, wie der Golani-Befehlshaber Major Rasan Aliyan, ein Druse.

„Alle hassen Hamas“, sagte der palästinensische Taxifahrer Abu Ali der amerikanischen Nachrichtenagentur AP. „Aber alle fürchten sich, dies öffentlich zuzugeben. Unsere Nahrungsmittel bekommen wir aus Israel und wir beschießen Israel mit Raketen.“ Er ist nicht der einzige Palästinenser, der die Hamas hasst. Die palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen befindet sich in der Klemme, zwischen der Hamas und Israels gezielten Angriffen. Selbst die arabischen Medien berichten immer häufiger, dass die Hamas für die Eskalation verantwortlich ist.

Am 14. Juli sagte der ehemalige Redaktionschef der arabischen Zeitung Al Quds Al Arabi , Abed Al Bari Atwan, im libanesischen Fernsehen, dass die arabischen Staatsführer im Nahen Osten dafür beten, dass Israel mit der Hamas ein für alle Male Schluss macht. „Alle verstehen, dass die Hamas eine Terrororganisation ist und unterstützen insgeheim Israels Angriff im Gazastreifen“, so Atwan.

Dennoch baute Israel am Gaza-Grenzübergang Erez ein Feldlazarett für die verwundeten Palästinenser auf. Israel hilft seinen Feinden, obwohl dies von der Weltöffentlichkeit nicht gesehen wird.

Bis zum Redaktionsschluss dieser Zeitschrift hatte Israel noch politische Rückendeckung für seine Militäroperation. Dies gaben Deutschland, Frankreich, England und die USA öffentlich bekannt. Das kann sich erfahrungsgemäß jeden Moment ändern. Das israelische Sicherheitskabinett hat eingesehen, dass es die Operation diesmal bis zum Knockout gegen die Hamas und ihre Terrortunnel führen muss. In Israel wird angenommen, dass über 1000 Tunnel gegraben wurden. Die Finanzhilfe, die die Palästinenser von westlichen Staaten erhielten, wurde für das Terrorlabyrinth unter der Erde verschwendet. Laut israelischen Angaben handelt es sich um hunderte Millionen US-Dollar, die die Hamas in den vergangenen zehn Jahren für den Tunnelbau ausgegeben hat. Aus diesem Grund besteht Israel nun auf einer Entmilitarisierung des Gazastreifens. Diese Situation ist unter anderem der internationalen Gemeinschaft zu zuschreiben, die ohne Kontrolle Geld in den Gazastreifen fließen ließ. Aber auch Israels Wachsamkeit hat nachgelassen. Man hat nicht geahnt, wie gefährlich diese Tunnel unter den Füßen sind. Der ehemalige ägyptische Präsident Anwar el Sadat wusste ganz genau, weshalb er den Gazastreifen im Friedensabkommen mit Israel 1978 um keinen Preis zurückhaben wollte, obwohl dieser ein Teil der Sinai-Halbinsel war.

 

Mit freundlicher Genehmigung von Nachrichten aus Israel

Von Aviel Schneider

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408. Israel ist schuld – na klar! Stimmt das?

Dienstag, 29. Juli 2014 | Autor:

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NAI

Lieber Blog Besucher,

wenn man zur Zeit wieder die Schlagzeilen der grünen Gutmenschen Presse verfolgt, dann könnte man weinen, wenn man nicht wüßte wie die Wahrheit tatsächlich aussieht. Leider lassen sich viele Europäer von den Medien belügen ohne dass Sie sich um die Wahrheit kümmern. Sie reden die Lügen nach die man Ihnen vorsetzt.

Ist das ein gutes Zeugnis für eine gebildete Gesellschaft wie wir von uns immer behaupten? Lesen Sie die folgenden Zeilen einmal selbst in Ruhe nach und bilden Sie sich ein Urteil. Sie können diese Fakten nachprüfen, anders als bei den Pressemitteilungen die Ihnen die Medien Tag für Tag vorgesetzen.

 

NAI

„Warum sperrt Israel die Palästinenser aus den israelischen Städten aus?“

Wer das sagt, lügt oder weiß es nicht besser, weil er blindlings unseriösen Medien glaubt. Oder er will es nicht anders wissen, weil er den Israelis oder den Juden generell nichts Gutes zutraut. Deswegen muss man ihn nicht gleich Antisemit schimpfen. Zuerst muss klargestellt werden, dass sich die Araber, die israelische Staatsbürger sind, nicht „Palästinenser“ nennen, sondern „Araber“. Damit wollen sie sich von den Palästinensern abheben, die entweder in der Palästinensischen Autonomiezone (sog. Westbank) leben oder von den Hamas-Islamisten im Gazastreifen regiert werden.

Nun kommen wir zu der falschen Behauptung, dass in israelischen Ortschaften keine Araber wohnen dürfen, denn von Israels Staatsbürgern sind 20,6 Prozent Araber, d.h. über 1.700.000 Araber leben im Judenstaat Israel. Dagegen aber lebt in den von Palästinensern regierten Gebieten nicht ein Prozent Juden. In Israel leben 20,6 Prozent Araber mit den Juden zusammen, aber Israelis können und dürfen nicht in den von Palästinensern verwalteten Gebieten leben. Erstens weil sie dort ihres Lebens nicht sicher sind und zweitens, weil man Israelis dort nicht wohnen lässt, denn das Veto der Palästinenser ist gegen die rund 350.000 jüdischen Siedler, die in der Wüste, relativ weit ab von arabischen Ortschaften, Siedlungen errichtet haben.

Hier sieht man, wie unseriöse Medien Tatsachen total auf den Kopf stellen, denn die oben gestellte Frage müsste in Wahrheit heißen:

„Warum sperren die Palästinenser die Juden aus ihrem Gebiet aus?“ Wenn Sie mir nicht glauben, prüfen Sie bei Ihrem nächsten Besuch in Israel folgende Fakten:

In Jerusalem leben 36 % Araber,

in Akko 30 %,

in Lod 28 %,

in Ramle 22 %

in Ober-Nazareth 18 %,

in Haifa 10 %,

in Tel Aviv-Jaffa 4 %

in Eilat 4 %

 

Oder besuchen Sie einfach Israels Hospitäler in Jerusalem, die Hadassah-Kliniken in Ein-Kerem und auf dem Mount Skopus. Da finden Sie so viele Moslems, dass Sie meinen, Sie seien in Kuweit. In den Palästinensergebieten dagegen werden Sie vergeblich nach Juden suchen.

 

Von Ludwig Schneider

 

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342. Wer ist der Urheber der Geschichtslüge, dass Israel Palästina ist?

Freitag, 28. Dezember 2012 | Autor:

 

 

Wer ist der Urheber der Geschichtslüge, dass Israel Palästina ist?

 Gedenkstein in Palästina_web_R_B_by_Stefan Klaffehn_pixelio.de

In den Sitzungen der UNO geht es um die Frage „Israel oder Palästina“, denn die Palästinenser verlangen ihren eigenen Palästinenserstaat. Doch das ist nicht alles, denn Muslime fordern mittlerweile nicht nur die so genannte „Westbank“ (Judäa & Samaria), sondern das gesamte Land zwischen Mittelmeer und Jordanfluss einschließlich Jerusalem sowie das Gebiet vom Golan bis zum Roten Meer. Sie begründen ihre Forderung damit, dass dieses Gebiet, das – wie sie sagen – Israel widerrechtlich besetzt hat, historisch immer „Palästina“ war. Sie berufen sich u.a. auf christliche Bibel-Ausgaben, denn in vielen Bibeln findet man im Anhang – also nicht in der Bibel selbst – Landkarten mit der Überschrift „Palästina zur Zeit des Alten Testamentes“ und „Palästina zur Zeit des Neuen Testamentes“. Man muss kein Historiker sein, um zu wissen, dass es weder zur Zeit des Alten Testamentes und auch nicht zur Zeit des Neuen Testamentes in den Grenzen Israels, das damals auch Judäa genannt wurde, ein palästinensisches bzw. philistäisches Reich gegeben hat.

 

 Wikipedia Marie-Lan Nguyen Büste des Hadrianus (76-138), Kaiser

 

 

Für diese Blamage rächte sich Kaiser Hadrian und nannte dafür im Jahre 135 Judäa in „Palästina“ um, „auf dass man Israel bzw. Judäa nimmermehr gedenke“.

 

Wer aber hat diese Geschichtslüge in die Welt gesetzt, die selbst von Theologen verbreitet wird? Gott nennt dieses Land immer nur „Judäa“ oder „Israel“. Wer gibt der Welt das Recht, das Land, das Gott „Israel“ nennt, in „Palästina“ umzubenennen? Geht diese folgenschwere Namensveränderung auf einen alttestamentlichen Propheten oder einen neutestamentlichen Apostel zurück? Nein! Dafür ist allein Publius Aelius Hadrianus (76-138) verantwortlich, der von 117 bis 138 n. Chr. römischer Kaiser war. Zu Hadrians Imperium gehörte auch das winzige Land Israel, das damals Judäa genannt wurde. Doch dieser jüdische Winzling machte Rom schwer zu schaffen, denn das römische Imperium, das eine Streitmacht besaß, die damals fast die gesamte Welt unterjocht hatte, musste 69 Jahre um den Judenstaat kämpfen. Zum Schluss im jüdischen Bar Kochba – Aufstand musste auch Hadrian noch drei Jahre, von 132 bis 135, seine besten Elitetruppen gegen Israel einsetzen. Das war eine demütigende Blamage für die damalige Supermacht der Welt. Für diese Blamage rächte sich Kaiser Hadrian und nannte dafür im Jahre 135 Judäa/Israel in „Palästina“ um, „auf dass man Israel bzw. Judäa nimmermehr gedenke“, so wie es laut Psalm 83,5 Israels Feinde immer vorhaben. Hadrian wählte dafür den Namen von Israels Erzfeind. Das waren damals wie heute die Philister, denn die lateinische Aussprache von „Philister“ ist „Palästinenser“ oder auf das Land bezogen „Philistäa“ bzw. „Palästina“. Dass Hadrian ausgerechnet die Philister nahm, hat damit zu tun, dass die Philister es nicht verkraftet hatten, dass der Riese Goliath – obwohl 1200 Jahre zurück – als Sprecher der Philister, gegen den jüdischen Knaben David verloren hatte. So wandelte Kaiser Hadrian aus Rache posthum die Niederlage des Philisters Goliath in einen Sieg um, was bis heute noch in Kirchen und Medien und in der Politik gang und gäbe und eine Geschichtsverfälschung ist, die ganz aktuell von der UNO vertreten wird und erneut den Judenstaat Israel bekämpft. Auslöser für den Kampf zwischen den Römern und den Juden, der zu dieser verhängnisvollen Namensänderung führte, war das von Kaiser Hadrian erlassene Beschneidungsverbot vetabantur mutilare genitalia. Die Römer sahen darin eine Verstümmelung der Geschlechtsteile. Die Beschneidung aber ist das Bundeszeichen, das Gott mit seinem jüdischen Volk vereinbart hat. Kaiser Hadrian nannte nicht nur Israel in Palästina um, sondern auch Jeruschalajim in Aelia Capitolina, d. h. er gab Jerusalem seinen Familiennamen Aelia. Auf den Ruinen Jerusalems errichtete Hadrian eine neue Stadt, die völlig paganisiert wurde und Juden nicht mehr betreten durften; auf dem Gelände des jüdischen Tempels wurde ein Jupiter-Tempel errichtet mit einem Reiterstandbild von Kaiser Hadrian. Wie kann man nach solch einer historischen Grundlage anstelle „Israel“ noch „Palästina“ sagen?

 

Von Ludwig Schneider NAI

Thema: Israel | Beitrag kommentieren

340. Israel hält Verträge, Palästinenser brechen sie, und die Welt verurteilt Israel!

Freitag, 21. Dezember 2012 | Autor:

Quelle NAI

 

Die Schlagzeilen überschlugen sich geradezu. Wie schnell sich die Lage im Land und in der Region ändert. Zuerst war Israel Mitte November mit der achttägigen Operation „Wolkensäule“ im Gazastreifen beschäftigt. Anfänglich zeigte die Welt für Israels Kampf gegen die Hamas Verständnis, aber dieses ließ bereits am vierten Operationstag fühlbar nach. Eine Bodeninvasion wollte die Welt nicht dulden. Wenige Tage später drehte sich alles um die Anerkennung Palästinas als Beobachterstaat in der UN-Vollversammlung. Unmittelbar nach der militärischen Front wartete auf Israel eine international-politische Front.

Quelle NAI Januar 2013

 

Die Welt blickte auf die De-facto-Anerkennung Palästinas. Damit stimmte am 29. November die Mehrheit gegen Israel. Als Israel daraufhin den Bau von Wohnungen im biblischen Kernland Judäa und Samaria ankündigte, ging das den Regierungen in Washington und Europa gehörig gegen den Strich. Großbritannien drohte damit, seinen Botschafter abzuberufen und den Handel mit Israel einzufrieren. Auch Deutschland und Frankreich warnten Israel davor, den so genannten E1-Plan („East 1“ – „Ost 1“) durchzusetzen. Der Plan hat sich die Verbindung von Jerusalem und der Siedlerstadt Maale Adumim zum Ziel gesetzt, um die Vergrößerung eines arabischen Jerusalems zu vermeiden.

 

Die Welt verurteilte Israels Absicht als provokant und lobte zugleich das neue „ Palästina“. Indem die Palästinenser durch die UN-Vollversammlung als beobachtender Nicht-Mitgliedstaat anerkannt wurden, verstießen sie gegen ihre im Oslo-Vertrag niedergelegte Verpflichtung, nur über direkte Verhandlungen mit Israel einen Staat auszurufen. Israel hingegen hat sich in den Osloer Verträgen zu keinem Baustopp in den jüdischen Siedlungen verpflichtet, auch wenn dies von vielen gern zum Nachteil Israels anders interpretiert wird. Nachdem Jitzchak Rabin den II. Oslo-Vertrag mit PLO-Chef Jassir Arafat unterzeichnet hatte, sagte er vor der Knesset: „Ich habe kein Versprechen abgegeben dahingehend, während des Übergangsabkommens jüdische Siedlungen abzureißen, noch den Bau in den jüdischen Siedlungen einzustellen.“ Kein Artikel in seinen Verträgen mit den Palästinensern verbietet Israel die Bautätigkeit im biblischen Kernland. In den Oslo-Verträgen haben sich die Palästinenser verpflichtet, keine einseitigen Schritte zu unternehmen, die eine Staatsgründung zum Ziel haben. Und genau dies haben sie im November getan. Der Wortlaut der Oslo‑Verträge kann leicht im Internet gefunden werden, und was Rabin vor der Knesset sagte, ist öffentlich gesagt worden und protokolliert. Obwohl die Oslo-Abkommen für Israel fast keinen Sinnmachen, hält sich Israel daran. Dennoch wird es von aller Welt verurteilt. Die Palästinenser verstießen mit ihrer jüngsten Initiative massiv gegen das Abkommen, aber die Welt erhebt keinen Einwand. „Wo waren die europäischen Staaten, die Israel eine Garantie dafür gaben, solche einseitigen Schritte seitens der Palästinenser zu vereiteln“, kommentierte Dan Margalit, Journalist der Israel Hajom. „ Israel hat für die Bautätigkeit das uneingeschränkte Recht, war aber vielleicht nicht weise genug, seine Absicht jetzt anzukündigen.“ Der Westen verliert die Geduld und meint, mit Drohungen gegen Israel eher zu einer Zwei-Staaten-Lösung zu kommen.

„ Wer bestimmt über Jerusalem?“

Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat steht hinter den Absichten der Regierung, in dem umstrittenen Gebiet E‑1 zwischen Jerusalem und Maale Adumim zu bauen. „Ohne Bedenken sollten wir dort bauen, auch wenn die Welt auf uns Druck ausübt, dies zu unterlassen“, sagte Barkat, der sich über die Aufregung der Europäer wundert. „Wenn die Welt vom Baustopp in Jerusalem spricht, was meint sie damit? Welchen Baustopp? Die Milliarden Dollar, die wir im arabischen Stadtgebiet investieren? Welchen Bau sollen wir in Jerusalem einfrieren, den der Muslime, der Christen oder der Juden? Das ist einfach Wahnsinn! Ich weiß von keiner anderen Stadt in der Welt, deren Regulator der amerikanische Präsident ist.“ Mehr als an Neubauten in den jüdischen Siedlungsblocks um Ariel und Gusch Etzion stört sich die Welt am Bauplan E‑1. Dieser verbindet Israels Hauptstadt Jerusalem mit der zehn Kilometer entfernten, 40.000 Einwohner großen Siedlerstadt Maale Adumim auf dem Weg nach Jericho, inmitten arabischer Ortschaften. Diese urbane Achse war für Israel seit eh und je strategisch wichtig und wurde bereits zu Beginn der Osloer Verhandlungen vorgeschlagen. Aufgrund amerikanischen Drucks hatte Israel den Plan für 15 Jahre in der Schublade verschwinden lassen. Laut Oslo- Verträgen ist Israels Bauplan E-1 kein Verstoß und dennoch schreit die Welt dagegen. Dafür lobte die Welt den einseitigen Schritt der Palästinenser, der in denselben Verträgen als verboten gilt. Aus israelischen Regierungskreisen geht hervor, dass hinter der heftigen Kritik aus Europa US-Präsident Barack Obama stehe, der Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu eine „schmerzhafte Lektion“ erteilen wolle, weil Netanjahu sich bei den US-Wahlen eher dem Republikaner Mitt Romney zuneigte. „Netanjahu hat auf den falschen Mann gesetzt und verloren“, sagte der ehemalige Stabschef des Weißen Hauses, Rahm Emanuel, der Washington Post. „ Wir erwarten, dass Netanjahu sein Verhältnis Washington gegenüber ändert.“ Aus dem eigenen Volk heraus wird Netanjahu im Wahlkampf von Rivalen wie Ehud Olmert und Tzipi Livni kritisiert. Beide betonen, dass der Westen Recht habe und Israel um der Verhandlungen mit den Palästinensernwillen auf keinen Fall am Jerusalemer Osthang in Richtung Maale Adumim bauen dürfe. Aus ihrer Sicht stellte seine Regierung eine Gefahr für den Staat Israel dar.

 

Quelle NAI Januar 2013

 

Beide sind bemüht, Netanjahu als Ministerpräsident abzulösen. Indirekt mischen sich Europa und Washington in die Wahlen in Israel ein, denn in ihren Augen ist Netanjahu ein Hindernis zum Frieden. Am Tag, als sich Deutschland, Großbritannien und die Niederlande der Stimme enthielten, habe Israel Europa verloren, sagte ein ranghoher Beamter des israelischen Außenministeriums gegenüber der linksliberalen Tageszeitung Haaretz. Andere EU-Staaten stimmten für die Anerkennung. Die politische Ausrede der Europäer ist, dass damit Mahmud Abbas gestärkt werde, was besonders nach Israels jüngster Operation im Gazastreifen vonnöten gewesen sei. Andernfalls stiege die Popularität der Hamas mit ihrer radikalen Linie innerhalb des palästinensischen Volkes. Aber was die Europäer endgültig überzeugte, für die Anerkennung zu stimmen, war das palästinensische Versprechen gegenüber Europa, sofort danach mit Israel wieder Verhandlungen aufzunehmen, ohne Vorbedingungen. In Jerusalem wird dies sehr bezweifelt. Mit den neuen Bauvorschlägen wird wiederholt die Bibel in die Politik einbezogen, denn letztlich ist Israels Anspruch auf das umstrittene Gebiet einbiblischer– und auf diesem Auge ist die internationale Gemeinschaft blind. Um Israels Recht auf das umstrittene Land zu leugnen, werden politische Ausreden gegen Israel verwendet, wie „illegaler jüdischer Bau“, „ Israel diskriminiert Palästinenser“ und „ um des Friedenswillenmuss Israel Land hergeben“. Der jüdische Bau in Judäa und Samaria ist gemäß Verträgen legal, den Palästinensern geht es weitaus besser als den Menschen in Syrien, Jordanien und Ägypten und eine Zwei-Staaten-Lösung wird den Frieden, von dem der Westen träumt, nicht herbeiführen. Zu all dem kommt, dass der Iran die Hamas auf dem Gebiet des Terrors unterstützt, indem er Raketen und andere Waffen liefert. Der Westen fördert auf politischer Ebene die Fatah-Führung im Kampf gegen Israel. Beide Strategien haben dasselbe Ziel, nämlich den Palästinenserstaat. Die idealste Kombination aus palästinensischer Sicht ist die Kooperation von Terror und Politik. Zwei Fronten, die Israel abwechselnd immer wieder beschäftigen.

Quelle NAI Januarheft 2013, Autor Aviel Schneider

 

 

Quelle NAI

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306. Israel ein Segen für die Völker

Sonntag, 8. April 2012 | Autor:

Foto NAI

Lieber Blog Besucher,

ich war selbst sehr lange unwissend bzw. habe meine Meinung von Dritten gehabt, bevor ich mir selbst ein Bild von Israel vor Ort gemacht habe, und mich seit über 20 Jahren aktuell von vertrauensvoller Stelle aus Israel informieren lasse. Außerdem ist für mich die Beste und Wahrheitsgetreue Quelle in Sachen Israel, Gottes Wort. Wenn ich diese Jahrtausenden alten Wahrheiten mit den aktuellen Fakten abgleiche, dann kann ich immer wieder nur stauen, wie exakt alles zu sammen paßt.

Ein weiterer Punkt der für mich ganz wichtig ist, ist, dass Gottes Wort mir zusagt, dass derjenige der Israel gesegnet, von Gott auch gesegnet wird. Das kann ich für mein Leben als Christ in den letzten 28 Jahren bestätigen. Gott ist treu und gerecht.

Lesen Sie in aller Ruhe den beiliegenden Artikel einmal aufmerksam, und vergleichen Sie es mir der Wirklichkeit. Sie werden erstaunt sein, wie exakt und wahrheitsgetreu dies alles zutrifft.

Gott hat sich Israel erwählt, dass begreift Israel genauso wenig, wie der Rest der Welt.

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252. Die Intoleranz frisst die Toleranz

Sonntag, 27. Februar 2011 | Autor:

NAI

 

Die Intoleranz frisst die Toleranz
„Toleranz gegenüber Intoleranz ist der Untergang der Toleranz!“ Wie die gegenwärtige Situation zeigt, leisten Toleranz und Beschwichtigungspolitik den Gesetzlosen Vorschub. Wer den Erpressern nachgibt, macht aus ihnen Tyrannen.

Zu allen Zeiten bestimmten nur diejenigen über Wahrheit und Lüge, Leben und Tod, die Macht besaßen. Jeder, der es wagte, sich ihrer Auslegung von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit entgegenzustellen, wurde z.B. über die Guillotine eines Besseren belehrt, bis es keinen Widerstand mehr gab.

Alle religiösen und politischen Revolutionen, die versuchten und immer noch versuchen, ihre „edlen“ Gedanken und Prinzipien durchzusetzen, begannen mit philosophischen Phrasen und wohlklingenden Predigten, die dann irgendwann in Gewalt und Terror umschwenkten, bis sie früher oder später in einer Sackgasse der Selbstzerstörung endeten. Diese Weltverbesserer wollen nicht wahrhaben, dass Gott den Menschen zu Seinem Bilde, zum Bilde JHWHs schuf (1.Mose 1,26-27). Das bedeutet, dass Gott dem Menschen Gewissensfreiheit gegeben hat, damit er sich in der jeweiligen Herausforderung selbst für oder gegen Gott entscheiden kann. Gott ließ Seinem Geschöpf die Freiheit, Seinen Willen zu tun oder abzulehnen. Gott zwingt uns nicht, Ihm zu gehorchen.

Alle Revolutionen, von denen sich die Juden Gleichberechtigung erhofften, haben sich als Fata Morgana erwiesen. Die Juden glaubten, dass durch die Aufhebung aller Rassen- und Religionsschranken ihnen das Überleben garantiert sei. Diese Rechnung ging nie auf, weder als sie sich bei Königen und Bischöfen als untertänigste Diener verdingten, noch in der Französischen Revolution und im Kommunismus, die im Geist der Aufklärung auftraten. Als die Juden im Deutschland der Weimarer Zeit endlich meinten, anerkannt zu sein, kam Hitler. Selbst die Revolution der multikulturellen Gesellschaft, die alle Kulturen und Religionen gleichbehandeln will, macht bei den Juden eine Ausnahme. Juden sind auch in der Multikulti-Gesellschaft nicht gleichberechtigt willkommen. Wer mit offenen Augen durch die Welt reist, dem fällt auf, dass allein jüdische Einrichtungen polizeilich geschützt werden müssen.

Autor Ludwig Schneider NAI

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233. Willst du nicht mein Bruder sein…

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

NAI

Willst du nicht mein Bruder sein…
… schlag’ ich dir den Schädel ein!“ Dieses Sprichwort stammt aus dem ersten Glaubenskrieg der Menschheit. Kriege gab es immer. Doch Kriege mit dem Motiv „Glauben“ gab es erstmals im Jahre 642 n. Chr., als die Moslems von Mekka aus dem Rest der Welt ihren Glauben aufzwingen wollten.

In die Geschichte eingegangen ist die Glaubensschlacht bei Tours und Poitiers, als die Franken unter Karl Martell sich im Jahre 732 gegen die Invasion der Moslems wehrten, die Europa moslemisch machen wollten. Ging es bei früheren Kriegen um die Eroberung von Territorien oder um Plünderungen, so ging es bei den arabischen Feldzügen in erster Linie um die Unterwerfung der Nichtmoslems unter Allahs Diktat. Dabei kannten sie keine Skrupel, denn Skrupel gegenüber Nichtmoslems sind laut Koran verboten. Der Koran verbietet nur Kriege gegen Glaubensgenossen. Gegen Nichtmoslems zu kämpfen ist dagegen eine heilige Pflicht, was der Koran Djihad, Heiligen Krieg, nennt.

Selbst die in der Bibel beschriebenen Kriege waren keine Glaubenskriege, sondern Kriege, um das dem Volk Israel verheißene Land zu erobern und zu halten. Die Israeliten haben nie Kriege geführt, um ihren mosaischen Glauben zu verbreiten. Das Judentum verbietet nicht nur Glaubenskriege und Zwangsbekehrungen, sondern lehnt sogar Proselytenmacherei ab. Im Christentum dagegen gab es Glaubenskriege, Zwangstaufen, Kreuzzüge und auch den Dreißigjährigen Krieg. Dies widersprach Jesu Gebot: „Liebet eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen“ (Matthäus 5,44). Mittlerweile führen die Christen keine Glaubenskriege mehr. Dass sie andersmotivierte Kriege führen, gehört zu den Schattenseiten der Christenheit.

Für die Moslems dagegen ist es weiterhin heilige Pflicht, Glaubenskriege zu führen, weil sie laut Koran dazu verpflichtet sind, die Ungläubigen, d.h. die Nichtmoslems – wenn nicht mit dem Wort dann durch das Schwert – unter Mohammeds Glaubensfahne zu bekommen. Für sie teilt sich die Menschheit in die Welt des Islams (Dar al-Islam) und in die Welt des Krieges (Dar el-Harb), die noch für den Islam erobert werden muss. Normale Kriege kann man durch Diplomatie abwenden, indem man den Gegner durch Logik davon überzeugt, dass der Krieg sinnlos ist. Glaubenskriege dagegen haben nichts mit Logik zu tun, sondern mit Fanatismus. Und wo der Fanatismus einsetzt, setzt die Logik aus. Der Fanatismus des Heiligen Krieges treibt die Menschen in den Selbstmordterror, indem man Mördern das Paradies verspricht. Und was Israel heute gegenüber steht, sind moslemische Glaubenskrieger, die um jeden Preis Jerusalem aus den Händen der Juden befreien wollen.

Hier hilft keine logische Beweisführung, dass Jerusalem nicht ein einziges Mal im Koran erwähnt wird. In der Sure 2,17 ist nur von einem entfernten Gebetsort die Rede und der war zur Zeit Mohammeds nicht Jerusalem, sondern Damaskus. Daher befindet sich in der Omayyaden Moschee von Damaskus das Jesus-Minarett, das entgegen den üblichen Spitzminaretten ein Flachdach hat, weil nach moslemischem Glauben Jesus (arab. Issa) am Jüngsten Tag auf diesem Minarett auf die Erde herabkommen wird. Ungeachtet dessen, dass jüdische, christliche und selbst moslemische Historiker der Auffassung sind, dass mit dem entfernten Gebetsort Damaskus gemeint ist, wurde für die Moslems im letzten Jahrhundert Jerusalem zum Brennpunkt ihrer Angriffslust. Und gegen diesen religiösen Wahn kann keine Logik etwas ausrichten.

Die Moslems eroberten vom Beginn ihrer Existenz an die arabische Welt nicht durch Glaubensüberzeugung, sondern durch Glaubenskriege. Und dieser Geist herrscht noch heute in ihnen. Daher ist jeder Versuch, das Nahostbzw. Jerusalemproblem politisch zu lösen, zum Scheitern verurteilt. So rief der Mufti von Jerusalem, Ikrami Sabri, am 29. April 2005 zum Heiligen Krieg auf, weil „erst dann Frieden in der Welt sein wird, wenn die Fahne mit dem Schwert Mohammeds über Jerusalem wehen wird.”

NAI Ludwig Schneider

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232. Wer ist die Wurzel, die uns trägt?

Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor:

Wer ist die Wurzel, die uns trägt?

Israelfreunde sagen, das biblische Judentum sei die Wurzel, die das Christentum trägt. Andere dagegen behaupten, die Wurzel sei Jesus Christus.

Auslöser dieser Streitfrage ist die Warnung des Paulus an die Christen zu Rom: „Überhebe dich nicht gegen die Zweige! Überhebst du dich aber über sie, so bedenke: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich!“ (Römer 11,18). Hier geht es um die Zweige. Weil Paulus aber mit den Zweigen das Judentum meint, über das man sich nicht erheben soll, und sie der uns tragenden Wurzel gleichsetzt, kann Paulus mit der Wurzel nicht Christus gemeint haben, denn Roms Christen hatten sich nicht über Christus erhoben, sondern über das Judentum als ihre Glaubensherkunft.

Die Lehre, dass Christus die Wurzel ist, kam erst auf, als die hellenistische Kirche begann, den Juden die Stellung als Glaubenswurzel streitig zu machen, um selber an Israels Stelle treten zu können. So verfolgte man damals nicht nur die Juden, sondern auch die Judenchristen, weil sie – wie Ignatius im 2. Jh. schmähte – „noch nach Judenart glauben“, denn für ihn war jede theologische Wurzel zum Judentum Sünde. Wer daraufhin die jüdischen Glaubenswurzeln verließ, wandte sich heidnischem Brauchtum zu.

Natürlich kann man Jesus Christus als Wurzel bezeichnen, kann er doch für sich viele Metaphern beanspruchen, z.B. Brot; Eckstein; Fels; Hirte; Sämann; Töpfer; Weinstock; Weizenkorn; Wort usw. Das heißt aber nicht, dass immer, wenn eine dieser Metaphern auftaucht, sie sich allein auf Christus bezieht. Daher gehört alles in den biblischen Kontext; auch der Begriff Wurzel (hebr. Schoresch), den Paulus in diesem Zusammenhang nicht auf Christus hin auslegt, sondern dem Kontext gemäß auf das alttestamtlich-biblische Judentum, das von Roms Christen als die Wurzel bzw. Herkunft ihres Glaubens in Frage gestellt wurde.

Paulus warnt die Christen, sich nicht über die ausgebrochenen jüdischen Zweige zu erheben, die Gott zu seiner Zeit wieder einpfropfen wird (Römer 11,23-24), denn nicht die christlichen Zweige, die wider die Natur in den Ölbaum eingepfropft worden sind, tragen die Wurzel, sondern sie werden von der Wurzel getragen.

Somit ist die Wurzel des alttestamentlich-biblischen Ölbaums das Judentum, angefangen von den biblischen Erzvätern über das jüdische Volk bis hin zu den messianischen Juden. Auch Jesu Wort: „Das Heil kommt von den Juden“ (Joh. 4,22) ist ein Hinweis auf unsere jüdische Glaubenswurzel.
Daher sind die Heidenchristen, obwohl sie vorher vom Bürgertum Israels ausgeschlossen waren, wie Ruth nun Miterben Israels geworden (Eph. 2,12) – nicht Alleinerben! So sind die Heidenchristen „wider die Natur“ in Israel eingepfropft worden – nicht umgekehrt (!) – denn durch ihre Bekehrung sind sie Mitgenossen des auserwählten Gottesvolkes Israel geworden und werden daher heilsplanmäßig von der alttestamentlichjüdischen Wurzel getragen.

Wie die Kirchengeschichte zeigt, kann ihr „wider die Natur“-Eingepfropftsein auch als „wider Willen“ gedeutet werden, denn wer die ihn tragende jüdische Wurzel ablehnt, hasst sich selbst. Auch wenn die Erlösung aus Gnaden geschieht, kann die Arroganz der Christen gegenüber ihren jüdischen Wurzeln dazu führen, dass die Christen wegen ihrer Überheblichkeit den Juden gegenüber wieder aus Gottes Heilsbaum herausgerissen werden (Römer 11,18 u. 22).

NAI Ludwig Schneider

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