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640. Heilungs – und Prophetenschule am Toten Meer 2018

Sonntag, 25. November 2018 | Autor:

Israelreise 2018

Liebe Blogbesucher,

ich möchte Ihnen hier einen kurzen Bericht zu einer Reise nach Israel am Toten Meer geben. Über das Gemeinde Magazin der Evangelischen Freikirche Taube Heidelberg haben wir von dieser Reise im April 2018 erfahren. Im Vorfeld wurde allen Interessierten an dieser Reise von der Gemeindeleitung der Taube im August 2018 einen Israelabend angeboten, bei dem über Einzelheiten und die Hintergründe dieser Reise berichtet wurde.

 

Es hatten sich über 160 Personen angemeldet die sich über diese Reise informieren wollten. Nach einem lockeren Empfang mit einem Glas Sangria wurde der Festsaal geöffnet, der von liebevollen Händen wunderschön vorbereitet war. Umrahmt von israelischen Lobpreisliedern wurde ein dreigängiges Menü mit israelischen Speisen serviert.

 

 

Pierrot Fey der Gemeindepastor der Taube erzählte eindrücklich wie ihm Gott vor Jahren eine Vision für eine Heilungszentrum in Israel gegeben hat. Am tiefsten Punkt der Erde nämlich am Toten Meer soll ein Heilungszentrum entstehen, wohin Menschen aus aller Welt kommen können, um geheilt zu werden. Auch die Juden werden von dort zurück gehen und erzählen, dass der Messias sie geheilt hat.

Am Ende des Gottesdienstes wurden noch Bilder von der Israel Reise 2017 gezeigt. Eindrückliche Erlebnisse wie die Taufe im Jordan oder die Gebetszeit auf den Golanhöhen und viele andere Erlebnisse wurden noch einmal lebendig gemacht.

Voller Erwartung und Neugier, was wohl auf uns Teilnehmer warten würde flogen wir nach Israel. Ein Bokek ist eine Oase in der Wüste am südlichen Teil des Toten Meeres in der Nähe vom biblischen Sodom und Gomorra. Dort unten am tiefsten Punkt der Erde kann man das Herz Gottes sehr stark spüren.

Am 02.11.18 starteten wir um 5:30 Uhr mit dem Bus von Heidelberg nach Frankfurt. In Frankfurt angekommen mussten sich alle Teilnehmer einer intensiven Kontrolle durch das Bodenpersonal der El Al Angestellten unterziehen. Mit einer Stunde Verspätung starteten wir dann um 10:50 Uhr Richtung Tel Aviv, dass wir um 15:45 Uhr Ortszeit erreichten.

 

 

 

 

Nach einer anstrengenden fünfzehnstündigen Anreise – Transfer Flughafen, Flug nach Tel Aviv, Bustransfer zum Toten Meer – kamen wir am 02.11.18 um 19 Uhr erschöpft im schönen Fünfsterne Hotel David an. Nach einem kurzen Imbiss, ging es um 20:30 Uhr zur ersten Zusammenkunft bei der uns Pierrot an drei Stichpunkten aufzeigte um was es in der Zeit bis 11.11.18 gehen sollte.

 

Entspannen – aufsaugen – selbst lieben!

 

An drei Tagen diente uns auch Gaby Wentland mit mehreren leidenschaftlichen, Herz ergreifenden und liebevollen Botschaften.

Der Jerusalem Besuch am 06.11.18 wurden von einem Großteil der Teilnehmer gebucht. Fast pünktlich um 9 Uhr starteten wir mit dem Bus Richtung Jerusalem. Zuerst besuchten wir den Ölberg den Jesus oft mit seinen Jüngern aufgesucht hat. Vom Ölberg aus spazierten wir zum Garten Gethsemane,  anschließend zum Damaskustor, dass dann am Ende des Tages unser Treffpunkt für die Rückreise war. Jeder hatte nun viel Zeit die Altstadt von Jerusalem auf eigene Faust zu erkunden. Auffällig war, dass sehr, sehr viele Touristen unterwegs waren. Für einen Mitteleuropäer ist natürlich immer wieder interessant durch diese engen Gassen mit den arabischen Flair und den unterschiedlichen Geräuschen und Gerüchen der Händler zu gehen. Man fühlt sich um viele hundert Jahre zurück versetzt. Nicht fehlen durfte natürlich der Besuch der Klagemauer und der Besuch des Gartengrabes indem Jesus nach seiner Kreuzigung gelegt worden war. Um ca. 18 Uhr sind wir alle wohlbehalten wieder im schönen Hotel David angekommen.

Jerusalem vom Ölberg aus gesehen

 

Für alle die noch mehr von diesem interessanten Land sehen wollten, wurden fast täglich Ausflüge angeboten, wobei jeder die Freiheit hatte mitzumachen oder die Zeit am Toten Meer zu genießen.

 

Der Höhepunkt dieser 10 Tage am Toten Meer waren für meine Frau und mich die Botschaften. Pierrot Fey verstand es fast immer uns das Vaterherz Gottes ganz nahe vor Augen zu malen, und uns auch sehr viel aus seinen Erfahrungen mit Gott mitzuteilen. Die Predigten waren so tiefgehend, anregend und hungrig machend, nach mehr von Gott, so dass die allermeisten noch gerne einige Tage diese gute geistliche Atmosphäre genossen hätten. Die warmen Temperaturen von 25 bis 30 Grad Celsius taten ein Übriges dass man diese Tage froh und dankbar genießen konnte.

 

Für alle die jetzt ebenfalls Lust auf eine solche Reise bekommen haben, sei gesagt, es gibt aller Voraussicht nach in 2019 wieder eine solche Reise. Wir können diese Reise jeden Interessierten nur wärmsten empfehlen.

 

M. + E. Treml

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639. Nachruf für Ludwig Schneider 1941 bis 2018

Mittwoch, 21. November 2018 | Autor:

Ludwig Schneider 1941 – 2018

 Vater, Journalist und Gottes Diener

NAI Dezember 2018

Liebe Blogbesucher,

die Nachricht vom körperlichen Tod von Ludwig Schneider hat mich in Israel am Toten Meer erreicht. Im ersten Moment war ich traurig und betroffen darüber, aber nach einigen Nachdenken dann auch dankbar, dass der Herr in von seinem jahrelangen körperlichen Leiden zu sich geholt hat. Ludwig Schneider habe ich seit mehr als 30 Jahren gekannt und geliebt, weil er wie ich auch die Dinge immer direkt beim Namen genannt hat, und man bei Ihm wusste wie man dran ist. Ehrlichkeit, Offenheit und Einfühlungsvermögen in jeder Situation so würde ich ihn beschreiben wenn ich gefragt würde. Er hat Spuren hinterlassen und darf sich jetzt alles von oben herab ansehen, wie es mit seinem angefangenen Werk weiter geht.

NAI Dezember 2018 Beerdigung L.Schneider

Bericht aus der NAI Dezember 2018

Viele Menschen kennen unseren Vater Ludwig Schneider aus ganz unterschiedlichen Zeiten. Er war immer viel unterwegs und bewegte durch seine Vorträge viele Menschen dazu, in Bezug auf Israel umzudenken. Israels Hauptrolle endet nicht in der Bibel, sondern ist bis in unsere heutige Zeit relevant. Dies erklärte er unterwegs auf Reisen in Gemeinden und Kirchen, via blauen “Nachrichten aus Israel” Presseblättern, den “Stimme aus Jerusalem” Telefonnachrichten, dem Israel Heute Magazin, im Internet, via Bibel-TV und Vorträgen in der Jerusalemer Redaktion. Seine Liebe für Israel und Gottes Wort bewegte sein Herz.

Ludwig kam 1941 in Magdeburg zur Welt. Seine Eltern mussten mit ihm und seinem Bruder vor den Nationalsozialisten fliehen. Nur einen siebenarmigen Leuchter und eine Hawdala-Besamimbüchse konnten die Eltern auf der Flucht mit sich nehmen. Der Leuchter steht noch heute auf Ludwigs Schreibtisch in Jerusalem. Ein Pfarrer rettete die junge Familie und versteckte sie im Hinterhof einer Kirche.

Sein Judentum haben die Eltern ihm als Kind verschwiegen. Es war ein gläubiger Jude, der ihn später zum Glauben an den Messias führte. 1965, nach der Hochzeit mit unserer Mutter Barbara, wanderten beide erstmals nach Israel aus und ließen sich im Kibbuz Einat nieder. „Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat“, lautete das Bibelwort, mit dem sie damals ins Land kamen. Im Kibbuz wurde Aviel geboren, dort arbeitete

Ludwig mehr als ein Jahr auf dem Weinberg. Danach gingen sie für 12 Jahre zurück nach Deutschland. In diese Zeit fällt die bekannte Israel-Hilfe und das Jesus-Haus. Als 1973 der Jom-Kippur-Krieg ausbrach, reiste Ludwig als Journalist an die Kriegsfront im Sinai, um von dort zu berichten. Fünf Jahre später kehrte er mit seiner siebenköpfigen Familie nach Israel zurück.

Seitdem sind 40 Jahre vergangen. Jahre, in denen er ein großes Erbe im Ludwig Schneider 1941 – 2018 Land hinterlassen hat. Unsere Eltern brachten zuallererst fünf Kinder auf die Welt, dazu kamen 23 Enkelkinder und mittlerweile auch das erste Großenkelkind.

Doch nicht nur die Familie wuchs, auch die Arbeit, der er sich mit Hingabe widmete. Als Journalist wollte er die Wahrheit über Israel verbreiten. Als externe Redaktionen seine Meldungen nicht veröffentlichen wollten, weil sie biblisch fundiert waren, nahm er die Sache selbst in die Hand und druckte blaue Presseblätter, die er an Privatadressen schickte. So entwickelte sich über Jahre hinweg das Werk „Nachrichten für Israel“, das später in „Israel Heute“ umbenannt wurde.

Ludwig Schneider war ein Visionär, ein Mann der Rhetorik, der Tat und des Glaubens. Und ob wir es nun zugeben wollen oder nicht – jedes einzelne von uns Kindern hat er auf verschiedene Art und Weise im Leben beeinflusst. Das haben wir während der Schiwa-Trauerwoche in der Wohnung unserer Mutter durch viele Erinnerungen und Gespräche erneut festgestellt. Ja, er war ein strenger Vater, aber immer mit einem offenen Ohr für alle und alles. Er liebte Gespräche und konnte zuhören. Nur in den letzten zwei Jahren war er still. Er lag im Bett und musste uns zuhören. Er starb, wie er es sich immer gewünscht hatte: Zuhause in seiner Jerusalemer Wohnung umgeben von all seinen Büchern. Trost spendet uns der Wochenabschnitt Chaije Sarah aus genau dieser Woche (1.Mose 23,1 bis 25,18). Dort geht es um den Heimgang Sarahs und Abrahams.

 

Im Jahr 2005 veröffentlichte unser Vater sein Buch 77 Lebenspuzzle, als ob er vorausgesehen hatte, dass er im 77 Lebensjahr heimgehen wird. Auf den ehemaligen Feldern der Weinberge liegt er nun im Kibbuz Einat begraben.

„Möge seine Erinnerung gesegnet sein!“

Von Aviel Schneider

 

Schalom Papa,

du weißt selbst, dass jeder Vater Fußstapfen hinterlässt. Schon sehr früh habe ich erkannt, dass ich nicht in deine Schuhgröße passe. Dass ich deine Fußstapfen nicht ausfüllen kann, hat mich nie gestört, auch dein Schatten nicht. Ich bin jemand anders, mein Name ist Aviel – ein Name, den du mir gegeben hast.

Du hast etwas gegründet, was nur dir und vielleicht auch nur in deiner Zeit möglich war. Es stimmt, du warst ein Perfektionist, das hast du selbst immer wieder von dir behauptet. Aber in meinen Augen warst du auch ein perfekter Zionist. Im Land Israel zu leben, war die Erfüllung deines biblischen Grundgedankens, so wie du es ja über Jahre hinweg in deutschsprachigen Ländern verkündet hast.

Das zu kopieren, ist nicht meine Aufgabe, sondern gehört dir und deiner Zeit. In unseren Morgengesprächen, die wir bis Sommer 2016 zweimal in der Woche führen durften, haben wir über vieles im Leben, über Arbeit und Gott diskutiert und philosophiert. Ich habe dich kennengelernt, und zwar auf ganz andere Weise, als sich viele Menschen im Ausland dich vielleicht vorstellen: bunt, reich und klar an Ideen und Gedanken.

Immer wieder hast du mir gesagt: „Aviel, du machst das anders und das ist gut so.“ Es stimmt, ich bin woanders geboren und in einer nderen Zeit aufgewachsen. Mir ist auch klar, dass sich die Welt verändert, die Bibel und Gottes Verheißung jedoch immer dieselben bleiben. Das Leben ist eine Reise, auf der Menschen, Zeit und Umfeld Sprache und neue Trends prägen. Die Richtung dagegen bleibt gleich, auch wenn Weg, Mittel und Methoden sich ändern.

Die Worte „Israel Heute bringt auch das, was andere weglassen“, leben nach deinem Gehen weiter. Menschen kommen und gehen, aber Gottes Wort bleibt und somit auch Sein Versprechen dem Volk Israel gegenüber. Darüber berichten wir, damit hast du vor genau 40 Jahren angefangen. Das machen wir heute aus derselben Überzeugung und Liebe. Ja, Papa, du bleibst ein Vorbild für mich, in vielem was ich sein und nicht sein möchte, im privaten und professionellen Leben. Ich danke dir dafür, wer ich bin.

Auf Wiedersehen!

Ich war 16, als ich Ludwig kennenlernte. Ich erinnere mich noch an den ersten Moment. Es war ein Schabbatabend in der Giladistraße in Talpiot. Ich besuchte Aviel, dafür musste ich durch das Wohnzimmer. Ludwig saß in seinem Sessel und begrüßte mich mit einem herzlichen, liebevollen Blick. Diese Herzlichkeit ist über die Jahre hinweg nur größer geworden. Eine Herzlichkeit und Wärme, in der ich mich wohl fühlte.

Als ich Fotografie studierte, half er mir sehr. In Deutschland klapperte er die Läden ab, bis er die richtige Kamera für mich gefunden hatte. Schließlich haben wir zusammengearbeitet. In Schwierigkeiten war er für mich wie ein Anker. Er hat mir schon früh zahlreiche Aufgaben anvertraut, Aufgaben mit Verantwortung. „Ludwig, du hast mir vertraut, hast mich auf eine Weise verstanden, wie es oberflächlich nicht zu sehen war.“

In schweren Momenten war er meine Adresse. Ich konnte ihm alles sagen. Und auch er hat mir sein Herz ausgeschüttet. Wenn er von einer Vortragsreise nach Hause kam, ist er immer mit seinem roten Schreibheft in mein Arbeitszimmer gekommen. Sein Report war immer ausführlich und ohne Fehler. Lange haben wir zusammengesessen und über vieles geredet. Meistens habe ich ihm und seinen spannenden Geschichten zugehört.

Als vor drei Jahren mein Vater starb, hat er mir ein tiefempfundenes Beileid geschickt. Darauf antwortete ich, dass „du nun noch mehr auf dich achtgeben musst, denn nun bist nur du als mein Vater übriggeblieben“. Gleich am nächsten Tag hat er uns in der Schiwa-Trauerwoche besucht. Obwohl er kaum noch gehen konnte, bestand er darauf, alle Treppen zu steigen, um mich und meine Familie zu trösten.

„Du warst ein Mensch der Menschen. Du hast das Leben geliebt. Du wusstest, wie man das Leben lebt. Trotz deiner äußerlichen Härte warst du innen so weich. Du hattest einen einzigartigen Humor und liebtest das Lachen. Ich erinnere mich an einen weiteren besonderen Moment, in dem du mir sehr geholfen hast. Das war, als meine Kinder Teenager waren. Einer meiner Söhne stellte auf einer Gemeinde-Freizeit Blödsinn an und wurde deswegen nach Hause geschickt. Ich habe dir mein Herz ausgeschüttet und du hast gesagt: „Alle können über meinen Enkel sagen, was sie wollen, ich bin sein Großvater und liebe ihn so, wie er ist.“ So habe ich meinen Schwiegervater Ludwig kennengelernt und ihn daran gemessen. „Ein lieber Vater. Ein Mensch der Liebe. Du hast uns allen ein großes Erbe hinterlassen. Vielen Dank dafür, Ludwig! Du fehlst mir.“

 

Lena u.Ruth

 

Mein lieber Vater,

ich möchte mich mit wenigen Worten für die wunderbaren Jahre bei dir bedanken und verabschieden. Du hast in unsere Herzen Wahrheit, Werte und Liebe eingepflanzt. Es war dein Wille, ins Heimatland des jüdischen Volkes zurückzukehren, und wir alle folgten dir und Mama. Mit Gottes Hilfe und Gnade werde ich, mein Mann und meine Kinder die folgenden Generationen im Volk Israel weiterführen. Amen!

Möge seine Erinnerung gesegnet sein.

Ruthi Deri

Ich danke dir Papa,

du warst ein Abenteurerheld, vor 40 Jahre hast du uns als Kinder wieder nach Israel gebracht. Dafür bedanke ich mich, besonders für die Liebe für das Land, in das du uns eingepflanzt hast. Du hast Menschen aller Schattierungen geliebt. Danke für das ungewöhnliche und faszinierende Leben an deiner Seite, und dass du unsere gewählten Wege im Leben niemals verurteilt hast. Du hast uns so geliebt, wie wir sind. Danke Papa, für dein großes Herz für uns alle in der Familie, für Mama, Kinder und alle deine 23 Enkelkinder. Du warst ein starker,

entschlossener, beeindruckender und großzügiger Vater und Mensch. Und immer mit einem kleinen Schuss Humor. Papa, schon jetzt vermisse ich dich.

Lena Danon

 

Erinnerungen aus dem Leben von Ludwig Schneider

 

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637. Warum sollten Christen Freunde Israels sein?

Sonntag, 7. Oktober 2018 | Autor:

Israelfahne in einem Gebetshaus

 

Liebe Blogbesucher,

ich muss mich beim Thema Israel immer wieder wundern, welch verquerte Meinungen und Ansichten bei den Menschen der Welt aber auch bei Christen vorhanden sind. Wenn man aber einmal nachforscht woher diese Menschen ihre Meinung und Ansichten beziehen, dann braucht man sich nicht zu wundern. Das westliche Europa wird seit der 68er Bewegung durch eine einseitige grün – links – rote Medienlandschaft gesteuert und manipuliert. Diese Ideologen haben sich nie mit Israel wirklich beschäftigt und auch das Christentum ist ihnen weitgehend fremd. Humanismus und Gleichschaltung sind ihre Werkzeuge mit denen Sie die Menschen indoktrinieren.

Übrigens – ohne den Juden Jesus gäbe es kein Christentum und keine Vergebung unserer Schuld.

 

Ich habe mich deshalb gefreut als ich vor einiger Zeit einen Artikel zum 70jährigen Jubiläum von Israel in einer freikirchlichen Gemeinde in Nürnberg gefunden habe.

Ich danke den Autor und Israelkenner Hansjürgen Kitzinger vom Arbeitskreis „Suchet der Stadt Bestes“ aus Nürnberg für die Genehmigung zur Veröffentlichung hier in meinem Blog.

 

 

13 wichtige Gründe für Freundschaft mit ISRAEL…..

1. Weil Gott einen immerwährenden Vertrag mit den Nachkommen von Abraham, Isaak und Jakob machte. Und weil Gott seinem Vertrag mit dem jüdische Volk bis heute treu geblieben ist, indem er die Juden immer als ein identifizierbares Volk bewahrt hat.

1.Mo 17, 7 Und ich will meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir von Geschlecht zu Geschlecht, dass es ein ewiger Bund sei; also, dass ich dein Gott sei und deines Samens nach dir. Röm11,1. 2.29 Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! … Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er vorher erkannt hat … Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar.

 

2. Weil der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs zugleich der einzige Gott Israels und der Christen ist und sowohl Juden als auch Christen sich zu Ihm bekennen.

 

3. Weil unsere Rettung durch das jüdische Volk gekommen ist. Jesus wurde von einer jüdischen Mutter geboren, er war ein Sohn des jüdischen Volkes. Dem jüdischen Volk verdanken wir Jesus. Die Bibel, die von unserer Rettung spricht, wurde von Juden geschrieben. Die Jünger, die zuerst die Nachricht Gottes von der Rettung zu den Nichtjuden brachten, waren Juden.

Joh 4,22  „…ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn das Heil ist aus den Juden“.

 

4. Weil Juden und Christen sich gemeinsam zu den „Zehn Geboten“ bekennen, die unser Ver-hältnis zu Gott und dem Nächsten regeln (2. Mose 20; Matth. 5).

 

5. Weil die Gemeinde Jesu ihre historischen Wurzeln im religiösen Judentum hat und weil wir ihrer Sorgfalt die Bibel verdanken.

Röm 11,17-18  Wenn aber etliche der Zweige ausgebrochen wurden und du als ein wilder Ölzweig unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaums teilhaftig geworden bist, so rühme dich nicht wider die Zweige! Rühmst du dich aber, so wisse, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich!

 

6. Weil Israel und die Gemeinde Jesu – beide zu Recht – „Volk Gottes“ sind.

5. Mo7,6 Denn du bist ein heiliges Volk (Israel) den HERRN, deinem Gott. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind.

1.Petrus 2,9 Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat …

Und weil Gott beide zusammen segnen will.

Eph 2,11-22  Die Einheit der Gemeinde aus Juden und Heiden.

Darum denkt daran, dass ihr, die ihr von Geburt einst Heiden wart und Unbeschnittene genannt wurdet von denen, die äußerlich beschnitten sind, dass ihr zu jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und Fremde außerhalb des Bundes der Verheißung; …

Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft. Durch das Opfer seines Leibes hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache und die beiden versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst. Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren. Denn durch ihn haben alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater. …

 

7. Weil es Gottes Auftrag an die „Heiden“ ist.

In den folgenden Versen spricht Gott zu den Völkern und zur neutestamentlichen Gemeinde.

Jes 40,1  Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott.

Jes 52,7  Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König!

Jes 61,10  Gehet ein, gehet ein durch die Tore! Bereitet dem Volk den Weg! Machet Bahn, machet Bahn, räumt die Steine hinweg! Richtet ein Zeichen auf für die Völker!

Jer 31,6  Denn es wird die Zeit kommen, dass die Wächter auf dem Gebirge Ephraim rufen: Wohlauf, lasst uns hinaufziehen nach Zion zum HERRN, unserm Gott!

Jer 31,7  Denn so spricht der HERR: Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzet über das Haupt unter den Völkern. Ruft laut, rühmt und sprecht: Der HERR hat seinem Volk geholfen, dem Rest Israels!

 

8. Weil Gott die Gemeinde berufen hat als Hoffnung für Israel.

Röm 11,11 So frage ich nun: Sind sie gestrauchelt, damit sie fallen? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall ist den Heiden das Heil widerfahren, damit Israel ihnen nacheifern sollte.

Röm 11,14  ob ich vielleicht meine Stammverwandten zum Nacheifern reizen und einige von ihnen retten könnte.

 

9. Weil das Land Israel, einschließlich Judäa und Samaria („Westbank“), der zentrale Schauplatz der Welt- und Heilsgeschichte war, ist und sein wird.

 

10. Weil das jüdische Volk während der Zeit seiner 2000-jährigen Zerstreuung von Teilen der Christenheit schändlich behandelt und verfolgt wurde.

1.Mo 12,3  Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

 

11. Wir bejahen die Rückkehr der Juden und Wieder-errichtung eines jüdischen Staates in Israel, weil er gottgewollt ist. Wir treten deshalb ein für Israels Existenz innerhalb gesicherter Grenzen mit Jerusalem als seiner Hauptstadt.

Jer 30,3   Denn siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich das Geschick meines Volks Israel und Juda wenden will, spricht der HERR; und ich will sie wiederbringen in das Land, das ich ihren Vätern gegeben habe, dass sie es besitzen sollen.

Jer 32,41  Es soll meine Freude sein, ihnen Gutes zu tun, und ich will sie in diesem Lande einpflanzen, ganz gewiss, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.

Hes 11,17 Darum sage: So spricht Gott der HERR: Ich will euch zusammenbringen aus den Völkern und will euch sammeln aus den Ländern, in die ihr zerstreut seid, und will euch das Land Israels geben.

 

12. Weil Israel nach Gottes Plan ein Segen für die arabischen Nationen sein wird.

Jes 19, 23-25  Zu der Zeit wird eine Straße sein von Ägypten nach Assyrien, dass die Assyrer nach Ägypten und die Ägypter nach Assyrien kommen und die Ägypter samt den Assyrern Gott dienen.  24 Zu der Zeit wird Israel der Dritte sein mit den Ägyptern und Assyrern, ein Segen mitten auf Erden;  25 denn der HERR Zebaoth wird sie segnen und sprechen: Gesegnet bist du, Ägypten, mein Volk, und du, Assur, meiner Hände Werk, und du, Israel, mein Erbe!

 

13. Weil das jüdische Volk mehr denn je Christen braucht, die sich offen zu Israel stellen, für das Land und die Menschen im Gebet eintreten.

Die Freundschaft und Unterstützung der Christen für das jüdische Volk und die Nation Israel haben einen klaren biblischen Auftrag in dieser Stunde der Geschichte. Der Bibel treue Christen sind gerufen, das Recht Israels auf Existenz zu unterstützen; ja die aufstehen gegen anti-jüdische und anti-israelische Entwicklungen in unserer Gesellschaft und die Israel mit einer kritisch-helfenden Solidarität begleiten.  In diesem Zusammenhang sind wir dankbar für die Menschen, die sich zum jüdischen Volk gestellt haben, auch wenn es ihr Leben gekostet hat.

Psalm 105, 8-11  Er gedenkt ewiglich an seinen Bund, an das Wort, das er verheißen hat für tausend Geschlechter, 9 an den Bund, den er geschlossen hat mit Abraham, und an den Eid, den er Isaak geschworen hat. 10 Er stellte ihn auf für Jakob als Satzung und für Israel als ewigen Bund  11 und sprach: »Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbteils«

 

Als Christen bekennen wir uns zum jüdischen Volk.  Jesus Christus (Christus = hebr „Messias”) wusste sich zuerst zu seinem Volk, zum Hause Israel gesandt. Er hat bis zum Kreuzestod für dieses Volk gebetet. Christen, die seinen Namen tragen, dürfen sich nicht von diesem Volk abwenden.

Die frühe Gemeinde war jüdisch. Die Christenheit entsprang aus jüdischen Wurzeln und hat nie aufgehört, ihnen verpflichtet zu sein (Rö 11,18).

Wir glauben, dass die Wiedereinsetzung des jüdischen Volkes in das Land Israel den im Wort Gottes enthaltenen Verheißungen entspricht, und die Zeit Gottes „Zion vor aller Welt zu bestätigen“, begonnen hat.

Wir glauben, dass Israel (Land, Leute und Nation) eine göttlich bestimmte Zukunft hat und dass Gott sein jüdisches Volk nicht auf Dauer verstoßen hat.

Uns ist bewusst, dass die Barrieren, die heute zwischen Juden und Christen existieren, vor allem durch christlichen Antisemitismus und christliche Verfolgung des jüdischen Volkes verursacht wurden.

Wir sind uns auch heute der jüdischen Wurzeln unseres Glaubens bewusst.

Unser Beistand für Israel ist der Beistand eines Freundes. Sprüche 17.17 „Ein Freund liebt zu jeder Zeit…“

Unser Beistand für Israel ist nicht von ihrer religiösen oder soziologischen Struktur abhängig.

 

Zeichen der Versöhnung:

Gedenkstein „Wald Nürnberg“, einer Pflanzung von 5.000 – 10.000 Bäumen durch Initiative vom AK „Suchet der Stadt Bestes – Nürnberg“ im Wald der deutschen Länder mit insgesamt 500.000 Bäumen in derNegev-Wüste.

 

ISRAEL (hebr. Jisrael)(„er streitet mit Gott“) dem Stammvater Jakob von Gott verliehener Name (1.Mose 32,29;35,10)

Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Israel.svg

FLÄCHE                   22.380 km

Hauptstadt         Jerusalem

Amtssprachen  Hebr./Arabisch

Bevölkerung        8.700.000

Juden                            75 %

Nichtjuden                 25 %

Gepflanzte Bäume  260 mio

 

 

Wissenwertes

Gebiet verschiedenster Landschaftsformen. Im Norden befindet sich der Berg Hermon mit 2814m. Mittel-meerlandschaft östlich von Jerusalem, Wüste ab Beer Sheva. Das Jordantal liegt 213m u. d. M., am Toten Meer sinkt es auf 400m u. d. M. ab (tiefster Punkt der Erdoberfläche).

Eigentlich ist Israel klein und arm, jedoch war es am Geschehen der Weltgeschichte beteiligt, wie kein anderes Land. Geografisch liegt es am Knotenpunkt 3er Kontinente (Afrika, Asien, Europa), zwischen 2 Meeren (Indischer Ozean/Mittelmeer) und zwischen 3 Wüsten (im O die Syrische Wüste, im S die arabische und SW die Sahara).

Es gibt, Statistiken zu folge, indem kleinen Land 3000 versch. Pflanzenarten –  auf den Britischen Inseln (2 1/2 x so groß) nur 1800 oder 1500 in Ägypten (10x so groß). Kein anderes Land der Welt verfügt über diesen Pflanzenreichtum. Gegenwärtig gibt es in Israel 450 Vogelarten (England: 560 oder USA: 725).

 

Gott nennt dieses Land: ein „KLEINOD“.

 

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636. 70 Jahre Staat Israel – ein umkämpftes Wunder. Mazal tov!

Sonntag, 7. Oktober 2018 | Autor:

Blick vom Ölberg in Jerusalem

 

Liebe Blogbesucher,

ich muss mich beim Thema Israel immer wieder wundern, welch verquerte Meinungen und Ansichten bei den Menschen der Welt aber auch bei Christen vorhanden sind. Wenn man aber einmal nachforscht woher diese Menschen ihre Meinung und Ansichten beziehen, dann braucht man sich nicht zu wundern. Das westliche Europa wird seit der 68er Bewegung durch eine einseitige grün – links – rote Medienlandschaft gesteuert und manipuliert. Diese Ideologen haben sich nie mit Israel wirklich beschäftigt und auch das Christentum ist ihnen weitgehend fremd. Humanismus und Gleichschaltung sind ihre Werkzeuge mit denen Sie die Menschen indoktrinieren.

Übrigens – ohne den Juden Jesus gäbe es kein Christentum und keine Vergebung unserer Schuld.

 

Ich habe mich deshalb gefreut als ich vor einiger Zeit einen Artikel zum 70jährigen Jubiläum von Israel in einer freikirchlichen Gemeinde in Nürnberg gefunden habe.

Ich danke den Autor und Israelkenner Hansjürgen Kitzinger vom Arbeitskreis “Suchet der Stadt Bestes” aus Nürnberg für die Genehmigung zur Veröffentlichung hier in meinem Blog.

 

Seit König Pharao gab es in jeder Generation Jemand, der das Volk Israel vernichten wollte. Die Wurzeln des jüdischen Volkes lassen sich 4000 Jahre zurück verfolgen. Fast genau so alt ist der Slogan “Lasst uns sie ausrotten, dass sie kein Volk mehr seien und des Namens Israel nicht mehr gedacht werde“ (Psalm 83.5).

Der römische Judenhasser Kaiser Hadrian 135 n.C. wollte den Namen Israel ausradieren und nannte Judäa „Syrie Palestina“, damit man „des Namens Judäa Israel nimmermehr gedenke.“

Nach dem Ende der türkisch-ottomanischen Herrschaft im Heiligen Land im Jahr 1917 übernahm die britische Regierung die Verwaltung über „Palästina“. 1920/22 wurden die Briten vom Völkerbund (UN) beauftragt, dort eine „nationale Heimstätte für die Juden“ einzurichten, und zwar ausdrücklich aufgrund der „historischen Verbindung“ des jüdischen Volkes mit diesem Land.

1923 richtete Großbritannien im Bereich östlich des Jordan das arabische Emirat Transjordanien ein (seit 1950 Jordanien). Damit verblieb nur noch das Gebiet westlich des Jordan für die Wiedererrichtung eines jüdischen Staates. Nach Spannungen zwischen Juden und Arabern gaben die Briten das Mandat 1947 an die UN zurück, ohne den Auftrag für eine “nationale Heimstätte für die Juden” erfüllt zu haben. Dann verabschiedete die UN am 29.11.1947 in ihrer Resolution 181 mit großer Mehrheit einen Teilungsplan für das Gebiet zwischen Mittelmeer und dem Jordan. Es sollte ein jüdischer und ein arabischer Staat errichtet werden.

Die Juden nahmen den Plan an, die arabisch-islamischen Staaten lehnten geschlossen ab. Gleich darauf gingen die Araber in Palästina zum bewaffneten Widerstand über. Überall im Land kam es zu Bombenanschlägen und Feuerüberfällen auf jüdische Dörfer und Wohnbezirke. Die jüdische Bevölkerung zählte 650.000. Nachdem der letzte britische Hochkommissar abgereist war, wurde gemäß der UN-Resolution am 14.5.1948 von David Ben Gurion der Staat Israel mit folgenden Worten ausgerufen:  „2000 Jahre haben wir auf diese Stunde gewartet und nun ist es geschehen. Wenn die Zeit erfüllt ist, kann Gott nichts widerstehen. Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft.“

Wenige Stunden danach fielen arabische Streitkräfte aus Syrien, Ägypten, Libanon, Transjordanien und aus dem Irak in Israel ein. Die Entstehung des Staates sollte in letzter Minute mit Gewalt verhindert werden. Der junge Staat musste sich verteidigen, der Unabhängigkeitskrieg endete mit mehreren Waffen­stillstandsabkommen im Jahre 1949. Danach kamen Judäa und Samaria (Westjordanland) unter jordanische, der Golan unter syrische und der Gazastreifen unter ägyptische Verwaltung. Jordanien war Besatzermacht der uralten jüdischen Gebiete Judäa und Samaria einschließlich Ost-Jerusalem. Ein „palästinensisches Volk“ gab es nicht. Erst 1968 bezeichnete Arafat die „Araber in Palästina“ als „Palästinenser“. Der Staat Israel anerkannte 1994 die PLO als „Vertreterin des palästinensischen Volkes“. In fünf Kriegen musste sich  Israel verteidigen, hinzu kamen der Libanonrückzug   und zwei Gaza-Kriege.

Der Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 wurde Israel zur Selbstverteidigung aufgezwungen. Die jüdische Armee brachte das gesamte Gebiet westlich des Jordan einschl. Ost-Jerusalem unter seine Kontrolle. Der Wunsch Israels nach Friedensverträgen beantworteten die arabischen Staaten in Khartum  mit einem dreifachen “Nein”: Nein zu Verhandlungen, zum Frieden und zur Anerkennung des jüdischen Staates. Bis heute erkennen außer Jordanien und Ägypten die arabischen Staaten das Existenzrecht Israels nicht an.  

Die Terroranschläge gegen Israel von der 1964 gegründeten PLO, später von der Hamas, der Hisbolla u.a. wollten nicht enden. Trotzdem gab Israel ab 1994 mehrere Städte und Gebiete an die palästinensische Autonomiebehörde  zur Selbstverwaltung.  Im Sommer 2005 zog sich Israel  aus dem Gaza-Streifen und aus vier jüdischen Orten in Nord-Samaria ohne Gegenleistung zurück. Daraufhin wurden in den drei folgenden Jahren weit über 6000 Raketen und Granaten aus Gaza auf Israel  abgefeuert.

Durch die insgesamt 12.000 Raketen, die seit dem Jahr 2000 in Israel  niedergingen, wurden eine Viertelmillion israelische Bürger tyrannisiert und traumatisiert. Deshalb hat Israel am 27.12.2008 eine Militäroperation gegen die Hamas im Gaza-Streifen eingeleitet. Raketen und Granaten schlugen jedoch weiterhin im Süden Israels ein, von der Hisbolla aus Libanon im Norden. Darüber hinaus feuerten Terroristen 250 Raketen auf Israels Ballungsräume.

Am 08.07.2014 eskalierte der Konflikt zum 50-Tage-Gaza-Krieg. 4.200 Raketen  wurden aus Gaza auf Israel abgefeuert. Davon konnten  durch das Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ Hunderte abgefangen werden. So wurde verhindert, dass große Wohngebiete in Israel getroffen wurden. Es wurden 38 Terrortunnel zerstört, durch die die Terroristen in Israel eindringen wollten. Die Hamas baut neue Terrortunnel in Gaza u. lagert Tausende Raketen in Gaza, die Hisbolla ebenfalls  angeblich 140.000 im Libanon. In den letzten fünf Jahren sind 850 Raketen aus Gaza auf Israel abgefeuert worden

Frage: Was würden wir tun, wenn täglich auf unsere Stadt Raketen und Granaten abgefeuert werden? Nach dem Raketenalarm durch die Sirene bis zur Explosion hat man 15-60 Sekunden Zeit, um in einen Schutzraum zu flüchten.

Die Existenz des Staates Israel gründet sich völkerrechtlich auf den Beschluss der UNO neben dem historischen, natürlichen und göttlichen Recht des jüdischen Volkes auf ein eigenes Staatswesen. Israel ist ein säkulärer Rechtsstaat und die einzige Demokratie in Nahost.

Aus 144 Nationen sind die Juden aus der Zerstreuung nach Zion heimgekehrt und diese „Alijah“ (Heimkehr) dauert an. Trotz Gazakrieg und Terror wanderten seit 2014 jährlich rund 25.000 Juden in Israel ein. Junge Juden wollen im wachsenden Hightec-Staat in Freiheit leben. Juden und Christen sind sich einig, dass Gott die lenkende und zentrale Autorität hinter Menschen und Nationen ist. Israel ist die einzige Nation in der Geschichte der Menschheit, die nach zweitausend Jahren wieder erstanden ist.

Christen und Juden wissen aus der Bibel: Israel ist aus göttlicher Inspiration heraus entstanden. Letztendlich erfüllt sich, was Gott in seinem Wort versprochen hat: “Ich nehme die Kinder Israel aus den Völkern heraus, wohin sie gezogen sind und ich sammle sie auf ihrem Boden. Und ich mache sie zu einer Nation im Land.” (Hes. 37.21).

Israel ist kein Auslaufmodell, der Apostel Paulus wusste um Gottes bleibende Treue zu seinem Bundesvolk: “Gott hat sein Volk nicht verstoßen, welches er zuvor ersehen hat” (Röm. 11.2). Durch den Propheten Jeremia sagt Gott: „Bevor das Volk Israel aufhört zu existieren, werden Sonne, Mond und Sterne vergehen“  (31.36), und „Wer es antastet, der tastet seinen Augapfel an” (Sach. 2.12). In den Augen vieler Völker ist Israel ein vermeintliches  Hindernis auf dem Weg zum Weltfrieden, “Jerusalem ein Taumelbecher und Laststein für alle Völker, die sich wund reißen, wenn sie ihn beseitigen wollen” (Sach.12.2-3). Wer Israel zerstören will, zerstört sich selbst.

Israel – das 4000 Jahre alte Volk, lebt in einem jungen Staat seit 70 Jahren. Nach 2000 Jahren in der Diaspora findet es trotz schmerzvoller Prozesse wieder zusammen.

Der Prophet Jesaja spricht von einem einmaligen Ereignis in der Völkergeschichte (Jes. 66.8): „Wer hat so etwas je gehört? Wer hat dergleichen je gesehen? Kann denn ein Land an einem einzigen Tage ins Dasein gerufen oder ein Volk plötzlich geboren werden? Kaum in Wehen, hat Zion schon ihre Kinder geboren.“

Israels Hauptstadt ist Jerusalem.  Seit 1967 ist die Stadt wiedervereinigt und Regierungssitz.  Nie wurde die Stadt seit 3000 Jahren von einer Fremdmacht zu ihrer Hauptstadt erklärt. Jerusalem  ist der Lebensnerv des jüdischen Volkes und des Staates Israel.  Das moderne Jerusalem entwickelte sich seit 1844 mit den Juden als größter Bevölkerungsgruppe und als die ersten Wohnviertel außerhalb der Stadtmauern gebaut wurden. Jerusalem zählt heute 870.000 Einwohner. Sie ist die größte Stadt Israels.

Die Zukunft Israels unterliegt nicht der Willkür seiner Feinde sondern der Erwählung Adonais.
(Lese-Empfehlung: „Das Buch Sacharja“)

Am ISRAEL Chai – Das Volk Israel lebt!

 

„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist!“

David Ben Gurion, erster Ministerpräsident, 1948

 

Autor: Hansjürgen Kitzinger,  Arbeitskreis „Suchet der Stadt Bestes“

Postfach: 81465, D-90249 Nürnberg     www.ak-sdsb.de

 

 

Dr. Thomas Bauer Regierungspräsident Mittelfranken

 

Grußwort von Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer bei der Festveranstaltung „70 Jahre Staat Israel“ am 6. Mai 2018 in Nürnberg

 

Werte Veranstalter,

werte Ehrengäste,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

ein herzliches „Grüß Gott“ auch von meiner Seite und ein herzlicher Dank für die Einladung zur heutigen Festveranstaltung, die mir die Gelegenheit gibt, Ihnen als Schirmherr auch die besten Grüße der Bayer. Staatsregierung zu übermitteln.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

bestimmte Werte sind konstitutiv für Deutschland und Bayern: die Achtung vor der Würde des Menschen, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Sozialstaatlichkeit, der Schutz der Menschenrechte. Das Grundgesetz benennt diese Werte ausdrücklich.

Ein weiteres Element des deutschen Staatsverständnisses wird in der Verfassung nicht erwähnt. Angela Merkel hat es in ihrer Rede am 18. März 2008 – der ersten Rede eines deutschen Bundeskanzlers vor der Kneset (und überhaupt eines ausländischen Regierungsschefs) – so formuliert:

„Die historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes. Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar.“

Auch der Bundestag hat sich anlässlich des Geburtstags Israels im vergangenen Monat erneut zum Existenzrecht des jüdischen Staates und zum Kampf gegen Antisemitismus in Deutschland bekannt. Ja, Deutschland steht in einem einzigartigen Verhältnis zu Israel. Dies ist begründet durch die Verantwortung Deutschlands für die Shoa, dem systematischen Völkermord an etwa sechs Millionen Juden Europas, in der Zeit des Nationalsozialismus. Ja, Deutschland steht ein für das Existenzrecht des Staates Israel und dies ist auch nicht verhandelbar. Und dennoch: Nicht alle in Deutschland teilen diese Auffassung.

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung aus dem Jahr 2015 unter der Überschrift „Deutschland und Israel heute – Verbindende Vergangenheit, trennende Gegenwart?“ hat über 2.000 Menschen aus Deutschland und Israel befragt. Das Ergebnis: die meisten Israelis haben ein positives Deutschlandbild, für sie ist Deutschland heute eine freundlich gesinnte Nation und ein Verbündeter. Bei Deutschen ist der Blick eher skeptisch auf Israel gerichtet, insbesondere unter den jüngeren Deutschen gibt es in Teilen eine ablehnende Haltung gegenüber Israel.

Woher kommt diese Diskrepanz zwischen den staatlichen Beziehungen und der Sichtweise von Teilen der deutschen Bevölkerung? Die Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt, dass die Haltung Israel gegenüber bei den meisten Deutschen nicht nur durch die Vergangenheit geprägt ist, sondern von der Wahrnehmung des israelisch-palästinensischen Konflikts und hier vor allem der Siedlungspolitik Israels überlagert und beeinflusst wird. Die Studie zeigt aber auch, wie erschreckend hoch die Zustimmung zu verschiedenen Formen des Antisemitismus ist und wie sich dieser Antisemitismus zunehmend gegen Israel richtet.

Wollen wir ehrlich sein! Der Antisemitismus war in Deutschland nie verschwunden. Daran konnten auch die Entnazifizierung und intensive schulische und politische Bildungsangebote nichts ändern. Allerdings bewegte sich der braune Bodensatz meist im Untergrund, er war für viele schlicht nicht sichtbar. Auch heute wird kaum jemand öffentlich in Deutschland sagen, er sei Antisemit, „die Juden seien unser Unglück“. Die Begriffe sind vorsichtiger gewählt. Sie lauten „Israel-Kritik“, es heißt Israel sei das einzige Hindernis für einen Frieden im Nahen Osten. Es werden faschistische Begriffe wie „das internationale Finanzjudentum“ in „das internationale Finanztum“ umgewandelt, es heißt „hinter Amerika stehe eine andere Macht“, für die Finanzkrise seien die „Banker von der Ostküste“ verantwortlich oder es werden jüdisch klingende Namen verwendet, wie Rothschild oder Goldman-Sachs.

Auch politisch weht der Wind nicht mehr nur aus der bekannten rechten Richtung, sondern er kommt auch von links und wird dort die „Befreiung Palästinas“ betitelt. Gerne werden hier auch Verschwörungstheorien gepflegt. Niemand spricht von Ritualmorden der Juden, aber Mahmud Abbas erhält Beifall im Europäischen Parlament für seine Aussage, Israel würde das Wasser in Palästina vergiften.

Und der Antisemitismus kommt ökonomisch. Auch wenn niemand ruft „Kauft nicht bei Juden“, gibt es doch Boykott-Aufrufe gegen Produkte aus Israel.

Was können wir tun, um Antisemitismus, der sich als „Israel-Kritik“ tarnt, zu bekämpfen? Was können wir tun, damit die deutsche „Staatsräson“ auch zur „Bürgerräson“ der Menschen dieses Staates wird? Ich sehe vor allem ein wichtiges Handlungsfeld, wir müssen Fakten gegen „Fake-News“ setzen.

Die Informationen über die fundamentalen Unterschiede zwischen Israel als einziger Demokratie im Nahen Osten und den Nachbarstaaten Israels müssen noch klarer vermittelt werden, so wie sie beispielsweise der deutsche Blogger Gerd Busemann vor kurzem beschrieben hat.

Nicht allen Menschen ist etwa klar, dass in Israel über 1,69 Millionen Muslime friedlich mit Juden zusammenleben. Sie sind miteinander durch den demokratischen Rechtsstaat verbunden, der ihr Zusammenleben schützt und sie auf eine rechtliche Stufe stellt, ebenso wie er auch unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe oder sexueller Orientierung allen Staatsbürgern gleiche Rechte verschafft.

 

Ein Fünftel der Staatsbürger Israeli sind Muslime und 77 Prozent davon sagen laut einer repräsentativen Umfrage der Harvard Kennedy School, in keinem anderen Land lieber leben zu wollen, als in Israel!

 

Dort sind sie Arbeitskollegen, Lehrer, Anwälte, Abgeordnete, Feuerwehrmänner, Nachbarn von Juden. Sie lachen, leben, essen, weinen und streiten zusammen. Außerhalb Israels sieht es anders aus. Die Hamas fordert die Vernichtung des ganzen jüdischen Volkes (Gründungscharta Artikel 7) und die Zerstörung Israels (Artikel 13). Offizielle Vertreter der Hamas rufen zur Vernichtung aller Juden auf, sie nennen sie „Ungeziefer“ und „Bakterien“, bezeichnen und wünschen, dass ihnen die Kehlen durchgeschnitten und ihre Familien ermordet werden.

Wer Israel pauschal verunglimpft, wie es die BDS-Boykott-kampagnen tun, will nicht wahrhaben, dass er sich gegen ein Land wendet, das alle staatliche Krankenhäuser mit Gebetsräumen für alle Religionen ausstattet, weil ein Muslim erfolgreich beim Supreme Court Israels geklagt hatte, weil er vor einer Klinik in Tel Aviv im Freien beten musste.

Als Jude im Gaza-Streifen oder in Saudi-Arabien haben sie keinen eigenen Gebetsraum in Krankenhäusern, sie haben noch nicht mal eine Aufenthaltserlaubnis dort, denn es ist dort verboten, Jude zu sein. Genauso wie sie als israelischer Staatsbürger auch Kraft Gesetzes von Kuwait Airways nicht befördert werden.

Weitgehend unbekannt ist auch, dass seit Gründung des Staates Israel 3.134 Zivilisten Opfer von Terroranschlägen geworden sind. Und trotzdem wurde der israelische Kampfsanitäter Elor Asaria, der im März 2016 einen verletzt am Boden liegenden palästinensischen Attentäter mit einem Kopfschuss getötet hatte, von einem Militärgericht wegen Totschlags verurteilt. Israel ist ein Rechtsstaat.

Diese Unterschiede werden meines Erachtens noch nicht klar genug und nicht oft genug öffentlich herausgestellt. Das wäre zumindest ein Anfang.

Ich meine zum Schluss: Deutschland tut nicht nur gut daran, die Sicherheit Israels aus historischen Gründen zum Teil seiner eignen Staatsinteressen zu machen, der Blick auf Israel und die Sensibilität für Antisemitismus tun Deutschland auch im Inneren gut, weil sie uns die Augen öffnen für den Zustand unserer eigenen Gesellschaft.

 

70 Jahre Israel sind daher nicht nur ein Grund zum Mitfeiern als Freunde des jüdischen Volkes und aller israelischen Staatsangehörigen, sondern auch für Deutschland selbst.

 

Alles Gute Israel für die nächsten 70 Jahre!

 

 

 

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634. Schalom!

Mittwoch, 3. Oktober 2018 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

dieser Artikel hat mir so gut gefallen, dass ich ihn hier meiner Leserschaft zur Kenntnis geben möchte.

Ich danke meinen Bruder Traugott Joachim Mall für die Genehmigung und der Redaktion von Herzen für Israel.

 

 

Schalom!

Nochmals möchte ich die Bedeutung dieser Begrüßung an den Anfang dieses Anschreibens stellen. Einfach deshalb, weil wir in einer Zeit leben und uns sogar ein Stück weit daran gewöhnt haben, grußlos aneinander vorüber zu gehen. Den anderen nicht mehr wahrzunehmen. Das mag gehen bis hin zum “Was guckst Du” als einem Ausdruck einer oft unbewusst und tief sitzenden Furcht vor dem “bösen Blick”. Sicherlich ein Stück weit auch abhängig vom kulturellen Background. Mancher handfeste Raufhändel mag in einem solchen bewussten, “den anderen sehen” seinen Ursprung gehabt haben.

In Supermärkten kommt man nicht mehr unbedingt ins Gespräch. Manchmal ernte ich erstaunte Blicke, wenn ich den Versuch mache, eine Wortbrücke zum Nächsten zu bauen. Ein herzliches “Grüß Gott” oder eine nette Bemerkung können da schon leicht den Unterschied machen und dazu führen, dass man miteinander ins Gespräch kommt. (Nicht nur einmal habe ich erlebt, dass ich für Menschen, denen ich so beim Einkaufen begegnet bin, konkret beten durfte).

Noch distanzierter ist in aller Regel der Umgang bei Begegnungen in Bankvorräumen, dort wo sich die Kassenautomaten befinden. Manchmal ist regelrecht Furcht vor dem anderen spürbar. Zu bestimmten Tageszeiten und abhängig vom jeweiligen Umfeld und der temporären Zusammenfügung der Leute, die sich gerade mal eben wegen der Teilhabe an der “Weltmacht Geld” zusammengefunden haben. “Darf ich mit tippen und wir machen halbe halbe” hat schon oft zur überraschten Erheiterung und Lockerung der Atmosphäre beigetragen.

Vor wenigen Jahren bot die Post noch ein Häuschen an, von dem aus man seine privaten Gespräche führen konnte. Dann ließ uns die Telekom mit ihren pinkfarbenen Säulen im Regen stehen. Inzwischen haben wir fast alle diese Telefone, die als “smart” (klug) gelten und die uns für alle fast immer erreichbar gemacht haben. Mühsam mussten wir lernen, dass lautstarkes Streiten am Telefon auf den Straßen in der Großstadtnacht ruhestörend ist und daher besser unterbleiben und Privatgespräche im Bus nicht jeden interessieren und schon gar nicht interes-sieren müssen.

Auch in Stammgaststätten mit Freundes- und Familientischen zeichnet sich als klug aus, wer das “Mobil” in der Tasche lässt. Einige Gastronomen haben inzwischen auf dieses Bedürfnis reagiert, und bieten sogar den Tischen zugeordnete Schließfächer an.

Ich führe diese kleinen Alltagssituationen deshalb an, weil sie alle Ausdruck sind für fehlenden Frieden. Umgekehrt zeigen mir die gemachten Erfahrungen wie groß bei vielen die Sehnsucht ist, als Mensch, als Gegenüber wahrgenommen zu werden. Da kommt diesem Grüßen tatsächlich eine besondere Bedeutung zu.

Ich grüße Sie also ganz herzlich und wünsche Ihnen Schalom:

Auf der Basis der Bibelübersetzung “Neue King James” sind folgende Begriffe zu lesen, die im Schalom beinhaltet sind:

“Komplett sein, Ganzheit, Gesundheit, Frieden, Wohlstand, Wohlergehen, Sicherheit, Ausgeglichenheit, Sattsein, Ruhe, Fülle, Ausruhen, Harmonie, Wachstum, Perfektion, Abwesenheit von Störungen und Agitation” Schalom stammt vom Wurzelbegriff “shalem” ab. Dieser bedeutet. “Ganz sein, erfüllt sein, perfekt sein” Im modernen Hebräisch gibt es offensichtlich verwandte Begriffe, wie z.B.“shelem” das “bezahlen” bedeutet und “shulam” das “voll bezahlt werden” meint.

 

Beides kommt in unserem Wirtschafts-Leben immer seltener vor. Zumindest im Bezug auf immer größere Kreise unserer Gesellschaft. Allen anderslautenden politischen Verlautbarungen zum Trotz. Vieles wird nicht oder nur unzureichend honoriert und voll bezahlt werden oft diejenigen, die eh schon herausragend entlohnt werden. Aber das war und ist Teil dieser finsteren Welt, in der wir leben.

Markus 10, 42 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisset, dass die Mächtigen dieser Welt ihre Völker unterdrücken. 43 Aber also soll es unter euch nicht sein. Sondern welcher will groß werden unter euch, der soll euer Diener sein; Johannes 1, 16 Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. 17 Denn das Gesetz ist durch Moses gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden.…

Philipper 4, 19 Gott aber wird ausfüllen allen Mangel gemäß seinem Reichtum in der Herrlichkeit in Christo Jesu.

Schabbat! Im ursächlichen Zusammenhang mit dem Schalom steht der Schabbat. Deutlich an den Aspekten Ausgeglichenheit, Sattsein, Ruhe, Fülle, Ausruhen und Harmonie.

2.Mose 20:11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.

Es liegt über 25 Jahre zurück, als mein damaliger Chef mich eines Sonntags in der Frühe anrief und mit für ihn außergewöhnlichen Worten: “Schau mal was unser Herrgott für Wetter schenkt” mich auf eine für ihn wichtige Geschäftsreise schicken wollte. Entgegen meiner sonstigen Ruheabsicht machte ich mich mit meinem umfangreichen Fotoequipment, das ich im Fahrgastraum verstaut hatte, auf den Weg. Schon nach wenigen Kilometern machte mir der ekelhaft penetrante Benzingeruch derart zu schaffen, dass ich nur mit offenen Fenstern weiterfahren konnte und sofort an der nächsten Tankstelle anhielt um der Ursache auf den Grund zu gehen. Ich war nicht wenig erstaunt, als ich den Kofferraum treibstoffgeflutet vorfand, weil die in den Tank eingelassene Vorrichtung für das Messgerät aufgebrochen war und damit der Tankinhalt sich in den Kofferraum hatte ergießen können. Langer Rede kurzer Sinn. Das gesamte Unterfangen musste ich abbrechen und habe mich daraufhin festgelegt, nicht mehr sonntags zu arbeiten. Die so mit erzwungener Verspätung durchgeführten Arbeiten waren dann derart erfolgreich, dass am Ende des Gesamtprojektes sogar eine internationale Auszeichnung stand.

 

Es bleibt dabei: An Gottes Segen ist eben alles gelegen. Und, Sein Wort ist wahr und was Er zusagt, das hält er gewiss. Jedes SEINER WORTE ist Wahrheit und LICHT auf dem Weg zum Leben. Licht in einer dunklen Welt. Was kann aus der Dunkelheit anderes als Dunkel kommen?

Wie kann man von Menschen die im Finstern wandeln, Erhellendes erwarten? Tatsächlich – und das wird mir immer deutlicher – sind all die angeblich klugen Einsichten, Erkenntnisse, Erklärungen, Konzepte, Pläne, wie sie uns tagtäglich auf allen inzwischen medial möglichen Wegen begegnen (seit Gutenbergs Zeiten in Bergen von Büchern erschlagen) eben nichts anderes als irdisch, menschlich, verderbliche Ware, deren Verfallsdatum schon bei der Drucklegung überschritten ist.

Angesichts der medialen Revolution mutet ein Satz wie “nichts ist älter als die Zeitung von gestern” antiquiert an. Beim “Alten Buch” ist das ganz anders: Hierin und in dem, der dahinter steht, finden wir alles, was wir zum Leben brauchen – und zu einem “seligen Tod”.

Zurück: Es gibt eine Diskussion um die Bedeutung des Sonntags als Schabbat-ersatz versus dem Schabbat als echtem biblisch verbrieften Gottesgebot. Diese Diskussion möchte ich hier jedoch nicht führen, denn es geht beim Schabbat prinzipiell dann doch um sehr viel mehr.

Aus der Fülle der uns inzwischen bekannten “Naturgesetze”, die wir natürlich als vom Schöpfer erschaffen und festgelegt wissen, greifen wir – sozusagen exemplarisch – den Schabbat heraus:

Wer das menschliche Wachstum anschaut wird feststellen, dass kulturübergreifend bestimmte Wachstumsschritte, so wie Wachstumsknoten bei Pflanzen, auf dieser Siebener-Abfolge stattfinden (Bei uns im Westen so definiert z.B. als Sieben (Schulreife), 14 (Jugendliche), 21 (Erwachsen) 28 etc. Überprüfen Sie das gerne mal selbst im Rückblick auf Ihr eigenes Leben!

Im Bezug auf den Boden wissen wir um das Schabbatjahr, bei dem die Felder unbearbeitet sich erholen sollen. Die industrielle Welt hat sich schon lange über dieses Gebot hinweggesetzt. Chemische Dünger, Pflanzenschutzmittel und Insektenvernichter sind seit vielen Jahren fester Bestandteil einer Gottes Gebote missachtenden Unkultur.

“Ohne Gott und Sonnenschein, bringen wir die Ernte ein”, war nur einer der Slogans, welche der “real existent gewesene” Sozialismus in die Hirne gepresst hat. Mit deprimierenden Folgen bis heute.

Heute setzt sich eine ebenso gottlose Regentenclique selbst über den gesunden Menschenverstand hinweg. Wenn z.B. Bayer den US-Konzern Monsanto aufkauft, der durch hochgiftige Produkte wie Round-Up für massive negative Folgen in die Ernährungskette hinein gesorgt hat, ist das nicht nur der anhängigen Klagen wegen dumm. Monsanto hat seinen Saaten die Keimfähigkeit genetisch wegmanipuliert und hat damit die Erzeuger in eine Abhängigkeit von Round-up resistenten Arten und notwendigen begleitenden Produkten geführt.

Viele Farmer in Indien haben sich aufgrund dieser Verschuldungsfalle das Leben genommen. Bis der Staat eingegriffen hat, und Monsanto dort seine Produkte vom Markt nehmen musste.

Andere Folgen der Intensivlandwirtschaft sind z.B das Insekten- und Bienensterben, das natürlich auch andere Arten betrifft. Eine Abnahme von Nährstoffen in fast allen unseren Lebensmitteln (Obst, Gemüse) lässt sich ab 1990 festmachen.

Bis dahin konnte man davon ausgehen, dass z.B eine Kartoffel das an Wertstoff lieferte, was man erwarten konnte. Seit dem – so ernst zu nehmende Studien – hat sich der Gehalt um mehr als die Hälfte reduziert. Wie gesagt in fast allen agrarischen Erzeugnissen. (Fazit: Mangelernährung trotz vollem Teller!)

Hinzu kommt, dass viele unserer Lebensmittel inzwischen angereichert sind mit schädlichen Stoffen, die sich, weil unzureichend abbaubar, in unserem Organismus nachweisen lassen. Gestiegenes Krebsrisiko sowie Veränderung der Erbinformation stehen als Gefahren im “Körper-Raum”. Missliebige Forschungsergebnisse “unter den Teppich zu kehren”, ist leider böse “industrielle” Art geworden.

(Siehe Abgasskandal) Nicht zu leugnende Tatsachen sind die Vielzahl von Fällen in der Fläche unseres Landes, die auf eine generelle Schwächung des Immunsystems hinweisen. Die starke Zunahme von unterschiedlichsten Allergien ist nur ein Ausdruck davon.

Dieser Hinweis auf die Konsequenzen, die auf das Missachten des Schabbat-gebotes zurückzuführen sind, soll uns einladen uns mehr mit dieser Thematik zu befassen. Tatsächlich geht es aber um den sich abzeichnenden “Endkampf” zwischen dem Schöpfer Himmels und Erde, der seinerzeit seinem Auserwählten Mose, eben diese “Grundgesetze” zu gelingendem Leben für alle Menschen aller Rassen, Völker und Nationen aller Zeiten stellvertretend anvertraut hat, und dem großen Widersacher, dem Diabolos (Durcheinanderbringer), “Vater der Lüge” Luzifer (Lichtbringer), der damals Moses Bruder Aaron missbrauchen konnte, um im “Goldenen Kalb” und dem damit verbundenen “Baalsdienst” (Sex, Drugs, “Rock`n Roll” seine ebenso gültige “Antithese” in die Weltzeit zu bringen.

Paulus weist in 1.Timotheus 6, 9 darauf hin: “Denn die da reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Stricke und viel törichte und schädliche Lüste, welche versenken die Menschen ins Verderben und Verdammnis. 10 Denn (die Liebe zum Geld) Geiz ist eine Wurzel alles Übels; das hat etliche gelüstet und sind vom Glauben irregegangen und machen sich selbst viel Schmerzen”.

Wie mir vor kurzem ein Landwirt der sich auf dem Weg zu einer Getreidemühle (die leider auch am Verschwinden sind) befand, mitteilte, sei seine Ernte von 2019 bereits an der Börse “verzockt” (so funktioniert unser “Weltwirtschaftssystem” eben) und er kämpfe aufgrund der geringen Erzeugerpreise um sein “Überleben”.

Dem Mammon wurde und wird nicht nur an den Börsen der Welt gehuldigt.

Mit größtem Einfluss strippenziehen die “Hohen Priester”, die Privatbanker der “Federal Reserve” (siehe Federal Reserve Act seit 1913), denen es gelungen ist, im “IWF”, der Weltbank, in den Herren der Zentralbanken, ihren “Klerus” eingesetzt zu haben. In dem Wunsch, dass ihr “Messias” sozusagen als “Schlussstein der Pyramide” einmal auf dem Thron in der neuerbauten Replik des “Tempel Salomonis” in Jerusalem sitzen möge.

Bibelleser wissen mehr und sind sicher, dass der im Himmel sitzt, ihrer spottet. (Psalm 2)

Sein Reich komme, Sein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

 

So bei Ihnen und mir, IHR

Traugott Joachim Mall & Team

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630. Jesus, der Jude, Messias und Herr

Mittwoch, 16. Mai 2018 | Autor:

Jerusalem

Lieber Blogbesucher,

viele Christen missachten das Alte Testament und haben dadurch große Defizite zur Person Jesus. Als ich den Artikel in der Zeitschrift Christen an der Seite Israels gefunden habe, habe ich mich sofort bemüht hierzu eine Genehmigung zur Veröffentlichung auf dieser Seite zu bekommen.

Ich danke den Autor Tobias Krämer sehr herzlich für diese Genehmigung und kann Ihnen den nachfolgenden Artikel sehr empfehlen.

Ultra-orthodoxe Juden in der Torat Emet-Jeschiwa in Jerusalem. Eine Jeschiwa (Mehrzahl: Jeschiwot) ist eine jüdische Hochschule,
an der sich die Schüler dem Tora-Studium, besonders dem Talmud-Studium widmen. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

 Jesus, der Jude, Messias und Herr

„Gottes Sohn wurde nicht Fleisch, Mensch […] in irgendeiner Allgemein­heit, sondern jüdisches Fleisch. Die ganze kirchliche Inkarnations- und Versöhnungslehre wurde abstrakt, billig, bedeutungslos in dem Maß, als man das für eine beiläufige und zufäl­lige Bestimmung zu halten begann.“ (Karl Barth) (1)

Jesus war und ist Jude. Nach dem großen Theologen Karl Barth ist das keine Nebensächlichkeit. Karl Barth hat hier offenbar etwas begriffen, was sich vielen Christen entzieht: Dass das Heil vom Judesein Jesu ab­hängt. Eine gewaltige und gewagte Aussage! Im folgenden Beitrag wird versucht, diese Wahrheit zu ent­schlüsseln und zugänglich zu ma­chen. Dabei wird sich herausstellen, dass man an Jesus tatsächlich nur glauben kann, wenn man ihn durch die jüdische Brille sieht. Christlicher Glaube ist ohne Judentum nicht möglich, denn der christliche Glaube ist von seiner Substanz her jüdisch.

 

Einführung: Jesus aus der Sicht seiner Zeitgenossen (2)

 

Jesus wuchs als Junge in einem frommen, jüdischen Elternhaus auf. Er wurde am achten Tag beschnit­ten, so dass er unter der Tora war, mit der Tora erzogen wurde und von Anfang an mit Gottes Willen vertraut gemacht wurde. Auf diese Weise wuchs er unter dem Schutz der Tora heran. Vermutlich erhielt Jesus Tora- Unterricht, möglicherweise in einer Tora-Schule in einer Synagoge in Nazareth. Auf diese Weise wurde er mit dem Tanach bekannt, der jüdi­schen Bibel (= Altes Testament), was erklärt, dass er zielsicher bestimmte Passagen finden konnte (Lk 4,16-21). Als Jugendlicher wurde bei Jesus be­reits ein besonderer Draht zu Gott sichtbar, doch blieb er zunächst bei seinen Eltern, ordnete sich ihnen un­ter und nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Men­schen (Lk 2,41-52). Das Neue Testa­ment lässt keinen Zweifel daran, dass Jesu Umfeld ihn als einen der Ihren gesehen hat, wenngleich viele auch wahrnahmen, dass Jesus in einem besonderen Verhältnis zu Gott stand (Mk 6,1-3).

Als Jesus später eigenständig wur­de, bewegte er sich frei im damali­gen jüdischen Umfeld. Sein innerster Antrieb war es, dass durch ihn Gott zum Zuge kommen sollte. Dies hat Gott auf herausragende Weise bestä­tigt, indem überall, wo Jesus diente, die Herrschaft Gottes durchbrach: Menschen wurden zurechtgebracht und fanden wieder den Weg ins Le­ben, viele wurden geheilt und von dunklen Mächten befreit, manche wurden sogar von den Toten aufer­weckt. Das hatte es in der Weise in Israel zuvor nicht gegeben. Zugleich wurde deutlich, dass Jesus ein be­gnadeter Lehrer und Hirte war. Wer Jesus begegnete, der begegnete in einer überraschenden Unmittelbar­keit Gott selbst und seiner Liebe. In Jesus wurde Gott sichtbar. Durch ihn floss auf vielfältige Weise die Kraft Gottes, durch ihn kam Gott selbst zu Gehör. Jesus war sozusagen „das Wort Gottes in Person“. Das drückte der Evangelist Johannes mit dem be­rühmten Diktum aus: „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.“ (Joh 1,14) Das heilige, ewige und unver­änderliche Wort Gottes war in dem Menschen Jesus gegenwärtig und erfahrbar. Dies muss für die Zeitge­nossen Jesu, die dafür einen Sinn hatten, ungeheuer beeindruckend gewesen sein.

 

 1.Jesus im jüdischen Kontext des 1. Jahrhunderts

Zur Zeit Jesu gab es verschiedene Gruppierungen und Bewegungen in Israel. Sie wetteiferten miteinan­der um das richtige Verständnis der Schrift und des Glaubens. Wir wissen, dass Jesus zweien davon besonders nahestand. Den einen schätzte er über alle Maßen, die anderen kriti­sierte er herzhaft. Die Rede ist von Johannes dem Täufer und den Pha­risäern.

Nach dem Zeugnis aller vier Evan­gelien hat sich Jesus von Johannes taufen lassen. Damit begann seine öffentliche „Laufbahn“. Seine Beweg­gründe wissen wir nicht, aber die Symbolik spricht für sich: Durch die Taufe hat Jesus den Täufer als Lehrer und Propheten anerkannt und hat ihm Respekt gezollt. Jesus ordnete sich dem Täufer zu und schloss sich der Täuferbewegung an. Damit ver­ankerte er sich selbst und die ihm Folgenden in der Täuferbewegung. Jesus wollte, dass sein Dienst im Licht des Täufers gesehen wird. Dies hat einen Grund. Aus Jesu Sicht gab es keinen Größeren als Johannes den Täufer (Lk 7,28). Das ist ein großes Wort. Die Einzigartigkeit des Täufers bestand darin, dass er eine landes­weite Buß- und Erweckungsbewe­gung auslöste, durch die Israel zurück in den Bund mit Gott gebracht und auf das Kommen des Reiches Gottes vorbereitet werden sollte. Deshalb war Johannes der letzte und wich­tigste Prophet. Nach ihm kam nur noch der Messias, der das Werk des Täufers aufgreifen sollte und eines Tages zur Vollendung führen wird. Jesus ließ sich von Johannes taufen und bestätigte damit diesen Bußpre­diger als großen Gottesmann. Diesen Akt der Demut bestätigte wiederum Gott, indem er im Rahmen der Tau­fe Jesus bestätigte: Gott öffnete die Himmel, ließ den Heiligen Geist auf Jesus fallen und bezeichnete ihn als „geliebten Sohn“ – ein jüdischer Aus­druck für den Messias (Mk 1,9-11). Das heißt: Die Salbung zum Messias Israels empfing Jesus im Rahmen sei­ner Taufe.

Neben dem Täufer stand Jesus den Pharisäern nahe. Doch hier war das Verhältnis zwiespältig. Während Jesus über den Täufer nur positive Worte fand, bekamen die Pharisäer ordentlich „ihr Fett ab“. Jesu Kritik an den Pharisäern wird oft als Abrech­nung mit ihnen oder gar dem ganzen Judentum verstanden. Das aber ist ein Missverständnis. Im Gegenteil: Je­sus hielt sich sogar zu den Pharisäern (wie Paulus auch), denn sie waren „die Frommen“ seiner Zeit, die es ernst meinten mit dem Wort Gottes und dem Leben mit Gott. Insofern ist Jesu Kritik nicht an andere gerichtet (an die „Opposition“), sondern sozusa­gen an die eigene Partei. Grundsätz­lich schätzte Jesus die Ernsthaftigkeit der Pharisäer, aber manchmal war es mit ihnen auch zum Verzweifeln. Deshalb rang Jesus mit ihnen um das rechte Verständnis des jüdischen Glaubens. Jesus wäre nie auf den Ge­danken gekommen, Israel oder das Judentum an sich zu hinterfragen. Im Gegenteil, er wusste sich gesandt „zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel“ (Mt 15,24).

 

2.Jesus als Schrifttheologe, Lehrer und Exeget

Jesus kannte die jüdische Bibel gut. Gerne ließ er sich in Gespräche über das Wort Gottes verwickeln, so wie jeder Rabbi dies tat. Die Bergpre­digt (Mt 5 – 7) ist ein gutes Beispiel, wie sich Jesus als Bibelausleger betä­tigt. Dabei kommt er auch auf die 10 Gebote zu sprechen, also den inners­ten Kern der Tora. Mehrfach beginnt Jesus seine Ausführungen mit dem Satz:

„Ich aber sage euch.“ Dieser be­kannte Einleitungssatz wurde oft so verstanden, dass Jesus sich gegen die jüdische Tora stellte und stattdessen seine eigene „Jesus-Lehre“ aufrichte­te. Doch das ist ein Missverständnis. Jesus war ein frommer Jude und hätte nie etwas gegen die Tora gesagt. Das betont er schon in der Einleitung zu seinen Ausführungen: „Ich bin nicht gekommen, die Tora aufzulösen, sondern zu erfüllen …“ (Mt 5,17-19). Erfüllen heißt tun bzw. verwirklichen. Jesus baut hier dem Missverständ­nis vor, er würde sich gegen die Tora aussprechen. Jesus wollte, dass die Tora getan wird. Das war und ist sein Ziel. Die Einleitungsformel ist vom hebräischen Hintergrund gar nicht so konträr gemeint, wie Christen das oft verstehen. Denn so haben die Rabbiner häufig ihre Redebeiträge eingeleitet. Zunächst wurde referiert, was die Schrift oder andere Rabbiner sagten, und dann gab man sein eige­nes Votum ab. Somit könnte man die Einleitungsformel folgendermaßen paraphrasieren: „Die Tora sagt bzw. Rabbi xy sagt und dazu sage ich …“. Was nun kommt, ist also eine Ausle­gung oder eine aktuelle Anwendung der Tora, ein weiterführender Gedan­ke oder eine Ergänzung, eben ein eigener Diskussionsbeitrag. Und weil aus christlicher Sicht Jesus der Messi­as war (und ist), ist seine Auslegung von besonderem Rang.

Jesu Auslegung geschah im Sin­ne der Tora. Das gilt sogar für das bekannte „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ (Mt 5,38-42). Zunächst ist zu sagen, dass dies nichts mit Rache oder Vergeltung zu tun hat. Es han­delt sich um eine rechtliche Rege­lung, wie Schadenersatz zu leisten ist, nämlich nach dem Prinzip der Ver­hältnismäßigkeit. Dies wurde schon im Alten Testament und später auch zur Zeit Jesu durch Ersatzzahlungen erreicht. Dass einer ein Auge verlor und daraufhin dem Täter seines aus­gestochen hätte, war nicht der Fall – das ist Fantasie. Doch sorgten Richter dafür, dass gerechte Entschädigung vorgenommen wurde. Für ein Auge der Gegenwert eines Auges, für ei­nen Zahn eben der Gegenwert eines Zahns. Dafür gab es sogar Listen mit konkreten Sätzen und Beträgen. Wie bei uns heute auch. Jesus hat nun das Anliegen, dass dieses Prinzip nicht in den privaten Bereich übernommen wird. In zwischenmenschlichen Kon­flikten soll es nicht zu einem „Wie du mir, so ich dir“ kommen. Denn dabei fühlt sich jeder vom anderen über den Tisch gezogen und am Ende eskaliert die Sache. Also: kein Aus­gleich. Doch spricht Jesus auch nicht von einem simplen Ertragen von Ungerechtigkeiten und Machtmiss­brauch. Worauf Jesus hier abhebt, ist die Möglichkeit, auf unerwartete und kreative Weise Unrecht offenzu­legen. Nicht mit Gewalt oder simplen Retourkutschen. Dazu nennt er drei unterschiedliche Beispiele aus dem Alltag: Beleidigung (die Ohrfeige mit dem Handrücken; V. 39), das „letz­te Hemd“ ausgezogen bekommen (weil man Schulden nicht zurückzah­len kann; V. 40) und von Römern zu Hilfsdiensten gezwungen werden (beispielsweise das Tragen von Reise­gepäck; V. 41). (3) Diese Anweisungen sind Protestnoten, doch bestechen sie durch ihre unerwartete Anders­artigkeit. Das Machtgefüge wird je aufgebrochen und die Mächtigen finden sich in Situationen wieder, die ihnen unangenehm sind. Eine Form des Protests, die weniger von Härte, als vielmehr von Intelligenz geleitet ist und auf Gewalt verzichtet.

Jesus hat seine Lehre aus der Tora, dem Judentum und konkreten Fra­gen seines Volkes heraus entwickelt. Wie es sich für den jüdischen Messias gehört.

Anmerkungen

1 Karl Barth, Kirchliche Dogmatik. Band IV/1, Zollikon 1953, S. 181f.
2 Einen kurzweiligen Überblick bietet der Video-Clip: „Wer war Jesus Christus?“ (Katholisch für Anfänger, von katholisch.de, zu finden auf You­tube, Dauer 8 Min).
3 Wenn man bedenkt, dass die Menschen der damaligen Zeit meist nur zwei Kleidungsstücke trugen (Untergewand und Mantel) und der Mantel überlebenswichtig und somit unpfändbar war, ist das zweite Bei­spiel durchaus markant.

 

3. Jesu Wirken und Anspruch als „Messias “

In den Evangelien ist Jesus der Messias. Das hebräische „Maschiach“ heißt im Griechischen „Christus“ und übersetzt „der Gesalbte“. Diese Be­zeichnung ist im Neuen Testament so zentral, dass sie sogar zum Namens-bestandteil geworden ist: Jesus Christus.

Dies ist kein simpler Name, son­dern ein Glaubensbekenntnis: Jesus aus Nazareth ist der Messias. Dass Je­sus der Messias war, stand ihm aller­dings nicht auf die Stirn geschrieben. Manche sahen ihn so, andere nicht (Mk 8,27-30).

Mit dem Anspruch, der Messias zu sein, ist Jesus nicht hausieren ge­gangen, doch lag dies in der Luft. Jesu Handeln deutete darauf hin: Die Sammlung der 12 Jünger als Symbol für die 12 Stämme Israels, die Tem­pelreinigung, messianische Zeichen und Wunder, all das führte zu Anfra­gen von außen und zu Diskussionen im eigenen Jüngerkreis. Nicht ohne Grund ist Jesus als Messiasanwärter (als „König der Juden“) gekreuzigt worden.

Der Messias ist im Judentum so etwas wie eine universale Heilsfigur, in der die verschiedenen Heilser­wartungen des Judentums zusam­menkommen. Doch sind die Vorstel­lungen recht unterschiedlich. Grob kann man sagen: Der Messias ist der, der die Heilszeit einläuten und alles in Ordnung bringen wird. Was das konkret heißt, ist eine andere Frage. Deshalb gab es im Judentum recht verschiedene, nämlich königliche, priesterliche und prophetische Mes­siaskonzepte. Im königlichen Kon­zept sollte der Messias als Nachfahre Davids kommen, um Israel als Nation Gottes wieder zu alter Größe zu ver­helfen. Im priesterlichen Konzept war der Messias der endgültige Versöh­ner zwischen Gott und Israel, durch den alle Schuld gesühnt werden wird, und im prophetischen Konzept stellte der Messias Israel wieder her, indem er ganz Israel zur Tora zurück­führte.

Nicht umsonst wird Jesus als kö­niglicher, priesterlicher und prophe­tischer Messias gesehen.

Manche meinten auch, dass ein Messias nicht genügt, und erwar­teten zwei: einen königlichen und einen priesterlichen. Andere rechne­ten damit, dass der Weg des Messias ein Leidensweg sein könnte, wie dies bei den Propheten Israels oft der Fall war. Und wieder andere waren der Meinung, dass Gott keinen Messias braucht, sondern eigenhändig die Heilszeit einläuten wird. Was auf den ersten Blick diffus und widersprüch­lich wirkt, hat einen gemeinsamen Nenner: Israel und die Welt liegen im Argen und es braucht Gottes Initiati­ve, um diesen Missstand in Ordnung zu bringen. Genau dies ist die Aufga­be des Messias.

 

4. Jesu Kreuzestod und Auferweckung

Jesu Tod bedeutete das schmähli­che und grausame Ende eines Messi­asanwärters. Das messianische Hoff­nungsprojekt war mit Jesus (wieder einmal) gestorben. Doch kurze Zeit später wendete sich das Blatt. Jesus war auferstanden – und das änderte alles. Dass Jesus wieder zum Leben erweckt worden war, konnte ja nur heißen, dass das Projekt Jesu wei­terging und nicht am Kreuz ende­te. Gott hatte Jesus auferweckt, der Messias war am Leben! Aus dieser Perspektive musste man sagen, dass Jesus von Gott in eindrücklicher Wei­se bestätigt worden war – und er tat­sächlich der Messias ist. Somit stand auch Jesu Kreuzestod in einem völlig neuen Licht da. Jesu Tod war offen­bar kein Scheitern, sondern hatte eine andere Bedeutung. Aber welche nur? Diese Frage stellte sich für die ersten Gläubigen und sie hatten nur eine Möglichkeit, sie zu beantworten: Mit Hilfe der jüdischen Bibel. Hier fan­den sie die entscheidenden Katego­rien: Stellvertretung und Sühne – Je­sus starb für uns. Sein Tod diente zur Erlösung Israels, ja aller Menschen, sein Kreuz wendete das Schicksal der Welt! Ähnliches galt auch für Jesu Auferweckung. Auch ihre Bedeutung musste erst einmal begriffen werden und auch hier blieben nur die Schrift und die jüdische Tradition als Schlüs­sel. Auch an dieser Stelle wurde schnell deutlich: Die Auferweckung Jesu erfolgte für uns. Jesus hat den Tod überwunden und ewiges Leben erworben. Er ist, wie Paulus es aus­drückt, der „Erstling aus den Toten“. Der Erstling steht in der jüdischen Bi­bel stellvertretend für das Ganze. Ist nun Jesus der „Erstling aus den Toten“, dann bedeutet das, dass mit ihm die endzeitliche Totenaufer­weckung ihren Anfang genommen hat. Wenn der Erste auferstanden ist, dann werden auch all diejenigen auferstehen, die zu ihm gehören und die er repräsentiert. Das wurde den ersten Gläubigen anhand der Schrift klar. Die Bahn ins ewige Leben war gebrochen! (1 Kor 15,20-22)

Dieses Denken findet sich beispiel­haft und gebündelt in Jes 53. Am be­kanntesten ist Vers 5: „Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir ge­heilt.“ Doch lohnt es sich, das ganze Kapitel zu studieren, um zu sehen, wie Gott seinen Knecht zum Heil für die Menschen einsetzt. Passion, Tod und Auferweckung Jesu werden hier beispielhaft vorweggenommen, so dass sich der Text wie ein erläutern­der Kommentar zu Jesu Leidensweg liest. Nicht umsonst ist es in verschie­denen jüdisch-orthodoxen Kreisen verboten, diesen Text zu studieren. Denn er führt manchen orthodoxen Rabbi zu nah an Jesus heran.

Ohne die schriftgelehrte Arbeit der ersten Jesusgläubigen hätten wir nie erfahren, was es mit Tod und Aufer­weckung Jesu auf sich hat. Vielleicht hätten wir die Auferstehung Jesu als Wunder bestaunt, aber weiter wä­ren wir nicht gekommen. Ohne das Licht des Judentums wären wir blind geblieben, denn die Schlüssel zum Verstehen hätten uns gefehlt. Der Zu­gang zur geistlichen Bedeutung von Kreuz und Auferweckung Jesu wäre verschlossen geblieben, das Evan­gelium wäre weder formuliert noch verkündigt worden. Das Judentum ist der Schlüssel zum Evangelium.

 

5. Jesu Hoheit

Jesu Auferweckung ist aber nicht nur als Sieg über den Tod zu ver­stehen. Sie ist verbunden mit Jesu Himmelfahrt, so dass die Jünger von Anfang an wussten: Jesus ist im Him­mel bei Gott. Was aber macht er da? Auch hier konnte nur die jüdische Bi­bel weiterhelfen. Dort war beispiels­weise zu lesen: „Der HERR sprach zu meinem Herrn: ‚Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel unter deine Füße lege.‘“ (Ps 110,1) Dieses Wort hatte sich in Jesus erfüllt. Jesus ist „zur Rechten Gottes“ eingesetzt und auf diese Weise mit hohen Ehren bedacht worden. Zur Rechten Gottes zu sitzen, das ist ne­ben Gott die höchste Position, die es gibt. In dieser Position kann Jesus – sozusagen als „Rechte Hand Gottes“ – als König herrschen. So übt er die Herrschaft aus, die Gott innehat. Er kann sich aber auch Gott zuwenden und für die Menschen Fürbitte tun. Als Anwalt und Versöhner. Beides ist in dieser Position möglich und ver­bindet sich mit ihr. Durch seine Erhö­hung wurde Jesus also zum „Mittler“ zwischen Gott und Menschen.

Er repräsentiert Gott vor den Menschen und umgekehrt auch die Menschen vor Gott. Das ist die zent­rale Funktion, die Jesus hat. 1 Tim 2,5 bringt dies markant auf den Punkt: „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus.“

In Apg 2 wird dieser Vorgang de­tailliert beschrieben: „So wisse nun das ganze Haus Israel gewiss, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus ge­macht hat.“ (V. 36) Die Auferweckung Jesu führte dazu, dass Gott Jesus „zum Herrn und Christus gemacht hat“, ihn also im Himmel in diese ho­hen Ämter eingesetzt hat. Wer nun wissen will, wer der Herr bzw. der Messias ist, bekommt eine klare Ant­wort: Jesus, der Gekreuzigte und Auf­erweckte. Folglich haben Christen „einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm, und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn“ – einen Gott und einen Herrn (1 Kor 8,6). Jesu Auferweckung bedeutete seine Ein­setzung im Himmel zur Rechten Got­tes. Diese Einsetzung erfolgte durch Gott – das sagt die Schrift (Ps 110). Und aufgrund dieser Einsetzung wird Jesus eines Tages wiederkommen. Denn noch ist sein messianisches Werk nicht vollendet. (1)

 

6. Jesu Parusie (Wiederkehr)

Weil Jesus der Messias ist, wird er eines Tages (wieder-)kommen, Israel wiederherstellen und die Welt in Ord­nung bringen. Das ist als Messias sein Job. Neben der Auferweckung ist die Parusie Jesu somit das zweite große Heilsdatum, das im Neuen Testament mit Jesus verbunden wird. Das geht auch gar nicht anders, denn wenn Je­sus der Messias ist, dann muss er wie­derkommen. Die gesamte frühjüdi­sche Messiaserwartung funktioniert so, dass der Messias kommt. Dies ist auch nötig, denn noch ist sein Werk nicht abgeschlossen. Er kommt, von Gott gesandt, auf die Erde und voll­endet die Gottesherrschaft. Darauf warten die Christen. Darauf warten aber auch die Juden – wir warten also gemeinsam. In Apg 1,6-12 wird diese Perspektive deutlich. Kurz vor seiner Himmelfahrt wird Jesus von den Jün­gern gefragt: „Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel?“ Für die Jünger war dies das Nächstliegende:

Jesus wird kommen, um das Reich aufzurichten – mit Israel im Zentrum. So hatten es die Propheten ja verhei­ßen und das ist die Aufgabe des Mes­sias. Jesus stimmte seinen Jüngern zu, dass dies eines Tages geschehen wird, doch machte er den Jüngern zweierlei klar: (1.) Es steht ihnen nicht zu, „Zeit und Stunde zu wissen“, denn der Zeitpunkt ist allein Gottes Sache. Es kann also schnell gehen oder län­ger dauern. (2.) In der Zwischenzeit haben die Jünger einen Auftrag zu erfüllen: Sie sollen das Evangelium bis an das Ende der Erde bringen. Jesus wird kommen und er wird das endzeitlich-messianische Frie­densreich für Israel aufrichten, das ist keine Frage. Nur weiß niemand, wann das sein wird, und so soll die Zwischenzeit genutzt werden, um die Menschen mit dem Evangelium bekannt zu machen.

 

Ultra-orthodoxe Juden in Israel feiern die Einweihung einer neuen Tora-Rolle. Foto: Yaakov Naumi/Flash90

 

„Jeschua“

Der eigentliche Name unseres Herrn ist „Jeschua“, und weil er der Messias ist, wird er „Jeschua HaMaschiach“ genannt. Messi­as bedeutet „der Gesalbte“ und wird auf Griechisch mit „Christós“ wiedergegeben, während man Jeschua mit „Iesoús“ gräzisiert hat. Eingedeutscht wurde daraus „Jesus Christus“ und so reden die Christen ihren Herrn meist mit „Jesus“ oder „Herr Jesus“ an.

Wer den Namen verwenden möchte, der ihm tatsächlich ge­geben wurde, muss auf „Jeschua“ umsteigen. Der Unterschied ist ungefähr so, wie wenn man ei­nen deutschen Johannes mit dem englischen John ansprechen würde.

Gott hat Jesus zum Herrn und Christus gemacht. Als Herr herrscht Jesus bereits jetzt zur Rechten Got­tes, als Messias wird er eines Tages gesandt werden, um die Herrschaft auf Erden durchzusetzen. Beides ist wesentlich und gehört zusammen.Jesus wird eines Tages wiederkom­men und die Erde Schritt um Schritt von all seinen Feinden, von allen widergöttlichen Mächten und Kräf­ten befreien. Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. Dann ist Jesu Sieg vollkommen aufgerichtet (1 Kor 15,20-28). Jesus hat aber die Herrschaft nur inne, bis alle Feinde überwunden sind. Wenn dies er­reicht ist, wird er die Herrschaft an den Vater zurückgeben, „auf dass Gott sei alles in allem“ (V. 28). Dann ist das Ziel der Geschichte erreicht: Die Erde wird wieder voll und ganz von Gott bestimmt sein und vollstän­dig unter seiner Herrschaft stehen. Diese grandiosen Heilserwartungen sind jüdisch-messianischer Natur. Der Messias Jesus wird erfüllen, was in der heiligen Schrift der Juden ver­heißen ist. Die Schrift spannt den endzeitlichen Horizont auf, in dem sich Jesus bewegt.

 

7. Zurück zum Anfang: Wer ist Jesus?

Nachdem den Jüngern nach Os­tern all dies vor Augen stand, stellte sich nochmals neu die Frage, wer Je­sus überhaupt ist. Jesus war und ist voll und ganz Mensch, das war kei­ne Frage. Aber doch kein normaler Mensch „wie du und ich“. Er war auch nicht nur Prophet, Weisheitslehrer oder Wundertäter – er war mehr. In ihm war in einzigartiger Weise der Gott Israels präsent. Das war offen­kundig. Auf Erden war Jesus der he­rausragende Repräsentant Gottes gewesen und im Himmel bekleidet er nun die höchsten Ämter. Das war einzigartig und so musste auch von Jesus in einzigartiger Weise gespro­chen werden.

Ein Hoheitstitel, der an dieser Stelle eine zentrale Rolle spielt, ist „Sohn Gottes“. Das hebräische Wort für „Sohn“ (ben) bezeichnet die Her­kunft bzw. die Zugehörigkeit in recht allgemeiner Weise und so ist der Titel „Gottessohn“ auch nicht auf Jesus beschränkt. Die Einzigartigkeit Jesu wird allerdings dadurch zum Aus­druck gebracht, dass Jesus der Sohn ist (vgl. Hebr 1,2; Joh 5,19-27 u. ö.): der eine und einzigartige Sohn. Die­ses Verständnis führt wieder zum Messias hin, denn der Sohn Gottes ist frühjüdisch kein anderer als der Mes­sias. Durch ihn wird Gott sein ewiges Friedensreich aufrichten. Dies ist die Aufgabe des Messias, des Sohnes Gottes. Als Sohn wurde Jesus von Gott gesandt. Gesandt zu seinem jü­dischen Volk und „unter die Tora“ ge­tan (Gal 4,4). Dies war aus mehreren Gründen notwendig: (1.) Damit Jesus unter dem Schutz der Tora aufwach­sen konnte, (2.) damit er die Tora aufrichten konnte, (3.) damit er die erreichen konnte, die unter der Tora sind (die Juden) und (4.) damit er der Messias in all seinen Funktionen sein konnte.

Jesus musste Jude sein. Daran hängt alles. Daran hängen seine Per­son und sein Werk, seine Worte und Taten, sein Kreuzestod und seine Auf­erweckung. Es ist von daher viel zu wenig, wenn man von Jesus abstrakt als vere Deus et vere homo („wahrer Gott und wahrer Mensch“) spricht, wie es auf den altkirchlichen Kon­zilien von griechisch-philosophisch denkenden Theologen definiert wur­de. Von Jesus muss vor allem jüdisch gesprochen werden. Denn daran hängt die gesamte Bedeutung Jesu. Nur vom Judentum her ist Jesus zu begreifen.

Wir verstehen Jesus entweder jü­disch oder wir missverstehen ihn. Wenn wir durch die jüdische Brille schauen, sehen wir Jesus als Erlöser, Retter, Hei­land und Herrn. Das weckt Glauben und führt zur Erlösung. Wenn wir durch irgendeine andere Brille schauen, dann sehen wir nur einen besonderen Men­schen – und das Heil zerrinnt uns zwi­schen den Fingern.

Das Heil – unser Heil! – hängt an Jesu Judesein. An Jesus glauben kann man nur, wenn man ihn als Juden sieht. Das sagt auch Jesus selbst, wenn er betont:

 

„Das Heil kommt von den Juden.“ (Joh 4,22)

 

Anmerkung

1 Diese Ämter sind mit jüdischen Titeln verbunden, die „Hoheitstitel“ genannt werden. Einige wurden hier schon vor­gestellt: Der Messias-König, der Herr, der Mittler und der Gottesknecht. Weitere fin­den sich unter www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/themenkapitelnt, im Ka­pitel „Christologische Hoheitstitel“. –

Quelle: Israel aktuell Ausgabe April/ Mai 2018

 

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623. Deutsche Medien verschweigen solche Geschehnisse

Dienstag, 26. Dezember 2017 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

viele von Ihnen werden einen solchen Bericht kaum Glauben schenken, weil Sie von den westlichen Medien solche Berichte nie zur Kenntnis bekommen werden. Solche Aktionen gibt es viele in Israel, nur sind im Nahen Osten und in Deutschland und Europa Medienvertreter am Werk die solche Liebesbeweise von Seiten des Staates Israel nicht berichten. Es darf einfach nicht sein, dass Israel in einem guten Licht erscheint. Die Normalität der Berichterstattung aus Deutschland und Europa zeigt wie israelische Soldaten auf “unschuldige Steinewerfer” schießen. Das kommt an! Eines möchte ich diesen Leuten ins Tagebuch schreiben: “Die Wahrheit wird am Ende immer siegen.”

 

 

Anti-Israel-Meldung zeigt unfreiwillig Israels großes Herz

 

Diese Nachricht der Wafa-Nachrichtenagentur sollte zeigen, wie herzlos sich Israel gegenüber den Arabern erhält:

„Rajab Tahhan, der eine lebenslange Haftstrafe in einem israelischen Gefängnis absitzt, durfte seinen schwerkranken Sohn nur 30 Minuten lang besuchen. Majd ist 19 Jahre alt und wird im Hadassah Krankenhaus gegen Leukämie behandelt. Tahhan wurde in Handschellen ins Krankenhaus gebracht, wo er kurz mit seinem Sohn zusammensein konnte, während andere Verwandte nicht zugegen sein durften. Vater und Sohn weinten vor Freude und Trauer. Rajab Tahhan ist wegen Mordes an David Catorza zu lebenslanger Haft verurteilt. Er kam im Zuge des Shalit-Deals frei, ist aber inzwischen wieder inhaftiert.“

Wenn man nicht von Israelhass besessen ist, liest sich diese Nachricht jedoch nicht als Anklage gegen Israel, sondern als Zeugnis seines guten Herzens. Man stelle sich vor: Ein Palästinenser ermordet einen Juden, der auf dem Weg zur Synagoge ist. Der schwerkranke Sohn des verurteilten Mörders wird in einem israelischen Krankenhaus behandelt. Dem Vater wird gestattet, ihn dort zu besuchen, was nur mit hohem Aufwand möglich ist. Nicht viele Länder würden derart human agieren, und am allerwenigsten die Palästinensische Autonomiebehörde.

 

Quelle: israelheute.com

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622. Ein Scheich spricht von Liebe und Frieden

Dienstag, 26. Dezember 2017 | Autor:

Scheich Jaber. Das Bild wurde uns von seinem Freund per WhatsApp geschickt. Ein vereinbartes Treffen mit ihm fand nicht mehr statt, da er kurz zuvor vom Palästinensischen Sicherheitsdienst der Zusammenarbeit mit Israel beschuldigt und festgenommen wurde.

Lieber Blogbesucher,

das Magazin www.israelheute.com bringt seit Jahrzehnten Berichte rund um Israel. Dieses Magazin unterscheidet sich von den allermeisten Medien aus Deutschland und Europa dadurch, dass es die Geschehnisse wahrheitsgetreu berichtet, d.h., israelheute bringt auch dass, was andere weglassen. Darum ist es wichtig, wenn man sich eine ehrliche Meinung bilden will, dass man auch an der Wahrheit interessiert ist.

Juden zu hassen, ist die Grundhaltung der palästinensischen Bevölkerung, besonders bei der jungen Generation. Man begründet das damit, dass Israel den Palästinensern das Land gestohlen habe. Um es aus den Händen der Zionisten zu befreien, gelten alle Mittel als legitim. Dieser Hass wird in den palästinensischen Medien, Schulen und Moscheen kultiviert. Dabei sind viele Palästinenser niemals einem Israeli persönlich begegnet. Aber es geht auch anders. Scheich Mahmoud Jaber ist einer von denen, die früher die Juden hassten, heute aber Liebe und Frieden propagieren. „Liebe alle, hasse niemanden!“ lautet sein Motto.

 

„Als ich jung war, wollte ich die Juden abschlachten“, erzählte Scheich Mahmoud Jaber (49) in einem offenen Gespräch mit Israel Heute. „So wurden wir erzogen. Juden dürfen nur gehasst werden.“ Was er heute bei palästinensischen Kindern wahrnimmt, erinnert ihn an seine eigene Kindheit und Jugend. In den 1980er Jahren plante der 17-Jährige zusammen mit einem 16-jährigen Freund einen Terroranschlag. Sie wollten am Eingang einer israelischen Militärbasis ein mit Sprengstoff beladenes Auto in die Luft jagen. Als sie sich der Absperrung näherten, hielt eine Patrouille neben ihnen. Die Soldaten fragten die beiden, was sie am Sperrzaun zu suchen hätten. Sie gaben an, nach Lebensmitteln Ausschau zu halten. Sofort besorgte ihnen einer der israelischen Soldaten eine warme Mahlzeit aus der Kantine.

 

Diese Begebenheit vor gut 30 Jahren bewirkte die Wende in seinem Herzen. Der Scheich erzählte uns, wie er alles andere erwartet hatte, aber nicht solch eine Reaktion. „Mein Freund und ich haben uns angeschaut. Wir dachten dasselbe. Ich sagte zu ihm: Wir können doch keinen Menschen töten, der uns Gutes getan hat. Er hätte uns erschießen können. Stattdessen hat er uns geholfen. Vielleicht sind die Israelis ja gar nicht so schrecklich? Von da an suchte ich nach der Wahrheit. Alles, was uns erzählt wurde, war falsch.“

 

Im Zuge der ersten Intifada (1989) wurde Mahmoud Jaber zu einer vierjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, weil er nachweislich einer Terrororganisation angehörte. Die Strafe nennt er heute eine „Kleinigkeit“. Er freut sich: „Allah

hat mich davor bewahrt, Menschen zu töten.“ Der Scheich, der mit zwei Frauen verheiratet ist und acht Kinder hat, lebt in Hebron, nicht weit von der westlichen Einfahrt zur jüdischen Siedlung Kiriat Arba. Hingebungsvoll versucht er, seine palästinensischen Geschwister von ihrem Hass auf Juden abzubringen. Auch wenn es in einer so stark religiös geprägten Stadt für ihn nicht ungefährlich ist, lässt er nicht davon ab, seine Botschaft von Liebe und Frieden mit den Juden zu verkünden. „Was haben wir nicht alles ohne Erfolg versucht – Kriege, Tod und Blut. Lasst es uns doch einmal mit Liebe versuchen! Lasst uns den wahren Frieden suchen! Wenn ich den Hass aus meinem Herzen verdränge und du den Hass aus deinem Herzen, dann können wir gemeinsam Frieden schaffen.“

 

Uns gegenüber räumte er ein, dass die palästinensische Bevölkerung seine Botschaft nicht leicht verkraften kann.

„Letztendlich ist es ein Palästinenserkind oder Jugendlicher, der mit dem Messer auf einen Juden losgeht. Ihm wurde versprochen, dass er dafür in den Himmel kommt.“ Die Realität ist bei weitem nicht so, wie Jaber sie sich wünscht. Aber er verspürt bereits Anzeichen einer Veränderung in der palästinensischen Bevölkerung.

 

Vor einigen Monaten war Jaber mit dem israelischen Fernsehjournalisten Ohad Hemo in Hebron. Auf der Straße sprachen sie auf arabisch mit Palästinensern. „Wir fragten zwei Kinder, was sie von Juden denken. Sie sagten, die Juden seien Hunde, nicht wertvoller als eine Schuhsohle. Ich sagte ihnen, dass mein Begleiter Jude sei und sie anständig reden sollten.“ Ein Erwachsener meinte, die Palästinenser seien zwei Mal erobert worden: „Ein Mal von den Israelis und das zweite Mal durch die Autonomieführung, die uns verhungern lässt. Ich habe keine Angst, das öffentlich zu sagen. Als die Juden in Hebron herrschten, hatten wir ein hervorragendes Leben. Wenn ich wählen könnte, würde ich eine jüdische Herrschaft bevorzugen. Früher gab es eine Lebensfreude in Hebron, die heute verschwunden ist.“ Er hätte sich beim Abzug der Israelis mit Zähnen und Klauen am letzten israelischen Jeep festklammern sollen, der von Hebron wegfuhr, resümmiert er. Der Scheich kennt diese Geisteshaltung gut: „So denken viele, aber Angst lähmt die Leute. Nach der Ausstrahlung unseres Berichts im israelischen Fernsehen wurde ich vom palästinensischen Geheimdienst verhört. Aber ich werde auch zukünftig die Wahrheit nicht verschweigen und zu Liebe und Frieden aufrufen.“

 

Autor:  Aviel Schneider

Quelle: israelheute.com

 

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621. Die Islamisierung Jerusalems

Dienstag, 26. Dezember 2017 | Autor:

Oft genug wird behauptet, israelische Behörden würden Jerusalem „judaisieren“. So wird impliziert, dass die Juden keine historische Verbindung zu dieser Stadt hätten. Es verblüfft immer wieder neu, dass trotz des Wissens über die Weltgeschichte unsägliche Geschichtsklitterung Verbreitung findet.

 

Lieber Blogbesucher,

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In diesem Fall ist die Wahrheit faktisch das genaue Gegenteil dessen, was behauptet wird. Die Stadt Jerusalem hat in der Tat eine erzwungene Transformation erlebt, aber es war keine „Judaisierung“, sondern vielmehr eine Islamisierung. Archäologische Beweisstücke und zahlreiche Dritt-Quellen belegen, dass die Juden in Jerusalem seit der Zerstörung des Tempels eine fast durchgängige Präsenz hatten. Dieser Tempel, genauer: der Erste und nach ihm der Zweite jüdische Tempel, wird vom meistgelesenen Buch der Welt, der Bibel, bezeugt. Er stand in Jerusalem, Jahrhunderte vor dem Aufkommen des Islam.

Nachdem die Juden von den Römern vertrieben worden waren, begann vor etwa 200 Jahren der Prozess, der die

jüdische Bevölkerungsmehrheit in Jerusalem wieder herbeiführte. Das lässt sich in jeder Enzyklopädie mühelos verifizieren. Wie kann es dann sein, dass heute so viele der Behauptung glauben, dass Jerusalem immer eine arabische bzw. moslemische Stadt war und auch heute noch sei?

Das Jahr 1929 sah einen ersten Höhepunkt der Gewalt, als die Moslems, angestachelt durch ihre religiösen Führer, viele Juden töteten und ihren Besitz entweder an sich brachten oder verbrannten. Eine noch intensivere Runde dieser Ausschreitungen der antijüdischen Gewalt fand in den Jahren 1936 bis 1939 statt. Viele der Juden, die im östlichen Teil Jerusalems einschließlich der Altstadt lebten, flohen. Nur in dem kleinen Bereich, der jetzt als jüdisches Viertel bekannt ist, blieben sie.

Ein Jahrzehnt später, während des Unabhängigkeitskrieges 1948, eroberte Jordanien Ost-Jerusalem und vertrieb

die noch verbliebenen Juden. So schwand die jüdische Mehrheit, zumindest in der Altstadt, dem Herzen Jerusalems. Die Moslems sprengten Synagogen, schändeten Friedhöfe und eliminierten alle sichtbaren Spuren jüdischen Lebens und jüdischer Geschichte. In Ost-Jerusalem wurde die Geschichte einer radikalen Revision unterzogen und eine islamische Legende erschaffen. Diese wurde von der antijüdisch voreingenommenen

internationalen Gemeinde bereitwillig akzeptiert.

Die Islamisierung Jerusalems im 20. Jahrhundert machte nicht bei den Juden Halt. Vielmehr wirkte sie sich auch auf die hier lebenden Christen aus. Aber diese wurden nicht vertrieben. Sie waren dazu verurteilt, unter moslemischer Aufsicht zu leben. Die Jordanier verboten nach ihrer Annexion des östlichen Teils von Jerusalem den Christen den Kauf von Grundstücken. Sie zwangen alle christlichen Schulen, den Koran zu lehren. Unterrichtssprache hatte Arabisch zu sein. Die meisten der Christen, die damals in der Altstadt lebten, waren Armenier. Viele von ihnen sprachen kein Arabisch. Der unterrichtsfreie Tag wurde vom Sonntag auf den Freitag verschoben, um die christlichen Gottesdienste durcheinanderzubringen. Auch der christliche Charakter der Stadtsollte zerstört werden.

Aber dieser Plan schlug fehl. Die Juden schlichen nicht weg, wie die Moslems erwartet hatten. Wohl verließen sie ihre Häuser unter Zurücklassung ihres Eigentums, aber sie gingen nicht weit weg. Das westliche, jüdische Jerusalem blühte auf und überflügelte bald die östliche Hälfte, ein Effekt, der noch heute deutlich spürbar ist. Es ist festzustellen: Das West-Ost-Wohlstandsgefälle in Jerusalem resultiert daraus, die jüdische Verbindung zu dieser Stadt zu leugnen. Nur da, wo Juden lebten und arbeiteten, hat Jerusalem Aufschwung erlebt. Schon Winston Churchill meinte gegenüber der britischen Diplomatin Evelyn Shuckburgh, dass man gut daran täte, den Juden Jerusalem zu überlassen. Viele arabische Einwohner der Stadt verstehen dies inzwischen. Sie sind dagegen, die Fehler des vorigen Jahrhunderts immerfort zu wiederholen. Sehr viele erklären israel heute gegenüber, dass sie die palästinensische Herrschaft über Ostjerusalem ablehnen und lieber unter israelischer Herrschaft leben möchten.

 

Autor: Ryan Jones

Quelle: www.israelheute.com

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620. Das jüdische Jerusalem: Eine „Beleidigung“ für den Islam?

Dienstag, 26. Dezember 2017 | Autor:

Lieber Blogbesucher,

das Magazin www.israelheute.com bringt seit Jahrzehnten Berichte rund um Israel. Dieses Magazin unterscheidet sich von den allermeisten Medien aus Deutschland und Europa dadurch, dass es die Geschehnisse wahrheitsgetreu berichtet, d.h., israelheute bringt auch dass, was andere weglassen. Darum ist es wichtig, wenn man sich eine ehrliche Meinung bilden will, dass man auch an der Wahrheit interessiert ist.

 

 

Ein Konflikt im Namen der Religion ist nicht politisch korrekt. Deshalb haben unsere liberalen Gesellschaften, die in Israel eingeschlossen, so hart daran gearbeitet, den israelisch-arabischen Konflikt als rein nationalistisch darzustellen. Selbst der Begriff „israelisch-arabischer Konflikt“ ist bereits ein Teil dieser Bemühungen. In Wirklichkeit ist es jedoch ein jüdisch-islamischer Konflikt, denn die islamische Welt, Araber wie Nicht-Araber, ist nicht gegen Israels Staatsbürger im Allgemeinen, sondern allein gegen die jüdische Bevölkerungsmehrheit.

 

Es versteht sich von selbst, dass kein Aspekt des Konflikts im größeren Maße religiös zu nennen ist, als der um die Stadt Jerusalem.

 

Nahost-Experte Mordechai Kedar sprach kürzlich auf einer Konferenz, die die israelische Regierung für westlich-christliche Medienvertreter ausgerichtet hatte. Kedar erläuterte, dass das, was meist als simple Streiterei über Land angesehen werde, in Wirklichkeit ein Kampf um die „Gültigkeit des Islam“ sei.

 

Die islamische Lehre verknüpft den Anspruch auf religiöse Rechtmäßigkeit mit der Fähigkeit, Andersdenkende zu unterwerfen. Ein Land oder Volk, das einmal unter islamischer Herrschaft war, muss darunter verbleiben. Der Islam kann den Verlust von Gebiet oder von Gläubigen nicht in sein Weltbild integrieren.

 

Aber genau dies ist geschehen, als Großbritannien das Heilige Land einnahm und einen Teil davon den Juden überließ. „Israels Wiedergeburt durch die Hilfe christlicher Länder und die als Eroberung empfundene Positionierung Jerusalems bedeuten eine theologische Bedrohung für den gesamten Islam“, sagte Kedar. „Der Tempelberg ist das eigentliche Schlachtfeld. Uns bleibt nichts anderes übrig, als uns zu entscheiden, ob wir aufgeben.“

 

Quelle: www.israelheute.com

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