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630. Jesus, der Jude, Messias und Herr

Mittwoch, 16. Mai 2018 | Autor:

Jerusalem

Lieber Blogbesucher,

viele Christen missachten das Alte Testament und haben dadurch große Defizite zur Person Jesus. Als ich den Artikel in der Zeitschrift Christen an der Seite Israels gefunden habe, habe ich mich sofort bemüht hierzu eine Genehmigung zur Veröffentlichung auf dieser Seite zu bekommen.

Ich danke den Autor Tobias Krämer sehr herzlich für diese Genehmigung und kann Ihnen den nachfolgenden Artikel sehr empfehlen.

Ultra-orthodoxe Juden in der Torat Emet-Jeschiwa in Jerusalem. Eine Jeschiwa (Mehrzahl: Jeschiwot) ist eine jüdische Hochschule,
an der sich die Schüler dem Tora-Studium, besonders dem Talmud-Studium widmen. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

 Jesus, der Jude, Messias und Herr

„Gottes Sohn wurde nicht Fleisch, Mensch […] in irgendeiner Allgemein­heit, sondern jüdisches Fleisch. Die ganze kirchliche Inkarnations- und Versöhnungslehre wurde abstrakt, billig, bedeutungslos in dem Maß, als man das für eine beiläufige und zufäl­lige Bestimmung zu halten begann.“ (Karl Barth) (1)

Jesus war und ist Jude. Nach dem großen Theologen Karl Barth ist das keine Nebensächlichkeit. Karl Barth hat hier offenbar etwas begriffen, was sich vielen Christen entzieht: Dass das Heil vom Judesein Jesu ab­hängt. Eine gewaltige und gewagte Aussage! Im folgenden Beitrag wird versucht, diese Wahrheit zu ent­schlüsseln und zugänglich zu ma­chen. Dabei wird sich herausstellen, dass man an Jesus tatsächlich nur glauben kann, wenn man ihn durch die jüdische Brille sieht. Christlicher Glaube ist ohne Judentum nicht möglich, denn der christliche Glaube ist von seiner Substanz her jüdisch.

 

Einführung: Jesus aus der Sicht seiner Zeitgenossen (2)

 

Jesus wuchs als Junge in einem frommen, jüdischen Elternhaus auf. Er wurde am achten Tag beschnit­ten, so dass er unter der Tora war, mit der Tora erzogen wurde und von Anfang an mit Gottes Willen vertraut gemacht wurde. Auf diese Weise wuchs er unter dem Schutz der Tora heran. Vermutlich erhielt Jesus Tora- Unterricht, möglicherweise in einer Tora-Schule in einer Synagoge in Nazareth. Auf diese Weise wurde er mit dem Tanach bekannt, der jüdi­schen Bibel (= Altes Testament), was erklärt, dass er zielsicher bestimmte Passagen finden konnte (Lk 4,16-21). Als Jugendlicher wurde bei Jesus be­reits ein besonderer Draht zu Gott sichtbar, doch blieb er zunächst bei seinen Eltern, ordnete sich ihnen un­ter und nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Men­schen (Lk 2,41-52). Das Neue Testa­ment lässt keinen Zweifel daran, dass Jesu Umfeld ihn als einen der Ihren gesehen hat, wenngleich viele auch wahrnahmen, dass Jesus in einem besonderen Verhältnis zu Gott stand (Mk 6,1-3).

Als Jesus später eigenständig wur­de, bewegte er sich frei im damali­gen jüdischen Umfeld. Sein innerster Antrieb war es, dass durch ihn Gott zum Zuge kommen sollte. Dies hat Gott auf herausragende Weise bestä­tigt, indem überall, wo Jesus diente, die Herrschaft Gottes durchbrach: Menschen wurden zurechtgebracht und fanden wieder den Weg ins Le­ben, viele wurden geheilt und von dunklen Mächten befreit, manche wurden sogar von den Toten aufer­weckt. Das hatte es in der Weise in Israel zuvor nicht gegeben. Zugleich wurde deutlich, dass Jesus ein be­gnadeter Lehrer und Hirte war. Wer Jesus begegnete, der begegnete in einer überraschenden Unmittelbar­keit Gott selbst und seiner Liebe. In Jesus wurde Gott sichtbar. Durch ihn floss auf vielfältige Weise die Kraft Gottes, durch ihn kam Gott selbst zu Gehör. Jesus war sozusagen „das Wort Gottes in Person“. Das drückte der Evangelist Johannes mit dem be­rühmten Diktum aus: „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.“ (Joh 1,14) Das heilige, ewige und unver­änderliche Wort Gottes war in dem Menschen Jesus gegenwärtig und erfahrbar. Dies muss für die Zeitge­nossen Jesu, die dafür einen Sinn hatten, ungeheuer beeindruckend gewesen sein.

 

 1.Jesus im jüdischen Kontext des 1. Jahrhunderts

Zur Zeit Jesu gab es verschiedene Gruppierungen und Bewegungen in Israel. Sie wetteiferten miteinan­der um das richtige Verständnis der Schrift und des Glaubens. Wir wissen, dass Jesus zweien davon besonders nahestand. Den einen schätzte er über alle Maßen, die anderen kriti­sierte er herzhaft. Die Rede ist von Johannes dem Täufer und den Pha­risäern.

Nach dem Zeugnis aller vier Evan­gelien hat sich Jesus von Johannes taufen lassen. Damit begann seine öffentliche „Laufbahn“. Seine Beweg­gründe wissen wir nicht, aber die Symbolik spricht für sich: Durch die Taufe hat Jesus den Täufer als Lehrer und Propheten anerkannt und hat ihm Respekt gezollt. Jesus ordnete sich dem Täufer zu und schloss sich der Täuferbewegung an. Damit ver­ankerte er sich selbst und die ihm Folgenden in der Täuferbewegung. Jesus wollte, dass sein Dienst im Licht des Täufers gesehen wird. Dies hat einen Grund. Aus Jesu Sicht gab es keinen Größeren als Johannes den Täufer (Lk 7,28). Das ist ein großes Wort. Die Einzigartigkeit des Täufers bestand darin, dass er eine landes­weite Buß- und Erweckungsbewe­gung auslöste, durch die Israel zurück in den Bund mit Gott gebracht und auf das Kommen des Reiches Gottes vorbereitet werden sollte. Deshalb war Johannes der letzte und wich­tigste Prophet. Nach ihm kam nur noch der Messias, der das Werk des Täufers aufgreifen sollte und eines Tages zur Vollendung führen wird. Jesus ließ sich von Johannes taufen und bestätigte damit diesen Bußpre­diger als großen Gottesmann. Diesen Akt der Demut bestätigte wiederum Gott, indem er im Rahmen der Tau­fe Jesus bestätigte: Gott öffnete die Himmel, ließ den Heiligen Geist auf Jesus fallen und bezeichnete ihn als „geliebten Sohn“ – ein jüdischer Aus­druck für den Messias (Mk 1,9-11). Das heißt: Die Salbung zum Messias Israels empfing Jesus im Rahmen sei­ner Taufe.

Neben dem Täufer stand Jesus den Pharisäern nahe. Doch hier war das Verhältnis zwiespältig. Während Jesus über den Täufer nur positive Worte fand, bekamen die Pharisäer ordentlich „ihr Fett ab“. Jesu Kritik an den Pharisäern wird oft als Abrech­nung mit ihnen oder gar dem ganzen Judentum verstanden. Das aber ist ein Missverständnis. Im Gegenteil: Je­sus hielt sich sogar zu den Pharisäern (wie Paulus auch), denn sie waren „die Frommen“ seiner Zeit, die es ernst meinten mit dem Wort Gottes und dem Leben mit Gott. Insofern ist Jesu Kritik nicht an andere gerichtet (an die „Opposition“), sondern sozusa­gen an die eigene Partei. Grundsätz­lich schätzte Jesus die Ernsthaftigkeit der Pharisäer, aber manchmal war es mit ihnen auch zum Verzweifeln. Deshalb rang Jesus mit ihnen um das rechte Verständnis des jüdischen Glaubens. Jesus wäre nie auf den Ge­danken gekommen, Israel oder das Judentum an sich zu hinterfragen. Im Gegenteil, er wusste sich gesandt „zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel“ (Mt 15,24).

 

2.Jesus als Schrifttheologe, Lehrer und Exeget

Jesus kannte die jüdische Bibel gut. Gerne ließ er sich in Gespräche über das Wort Gottes verwickeln, so wie jeder Rabbi dies tat. Die Bergpre­digt (Mt 5 – 7) ist ein gutes Beispiel, wie sich Jesus als Bibelausleger betä­tigt. Dabei kommt er auch auf die 10 Gebote zu sprechen, also den inners­ten Kern der Tora. Mehrfach beginnt Jesus seine Ausführungen mit dem Satz:

„Ich aber sage euch.“ Dieser be­kannte Einleitungssatz wurde oft so verstanden, dass Jesus sich gegen die jüdische Tora stellte und stattdessen seine eigene „Jesus-Lehre“ aufrichte­te. Doch das ist ein Missverständnis. Jesus war ein frommer Jude und hätte nie etwas gegen die Tora gesagt. Das betont er schon in der Einleitung zu seinen Ausführungen: „Ich bin nicht gekommen, die Tora aufzulösen, sondern zu erfüllen …“ (Mt 5,17-19). Erfüllen heißt tun bzw. verwirklichen. Jesus baut hier dem Missverständ­nis vor, er würde sich gegen die Tora aussprechen. Jesus wollte, dass die Tora getan wird. Das war und ist sein Ziel. Die Einleitungsformel ist vom hebräischen Hintergrund gar nicht so konträr gemeint, wie Christen das oft verstehen. Denn so haben die Rabbiner häufig ihre Redebeiträge eingeleitet. Zunächst wurde referiert, was die Schrift oder andere Rabbiner sagten, und dann gab man sein eige­nes Votum ab. Somit könnte man die Einleitungsformel folgendermaßen paraphrasieren: „Die Tora sagt bzw. Rabbi xy sagt und dazu sage ich …“. Was nun kommt, ist also eine Ausle­gung oder eine aktuelle Anwendung der Tora, ein weiterführender Gedan­ke oder eine Ergänzung, eben ein eigener Diskussionsbeitrag. Und weil aus christlicher Sicht Jesus der Messi­as war (und ist), ist seine Auslegung von besonderem Rang.

Jesu Auslegung geschah im Sin­ne der Tora. Das gilt sogar für das bekannte „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ (Mt 5,38-42). Zunächst ist zu sagen, dass dies nichts mit Rache oder Vergeltung zu tun hat. Es han­delt sich um eine rechtliche Rege­lung, wie Schadenersatz zu leisten ist, nämlich nach dem Prinzip der Ver­hältnismäßigkeit. Dies wurde schon im Alten Testament und später auch zur Zeit Jesu durch Ersatzzahlungen erreicht. Dass einer ein Auge verlor und daraufhin dem Täter seines aus­gestochen hätte, war nicht der Fall – das ist Fantasie. Doch sorgten Richter dafür, dass gerechte Entschädigung vorgenommen wurde. Für ein Auge der Gegenwert eines Auges, für ei­nen Zahn eben der Gegenwert eines Zahns. Dafür gab es sogar Listen mit konkreten Sätzen und Beträgen. Wie bei uns heute auch. Jesus hat nun das Anliegen, dass dieses Prinzip nicht in den privaten Bereich übernommen wird. In zwischenmenschlichen Kon­flikten soll es nicht zu einem „Wie du mir, so ich dir“ kommen. Denn dabei fühlt sich jeder vom anderen über den Tisch gezogen und am Ende eskaliert die Sache. Also: kein Aus­gleich. Doch spricht Jesus auch nicht von einem simplen Ertragen von Ungerechtigkeiten und Machtmiss­brauch. Worauf Jesus hier abhebt, ist die Möglichkeit, auf unerwartete und kreative Weise Unrecht offenzu­legen. Nicht mit Gewalt oder simplen Retourkutschen. Dazu nennt er drei unterschiedliche Beispiele aus dem Alltag: Beleidigung (die Ohrfeige mit dem Handrücken; V. 39), das „letz­te Hemd“ ausgezogen bekommen (weil man Schulden nicht zurückzah­len kann; V. 40) und von Römern zu Hilfsdiensten gezwungen werden (beispielsweise das Tragen von Reise­gepäck; V. 41). (3) Diese Anweisungen sind Protestnoten, doch bestechen sie durch ihre unerwartete Anders­artigkeit. Das Machtgefüge wird je aufgebrochen und die Mächtigen finden sich in Situationen wieder, die ihnen unangenehm sind. Eine Form des Protests, die weniger von Härte, als vielmehr von Intelligenz geleitet ist und auf Gewalt verzichtet.

Jesus hat seine Lehre aus der Tora, dem Judentum und konkreten Fra­gen seines Volkes heraus entwickelt. Wie es sich für den jüdischen Messias gehört.

Anmerkungen

1 Karl Barth, Kirchliche Dogmatik. Band IV/1, Zollikon 1953, S. 181f.
2 Einen kurzweiligen Überblick bietet der Video-Clip: „Wer war Jesus Christus?“ (Katholisch für Anfänger, von katholisch.de, zu finden auf You­tube, Dauer 8 Min).
3 Wenn man bedenkt, dass die Menschen der damaligen Zeit meist nur zwei Kleidungsstücke trugen (Untergewand und Mantel) und der Mantel überlebenswichtig und somit unpfändbar war, ist das zweite Bei­spiel durchaus markant.

 

3. Jesu Wirken und Anspruch als „Messias “

In den Evangelien ist Jesus der Messias. Das hebräische „Maschiach“ heißt im Griechischen „Christus“ und übersetzt „der Gesalbte“. Diese Be­zeichnung ist im Neuen Testament so zentral, dass sie sogar zum Namens-bestandteil geworden ist: Jesus Christus.

Dies ist kein simpler Name, son­dern ein Glaubensbekenntnis: Jesus aus Nazareth ist der Messias. Dass Je­sus der Messias war, stand ihm aller­dings nicht auf die Stirn geschrieben. Manche sahen ihn so, andere nicht (Mk 8,27-30).

Mit dem Anspruch, der Messias zu sein, ist Jesus nicht hausieren ge­gangen, doch lag dies in der Luft. Jesu Handeln deutete darauf hin: Die Sammlung der 12 Jünger als Symbol für die 12 Stämme Israels, die Tem­pelreinigung, messianische Zeichen und Wunder, all das führte zu Anfra­gen von außen und zu Diskussionen im eigenen Jüngerkreis. Nicht ohne Grund ist Jesus als Messiasanwärter (als „König der Juden“) gekreuzigt worden.

Der Messias ist im Judentum so etwas wie eine universale Heilsfigur, in der die verschiedenen Heilser­wartungen des Judentums zusam­menkommen. Doch sind die Vorstel­lungen recht unterschiedlich. Grob kann man sagen: Der Messias ist der, der die Heilszeit einläuten und alles in Ordnung bringen wird. Was das konkret heißt, ist eine andere Frage. Deshalb gab es im Judentum recht verschiedene, nämlich königliche, priesterliche und prophetische Mes­siaskonzepte. Im königlichen Kon­zept sollte der Messias als Nachfahre Davids kommen, um Israel als Nation Gottes wieder zu alter Größe zu ver­helfen. Im priesterlichen Konzept war der Messias der endgültige Versöh­ner zwischen Gott und Israel, durch den alle Schuld gesühnt werden wird, und im prophetischen Konzept stellte der Messias Israel wieder her, indem er ganz Israel zur Tora zurück­führte.

Nicht umsonst wird Jesus als kö­niglicher, priesterlicher und prophe­tischer Messias gesehen.

Manche meinten auch, dass ein Messias nicht genügt, und erwar­teten zwei: einen königlichen und einen priesterlichen. Andere rechne­ten damit, dass der Weg des Messias ein Leidensweg sein könnte, wie dies bei den Propheten Israels oft der Fall war. Und wieder andere waren der Meinung, dass Gott keinen Messias braucht, sondern eigenhändig die Heilszeit einläuten wird. Was auf den ersten Blick diffus und widersprüch­lich wirkt, hat einen gemeinsamen Nenner: Israel und die Welt liegen im Argen und es braucht Gottes Initiati­ve, um diesen Missstand in Ordnung zu bringen. Genau dies ist die Aufga­be des Messias.

 

4. Jesu Kreuzestod und Auferweckung

Jesu Tod bedeutete das schmähli­che und grausame Ende eines Messi­asanwärters. Das messianische Hoff­nungsprojekt war mit Jesus (wieder einmal) gestorben. Doch kurze Zeit später wendete sich das Blatt. Jesus war auferstanden – und das änderte alles. Dass Jesus wieder zum Leben erweckt worden war, konnte ja nur heißen, dass das Projekt Jesu wei­terging und nicht am Kreuz ende­te. Gott hatte Jesus auferweckt, der Messias war am Leben! Aus dieser Perspektive musste man sagen, dass Jesus von Gott in eindrücklicher Wei­se bestätigt worden war – und er tat­sächlich der Messias ist. Somit stand auch Jesu Kreuzestod in einem völlig neuen Licht da. Jesu Tod war offen­bar kein Scheitern, sondern hatte eine andere Bedeutung. Aber welche nur? Diese Frage stellte sich für die ersten Gläubigen und sie hatten nur eine Möglichkeit, sie zu beantworten: Mit Hilfe der jüdischen Bibel. Hier fan­den sie die entscheidenden Katego­rien: Stellvertretung und Sühne – Je­sus starb für uns. Sein Tod diente zur Erlösung Israels, ja aller Menschen, sein Kreuz wendete das Schicksal der Welt! Ähnliches galt auch für Jesu Auferweckung. Auch ihre Bedeutung musste erst einmal begriffen werden und auch hier blieben nur die Schrift und die jüdische Tradition als Schlüs­sel. Auch an dieser Stelle wurde schnell deutlich: Die Auferweckung Jesu erfolgte für uns. Jesus hat den Tod überwunden und ewiges Leben erworben. Er ist, wie Paulus es aus­drückt, der „Erstling aus den Toten“. Der Erstling steht in der jüdischen Bi­bel stellvertretend für das Ganze. Ist nun Jesus der „Erstling aus den Toten“, dann bedeutet das, dass mit ihm die endzeitliche Totenaufer­weckung ihren Anfang genommen hat. Wenn der Erste auferstanden ist, dann werden auch all diejenigen auferstehen, die zu ihm gehören und die er repräsentiert. Das wurde den ersten Gläubigen anhand der Schrift klar. Die Bahn ins ewige Leben war gebrochen! (1 Kor 15,20-22)

Dieses Denken findet sich beispiel­haft und gebündelt in Jes 53. Am be­kanntesten ist Vers 5: „Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir ge­heilt.“ Doch lohnt es sich, das ganze Kapitel zu studieren, um zu sehen, wie Gott seinen Knecht zum Heil für die Menschen einsetzt. Passion, Tod und Auferweckung Jesu werden hier beispielhaft vorweggenommen, so dass sich der Text wie ein erläutern­der Kommentar zu Jesu Leidensweg liest. Nicht umsonst ist es in verschie­denen jüdisch-orthodoxen Kreisen verboten, diesen Text zu studieren. Denn er führt manchen orthodoxen Rabbi zu nah an Jesus heran.

Ohne die schriftgelehrte Arbeit der ersten Jesusgläubigen hätten wir nie erfahren, was es mit Tod und Aufer­weckung Jesu auf sich hat. Vielleicht hätten wir die Auferstehung Jesu als Wunder bestaunt, aber weiter wä­ren wir nicht gekommen. Ohne das Licht des Judentums wären wir blind geblieben, denn die Schlüssel zum Verstehen hätten uns gefehlt. Der Zu­gang zur geistlichen Bedeutung von Kreuz und Auferweckung Jesu wäre verschlossen geblieben, das Evan­gelium wäre weder formuliert noch verkündigt worden. Das Judentum ist der Schlüssel zum Evangelium.

 

5. Jesu Hoheit

Jesu Auferweckung ist aber nicht nur als Sieg über den Tod zu ver­stehen. Sie ist verbunden mit Jesu Himmelfahrt, so dass die Jünger von Anfang an wussten: Jesus ist im Him­mel bei Gott. Was aber macht er da? Auch hier konnte nur die jüdische Bi­bel weiterhelfen. Dort war beispiels­weise zu lesen: „Der HERR sprach zu meinem Herrn: ‚Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel unter deine Füße lege.‘“ (Ps 110,1) Dieses Wort hatte sich in Jesus erfüllt. Jesus ist „zur Rechten Gottes“ eingesetzt und auf diese Weise mit hohen Ehren bedacht worden. Zur Rechten Gottes zu sitzen, das ist ne­ben Gott die höchste Position, die es gibt. In dieser Position kann Jesus – sozusagen als „Rechte Hand Gottes“ – als König herrschen. So übt er die Herrschaft aus, die Gott innehat. Er kann sich aber auch Gott zuwenden und für die Menschen Fürbitte tun. Als Anwalt und Versöhner. Beides ist in dieser Position möglich und ver­bindet sich mit ihr. Durch seine Erhö­hung wurde Jesus also zum „Mittler“ zwischen Gott und Menschen.

Er repräsentiert Gott vor den Menschen und umgekehrt auch die Menschen vor Gott. Das ist die zent­rale Funktion, die Jesus hat. 1 Tim 2,5 bringt dies markant auf den Punkt: „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus.“

In Apg 2 wird dieser Vorgang de­tailliert beschrieben: „So wisse nun das ganze Haus Israel gewiss, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus ge­macht hat.“ (V. 36) Die Auferweckung Jesu führte dazu, dass Gott Jesus „zum Herrn und Christus gemacht hat“, ihn also im Himmel in diese ho­hen Ämter eingesetzt hat. Wer nun wissen will, wer der Herr bzw. der Messias ist, bekommt eine klare Ant­wort: Jesus, der Gekreuzigte und Auf­erweckte. Folglich haben Christen „einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm, und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn“ – einen Gott und einen Herrn (1 Kor 8,6). Jesu Auferweckung bedeutete seine Ein­setzung im Himmel zur Rechten Got­tes. Diese Einsetzung erfolgte durch Gott – das sagt die Schrift (Ps 110). Und aufgrund dieser Einsetzung wird Jesus eines Tages wiederkommen. Denn noch ist sein messianisches Werk nicht vollendet. (1)

 

6. Jesu Parusie (Wiederkehr)

Weil Jesus der Messias ist, wird er eines Tages (wieder-)kommen, Israel wiederherstellen und die Welt in Ord­nung bringen. Das ist als Messias sein Job. Neben der Auferweckung ist die Parusie Jesu somit das zweite große Heilsdatum, das im Neuen Testament mit Jesus verbunden wird. Das geht auch gar nicht anders, denn wenn Je­sus der Messias ist, dann muss er wie­derkommen. Die gesamte frühjüdi­sche Messiaserwartung funktioniert so, dass der Messias kommt. Dies ist auch nötig, denn noch ist sein Werk nicht abgeschlossen. Er kommt, von Gott gesandt, auf die Erde und voll­endet die Gottesherrschaft. Darauf warten die Christen. Darauf warten aber auch die Juden – wir warten also gemeinsam. In Apg 1,6-12 wird diese Perspektive deutlich. Kurz vor seiner Himmelfahrt wird Jesus von den Jün­gern gefragt: „Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel?“ Für die Jünger war dies das Nächstliegende:

Jesus wird kommen, um das Reich aufzurichten – mit Israel im Zentrum. So hatten es die Propheten ja verhei­ßen und das ist die Aufgabe des Mes­sias. Jesus stimmte seinen Jüngern zu, dass dies eines Tages geschehen wird, doch machte er den Jüngern zweierlei klar: (1.) Es steht ihnen nicht zu, „Zeit und Stunde zu wissen“, denn der Zeitpunkt ist allein Gottes Sache. Es kann also schnell gehen oder län­ger dauern. (2.) In der Zwischenzeit haben die Jünger einen Auftrag zu erfüllen: Sie sollen das Evangelium bis an das Ende der Erde bringen. Jesus wird kommen und er wird das endzeitlich-messianische Frie­densreich für Israel aufrichten, das ist keine Frage. Nur weiß niemand, wann das sein wird, und so soll die Zwischenzeit genutzt werden, um die Menschen mit dem Evangelium bekannt zu machen.

 

Ultra-orthodoxe Juden in Israel feiern die Einweihung einer neuen Tora-Rolle. Foto: Yaakov Naumi/Flash90

 

„Jeschua“

Der eigentliche Name unseres Herrn ist „Jeschua“, und weil er der Messias ist, wird er „Jeschua HaMaschiach“ genannt. Messi­as bedeutet „der Gesalbte“ und wird auf Griechisch mit „Christós“ wiedergegeben, während man Jeschua mit „Iesoús“ gräzisiert hat. Eingedeutscht wurde daraus „Jesus Christus“ und so reden die Christen ihren Herrn meist mit „Jesus“ oder „Herr Jesus“ an.

Wer den Namen verwenden möchte, der ihm tatsächlich ge­geben wurde, muss auf „Jeschua“ umsteigen. Der Unterschied ist ungefähr so, wie wenn man ei­nen deutschen Johannes mit dem englischen John ansprechen würde.

Gott hat Jesus zum Herrn und Christus gemacht. Als Herr herrscht Jesus bereits jetzt zur Rechten Got­tes, als Messias wird er eines Tages gesandt werden, um die Herrschaft auf Erden durchzusetzen. Beides ist wesentlich und gehört zusammen.Jesus wird eines Tages wiederkom­men und die Erde Schritt um Schritt von all seinen Feinden, von allen widergöttlichen Mächten und Kräf­ten befreien. Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. Dann ist Jesu Sieg vollkommen aufgerichtet (1 Kor 15,20-28). Jesus hat aber die Herrschaft nur inne, bis alle Feinde überwunden sind. Wenn dies er­reicht ist, wird er die Herrschaft an den Vater zurückgeben, „auf dass Gott sei alles in allem“ (V. 28). Dann ist das Ziel der Geschichte erreicht: Die Erde wird wieder voll und ganz von Gott bestimmt sein und vollstän­dig unter seiner Herrschaft stehen. Diese grandiosen Heilserwartungen sind jüdisch-messianischer Natur. Der Messias Jesus wird erfüllen, was in der heiligen Schrift der Juden ver­heißen ist. Die Schrift spannt den endzeitlichen Horizont auf, in dem sich Jesus bewegt.

 

7. Zurück zum Anfang: Wer ist Jesus?

Nachdem den Jüngern nach Os­tern all dies vor Augen stand, stellte sich nochmals neu die Frage, wer Je­sus überhaupt ist. Jesus war und ist voll und ganz Mensch, das war kei­ne Frage. Aber doch kein normaler Mensch „wie du und ich“. Er war auch nicht nur Prophet, Weisheitslehrer oder Wundertäter – er war mehr. In ihm war in einzigartiger Weise der Gott Israels präsent. Das war offen­kundig. Auf Erden war Jesus der he­rausragende Repräsentant Gottes gewesen und im Himmel bekleidet er nun die höchsten Ämter. Das war einzigartig und so musste auch von Jesus in einzigartiger Weise gespro­chen werden.

Ein Hoheitstitel, der an dieser Stelle eine zentrale Rolle spielt, ist „Sohn Gottes“. Das hebräische Wort für „Sohn“ (ben) bezeichnet die Her­kunft bzw. die Zugehörigkeit in recht allgemeiner Weise und so ist der Titel „Gottessohn“ auch nicht auf Jesus beschränkt. Die Einzigartigkeit Jesu wird allerdings dadurch zum Aus­druck gebracht, dass Jesus der Sohn ist (vgl. Hebr 1,2; Joh 5,19-27 u. ö.): der eine und einzigartige Sohn. Die­ses Verständnis führt wieder zum Messias hin, denn der Sohn Gottes ist frühjüdisch kein anderer als der Mes­sias. Durch ihn wird Gott sein ewiges Friedensreich aufrichten. Dies ist die Aufgabe des Messias, des Sohnes Gottes. Als Sohn wurde Jesus von Gott gesandt. Gesandt zu seinem jü­dischen Volk und „unter die Tora“ ge­tan (Gal 4,4). Dies war aus mehreren Gründen notwendig: (1.) Damit Jesus unter dem Schutz der Tora aufwach­sen konnte, (2.) damit er die Tora aufrichten konnte, (3.) damit er die erreichen konnte, die unter der Tora sind (die Juden) und (4.) damit er der Messias in all seinen Funktionen sein konnte.

Jesus musste Jude sein. Daran hängt alles. Daran hängen seine Per­son und sein Werk, seine Worte und Taten, sein Kreuzestod und seine Auf­erweckung. Es ist von daher viel zu wenig, wenn man von Jesus abstrakt als vere Deus et vere homo („wahrer Gott und wahrer Mensch“) spricht, wie es auf den altkirchlichen Kon­zilien von griechisch-philosophisch denkenden Theologen definiert wur­de. Von Jesus muss vor allem jüdisch gesprochen werden. Denn daran hängt die gesamte Bedeutung Jesu. Nur vom Judentum her ist Jesus zu begreifen.

Wir verstehen Jesus entweder jü­disch oder wir missverstehen ihn. Wenn wir durch die jüdische Brille schauen, sehen wir Jesus als Erlöser, Retter, Hei­land und Herrn. Das weckt Glauben und führt zur Erlösung. Wenn wir durch irgendeine andere Brille schauen, dann sehen wir nur einen besonderen Men­schen – und das Heil zerrinnt uns zwi­schen den Fingern.

Das Heil – unser Heil! – hängt an Jesu Judesein. An Jesus glauben kann man nur, wenn man ihn als Juden sieht. Das sagt auch Jesus selbst, wenn er betont:

 

„Das Heil kommt von den Juden.“ (Joh 4,22)

 

Anmerkung

1 Diese Ämter sind mit jüdischen Titeln verbunden, die „Hoheitstitel“ genannt werden. Einige wurden hier schon vor­gestellt: Der Messias-König, der Herr, der Mittler und der Gottesknecht. Weitere fin­den sich unter www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/themenkapitelnt, im Ka­pitel „Christologische Hoheitstitel“. –

Quelle: Israel aktuell Ausgabe April/ Mai 2018

 

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623. Deutsche Medien verschweigen solche Geschehnisse

Dienstag, 26. Dezember 2017 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

viele von Ihnen werden einen solchen Bericht kaum Glauben schenken, weil Sie von den westlichen Medien solche Berichte nie zur Kenntnis bekommen werden. Solche Aktionen gibt es viele in Israel, nur sind im Nahen Osten und in Deutschland und Europa Medienvertreter am Werk die solche Liebesbeweise von Seiten des Staates Israel nicht berichten. Es darf einfach nicht sein, dass Israel in einem guten Licht erscheint. Die Normalität der Berichterstattung aus Deutschland und Europa zeigt wie israelische Soldaten auf „unschuldige Steinewerfer“ schießen. Das kommt an! Eines möchte ich diesen Leuten ins Tagebuch schreiben: „Die Wahrheit wird am Ende immer siegen.“

 

 

Anti-Israel-Meldung zeigt unfreiwillig Israels großes Herz

 

Diese Nachricht der Wafa-Nachrichtenagentur sollte zeigen, wie herzlos sich Israel gegenüber den Arabern erhält:

„Rajab Tahhan, der eine lebenslange Haftstrafe in einem israelischen Gefängnis absitzt, durfte seinen schwerkranken Sohn nur 30 Minuten lang besuchen. Majd ist 19 Jahre alt und wird im Hadassah Krankenhaus gegen Leukämie behandelt. Tahhan wurde in Handschellen ins Krankenhaus gebracht, wo er kurz mit seinem Sohn zusammensein konnte, während andere Verwandte nicht zugegen sein durften. Vater und Sohn weinten vor Freude und Trauer. Rajab Tahhan ist wegen Mordes an David Catorza zu lebenslanger Haft verurteilt. Er kam im Zuge des Shalit-Deals frei, ist aber inzwischen wieder inhaftiert.“

Wenn man nicht von Israelhass besessen ist, liest sich diese Nachricht jedoch nicht als Anklage gegen Israel, sondern als Zeugnis seines guten Herzens. Man stelle sich vor: Ein Palästinenser ermordet einen Juden, der auf dem Weg zur Synagoge ist. Der schwerkranke Sohn des verurteilten Mörders wird in einem israelischen Krankenhaus behandelt. Dem Vater wird gestattet, ihn dort zu besuchen, was nur mit hohem Aufwand möglich ist. Nicht viele Länder würden derart human agieren, und am allerwenigsten die Palästinensische Autonomiebehörde.

 

Quelle: israelheute.com

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622. Ein Scheich spricht von Liebe und Frieden

Dienstag, 26. Dezember 2017 | Autor:

Scheich Jaber. Das Bild wurde uns von seinem Freund per WhatsApp geschickt. Ein vereinbartes Treffen mit ihm fand nicht mehr statt, da er kurz zuvor vom Palästinensischen Sicherheitsdienst der Zusammenarbeit mit Israel beschuldigt und festgenommen wurde.

Lieber Blogbesucher,

das Magazin www.israelheute.com bringt seit Jahrzehnten Berichte rund um Israel. Dieses Magazin unterscheidet sich von den allermeisten Medien aus Deutschland und Europa dadurch, dass es die Geschehnisse wahrheitsgetreu berichtet, d.h., israelheute bringt auch dass, was andere weglassen. Darum ist es wichtig, wenn man sich eine ehrliche Meinung bilden will, dass man auch an der Wahrheit interessiert ist.

Juden zu hassen, ist die Grundhaltung der palästinensischen Bevölkerung, besonders bei der jungen Generation. Man begründet das damit, dass Israel den Palästinensern das Land gestohlen habe. Um es aus den Händen der Zionisten zu befreien, gelten alle Mittel als legitim. Dieser Hass wird in den palästinensischen Medien, Schulen und Moscheen kultiviert. Dabei sind viele Palästinenser niemals einem Israeli persönlich begegnet. Aber es geht auch anders. Scheich Mahmoud Jaber ist einer von denen, die früher die Juden hassten, heute aber Liebe und Frieden propagieren. „Liebe alle, hasse niemanden!“ lautet sein Motto.

 

„Als ich jung war, wollte ich die Juden abschlachten“, erzählte Scheich Mahmoud Jaber (49) in einem offenen Gespräch mit Israel Heute. „So wurden wir erzogen. Juden dürfen nur gehasst werden.“ Was er heute bei palästinensischen Kindern wahrnimmt, erinnert ihn an seine eigene Kindheit und Jugend. In den 1980er Jahren plante der 17-Jährige zusammen mit einem 16-jährigen Freund einen Terroranschlag. Sie wollten am Eingang einer israelischen Militärbasis ein mit Sprengstoff beladenes Auto in die Luft jagen. Als sie sich der Absperrung näherten, hielt eine Patrouille neben ihnen. Die Soldaten fragten die beiden, was sie am Sperrzaun zu suchen hätten. Sie gaben an, nach Lebensmitteln Ausschau zu halten. Sofort besorgte ihnen einer der israelischen Soldaten eine warme Mahlzeit aus der Kantine.

 

Diese Begebenheit vor gut 30 Jahren bewirkte die Wende in seinem Herzen. Der Scheich erzählte uns, wie er alles andere erwartet hatte, aber nicht solch eine Reaktion. „Mein Freund und ich haben uns angeschaut. Wir dachten dasselbe. Ich sagte zu ihm: Wir können doch keinen Menschen töten, der uns Gutes getan hat. Er hätte uns erschießen können. Stattdessen hat er uns geholfen. Vielleicht sind die Israelis ja gar nicht so schrecklich? Von da an suchte ich nach der Wahrheit. Alles, was uns erzählt wurde, war falsch.“

 

Im Zuge der ersten Intifada (1989) wurde Mahmoud Jaber zu einer vierjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, weil er nachweislich einer Terrororganisation angehörte. Die Strafe nennt er heute eine „Kleinigkeit“. Er freut sich: „Allah

hat mich davor bewahrt, Menschen zu töten.“ Der Scheich, der mit zwei Frauen verheiratet ist und acht Kinder hat, lebt in Hebron, nicht weit von der westlichen Einfahrt zur jüdischen Siedlung Kiriat Arba. Hingebungsvoll versucht er, seine palästinensischen Geschwister von ihrem Hass auf Juden abzubringen. Auch wenn es in einer so stark religiös geprägten Stadt für ihn nicht ungefährlich ist, lässt er nicht davon ab, seine Botschaft von Liebe und Frieden mit den Juden zu verkünden. „Was haben wir nicht alles ohne Erfolg versucht – Kriege, Tod und Blut. Lasst es uns doch einmal mit Liebe versuchen! Lasst uns den wahren Frieden suchen! Wenn ich den Hass aus meinem Herzen verdränge und du den Hass aus deinem Herzen, dann können wir gemeinsam Frieden schaffen.“

 

Uns gegenüber räumte er ein, dass die palästinensische Bevölkerung seine Botschaft nicht leicht verkraften kann.

„Letztendlich ist es ein Palästinenserkind oder Jugendlicher, der mit dem Messer auf einen Juden losgeht. Ihm wurde versprochen, dass er dafür in den Himmel kommt.“ Die Realität ist bei weitem nicht so, wie Jaber sie sich wünscht. Aber er verspürt bereits Anzeichen einer Veränderung in der palästinensischen Bevölkerung.

 

Vor einigen Monaten war Jaber mit dem israelischen Fernsehjournalisten Ohad Hemo in Hebron. Auf der Straße sprachen sie auf arabisch mit Palästinensern. „Wir fragten zwei Kinder, was sie von Juden denken. Sie sagten, die Juden seien Hunde, nicht wertvoller als eine Schuhsohle. Ich sagte ihnen, dass mein Begleiter Jude sei und sie anständig reden sollten.“ Ein Erwachsener meinte, die Palästinenser seien zwei Mal erobert worden: „Ein Mal von den Israelis und das zweite Mal durch die Autonomieführung, die uns verhungern lässt. Ich habe keine Angst, das öffentlich zu sagen. Als die Juden in Hebron herrschten, hatten wir ein hervorragendes Leben. Wenn ich wählen könnte, würde ich eine jüdische Herrschaft bevorzugen. Früher gab es eine Lebensfreude in Hebron, die heute verschwunden ist.“ Er hätte sich beim Abzug der Israelis mit Zähnen und Klauen am letzten israelischen Jeep festklammern sollen, der von Hebron wegfuhr, resümmiert er. Der Scheich kennt diese Geisteshaltung gut: „So denken viele, aber Angst lähmt die Leute. Nach der Ausstrahlung unseres Berichts im israelischen Fernsehen wurde ich vom palästinensischen Geheimdienst verhört. Aber ich werde auch zukünftig die Wahrheit nicht verschweigen und zu Liebe und Frieden aufrufen.“

 

Autor:  Aviel Schneider

Quelle: israelheute.com

 

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621. Die Islamisierung Jerusalems

Dienstag, 26. Dezember 2017 | Autor:

Oft genug wird behauptet, israelische Behörden würden Jerusalem „judaisieren“. So wird impliziert, dass die Juden keine historische Verbindung zu dieser Stadt hätten. Es verblüfft immer wieder neu, dass trotz des Wissens über die Weltgeschichte unsägliche Geschichtsklitterung Verbreitung findet.

 

Lieber Blogbesucher,

das Magazin www.israelheute.com bringt seit Jahrzehnten Berichte rund um Israel. Dieses Magazin unterscheidet sich von den allermeisten Medien aus Deutschland und Europa dadurch, dass es die Geschehnisse wahrheitsgetreu berichtet, d.h., israelheute bringt auch dass, was andere weglassen. Darum ist es wichtig, wenn man sich eine ehrliche Meinung bilden will, dass man auch an der Wahrheit interessiert ist.

 

In diesem Fall ist die Wahrheit faktisch das genaue Gegenteil dessen, was behauptet wird. Die Stadt Jerusalem hat in der Tat eine erzwungene Transformation erlebt, aber es war keine „Judaisierung“, sondern vielmehr eine Islamisierung. Archäologische Beweisstücke und zahlreiche Dritt-Quellen belegen, dass die Juden in Jerusalem seit der Zerstörung des Tempels eine fast durchgängige Präsenz hatten. Dieser Tempel, genauer: der Erste und nach ihm der Zweite jüdische Tempel, wird vom meistgelesenen Buch der Welt, der Bibel, bezeugt. Er stand in Jerusalem, Jahrhunderte vor dem Aufkommen des Islam.

Nachdem die Juden von den Römern vertrieben worden waren, begann vor etwa 200 Jahren der Prozess, der die

jüdische Bevölkerungsmehrheit in Jerusalem wieder herbeiführte. Das lässt sich in jeder Enzyklopädie mühelos verifizieren. Wie kann es dann sein, dass heute so viele der Behauptung glauben, dass Jerusalem immer eine arabische bzw. moslemische Stadt war und auch heute noch sei?

Das Jahr 1929 sah einen ersten Höhepunkt der Gewalt, als die Moslems, angestachelt durch ihre religiösen Führer, viele Juden töteten und ihren Besitz entweder an sich brachten oder verbrannten. Eine noch intensivere Runde dieser Ausschreitungen der antijüdischen Gewalt fand in den Jahren 1936 bis 1939 statt. Viele der Juden, die im östlichen Teil Jerusalems einschließlich der Altstadt lebten, flohen. Nur in dem kleinen Bereich, der jetzt als jüdisches Viertel bekannt ist, blieben sie.

Ein Jahrzehnt später, während des Unabhängigkeitskrieges 1948, eroberte Jordanien Ost-Jerusalem und vertrieb

die noch verbliebenen Juden. So schwand die jüdische Mehrheit, zumindest in der Altstadt, dem Herzen Jerusalems. Die Moslems sprengten Synagogen, schändeten Friedhöfe und eliminierten alle sichtbaren Spuren jüdischen Lebens und jüdischer Geschichte. In Ost-Jerusalem wurde die Geschichte einer radikalen Revision unterzogen und eine islamische Legende erschaffen. Diese wurde von der antijüdisch voreingenommenen

internationalen Gemeinde bereitwillig akzeptiert.

Die Islamisierung Jerusalems im 20. Jahrhundert machte nicht bei den Juden Halt. Vielmehr wirkte sie sich auch auf die hier lebenden Christen aus. Aber diese wurden nicht vertrieben. Sie waren dazu verurteilt, unter moslemischer Aufsicht zu leben. Die Jordanier verboten nach ihrer Annexion des östlichen Teils von Jerusalem den Christen den Kauf von Grundstücken. Sie zwangen alle christlichen Schulen, den Koran zu lehren. Unterrichtssprache hatte Arabisch zu sein. Die meisten der Christen, die damals in der Altstadt lebten, waren Armenier. Viele von ihnen sprachen kein Arabisch. Der unterrichtsfreie Tag wurde vom Sonntag auf den Freitag verschoben, um die christlichen Gottesdienste durcheinanderzubringen. Auch der christliche Charakter der Stadtsollte zerstört werden.

Aber dieser Plan schlug fehl. Die Juden schlichen nicht weg, wie die Moslems erwartet hatten. Wohl verließen sie ihre Häuser unter Zurücklassung ihres Eigentums, aber sie gingen nicht weit weg. Das westliche, jüdische Jerusalem blühte auf und überflügelte bald die östliche Hälfte, ein Effekt, der noch heute deutlich spürbar ist. Es ist festzustellen: Das West-Ost-Wohlstandsgefälle in Jerusalem resultiert daraus, die jüdische Verbindung zu dieser Stadt zu leugnen. Nur da, wo Juden lebten und arbeiteten, hat Jerusalem Aufschwung erlebt. Schon Winston Churchill meinte gegenüber der britischen Diplomatin Evelyn Shuckburgh, dass man gut daran täte, den Juden Jerusalem zu überlassen. Viele arabische Einwohner der Stadt verstehen dies inzwischen. Sie sind dagegen, die Fehler des vorigen Jahrhunderts immerfort zu wiederholen. Sehr viele erklären israel heute gegenüber, dass sie die palästinensische Herrschaft über Ostjerusalem ablehnen und lieber unter israelischer Herrschaft leben möchten.

 

Autor: Ryan Jones

Quelle: www.israelheute.com

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620. Das jüdische Jerusalem: Eine „Beleidigung“ für den Islam?

Dienstag, 26. Dezember 2017 | Autor:

Lieber Blogbesucher,

das Magazin www.israelheute.com bringt seit Jahrzehnten Berichte rund um Israel. Dieses Magazin unterscheidet sich von den allermeisten Medien aus Deutschland und Europa dadurch, dass es die Geschehnisse wahrheitsgetreu berichtet, d.h., israelheute bringt auch dass, was andere weglassen. Darum ist es wichtig, wenn man sich eine ehrliche Meinung bilden will, dass man auch an der Wahrheit interessiert ist.

 

 

Ein Konflikt im Namen der Religion ist nicht politisch korrekt. Deshalb haben unsere liberalen Gesellschaften, die in Israel eingeschlossen, so hart daran gearbeitet, den israelisch-arabischen Konflikt als rein nationalistisch darzustellen. Selbst der Begriff „israelisch-arabischer Konflikt“ ist bereits ein Teil dieser Bemühungen. In Wirklichkeit ist es jedoch ein jüdisch-islamischer Konflikt, denn die islamische Welt, Araber wie Nicht-Araber, ist nicht gegen Israels Staatsbürger im Allgemeinen, sondern allein gegen die jüdische Bevölkerungsmehrheit.

 

Es versteht sich von selbst, dass kein Aspekt des Konflikts im größeren Maße religiös zu nennen ist, als der um die Stadt Jerusalem.

 

Nahost-Experte Mordechai Kedar sprach kürzlich auf einer Konferenz, die die israelische Regierung für westlich-christliche Medienvertreter ausgerichtet hatte. Kedar erläuterte, dass das, was meist als simple Streiterei über Land angesehen werde, in Wirklichkeit ein Kampf um die „Gültigkeit des Islam“ sei.

 

Die islamische Lehre verknüpft den Anspruch auf religiöse Rechtmäßigkeit mit der Fähigkeit, Andersdenkende zu unterwerfen. Ein Land oder Volk, das einmal unter islamischer Herrschaft war, muss darunter verbleiben. Der Islam kann den Verlust von Gebiet oder von Gläubigen nicht in sein Weltbild integrieren.

 

Aber genau dies ist geschehen, als Großbritannien das Heilige Land einnahm und einen Teil davon den Juden überließ. „Israels Wiedergeburt durch die Hilfe christlicher Länder und die als Eroberung empfundene Positionierung Jerusalems bedeuten eine theologische Bedrohung für den gesamten Islam“, sagte Kedar. „Der Tempelberg ist das eigentliche Schlachtfeld. Uns bleibt nichts anderes übrig, als uns zu entscheiden, ob wir aufgeben.“

 

Quelle: www.israelheute.com

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619. Trump und Israels Hauptstadt

Dienstag, 26. Dezember 2017 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

es freut mich, dass es immer noch Menschen gibt die einen klaren Blick für die Realitäten haben und dazu auch noch die Wahrheit lieben. Der Herr über Himmel und Erde wird solch einen geraden Weg segnen.

Mein Dank geht an Gerd Hoinle für sein okay zur Veröffentlichung dieses Beitrages.

 

 

 

Trump und Israels Hauptstadt

„…und Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden.

Lukas 21, 24.

„Pastor, Donald Trump hat Jerusalem als Hauptstadt von Israel anerkannt und will die amerikanische Botschaft dorthin verlegen. Ist das gut oder schlecht?“

Der amerikanische Kongress hat bereits per Gesetz 1995 beschlossen, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Der Zug war also eigentlich längst abgefahren und was Trump getan hat, war lediglich einem mehr als 20 Jahre alten Gesetz endlich Geltung zu verleihen, was die drei ihm vorausgehenden Präsidenten alle halbe Jahre, wenn eine gesetzlich vorgesehene präsidiale Entscheidung anstand, vertagt hatten.

Fakt ist, Israel wird schon seit 68 Jahren von Jerusalem aus regiert. Dies anzuerkennen ist eigentlich eine Binse.

Sein Vorgänger war ganz anders eingestellt.

Für Obama war Israel lediglich ein riesiges jüdisches Flüchtlingslager, das aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangen ist und halt blöderweise in einer ungünstigen Weltregion liegt. Er war Israel gegenüber sehr feindselig eingestellt.

Trump, (dessen Name auch Trompete bedeutet, hihi), und seine Unterstützer denken offenbar anders.

Die sagen sich: Die Palästinenserführer mögen weder den Westen noch Israel, egal was wir tun. Die machen Intifada, egal wieviel Land und Frieden wir ihnen anbieten. Die greifen mit und ohne Vorwand an. Die Radikalen unter ihnen steuern Flugzeuge in amerikanische Wolkenkratzer und stechen beim Edeka in Hamburg ihnen völlig unbekannte Menschen ab, egal wo unsere Botschaften ihren Sitz haben. Wir betreiben ja nicht einmal Siedlungen im Westjordanland. Israel müsste kollektiv ins Meer springen und sich als Staat auflösen, und der Westen moslemisch werden, um diesen Leuten zu gefallen. Und selbst das wäre denen wahrscheinlich zu wenig.

Also erkennt Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels an und verlegt die Botschaft dorthin.

Na und?

Nichts wird sich ändern.

Allerdings spielt Jerusalem in der Endzeitprophetie Christi eine prominente Rolle, (siehe obige Schriftstelle). Demnach ist es so: Wenn Jerusalem nicht mehr unter ausländischer Kontrolle steht, sondern wieder von Juden regiert wird, dann geht die „Zeit der Nationen“, also das Gemeindezeitalter, zu Ende.

Und dann?

Das nächste werden „Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen und auf der Erde Angst der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem und wogendem Meer, während die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden.“

Vulkane werden blubbern, Asteroiden nah an der Erde vorbeischrammen.

Und Jerusalem wird in jüdischer Hand sein.

„Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit. Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht.“ (Lukas 21, 27-28).

Autor. Gerd Hoinle

Quelle: Online Kirche

 

 

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617. Jerusalem – ist die Hauptstadt Israels ohne wenn und aber

Donnerstag, 21. Dezember 2017 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

die Versuche von allen Seiten Jerusalem den Juden abzusprechen sind einfach absurt. Aber, ist es nicht so oft der Fall, wenn man sich in die Lüge verstrickt hat, dann kommt man nicht mehr heraus und erfindet immer wieder neue Lügen. Wenn man dann auch noch einige Gleichgesinnte findet die sich dadurch auch einen Vorteil erhoffen, dann lügt man auf Teufel komm heraus.

Aber, die Wahrheit wird am Schluss triumphieren. Wie heißt es dazu im Wort Gottes: „Die Wahrheit wird euch freimachen.“ (Johannes 8, 32)

 

 

 

JERUSALEM Zeit LINIE

 

1800 v. Chr. Abraham will auf dem Berg Morija (Jerusalem) Isaak opfern Jahrhundert v. Chr. Jerusalem wird als Urschalim in den Armana Briefen in Ägypten erwähnt

1004 v. Chr. König David erobert Jerusalem

1004–928 v. Chr. Bau des Ersten Tempels im vereinten Königreich Jerusalem

928 v. Chr. Aufteilung des Königreichs, Jerusalem wird Hauptstadt von Juda 701 v. Chr. Assyrer erobern nördliches Königreich von Israel

586 v. Chr. Nebukadnezar von Babylon zerstört Jerusalem und den Ersten Tempel

538 v. Chr. Rückkehr der Juden nach Jerusalem

516 v. Chr. Einweihung des zweiten Tempels

445 v. Chr. Nehemia baut die Mauern Jerusalems

332 v. Chr. Alexander der Große erobert Jerusalem

323 v. Chr. Ptolemäus übernimmt Kontrolle über Judäa

198 v. Chr. Antiochus der Dritte übernimmt die Kontrolle über Jerusalem

167 v. Chr. Beginn des Aufstandes der Makkabäer

63 v. Chr. Pompeius erobert die Stadt

37-4 v. Chr. Regierungszeit von Herodes

6-60 Römische Verwaltung

30 Kreuzigung Jesu

66 Ausbruch Römischer Krieg

70 Zerstörung des Zweiten Tempels

132-135 Bar-Kochba Aufstand. Der römische Kaiser Hadrian benennt die Provinz Judäa in Palästina und

Jerusalem in Aelia Capitolina um.

335 Einweihung der Grabeskirche

614 Perser erobern Jerusalem

629 Byzantinischer Kaiser Herakleios erobert die Stadt zurück

638 Moslems erobern Jerusalem

691 Bau des Felsendoms auf dem jüdischen Tempelplatz

750–877 Herrschaft der Abbasiden

969–1071 Die Fatimiden herrschen über Jerusalem

1071–1098 Die Seldschuk-Türken übernehmen die Herrschaft über die Stadt

1099 Beginn der Herrschaft der Kreuzritter

1149 Wiederaufgebaute Grabeskirche wird eingeweiht

1187 Saladin erobert Jerusalem von den Kreuzrittern nach der Schlacht von Hattin, Juden dürfen in die Stadt zurückkehren

1229 Sechster Kreuzzug zur Wiedereroberung Jerusalems, Moslems erhalten Kontrolle über den Tempelberg, Christen erhalten Zugang zu ihren religiösen Stätten

1260 Beginn der Herrschaft der Mameluken

1267 Rambam erneuert die jüdische Niederlassung in Jerusalem

1474 Rambam-Synagoge wird durch die Moslems zerstört

1517 Ottomanischer Sultan Selim erobert Jerusalem

1535–1541 Wiederaufbau der Stadtmauern mit den 7 Toren und dem Davidsturm 1553 2000 Juden, 2000 Christen und 12.000 Moslems leben in Jerusalem

1831-1840 Ägyptische Herrschaft

1838 Erster Britischer Konsul in Jerusalem

1860 Mishkenot Shaananim, erster jüdischer Stadtteil außerhalb der Stadtmauern

1862 8000 Juden, 3800 Christen und 6000 Moslems leben in Jerusalem

1881 Rückkehr der Juden nach Jerusalem (Erste Einwanderung)

1898 Kaiser Wilhelm II. besucht Jerusalem

1917 Beginn des Britischen Mandats

1920 Arabische Aufstände, Stürmung des jüdischen Viertels, Juden werden ermordet

1929 Arabische Aufstände in Jerusalem, Hebron und Safed. 130 Juden werden ermordet

1936–1939 Arabische Revolten, Jerusalem leidet sehr

1939 Briten begrenzen jüdische Einwanderung und Kauf von Land

1944 97.000 Juden, 29.400 Christen und 30.400 Moslems leben in Jerusalem

1947 Teilungsplan der UN-Resolution 181

1948 Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel

1948–1967 Jerusalem ist erstmals in seiner Geschichte eine geteilte Stadt

1967 Wiedervereinigung Jerusalems im Sechstagekrieg

1978 Israel Heute wird in Jerusalem gegründet

1993 Oslo-Abkommen mit Jerusalem im Mittelpunkt

2017 Benjamin Netanjahu regiert in Jerusalem seit 10 Jahren

 

Quelle – israelheute

 

Noch Fragen? Ich denke es müsste alles klar sein, wenn man klar sieht.

 

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616. Jerusalem – DAVIDS KAUFVERTRAG ist in der Bibel abgedruckt

Donnerstag, 21. Dezember 2017 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

nichts ist klarer und deutlicher dokumentiert als die Geschichte Jerusalem und die seines jüdischen Volkes. Trotzdem versucht die Weltgemeinschaft seit 2000 Jahren das Volk der Juden zu zerstören. Besonders extrem erleben wir dies seit dem 20 Jahrhundert und nach der Neugründung des Staates Israel am 14.05.1948

Aber, und dass sollten alle Völker die Israel und seine Hauptstadt Jerusalem in Frage stellen bedenken. Wer Israel angreift, bekommt es mit dem lebendigen Gott zu tun der Himmel und Erde geschaffen hat und der das Volk Israel als sein Eigentum erwählt hat.

 

Nachzulesen:

1.Mose 12, 3/ 1.Mose 28, 15/ 4.Mose 24,9/ 5.Mose 4, 30-31/ 5.Mose 30, 3/ 5.Mose 30, 4-5

Jesaja 11, 11-2/ 14, 1-2/ 19, 23-25/ 27, 12-13/ 40, 1-3/ 43, 5-6/ 49, 12/ 49, 22/ 51, 11/ 60, 9-11/ 62, 6-7

Jeremia 3, 15-18/ 12, 15/ 16, 14-18/ 23, 3-8/ 24, 6/ 30, 3/ 30, 10/ 31, 7-8/ 31, 10/ 32, 37-44/ 33, 7 usw.

Hesekiel 11, 17+19/ 20, 32-28/ 28, 25-26/ 34, 13/ 36, 22-29/ 37, 21-23/ 39, 25-28

Hosea 2, 2/ 11,10

Joel 4, 7

Amos 9, 14-15

Micha 2, 12-13

Zephanja 3, 20

Sacharja 1, 14-15/ 2, 10-12/ 8, 7-8/ 10, 6+9+10/ 12, 2-10

Psalm 83, 5/ 102, 12-18/ 105, 7-11/ 122, 6/

Sprüche 24, 11-12

Matthäus 5, 17-18/ 24, 31

Johannes 4, 22

König David kaufte den Berghügel Morija für 50 Silberschekel

 

Der Name Jerusalem mag meist mit „Stadt des Friedens“ wiedergegeben werden, es sind aber auch andere Bedeutungen möglich. Jeruschalajim an sich kommt nicht in den fünf Gesetzbüchern vor. 1. Mose 14,18 spricht noch von Salem: „Aber Melchizedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein herbei. Und er war ein Priester Gottes, des Allerhöchsten.“

Erst im Buch Josua (18,27) taucht der uns bekannte Name Jeruschalajim zum ersten Mal auf: „Jebusi, das ist Jerusalem (Jeruschalajim)“. Dies ist die Bibelstelle, in der der Stadtkönig von Jerusalem mit vier anderen Königen im Süden des Landes einen Bund gegen die Kinder Israel schließt. Die nächste Bibelstelle ist Richter 1,21: „Aber die Kinder Benjamin vertrieben die Jebusiter nicht, die zu Jerusalem (Jeruschalajim) wohnten; sondern die Jebusiter wohnten bei den Kindern Benjamin zu Jerusalem bis auf diesen Tag.“ Israelische Historiker und Linguisten sind sich bezüglich der historischen Semantik von Uruschalim, Jeruschalem und Jeruschalajim uneins. Eine progressive Erklärung bezieht Schalem auf das hebräische Wort Schalom (Frieden), also „Stadt des Friedens“. Historisch belegt ist allerdings auch, dass Schalem oder Salem ein kanaanitischer Gott der Jebusiter war. Die Stadt wurde daher vor Davids Einzug als „Stadt von Salem“ bezeichnet.

Erst mit der Eroberung durch König David 1004 v. Chr. wurde die Jebusiterstadt Hauptstadt und religiöses Zentrum des Volkes Israel im Gelobten Land. Dafür brachte König David auch die Bundeslade in die Stadt. König Salomo baute das Haus des Herrn in Jerusalem, auf dem Berg Morija, dort, wo sein Vater David den Platz für den Tempel bestimmte, als er die Tenne von Ornan, dem Jebusiter, kaufte. Ausführlich berichtet 2. Samuel 24, wie David von Arwana (Ornan) die Tenne für 50 Silberschekel kaufte. David baute dann dem Herrn einen Altar und opferte Brandopfer und Dankopfer. 800 Jahre zuvor hatte Gott Abraham mit der Anweisung auf die Probe gestellt, er solle seinen Sohn Isaak auf dem Berg Morija als Brandopfer darbringen. Dass es sich dabei um den späteren Tempelplatz handelt, ergibt sich aus 2. Chronik 3,1. Etwa 930 v. Chr., nach dem Tode König Salomos, zerfiel Israel in zwei Königreiche, Jehuda und Israel. Jerusalem blieb politisches und geistliches Zentrum, nämlich des südlichen Königreichs Jehuda (Juda). Aus diesem Grund suchte das nördliche Königreich Israel nach einer Alternative zum Jerusalemer Tempel. Zwischen den beiden Reichen herrschte mal Frieden, mal Feindschaft, aber beide passten sich der politischen Situation in der Region an. Der fremde Einfluss größerer Nachbarvölker war bedeutend. Er betraf Sprache, Kultur, Architektur, und Handel. Auch kam es durch Mischehen zur Anbetung fremder Gottheiten.

In Jerusalem wirkten zu dieser Zeit etliche Propheten, die unter anderem auch Berater der Könige waren. Sie warnten das Volk vor Gefahren, etwa in Bezug auf Jerusalem und den Tempel. Dann fiel das Königreich Israel 720 v. Chr. in die Hände der Assyrer, 19 Jahre später wurde Jerusalem unter König Hiskia vom assyrischen Herrscher Sanherib belagert. Der Prophet Jesaja beschreibt ausführlich die Rettung Jerusalems (Kapitel 37).

Aus dieser Zeit stammt die früheste Inschrift in hebräischer Sprache, die den Namen Jeruschalajim enthält. Sie wurde in der Nähe von Lachisch gefunden, darin heißt es: „Gott, der Herr des ganzen Landes, … Gott Jerusalems“. Außerhalb der Bibel wird Jerusalem bereits in den Ächtungstexten altägyptischer Tongefäße (2000 bis 1750 v. Chr.) von nubischen Fürsten Ruschalimum genannt. 300 Jahre später findet Uruschalim (Jerusalem) in den Amarna-Briefen (Ägypten) aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. Erwähnung.

589 v. Chr. eroberten die Babylonier Jerusalem und setzten König Zedekia über Jerusalem ein. Aber dieser machte einen taktischen Fehler und verbündete sich mit Ägypten. Er wurde geschlagen, Jerusalem samt Tempel zerstört. Dies geschah im fünften Monat, der Av heißt, des Jahres 586 v. Chr. Die Mehrheit des jüdischen Volkes wurde nach Babylon deportiert. Damit endete die Epoche des Ersten Tempels in Jerusalem.

70 Jahre später wurde der Wiederaufbau des Tempels begonnen, als Jerusalem die Rückkehr der Juden aus Babylon erlebte. „Viele aber von den Priestern und den Leviten und den Häuptern der Väter, den Alten, welche das erste Haus (den ersten Tempel) gesehen hatten, weinten mit lauter Stimme, als vor ihren Augen der Grund zu diesem Hause gelegt wurde.“ (Esra 3,12)

Im Jahr 445 v. Chr. kehrte der babylonische Jude Nehemia (Gottes Tröster) zurück und wurde Statthalter in Jerusalem. Er baute die Stadtmauern wieder auf und führte Reformen anhand der biblischen Vorschriften durch. In den folgenden 400 Jahren regierten in Jerusalem etliche Herrscher aus fremden Völkern, darunter Perser, Hellenisten und Römer.

332 v. Chr. eroberte Alexander der Große Jerusalem und das Land. Nach seinem Tod teilten die Ptolemäer und Seleukiden das Land unter sich auf. Es folgte 140 v. Chr. eine 80 Jahre andauernde, von den Römern geduldete jüdische Unabhängigkeit im Land unter der Herrschaft der Hasmonäer. In den Jahren 37 bis 4 v. Chr. herrschte in Jerusalem König Herodes mit politischer Rückendeckung Roms. Der Aufstand der Hasmonäer gegen die Römer im Jahr 66 endete mit der Zerstörung Jerusalems und des Zweiten Tempels am Ende des Jüdischen Krieges im Jahr 70.

Im Jahr 135 beherrschte Kaiser Hadrian das Land und benannte aus Hass Jerusalem um in „Aelia Capitolina“. Judäa und Samaria nannte er „Palästina“.

Nur 70 Jahre nach der ersten Tempelzerstörung wurde mit dem Bau des Zweiten Tempels begonnen. Auf den Bau des Dritten Tempels wartet das Volk Israel nun schon 1947 Jahre. In der 3000-jährigen Geschichte Jerusalems war die Stadt insgesamt 600 Jahre lang unter jüdischer Herrschaft, darunter 69 Jahre seit der Staatsgründung Israels 1948. Aber über die Geschichte hinweg haben Juden immer in Jerusalem gelebt.

In unseren Tagen leugnen mittlerweile international anerkannte Organisationen wie die UNESCO die jüdische Verbindung zum Tempelplatz.

 

Autor – Aviel Schneider

Quelle – israelheute

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615. Jerusalem – ein Drama ohne Ende

Donnerstag, 21. Dezember 2017 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

dieser nachfolgende Beitrag von Aviel Schneider hat mir sehr gut gefallen, weil er hier die Wahrheit ausspricht, und weil die Wahrheit am Ende den Sieg erringen wird. Wahrheit bedeutet so zu reden und zu handeln wie es Gott und sein Sohn Jesus Christus in seinem Wort verewigt haben.

Jerusalem ist die ewige Hauptstadt des jüdischen Volkes. Gott hat diese Stätte Abraham gegeben und Gottes Zusagen sind Ja und Amen.

Das was die Politik in unserer Zeit unter Wahrheit versteht hat mit Wahrheit nichts gemein, sondern, man sollte es einfach und schlicht Diplomatie nennen. Die Bibel sagt auch Heuchelei dazu.

US – Präsident Donald Trump sieht im Problem die Lösung für einen Frieden. „Die Zeit ist reif, Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Ehemalige Präsidenten haben dies in ihren Wahlkampagnen versprochen, sind aber immer wieder davon abgekommen. Ich mache heute Nägel mit Köpfen. Das hätte schon viel eher geschehen können. Israel ist ein souveräner Staat, der wie alle anderen Staaten das Recht hat, seine Hauptstadt zu bestimmen. Diese Tatsache anzuerkennen, ist eine notwendige Voraussetzung für den Frieden. Die Israelis haben einen Judenstaat erschaffen, in dem Juden, Christen und Moslems frei leben können und Religionsfreiheit genießen. Wir können unsere Probleme nicht lösen, indem wir von den selben falschen Annahmen ausgehen und auf dieselben falschen Strategien der Vergangenheit zurückgreifen. Jede Herausforderung braucht neue Herangehensweisen. Meine heutige Erklärung markiert den Beginn einer neuen Herangehensweise an den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern“, verkündete Trump in seiner klaren und direkten Rede, und wies gleich auch darauf hin, dass Jerusalem nicht nur der Sitz der israelischen Regierung ist, sondern dass seit Jahrzehnten somit auch alle ausländischen Staatsoberhäupter regelmäßig bei ihren politischen Stippvisiten in der Stadt ein und ausgehen. „Heute erkennen wir das Offensichtliche an. Jerusalem ist Israels Hauptstadt. Das ist nicht mehr als eine Anerkennung der Realität.“ Zwischen Wahrheit und Frieden, wählt Trump die biblische Wahrheit Israels, in der Hoffnung, dadurch Frieden zu erringen.

„Wir sind uns sicher, dass Donald Trump für immer und ewig in die Chronik der jüdischen Geschichte eingeschrieben wird“, jubelten 250 israelische Rabbiner, die ihm in einem Brief zuschrieben, er verwirkliche die biblischen Versionen der Propheten. Auch Netanjahu sprach mit vollmundigen Worten von einem historischen Tag, einem Meilenstein in der glorreichen Geschichte der Stadt.

Die Anerkennung Jerusalems ist in der Tat ein gewaltiger Schritt. Ein Drama, wo eigentlich kein Drama sein sollte. Jede andere Nation betrachtet es als selbstverständlich, dass sie sich ihre eigene Hauptstadt auswählen kann, nur in Israel gleicht es einem historischen Spektakel. Warum haben die westlichen Staaten in den 1980er Jahren eigentlich ihre Botschaften von Jerusalem nach Tel Aviv verlegt? Doch nur wegen des Drucks und aus Angst vor den arabischen Ländern im Nahen Osten? Wer entscheidet eigentlich, wem Jerusalem gehört? Alle anderen, nur nicht Israel?

Jedes Mal, wenn Entscheidungen getroffen werden, die den Palästinensern nicht gefallen, drohen diese mit Aufständen. So geschehen in den 1990ern in Bezug auf das umstrittene Orienthaus in Ostjerusalem und bezüglich des Häuserbaus auf dem Homa-Hügel zwischen Jerusalem und Bethlehem. 2001 wurde das Orienthaus geschlossen, auf dem Har Homa leben heute über 20.000 Menschen. Und das Leben geht weiter.

Wieder drohen die Palästinenser, die Anerkennung habe gefährliche Auswirkungen auf den Friedensprozess. Aber ist der nicht sowieso festgefahren? Auch die Sicherheit und die Stabilität in der Region und der Welt sei in Gefahr, heißt es. Doch schon damals, als die Juden nach Israel heimkehrten, waren die Araber damit nicht einverstanden und versuchten alles, um den Judenstaat zu verhindern. Fünf arabische Nationen griffen Israel am Tage nach seiner Gründung an. Doch Israel lebt und feiert im Frühling 2018 sein 70. Jubiläum.

Das Leben ist ein Risiko, erst Recht, wenn es um Jerusalem geht. Für Entscheidungen wie diese gibt es keinen perfekten Zeitpunkt, eventuell nur einen passenderen. Die schiitische Atom- und Terrorgefahr hat sunnitische Großstaaten wie Saudi-Arabien, Ägypten und die Persischen Golfstaaten näher Richtung Israel rücken lassen, natürlich erst einmal nur hinter den Kulissen. Daher nutzt Washington den Moment aus. Riad und Kairo werden Israel kritisieren, aber ich denke nicht, dass sie Israel angreifen werden. Die Palästinenser interessiert in den arabischen Ländern keinen. Und fragen Sie doch mal einen palästinensischen Händler in der Jerusalemer Altstadt, ob sich ein Aufstand bei den gerade steigenden Touristenzahlen wirklich lohnt.

Jeder hat seine Mission. Aus israelischer Sicht ist Jerusalem die legitime und rechtliche Hauptstadt Israels. Dass die Palästinenser mit arabischer Rückendeckung dagegen sind, ist ganz normal. Man kann nicht erwarten, dass sie Trump dafür loben. Das ist ihre Mission. Im Fall von Israel ist immer alles kompliziert und umstritten, die Staatsgründung, die Existenz, der Glaube, die Geschichte, die Bibel, die Gebiete und Jerusalem. Glaubt mir, Jerusalem ist nicht weniger umstritten als zu biblischen Zeiten, daher sollte man sich über Trumps Weihnachtsgeschenk für Israel nicht wundern. Jerusalem ist immer mit Drama verbunden!

 

Autor Aviel Schneider

Quelle Israelheute

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611. Israelkritik ein Parteiprogramm

Dienstag, 31. Oktober 2017 | Autor:

Lieber Blogbesucher,

seit vielen Jahren beobachte ich mit großer Aufmerksamkeit wie die deutsche Politik und die restliche Welt mit dem Thema Israel umgeht. Ergebnis: Kein anderes Volk und Land wird dermaßen ungerecht behandelt wie Israel. Schaut man in die Geschichte, stellt man sehr schnell fest, immer wenn man in dieser Welt einen Sündenbock brauchte, hat man sich Israel ausgesucht. Warum?

Es gibt eine biblische Erklärung – die Welt ist in Feindschaft gegen Gott. Da sich Gott aber gerade dieses Volk als sein Eigentum erwählt hat, muss man sich nicht wundern, dass es so aussieht wie es aussieht.

 

Noch eine Tatsache die man hier einmal zum Nachdenken erwähnen sollte.

Friedrich der Große(18. Jahrhundert) hatte einen frommen Leibarzt. Diesen forderte er einmal damit heraus, daß er ihn aufforderte, er möge ihn in einen kurzen Satz beweisen dass es Gott gibt.

Der Leibarzt sagte zu Friedrich den Großen: Majestät, die Juden.

Anscheinend konnte man auch damals schon mit dieser Aussage etwas anfangen, denn Friedrich der Große fragte nicht mehr nach, sondern schwieg still.

 

Vielen Dank an bei Brd. Jochen Mall H -F -I für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieses Beitrages.

 

Israelkritk ein Parteiprogramm

Israel kann sich vor der Flut falscher, giftiger und gehässiger Anwürfe kaum mehr retten. Dabei geht es nicht um die sogenannten „fake-news“ aus sozialen Medien, sondern um gezielte Diffamie­rung im Namen der Diplomatie:

Die ungeheuerliche „Demokratie“ des Herrn Gabriel (von Ulrich.W. Sahm)

Ulrich Sahm (13.07.17) H-F-I

 

Deutschlands SPD-Außenminister Sigmar Ga­briel, bekanntlich auch Vizekanzler in der größ­ten europäischen Demokratie, erklärte gegenü­ber dem Hamburger Abendblatt: „Die aktuelle Regierung sei nicht Israel, auch wenn sie das gern so darstelle.“

Man muss die israelische Regierung oder gar ihren Premierminister weder mögen noch der Politik zustimmen. Zu behaupten, sie sei nicht Israel, ist ein grundsätzlicher Verstoß gegen die Regeln der Demokratie. Benjamin Netanjahu ist nun mal demokratisch gewählt und hat gemäß­ allen Regeln der Kunst eine Mehrheitskoalition auf die Beine gestellt.

 

Gabriael Bundesaußenminister HFI

Würde Gabriel auch behaupten, dass Frau Merkel nicht für Deutschland spricht und Herr Trump nicht für die USA?

Und wenn Gabriel schon so Israels Regierung delegitimiert, warum schweigt er zu seinem „Freund“ Mahmoud Abbas, der seit 2006 nicht wiedergewählt worden ist und mit der Auflö­sung des Parlaments die Demokratie in der Autonomiebehörde abgeschafft hat?

Über die demokratische Legitimation der Ha­mas im Gazastreifen müssen hier wohl keine Worte verloren werden. Gleichwohl hatte aus­gerechnet Gabriel bei einem seiner Besuche in Nahost von Israel gefordert, diese palästinen­sische Partei anzuerkennen. Wo in der Welt anerkennen Staaten politische Parteien ande­rer Länder und über was sollten sie mit ihnen verhandeln? Die Frage, ob Israel nun auch die NPD oder die AFD anerkennen sollte, beant­wortete er mit einem lauten Lachen und brach dann das Gespräch abrupt ab.

 

Die „National- Religiösen“ – wo sind sie?

 

In deutschsprachigen Medien wird die israe­lische Regierung gerne als „national-religiös“ bezeichnet. Die Likudpartei Netanjahus ist viel­leicht „national“, aber gewiss nicht religiös. Die Partei des Finanzministers Kachlon passt we­der in die eine, noch in die andere Schublade. Die „Frommen“ in der Koalition bedienen nicht das Klischee „Siedlungspolitik“. Sie kümmern sich um die Einhaltung der Sabbatgesetze, also rein innenpolitische Angelegenheiten, die in den Medien im Ausland kaum oder keinen Wider­hall erfahren.

Und wenn schon die jetzige israelische Regie­rung plump und verfälschend als „national-religiös“ definiert wird, kommt man beim Gedanken an Deutschland schnell auf fiese Parallelen. Kanzlerin Angela Merkel ist doch Parteivorsitzende der CDU. Wegen des „hohen C“ im Namen dieser rechtskonservativen Par­tei müsste sie eigentlich als „national-religiös“ bezeichnet werden. Und wie müsste nun die Große Koalition der „nationalen“ CDU mit der „sozialistischen“ SPD bezeichnet werden? Der Anstand verbietet es, in Deutschland die Be­zeichnung „National“ und „Sozialistisch“ zu einem Wort zusammen zu ziehen.

 

„Israelkritik“ ein Parteiprogramm?

 

Die SPD – nahe Friedrich-Ebert-Stiftung hat in einer neuen Studie herausgefunden, dass der „moderne Antisemitismus“ in Deutschland seit 2014 von 28% auf 40% im Jahr 2016 angestie­gen ist. Die entscheidende Aussage lautete: “Aufgrund der Politik Israels, kann ich verste­hen, dass die Leute etwas gegen die Juden haben.”

So wird die Studie in der Jerusalem Post zitiert.

Bemerkenswert ist, dass es keinen ähnlichen Begriff für Kritik an anderen Ländern gibt, in denen Menschenrechtsverbrechen und Verstö­ße gegen das Völkerrecht drastischer sind als vermeintlich in Israel: Syrien, Irak, Jemen und anderswo. Allein anhand dieser Studie kann man sehen, dass Außenminister Gabriel mit seinem Eklat in Israel innenpolitisch, im Vor­feld der Neuwahlen im September, nur positiv punkten konnte. Es ist anzunehmen, dass er diese Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert- Stiftung kannte und als profilierter Politiker auch wusste, daraus Kapital zu schlagen.

Eine Woche später kam der Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier. Ebenfalls SPD-Ge­nosse wie Gabriel, doch in anderer Rolle, um in Israel nun wieder die „Wogen zu glätten“.

 

Steinmeier_by_mike kess_pixelio.de

 

…könnte man damit in Deutschland Wahlen gewinnen

 

Erneut wurde berichtet, als hätten die Medien nichts verstanden. Wieder wurde behauptet, dass Netanjahu den „Eklat“ mit Gabriel pro­voziert habe, weil er keine Treffen mit „re­gierungskritischen Organisationen“ dulde. Steinmeier reagierte darauf – ohne Netanjahu beim Namen zu nennen – in seiner Rede in der Hebräischen Universität mit „klaren Worten“: „Sprechverbote helfen nicht beim Verstehen, und sie schaffen kein Verständnis“, sagte Stein­meier. Und weiter: „Wer seine Stimme erhebt, wer Kritik übt, der ist kein ‚Volksverräter‘, son­dern eigentlich ein Volksbewahrer.“

Ohne „Breaking the Silence“ und „B’Tselem“zu nennen, lobte der Bundespräsident deren zi­vilgesellschaft-liches Engagement in Israel. Sie verdienten „unseren Respekt als Demokraten auch dann, wenn sie einer Regierung kritisch gegenüber stehen“. Wer hingegen die Pluralität von Gesellschaft ablehne, „stellt sich selbst ins Abseits“. Soweit der Spiegel.

 

Ein Schlag ins Gesicht für jeden Israeli

 

Netanjahu hat sich allein gegen die Organisa­tion „Schweigen Brechen“ gewandt und das ausdrücklich nicht wegen „Regierungskritik“ oder wegen „Siedlungspolitik“, sondern al­lein wegen deren fraglichen Methoden und unnachweisbaren Behauptungen, israelische Soldaten pauschal als Kriegsverbrecher darzu­stellen. Das konnte, durfte und wollte Netanja­hu als gewählter Premier nicht unmittelbar vor dem Jom haZikaron hinnehmen. Dieser Feier­tag ehrt alle Soldaten der israelischen Armee, welche in Kriegen oder bei Terroranschlägen gefallen sind. Am Jom haZikaron wird auch der Zivilisten gedacht, die Opfer des palästi­nensischen Terrorismus geworden sind. Der Tag beginnt am Vorabend um 20 Uhr (nach dem jüdischen Kalender beginnen die Tage mit dem Sonnenuntergang) mit dem einminütigen Signalton einer Sirene. In dieser nationalen Schweigeminute hält das gesamte Land den Atem an, die Israelis gedenken der Opfer und zeigen ihren Respekt. Und man kennt die Namen wirklich. Jeder tote Soldat, jeder ermordete Zivilist wird nach den Anschlägen namentlich erwähnt und vom ganzen Land be­trauert. Unvorstellbar, dass man in Israel mit Terroropfern so anonym umgehen würde, wie in Berlin nach dem Anschlag am Breitscheid­platz.

 

Der Gedenktag geht in den Unabhängigkeits­tag nahtlos über. Hier erinnern sich die Men­schen daran, welcher Preis für die Unabhän­gigkeit bezahlt werden musste und was durch das Opfer der Soldaten erreicht wurde. Die meisten Israelis haben in der Armee gedient. Es gibt wohl keinen Israeli, der nicht minde­stens einen Gefallenen persönlich kannte. Eine Diffamierung der IDF ausgerechnet beim Besuch deutscher Volksvertreter konnte nicht übler platziert werden, als im Umfeld dieses nationalen Trauertages.

Und wenn Steinmeier nun behauptete, Kritiker seien keine „Volksverräter“, so gibt es erstaun­licherweise sogar in Deutschland Vorgänge, die durchaus als Verrat gesehen werden. Warum sonst gibt es so viel Aufregung um den mutmaßlich rechtsextremen und terrorverdäch­tigen Bundeswehrsoldaten Franco A.?

 

Am deutschen Wesen kann kein Israeli genesen

 

Es gibt kaum eine Familie in Israel, die keinen Soldaten stellt. Eine Kriminalisierung ihrer Soldaten, die täglich ihren Kopf hinhalten müs­sen, um das Land gegen militärische Angriffe, Raketenbeschuss oder Messerstecher-Terror zu verteidigen, ist weder für rechte, noch für linke israelische Demokraten hinnehmbar. Eine Diffamierung ihrer Söhne und Töchter, Väter und Großväter, Kinder und Enkel als „Kritik“ zu bezeichnen und zu erwarten, dass das auch noch goutiert wird, ist ignorant, überheblich und instinktlos.

 

Dank an Ulrich W. Sahm von dem wir mehrfach Artikel veröffentlicht haben. Wir fühlen uns freundschaftlich verbun­den.

 

Ulrich Sahm ist Sohn eines deutschen Diplomaten, belegte nach erfolgtem Hoch­schulabschluss in ev. Theologie, Judaistik und Linguistik in Deutschland noch ein Studium der Hebräischen Literatur an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Seit 1975 ist Ulrich Sahm Nahost-Korrespondent für verschiedene deutschsprachige Medien und berichtet direkt aus Jerusalem. (Bild im Goldrahmen, Holo­caustüberlebender Lustiger, ILI-Vorsitzender Stawski und Ulrich Sahm)

Steinmeier (13.07.17)H-F-I

Deutsche Peinlichkeiten gab und gibt es leider am laufenden Meter. In diese Kategorie gehört ohne Frage unser Bun­despräsident Steinmeier. Er legte einen Kranz am Grab des früheren Terroristen Arafat nieder! Nach Angaben der örtlichen deutschen Vertretung ist es das erste Mal, dass ein deutscher Bundespräsident den Erfinder des internationalen Terrorismus und späteren PLO-Chef auf diese Weise ehrt. Bemerkenswert für mich ist, dass Wikipedia die gesamten von ihm initiierten und ver­übten Terrorakte aus dessen Vita gestrichen hat. (Persönlich bin ich „Abu Ammar“ einmal begegnet. Das war im Zusammenhang mit der Verleihung des deutschen Medienpreises 1995 und ist eine Geschichte für sich. TJM)

 

Kommentar eines Lesers: Beim Betrachten des Fotos von Herrn Steinmeier mit den bunten Blumen vor dem Grab des Friedensnobelpreis­träger in Ramallah, schweifen die Gedanken zu einem anderen vergangenen Foto: eine schwarz-weiß Ablichtung eines vermummten Palästinensers auf einem Balkon in München …Lieber Herr Bundespräsident, haben Sie MÜNCHEN 1972 etwa schon vergessen?

 

Haben Sie vergessen, wie 11 israelische Sportler umgebracht wurden? Erinnern Sie sich nicht daran, dass auch ein deutscher Poli­zist bei dem Befreiungs­versuch ums Leben kam? Ist Ihnen nicht bekannt, dass unserem Gewichtheber Josef Romano, während der Geiselnahme vor den Augen seiner gefessel­ten Teamkollegen die Genitalien abgetrennt und er missbraucht wurde?

 

Und einer Leserin: Trumps Orga-Team sorgt dafür, dass der US-Präsident NICHT mal am Grab des Erzvaters des Terrorismus VORBEI­GEHT, weil das ein schlechtes Bild gibt (zu falschen Schlüssen führen kann und der PA Propaganda-Fotos bietet). Und das Großhirn im Amt des Bundespräsidenten macht es so: Geht gezielt dort hin und legt einen Kranz nieder. Das zeigt die ganze verquere Falschheit und Ver­blendung der deutschen Politik, zumindest des linken Spektrums, aber die „C“-Parteien sind wohl auch nicht besser!

 

Dr. Hans Penner schreibt an Profes­sor Bedford-Strohm, Ratsvorsitzenden der EKD: In einer Schrift von Martin Luther ist zu lesen:„Hilf, dass wir dem Lug und Trug, den Versprechungen und der Falschheit der Welt und all ihrem Guten und Bösen absagen und darauf verzichten – wie wir es damals im Taufbekenntnis gesagt ha­ben – und darin feststehen und täglich mehr und mehr zunehmen.“ (Beintker, Horst; Martin Luther, Die reformatorischen Grundschriften, Band 4, Die Freiheit des Christen, Seite 78; Mün­chen 1983).

 

„Welt“ ist durch „Kir­che“ zu ergänzen. Hiermit ist sehr deut­lich gesagt, dass das freiwillige Bekenntnis des Täuflings ein we­sentlicher Bestandteil der christlichen Taufe ist. Der Verzicht der Evangelischen Kirche auf ein echtes Tauf­bekenntnis ist der Grund dafür, dass man Bischof werden kann ohne Christ zu sein. Sie führen das stän­dig vor, insbesondere durch Ihre Bemühungen, Deutschland dem antichristlichen Islam zu unterwerfen.

Deutsche Bischöfe ohne Kreuz am Tempelberg

 

  • Kaum zu glauben, aber wahr: Kardinal Marx und vorgenannter EKD-Fürst entle­digten sich kürzlich ihrer Kreuze. Die höch­sten deutschen Vertreter des katholischen und evangelischen Christentums verzichte­ten auf DAS SYMBOL schlechthin, aus – wie es später – hieß „Respekt“ vor dem Wunsch ihrer muslimischen Gastgeber auf dem Jeru­salemer Tempelberg! Den Tempelberg haben in den vergangenen Jahren viele christliche Geistliche besucht. Dabei war das Tragen des Kreuzes nie ein Thema gewesen TJM

Als Christ hätten Sie die Pflicht, dage­gen zu protestieren, dass der Antisemit Dr. Steinmeier einen mehrfachen Juden­mörder geehrt hat, der die Vernichtung des Staates Israel anstrebte.

 

Die Evangelische Kirche in Deutschland hat eine „Reformationsbotschafterin“ berufen, die keine Christin ist, das Apostolische Glaubens­bekenntnis für falsch erklärt hat und die Bibel als eine Sammlung von Legenden betrachtet. Die protestantische Theologie ist auch nicht wissenschaftlich, weil sie Hypothesen verabsolutiert. Würde die Evangelische Kirche ein echtes Taufbekenntnis für die Mitglied­schaft verlangen, wäre sie auch finanziell ban­krott, so ist sie es nur geistlich: „Eine Kirche, die nichts über das Zukünftig-Ewige zu sagen hat, hat überhaupt nichts zu sagen, sie ist ban­krott“ sagte schon vor Jahren Emil Brunner. Die Botschaft der Evangelischen Kirche ist zusam­mengeschrumpft auf den Satz:

 

„Seid nett zueinander und schont die Umwelt“.

Die Theologen äußern sich nicht zur geistlichen Verfassung der Kirche. Die Pfarrer haben Angst vor ihrem Arbeitgeber und die Bischöfe haben Angst vor der Öffentlichen Meinung.

 

Diener der satanischen NeuenWelt­Ordnung – auf dem Kirchentag – unter sich.

 

Die Junge Freiheit titelte in ihrem Rück­blick auf den Kirchentag: „Kirche ohne Mission“ und schreibt über Ostern, das höchste Fest des Christentums: Nur an Weihnachten finden mehr Gläubige ihren Weg in die Kirchen. Sie kommen in die Gebäude einer Institution, die schwer er­schüttert ist. Besonders betroffen ist die Evan­gelische Kirche in Deutschland (EKD). Beispiel Berlin-Brandenburg: Innerhalb von zehn Jahren sanken die Kirchensteuereinnahmen infolge von massenhaften Austritten um 40 Prozent. Bundesweit, so Pressemeldungen, würde fast (FS auf S.12)

 

(FS von S.9) die Hälfte der 20.000 Kirchen künftig aufgrund der fallenden Mitgliederzahlen nicht mehr benötigt. Die katholische Kirche will allein in Berlin die Zahl ihrer Gemeinden durch Zusammenlegungen von 207 auf 110 halbieren.

Nun sollte man erwarten, die Kirche reagiere auf ihren drohenden Konkurs wie ein ins Tru­deln geratenes Unternehmen dadurch, dass die Marketingstrategie überdacht würde. Doch weit gefehlt: Vor allem die evangelische Kir­che setzt auf Untergang – volle Kraft voraus. Wäre der Kapitän der „Titanic“ von der EKD gestellt worden, er hätte das Schiff auch ohne Eisberg versenkt. Zu diesem Eindruck muss man kommen, wenn man sich das Pro­gramm des diesjährigen Evangelischen Kir­chentages ansieht, der vom 25. bis 29. Mai in Hannover stattfand. Für helle Empörung sorgte bereits im Vorfeld der geplante Auftritt des TV-Moderators Michel Friedman. Erst nach einer überraschenden Welle von Protesten ein­facher Kirchenmitglieder, aber auch von Frau­enrechtsgruppen sagte Friedman wieder ab.

Anhaltenden Unmut rief der Auftritt des „TV-Pfarrers“ Jürgen Fliege hervor, in dem er die Forderung nach einer „Kuschel-Kirche“ und der Abnahme des Kreuzes in den Kirchen aufge­stellt hat, weil es „grausam und bedrückend“ wirke. Den Vogel schoss er ab, als er erklärte, es gebe keinen „wahren einzigen Gott und kei­nen einzig wahren Glauben“.

Das Programm des Kirchentages wimmelte von Veranstaltungen pro Homosexualität, es wurde sogar ein „Segnungsgottesdienst für gleichge­schlechtliche Paare“ der Lübecker Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter durchgeführt, man wurde überschwemmt von religiösen Angeboten aller Richtungen, ob moslemisch, buddhistisch, esoterisch. Das Wort „Christenverfolgung“ suchte man im 608 Seiten umfassenden Programm jedoch vergebens. Der Begriff „Lebensrecht“ tauchte dreimal auf, Abtrei­bung einmal. Indessen lud der Kirchentag zum Freitagsgebet in die Jama’at-un-Nur Is­lamische Gemeinde Hannover ein und diskutierte unter dem Motto „Mis­sion impossible?“ nicht etwa die christliche Mission, sondern gab Na­deem A. Elyas, dem umstrittenen Vor­sitzenden des Zen­tralrats der Musli­me in Deutschland, ein Podium.

Die Teilnahme auf dem Kirchentag verweigert wurde, wie konservativ-evangelikale Kreise kritisieren, dem messianisch-jü­dischen Verein Beit Sar Shalom, dem in Deutschland 15 Gemeinden von Ju­den angehören, die sich zu Jesus als Messias bekennen. Die Kirchentags- Leitung lehnte den Antrag mit der Begründung ab, die christliche Mission von Juden sei mit den Zielen der Ver­anstaltung nicht vereinbar.

Die Herbeifüh­rung der religi­ösen Beliebigkeit unter Christen offensichtlich schon!

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