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561. Das biblische Familienbild

Sonntag, 9. April 2017 | Autor:

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Liebe Blogbesucher,

wenn man den Werteverfall in unserer Gesellschaft in den letzten 30 Jahren betrachtet, dann fällt einem automatisch auch die Familie ein. Nach der Ursache braucht man nicht lange zu suchen, wenn man ehrlich mit sich selber ist. Es ist klar und deutlich der Mensch der Gott und sein Wort aus seinem Leben gestrichen hat kommt zu solchen Ergebnissen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ideologie der Grünen, die DDR Philosophien der Linken und dazu kommt noch die Ehe von Homos von den Roten. Mehr will ich dazu gar nicht ausführen, weil der Artikel von Pastor Wegert aus der Arche Gemeinde Hamburg alles bestens auf den Punkt bringt.

Im Jahr 2016 war jede zweite Wohnung in Hamburg ein Single-Haushalt. Außerdem besagt eine aktuelle Studie, dass nur noch in 18 % aller Haushalte Kinder leben. Wegen dieser Entwicklung hat sich nun der Oppositionsführer der Stadt zu Wort gemeldet und eine aktivere Familienpolitik gefordert. Er sagte: „Es ist Aufgabe der Politik, sich diesem Trend entgegenzustellen. Deutschland und Hamburg müssen familienfreundlicher werden. Wir brauchen ein Klima, in dem Paare wieder den Mut finden, sich für Kinder zu entscheiden.“ Auch wir glauben in der Tat, dass es höchste Zeit ist, sich wieder auf die Familie zu besinnen. Weil allerdings auch unter Christen nicht immer klar ist, wie Familie von Gott her zu verstehen ist, hier auszugsweise eine Predigt von Pastor Wolfgang Wegert, die er am 01.03.2009 in der Arche zu Hamburg gehalten und für den Druck selbst überarbeitet hat. Es ist unser Gebet, dass diese Botschaft vielen Lesern Hilfe und Orientierung gibt!

 

„Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie sich’s gebührt in dem Herrn. Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie. Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in allen Dingen; denn das ist wohlgefällig in dem Herrn“ (Kolosser 3,18-20).

 

Paulus spricht hier die Kernmitglieder einer Familie an, indem er sagt: „Ihr Frauen …, ihr Männer …, ihr Kinder…“ Er definiert damit, was die Bibel grundsätzlich unter „Familie“ versteht – ein Ehepaar aus Mann und Frau, das ein oder mehrere Kinder hat. Die können eigen oder adoptiert oder auch mit in die Ehe gebracht worden sein. Letzteres ist in der Regel bei einer Verwitwung der Fall, aber auch aufgrund von biblisch berechtigter Scheidung. Da Gott Sünden vergibt und sie auch nicht mehr anrechnet, gehören auch die Kinder zur biblischen Familie, die aus einer sündhaften Beziehung stammen. Entscheidend ist, dass ein Mann und eine Frau miteinander vor Gott und der Obrigkeit verheiratet sind und denen die Mutterschaft bzw. Vaterschaft für die bei ihnen lebenden Kinder zusteht.

 

Wie die erste Familie entstanden ist

Eine solche Familienstruktur ist nicht das Ergebnis einer Kultur. Nein, sie ist Schöpfung Gottes, die stattfand, bevor überhaupt irgendeine menschliche Kultur begann. Die Behauptung, das biblische Familienbild sei kulturbedingt und könne sich je nach gesellschaftlicher Entwicklung immer wieder ändern, ist schlichtweg falsch. Die Familienfrage hat überhaupt nichts mit Kultur oder Zivilisation zu tun, sondern sie ist in der Schöpfung ein für alle Mal geklärt: Gott schuf als Erstes einen Mann von der Erde. Und weil der alleine nicht zurechtkam, gab Gott ihm eine Frau, die Er nicht wiederum aus Erde, sondern aus dem Leib des Mannes erschuf. Dann sollten die beiden ein Fleisch werden. Sie sollten fruchtbar sein und sich mehren. Und so entstand nach Gottes Ratschluss die erste Familie – als ein Prototyp und Beispiel, wie Gott Familie haben will: Ein Mann und eine Frau und Kinder.

 

 

Die Autoritätsstruktur der biblischen Familie

Die Reihenfolge, wie die Familie entstanden ist, sagt auch etwas über die Autoritätsstruktur in der Familie aus, wie Gott sie haben will.

Fangen wir beim letzten Glied an, den Kindern. Was sagt ihnen die Bibel? „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird“ (2. Mose 20,12). Und unser Ausgangswort oben ermahnt: „Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in allen Dingen.“ Vater und Mutter haben also Autorität über die Kinder. Und deshalb sollen sie sich ihnen unterordnen. In diesem Wort steckt der Begriff „Ordnung“. Es geht Paulus also um die Aufrechterhaltung einer göttlichen Ordnung und nicht um die Herabsetzung der Wertigkeit von Kindern. Denn vor Gott hat ein Kind die gleiche Würde wie Vater oder Mutter. Jesus hat gesagt, dass man dem, der einem Kind Schaden zufügt, besser einen Mühlstein um den Hals hängen sollte. Kinder sind nicht deshalb, weil sie ihren Eltern untertan sein sollen, Menschen zweiter Klasse. Im Gegenteil, die Bibel will Kinder geliebt, wertgeachtet und sogar geehrt wissen. Aber sie brauchen einen Ordnungsrahmen, der ihnen in ihrer Entwicklung hilft. Und deshalb hat Gott Vater und Mutter über sie gesetzt. Deshalb, liebe Eltern, übt eure Verantwortung aus – aber bitte nicht, indem ihr eure Autorität missbraucht, sodass eure Kinder euch hassen und verbittern.

Nun kommen wir zum zweiten Entstehungsglied der Familie. So, wie die ersten Kinder von den Eltern kamen, kam die erste Frau vom Mann. Und der gab ihr auch ihren Namen. Denn als er das erste Mal seine Eva sah, rief Adam: „Das ist … Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch! Die soll Männin heißen; denn sie ist dem Mann entnommen!“ (1. Mose 2,23). Der Schöpfungsbericht und auch Paulus leiten von dieser Erschaffungsreihenfolge nun auch die Führungsrolle des Mannes in der Ehe ab. Der Apostel schreibt dem Timotheus: „Denn Adam wurde zuerst gemacht, danach Eva“ (1. Timotheus 2,13). Ähnlich formuliert es Paulus in seinem ersten Brief an die Korinther: „Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau von dem Mann. Und der Mann ist nicht geschaffen um der Frau willen, sondern die Frau um des Mannes willen“ (1. Korinther 11,8-9).

 

Obwohl das so ist, ist die Frau aber nicht geringer als der Mann, sondern absolut gleichwertig mit ihm, was der Apostel in den anschließenden Versen wunderbar zum Ausdruck bringt. Allerdings besteht die Gleichwertigkeit von Mann und Frau nicht in ihrer Egalisierung, sodass sie unterschiedslos und beliebig austauschbar wären. Wiewohl Mann und Frau vor Gott absolut gleich an Bedeutung sind und in Christus nicht mehr Mannsein oder Frausein etwas gilt (Galater 3,28), bleiben wir schöpfungsgemäß unterschiedliche Geschlechter und haben deshalb auch innerhalb der Familie unterschiedliche Berufungen. So, wie Gott es gefallen hat, den Mann zuerst zu erschaffen, hat es Ihm auch gefallen, dem Mann die primäre Verantwortung für Frau und Kinder zu übergeben, weshalb es in unserem anfänglichen Bibelwort heißt: „Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie sich’s gebührt in dem Herrn. Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie.“

 

 

Die biblische Familie – ein Abglanz der Trinität

Diese Autoritätsstruktur „Vater-Mutter-Kind“ entspricht also voll und ganz der Schöpfung und soll deshalb auch Basis für ein Gott wohlgefälliges Familienleben sein.

Aber Gott hat dieses Familienbild nicht willkürlich gewählt. Denn auch innerhalb der Trinität gibt es eine ähnliche Autoritätsstruktur. Gott der Vater ist alles in allem (1. Korinther 15,28), der Sohn Gottes ist Ihm untergeordnet und gehorcht dem Vater. Und der Heilige Geist ist dem Vater und dem Sohn untergeordnet, denn Er ist Gesandter sowohl des Vaters als auch des Sohnes und wirkt auf der Erde nach ihren Anweisungen (Johannes 14,26; 16,7). Diese Autoritätsabstufung innerhalb der Trinität kommt auch sehr schön durch die Art der Aufzählung ihrer Personen zum Ausdruck. Denn Jesus sagt: „… taufet sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Matthäus 28,19). Er wählt diese und keine andere Reihenfolge, weil sie dem innergöttlichen Ordnungsgefüge entspricht.

Aber beachte: Obwohl sich Christus dem Vater unterordnet, fühlt Er sich nicht deklassiert, entwürdigt oder gar entrechtet. Im Gegenteil: Auch in der Unterordnung ist und bleibt Er Gott. Gerade auch wegen ihrer erhabenen, inneren Führungsregelung ist die dreieinige Gottheit so glorreich. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind absolut gleichwertig. Sie sind gleichermaßen göttlich, und doch wirken sie in unterschiedlichen Rollen. Und die Bibel hat auch kein Problem damit, wenn Paulus schreibt: „Ich lasse euch aber wissen, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau“ und: „Gott aber ist das Haupt Christi“ (1. Korinther 11,3). Wir sehen, dass die Herrlichkeit der Trinität gerade auch durch das Hauptsein und Untergeordnetsein zum Ausdruck kommt. Und diese göttliche Schönheit soll auch in jeder Familie zu sehen sein. Wenn Vater, Mutter und Kind diese gottgewollte Autoritätsbalance ausleben, dann strahlen sie den Glanz des dreieinigen Gottes wider, dessen Ebenbild sie sind. Gott hat die Familie als eine geistliche Einheit gedacht, die Sein eigenes Wesen widerspiegelt. Von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass das biblische Familienbild so unter Beschuss steht. Denn wer Gott hasst, der hasst zwangsläufig auch die Familie.

 

 

Konsequenzen aus der biblischen Familienlehre

Aber als wiedergeborene Christen wollen wir uns nicht durcheinanderbringen lassen, sondern wir wollen von Herzen der Bibel folgen und Familien aufbauen, die Gottes Herzen entsprechen. Deshalb ist nun die Frage: Welche Konsequenzen haben wir aus der biblischen Familienlehre für uns zu ziehen? Wovon sollte ein Brautpaar ausgehen, wenn es sich anschickt zu heiraten? Dazu hat Dietrich Bonhoeffer in einer niedergeschriebenen Traupredigt ganz Fundamentales gesagt. Er schrieb sie 1943 in der Nazihaft und ließ sie aus seiner Zelle herausschmuggeln. Dort lesen wir folgende fundamentale Sätze (aus: Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung, Siebenstern Taschenbuch, Zweite Auflage 1965, Seite 31):

„… mit eurer Ehe gründet ihr ein Haus. Dazu bedarf es einer Ordnung. Und diese Ordnung ist so wichtig, dass Gott selbst sie setzt, weil sonst alles aus den Fugen ginge. In allem seid ihr frei bei der Gestaltung eures Hauses. Nur in einem seid ihr gebunden: Die Frau sei dem Manne untertan, und der Mann liebe seine Frau. … Es ist die Ehre der Frau, dem Manne zu dienen, ihm eine Gehilfin zu sein (1. Mose 2,20). Und es ist die Ehre des Mannes, seine Frau zu lieben wie sein eigenes Fleisch. … Es sind ungesunde Zeiten und Verhältnisse, in denen die Frau ihren Ehrgeiz darin sucht, zu sein wie der Mann, und der Mann in der Frau nur das Spielzeug seiner Herrschsucht erblickt. Es ist der Beginn der Auflösung und des Zerfalls aller menschlichen Lebensordnungen, wenn das Dienen der Frau als Zurücksetzung, ja als Kränkung ihrer Ehre und die ausschließliche Liebe des Mannes zu seiner Frau als Schwäche oder gar als Dummheit angesehen wird.

Der Ort, an den die Frau von Gott gestellt ist, ist das Haus des Mannes. Was ein Haus bedeuten kann, ist heute bei den meisten in Vergessenheit geraten. … Es ist … eine Burg im Sturm der Zeit, eine Zuflucht, ja ein Heiligtum; … Es ist eine Gründung Gottes in der Welt, der Ort, an dem … Friede, Stille, Freude, Liebe, Reinheit, Zucht, Ehrfurcht, Gehorsam und Glück wohnen soll. … Es ist die Berufung und das Glück der Frau, diese Welt in der Welt dem Manne aufzubauen und in ihr zu wirken. Wohl ihr, wenn sie erkennt, wie groß und reich diese ihre Bestimmung und Aufgabe ist.

Wenn nun der Mann als das Haupt der Frau bezeichnet wird und sogar unter dem Zusatz ‚gleichwie Christus ist das Haupt der Gemeinde‘, so fällt damit auf unsere irdischen Verhältnisse ein göttlicher Abglanz, den wir erkennen und ehren sollen. Die Würde, die dem Mann hier zugesprochen wird, liegt nicht in seinen persönlichen Fähigkeiten und Anlagen, sondern in seinem Amt. … Mit dieser Würde umkleidet soll ihn die Frau sehen. Ihm selbst aber ist diese Würde höchste Verantwortung. Als das Haupt trägt er die Verantwortung für die Frau, für die Ehe und für das Haus. Ihm fällt die Sorge und der Schutz für die Seinen zu, er vertritt sein Haus gegenüber der Welt, er ist der Halt und Trost der Seinen, er ist der Meister des Hauses, der ermahnt, straft, hilft, tröstet und der für sein Haus vor Gott steht. Es ist gut, weil göttliche Ordnung, wenn die Frau den Mann in seinem Amt ehrt und wenn der Mann auch wirklich seines Amtes waltet. Klug sind der Mann und die Frau, die die Ordnung Gottes erkennen und halten; töricht ist, wer meint, an ihre Stelle eine andere, dem eigenen Willen und Verstand entspringende Ordnung setzen zu können.“

 

 

Hochzeitspaar_Dirk Mertens_pixelio.de

Die Rollenschwerpunkte von Mann und Frau

Aber kann das heute überhaupt noch so gelebt werden? Leiden nicht immer noch viele Frauen unter der Knute ihrer Männer (und manchmal auch umgekehrt Männer unter der ihrer Frauen)? Dass es auf diesem Gebiet viel Not gibt, liegt aber nicht daran, dass das biblische Ehekonzept falsch ist, sondern daran, dass die Sünde in unser aller Leben eingedrungen ist. Wenn ein Mann in seiner Familie herrscht, ist dadurch nicht erwiesen, dass das biblische „Hauptsein“ des Mannes verkehrt ist. Dadurch ist nur bewiesen, dass er sündigt. Dass wir die biblische Balance unserer ehelichen Rollen nicht hinbekommen, liegt nicht daran, dass das Prinzip nicht in Ordnung ist, sondern daran, dass wir es mit unserer Sünde beflecken. Deshalb besteht die Lösung nicht darin, dass wir unsere Unterschiedlichkeit abschaffen, sondern darin, dass wir unser Mannsein und Frausein mit dem Evangelium erfüllen. Und das tun wir, wenn wir die Eheordnung der Heiligen Schrift mit voller Freude bejahen und als Ehepartner unser Herz unter die Herrschaft Gottes stellen.

Wenn ein erlöster Ehemann in lebenslanger Treue eine liebevolle, dienende und demütige Führung übernimmt und eine ebenfalls erlöste Ehefrau ihn darin weise, freudig und liebend unterstützt, werden sie den Abglanz des himmlischen Glücks erleben, von dem Christus und Seine Gemeinde auf ewig erfüllt sein werden.

 

Welche besonderen Rollen haben denn aber Mann und Frau von der Schöpfung her? Zur Frau sagte der Herr: „Unter Mühen wirst du Kinder gebären“ (1. Mose 3,16). Mit diesen Worten spricht Gott über das, was die Frau trotz Sündenfall einzigartig macht, nämlich Mutter zu sein. Und zum Mann spricht Er von den Mühen, die dieser bei seiner harten Arbeit haben wird: „Mit Mühsal sollst du dich … nähren dein Leben lang. … Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen“ (1. Mose 3,17-19). Aus diesen Worten geht hervor, dass die primäre Aufgabe des Mannes darin besteht, der Brotverdiener zu sein. Das schenkt der Frau den nötigen Freiraum und die Ruhe und Sicherheit, um Kinder zu gebären und sie auch in den ersten Jahren als Mutter zu hegen und zu pflegen. Deshalb sagt Paulus nicht nur jungen Witwen, sondern auch den anderen, dass sie „heiraten, Kinder zur Welt bringen, den Haushalt führen und dem Widersacher keinen Anlass geben zu lästern“ (1. Timotheus 5,14). Ähnlich schreibt er dem Titus bezüglich der Frauen in der Gemeinde, „dass sie ihre Männer und ihre Kinder lieben und … häuslich seien“ (Titus 2,4-5).

 

Häuslichkeit war für Paulus also eine Tugend, die die Liebe einer Ehefrau und Mutter zu ihrer Familie zum Ausdruck brachte. Selbstverständlich dürfen wir diese Schriftstellen nicht so interpretieren, als sei jegliche Arbeit außer Haus für eine Ehefrau tabu. Die niedrigen Löhne, die heute viele Männer mit nach Hause bringen, zwingen Frauen häufig dazu, sich am Broterwerb für ihre Familie zu beteiligen. Auch alleinerziehenden Müttern bleibt nichts anderes übrig, oder wenn der Ehemann chronisch krank oder Invalide ist. Selbst die heldenhafte Frau in Sprüche 31, die jeder Bibelleser gut kennen sollte, arbeitete auch außer Haus und packte auf allen Ebenen mit an – allerdings nicht aus Emanzipationsgründen, sondern zum Wohle ihrer Familie.

 

Und das ist eine wichtige Feststellung. Deshalb sollte sich jedes Ehepaar die Frage stellen: Warum geht die Frau arbeiten? Weil sie Selbstverwirklichung und Karriere anstrebt? Weil es ihr gesellschaftliche Anerkennung einbringt? Oder weil sich beide Ehepartner einen hohen Lebensstandard leisten wollen? Wenn solche Gründe vorliegen, geht das meist zu Lasten der Kinder. Entweder möchte man gar keine haben oder erst dann, wenn man selbst „etwas vom Leben gehabt hat“ und die guten Jahre schon vorüber sind. Und wenn dann endlich Kinder da sind, übergibt man sie meist weltlichen Kitas, in denen sie schon im frühesten Alter mit gottlosem und okkultem Gedankengut vollgestopft werden.

 

Wenn wir fragen, wie die Bibel die Rolle einer Ehefrau sieht, dann kommen wir nicht umhin, auch bei allen Notsituationen, die es gibt, ihren Lebensmittelpunkt in ihrem Zuhause zu sehen. Und selbst wenn sie nicht eine Ganztags-Hausfrau sein kann, wird es dennoch ihre Hauptzielrichtung sein, für ihren Mann und ihre Kinder da zu sein.

 

Deshalb möchte ich euch, ihr lieben Frauen, ermutigen: Lasst euch nicht von den Denkmodellen dieser Weltzeit unter Druck setzen! Sie sind gottlos und zugleich zerstörend. Sie wollen uns unsere geschlechtliche Identität rauben und uns egalisieren. Wir sind demnach nicht mehr wirklich Mann oder Frau, sondern nur noch neutrale Wesen, für alles und jedes auswechselbar. Kein Wunder, dass dabei ein Gesellschaftsmix aus Homosexuellen, Lesben, Transvestiten und ehelosen Sexpartnern herauskommt – nur eines nicht: gesunde Familien, die die Zukunft unseres Volkes sichern.

 

Deswegen noch einmal, ihr lieben gottgeweihten Mütter: Widersteht in euerm Geist eurer gesellschaftlichen Ächtung und seid mit Freuden eine häusliche Frau und Mutter, die edelste aller irdischen Berufungen. Muttersein ist ein bildungsrelevanter Vollzeitberuf, den ein Staat großzügig vergüten würde, wenn er klug ist. Auch wir Männer sollten mehr schätzen, was unsere Frauen leisten. Wer eine solche unter ihnen gefunden hat, „hat mehr gefunden als die köstlichsten Perlen. 11 Auf sie verlässt sich ihres Mannes Herz. … 12 Sie erweist ihm Gutes und nichts Böses ihr ganzes Leben lang. … 27 Sie behält ihre Haushaltung im Auge und isst nie das Brot der Faulheit. 28 Ihre Söhne wachsen heran und preisen sie glücklich: … 29 Ihre Töchter werden tüchtig, aber sie übertrifft sie alle. … 30 Eine Frau, die den HERRN fürchtet, die soll man loben“ (Sprüche 31,10-30).

 

Frauen in der Bibel wussten sich deshalb immer gesegnet, wenn sie Kinder bekamen und für diese beteten und sie zu gottgeweihten Söhnen und Töchtern erzogen. Denken wir nur an Hanna, die Mutter des Samuel. Von ihr lesen wir, dass der Herr ihren Leib verschlossen hatte (1. Samuel 1,5). Das lehrte sie, dass man auf Kinder keinen Anspruch hat, sondern dass sie eine Gabe der Gnade sind. Und so flehte Hanna zum Herrn. Und was geschah, als sie Samuel geboren hatte? Alsbald brachte sie ihn in den Tempel. Sie betete für ihn und weihte ihn dem Herrn. Was für ein gewaltiger Mutterdienst!

 

Der große Prediger Campbell Morgan bekannte: „Meine Predigtberufung ist mütterlicherseits!“ Sie war eine leidenschaftliche Beterin für ihren Sohn, der dann auch alsbald eine Leidenschaft für die Bibel entdeckte. Seine vier Söhne wiederum wurden auch Verkündiger. Und als ihn jemand einmal fragte, wer denn der größte Prediger in der Familie sei, antwortete er: „Meine Mutter!“ Auch die Mutter von George Washington war eine Beterin. Sie ging regelmäßig zu einem kleinen Felsvorsprung nahe ihrem Haus, um dort allein für ihren Sohn zu beten. Und der spätere Präsident der Vereinigten Staaten bekannte: „Meine Mutter war die schönste Frau, die ich jemals gesehen habe, und wenn einem Menschen, dann schulde ich alles ihr. Alles, was ich bin, schreibe ich der wunderbaren Erziehung meiner Mutter zu, die ich von ihr empfangen habe!“ Auch Abraham Lincoln erzählte: „Ich erinnere mich sehr genau an die Gebete meiner Mutter, sie sind mir immer nachgefolgt und verließen mich nicht mein Leben lang!“ Die Kraft einer betenden Mutter kann man nicht hoch genug einschätzen. Ihre Fürbitte kann sogar den Lauf ganzer Nationen nachhaltig beeinflussen.

Welch einen gewaltigen Einfluss hatten doch auch die Mutter und Großmutter von Timotheus. Er war ein Jünger des Paulus, aber später auch einer der großen und prägenden Lehrer der frühen Christenheit. Ihr lieben Mütter, euch wurde die edle Berufung zuteil, Lebensspenderin zu sein und durch euern aufopfernden Einsatz für Kinder ein großer Segen für kommende Generationen zu sein.

 

Ihr Männer, seid nicht bitter gegen sie

Obwohl die Ehefrau und Mutter den meisten Kontakt zu den Kindern hat und ihr deshalb auch eine hohe Pflicht zufällt, zieht die Bibel dennoch den Ehemann und Vater für die Erziehung und Aufsicht der Kinder zur Verantwortung. Ein christlicher Vater sollte einer sein, „der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat“ (1. Timotheus 3,4). Wie kann aber ein Ehemann und Vater dieses gute Familienoberhaupt sein? Unser Ausgangsvers lautete: „Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie.“

 

Hier ist eine große Not. Warum wollt ihr herrschen und eure Frauen frustrieren? Und warum habt ihr kein gutes Verhältnis zu euren Kindern? Wisst ihr nicht, dass geschrieben steht: „Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn“ (Epheser 6,4)? Das könnt ihr nur leisten, wenn ihr euch als Familienoberhäupter wirklich in eure Familien investiert. Diese leiden oft deshalb, weil der Ehemann und Vater abtaucht – in die Beschäftigung mit sich selbst und seinen Liebhabereien. Auf diese Weise sind wir ein Heer von vaterlosen Häusern geworden. Der Papa fehlt.

 

Nach einer amerikanischen Statistik (aus: John Piper, Wayne Grudem; Die Rolle von Mann und Frau in der Bibel; Kapitel 22: Wo steckt Papa?), die wir durchaus auch auf unser Land übertragen können, hat ungefähr jedes vierte Kind, schon wenn es geboren wird, keinen Vater. Nur 41 % wachsen in einer Familie mit zwei Elternteilen auf. Jedes Jahr verlieren fast eine Million Kinder ein Elternteil wegen Scheidung. Und 90 % dieser Kinder bleiben bei ihrer Mutter. Und hier noch eine erschreckende Zahl: Im Durchschnitt gibt ein amerikanischer Vater seinen Kindern nur drei Minuten ungeteilte Aufmerksamkeit am Tag. Wie in den USA kennen Millionen Kinder auch in Deutschland kaum einen Mann in ihrem Erziehungsverlauf. Zu Hause haben sie fast nur Kontakt mit der Mutter, im Kindergarten betreuen sie fast nur weibliche Leiter, und in der Schule unterrichten zu 85 % Lehrerinnen. Das Fehlen eines männlichen Rollenvorbildes behindert nicht nur den Lernprozess von Jungen, sondern hat nachweislich auch zu schweren Persönlichkeitsstörungen geführt, die sehr viele Straffälligkeiten nach sich ziehen.

 

Deshalb meine lieben Brüder und Väter: Nehmt eure Berufung ernst! Richtet sie nach dem Vatersein Gottes aus. Es wird so lange keine Hoffnung für viele Kinder geben, auch in der Gemeinde nicht, bis die Väter aus dem Exil ihres eigennützigen Verhaltens wieder heraustreten und die Verantwortung ernst nehmen, die ihnen Gott als Ehemann und Vater gegeben hat.

 

Wenn wir wirklich von göttlicher Natur erfüllt sein wollen, dann müssen wir uns an unserem himmlischen Vater orientieren. Seine Vaterschaft ist das Muster für unser Vatersein. Hört einmal, was Paulus schreibt: „Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden“ (Epheser 3,14-15). Wenn wir Gott, unseren Vater im Himmel, betrachten, dann sehen wir keinen passiven, desinteressierten Vater, keinen, der davonrennt, sich versteckt und Seine Familie im Stich lässt. Er ist kein halbherziger, lauwarmer und bequemer Vater, der sich nur auf sich selbst konzentriert. Nein, Er ist ein fürsorgender, ein zuhörender, beschützender, treuer und sich aufopfernder Vater. Dieses Bild finden wir auch in Jesus Christus, dem Abglanz der Herrlichkeit des Vaters. Jesus ist der Bräutigam und Ehemann Seiner Gemeinde. So wie Er sich für sie hingegeben hat bis zum Tod am Kreuz, sollen auch wir Väter unsere Frauen und Kinder lieben.

 

Also, lieber Papa, wenn du wissen willst, wie du deine Rolle als Ehemann und Vater ausüben kannst, dann schau auf den himmlischen Vater und auf Jesus Christus. Blicke auf die göttliche Dreieinigkeit, dann werden wir das Wesen gottwohlgefälliger Vaterschaft und biblischen Familienlebens verstehen und Ihn darin ehren. Das schenke der Herr in Seiner Gnade uns allen. Amen!

 

Quelle – Arche Gemeinde Hamburg

Autor – Pastor Wolfgang Wegert

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538. Täuschung als religiöses Prinzip

Mittwoch, 30. Dezember 2015 | Autor:

Jerzy Sawluk_pixelio.de

Liebe Blog Besucher,

ich möchte Ihnen den nachfolgenden Artikel einmal zum lesen und bedenken geben. Jeder kann seine eigenen Schlüsse daraus ziehen.

Auch wenn im “Abendland” Lügen, Tricksereien und Täuschungen als “clever” gelten und somit Hochkonjunktur haben, gelten Wahrheit und Wahrhaftigkeit dennoch als erstrebenswerte Ideale. Zu diesem Ideal gehört, die Wahrheit auch dann zu sagen, wenn es Nachteile bringt.

Tatsächlich könnte eine Gesellschaft, die hauptsächlich auf Lug und Trug aufbaut, keinen Bestand haben, weil dabei ständig von falschen Vorgaben ausgegangen und damit auf Sand gebaut würde. Wahrheit und Wahrhaftigkeit haben in der Bibel nicht umsonst einen so hohen Stellenwert. Lüge kann hier niemals eine Option
sein.

Ganz anders im Islam. Hier darf getäuscht werden, wenn es der Ausbreitung des Islam dienlich ist. Der Zweck heiligt demnach die Mittel. Der dialogbeflissene Christ, der, blauäugig naiv von einem allgemeinverbindlichen Wahrhaftigkeitsprinzip ausgeht, kann deshalb ganz böse auflaufen.

Taqiyya konkret:

Täuschung:
Der Islam ist eine friedliche Religion. Das Wort Islam heißt Frieden.

Wahrheit:
Islam heißt vollständige Unterwerfung unter Allah und umfasst alle Lebensbereiche.

Täuschung:
Man muss unterscheiden zwischen dem Islam als Religion und dem Islam als politisches System.

Wahrheit:
Genau das untersagt der Koran. Religion und Staatsform gehören untrennbar zusammen.

Täuschung:
Der Islam befürwortet weder Gewalt noch Terrorismus.

Wahrheit:
Diese Behauptung wird mit moderaten Koranversen aus der früheren Zeit von Mohammeds Wirken belegt. Die späteren Verse, welche die älteren aufheben, fordern sehr wohl zu Gewalt und Terror gegen die Ungläubigen auf.

Täuschung:
Der Dschihad ist der innere Kampf, den Willen Allahs zu tun.

Wahrheit:
Es ist kein Kampf gegen den “inneren Schweinehund”. Der Koran ruft dazu auf, den Islam nötigenfalls mit Gewalt zu verbreiten und Andersgläubige sogar zu töten. Es geht angesichts der vom Islam ausgehenden Gewalt darum, die übrige Welt zu beschwichtigen und von der tatsächlichen Bedrohung abzulenken.

Täuschung:
Der Islam akzeptiert andere Religionen.

Wahrheit:
Ziel des Islam ist es, alle anderen Religionen auszulöschen “bis auf der ganzen Welt kein anderer als Allah angebetet wird”. Mohammed erklärte, dass er als letzter Prophet und der Koran als das letzte Testament dazu gesandt wurden, alle anderen Religionen zu ersetzen.

Täuschung:
Frauen werden im Islam nicht unterdrückt.

Wahrheit:
Wenn ein Mann mit dem Verhalten seiner Ehefrau nicht zufrieden ist, zum Beispiel weil sie ungehorsam ist oder weil er befürchtet, sie könnte untreu sein, dann soll er sie züchtigen, wobei die Züchtigung in drei Schritten erfolgt: Verwarnung, Entzug der ehelichen Gemeinschaft, Schlagen. Die Frau steht somit unter dem Mann, dem sie vollständig ausgeliefert ist.

Täuschung:
Jesus war ein großer Prophet Allahs – aber mehr auch nicht!

Wahrheit:
Für Christen ist klar, dass Jesus Gottes Sohn und kein Prophet ist. Der Götze Allah des Koran, der mit dem Gott der Bibel nicht identisch ist, kann freilich keinen Sohn haben.

Täuschung:
Jesus ist nicht am Kreuz gestorben.

Wahrheit:
Der Kreuzestod Jesu Christi ist die Mitte des christlichen Glaubens, mit der alles steht und fällt. Das Sterben Christi am Kreuz ist der Sieg über Hölle, Tod und Teufel und vor allem dem Teufel ein Ärgernis, der deshalb alles versucht, um das Erlösungswerk Christi zu diskreditieren. Daran wird erkennbar, dass der satanisch inspirierte Islam und das Christentum unvereinbar sind.

Täuschung
Christen und Juden haben die Bibel verfälscht.

Wahrheit:
Das ist eine dreiste Lüge des Propheten” Mohammed”, der dreist behauptet, dass die ganze Bibel auf sein Kommen hinweist. Die Aussage Jesu, dass er uns den Tröster senden wird, der Zeugnis von ihm gibt, bezieht Mohammed auf sich selbst.

Was kann dazu gesagt werden?

Es sind zwei Arten von Täuschung erkennbar. Einmal die an die Allgemeinheit und einmal die speziell an Christen gerichteten Täuschungen, wo es darum geht, Jesus Christus und die Bibel in Zweifel zu ziehen, was von Christen schnell durchschaut wird.

Wirkungsvoller und nachhaltiger sind die Täuschungen, die auf eine Verharmlosung des Islam hinauslaufen, ständig zu hören sind, von vielen geglaubt und Islamkritikern vorgehalten werden.

Weil viele Muslime den Koran, der in Arabisch, “der Sprache Allahs”, abgefasst ist, überhaupt nicht kennen, wäre es vorstellbar, dass viele Muslime selbst den Täuschungen glauben, besonders wenn sie in Europa wohnen.

Allerdings bezieht sich das Tricksen und Täuschen nicht nur auf das Verhältnis zu den Ungläubigen, sondern auch auf das Verhältnis untereinander, wobei der sprichwörtliche orientalische Basar ein eher harmloses Beispiel ist.

Wenn es um die Verbreitung des Islam und den Kampf gegen die Ungläubigen geht, ist hingegen jede Form der Täuschung erlaubt, bis hin zum Abschwören des eigenen Glaubens, verfluchen des Islam und seines Propheten Mohammed.

Vergleichbares ist nach christlicher Lehre im Christentum nicht möglich. Dass das im Islam anders ist, weist auf den Vater der Lüge als den, der den Propheten Mohammed inspiriert hat, was den Islam zu einer satanisch inspirierten Religion macht.

Was kann vom Wort Gottes dazu gesagt werden?

Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.

Johannes 5, Vers 44

Im Wort Gottes werden Wahrheit und Wahrhaftigkeit immer mit Gott in Verbindung gebracht. Die Wahrheit ist eines der herausstechenden göttlichen Eigenschaften. Gott ist die Wahrheit in Person; wobei diese Wahrheit über das hinausgeht, was wir darunter verstehen. Während es bei uns um wahre Aussagen und um Aufrichtigkeit geht, steht Gott für das eigentliche und wahre Wesen aller Dinge, das für uns nur ansatzweise erkennbar ist.

Weil Gott durch und durch Wahrheit und Wahrhaftigkeit ist, muss er die Lüge hassen. Die Lüge wird auch hier weiter gefasst und bezieht sich auch auf die “Lebenslüge”, die vorliegt, wenn ein Leben auf völlig falschen Voraussetzungen aufbaut. Das muss nicht immer ein massives Lügengebäude sein, das auf Betrügereien aufbaut oder ein Doppelleben. Auch ein Leben ohne Gott ist eine einzige Lebenslüge.

Weil Gott die Lüge hasst, ist die Erziehung zur Wahrhaftigkeit ein christliches Erziehungsziel, und das Einstehen für die Wahrheit gilt als mutig und ehrenhaft und der Märtyrer kommt deshalb ins Leiden, weil er der Wahrheit nicht absagt.

Jesus und die Apostel haben nie versucht, sich durch eine Täuschung in der Verkündung des Evangeliums einen Vorteil zu verschaffen, und ein rechter Verkünder wird das bis heute nicht tun.

Wenn nun eine Religion gerade zu einem solchen Verhalten auffordert, dann kann sie nicht vom lebendigen Gott, sondern nur vom Vater der Lüge sein, womit sich der Islam neuerlich als eine satanisch inspirierte Religion erweist, mit dem Mondgötzen Allah an der Spitze, welcher der Satan selbst ist.

Es ist gut, wenn wir das wissen.

Wir lassen uns dadurch aber nicht zu einem Hass auf Muslime verleiten. Unsere Sache ist es, ein wahres und wahrhaftiges Zeugnis für die Hoffnung, die wir als Christen haben, zu sein.

Es grüßt

JÖRGEN BAUER

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537. Es gibt so viele Wunder…

Samstag, 26. Dezember 2015 | Autor:

Lieber Blog Besucher,

es ist für mich immer wieder ein Wunder was Kinder für Wahrheiten aussprechen können. Da sehe und erfahre ich wie Gott durch Menschen reden kann, die keine große Bildung oder sonstiges Wissen haben. Nein, Sie sprechen aus, was Ihnen der Geist Gottes sagt. Davon will ich für mein Leben lernen.

 

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Vision für Afrika

Neulich las ich in dem sehr empfehlenswerten Buch von Uwe Heimowsk, „Den Kopf im Himmel, die Füße auf der Erde“, eine wunderbare Geschichte. Es ging um Weltwunder und eine Schulklasse wurde gebeten, eine persönliche Rangliste wie etwa die folgende zu schreiben:

1. Die Pyramiden von Gizeh; 2. Der Taj Mahal; 3. der Grand Canyon; 4. der Panamakanal; 4. das Empire State Building; 5. der Petersdom im Vatikan; 7. die chinesische Mauer.

Die Lehrerin merkte beim Einsammeln der Resultate, dass eine Schülerin noch am Arbeiten war. Deshalb frage sie die junge Frau, ob sie Probleme mit ihrer Liste habe. Sie antwortete: „Ja. Es fällt mir schwer, mich zu entscheiden. Es gibt so viele Wunder.“ Die Lehrerin sagte: „Nun, teilen Sie uns doch einfach mit, was Sie bisher geschrieben haben. Vielleicht können wir ja helfen.“ Die junge Frau zögerte zuerst, doch dann las sie vor. „Für mich sind das die sieben Weltwunder:

1. Sehen; 2. Hören; 3. Sich Berühren; 4. Riechen; 5. Fühlen; 6. Lachen …“ – sie machte eine kurze Pause – 7. „… und Lieben.“

In der Klasse wurde es ganz still. Wie gesagt, eine buchstäblich „wunder“-bare kleine Geschichte. Wir bestaunen die sieben Weltwunder der Antike. Ergänzen sie durch moderne Bauwerke wie das Empire State Building. Und das zu Recht, denn diese Meisterwerke der Ingenieurskunst sind mehr als bemerkenswert. Doch die Schülerin öffnete unseren Blick für eine weitere und ganz andere Dimension. Ihre Weltwunder sind einfach und zugleich größer. Sie sind Wunder der Schöpfung, einzigartige Geschenke des Schöpfers. Täglich verfügbar. Täglich ein Grund zum Staunen. Täglich ein Grund zur Dankbarkeit. Wie schnell vergessen wir das.

Bernhard Matzel

Marbuger Medien

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535. Angst vor Islamisierung? Entchristianisierung unseres Landes.

Mittwoch, 9. Dezember 2015 | Autor:

Lieber Blog Besucher,

ich frage mich seit Jahren, haben wir kein anderes Thema mehr. Warum muss man sich ständig damit auseinander setzen, obwohl man es gar nicht will. Bilden Sie sich selbst einmal eine Meinung.

 

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Foto: © wikipedia/Tom Adriaenssen

 

Quelle: Z wie Zukunft

Wer fragt sich nicht, wie sich der Islam weiterentwickelt? Denken wir an den Arabischen Frühling, den leichtgläubige westliche Politiker als sich plötzlich eröffnenden Weg in die Demokratie bejubelten. Nun aber ist in all diesen Ländern ein bitterkalter islamistischer Winter eingezogen.

 

Wie entwickelt sich der Islam in Deutschland? Betrachten wir einfach die Ergebnisse einiger Studien, die der Autor des Buches „2034 – Der Abschied vom Abendland“ sehr detailreich zusammengetragen.

Viele Türken, die in zweiter oder auch dritter Generation in Deutschland leben, sind wesentlich fundamentalistischer eingestellt als ihre Eltern und Großeltern, wie eine wissenschaftliche Studie zeigt:
80 % stimmten der Aussage „völlig zu“, dass „der Koran die wahre Offenbarung Gottes ist“, und

9 % stimmten „eher zu“. Das kommt nicht etwa daher, dass sie ungebildet wären: Von den wenigen Studenten stimmten über zwei Drittel „völlig oder eher zu“! Ungefähr die Hälfte hält den Koran und die Demokratie für unvereinbar, womit sie natürlich recht haben.
85 % bezeichnen sich als gläubig oder sehr gläubig (davon 41 % als sehr gläubig), 2009 waren es noch 75 % der 18- bis 29-Jährigen, 9 Jahre zuvor sogar nur 64 %.1 Die Indoktrination der Jugend durch zugewanderte Imame trägt ihre Früchte.
80 % halten den Islam für einen wesentlichen Teil ihrer Identität – 1979 waren es nur 58 %.
66 % glauben: „Der Islam ist die einzig wahre Religion“;
51 % sind überzeugt: „Auf lange Sicht wird sich der Islam in der ganzen Welt durchsetzen“;
45 % glauben: „Nur der Islam ist in der Lage, die Probleme unserer Zeit zu lösen“;
44 % gehen davon aus, dass Moslems, die im bewaffneten Kampf für den Glauben sterben, ins Paradies eingehen würden. Sie kennen also die zur Gewalt aufrufenden Koran-Verse! Das könnte beunruhigen.
30 % meinen, es sollte verboten werden, Moslems zum Religionswechsel zu motivieren.

 

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Foto: © Honestly Concerned e.V.

Während Christen sich hinter ihren Kirchenmauern verstecken, wird der praktizierte Islam öffentlich zur Schau gestellt

Das latente Potenzial für eine politisch-religiös motivierte Radikalisierung wird in der Studie auf „nur“ 10 bis 12 % geschätzt, in Deutschland wären das 430 000 bis 516 000 Moslems. An dem Anschlag vom 11. September 2011 waren nur 12 Moslems aktiv beteiligt.
Die Zahl der wöchentlichen Moschee-Besucher stieg zwischen 2000 und 2005 von 31 auf 42 % an. Nur 12 % definieren sich „eher als Deutsche“, obwohl ein Drittel der Befragten deutsche Staatsbürger waren. 10 % können als „sehr gut integriert“ bezeichnet werden.(2)
In Nordrhein-Westfalen erklärten über 30 % der befragten türkischen Jugendlichen ihre Bereitschaft, sich mit körperlicher Gewalt gegen die „Ungläubigen“ durchzusetzen, wenn es der islamischen Gemeinschaft diene.
Mehr als die Hälfte der jugendlichen Türken stimmten der Aussage zu: „Das Türkentum ist unser Körper und der Islam ist unsere Seele.“(3)
Nur 26 % der türkisch-stämmigen Jugendlichen bezeichneten sich 2010 als deutsch oder deutsch und türkisch, drei Viertel betrachten sich also ausschließlich als Türken.(4)
Der türkische Botschafter in Berlin sagte: „Assimilation bedeutet, mit den eigenen Wurzeln zu brechen, die eigentliche Identität abzulegen, mit einem Ganzen, an dem teilgenommen werden soll, zu verschmelzen und darin verloren zu gehen.“(5)
Der offizielle Vertreter der DITIP, des Ablegers der staatlichen türkischen Religionsbehörde in Deutschland, schlug in die gleiche Kerbe: „Natürlich hat man Bedenken, sich als Minderheit völlig zu assimilieren und zu verschwinden. Darum machen wir nicht nur religiöse, sondern auch kulturelle Angebote. Wir wollen damit eine solide Identität anbieten.“(6)
Sehr offen forderte dies der damalige türkische Ministerpräsident Erdoğan am 10. Februar 2008 in Köln von seinen Landsleuten: „Niemand kann von Ihnen erwarten, Assimilation zu tolerieren. Niemand kann von Ihnen erwarten, dass Sie sich einer Assimilation unterwerfen. Denn Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit! Sie sollten sich dessen bewusst sein!“, rief er. Die 16 000 Türken in der Arena jubelten und schwenkten ein Halbmond-Fahnenmeer.
Wie auf einem Reichsparteitag betrachtete er die drei Millionen Türken in Deutschland als Teil der Großtürkei: „Meine werten Brüder und Schwestern, wir sind in der Türkei in dem Maße glücklich und ruhig, wie Sie hier glücklich und ruhig sind. Ihre Probleme sind unsere Probleme.

 

Niemand kann von Ihnen erwarten, sich einer Assimilation zu unterwerfen. Denn Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit!
Recep Tayyip Erdoğan

… Selbstverständlich werden unsere Kinder Türkisch lernen. Das ist ihre Muttersprache.“(7)
Das tun sie auch, weil 97 % der Männer und 92 % der Frauen türkische Ehepartner haben. 2011 verlangte Erdoğan türkische Schulen in Deutschland und dass türkische Kinder zuerst Türkisch lernen sollten. Er sagte der BILD-Zeitung: „Wer Deutschkenntnisse zur wichtigsten Voraussetzung erklärt, verletzt die Menschen¬rechte.“(8)
Damit bildet Erdoğan einen türkischen Parallelstaat in Deutschland. Diese Absicht wurde auch deutlich in seiner Antwort auf die Frage, wem gegenüber die 800 000 Türken mit deutscher Staatsbürgerschaft loyal sein sollen – Deutschland oder der Türkei: „Gegenüber beiden.“
Wie sehr die islamische Kultur prägend ist, zeigt sowohl der überwältigende Anteil muslimischer Straftäter als auch deren Befürwortung von Gewalt legitimierenden Männlichkeitsnormen: Europäer stimmten in einer Umfrage unter Migranten zu 5 % zu, Afrikaner zu 6 %, Asiaten zu 7 %, Türken zu 24 % und Araber zu 25 %.(9)
Würde eine muslimische Partei gegründet, die den Koran Wort für Wort in ihre Satzung aufnimmt, müsste sie als kriminelle Vereinigung vom Verfassungsgericht umgehend verboten werden!
Fragt man einen durchschnittlichen „Christen“ in Deutschland nach dem Inhalt seines Glaubens, bekommt man meist keine oder nur sehr diffuse Antworten. Gesteht schon ein lutherischer Berufschrist, also ein Pfarrer: „Da wüsste ich nicht, was ich darauf sagen sollte“, dann erahnen wir, wo wir hingekommen sind. Wenn die Position von schwulen Pfarrern und lesbischen Pfarrerinnen in der evangelischen Landeskirche ein wichtigeres Thema ist als die Verkündigung des Evangeliums, wäre es angebracht, über Namensänderung nachzudenken.
Zum einen gehen Muslime davon aus, Deutschland sei christlich, und kritisieren den moralischen Verfall zu Recht. Zum anderen lachen sie die Christen aus, weil sie, was den Inhalt ihres Glaubens betrifft, sich als taube Nüsse erweisen und kein ernstzunehmendes Gespräch darüber führen können. Sie sind nicht in der Lage, über den Grund ihrer Hoffnung Auskunft zu geben. Wahrscheinlich haben sie ja auch gar keine. Dieses Christentum macht Angst, weil es ein Etikettenschwindel ist. Es führt zwar die Bezeichnung, hat aber keinen Inhalt.
Moderne christliche Kirchen beseitigen das Kreuz, es könnte ja Anstoß erregen. Man passt sich an. Man gibt sich tolerant und merkt nicht, dass man seinen Standpunkt verloren hat. „Die Botschaft vom Kreuz erscheint freilich all denen, die verloren gehen, als unsinnig. Nur für wenige bedeutet es noch Kraft.“(10)

 

Viele Türken, die in zweiter oder auch dritter Generation in Deutschland leben, sind wesentlich fundamentalistischer als ihre Eltern und Großeltern.

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Foto: © Kristian Linnemann/Dagbladet Politken

Viel beängstigender als jede Islamisierung aber ist die fortschreitende
Entchristianisierung unseres Landes.

Die gesellschaftlichen Vertreter des Christentums haben Grund und Ziel ihres Glaubens weitgehend vergessen. Wie anders könnten sie sich Religionen anbiedern, die in ihrem innersten Kern absolut keine Gnade kennen?
„Wir verehren doch alle den einen Gott …“ – Das kann nur sagen, wer Gott nicht kennt. Wenn zwei Herr Mayer auftreten, der eine hat eine Tochter, der andere einen Sohn, dann erkennen auch weniger gebildete Zeitgenossen, dass es sich um zwei verschiedene Herr Mayer handelt. Aber Gott? Der eine hat einen Sohn, der andere nicht. Wie um alles in der Welt könnte es sich dann um ein und denselben handeln?
Dann haben wir noch eine Partei, die wegen ihres „C“ im Namen schnell errötet. Manche bezeichnen das als Linksrutsch. Man will modern sein und lässt grundlegende Werte fallen wie heiße Kartoffeln. Wer weiß eigentlich noch, wofür dieses C einmal gestanden hat? Vielleicht war da jemand, der sich 2015, zum 70-jährigen Bestehen der Partei, im Rückblick erinnerte: „Damals, wisst ihr noch …?“

 

Muslime lachen über sogenannte Christen, die über ihren Glauben keine Auskunft geben können.

 

Was praktisch tun?
Wir müssen zum Kreuz zurückfinden! Wenn unsere Kirchenführer wieder das Evangelium vermitteln, dann entsprechen sie ihrer Aufgabenbeschreibung am ehesten. Außerdem vermitteln sie damit ein außergewöhnlich positives Image, wie es ihnen keine noch so teure Kommunikations-Agentur verpassen könnte. Das Evangelium ist die Gute Nachricht und stellt den Sorgen und Nöten unserer Zeit etwas extrem Wirksames entgegen. Sollte Ihnen, lieber Leser, diese Gute Nachricht bisher vorenthalten worden sein, dann fordern Sie bitte bei der Redaktion eine gedruckte Ausgabe davon an.

 

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Foto: © Heinz H./Gelsenkrichener-Geschichten.de

Kirchen werden abgerissen oder einem anderen Zweck zugeführt. Die Zahl der Moscheen und muslimischen Gebetshäuser in Deutschland ist auf über 3000 angewachsen, über 100 neue Moscheen befinden sich im Bau

 

 

1 DER SPIEGEL, 18.02.2012, S. 49: „Die Scharfmacher“.
2 Aus: „Bevölkerung in Deutschland mit türkischem Migrationshintergrund“, Befragungszeitraum 20.02.–24.02.2008, gefördert vom Innenministerium.
Die Welt, 02.05.2007, „Islam in Deutschland“. Laut Islam-Archiv in Soest stieg die Zahl der Türken, die den Islam als wesentlichen Teil ihrer Identität bezeichnen, zwischen 1979 und 2005 von 58 % auf 80 %.
3 F.A.Z., 13.12.2004; „Integration verstärkt die Frustration.“ Prof. Heinen, zitiert aus: „Verlockender Fundamentalismus“, Suhrkamp, Frankfurt am Main, S. 128-132.
4 BMI Forschungsbericht 109, März 2010.
5 F.A.Z., 30.11.04; zitiert wird Mehmet Ali Irtemcelik in der türkischen Zeitung „Zaman“ über die Assimilation der Türken Deutschlands.
SPIEGEL ONLINE, 16.01 2007: Als in Rastatt der türkische Muttersprachenunterricht von der Kommune (als kontraproduktiv für die Integration) nicht mehr unterstützt werden sollte, titelte das türkische Massenblatt Hürriyet „Kein Verbot für die Welt-Sprache!“ und sprach von „Menschheitsschande“. Schließlich sprächen weltweit 300 Millionen Menschen Türkisch. Die Migrantenverbände ließen verlauten, das sei „ein Schlag gegen die Integration und die Harmonie in einer multikulturellen Gesellschaft“.
Handelsblatt, 16.07.2007, „Türkei kritisiert deutsches Zuwanderungsrecht“ (18 statt 16 Jahre Nachzugsalter von Ehefrauen und Kenntnis von 300 deutschen Wörtern). Staatspräsident Sezer an Bundespräsident Köhler: Damit werde den in Deutschland lebenden Türken ihre Zukunftshoffnung genommen. Welche bitte? Die auf Mehrheitsbildung?
6 F.A.Z., 09.02.2005, „Wir sind bereit, alle Muslime zu vertreten“.
7 F.A.Z., 13.03.2008, S. 6: „Der Westen, der Westen, der Westen“.
8 F.A.Z, .3.11.2011, S 1: „Erdoğan warnt Türken vor Assimilation“.
9 Die Welt, 27.11.2010, S. 7: „Gefährliche Machokultur“, u. a. Feria Peters
10 Die Bibel, 1. Korinther 1,18.
Diese Fakten sind dem Buch von Max Eichenhain, „2034 Der Abschied vom Abendland“, entnommen (Dr. Klein Media, Augsburg 2012).

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534. Der Islam gehört nicht zu Deutschland

Dienstag, 8. Dezember 2015 | Autor:

Liebe Blog Besucher,

als ich diesen Artikel in der Ausgabe Z wie Zukunft las, musste ich mich nochmehr über unsere Bundesregierung wundern, als ich dies bis jetzt schon tat. Ich möchte hier aber keine weitere Wertung abgeben. Bilden Sie sich selbst eine Meinung.

 

 

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Foto: © facebook.com/hamed.abdelsamad

 

Einspruch!

Ein deutscher Muslim widerspricht der Bundeskanzlerin:

 

Der Islam gehört nicht zu Deutschland

Ein offener Brief von Hamed Abdel-Samad                                                           27. April 2015

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Sie sind die Bundeskanzlerin aller Menschen, die in Deutschland leben, und somit selbstverständlich auch die Kanzlerin der Muslime. Das ermächtigt Sie aber nicht dazu zu behaupten, der Islam gehöre zu Deutschland.

Es ist nicht die Aufgabe eines Politikers, eine Religion zu rehabilitieren oder zu bewerten. Politiker sind für die Menschen da und nicht für die Ideologien dieser Menschen.

Bevor Sie diese Behauptung in die Welt setzen, sind Sie verpflichtet, den Bürgern dieses Landes zu erklären, was „der Islam“ überhaupt ist!

▹ Gehört die Aufteilung der Welt in Gläubige und Ungläubige auch zu Deutschland?
▹ Was ist mit dem Dschihad?
▹ Was ist mit Polygamie?
▹ Was ist mit der Todesstrafe für Apostaten?
▹ Was ist mit Körperstrafen für Diebe und Ehebrecher, Alkoholtrinker und Andersdenkende?
▹ Was ist mit Frauenrechten, die im Islam kaum vorhanden sind?
▹ Was ist mit der Sklaverei, die im Islam nicht verboten ist?
▹ Was ist mit der Androhung von Höllenqualen? Im Islam haben Kinder kein Recht darauf, angstfrei erzogen zu werden. Gehört das alles auch zu Deutschland oder zu Europa?

Entweder wissen Sie nicht, dass all das auch zum Islam gehört – dann sind Sie nicht qualifiziert, dieses Urteil zu fällen.

Oder Sie wissen Bescheid und täuschen die Bürger dieses Landes absichtlich, um weiterhin der Lobby zu dienen und z. B. an Saudi-Arabien Panzer verkaufen zu können (was das Volk nicht will) oder den türkischen Handelspartner nicht zu verärgern!

Auch ich, Abdel-Samad, bin ein Bürger dieses Landes, und ich sage Ihnen als meiner Kanzlerin:

 

 

Sie irren sich. Sie täuschen uns.

 

 

Und Sie tun den Muslimen hier keinen Gefallen, wenn Sie etwas behaupten, was nicht der Wahrheit entspricht und was die Mehrheit der Deutschen anders sieht – darunter übrigens auch viele deutsche Muslime und Ex-Muslime, die vor dem Islam aus ihren ehemaligen Heimatländern in unsere offene und freie Gesellschaft fliehen mussten. Politiker wie Sie drohen diese mit falsch verstandener „Political Correctness“ und Globalisierungs-Geschwafel gerade zu zerstören.

Ja, Sie, die Politiker, gefährden den Frieden in diesem Land und hetzen so die Menschen gegeneinander auf. Diese Verschlimmerung der Situation nutzen Sie dann noch weiter aus, um nach und nach europaweit Grundrechte einzuschränken. So drehen Sie die Spirale der erzwungenen Toleranz (die einem Volk nie gut tut) weiter.
Wer hier lebt, muss dem anderen Respekt erweisen, und dann kommt man mit ganz wenig Toleranz aus! Damit allein schon entwickelt sich eine Gesellschaft homogen und gleichmäßig und aus sich heraus weiter. Die Menschen haben dann auch keine Angst und übernehmen gerne Neues: Döner, Autokorsos … zugegeben, es gibt viel bessere Beispiele.

Aber Kirchenkreuze abhängen und Feste umbenennen auf Anordnung von oben als Reaktion auf Beschwerden von Minderheiten? Bestimmt nicht! Wer hier lebt, muss deutsche Werte annehmen!

Und wer hier lebt und den gehörigen Respekt aufbringt, der bekommt seine von Staat und Gesellschaft verbriefte und geschützte Freiheit, die Ideologie zu leben, die er leben möchte, an das zu glauben, woran er glauben möchte, und seine Religion ist dann auch geschützte Privatsache – aber er bekommt ganz sicher nicht die Freiheit, diese in der Gesellschaft ihr zuwiderlaufend offen auszuleben.

Mit (noch) freundlichen Grüßen

Hamed Abdel-Samad

Hamed Abdel-Samad, deutsch-ägyptischer Politologe und Autor, wurde besonders durch populärwissenschaftliche Werke und die TV-Sendung „Entweder Broder“ bekannt.
In seinem neuesten Buch „Der islamische Faschismus. Eine Analyse“ sieht Abdel-Samad bei Islamismus und Faschismus neben der gleichzeitigen Entstehung in den 1920er-Jahren auch inhaltliche Übereinstimmungen. Dabei charakterisiert er beide als „politische Religion“, die eine absolute Wahrheit verbreite, eine Hierarchie mit einem unfehlbaren Führer aufweise und ein klares Feindbild habe, das sich insbesondere gegen Moderne, Aufklärung und Juden richte. – Droemer Verlag 2014.

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533. Dekadenz des Westens

Dienstag, 8. Dezember 2015 | Autor:

Lieber Blog Besucher,

hier ein Thema, dass uns noch viele Jahre beschäftigen wird, wenn wir nicht in kurzer Zeit einen Paradigmenwechsel durchführen werden. Sicher sieht dies jeder anders, je nach seiner Herkunft oder Erziehung, untern Strich kommen wir aber um eine Änderung unseres Denkens nicht herum.

 

 

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Foto: © Bildzitat: VOGUE Italien, März 2009

 

Quelle: www.ZwieZukunft.de

 

Ursache für die Ausbreitung des Islams?

Joe Tillenbeach

Angesichts der grausamen Verfolgung von Christen in der muslimischen Welt, besonders der Verfolgung von Konverditen, mit dem Bild vor Augen, dass mir bei einer langen Fahrt zu Entwicklungsprojekten in weiten Teilen Pakistans auf offener Straße nur Männer und Kinder begegneten, und bei der ständigen Anschlagsgefahr im muslimischen Norden Indiens war ich lange Zeit geneigt, unsere westliche Kultur und Moral für die überlegene zu halten.

Doch inzwischen verstehe ich, dass man das auch anders sehen kann. Es braucht nur etwas Mut, die westliche Welt mit den Augen von Muslimen zu sehen. Ich persönlich bin überzeugter Christ und glaube, dass Jesus der Sohn Gottes ist und durch seinen Opfertod am Kreuz zum einzigen Weg wurde, auf dem wir mit Gott ins Reine kommen können. Die zehn Gebote Gottes sind uns allen prinzipiell bekannt. Auch das deutsche Grundgesetz beruft sich auf die Verantwortung vor dem Gott der Bibel und den Menschen und ist insofern ein Bund des Volkes mit dem Allmächtigen. Nehmen wir daher diese Gebote zum Maßstab einer Überprüfung unserer Kultur.

 

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Nehmen wir die Zehn Gebote zum Maßstab einer Überprüfung unserer Kultur

Du sollst keine anderen Götter neben mir haben

Wenn wir das erste Gebot Gottes betrachten, stellen wir fest: Als Volk eines Landes, das für die Reformation bekannt war, haben wir uns vielen fremden Göttern und Religionen zugewandt. Muslimen ist Vielgötterei ein Gräuel. In Europa sehen sie Christen bei buddhistischen Übungen; Europäer verehren den Gott-König Dalai Lama; in den Medien sind vielfältige Angebote von Okkultismus und Esoterik zu finden.

Du sollst dir kein Abbild von Gott machen und keines verehren

Auch Muslimen ist jeder Bilderkult untersagt. Sie finden aber Kirchen voller Bilder und Heiligenfiguren. Als heiliges Buch genießt der Koran bei Muslimen höchste Wertschätzung. Nicht nur, dass viele Christen die Bibel respektlos behandeln; auch Theologen verlautbaren öffentlich, die Bibel sei nicht Gottes Wort. So sehen sich Imame bestätigt, die lehren, die Bibel sei eine Fälschung und eben nicht Gottes Wort. Deshalb erscheint das Christentum in den Augen von Muslimen als götzenverehrend und unterlegen.

Du sollst den Namen deines Gottes nicht missbrauchen

In unserer Gesellschaft findet in aller Öffentlichkeit ungestraft Gotteslästerung und ein massiver Missbrauch des Namens Gottes und von Jesus Christus statt. Christen setzen sich kaum zur Wehr, obwohl das auf gewaltlose Weise durchaus angebracht wäre. Das Wort „Gott“ wird für Banalitäten verwendet wie „Wettergott“. Für Muslime ist es oft schlimmer als für viele andere Bürger, wenn über Jesus gelästert wird, den auch sie als Prophet achten. Westliche Politiker verteidigen den christlichen Glauben nicht, aber für „Pressefreiheit“ gehen sie auf die Straße – das heißt, für Zeitungen, die den Propheten des Islams lächerlich machen.

 

Du sollst den Ruhetag heiligen

Der Ruhetag wird von Christen meist für nicht erledigte Arbeit genutzt. Die Aufweichung des Sonntags-Arbeitsverbots stößt auf wenig Widerstand. Viele christliche Feiertage werden kaum noch bestimmungsgemäß begangen. Der Buß-und Bettag ist fast überall abgeschafft. – Nun ist der muslimische Freitag kein ausgesprochener Ruhetag, sondern vor allem dem Gebet gewidmet. Natürlich unterscheiden sich christliche Gebete im Rahmen des persönlichen Glaubens an Jesus Christus vom Rezitieren meist auswendig gelernter arabischer Verse. Aber welcher Christ wäre heute bereit, fünf Mal täglich zu beten oder für Gott gar einen Fastenmonat einzuhalten?

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Die Zehn-Gebote-Tafel, Gemälde von Lucas Cranach d. Ä., Rathaus Wittenberg

Ehre Vater und Mutter, damit du lange lebst und es dir gut gehe

In muslimischen Kulturen genießen die Familie, die Väter, aber auch die Mütter besondere Wertschätzung. Da können wir im Westen einiges von Muslimen lernen. Pflegenotstand in vielen deutschen Senioren-Einrichtungen, lautes Nachdenken über den freiwilligen Tod alter Menschen, das Demontieren der stabilen Familie aus Vater – Mutter – Kindern, die grün-rot-feministische Degradierung des Vaters als Haupt der Familie, die massive Zunahme von Single-Haushalten, das Propagieren von Homo- und Lesben-Ehen samt Segnung durch verschiedene Kirchen … kein Wunder, wenn Muslime davon abgestoßen sind und uns alle mit „Ungläubigen“ in einen Topf werfen. Wir missachten Gottes Gebot und werden mit den Folgen leben müssen – dass wir eben nicht lange leben und es uns nicht mehr gut geht im eigenen Land.

Du sollst nicht morden

Nicht morden – hier ist die muslimische Kultur sicher kein gutes Vorbild. Wir wissen um all die islamistischen Terroranschläge, Ehrenmorde, Juden- und Christenverfolgungen sowie von den gewalttätigen Bewegungen des Wahabismus und Salafismus samt dem weltweiten Netz der islamistischen Terrororganisationen wie MB, Hamas, Al Kaida, IS. Schon das Leben Mohammeds war blutgetränkt. In verschiedenen Suren fordert der Koran deutlich die Unterdrückung oder Ermordung von Ungläubigen. So steht hier Mohammed im krassen Gegensatz zum friedfertigen, sündlosen Leben von Jesus Christus.

Fragt man aber nach dem Balken im Auge Deutschlands, begegnet man Millionen ermordeter ungeborener Babys seit Ende des Zweiten Weltkriegs (denen in diesem Zeitraum etwa die gleiche Anzahl eingewanderter Muslime gegenübersteht). Wir erleben einen fortwährenden Genozid an Ungeborenen. Demgegenüber sind Kinder für muslimische Frauen Lebensinhalt. Aus muslimischer Sicht brechen westliche Armeen viele unnötige Kriege vom Zaun.

Du sollst nicht lügen

Al Kaida wurde durch die USA gegründet und ausgebildet, um in Afghanistan gegen russische Streitkräfte vorzugehen. Muslime nehmen die Überwachung von Bürgern durch den US-Geheimdienst deutlich wahr, ebenso die Lügen, die nicht nur den Irak-Krieg rechtfertigen sollten, sondern auch anderen geopolitischen Interessen der USA dienen. Manche muslimischen Terrorkriege, wie jetzt der im Irak mit dem Ziel, nach Mohammeds Vorbild den islamischen Staat zu errichten, sind Folgen westlicher Eingriffe. Auf der anderen Seite können Lügen für Muslime auch Strategie sein – taqiyya heißt die Fachvokabel. Täuschung ist erlaubt, wenn sie der Ausbreitung des Islams dient. (Siehe auch Seite 86.)

Du sollst nicht ehebrechen

Die zweitklassige Behandlung der Frauen in den vielen muslimischen Ländern lässt uns vielleicht annehmen, dass wir besser wären. Muslime in aller Welt hingegen sind abgestoßen von der Hollywood- und Pornoindustrie im westlichen Fernsehen und im Internet. Imame mit ihrem Verständnis der Einheit von Religion, Politik und Medien sehen das als Beleg für das teuflische Wesen des „christlichen“ Westens. Die Abschottung der muslimischen Frauen in einer Parallelgesellschaft soll sie vor diesen Einflüssen schützen.

Im Islam können Männer ihre Frauen unter irgendeinem beliebigen Vorwand verstoßen und sich von ihnen scheiden lassen. Bei Ehebruch wird generell der Frau die Schuld zugewiesen; diese ist dann zu steinigen, wenn Mohammeds Vermächtnis ernst genommen wird. Das stößt uns natürlich ab. Da plädieren wir doch lieber auf Vergebung und Gnade. Aber ist für uns selbst Umkehr und Vergebung überhaupt noch ein Thema? Dass in unserer Gesellschaft Ehebruch & Co. dermaßen goutiert wird, kann bei konservativen Muslimen kein Verständnis finden. Freizügige Kleidung, grelles Make-up und ungehemmtes Auftreten lässt Frauen in ihren Augen als Prostituierte erscheinen, und die meinen sie dann auch als solche behandeln zu können. Diese Art von Verständnis hat auch so mancher muslimische Jugendliche an unseren Schulen.

Weitere Gebote Gottes

Diese Gebote können nicht nur als Empfehlung gesehen werden; deren Befolgung gestaltet eine Lebensordnung, die dem allgemeinen Wohl dient. Darin liegt aber auch der Schlüssel dafür, in den Genuss des Segens Gottes zu kommen, für Erfolg im Leben, um Hindernisse zu überwinden oder Gefahren zu entgehen, auch denen durch gewisse Richtungen des Islams.

Es macht Sinn, Gottes Anweisungen zu beachten: „Wenn du darauf achtest, alle seine Gebote zu tun, dann wird der HERR, dein Gott … – Alle diese Segnungen werden über dich kommen und werden dich erreichen … – Wenn du nicht darauf achtest, nach seinen Ordnungen zu leben, dann werden all diese Flüche über dich kommen und dich erreichen (weil du außerhalb des Schutzes Gottes bist). Der Fremde, der in deiner Mitte wohnt, wird höher und höher über dich emporsteigen, und du, du wirst tiefer und tiefer hinabsinken; er wird zum Haupt, du aber wirst zum Schwanz“ (aus 5. Mose 28).

Warum lässt Gott das zu?

Man kann sich die Frage stellen, ob Gott die Ausbreitung des Islams in Deutschland zulässt, um die laue Christenheit zum Umdenken zu bewegen und damit sie sich ihres Potenzials bewusst wird. Natürlich haben wir auch eine große Chance, Freundschaften mit Muslimen zu suchen und sie mit Jesus Christus als dem Retter bekannt zu machen. Aber es ist auch eine Anfrage an uns alle, ob uns der Erhalt unseres jüdisch-christlichen und freiheitlich-demokratischen Wertesystems noch etwas kosten darf.

Wach auf und werde aktiv!

Wir können das Problem nicht an den Staat delegieren oder auf unsere Kultur vertrauen. Vielmehr müssen wir das Glaubens-Vakuum in unserer Gesellschaft ausfüllen, indem wir den Glauben an Jesus Christus ergreifen und leben – persönlich, in den Familien, in christlichen Gemeinschaf¬ten, in der Gesellschaft (Sportverein, Freiwillige Feuerwehr …) und im Staat (friedliche Petitionen, friedliche Demonstrationen …).

Mensch, wo bist du?

 

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Foto: © Bildmontage, Agentur PJI

Lieber Blog Besucher,

ich bin der Meinung, dass in unserer Medienlandschaft oft viel unnützes und unmögliches Zeug verbreitet wird. Deshalb bin ich auch kein Freund von Zeitschriften und Magazinen. Es gibt nur wenige Magazine die ich lese und die ich auch mit reinem Gewissen weiter empfehlen kann.

Darunter zähle ich die “ Z “ – für Zukunft von Peter Ischka.

 

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531. Wohin steuert das Christentum? Teil 2

Mittwoch, 25. November 2015 | Autor:

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Lieber Blog Besucher,

haben sie sich schon auch einmal die Frage gestellt: Wohin steuert das Christentum? Wenn man nicht den Glauben hätte, dass der Herr des Himmels und der Erde alles in seiner Hand hat, dann könnte einen Angst und Bange werden. So aber bin ich gewiss, dass es einen guten Ausgang nimmt, weil der Herr seine Kinder ans Ziel bringen wird.

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Wohin steuert das Christentum? Teil 2

Es geht hier nicht darum, durch leichtfertige Aussagen zu verunsichern. Einmal mehr soll auf die Wiederkunft Jesu Christi hingewiesen werden. Er selbst sagt im Buch der Offenbarung mehrmals: „Siehe ich komme bald“. Es ist nichts so sicher wie Sein Wiederkommen. In welchem Zustand wird Er dann Seine Gemeinde vorfinden? Wird Er Glauben finden, wird in der Bibel gefragt. Findet Er die Gemeinde als einen lebendigen Organismus oder eine geistlich tote Institution vor?

Der Herr erwartet gemäß Seinem Wort (Epheser 5,27) eine Gemeinde ohne Flecken und Runzeln, eine Gemeinde, die heilig und tadellos ist. Das ist ein hoher Anspruch. Der Preis, den der Herr Jesus dafür bezahlt hat, war noch viel höher! Durch Seinen Opfertod am Kreuz von Golgatha hat Er nicht nur unsere Sünde dorthin getragen, sondern einen unfassbaren Liebesbeweis durch Seine Hingabe, Erniedrigung, Verschmähung und grausame Hinrichtung erbracht.

Die Grundlage einer christlichen Kirche und Gemeinde ist das Kreuz und die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Gibt es noch Zusammenkünfte und Gottesdienste, in denen genau das der Mittelpunkt der Verkündigung und Nachfolge ist? Wer ist gegenüber diesem Anspruch des Herrn noch gehorsam? Dieser Gehorsam ist selten geworden. Das Kreuz und die Heiligung sind eben keine „bequemen Themen“. Hyperaktive Betriebsamkeit und große Popularität finden hier keinen Raum.

Im Gleichnis von den 10 Jungfrauen in Matthäus 25 geht Jesus auf Sein Kommen ein. Alle diese Frauen hatten den Bräutigam erwartet. Ein Teil von ihnen war jedoch nicht auf sein Kommen vorbereitet. Nur diejenigen, die vorbereitet waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal und feierten. Die Jungfrauen, die draußen bleiben mussten, merkten ihr Versagen erst, als es zu spät war. Durch ihre Oberflächlichkeit, Lauheit und den Ungehorsam stehen auch heute viele Christen in der gleichen Gefahr wie sie. Das Wort Gottes ist sehr klar und deutlich: Es gibt ein zu spät!

Die Frage ist, inwieweit sich die Glaubenden vom Ernst des WORTES GOTTES überzeugen lassen und entschieden in der Nachfolge Jesu leben oder sich von weit verbreiteten liberalen Strömungen unbemerkt mitreißen lassen. Es ist ein oberflächlicher Lebensstil, der das Wort Gottes verwässert. Dabei besteht die Gefahr, Opfer der kommenden globalen Einheits-Religion zu werden.
Jeder Mensch sehnt sich, bewusst oder unbewusst, nach Frieden. Der Anschein eines weitreichenden Weltfriedens ist verlockend süß und verführend. Diese Welt kann uns keinen dauerhaften Frieden geben, da sie vom Fürsten dieser Welt, Satan, regiert wird. Wirklichen Frieden gibt es nur bei dem Friedefürsten – Jesus Christus!

Die Bibel spricht im Zusammenhang mit der Endzeit von falschen Propheten im Höhepunkt der sich zuspitzenden Ereignisse. Dies wird sich zum Antichristen hin entwickeln und unzählige Menschen werden ihm sprichwörtlich auf den Leim gehen und an ihm kleben bleiben. Dieser Täuschung werden Unzählige erliegen. Es soll uns nicht entmutigen, verwirren oder in Panik versetzen: Dieses letzte Weltreich stellt alle vergangenen Reiche und Gewaltherrschaften, in den Schatten. Die Bibel sagt: Wer Ohren hat, der höre!

Wir haben die Wahl, wem wir dienen wollen, dem Reich Gottes oder dem System dieser Welt. In Römer 12 Vers 2 steht: Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
Darum wollen wir anhaltend und zusammen in das Gebet des Propheten Habakuk einstimmen, der wie folgt betete: O HERR, ich habe die Kunde von dir vernommen, ich bin erschrocken. O HERR, belebe dein Werk inmitten der Jahre! (Habakuk 3,2a)

Wir brauchen uns jedoch nicht zu fürchten, unser Gott hat alles unter Kontrolle. Gottes reichen Segen!

Quelle:

Missionswerk Stimme des Glaubens

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526. Berufung der Frau

Freitag, 23. Oktober 2015 | Autor:

 

Elisabeth Freifrau von Bibra

 

Die Menschheit besteht immer aus zwei Gruppen: Den Unterdrückten, die sich mit der ganzen Kraft ihres Herzens nach Freiheit sehnen, und denjenigen, die in Freiheit leben und diese Freiheit zu verantworten haben.
Geschichtlicher Rückblick

Aus der ersten Gruppe kommt die Frau unserer heutigen Gesellschaft. Finanziell, rechtlich und gesellschaftlich war sie unterdrückt unter die Herrschaft des Mannes in den letzten Jahrhunderten, seit dem Anbruch der Rennaissance.

Berufsausbildung war ihr nicht möglich. Zum Waschen, Putzen und Bügeln war sie in fremden Haushalten unterwegs. Oder – in gesellschaftlich höherer Schicht – verbrachte sie ihre Tage mit kostbaren Kreuzstichstickereien, mit Teetrinken und Gesang am Flügel. Keine Qual der Wahl drückte die Ehefrau der damaligen Zeit. Grosser Kindersegen beanspruchte zumeist alle ihre Kraft und, Zeit. Und, da die handwerklichen Berufe der Männer grösstenteils im eigenen Haus ausgeübt wurden, war sie ganz mit eingebunden in die Arbeitswelt ihres Mannes – eine Situation, die absolut nicht als Unglück erlebt werden musste, sondern grosse Chancen der Entfaltung und Erfüllung des Lebens für die ganze Familie in sich barg.

Die Entwicklung unserer Geschichte hat diesem Zustand in verschiedener Hinsicht ein Ende bereitet. Die Industrialisierung hat den Arbeitsplatz des Mannes weitgehend aus dem eigenen Haus in einen Betrieb verlegt. Entsprechend hat sich die Haushaltung verkleinert und erleichtert. Nicht mehr das grosse Familiendach ist gefragt, unter dem der ganze Alltag der Grossfamilie in verschiedenen Generationen gelebt und bewältigt wurde. Etagenwohnungen mit geringer Quadratmeterzahl sind der Ort, an dem die Mehrzahl unserer Bevölkerung heute anzutreffen ist. Somit ist es in unseren Tagen für die Ehefrau und Mutter einer kleinen Familie mit durchschnittlich eins bis zwei Kindern nicht mehr nötig, zuhause zu sein. Beruhigt kann sie ihrem Beruf nachgehen, während eine Zentralheizung für Wärme in der Wohnung und die Industrie für Nahrung und Kleidung der Familie sorgt.

Keine Nachfrage mehr nach der ehemals so beliebten und so nötigen ledigen Tante, die der Hausfrau zur Seite stand und den zahlreichen Kindern ein weiterer Ansprechpartner war.

Frauenbewegungen sind entstanden und haben sich um Bildung und Berufsausbildung der Frau bemüht. Was uns heute längst zur Selbstverständlichkeit geworden ist: Die Berufswelt steht nun der Frau offen. Von der Staatschefin bis zur KFZ-Schlosserin kann sie alles werden – und wird es auch. Es gibt mittlerweile keine Berufsgruppe mehr, in welcher die Frau nicht anwesend ist. Auch als Kosmonautin, Richterin, Bischöfin und Ärztin – überall ist sie anzutreffen. Das hat ganz besonders im Bereich der Medizin und des Bildungswesens sehr positive Veränderungen gebracht. Denken wir nur an die Art der Geburten früher und heute. Wie viel menschlicher, wie viel besser für Mutter und Kind hat sich die Situation in den Krankenhäusern gestaltet! Steril einwandfrei und mit Herz und Hautkontakt werden nun unsere Kinder wieder in dieser unserer Welt empfangen! Ein ideales Zusammenspiel von männlichen und weiblichen Elementen ist uns hier gelungen.

 

Bilanzbuchhalterin_by_Tim Reckmann_pixelio.de

Emanzipation heute

Wir leben im Zeitalter der Emanzipation der Frau! Emanzipation, das heisst Befreiung aus einem Zustand der Abhängigkeit. Unabhängig ist sie geworden, die Frau unserer Tage! Gleichberechtigt lebt sie in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kirche und steht „ihren Mann“, will sagen „ihre Frau“. Ihr Mitdenken, Mitsprechen, Mitfühlen kann uns allen als grosse Bereicherung dienen, wenn wir verantwortlich mit dieser Gleichberechtigung umzugehen wissen.

Ihre absolute Unabhängigkeit kulminiert in einem Werbeslogan einer unserer Parteien: „Mein Bauch gehört mir“! Ob die Frau ein Kind zur Welt bringen will, oder nicht, das ist ihr heute weitgehend selbst überlassen. Überraschend bei dieser Entwicklung ist: Das Glück, das uns Frauen diese hart erkämpfte Freiheit und Unabhängigkeit hätte bringen sollen, ist weitgehend ausgeblieben. Depression unter Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern breitet sich aus wie eine Seuche: – Depression oder Aggression in Form von Gewalttätigkeit bei Müttern und Kindern kommt aus der Ungeborgenheit dieser neuen Situation.

– Depression ist die Folge von Überforderung bei der berufstätigen Mutter und Ehefrau.

– Depression kommt bei der zuhause gebliebenen Mutter, aus dem Gefühl der Einsamkeit und Verlassenheit. Sie ist mit Staubsaugen und Gemüseputzen beschäftigt, während die berufstätige Nachbarin adrett gekleidet
in den eigenen Vagen steigt und mit gepflegten Händen ihr eigenes Geld verdient.

– Und da ist Depression aus Schuld, einer Ausweglosigkeit, die uns bewusst oder auch unbewusst drückt. Wir merken, dass die Freiheit der Frau, die nur in Angleichung an den Mann gelebt wird, das ersehnte Glück nicht bescheren kann. Im Gegenteil: Sie erweist sich vielmehr als ein Irrgarten, der Ruhelosigkeit und Angst erzeugt – Angst vor der Weglosigkeit dieses Neulandes; Ungeborgenheit, die Ehen und Familien zerstört; ein kaltes Nest verursacht für die Jungen, die wir noch geboren haben. Wir fragen uns, wie muss sie denn eigentlich leben, diese Frau, um endlich glücklich zu werden? Identitätskrise nennen das die Psychologen. Um die Frage nach dem ihr gemässen Platz in dieser neuen Gesellschaft geht es.

Gibt es einen Unterschied zwischen Mann und Frau, der zu beachten wäre, wenn die Frau zu der so heiss ersehnten Erfüllung des Lebens finden will? Oder waren diese Rollen „Mädchen“ und „Junge“ nur anerzogen, und wir quälen uns gerade noch mit den noch nicht gänzlich überwundenen Überresten herum?

Unabhängig ist sie geworden, die Frau unserer Tage!
Gleichberechtigt lebt sie in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft
und Kirche und steht „ihre Mann“, will sagen „ihre Frau“.
Ihr Mitdenken, Mitsprechen, Mitfühlen kann uns allen
Als grosse Bereicherung diesen, wenn wir verantwortlich
Mit dieser Gleichberechtigung umzugehen wissen.“

Biblische Sicht

Wenn wir als Christen dieser Frage nachgehen wollen, dann wird es gut sein, die Bibel zu befragen, auf der alles Christenleben gründet. Hat dies uralte Buch Hinweise zu unserem brandaktuellen Problem zu geben? Im Schöpfungsbericht begegnen uns Aussagen, die uns weiterhelfen können: In 1.Mose 2, Vers 18 lesen wir, dass Gott sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Hilfe schaffen als sein Gegenüber, das zu ihm passt., Und ein paar Verse weiter erfahren wir dann, wie das zuging: Gott nahm etwas von diesem Menschen und machte daraus sein Gegenüber. Von diesem Moment an ist der Mensch nicht mehr ein Ganzes, in sich Vollkommenes, sondern auf Ergänzung angelegt und angewiesen – Mann und Frau – Adam und Eva! Wie ein Apfel etwa, der in zwei Teile geteilt wurde.

Um wieder einen ganzen zu erhalten, muss man diese beiden Teile mit aller Sorgfalt zusammenfügen. Da gibt es keine Beliebigkeit in der Art und Weise, wie das zu geschehen hat. Die beiden Bruchstellen verlangen eine ganz
bestimmte Position der beiden Teile. So auch bei Mann und Frau. Gott will, dass diese beiden Menschen ein Leib sind, eins sind – also eben nicht gleich sind, sondern jeder sein Spezifisches beiträgt, damit Einheit entstehen kann – nicht Gleichheit!

„Eva“ heisst sie, die von Gott als Gegenüber für den Mann geschaffene Frau. „Eva, das heisst „Mutter aller Lebendigen.“ Anders ist sie als er! Anders ihre Rolle, die sie spielen wird, entsprechend anders ihr Körperbau, ihre seelische Struktur, ihr Denken und fühlen, anders von Gott gewollt! Vielfalt der Schöpfung, die in der schöpfungsmässigen Stellung zueinander zu einer lebendigen, harmonischen Einheit finden soll. Das ist die Aufgabe für beide Teile: Dieses beglückende, Geduld fordernde, zuweilen spannende, auch anstrengende und sicher auch zuweilen aufreibende Zusammenspiel!

Es war ein verhängnisvolles Missverständnis, das die Frau eine lange Epoche hindurch in grosse Not gebracht hat, dass man „Hilfe“ (so in der alten Lutherbibel statt „Gegenüber“) mit Hausgehilfin verwechselt hat, also eine göttliche Lebensordnung in eine menschliche Rangordnung verkehrte.

Die Emanzipation der Frau in unseren Tagen mit ihrer starken Tendenz der Angleichung an den Mann ist die protestierende Antwort darauf. Und wenn wir nun wirklich denken, die Lebenserfüllung der Frau läge darin, nicht nur gleichberechtigt, sondern in Angleichung an den Mann zu leben, dann wäre das ein neues, für unsere ganze Gesellschaft äusserst verhängnisvolles Missverständnis.

Es sind eben ganz offenbar nicht die erfüllten Wünsche und erkämpften Rechte, die uns glücklich machen und unser Leben zu erfüllen vermögen. Wie wunschlos glücklich müsste sie sonst sein, die emanzipierte Frau unserer
Wohlstandsgesellschaft, mit ihrem eigenen Beruf und ihrem eigenen Gehalt, mit der Freiheit, ihr eigenes Leben zu planen bis in die letzte Konsequenz, koste es, was es wolle.

Wir Christen wissen, dass ein Mensch nur dann zur Ruhe und zum Frieden finden kann, wenn er den Auftrag seines Schöpfers erkannt und bewusst angenommen hat. Und dieser Urauftrag – diese Urlebensberufung für die Frau in dieser Welt heisst: Gegenüber sein, ergänzen, das Fehlende beitragen, Eva sein, Mutterschaft leben im weitesten Sinn des Wortes.

Trompete_by_Wolfgang Pfensig_pixelio.de

 

Den Ruf Gottes hören

Darauf kommt es an; ob wir es verstehen, die Freiheit, die uns die Emanzipation der Frau tatsächlich gebracht hat, verantwortlich und eigenständig zu leben. Werden wir den Unterschied, der zwischen Mann und Frau besteht, weiter zu ignorieren versuchen, oder werden wir uns unserer Berufung in dieser Welt bewusst und bereit, sie zu leben mit allen Konsequenzen? Das heisst nicht, dass man diesem Auftrag nur in eigenen Familienkreis nachkommen könnte. Die Originalität des Apfels hat viele Erscheinungsformen, viele Spielarten. Nach den Aussagen der Bibel hat jedes Menschenleben seine ganz spezielle Berufung. Das heisst: Gott ruft jeden persönlich und will ihm den Platz zeigen, der seinem Wesen und seiner Begabung entspricht und die Lebensfreude beinhaltet, die jedem Menschen von Gott her zugedacht ist.

Es geht also darum, den Ruf Gottes für mich zu hören, die Aufgabe meines Lebens zu erkennen und dabei die Gaben zu entdecken, die Gott mir gegeben hat. Alles uns immer unglücklich machende Vergleichen mit anderen wäre überwunden; meiner Persönlichkeitsentfaltung wäre freier Raum gegeben und die rücksichtslose Selbstverwirklichung gegenstandslos geworden! Allerdings will mir scheinen, dass viel mehr Mütter in ihre Familien gerufen wären, solange ihre Kinder noch der „Brutpflege“, des warmen Nestes bedürfen. Aber sie wissen es nicht, Viel mehr noch: Sie sind auf der Flucht vor diesen Platz, weil man den Beruf „Hausfrau“ in unserer Gesellschaft unansehnlich gemacht hat, weil es so wenige, verlockende Leitbilder gibt. Weiss der Ehemann seine Frau als Hausfrau und Mutter zu achten und zu ehren? Ist er ihr Haupt und Schutz im Sinne der biblischen Aussage? Nicht um Macht und Druck auszuüben heisst das, sondern um Hilfe und Schutz zu bieten, damit diese Frau Frau und Mutter sein kann?

 

 

„Eva“ heisst sie, die von Gott als Gegenüber für den Mann
Geschaffene Frau. „Eva“, das heisst „Mutter aller Lebendigen“.
Anderes ist sie als er!
Anders ihre Rolle, die sie spielen wird, entsprechend anders
Ihr Körperbau, ihre seelische Struktur, ihr Denken und Fühlen,
anders von Gott gewollt! Vielfalt der Schöpfung!“

Hat er die Kraft der Liebe, die Freiheit und den Mut, sich seinen Familiengliedern zuzuwenden, so wie sie eben nun gerade geartet sind? Hilfe sein, das heisst ermutigen, trösten, wo nötig korrigieren können; was eben gerade fehlt, damit alles, was in diesem „Nest“ lebt, wachsen und sich entfalten kann.

Ein Heer liebeshungriger, innerlich und sehr oft auch äusserlich verwahrloster Jugendlicher füllt die Wartezimmer unserer Psychologen, die Heime und Kliniken für seelisch, moralisch und sexuell verunglückte Kinder. Unsere
Gesellschaft balanciert am Rande des Chaos! Ungeborene Menschen werden zu tausenden umgebracht, fachmännisch in unseren Kliniken. Auf den Strassen herrscht Terror und Gewalt! Glückliche Mütter sind gefragt, die die Kraft und die Bereitschaft in ihren Herzen tragen, alle nötigen Opfer zu bringen – mit fröhlichen Herzen. Damit unsere Jungen wieder ein warmes Nest geniessen können, solange sie der Nestwärme bedürfen und den Männern wieder ein Raum geschaffen wird für eine erfüllende Vaterschaft. Vom verderblichen Egoismus befreite Männer und Frauen sind gefragt!

Familie_by_Alexandra H._pixelio.de

 

 

Erfüllte Leben

Ein Rückblick in die Geschichte kann uns ermutigen. Lebensbilder solch mutiger Frauen aus der Vergangenheit zeigen uns, dass in diesem Bewusstsein gelebtes Leben, unendlich erfüllt sein kann. Florence Nightingale zum Beispiel, die in die Geschichte einging mit dem Namen „der Engel mit der Laterne“, oder Elsa Brandström, die für viele Gefangene in Russland zur Rettung wurde, haben unter unvorstellbaren Opfern ein unvorstellbares, erfülltes Leben gefunden.

Unser Leben spielt sich normalerweise in viel kleineren Dimensionen ab, als das dieser beiden grossen Frauen, und die Gefahr, aufzugeben, ist entsprechend grösser: „Ich wollte ja gerne“, sagt vielleicht manche, aber ich
schaffe es nicht.“ „Meine Verhältnisse sind zu schwierig, ich bin zu alleine, zu hilflos, zu minderwertig. Ich bin eben kein Held!“ Dieses Leben ist auch nicht zu schaffen, Die Bibel sagt, es ist ein Geschenk. „Jeder hat sein Gnadengeschenk, der eine so; der andere anders“ (1.Kor. 7,7). Geschenke kann man nicht leisten, man muss sich beschenken lassen. Zu einfach? – Ausprobieren! Nur als Beschenkte, als Berufene kann ich den Vergleich mit anderen aushalten ohne bitter zu werden, habe ich die Kraft aufzugehen in den Erfordernissen meiner Lebensberufung und die Opfer zu bringen, die zu diesem Weg gehören – mit fröhlichem Herzen.

„Wenn ich meine Berufung im Auge habe, kann ich die Bedürfnisse meiner eigenen Persönlichkeitsentfaltung ruhig aus dem Auge verlieren. Das will er (Gott) mir dann zufallen lassen.“ So umschreibt Christa Meves, was in der Bibel in Matthäus 6,33 steht.

„Adam, wo bist du?“ rief Gott am Abend nach dem Sündenfall im Garten Eden. So berichtet es uns die Bibel. Ich habe oft den Eindruck, Gott würde heute durch unsere Strassen gehen und rufen: „Eva, wo bist du?“ Wo bist du, wenn Gott dich beschenken will mit einer das Leben erfüllenden Berufung? Mutter, wo bist du in deiner Familie? Wo bist du als mütterlicher Mensch an deinem Arbeitsplatz, um die göttliche Gabe der Mutterschaft in einer verwahrlosten Welt zu wagen?
Gaben, die nicht gebraucht werden rosten, wie der Pflug im Winter. Da ist der Rost der Bitterkeit bei der verheirateten Frau über so viel Undankbarkeit und verletzende Gedankenlosigkeit von Mann und Kindern. Da ist der Rost des Selbstmitleides und des Sichausgenutzt-Fühlens bei der Alleinstehenden in Verwandtschaft und Betrieb.
Da ist der Rost der bequemen Lieblosigkeit und Resignation bei der Müdegewordenen. Da ist der Rost der Minderwertigkeitsgefühle bei so vielen „Nur-Hausfrauen“, der sie unfähig macht, ihre Berufung auszuleben.

Wir brauchen keine Minderwertigkeitsgefühle, keine Resignation und Bitterkeit! Wir brauchen einen blanken Pflug für den Acker dieser Welt! Ein in der Vergebung Christi gereinigtes Leben! Wir brauchen Sendungsbewusstsein!
Eine junge Mutter, in einer Konferenz nach ihrem Beruf gefragt, hat dies eindrücklich formuliert: „Ich arbeite in der wichtigsten Werkstatt des Atomzeitalters, wo die Zukunft gestaltet wird und die Gegenwart ihren Gehalt
gewinnt: Ich bin Hausfrau und Mutter von drei Kindern.“

Es ist ein grosser Auftrag, zu dem Gott die Frau in dieser Welt ruft. Wo wir ihn mit ganzem Herzen zu leben wagen, wächst uns ein erfülltes Leben zu, das mit keinen Schätzen dieser Welt zu erkaufen ist. Jesus sagt: „Ich will, dass meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde“, das heisst, dass nichts zu wünschen übrig bleibt. Das ist die Freude, die in der Erfüllung des göttlichen Willens ihre unversiegbare Quelle hat.

 

„Ein Heer liebeshungriger, innerlich und sehr oft auch
Äußerlich verwahrloster Jugendlicher füllt die Wartezimmer
Unserer Psychologen, die Heime und Kliniken für seelische,
moralisch und sexuell verunglückte Kinder.
Unsere Gesellschaft balanciert am Rande des Chaos!“

Das Glück des ganzen Apfels liegt nicht auf der Strasse. Es ist ein Geschenk. Es will erbeten sein. Es beinhaltet die Frage nach unserer Bereitschaft, mit Konflikten umzugehen, Krisen zuzulassen, Spannungsbereitschaft zu entwickeln.

In der Schweiz lebte ein weiser Arzt und Christ: Dr. Paul Thournier. Dem letzten seiner vielen, kostbaren Bücher, die er uns hinterlassen hat, gab er den Titel: „Rückkehr zum Weiblichen – werden Frauen unsere Welt wieder menschlicher machen?“ – Werden wir?

 

Quelle:

Geschäftsmann und Christ 2/98 mit freundlicher Genehmigung von Freifrau von Bibra

 

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450. Halloween – was gibt es denn zu feiern?

Dienstag, 22. September 2015 | Autor:

Lieber Blog Besucher,

mir ist beim lesen dieser folgenden Zeilen der Gedanke gekommen, dass es oft ganz gut ist, wenn man nicht jeden Trend mitmacht. Man lebt ruhiger und gesündern. Viel Spaß beim lesen.

1A MBM Halloween

Vielen Dank an die Marburger Medien für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieses Artikels.

 

 

Vor ein paar Jahren waren es noch grinsende Kürbisfratzen, die vor Halloween in allen Varianten angeboten wurden. Doch als ich mir neulich mal die Auslagen einiger Geschäfte ansah, war ich doch einigermaßen betroffen, was da für Monster zum Verkauf standen. Möglichst gruselig, möglichst blutrünstig und vor allem eklig. „Als ob wir nicht schon genug Angst hätten!“, dachte ich im Weitergehen. Bei der Verkleidung der Kinder kann es nicht gruselig genug sein. Man hat den Eindruck, dass es Jahr für Jahr ein bisschen schockiger sein muss.

Doch ist das nicht komisch? Bei Einbruch der Dunkelheit sollen die Kinder als Monster loslaufen und abends können die gleichen Kinder nicht einschlafen. Es darf auf keinen Fall ganz dunkel sein. Die Tür muss mindestens einen Spalt breit offen bleiben, das Nachtlicht darf nicht ausgemacht werden und die Angst hat viele Herzen fest im Griff.

Harmloses Spiel

Dabei steckt ja hinter Halloween eine echt traurige Geschichte. Sie handelt von Jack o Lantern, also von Jack mit der Laterne. Er soll ein irischer Hufschmied gewesen sein, der die Leute ständig betrogen hat. Am Abend eines 31. Oktober hat er mal wieder in der Kneipe gesoffen, doch plötzlich war der Teufel bei ihm und wollte ihn mitnehmen. Aber Jack hatte einen Trick, mit dem er den Teufel erst mal für ein Jahr loswurde. Als der Teufel nach einem Jahr wiederkam, konnte Jack ihn wieder vertreiben, und der Teufel schwor, für immer die Finger von ihm zu lassen. Schließlich wurde Jack alt und starb. Er wollte in den Himmel, aber da blieb ihm die Tür verschlossen. Also ging er in die Hölle. Doch der Teufel wollte mit ihm auch nichts mehr zu tun haben. Wo sollte Jack nun hin? Der Weg durch die ewige Dunkelheit war finster, einsam und eiskalt. Der Teufel gab Jack noch eine glühende Kohle, die niemals erlosch. Jack steckte die Kohle in eine ausgehöhlte Rübe, die er als Wegzehrung mitgenommen hatte. Seit dieser Zeit wandert der unglückselige Jack mit seiner Rübenlaterne durch die Finsternis. So erzählt es die Legende.

Ist das nicht ein armer Kerl? Der findet kein Zuhause. Der weiß nicht, wo er hingehört. Der erlebt selber Angst und Schrecken und macht anderen Angst und Schrecken. Süßes oder (sonst gibt’s) Saures! Und dem machen es nun alle nach? Ehrlich gesagt: Ich verstehe es nicht. Ich brauche keinen Angstmacher. Ich suche lieber einen Angstvertreiber.

Halloween gibt’s in Deutschland eigentlich erst seit 1986, als die erste große Halloween-Party gefeiert wurde. Eigentlich feiern wir am 31. Oktober aber den „Reformationstag“ und erinnern uns daran, dass Martin Luther vor fast 500 Jahren eine außergewöhnliche Entdeckung gemacht hat. Damals hatten die Menschen viel Angst vor bösen Geistern, vor Hexen und dem Teufel. Angst vor der Hölle. Sogar Angst vor Gott. Sie haben gedacht: Gott fordert ganz viel von mir. Und nur wenn ich ein guter Mensch bin, kann er mich überhaupt annehmen. Und deshalb muss ich mich richtig anstrengen. Aber sie haben auch gespürt: Eigentlich bin ich nie gut genug. Und dann ist Gott böse auf mich. Dann ist Gott gegen mich!

Doch was hat Martin Luther entdeckt, als er im Neuen Testament mehr über Gott gelesen hat? Gott ist ja gar nicht gegen mich, sondern Gott selbst ist für mich. Ich muss kein guter Mensch sein, damit er mich lieb hat, sondern Gott hat mich lieb – und so kann er aus mir einen guten Menschen machen! Ich muss mich nicht anstrengen, um in den Himmel zu kommen, sondern Gott schenkt mir den Himmel. Ich kann den Himmel nur im Glauben festhalten, damit ich das Geschenk nicht verpasse und Gott „Danke“ sage. Deshalb halte ich mich fest an ihn und glaube an ihn. Dann brauche ich keine Angst mehr zu haben, denn Gott selbst vertreibt die Angst.

Gott ist also für uns, das Kreuz macht es sichtbar: Es ist wie ein großes Plus-Zeichen. Aus Minus wird Plus, wenn ich mich an Jesus Christus halte. Da brauche ich keine Angst mehr zu haben. Nicht vor den Träumen in der Nacht, nicht vor bösen Geistern oder dem Teufel, nicht vor dem Tod, vor gar nichts. Gott selbst ist für uns. Mit ihm kann ich die Angst überwinden.

Wir brauchen keinen Jack, der Angst verbreitet, sondern einen Gott, der uns die Angst nimmt. Und das wünsche ich auch Ihnen, dass Sie das entdecken und darüber froh werden: Gott selbst ist für uns – für dich und mich.

Andreas Hellmich

Ist Gott für uns, wer kann dann noch gegen uns sein?

Gott selbst ist für uns, wer will sich dann gegen uns stellen? Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle in den Tod gegeben. Wenn er uns aber den Sohn geschenkt hat, wird er uns dann noch irgendetwas vorenthalten? Wer kann die Menschen anklagen, die Gott erwählt hat? Gott selbst spricht sie frei. Wer kann sie verurteilen? Christus ist für sie gestorben, ja noch mehr: Er ist vom Tod erweckt worden. Er hat seinen Platz an Gottes rechter Seite. Dort tritt er für uns ein.
Ich bin ganz sicher, dass uns nichts von seiner Liebe trennen kann: weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen noch andere gottfeindlichen Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Himmel noch Hölle.
Nichts in der ganzen Welt kann uns jemals trennen von der Liebe Gottes, die uns verbürgt ist in Jesus Christus, unserem Herrn.

Zitat aus dem „Brief an die Römer“, Kapitel 8, Verse 31 ff in einer Auswahl nach der Übersetzung „Gute Nachricht Bibel“

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442. Globalisierung der Wirtschaft

Mittwoch, 24. Juni 2015 | Autor:

Weltweit einkaufen_R_K_by_Thorben Wengert_pixelio.de

Weltweit einkaufen_R_K_by_Thorben Wengert_pixelio.de.

Lieber Blog Besucher,

ein Thema, dass uns nun schon viele Jahre beschäftigt und noch weiterhin beschäftigen wird. Ja, es wird uns regelrecht auf die Füsse fallen, wenn wir falsche Entscheidungen treffen.

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Europa Parlament Straßburg by_Erich Westendarp_pixelio.de.

Ich danke Herrn Claude Schmutz, lic.rer.pol. für diesen Beitrag

Chr. Schmutz

Was ist Globalisierung?

Unter Globalisierung verstehe ich: Ausführen von Aktivitäten, die durch eine zentrale Führung an vielen Orten in der Welt in gleicher oder ähnlicher Art und Weise getätigt und durch internationale (globale) Vernetzung der Kommunikation auf ein gemeinsames Ziel hin gesteuert werden.

Ist dies eine neue Trenderscheinung?

Ich denke nicht. Gerade die wirtschaftlich und wohlstandsmässig privilegierte Position der Schweiz zeigt uns, dass die Globalisierung keine Neuerscheinung ist. Die Schweiz verdient jeden zweiten Franken im Ausland. Ohne Export und globale Aktivitäten vieler schweizerischer Unternehmen hätten wir es nie zu dieser Position gebracht. Dasselbe gilt auch für andere westeuropäische Länder.

Als Konsumenten sind wir schon lange in globale Wirtschaftsbeziehungen eingebunden. Denken wir nur zum Beispiel an Coca Cola, an die Hamburger im McDonald, an die Blumen aus Lateinamerika, die Spielwaren aus Asien oder die Ferienangebote für praktisch jeden Winkel der Welt. Auch in nicht-wirtschaftlichen Bereichen ist die Globalisierung selbstverständlich geworden: das Rote Kreuz, Green Peace, die Medien, internationale Konventionen und vieles mehr.
Globalisierung hat schon lange stattgefunden, man könnte sogar sagen, dass ihr Ursprung in der Weltumsegelung von Fernao Magalhaes, 1521, liegt. Ob als Produzenten, Arbeitnehmer oder Konsumenten, wir Westeuropäer haben davon profitiert, ohne dass es uns beunruhigt hätte. Warum also ist dieses Phänomen seit einigen Jahren zum Dauerthema in den Medien, an Seminarien und am Stammtisch geworden? Warum empfinden wir heute die Globalisierung als etwas grundsätzlich Neues, ja sogar etwas Bedrohliches?

Warum immer mehr Globalisierung?

Wir scheinen zu begreifen, dass die Globalisierung nicht aufzuhalten ist. Jeder und jede ist davon betroffen – direkt oder indirekt. Wir müssen uns damit auseinandersetzen, ob als Individuum, als Gesellschaft oder Nation. Es sind meines Erachtens im Besonderen die folgenden acht Punkte, die die Globalisierung in den letzten Jahren intensivierten:

– Die im Rahmen der GATT beziehungsweise der heutigen WHO liberalisierten Handelsbeziehungen zwischen Ländern und Märkten, vor allem durch den Abbau von Zollhindernissen, sind die zwischenstaatlichen Handelsströme erleichtert.

– Die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie, welche eine weitgehendst freie Wahl der Standorte von Arbeitsplätzen für Forschung, Produktion, Administration und Verwaltung einer Firma erlaubt. Electronic Mail, Natel, Intranet, Internet, Videokonferenz sind solche weltweit vernetzte und zugängliche Informationssysteme.

– Die tiefen Transportkosten, welche für viele Produkte nicht kostenrelevant sind und darum für die Standortwahl kaum mehr eine Rolle spielen.

– Der bei vielen Produktegruppen vor allem durch Grossverteiler ausgelöste Preisdruck nach unten.

– Das von internationalen und börsenkotierten Unternehmen anzuwendende , standardisierte Berichtswesen , welches einen weltweiten , direkten Leistungsvergleich zwischen Firmen zulässt.

– Das große Kostengefälle zwischen Standorten für Unternehmen, ganz besonders in Bezug auf die Lohn- und Sozial-, die Energie-, Land-, Umweltschutzkosten und Steuerbelastungen.

– Die Dynantik (trotz Rückschlägen – wie gegenwärtig in Asien) in Ausbildung, Arbeitswillen und Wohlstandsstreben in vielen sich entwickelnden Ländern Osteuropas, Lateinamerikas und Asiens (insbesondere China), welche die Standortkonkurrenz gegenüber Europa massiv verstärkt.

– Die Entwicklung von stärkeren und selbstbewussten Wirtschaftsblöcken in Lateinamerika und Asien, welche die traditionelle Dominanz und Arroganz des Westens abzuschütteln beginnen.

Konsequenzen aus der Globalisierung?

Makroökonomische Folgen: Es besteht heute eine globale Standortattraktivitätskonkurrenz. Das bedeutet, bisher stark benachteiligte Länder können heute aktiv in der Weltwirtschaft mitmachen. Ein internationales Unternehmen kann ohne Probleme zwischen weltweit verstreuten Standorten für eine bestimmte Aktivität auswählen. In Anbetracht der Kostenunterschiede zu Ländern in Asien oder Osteuropa werden in der Schweiz kurz- bis mittelfristig keine Aktivitäten mit geringer Wertschöpfung mehr überleben können. Für die global agierende Unternehmung ist dies allerdings kein Nachteil.

Mikroökonomische Folgen: Regional und lokal operierende Firmen können j e nach Standort-Situation als Folge dieser Entwicklung profitieren (kostengünstige Orte) oder verlieren (teure Standorte).

Folgen für das Individuum: Die Mobilität der Arbeitnehmer ist unvergleichlich tiefer als die der Arbeitsplätze. Die Technik hat einen Punkt erreicht, der eine noch nie dagewesene Mobilität der Arbeitsplätze ermöglicht. Es ist heute möglich, in wenigen Wochen oder Tagen, eine bestimmte Tätigkeit von der Schweiz nach zum Beispiel Thailand zu verlegen. Ob der Arbeitnehmer die Verlegung mitmachen kann oder will, ist oft nicht entscheidend. Dazu kommt eine interne Konkurrenzierung der Mitarbeiter in internationalen Firmen für eine bestimmte Stelle im Konzern.
„Durch die immer größer werdende Konkurrenz wächst auch die Notwendigkeit einer stetigen Verbesserung der Produktivität der westlichen Firmen.
Dies führt, verstärkt durch die Rezession, zum Abbau von Arbeitsplätzen in Ländern mit hohen Lohn – und Sozialkosten. Wir sind Krisen nicht mehr gewohnt.
Wir hängen am Wohlstand und leiden unter Wertezerfall und Orientierungslosigkeit.“
Die Nationalität spielt meistens keine Rolle mehr. Damit wird der Arbeitnehmer vermehrt zum Spielball und Opfer dieser globalen Entwicklung; er hat keinen wirklichen Einfluss auf das Geschehen und Entscheiden.

Gesellschaftliche folgen: Der Dynamik und Wohlstandsvision asiatischer, osteuropäischer und anderer sich entwickelnder Länder stehen Schwerfälligkeit, Besitzstand­ denken, mangelnder Wille zum radikalen Umdenken und das Fehlen einer Vision für eine nach-materialistische Epoche in den westlichen Ländern gegenüber. Unsere Haltung ist meist von Pessimismus und Erstarrung geprägt. Wir verdrängen die notwendige Erkenntnis, dass die postmoderne Epoche mit Materialismus, Selbstverwirklichung, Egoismus, Pluralismus, Individualismus, Antiautorität und Wertezerfall für die Herausforderung der Gegenwart und Zukunft keine Lösung anbietet. Durch die immer grösser werdende Konkurrenz wächst auch die Notwendigkeit einer stetigen Verbesserung der Produktivität der westlichen Firmen. Dies führt, verstärkt durch die Rezession, zum Abbau von Arbeitsplätzen in Ländern mit hohen Lohn- und Sozialkosten. Wir sind Krisen nicht mehr gewohnt. Wir hängen am Wohlstand und leiden unter Wertezerfall und Orientierungslosigkeit. Mehr und mehr realisieren wir, dass als Folge der Entwicklungen in der weltweiten Handelsordnung, der Informations- und Kommunikationstechnologie und der Wissenschaft bedeutende Umwälzungen stattfinden, die unsere Gesellschaft und damit auch unser Leben verändern. Diese Erscheinungen führen dazu, dass wir uns bedroht, ängstlich, hoffnungslos fühlen.

Quo vadis?

Der Philosoph Karl Jasper drückte es einmal so aus: «Die Hoffnungslosigkeit ist schon die vorweggenommene Niederlage.» Eine Situations-Analyse in den westeuropäischen Ländern lässt gegenwärtig wenig Aussicht auf eine erfolgreiche Neuorientierung zu. Die Charakteristiken unserer heutigen Gesellschaft – Pluralismus, Individualismus und Egoismus gekoppelt mit einer überbordenden Toleranz und dem Wertezerfall – verunmöglichen das notwendige Herumreißen des Steuers zur Krisenbewältigung.

Auch haben wir uns als lndividuen und als Gesellschaft als Folge der Aufklärung und des Humanismus und Materialismus immer mehr von unserer christlichen Basis entfernt. Die heute zutreffenden Charakteristiken unserer Gesellschaft stehen im krassen Widerspruch
zu den christlichen Werten und Grundsätzen, wie sie in der Bibel stehen. Wir haben Gott, Jesus Christus und seine Botschaft aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft weitgehend verdrängt und sie durch «menschliche Machbarkeit» ersetzt.

Wer in der Bibel etwas belesen ist, weiß, dass das Volk Israel in seiner Geschichte öfters in schlimme Krisensituationen geraten ist, die sich durch Furcht, Lähmung und Leid manifestiert haben. Es waren immer Zeiten, in denen sich das Volk Israel von Gott entfernt hatte, sich selbst verwirklichen wollte, andere Götter anbetete und einen Zerfall von Werten und Moral erlebte. Und immer, wenn das Volk zu Gott zurückfand, erlebte es eine neue Dynamik, raffte es sich auf und bewältigte die Krise.

Was das Volk Israel im Alten Testament erlebte, erlebten und erleben auch Gruppen und Menschen unter dem Neuen Testament und auch heute. In Gebieten von großer Bedrohung durch die Natur, wie zum Bei­ spiel in den tiefen Tälern des Tessins, stehen in jedem kleinsten Weiler Kapellen und Kirchen. Ist das nicht Ausdruck dafür, dass die damaligen Talbewohner wussten, dass sie zum Gewinnen des ständigen Kampfes in einem bedrohlichen Umfeld, Gottes Gegenwart und Hilfe brauchen? Er allein ist die echte Quelle der Kraft und Hoffnung.

Welche Quelle für Kraft, Hoffnung, Vertrauen und Liebe haben Sie? Die deutsche Pädagogin und Autorin, Christa Meves, schrieb: «Weil der christliche Glaube fehlt, ist heute die Familie, morgen die Zukunft in Gefahr!» Warum nehmen so wenige die Bibel zur Hand, um Gottes Anweisungen zu Rate zu ziehen? Jeder von uns ist frei, sich zu entscheiden, ob er sich wieder auf die christliche Basis und auf biblische Werte besinnen will. Wir können uns entscheiden. Das ist doch eine Chance!

Persönliches

Vor einigen Jahren traf ich, nach einem längeren Prozess, die Entscheidung, mein Leben Gott und Jesus Christus anzuvertrauen. Dies war der bedeutendste Beschluss in meinem von wichtigen Entscheidungen geprägten Leben.

Mein Leben verlief in jeder Beziehung erfreulich und erfolgreich, bis sich, als Folge von Veränderungen in meinem beruflichen und privaten Umfeld, Spannung und Stress stark erhöhten. Ich war achtlos und nicht auf die Auswirkungen solcher Veränderungen eingestellt. Die Folge davon waren «Burnout »-Symptome. Ich fühlte mich ausgebrannt, ich befand mich in einer großen Krise. Zum ersten Mal in meinem Leben merkte ich, dass ich nicht mehr alles unter Kontrolle hatte. Auch unsere damals achtzehnjährige Tochter hatte sich verändert. Sie hatte an einer Evangelisation teilgenommen und die frohe Botschaft von Jesus Christus gehört und ihm ihr Leben anvertraut. Auch meine Frau halle nach jahrelangem Suchen nach dem Sinn des Lebens in asiatischen Religionen und Esoterik die entscheidenden Antworten in der Bibel gefunden. Durch Freunde kamen wir mit der Internationalen Vereinigung Christlicher Geschäftsleute (IVCG) in Kontakt.

„Mehr und mehr realisieren wir, dass als Folge der Entwicklungen in der weltweiten Handelsordnung, der lnformations – und Kommunikationstechnologie und der Wissenschaft bedeutende Umwälzungen stattfinden, die unsere Gesellschaft und damit auch unser Leben verändern. Diese Erscheinungen führen dazu, dass wir uns bedroht ängstlich, hoffnungslos fühlen.

Wir besuchten Vortragstreffen und auch eine Gesprächsrunde, wo man mit der Bibel und dem christlichen Glauben vertraut gemacht wurde. Dabei kam auch ich zum «Turnaround » meines Lebens.

Es waren die ersten Verse im 1. Korintherbrief, im dreizehnten Kapitel, die meine Staumauer der Frustration, von Stress, Aggressivität, Ungeduld und zunehmender Lieblosigkeit zum Einsturz brachten: «Liebe ist geduldig und freundlich. Sie kennt keinen Neid, keine Selbstsucht. Sie prahlt nicht und ist nicht überheblich. Liebe ist weder
verletzend noch auf sich selbst bedacht, weder reizbar noch nachtragend. Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Diese Liebe erträgt alles, sie glaubt alles und hält allem stand.»

Ich verglich diese Aussagen mit meiner Realität; und ich kam zum Schluss, dass ich Jesus Christus für einen Neuanfang brauchte. Die Bereinigung meiner Beziehung zu Gott war das wichtigste Ereignis meines Lebens. Begriffe wie Sinn des Lebens, christliche Liebe, Vergebung, Dankbarkeit sind in meinem Privat- wie Berufsleben zu erlebbaren Werten geworden. Mein Leben hat ein Ziel, da ist Hoffnung und Kraft für den Alltag. Trotz anwachsender Verantwortung bin ich gelassener und ruhiger, ein besserer Ehemann, Vater und Chef geworden. Auch kann ich mit Veränderung besser umgehen. Ich erlebe, was in Psalm 27 steht:
«Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen?»

Als Menschen, die mit Gott durch Jesus Christus in einer bereinigten Beziehung leben, erfüllen wir die Anforderungen zum Meistern von Krisensituationen. So eröffnet sich die Chance, aus unserer Krise herauszukommen. Hilfe kommt nicht im Warten, dass unsere Politiker und andere Verantwortliche in unserer Gesellschaft Lösungsmodelle finden, sondern Hilfe beginnt bei mir selber. Ich muss zu mir und über mich selber ehrlich werden und dann den Willen und Mut zur Neuorientierung haben. Tiefgreifende Veränderung im persönlichen Leben geschieht durch den Heiligen Geist, den Gott jedem schenkt, der sein Leben Jesus Christus anvertraut.
Der Einzelne wiederum hat Einfluss auf sein Umfeld: Sei es als Ehepartner, Familienvater, Mutter, Stimmbürger, Politiker, Berufsmann oder Berufsfrau. Die Summe der veränderten Einzelpersonen verändert unsere Gesellschaft aus ihrer Erstarrung und dem herrschenden Negativismus. Dann werden wir Globalisierung nicht mehr als Bedrohung, sondern als neue Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit und der Entwicklung sehen. Wir werden in der Lage sein, Herausforderungen anzunehmen, weil wir Heimat und Geborgenheit und eine Quelle bei Gott gefunden haben

 

 

Die Hoffnungslosigkeit ist schon die vorweggenommene Niederlage.

Karl Jaspers, Philosoph

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