Home

Autorenarchiv

595. Ehe für alle – die Dämme in Deutschland werden brechen

Donnerstag, 29. Juni 2017 | Autor:

Die Flut der Sünde läßt die Dämme brechen

 

Liebe Blogbesucher,

es ist ungeheuerlich was eine „christliche“ Bundeskanzlerin vor wenigen Tagen über die Köpfe der eigenen Parteimitglieder hinweg entschieden hat. „EHE für ALLE!“ Das heißt, Frau Merkel stellt sich gegen Gottes Wort. Wenn eine Bundeskanzlerin die Grundpfeiler der Gesellschaft auflöst, nur weil eine kleine Minderheit seit Jahren versucht unser Volk vor sich herzu treiben, dann ist das Mass an Toleranz entdeutig überschritten. Im Blick auf die kommende Bundestagwahl gibt es nur noch eine einzige Partei die wählbar ist, nämlich „Bündnis C“.

 

Zum Nachdenken hier einmal ein Satz von

  • Paul Popenoe, Begründer und Präsident von „Emeritus“ des Amerikanischen Instituts für Beziehungen in der Familie sagte einmal:

Keine Gesellschaft hat je überlebt, nachdem ihr Familienleben zerfallen ist.

Familie_by_Alexandra H._pixelio.de

Ich gebe Ihnen hier einmal eine Betrachtung von Dennis Riehle und Peter Ischka. Ich bedanke mich bei beiden Herren für die freundliche Genehmigung zum Abdruck dieses Beitrages.

Quelle:

 

Ich wünsche allen Mitgliedern des Bundestags eine echte Freiheit zu einem sensiblen Gewissen für die Abstimmung zur sogenannten „Ehe für alle“:
Dazu zitiere ich einen Ausschnitt eines Artikels eines homosexuellen Journalisten und Blogger Dennis Riehle (Erschienen in der Z 17/18) Also Homosexueller bringt er interessante Gedanken zur Homo-Ehe.

 

Wikipedia Montrealais aus Z2 Homo Ehe

 

Regierung lässt sich von Lobby treiben
Ich bin besorgt darüber, dass Minister und Funktionsträger sich treiben lassen von der sogenannten „Schwulenund Lesben-Bewegung“. Da ist die Keule der „Toleranz“, die Drohung, jeden als menschenverachtend oder inhuman zu brandmarken, der so manche Forderung kritisch hinterfragt – und mit dieser Toleranzkeule wird ein Druck aufgebaut, der über die aus meiner Perspektive zulässige Lobbyarbeit weit hinausgeht. In einem demokratischen und vielschichtigen Miteinander müssen die Interessen der Minderheiten vertreten werden; aber es braucht auch den Schutz vor einem Diktat der Weltanschauungen.

 

Dass jede heterosexuelle Verbindung der homosexuellen „überlegen“ ist – nicht in der Liebe, wohl aber in ihrer Bedeutung für die Fortpflanzung und damit den existenziellen Fortbestand der Menschheit –, erachte auch ich als eine Tatsache, die nach meiner Auffassung keines Widerspruchs bedürfte. Daraus leitet sich für mich auch der besondere Stand der heterosexuellen Ehe ab, den unsere Verfassung definiert; die Unterscheidung zu einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft halte ich schon deshalb für notwendig, weil diese sich nicht nur in sexueller Hinsicht, sondern auch aus der Evolution heraus als vollkommen gestaltete Ergänzung präsentiert, sowohl praktisch als auch ideell gesehen.

 

Es ereilt mich oftmals der Eindruck, wonach die von der Homo-Lobby geforderten Ansprüche nicht in erster Linie für das Wohl des repräsentierten Klientels stehen, sondern in der politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung als Machtinstrument dienen.

 

Gerade beim Thema der gleichgeschlechtlichen Ehe wird der Druck auf die Politik ständig erhöht. Ich halte dagegen: Verdeutlicht man sich, welche Gedanken die Verfasser des Grundgesetzes sich gemacht haben, bleibt aus meiner Sicht die Würdigung der „klassischen“ Ehe in Artikel 6 ein Anliegen, das einer modernen „Zeitgeist“-Phase trotzt. Die Bindung zwischen Mann und Frau scheint mir nicht nur aus sexueller (und damit gleichsam natürlicher) Sicht privilegiert als eine einzigartige und hervorgehobene Harmonie, sie bleibt wohl auch die mehrheitliche Form des Zusammenlebens.

 

Obwohl – oder vielleicht auch gerade weil – ich homosexuell empfinde, gehört es für mich zur Selbstverständlichkeit, dass die heterosexuelle Verbindung für mich das Pendant darstellt, das auch in der Evolution überwiegt – wohl aus gutem, durchdachtem Grund. Nicht nur sexuelle Praktiken offenbaren uns: Zwischen Mann und Frau schmiegt sich ein Arrangement, das füreinander geschaffen scheint – während es zwischen Menschen des gleichen Geschlechts eher schmerzt. Auch dies wiederum bedeutet nicht, dass man diese anderen Formen der menschlichen Verknüpfung verunglimpfen sollte. Doch mir bleibt in der derzeitigen Debatte verborgen, weshalb eine offenkundige Synthese nicht auch weiterhin exklusiven Schutz genießen soll. Die Hervorhebung der heterosexuellen Ehe muss auch fortan legitim sein – und eben nicht nur, weil sie Garant für die Fortentwicklung der Menschheit ist, sondern weil sie sich in ihrer gegenseitigen Fügung idealtypisch abhebt.

 

Beim Adoptionsrecht die Kirche im Dorf lassen

 

Und so komme ich in dieser Diskussion auch zu dem Schluss: In Anbetracht der Tatsache, dass es viel weniger Kinder gibt, die zur Adoption bereitstehen, als adoptionswillige Elternpaare, wage ich zu bezweifeln, ob es wirklich notwendig ist, gleichgeschlechtlichen Paaren das uneingeschränkte Adoptionsrecht zuzuerkennen. Die Studienlage lässt mehrheitlich die Einschätzung zu, dass ein Aufwachsen in einer homosexuellen Beziehung für die Kleinen keine negative Folgen hat. Untersuchungen zeigen aber auch: Einerseits ist es problematisch, die soziale Elternschaft durch zwei gleichgeschlechtliche Partner mit der biologischen gleichzusetzen (wovon das Modell der „Patchwork“-Familie unberührt bleibt). Dies liegt nicht an äußeren Faktoren, wie vielfach vermutet, also nicht an Tendenzen des gesellschaftlichen Umfelds, diese Kinder auszugrenzen. Viel eher liegt es daran, dass Grundbedürfnisse unbefriedigt bleiben: Ein entsprechend höherer Orientierungsbedarf im Kindesalter verzerrt die Startchancen.

 

Unbestritten bleibt für mich daher: Mütter und Väter, die Nachwuchs selbst zeugen, bedürfen einer Privilegierung. Wiederum bedeutet solch ein Schritt keineswegs, dass dadurch Alleinlebende (zu denen ich selbst gehöre) oder kinderlose Paare (die oftmals ganz ungewollt auf Nachwuchs verzichten müssen) verurteilt würden; aber ich meine, im Blick auf die Nachhaltigkeit unseres gesellschaftlichen Fortbestands und seine demografische Versorgung ist es nur normal, denjenigen, die Kinder zur Welt bringen und selbst erziehen, ausdrücklich zu danken in Form von öffentlicher Protektion. Wir sollten uns vergegenwärtigen, dass spezifische Rechtsvorteile für bestimmte Personenkreise keine Diskriminierung nach sich ziehen, solange es um einen Mehrwert geht, der dem Rest keinen existenziellen Nachteil bringt.

 

Der komplette Artikel ist im Magazin Z 17/18 enthalten.
Peter Ischka Redaktion „Z für Zukunft“ www.ZwieZukunft.de

 

In Deutschland sind wir auf dem besten Weg zu diesen Zuständen

 

Wenn die Menschen gottlos leben sind:

– die Sitten zügellos

– die Mode schamlos

– die Lügen grenzenlos

– die Verbrechen maßlos

– die Völker friedlos

– die Schulden zahllos

– die Regierungen ratlos

– die Poltik charkterlos

– die Konferenzen endlos

– die Aussichten trostlos

– die Kirchen kraftlos

– die Christen gebetslos

 

Gemälde von Michael Willfort

Eines aber ist klar:

 

Gott sitzt im Regiment!

 

Thema: Zeitgeist | Beitrag kommentieren

594. Zurück zum Kreuz – Bussbekenntnis und Gewissensspiegel

Mittwoch, 31. Mai 2017 | Autor:

 

 

Liebe Blog Besucher,

als mir eine Abschrift dieses Bussbekenntnisses am 30.04.17 beim Gebetstag in Nürnberg in die Hand gedrückt wurde und ich den Text verinnerlicht hatte, war für mich klar, dass man diese Worte einer größeren Öffentlichkeit bekannt machen sollte. Dies tue ich hiermit.

 

Gemälde von Michael Wilfort

 

Ich bedanke mich bei der Evangelischen Marienschwesterschaft Darmstadt und bei Sr. Joela Krüger sehr herzlich für die Genehmigung.

 

Unser Herr Jesus Christus,

Dein Passionsweg begann in Gethsemane mit schlafenden Jüngern. Auch wir gehören zu den Schlafenden, die Dich oft allein lassen, wenn wir wachen und beten sollten.

Du wurdest durch den falschen Kuss eines Freundes an Deine Feinde ausgeliefert. Wir sind Deine Freunde und dennoch in Gefahr, Dich zu verraten, oder wie Petrus Dich zu verleugnen, wenn uns das Bekenntnis zu Dir etwas kostet.

Du warst auf Deinem Weg ständig von falschen Zeugen umgeben und hast umsonst auf das Zeugnis der Liebe zu Dir gewartet. Du wartest auch heute auf uns – so oft vergeblich.

Wie Petrus Dich in falschem Eifer mit dem Schwert verteidigt hat, so haben auch wir Dich immer wieder durch Worte und Werke mit falschen Mitteln verteidigt.

Unsere Väter und Vorväter haben in Deinem Namen Völker mit Waffen angegriffen und unterworfen.

Unser Streiten und Rechthaben hat Spaltungen über Spaltungen verursacht, die Deinen Leib, die Gemeinde, bis heute geschwächt und zerrissen haben. Dadurch haben wir dem Zeugnis von Dir vor der Welt zutiefst geschadet.

Wie Pilatus die Freundschaft des Kaisers nicht verlieren wollte, so sind wir Christen im Lauf unserer Geschichte falsche Bündnisse eingegangen und haben uns auf die Mächtigen und Einflussreichen dieser Welt verlassen, anstatt unser Vertrauen auf Dich zu setzen.

Unsere menschliche Weisheit ohne Gottesfurcht hat uns zu Fall gebracht. Bis heute spielt wirtschafts- und machtpolitisches Denken bei Entscheidungen die wichtigste Rolle. Dieses Denken prägt auch unser eigenes Verhalten.

Obwohl wir Dich als König und Herrn Deiner Kirche ehren, eifern wir zugleich um die „ersten Plätze“, um die Bedeutung und Größe unseres Namens, unseres Werkes, unserer Gemeinde. Die Heiligung Deines Namens, das Kommen Deines Reiches und das Tun Deines Willens stehen nicht an erster Stelle.

Obwohl wir Dich als Haupt Deiner Gemeinde ehren, haben wir Deine Verhöhnung unter der Dornenkrone als Judenkönig fortgesetzt, indem wir Dein Volk verachtet und verspottet haben.

Die Schuldangabe „Jesus von Nazareth, König der Juden“ wurde nicht von Juden, sondern von Römern ans Kreuz von Golgatha genagelt. Dieser Spott-Titel, der die Hölle zum Zittern gebracht hat, ist in der Christenheit nicht zum Ehrentitel gemacht worden.

Darum konnte in unseren Nationen das Wort „Jude“ schon in den ersten Jahrhunderten zu einem Schimpfwort werden und die Ersatztheologie in unseren Kirchen und Gemeinden weiten Eingang finden.

So ist das Kreuz, Zeichen des Heils und der Erlösung, für Gottes „erstgeborenen Sohn Israel“ (2.Mose 4,22) zu einem Zeichen von Angst, Schrecken, Erniedrigung, Verfolgung, Gewalt und Tod geworden. Wir haben jüdisches Blut vergossen, obwohl wir durch Dein Blut aus der Macht der Finsternis errettet worden sind.

Als Deutschland durch die Nürnberger Rassengesetze vom jüdischen Blut „gereinigt“ werden sollte, haben sich unsere Landeskirchen der Einführung des Arierparagraphen zumeist nicht widersetzt, sondern bei der Durchführung vielfach geholfen. Als die Synagogen brannten, haben Juden umsonst auf den Beistand der Kirche gewartet.

Wir haben das Heil von einem falschen Messias erwartet, ihm zugejubelt und millionenfach „Heil“ gewünscht, anstatt unser Heil allein von Dir zu erwarten.

Wir erkennen und beklagen die Verführbarkeit unseres Volkes von damals – und sind zumeist blind für die Verführungen von heute.

Juden, die an Dich, ihren Messias, glauben, werden vom Evangelischen Kirchentag in Deutschland ausgeschlossen und nicht als wichtiger fehlender Teil Deiner Gemeinde willkommen geheißen. Aus falscher Rücksichtnahme auf den interreligiösen Dialog sieht unsere evangelische Kirche keine Notwendigkeit, Dich als Messias Deinem Volk lieb zu machen und zu bezeugen.

Wir räumen unseren Kultur-Denkmälern einen größeren Stellenwert ein als Dir und der Ehrung Deines heiligen Namens. Die „Judensau“ an Luthers Pfarrkirche in Wittenberg und an anderen Gotteshäusern in unserem Land gehören dazu.

Damals haben sich von Eisenach aus Theologen um die Entjudung Deines Wortes bemüht, doch heute vergreift sich unsere Kirche auf andere Weise am Schatz des Wortes Gottes.

Auch wenn wir uns rühmen, das Land der Reformation zu sein und von Martin Luthers „Sola Scriptura“ wissen, haben wir besonders hier in Deutschland unsere Intelligenz immer wieder dazu missbraucht, selbst entscheiden zu wollen, was vom Wort Gottes heute gültig ist und was nicht.

Von unserem Land aus ist die liberale Theologie bis in die fernsten Missionsländer hinein verbreitet worden und hat unermesslichen Schaden angerichtet.

Unsere Völker haben die Zehn Gebote vom Sinai weitgehend für ungültig erklärt. Wir zittern nicht mehr vor Dir und Deiner Heiligkeit. Selbst als Christen gehen wir Kompromisse ein und wagen oft nicht, Sünde Sünde zu nennen, obwohl Du uns am Kreuz von ihrer Knechtschaft erlöst hast.

In dem berechtigten Bemühen um Einheit unter den christlichen Konfessionen haben wir oft nicht den Mut zu bekennen, dass wir zum Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs gehören, der mit Mohammeds Allah nichts gemeinsam hat. So konnte ein unklarer Ökumene-Begriff um sich greifen, wodurch Kirchen und Gemeinden orientierungslos geworden sind.

Wir beklagen die Euthanasie von damals – und setzen sie dennoch heute fort.

Wir beklagen das Massenmorden von damals – und haben uns an das Morden im Mutterleib gewöhnt.

Wir sind mit schuld daran, dass heute schon in Kindergärten, an Schulen und in Ausbildungsstätten Kinder und Jugendliche verführt werden.

Unter dem Anspruch von Gleichberechtigungspolitik konnte Gender Mainstreaming unsere Gesetzgebung durchdringen. Wir beklagen das Schweigen von damals – und schweigen oft auch heute, wenn wir reden sollten.

Durch einseitige Wortverkündigung haben wir uns auf unser eigenes Wohlbefinden konzentriert. Auf diesem Weg sind wir weitgehend Deiner Aufforderung zu Buße, Selbstverleugnung und Kreuznachfolge ausgewichen und zu „Feinden des Kreuzes Christi“ geworden.

Angesichts der Leiden von Millionen verfolgter Christen heute müssen wir bekennen, dass wir uns weit davon entfernt haben, Dir unser Leben bis zur Verfolgung und Todesbereitschaft zur Verfügung zu stellen.

Gemeinde: Jesus von Nazareth, König der Juden, unser dornengekrönter Erlöser, erbarme Dich über uns! Hilf uns zu wahrer Umkehr und einem Neuanfang durch Dein kostbares Blut. Amen.

 

Thema: Denke einmal nach! | Beitrag kommentieren

593. Die Judensau ist eine Schande für Deutschland

Dienstag, 30. Mai 2017 | Autor:

Schmährelief Judensau in Wittenberg

Liebe Blog Besucher,

wenn ein Volk Grund hat Schandmale wie die Judensau an sogenannten Gotteshäusern in Deutschland zu entfernen, dann sind es wir Deutschen. Was geschieht aber stattdessen. Diese Judenfeindlichen Darstellungen werden von den Kirchenoberen mit skurilen Äußerungen verteidigt. Eine Schande mehr will ich dazu nicht sagen. Lesen Sie selbst die nachfolgenden Stellungnahmen.

Bedanken will ich mich bei Pfarrer Thomas Piehler  Pavillon der Hoffnung, Leipzig bei der Evangelischen Marienschwesternschaft aus Darmstadt und bei Rosemarie Stresemann Wächterruf für die Genehmigung der Beiträge.

Beitrag von Rosemarie Stresemann – Wächterruf

Geheiligt werde dein Name

In einem öffentlichen Schreiben haben die Marienschwestern gemeinsam mit der internationalen Bußbewegung „Wittenberg2017“ die Entfernung einer Spottskulptur an der Stadtkirche Wittenberg gefordert.

http://tinyurl.com/hxcquz4

Auch die GGE hat sich dieser Forderung angeschlossen.

An der Stadtkirche zu Wittenberg ist noch immer eine aus dem Mittelalter stammende und ungeheuer ehrverletzende sogenannte “Judensau” angebracht. Die Juden und ihr Glaube wurden von der Kirche schon vor Luther mit dem unreinen Schwein in Verbindung gebracht. Luther heizte den Judenhass in seinen Spätschriften weiter an, nahm Bezug auf die damals schon an der Kirche vorhandene Spottkultur einer Sau. An deren Zitzen saugen Juden.

Luther schrieb: „…hinter der Sau steht ein Rabbiner, der hebt der Sau das rechte Bein empor und guckt… der Sau unter den Schwanz in den Talmud hinein…Von dort her haben sie bestimmt ihren ´Schem Hamphoras`.“ Das ist eine ungeheuerliche Schändung des Namens Gottes, denn „Schem Hamphoras“ ist der jüdische Ausdruck für den allerheiligsten Gottesnamen.

Über die Sau an der Wittenberger Stadtkirche wurde dann in Bezug auf Luther später in goldenen Lettern geschrieben: „Rabini Schem HaMphoras“. Gott hat seinen eigenen Namen mit seinem Volk verbunden (Jesaja 48,8b -11). Die Ehre seines Namens ist für immer mit dem Volk Israel verbunden. Gott sagte prophetisch seinem Volk zu, dass er selber dafür eifern wird, die Ehre seines Namens wiederherzustellen.

Seit 700 Jahren werden so an mehr als 25 Kirchen und Domen in Deutschland

 

Petition – bitte unterschreiben Sie wenn Sie darüber Klarheit haben.

http://tinyurl.com/n5sga6q

mit diesem Motiv öffentlich Juden und ihre Religion auf das Übelste entehrt und der heiligste Gottesnamen geschmäht. Alle Gespräche und Eingaben bei der EKD und den Verantwortlichen in Wittenberg haben bisher nicht zu einer Entfernung der Skulptur geführt. Der messianische Theologe Dr. Richard Harvey hat daher eine Online Petition zur Entfernung gestartet:

http://tinyurl.com/zcr9kqr

Gebet:

Bitte um Vergebung über die Schmähung des Heiligen Gottesnamens in der Verspottung der Juden (Hes 36,20-25)

Bitte um Wiederherstellung Seiner Ehre, indem das jüdische Volk geehrt wird und die Skulptur entfernt wird (Mt 6,9; Ps 96,6-8)

Dass unsere Augen geöffnet werden und die Kirche Jesu Christi fähig wird, tiefere Buße zu tun (Joe 2,13)

 

Wittenberg Mahnwache

 

Aufruf zu Stillen Mahnwachen auf dem Markt zu Wittenberg:

Jeweils Mittwoch, vom 17. Mai – 21. Juni 2017, 15-19 Uhr

 

Initiatoren der Stillen Mahnwachen sind Pfarrer Thomas Piehler (Pavillon der Hoffnung, Leipzig) und Schwester Joela Krüger (Evangelische Marienschwesternschaft, Darmstadt).

Die Initiatoren sind überzeugt, dass im Jahr des Reformationsjubiläums die Zeit gekommen ist, ein deutliches Zeichen gegen den neu aufflammenden Antisemitismus in Deutschland zu setzen. Wir rufen die Verantwortlichen auf, das Schmährelief Judensau von der Kirche zu entfernen und in ein Museum gegen Antisemitismus zu integrieren. Luthers Antisemitismus sollte nicht länger „in Stein gehauen“ bleiben. Die Evangelische Kirche in Deutschland trägt eine besondere Verantwortung, Antisemitismus in jeglicher Form entschieden entgegen zu treten. Das Festhalten an der dargestellten Judensau wäre ein tragisches Fehlsignal an die Gesellschaft und für unsere jüdischen Mitbürger. Schwester Joela Krüger schreibt: „Martin Luthers späte Schriften gehören zum Beleidigendsten und Verletzendsten, was jemals von einem anerkannten christlichen Theologen Juden gegenüber geäußert wurde und haben tiefe Spuren hinterlassen, wodurch die lutherische Tradition jahrhundertelang geprägt und belastet wurde“. Angesichts  dieser Vergangenheit und des neu aufflammenden Antisemitismus in der Gegenwart sind die Verantwortlichen gerufen, ein unübersehbares Zeichen der Achtung und Freundschaft gegenüber jüdischer Religion und Kultur zu setzen. Die Welt schaut 2017 nach Wittenberg. Weltweit würde dieses Signal (Abnahme der Judensau) im Jubiläumsjahr zur Reformation wahrgenommen und verstanden: Nie wieder Antisemitismus und Judenhass!

 

Organisatorische und inhaltliche Hinweise für die Stillen Mahnwachen auf dem Markt zu Wittenberg:

  • Wir laden besonders herzlich zum Auftakt der Mahnwachen am 17. Mai 2017 zwischen 15 und 19 Uhr ein!
  • Die Initiatoren stellen Transparente, Schrifttafeln und Flyer zur Verfügung

und bitten, auf selbst mitgebrachte Transparente und Fahnensymbole zu verzichten.

  • Die Bezeichnung „Stille“ Mahnwachen beschreibt das Anliegen: in der Stille wollen wir auf das „Bündnis zur Abnahme der Judensau im Reformationsjahr 2017“ hinweisen. Wir laden nicht zu einer Diskussionsveranstaltung ein. Die von den Initiatoren bereitgestellten Transparente werden das Anliegen deutlich unterstreichen.
  • Jeder ist willkommen, auch wenn nur eine verkürzte Zeit der Teilnahme möglich wäre.
  • Jeweils am Ende der Mahnwache gehen wir zur Stadtkirche St.Marien, um in der Stille mahnend gegen das Schmährelief zu protestieren.

 

Judensau Sebalduskirche Nürnberg

 

Der Kirchenvorstand der Sebalduskirche in Nürnberg hat am Informationsstand im Kircheninneren eine Broschüre ausgelegt die diese ganze Thematik erklären soll.

Ich zitiere diese Erklärung:

Das „Judensau“ Schmähbild aus dem Spätmittelalter drückt den Judenhass aus, der die Schoa vorbereitet hat. Im selben Ungeist sind jüdische Bürger Nürnbergs bis ins 20. Jahrhundert verachtet und verteufelt, vertrieben und vernichtet worden. Voller Scham verbeugen wir uns vor den Millionen Opfern des Judenshasse. Wir bitten sie und unseren gemeinsamen Gott um Vergebung.

Was soll ein solches Bekenntnis wenn dann keine Busse – d.h. Umkehr – erfolgt. Es wäre ein folgenrichter Schritt, diese Darstellung am Ostchor der Sebalduskirche abzunehmen. Wenn man ein solches Schandbild als christliche Kirche dennoch hängen läßt, dann kann man nur die Frage stellen, wie ehrlich sind solche Erklärungen wirklich.

 

M.T.

 

 

Thema: Deutschland wach auf! | Beitrag kommentieren

591. Was sagt die Bibel über Homosexualität?

Dienstag, 30. Mai 2017 | Autor:

Liebe Blog Besucher,

die nachfolgende Stellungnahme sagt das Wesentliche aus. Man könnte dazu noch einiges sagen, aber viele sogenannte „Experten“ haben dazu schon viele Aussagen gemacht, und darum will ich keine weiteren hinzu fügen.

 

 

Frage: „Was sagt die Bibel über Homosexualität? Ist Homosexualität Sünde?“

Antwort: In der Bibel steht durchweg, dass homosexuelle Aktivität Sünde ist ( 1. Mose 19,1-13; 3.Mose 18,22; Römer 1,26-27; 1.Korinther 6,9). Im Römerbrief 1,26-27 lernen wir insbesondere, dass Homosexualität ein Resultat der Ablehnung und des Ungehorsams Gott gegenüber ist. Wenn ein Mensch in Sünde und im Unglauben lebt, steht in der Bibel, dass Gott sie an verruchtere und entartete Sünde “weitergibt”, um ihnen die Sinnlosigkeit und Hoffnungslosigkeit eines Lebens ohne Gott aufzuzeigen. 1. Korinther 6,9 sagt aus, dass Homosexuelle nicht das Reich Gottes erben werden.

Gott kreiert keine Menschen mit dem Drang nach Homosexualität. In der Bibel steht, dass ein Mensch durch die Sünde homosexuell wird (Römer 1, 24-27), und schließlich durch seine eigene Wahl. Eine Person kann mit einer größeren Anfälligkeit für Homosexualität geboren werden, genauso wie Menschen mit einer Tendenz zu Gewalttätigkeit und anderen Sünden geboren sein können. Das entschuldigt nicht, dass die Person die Sünde wählt, indem er dem sündigen Wünschen nachgibt. Wenn ein Mensch mit einer größeren Anfälligkeit für Wut/Zorn geboren wurde, ist es dann richtig diesem Begehren nachzugeben? Natürlich nicht! Dasselbe gilt für Homosexualität.

Nichtsdestotrotz beschreibt die Bibel Homosexualität nicht als eine “größere” Sünde als irgendeine andere. Jede Sünde ist anstößig gegenüber Gott. Homosexualität ist lediglich eine von vielen Dingen, die im 1. Korinther 6, 9-10 gelistet sind, die einen Menschen vom Königreich Gottes fernhalten. Laut der Bibel ist Gottes Vergebung ebenso verfügbar für einen Homosexuellen, wie für einen Ehebrecher, Götzendiener, Mörder, Dieb usw. Gott verspricht auch die Kraft, um die Sünde zu besiegen, inklusive Homosexualität, all denen die an Jesus Christus für ihre Rettung glauben (1.Korinther 6,11; 2.Korinther 5,17).

 

Quelle: GotQuestions.org

Thema: Zeitgeist | Ein Kommentar

592. „Was sagt die Bibel zur Säuglingstaufe?“

Samstag, 27. Mai 2017 | Autor:

Taufe_by_Cornelia-Menichelli_pixelio.de_

 

Liebe Blog Besucher,

nicht nur beim Thema Taufe auch bei vielen anderen wichtigen Fragen spricht die Bibel von Gehorsam gegenüber Gottes Wort und dem Herrn Jesus selbst. Schon die Wortwahl Babytaufe ist falsch. Taufe kommt von Baptizo bedeutet „ganz einzutauchen“ – dabei geht es um die Taufe im Wasser, im Heiligen Geist und darum voll in das Leben einzutauchen, das Gott für uns vorbereitet hat.

Wenn man dann sieht wieviel hierzu hin und her diskutiert wird, nur um irgend welche Argumente für die Babybesprenkelung zu finden, dann braucht man nicht mehr weiter zu diskutieren. Ein Jünger Jesu tut das was Jesus ihm sagt ohne wenn und aber. Punkt.

Wassertaufe durch untertauchen

 

Frage: „Was sagt die Bibel zur Säuglingstaufe?“

Antwort: Es gibt viel Verwirrung über die Taufe in verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen. Dies ist jedoch kein Resultat einer verwirrenden Lehre der Bibel zur Taufe. Die Bibel sagt eindeutig aus, was die Taufe ist, wozu sie da ist, und was dadurch erreicht wird. In der Bibel werden nur Gläubige, die ihren Glauben in Jesus gesetzt hatten, getauft – zum öffentlichen Zeugnis ihres Glaubens und der Identifizierung mit ihm (Apostelgeschichte 2,38; Römer 6,3-4). Die Wassertaufe durch das Untertauchen ist ein Gehorsamsschritt nach dem Glauben an Jesus. Es ist ein Ausruf des Glaubens in Christus, eine Erklärung des Gehorsams an ihn und eine Identifizierung mit seinem Tod, Begräbnis und der Auferstehung.

Mit diesem Hintergrund ist die Säuglingstaufe keine biblische Praxis. Ein Säugling kann seinen oder ihren Glauben nicht in Christus setzen. Ein Säugling kann keine wissentliche Entscheidung Christus zu gehorchen, treffen. Ein Baby kann nicht verstehen, was die Wassertaufe symbolisiert. Die Säuglingstaufe ist der Ursprung des Besprengens und Schüttens als Taufmethode, da es unsicher ist ein Baby unter das Wasser zu halten. Auch die Methode, wie Säuglinge getauft werden, ist nicht in Übereinstimmung mit der Bibel. Wie stellt das Schütten oder Besprengen den Tod, das Begräbnis und die Auferstehung Jesus Christus dar?

Viele Christen, die die Säuglingstaufe praktizieren tun dies, weil sie die Säuglingstaufe als neuen Bund, gleichzusetzen mit der Beschneidung, verstehen. Genauso wie die Beschneidung einen Hebräer mit dem Bund Abrahams und Moses verbunden hat, so verbindet die Taufe eine Person mit dem Neuen Bündnis der Rettung durch Jesus Christus. Dieser Gesichtspunkt ist nicht biblisch. Das Neue Testament verbindet nirgends die Taufe und die Beschneidung. Das Neue Testament beschreibt auch nicht die Taufe als das Zeichen des Neuen Bündnisses. Es ist der Glaube an Jesus Christus, die eine Person befähigt den Segen des Neuen Bündnisses zu genießen (1.Korinther 11,25; 2.Korinther 3,6; Hebräer 9,15).

Die Taufe errettet niemanden. Es ist gleichgültig, ob man durch das Untertauchen, Beschütten oder Besprengen getauft wurde – wenn man nicht zuerst an Christus für seine Rettung geglaubt hat, ist die Taufe (egal mit welcher Methode) bedeutungslos. Die Wassertaufe durch das Untertauchen ist ein Gehorsamsschritt, der nach der Rettung als ein öffentliches Zeichen des Glaubens an Christus und der Identifizierung mit ihm getan wird. Die Säuglingstaufe passt nicht in die biblische Definition der Taufe oder der biblischen Methode der Taufe. Wenn christliche Eltern ihr Kind Christus weihen möchten, ist eine Babyweihung angebracht. Aber auch Babys die Christus geweiht wurden, müssen dennoch wenn sie aufwachsen eine persönliche Entscheidung treffen, an Jesus Christus zu glauben, um gerettet zu werden.

 

Quelle: GotQuestions.org

Thema: Christliche Seite | Beitrag kommentieren

590. Was sagt die Bibel über Tattoos / Piercings?

Samstag, 27. Mai 2017 | Autor:

Tattoo_R_by_Lothar Henke_pixelio.de

Liebe Blog Besucher,

meine persönliche Meinung dazu ist, dass man bei dieser Tattoos Flut schon fast von einer Seuche sprechen kann. Viele die ihren Körper zeitlebens auf diese Weise verändern lassen, wissen war wahrscheinlich die Auswirkungen für ihr restliches Leben nicht ein zuschätzen. Ein Christ sollte sich immer bewußt sein, dass er sein Leben Jesus Christus in allen Bereichen gegeben hat. Ich glaube nicht, dass es Jesus gefallen würde, wenn wir sein Eigentum so verunstalten. Bei Nichtchristen ist dies eine anderes Basis, weil Sie einen anderen Herrn gehören.

 

Frage: „Was sagt die Bibel über Tattoos / Piercings? Ist es Sünde für einen Christen ein Tattoo oder ein Piercing zu bekommen?“

Antwort: Das Alte Testament Gesetz befiehlt den Israeliten: “Und einen Einschnitt wegen eines Toten sollt ihr an eurem Fleisch nicht machen; und geätzte Schrift sollt ihr an euch nicht machen. Ich bin der HERR.” (3.Mose 19,28) Obwohl Gläubige heutzutage nicht mehr unter dem Alten Testament Gesetz stehen (Römer 10,4; Galater 3,23-25; Epheser 2,15), sollte uns die Tatsache, dass es ein Gebot gegen Tattoos gab nachdenklich machen. Das Neue Testament sagt nichts darüber aus, ob ein Gläubiger ein Tattoo haben oder nicht haben sollte.

Was Tattoos und Piercings anbelangt wäre ein guter Test festzustellen, ob wir ehrlich und mit gutem Gewissen Gott bitten können diese bestimmte Aktivität für Seine eigenen guten Zwecke zu segnen. “Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes” (1.Korinther 10,31). Die Bibel verbietet uns Tattoos oder Piercings nicht, aber sie gibt uns auch keinen Grund zu glauben, dass Gott möchte, dass wir Tattoos oder Piercings bekommen.

Ein anderer Aspekt, den man berücksichtigen sollte, ist Sittsamkeit. Die Bibel instruiert uns sich sittsam zu kleiden (1.Timotheus 2,9). Ein Aspekt sich sittsam zu kleiden ist sicher zu gehen, dass alles was durch Kleidung bedeckst sein sollte bedeckt ist. Aber der Hauptbedeutung von Sittsamkeit ist es, nicht die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Menschen, die sich sittsam anziehen, ziehen sich in einer Art und Weise an, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Tattoos und Piercings sind nicht sittsam.

Ein wichtiges Prinzip der Heiligen Schrift gegenüber Aspekten, die die Bibel nicht speziell adressiert ist folgende: wenn Platz für Zweifel ist, ob es Gott gefällt, dann ist es am besten es nicht zu tun. “Alles aber, was nicht aus Glauben ist, ist Sünde” (Römer 14,23). Wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Körper und unsere Seelen errettet wurden und Gott gehören. Obwohl sich 1. Korinther 6,19-20 nicht direkt auf Tattoos oder Piercings bezieht, gibt es uns ein Prinzip. “Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden; verherrlicht nun Gott mit eurem Leib.” Diese großartige Wahrheit sollte eine echte Bedeutung haben in Bezug auf was wir tun und wohin wir mit unseren Körpern gehen. Wenn unser Körper Gott gehört, sollten wir sicher sein, dass wir eine klare “Erlaubnis” haben, bevor wir ihn mit unseren Tattoos oder Piercings versehen.

Quelle: GotQuestions.org

Thema: Zeitgeist | Beitrag kommentieren

589. Gebet für Europa

Montag, 8. Mai 2017 | Autor:

Europa_by_Wilhelmine Wulff_pixelio.de

Liebe Blog Besucher,

jeder von Ihnen der die EU Politik in den letzten Jahren einwenig verfolgt hat wird sich bei vielen Entscheidungen doch sehr gewundert haben. Mich hat besonders eine Entscheidung dieser Politiker in Brüssel traurig und besorgt gemacht, nämlich, die Nicht – Einbeziehung des Gottesbezuges in die Präambel der Verfassung. Leider sind solche Entscheidungen für viele Europäer kein Grund mehr ihre Stimme zu erheben. Aber der Herr aller Herren, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs sitzt im Regiment und ER regiert. Sie können es vielleicht als Zufall betrachten – ich tue es nicht – , dass fast genau 12 Jahre nach der Nicht – Einbeziehung des Gottesbezuges, nämlich am 23.06.2016 das Votum der Briten pro Brexit erfolgte. Die Zahl 12 hat in der Bibel eine heraus ragende Bedeutung. Jeder kann sich da selbst einmal schlau machen.

Wenn man weiß, dass seit vielen Jahren tausende Christen in Deutschland und Europa für gute und von Gott geführte Entscheidungen beten, dann kann man im Rückblick über manche Ereignisse nur staunen und Gott dafür danken.

Aus diesen genannten Hintergründen heraus ist das Gebet für Europa, das Ortwin Schweitzer verfasst hat, entstanden. Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen des Wächterrufs für Deutschland, dass ich dieses Gebet hier veröffentlichen darf.

 

 

Vater im Himmel,

Du bist ein großer und heiliger Gott! Du bist es wert, dass man Dich ehrt!

Du hältst diese Welt und die Geschicke der Völker in Deinen Händen.

Du hast sie aus Deiner Liebe durch Dein schöpferisches Wort ins Dasein gerufen und lenkst ihre Wege.

So lenkst Du auch die Nationen Europas und führst alles zum Ziel. Du vollendest diese Welt nach Deinem wunderbaren Plan.

Wir beten Dich an, heiliger Gott. „Denn von Dir und durch Dich und zu Dir hin sind alle Dinge. Dir sei die Ehre in Ewigkeit“ (Röm 11,36).

 

Vater im Himmel,

wir danken Dir für alles, was Du unserem Kontinent, sowie unserem Volk, unseren Familien und Deiner Kirche geschenkt hast.

Wir danken Dir für unsere Nachbarvölker.

Wir danken Dir für die Menschen, die uns das Evangelium gebracht und uns Jüngerschaft gelehrt haben.

Wir danken Dir für die Erweckungen in Europa in vergangenen Zeiten.

Wir danken Dir auch, dass Du uns nach dem 2. Weltkrieg Jahrzehnte des Waffenstillstandes geschenkt hast, dass wir im Westen und nach dem Fall der Mauer auch im Osten in Frieden, Freiheit und Wohlstand leben durften.

Wir danken Dir für die demokratische Grundordnung und die Rechtsstaatlichkeit in unseren Ländern, für Wissenschaft, Kultur und Sozialwesen und für die Schönheit unserer Länder und Städte. Für all das danken wir Dir von Herzen, denn Du sagst: „Wer Dank opfert, der preiset mich und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes“ (Psalm 50,23).

 

Vater im Himmel,

weil Du die Menschen unseres Kontinents liebst, bitten wir Dich, dass die Länder Europas von Deinem Geist neu erweckt werden.

Wir bitten Dich um eine geistgewirkte Erneuerung Deiner Kirche. Hilf ihr, Heimat zu werden für die vielen, denn wir haben Deine Verheißung gehört, dass Du Millionen berühren und verwandeln willst.

Darum bitten wir Dich, dass sich Deine Königsherrschaft ausbreitet: in allen Regierungen Europas und in den Institutionen der EU, in Wirtschaft und Finanzwelt, auch in allen Bereichen der Gesellschaft auf nationaler und europäischer Ebene, damit „Dein Reich komme und Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden“ (Matthäus 6,10).

 

Vater im Himmel,

wir haben als Christen versagt, für die europäischen Völker und den Prozess ihres Zusammenwachsens einzutreten.

Wir haben jahrzehntelang die Politiker unbegleitet gelassen und keine Verantwortung im Gebet übernommen. Vater, vergib uns !

Wir beugen uns nun aber auch stellvertretend vor Dir unter die Sünden unserer Volksvertreter in den EU-Institutionen, die Dich nicht in Deiner Herrschaft anerkennen wollten und die den Gottesbezug nicht in die Präambel der Europäischen Verfassung aufgenommen haben. Dies tut uns von ganzem Herzen leid.

Wir bekennen vor Dir als Vertreter der Völker Europas den Mangel an Gottesfurcht, Ausbeutungen aller Art, sexuellen Libertinismus, millionenfache Abtreibungen, Korruption, Menschenhandel und viel Fremdenhass.

Wenn Du darum die Völker Europas jetzt wegen ihren Sünden richtest, wenn gesellschaftliche Unruhen, Anschläge, finanzielle Zusammenbrüche, Seuchen und Naturkatastrophen kommen, dann hast Du vollkommen Recht und wir beugen uns vor Dir darunter. Aber Du hast in Deinen Gerichten immer auch unsere Besserung im Blick. Aber, Vater, wir vermögen das nicht aus eigener Kraft. Darum gieß Deinen Geist noch einmal aus über uns, dass wir das neue Herz bekommen und den veränderten Geist, den Du versprochen hast.

Wir bitten Dich um Vergebung und Heilung für unsere Völker durch das Blut deines Sohnes.

Vater, wir stellen uns unter Dein Wort der Ermahnung und Heilung: „Wenn mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen“ (2. Chron. 7,14). Tu es, Gott, in Europa, ja, tu es !

 

Vater im Himmel,

wir rufen Deine Königsherrschaft aus über Europa und rühmen über unseren Völkern den Namen Jesu.

Wir rühmen die Macht des Blutes Christi über allen gottfeindlichen Mächten, über allen geistlichen Bollwerken, die unsere Kultur heimlich durchdrungen haben.

So rühmen wir Jesus als Sieger über dem Glauben an die Vernunft, dem Glauben an alle die antichristlichen Ideologien und Religionen, sowie dem Glauben an alte und neue heidnischen Kulte. Wir glauben den Sieg Jesu auch über dem „Glauben“ an das Geld und dem Glauben an uns selbst.

Wir rufen den Sieg Jesu auch konkret aus über der Wirtschaft, den Banken, den Finanzmärkten, auch über dem Bildungswesen und allen politischen Entscheidungen.

So rühmen wir den Namen Jesus, der der Name über alle Namen ist. „Denn in Seinem Namen müssen sich beugen alle Knie im Himmel, auf Erden und unter der Erde, und müssen bekennen: Jesus ist der Herr“ (Phil. 2,10-11) !

 

Vater im Himmel,

in Deinem Auftrag segnen wir nun die Länder und die Menschen, die auf dem europäischen Kontinent ihre Heimat haben und auch alle, die hier Schutz bei uns suchen. Du liebst sie alle mit großer und heiliger Liebe.

Es komme über uns Dein Heil und Deine Heilung, Deine Hoffnung und Dein Friede.

Dein Wille ist es, uns Gutes zu tun, denn Du sagst:

„Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.

Der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden“ (4. Mose 6,24-26).

Es komme über uns der Segen des Dreieinigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Amen.

 

Quelle: Wächterruf Deutschland

Abdruck bitte mit dem Copyright © Ortwin Schweitzer 2017

Thema: Christ und Politik | Beitrag kommentieren

588. Bei Kindern hört der Spass auf

Donnerstag, 27. April 2017 | Autor:

Wikipedia Montrealais aus Z2 Homo Ehe

Liebe Blogbesucher,

vor 50 Jahren waren solche „Zustände“ noch undenkbar. Was sagt uns das? Unsere Politik macht Gesetze für eine verschwindet kleine Minderheit ohne biblische und christliche Werte zu beachten. Wir reden soviel von Werten, bloß wenn es darum geht diese zu leben, dann vergessen wir die schwächsten in unserer Gesellschaft, nämlich die Kinder und die Ungeborenen. Mir fällt dazu nur das Bibelwort aus Galater 6,7 ein: Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten.

Familie_web_R_K_by_Alexandra H._pixelio.de

Jedes Kind hat eine biologische Mutter und einen biologischen Vater. Von homosexuellen Paaren adoptierte Kinder müssen gezwungenermassen mindestens ein leibliches Elternteil entbehren.

 

Autor: Andreas Lombard

Quelle: Factum – Magazin sehr empfehlenswert

 

Der Schriftsteller Mario Vargas Llosa sagte jüngst, alle Kulturen für gleichwertig zu halten, setze ein «kolossales Vorurteil» voraus. Ein Vorurteil? Unsere Vorurteile haben wir doch eben erst abgelegt! Nein, sagte Vargas Llosa, das neue Vorurteil entspringt gerade dem Wunsch, alle Vorurteile aus der Welt zu schaffen. Gleichwertigkeit gibt es nur bei geschlossenen Augen.

 

Gleichwertigkeit steht aber hoch im Kurs. Oder ist es nur eine Blase? «Stellt gleich, was gleich ist!», forderte vor Wochen ein offener Brief zur Homo-Ehe. Das Bundesverfassungsgericht verlangt die steuerliche Gleichbehandlung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Eine sexuelle Minorität gilt, weil es sie gibt, als gleichwertig. Wo steckt hier das «kolossale Vorurteil»?

 

Erinnern wir uns. «Homosexuell» nennen wir nicht die Vereinigung von Mann und Frau, sondern zweier Männer oder zweier Frauen. Unterschied Nummer eins. Aus der homosexuellen Verbindung entstehen keine Kinder.

Unterschied Nummer zwei. Zugegeben, auch Männer und Frauen zeugen immer häufiger keine Kinder. Andererseits haben oft gerade die Leute Kinder, die ihre Sexualität gar nicht so wichtig finden.

 

Jedes Kind hat einen biologischen Vater und eine biologische Mutter. Jedes Kind, selbst wenn es im Labor gezeugt wird, hat eine zweigeschlechtliche Abstammungslinie, für die es sich früher oder später lebhaft interessieren wird. Keine Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften kann daran etwas ändern, kein Adoptionsrecht und keine künstliche Befruchtung auf Staatskosten.

 

Juristische «Elternschaft» kann die biologische nicht ersetzen. Unterschied Nummer drei. Neuerdings heisst es aber, zwei Männer oder zwei Frauen hätten «ein Kind bekommen». Kaum wurde die fehlende Zeugungsfähigkeit als unerheblich ausgeklammert, weil sie die Fiktion von Gleichheit störte, wurde eine «Elternschaft» der faulen Tricks ausgerufen und ein «Recht auf Kinder», das es sinnvollerweise nicht gibt.

 

Das Adoptionsrecht war bislang für Kinder da – und nicht «für» eine Gruppe von Erwachsenen, von der niemand genau weiss, ob sie keine Kinder zeugen kann oder will. Das Verbot, gleichgeschlechtliche Paare zu benachteiligen, würde übrigens im Handumdrehen die Vergabepraxis auf den Kopf stellen. Homosexuelle Adoptionsbewerber dürften im Unterschied zu ihren Konkurrenten nicht abgelehnt werden, denn das wäre Diskriminierung.

 

Händeringend gesucht werden übrigens nur Pflegeeltern. Egal, das Recht muss es richten. Auch wenn die schöne, neue Gleichheit hässliche Ungleichheiten zeugt.

 

Das grösste Problem ist die künstliche Befruchtung. Ein homosexuelles Paar, das mit technischer Hilfe zu «Eltern » wird, hat einen Dritten im Bunde, der zurücktreten muss: den anderen biologischen Elternteil. Vater Samenspender oder Mutter Eizellspenderin, um von der Leihmutter ganz zu schweigen, überlassen dem zahlenden Elternteil und seinem gleichgeschlechtlichen Partner das Familienfeld.

 

Das Kind gleichgeschlechtlicher «Eltern » muss mindestens ein Elternteil entbehren. Auf dessen Platz wird ihm eine Person präsentiert, mit der es nichts zu tun hat. Ähnliches kennen wir von Kuckuckskindern, Scheidungskindern und Halbwaisen. Dort gilt es aber als trauriges Schicksal. Von nun an werden diese traurigen Kinderschicksale zwecks Gleichstellung von sexuellen Präferenzen vorsätzlich herbeigeführt – ein grausames Novum in der Geschichte der Menschheit.

 

Wie sagte Vargas Llosa? Das kolossale Vorurteil unserer Tage besteht darin, eine Sache, bloss weil es sie gibt, als gleichwertig anzusehen. Manche Kinder werden es in ihrer Entwicklung sehr schwer haben, nur weil Mama oder Papa nicht auf das andere Geschlecht «stehen». Oder nicht nur. Oder nicht mehr. Früher sagte man: «Bei Kindern hört der Spass auf.»

Thema: Zeitgeist | Beitrag kommentieren

587. Das neue Jerusalem

Dienstag, 25. April 2017 | Autor:

Liebe Blogbesucher,

der nachfolgende Artikel von Tobias Krämer ist wirklich sehr lesenswert, weil er viele Unklarheiten im Bezug auf die Endzeit auf den Punkt bringt und aufklärt. Ich sehe die Dinge genauso wie Tobias Krämer und möchte deshalb, dass noch viele Menschen die Geschehnisse mit und um Israel die in der Zukunft kommen werden, im Blick der Bibel klarer erkennen können. Dazu ist der Artikel eine gute Hilfe.

Ich bedanke mich bei Tobias Krämer und der Redaktion von „Christen an der Seite Israels e.V.“ sehr herzlich für die Genehmigung zur Veröffentlichung hier in meinem Blog.

 

 

Das neue Jerusalem

Autor: Tobias Krämer

Quelle: Christen an der Seite Israels e.V.

Das Neue Testament bewegt sich zwischen zwei Polen: dem ersten und dem zweiten Kommen Jesu. Vom ersten Kommen Jesu (Jesu Wirken, Tod und Auferweckung) kommen die Texte her. Auf das zweite Kommen (Jesu Wiederkunft) laufen die Texte hin. Mit der Wiederkunft Jesu werden meist zwei andere Themen verbunden: Die Auferstehung der Toten und das Endgericht. Auf diesen Dreiklang läuft die Geschichte der Menschheit zu. Erstaunlich ist, dass die Autoren des Neuen Testaments Zurückhaltung üben, was nach diesem Endgeschehen kommt. Das tun im Grunde alle, außer dem Seher Johannes, der in Offb 21f eine faszinierende Perspektive eröffnet. Bei allen Schwierigkeiten der Auslegung sollen einige Grundzüge dieses Textes festgehalten werden.

 

Die beiden Endkapitel der Offenbarung sind das Finale einer weit ausholenden Vorgeschichte, die mit Kap. 17 beginnt. Holtz überschreibt diesen Abschnitt mit „Die Kulmination der Geschichte“ (NTD 11), Ritt spricht von der „Entfaltung des Endgerichts“ (NEB 21). Schritt für Schritt wird die Erde von allen widergöttlichen Kräften befreit:

  • 17,1 – 19,10: Untergang der „Hure Babylon“. Gemeint ist Rom, die christenmordende Hauptstadt des römischen Reiches, die wiederum für die antichristliche Weltmacht der Endzeit steht. Sie geht `mit Glanz und Gloria´ unter – der erste Befreiungsschritt.
  • 19,11-21: Gericht über „das Tier“, den „falschen Propheten“ und die gottfeindliche Menschheit. Tier und Prophet, die rechte und linke Hand des Teufels, landen im „feurigen Pfuhl“ und verschwinden für immer von der Bildfläche. Die gegen Gott agierende Menschheit findet den Tod und kommt zu einem Ende – der zweite Befreiungsschritt.
  • 20,1-10: Übrig ist noch der Kopf alles Bösen, der Teufel selbst. Er wird für 1000 Jahre weggesperrt, in denen Christus mit den Märtyrern regiert, und versucht sich danach in einem groß angelegten „Come-back“, das kläglich scheitert. Auch er landet im Feuerpfuhl. Damit ist die Gott entgegen stehende „Dreieinigkeit“ (Teufel, Tier, falscher Prophet) endgültig überwunden – die Erde ist frei!
  • 20,11: Nun betritt Gott selbst die Szene, symbolisiert durch einen „großen, weißen Thron“. Die Erde flieht vor seinem Angesicht. Sie kann vor Gott nicht bestehen, denn sie ist getränkt mit dem Blut der Märtyrer, Tod und Vergänglichkeit haften ihr an. In diesem Zustand kann sie nicht Gottes neue Heilswelt sein. Sie muss erneuert werden.
  • 20,12-15: Die Toten stehen wieder auf. Sie werden vor den Thron gestellt und gerichtet. Wer im „Buch des Lebens“ gefunden wird, darf auf ewig leben. Die anderen landen im Feuerpfuhl, wo auch der Tod und die Hölle landen und wo Teufel, Tier und falscher Prophet schon sind. Nun ist die Bahn frei für das Neue, das Gott wirken will (vgl. 1 Kor 15,20-28).

 

An dieser Stelle könnte man erwarten, dass es nun im Himmel weitergeht. Dass Jesus die Seinen mit sich in den Himmel nimmt und sie für alle Ewigkeit – in himmlischen Sphären, mit Gott vereint – dort leben. Doch dem ist nicht so. Der Blick des Sehers bleibt ganz im Diesseits. Er sieht einen neuen Himmel, eine neue Erde und das neue Jerusalem (21,1f). Diese Perspektive behält er bis zum Ende bei. Die Ewigkeit spielt sich nach Johannes nicht im Himmel ab, sondern auf Erden! Auf der neuen Erde, gewiss, aber auf Erden.

 

Mit Kap. 21 beginnt das Neue: „Siehe, ich mache alles neu!“ (21,5). Umso mehr überrascht es, dass dieses Neue in beachtlicher Kontinuität mit dem Alten steht. Himmel, Erde und Jerusalem sind ja bekannte Größen. Und auch wenn sie nun „neu“ sind, sind sie noch immer, was sie von jeher waren: Eben Himmel, Erde und Jerusalem. Was konkret ist aber das Neue an Himmel, Erde und Jerusalem? Darüber gibt der Text Auskunft:

  • Das Neue an Himmel und Erde besteht darin, dass es darin weder Tränen noch Tod und auch kein Leid, kein Geschrei und keinen Schmerz mehr gibt. All dies gehört der Vergangenheit an (21,1-4). Die neue Welt ist keine andere Welt, sondern die erlöste Welt (vgl. 21,24 – 22,2). Die Welt wird heil und löst die geschundene Welt ab – das ist die Botschaft (vgl. Röm 8,20-22).
  • Das Neue am neuen Jerusalem ist anders gelagert. Die Stadt wird überkleidet und erfüllt mit der Herrlichkeit Gottes (21,11). Diese Herrlichkeit wird in der Folgevision breit entfaltet: symmetrischer Aufbau, gläserne Mauer, Gold, Perlen und kostbare Edelsteine – all das symbolisiert die Herrlichkeit Gottes, die Jerusalem nun auszeichnet (21,11-21). Das neue Jerusalem ist kein anderes Es ist Jerusalem, gefüllt mit Gottes Herrlichkeit.[1]

 

Seltsam ist, dass dieses neue Jerusalem aus dem Himmel kommt (21,2.10). Hier könnte man fragen, warum es im Himmel ein zweites Jerusalem gibt und warum Gott dieses Jerusalem nun nach unten schickt, anstatt die Seinen nach oben zu holen. Doch wird diese Frage dem Text nicht gerecht. Das himmlische Jerusalem ist nämlich kein anderes als das irdische. Das sagt 21,10 deutlich: „Und er [der Engel] zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott.“ Es gibt nur ein Jerusalem, und dieses Jerusalem kommt hier vom Himmel auf die Erde. Damit stellt sich die Frage: Wie ist Jerusalem in den Himmel gekommen? Diese Frage beantwortet der Text nicht. Deutlich ist aber, dass Jerusalem in 20,9 noch auf der Erde war, in 21,2.10 aber vom Himmel herabkommt – anders als in vergleichbaren frühjüdischen Texten. Was ist dazwischen geschehen?

In 20,11 „flieht“ die Erde vor dem Erscheinen Gottes und kommt in 21,1 wieder zurück. Sie ist nun „neue Erde“ und wird wieder in den Dienst genommen. Doch was ist mit Jerusalem? Für Jerusalem ist die Lage eine andere. Jerusalem ist nicht irgendeine Stadt. Diese Stadt ist Gottes Stadt, „heilige Stadt“ (21,2.10). Auf sie wartet keine Erneuerung, sondern eine Verherrlichung. Und diese kann sie nur im Himmel erfahren. Also wird Jerusalem, so kann man folgern, in den Himmel „entrückt“, dort verherrlicht und dann auf die Erde zurückgeschickt – als „neues Jerusalem“, als „geschmückte Braut“ (21,2f.9f). Soweit die Visionen des Sehers.

Die Aussage dieser großen Bilder besteht m. E. darin, dass die Erde erneuert, erlöst und verwandelt wird, Jerusalem aber mit der Herrlichkeit des Himmels erfüllt wird. Danach kommen beide wieder zusammen und bilden den Ort, wo Gott und Menschen auf ewig zusammen wohnen. Diese Prozesse sind notwendig, denn nur das verherrlichte Jerusalem und die erlöste Erde taugen für die Ewigkeit.

 

Damit kommen wir zur letzten Szene. Hier geht es um den Zusammenhang zwischen dem neuen Jerusalem und den Völkern. Schon in 21,3 ist Jerusalem „Hütte Gottes bei den Menschen“. Gott wird bei den Menschen wohnen. Sie sind seine Völker, er ist ihr Gott. Diese Vision wird am Ende weiter ausgebaut (21,24 – 22,5):

  1. Gott wohnt in der Stadt. „Der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein“ (22,3) – nicht mehr im Himmel, wo er zuvor war (4,2; 20,11; 21,3). Gott verlegt seinen Regierungssitz nach unten, ins neue Jerusalem.
  2. Die Völker der Erde wandeln im Licht der Stadt und bringen ihre Ehre und ihre Herrlichkeit in die Stadt hinein. Die Stadt ist unbestritten der Mittelpunkt, ja der „Nabel“ der Welt.
  3. Vom Thron Gottes und des Lammes geht ein Wasserstrom aus, der im Endeffekt den Völkern dient. Das Heil Gottes erreicht die Völker und sie leben davon.

Zwischen Jerusalem und den Völkern besteht also ein reger Austausch. Das Heil läuft zu den Völkern hinaus und sie bringen Ehre herein. Doch wer wohnt in der Stadt? Es sind die „Knechte“ Gottes. Sie dienen Gott, sie sehen sein Angesicht und tragen seinen Namen an ihren Stirnen (22,3f). Diese „Knechte“ (δοῦλοι/douloi) sind in der Offenbarung eine Sondergruppe. Es sind in erster Linie Propheten, Offenbarungsträger und Märtyrer, aber vor allem auch das Volk Israel (7,3!). Diese δοῦλοι Gottes haben ein Vorrecht. Sie dürfen in der Stadt Gott dienen, während all die anderen zu den Völkern gehören, die außerhalb leben. Entscheidend aber ist die Verheißung, mit der der gesamte Visionsbogen schließt: „Sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (22,5). Die Knechte Gottes lenken fortan die Geschicke der Welt! Damit ist der Kampf um die Weltherrschaft endgültig entschieden.

 

Die großartige Visionswelt des Johannes wird kaum abschließend zu ergründen sein. Das ist auch nicht mein Anspruch. Es dürfte aber deutlich geworden sein, dass der Seher uns einen Blick in die Ewigkeit gewährt und er diese auf der Erde sieht. Mit Jerusalem als Zentrum und Gott selbst in der Stadt. Das aber sagt sinngemäß schon Jes 2,1-5! Der Horizont ist also derselbe, vor und nach Jesus. Die Geschichte der Welt mündet ein in ein irdisches Friedensreich, das der Messias einst aufrichten wird (vgl. Jes 11). Am Ende steht eine heile Welt, in der Gott und sein Messias zusammen mit den Knechten regieren. Für immer. Dieser Prozess ist umkämpft und stößt auf Widerstand. Er gleicht den Wehen einer Geburt (Mt 24,8; Röm 8,22). Doch am Ende wird der Messias siegen und Gott wird sein „alles in allem“ (1 Kor 15,28). Dann ist das Ziel der Geschichte erreicht.

[1] Zum neuen Jerusalem vgl. jüngst: Johannes Gerloff, Jerusalem – Ziel christlicher Sehnsucht. In: Israelnetz 5/2016, S. 4-7.

Thema: Israel | Beitrag kommentieren

586. Die letzte Reformation – Film – sehenswert

Dienstag, 25. April 2017 | Autor:

Lieber Blogbesucher,

als ich die Botschaft von Torben Sondergaard zum erstenmal hörte und die Apostelgeschichte aufmerksam und gründlich studierte, passierte etwas mit und in mir. Es ist nicht leicht zu beschreiben, aber es fühlt sich an als wenn der glimmende Docht wieder neu zu brennen beginnt. Ich verspüre einen neuen Hunger nach dem Wort Gottes und es ist mein Verlangen Gott besser und besser kennen zu lernen. Nicht mehr nur Wissen über Gott zu sammeln, sondern, dass ich wie Hiob sagen kann: „Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mei Auge dich gesehen“. Das ist mein Verlangen und Gott sieht mein Herz.

Ich habe mir in den letzten Wochen die gesamte Aufstellung der Lehrvideos angesehen und der Heilige Geist hat ein Licht nach dem anderen aufleuchten lassen.

Erkenntnis daraus:

Wir müssen das Stuhlwärmen in den Gemeinden beenden, und tun was uns Gottes Wort sagt:

„Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern – nicht Gemeindemitglieder – , und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe!“

Ich wünsche jeden Besucher, dass ihn die Augen und Ohren des Herzens geöffnet werden und er zur Erkenntnis der Wahrheit gelangt. Gott segne Sie.

 

Thema: Jüngerschaftsschule | Beitrag kommentieren